Veröffentlicht am
713 Klicks

In dieser Folge von „Höre Israel“ taucht Christopher Kramp tief in das zehnte Kapitel von 5. Mose ein und beleuchtet die Bedeutung des Gesetzes und der Liebe Gottes. Es wird die Geschichte der neuen Steintafeln und der Bundeslade erzählt, die als Symbole für Gottes Vergebung und seinen Bund mit seinem Volk dienen. Die Lektion verbindet diese biblischen Ereignisse mit dem Evangelium und zeigt, wie Gottes Gnade und Gerechtigkeit durch Jesus Christus wirken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Höre Israel (Ein ausführliches Studium von 5. Mose)

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:16] Herzlich willkommen zu Höre Israel hier auf www.joelmedia.de zu einer weiteren Folge unserer speziellen Studien-Serie zu diesem so faszinierenden Buch 5. Mose. In der letzten Folge haben wir uns das neunte Kapitel angeschaut und gesehen, wie dort Mose noch einmal die Geschehnisse um die Geschichte vom goldenen Kalb am Sinai zusammengefasst hat, als ein Beispiel, eine Illustration für die Rebellion, für das rebellische Herz, das das Volk Israel immer und immer wieder während der Wüstenwanderung gezeigt hat und was letztlich dazu geführt hat, dass die erste Generation in Kadesch-Barnea nicht glauben wollte, dass Gott so gut ist, dass er sie so sehr lieb hat, dass er ihnen den Sieg über die Riesen schenken wird. Der Hauptgrund dafür, dass die Israeliten nicht im zweiten Jahr in das gelobte Land gehen konnten, sondern im vierzigsten Jahr immer noch jenseits des Jordans in der Wüste waren, lag eben genau an diesem rebellischen Geist. Wir haben schon in verschiedenen Folgen gesehen, dass 5. Mose genau dieses Thema von verschiedenen Seiten aus beleuchtet und auch heute werden wir mehr über dieses Thema, andere weitere Aspekte uns anschauen, denn das letzte Mal gesehen, das exemplarisch in dieser Geschichte vom goldenen Kalb auch sichtbar wird, dass trotz der Rebellion des Volkes es einen Fürsprecher gibt. Mose bittet für das Volk, steigt erneut auf den Berg Sinai und bittet, dass Gott sie verschont. Das Ganze ist ein Typus auf Jesus, der heute für dich und für mich, lieber Freund, liebe Freundin, eintritt, damit wir noch eine Chance bekommen.

[3:10] Heute wollen wir uns also mit dem zehnten Kapitel beschäftigen, das wirklich eine direkte inhaltliche Fortsetzung von Kapitel 9 unter dem Thema "Das Gesetz und die Liebe" ist. Wir wollen einige ganz besonders schöne Verheißungen, Gedanken des Buches 5. Mose uns gemeinsam vor Augen führen. Und das werden wir nur wirklich dann verstehen und zu schätzen wissen, was hier steht, wenn wir Gottes Geist einladen, sein Wort, das Gott uns gegeben hat, in unsere Herzen wirklich einzupflanzen. Lasst uns gemeinsam deswegen zu Beginn beten. Lieber Vater im Himmel, es ist dein Wort. Es ist das Buch, das Jesus auf dieser Erde wohl ganz offensichtlich besonders geschätzt hat, das immer wieder in besonderen Momenten der Heilsgeschichte von großer Bedeutung gewesen ist. Wir glauben, dass dieses Buch auch für diese letzte Zeit von großer Bedeutung ist. Und Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du durch deinen Heiligen Geist an unseren Herzen wirkst, in unsere Herzen die Prinzipien eines Gesetzes schreibst, dass wir verstehen, wie dein Charakter wirklich ist und was wir von dir erhoffen dürfen, was wir von dir erwarten dürfen und wie sehr du uns lieb hast und wie sehr du uns stärken möchtest, bis er uns helfen möchte. Und wir möchten dich bitten, dass unser Studium heute uns einen ganz neuen Blick von deiner Liebe, deiner Größe, deiner Gerechtigkeit, einer Heiligkeit und deinem Willen uns zu retten zeigt. Und dafür danken wir dir und bitten all das im Namen Jesu. Amen.

[4:52] Thema wollen wir Vers für Vers vorgehen und vorangehen und die immer die Einladung an jeden von euch, der dieses Video anschaut, eure Bibel mit aufzuschlagen und die einzelnen Verse, zumindestens in 5. Mose selbst mitzulesen. Die weiteren Parallelverse sind dann wie immer und auch einige ergänzende Kommentare in die Präsentation eingebaut. Es lohnt sich, die Verse selbst vor Augen zu haben, vielleicht eine Markierung zu machen, Dinge, die man später noch mal studieren möchte. Wir fangen an in 5. Mose 10, Vers 1. Und da sehen wir gleich zu Beginn, dass obwohl hier eine Kapiteleinteilung vorliegt zwischen Kapitel 9 und 10, es eigentlich direkt weitergeht aus dem, was wir in 5. Mose 9 uns angeschaut haben, zu jener Zeit. Das bezieht sich eben genau auf das, was in 5. Mose 9 um die Zeit der Geschichte vom goldenen Kalb berichtet worden ist und der Fürsprache Mose.

[5:40] Danach zu jeder Zeit sprach der Herr: "Siehe, ich will zwei steinerne Tafeln ausarbeiten, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg und mache dir eine hölzerne Lade." Wir finden das auch schon in 2. Mose, wo die ganze Geschichte ja zunächst einmal ausführlich erzählt wird. Und wir sehen hier, dass 5. Mose das fast wörtlich zitiert in 2. Mose 34 Vers 1 steht: "Und der Herr sprach zu Mose: Habe jetzt zwei Steine Tafeln auf, wie die ersten waren, damit ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast." Die Worte auf den Tafeln waren das Gesetz Gottes, die Grundlage des Bundes. Israeliten hatten den Bund gebrochen, das Gesetz Gottes übertreten. Als Ausdruck dessen hat Mose, um das zu illustrieren, die Gebote, die Tafeln zerbrochen, auf denen die Gebote standen. Und Gott sagt jetzt, dass er bereit ist, die selben Worte, die auf den ersten Tafeln waren, wieder auf neue Tafeln zu schreiben. Wenn Gott vergibt, ändert er nicht sein Gesetz. Wenn Gott vergibt, schafft er sein Gesetz nicht ab, sondern wenn Gott vergibt, stellt er so wieder her, dass die Worte des Gesetzes, die am Anfang galten, wieder neu gelten und gehalten werden können. Und das Ganze ist nur deswegen möglich, weil Gott in seiner Natur so liebevoll ist, dass er mit großer Gnade und Barmherzigkeit bereit ist, uns trotz unserer Fehler und Sünden wiederherzustellen.

[7:25] Wir lesen in demselben Kapitel in 2. Mose 34, Vers 6 und 7: "Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretungen und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, dann die Schuld der Väter an den Kindern und Kindeskindern, das in das dritte und vierte Glied." Die Geschichte vom goldenen Kalb zeigt nicht nur die Widerständigkeit und das rebellische Herz der Israeliten. Diese Geschichte zeigt auch den unglaublich wunderschönen Charakter, den unglaublich faszinierenden, wunderschönen Charakter Gottes, der langsam zum Zorn ist, der viel Gnade und Treue hat, der gerne vergibt. Mose sollte auch eine Bundeslade anfertigen lassen, so haben wir gelesen, in der dann die zehn Gebote aufbewahrt werden sollten. Dazu werden wir jetzt gleich noch mehr in den folgenden Versen erfahren.

[8:37] In Vers 2 heißt es: "So will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast. Du sollst sie in die Lade legen." 5. Mose wird noch mehr als in 2. Mose 34 diesen Zusammenhang von der Wiederherstellung der Gesetzestafeln als Ausdruck der Wiederherstellung, die Gottes Gnade bewirkt, mit der Bundeslade, diese Verbindung von Gesetzestafeln und Bundeslade, die wird hier in 5. Mose ganz besonders betont. Wir lesen ja schon in 2. Mose 25, Vers 16, noch bevor das goldene Kalb aufgerichtet worden ist, dass Mose, als er auf dem Berg gewesen ist, auf dem Berg Sinai, folgenden Auftrag erhielt, als er die verschiedenen Abteilungen und Geräte der Stiftshütte im Urbild sah oder in einer Anschauung sah, die dann als Vorbild dienen sollte für den Bau der Stiftshütte in der Wüste. Da heißt es hier: "Und du sollst das Zeugnis, das ich dir geben werde, in die Lade legen." Das Zeugnis ist ein anderes Wort für die zehn Gebote, für die Grundlage des Bundes. Das sollte in die Bundeslade hineinkommen.

[9:58] Interessant ist, dass die Bundeslade ja ein Kasten, eine Truhe war, die einen Deckel auch beinhaltet oder auch einen Deckel hatte. Dieser Deckel wurde Sühnedekel genannt. Und es ist interessant, dass in Römer 3, Vers 25, dieses Wort im Griechischen, das dem griechischen Hilasterion heißt, wörtlich Sühne bedeutet, auch für den Sühnedekel verwendet wird. Auf Jesus bezogen wird hier die Übersetzer der Schlachter haben es dann mit Sühneopfer wiedergegeben, aber es kann genauso gut der Sühnedekel sein. In Christus hat Gott zum Sühneopfer oder Sühnedekel bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft lässt, die zuvor geschehen waren. Hier sehen wir, dass Gott einen Weg gefunden hat, um Sünden, die geschehen sind, unbestraft lassen kann, weil er und so macht das dann der weitere Fortgang von Römer 3 ganz deutlich. Die Strafe, die eigentlich auf diese Sünde folgen müsste, auf Jesus gelebt hat und weil Jesus für meine Sünde und für deine Sünde, lieber Freund, liebe Freundin, und auch für die Sünde all derer gestorben ist, die um das goldene Kalb getanzt sind, kann Gott ihnen vergeben.

[11:23] Und möchte ihnen jetzt deutlich machen, dass diese zehn Gebote mit der Gnade Gottes untrennbar verbunden sind. Sie sollen in die Bundeslade gelegt werden, wo eben auch dieser Sühnedekel ist, was den Israeliten andeuten sollte, dass die Wiederherstellung des Bundes mit Gott eben allein durch das Opfer des Lammes Gottes möglich sein wird.

[11:54] In Vers 3 von 5. Mose 10 finden wir die Beschreibung, wie diese Bundeslade gemacht worden ist: "So machte ich eine Lade aus Akazienholz und gab es zwei steinernen Tafeln aus, wie die ersten waren, und stieg auf den Berg." Und die zwei Tafeln waren in meinen... Mose geht wieder auf den Berg Sinai, der hier gehen in diesem ganzen, diesen ganzen Abschnitt, diesen ganzen Zeitraum dieser Geschichte eine so entscheidende Rolle spielt.

[12:25] In Vers 4 heißt es jetzt: "Als Mose auf dem Berg Sinai war, von dem Gott bereits die zehn Gebote vor allen Israeliten hörbar gesprochen hat in diesem gewaltigen Ereignis, das wir schon im Zusammenhang von 5. Mose 5 uns genauer angeschaut haben, da heißt es hier: 'Und er schrieb die Worte auf die Tafeln, entsprechend der ersten Schrift, die zehn Worte, die der Herr zu euch auf dem Berg gesprochen hatte, mitten aus dem Feuer am Tag der Versammlung.' Und der Herr gab sie mir." Auch diesmal, wie beim ersten Mal, schreibt Gott selbst diese Worte auf Stein. Er hatte sie selbst verkündigt, nicht durch einen Engel. Er hatte sie selbst geschrieben, nicht durch die Hand eines Engels. Sehr eng spielten sicherlich eine große Rolle bei diesem Ereignis, auch das wird ja auch in Apostelgeschichte 7 von Stephanus gesagt. Aber die direkte Kommunikation der zehn Gebote hat Gott sich selbst vorbehalten. Er wollte ganz sichergehen, dass jeder versteht, dass das, was die zehn Gebote aussagen, sein ausdrücklicher Wille ist. Willst du wissen, was Gott wirklich sich wünscht? Schau dir die zehn Gebote an. Das ist, was Gott sich wünscht.

[13:51] Es heißt hier in 2. Mose 34, Vers 28, in dem Parallelbericht, den wir in 2. Mose finden: "Und er war dort, Mose, bei dem Herrn 40 Tage und 40 Nächte lang und aß kein Brot und trank kein Wasser, oder schrieb die Worte des Bundes auf die Tafeln, die zehn Worte." Und er, in diesem zweiten Satz ist natürlich Gott selbst. Wir sehen hier, dass das eine ganz übernatürliche Sache gewesen ist, denn 40 Tage hält man vielleicht ohne Brot gerade so aus, wie auch Jesus Mensch in der Wüste 40 Tage gefastet hat. Aber dass er, dass Mose 40 Tage ohne Wasser auskam, das war nur möglich, weil Gott in der, weil er in der direkten Gegenwart des neben spendenden Gottes gewesen ist, der ihn am Leben erhalten hat. Und so werden die zehn Gebote neu geschrieben. Gott ändert sie nicht, er schafft sie nicht ab, sondern seine Gnade, die Vergebung für die Sünde, die Gesetzlosigkeit ist, das Brechen des Gesetzes, die Vergebung dafür führt dazu, dass das Volk aufgrund der Gnade Gottes wieder mit Gott verbunden wird und wieder die Chance erhält, genau dieselben zehn Gebote zu halten.

[15:08] Damit für diese ganze Geschichte, die hier in 5. Mose 9 und 10 beschrieben wird, zu einer sehr anschaulichen Illustration für das wird, was das Evangelium auch in meinem und in deinem Leben bewirken soll. Unsere Sünde ist Übertretung der zehn Gebote, auf die eine oder andere Weise, durch Gedanken, durch Worte, durch Handlungen, durch Einstellungen, durch Motive. Gottes Gnade ist in der Lage, uns zu vergeben, was immer wir verbrochen haben, was immer wir gesündigt haben. Aber Gottes Gnade führt nicht dazu, dass das Gesetz abgeschafft, führt nicht dazu, dass das Gesetz verändert wird, sondern dasselbe Gesetz, das damals wiederhergestellt worden ist, dasselbe gilt auf den Steintafeln. Dasselbe Gesetz soll auch wieder in unser Herz hineingeschrieben werden durch den Heiligen Geist, wie es Hesekiel 36 zum Beispiel oder Jeremia 31, Vers 33 deutlich sagt.

[16:07] In Vers 5 heißt es dann weiter: "Und ich wandte mich, wohl sagt, ich wandte mich und ich wandte mich und stieg vom Berg herab, und ich legte die Tafeln in die Lade, die du gemacht hattest, und sie blieben dort, wiederhergestellt, wie es mir geboten hatte." Wie schon angedeutet, sehen wir hier in 5. Mose, wie sehr Mose die Verbindung der zehn Gebote, der Steintafeln mit der Bundeslade im Heiligsten des Heiligtums betont. Diese Verbindung von Gesetz und Heiligtum ist entscheidend. Die Bundeslade war eine Illustration für den Thron Gottes, eine Illustration der Regierung Gottes. Auf der anderen Seite hat Gott sich selbst in der sogenannten Schechina der Herrlichkeit Gottes offenbar. Die Engel, die dort aus Gold angebracht waren, sollten die himmlischen Heerscharen symbolisieren, mit ihrem Interesse, nämlich für das Evangelium, in dem sie auf den Sühnedekel geschaut haben. Und direkt darunter waren ja die zehn Lose, in ihrem Interesse für das Gesetz. Der Himmel interessiert sich für Gottes Gesetz und interessiert sich für Gottes Gnade und Evangelium. Und weil das so ist, sollten Menschen, die planen, in den Himmel zu gehen, sich für Gottes Evangelium und für sein Gesetz interessieren.

[17:29] Wir lesen in "Patriarchen und Propheten" auf Seite 325: "Hinter dem zweiten Vorhang war das Allerheiligste, der Mittelpunkt des sinnbildlichen Versöhnungs- und Mittlerdienstes." Und Achtung, was hier steht: "Das Bindeglied zwischen Himmel und Erde." Mich hat diese Beschreibung fasziniert. Das sind dann vielleicht ein bisschen an die Jakobsleiter, die das Allerheiligste verbindet, Himmel und Erde, und fungiert damit eigentlich genauso oder auf dieselbe Art und Weise wie das Sinai-Ereignis, das wir in 5. Mose 4 und 5 studiert haben, das ja auch in 2. Mose 19 und 20 beschrieben wird, wo Himmel und Erde verbunden worden sind durch das Feuer, das vom Himmel kam, und durch die Gegenwart Gottes herabstieg, um seine Gebote dem Volk zu sagen. Man konnte dieses Ereignis nicht jeden Tag neu wiederholen, aber das Allerheiligste sollte das repräsentieren. Genauso wie die Suiten nicht auf den Berg steigen sollten, währenddessen sollte auch niemand, das hat der, weiß er nicht mehr, niemand in das Allerheiligste hineingehen, außer dem Hohenpriester, einmal im Jahr. In gewisser Weise war das Allerheiligste sehr eng verbunden mit dem Ereignis vom Sinai. Wenn wir übrigens heute nach unserem prophetischen Verständnis glauben, dass Jesus im Allerheiligsten Dienst tut, dann sollten wir uns auch insbesondere mit dem beschäftigen, was am Sinai passiert ist, denn das hat eine direkte, eine absolut direkte Verbindung.

[19:11] Hier stand die Bundeslade, eine Truhe aus Akazienholz, innen und außen mit Gold überzogen, oben mit einer goldenen Leiste versehen. Sie diente als Aufbewahrungsort der Steintafeln, auf die Gott selbst die zehn Gebote geschrieben hatte. Daher wurde sie Lade des Testamentes oder Lade des Bundes genannt, weil die zehn Gebote die Grundlage des Bundes zwischen Gott und Israel waren. Ohne zehn Gebote, kein Bund. Und deswegen gibt es auch keinen Bund zwischen Gott und einem Menschen, der zwar sagt, er glaubt das Evangelium, auch die zehn Gebote für unwichtig hält und abgeschafft. Die zehn Gebote beschreiben den wahren Bund, den Gott mit den Menschen eingehen möchte.

[19:54] Wir lesen weiter an derselben Stelle: "Der Deckel der heiligen Lade wurde Gnadenstuhl genannt. Er war aus einem einzigen massiven Stück Gold gearbeitet. Goldene Cherubim bedeckten ihn, die eine zu beiden Seiten, einen Flügel jedes Engels war nach oben gerichtet, während der andere den Leib als Zeichen der Ehrfurcht und Demut umhüllte." Die Engel im Himmel sind los, wie sie sind, kommen demütig und ehrfürchtig vor Gott. Wir sollten von ihnen lernen, denn wir uns mit diesen Dingen beschäftigen, wenn wir in die Nähe Gottes uns begeben im Gebet, dass wir uns mit Ehrfurcht und Demut nahen. Die Haltung der Cherubim, die sich einander zuwenden und ehrerbietig auf die Lade hinabschauen, versinnbildlichte, versendete die Ehrfurcht, mit der die Himmlischen auf das Gesetz Gottes sehen und ihre Anteilnahme am Lösungplan. Sie haben ein Interesse, alle Engel des Himmels, alle Vertreter, alle Bewohner umgefallener Welten, sie haben ein Interesse an dem Gesetz Gottes, eine ein tiefes Verlangen, den Lösungplan besser zu verstehen. Sie sind einander zugewandt, nicht jeder ist die Schau, nicht jeder an seine eigene Richtung. Sie sind nicht egoistisch, sie kommen zusammen, sie schauen einander zugewandt, aber ihr Hauptinteresse ist nicht mal, dass das anderen, sondern das hat ihr Hauptinteresse ist, ihr Hauptinteresse ist nicht nur aufeinander gerichtet. Ihr Hauptinteresse ist auf das Wort Gottes, auf sein Wesen, auf seinen Charakter gerichtet. Ich wünsche mir für mein Leben, und vielleicht geht es dir genau so, dass mein Interesse am Wesen Gottes noch viel größer hat, sie noch viel mehr über ihn nachdenke und seinen Charakter versuchen noch besser zu verstehen. Denn so viel habe ich bisher in meinem Leben erlebt, jedes Mal, wenn man sich Mühe gibt, darüber nachzudenken, schenkt einem Gott unglaublich interessante Einsichten, die alles übertreffen, was man von anderen Menschen über ihn gehört hat.

[21:56] Sechs und sieben sind jetzt ein kleiner Einschub in diesem Kapitel, ein Einschub, der uns offensichtlich für einen kurzen Moment in das vierzigste Jahr der Wüstenwanderung bringt. Denn wir lesen hier: "Und die Kinder Israels brachen auch von den Irakern nach Moser, dort starb er, und er wurde dort begraben, und sein Sohn Elias a wurde Priester an seiner Stelle." Die entsprechende Geschichte finden wir schon in 4. Mose 20, berichtet: "Aaron soll seinem Volk versammelt werden, denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israels gegeben habe, weil ihr meinen Befehl ungehorsam gewesen seid beim Haderwasser nehmen. Aber er und sein Sohn Elias a und führe sie auf den Berg Hor." Wir werden schon gesehen, wie schon in 5. Mose 1, Mose Bezug darauf nimmt und auch in 5. Mose Kapitel 3 auf diesen großen wurden stehen er gehabt hat, in das Land Kanaan hinein zu gehen, und das ist ihm verwehrt geblieben ist, aufgrund jener Sünde, die er und dort im vierzigsten Jahr begangen haben.

[22:57] Wir lesen weiterhin: "Und Elias a und seine Kleider aus und lege sie seinem Sohn Elias an. Aaron soll dort zu seinem Volk versammelt werden und sterben." Da machte es Mose so, wie der Herr es geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg vor den Augen der ganzen Gemeinde. Und Mose zog aber seine Kleider aus und zog sie seinem Sohn Elias an nach und starb dort auf dem Gipfel des Berges. Mose aber und Elias a stiegen von Berg herab.

[23:23] Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron gestorben war, weinte ihm das ganze Haus Israel 30 Tage lang. Wir lesen folgenden Kommentar dazu über das Begräbnis des israelitischen Hohepriesters, sagt die Heilige Schrift: Dort starb Aaron und wurde selbst begraben. In welchem auffallenden Gegensatz zu den jetzigen Bräuchen steht diese Bestattung, die nach der ausdrücklichen Verfügung Gottes vollzogen wurde. Heutzutage bietet die Beerdigung eines hochgestellten Mannes oft Anlass zu übertriebenem Aufwand. Aaron, einer der besten Männer, die jemals gelebt haben – wow, was für ein Satz! Auch angesichts dessen, dass er tatsächlich einen schweren Fehler gemacht hat im Zusammenhang mit dem goldenen Kalb. Und trotzdem ist das gesamte Zeugnis am Ende seines Lebens: Aber einer der besten Männer, die jemals gelebt haben. Wir sehen oft diese eine schwere Sünde von ihm, aber vergessen, wie sehr er in den meisten Jahren seiner, ja, ungefähr 123 Jahre Lebenszeit, wohl wirklich Großes mit Gott erlebt hat und mit Gott gewandelt hat.

[23:23] Als Aaron starb, einer der besten Männer, die jemals gelebt hatten, waren nur zwei der nächsten Angehörigen Zeugen seines Todes, und sie begruben ihn auch. Das einsame Grab auf dem Berghof, mit den Blicken Israels für immer verborgen, mit dem großen Aufwand, der so oft wegen eines Toten entfaltet wird, und durch die großen Kosten, die entstehen, wenn ein Mensch der Erde übergeben wird. Kann man Gott nicht ehren? Das ist ganz interessant. Was wir auch aus dem Begräbnis von Aaron lernen können: Die Israeliten waren extrem traurig, dass er jetzt von ihnen gehen soll. Wir haben gelesen in dem Bibeltext, sie weinten 30 Tage lang um ihn. Sie wussten, dass er ein großer Mann gewesen war, der als Hohepriester ja ein Typus war auf den kommenden Hohepriester Jesus Christus. Das heißt, hier in der nächsten Stelle: Ganz Israel trauerte um Aaron. Aber für niemand konnte der Verlust so schmerzlich sein wie für Mose. Aarons Tod gemahnt ihn zwangsläufig daran, dass auch sein Ende nahe war. Aber so kurz die Zeit seines Verweilens auf Erden noch sein mochte, empfand er den Verlust seines ständigen Gefährten tief. 40 Jahre lang hatten sie gemeinsam diese Last des Volkes getragen. Und auch wenn Mose die Hauptverantwortung hatte, war Aaron der Hohepriester, der letztlich symbolisch die Sünde des ganzen Volkes tragen sollte.

[26:08] So viele Jahre hatte Aaron als einziger Freud und Leid, Hoffnung und Befürchtungen mit ihm geteilt. Nun sollte Mose das Werk allein fortsetzen. Es schmerzt sehr, wenn jemand, mit dem man jahrelang zusammengearbeitet hat, der einen jahrelang begleitet und gestärkt hat, auf den man sich verlassen konnte, wenn er plötzlich nicht mehr da ist. Mose hat diese Erfahrung machen müssen. Und vielleicht hat auch der eine oder andere von uns diese Erfahrung schon machen müssen. Aber wir dürfen aus diesem letzten Satz hier Hoffnung und Trost schöpfen, denn es heißt weiter: Aber er wusste, dass Gott sein Verbündeter war, auf den er sich nun umso mehr stützte. Menschen, auf die wir uns verlassen haben, die uns die besten Freunde gewesen sind, verlassen uns oder müssen sterben. Aber der Eine, der uns nie verlässt, der Eine, der nie stirbt, der Eine, der immer wieder ein Interesse daran hat, den Bund mit uns zu erneuern aufgrund seiner Gnade – das ist Gott. Und vielleicht ist auch deswegen diese kurze, dieser kurze Bericht, die eingestreuten, die Geschichte der Wiederherstellung Israels in dieser Geschichte der Gnade Gottes, der bereit ist, den Bund mit seinem Volk zu erneuern durch die erneute Herstellung von zwei Steintafeln, durch die Herstellung der Bundeslade, um deutlich zu machen: Menschen, auf die wir uns verlassen haben, werden irgendwann von uns gehen. Selbst wenn sie gute Menschen oder erlöste Menschen – besser gesagt gewesen sind. Aber auf Gott können wir uns immer verlassen. Sein Bund bleibt beständig.

[27:47] Das heißt, noch weiter hier in 15 Vers 7: In diesen kleinen, auch in diesem kleinen Einschub von dort brachen sie auf nach Gotha und von Gotha nach Jubal, in ein Land, in dem es Wasserbecken gibt. Manchmal gleicht das Leben einer Reise durch die Wüste, aber Gott weiß, wann wir uns erfrischen müssen. Er weiß, wann wir einmal auftanken müssen, besonderer Weise. Und Gott führt uns immer richtig und immer gut. Und er möchte uns auch zur Quelle des lebendigen Wassers führen, die uns auf unserer langen Reise auf dem Weg zum himmlischen kann erfrischt.

[28:27] In 5. Mose 10, da komme wieder zurück zu dem eigentlichen Hauptthema, das immer noch hier eigentlich besprochen wird, wieder in die Zeit der Geschichte des zweiten Jahres im Kontext des Sinai-Ereignisses, im Kontext des goldenen Kalbes und der Wiederherstellung des Bundes durch die Gnade Gottes. Es heißt, denn sonst muss so 10 Vers 8: Zu jener Zeit sonderte der Herr den Stamm Levi dazu aus, die Lade des Bundes heranzutragen, vor dem Herrn zu stehen, ihnen zu dienen und in seinem Namen zu segnen bis zu diesem Tag. Auch das nimmt Bezug natürlich auf die Geschichte, wie sie in 2. Mose 32 ausführlich berichtet wird. Dort heißt es: Da stellte sich Mose im Tor des Lagers auf und sprach: „Herr, zu mir, wer dem Herrn angehört!“ Da sammeln sich zu ihm alle Söhne Levis. Der gesamte Stamm Levi hatte nicht mitgemacht beim Abfall von Gott, als das goldene Kalb aufgerichtet worden war. Und weil sie in dieser Frage der Anbetung, der Frage, wie möchte Gott wirklich angebetet werden, freute sich darüber, wenn man heidnische Dinge in den Gottesdienst implementiert, oder möchte er so angebetet werden, dass es eine Ehre seiner Herrlichkeit und seiner Gnade und seiner Gerechtigkeit angemessen ist? In dieser Auseinandersetzung haben sich die Leviten richtig positioniert. Sie haben sich zu gut positioniert und deswegen wurden sie jetzt besonders geehrt.

[29:53] Wir lesen in Vers 9: Darum hat Levi weder Anteil noch Erbe mit seinen Brüdern, denn der Herr ist der Erbteil wieder Herr, denn Gott es ihm verheißen hat. Ursprünglich sollte jeweils der Erstgeborene ein besonderes priesterliches Erbe haben, das geistliche Erstgeburtsrecht sozusagen. Aber dies wurde jetzt übertragen auf den Stamm Levi. Sie sollten in besonderer Weise am Heiligtum dienen, so sehr, dass sie nicht einmal ein eigenes Territorium im Land Kanaan erhalten würden. Jeder andere Stamm würde durch Los – das kann man dann in Josua sehen – ein bestimmtes Territorium erhalten, das dann über Jahrhunderte diesem Stamm gehören würde. Die Leviten haben niemals ein bestimmtes Gebiet zugeteilt bekommen, sondern der Dienst für Gott war ihr Los. Das war keine Strafe, das war ein Segen. Und damit wollte Gott dem ganzen Volk deutlich machen: Es ist ein Segen, mit Gott verbunden zu sein. Es ist ein Segen für Gott in besonderer Weise arbeiten zu dürfen. Und jeder, der von Gott einen Ruf erhalten hat, in besonderer Weise sogar zu arbeiten, vielleicht sogar vollzeit für Gott zu arbeiten, der darf das als einen besonderen Segen verstehen und nicht als eine bloße Pflicht, die man zu erfüllen hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr Gott segnet, wenn man sein Leben in seiner Hand gibt und wenn man den Ruf, den er deutlich ausgesprochen hat, annimmt.

[31:35] Interessant an der ganzen Geschichte ist, was eigentlich aus, was wir aus dem Stamm Levi lernen können. Wie gerade gesehen haben, die Leviten haben sich ganz zu Gott gehalten. Oder das ist erstaunlich, weil ihr Vater, von dem sie den Namen erhalten hatten, eigentlich ein besonders übler Zeitgenosse gewesen ist, zumindestens eine ganze Zeit lang in seinem Leben. In 1. Mose 49, in dem berühmten Segen Jakobs über seine Söhne, finden wir folgende Beschreibung von Simeon und Levi, dem zweiten und dritten geworden des Stammvaters Israel: „Simeon und Levi sind Brüder, Waffen der Gewalt sind ihre Schwerter. Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, und meine Ehre vereine sich nicht mit ihrer Versammlung, denn sie haben Männer gemordet in ihrem Zorn und Stiere verstümmelt in ihrer Willkür. Verflucht sei ihr Zorn, weil er so heftig, und ihr Grimm, weil er so hart ist. Ich will sie verteilen, oh Jakob, und zerstreuen, oh Israel.“ Jakob hatte gesagt, weil Simeon und Levi die – so lesen wir in 1. Mose 34 – die Hauptakteure waren bei der Bestrafung der Kanaaniter, ist sicher als man den Bewohnern der Stadt Sichem vorgespielt hatte, man würde mit ihnen eine Verbindung eingehen, wenn sie sich beschneiden lassen würden. Und dann, als diese beschnitten waren, wurden die Bewohner der Stadt umgebracht. Da waren Simeon und Levi die Rädelsführer und haben sich durch besondere Grausamkeit ausgezeichnet. Und Jakob sagt prophetisch jetzt eine Art Fluch voraus, dass sie zerstreut werden würden.

[33:17] Und den Stämmen Israels. Tatsächlich, als Simeon seinem Territorium nicht lange erhalten können, es war ohnehin ziemlich weit im Süden in einem nicht besonders gut besiedelten Gebiet gelegen und ist dann irgendwann im Gebiet von Juda aufgegangen, das sowieso sich ringsum Simeon gruppiert hatte. Aber mit Levi war es anders gewesen. Auch Levi wurde zerstreut, aber nicht wie Simeon im Vergessen, sondern zerstreut als Diener Gottes, die an allen Orten die besondere Aufgabe hatten, das Gesetz Gottes, die Verheißungen Gottes, den Plan der Erlösung den Israeliten überall nahezubringen. Aus dem Fluch hatte Gott aufgrund der treuen nachfolgenden Generationen einen besonderen Segen gemacht, der noch Jahrhunderte später bis in die Zeit von Jesus nachwirkte.

[34:17] Entsprechend lesen wir unter den Söhnen Jakobs war Levi einer der grausamsten und rachsüchtigsten. Er gehörte zu den zwei Hauptschuldigen beim verräterischen Mord an den Sichemiten. Das spiegelte sich in seinen Nachkommen wieder und beschwor das Urteil Gottes auf sie herab: „Ich will sie teilen, oh Jakob, und zerstreuen, oh Israel.“ Ihre Reue bewirkte jedoch eine Besserung und ihre Treue zu Gott inmitten des Abfalls der anderen Stämme verwandelte sich der Fluch in ein Zeichen höchster Ehre. An dem Beispiel der Leviten, die früher besonders rebellisch gewesen waren, aber jetzt treue zu Gott gestanden hatten und besonders geehrt worden waren, konnte ganz Israel just in diesem Moment, als die anderen Stämme alles abgefallen waren, sehen, dass Gott bereit war, auf dem Fluch einen Segen zu machen, dass Gott bereit war, aus dem Bruch des Gesetzes durch seine Gnade wieder Gehorsam erwachsen zu lassen, dass Gott bereit war, Menschen, die durch ihre eigene Sünde Unheil über sich gebracht haben, sie sogar besonders zu ehren, indem er sie zu Boden seiner Botschaft macht. Denn das sollten eigentlich alle Israeliten sein. Sie hatten ja Gott kennen gelernt, seine Erlösung erfahren und sein Gesetz erhalten, damit dieses anderen Völkern weitergeben sollten. Insofern waren die Leviten hier, wenn der Geschichte beim goldenen Kalb, eigentlich eine Illustration für ganz Israel, die sagen sollte: Wenn ihr das tut, was die Leviten auch getan haben, nämlich die Sünden der Vorzeit bereut und jetzt treue zu Gott steht, dann macht ihr euch zu besonderen Boden seiner Nachfolge, seines Evangeliums. Dann macht der ehrt euch mit besonderen Aufgaben, dann bringt er euch in besondere Nähe zu sich.

[36:05] Und 5. Mose 10, Vers 10 heißt es: „Ich aber stand auf dem Berg wie an den vortagen, 40 Tage und 40 Nächte lang, und der Herr hat sagen, und er hörte mich auch diesmal.“ Und daher wollte ich nicht, sagt er, wir haben schon gesehen, dass und das war doch am Ende der von Kapitel 9, dass Mose bereit war, notfalls sein Leben einzusetzen für dieses Volk, ein Typus auf Jesus, der tatsächlich bereit war, sein Leben vollständig einzusetzen für mich und für dich, liebe Freunde.

[36:45] In 2. Mose heißt es hier: Haben wir jetzt die Antworten dazu. 70 sieht man noch einmal sehr schön die 15 direkt anknüpft und untrennbar verbunden ist mit 5. Mose 9: „Der Herr aber sprach zu mir: Mache dich auf und ziehe hinauf vor dem Volk her, damit sie hineinkommen und das Land in Besitz nehmen, von dem ich ihren Vätern geschworen habe, dass ich es ihnen geben werde.“ Das war Gottes ursprünglicher Plan, und an diesem ursprünglichen Plan wird nicht gerüttelt, weil Gottes Gnade den Bruch des Bundes gehalten. Wenn Gott vergibt, dann stellt er auch wieder her, und dann sind die alten Ziele, die er mit dem Volk gehabt hat, auch wieder die neuen Ziele. Manchmal haben wir vielleicht das Gefühl, dass wir gesündigt haben und Gott uns hat uns vielleicht vergeben, aber kann nicht mehr mit uns das tun, was sie ursprünglich mit uns tun wollte. Dann sagt uns dieser Text und viele anderen der Bibel sprechen zu mir und zu dir, lieber Freundin: Wenn Gott vergibt, vergibt er so grundsätzlich und so vollständig uns mit einer solchen Wiederherstellung, dass das, was sein ursprünglicher Plan gewesen ist, jetzt auch noch möglich ist. Ja, die Erinnerung an die Sünde wird noch eine Zeit lang bleiben, und ja, es werden Konsequenzen aus den Schwierigkeiten als Konsequenzen manche unserem Leben auftreten. Aber Gottes Plan, der ursprünglich für mich und für dich hatte, den kann er aufgrund seiner Gnade und seiner Erlösung immer noch in meinem und deinem Leben verwirklichen. Glaubst du, dass ich möchte, das neue mich entscheiden, das von ganzem Herzen zu glauben?

[38:20] Wir lesen den Vers 12: „Und nun, Israel, jetzt sehen wir, was Mose im 40. Jahr, nachdem er die Geschichte vom goldenen Kalb und seiner eigenen Fürsprache und der Gnade Gottes und der Wiederherstellung des Bundes berichtet, jetzt sehen wir, welchen Aufruf Mose am Ende dieser kleinen Predigt, sozusagen von Kapitel 9 und 10, an das Volk gerichtet: „Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, als nur, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und den liebst, dem Herrn und dem Herrn, deinem Gott, und ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele?“ Mose stellt die Frage: Was ist es eigentlich, was Gott fordert? Wenn über die Gebote Gottes nachdenken, über seine Gesetze, dann sollten wir nicht denken, dass es viele sind und schwer zu halten waren. Immer Gott durch inspirierte Personen in der Bibel über seine eigenen Gebote spricht, dann heißt es nicht so, dass sie so unfassbar schwer sind, dass sie so kein Mensch eigentlich halten kann. Dann heißt es immer: Was fordert endlich der Herr von dir? So wie es denn Micha heißt: „Es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?“ Man immer Gott selbst über seine Anforderungen an uns redet, erweckt es nicht den Eindruck, als sei es eine unerfüllbare Sache, sondern eher etwas, was, wenn wir Gott wirklich kennenlernen, ganz einfach ist durch seine Kraft.

[39:48] Gott wünscht sich, dass wir ihn fürchten. Diese Furcht Gottes, das wird definiert in Sprüche 8, Vers 13: „Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen, Stolz und Übermut, den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund.“ Was ich schreibe, 90 heißt es: „Dir, den Herrn liebt, hasst das Böse.“ Mit anderen Worten, wer kann also Gott fürchten, das Böse hassen? Nur der, der ihn von ganzem Herzen. Das war ja Gottes Wunsch, als er die zehn Gebote vom Berg Sinai gesagt hat. Wenn wir gesagt, dass und das studiert, das war eine Liebeserklärung an die Sünde, das war sicherlich eine Kriegserklärung an die Sünde, aber eine Liebeserklärung an diesen, der Mose sagte: „Mose, was sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihr euch vor Augen sei, damit ihr nichts, nichts.“ Das war das Ziel, dass sie nicht von ihm abweichen, dass sie nicht sein Gebot brechen, dass sie seine Liebe annehmen und ihn fürchten. Dieses ihn fürchten wird vielleicht am allerwichtigsten.

[40:47] In 1. Mose 22, Vers 12, als Abraham bereit ist für seinen Freund Gott, den er so sehr liebt, mehr als seinen einzigen Sohn, der eingeborene – und besser gesagt, er hatte noch den Diesmal gehabt, aber mehr als seinen eingeborenen Sohn, den er am allerliebsten hat – dass er bereit war, für diesen Gott alles zu geben. Und als Gott das sieht, und er zeigt das ja nur vom Universum. Gott hat es ja vorher gewusst, sagte hierzu Abraham: „Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen.“ Wir sehen, Gott zu fürchten bedeutet, ihn so sehr zu lieben, dass es nichts gibt, was wir nicht bereit wären aufzugeben für ihn.

[41:40] Gott wünscht sich, dass wir ihn so sehr fürchten, dass er das allerwichtigste für uns ist. Und wenn wir diese Worte lesen, dann erinnert uns das an eine andere Aussage: Wenn das heißt, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen, dann zeigt das eigentlich nur, was Gott selbst bereit ist zu tun. Denn das heißt im Römer 8, 32: „Von ihm, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, und zwar um für wen, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ Als Abraham bereit war, seinen Sohn zu geben, für Gott, sagt jetzt: „Weiß ich, dass du mich fürchtest.“

[42:18] Wissen, Gott zu fürchten, bedeutet installieren. Man könnte eigentlich, wenn es nicht so missverständlich wäre, weil die deutsche Sprache dann uns fällt, andere Gedanken geben. Man könnte fast den Eindruck haben, so wie wir Gott fürchten, indem wir alles für ihn geben als Reaktion auf das Evangelium, so ist der eigentliche Grund für das Evangelium, dass Gott, in Anführungsstrichen, uns fürchtet. Also nicht im Sinne der Angst vor uns hat, nicht in dem Sinne, dass wir größer sind als er, sondern in dem Sinne, dass er uns so sehr liebt, so sehr liebt, dass er uns so sehr liebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gegeben hat. Genau das ist ja das, was eigentlich mit Gottesfurcht gemeint ist, dass man Gott so sehr liebt, dass man das größte und wichtigste, was man hat, ihm gibt.

[43:04] Gottesfurcht eines Menschen ist die Spiegelung dessen, was der Mensch verstanden hat vom Evangelium. Wer Gott fürchtet, wirklich fürchtet, das Evangelium verstanden und spiegelt das, was er bei Gott sieht, zu Gott zurück. Das Evangelium, die Tatsache, dass Gott uns so sehr geliebt hat, dass sein eingeborener Sohn – glaubt auch, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat – dieses Evangelium sollen sich in unserem Leben widerspiegeln. Das wünscht sich Gott. Wir sehen, dass er von ganzem Herzen und von ganzer Seele diesen ewigen Bund schließen will. Das heißt, in ihrem jetzt 32, 40 und 41: „Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen.“ Gott möchte nicht, dass der Bund gebrochen wird, und er ist bereit, damit dieser Bund hält, obwohl der gesunden, obwohl wir oft sein Wort missachtet haben, ist er bereit, alles zu geben, was er hat, damit dieser Bund halten kann.

[44:02] Die Sichemiten hatten gesagt, sie wollten dort gehorchen, aber sie waren aus eigener Kraft nicht dazu in der Lage. Die Sünde war zu stark. Aber Gott hat sie nicht vernichtet, sondern Gott war bereit, alles zu geben, was er hatte, sich selbst.

[44:10] alles zu geben, was er hatte, sich selbst um eine Chance zu geben, damit der Bund doch hält. Und sowohl die zehn Gebote neu gegeben, die Bundeslade getan in das allerheiligste, umhin zu sagen: Ich will einen ewigen Bund machen. Und so wie die zehn Gebote in die Bundeslade gekommen sind mit dem Sühnedeckel obendrauf, so wünscht sich Gott, wir freuen uns, dass seine Gebote in mein Herz kommen, das vom Blut Jesu bedeckt ist. Das ist ein ewiger Bund. Ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass sie nicht von ihm ablassen, will ihn wohl zu tun. Und ich werde die Furcht in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen. Damit ihr nichts...

[45:53] ...gesagt, der zweite muss man sich und damit ich mich, weil sie freuen kann, ihn wohl zu tun. Und ich werde sie einpflanzen, dieses Land in Wahrheit mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele. Gott tut das als absolute Priorität Nummer eins. Die Frage ist: Ist es auch unsere Priorität, Gott zu lieben? Das ist ja das, was wir in 5. Mose 6, diese berühmte Passage nach dem Schema: Höre Israel, dein Gott. Vers 5 und 6: Und so sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit dem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft. Das kann man nicht einfach befehlen, das kann man nur widerspiegeln, wenn man sieht, wie sehr Gott mich liebt, wie er mit seinem ganzen Herzen, mit seiner ganzen Seele, mit seiner ganzen Kraft alles tut, um mich zu retten. Dann fange ich an zu begreifen, dann fange ich an, ihn zurückzunehmen. Das wünscht sich Gott. Lasst uns mehr Zeit mit dem Kreuz, mehr Zeit verbringen mit dem Charakter Jesu, mehr Zeit verbringen mit diesem Evangelium, das uns wiederherstellt und befähigen möchte, seinem Gesetz zu halten. Und wir werden ihn immer mehr lieben, bis unser ganzes Herz und unsere ganze Seele, unsere Kraft erfüllt wird mit dem Wunsch, seinen Namen zu verherrlichen.

[46:14] Und ich will dein Herz geben. Stehen derselben Passagen, Jeremia 32, Vers 39: Und ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihn dann selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen. Da sieht man es, Gott gibt alles für uns, oder wünscht sich dadurch, was er in uns durch seinen Heiligen Geist, dass auch wir ihn so fürchten, dass wir bereit sind, alles für ihn zu geben. Gottes Gebote sind nicht schwer. Matthäus 11, Verse 29 und 30: Jesus sagt selbst: Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Johannes drückt es so aus: Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten. Und seine Gebote sind nicht schwer. Ein Mensch, der das Evangelium verstanden hat, ein Mensch, der das Evangelium anfängt zu durchdringen, obwohl es ja unvorstellbar groß ist, er fängt von Gottes Geist auf die richtige Fährte gelenkt zu werden, was Gott wirklich tut, was er wirklich vorhat. Der wird sagen: Gottes Gebote sind nicht schwer, sein Joch ist leicht. Denn der Mensch, der versteht, dass Gott alles gibt, um ihn zu erlösen, der wird ziemlich schnell begreifen, dass Gott auch alles gibt, um ihn gehorsam zu machen und ihm zu helfen, diese Gebote halten zu können. Das ist eine gute Nachricht. Gott sei gelobt dafür. Ich möchte ihm von ganzem Herzen dafür danken.

[47:53] In 1. Mose 15, Vers 13 sehen wir genau das, dass dann die Folge wird, dass wir seine Gebote halten können, indem du die Gebote des Herrn und seine Satzung und hältst dich die heute gebotene zum Besten für dich selbst. Was ist das Beste, was mir passieren kann? Dass ich seine Gebote halte. Was möchte Gott für mein Leben? Er ist gut und zwar immer. Erst die Liebe. Wir haben an anderen Stellen schon oft gesehen, sein größtes Ziel ist, dass wir es uns gut geht. Er will das Beste für uns, denen, die Gott lieben, sollen alle Dinge zum Besten dienen. Was ist das Beste für mich? Seine Gebote. Und deswegen wird der Gott, der mich so sehr liebt, keinen größeren Wunsch haben, als dass ich seine Gebote halte. Nicht, weil er einfach nur möchte, dass jemand ihm gehorcht, sondern weil er weiß, das ist das Beste für mich. Und ich das verstanden habe, dann ändert das meinen kompletten Blick auf das Gesetz.

[48:39] In 1. Johannes 4, Vers 19: Fest steht: Liebt er mich, so haltet meine Gebote. Man konnte es auf den Punkt bringen, als Jesus Christus selbst, wenn wir in dem werden wir seine Gebote halten. In Kürze heißt es hier: Der Himmel und aller Himmel, Himmel und die Erde und alles, was in ihr ist, gehört dem Herrn, deinem Gott. Gott ist so groß, er hat alles geschaffen, alle Völker, alle Stellen, sprach eine Volksgruppen. Jeder ist von ihm erschafft. Das ganze Universum gehört ihm. Und doch heißt es hier in Vers 15: Dennoch hatte er allein deinen Vätern sein Herz zugewandt, dass er sie liebte. Und er hat ihren Samen nach ihnen aus allen Völkern der Welt, nämlich euch, wie es heute der Fall ist. Es ist Liebe, Freunde, keine Selbstverständlichkeit, Gottes Kind zu sein. Es ist keine Selbstverständlichkeit, Gottes Volk zu sein. Er hat so viele Menschen geschaffen. Weißt du eigentlich, wie großes Privileg ist, dass du und ich ihn kennen dürfen?

[49:39] Diese Idee stand schon ganz am Anfang des Sinai-Ereignisses, 2. Mose 19, Verse 5 und 6. Nachdem Gott beschreibt, wie auf Adlersflügeln die Israeliten gerettet hat und zu sich gebracht hat aus Ägypten. "Wenn ihr nun wirklich meine Stimme hören und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so solltet ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber solltet wir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein." Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst. Gott ist Wunsch war, dass er den Ägyptern gemacht hatte, den Babyloniern, den Assyrern, den Kanaanitern, den Hethitern, er sie alle gemacht hat, ein Volk zu haben, das nicht nur von ihm gemacht ist, sondern das weiß, dass es von ihm gemacht ist. Ein Volk, das nicht nur von ihm geliebt wird, sondern das ihn zurückliebt. Ein Volk, das nicht nur die Segnungen empfängt, sondern auch weitergibt und zurückreflektiert. Ein Volk, das Gott liebt und anderen von diesem Gott erzählt. Das war das Besondere, was die Israeliten auszeichnen sollte. Dafür hat Gott sie berufen. Und dazu, lieber Freund, liebe Freundin, hat Gott dich und mich berufen.

[51:00] 1. Petrus 2, Vers 19 sagt uns: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat." Dasselbe Gesetz gilt noch immer, dasselbe Evangelium, ein und derselbe Zweck der Erwählung, derselbe Zweck der Berufung gilt noch immer. Gott hat mich und dich berufen als ein Volk des Eigentums, nicht weil wir besser, klüger, schöner oder sonst etwas wären, sondern weil wir seine Erlösung geschmeckt haben, erfahren haben, damit wir ein besonderes Volk sind, um anderen zu erzählen, wie er ist.

[51:39] In Vers 16 lesen wir aufgrund all dessen, weil Gott so mächtig ist und weil er so gnädig ist und weil er so weise uns korrigiert und weil er trotz Rebellion so gnädig ist, schaut man hier, was steht? "So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid nicht mehr hartnäckig." Angesichts des Evangeliums, angesichts des Charakters Gottes, angesichts dessen, was er alles für mich getan hat, wollen wir nicht endlich die Entscheidung fällen, unsere Rebellion, unsere Halsstarrigkeit aufzugeben? Unsere Gedanken zu beschneiden, die Vorhaut unseres Herzens zu beschneiden, damit Gott in unserem Herzen wohnen kann und damit wir bereit sind, nicht unseren eigenen Ich, unserem eigenen Willen zu folgen, sondern dem, was das Beste für uns ist, was Gott uns geben möchte.

[52:38] Das war Gottes Wunsch schon beim Sinai-Ereignis gewesen, wenn sie doch immer ein solches Herz hätten. Wörtlich: "Wer wird geben, dass so ein Herz ist, nicht zu fürchten und alle meine Gebote allezeit zu halten, damit es ihnen gut ging und ihren Kindern ewiglich?" Gott weiß, er kann das nicht erzwingen. Er kann den Himmel ausschütten, das hat er getan auf Golgatha. Er kann den Himmel ausschütten, alle Ressourcen der Ewigkeit und der Allmacht vor uns niederlegen und sagen: All das gehört dir. Aber er kann es nicht zwingend nehmen. Also fragt, wenn diese Frage: Wer wird geben, dass so ein Herz zumindest, dass sie bei ihm bleiben? Welcher Mensch lässt sich erweichen von der Gnade und Liebe Gottes und entscheidet sich: Hier ist mein Herz.

[53:30] Hier ist mein Herz. Mein Herz, das ist ein Wunsch. Ich möchte von ganzem Herzen mein Herz geben. Ich möchte lernen an seiner Hand, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und nicht meine eigenen Wege zu gehen. Und zu verstehen, dass wenn zwischen meinen Wegen und seinen Wegen ein Konflikt ist, dass er mich besser kennt als ich mich selbst und dass er mich mehr liebt, als ich mich selbst liebe. Aber und das ist klüger ist und besser und viel glücklicher, ihm zu glauben und nicht mehr selbst...

[54:12] In Vers 17 heißt es: "Denn der Herr, euer Gott, er ist der Gott der Götter und Herr der Herren, der große und mächtige und furchtgebietende Gott, der die Person nicht ansieht und kein Bestechungsgeschenk nimmt." Vers 17 ist jetzt sehr interessant, denn er zeigt sehr deutlich, dass das, was wir in Vers 15 gelesen haben, dass Gott Israeliten der Welt hat, eben keine Willkür gewesen ist. Gott hat die Israeliten nicht mehr liebt als die Babylonier, er hat sie nicht mehr liebt als die Ägypter, sondern er hat ihnen nur seine Gnade offenbart, damit sie alle anderen darüber informieren, damit auch die Ägypter ihn so lieben, wie Gott sie liebt, und damit auch die Babylonier ihn lieben, wie Gott sie liebt. Gott ist nicht parteiisch. Er sieht die Person nicht an.

[55:08] Gott hat Israel nicht ausgewählt, weil er eine Person ansieht, sondern er hat nur einen ersten Schritt gemacht, um Menschen zu zeigen, wer er ist, damit sie dann anderen ebenfalls davon berichten. Und dieses Privileg sollten Israeliten schätzen und wir erst recht. Weiter heißt es über Gott, der weise und der wirtschaft und in Fremdling liefert, so dass eben Speise und Kleidung gibt. Gott sagt deutlich: "Ich habe ich nicht erfüllt, weil ich euch einfach nicht anders nicht, sondern ich liebe die Fremdlinge genauso." Gott liebt die Edomiter und die Moabiter und die Hethiter. Er liebt jeden Menschen. Gott ist nicht nationalistisch. Er liebt die Nicht-Israeliten genauso wie die Israeliten. Und niemand hat das deutlicher gezeigt als er selbst, als auf der Erde war. Er, der den Israeliten in 5. Mose durch Mose versuchte, diese Prinzipien deutlich zu machen, hat sie auf dieser Erde bis dein eigenes Leben durch seine eigenen Worte illustriert.

[56:10] Jesus zeigt uns, was 5. Mose uns mit Worten beschreibt. In 5. Mose 10, Vers 19 heißt es: "Und auch ihr solltet ins Training geben, denn ihr seid ebenfalls Fremdlinge gewesen im Land Ägypten." Die Briten waren Fremdlinge gewesen, deswegen sollten sie Fremdlinge lieben. Die Fremdherrschaft in Ägypten war ja ein Symbol für die Sklaverei der Sünde. Wir waren Sünder, wir waren in Sünde verstrickt und den Schuld begraben. Deswegen sollten wir Menschen lieben, die Sünder sind. Und nicht nur nebenbei gesagt, sollte ein wahrer Christ niemals nationalistische Ziele haben und Gefühle hegen, sondern selbstverständlich jeden Menschen, ganz egal welche Hautfarbe, Kultur, welchen ethischen Hintergrund, so lieben, wie Gott ihn liebt. Gott ruft uns auf, ihn zu imitieren und in seinen Wegen zu wandeln. Gott liebt den Fremdling, also soll auch sein Volk die Fremdlinge lieben.

[57:20] Wahre Religion ist die Imitation von Jesus. Jesus hat es selbst so ausgedrückt, Matthäus 7, Vers 12: "Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso." Was wir gerade in 5. Mose, Vers 19 gelesen haben, ist sozusagen so etwas wie die Goldene Regel, die wir aus der Bergpredigt kennen, in 5. Mose ausgedrückt. Und auch im Alten Testament, in Jesaja 1, finden wir diesen Aufruf an das Volk Israel: "Gutes tun, trachtet nach dem Recht, helft den Bedrückten, schafft der Waise Recht, für den Rechtsstreit für die Witwe." Für Gott ist das Evangelium niemals eine theologische Theorie, sondern mal etwas, was im Alltag praktisch sicher hat. Diese klaren Worte der Propheten, unter anderem wird hier auch auf 5. Mose 10 Bezug genommen. Und es heißt, dass das bezieht sich auf Worte von Jesus selbst. Sollten wir als Gottes Ruf an jeden Menschen aufnehmen. So steht es hier in Jesaja 1, Verse 23: "Nicht nur für die Briten, nicht nur für die Jugend zur Zeit von Jesus, sondern zu jeder Zeit hier sollten keine Gelegenheit versäumen für die Beladenen und Unterdrückten, Taten der Barmherzigkeit, der liebevollen Vorsorge und der christlichen Höflichkeit zu vollbringen. Wenn wir nichts anderes zu tun vermögen, können wir doch Worte der Ermutigung und der Hoffnung zu denen sprechen, die Gott nicht kennen und die durch Teilnahme und Liebe am leichtesten erreicht werden." Das kann jeder. Vielleicht kann nicht jeder ausführliche Predigten halten oder große Taten vollbringen im Ausland für die Mission, aber jeder, jeder Mensch kann liebevoll sein, jeder Mensch kann ermutigen, jeder Mensch kann Hoffnung weitergeben. Und das ist die Frucht der guten Nachricht, die Frucht des wiederhergestellten Bundes.

[59:02] In 15, oder 2. Mose 10, Vers 20 heißt es: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten." Wir haben ja schon heute viel darüber gehört. Ihm sollst du anhängen und bei seinem Namen schwören. Gott soll unser Ein und Alles werden. Dieses Wort "anhängen" erinnert uns an 1. Mose 2, Vers 24. Dasselbe hebräische Wort steht, das wörtlich "ankleben" bedeutet. "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein." Sondern so eng wie die Verbindung zwischen Mann und Frau zu müssen, indem Ideal, dass Gott für die er sich vorstellt gewesen ist oder ist. So sehr möchte Gott mit mir und mit dir verbunden sein. Und so wie die Ehe durch immer wieder neue Bekundungen der Liebe gestärkt werden muss, so muss auch unsere Beziehung zu Gott immer wieder neu gestärkt werden. Wir brauchen keinen Zweifel daran haben, dass er uns täglich Zeichen seiner Liebe gibt. Geben wir ihm auch Zeichen der Liebe zurück.

[1:00:00] Im vorletzten Vers dieses Kapitels heißt es: "Er ist ein Gott, und er ist ein Gott, der bei dir diese großen und furchtgebietenden Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben." Kannst du dich rühmen, dass Gott ein Gott ist? Paulus konnte das. In Galater heißt es von mir: "Aber sei es mir vernehmlich, zu rühmen, als nur das Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt." Paulus hat sich nicht seiner Intelligenz, seiner Weisheit, seiner vielen Dinge, die er getan hat, sondern er hat sich gerühmt, weil er Jesus kannte, der alles gegeben, um ihn, den Sünder Paulus, zu retten. Lasst uns nicht rühmen, weil wir es schön sind oder weil wir klug sind oder weil wir reich sind. Und all das ist vergänglich und meistens auch gar nicht so, wie wir denken. Aber wegen einer Sache darf ich mich rühmen, dass der Gott des Universums mich, armen Sünder Christopher, so sehr geliebt hat, dass er alles gegeben hat, was er nun konnte, damit ich sein Kind werde.

[1:01:07] Dessen möchte ich mich rühmen. Auch in Vers 22 heißt es: "Seine Väter zogen nach Ägypten hinab mit 70 Seelen, aber nun hat sich der Herr, dein Gott, so zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel." Gott hatte dem Abraham versprochen, als er noch nicht mal einen einzigen Sohn hatte und fast verzweifelt war und glaubte, es würde es nicht mehr erfüllen, und dafür hinaus und sprach: "Sieh doch zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst." Und er sprach zu ihm: "So soll die Nachkommenschaft sein." Und Abram glaubte dem Herrn, und das rechnete ihm als Gerechtigkeit an. Gott steht zu seinen Verheißungen, und wenn sie Jahrhunderte dauern, Gott ist in der Lage, jede seiner einzelnen Verheißungen zu erfüllen. Die Israeliten waren zahlreich wie die Sterne am Himmel.

[1:01:51] Liebe Freunde, egal was wir verbrochen haben, egal wie schwer wir gesündigt haben, egal welche Schwächen und Fehler in unserem Leben sehen, Gott steht zu seinen Verheißungen. Und heute darfst du diese Verheißung in Anspruch nehmen. Ich möchte das tun. Ist das auch dein Wunsch? Da. Lasst uns noch gemeinsam bieten.

[1:02:09] Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du durch deinen Heiligen Geist, durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Und ich möchte dich bitten, dass du die Schönheit des Evangeliums in unseren Herzen ganz fest verankert, dass man das nächste Mal versucht werden, das nächste Mal verzweifelt sind oder in seltsame Situation geraten, dass uns daran erinnern, was du für uns getan hast, dass unsere Liebe zu dir fest bleibt und während deiner Hand gehen. Danke, dass egal was in unser Leben passiert ist, wir uns auf deine Verheißung stützen können. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.

[1:02:53] In der nächsten Folge werden wir uns dann mit einem weiteren spannenden Thema aus 5. Mose beschäftigen, unter dem Titel "Der Geist und der Gemüsegarten". Wir werden uns Kapitel 11 genauer anschauen. Bis dahin, Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium von 5. Mose. Gott mit uns.


Lizenz

Copyright ©2021 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.