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In dieser Episode von „Höre Israel“ taucht Christopher Kramp tief in Fünfte Mose Kapitel 5 ein, das die Zehn Gebote enthält. Er beleuchtet die Bedeutung dieser „Zehn Worte“ als grundlegende Prinzipien für das Leben und als Ausdruck von Gottes Liebe und Wunsch nach einer Beziehung zu seinem Volk. Die Lektion betont, dass die Gebote keine Last, sondern ein Angebot Gottes sind, das auf seiner Erlösungstat gründet und zu einem erfüllten Leben mit ihm führt.

Die Predigt erklärt, wie die Zehn Gebote nicht nur für die Israeliten damals, sondern auch für uns heute relevant sind. Sie verdeutlicht, dass Gott eine persönliche Beziehung zu jedem Einzelnen sucht und dass der Glaube an Jesus Christus die Grundlage für das Verständnis und die Befolgung dieser göttlichen Anweisungen bildet. Die Episode ermutigt die Zuhörer, Gottes Liebe in den Geboten zu erkennen und sich auf eine tiefe Freundschaft mit ihm einzulassen.


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Serie: Höre Israel (Ein ausführliches Studium von 5. Mose)

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Transkript

[1:04] Herzlich willkommen zu "Höre Israel". Wir wollen ein weiteres Kapitel im Buch Fünfte Mose gemeinsam betrachten. Dieses wunderbare Buch, das uns so sehr zeigt, wie Gott sein Volk ins Gelobte Land führen möchte und was wir alles lernen können aus der Geschichte des Volkes Israel für unsere Zeit. In der letzten Folge haben wir Fünfte Mose Kapitel 4 betrachtet und uns angeschaut, wie sehr das Feuer am Berg Sinai eine Repräsentation, ein Symbol der Liebe Gottes war. Er wollte mit seinem Volk einen Bund schließen. Das ganze Kapitel beschreibt im Wesentlichen eigentlich das wahre Evangelium, das auch Mose der zweiten Generation so ans Herz legen wollte.

[2:02] Das Ganze ist allerdings erst die Vorbereitung auf das jetzt folgende Kapitel, das in vielerlei Hinsicht eines der großen Zentren von Fünfte Mose ist. Denn Fünfte Mose Kapitel 5 enthält die zehn Gebote, die erneut hier präsentiert werden. Nach 2020, daher hat das Buch Fünfte Mose im Lateinischen seinen Namen Deuteronomium, das zweite, das wiederholte Gesetz. Wir wollen heute unter dem Titel "Die Zehn Worte", was uns darauf hinweisen wird, dass es bei den zehn Geboten um zehn grundsätzliche Prinzipien geht, unter diesem Titel wollen wir uns nicht nur das ganze fünfte Kapitel, sondern am Anfang noch die letzten Verse von Kapitel 4 anschauen, die als Einleitung zu diesem wesentlichen Kapitel dienen. Und es handelt sich um eines der allerwichtigsten Themen überhaupt in dieser Serie. Und wir wollen Gott bitten, dass er uns durch seinen Heiligen Geist führt und leitet, dass du die Wahrheit erkennst, wie sie für unser Leben von entscheidender Bedeutung ist. Ich lade dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir gemeinsam ein Anfangsgebet sprechen.

[3:10] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort, wir danken dir für Fünfte Mose und wir danken dir auch für dein Gesetz. So oft wird es missverstanden, so oft falsch dargestellt. Doch in Wirklichkeit stellt es deinen Charakter da und wir möchten heute etwas besser verstehen, was das Gesetz Gottes, das ist ein Gesetz und persönlich bedeuten soll. Und wir möchten besser verstehen, was du damals auch durch Mose den Israeliten hast sagen lassen, damit sie vorbereitet sind, das Land Kanaan einzunehmen zu können. Wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Geist dieses Gesetz in unsere Herzen schreibst, damit wir wirklich von unserem Denken und Fühlen dadurch geprägt werden und dir zu Ehre leben. Das bieten wir im Namen unseres Erlösers Jesus Christus. Amen.

[4:04] Die Zehn Worte. Und wie immer wollen wir auch diesmal das Kapitel Fünfte Mose 4 und dann 5 gemeinsam lesen. Ich lade dich ein, eine Bibel zur Hand zu nehmen, die Parallelverse werden dann natürlich immer auch hier in der Präsentation mit eingeblendet sein. Fangen wir an in Fünfte Mose 4 und dort Vers 44: "Und dies ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israels vorlegte." Es wird jetzt um die zehn Gebote gehen, aber nicht nur, denn im nächsten Vers lesen wir: "Das sind die Zeugnisse, die Satzungen und Rechtsbestimmungen, die Mose den Kindern Israels verkündigte, als sie aus Ägypten zogen." Und warum es neben den zehn Geboten noch all die verschiedenen Satzungen, all die verschiedenen Rechtsordnungen gab, werden wir unter anderem heute auch noch genauer ansprechen.

[4:58] In Vers 46 heißt es: "Auf der anderen Seite des Jordan im Tal betet er gegenüber im Land Sihons, des Königs der Amoriter, der in Heschbon wohnte, den Mose und die Kinder Israels schlugen, als sie aus Ägypten zogen." Noch einmal wird Bezug genommen auf die Geschichte, die wir in den ersten Kapiteln ja hier in Fünfte Mose studiert haben, diesen erstaunlichen Sieg über die Amoriter, zunächst einmal über Sihon und dann im nächsten Vers, Vers 47 heißt es: "Und dessen Land den Besitz nahmen, samt dem Land Ogs, des Königs von Baschan, der beiden Könige der Amoriter, die jenseits des Jordan waren, gegen Sonnenaufgang." Wir erinnern uns noch an die Geschichte von Og von Baschan, diesem Riesen unter Riesen und wie in Fünfte Mose 3 dargestellt wird, wie durch den Glauben die Israeliten in der Lage waren, diese fast uneinnehmbare Festung und unbesiegbare Armee zu besiegen, weil Gott mit ihnen war, weil sie ihm glaubten, dass er das Beste für sie will. Und sie waren Sieger.

[6:20] Und wir haben gesehen, dass diese Geschichten, die hier immer wieder am Anfang von Fünfte Mose im Kontext der zehn Gebote erwähnt werden, dass diese Geschichten uns zeigen sollen, dass wir mit Gottes Hilfe, dass Menschen unmögliche vermögen, dass wenn wir ihm glauben, er uns nicht nur vergibt, sondern den Sieg schenkt. Und das ist nicht ohne Grund noch einmal hier als Einleitung auch zu den zehn Geboten gegeben. Denn wenn wir Gott glauben, wird er uns nicht nur vergeben, wenn wir sie gebrochen haben, nein, er wird uns auch Kraft schenken. Lieber alleine nie hätten wir um den Feind, den Satan und die Verführung besiegen zu können und ihm gehorsam, Gott gehorsam sein zu können.

[7:02] Im nächsten Vers heißt es von Aroer an, dass am Ufer des Flusses liegt, bis an den Berg Zion. Das ist der Herr. Moabiten hatten bereits sein gewaltiges Gebiet eingenommen, das bis an den Libanon reichte, zumindest östlich des Jordans. Jetzt sollte es ja daran gehen, das eigentlich Gelobte Land westlich des Jordans, Palästina, wie es heute heißt, zu erobern. Noch ein bisschen mehr Beschreibung des bereits eroberten Ostjordanlandes. Im letzten Vers von Kapitel 4, das heißt es: "Und die ganze Ebene jenseits des Jordan gegen Osten, bis an das Meer der Arawa, unterhalb der Abhänge des Pisga, dort in der Jordansenke, in der Arawa, die sie oft in der Bibel genannt wird." Dort befanden sich ja die Israeliten jetzt und sie waren kurz davor, über den Jordan zu ziehen. Sie sahen bereits das Gelobte Land aus der Ferne. Und hier predigte Mose jetzt mit großem Ernst und Feierlichkeit diese Predigtserie über Fünfte Mose.

[8:10] Und als ein wesentlicher Bestandteil jetzt diese Verse, die wir heute als Fünfte Mose 5 kennen, als die Wiederholung, die Vertiefung der zehn Gebote. Beginnen wir das Kapitel 1, Vers 1: "Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Satzungen und Rechtsbestimmungen, die ich euch heute vor euren Ohren rede, sie heute für euren Ohren rede, lernt und bewahrt sie, um sie zu tun." "Höre, Israel", war der Beginn dieser Rede. Die Israeliten sollten genau hinhören. Sie sollten nicht einfach nur Informationen aufnehmen, nein, sie sollten das, was sie hören, lernen. Sie sollten es bewahren und sie sollten es tun. In Fünfte Mose 4 gegen das er ganz ähnlich los. Daher hatte Mose gepredigt und nun: "Israel, höre auf die Satzung und auf die Rechtsbestimmungen, die ich euch heute zu tun lehre, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das euch der Herr, der Gott eurer Väter gibt."

[9:16] Es ist nicht ohne Bedeutung, dass hier in Fünfte Mose 5, 4, 5 und dann auch noch in 50, 6 Mose immer wieder betont und wiederholt: "Höre, Israel!" Israeliten sollten hier eine entscheidende, wichtige Botschaft für sich persönlich annehmen. Und auch wir, die wir heute diese Kapitel lesen und studieren, sind aufgefordert, genau hinzuhören, was der Geist den Gemeinden sagt.

[9:46] Gelesenen Jahren und Propheten bei der Gesetzgebung waren ja nur wenige aus der jetzigen Gemeinde alt genug gewesen, um der ehrfurchtgebietenden Ernst das Ereignis ganz zu verstehen, dass sie bald den Jordan gehen und vom verheißene Land Besitz ergreifen sollten. Wollte Gott ihnen die Forderungen seines Gesetzes wieder deutlich machen oder als Bedingung ihres Wohlergehens Gehorsam einschärfen. Gott sah es als notwendig an, die zwar schon bekannten zehn Gebote noch einmal zu wiederholen, denn viele ahnten nicht, wie wichtig sie sein würden, wie sehr das Wohlergehen auch im Land Kanaan vom Gehorsam gegenüber dem Gesetz abhängig sein würde. Sie waren sich der Feierlichkeit und des ernsten der zehn Gebote nicht bewusst. Die vielen von uns geht es vielleicht ganz ähnlich. Wir kennen die zehn Gebote, aber uns ist eigentlich nicht bewusst, wie wichtig sie sind und welche Bedeutung sie für unser persönliches Glück haben. Es lohnt sich, die zehn Gebote genauer anzuschauen.

[10:47] Weiter heißt es: "So trat Mose vor das Volk, um es ein letztes Mal zu warnen und zu ermahnen. Auf seinem Gesicht lag der Glanz himmlischen Lichtes, das Haar war schneeweiß, aber seine aufrechte Gestalt, sein Ansehen, Aussehen bezeugten unverminderter Kraft und Gesundheit. Sein Auge war klar und ungetrübt. Bei diesem Anlass von großer Tragweite schilderte er den Israeliten mit tiefem Empfinden die Liebe und Barmherzigkeit ihres allmächtigen Beschützers."

[11:21] Als Mose die zehn Gebote wiederholt, hebt er nicht einfach den erhobenen Zeigefinger. Er wird nicht laut und prügelt die Wahrheit auf die Israeliten ein. Nein, er sagt mit tiefem Empfinden, hat er die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes dargestellt, als einer, der allmächtig ist und sein Volk gerne beschützt. Wenn wir doch mehr über die zehn Gebote so reden könnten, wie Mose es getan hat, wenn wir mit tiefem Empfinden die Liebe und die Barmherzigkeit in den zehn Geboten darstellen können, wenn uns bewusst wird, dass Gott unser Beschützer ist.

[12:03] Vers 2: "Der Herr, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen." Der Horeb, das ist natürlich der Berg Sinai. Fast 40 Jahre waren vergangen, seitdem damals Gott im Feuer herabgekommen war und mit seiner Stimme die zehn Gebote gesprochen hatte, vor den Ohren all der hunderttausenden, wahrscheinlich ungefähr zwei Millionen Israeliten. Und schon in Fünfte Mose 4 hatte Mose die Umstände dieses gigantischen Ereignis noch mal genauer beleuchtet. Dort am Horeb sollte ein Bund geschlossen werden, eine Verbindung. Gott hatte nicht nur Informationen weitergeben, er wollte deutlich machen, dass er und das Volk eine Beziehung eingehen sollten.

[12:57] Doch mit diesem Bund hat es etwas ganz Besonderes auf sich, und das macht der nächste Vers sehr deutlich: "Nicht mit unseren Vätern hat er diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind." Was für eine interessante Idee! Mose sagt, der Bund wurde gar nicht mit den Israeliten der ersten Generation geschlossen, sondern mit denen der zweiten Generation, obwohl viele der zweiten Generation entweder viel zu klein waren damals oder noch gar nicht existierten. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass Gottes Wort immer für den gemeint ist, der es annimmt, nicht unbedingt nur für den, der es buchstäblich physisch gehört hat.

[13:45] Wir haben ja oft die Idee, dass die Menschen der Bibel irgendwie privilegiert waren, denn sie haben die Stimme Gottes buchstäblich gehört. Sie haben mit Jesus gelebt. Doch das Wort Gottes, die Verheißungen, die er gibt, sind nicht für die, die physisch neben ihm in seiner Gegenwart stehen. Die Verheißungen sind immer für den, der sie annimmt. Viele Menschen waren in der unmittelbaren Gegenwart von Jesus und haben das Evangelium nicht angenommen. Viele andere dagegen haben genau seine Worte sich zu Herzen genommen, und für sie sind sie gesprochen worden.

[14:23] Wir sind also nicht nur Empfänger zweiter Klasse, so zu sagen, sondern die Verheißungen der Bibel, die Worte, die Prophezeiungen, das Evangelium sind 100%ig für uns genauso gemeint, wie für Menschen, die damals leibhaftig dabei gewesen sind.

[14:47] In Erste Mose 17, Vers 7 wird deutlich, dass Gott schon viele Jahrhunderte vorher seinen Bund erklären wollte und: "Ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir", sagt Gott hier dem Abraham, "und zwischen deinem Samen nach dir, von Geschlecht zu Geschlecht, als einen ewigen Bund, deinen Gott zu sein und der deines Namens nach dir." Gott hat hier nicht nur nach einer zeitlich begrenzten Verbindung Ausschau gehalten. Gott wollte einen immerwährenden Bund.

[15:13] Das, was Gott den Menschen anbietet, hat Bestand bis zur Ewigkeit. Und dieser Bund ist es, den Gott eigentlich auch am Sinai im Sinn gehabt hat.

[15:28] Vers 4: "Von Angesicht zu Angesicht hat der Herr auf dem Berg mit euch geredet, mitten aus dem Feuer." Wir haben in der letzten Folge ausführlich uns angeschaut, was es bedeutet, dass Gott hier aus dem Feuer gesprochen hat. Das Symbol seiner verzehrenden Liebe, eine Liebeserklärung an den Sünder, aber durchaus auch eine Kriegserklärung an die Sünden. Gott ist ein verzehrendes Feuer.

[15:59] Interessant ist die Formulierung hier: "Von Angesicht zu Angesicht hat er auf dem Berg mit euch geredet." Das wird uns vielleicht erstmal wundern, denn wir hatten ja in Fünfte Mose 4 und dort Vers 12 gelesen: "Und der Herr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hörte ihr, aber ihr seid keine Gestalt, sondern vernahmt nur die Stimme." Also Fünfte Mose 4 hat sehr deutlich gemacht, dass die Israeliten Gott nicht tatsächlich körperlich gesehen haben. Was ist also ausgedrückt mit dieser Idee "von Angesicht zu Angesicht hat der Herr auf dem Berg mit euch geredet"?

[16:39] Interessant ist, wenn wir Zweite Mose 33, Vers 11 betrachten, das heißt es: "Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet." Diese Redewendung "von Angesicht zu Angesicht" soll Freundschaft ausdrücken. Als Gott im Feuer auf dem Berg Sinai hinabstieg und die zehn Gebote verkündete, hat er dem Volk Israel buchstäblich eine Freundschaftsanfrage gesendet. Er wollte ihr Freund sein, er wollte eine Beziehung mit ihm eingehen.

[17:25] Das war das Ziel, und Mose betont diesen Punkt, denn die zehn Gebote sind eben nicht nur eine Aneinanderreihung von Regeln, die uns zeigen, wie man sich korrekt zu verhalten hat dem Universum. Nein, sie sind Gottes Angebot, ein Leben mit ihm zu führen. Es war wirklich Ausdruck seiner Liebe. Er wollte mit den Gläubigen befreundet sein.

[17:47] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott möchte auch mit dir befreundet sein. Er gibt hier nicht nur das Wort, damit du weißt, was du zu tun, was du zu lassen hast. Nein, er möchte eine echte, wirkliche, reale Beziehung führen.

[18:03] Dein Freund sein. Bist du ein Freund von Gott?

[18:08] Vers 5 heißt es: "Ich stand zu der Zeit zwischen dem Herrn und euch, um euch die Worte des Herrn zu verkündigen, denn ihr habt euch vor dem Feuer geflüchtet und seid nicht auf den Berg gegangen." Und er sprach. Das Feuer war ja ein Symbol der Sünde, verzehrenden Macht Gottes. Aber die Israeliten, die ja immer noch auch an Sünde festhielten, sahen vor allem darin auch etwas beängstigend, etwas bedrohliches. Und hier deutet sich schon die ganze Dramatik und Tragik an, die dann weiter im Laufe dieses Kapitels noch genauer zu betrachten sein wird. Die Israeliten sahen vor allem die Gefahr und weniger die Liebe, die Gott sich hier eigentlich offenbarte.

[19:03] In einem Zeugnis heißt es: "Die Macht und Herrlichkeit, mit der das Gesetz gegeben wurde, offenbart seine Bedeutung. Es ist der Glaube, der den Heiligen ein für alle Mal übergeben worden ist durch Christus, unserem Erlöser, der vom Sinai spricht." Es war Jesus, der dem Volk Israel die zehn Gebote gab. Das Volk aber hatte Angst vor den Worten Jesu.

[19:33] Wenn wir an Sünde festhalten, dann kann es tatsächlich sein, dass – und dann wird es so sein – dass selbst die liebevollsten Worte Gottes, weil sie so bedeutsam sind und weil sie so klar unseren Zustand offenbaren und weil sie uns zeigen, dass, weil Gott uns verändern kann, es keine Entschuldigung für die Sünde gibt, an dem wir vielleicht noch gerne festhalten, dann wird das immer auch so eine gewisse, zumindestens für den Sünder, eine gewisse bedrohliche Atmosphäre aufbauen. Nicht, weil Gott uns bedrohen möchte, sondern weil die Sünde in uns an dem Festhalten so ein Szenario aufbaut. Aber die zehn Gebote sind der Glaube, sagt sie hier, der ein für allemal den Heiligen übergeben worden ist.

[20:19] Gott hat hier seine Botschaft an die Menschheit deutlich gemacht. Die Israeliten sollten diese Botschaft ja die ganze Welt tragen. Unser Erlöser, der am Kreuz von Golgatha für uns gestorben ist, ist derselbe, der auf dem Sinai gesprochen hat, und zwar diese zehn Gebote.

[20:37] Er sprach: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt hat." Bevor die eigentlichen zehn Gebote kommen, gibt Gott, gibt Jesus hier die Grundlage für das gesamte Gesetz, nämlich, dass er selbst, Gott, für uns sich eingesetzt hat, dass er uns gerettet hat. Nicht, dass wir aufgrund bestimmter Leistungen und Taten und Einflüssen Gehorsam uns einen Segen verdient hätten, weil er uns gerettet hat, weil er uns befreit hat. Deswegen, auf Grundlage dieser Tatsache, gibt er uns die Gebote.

[21:22] In Psalm 81, Vers 6 gibt es eine ganz ähnliche Idee: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat." So ähnlich wie jetzt hier am Anfang der zehn Gebote, diese Formulierung führt in Fünfte Mose 25 zu den zehn Geboten. Aber im Psalm 81 hat sie eine weitere Idee damit verknüpft, das heißt nämlich hier: "Tu deinen Mund weit auf, so will ich ihn füllen." Mit anderen Worten: Erwarte Großes von mir, du wirst nicht enttäuscht werden.

[21:58] Wenn wir die zehn Gebote betrachten, wir realisieren, Gott hat uns frei gemacht, dann dürfen wir Großes erwarten. Die zehn Gebote sind keine Einschränkung, nein. Nein, Gott will unseren Mund füllen. Und damit wir überhaupt das alles aufnehmen können, was er für uns hat, sollen wir den Mund weit aufmachen.

[22:15] Wenn wir die zehn Gebote betrachten, sollten wir in unserem Herzen tatsächlich diese Einstellung haben: Ich möchte meinen Mund, meine Augen, mein Herz, meine Ohren weit aufmachen, denn du willst mich füllen mit deinem Heiligen Geist.

[22:31] Die Soldaten hatten Generationen in Ägypten zugebracht als Sklaven. Sie konnten sich aus eigener Kraft nicht befreien, aber Gott hatte sie frei gemacht. Und als Zeichen der Befreiung hatten sie das Blut des Lammes an die Türposten gestrichen. All das war ein Typus, ein Symbol auf die wahre Befreiung durch das Blut des Lammes, als Jesus am Kreuz von Golgatha starb und dann den Tod besiegte. Einen Weg aus der Sklaverei der Sünde und im Gefängnis des Todes.

[23:03] Was Jesus am Kreuz von Golgatha für mich und für dich getan hat, den Sieg über den Teufel und den Tod, erinnert das ist die Grundlage, das ist die Basis. Deswegen gibt er uns die zehn Gebote.

[23:20] Das erste sagt in Vers 7: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Gott liebt uns wirklich und er ist der einzige, der uns Leben geben kann, der einzige, der uns geschaffen hat, der einzige, der uns erlöst hat. Niemand hat auch nur ansatzweise so viel Recht auf unsere Liebe, Freundschaft und Anbetung, auf unseren Gehorsam, als der Gott, der Himmel und Erde gemacht hat und für uns kämpft und sich einsetzt.

[24:00] Jesus selbst hat in der Wüste und dann auch auf dem Berg der Versuchung dieses Prinzip sehr deutlich ausgelebt. Da spricht Jesus zu ihm: "Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." Nichts auf dieser Welt, kein Mensch, kein anderes Wesen, kein Reichtum, Erfolg, nichts darf die Stelle Gottes einnehmen. Er muss die oberste Priorität sein. Alles, was ich über Gottes Priorität oder...

[24:38] Alles, was ich über Gottes Priorität oder einfach sie über Gott stellt in unserer Prioritätenliste, wird zu einem Götzen. Und das führt zu Übertretung des ersten Gebotes. Gott liebt uns wirklich, und weil er uns liebt, duldet er niemanden neben sich oder über sich. Er möchte nicht, dass unser Herz geteilt ist, weil er alles für uns getan hat. Möchte auch, dass wir ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele, von ganzer Kraft lieben.

[25:10] Und das führt uns zum zweiten Gebot. Dort heißt es in Vers 8 und 9: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern ist tiefer als die Erdoberfläche. Bete sie nicht an und diene nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen."

[25:34] Viele auch viele Heiden behaupteten, sie würden ja den wahren Gott des Himmels ehren. Sie würden halt nur bildliche Darstellungen benutzen, um ihre Vorstellungskraft etwas nachzuhelfen. Auch das ist etwas, was man heute oft auch in christlichen Kreisen hat. Aber Gott verbietet nicht nur andere Götter zu haben, er verbietet auch grundsätzlich die Anbetung, auch die Anbetung von ihm selbst durch Bilder, durch Abbildungen, die den Blick von dem Schöpfer auf die Schöpfung wenden würden.

[26:10] So war es schon in 5. Mose 4, sehr deutlich geworden: "So bewahrt eure Seelen wohl, weil ihr keinerlei Gestalt gesehen habt an dem Tag, als der Herr aus dem Feuer heraus mit euch redete auf dem Berg Horeb, damit ihr nicht verderblich handelt und euch ein Bild des Macht in der Gestalt irgendeines Götzenbildes."

[26:28] Die Israeliten, die um das goldene Kalb rannten, argumentierten ja durchaus damit, dass es der Gott sei, der sie aus Ägypten herausgeführt hat. Aaron nennt ihn sogar JHWH, mit der Eigenbezeichnung Gottes. Aber Gott war nicht damit einverstanden, dass er durch ein goldenes Kalb angebetet werden sollte.

[26:51] In 5. Mose 4, Vers 24 haben wir gelesen: "Denn Gott, der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott." Deswegen steht hier, dass Gott ein eifersüchtiger Gott ist, und das ist auch ganz richtig so.

[27:07] Manch einer fragt sich, wieso sollte Gott eifersüchtig sein? Der Grund ist, Eifersucht ist ein wesentliches Kennzeichen echter Liebe. Wie wir es auch schon in 5. Mose 4, dort haben, wenn jemand wirklich liebt, wird er auch wirklich eifersüchtig sein, wenn man ihn betrügt. Und betrügt Gottes Liebe ist keine Theorie, kein theologisches Konzept, sondern so real, mindestens so real wie echte Liebe zwischen Mann und Frau. Und wenn diese echte Liebe zwischen Mann und Frau betrogen wird, dann ist da zu Recht echte Eifersucht.

[27:47] Gott liebt uns so sehr, dass er buchstäblich wirklich eifersüchtig ist, wenn wir andere Dinge an seine Stelle rücken.

[27:58] Deswegen sagt die Bibel in 2. Mose 34, 14: "Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten, denn der Herr, dessen Name 'der Eifersüchtige' ist, ist ein eifersüchtiger Gott." So sehr ist die Eifersucht Gottes Wesensmerkmal, dass sogar einer seiner Namen "der Eifersüchtige" ist. Und vergessen wir nicht, hier spricht unser Erlöser. Hier spricht Jesus. Jesus, der uns so sehr liebt, ist eifersüchtig, wenn wir die Schöpfung für wichtiger halten als unseren Schöpfer.

[28:34] Wenn es Dinge in unserem Leben gibt, die höhere Priorität haben als das, was er uns sagt und tut. Was hat es mit dieser Formulierung auf sich? "Der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern ein bisschen das dritte und vierte Glied." Hier gibt es immer wieder sehr viel Verwirrung. Deswegen hier ein sehr gutes, zusammenfassendes Statement aus "Jahre und Propheten": "Es ist unvermeidlich, dass Kinder unter den Folgen elterlichen Fehlverhaltens leiden müssen, aber sie werden für die Schuld der Eltern nicht zur Rechenschaft gezogen."

[29:09] Mit anderen Worten, niemand wird von Gott verurteilt aufgrund der Sünde der vorherigen Generationen, es sei denn, sie hätten auch daran Anteil gehabt. Aber jetzt kommt der Punkt: Gewöhnlich treten aber die Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern durch Vererbung und Beispiel. Machen sie sich dergleichen Sünden wie der Eltern schuldig. Die Anlage zu schlechten Neigungen und niedrigen Gewohnheiten wird genauso wie körperliche Krankheit und Entartung vom Vater auf den Sohn bis ins dritte und vierte geht vererbt.

[29:41] Diese schreckliche Wahrheit sollte ernstliche Kraft verleihen, den Menschen von einem sündigen Lebenswandel abzuhalten. Was Gott sagt, ist, was er sagt, ist nicht nur, machen wir ihn traurig und eifersüchtig, sondern wenn wir sündigen gegen ihn, dann werden wir sogar durch unser Beispiel und auch durch die Vererbung unsere Kinder und Enkel und vielleicht sogar die Urenkel, zumindestens beeinflussen Richtung Sünde. Auch wenn unsere Sünde nicht von den Kindern und Enkelkindern getragen werden muss, ist doch unser Beispiel oft so stark, die Vererbung, die wir ihnen mitgegeben, so mächtig, dass dann viele diesem Beispiel folgen.

[30:31] Wir müssen also verstehen, wenn wir die zehn Gebote betrachten, dass es nicht nur meine Beziehung zwischen Gott und mir geht, sondern dass er mein Fehlverhalten auch viele andere mit negativ beeinflussen wird.

[30:43] Und dann kommt Vers 10: "Über Gott wird hier gesagt: 'Die Arbeit gerade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.'" Was für ein schöner Vers. Denn hier wird die Liebe zu Gott mit dem Halten seiner Gebote verbunden. Hier wird sehr deutlich, dass alle, die Gottes Gebote eben ernst nimmt, die höheren, höre Israel, dass die wirklich dadurch deutlich machen, dass sie Gott von ganzem Herzen lieben.

[31:12] Jesus hat dasselbe mehrfach deutlichst ausgedrückt. In Johannes 14 heißt es in Vers 15: "Liebt mich, so haltet meine Gebote." Das ist fast wie eine Paraphrase aus dem zweiten Gebot.

[31:22] In Vers 21: "Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren."

[31:35] Wenn wir in unserer Beziehung zu Jesus also wachsen wollen, sollten wir über die zehn Gebote mehr nachdenken. Denn wer an ihnen festhält und sie befolgt, der ist es, der Jesus liebt.

[31:50] Auch im ersten Johannesbrief heißt es im Kapitel 14 und Vers 2 und 3: "Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten."

[32:04] Und seine Gebote sind nichts für seine Gebote beschreiben seine Liebe zu uns. Und wenn wir darauf hören, wenn wir dies lernen und bewahren, um es zu tun, lieben wir ihn zurück. So einfach ist das.

[32:19] Und so wichtig, deswegen die zehn Gebote eine so gewaltige Rolle, weil sie ein Gradmesser sind, wie sehr wir Gott wirklich lieben. Dass wir Gott lieben, sagen wir oft, aber ob wir es wirklich tun, lässt sich anhand der zehn Gebote gut überprüfen.

[32:37] Die zehn Gebote offenbaren Gottes Liebe zu uns. Wenn wir sie halten, offenbaren wir damit uns're Liebe zu ihm zurück.

[32:46] Vers 11: Das dritte Gebot: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht."

[32:58] Der Name Gottes sollte uns heilig sein. Wenn wir Gott wirklich lieben, werden wir seinen Namen nicht in den Schmutz ziehen. Wir werden ihn nicht oberflächlich und sorglos einfach daher reden, sondern dieser Name wird uns etwas bedeuten.

[33:15] Ist es nicht so, dass Menschen, die du sehr gerne hast, Menschen, die du liebst, dass schon die Erwähnung ihres Namens gewisse Gefühle, gewisse Gedanken und Emotionen bei dir ausgelöst werden? Wenn wir Gott wirklich lieben, dann wird schon die Erwähnung seines Namens diese Gefühle in uns auslösen, und wir werden nicht nur oberflächlich und schlecht, vielleicht sogar mit seinem Namen umgehen.

[33:42] Das heißt auch, wir werden ihn nicht benutzen, um zum Beispiel falsch zu schwören. In 3. Mose 19 steht: "Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, so dass du den Namen deines Gottes entheiligst. Ich bin der Herr."

[33:59] Und in Psalm 111, Vers 9 heißt es: "Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, auf ewig verordnet seinen Bund, heilig und furcht gebietend ist sein Name."

[34:09] Wenn wir wirklich Gott lieben, werden wir die Heiligkeit Gottes sehen. Wir werden uns bewusst sein, wie viel Gott für uns getan hat und welche enorme Kraft er hat, und wir werden uns hüten, einfach so oberflächlich und ohne nachzudenken über ihn zu reden. Sondern wenn wir über ihn sprechen, dann wird das wirklich mit dem Gefühl sein, dass es wichtig ist, und dass wir ihn gern haben und dass wir ihm dankbar sind. Und das wird dann unseren Worten auch eine enorme Kraft verleihen, eine geistliche Kraft, um andere Menschen zu Gott zu ziehen.

[34:45] Das vierte Gebot in 5. Mose 5, Vers 12 bis 15. Nicht ohne Grund das längste von allen zehn Geboten: "Halte den Sabbat-Tag und heilige ihn, wie es dir der Herr, dein Gott, geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber im siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochse, noch dein Esel, noch irgendein Vieh, noch der Fremdling, der in deinen Toren ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du. Denn du sollst bedenken, dass du auch ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten, und der Herr, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbat-Tag halten sollst."

[35:32] Wir sollen am siebenten Tag und so auch 2. Mose 23, Vers 12: "Sechs Tage sollst du deine Werke verrichten, aber am siebenten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Knecht und die Magd sich erholen können."

[35:49] Der siebte Tag, der biblische Sabbat, der Samstag, soll ein Ruhetag sein. Das ist Teil der zehn Gebote, ist Teil dieser Selbstoffenbarung Gottes, Teil der Liebe, die wir zu Gott ausdrücken können.

[36:04] Jesaja 56, 46 wird deutlich, dass dies nicht nur für Israeliten gilt. Hier sehen wir, dass auch die Fremdlinge mit gemeint sind, und die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen und um ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben und seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entweihen und an seinem Bund festhalten.

[36:23] Also auch die Nicht-Israeliten, die Gott lieben, würden ihm gerne dienen möchten und an seinem Bund, seinem ewigen Bund, dem neuen Bund festhalten. Sie würden auch den Sabbat ehren.

[36:38] Der Sabbat ist ein Zeichen wahrer Treue und Loyalität zu Gott. Der Sabbat hat nichts zunächst einmal mit dem Volk Israel zu tun, denn der Sabbat geht natürlich zurück auf die allerersten Stunden der Menschheitsgeschichte, als am siebten Tag der Schöpfung Gott ruhte von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und er dann diesen Tag segnete und heiligte als ein Geschenk an Adam und Eva und mit ihnen an die gesamte Menschheit, Zeit zu verbringen mit dem Schöpfer.

[37:15] Denn jede Liebesbeziehung muss gepflegt werden, dann und man kann sie nur pflegen, wenn man Zeit investiert. Jeder, der eine Beziehung führt, weiß das nur allzu gut. Ohne Zeit kann die Beziehung nicht aufrechterhalten werden. Und Gott wollte jeden siebenten Tag in einer besonderen Art und Weise mit der Menschheit Zeit verbringen. Dazu war der Sabbat gemacht.

[37:39] Entsprechend war das ursprünglich von Gott auch in den zehn Geboten deutlich ausgedrückt worden, denn in sechs Tagen hat der Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und ruhte an jedem Tag. Darum hat der Herr den Sabbat-Tag gesegnet und geheiligt.

[37:55] So hatte es Jesus selbst vom Berge Sinai herab gepredigt, im Feuer, mit lauter Stimme. Doch als Mose die Gebote wiederholt, gibt er eine andere Begründung. Dort, wo jetzt am Ende des vierten Gebotes die Erwähnung der Schöpfung man erwarten würde, erwähnt Mose den Auszug aus Ägypten.

[38:18] Die Israeliten, die die zehn Gebote ja gut kannten, sie waren ja auf Steintafeln vorhanden, sie wurden vorgelesen, als Israeliten wussten natürlich hier, als Mose die zehn Gebote wiederholt, wie der eigentliche Wortlaut wohl gewesen ist. Und als sie jetzt diese zehn Gebote wiederholt bekommen, im vierten Gebot, jetzt erwartet haben, jetzt kommt gleich natürlich der Hinweis auf die sechs Tage Schöpfung und den siebenten Tag, an dem Gott geruht hat. Da erwähnt Mose stattdessen den Auszug aus Ägypten.

[38:45] So, als wäre die Befreiung aus der Knechtschaft eine neue Schöpfung. Und ist nicht genau das, was auch das Neue Testament uns sagt, dass wenn wir in Christus sind, wie eine neue Schöpfung sind, dass wir geschaffen sind in ihm zu guten Werken, die er zuvor bereitet hat. Dass die Erlösung eine Neuschöpfung ist.

[39:11] Und dass diesen Punkt macht Mose auf so brillante Art und Weise deutlich. Den Sabbat halten wir, weil Gott der Schöpfer ist, und er Schöpfer von Himmel und Erde und Meer und Wasserquellen und von Menschen und von unserem neuen Herzen, das durch das Blut Jesu gereinigt wird, das neue Gewissen, das gereinigt wird durch das Blut Jesu. Er ist der Schöpfer.

[39:35] Er spricht in die Finsternis und die Dunkelheit unseres Herzens: "Es werde Licht." So wie Jesaja 4, 6 sagt: "Halten den Sabbat als Zeichen der schöpferischen Kraft Gottes und Erlösung."

[39:53] Ist Teil der Schöpfung Gottes. Psalm 116, Vers 16: "Ach ja, ich bin dein Knecht, ich bin dein Knecht, der so unter der Marke, du hast meine Fesseln gelöst."

[40:04] Sabbat halten ist Ausdruck des Gefühls, der Überzeugung: Gott hat mich befreit von den Fesseln und der Knechtschaft der Sünde.

[40:18] In "Patriarchen und Propheten" heißt es dazu: "Der Herr wollte, dass die Kinder Israel durch getreue Beobachtung des Sabbat-Gebotes beständig an ihre Verantwortlichkeit gegenüber ihm als ihrem Schöpfer und Erlöser erinnert werden sollten."

[40:30] Solange wir den Sabbat im rechten Sinn und Geist hier, würde keine abgetrennte Reihe unter ihnen aufkommen können, sollten jedoch die Forderung dieser Vorschrift der zehn Gebote als nicht länger verbindlich beiseite gesetzt werden, würde bald auch der Schöpfer vergessen sein, und die Menschen würden andere Götter anbeten.

[40:49] Sie sollten ihn als Schöpfer und Erlöser kennenlernen. Jesaja 58, Vers 13 zeigt uns praktisch, wie der Sabbat zu halten ist: "Wenn du am Sabbat einen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt, wenn du den Sabbat zu deiner Lust und den heiligen Tag des Herrn ehrenwert, wenn du ihn erst so, dass du nicht deine Gänge erledigt und nicht deine Geschäfte treibst, noch nicht die gewohnte redest."

[41:16] Der Gott wirklich liebt, wird sich Zeit für ihn nehmen. Dann wird er nicht das tun, was wir sonst sechs Tage die Woche ständig tun, was uns am wichtigsten ist, sondern wir werden uns gerne für Gott Zeit nehmen. Deswegen sagt der Vers hier, dass wir nicht das tun, was uns gefällt, sondern dass der Sabbat eine Lust ist. Es wird keine Anstrengung sein, sich mit Gott und seinem Wort zu beschäftigen.

[41:39] Wir werden uns nicht ablenken lassen durch unsere normale Arbeit, Beschäftigung, nicht einmal durch unnütze und weltliche Worte.

[41:50] Entsprechend kommentiert sie: "Taten der Notwendigkeit und Barmherzigkeit sind am Sabbat erlaubt." Das ist sehr wichtig zu betonen, für die Kranken und Leidenden muss zu allen Zeiten gesorgt werden. Das heißt, bestimmte Berufe, wie zum Beispiel in der Krankenpflege oder auch, wenn es um wichtige Operationen geht, die nicht aufgeschoben werden können, wenn es darum geht, Leidende zu versorgen, solche Berufe müssen natürlich auch am Sabbat ausgeführt werden.

[42:16] Jene, die am Sabbat Geschäftsangelegenheiten diskutieren oder Pläne legen, werden von Gott so angesehen, als hätten sie die Transaktion tatsächlich ausgeführt.

[42:25] Um den Sabbat heilig zu halten, sollten wir es unserem Denken nicht einmal erlauben, sich mit weltlichen Dingen zu beschäftigen.

[42:33] Nun kommen wir zum fünften Gebot und damit zu dem Übergang von den Geboten, die unsere Beziehung zu Gott das schreiben, zu den Geboten, die jetzt uns're Beziehung zu anderen Menschen beschreiben.

[42:46] Das 16: "Du sollst deinen Vater, deine Mutter ehren, wie es dir der Herr, dein Gott, geboten hat, damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt."

[42:59] Nicht ohne Grund sind zuallererst die Eltern hier angesprochen, denn die Eltern sind für die Kinder die allererste Repräsentation Gottes, sozusagen. Gerade kleine Kinder sollen in der liebevollen Fürsorge der Mutter und in der Autorität des Vaters, in der liebevollen Autorität des Vaters, eine Idee bekommen, wie Gott zu ihnen ist. Deswegen ist sind ist das Gebot über die Eltern direkt hier an der Schalter, man sozusagen an der Schaltzentrale zwischen den Geboten bezüglich Gott und den Geboten bezüglich anderer Menschen angebracht.

[43:35] Denn in unsere Beziehungen zu unseren Eltern übertragen sich viele Prinzipien unserer Beziehung zu Gott.

[43:45] Wenn 3. Mose 19, Vers 3 heißt es: "Ihr sollt jeder Ehrfurcht vor seiner Mutter und seinem Vater haben und meine Sabbate halten, denn ich bin euer Gott." Hier sieht man also, wie diese Gebote eng zusammengehören. Sie sind nicht einfach nur nebeneinander geklatscht, nein, sie gehören alle in ein Gesamtpaket.

[44:01] Jesus hat dieses fünfte Gebot stark betont, als er am 5. Matthäus 15 sagt: "Denn Gott hat geboten und gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren." Und dann tadelt er die Juden seinerzeit, die durch Trickserei und rhetorische Mittel dieses Gebot aufgehoben haben.

[44:19] "So habt ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen aufgehoben." Gott möchte nicht, dass wir durch klug erdachte rhetorische Tricks das Wesen und den Inhalt seiner Gebote übertreten.

[44:37] In 3. Mose 3, Vers 20 heißt es: "Ihr Kinder seid gehorsam euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig."

[44:43] Niemand sonst hat Recht auch so viel Anerkennung und Dankbarkeit wie die Eltern, die so viel geopfert haben, um für uns da zu sein und uns hoffentlich den rechten Weg zu lehren. Und deswegen ist es nur richtig und wichtig, dass Kinder auch, wenn sie größer werden und natürlich auch ihre eigene Individualität sich dann herausbildet und sie auch ihre eigenen Entscheidungen treffen müssen, sie niemals vergessen, was die Eltern für sie getan haben und die für sie da sind und für sie sorgen.

[45:13] Interessanterweise ist es so, dass diese Verheißung, die hier gegeben wird, natürlich grundsätzlich auch für alle Gebote gilt, wie 5. Mose 4, 40 deutlich sagt: "Darum halte seine Satzung, seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht und damit du lange lebst in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, gibt, für alle Zeiten."

[45:34] Und in diesem fünften Gebot sind nicht nur die Eltern inbegriffen, der unsere allerwichtigste Autorität sein sollten unter Gott, natürlich, sondern auch in einem gewissen abgeschwächten Sinne auch alle anderen Menschen, denen Gott eine gewisse Autorität in unserem Leben zugesprochen hat.

[45:52] Da gehören zum Beispiel Lehrer dazu, da gehören auch Herrscher dazu, die in gewissen Grenzen eine Autorität haben, die wir zu respektieren und zu achten haben.

[46:03] wir zu respektieren und zu achten haben. Wer also seine Eltern ehrt, aber gegen Lehrer rebelliert und Herrscher verachtet, auch der verstößt gegen das fünfte Gebot. Das sechste Gebot: Du sollst nicht töten. Alles, was in irgendeiner Art und Weise dazu tendiert, das menschliche Leben zu verkürzen, sei es bei anderen oder bei uns selbst, ist in einem gewissen Grade Übertretung dieses Prinzips. Es geht ja nicht nur um den eigentlichen Mord, es geht hier um Prinzipien. Sind jetzt diese Worte, die sich in diesen zehn Geboten offenbar... Auch hier hat Jesus sehr deutlich gesprochen: Ihr habt gehört, dass du den Alten gesagt hast, das sagt er in der Bergpredigt: Du sollst nicht töten. Wer tötet, er wird dem Gericht verfallen. Denn das war dann so die juristische Anwendung, die die Juden dem Gebot gaben: Wer einen Mord begeht, der muss sich vor einem Gericht verantworten. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, ist dem Gericht verfallen. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka, also ein Schimpfwort, der wird dem Hohen Rat gefallen sein. Wer sagt: Du Narr, der mit dem höllischen Feuer verfallen sein. Was Jesus sagt, ist, wenn du deinem Bruder ohne Ursache sonst, noch nicht einmal etwas aussprichst, sondern nur böse Gedanken hast, dann bist du in Gottes Augen, sowie Menschen einen Mörder betrachten. Und das sollte uns zu denken geben über unsere Gefühle anderen gegenüber. Ich denke, wir alle haben hier viel Vergebung nötig und viel zu lernen. Möge Gott uns mit seinem Heiligen Geist erfüllen, dass er dieses Gesetz in unseren Herzen schreibt. Genauso auch mit dem 6., mit dem 7. Gebot. In Vers 8: Du sollst nicht ehebrechen. Die Ehe ist ja nicht ohne Grund auch ein Symbol für die Liebe zwischen Gott und dem Menschen, und die Ehe ist deswegen besonders heilig und darf nicht gebrochen werden. Es heißt in Matthäus 5, ebenfalls in der Bergpredigt: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt hast: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Jesus ist sehr deutlich. Das Halten der Gebote, des 6., 7. und anderer Gebote, beginnt auf der Ebene unserer Gedanken, unserer Motive, unseres Verlangens. Das siebte Gebot verbietet also nicht nur tatsächlichen Ehebruch, sondern auch lüsterne, böse Gedanken, Vorstellungen und alles, was damit zusammenhängt. Und nur durch den Geist Gottes können wir das in unserem Leben überwinden und Sieger sein, so dass Gottes Gesetz auch in dieser Hinsicht in unserem Herzen hineingeschrieben ist.

[48:44] Das heißt weiterhin, Sprüche 6: Wer aber mit einer Frau Ehebruch begeht, ist ein herzloser Mensch. Er ist seine eigene Seele zugrunde gerichtet. Hier sieht man, wie sehr der Gehorsam diesen Geboten, die über uns selbst, unseren eigenen Herzen gut tun wird. Und Jakobus sagt am Ende von Vers 4: Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, bist du dann Übertretender des Gesetzes geworden. Hinter wieder, wie sehr die Gebote, die hier nebeneinander stehen, auch miteinander zusammenhängen. Man kann nicht einbrechen und trotzdem sonst fast gut dastehen. Wer eine bricht, ist ein Übertreter des Gesetzes. Das achte Gebot, Vers 19: Du sollst nicht stehlen. Hierzu folgende interessante Kommentare: Dieses Verbot umfasst offenkundige und verborgene Sünden. Das achte Gebot verurteilt Menschenraub und Sklavenhandel und verbietet Eroberungskriege. Es verdammt Diebstahl und Raub und fordert unbedingt Redlichkeit in den kleinsten Dingen des Lebens. Es verbietet das Übervorteilen im Geschäftsleben und verlangt gerechte Bezahlung bei Verpflichtungen oder Arbeitslöhnen. Es erklärt jeden Versuch, sich durch die Unwissenheit, die Schwäche oder das Missgeschick eines anderen Vorteil zu verschaffen, für Betrug, der den Büchern des Himmels verzeichnet wird.

[49:58] Entsprechend gibt uns wieder einen guten Ratschlag: Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich viel mehr mit den Händen etwas Gutes zu arbeiten. Nicht nur sagt die Bibel, was wir nicht tun sollen, sondern sie zeigt uns auch, wie Gott eigentlich wünscht, dass wir leben sollen. Statt zu stehlen, sollen wir selbst Gutes erwirtschaften, damit wir noch den Bedürftigen geben können. Wir sollen nicht rauben, sondern anderen geben. Das ist das Gesetz des Himmels. Das neue Gebot, in Vers 20: Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten. Gott ist nicht nur das Leben, er ist nicht nur die Liebe, er ist auch die Wahrheit. Und entsprechend gilt dieses Gebot. Das betrifft nicht nur offensichtliche Lügen, das betrifft auch das Weitererzählen von Dingen, die falsch sind. Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten, gleich einem Gottlosen deine Hand. Und so weiter und so fort. Und ich denke, auch hier ist es wichtig, dass wir uns selbst prüfen, ob wir nicht manchmal so manches weiter kolportieren, ohne geprüft zu haben, ob es stimmt.

[51:05] Und dann in Vers 21 kommen wir zum letzten, zum zehnten Gebot. Es heißt hier: Du sollst nicht begehren die Frau des Nächsten und du sollst dich nicht gelüsten lassen nach dem Haus deines Nächsten, auf seinem Acker, noch seinem Knecht, seiner Magd, auch das einem Rind, noch nach seinem Esel, doch nach allem, was dein Nächster hat. Dieses zehnte Gebot ist eigentlich die Grundlage von allen anderen neun. So sagt es hier auch. Das zehnte Gebot trifft die eigentliche Wurzel aller Sünden, indem es das egoistische Verlangen verbietet, aus dem sich die sündhafte Tat entwickelt. Wer ihm gehorsam dem Gesetz Gottes gegenüber es unterlässt, sich sündhaft dem Verlangen nach dem, was einem anderen gehört, hinzugeben, wird sich auch nicht einer falschen Tat gegenüber seinen Mitgeschöpfen schuldig machen müssen.

[51:51] Hier heißen entsprechend, sagt Lukas 12, 15: Er sagt aber zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor der Habgier, denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat. Unser Leben hängt nicht von unserem Besitz ab, nicht von dem, was wir vielleicht bei anderen begehren. Unser Leben hängt von Gott ab. Und wenn diese Grundentscheidung jeden Tag erneuert wird, dass unser Leben von Gott abhängig ist und nicht von dem, was wir meinen zu brauchen, dann wird es uns sehr viel einfacher fallen, die zehn Gebote auch tatsächlich im Geist und dem Buchstaben zu halten.

[52:22] Von diesem zehnten Gebot spricht auch Paulus in Römer 7, Vers 7 und 8: Was sollen wir nun sagen? Dass das Gesetz Sünde? Dass er ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren. Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wie sehr wir begehren, wie sehr wir Dinge tun. Wir halten es unser Denken und Fühlen, vielleicht für völlig normal. Erst durch eine genauere Beschäftigung mit den zehn Geboten wird unsere Herzenskammer ausgeleuchtet. Und deswegen müssen wir uns mit den zehn Geboten beschäftigen. Deswegen werden sie sich hier in 5. Mose so prominent ins Rampenlicht gerückt, denn nur je mehr wir, denn nur wenn das Gesetz Gottes studieren, erkennen wir, wie sehr wir das Evangelium brauchen, wie sehr wir Vergebung brauchen, wie sehr wir von Gott abhängig sind, wie sehr der Heilige Geist uns erfüllen muss.

[53:10] Hebräer 13, 5: Die Verheißung Gottes ist: Hier euer Lebenswandel sei frei von Geldliebe, geknüpft euch mit dem, was vorhanden ist, denn er selbst hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben und ich niemals verlassen. Mit anderen Worten: Wenn wir davon überzeugt sind, dass wir mit Gott wirklich verbunden sind, dass er wirklich das Beste für uns will und das Beste für uns tut, dann gibt es keinen Grund mehr, nach Dingen zu verlangen, die andere haben, die uns nicht gehören. Dann sind wir tatsächlich zufrieden, weil wir mit Gott bereits das Allerbeste haben. Liebe zu Gott ist die Grundlage für das zehnte Gebot. Und wenn das zehnte Gebot... man will, dann ist das die Grundlage auch für alle anderen Gebote.

[53:51] Erst 22: Diese Worte redete der Herr zu einer ganzen Gemeinde auf dem Berg, mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und der Dunkelheit, mit gewaltiger Stimme. Und er fügte hinzu: Und das schrieb sie auf zwei Steine der Tafeln und gab sie mir. Die zehn Gebote wurden von Gott hörbar gesprochen. Sie wurden nicht zuerst aufgeschrieben, sie wurden zuerst an das ganze Volk gesprochen. Und Gott war mit den zehn Geboten fertig. Es war vollständig. Dieses Gesetz wird diese zehn Gebote umfassen die gesamte Pflicht des Menschen, und zwar nicht nur den Buchstaben nach, sondern dem Prinzip, dem Geist nach. Gott hat sie zunächst zu allen Israeliten gesprochen, damit sie wirklich sie hören können und hoffentlich verstehen. Erst danach wurden sie auch schriftlich fixiert, zum Teil, weil das Volk ist natürlich sehr vergesslich war. Aber es gab noch tiefer liegende Gründe, die wir studieren wollen.

[54:52] Diese zehn Gebote wurden auf steigende Tafeln geschrieben. Es heißt hier: Und der Herr sprach zu Mose: Steige herauf auf den Berg und bleibe dort, so will ich dir die steinernen Tafeln geben und das Gesetz und das Gebot, das ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen. Es war Gott selbst, der die Gebote auf Stein, nicht in den Sand, sondern auf Stein schrieb, um deutlich zu machen, dass sie ewig gültig sind. Hier auch 2. Mose 31, 18: Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gaben die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafel noch Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes. Dieser Finger Gottes, dem Neuen Testament natürlich, ein Symbol für den Heiligen Geist, Symbol dafür, dass der Geist diese Prinzipien in unser Herz schreiben kann, und ein Symbol für die mächtige, gewaltige Kraft Gottes, die sehr viel stärker ist als alle Macht des Feindes, wie das auch in der dritten Klage in Ägypten deutlich geworden ist.

[55:43] Erst 23: Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis höret und der Berg im Feuer brannte, da schadet ihr zu mir alle Oberhäupter der eurer Stimme und eure Ältesten, all diejenigen, die von Gott beauftragt worden waren, eigentlich die Repräsentanten des Volkes sein, geben jetzt die allgemeine Stimmung des Volkes wieder. Dieses Feuer hat enormen Eindruck hinterlassen, aber nicht unbedingt genauso, wie Gott es sich gewünscht hätte.

[56:18] Vers 24: Und ihr sprach der Herr, unser Gott hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. Heute haben wir gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und sie am Leben bleiben. Sie bekennen: Wir haben Gottes Stimme gehört und wir leben noch. Wir sehen, es funktioniert. Gottes Wort hat uns nicht umgebracht. Wir haben es mit eigenen Ohren gehört, mit eigenen Augen gesehen.

[56:39] Und so hat der Gott dann Mose später auch in 5. Mose, Kapitel 33, ihnen das noch vor Augen gehalten, als er gesagt hat: Hat je ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden gehört, wie du sie gehört hast, und ist dennoch am Leben geblieben? Aber jetzt sagen sie hier in Vers 25, direkt im nächsten Satz, etwas Merkwürdiges: Und nun, warum sollen wir sterben? Denn dieses große Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme des Herrn, unseres Gottes, noch weiter hören, so müssen wir sterben. Sie sagen, haben sie gehört, wir leben, aber nur, wenn sie weiter hören, müssen wir sterben. Was ist hier los? Es ist wahr, denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Sie realisierten dieses Feuer, offenbar die Liebe Gottes, aber dieses Feuer will die Sünde verzehren. Und sie waren offensichtlich nicht bereit, die Sünde loszulassen.

[57:27] Und plötzlich wurde die Liebe Gottes zur Bedrohung. Plötzlich wurde die Botschaft Gottes zu einer bedrohlichen Botschaft. Wie viele Menschen sagen heute, wenn das Wort Gottes gepredigt wird, dass es ihnen Angst macht, dass sie bedroht, sie fühlen. Das liegt daran, dass sie an der Sünde festhalten und merken, das Wort Gottes kämpft gegen die Sünde.

[57:44] Es war Adam nach dem Sündenfall, der zuerst Angst vor Gott hatte, der antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt. Gott kam nicht im Feuer und mit mit Wolken, rauchend, so verhören in den Garten, schon die Stimme Gottes an sich, ohne das Erdbeben, ohne das Feuer, hätte genau dasselbe gewirkt. Denn der Sünder, der sich vielleicht mit Zweigen, Blättern notdürftig bekleidet hat und vor Menschen ganz okay aussieht, der erkennt in der Stimme Gottes das, was alle Selbstgerechtigkeit hinwegfegt. Genauso ging es Israel, und genauso geht es uns, wenn wir uns wirklich mit den zehn Geboten beschäftigen.

[58:28] Der 26: Und jetzt stellen sie eine rhetorische Frage: Denn wer von allem Fleisch könnte die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer reden hören, wie wir, und am Leben bleiben? In anderen Worten, das ist hier unmöglich. Kein Mensch kann das ertragen. Es ist unmöglich, in der direktesten Gegenwart Gottes zu sein. Ja, sie wollen weiter, dass sie nach Kanaa führt. Wir wollen weiter, dass ein Mann vom Himmel regnen lässt. Sie wollen weiter, dass er die Schlange entfernt hat, aber sie wollen nicht in der direktesten Gegenwart Gottes sein.

[58:52] Wir wollen deine Stimme nicht direkt hören. Der lebendige und der wahre Gott, von dem Paulus auch in 1. Korinther schreibt, der einzige, der wirklich der reale Gott zu ihnen spricht im Feuer, vor dem haben sie plötzlich gewaltige Angst. Und dann sagen sie, nachdem sie diese rhetorische Frage deutlich gemacht haben: Kein Mensch könnte das ertragen. Sagen sie, und man fragt sich, ob sie sich überhaupt selbst zugehört haben.

[59:19] In Vers 27 sagen sie: Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird. Nun, du sollst uns alles sagen, dass der Herr, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen darauf hören und es tun. Mose war offensichtlich in der Lage, in der Gegenwart Gottes zu sein. War er nicht aus Fleisch und Blut? War nicht auch ein ganz gewöhnlicher Mensch? Da war ein Unterschied zwischen Mose und den allermeisten Israeliten, obwohl alle an Gott glaubten und alle die zehn Gebote sicherlich für gut befanden.

[59:50] Mose wusste, was es bedeutet, in der Gegenwart Gottes zu leben. Für die meisten Israeliten war das bedrohlich, und sie wollten jetzt lieber Mose zwischen sich haben. Sie wollten auf einen Menschen hören als auf Gott. Sie wollten, dass Mose ein Mittler ist zwischen ihnen und Gott. Sie wollten sich sozusagen hinter dem Menschen Mose verstecken.

[1:00:18] Hebräer 12, 19, 10 sagt noch zu dem Klang der Posaune und dem Donnerhall der Worte, bei dem die Zuhörer baten, dass das Wort nicht weiter zu ihnen geredet werde. Sie wollten nicht, dass Gott weiter zu ihnen spricht. So auch sehr deutlich in 2. Mose 20, 19: Und das Volk sprach zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören. Aber Gott sollen nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben. Sie wollen lieber einen Menschen zu hören als Gott.

[1:00:41] Denn sie wussten, dass die Stimme Gottes Sünde verzehrt, und sie waren offensichtlich nicht bereit, die Sünde loszulassen.

[1:00:54] Was war Gottes Reaktion darauf? Erst 28, 29 sagt uns: Als aber der Herr den Wortlaut eurer Rede hörte, die er mit mir redete, da sprach der Herr zu mir: Ich habe den Wortlaut der Rede dieses Volkes gehört, die sie mit mir geredet haben. Es ist alles gut, was sie geredet haben. Froh, wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote allezeit zu halten, damit es ihnen gut gehe und ihren Kindern.

[1:01:19] Lediglich in der deutschen Übersetzung klingen diese Worte ein bisschen missverständlich. Man hat fast den Eindruck, als wäre Gott zufrieden mit dieser Situation. Gott weiß, dass es zu diesem Zeitpunkt das Beste ist, dass er nicht mehr an das Volk heran kann, weil es an der Sünde festhält, und er kann sie nicht zwingen, Sünde aufzugeben. Und deswegen ist es gut, was sie geredet haben, denn er möchte ja das Volk nicht vernichten. Das ist ja gar nicht seine Intention.

[1:01:48] Aber das, was hier wörtlich in Vers 29 in Hebräisch steht, ließe sich besser so übersetzen: Wer wird geben, dass so ein Herz in ihnen ist, mich zu fürchten und all meine Gebote allezeit zu halten? Mit anderen Worten, Gott fragt sich, wenn ich ist mit dem mit dem Donnerhall der Hörner und dem Feuer, oder wer hat dem nicht schafft sie zu überzeugen? Wer wird es ihnen geben, dass sie ein Herz haben, nicht zu fürchten? Denn was die Israeliten ja möchten, ist, sie möchten aufgeschriebene Regeln haben. Sie sagen zu Mose: Geh hin und hörte das an, schreibt es auf, und dann tun wir das. Aber Gott wünscht sich, dass es in ihrem Herzen ist. Und das stellt diese fast rhetorische Frage: Wer wird geben, dass so ein Herz in ihnen ist? Wer könnte bewirken, dass sie tatsächlich von Herzen mich lieben?

[1:02:44] Es ist ein bisschen so, es schwingt so ein bisschen Verzweiflung in diesen Worten mit, denn er weiß ganz genau, dass sie gesagt haben: Gott, hör auf zu reden. Sie glauben weiter seine Existenz, sie glauben auch, dass er ihnen viel Gutes tun wird, aber sie wollen nicht zu nahe mit ihm leben. Kann es sein, dass wir auch manchmal genau dieselbe Einstellung gegenüber Gott haben und Gott sich die Frage stellen muss: Wer mag geben, dass so eine Herzenshaltung ist?

[1:03:13] Hebräer 12 macht es eindeutig, dass die Israeliten Gott abgewiesen haben auf einer ganz persönlichen Ebene. Habt acht, dass ihr den nicht abweist, der redet. Denn wenn jene nicht entflohen sind, die die ihn abgewiesen haben, der auf der Erde göttliche Weisung verkündete, wie viel weniger wir, wenn wir uns von dem abwehren, er ist vom Himmel herab tun. Wenn es schon für die Israeliten keine gute Idee war, Gott abzuweisen und nicht mehr auf seine Stimme hören zu wollen, wie viel schlimmer ist dann für uns, wenn wir es ablehnen, dass Gott direkt durch seine Worte spricht, und wir uns einfach darauf verlassen, dass Prediger, Theologen, Gemeindeleiter und schon sagen, was Gott von uns möchte. Wie viel schlechter wird es uns dann gehen als dem Volk Israel, das diesen Fehler gemacht hat?

[1:03:59] Die Beschäftigung mit dem Buch 5. Mose ist eine Aufforderung, wirklich sich der Stimme Gottes auszusetzen. Und wenn sie vielleicht bedrohlich klingt, sich daran zu erinnern, dass Gott eine Liebeserklärung an uns ist, aber die Sünde verführen möchte und dass wir, wie Mose bereits, in unser Leben Gott in die Hände zu geben, dass er uns ganz reinigt von aller Sünde. Immer wieder finden wir in der Bibel diesen Wunsch Gottes, dass das Volk doch eigentlich in aus Herzen lieben würde, das doch mein folgende Gehorsam wäre und Israel meinen Wegen wandel. Das ist ganz ähnlich mit dieser Idee hier in 5. Mose: Wer mag geben, dass mein Herz ist? Oder hier in Jesaja 48, 18: O, dass du doch auf meine Gebote geachtet hättest, dann wäre dann Friede wie ein Wasserstrom gewesen und eine Gerechtigkeit wie Meereswellen. Machen wir wünschen oft uns oft so viele Dinge von Gott. Ist ihr bewusst, liebe Freunde, dass

[1:04:49] Gott sich etwas wünscht, dass Gott im Himmel diesen Wunsch hat, dass er oder sie doch auf meine Gebote achten würde. Oder dass mein Gott hier im Bezug auf ein Volk, das durchaus die zehn Gebote kannte, aber nicht hingehört hat. Deswegen heißt es ja: "Höre Israel". Und Gott meint dasselbe über ein Volk, das vielleicht das Evangelium kennt, aber nicht hinhört. So wie Jesus in der See predigt, Matthäus 13 sagt: "Wer Ohren hat, der höre, was ich in den Gleichnissen sage." Wenn wir doch, schlecht sagt Gott auch im Himmel heute, wenn sie doch auf meine auf ein Evangelium hören würden, wenn sie doch auf die Gleichnisse hören würden, wenn sie doch auf die Botschaften der Offenbarung hören würden, wo es heißt: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." Wenn sie doch auf die Gebote achten würden, sie doch 5. Mose studieren, würden hinhören, würden, was der Geist sagen würde, ich könnte es so viel für sie tun.

[1:05:57] Das ist Gottes Wunsch, und wenn das so ist, wenn das passiert, wenn wir hingehören, sagt Gott, dann wird unsere Gerechtigkeit sein wie ein Wasserstrom, voller Frieden und erfüllt er wacht. Versehen, sondern das ist der Boden, den ich mit dem Haus Israel schließen werde. Nach jenen Tagen spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in die Sinne geben und in ihre Herzen schreiben. Das wollte er am 7., aber er konnte nicht, weil sie wollten nichts. Sie wollte das alles schriftlich auf Steintafeln. Das war ihnen genug. Sie wollten nicht die direkte Stimme Gottes, dieser ewige Wort, der schon seit April haben und davor schon bestand, den der war ihnen zu viel. Wir wollten eine abgespeckte Version. Sie wollten die Theorie ohne die Praxis der Nähe Gottes.

[1:06:37] Wie oft sind wir mit der Theorie des Evangeliums einverstanden, zufrieden und und erfahren nicht die Praxis, echte Beziehung mit Gott, einem echten verbunden sein mit dem Feuer, das der Heilige Geist in unser Herz wegen der Liebe, die in unser Herz hineinkommt, das Licht, das uns den Weg zeigt, das Blut Jesu, das uns von einer Sünde reinigt. Jetzt verstehen wir vielleicht, warum diese erste Generation, die sagte: "Stopp, Gott, wir wollen nicht weiter vorne höher." Denn wir, es macht uns Angst, dass die nur wenige Monate später in Kadesch-Barnea, an der Grenze zum gelobten Land, wie wir studiert haben, sagen konnte, in 5. Mose 127: "Und sie murrten in ihren Zelten und sprachen: Weil der Herr uns raste hat, hat er uns aus dem Land Ägypten geführt, dass er in die Wüste der Hände der Amerikas zu geben, um uns zu vertilgen." Warum war das Volk der ersten Generation angesichts der großen Schwierigkeiten überzeugt, dass Gott sie hasste, weil sie Monate zuvor am Sinai nicht hingehört hatten, als Gott seine Liebe offenbarte? Und das Ende war dramatisch, denn Kadesch-Barnea verspielten sie ihre Chance, die Chance ihres Lebens ins gelobte Land zu gehen.

[1:08:06] Könnte es sein, dass unsere Chance ins gelobte Land hinein zu gehen, davon abhängt, dass wir wirklich hinhören, wenn Gott und seine Liebe erklärt, auch wenn es vielleicht anders ist, als wir uns erhofft haben, wenn wir hinhören, dass seine Gebote und sagen, wenn wir hören, was der Geist den Gemeinden zu sagen hat, dass wir vorbereitet sind auf die Krisen, dass wenn die Krisen kommen, wenn die letzten Dinge entscheidend kommt, dass wir dann sagen können: "Wir wissen auch angesichts von tausend von Riesen, Gott liebt uns." Wir müssen uns mit den zehn Geboten beschäftigen, so sehr, bis eingraviert ist, wie sehr Gott uns liebt und was sein Charakter ist und sein Wesen, damit wir hineingehen können, das gelobte Land. Das ist der ganze Sinn der Predigt von 5. Mose. Das ist das, warum Mose kurz vor dem Übergang ins gelobte Land noch einmal die zehn Gebote wiederholt, damit die zweite Generation nicht den Fehler der ersten macht.

[1:09:01] Deswegen sollten wir heute 5. Mose studieren, damit wir nicht den Fehler machen, den Generationen vor uns zuvor gemacht haben. Vers 30 und 31: "Geht hin und sagt ihnen: Kehrt heim in eure Zelte. Du sollst hier bei mir stehen bleiben, damit ich dir alle Gebote und Satzungen, Rechtsbestimmungen verkünde, die Lehren, sollten, damit sie sie tun in dem Land, das ich euch zu besitzen gebe." Gott sagt, die Suiten können wieder gehen. Sie wollen ja nicht direkt auf mich hören. Also werde ich jetzt im Mose rein und Mose sind erklären in der Theorie. Hier entsteht, was wir den alten Bund nennen, die das EV, die Botschaft hat sich nicht geändert, nur sich im Herz. Sie ist jetzt auf Steintafeln, auf auf den Büchern, aber selbst dort hat sie immer das Ziel, wieder ins Herz zu gelangen. Und das ist das Wunderbare am alten Bund. Er ist von Gottes Seite aus gesehen nicht fest, sondern er möchte immer wieder Richtung neuen Bund tendieren.

[1:10:01] Das sind also diese Satzung und diese Rechtsbestimmungen, die Gott jetzt dem Mose noch gab, um die zehn Gebote, die noch nicht völlig verstanden worden waren vom Volk, jetzt besser zu erläutern. Und nun: "Höre Israel, höre auf diese Aktionen, auf die Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun gebiete, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nimmt, das euch der Herr, euer Gott, eure Väter oder auch in Vers 5, im Vers 4,4: "Sie, ich habe euch Satzungen, Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie es mir der Herr, mein Gott, geboten hat, damit ihr nach ihnen handelt in dem Land, in das wir kommen werdet, um es in Besitz zu nehmen." All diese extra Satzungen neben den zehn Geboten hatten nur den Sinn und Zweck, die eigentlichen zehn Worte noch präziser zu artikulieren, noch an Fallbeispielen zu zeigen, was die zehn Gebote eigentlich bedeuten, damit Israeliten, die es immer noch nicht begriffen hatten, richtig genauer praktische verstehen können, was Gott eigentlich mit den zehn Worten wollte.

[1:10:56] Vers 32: "So gebt acht, dass ihr tut, wie der Herr, euer Gott, euch geboten hat, und weicht nicht davon ab, weder zur rechten noch zur linken." Die Briten sollten den Weg gehen, den Gott ihnen jetzt weisen würde. So hatte er schon in Vers 4 gesagt: "Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des Herrn, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete." Gott hat einen Weg für uns, einen schmalen Weg, aber einen geraden Weg, auf dem jeder gehen kann, der Gott folgt, der Schritt für Schritt seinem Erlöser nachgeht und seine Jünger ist.

[1:11:46] Sprüche 4, 27: "Weiche weder zur rechten ab noch zur linken. Halte deinen Fuß vom Bösen fern." Man kann auf beiden Seiten des Weges vom Weg abkommen. Wir müssen Jesus folgen, so wie er uns vorweg gegangen ist und gesagt hat, 30 bis 21 steht, dass wir dabei Hilfe von Gott bekommen und seine Ohren werden das Wort hören, das hinter dir her so spricht: "Dieses ist der Weg, den geht, wenn ihr jetzt zur rechten oder zur linken abbiegen wollt." Ja, es wird passieren in unserem Leben, dass wir immer wieder versucht werden, dass wir immer vielleicht wieder auch kurz davor stehen, falschen Entscheidungen zu treffen, vielleicht auch sogar getroffen haben. Aber Gott verheißt uns, dass wir gar nicht erst vom Weg abkommen müssten und dann wieder mühsam zurückzufinden mit seiner Hilfe, der uns natürlich auch dann noch gibt.

[1:12:34] Nein, Gott verheißt uns, dass er uns den Weg weist, dass wenn wir im Begriff stehen, falsche Entscheidungen zu fällen, er deutlich zu uns reden möchte, dass unsere Ohren ein Wort hören werden. Aber dazu müssen wir bereits sein zuhören. "Höre Israel!" Und wenn wir schon das, was er gesprochen hat, nicht hören wollen, wollen wir dann das hören, was er uns noch gerne zeigen möchte? "Höre Israel", damit du auf dem Weg bleiben kannst, den Gott dir weist.

[1:13:05] Vers 33: "Sondern wandelt in allen Wegen, die euch der Herr, euer Gott, geboten hat, damit ihr lebt und es euch gut geht und ihr lange bleibt in dem Land, das ihr besitzen werdet." Jesus hat gesagt: "Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu töten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss." Genau das verheißt Jesus hier in 5. Mose 5, wenn er sagt, dass es euch gut geht und ihr lange bleibt in dem Land, das ihr besitzen werdet. Gott will uns natürlich ewiges Leben geben, einmal auf der neuen Erde, und das natürlich letztendlich hier auch die eigentliche Hauptidee, aber auch schon auf dieser Erde, schon in diesem Leben wird es uns besser gehen. Wir werden ein glückliches Leben haben, wenn wir dem Weg folgen, den Gott für uns auserwählt hat.

[1:13:58] Kennst du den Weg Gottes für dein Leben? Siehst du die Schritte, die ihr vor dir geht, und hörst du seine Stimme? Glaubst du, dass wenn du auf diesem Weg gehst, du das glücklichste Leben leben wirst, das möglich ist für dich? Jesus sagt in Johannes 14, Vers 6: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Derselbe Jesus, der auf dem Sinai stand und im Feuer die zehn Gebote sprach, um sein Wesen, seinen Charakter auszudrücken und den Menschen zu zeigen, wie sehr er sie liebt und wie sehr er sich wünscht, von ihnen zurückgeliebt zu werden. Dieser Jesus, der hier dem Volk Israel sagt: "Folgt dem Weg, den ich euch gebe, und weicht nicht zur rechten noch zur linken ab", hat er gesagt: "Ich bin der Weg." Das heißt, nichts zur rechten und zur linken abzuweichen, bedeutet weder rechts noch links von Jesus' Weg zu gehen.

[1:15:05] Auf dem Weg zu bleiben, bedeutet bei Jesus zu bleiben und Tag für Tag, Moment für Moment an der Hand Jesus gehen, ihm nachfolgen, wohin er auch geht. Wer das tut, hält per Definition die zehn Gebote, denn Jesus wird ihn Schritt für Schritt führen und ihm all das sagen, was ihm wichtig ist. Wenn wir hören, was Jesus uns sagt, werden wir in seinen Worten seinen Charakter verstehen. Wir werden sehen, dass er uns liebt, aber unsere Sünde hasst und bereit ist, unsere Sünde auf sich zu nehmen, selbst den Tod auf sich genommen hat für unsere Sünde, damit wir von unserer Sünde getrennt werden können.

[1:15:58] Möchtest du heute diesen deinen Erlöser uneingeschränkt in dein Leben lassen, dass er durch seinen Heiligen Geist diese zehn Worte in dein Herz hineinschreiben kann? Gott segne deine Entscheidung. Das nächste Mal werden wir sehen, wie sehr sich dieser Jesus gewünscht hat, schon in 5. Mose, dass das Volk von Herzen ihm dient. Wir werden dann 5, 26, eines der Schlüsselkapitel dieses Buches studieren, mit dem vielsagenden Titel: "Höre Israel". Ist dahin wünschen euch Gottes reichen Segen im Studium seines Wortes.


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