In dieser Folge von „Höre Israel“ taucht Christopher Kramp tief in 5. Mose Kapitel 4 ein und beleuchtet die Bedeutung von Gottes Gesetzen und Satzungen für das Volk Israel und für uns heute. Er erklärt, warum die Geschichten aus den ersten Kapiteln eine wichtige Grundlage für das Verständnis der nachfolgenden Gesetzestexte bilden und wie der Name „Israel“ selbst eine tiefere theologische Bedeutung trägt. Das Video betont die Wichtigkeit, Gottes Wort vollständig anzunehmen und wie ein gehorsames Leben ein Zeugnis für die Welt sein kann.
Höre Israel – 5. Das Herz des Himmels (5. Mose 4:1-43)
Christopher Kramp · Höre Israel (Ein ausführliches Studium von 5. Mose) ·Themen: 5. Mose, Bibel, BibelstudiumWeitere Aufnahmen
Serie: Höre Israel (Ein ausführliches Studium von 5. Mose)
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[1:04] Herzlich willkommen zu Höre Israel, unserer Serie über das fünfte Buch Mose, hier auf www.joelmedia.de. Herzlich willkommen zu diesem Bibelstudium. Schön, dass ihr eingeschaltet habt. Wir wollen heute weiter studieren in diesem faszinierenden Buch, das so viele wichtige Lektionen auch für uns in der letzten Zeit bereithält. Das Thema soll heute sein: "Das Herz des Himmels". Und wir möchten gemeinsam einen wesentlichen Abschnitt dieses Buches studieren, nämlich das vierte Kapitel. Und wir werden gleich sehen, warum das so wichtig ist und warum wir gut daran tun, uns intensiv mit diesem Kapitel zu beschäftigen. Bevor wir das tun, wollen wir aber nach unserer Gewohnheit mit einem Gebet starten und dazu lade ich dich, lieber Freund, liebe Freundin, ganz herzlich ein.
[1:55] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von Herzen für dein Wort, insbesondere auch für das Buch fünfte Mose, das auch für Jesus auf dieser Erde so ein großer Schatz gewesen ist. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt dieses Buch studieren, das vierte Kapitel, uns unter der Lupe genauer anschauen, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du uns die Wahrheit zeigst, wie sie in dir ist, und die wir Kraft und Trost und Freude aus diesem Wort schöpfen können, dass wir daraus leben können jeden Tag, näher zu dir kommen können. So sei bei uns, unser Lehrer. All das bieten wir im Namen Jesu, der jetzt uns eintritt. Amen.
[2:33] In den letzten beiden Folgen haben wir uns insbesondere mit den Feldzügen der zweiten Generation beschäftigt, die, nachdem die 40 Jahre fast ans Ende gekommen waren, mit großen Siegen über Sihon und den König von Baschan gezeigt hatten, dass es möglich ist, auch das scheinbar Unmögliche zu erreichen, durch Gottes Gnade und durch seine Kraft, wenn man seinem Wort vertraut. Diese Geschichten in Kapitel 2 und 3 gehören zu den spannendsten und interessantesten in dem ganzen Werk von Mose, den fünf Büchern. Interessanterweise, aber mit Kapitel 3, bereits der Teil in 5. Mose, wo vor allem Geschichten erzählt werden. Ab dem vierten Kapitel und das Buch ist ja noch relativ lang, gibt es jetzt vor allem Abschnitte über Gesetze und über theologische Fragen, über Bestimmungen, über Satzungen. Und die Frage ist: Ist das genauso wichtig wie diese greifbaren Geschichten, die am Anfang erzählt werden? Denn wir werden sehen heute, dass es eine direkte Verbindung zwischen diesen Kriegsgeschichten gibt und den vielen Kapiteln über das Gesetz Gottes und seine Liebe. Doch bevor wir damit beginnen, wollen wir einen Ratschlag zu Herzen nehmen und ist nämlich gesagt worden, dass diese Kapitel jetzt folgen, insbesondere das vierte Kapitel, unsere besondere Aufmerksamkeit genießen sollte.
[4:04] Es heißt hier zum Beispiel in einem Brief von 1909: "Ich bitte dich, fünfte Mose, Kapitel 4 bis 8 zu studieren, damit du verstehst, was Gott in alter Zeit von seinem Volk verlangte, damit sie ein heiliges Volk für ihn sein würden." Wir sollen also die nächsten Kapitel besonders auch dahingehend studieren, um zu sehen, wie wir ein heiliges Volk für Gott sein können. Und dann in diesem Zitat hier in "Fundamentals of Education", 508: "Ich wurde auf das vierte Kapitel von fünfte Mose verwiesen. Das ganze Kapitel muss studiert werden." Und genau das wollen wir jetzt tun, mit diesem prophetischen Ratschlag im Rücken.
[4:50] Wir haben das Kapitel 3 damit beendet, dass Mose notierte, dass das Volk im Tal geblieben war, Peor gegenüber. Das war noch so eine Andeutung an eine Geschichte, die in fünfte Mose nicht mehr breit ausgeführt wird, nämlich die Geschichte, als das Volk, die zweite Generation, selbst nach diesen großen Siegen noch einmal untreu wurde, als die ganze Geschichte mit Baal Peor sich abspielte, als Bileam versuchte, das Volk zu verfluchen, als es unmöglich gewesen war, dann durch die Verführung mit den moabitischen und midianitischen Frauen das Volk zu verführen, es einige Teile des Volkes zum Abfall geführt hatte, was noch einmal zu einem sehr ernsten Gericht geführt hatte. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf wollen wir nun in das Kapitel 4 einsteigen.
[5:40] Das heißt es in Vers 1: "Und nun, Israel, höre auf die Satzungen, auf die Rechtsbestimmungen, und die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das euch der Herr, der Gott eurer Väter, gibt." Wie schon gerade angesprochen, sind in den ersten drei Kapiteln von 5. Mose Geschichten über Niederlagen und Sieg verzeichnet. Uns wird geschildert, wie die erste Generation im Krieg scheitert und wie die zweite Generation unter ganz ähnlichen Umständen den Sieg erringt, nicht weil sie besser sind, nicht weil sie klüger sind oder besser ausgebildet, nein, weil sie Glauben haben an das, was Gottes Wort sagt. Und so werden die Geschichten in Kapitel 1 bis 3 zu einer seinem gleichen, zu einem Typus, sozusagen für die theologische Frage: Kann Sünde überwunden werden? Können wir im Kampf mit der Versuchung als Sieger sein? Und können wir die Gebote, die Satzung, die Rechtsordnung, die jetzt bis ans Ende des Buches gehen wird, können wir sie halten? Diese Geschichte am Anfang sind also nicht einfach nur da, um das Interesse zu wecken, sondern sie zeigen eigentlich schon exemplarisch, dass genau das möglich ist, was viele für unmöglich halten. Und dieser Transfer von den Kriegsgeschichten zu den theologischen Betrachtungen, das Gesetz Gottes, ist sehr, sehr wichtig.
[7:10] Es geht hier um Israel, das Volk Israel, wird aufgefordert zu hören: "Höre, Israel!", sozusagen. Und nun, Israel, höre auf die Satzung. So haben wir das hier gelesen. Der Name Israel ist nicht ohne Bedeutung, denn Israel heißt "Gottes Streit". Es ist eigentlich der Name von Jesus selbst in 1. Mose 32 und dort Vers 29. Da heißt es: "Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen." In der Geschichte fragt dann Jakob, der jetzt Israel genannt wird, den Mann, mit dem er gekämpft hat, von dem wir wissen, das ist Jesus war, weil er seine göttliche Macht gezeigt hat, als er dem Jakob an die Hüfte fasste und die dann verengt gewesen ist. Er fragt dann Jesus, wie sein Name ist. Und Jesus stellt ihm dann die interessante Frage: "Warum fragst du mich nach meinem Namen?" Mit der Idee dahinter, dass er gerade ja seinen eigenen Namen, Israel, dem Überwinder Jakob gegeben hatte. Jakob hatte gesiegt, nicht weil er so stark und weil er so klug war, er hatte gesiegt, weil er sich an Jesus festklammerte und allein von Jesus abhängig sein wollte, seinen Segen haben wollte. Und das ganze Volk Israel trug den Namen eigentlich, um diese Idee auszudrücken: Wir wollen für Gott kämpfen, weil Gott für uns kämpft.
[8:45] Höre, Israel. Vers 2: "Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des Herrn, auch das Gottes haltet, die ich euch gebiete." Mose sollte jetzt noch etliche Dinge aufschreiben, etliche Dinge hinzufügen zu dem, was Gott dann bereits gesprochen hatte. Und all diese Rechtssatzungen, dieses Rechtsbestimmung, sollten so bleiben, wie sie sind. Sie waren nicht weniger wichtig als das, was das Volk Israel schon kannte. Und das erinnert uns in der Formulierung auch an das Ende der Offenbarung, wo im letzten Kapitel, Vers 18, 19 gesagt wird: "Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen. Oder wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung." Wir können es uns nicht erlauben, die Bibel nur partiell zu studieren, nur Dinge herauszugreifen, die uns gefallen, oder unsere eigene Meinung und zu eigenen Ideen noch zur Bibel hinzuzufügen, die dem dann widersprechen. Wir sollten uns an das gesamte Wort Gottes halten, so wie er es uns gegeben hat. Und das gilt auch für fünfte Mose und auch für 5. Mose 4.
[9:59] Deswegen sagt uns ja Ellen White: "Wir sollen das ganze Kapitel studieren." Vers 3: "Eure Augen haben gesehen, was der Herr wegen des Baal Peor getan hat, denn alle, die dem Baal nachfolgten, hat der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt." Hier wird noch einmal Bezug genommen auf diese Geschichte, die sich nicht lange zuvor ereignet hatte, als, wie gesagt, die Israeliten durch die Verführung der moabitischen und midianitischen Frauen sich haben abwenden lassen von der wahren Anbetung und sich an den Baal gehängt hatten. Interessant ist, dass diese Formulierung "deine Augen haben alles gesehen" auch in 5. Mose 3 schon vorkam, und zwar in dem Fall, da heißt es hier: "Und Josua gebot zu jener Zeit und sprach: Eure Augen haben alles gesehen, was der Herr, Gott, an diesen beiden Königen getan hat. So wird er hier an allen Königreichen handeln, zu denen du hinüberziehst." Diese Formulierung wird also in 5. Mose 3 verwendet, um zu sagen: Du hast gesehen, was Gott alles für dich getan hat. Du hast gesehen, wie der Sieg möglich ist. Du hast gesehen, wie Gottes Führung dich voranbringt.
[11:07] 5. Mose 4 wird jetzt das Volk daran erinnert, mit derselben Formulierung: "Ihr habt auch gesehen, was das Resultat ist, wenn man Gottes Geboten nicht gehorcht, wenn man der Versuchung nachgibt, wenn man an der Sünde festhält, wenn man sich der Sünde hingibt." "Eure Augen haben gesehen." Deine Augen haben alles gesehen. Für das Volk Israel war es jetzt sehr deutlich. Sie konnten aus eigener Erfahrung sagen, was das Resultat von liebenden Gehorsam ist und was das Resultat von Rebellion und Sünde ist. Einige hatten sich an diesen Baal gehangen. Hier ein Bild aus dem Louvre, so ist Baal dargestellt worden von Kanada und später leider dann auch immer wieder von Israeliten. In Josua 22 wird deutlich, dass noch viele Jahre später immer noch diese Geschichte von dem Volk, nach Numeri 4, 17 heißt es: "War die Versündigung mit Baal Peor zu wenig für uns, von der wir uns bis zu diesem Tag noch nicht gereinigt haben, und um deren willen eine Plage die Gemeinde des Herrn kam?" Das war nicht einfach nur ein kleines Versehen, sondern diese Geschichte, das Volk, noch viele, viele Jahre beschäftigt, noch am Ende der Eroberung von Kanaan war es allgegenwärtig. Und Gott benutzt gerade diese Geschichte, um dem Volk noch einmal deutlich zu machen: Es ist keine Kleinigkeit, von mir abzufallen. Es hat gravierende Konsequenzen, wenn wir den Geboten, den Satzungen, den Rechtsbestimmungen Gottes nicht gehorchen und gegen ihn rebellieren.
[12:49] Kapitel 1, 2 und 3 haben deutlich den Unterschied gezeigt: Rebellion und liebenden Gehorsam. Und hier in Kapitel 4 haben wir eine weitere Erinnerung, dass sie es sich nicht leisten können, gegen Gottes Gebote anzugehen und gegen sie zu rebellieren.
[13:02] Vers 4: "Aber ihr, die dem Herrn heute, die dem Herrn, eurem Gott, anhängt, lebt alle heute noch." Was war eine interessante Formulierung, "die dem Herrn anhängt"? In Sprüche 18, Vers 24 finden wir dieselbe Idee noch einmal ausgedrückt: "Wer viele Gefährten hat, der wird daran zugrunde gehen, aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als sein Bruder." Was war das Geheimnis derer, die nicht an der Rebellion mitgemacht haben, die nicht festgehalten haben an dieser Sünde, sondern die entweder gar nicht mitgemacht haben oder sich haben überzeugen, dass es falsch ist, die zu Gott zurückgekehrt sind? Sie haben Gott als einen Freund kennengelernt. Für sie war Gott ein Freund, dem sie lieber anhängen als der noch so attraktiven Versuchung.
[14:01] Die große Frage, die wir uns stellen müssen, wenn wir jetzt uns in Kapitel 4 und 5 und den nächsten Kapiteln auch mit dem Gesetz Gottes beschäftigen, ist: Ist Gott unser Freund? Offensichtlich war das ein entscheidendes Merkmal derjenigen, die sich haben nicht weg, reißen lassen von der Versuchung des...
[14:31] "Ich habe euch Satzungen, Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie es mir der Herr, mein Gott, geboten hat, damit ihr nach ihnen handelt in dem Land, in das wir kommen werden, um es in Besitz zu nehmen." Diese Satzungen waren also da, dass sie das Land erobern und auch darin bleiben würden. Und sie sollten dort ein Beispiel sein für die ganze Welt, was Gottes Wort in Menschen tun kann, die sich daran halten. In Hebräer 3, Vers 5 wird deutlich, dass Mose den gesamten Willen Gottes dem Volk offenbart hatte. Auch Mose ist treu gewesen als Diener in seinem ganzen Haus, zum Zeugnis dessen, was verkündet werden sollte. Mose hatte ihn nichts zurückgehalten. In seiner letzten Predigt, kurz bevor er starb, hat er noch einmal alles zusammengefasst und kein Thema ausgelassen, auch wenn es vielleicht irgendwie kontrovers gewesen wäre. Er wollte das ganze Evangelium, die ganze Botschaft, die ganze Wahrheit dem Volk ganz deutlich vor Augen führen. Und wir sollten das selbe vorhaben.
[15:40] In Vers 6 heißt es so: "Bewahrt sie nun und tut sie, denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker, wenn sie alle diese Gebote hören werden, werden sie sagen: 'Wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk!'" Hier sehen wir Gottes Missionsmethode. Weniger Werbung war das Thema hier. Es ging auch nicht darum, einfach besonders rhetorisch brillant zu sein. Die Missionsmethode war ganz simpel: Wenn Gottes Volk treu sein würde zum Wort Gottes, würden alle um sie herum sagen: Meine Güte, was für ein tolles Leben führen denn diese Menschen! Dieses Volk ist besonders gesegnet. Sie sind klüger, sie sind weiter, sie sind gesünder, sie haben einfach alles, das, was wir uns auch mehr wünschen würden. Dieses Volk ist ein attraktives Volk. Genauso sollte es heute auch sein. Das Volk Gottes sollte allein durch seine Treue schon ein Anziehungspunkt sein für andere Menschen, weil sie sagen: So ein Leben würden wir auch gern führen. Das ist der Grund, warum Gott uns seine Satzungen gemäß 5. Mose gibt. Wenn wir fünfte Mose studieren und durch Gottes Geist umsetzen, dann wird genau das in unserem Leben, unseren Gemeinden geschehen. Immer wieder finden wir zumindest ansatzweise in der Geschichte Israels, dass das auch passiert ist, wenn nämlich das Volk tatsächlich treu gewesen ist. Von Salomo heißt es: "Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr viel Verstand und Weite des Herzens, wie der Sand, der am Meeresufer liegt." Und sie kamen aus allen Völkern, um Salomos Weisheit zu hören, von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten. Als Salomo sich mit den Büchern Mose beschäftigte, als er das fünfte Buch Mose und all die anderen Gebote zu Herzen nahm und sie aus Liebe hielt, kamen die Menschen aus allen Nationen, um ihn und um ihn zu hören und das, was er über Gott zu sagen hatte. Nicht zahlen musste zu den Menschen gehen, die Menschen kamen sogar zu ihm und er konnte ihnen die frohe Botschaft von Gott weitergeben.
[17:45] Auch bei Daniel finden wir den selben Gedanken in Kapitel 1, Vers 20: "Und in allen Angelegenheiten, die Weisheit und Einsicht erforderten, nach denen der König sie fragte, fand er sie zehnmal besser als alle Traumdeuter und Wahrsager in seinem ganzen Reich." Hat auch hier war ein treuer junger Mann oder mehrere treue junge Männer, die das Wort Gottes ernst nahmen, die sich an dem Gesetz Mose orientierten, für die fünfte Mose nicht nur ein Buch in der Bibel war, sondern die wirklich daraus leben wollten. Und die in ihrer, in ihrem Umfeld, am Arbeitsplatz, der von Gott nicht viel wissen wollte, so herausstarrten, dass selbst der König von Babylon, Nebukadnezar, sagen musste: "Du, das sind wirklich Menschen, die gesegnet sind."
[18:32] "Denn wo ist ein so großes Volk, dem sich die Götter so nah, wie der Herr, unser Gott, es tut, so oft wir ihn anrufen?" Das Besondere, was die Völker anziehen würde, während die Gebetserfahrung sie... würden merken, dass dieses Volk, das Volk Israel, nicht nur einen Gott hat, dem sie irgendwie in einem Bild umhertragen, dass alle anderen Völker tun. Nein, der Gott Israels ist ein lebendiger Gott. Wenn man ihn bittet nach seinem Willen, dann geschieht auch das, um was man bittet. Er verantwortet Gebet. Er ist dem Volk nahe. Das steht in großem Kontrast zu der Erfahrung der heidnischen Religionen.
[19:10] Anhängern Daniel 2 sagen sie ganz offen, als sie plötzlich in eine... Situation kommen, eine unangenehme Situation, als sie den Traum nicht wissen, denen ihr Befehlshaber, der König, in dem... gehabt hat. Das sagen sie denn: "Die Sache, die der König verlangt, das ist schwer. Es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist." Für die Babylonier und auf... die Assyrer und für die Ägypter und die Kanaaniter und all die anderen Völker waren die Götter irgendwo, man musste sich Bilder von ihnen irgendwo im Tempel halten. Aber die Israeliten wussten: Gott ist mitten unter uns, er geht mit uns, er ist uns nahe, er führt uns. Das in die Welt getragen, durch Gehorsam ausgedrückt, würde für viele Menschen den wahren Glauben wirklich attraktiv machen. Denn Menschen suchen, wenn sie nach Übernatürlichem suchen, sie suchen nach etwas, was ihr eigenes Leben betrifft, was sie auch spüren, merken und erleben können. Und das sollte Israel durch die... die Befolgung des massiven 5. Mose steht der Welt zeigen.
[20:18] Wir lesen in "Patriarchen und Propheten": "Man könnte diese Aufforderung an das damalige Israel heute wiederholen. Die Gesetze, die Gott seinem Volk von alters her gab, waren weise, besser und menschlicher als die der meisten zivilisierten Völker auf Erden, deren Gesetze haben Schwächen und Mängel an sich, die die Merkmale eines unbekannten Herzens sind. Aber Gottes Gesetz trägt den Stempel des Göttlichen." Was damals gilt, gilt heute auch. So wie damals ein Volk Gottes auf dem Weg ins gelobte Land, so ist doch heute ein Volk Gottes auf dem Weg in das himmlische Kanaan. Und so wie damals das Volk leuchten sollte für die ganze Welt durch den Gehorsam zu den Geboten Gottes, so soll auch heute ein Volk Gottes der Welt zeigen, dass Gottes Gesetz so viel besser, weise und menschlicher als all das ist, was Menschen sich ausdenken.
[21:12] Versagt. Und wo ist ein so großes Volk, das so gerechte Satzung und Rechtsbestimmungen hätte, wie dieses ganze Gesetz, dass ich euch heute vorlegen? Selbst die Heiden würden erkennen, durch den Lebensstil der Israeliten, dass Gottes Gesetz gut ist. Leider ist es oft so, dass Christen heute das Gesetz so auslegen, dass Menschen um sie herum das Gesetz nicht als gut betrachten, sondern eher als eine Einschränkung. Aber nur über sieben sagt uns Paulus so: "Ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut." Wir sollten durch Gottes Kraft so leben, dass auch die Menschen um uns herum den Eindruck gewinnen, dass Gottes Wort, dass Gottes Gebote wirklich gut sind, gerecht sind und weise.
[22:09] 19: "Nun behüte dich und bewahre deine Seele wohl, dass du die Geschehnisse nicht vergisst, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen weichen alle Tage seines Lebens, sondern du sollst du deinen Kindern und Kindeskindern verkünden." Die Israeliten sollten sich an...
[22:22] verkünden. Die Israeliten sollten sich an das erinnern, was sie mit Gott erlebt hatten. In Psalm 119 heißt es: "Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige." Wir werden sehen, in den nächsten Kapiteln und auch jetzt schon, geht es um das Wort Gottes, geht um seinen Gesetzes. Geht darum, dass wir im Gehorsam sind aus Liebe. Und ein wesentliches Element dafür ist, dass wir an Gottes Wort gedenken, dass es nicht nur hören und wieder vergessen, sondern dass wir uns bewahren. Ganz praktisch können wir Tag für Tag uns vornehmen, etwas aus Gottes Wort zu lesen und es uns zu merken, es in Gedanken durchzugehen. Hebräer 2, Vers 1: "Darum sollten wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa abgleiten." Hast du es auch schon erlebt, befreundete, dass du Dinge erkannt hast und doch wieder abgeglitten bist? Dass du zurück in den alten Schlamm gefallen bist? Dass du Fehler gemacht hast, von dem du dachtest, du würdest sie nicht mehr wiederholen? Es liegt oft daran, dass wir zwar tolle, kostbare Wahrheiten erkannt haben, aber nicht bei ihnen bleiben, weil wir sie nicht wiederholen, uns nicht mit ihnen beschäftigen. Und genau das ist ja, dass wir uns mit dem fünften Buch Mose beschäftigen. Es geht um die Wiederholung des Gesetzes, das Eingravieren der Wahrheit Gottes, dass wir immer fester bei ihm bleiben, immer tiefer unsere Wurzeln schlagen, bis wir irgendwann nicht mehr wegbewegt werden können.
[23:40] Vers 10: "An dem Tag, als du vor dem Herrn, deinem Gott, standest am Berg Horeb, als der Herr zu mir sprach: 'Versammle mir das Volk, damit sie meine Worte hören, damit ich sie meine Worte hören lassen und damit sie mich fürchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden und damit sie auch ihre Kinder unterweisen.'" Hier erinnert Mose nun in seiner großen Predigt das Volk an den Tag, als sie vor dem Berg Sinai standen, als Gott herabkam, um sein Gesetz zu sprechen. Das ganze Volk sollte versammelt werden. Das Gesetz Gottes war nicht nur für einige Auserwählte, nicht nur für einige Spezialisten, die besonders trainiert waren in theologischen Fragen. Das Gesetz Gottes war für jeden, der sich zum Volk Gottes zählte, der Gott nachfolgte. Es sollte auch den Kindern beigebracht werden. Gott selbst hatte zu ihnen gesprochen.
[24:42] In Lukas 1, 50 wird uns etwas gesagt über die, die Gott fürchten und seine Barmherzigkeit wert von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten. Gott wollt ihr am 7., den wir gerade gelesen haben, dem Volk bringen, ihn zu fürchten. Gottesfurcht ist etwas, was schon immer im absoluten Zentrum der Botschaft Gottes stand. Denn wenn wir ihn fürchten, dann kann er seine Barmherzigkeit auch in unserem Leben praktisch so umsetzen, dass wir mit ihm leben können. Wenn wir ihn fürchten, dann bewahrt uns seine Güte, sagt es die Sprüche 8, Vers 13. Wird definiert, was die Furcht Gottes ist. Die Furcht Gottes, des Herrn. Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen. Es ist nicht einfach nur die antrainierte Gewohnheit, das Böse nichts zu tun, um irgendwie belohnt zu werden. Es bedeutet etwas Tieferes. Es bedeutet Hass auf die Sünde. Zusammen und damit sehen wir schon sehr schnell, dass die Furcht Gottes nichts ist, was der Mensch von sich aus zu Gott bringt. Gott, wo warst du? Dass deswegen hat er gesagt: "Ich erwarte ich, dass ihr Furcht vor mir habt, dass ihr die Furcht Gottes mitbringt, sondern kommt zu mir, damit ich euch die Furcht Gottes lehre, damit ich euch zeige, was Furcht Gottes bedeutet. Ja, damit ich diese Furcht in euch bewirken kann. Diese Furcht, die so wichtig ist, die die Bereitschaft, das Böse zu hassen, aus Liebe zu Gott."
[26:15] In 2. Mose 20, wo die zehn Gebote gesprochen werden, finden wir genau diesen Gedanken. Mose sprach zum Volk: "Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt." Gott kam, weil er wusste, der Mensch selbst hat nichts in seinem Herzen, was ihn dazu antreiben würde, gehorsam zu sein. Nichts in seinem Herzen, was ihn dazu antreiben würde, Gerechtigkeit zu lieben. Deswegen kam Gott herab auf den Sinai und sprach zum Volk, damit durch seine Worte, durch seine Gegenwart, durch seine Präsenz eine Liebe, diese Furcht in den Gedanken der Israeliten entstehen konnte. Diese Furcht war, wie wir sehen, keine Angst. Das war kein Zittern im Sinne, dass man Angst hat, dass Gott ein Böses möchte. Nein, die Furcht Gottes bedeutet, das Böse zu hassen. Es bedeutet, Gott so sehr zu lieben, dass man sich fürchtet, ihm wehzutun. Und genau diese Bedeutung steht es auch im Zentrum. Ganz am Anfang der dreifachen Botschaft, die die ganze Welt erreichen soll: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre."
[27:27] Deswegen ist 5. Mose 4 für uns so wichtig, weil das uns zeigt, was Gott wirklich mit seinem Volk vorhatte und wieder vorhat. Es heißt hier: "Und standen unten am Berg, aber der Berg brannte im Feuer bis ins Innerste des Himmels hinein, der voller Finsternis, Wolken und Dunkel war." Das ist einer der großartigsten Verse des 5. Buches Mose, einer meiner absoluten Lieblingsverse in der ganzen Bibel. Es heißt hier: "Der Berg brannte, aber nicht nur der Berg brannte, sondern er brannte bis in das Innerste des Himmels." Das Original hebräische sagt: "Er brannte bis in das Herz des Himmels." Das Feuer verband den Himmel und die Erde. Das Feuer verband das Herz Gottes. Sowas wie das Wissen, der Plan mit dem Herzen der Menschen. Feuer als Ausdruck der Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und seinem Volk, ist nichts Ungewöhnliches.
[28:42] In Hohelied Kapitel 8, Vers 6 heißt es: "Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod." Und iPhone bezwingen sich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feuerrot, eine Flamme des Herrn. Das Geheimnis der Gottesfurcht ist nicht, dass Gott irgendwie die Israeliten einen Schrecken einjagen wollte. Das Geheimnis der Gottesfurcht ist nicht, dass er ihnen zeigen wollte: "Ihr seid so böse, und ich werde euch strafen." Allein dadurch entsteht keine Gottesfurcht. Das Geheimnis der Gottesfurcht liegt in Gottes Liebe, die den Himmel und die Erde verbindet, ausgedrückt durch das Feuer, das dies in das Innerste, bis ins Herz des Himmels brannte. Gott schüttete buchstäblich sein Herz aus. All das, was er sagte, das war das, was in seinem Herzen war. Die Bibel sagt: "Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über." Es war das, was Gott in seinem Herzen trug. Die zehn Gebote, das Gesetz Gottes, seine Liebe.
[29:48] Dann erst kann das Tier Fest 8 finden wir diesen klassischen Satz: "Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe." Aber Hebräer 12, 29 sagt uns: "Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer." Diese beiden so unterschiedlich klingenden Sätze meinen dasselbe: Gott ist die Liebe, und deswegen ist da ein Feuer. Das Feuer der Liebe Gottes. Symbole oder das Feuer Gottes symbolisiert seine Liebe. Es verzehrt die Sünde, denn Sünde trennt, und Liebe vereint. Wenn Gott mit uns vereint sein möchte, wenn er einen Bund mit uns machen möchte, dann muss er das wegnehmen, was trennt.
[30:33] Vers 12: "Und der Herr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hörte, die aber ihr seid keine Gestalt, sondern fernab nur die Stimme." Er redete mitten aus dem Feuer. Gott sprach direkt zu ihnen, ohne einen Mittelsmann, ohne jemand, der vermittelte. Gott wollte direkt das Denken, das Herz in biblischer Anatomie erreichen. Er wollte, dass sein Herz und das Herz eines jeden Mitgliedes im Volk Gottes miteinander verbunden sind durch das Feuer seiner Liebe. Doch dieses Feuer seiner Liebe ist nicht einfach nur Wattebausch. Dieses Feuer seiner Liebe ist verzehrend. Es verzehrt Sünde, und das sollte noch zu einem entscheidenden Aspekt werden in dem nächsten Kapitel, das wir dann das nächste Mal studieren werden.
[31:29] Vers 13: "Und er verkündete euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, nämlich die zehn Worte, unterschrieb sie auf zwei steinerne Tafeln." Gott verkündigt seinen Bund. Kam herab vom Himmel, auf denen sie ihn verband, Himmel und Erde durch das Feuer seiner Liebe, um deutlich zu machen: "Ich möchte mich mit euch verbinden. Ich möchte eine Einheit mit euch werden."
[31:55] In 2. Mose 19, und dort Vers 5, in der Einleitung zu den zehn Geboten, dort heißt es: "Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir." Gott hat alle Menschen geschaffen, doch die meisten Menschen leben nicht mit ihm. Sie ignorieren ihn, sie rebellieren gegen ihn, sie wollen nichts von dem wissen. Gott sehnt sich nach Menschen, die nicht nur von ihm erschaffen sind, sondern die das auch anerkennen, die ihn zurück lieben, die mit ihm verbunden sind, die einen Bund mit ihm geschlossen haben, und die hinhören, wenn er was zu sagen hat. Die meisten Menschen ignorieren seine Stimme. Sie ignorieren die Stimme der Natur, der Bibel, wenn das Gewissen zu ihnen spricht. Aber Gott sehnt sich nach Menschen, die, wenn er spricht, das ernst nehmen, die das Feuer seiner Liebe in seinen Worten hineinlassen in ihr eigenes Herz. Das ist eine Verbindung zwischen Gott und ihnen. Gott wünscht sich einen Bund. Er wünscht sich nicht nur den Bund mit der ersten Generation, die damals am Widerstand war, nicht nur mit der zweiten Generation, zu der Mose jetzt spricht und ihnen all das noch einmal erklärt, was damals fast 40 Jahre zuvor passiert war. Gott wünscht sich diesen Bund mit jedem einzelnen Menschen, der auf dieser Erde gelebt hat und lebt. Er wünscht sich diesen Bund mit dir und mit mir.
[33:16] 2. Mose 34, 8: "Mose war bei den Herren 40 Tage und 40 Nächte lang und darf kein Brot und trank kein Wasser, und er – das ist Gott – schrieb die Worte des Bundes auf die Tafel, die zehn Worte." Und jeder, der die zehn Gebote kennt, weiß es, sind mehr als zehn buchstäbliche Worte. Sowohl im Deutschen, als auch im Englischen, als auch im Hebräischen, als auch in jeder anderen Sprache. Die Dichte ist, das ist eigentlich zehn Prinzipien, sind zehn Wesenszüge Gottes, die mit menschlichen Worten und in menschlicher Grammatik, menschlicher Ausdrucksweise und auf menschliche Situation angepasst, ausgedrückt sind. Aber es geht nicht nur um Buchstaben und um Satzkonstruktionen. Es geht um die Gedanken, die Prinzipien hinter diesen zehn Geboten. Die zehn Worte.
[34:05] Das ist das, was Jesus später in der Bergpredigt immer wieder deutlich machen wollte, dass nicht nur um den Wortlaut geht, so wichtig hier auch ist, sondern dass der Wortlaut eigentlich Prinzipien, Charakter offenbart, etwas, was ganz tief hineingeht, nicht nur unser Verhalten maßregeln soll, nein, nein, sondern unser Denken, Fühlen und damit unser ganzes Wesen verändern möchte.
[34:28] Vers 14: "Und daher geboten wird zu jeder Zeit, dass ich euch die Satzungen und Rechtsbestimmungen lehre, die ihr tun solltet, in dem Land, das ihr überzieht, um es in Besitz zu nehmen." Das ist tatsächlich im Prinzip noch einmal derselbe Gedanke wie in Vers 1, wodurch dieser ganze Abschnitt so zu einer Klammer umklammert wird. All diese Satzung, all diese Rechtsbestimmungen, all das, was im 5. Mose jetzt noch steht, findet seine Wurzel, seine Basis in dem, was Gott am See tat, als er sich mit dem Volk verbinden sollte. Das fünfte Buch Mose, sich ein Regelwerk, besser zu leben, einfach nur nein. Es ist Ausdruck dieses tiefen Bundeswunsches Gottes, aus lauter Liebe einen Bund zu schließen mit jedem, der sein Herz öffnet.
[35:15] Allen White kommentiert an dieser Stelle: "Er, Gott, hatte sie, die zehn Gebote, niemandem zur Lehre anvertraut, nicht einmal seinen Engeln. Also kein Mensch sollte sie dem Volk lehren, keine Engel sollten sie lehren, sondern erst sprach sein Gesetz mit einer hörbaren Stimme vor den Ohren des ganzen Volkes. Er selbst wollte es sprechen, weil es so unabdingbar war für den Bund mit ihm, weil es so entscheidend war." Alles andere im Heilsplan Gottes hat er durch Engel, durch Propheten, durch Visionen, durch verschiedene Dinge offenbart. Aber die zehn Gebote, das Wesen seiner Seite, des eigenen Charakters, das hat er keinem anvertraut. Er wollte selbst direkt den Menschen sagen: "So bin ich. Ich würde gern, dass ihr auch so seid und euch mit mir verbindet."
[36:04] Selbst dann vertraut er sie, das heißt, die zehn Gebote nicht dem kurzen Gedächtnis eines Volkes an, das anfällig war, seine Anforderungen zu vergessen. Steht hier, sondern schrieb sie mit seinem eigenen heiligen Finger auf Steintafeln. Also ein Grund, warum die zehn Gebote auf Steintafeln geschrieben worden sind, war, weil Gott wusste, dies reden würden sie bald wieder vergessen. Wir werden auch in unserem weiteren Studium noch weitere Gründe kennenlernen.
[36:31] Weiter heißt es hier: "Er kam dann seinem Volk noch näher, das so leicht verfügbar war, und wollte sie nicht allein mit den Vorschriften des Dialogs lassen. Er befahl Mose, nach seinen Vorgaben Gesetze zu schreiben, die genaue Anweisungen gaben, was er von ihnen erwarten würde, wodurch die zehn Satzungen, die auf die Steintafeln eingraviert hatte, geschützt würden." Diese spezifischen Richtlinien und Anforderungen wurden gegeben, um den irrenden Menschen dazu zu bringen, dem oralen Gesetz gehorsam zu sein, dass er so leicht übertritt. Also all das, was neben den zehn Geboten noch in den Büchern Mose steht, ist nicht nur Beiwerk, was wir als Christen jetzt vielleicht völlig ignorieren sollten, sondern sie wurden gegeben, weil Gott wusste, Menschen irren sich, Menschen sind schwach, und sie vergessen sehr schnell, was man ihnen gesagt hat. Und das trifft ja nicht nur auf die Israeliten der ersten oder zweiten Generation nach dem Auszug zu. Das trifft auf uns alle zu. Das trifft auf mich zu und wahrscheinlich auch auf dich, lieber Freund.
[37:26] Gott gab diese Satzungen als eine Hilfestellung, als eine extra Meile, die er ging, um den Israeliten und damit auch uns leichter zu machen, letztendlich durch Glauben und durch Gottes Liebe und durch seinen Geist, Gottes Gesetz halten zu können. Deswegen sollten wir nicht nur die zehn Gebote kennen. Wir sollten auch, wenn wir sie wirklich halten wollen, uns mit diesen Satzungen beschäftigen, die er zusätzlich dem Volk gab, um das Gesetz zu schützen, um es ihnen leichter zu machen, die zehn Gebote zu halten.
[37:59] Vers 15: "So bewahrt eure Seelen wohl, weil ihr keinerlei Gestalt gesehen habt an dem Tag, als der Herr aus dem Feuer heraus mit euch redete auf dem Berg Horeb." Gott erinnert Mose, ermahnt sie noch einmal durch den Heiligen Geist, dass an dem Tag, als Gott sprach, es keine bald Gottes zu sehen gab. Das ganze Heidentum basierte ja ständig auf der Idee, dass man irgendwo ein Bild seines Gottes hatte oder der Götter. Es gab Tempel, Schreine, überall standen diese Götterstatuen. Aber Gott wollte zeigen, dass es nicht notwendig ist, ein Bild von ihm zu haben, eine sichtbare, visuelle Repräsentation. Was entscheidend war, dann nicht ein Bild Gottes, sondern entscheidend waren die Worte Gottes. Das waren die Worte Gottes, die die Welt geschaffen haben. Das war das Wort Gottes, das uns in Existenz gebracht hat. Das Wort Gottes hat Leben. Gott wollte nicht, dass Menschen Bilder von ihm haben. Er wollte, dass sie seinem Wort glauben.
[39:04] Das ist ein Thema, das man bis in das Neue Testament verfolgen kann, wo Jesus immer wieder davor warnt, vor Zeichen und Wunder, von sichtbaren Beweisen zu müssen, uns darauf seinen Glauben zu bauen und immer wieder darauf hinweist, wie wichtig es ist, dem Wort Gottes, das er gesprochen hat, zu glauben.
[39:19] Vers 16 bis 18: "Damit ihr nicht verderblich handelt und euch ein Bildnis macht in der Gestalt irgendeines Skizzenbildes, das Abbild eines männlichen oder weiblichen Wesens, das Abbild irgend eines Tieres, das auf Erden ist, das Abbild irgend eines Vogels, der im Himmel fliegt, das Abbild irgend eines Wesens, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgend eines Fisches, der im Wasser ist, tiefer als die Erdoberfläche." Die Heiden waren sehr kreativ. Sie hatten alle möglichen Götter und Götzen ausgedacht. Waren Götter, die sahen aus wie Menschen, wie z.B. war da gab es Götter, die sahen aus wie Vögel, wie Tiere. Alles Mögliche gab es. Vieles davon war vielleicht skurril, manches auch recht attraktiv anzuschauen. Die Israeliten selbst hatten ja mit dieser Sache schwer zu kämpfen gehabt, als sie kurze Zeit nach den zehn Geboten dieses goldene Kalb anfertigen ließen.
[40:12] In der Apostelgeschichte heißt es da: "Weil wir nun von göttlichem Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Gold oder Silber oder Stein gleich einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung." Wer Götzendienst betreibt, und Götzendienst ist er nicht nur, wenn man einen Ball bei sich zu Hause hat, man sich vor allen Dingen niederwirft, wenn man Dinge an die allererste Stelle setzt, die man mit Augen sehen kann. Er ist das letztendlich immer Götzendienst. Und dass wir deutlich wird es, dass durch Götzendienst niemals das wahre Wesen Gottes erfasst werden kann. Denn darum geht es eigentlich. Gott möchte mit uns leben, und viele Menschen sehnen sich danach, ein erfülltes Leben mit ihm, natürlich mit Gott zu haben. Aber was hier der Paulus sagt, es durch Götzendienst kann Gott nicht ausgedrückt werden. Götzen können nicht das Wesen Gottes offenbaren.
[41:07] Interessant ist auch Psalm 135: "Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold, von Menschenhand gemacht. Haben einen Mund und reden nicht, Augen haben sie, uns sehen nicht. Ohren haben sie, hören nicht. Und auch ist kein Odem mit ihrem Mund. Ihnen gleich sind die, welche sie machen, ein jeder, der auf sie vertraut." Wer auf Götzen vertraut, wird den Götzen gleich. Götzendienst degradiert den Menschen. Und genau das wollte Gott nicht. Gott war nicht einfach exklusiv und wollte nicht einfach nur, dass die Menschen ihm folgen und nicht einen anderen Gott. Er wusste, dass der heimische Götzendienst, sowie die Israeliten kannten und wie sie ihn selbst zum Teil praktiziert hatten, dass dieser Götzendienst sie selbst als Menschen degradieren wird. Und das wollte Gott nicht, denn er hat sie geschaffen.
[41:53] Auch in unserem Leben können wir sehen, dass wenn wir Götzen haben, dass das uns selbst als Menschen degradiert und wir die dümmsten Dinge tun. Und Gott möchte, dass das nicht geschieht.
[42:05] Vers 19: "Dass du deine Augen auch nicht zum Himmel hebt und die Sonne und den Mond und die Sterne und das ganze Heer, das Thema ist, anschaust und dich verführen lässt, sie anzubeten und ihnen zu dienen. Jedoch der Herr, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat." Viele Götter der Heiden waren Sterne und Mond und Sonne. Und all dies.
[42:25] In Römer 1 lesen wir über den Götzendienst der Heiden: "Dann, obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Die sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes..."
[42:39] Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauschen einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechtieren gleicht.
[42:44] Warum gab es Götzendienst? Weil Menschen das, was über Gott wussten, wieder vergessen hatten. Weil sie nicht dankten, weil sie nicht dabei blieben, weil sie nicht Gott das Lob darbrachten, der ihm gebührt.
[42:57] Und deswegen gibt das Buch 5. Mose, damit Menschen, die eine Erfahrung mit Gott gemacht haben, sich daran erinnern, bei dieser Erfahrung zu bleiben, dran zu bleiben, damit sie nicht abrutschen, so wie viele Menschen in den Götzendienst dann abgerutscht sind.
[43:14] Weil ihr Herz verfinstert hat. Erst 20, aber hat er genommen und herausgeführt aus dem Eisen-Schmelzofen aus Ägypten, damit ihr sein Eigentumsfolk sein solltet.
[43:28] Wie es heute der Fall ist. Die Zeit in Ägypten war wirklich katastrophal. Die war schlimm. Die Menschen, die Israeliten, hatten enorm viel durchgemacht und Gott hat es gesehen, hat es gehört. Er wollte sie retten und er hatte sie gerettet.
[43:41] Und die Israeliten sollten sich daran erinnern, was Gott ihnen Tolles getan hatte, wie er sie befreit hatte aus diesem Eisen-Schmelzofen.
[43:51] Bibel sagt übrigens einen Nebenpunkt hier nur: Was also zeigt, dass schon zu der Zeit Moses und Israels Eisenbearbeitung bekannt gewesen sein muss, was nach herkömmlichen geschichtswissenschaftlichen Darstellungen wohl nicht der Fall gewesen sein soll.
[44:11] Was also zeigt, dass die Geschichtswissenschaft, die Altertumswissenschaft hier an dieser Stelle wohl noch etwas Nachholbedarf hat, um mit Gottes Wort wieder in Übereinstimmung zu sein.
[44:18] Doch der Punkt hier ist: Die Israeliten sollten sich daran erinnern, wie wir waren Gefangene. Wir hatten keine Möglichkeit aus eigener Kraft aus diesem Sieges-Tal herauszukommen, und Gott hat uns befreit.
[44:29] Erinnerst du dich daran, wovon Gott dich schon alles frei gemacht hat? Erinnerst du dich daran, was Gott schon alles Großartiges in deinem Leben getan hat?
[44:42] Das 21 und 22. Und daher war um euren Willen so zornig über mich, dass er schwor, ich sollte nicht über den Jordan gehen, doch das gute Land kommen, das der Herr, dein Gott, als Ehre gibt. Sondern ich muss in diesem Land sterben und darf nicht über den Jordan gehen.
[44:53] Hierbei dürften übergehen und jenes gute Land in Besitz nehmen. Mose bezieht sich noch einmal auf diese Geschichte, die wir schon am Ende von Kapitel 3 gesehen haben.
[45:00] Muss selbst, wollt ihr unbedingt auch ins Gelobte Land und wegen dieser einen Sünde, als er den Felsen zweimal schlug, also nur reden sollte und als er dem Volk das Gefühl gab, aus eigener Kraft, ich, Mose, werde ich euch Wasser geben.
[45:16] Finde ich, dass Sünde konnte er nicht in das Land hineingehen.
[45:18] Interessant ist eine Formulierung hier: Nicht nur sagt er, dass ihr Israeliten – und damit der Subtext ist natürlich: Ihr habt eigentlich ja viel Schlimmes getan, vielmehr rebelliert gegen Gott – und doch dürft ihr hineingehen, ich nicht.
[45:33] Und dann erklärte er auch, warum er nicht hineingehen. Das nicht, weil Gott irgendwie Mose nicht mag, sondern es ist ein Segen für das Volk, wenn Mose nicht hinein.
[45:48] Mit dieser Formulierung: „um euren Willen“. Die kennen wir aus 1. Mose 3, Vers 17. Dort hatte Gott zu Adam gesagt: „So sei der Erdboden verflucht um deinen Willen.“ Es war zwar eine Konsequenz der Sünde, aber Gott war in der Lage auch diese Konsequenz der Sünde noch zum Guten für Adam zu interpretieren, umzubiegen.
[46:06] Denn der Adam sollte jetzt anhand der Dornen und Disteln erkennen, wohin die Sünde führt. Es würde ihm am Ende zum Guten gereichen.
[46:14] Für das Volk Israel war es gut, dass Mose nicht ins Gelobte Land kam. So schmerzhaft, dass für ihn auch war, hätte Gott aus falsch verstandener Sympathie für Mose ihn in das Gelobte Land geführt, hätten Israeliten immer glauben können, dass doch der Mose mit seiner Aussage recht gehabt hätte.
[46:34] Denn er hatte ja schließlich dann das Volk ins Gelobte Land geführt. Werden immer Grund gehabt zu glauben, dass Mose in seiner eigenen Kraft es geschafft hat, sie hinein zu bringen.
[46:44] Aber Gott wollte diesen Gedanken völlig ausrotten.
[46:46] Und so inszenierte er ja an dem Beispiel Mose für das Volk, dass es kein menschlicher Führer ist, der sie den Eindruck, dass sie sich auf keinen Menschen verlassen können, sondern nur auf Gott allein.
[47:03] So schmerzhaft und traurig es für Mose war, es war ein Segen für das Volk zu sehen, dass Mose nicht hineinkam. Es gab einen Grund nachzudenken über ihr eigenes Leben, über ihre eigene Sünde und wie sehr sie Gott eigentlich brauchten.
[47:23] In Vers 23 heißt es: „So bietet euch nun, dass ihr den Bund des Herrn, eures Gottes, nicht vergesst, den er mit euch gemacht hat, und euch nicht ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt, was der Herr, dein Gott, dir verboten hat.“
[47:35] Die Israeliten sollten Gottes Gebot in dem Fall als Beispiel, das zweite Gebot, halten, weil sie einen Bund mit ihnen gemacht haben aus Liebe zu ihm, aus Freundschaft zu ihm.
[47:48] Und sie sollten sich dieser Freundschaft erinnern. Sie sollten daran denken: Beziehungen sind kein Selbstläufer. Man muss etwas hinein investieren: Zeit und Sympathie.
[47:59] Und genauso muss auch ein Gläubiger Zeit investieren und seine Beziehung zu Gott und dabei bleiben, bei dem, was er erkannt hat.
[48:08] Fest 24: „Denn der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott.“ Hier haben wir genau diesen Vers, der dann in Hebräer 12, Vers 29 zitiert wird. Gott selbst ist ein Feuer.
[48:21] Das heißt, als das Feuer bis in das Herz des Himmels brannte, war das eine Repräsentation von Gott selbst. Nicht nur war das Feuer eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, nein, Gott zeigt: Ich selbst, ich, das Feuer, binde die Verbindung zwischen Himmel und Erde.
[48:35] Ich bin im Himmel, ihr seid auf der Erde. Wir können nichts zu mir kommen, aber ich kann zu euch kommen. Und ich komme nicht nur bis zur halben Strecke und sage: „Komm zu mir.“ Nein, ich komme den ganzen Weg hinab bis zur Erde.
[48:48] Ich verbinde Himmel und Erde, damit ihr mich hören könnt, mir glauben könnt und mir folgen könnt.
[48:55] In alldem sehen wir schon die eigentlich das Erlöserwerk von Jesus auch am Berg Sinai symbolisch dargestellt worden ist.
[49:03] Und werden uns an diese Gleichsetzung: Gott ist die Liebe, unser Gott ist ein verheerendes Feuer, Gott ist wirklich eifersüchtig, wenn wir sündigen. Gott ist wirklich eifersüchtig.
[49:16] Wenn wir einen Götzen in unserem Leben haben. Warum? Weil Gott uns wirklich, real, emotional liebt.
[49:27] Und sowie ein Ehepartner eifersüchtig wird, wenn der andere Ehepartner plötzlich flirtet, einen Seitensprung hat, irgendwie eine Affäre beginnt, genau so ist Gott, der mit uns eine Liebesbeziehung haben möchte von Herzen.
[49:49] Eifersüchtig, wenn wir Dinge tun, die gegen ihn gerichtet sind, wenn wir anderen die Aufmerksamkeit schenken, die ihm allein gehört.
[49:59] Die Anbetung Gottes. Eifersüchtig, weil er uns wirklich liebt.
[50:04] Das Buch 5. Mose und insbesondere Kapitel 4 soll deswegen studiert werden, weil es so machtvoll uns zeigt, dass Gott uns wirklich liebt.
[50:13] 25: „Wenn du nun Kinder und Kindeskinder zeigst und ihr euch in dem Land eingelebt habt und verderblich handelt und euch ein Bildnis macht von irgendeiner Gestaltung, das tut, was böse ist in den Augen des Herrn, eures Gottes, dass ihr ihn ärgert.“
[50:26] Und leider ist das in der Geschichte geschehen. Mose spricht hier quasi prophetisch: Die Juden haben tatsächlich dann jahrhundertelang immer wieder Baal und seinen Folgen und andere Götter angebetet.
[50:39] Vers 26: „So rufe ich heute Himmel und Erde zu Zeugen gegen euch an, dass ihr gewiss bald ausgerottet werden sollt aus dem Land, das über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr werdet nicht lange daran wohnen, sondern gewiss daraus vertilgt werden.“
[50:52] Es gibt kein „Einmal gerettet, immer gerettet“. Einmal im Land Kanaan, immer im Land Kanaan. Wenn Gott uns die größten Siege schenken kann, wenn wir nicht bei ihm bleiben, wenn wir nicht sein Wort halten, wenn wir nicht einen Bund bewahren, kann all das wieder zurückgenommen werden.
[51:04] Wenn wir können wieder in die Gefangenschaft zurückkehren. Wir können wieder in die Sünde zurückfallen. Gott ruft Himmel und Erde als Zeugen an, um damit deutlich zu machen: Dies ist eine Sache vor dem gesamten Universum.
[51:21] Interessant ist, dass hier sei einer der großen Propheten das Volk zur Umkehr aufgerufen hat.
[51:25] Jahrhunderte später, nach vielen Jahrhunderten Götzendienst, genau mit dieser Idee beginnt: „Hört ihr, Himmel, und horche auf, Erde, denn er hat gesprochen! Ich habe Kinder großgezogen, vorgemacht, sie aber sind von mir abgefallen.“
[51:38] Jesaja beginnt sein Buch mit einer Referenz zurück zu 5. Mose, Kapitel 4, Vers 27. „Und daher wird er euch unter die Völker zerstreuen, und es wird eine geringe Zahl von euch übrig bleiben.“
[51:51] Oder den Heiden, zu denen euch der Herr hinwegtreiben wird.
[51:53] Leider ist genau das eingetreten in der Geschichte Israels. Jahrhunderte von Götzendienst, Hunderte von Ablehnungen, Rebellion gegen Gottes Bund führte tatsächlich zur Einnahme, später das Nordreichs durch die Assyrer und dann das Südreichs durch die Babylonier.
[52:11] Führte zum Exil, zur Zerstreuung in alle Herrenländer. Genau das, was 5. Mose 4 verhindern wollte.
[52:18] Erst 28: „Dort werdet ihr den Göttern dienen, die das Werk von Menschenhänden sind: Holz und Stein, die weder sehen noch hören, noch essen, noch riechen.“
[52:28] Wenn das Volk unbedingt Götzendienst haben will, so sagt Gott, dann wird es auch Götzendienst haben werden. Wenn wir unbedingt Sünde haben wollen, dann lässt uns Gott in die Sünde mit all den dramatischen Konsequenzen, die es mit sich bringt.
[52:45] Die Israeliten, die in Babylon und in vielen anderen Ländern lebten, mussten die ganzen degradierenden Götzendienst miterleben, wie ihr eigentlich Abscheuliches zu jedem, der mal etwas gehört hat von diesem wunderbaren Gott der Bibel.
[53:02] Aber 5. Mose 4 endet nicht hier. 29: „Wenn du aber von dort den Herrn, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, ja, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen lässt.“
[53:16] Das erinnert uns an einen anderen Propheten in jener Zeit, später an Jeremia, der genau auf diesen Gedanken Bezug nimmt, wenn er sagt: „Und ihr werdet mich anrufen und hingehen, und wir sehen, und ich will euch erhören. Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen verlangen werdet, und ich werde mich von euch finden lassen.“
[53:33] Spricht der Herr: „Und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe.“
[53:39] Spricht der Herr: „Und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe.“
[53:45] Israeliten hatten alles verloren, dann zur Zeit der Babylonier. Sie waren in Gefangenschaft geraten, der Tempel war zerstört, die Stadt war verbrannt, die Mauern eingerissen. Es sah so aus, als ob alles hoffnungslos war.
[53:59] Aber Gott gab damals durch den Propheten Jeremia eine Verheißung. Vielmehr erinnert er sie an die Verheißung, die Mose schon in seiner Predigt in 5. Mose 4 dem Volk gegeben hatte.
[54:13] Egal wie weit sie abgedriftet sein würden, egal wie tief sie in den Götzendienst hinabgesunken worden wäre, wenn sie dort an der Stelle, wo sie gerade sind, umkehren, wenn sie den Herrn suchen, wenn sie nach Gott verlangen, wird er für sie da sein.
[54:29] Er wird sich finden lassen. Fest 30: „Wenn du in der Drangsal bist und ich alle diese Dinge getroffen haben, am Ende der Tage, so wirst du zu dem Herrn, deinem Gott, umkehren und seiner Stimme gehorsam sein.“
[54:42] Die Israeliten glaubten, als sie in Babylon saßen, dass wirklich alles verloren. Sie sprachen davon, dass alle Hoffnung aus die Segel der Propheten seine Vision, wo das Volk Israel dargestellt wurde als trockene Knochen.
[54:53] Aber doch zeigte den Propheten die Segel, dass das Unmögliche denkbar ist, möglich ist für Gott, dass das verstreute Volk Israel wieder heim geführt werden könnte.
[55:05] Dass die trockenen Knochen nicht nur zusammenkommen, sondern Fleisch und Zähne bekommen, dass sie Leben bekommen, bis sie wieder eine Armee sind.
[55:12] Dass das Unmögliche erscheint, wird möglich bei Gott. Und deswegen gibt es die ersten drei Kapitel von 15. Mose.
[55:19] Jeder Riese und wenn dann noch opfern heißt, egal wie groß, egal wie weh, wie furchteinflößend das Tafel an, dass auf dem sie stehen.
[55:27] Jeder Riese kann besiegt werden, jede Sünde vergeben werden.
[55:35] Jeder Abfall wieder gut gemacht werden, wenn wir Gott suchen, wenn wir diesen Gott suchen, der uns gesucht hat, der vom Himmel auf die Erde abgestiegen ist, Himmel und Erde verbunden hat durch das Feuer seiner Liebe, dass alle Sünde und Trennung von Gott hinwegnehmen möchte.
[55:52] Denn Sünde trennt, aber Gottes Liebe vereint. Er bringt zur Umkehr, damit wir ihm gehorchen können.
[56:03] Vers 31: „Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott. Er wird dich nicht verlassen noch verderben. Er wird auch den Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, nicht vergessen.“
[56:14] Auch wenn die Israeliten den Bund vergessen würden, dort würden nicht vergessen. Wenn Israeliten und treu handeln würden, Gott würde treu sein.
[56:20] Das, was er am Sinai gezeigt hat, das würde er für jeden Menschen, egal wie tief gefallen ist, immer und immer wieder anbieten. Denn Gott ist barmherzig.
[56:35] Dieses Buch scheint nach der Meinung vieler Christen ein Buch zu sein über das Gesetz, damit Wirklichkeit ist. 5. Mose: Ein Buch über die Liebe Gottes, ein Buch über seine Barmherzigkeit, ein Buch über seine Fähigkeit, selbst den Verlorenen und Gefangenen zu retten, weil er zur Umkehr bringen kann.
[56:52] Er würde dich nicht verlassen noch verderben. Denn erst das 19 heißt es: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, ist er der treue und gerechte, dass uns diese Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
[57:03] Egal was du getan hast, lieber Freund, egal wie tief du gefallen bist, liebe Freundin, Gott steht zu seinem Bund.
[57:10] Egal ob der gebrochen heißt, Gott steht immer noch dazu. Derselbe Gott, der vom Himmel herabstieg im Feuer, zeigt auch heute die ihr möchtet durch die Worte von 5. Mose 4, dir sagen: Mein Feuer ist noch immer da und kann dich von aller Sünde reinigen, wenn du dein Herz aufmachst.
[57:31] Kann mein Herz mit deinem Herzen im Einklang sein, verbunden sein.
[57:37] Die Barmherzigkeit Gottes zeigt sich im Leben Jesu. In Lukas 1 lesen wir diese wunderbare Formulierung: „Der herzlichen Barmherzigkeit unseres Gottes, willen, durch die uns besucht hat, der Aufgang aus der Höhe.“
[57:49] Jesus kam vom Himmel herab, so wie damals. Aber sie haben aber nicht nur um für eine kurze Zeit auf dem Sinai zu stehen, symbolisch durch das Feuer. Nein, er kam buchstäblich auf die Erde, er wurde Mensch.
[58:01] Das Feuer der Liebe Gottes wurde Fleisch und Blut, weil Gott barmherzig ist, weil er einen Bund mit mir und dir schließen möchte, weil er gern unser Freund sein möchte.
[58:15] Er kam, um uns dort abzuholen, wo wir aufgrund unserer Götzendienstes und Rebellion unter unserer Sünde in Sklaverei gekommen waren.
[58:26] Vers 32: „Denn frage doch nach den früheren Tagen, die Folge gewesen sind, von den Tagen, als Gott den Menschen auf Erden das schuf, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des Himmels. Ob sie etwas so Großes geschehen oder je Gleiches gehört worden ist.“
[58:43] Mose sagt dem Volk: Schaut mal zurück in die gesamte Geschichte seit dem ersten Tag der Schöpfung, seit das Licht wurde auf diesen Planeten. Schaut zurück, geht in alle Länder, fragt über nach, fragt bei den Babyloniern, fragt bei den Ägyptern, fragt bei den Chinesen.
[58:54] Gibt es irgendwo aus irgendeiner Zeit einen solchen Bericht? Gibt es irgendwo eine Geschichte, die ähnliches, wie Gott für sein Volk gehandelt hat?
[59:08] Fest 33: „Hat je ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden gehört, wie du sie gehört hast, und ist dennoch am Leben geblieben?“ Mose versucht dem Volk deutlich zu machen, was ihr erlebt habt, ist absolut einzigartig in der Geschichte der Menschheit auf der gesamten Welt.
[59:25] Nicht ein anderes Volk hat nur ansatzweise so etwas erlebt. Gott kam euch wirklich nahe. Die Erfahrung, die ihr mit Gott habt, ist nicht irgendeine Erfahrung. Es ist das Außergewöhnlichste, was es gibt in der Menschheitsgeschichte.
[59:37] Dass Gott mit Menschen Kontakt haben möchte, dass wir mit Gott verbunden sein können, das ist das allergrößte, was jemals erzielt worden ist auf der ganzen Welt, in allen Kulturen, in allen Zeitaltern.
[59:50] Lieber Freund, deine Erfahrung mit Gott ist das größte, was es gibt. Dass Gott kommt, um dich zu retten, übertrifft alles, denn er liebt dich so sehr.
[1:00:03] Diese Liebe Gottes übertrifft alles, was ist sonst an Theorien und Spekulation und Philosophien gibt. Diese Liebe Gottes hat das Potenzial, alles andere zu verdrängen und dein Leben völlig neu zu schaffen.
[1:00:20] Vers 31, 34: „Oder hat je ein Gott versucht, hin zu gehen und sich eine Folge mitten aus einem anderen Volk herauszunehmen, durch Prüfung und durch Zeichen, durch Wunder, durch Kampf und durch eine mächtige Hand und durch einen ausgestreckten Arm, durch furchterregende, große Taten, wie das alles der Herrgott für euch in Ägypten getan hat, vor deinen Augen?“
[1:00:36] Mose sagt: „Schaut mal, erinnert euch, was Gott getan hat. Er hat für euch gekämpft, er hat Zeichen gegeben, Wunder gegeben, er seinen ausgestreckten Arm gehabt, er hat furchterregende, große Taten gegeben.“
[1:00:46] In Ägypten habt ihr gesehen, dass Gott retten kann. Die Erlösung, die ihr euch gezeigt hat, ist ohnegleichen.
[1:00:55] Erinnert daran, was alles getan hat, die ganzen Plagen, wie das Volk durch das Wasser des Roten Meeres gegangen ist, wie Wasser plötzlich der Gravitation wieder stand.
[1:01:07] Gott war in der Lage, Wasser aufrecht fließen zu lassen, um das Volk zu retten aus der Sklaverei Ägyptens.
[1:01:19] Was glaubst du, ist Gott in der Lage zu tun, um dich zu retten von der Sklaverei der Sünde? Was meinst du, mit wie viel Wundern und Zeichen und Kraft und einem ausgestreckten Arm er dafür kämpft, dass du frei sein kannst von den Gewohnheiten, die dich so lange schon binden?
[1:01:41] Gott kämpft dich. Er erinnert sich daran und denke daran, dass es nichts gibt auf dieser Welt, was auch nur ansatzweise so einzigartig und so außergewöhnlich ist wie Gottes rettende Kraft, sein Evangelium.
[1:01:55] Vers 35 und 36: „Dir ist das gezeigt worden, damit du erkennst, dass der Herr Gott und keiner sonst, als er allein. Er hat sich vom Himmel her seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen. Oder auf Erden hat er dir sein großes Feuer gezeigt. Du hast seine Worte mitten aus dem Feuer gehört.“
[1:02:14] Immer und immer wieder betont Mose diesen Punkt und sagt: „Erinnert euch daran, Gott hat in seiner Liebe gesprochen. Ihr solltet wissen, kein anderer Ort hat so was jemals gemacht. Mal ist nur eine Erfindung der Menschen.“
[1:02:27] Und Osiris, eine Erfindung der Menschen. Und Marburg ist nur eine Erfindung der Menschen. Es gibt Geschichten über sie, aber nur unser Gott ist wirklich vom Himmel herabgestiegen.
[1:02:36] Denn nur er ist wirklich Gott im Himmel. Nur er hat Kraft. Nur er kann reden und er hat gesprochen.
[1:02:44] Wahl, Freunde, weißt du, dass Gott der Einzige in deinem Leben ist und dass es niemanden gibt, der an seiner Stelle treten kann? Keinen.
[1:02:52] seiner Stelle treten kann. Keinen Menschen, keine Gewohnheit, kein Hobby, was immer es auch ist, was vielleicht unser Gott bisher gewesen ist. Weißt du, dass Gott der Einzige für dich ist? Der 37. Und weil er seine Väter liebte und ihren Samen nach ihm erwählt hat, hat er dich mit seinem Angesicht durch seine große Kraft aus Ägypten herausgeführt. Die Motivation Gottes für die Erlösung Israels war seine Liebe. Und das ist die Motivation für die Erlösung auch von uns. Denn es heißt: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit sich jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Gottes Liebe führt dazu, dass er seine Kraft zeigt. Die stehe nämlich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt. So wie Mose dem Volk Israel sagt: "Weil Gott die Väter geliebt hat, deswegen hat er durch seine große Kraft und Ägypten errettet." Lieber Freund, liebe Freundin, weißt du, dass Gott dich liebt und seine große göttliche Kraft dazu aufwendet, dich zu retten, dich zu befreien und dir zu vergeben und dich zu reinigen? Vers 38: "um größere und stärkere Völker als du es bist, vorher zu vertreiben und um dich hier zu bringen und ihnen zum Erbteil zu geben." So wie es heute der Fall ist. Es war die und die Kraft Gottes, die das Volk aus der Sklaverei befreit hat. Es ist die Liebe und die Kraft Gottes, die dir jetzt den Sieg über die Probleme gibt, die größer sind als sie, über die Völker, die größer sind als sie. Sie hatten keine Chance aus Ägypten zu kommen aus eigener Kraft. Gottes Liebe und Gottes Kraft haben sie herausgeführt. Wir hatten keine Chance gegen Offenbach und auch keine Chance gegen die weiteren Kanaaniter. Aber Gottes Liebe und seine Kraft würden ihnen den Sieg schenken. Genauso haben wir keine Kraft aus eigenem Bestreben, aus eigener Bemühung, aus sündigen Gewohnheiten herauszubrechen, uns vergeben zu können. Das können wir nicht. Aber Gottes Liebe und Gottes Kraft kann es. Und dieselbe Liebe und Kraft, die uns vergibt, die uns bekehrt, die uns zu Gott führt, gibt uns auch die Kraft. Sie wird dafür sorgen, dass wir auch die Probleme noch meistern können, die scheinbar zu groß sind, die Schwierigkeiten überwinden können, die so groß sind, dass wir vielleicht Angst bekommen.
[1:05:26] Der Gott, der aus Ägypten rettet, besiegt auch die Kanaaniter. Der Gott, der mir meine Sünden der Vergangenheit vergeben hat, ist auch in der Lage, mir den Sieg in der Zukunft zu geben. Das ist das Evangelium von 5. Mose 4. Das ist das Evangelium, das wir alle brauchen als Israeliten Gottes auf dem Weg zum Land Kanaan.
[1:05:46] 139: "So sollt ihr, solltest du nun heute erkennen und es zu Herzen nehmen, dass der Herr der alleinige Gott ist, oben im Himmel und unten auf Erden, und keiner sonst." Denn das ist das ewige Leben, aber dass sie dich, den allein wahren Gott, gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Fünfter Mose 4, die bis heute studiert haben, unserem Leben erfahren, dann werden wir erkennen, dass Gott ist und wie er ist. So wie Adam sein Weib erkannte und es brachte Frucht, sie wurde schwanger. So wird in unserem Leben die Frucht des Geistes sichtbar werden, wenn wir Gott erkennen, wie er wirklich ist. Die Liebe, die jetzt zu uns, sein Herz und unser Herz miteinander verbunden sind.
[1:06:33] 40: "Darum, achtung, darum wegen der Liebe Gottes, wegen seiner Kraft ging all dem, was er schon getan hat, den all diesen außergewöhnlichen Taten Gottes. Darum halte seine Satzung und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach der Gut geht und damit du lange lebst in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, gibt, für alle Zeiten." Gott wollte das Land Israel den Israeliten für alle Zeiten geben. Er möchte uns die Ewigkeit schenken. Warum sollen wir Gottes Gebote halten? Warum sollen wir sein Wort beachten, unseren seinen Satzungen orientieren? Warum? Weil er uns liebt, weil er Kraft hat, weil er so viel für unser Leben getan hat. Darum 5. Mose kennt nicht eine einzige Zeile von Gesetzlichkeit. Fünftes Mose ist voll von wahrer Gerechtigkeit. Aus dem Raum allein, 5. Mose 4, würde ausreichen, um jeden Menschen zu Gott zu führen.
[1:07:30] Und dann endet das hier mit einem interessanten Nachsatz, der scheinbar nichts damit zu tun hatte. 141: "Damals sonderte Mose drei Städte aus auf der anderen Seite des Jordan, gegen Sonnenaufgang, dort, wo die Sonne aufgeht im Osten, sollten drei Städte ausgesondert sein, quasi besonders eine Rolle einnehmen." Was sollte ihre Rolle sein? Vers 42: "Damit der Totschläger dort entfliehen könne, er seine Nächsten unabsichtlich getötet hat, ohne ihn zuvor gehasst zu haben, dass er in eine dieser Städte fliehen und am Leben bleibe." Es konnte schnell vorkommen, dass Menschen einen anderen umbrachten, totgeschlagen haben. Sie haben sich schlecht gestritten, sehr der Streit, den sie ja gar nicht hätten haben sollen, gegen außer Kontrolle, und sie und der eine töte den anderen nicht aus kühler Berechnung, sondern weil die Sünde ihn überwältigt hat. Kann er noch Hoffnung haben? Kann er gerettet werden? Die Antwort sollte symbolisiert werden durch drei Zufluchtsstätten, zu denen der Totschläger fliehen konnte. Er musste in diesen in diesem sind stehen bleiben, er musste dort Zuflucht suchen, und dort war er sicher. Über Freunde, befreunden wir alle sind Totschläger. Wir alle haben Gottes Gesetz gebrochen und andere Menschen verletzt. Wir alle sind eigentlich des Todes. Aber wir alle können zu der Zufluchtsstadt Gottes kommen. Diese drei Zufluchtsstätten hat interessante Namen. Erst 41: "nämlich Bezer, die Städte im Land der Ebene für die Huberta Rawert in Gilead, für die Golan in Bachern, für die Mamacita." Ihre Namen bedeuten: Bezer, der unerreichbare Platz, am Ort, die Höhen, und Golan, etwas umgebendes, gefangen oder auch Freude. Alle drei sollten symbolisieren, dass, wenn man einmal da drin ist, man sicher ist. Es ist für den Feind unerreichbar. Es ist so hoch, dass der Feind dort nicht hinkommen kann. Man ist umgeben dort, dass der Feind einen nicht mehr antasten kann. Psalm 62, 48 sagt: "Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in Gott." Die Zufluchtsstätte Israels sollten symbolisieren, dass jeder Mensch, der gesündigt hat und der jetzt um sein Leben fürchtet, Zuflucht bei Gott findet. Denn bei Gott ist er so geborgen, dass der Feind ihn nicht mehr antasten kann. So wie dieser Totschläger, der römische Soldat seine Zuflucht fand am Kreuz von Golgatha.
[1:10:04] In der Hebräer 6 heißt es: "Damit wir durch zwei unabänderliche Handlungen, in denen Gott unmöglich lügen konnte, eine starke Ermutigung haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen." Lieber Freund, liebe Freundin, bist du auch ein Totschläger, der sein Leben fürchtet? Dann nimm Zuflucht bei Jesus. Er ist die wahre Zufluchtsstadt. Er ist der Ort, der für den Feind unerreichbar geworden ist. Er ist in der Höhe jetzt für uns. Er umgibt uns mit seiner Gnade. Wenn wir bei ihm sind, sind wir sicher, egal wie sehr der Blutreiter um die Stadt herum auch toben mag. Wir sind sicher in Jesus. Das Feuer kam vom Himmel herab, um zu zeigen, dass Gott sich mit uns verbinden möchte. Jesus ist Mensch geworden, um genau das zu tun. Heute lade ich dich ein, aufgrund der Worte von 5. Mose 4, deine Zuflucht zu suchen in Jesus, der Gott gewesen ist und Gott ist und Mensch geworden ist, der durch seine Liebe, durch seine feurige Liebe, den Himmel und die Erde verbunden hat, damit wir einen Bund mit Gott schließen können. Ist es dein Wunsch, diesen Bund mit Gott zu haben, Gott als seinen Freund zu haben und in Jesus die Zuflucht zu finden, die er allein geben kann? Gott segne deine Entscheidung.
[1:11:31] In der nächsten Folge wollen wir gemeinsam das fünfte Kapitel studieren, mit der Einladung dazu aus den letzten Versen von Kapitel 4. Es wird dann um die zehn Gebote gehen, ein Kernstück von 5. Mose. Ich schalte dann wieder eine Seite dabei. Bis dahin muss euch Gottes reichen Segen im Studium dieses wunderbaren Buches.
Lizenz
Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.