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Dieser Vortrag beleuchtet die Hintergründe des Films „Hacksaw Ridge“ und die wahre Lebensgeschichte von Desmond Doss. Christopher Kramp erzählt von Doss‘ Kindheit, seiner tiefen Überzeugung gegen Gewalt und Waffen, seinen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg als Kriegsdienstverweigerer und Sanitäter. Der Vortrag vergleicht die filmische Darstellung mit den historischen Fakten und hebt die außergewöhnlichen Taten von Desmond Doss hervor, der trotz immenser Widrigkeiten und Verachtung durch Kameraden und Vorgesetzte unzählige Leben rettete.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:54] Ja, gesegneten Sabbat. Ich freue mich, dass ihr alle gekommen seid zu unserer Jugendstunde. Wer von euch fühlt sich denn noch jugendlich? Wer von euch geht gerne ins Kino? Ich kann sowieso nicht sehen, wegen der Scheinwerfer.

[1:13] Es kommt relativ selten vor, dass man am Sabbat überhaupt, vielleicht in der Jugendstunde, über einen Kinofilm spricht. Und wir wollen eigentlich auch nicht so viel über einen Kinofilm sprechen, sondern wir wollen die Herausgabe dieses Kinofilms "Hacksaw Ridge" zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, wie wir Zeugnis geben können in den nächsten Wochen. Habt ihr Freunde oder Bekannte, die ab und zu ins Kino gehen? Keine? Doch, ganz mit Sicherheit. Studienkollegen, Arbeitskollegen, Nachbarn.

[1:47] Ihr habt vielleicht davon gehört, schon das eine oder andere gelesen, Hollywood hat einen Film produziert mit einem Budget von etwa 50 Millionen Dollar. Das ist doch relativ wenig eigentlich für Hollywood. "Hacksaw Ridge". Und da geht es um einen Siebenten-Tags-Adventisten. Und zwar nicht einfach nur in einer Nebenrolle, so als religiöses Tupferchen sozusagen im Bild, sondern um die Lebensgeschichte des größten Helden, den die amerikanische Militärgeschichte jemals gehabt hat. Einen Kriegsdienstverweigerer, der sich geweigert hat, eine Waffe auch nur anzurühren. Und wenn Hollywood 50 Millionen Dollar ausgibt, um der Welt von einem Adventisten zu erzählen, der die 10 Gebote ernst nahm und der den Sabbat selbst im Krieg gehalten hat, dann sollten wir zumindest wissen, was in seinem Leben passiert ist.

[2:49] Ich möchte mit euch die Geschichte dieses Desmond Doss anschauen, damit ihr dann, wenn ihr damit konfrontiert werdet, wisst, was wirklich passiert ist. Ihr werdet feststellen, dass der Hollywood-Film die ganze Sache sogar weniger dramatisch darstellt, als sie gewesen ist. Der Desmond Doss hat so viele Dinge getan, die wir euch nach und nach erzählen. Also fangen wir jetzt mal damit an.

[3:19] Weiß jemand von euch überhaupt, was "Hacksaw Ridge" ist? Vor allem die Nicht-Engländer unter euch. Was bedeutet eigentlich "Hacksaw Ridge"? Warum kann der Film nicht einfach Desmond Doss heißen? Manch einer scheut sich vielleicht sogar, über diesen Film zu sprechen, weil er nicht weiß, wie man das aussprechen soll. "Hacksaw Ridge", was heißt das? Ridge ist Englisch für einen Hügel oder besser für einen Bergrücken und es steht für einen Steilabhang auf einer japanischen Insel, auf der Insel Okinawa, auf der im Mai, April, Mai 1945 die wahrscheinlich blutigste Schlacht des Zweiten Weltkriegs stattfand. So blutig, dass viele, viele, viele Soldaten dort gestorben sind und weil das so ein grausamer Ort war, nannten die Soldaten diesen Bergrücken, diesen Ridge "Hacksaw". Hacksaw ist Englisch für Säge, Metallsäge. Man wird quasi niedergesägt dort. In Wirklichkeit heißt es in der Topografie dieser Steilabhang Maeda Escarpment, also ein Steilabhang in der Nähe der Stadt Maeda, aber die amerikanischen Soldaten aus lauter Furcht vor diesem Ungetüm, das sich da vorhin auftat, wenn man da hochgestiegen ist, waren überall die Japaner dort oben, nannten diesen Ort "Hacksaw Ridge" und danach ist der Film auch benannt.

[4:43] Dankeschön. Nun, vielleicht habt ihr die Filmplakate gesehen. Der Film ist im November in Amerika herausgekommen und hat mittlerweile schon über 100 Millionen Dollar eingespielt. Er hat, soweit ich mich, ja genau, da steht es ja, für drei Golden Globes ist er schon nominiert worden. Er gilt als Oscar verdächtig. Also es könnte sein, dass im Februar des nächsten Jahres der eine oder andere Oscar in diesem Film verteilt ist. Gerade vor wenigen Tagen ist der Film in China angelaufen und hat da alle Erwartungen übertroffen. Es ist ein richtiger Kassenschlager, was ich interessant finde, weil China natürlich auch gar nicht so einfach zu eilen ist mit dem Evangelium. Nicht wahr?

[5:25] Ihr kennt den Bibelfers, dass wenn wir schweigen, dann werden die Steine schreien. Mich haben immer wieder Leute gefragt, ja, kann man das mit gutem Gewissen verantworten, einen Hollywood-Film überhaupt sich da in die Nähe rücken, das ist ein Hollywood-Film. Hollywood ist doch schlimm. Und dann noch Mel Gibson, der hat ja die Passion Christi gemacht und da gibt es so viele Dinge, die nicht so gut sind. Wenn Gott durch einen Bileam, der ein falscher Prophet war, wirken konnte und wenn Gott durch den Nebukadnezar wirken konnte, ihn sogar nennt meinen Knechten, dann kann Gott auch durch Hollywood wirken.

[6:01] Bevor wir weiterreden, möchte ich ganz deutlich machen, wir wollen niemanden dazu ermutigen, den Film zu sehen. Wir sind nicht hier, um euch zu ermutigen, ins Kino zu gehen. Der Film ist wahrscheinlich einer der grausamsten Kriegsfilme, die Hollywood jemals produziert hat. Die, die den Film gesehen haben, ich habe das auf Facebook von einer Adventistin gesehen, die am Tag, als sie ins Kino gehen wollte, geschrieben hat, ich bin bereit für das Kino. Hatte so ein paar Taschentücher hingelegt, fotografiert und gesagt, ich bin bereit fürs Kino. Am nächsten Morgen, nach dem Film, hat sie ein anderes Foto gezeigt, mit einer schwarzen Augenblende. Und hat geschrieben, das hätte ich lieber mitnehmen sollen. Man konnte es sich gar nicht anschauen. Also, seid nicht unbedingt darauf erpicht, den Film zu sehen, weil Krieg ist grausam und der Mel Gibson hat ein besonderes Faible dafür, die Grausamkeit in all ihren Details darzustellen.

[6:59] Aber wer war dieser Desmond Doss? Wir haben ein Bild von ihm. Wir wollen ein bisschen die Geschichte erzählen. Der Film ist tatsächlich auch so angelegt, dass er zwei Teile hat. Im ersten Teil wird die Lebensgeschichte von ihm erzählt, zu Hause, in seiner Familie, wie er aufgewachsen ist und dann in der zweiten Hälfte dieses Schlacht auf Okinawa. Das ist deswegen für uns interessant, weil es uns auch die Möglichkeit gibt, dass die Menschen ihn eben nicht nur als einen Helden im Schlachtfeld sehen, sondern dass sie auch lernen, wie er erzogen worden ist als Adventist mit adventistischen Eltern.

[7:33] Also, der Reihe nach. Desmond Doss ist geboren worden, und zwar im Jahre, im Jahre 1919, und zwar als Desmond Thomas Doss in Lynchburg, Virginia, im Osten. Sein Vater war schon Soldat der US-Armee gewesen im Ersten Weltkrieg, allerdings nicht so pazifistisch wie der Desmond Doss. Er hat tatsächlich auch geschossen und gemordet und war ein etwas rauer Gesell. Hier haben wir ein Familienbild. Hier haben wir noch die drei Kinder. Also, der Vater Thomas und die Mutter Bertha Idos, das waren seine Eltern. Und Desmond Doss war der zweite von drei Kindern, eine ältere Schwester, jüngeren Bruder Harold. Und das Leben war sehr einfach.

[8:35] Er hat, wie später Zeitzeugen berichten, an einfachen Dingen Freude gehabt, und als er ganz klein war, so klein, dass er noch auf einen Stuhl steigen musste, um folgendes Bild zu sehen, hat sich etwas ganz tief in ihn eingebrannt. Der Vater kam eines Tages nach Hause und hatte dieses Wandbild, so ein Bild halt, erworben. Und zwar, ich weiß nicht, ob man das sehen kann, in der Mitte ist quasi das Vaterunser aufgeschrieben und an den Seiten sind die zehn Gebote jeweils mit einem Bild, mit einer biblischen Geschichte, illustriert. Und der kleine Desmond, der war so klein, der ist quasi dann an die Wand gegangen, hat sich auf einen Stuhl gestellt und hat geschaut, was auf den Bildern drauf ist.

[9:27] Und ihn hat vor allem das Bild bewegt vom sechsten Gebot. Thou shalt not kill. Du sollst nicht töten. Da war die Geschichte von Kain und Abel abgebildet. Das sieht man noch so ein bisschen hier, wie der Abel dann stirbt. Da drüber steht der Kain mit so einem Baseballschläger, so einem Holzklumpen, den er eingeschlagen hat. Und der kleine Desmond hat sich schon als kleines Kind immer gefragt, wie kann ein Bruder seinen Bruder umbringen? Das ist doch unglaublich. Und er hat damals, hat sich das ganz tief in ihn eingebricht, du sollst nicht töten. Er hat später immer wieder darauf Bezug genommen, hat gesagt, dieses Wandbild, das er als kleines Kind dort gelesen hat, hat ihn davon überzeugt, von der Wichtigkeit, man soll niemandem das Leben nehmen.

[10:17] Wie gesagt, die Zeiten waren relativ hart. Das war damals die Zeit der Great Depression. Weiß jemand von euch, was die Great Depression gewesen ist? Also das hatte auch was mit Depression zu tun, aber Depression war dann eher die Folge der Great Depression. Das war die Weltwirtschaftskrise. Da gab es diesen schwarzen Freitag, wo alle die Banken zusammengekracht sind, das Geld plötzlich und die Leute arbeitslos geworden sind. Und der Vater von Desmond Doss war auch schwer betroffen. Er hatte wirklich finanzielle Probleme. Und hier haben wir noch ein Bild von ihm und seiner Frau. Die Bilder sind nicht beste Qualität. Damals hatte man noch keine guten Kameras.

[10:55] Der Vater hat angefangen, Alkohol zu trinken. Und er war oft besoffen, sturzbesoffen kam er nach Hause und hat dann natürlich die Mutter nicht besonders gut behandelt und die Kinder manchmal noch schlechter, hat die Kinder geschlagen. Also das war ein durchaus gebrochenes Familiensituation, aus der er kam. Und das wird übrigens im Film auch tatsächlich ganz realistisch dargestellt.

[11:23] Im Film wird auch eine Szene erwähnt, wo angeblich der Desmond schon als kleines Kind beinahe seinen Bruder umgebracht hätte. Das ist Hollywood Fiktion. Die Wahrheit ist, die beiden haben öfter mal gekämpft und der Bruder hat erzählt, sie haben mal gekämpft, wie das mal beim Kämpfen ist, dann hat der eine den anderen im Arm, und keiner lässt los. Und sein Bruder hat gesagt, lass los! Und er hat gesagt, nein, ich lass nicht los. Der Desmond Doss wollte nie aufgeben, aber er hat seinen Bruder nicht schwer verletzt. Das war eine erste kleine Veränderung, die Hollywood vorgenommen hat. Während wir durchgehen, werde ich euch mal ein bisschen erzählen, wo Hollywood was verändert hat. Falls ihr dann Fragen bekommt, könnt ihr sagen, das stimmt und das stimmt nicht.

[12:05] Naja, also der Vater war schwierig, sehr schwierig. Obwohl er dieses Bild gekauft hat, hat er sich selbst nicht dran gehalten. Aber der eigentliche Anker in der Familie war seine Mutter, Bertha. Sie war überzeugte Siebenten-Tags-Adventistin und sie hat die Kinder in diesem Glauben erzogen. Hier ist ein Bild von der Gemeinde, die sie besucht haben, dort in Lynchburg, Virginia, die der Desmond Doss bis ans Ende seines Lebens war. Da ist er der Gemeinde auch treu geblieben. Aber dazu später mehr.

[12:39] Hier ein Bild von ihm aus jungen Jahren. Als er ungefähr zwölf Jahre alt war, gab es einen Vorfall, der ihn für immer bestätigt hat, in seinem Wunsch kein Leben nehmen zu wollen. Und zwar, sein Vater war mal wieder unterwegs mit seinem Onkel, dem Bruder seiner Mutter. Und die haben sich betrunken, wie immer. Und die saßen dann wahrscheinlich irgendwo in der Taverne oder ich weiß nicht wo. Und haben getrunken, wie das manchmal so ist, man fängt an sich zu streiten und haben dann angefangen sich wirklich in die Haare zu kriegen. Das Ganze eskaliert und irgendwann ist der Vater von Desmond Doss total ausgerastet, ist aufgestanden, hat seine Waffe gezogen und wollte seinen Schwager umbringen.

[13:29] Und die Mutter war in der Nähe, die Bertha, hat sich jetzt zwischen ihren Mann und ihren Bruder gestellt. Und der Mann hat immer gesagt, der Vater von Desmond, geh weg, nicht wahr? Ja, so halb besoffen. Wahrscheinlich hat er daneben gezählt, ich weiß es nicht. Und die Mutter hat immer gesagt, gib mir die Waffe, gib mir die Waffe. Das gab natürlich ein riesiges Hallo, die Leute haben schon nach der Polizei gerufen, die war schon unterwegs und die Mutter wusste, wenn die Polizei ankommt und die Polizei findet jetzt den Vater von Desmond besoffen mit Waffe, dann endet das nicht gut. Und so hat sie ihn immer wieder versucht zu überreden, bis schließlich er in einem Lichtmoment bereit war, die Waffe zu entladen und sie seiner Frau zu geben.

[14:11] Und die hat jetzt diese Pistole in der Hand und hat dem kleinen Desmond, der ebenfalls zugegen war, der das vermutlich auch bitternd versucht hat einzuordnen, was gerade geschieht, hat die Waffe in die Hand gegeben und hat gesagt, lauf damit nach Hause, versteck sie und dann kommt wieder. Dann hat der kleine Desmond diese Waffe bekommen, ist nach Hause gelaufen, hat irgendwo einen Ort gesucht, wo der Vater sie nie wieder finden kann, hat sie versteckt, kam zurück und hat nur noch gesehen, wie die Polizei den Vater dann schon in Handschellen abgeführt hat, damit er irgendwo ausnüchtern kann.

[14:47] Und dieses Erlebnis hat dazu geführt, dass der Desmond gesagt hat, ich möchte nie wieder in meinem Leben eine Waffe auch nur anrühren. Das war das letzte Mal, dass ich eine Pistole oder ein Gewehr angerührt habe. Das ist ganz wichtig zu verstehen, weil aufgrund des Filmes könnte vielleicht manch einer glauben, dass es uns Adventisten verboten ist, eine Waffe anzufassen. Als ich jetzt vor kurzem in einer anderen Gemeinde war und ich dann am Nachmittag und am Abend mal ein paar Geschwistern erzählt habe über den Film, da wurde einer ganz bleich, weil ich erzählt habe, dass er nie eine Waffe angerührt hat. Aber ich habe manchmal schon Waffen angerührt, ist das jetzt verboten? Als Adventisten glauben wir nicht, dass es verboten ist, Waffen anzufassen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit ist, wenn man keine anfasst, wird man sie auch nicht benutzen. Aber es ist kein Problem, eine Waffe zu berühren. Aber er hat sich aufgrund dieser eigenen Erfahrung als Kind entschlossen, ich werde nie wieder eine Waffe auch nur anrühren. Und das ist als Hintergrund vielleicht ganz hilfreich.

[15:43] Er ist dann größer geworden, er musste nach der achten Klasse die Schule verlassen, musste arbeiten, er wollte eigentlich Arzt werden, daraus wurde nichts, weil Zeiten waren schlecht. Und er hat dann seine Freundin kennengelernt, die Dorothy. Im Film ist das wie ganz klischeehaft eine Krankenschwester. Die Wahrheit ist, sie war in Wirklichkeit eine Buchevangelistin. Wahrscheinlich wusste Mel Gibson nicht, was Buchevangelisten sind. Ich weiß es nicht. Sie hat zwar später, nach dem Zweiten Weltkrieg sich auch eine Krankenschwesterausbildung dann erworben, aber zu dem Zeitpunkt war sie als Buchevangelist unterwegs. So hat sie ihn auch kennengelernt. Sie kam von Richmond und ist dann nach Lüneburg gekommen, hat adventistische Bücher verkauft und so hat sie den Desmond kennengelernt und er hat sie kennengelernt und dann haben sie sich später verlobt. Also so ein bisschen zu seiner Kindheit und Jugend.

[16:39] Dann kam 1941 und zwar der 7. Dezember. Weiß jemand von euch, was am 7. Dezember 1941 passiert ist? Wenn ihr Amerikaner wärt, wüsstet ihr alle sofort. Pearl Harbor, genau. Das war der berühmte Angriff auf den Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii, wie die Insel richtigerweise ausgesprochen wird. Ihr kennt vielleicht die Geschichte, wie die Japaner dort ohne Kriegserklärung vielleicht provoziert von Amerikanern. Das ist eine lange Debatte. Jedenfalls haben die dann diesen Flottenstützpunkt angegriffen. Hier ein paar Originalbilder.

[17:24] Amerika befand sich urplötzlich im Krieg. Der Zweite Weltkrieg war ja schon über zwei Jahre alt, war bis dahin größtenteils in Europa und angrenzenden Gebieten gewesen. Dadurch wurde der Krieg jetzt wirklich zu einem Weltkrieg. Der Roosevelt hat dann am nächsten Tag eine Rede gehalten und hat gesagt, wir werden zurückschlagen und wir werden auf jeden Fall gewinnen. Es war eine Riesenbegeisterung im Land, für das Land zu dienen. Es gibt tatsächlich Berichte von Leuten, die gesagt haben, es gab Menschen, die sich bereit erklärt haben für den Waffendienst, also für den Kriegsdienst, die abgelehnt worden sind aufgrund irgendwelcher Gebrechen, die aufgrund dessen dann Selbstmord begangen haben, weil sie nicht dienen konnten für ihr Land. Das war sozusagen die Atmosphäre. Jeder wollte als Patriot für sein Land dienen.

[18:20] Desmond Doss auch. Es gab zwar einige Leute, Kriegsdienstverweigerer, die gesagt haben, wir haben nichts mit unserem Land zu tun, wir wollen keinen Fahneneid leisten, wir wollen keine Uniform anziehen, aber Desmond Doss wollte für sein Land da sein, er wollte tatsächlich an die Front gehen, hat sich dann entsprechend sogar freiwillig beworben. Er hat gearbeitet in Newport News, zu der Zeit, das war eine Küstenstadt in Virginia, auf der Werft. Da sind Schiffe für die Marine fertiggestellt worden, das war kriegswichtige Industrie. Und sein Chef hat ihm gesagt, weißt du was, Leute wie dich brauchen wir hier, weil es können ja nicht alle in den Krieg ziehen, jemand muss ja auch Industrie am Leben erhalten. Wenn du eingezogen wirst, kann das geschoben werden. Und Desmond hat freiwillig das nicht in Anspruch genommen. Er hätte mir wahrscheinlich gesagt, oh wunderbar, ich muss nicht in den Krieg ziehen, ich kann hier schön arbeiten. Er wollte an die Front, er wollte nur keine Waffe anrühren, er wollte niemanden töten, er wollte an der Front Leben retten.

[19:26] Weil er der Meinung war, und das war nicht ganz dumm gedacht, die Japaner sind im Verbund mit den Nazis in Deutschland, die sind im Verbund mit den Faschisten in Italien, wenn die den Krieg gewinnen, dann ist es mit der religiösen Freiheit aus. Und von daher hat er sich freiwillig gemeldet und wurde dann der 77. Infanteriedivision zugeordnet. Die hatte die Freiheitsstatue als Symbol hier, ein offizielles Abzeichen.

[19:56] Aber die Armee war irgendwie nicht begeistert. Die haben gesagt, naja, wenn du keine Waffe anrühren willst, dann bist du Kriegsdienstverweigerer und Kriegsdienstverweigerer kommen in ein Kriegsdienstverweigerer-Camp. Die dann dort Rasen mähen und irgendwelche Beschäftigungstherapie machen, irgendwelche sozialen Arbeiten machen, ich weiß nicht was. Und er ist da hingekommen, hat sich beschwert, hat gesagt, das ist nicht, was ich will. Ich will an die Front. Ich will wirklich an die Front. Und hat so lange genervt, dass sie ihn tatsächlich dann zugelassen haben für die reguläre Armee.

[20:32] Und er hat immer gesagt, ich bin kein Kriegsdienstverweigerer. Das kann man jetzt eigentlich im Englischen besser nachvollziehen. Das englische Wort für Kriegsdienstverweigerer ist Conscientious Objector. Jemand, der aus Gewissensgründen den Dienst ablehnt. Ein Objector, der ein Einwand dagegen hat, aus Gewissensgründen. Und er hat gesagt, ich bin kein Conscientious Objector, ich bin ein Conscientious Cooperator. Also kein Ablehner aus Gewissensgründen, sondern ein Kooperierender aus Gewissensgründen. Ich möchte zwar nicht kämpfen, aber ich möchte mitarbeiten, ich möchte mithelfen. Aus Gewissensgründen.

[21:08] Und als er dann eingestellt, also als er in die Armee eingezogen worden ist, seht ihr hier allerdings in dem offiziellen Dokument, er wurde als Conscientious Objector klassifiziert. Das hat ihn sehr geärgert. Aber es war die einzige Möglichkeit, ihn in die Armee zu bringen, ohne dass er eine Waffe tragen muss. Und, naja, da seht ihr unten auch, das war dann gleich bekannt, dass er ein 7th Day Adventist ist. Ein 7th Day Adventist. Hier sehen wir ihn in Uniform und dann ging es zur Grundausbildung nach Fort Jackson. Das war in South Carolina.

[21:40] Hier sieht man immer noch die Baracken. Und kam dort an und hat zunächst mal den Schock erlebt, er wollte ja Sanitäter sein, er wollte dort als Sanitäter Leben retten. Man hat ihn bei seiner Ankunft nicht zu den Sanitätern gelassen, sondern gesagt, du kommst in eine richtige Rifle Company. Wisst ihr was Rifle sind? Schützen, Schützenkompanie. Du wirst jetzt Schütze und gehst in dieses Gebäude, in die Kompanie C. Man hatte vermutlich gedacht, dass wenn ein Kriegsdienstverweigerer alleine in einer Baracke mit lauter Schützen ist, dann werden die schon unter sich das regeln, bis er irgendwann nachgibt. Das Militär ist ja nicht gerade bekannt dafür, dass die Leute immer sehr freundlich sind.

[22:24] Und jetzt kam dieser junge Desmond, mit so ein bisschen Südstaaten-Dialekt, ich will jetzt nicht sagen ein bisschen so zurückgeblieben, aber so ein bisschen einfach, die Unschuld vom Lande, kommt da mit seiner Bibel, sitzt da jeden Abend vor seinem Spind und liest in der Bibel und betet und dann sind da diese ganzen New Yorker, die kaum darauf warten können, am nächsten Tag wieder zu schießen. Und das ging natürlich ziemlich schlecht.

[22:56] Im Film wird das etwas übertrieben. Im Film sieht man dann sogar, wie sie ihn dann schlagen, aus dem Bett ziehen. Da wird sogar extra eine Figur erfunden, die es nicht gab, ein sogenanntes Smitty. Alle anderen Figuren im Film sind original, aber da hat Mel Gibson sozusagen das konzentriert in eine fiktive Figur, die so richtig sein Gegenspieler wurde. Aber viele Zeitzeugen haben dann gesagt, er galt wie die Pest. Weil die meisten haben gedacht, der spinnt, der zieht eine religiöse Show ab, der kommt zur Armee und will nur zeigen, wie heilig er ist oder so.

[23:32] Das sind Baracken, in denen sie da übernachtet haben. Und es ist nicht selten vorgekommen, dass er dann sein Gute-Nacht-Gebet gesprochen hat und irgendein anderer Soldat beim Ausziehen seinen Stiefel genommen hat und nach ihm geworfen hat und ihm den Kopf geworfen hat. Und sie haben ihn als Holy Joe und Holy Jesus verspottet. Das war eine wirklich schwere Zeit für ihn, er hat sich das nicht so vorgestellt.

[23:58] Jedenfalls ist dann die ganze Division verlegt worden, in seine Heimatstadt, nach Virginia. Und er hatte noch ein zweites Problem. Nicht nur, dass er keine Waffen anrühren wollte, was, wenn man in einer Schützenkompanie ist, denkbar ungünstig ist. Außerdem war er Siebenten-Tags-Adventist und glaubte nicht nur an die Gültigkeit des sechsten Gebots, sondern auch an die Gültigkeit des vierten Gebots und wollte jeden Samstag Freigang haben, um in der nächstgelegenen Dorfkirche, in der nächstgelegenen sabbathaltenden adventistischen Kirche entsprechend seinen Gottesdienst feiern zu können.

[24:36] Und das haben die Soldaten schon überhaupt gar nicht verstanden. Das waren Sonderprivilegien. Er hat das zwar meistens bekommen, aber dann musste er dann am nächsten Sonntag alle Pflichten erledigen, die man sich irgendwie nur ausdenken konnte. Und das war den ganzen Tag. Und naja, die gute Nachricht war, man hatte dann eingesehen, er lässt sich nicht überzeugen, was die Waffen angeht und man hat ihn zurückgelassen zu den Sanitätern. Und er konnte jetzt wirklich die Ausbildung machen, die er sich eigentlich vorgestellt hatte.

[25:06] Hier ein Bild von ihm aus der Zeit. Aber dort bei den Sanitätern hatte er einen Vorgesetzten und der war Jude. Kapitän Stettmann. Jetzt würde man denken, ja wunderbar, das passt ja, weil der müsste ja auch vom Sabbat wissen und der wusste auch vom Sabbat und deswegen hat er ihm besonders viele Probleme gemacht. Weil er nämlich sagte, ich weiß von dem Sabbat, ich halte den ja theoretisch auch, aber jetzt sind wir beim Militär und da geht die Sache anders lang. Und das war natürlich jetzt besonders schwierig.

[25:36] Und Woche für Woche hat ihm der Stettmann gesagt, hör auf mit dem Sabbat und das hat ganz freundlich gesagt, ja, aber ich würde trotzdem gerne einen Freigang haben. Er ließ nicht locker, ganz freundlich, ganz liebevoll und wenn er mal keinen Freigang bekommen hat, dann hat er sich einfach auf sein Zimmer zurückgezogen, hat den ganzen Tag Bibel gelesen, hat sich zu nichts animieren lassen und hat am Sonntag seine Pflichten getan. Also das war ein konstanter Konflikt.

[26:02] In jener Zeit hat er dann auch seine Frau, also seine Verlobte, Dorothy, geheiratet. Im Film wird das Ganze etwas dramatisiert. Im Film ist das dann so, typisch Hollywood, dass er just in dem Moment, wo die Hochzeit ist, dass ihm da der Freigang verwehrt wird, sodass er seine eigene Hochzeit verpasst. Das ist Hollywood. Er hat seine eigene Hochzeit nicht verpasst, er ist bei seiner eigenen Hochzeit gewesen und naja, aber er ist oft genug sonst schikaniert worden. Und da seht ihr die beiden und da sind sie dann später.

[26:42] Nach einiger Zeit ist dann die ganze Division nach Westen verlegt worden, nach Arizona und zwar in das sogenannte Desert Training Center. Dort sollten US-Armee-Einheiten für den Nordafrika-Krieg ausgebildet werden. Nordafrika ist ein heißes Land, Tunesien, Libyen, damals, wisst ihr das ein bisschen? Zweiter Weltkrieg, Rommel und so weiter, ja. Die Amerikaner wollten dort auch Truppen hinsenden. Und wo kann man besser ausbilden als in der Wüste in Arizona? 53 Grad im Schatten waren keine Seltenheit. Es war das größte Manövergelände, das jemals bis dahin ausgearbeitet worden war.

[27:18] Und als Sanitäter hatte er alle Hände voll zu tun. Die Leute, die sind fast gestorben. Manche sind tatsächlich gestorben vor Durst. Die haben dann immer nur kleine Rationen Wasser bekommen und mussten dann mit schwerem Gepäck durch die Wüste von Arizona Manöver vollziehen. Keiner wusste genau warum und wozu. Und manche Leute, manche Soldaten sind verrückt geworden. Er hat gesagt, die sind zum Teil in die Wüste gerannt und nie wieder zurückgekommen. Und also ziemlich dramatische Sachen.

[27:44] Und in jener Zeit hat man sich wirklich in der Armeeleitung davon überzeugt, der Desmond Doss ist absolut nutzlos. Wer braucht einen Soldaten ohne Waffen? Was will man mit dem? Da gab es einen anderen Vorgesetzten, sein Name war Jack Glover, der kommt im Film auch vor. Und der hatte gesagt, schau her, alle Sanitäter tragen Waffen. Allein schon zum Selbstschutz, um auch dann zur Not mal auf jemand schießen zu können. Und du wirst auch eine Waffe tragen. Und Desmond Doss sagte freundlich, nein. Ich werde es nicht tun.

[28:16] Und haben sie überlegt, ja was machen wir? Dann müssen wir dich einfach aus der Armee schmeißen. Da hat der Glover dann sich an die nächst höheren Kommandant gewandt, den Cooney, hat gesagt, schau mal hier, den müssen wir rausschmeißen. Der hat gedacht, das ist aber schwierig, allein aus religiösen Gründen kann man nicht so genau. Dann hat man sich bis an die Divisionsleitung gewandt und nachgefragt, was man machen könnte. Dieser widerspenstige Adventist hier will keine Waffe anrühren, will am Sabbat immer frei haben. Können wir den nicht aus der Armee befördern? Die Antwort von der Division war, nein. Ende aus der Debatte.

[28:54] Und das war das eine, dass die Soldaten ihn geärgert haben, ihn schlecht behandelt haben, aber seine Vorgesetzten haben ihn immer offener kritisiert, immer offener ihm zu spüren gegeben, du bist nicht erwünscht und wir glauben, du bist das schwächste Glied hier, eigentlich wollen wir dich nicht. Also eine sehr, sehr emotional belastende Situation.

[29:14] Und etliche Monate später sind sie dann nochmal verlegt worden, wieder in den Osten, nach Indiantown Gap, hier ein paar Original-Postkarten und da kam er dann in Kontakt mit noch einem anderen Vorgesetzten, der trieb es dann auf die Spitze, das war Captain Cunningham. Und Captain Cunningham hatte eine brillante Idee, er hatte den Vorschlag unterbreitet und dann durchgesetzt, dass jeder, der einen Freigang haben möchte, nicht nur die Soldaten, sondern sogar die Lastwagenfahrer, müsste sich erst für den Freigang qualifizieren. Und ratet mal, wie die sich qualifizieren mussten. Durch Schießübungen. Nur wer so oft auf das Ziel geschossen hat und getroffen hat, der darf einen Freigang bekommen. Das galt für alle.

[29:58] Und naja, dann kam der Doss und sagte, ich würde gerne am Sabbat meinen Freigang haben. Und er guckt ihn an und sagt, hast du geschossen? Nein? Ja, dann vergiss es. Er hat über lange Zeit seine Frau nicht besuchen können, aufgrund dieser Schikan. Und naja, das Ganze ist dann wirklich eskaliert. Doss hat es immer wieder versucht. Er hatte so eine gewisse, wie soll ich sagen, so eine heilige Sturheit. Hat sich nicht runterkriegen lassen, ist immer wieder gekommen.

[30:34] Und der Cunningham hat dann angefangen, mit ihm moralisch zu argumentieren. So nach dem Motto, stell dir vor, in dein Haus bricht ein Einbrecher ein und will mit einer Waffe deine Mutter schießen. Und du stehst daneben und da ist eine Waffe. Was würdest du machen? Du kannst mir doch nicht erzählen, dass du sie dann nicht anrühren würdest. Doss hat gesagt, es würde keine Waffe da sein. Aber wenn eine Waffe da sein würde, Captain, es würde keine Waffe da sein. Hin und her, bis der Cunningham total ausgerastet ist und ihm gesagt hat, Doss, das ist jetzt ein direkter Befehl.

[31:14] Und wenn ihr euch ein bisschen militär auskennt, wisst ihr, direkte Befehle müssen beachtet werden. Direct order, direkter Befehl, nimm die Waffe. Der Doss stand, ganz sturig, hat sie vorgehalten und gesagt, ich werde sie jetzt fallen lassen. Und wenn sie den Boden berührt, dann kannst du mich kennenlernen. Hat sie losgelassen, sie hat den Boden berührt, hat sie gesagt, okay, ich gebe dir noch eine Chance. Wenn du sie jetzt fallen lässt, dann stelle ich dich vor das Kriegsgericht. Hat sie losgelassen, fallen lassen, Doss hat sich nicht mal berührt und hat gesagt, okay, ich stelle dich vor das Kriegsgericht.

[31:52] Im Film wird der sogar tatsächlich vor das Kriegsgericht gestellt. Aber das ist wiederum No Hollywood. Denn im Original ist es dann so gewesen, da kam ein anderer Offizier hinein, der kannte schon die Problematik und hat dann den Cunningham, die haben dann diskutiert und geschrien, aber er hat ihn dann davon überzeugt, dass es keine Möglichkeit gibt, ihn vor ein Kriegsgericht zu stellen. Man hat sogar mehrmals versucht, es gab im amerikanischen Kriegsrecht diesen Passus, der nannte sich Section 8. Das war ein bestimmter Paragraph, der besagt hat, wenn jemand mental nicht ganz auf der Höhe ist, wenn jemand ein bisschen instabil ist, so T7 oder so, dann kann man den einfach entlassen. Und man wollte ihm das anhängen, hat ihn dann vorgelassen, hat gesagt, wir glauben, du gehörst in diese Kategorie. Wärst du einverstanden, wenn wir dich entlassen? Dass du halt einfach psychisch krank bist. Er hat gesagt, nein. Das ist meine Religion, ich werde das nicht akzeptieren. Und dann haben sie festgestellt, das geht nicht.

[32:54] Irgendwann hat sich sein Vater für ihn eingesetzt. Da gab es damals in der Adventgemeinde spezielle gewählte Verantwortliche, die sozusagen darauf achten sollten, dass es den Adventisten in der Armee entsprechend auch gut geht. Der hat sich dann bei der Armeeleitung gemeldet, hat gefragt, ob er die Sache untersuchen solle. Der Armeekommandant hat dann gesagt, nee, schon alles okay, wir werden uns jetzt darum kümmern. Dann wurde er daran erinnert, dass der Roosevelt selbst unterzeichnet hatte, ein Kriegsdienstverweigerer muss keine Waffe anrühren. Er war zwischenzeitlich sogar aus dem Sanitäterkorps entlassen worden, war für sich nur noch gewesen, aber jetzt wurde er wieder als Sanitäter eingesetzt.

[33:36] Eine dramatische Geschichte muss ich noch erzählen, auch mit Cunningham. Der Cunningham, der Desmond Doss hatte einmal die Gelegenheit, ein zwei Wochen Urlaub zu bekommen. Er hatte gehört, dass sein Bruder, der Harold, auch eingezogen wird, auch als Sanitäter bei der Marine, wenn ich mich recht entsinne. Und er wollte noch einmal seinen Bruder sehen. Es ist Krieg, keiner wusste, ob man sich jemals wieder sieht. Er hatte alle seine Papiere zusammen und musste zu Cunningham. Er sagte, mir steht das zu, alles ist unterzeichnet, alles, was noch fehlt, ist deine Unterschrift. Cunningham hat ihn angeschaut, hat ihn gefragt, ob er sich qualifiziert habe, hat alle Papiere zerrissen und er durfte nicht gehen. Und er sagt, das war eine seiner größten Enttäuschungen überhaupt.

[34:28] Naja, sie sind dann abtransportiert worden Richtung Westen, um nach Hawaii zu gehen. Und auf dem Weg in der Eisenbahn hat er dann gesehen, dass er an seiner Heimatstadt vorbeifährt. Sein Haus war in der Nähe, das Haus seiner Eltern war in der Nähe von der Eisenbahnstrecke und er wusste, sein Vater, der hatte ja oft nichts zu arbeiten, ist oft aus dem Haus gegangen und hat einfach der Eisenbahn zugewunken, geguckt, wer da so lang fährt. Und er hat gesagt, das ist die Gelegenheit, vielleicht kann ich meinen Vater nochmal sehen. Und hat dann so eine kleine Notiz geschrieben, ist dann zum Fenster, hat sogar sein Vater dort gesehen und hat gerufen und geschrien, hat versucht, sich kenntlich zu machen, hat das aus dem Fenster geworfen, aber sein Vater hat ihn nicht bemerkt. Er hat dann gesehen, wie der Vater in eine andere Richtung geschaut hat, geguckt hat und dann wieder zum Haus zurückgegangen ist. Und dann ist er abgefahren. Und er sagt, da war sein emotionaler Punkt auf Null. Aber es musste weitergehen.

[35:26] So sind sie dann nach Hawaii und dort auf Hawaii haben sie dann im Dschungel Krieg geübt, weil sie dann bald in den Pazifik verlegt werden sollten. Und im Dschungel kämpft es anders als in Amerika. Haben auch Landoperationen geübt und dann ging es, auf Hawaii haben sie nochmal versucht, ihn aus der Armee zu schmeißen, also über Monate hinweg und sie haben es irgendwie nicht geschafft. Und naja, zu dem Zeitpunkt hat sich schon ein Vorgesetzter für ihn eingesetzt, weil er gesagt hat, Mensch, das ist so ein treuer junger Mann, auf den kann man sich verlassen, den nehmen wir mit, auch wenn wir nicht wissen, wozu wir ihn gebrauchen können, wir nehmen ihn mit.

[36:08] Im Film springt es dann direkt zur Schlacht von Okinawa, so dass man den Eindruck bekommt, der Desmond Doss betritt da zum ersten Mal irgendwie das Schlachtfeld. Das stimmt aber nicht. Er war bereits vorher auch bei zwei großen Operationen mit dabei. Die erste war auf Guam, eine kleine Insel, die eigentlich zu den USA gehörte, die die Japaner 1941 genommen hatten und die jetzt zurückerobert werden sollte. Und da musste man jetzt die Insel erobern. Ich habe euch einfach mal einen zwei Minuten Originalpropaganda Beitrag mitgebracht, das ist jetzt ohne Ton groß, ist auch sowieso englisch, einfach dass ihr mal so Bilder seht, wie das so aussah.

[36:50] Original Liveaufnahmen von dieser Erstürmung von Guam. Schlechte Tonqualität. Der beschreibt nur das, was ihr seht. Dass da bombardiert wird und dass die japanischen Flugzeuge vom Himmel fliegen. Die Musik ist nicht original. Da kommt jetzt so ein japanisches Flugzeug vom Himmel. Da kommen die ganzen Schiffe, die dann die Soldaten bringen. Und das sind die Panzer, die dann die Leute ans Ufer bringen. Das sind Originalaufnahmen von der ersten Landungswelle dort auf Guam, bei der auch Desmond Doss dabei gewesen ist. Man sieht ihn jetzt natürlich nicht, aber...

[38:36] Die sind dann zum Teil schwimmend ans Ufer gegangen, weil es einfach nicht mit den Panzern vorankam. Also die Idee dahinter ist, Krieg ist wirklich furchtbar. Wer würde freiwillig dort und dann noch unbewaffnet da hineinrennen? Also das ist schon ziemlich beeindruckend. Hier ein paar Bilder von dieser Schlacht um Guam. Es ging ein paar Tage nur. Auf der linken Seite sind die Amerikaner gelandet und dann innerhalb von wenigen Tagen haben sie dann diese Insel erobert. Die 77. Infanteriedivision vom Desmond Doss galt als besonders mutig. Selbst die Japaner nannten sie die Schlechter von Guam.

[39:22] Die Japaner waren ihrerseits aber auch nicht besonders zimperlich. Die haben zum Teil dann die Zivilbevölkerung instruiert, entsprechend auch mitzuwirken. Zum Teil haben sie auch die Zivilbevölkerung zu Selbstmordattentaten und so instruiert. Aber das ist eine lange Geschichte. Desmond Doss hat sich schon dort in Guam ausgezeichnet als jemand, der dann, wenn es dunkel geworden ist, über das ganze Schlachtfeld überall rumgekrochen ist, um Leute zu finden. Seine eigenen Leute haben ihn gewarnt, wenn du das machst, könnte einer von den US-Soldaten dich für einen Feind halten. Nicht einfach erschießen. In der Grundausbildung hatte ihm einer mal gesagt, wenn wir in die Schlacht ziehen, dann werde ich dafür sorgen, dass du nicht lebend zurückkommst. Das hat man ihm öfter mal gesagt. Das hat ihn alles nicht gestört. Er hat dort Menschen gerettet. Er hat einmal einen Mann dort auf Guam gefunden, der dachte, der geschrien hat, ich bin blind, ich bin blind. Er hatte so viel Blut gehabt, dass das Blut seine Augen verklebt hat. Er dachte, er kann nicht mehr sehen. Er hatte ihn gesehen, hat ihm das Gesicht gewaschen und konnte wieder sehen. Leider ist er trotzdem am nächsten Tag gestorben. Das war eine ziemlich dramatische Zeit.

[40:36] Was im Film auch dargestellt wird, wenn ich das richtig gehört habe, ist, dass der Desmond Doss sogar den Feind behandelt hat. Das galt fast schon wieder als Verbrechen, den Feind zu behandeln. Zeitzeugen haben dann gesagt, sie haben später japanische Soldaten gefunden mit amerikanischen Binden. Die also offensichtlich von einem Amerikaner behandelt worden sind, weil dem Desmond Doss das jetzt egal war, ob es ein Japaner oder ein Amerikaner war. Er wollte Leben retten an der Front. Das war schon ziemlich spektakulär.

[41:08] Jedenfalls, das war Guam. Übrigens, vielleicht kennt ihr die Geschichte, das ist nur am Rande. Nachdem dann am 4. oder 7. August irgendwann die Japaner offiziell aufgegeben hatten, gab es immer noch viele Soldaten im Dschungel, die sich zurückgezogen haben und quasi als Partisanen gekämpft haben. Der letzte von denen ist erst in den 70er Jahren gefunden worden. Hat jemand die Geschichte gehört? Von dem Soldaten, der ist in den 70er Jahren, der hat immer noch gedacht, der 2. Weltkrieg geht voran. Der hat zwar die Flugblätter gelesen, der dachte, das ist aber nur Propaganda, dass der Krieg vorbei ist. Er ist dann erst in den 70er Jahren nach Japan überführt worden und hat gesagt, ich schäme mich lebendig zurückzukommen. Die Japaner hatten diese Mentalität, entweder wir gewinnen oder wir sterben. Ihr habt vielleicht von den Kamikaze-Angriffen gehört.

[42:02] Desmond Doss hat mehrere Kamikaze-Angriffe selbst erlebt, wo dann Flugzeuge, die sich freiwillig in den Tod geflogen haben, indem sie sich auf Schlachtschiffe zugesteuert sind. Das war ziemlich brutal. Dann nach Guam sind sie weiterverlegt worden auf die Philippinen. Schlacht auf den Philippinen. Ebenfalls die Philippinen wurden von den Japanern befreit. Da kamen sie an, als schon die ersten Erfolge erzielt waren. Sie kamen also quasi als Nachschubtruppe und haben dann hier auf der Insel Leyte und zwar dann später im Westen, Ormuk, hier in dieser Gegend von hier nach hier, da hat die Kompanie von Doss gekämpft.

[42:58] Er ist so mutig gewesen, dass er schon in diesen beiden Operationen jeweils eine bronzene Tapferkeitsmedaille bekommen hat. Bevor er überhaupt seine großen Heldentaten, die berühmten, getan hat, war er schon längst bekannt. Das ist sehr wichtig, weil man könnte vielleicht denken, der hatte mal so eine Sternstunde auf Okinawa. Aber das war etwas, was er grundsätzlich immer getan hat, konstant. Viele seiner Mitsoldaten haben später gesagt, sonst werden Leute ausgezeichnet, aufgrund einer besonderen Aktion, aber ihn müsste man auszeichnen und seines Lebenswerkes. Das war einfach die Erwartung.

[43:38] Und dann kam Ende April, Anfang Juni die Operation Iceberg, die Schlacht um Okinawa. Okinawa gehört zu den Ryukyu-Inseln. Kann jemand Japanisch? Das sind so die letzten kleinen Inseln vor dem Festland Japan. Man hatte schon ganz Südostasien von den Japanern befreit, die hatten ja viel eingenommen. Und die letzte Festung der Japaner, die noch vor Festland Japan lag, war Okinawa. Wenn man das eingenommen hatte, hätte man von da aus dann die Eroberung von Japan vorangetrieben. Und da sieht man diese Inseln.

[44:20] Der Doss ist mit seiner Armee in verschiedenen kleineren Operationen zunächst beteiligt gewesen. Einmal hier auf Leshima und auch hier an diesen Kerama-Inseln. Das sind so kleine Inseln gewesen, unbewohnt, aber strategisch wichtig. Die sind nach und nach angefahren, haben die dann erobert, eine US-Flagge hingetan. Jetzt gehört das uns. Und dann zur nächsten Insel. Zum Teil aber auch mitkämpfen. Und gerade dort in dieser letzten Phase des Krieges, als die Japaner gemerkt haben, die Amerikaner kommen uns immer näher, da haben die dann zum Teil wirklich alles Maß verloren. Und haben die größten, also viele ihrer Flieger als Kamikaze-Flieger verwendet. Niemand wusste, wenn er auf so einem amerikanischen Kriegsschiff fährt, ob er überhaupt erstmal ans Ziel kommt, weil da die Flugzeuge ständig auf die Flugzeugträger drauf geflogen sind. Aber Desmond Doss hat das erstmal alles soweit überlebt.

[45:12] Die Schlacht auf Okinawa dann ist in die Militärgeschichte eingegangen als eine der blutigsten überhaupt. Manche Militärhistoriker sagen, es war vermutlich die blutigste Schlacht des ganzen Zweiten Weltkriegs. Und wenn du ein bisschen was über den Zweiten Weltkrieg wirst, dann wirst du wissen, da gab es auch Stalingrad und andere. Okinawa war unfassbar. Desmond Doss und andere seiner Mitsoldaten haben gesagt, als sie angekommen sind, da wurde schon seit einem Monat gekämpft ungefähr, die sind angekommen, da gab es schon Brückenköpfe, am Strand war es relativ sicher, aber da lagen überall Leichen, die mussten ständig Leichen aus dem Weg schaffen, auf mehreren Etagen. Die Soldaten haben gesagt, sie haben irgendwann die Leichen nicht mehr als Leichen empfunden, das war nur noch, man musste sie quasi stapeln. Sie sind zum Teil durch den Schlamm und der Schlamm war rot. Sie sind buchstäblich durch das Blut gewartet. Es war unfassbar.

[46:06] Und einer der Gründe, warum die Amerikaner dann später die Atombombe geworfen haben, war der, weil Okinawa so blutig war, so verlustreich, dass sie gesagt haben, wenn wir jetzt das gleiche nochmal auf dem Festland erleben, dann wissen wir nicht, ob wir genügend Soldaten haben. Aufgrund dieser Erfahrung von Okinawa hat man sich dann entschieden, das ist natürlich eine dramatische Entscheidung gewesen, das abzukürzen, die man einfach auf Hiroshima und Nagasaki die Bomben wirft und dann haben die Japaner aufgegeben, weil sie gesagt haben, wir haben keine Chance. Nur das so als Hintergrund.

[46:36] Hier bei der Landung, der Pfeil markiert den Desmond Doss, der da aus dem aus dem Truppentransporter steigt und jetzt wirklich in die Hölle des Krieges hineingegangen ist. Und auf der Insel gab es eine, also die Amerikaner sind von verschiedenen Seiten angekommen, haben verschiedene Fronten gebildet, nicht wahr, die verschiedenen Armee-Einheiten. Und es gab dort eine Anhöhe. Wie gesagt, das könnt ihr auf dieser topografischen Karte, das ist hier so, dieses Gebiet. Das war schwer einzunehmen. Ein Bild davon, von unten gesehen. Das hatte man versucht schon seit mehreren Wochen einzunehmen, aber man war gescheitert. Die Japaner wussten, dass das eine besonders gute Festung ist. Und sie hatten das überseht mit lauter Bunkeranlagen, mit Höhlen, mit Tunneln, aus jeder Ecke konnte irgendwo geschossen werden. Es gab Gräben. Unglaublich gut bewährt und befestigt. Und man konnte das irgendwie, Leute sind zwar hoch, aber schnell wieder runter.

[47:48] Und jetzt sollte die 307. Infanteriekompanie der 77. Division, der Desmond Doss angehörte, sollte jetzt dort an diesem Frontabschnitt kämpfen. An anderen Frontabschnitten war man schon weitergekommen, man konnte aber nicht mehr weiter, weil solange dieser Hügel uneingenommen war, konnte man die Front an den anderen Stellen nicht weitertreiben. Weil man hätte sonst den eigenen Rücken quasi entblößt. So hing jetzt das gesamte Vorgehen der US-Armee auf Okinawa und damit im größeren Sinne gegenüber Japan davon ab, dass dieser Steilabhang genommen wird.

[48:24] Und hat sich gefragt, was man machen kann, wie man eine ganze Armeeeinheit da hochbekommt. Man hat sich dann entschieden, mit Leitern und Cargonetzen, Cargonetze sind so, wenn so ein Schiff runter geht, Cargonetze und Leitern um größere Einheiten da hochzukriegen. Es wurden drei Freiwillige gesucht, die freiwillig hochklettern, sich oben hinstellen und dann diese Cargonetze anbringen. Und Desmond Doss hat sich gemeldet.

[48:52] Und ihr könnt hier noch ein Bild von ihm sehen, das steht da oben. Der Fotograf hat sich nicht mehr getraut mit hochzugehen, war zu gefährlich. Aber die Berichte sagen, bevor er hochging, wurde geschossen, als er oben stand, war irgendwie Pause, als er wieder unten war, wurde weiter geschossen. Ziemlich interessant.

[49:16] Und dann hat man versucht, die ersten Einheiten hochzuschicken. Das ging so. Der erste Soldat ging hoch, ist hochgekrabbelt, ist aufgestanden, erschossen worden. Der zweite ist hoch, aufgestanden, erschossen worden. Der dritte ist hoch, aufgestanden, erschossen worden. Und dann haben die das Hacksaw Ridge nannten, wie eine Säge. Das war unmenschlich. Und dann haben die immer wieder Tag für Tag gedacht, was machen wir? Es gab dann an einem Tag, hatte man überlegt, an verschiedenen Stellen da hochzugehen, da gab es Company A und Company B, ich vergesse jetzt, welches welche war. Aber einer gehörte Desmond Doss an. Und er hatte sich dann, das war seine Praxis gewesen, mit und für seine Soldaten zu beten. Dann hat er gesagt, komm, bevor wir hochgehen, beten wir alle zusammen. Und an diesem Tag ist dann seine Kompanie hoch, haben da ein bisschen was gemacht, sind wieder zurück und die andere auch. Und seine eigene Kompanie war vollkommen unverletzt. Und die andere hatte schwere Verluste gehabt. Also mehrere solche Geschichten, die wirklich beeindruckend sind.

[50:24] Hier, das ist ein Blick dann oben, wenn man oben steht, heute ist es natürlich schön anzusehen mit Geländer und mit Bank, das war natürlich alles nicht der Fall. Und es gibt mehrere dramatische Geschichten von dieser Zeit, aber die natürlich berühmteste ist die, dass als sie dann eines Tages einen Angriff gemacht haben, wieder versucht haben, das zu nehmen, es gab sieben Angriffe oder so, die immer wieder zurückgezogen werden mussten. Die waren da hoch mit 155 Mann ihrer Kompanie, hatten für eine gewisse Zeit die Stellung gehalten, dann kam der Gegenangriff der Japaner, der Befehl kam Rückzug und alle sollten sich jetzt zurückziehen und von den 155 Soldaten kamen 55 unten an. Jetzt könnt ihr euch ausrechnen, wie viele oben, und keiner blieb oben freiwillig, sondern nur weil sie verwundet waren oder schon halbtot. Bis auf einen. Einer hat den direkten Befehl zum Rückzug ignoriert und hat gesagt, ich bleibe oben. Desmond Doss.

[51:24] Während alle runtergegangen sind, ist er zurück in das gegnerische Feuer. Das ist dann eigentlich, warum der Film sich die ganze Zeit dreht. Zurück in das gegnerische Feuer und hat nach verwundeten Soldaten gesucht. Die haben dann geschrien, Hilfe, Hilfe. Sie wussten nämlich, wenn dann die Nacht kommt, sind die Japaner dafür bekannt gewesen, dass sie verwundete Soldaten besonders gequält haben. Wenn du jetzt mit so einem zerfetzten Bein liegst, dich nicht bewegen kannst, und all deine amerikanischen Freunde sind unten in Sicherheit, und du hörst die Japaner schon, dann könnt ihr euch vorstellen, was die empfunden haben, als plötzlich so ein amerikanischer Sanitäter neben ihnen stand und gesagt hat, ich hole dich hier raus. Dass es genau der gleiche war, den sie vorher ausgelacht haben und mit ihren Stiefeln beworfen haben, das ist ihnen wahrscheinlich erst später aufgegangen.

[52:20] Jedenfalls hat er zwölf Stunden lang, also nicht zwölf Minuten, wenn jemand zwölf Minuten zurück ins gegnerische Feuer rennt, das ist mutig, oder? 1,2 Minuten wären schon ziemlich mutig. Zwölf Minuten wären schon erhellend. Er hat zwölf Stunden lang bei konstantem Artilleriefeuer gesagt, teilweise sind die Munitionen so nah an seinem Gesicht vorbeigegangen, dass er das hat hören können. Er hat nie geglaubt, dass er lebendig runterkommt. Und jedes Mal, wenn er einen gefunden hat, man muss erst mal verarzten. Es war übrigens so, die Japaner hatten es sich zur Angewohnheit gemacht, besonders auf Sanitäter zu schießen, weil sie wussten, wenn die Sanitäter alle tot sind, dann sind die restlichen Soldaten demoralisiert, weil ja keiner sie behandelt. Deswegen hatten die Sanitäter schon angefangen, sich das rote Kreuzzeichen abzumachen, weil das rote Kreuzzeichen galt sonst immer so als wussten die Japaner genau, wen sie treffen mussten.

[53:20] Jedenfalls, er kam dann, hat dann erste Hilfe geleistet, musste dann diese Verletzten eigenständig entweder tragen oder manchmal auch ziehen. 10 Meter, 20 Meter, 100 Meter, 150 Meter bis an den Abhang. Jetzt, wie kriegt man die alleine runter? Und in dem Moment sagt er selbst, hat Gott ihn an etwas erinnert, was er in der Grundausbildung zufällig entdeckt hat. Jetzt bin ich kein Pfadfinder, ich kann das nicht demonstrieren. In der Grundausbildung, im Gebirgstraining, mussten die Knoten üben. Pfadfinder können mir ja wahrscheinlich besser sagen, wie das so geht mit den Knoten. Und da gab es so einen bestimmten Knoten, wenn man den macht, dann hat man so eine Schlaufe. Und dann hat er irgendwie aus Spaß an der Freude einfach mal mehr Seil genommen und irgendwie aus irgendeinem Grund, wenn man mehr Seil nimmt, bei dieser Art von Knoten hat man plötzlich zwei Schleifen. Und er hatte sich damals in der Grundausbildung gewundert, warum das so ist. Okay, gut.

[54:18] Und in dem Moment hat Gott ihn daran erinnert, man hat dann das Seil genommen, hat diese zwei Schleifen machen können, dann die Verletzten quasi fixieren können und hat sie dann alleine von diesem Steilabhang runtergelassen. Dann, als er unten war, hat er gebetet, Herr, hilf mir noch einen zu finden. Und ist wieder zurück aufs Schlachtfeld zurück. Und ganz allein. Den nächsten gefunden, also statistisch ungefähr 10 Minuten pro Mann hat er einen gefunden. Wieder verarztet, wieder gezogen, wieder runtergelassen. Und das Ganze 12 Stunden lang. Er selbst hat geschätzt, dass er ungefähr 50 Menschen gerettet hat. Seine Offiziere haben geschätzt, dass er 100 Leute gerettet hat. Aufgrund der Zahlen. Deswegen hat man sich dann in der Mitte getroffen und hat gesagt, es waren 75. Es könnte also gut sein, dass es weitaus mehr waren, dass es 100 waren, aber auf seiner offiziellen Erwähnung steht 75, weil man einfach gesagt hat, 50, 100, 75.

[55:18] Ja, da seht ihr also hier dieses Hacksaw Ridge und warum das so dringend notwendig war. Der ganze Rest der Armee konnte sonst nicht weitergehen. Und es gibt auch mehrere wirklich erstaunliche Geschichten. Eine andere Geschichte ist gewesen, da gab es vier verwundete Soldaten. Er hat die gesehen, das war an einem anderen Tag. Und er ist dann dahin gelaufen und das waren nur noch sieben Meter entfernt von der japanischen Linie. Er konnte die Japaner flüstern hören. Die haben dann mit Granaten geworfen. Er hat den ersten verarztet, hat ihn genommen. Dann ist er wieder zurück, wieder acht Meter an die Linie ran, wieder unter Granatenbeschuss, hat den zweiten verarztet, hat alle vier nacheinander so quasi direkt von der Höhle des Löwen gerettet.

[56:08] Er hat sogar einmal eine Waffe berührt, aber nur um sie irgendwie, was er damit gemacht hat, zu einer Stütze, quasi als mechanisches Instrument. Aber es gab einmal eine Situation, wo er versucht war, tatsächlich jemanden umzubringen. Und zwar war er mit zwei anderen Soldaten in so einer Höhle, glaube ich, war das gewesen. Und ich glaube, die waren sogar verletzt gewesen, wenn ich mich erinnere. Und die, er hatte dann gehört, dass die Japaner, dass ein Trupp von Japanern ganz in der Nähe war. Und er sah dort eine Granate. Und er wusste, wenn ich die Granate werfe, dann sind wir sicher. Und er hat wirklich überlegt, ob er die Granate werfen soll, um seine Männer zu retten. Aber er hat sich entschieden, es nicht zu tun. Naja.

[57:02] Jedenfalls, und jetzt kommt noch vielleicht die spannendste Geschichte überhaupt. Das ganze US-Militär hat darauf gewartet, dass endlich Hacksaw Ridge, dieser Bergrücken, eingenommen wird, weil man konnte nicht vorwärts. Alle anderen Einheiten waren schon besser postiert und wollten jetzt den Generalangriff wagen, aber dieser eine Berghügel, der war irgendwie nicht einzunehmen. Und dann hat man gesagt, okay, von der obersten Divisionsleitung der 77. Division kam der Befehl, am nächsten Tag, dem 5. Mai, muss Hacksaw Ridge eingenommen werden, koste es, was es wolle, mit allen Opfern. Und wenn am Ende einer übrig bleibt, aber es muss eingenommen werden, damit wir weiter können. Und das war ein Sabbat.

[57:48] Desmond Doss war mittlerweile der einzige überlebende Sanitäter in seiner Kompanie. Und seine Befehlshaber wussten, dass die Soldaten, die liebten den Desmond Doss mittlerweile so sehr, und ich glaube, ich muss Ihnen erklären, warum, die haben zum Teil gesagt, wir gehen nicht hoch, wenn nicht Desmond Doss mitkommt. Wir gehen nur mit ihm hoch. Da hat es militärische Probleme gehabt. Die Soldaten weigern sich, ohne Doss hochzugehen, aber es ist Sabbat und Doss arbeitet am Sabbat nicht.

[58:18] Und das ist so interessant, man hat ihn dann gefragt, ob er sich vorstellen könnte, am Sabbat als Sanitäter dort zu arbeiten. Er hat gesagt, das ist überhaupt kein Problem, die Bibel erlaubt Gutes zu tun, aber ich würde gern trotzdem erst genügend Zeit für meine Morgenandacht haben. Es ist Sabbat und ich möchte erst gern Bibel lesen. Das ist eine wahre Geschichte und sie kommt im Film dann gegen Ende quasi als eines der Highlights sehr deutlich raus. Weil es Sabbat ist und dieser kleine Sanitäter, Desmond Doss, seine Bibel lesen möchte, wartet die gesamte US-Armee auf den Sabbat-Abschnitten. Der Befehlshaber, die haben dann zum Teil die Befehlskette hochgefunkt und es kam die Erlaubnis vom obersten Regiment, wir warten so lange, bis Desmond Doss seine Bibel gelesen hat.

[59:12] Und er hat seine Bibel gelesen, hat seine Sabbat-Andacht gemacht, ich weiß nicht, was er da studiert hat, wäre interessant. Während quasi das Schicksal des Weltkrieges in der Balance. Und sie haben an dem Tag dann tatsächlich den Hexeritz erobert und dann ging es voran und Okinawa fiel dann einige Zeit später. Das sind Soldaten übrigens aus seiner Division, die dann in den Tagen gehört haben vom Fall von Nazi-Deutschland, das war ja auch Anfang Mai, da kam dann die Nachricht, der Krieg in Europa ist schon vorbei, aber sie mussten noch weiterkämpfen.

[59:48] Und was dann passiert ist, am 21. Mai ist Desmond Doss verwundet worden. Das war eine nächtliche Aktion, sie sind dann an einer anderen Stelle, haben einen Angriff gemacht, nachts und er ist von einer Granate verwundet worden, ist dann von anderen Sanitätern, einer anderen Einheit gefunden worden und das ist jetzt interessant, das ist die Geschichte, von der Mel Gibson gesagt hat, das konnte ich nicht in den Film hineinnehmen, das hat mir keiner geglaubt. Als er das im Interview gesagt hat, da hat dann die Fernsehmoderatorin gesagt, was, das haben Sie nicht reingebracht? Da hat er sich so halb entschuldigt.

[1:00:30] Der Desmond Doss ist abtransportiert worden von anderen Sanitätern und während er dort schwer verletzt liegt, sieht er aus dem Augenwinkel, wie ein anderer bewusstlos auf dem Boden liegt, dann krabbelt er von der Bahre und befiehlt den Sanitätern erst, den anderen mitzunehmen. Und dann ist er eigenhändig gekrabbelt, ist dann noch von einem japanischen Scharfschützen nochmal angeschossen worden, sein gesamter Arm ist zertrümmert worden und das alles nur, damit er den anderen noch retten kann. Und da seht ihr ihn dann mit seiner Verletzung, hier seht ihr ihn, da kommt er, da, genau. Da waren ja später schon wieder gute Dinge, aber er überlebt das nicht.

[1:01:16] Was ich noch vergessen habe zu erzählen, bei seiner großen Aktion, als er die 75 plus minus gerettet hat, gibt es Berichte von einem japanischen Scharfschützen, der gesagt hat, er hätte ihn über einen längeren Zeitpunkt im Visier gehabt, ich glaube, das ist auch im Film drin, und hat mehrmals versucht, ihn zu erschießen und jedes Mal, wenn er geschossen hat, hat er das Gewehr geklemmt. Also ziemlich krasse Geschichten.

[1:01:38] Was ich auch ziemlich toll finde, er ist dann verletzt, abtransportiert worden, für ihn war der Krieg jetzt vorbei, dann kam er auf so ein Krankenhausschiff, wo er dann verarztet worden ist, und da auf dem Krankenhausschiff ist ihm aufgefallen, er hat etwas verloren, seine kleine Bibel. Dann hat er zurückgeschrieben an seine Soldaten, falls jemand seine Bibel finden würde, ob man die ihm nicht mitbringen könnte. Und jetzt haltet euch fest, als seine Kollegen dort, seine Kameraden, gehört haben, dass die Bibel von Desmond Doss auf dem Schlachtfeld angegangen ist, da gab es einen Trupp von Soldaten, die dann auf dem Schlachtfeld unter Feuer, ist kein Scherz, ist eine historische Wahrheit, nach der Bibel von Desmond Doss gesucht haben, ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben, um diese Bibel zu finden, die gefunden haben, ihm zurückgesandt haben. Also, ja, man könnte mehr erzählen, aber das zu ihm.

[1:02:36] 1846 stand er dann auf dem Rasen des Weißen Hauses, was habe ich gesagt? Da stand er noch nicht, auf dem Rasen des Weißen Hauses. 1946 stand er auf dem Rasen des Weißen Hauses und das ist nicht mehr Roosevelt, der war schon tot, der neue US-Präsident war Truman, und der hat ihm dann die höchste Auszeichnung, die es überhaupt gibt im US-Militär, die Congressional Medal of Honor, das ist die Ehrenmedaille des US-Kongresses verdient. Als den ersten Kriegsdienstverweigerer, es haben danach noch zwei andere die bekommen, im Vietnamkrieg, aber die sind beide auf dem Schlachtfeld gestorben. Das heißt, die haben das nur Postum bekommen. Er ist der einzige Kriegsdienstverweigerer, der das überlebt hat und die Medaille auch tatsächlich selbst bekommen hat.

[1:03:30] Er hat dann gesagt, der Truman hätte ihm gesagt, im persönlichen Gespräch, dass Truman es als eine Ehre bezeichnet hat, für so einen Menschen quasi Präsident sein zu dürfen. Dass es eine größere Ehre ist, etwas getan zu haben, was er getan hat, als Truman Präsident ist. Hier eine kleine Liste seiner militärischen Ehrung. Wie gesagt, Bronze Star, verschiedene andere Medaillen, die er bekommen hat.

[1:03:58] Er ist dann für eine kurze Zeit relativ bekannt gewesen, in den Zeitungen haben wir alle davon berichtet. In der US-Armee war sein Name sprichwörtlich. Jeder wusste, wer Desmond Doss ist. Die Geschichte endet allerdings nicht so Happy End mäßig, wie man das gerne haben möchte. Er hat aufgrund der schweren Verletzung behandelt worden und aufgrund einer Überdosis irgendeines Medikamentes ist er taub geworden. Er hat auch Tuberkulose entwickelt. Die Tuberkulose ist behandelt worden mit einer Überdosis, ist dann taub geworden. Er ist dann seit seines Lebens 90% behindert gewesen und hat dann größtenteils als bescheidener Farmer gelebt, in einer kleinen Holzhütte.

[1:04:52] Irgendwann Anfang der 50er ist nochmal das Fernsehen auf ihn aufmerksam geworden. Da gab es eine amerikanische Fernsehshow. Da habe ich jetzt auch nur so ein 2 Minuten Einblick. Hoffentlich funktioniert es. Ich erzähle euch jetzt, was es ist. Ihr könnt es zur Not auch im Internet anschauen. Da gab es eine Serie, die hieß This Is Your Life. So eine Art Überraschungsshow, wo man ihn quasi überrascht hat, in ein Studio gebracht hat und dann kamen quasi all seine alten Kameraden. Da kam der Jack Glover und hat dann erzählt, wie er ihn erst aus der Armee haben wollte. Ach, das muss ich noch erzählen. Zwei Geschichten. Der Jack Glover, der ihn aus der Armee haben wollte, ist später selbst verwundet worden und Desmond Doss hat ihn ebenfalls gerettet. Und die andere Geschichte ist, der Cunningham, der ihm das zerrissen hat, der ist schon in Guam auf dem Schlachtfeld vor den Japanern weggelaufen. Ein Feigling. Und als das die Soldaten gesehen haben, dass dieser Cunningham, der sich so oft gespielt hat, dass der wegrennt bei Feindbetrachtung, während der arme Desmond Doss sein Leben riskiert, dann hat das plötzlich alles wieder ins rechte Licht gerückt. Naja.

[1:06:06] An dieser Fernsehshow hat man

[1:06:08] den Desmond Doss dann überrascht mit allen möglichen Sachen, hat ihm auch Geschenke gemacht und ich weiß nicht was. Wenn ihr das seht, werdet ihr sehen, er war ein ziemlich schüchterner, dem war das eigentlich fast peinlich, im Fernsehen zu sein. Ist auch englisch, dass man einen Eindruck bekommt, wie er so gewirkt hat. Ja, vergesst das. Das ist übrigens sehr kurios, das mal anzuschauen, aufgrund der Werbung. Das wird noch schlimmer gleich. Ja. Das war's. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Es wird noch schlimmer gleich.

[1:06:58] So, der erzählt jetzt ganz kurz eine Einführung und man hatte den Desmond Doss quasi in den Glauben gelassen, er sollte zu einer Kirchgemeinde sprechen, die just neben den Studios war. Die Generalkonferenz hatte sich so gerade eingeschaltet, hatte ihn dahin gelockt und dann während seines Vortrags wird er unterbrochen von dem Moderator, dann in das Studio gebracht. Da wird jetzt kurz erklärt, wer er war und so weiter, dass er hier diese Medaille bekommen hat. Das ist die Congressional Medaille. Genau das. Das ist der Moderator und der erzählt jetzt so die ganze Geschichte. Ein Kriegsliebhaber, Verweigerer und jetzt geht er da rein. Er war jetzt nicht besonders enthusiastisch. Jetzt wird er überrascht. Das ist ein ganzes Fernsehen. Er weiß gar nicht, was er tun soll. Das ist viel zu viel. Jetzt kommt noch die Generalkonferenz und der Vereinigungsvorsteher. Blablabla.

[1:08:54] Er ist dann schon eine gewisse Berühmtheit gewesen. Es gab dann auch einen Comic, der gezeichnet worden ist über ihn. 1994. Es gab eine Art Autobahn, die nach ihm benannt worden ist. Die Adventgemeinde hatte in Michigan auch ein großes Trainingscenter für Sanitäter nach ihm benannt. Er ist dann auch ein treuer Siebenten-Tags-Adventist geblieben. Er ist wirklich Woche für Woche zur Gemeinde gegangen. Jemand, der im Militär am Sabbat festfällt, wird auch danach am Sabbat festfallen. Er ist dann 2004 auf Campmeetings eingeladen gewesen. Ihr könnt im Internet auch googeln. Campmeetings, wo er 15 Minuten Kurzansprachen hält. 2004 ist dann eine Dokumentation von ihm erschienen. Über ihn. Er war schon sehr alt. Er ist 2006 gestorben.

[1:09:50] Im Zuge dieser Dokumentation ist die Idee entstanden, diese Geschichte kennen nicht so viele. Es gab zwar Bücher, aber die waren meist inneradventistisch. Das war eine Geschichte, die hat man gerne in adventistischen Kreisen erzählt. Kennst du Desmond Doss? Das war jetzt in der Welt hier und da ein bisschen bekannt, aber nicht so viel. Seit 2004 entstand dieser Plan, einen Kinofilm machen zu wollen. Es gibt immer noch eine Stiftung, die damit beauftragt ist, quasi wie Treuhänder, seine Geschichte zu erzählen. Alle Bücher, die über ihn erscheinen, müssen sich mit ihm abstimmen, dass das kein Schmarrn ist, sondern dass es der Wahrheit entspricht. Seine Bedingung war, er hat lange Zeit sich geweigert, einen Film über sich machen zu lassen, weil er wusste, was Hollywood aus Geschichten machen kann.

[1:10:40] Die Stiftung hat das Recht, ja oder nein zu sagen, unter der Voraussetzung, dass ein Skript wirklich sehr nah an der Wahrheit ist. Er ist dann 2006 gestorben und hat jahrelang versucht, nach Produzenten gesucht, aber die meisten Studios in Hollywood haben gesagt, es ist zu religiös. Wir wissen noch nicht, ob das funktioniert. Bis dann vor kurzem der Mel Gibson kam. Hier ist der Corporal Desmond T. Doss, das ist seine Gedächtnisstelle, in Tennessee, auf dem Nationalfriedhof, als er begraben worden ist, hat das US-Militär Ehrenformationen von den Helikoptern fliegen lassen, mit Flugzeugen, also mit größtem militärischen Ehren. Im Militär galt er als ein Held.

[1:11:20] Die Dokumentation von ihm ist mehrmals im Fernsehen gelaufen, zum Teil auch Pentagon Channel. Der Inhalt des Militärs war ja ziemlich bekannt und beliebt. Was heißt das für uns praktisch? Ihr habt davon gehört, es gibt diese Broschüre, von der habt ihr gehört, ihr habt gehört, dass es eine Autobiografie gibt, die autorisierte Biografie, die er selbst dann gegengezeichnet hat, als akkurate Beschreibung, auch als Kurzfassung. Übrigens, habt ihr die Geschichte gehört von der Gebetserfahrung? Bestimmt nicht, oder?

[1:12:02] In Amerika ist seine Biografie jetzt erschienen mit dem Cover des Original-Film-Plakates, sodass man vor dem Kino stehen konnte und sagen konnte, schau mal hier, Buch zum Film, Cover sieht genauso aus wie das Filmplakat. Das ist nicht so einfach zu bekommen, weil Hollywood möchte ja auch sozusagen die Brüder vom Brot nehmen lassen. Aber sie haben das zugestimmt. Und jetzt, als wir das deutsche Buch, wir setzen das nicht, ne? Da war auch die Frage, könnten wir vielleicht sozusagen das Originalplakat bekommen und die Jungs von Memento Medien haben sich an Lionsgate, die Produktionsfirma in Hollywood, gewandt, haben dann nachgefragt und es kam keine Antwort. Es kam keine Antwort.

[1:12:48] Und dann war eigentlich schon der Termin, wo das Buch in den Druck gegeben werden musste, dann haben sie da nochmal nachgefragt, können wir noch ein paar Tage haben? Vielleicht kommt ja noch eine Antwort. Und naja, die Geschichte kurz zu machen, dann war das Deadline Mittwoch um Mittwoch morgens musste das in den Druck. Und ich hatte am Montag noch mit ihnen telefoniert, sie hatten keine Antwort, sie hatten schon einen Plan B, einfach irgendeinen anderen Soldaten zu nehmen. Und dann am Mittwoch früh, um 6 Uhr morgens, haben sie eine E-Mail im E-Mail-Fach, wo dann die Sprecherin von Lionsgate, der Produktionsfirma, sagt, wir haben nach langer, interner Diskussion ihnen entschieden, das kostenlos zu geben.

[1:13:30] Jetzt ist also sozusagen auf der Biografie, die ihr bestellt habt oder hoffentlich noch bestellen werdet, diese offizielle Biografie mit dem offiziellen Filmplakat als Cover und zwar nicht, weil wir das geklaut haben, sondern weil wir das Recht daran haben. Also wenn wir die Chance nicht nutzen, dann sind wir wirklich selber dumm. Überdies gibt es natürlich auch Internetseiten. Die beiden Verbände haben die Stimme der Hoffnung beauftragt, eine Internetseite zu machen, www.desmondos.de. Da gibt es dann verschiedene Texte zu seinem Leben, zu der Schlacht, zur Ehrung, zum Glauben, auch über den Film. Könnt ihr euch anschauen.

[1:14:08] Und natürlich gibt es auch www.hacksawrich.de. Das ist unser Baby. Und da gibt es dann auch kleine Videos. Wir haben jetzt zwei Videos schon online, ein drittes ist schon online. Gestern haben wir noch daran gearbeitet, jetzt ist es schon online. Sieben wären es insgesamt, wo wir das, was ich erzählt habe, in kleinen Abschnitten mit Bildern, kleinen Videosequenzen dann nochmal aufbereiten, auch für Leute, die keine Ahnung haben, um damit die wahre Geschichte von Desmond Doss zu erzählen. Das soll im sieben Vortrag dann in einen kleinen Aufruf über unseren Glauben münden.

[1:14:48] Die Gelegenheit besteht nicht nur in den Kinos zu stehen und das zu verteilen, sondern auch im Internet, auf Facebook oder wo auch immer ihr seid, das zu teilen, anderen zu erzählen. Schaut mal hier, da kann man sich was anschauen. Die Videos sind bewusst zehn Minuten lang, das sind also keine, wie manchmal sonst üblich, langen Videos, sondern kurz, dass man auch, wenn man noch nie so etwas gesehen hat, erstmal so einen ersten Eindruck bekommt. Genau.

[1:15:12] Vielleicht noch ein paar Infos zum Film, falls jemand der Meinung ist, ich muss unbedingt den Film gesehen haben, sonst kann ich nicht mehr reden. Unsere offizielle Stellungnahme als Adventgemeinde ist, wir ermutigen niemand, den Film zu sehen, weil in Amerika ist er ab 17 Jahre. Es gibt zwar keine Nacktszenen, es gibt zwar eine Szene, wo ein Soldat in so einer Baracke halbnackt rumrennt, aber das ist quasi keine Nacktszene in dem Sinne. Es gibt eine Szene, auf einer katholischen Website habe ich das gelesen, das wurde etwas sozusagen als Warnung, es gibt eine Szene, die sozusagen andeutet, wie Desmond mit seiner bereits verheirateten Frau dann auf einem Heimaturlaub ein bisschen privat und intim wird.

[1:15:54] Das ist aber nur angedeutet. Ansonsten ist halt das Hauptproblem des Films tatsächlich das Blut. Das fließt in Strömen. Einer, der es gesehen hat, hat gesagt, es gibt kein Körperteil, das in diesem Film nicht in der Nahaufnahme zerfetzt wird. Das muss man einfach im Hinterkopf haben. Nicht, dass man denkt, naja, ich schaue mir jetzt einen Film über Adventisten an und kann danach die nächsten drei Monate nicht schlafen. Deswegen, wisst das einfach. Lasst die Leute den Film schauen. Wenn ihr es unbedingt sehen wollt, dann nehmt euch irgendwie so eine schwarze Augenklappe mit und erwartet nicht, die letzten 45 Minuten viel vom Film zu haben, weil das dann fast nur noch Krieg ist. Genau.

[1:16:44] Gibt es von eurer Seite soweit erstmal vielleicht auch Fragen? Vielleicht noch eine Sache. Ich glaube, was... Bevor ich zum kleiner Werbeblock... Hier ist die Bestellliste. Ihr könnt dann hinten euch noch Broschüren und Biografien bestellen, wenn ihr jetzt sagt, oh, ich wusste gar nicht, wie spannend das ist. Man kann auch das Buch einfach selbst lesen, zum persönlichen Gewinn, oder auch als vollständige Ausgabe in den Buchhandel kommen. Könnt ihr bei Matthias dann noch bestellen.

[1:17:16] Ich glaube, was man vor allem schön an diesem Leben zeigen kann ist, weil Desmond Doss ist ja nicht, worum es eigentlich geht. Aber er ist jemand, der wirklich einige Prinzipien deutlich macht, die wir an Jesus schätzen. Desmond Doss hätte nicht in den Krieg gehen müssen. Er ging freiwillig in einen Krieg, den er nicht gehen musste. Ohne jemandem zu schaden und sich gleichzeitig ständig in Gefahr bringen. Das ist genau das, was Jesus gemacht hat. Da gibt es auch einen großen Kampf und Jesus hat sich auf das Schlachtfeld begeben, obwohl er es nicht musste. Freiwillig ist er auf diese Welt gekommen, hat niemanden erschossen, er hat nie selbst gesündigt, hat sich aber ständig der Gefahr ausgesetzt und war bereit, andere zu retten, ein eigenes Risiko einzugehen.

[1:18:08] Wenn ihr dann weiter überlegt, das Risiko war nicht nur, dass die Kugeln ihm vorbeiflogen, er ist tatsächlich verwundet worden und er hat seine Wunden bis zu seinem Tod getragen, selbst als der Krieg vorbei war. Das ist ein schönes Bild für Jesus, der seine Wunden bis in alle Ewigkeit tragen wird. Das Opfer ist sozusagen größer als der Krieg selbst. Wenn dann Leute sagen, hey, der Desmond ist ein echter Held, dann gibt es sozusagen eine gedankliche Brücke zu sagen, ich kenne einen noch größeren Helden. Der Desmond war deswegen so ein Held, weil er einen noch größeren Helden kannte, der genau das gleiche gemacht hat.

[1:18:52] Weil viele Leute, wenn sie von Jesus hören, dann ist es einfach nur so Jesus, so ein religiöser Begriff. Aber wenn man es schafft, diesen Heldenmut des Desmond zu verknüpfen mit dem, was Jesus für mich getan hat. Das ist, glaube ich, eine große Stärke, die man herausbringt. Man kann sozusagen diese Idee von Opfer und sich einbringen für jemand anderes, ein Risiko eingehen, obwohl man es selbst nicht muss, um andere zu retten. Diese Ideen, die sozusagen im Kern des Evangeliums sind, die kann man in diesem Film sehr schön illustrieren. Viele Leute, die den Film gesehen haben, gerade Weltmenschen, haben gesagt, dieser Film hat sie sehr tief bewegt.

[1:19:32] Trotz all dem Krieg und so weiter, es ist eine sehr tiefe Botschaft, die letztlich dahinter steckt. Und das, glaube ich, ist vielleicht die größte Chance überhaupt. Abgesehen davon, dass man sagen kann, hey, Sabbat, zehn Gebote, ein Held, aber das Evangelium darin ist eigentlich das, was Desmond gemacht hat, ist letztlich ein Appell dessen, was Jesus für jeden Einzelnen von uns getan hat. Und man hat später die ganzen Leute interviewt, die er gerettet hat. Und die haben alle gesagt, wir hätten uns das vorher nicht vorstellen können. Wir dachten, das ist einfach so ein Spinner. So wie heute Leute über Jesus denken. Über ihn lachen, ihn verspotten.

[1:20:10] Und dann, als sie gemerkt haben, was er für sie getan hat, hat sich ihr Bild hundertprozentig geändert, 180 Grad gedreht. Sodass sie sogar bereit waren, ihr eigenes Leben für Desmond Doss zu riskieren. Und etwas für ihn zu tun. Und das passiert, wenn wir Jesus kennenlernen. Wenn wir wirklich sehen, was er für uns tut. Dann sind wir plötzlich bereit, unser eigenes Leben für ihn aufs Spiel zu setzen. Aber, wie gesagt, das als kleine Gedankenanregung, wie man diesen Film wirklich benutzen kann. Oder das Ereignis dieses Filmes, um das Evangelium zu reden.

[1:20:42] Gibt es von eurer Seite jetzt vielleicht noch irgendwelche Fragen, was ihr wissen wollt, gehört habt? Oder was euch dieser Hinsicht noch wissenswert erscheinen würde? Da, ja. Hauptspieler. Ja.

[1:21:06] Okay, lasst mich euch gleich die Illusion nehmen. Leider ist Andrew Garfield, der Hauptdarsteller, kein Adventist geworden. Und er hat auch die Rolle nur angenommen unter der Voraussetzung, dass der Film nicht, wie er sagte, nicht too preachy, also nicht zu sehr predigt. Er wollte auf keinen Fall sozusagen die Idee vermitteln, dass nur die Adventisten sozusagen die Besten sind. Das ist natürlich verständlich für jemand, der kein Adventist ist. Deswegen, es ist kein Film, der von der Adventgemeinde gemacht ist, oder für die Adventgemeinde gemacht ist. Soll ich euch noch mehr schocken? Aber nur, wenn ihr dann trotzdem diese Broschüren verteilt.

[1:21:42] Der Andrew Garfield hat gleichzeitig an einem Film gearbeitet, wo er einen Jesuiten darstellt. Oh nein. Aber das heißt nicht, dass sozusagen wir jetzt einen Bogen machen müssen um dieses Projekt. Aber sicherlich ist der Andrew Garfield der Hauptdarsteller, der jetzt irgendwie plötzlich sich zum Adventismus bekehrt hat. Und auch der mehr gibt es nicht. Aber was man auf jeden Fall sagen kann, was alle, die sich mit der Geschichte beschäftigt haben, gesagt haben, dass sie sehr bewegt worden sind durch den persönlichen Glauben des Desmond Doss.

[1:22:16] Und das ist vielleicht schon mal, ich kenne diese Schauspieler, ehrlich gesagt sind die Schauspieler mir auch, also mit anderen Worten, mich interessiert vor allem die Geschichte von Desmond Doss. Mich interessiert weniger der Film, mich interessiert die Geschichte von Desmond Doss. Und weil der Film tatsächlich die Geschichte relativ akkurat erzählt und auch den Sabbat erwähnt und solche Sachen erwähnt in einem positiven Licht, deswegen benutzen wir die. Aber mir ist nicht bekannt, dass irgendjemand aus der Filmcrew jetzt, wer weiß, kann ja noch passieren. Wenn dann vielleicht später Offenbarung 13 sich erfüllt, dann wird vielleicht der eine oder andere sich erinnern. Hey, Sabbat. Könnte sein, also wer weiß.

[1:22:52] Noch eine Frage? Er war sehr krank, er hat ja Tuberkulose gehabt und er war 90% behindert. Und er hatte dann ja schon große Atemschwierigkeiten, er hatte dann auch so Hörgeräte. Wenn ihr Interviews mit ihm seht, ist es relativ schwer, ihn auch zu verstehen. Er hat sehr gebrochen, dann schon gesprochen. Seine erste Frau ist gestorben, an Krebs, er hat nochmal geheiratet und so, die er dann ein bisschen gepflegt hat, seine zweite Frau. 84, genau. Ja, genau. Er ist 19? Ja, ja. Ja, also er ist alt geworden. Ja, noch Fragen? Hm?

[1:23:58] Er hat einen Sohn, der heißt Desmond Doss Junior und der ist von dem Film ganz angetan gewesen und der behauptet, der hat gesagt, dass der Film seinen Vater akkurat beschreibt. Was auch immer das bedeutet, aber er wird das ziemlich genau wissen. Zumindest mal, ja. Er hatte nicht das Gefühl, dass sein Vater jetzt in ein falsches Licht gerückt wird. Ja.

[1:24:24] In der Broschüre steht eine kürzeste Fassung von dem, was ich jetzt erzählt habe, vor allem über Okinawa selbst, über die Schlacht, also mit den 75 Leuten, die er gerettet hat und so weiter. Und dann der zweite Teil größtenteils behandelt die Frage, wie ist Desmond Doss dazu geworden? Also, was war der Glaube, den er ausgezeichnet hat? Weil im Film wird deutlich, dass er in der Bibel gelesen hat und wie wichtig es ist, in der Bibel zu lesen, dass er gerne gebetet hat und wie gut es ist, dass wir zu Gott reden können. Also die einfachen Grundelemente des christlichen Glaubens werden quasi sozusagen über diese Schiene vermittelt.

[1:24:58] Die ist eigentlich geschrieben von dem John Bradshaw. Wenn ihr beim Joshua Camp war, wisst ihr, der John Bradshaw von It Is Written. Der hat das geschrieben, It Is Written in Amerika hat das rausgegeben und wir haben es übersetzt und die Vereinigung hat das jetzt dann gedruckt.

[1:25:42] ... Das kann ich, ich verstehe, was du meinst. Aber man muss ja nicht im ersten Satz sagen, ich habe den Film nicht gesehen. Es gibt ja andere Möglichkeiten erst etwas vermittelnder sozusagen so ein Gespräch zu beginnen. Zum Beispiel einfach, indem man darüber spricht, was für ein Held der Desmond Doss gewesen ist. Denn wenn du jetzt gut aufgepasst hast oder dann auch in der Broschüre liest, weißt du sogar fast mehr als der, der es zum ersten Mal gesehen hat. Das kommt ja, wenn es so ein Hollywood-Film ist, man ist ja überwältigt dann auch, man kann sich fast alles gar nicht merken.

[1:26:26] Das heißt, du kannst so lange über den Desmond Doss erzählen, ohne dass der merkt, dass du den Film gar nicht gesehen hast. Das ist ja ein Prinzip der Mission, grundsätzlich, dass wir erstmal die Gemeinsamkeiten suchen und nicht gleich das hochhalten, was jetzt uns vielleicht trennt. In dem Sinne würde ich einfach raten, da jetzt nicht zuerst die Barriere aufzubauen, sondern einfach zu sagen, schau.

[1:26:58] Das ist in dem Moment, wo er seine Hochzeit verpasst.

[1:27:08] Genau.

[1:27:18] Wenn ihr noch die allergenausten Details wissen wollt, fragt die Nadine, die hat die ersten die Hälfte der Biografie übersetzt, also die kann euch alles erzählen. Das ist ein wichtiger Gedanke. Wenn ihr den Trailer gesehen habt, da wird einmal gezeigt, wie der Desmond Doss so boxt. Das ist ein bisschen Hollywood-Fantasie. Quatsch.

[1:27:40] Ja.

[1:27:52] Das weiß ich nicht.

[1:28:00] Ja.

[1:28:06] Also ich weiß relativ wenig über die anderen Leute. Vor allem, man weiß auch nicht einmal die genauen Identifikationen zum Teil. Eine Geschichte noch, die ist total interessant. Damals galt es als im Grunde muss man sagen, das ist eigentlich auch eine vernünftige Regel, obwohl sie sehr grausam ist. Mediziner, Sanitäter auf dem Schlachtfeld waren immer angehalten, die am leichtesten verwundeten zuerst zu retten. Weil die, die besonders schwer verwundet sind, die vielleicht sowieso sterben. Das ist grausame Logik, aber man sagt dann, rette zuerst die, die leicht verwundet sind, weil die kannst du eher wieder gebrauchen.

[1:28:50] Und da gab es einen Mann, der war so zerfetzt. Da kam ein Sanitäter zu ihm, hat es angeschaut, wusste, der wird sterben, ist weitergegangen, ohne ihn zu behandeln. Und dann kam Desmond Doss. Und Desmond Doss hatte die Angewohnheit, Menschen immer zu retten, selbst wenn sie schon halbtot waren. Hat ihn versorgt, hat ihn runtergelassen und der ist alt geworden, hat noch eine Familie gegründet. Also, wo man wirklich dann sieht, es hat einen direkten Einfluss gehabt auf die Menschen.

[1:29:24] Was im Einzelnen dann aus den Menschen geworden ist, in den Interviews, die ich gesehen habe, viele Soldaten haben immer gesagt, also, dieser Mann hatte starken Glauben. Also, diese Idee seines Glaubens ist sehr deutlich gewesen. Was dann im Einzelnen rausgekommen ist, kann ich dir leider nicht sagen. Okay.

[1:29:42] Noch Fragen? Keine Fragen. Dann würde ich vorschlagen, dass wir vielleicht mit einem Gebet enden und dann enden wir. Lasst uns noch aufstehen dazu.

[1:29:58] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du ein so großer Gott bist und dass du Menschen wirklich sehr prägen kannst. Herr Desmond Doss war kein außergewöhnliches Genie, nicht außergewöhnlich stark oder außergewöhnlich schnell, aber er hat einfach ganz kindlichen Glauben an dich gehabt. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir wissen dürfen, egal wer wir sind, egal was unsere Gaben und Fähigkeiten sind, dass wenn wir an dich glauben, dich ernst nehmen und auf dich schauen, dass wir als gewöhnliche Menschen ganz außergewöhnliche Dinge tun können in dieser Welt, so dass selbst die Welt staunt.

[1:30:50] Wir danken dir auch, dass du ein Gott bist, der jedes Mittel benutzt um deine Wahrheit vor die Welt zu bringen. Und dass du manchmal auch die Steine schreien lässt, wenn wir uns vielleicht etwas zu sehr zurückgelehnt haben. Dank für die Gelegenheit, auch wenn wir sicherlich nicht mit allem in dem Film einverstanden sein können, aber Dank für die Gelegenheit, dass jetzt Millionen Menschen auf dem ganzen Planeten vom Sabbat hören und von der Treue zum Sabbat, von der Treue zu dir.

[1:31:22] Wir möchten dich bitten, dass wir, wo immer sich die Menschen in unserem Freundeskreis, in unserem Verwandten, Arbeitskollegen, Nachbarn, Fremde, dass wir die Gelegenheit nutzen, nicht einfach nur zu sagen, naja, ich bin auch Adventist, sondern etwas von dem Glauben, den Desmond Doss gehabt hat und von seiner Prinzipientreue weitergeben zu können. Wir danken dir, dass du uns in diese Zeit berufen hast und wir danken dir, Herr Jesus, vor allem, dass du ein noch viel größeres Opfer gebracht hast und dass durch die Geschichte von Desmond wir auch deine Heldentat noch viel besser verstehen können. Wir danken dir von ganzem Herzen und bitten dich, dass du uns weiterhin segnest. Amen.


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