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In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es darum, wie Familien dem Herrn dienen können. Anhand biblischer Beispiele wie Josua, dem Kerkermeister und Abraham wird die Bedeutung der Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation beleuchtet. Die Predigt betont, wie wichtig es ist, das Wort Gottes im Alltag präsent zu halten und als Vorbild zu leben. Es wird auch auf die Rolle des Geistes der Weissagung und die Bedeutung von Familien, die ihre Häuser für das Wort Gottes öffnen, eingegangen.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:26] Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Wenn ihr diesen Ausspruch hört, der der Titel unserer heutigen Predigt ist, dann dämmert euch vielleicht schon, über welches Buch es heute geht. Aber ich habe diesen Titel gewählt, nicht weil wir über Josua sprechen wollen, sondern über das Prinzip, das hinter diesen Satz steht. Ich erzähle euch nämlich heute von einer Familie, ja, von einer Familiendynastie in der Bibel, über die ihr wahrscheinlich noch niemals eine Predigt gehört habt. Es war eine Familie, die in dunklen Zeiten die Fackel der Wahrheit hochgehalten hat, entgegen allen Widerständen. Mit anderen Worten, es ist eine Familiengeschichte, die genau in unsere Zeit hineinleuchtet. Und ich lehne mich weiter aus dem Fenster, aber ich bin mir sicher, dass du noch nie von dieser biblischen Familie gehört hast. Aber bevor wir uns diese Geschichte und diese Familie mit allen ihren Familienmitgliedern anschauen, möchte ich mit euch beten.

[1:40] Lieber Vater im Himmel, wir dürfen manchmal echte Schätze aus der Bibel heben, wenn wir tief graben. Dann entdecken wir manchmal wunderschöne Dinge, und heute möchten wir so eine Sache entdecken, zu Tage fördern, sie verstehen und begeistert sein. Und ich möchte dich bitten, dass du, Heiliger Geist, uns begleitest, wenn wir jetzt dein Wort studieren, im wahrsten Sinne des Wortes studieren, um Menschen zu entdecken, die wir noch nie zusammengebracht haben, und darin ein wunderschönes Bild zu sehen, wie du eine Familie in einer Zeit in eine Zeit gestellt hast, die ähnlich unserer Zeit heute ist. Gib auch, dass wir für uns etwas mitnehmen können heute, dass wir verstehen, was diese Familie uns ganz persönlich für unser Leben zu sagen hat. Amen.

[2:47] Ich möchte mit euch den Vers lesen, indem der Titel dieser Predigt vorkommt: Josua Kapitel 24, Vers 15. "Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, sprich Josua hier, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt, den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen." Josua stand hier in Sichem vor den Ältesten, vor den Richtern, vor den Vorstehern, vor dem gesamten Volk Israel. Er war ein alter Mann, sein Lebenswerk war getan, beinahe vollendet, und er wandte sich in dieser letzten großen Rede an Gottes Volk. Diese Rede war sein Vermächtnis an die nachfolgenden Generationen. Und Josua sagt hier eindeutig und mit klaren Worten, dass er und seine Familie Gott treu bleiben wollen, selbst wenn viele einen anderen Weg wählen sollten. Er und seine Familie würden standhaft bleiben.

[4:13] Und diese Eigenschaft, die finden wir auch in dieser Familie, um die es heute gehen soll. Beachte dabei, es ist hier nicht nur Josua selbst, der sich zu Gott hält. Nein, er meint seine ganze Familie mit. Seine ganze Familie, die das Geschenk der Erlösung annimmt, die sich von Jesus gebrauchen lässt.

[4:44] Eine ähnliche Geschichte finden wir im Neuen Testament. Nicht nur eine ähnliche Geschichte, sondern eine ähnliche Haltung eines Familienvaters, wie Josua es war, nämlich in Apostelgeschichte 16. Dort finden wir Paulus und Silas im Kerker sitzend, und es gibt einen Familienvater, der beeindruckt ist von ihrem Glauben. Apostelgeschichte 16, ab Vers 30: "Der Kerkermeister führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus. Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Haus waren. Und er nahm sie zu sich in jener Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen, und er ließ sich auf der Stelle taufen, er und all die Seinen. Und er führte sie in sein Haus, setzte sie einmal vor und freute sich, dass er mit seinem ganzen Haus an Gott gläubig geworden war."

[6:01] Es wird deutlich, dass der Kerkermeister hier nicht nur eine bekehrte Person ist, sondern dass seine ganze Familie, sein Haus sich der Botschaft der rettenden Botschaft des Evangeliums ja übergeben hat. Wie ist es möglich, dass eine ganze Familie Bekehrung erlebt, sogar über mehrere Generationen? Das ist eine Frage, die sich jede Familie einmal stellt. Oder wie kann ich den Glauben an meine Kinder weitergeben? Wie kann ich gewiss sein, dass meine Kinder genauso im Glauben standhaft sein werden wie die Vorväter?

[6:42] Eine Antwort darauf finden wir am anderen Ende der Bibel, den 1. Mose, Kapitel 18. Ja, wir gehen zu Abraham. In 1. Mose, Kapitel 18, den Abraham ebenfalls ein Familienvater, kann uns in dieser Sache ein Vorbild sein. Vers 19: Gott sagt hier: "Denn ich habe ihn ersehen, dass er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebiete, den Weg des Herrn zu bewahren, indem sie Gerechtigkeit und Recht üben, damit der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat."

[7:25] Abraham hat eines gemacht: Er hat seinen Glauben und das Wort Gottes an die nächste Generation weitergegeben. Und auch die Familie, um die es heute geht, hat dies getan. Sie hat das Wort Gottes und ihren Glauben an die nächste Generation erfolgreich weitergegeben. Das, was Abraham getan hat, das finden wir in einem anderen biblischen Buch beschrieben vom gleichen Autor. Und dieser Text ist für unsere heutige Predigt sehr relevant.

[8:00] Denn alle diese drei Geschichten – Josuas Familie, die Familie des Kerkermeisters und Abrahams Familie – zeigen alle ein allgemeingültiges Prinzip, zu finden in 5. Mose 6, Vers 6. Und wenn ihr auf der Suche seid nach einem biblischen Kapitel, das euch hilft in der Erziehung eurer Kinder und in der Gestaltung eures geistlichen Lebens in der Familie, dann ist 5. Mose 6, Vers 6 das beste Kapitel.

[8:42] Ab Vers 6: "Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und so sollst du sie zum Zeichen auf deine Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein. Und du sollst sie über die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben."

[9:12] Mose beschreibt hier, was Abraham getan hat. Er hat den Glauben alltagsrelevant gemacht. Er hat täglich über Gott gesprochen, er hat seinen Glauben authentisch ausgelebt, so dass seine Familie sehen konnte, was er glaubt. Gott schätzt den Wert familiärer Glaubensprägung sehr hoch ein und hat uns gerade in diesem Kapitel einen Leitfaden an die Hand gegeben, wie wir den Glauben in der Familie erfolgreich weitergeben können.

[9:50] Eine kleine Geschichte möchte ich euch erzählen eines Mannes, der genau das erlebt hat. Es war der Sohn einer methodistischen Familie, sein Vater Pastor, und der kleine George hat schon als kleiner Junge in der Gemeinde oft am Sonntag gesungen. Und die Gemeindeglieder haben ihn gern gehört, und er hat es gern zur Freude der Gemeinde gemacht. Und als er größer wurde, hatte er den Wunsch gehabt, diese Gabe auch beruflich einzusetzen. Aber er musste sein College abbrechen, musste erstmal einen Bürojob annehmen, und dieser Wunsch stand ein bisschen auf Halde. Eines Tages flatterte jedoch eine Einladung zu einem Vorsingen in New York in den Briefkasten. Er fuhr hin, er bekam den Job. Aber in diesem Tag fing seine Mutter an, sich Sorgen zu machen.

[10:56] Dort driftete nach und nach weg von Gott, weil dieser weltliche Beruf und das Singen weltlicher Lieder und der Berühmtheitsgrad, den Applaus, den er bekam, haben ihm mal ein bisschen Oberwasser gegeben, so dass er den Boden unter den Füßen verloren. Seine Mutter hat folgendes getan: Immer dann, wenn George nach Hause kam zu Besuch, hat sie kleine Kärtchen mit Bibelsprüchen und geistlichen Worten im Haus verteilt, in verschiedenen Zimmern, so dass man gar nicht anders konnte, als drüber zu stolpern und sie zu lesen. Einen dieser Zettel legte sie aufs Klavier, und als George am Sonntagmorgen wie üblich sich ans Klavier setzte, um sich ein bisschen einzustimmen für den Gottesdienst, fand er diesen kleinen Zettel mit einem Gedicht, das hieß: "I'd rather have Jesus".

[11:58] Das Gedicht spricht davon, dass der Applaus dieser Welt und aller Berühmtheit eigentlich verblasst, wenn wir bei Jesus sein können, wenn wir Jesus im Herzen haben. Und dieses Lied hat eine berühmte Melodie bekommen und es in einigen Liederbüchern heutzutage immer noch zu finden. Dort hat dieses Lied im gleichen Tag noch im Gottesdienst vorgesungen, und dieser Text veränderte sein Leben nachhaltig. Denn auf diesen Tag an hat er sein Leben neu Gott übergeben.

[12:38] Und das, was seine Mutter hier getan hat, nämlich die Bibelverse auf Pfosten des Hauses zu schreiben, nicht im wörtlichen Sinne, aber sie hat Bibelverse im Haus verteilt, so dass die Familienmitglieder sie lesen konnten. Diese Kleinigkeit in Anführungsstrichen hat einen Jungen, 23-jährigen Mann, dazu gebracht, sein Leben wieder neu zu ordnen und Gott zu übergeben. Am Ende seines Lebens sagte George, der ja ein berühmter Sänger wurde bei den Evangelisten der evangelikalen Gemeinden, da sagte er: "Ich habe kein Lied so oft gesungen wie 'Oh, wie wunderbar ist Jesu Liebe'. Ich habe Jesus als alles andere und ich bin dieser herzerwärmenden Worte nie überdrüssig geworden."

[13:36] Habt ihr auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass ihr jemandem, sei es euer eigenes Kind oder ein Familienmitglied, einen Bibelstundenkontakt, das Wort Gottes nahe gebracht habt, für die Person gebetet habt, aber die Person traf einfach keine Entscheidung? Manchmal braucht es einen langen Atem, viel Geduld und jahrelanges Gebet, bis sich eine Person durchringt, sich für Jesus zu entscheiden. Und dann kommt es darauf an, dass man Vorbild ist, dass man nicht nachgibt, dass man durchhält, dass man den eigenen Glauben authentisch vorlebt und man selbst quasi das Erinnerungszeichen im Haus wird.

[14:28] Mit diesen Ideen, Geschichten und Grundlagen im Hinterkopf möchten wir uns jetzt der eigentlichen Familie, um die es heute gehen soll, nähern. Es geht um meine Familie, die wir im Alten Testament finden, nicht nur in einem Buch, nein, in mehreren Büchern. Genau gesagt, in drei. Wir finden sie im Buch Chronik und Könige, aber vor allem auch im Buch Jeremia.

[14:52] Zuerst begegnet uns diese Familie im 22. Kapitel im zweiten Buch Könige. Und zwar geht es dort um den König Josia, der ja bekannt dafür ist, dass er ein König der Reformen war. Er hat etwas umgewälzt, er hat das Volk wieder zu Gott geführt. Aber es geht auch nicht um Josia. Es geht um diejenige Person, die Josia das erste Mal das Wort Gottes wieder vorgelesen hat. Nicht irgendein Buch, sondern ein Buch, das wir heute auch schon zitiert haben. Es war das fünfte Buch Mose.

[15:50] Die Person, die Josia das Wort Gottes, das so lange verschollen, nicht gehört worden war, vorgelesen hat, war Schafan, der Schreiber. Und wir lesen 2. Könige 22, ab Vers 3 und im 18. Jahr der Regierung des Königs Josia – wir wissen ja, er wurde mit acht Jahren schon König – da sandte der König den Schafan, den Sohn Asalias, des Sohnes Mechullams, den Schreiber, in das Haus des Herrn und sprach:

[16:25] wird hier als Sohn Asalias und Enkel Mechullams beschrieben. Seine Vorfahren werden auch nur an dieser Stelle genannt. Und Schafan war der Schreiber des Königs Josia, seine enge Vertraute Person, ein enger Mitarbeiter am Hof. Und wir lesen weiter in Vers 8: Womit Schafan beauftragt wird. Und Hilkija, der Hohepriester, sprach zu Schafan, dem Schreiber: "Ich habe das Gesetz im Haus des Herrn gefunden." Und Hilkija übergab Schafan das Buch. Und er las es. Schafan wurde in den Tempel geschickt von Josia, um eigentlich die Arbeiter zu bezahlen, dafür, dass sie aufgeräumt haben, dass sie renoviert haben. Und er sollte dort das Geld verteilen, was er auch getan hat. Aber im Zuge dessen kommt der Hohepriester hier zu ihm und sagt: "Ich habe hier ein Buch gefunden, eine Schriftrolle. Du musst es lesen." Und Schafan, der Schreiber, kam zum König und brachte es dem König, brachte dem König Bericht und sprach: "Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus vorhanden war, und haben es den Werkmeistern gegeben, die im Haus des Herrn beaufsichtigen." Dann berichtete Schafan, der Schreiber, dem König und sprach: "Der Priester hat mir ein Buch gegeben." Und Schafan las es vor dem König. Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider.

[18:01] Das Wort Gottes wird wiedergefunden. Auch in unserem Leben entdecken wir manchmal das Wort Gottes neu oder auch zum ersten Mal, und es krempelt unser Leben komplett um. Habt ihr das schon mal erlebt, dass das Wort Gottes euer Leben umgekrempelt hat? Schafan ist hier involviert in eine ganz zentrale Sache, die im Alten Testament passiert: die Wiederentdeckung der vergessenen und verschollenen Buchrolle des fünften Buches Mose. Ihr wisst vielleicht, welche Bedeutung dieses Buch für das Volk Israel hatte. Es war quasi die Wiederholung der ganzen Geschichte Israels noch mal zusammengefasst, und es sollte die Generation, die Josua dann über den Jordan ins verheißene Land geführt hatte, vorbereiten auf die bevorstehenden Kämpfe. Also ein Buch, was Menschen ausrüstet für den Kampf, für den geistlichen Kampf. Und dieses Buch hat Hilkija dem Schafan übergeben, und er las es vor Josia. Schafan war also der erste, der diese Worte nach Jahrhunderten zum ersten Mal wieder vorlas. Wenn das Wort Gottes wiedergefunden wird, dann zerreißt es manchmal unsere Herzen. Und hier zerriss Josia seine Kleider vor Empörung, vor Verzweiflung, weil das, was er hörte, nämlich die Kapitel über Segen und Fluch und was passieren würde, wenn das Volk Gottes nicht tun würde, was Gott gesagt hatte.

[19:45] Schafan entdeckte Gottes Gesetz als erster und las es. Zerreißt das Herz, so wie Hebräer 4, Vers 12 sagt, dass das Wort Gottes "mag und Bein schneidet wie ein zweischneidiges Schwert". Und Josia erkennt durch das Vorlesen, dass ich das Wort Gottes auf ihn und auf seine Zeit bezieht. Er merkt, wie relevant es ist und wird im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschüttelt.

[20:27] Der erste der Afrika den finden wir noch in diesem Kapitel, nämlich in Vers 12. Josia hat sich nämlich nun etwas vorgenommen. Er, nach seiner Empörung, hat er seine ja sich zusammengerissen und hat überlegt, was können wir tun. Und der König gebot Priester und Afrika dem Sohn Schafans und Achikam, dem Sohn Mechajas, und Schafan dem Schreiber und Asaja, dem Knecht des Königs, und sprach: "Geht hin und befragt den Herrn für mich und das Volk und für ganz Juda wegen der Worte dieses Buches, das gefunden worden ist, denn groß ist der Zorn des Herrn, der gegen uns entbrannt ist." Ja, er hat diese Fluch-Kapitel gelesen, deswegen sagt er das, weil unsere Väter nicht auf das Wort dieses Buches gehört haben, dass sie alles getan hätten, was uns daran vorgeschrieben ist. Also er merkt, wir haben nicht getan, was Gott von uns gefordert hat, also werden unweigerlich die Flüche über uns hereinbrechen. Und er sucht jetzt Rat.

[21:29] Bei wem? Vers 14: "Da ging der Priester Hilkija und Achikam und Achbor und Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schalums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes Harhas, des Kleiderschneiders, und sie wohnte in Jerusalem." Josia schickt seine fünf engsten Berater, darunter Schafan und sein Sohn, zu einer Prophetin, um zu erfahren, was das Wort Gottes ihm für seine Zeit zu sagen hat. Der König, der das Wort Gottes gehört hat, möchte sich beim Geist der Weissagung vergewissern, was das Gehörte ihm für seine Zeit zu sagen und zu bedeuten hat.

[22:18] Habt ihr auch manchmal beim Lesen der Bibel das Bedürfnis zum Geist der Weissagung zu gehen, um euch zu vergewissern, was der biblische Text euch für euch und eure Zeit zu sagen hat? Sollten Adventisten nicht beim Lesen der Bibel den Geist der Weissagung zu Rate ziehen, um die Bibeltexte noch besser zusammenzubringen und zu verstehen?

[22:49] Schafan, weil derjenige, der das Gesetz Gottes wiederentdeckt hat, und Achikam, der als einer der fünf Vertrauten des Königs zu Hulda, dem Geist der Weissagung, gehen. Sie gehen zusammen dorthin, Vater und Sohn. Das Wort Gottes in Form von Schafan und der Geist der Weissagung durch Achikam repräsentiert, gehen gemeinsam zum Geist der Weissagung.

[23:22] Der zweite Sohn Schafans hieß Gemaria. Und diesen Gemaria, den finden wir im Buch Jeremia. Jeremia war Zeitgenosse von Josia und dadurch natürlich auch von Schafans Familie. Und wir werden uns den Rest dieser Predigt in diesem Buch bewegen und die anderen Söhne und Enkel von Schafan ausfindig machen.

[23:51] Hier in diesem 36. Kapitel von Jeremia sind wir im Jahre 604, genauer gesagt im Winter 604. Jeremia wird hier beauftragt, die ganzen Predigten und die ganzen Prophezeiungen, die er von Gott in den letzten Jahren bekommen hat, endlich zu verschriftlichen, sie in eine Buchrolle zu schreiben. Und er holt sich den Schreiber Baruch zur Seite, der alles aufschreibt, was Jeremia ihm diktiert.

[24:28] Und wir lesen in Vers 3 den Zweck, warum Jeremia diese Worte aufschreiben wollte: "Und sollte Gott sagen: Vielleicht werden die vom Haus Juda auf all das Unheil hören, das ich ihnen anzutun gedenke, und umkehren, jeder von seinem bösen Weg, so dass ich ihnen ihre Missetaten und ihre Sünden vergeben kann." Gott hat durch Jeremia viele, viele Jahre gesprochen, vor den Wegführungen. Und vielleicht habt ihr im Hinterkopf, dass im Winter 604 schon eine Wegführung dieser drei berühmten Wegführungen geschehen ist, nämlich ein Jahr zuvor, im Jahr 605 vor Christus, wo die Belagerungen Jerusalems stattgefunden hat durch Nebukadnezar. Und dieser Fluch beginnt quasi schon zu tröpfeln, er beginnt schon sich zu zeigen. Und jetzt sagt Gott: Jeremia, schreib die Sachen auf, sie verpuffen sonst, sie verwehen sonst. Das Volk Gottes braucht die Ermahnungen schriftlich.

[25:36] Und der Sinn und Zweck dieser Sache ist, dass Gott sagt: Vielleicht werden sie ja doch umkehren, wenn sie die Worte noch mal lesen.

[25:53] kämpften die Babylonier bei Askalon gegen die Philister, und die Israeliten haben schon gezittert und gebetet, weil sie wussten, wenn die Babylonier die Philister besiegen, dann werden sie nur stracks auch wieder zu ihnen gelangen.

[26:13] In Vers 10 lesen wir, dass Baruch von Jeremia zum Volk Gottes geschickt wird, denn sie sind am Fasten, eben weil die Babylonier eine Gefahr darstellen. Versammelt sich das Volk Gottes hier, um zu fasten, und Jeremia schickt Baruch, um in diese Stimmung hinein, diese ängstliche Stimmung und dieses Fasten, noch mal das Wort Gottes zu setzen. "Da las Baruch aus dem Buch die Reden Jeremias im Haus des Herrn, in der Kammer Gemarias, des Sohnes Schafans, des Schreibers, im oberen Vorhof, am Eingang des neuen Tores des Hauses des Herrn, vor den Ohren des ganzen Volkes."

[26:58] Gemaria, ein weiterer Sohn Schafans, stellt hier seine Kammer zur Verfügung, und die Kammer ist der Ort des Geschehens, wo das Wort Gottes gelesen werden kann. Auch heute brauchen wir Familien in unseren Reihen, die ihre Häuser öffnen, damit das Wort Gottes dort gehört, gelesen und studiert werden kann.

[27:23] Es braucht Familien, in denen die Bibel und der Geist der Weissagung nicht nur gelesen, sondern auch gelebt werden. Wird bei euch zu Hause morgens und abends die Bibel aufgemacht, gelesen, diskutiert, studiert? Erleben Menschen bei dir zu Hause, dass du ein gläubiger Mensch bist? Unterstützt du vielleicht mit deinen Möglichkeiten, vielleicht mit den räumlichen Möglichkeiten, die du hast, die Predigt des Wortes Gottes? Schenkst du dem Wort Gottes dein Zuhause und Raum, dass auch andere es hören und deinen Glauben sehen können?

[28:11] Schafan, weil derjenige, der das Gesetz Gottes wiederentdeckt hat. Und Gemaria war der, der dem Wort Gottes Raum geboten hat. Und Gemaria hatte einen Sohn, den wir auch in Jeremia 36 finden. Denn als Gemaria in eben dieser als Micha ja, eben in dieser Kammer seines Vaters Gemarias die Worte Gottes hört, die Ermahnungen, versteht er sofort, dass diese Botschaft dringlich ist. Und er hat ein Bedürfnis, er möchte, dass die politische Elite diese Worte hört.

[28:56] Vers 11: "Und Micha, der Sohn Gemarias, des Sohnes Schafans, hörte alle diese Worte aus dem Buch, und er ging in das Haus des Königs in die Kanzlei hinab, und siehe da saßen alle Fürsten, nämlich Elischama, der Kanzleischreiber, Delaja, der Sohn Semachjas, Elnatan, der Sohn Achbors, Gemaria, der Sohn Schafans, Zedekia, der Sohn Hananias, und alle Fürsten."

[29:20] Hier der Sohn Hananias und alle Fürsten. Das verkündete ihm Maria alle Worte, die er gehört hatte, als Baruch vor den Ohren des Volkes aus dem Buch vorlas. Also Michael in seinem jugendlichen, ja, wir können vielleicht sagen Leichtsinn oder in seiner jugendlichen Begeisterung geht zu den politischen Eliten in den Palast, in das Haus des Königs und sagt: Ihr müsst diese Worte hören.

[29:50] Warum sagt er das? Warum ist ihm das so ein Anliegen? Weil auch er, wie einst Josia, versteht, wenn wir nicht nach diesen Worten handeln, dann ist das unser Untergang. Und er tritt hier quasi in die Fußstapfen seines Großvaters Schafan, der auch vor dem König die Worte gelesen hatte und gesagt hat: Das sind relevante Worte für unsere Zeit. Er ist so ergriffen vom Wort Gottes, er kann es nicht verschweigen.

[30:23] Und als die Fürsten diese Worte hören, die Michael berichtet, wollen sie auch Baruch hören. Sie wollen das Original hören, sie wollen nicht nur es in Michaels Worten hören, sondern sie wollen Gottes Worte hören. Michaja bekennt sich hier öffentlich zum Wort Gottes und er traut sich etwas, er ist mutig. Wir würden vielleicht sagen, er predigt das Wort Gottes zu unserer Zeit und er bringt sich vielleicht auch damit in Gefahr. Aber er bringt es bringt auch Jeremia und Baruch in Gefahr.

[30:57] Und die Fürsten verstehen das sofort und veranlassen, dass Jeremia und Baruch sich verstecken. Die Fürsten hören das Wort und veranlassen, dass der König es hört. Doch ihr kennt vielleicht den Ausgang dieser Geschichte. Den König lassen diese Worte herzlich kalt.

[31:22] Jojakim lässt das Wort Gottes zerschneiden und verbrennen. Eine sehr schaurige und schmerzhafte Szene. Wir lesen: Da sandte der König den Jchudi, um die Rolle abzuholen. Und er brachte sie aus der Kammer Eli-Schamas des Schreibers. Und Jchudi las sie vor den Ohren des Königs und vor den Ohren aller Fürsten, die bei dem König standen.

[31:50] Der König aber saß im Winterhaus, denn es waren 9. Monat, wie gesagt, 604 vor Christus. Und der Kohlentopf brannte vor ihm. Und es geschah so, oft Jchudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er sie mit dem Schreiber-Messer heraus und warf sie in das Feuer, das im Kohlentopf war, bis die ganze Rolle im Feuer des Kohlentopfes verbrannt war.

[32:16] Auch heute gibt es Theologen, die das Wort Gottes lesen und durch Bibelkritik und historisch-kritische Methode Verse auseinanderreißen und die Bibel der Botschaft kaputt machen, so wie Jchudi das Wort Gottes ins Feuer warf, nachdem es zerschnitten hatte. Und was passiert an dieser Szene? Niemand protestiert.

[32:50] Vers 25, 24. Und es war niemand, der darüber erschrak oder sein Gewand zerriss, weder der König noch alle seine Diener, obwohl sie alle diese Worte gehört hatten. Doch baten erinnert an Delaja und Gamaria den König, die Rolle nicht zu verbrennen. Aber er hörte nicht auf sie.

[33:18] Drei Männer haben den Mut, den König zu widersprechen, für das Wort Gottes einzustehen, für ihren Glauben einzustehen. Drei Männer, die sich vor den König hinstellen und sagen: Nein, König, das kannst du nicht tun. Wir machen da nicht mit.

[33:46] Kennt ihr drei Männer in einem anderen Bibelbuch, die sich vor den König gestellt haben und gesagt haben: Nein, unser Glaube kann hier nicht mitgehen. Wir können nicht mit ansehen, wie das Wort Gottes in Verruf gebracht wird. Es waren Daniels drei Freunde, die im Angesicht des Feuerofens den Mut hatten, für das Wort Gottes einzustehen, ihren Glauben zu bezeugen, koste es, was es wolle.

[34:22] Und ebenso sind erinnert an Delaja und Gamaria, der Sohn Schafans hier, haben den Mut in dieser bedrückenden Szenerie dem König Jojakim zu sagen: Stopp! Bitte, zerschneide und verbrenne das Wort Gottes nicht. Sie hatten genau den gleichen Mut wie die Freunde Daniels. Nur sprechen wir viel öfter über Daniel und seine Freunde als über Jeremia, Delaja und Gamaria. Und vielleicht sollten wir auch mal über sie Kindergeschichten erzählen.

[35:01] Diese Eigenschaft in dieser Familie, für das Wort Gottes einzustehen und sich einzusetzen, die zieht sich wie ein roter Faden durch die Familie Schafan. Von jeder ihrer Generation, die näher in der Bibel beschrieben sind, wird berichtet, dass sie für das Wort Gottes eingetreten sind, dass sie das Wort Gottes hochgehalten haben, das Wort Gottes öffentlich verteidigt haben.

[35:25] Wir brauchen Menschen wie Schafan, die sich vom Wort Gottes treffen lassen. Wir brauchen Menschen wie Maria, die dem Wort Gottes Raum geben, eine Plattform bieten, die sich öffentlich zum Wort Gottes bekennen. Wir brauchen Menschen wie Michaja, die das Wort Gottes in politische Eliten bringen.

[35:52] Wir wollen nun den dritten Sohn von Schafan anschauen: Elia. Und Elia finden wir im Kapitel 29 in Jeremia. Und wir lesen dort ab Vers 1: Und dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem an den Überrest der Ältesten der Weggeführten sandte, sowie an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte.

[36:24] Also es gibt ja einen Brief, den Jeremia verfasst hat und Elia soll ihn überbringen, wohin? Nach Babylon, wo ja schon einige weggeführte Israeliten sind, nachdem der König Jojachin mit der Königin, mit den Kämmerern und Fürsten von Juda und Jerusalem, auch mit den Schmieden und Schlössern Jerusalems verlassen hatte. Ja, also König da war ja bekanntermaßen ein echter Baulöwe. Er war so ein Mensch, der auch ja sich Monumente hat bauen lassen, große Tempelanlagen, große Gebäude. Darüber hat er sich definiert.

[37:03] Und Nebukadnezar hatte ein Problem, das auch wir heute kennen. Er hatte Fachkräftemangel, Handwerkermangel. Und was hat er getan? Er hat sich die Handwerker der Israeliten als erstes mitgenommen, um seine Bauvorhaben umzusetzen. Vers 3: Durch die Hand Elia-Saß, des Sohnes Schafans und Gamarias, des Sohnes Hilkias, die CD-Kia, der König von Juda nach Babel zu Nebukadnezar, dem König von Babel, gesandt hatte.

[37:29] Ließ Jeremia sagen: Und bevor wir diese Botschaft lesen, möchten wir noch mal sehen, mit wem Elia-Saß denn hier nach Babylon gegangen ist. Denn Elia-Saß musste eine weite Reise machen, es ins Ausland gegangen, um sein Volk zu besuchen und ihnen das Wort Gottes zu bringen. Er hat gemeint, das ist aber nicht der sein Bruder, der der Maria, sondern es ist Hilkias Sohn. So wie heute die Kinder nur und Elia heißen, so hießen sie damals halt vermehrt Gamaria und Hilkia war natürlich der Hohepriester, der Schafan die Buchhalle übergeben hatte.

[38:09] Also interessant, dass diese beiden Männer, deren Väter eine ganz große Rolle gespielt haben in der Zeit von Josia, nun auch hier eine große Rolle spielen und das Wort Gottes zu den Exilanten bringen. Vers 4: So spricht der HERR der Herrscharen. Und das ist jetzt die Botschaft an die versprengten Israeliten, der Gott Israels, zu allen weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel weggeführt habe: Baut Häuser und wohnt darin, pflanzt Gärten und esst ihre Früchte, nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter, und nehmt Frauen für eure Söhne und eure Töchter, gebt Männern zur Frau, damit sie Söhne und Töchter gebären, damit ihr euch dort mehrt, also ein Babylon, und eure Zahl nicht abnimmt.

[38:57] Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum Herrn, denn in ihrem Frieden werdet auch ihr Frieden haben.

[39:11] Diese Botschaft hat den Exilanten nicht gefallen. Aber wem sie gefallen hat, war Nebukadnezar. Denn Nebukadnezar wollte ja die Exilanten, die Israeliten dauerhaft in seinem Land haben. Jeremia hatte prophezeit, dass es 70 Jahre dauern würde, bis das Volk Israel wieder zurückkehren würde in ihr eigenes Land.

[39:36] Die Israeliten haben das nicht ernst genommen, weder vor der Wegführung, noch während der Wegführung, noch nach den Wegführungen. Sie haben gedacht, es dauert wenige Jahre und dann kommen wir wieder zurück nach Israel. Aber dem war nicht so. Und Jeremia hat das noch mal bestätigt hier in Jeremia 29 und hat gesagt: Ihr sollt dort sesshaft werden, ihr solltet euch dort gut gehen lassen, ihr sollt Häuser bauen, Gärten bauen, euch verheiraten.

[40:00] Und ihr sollt vor allem beten für die Babylonier. Denn Gott wollte, dass das Volk Israel nicht einfach dort nur 70 Jahre ausharrt, sondern dass sie Mission betreiben, dass sie den Babyloniern, den Heiden, von Gott erzählen. Und Elia-Saß war eben dieser dritte Sohn Schafans, der hier dieses Wort Gottes ins Ausland gebracht hat.

[40:28] Auch wir brauchen heute Familien, die in unerreichte Gebiete gehen und die das Evangelium an Orte bringen, wo es noch nicht gehört wurde oder wieder gehört werden muss, neu gehört werden muss. Jeremia 29. Und vielleicht habt ihr in eurer Bibel ein paar bunt markierte Verse. Es ist ein ganz besonderes Kapitel. Jeremia bis 14 möchte ich einmal mit euch lesen.

[40:54] Denn diese Worte, und vielleicht fällt es euch auf, diese Worte sind ziemlich wortwörtlich entlehnt aus dem fünften Buch Mose. Ich habe euch ja versprochen, dass das fünfte Buch Mose und heute ein bisschen begleiten wird durch diese Predigt. Und das tut es. Vers 11: Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.

[41:20] Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören. Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wer nämlich von ganzem Herzen nach mir verlangt, werdet, und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr. Und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe, spricht der Herr. Und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe.

[41:51] Gott ist nicht ein Gott, der in seinem Zorn verharrt und sich freut, wenn er seine Menschen bestrafen kann. Gott sagt, oder Gott hat dem Volk Israel jahrelang, jahrzehntelang angekündigt, dass es Konsequenzen haben wird, wenn sie weiter Götzendienst betreiben, wenn sie in der Sünde verharren. Aber sie haben nicht auf ihn gehört.

[42:16] Und so hatte die Botschaft wiederholt und wiederholt und wiederholt. Und man merkt richtig in diesen Versen, wie Gott sein Herz ausschüttet, wie es ihm daran gelegen ist, sein Volk wieder zurückzubringen. Und so ist Gott, Gott muss Konsequenzen schicken, aber in dem Moment, wo die Konsequenzen eintreten, gibt er sofort den Ausblick auf Hoffnung und Zukunft.

[42:51] war ein Prophet. Ein zu der Zeit lebender Prophet, der das Buch 5. Mose, den Geist der Weissagung adaptiert hat und auf seine Zeit angewendet hat. Ebenso ist es mit den Büchern von Ellen White. Auch sie erläutern uns, was alte prophetische Schriften für unsere Zeit bedeuten.

[43:16] Jeremia tat es mit Mose. Ein Wald tut es mit der Bibel. Schafan brachte also, bzw. Elia-Saß brachte also dieselbe Botschaft zu den Heiden nach Babylon, wie Schafan sie zum König Josia gebracht hat. Ist das nicht erstaunlich?

[43:36] Diese Familie Schafan hat zu einer unglaublich dunklen Zeit gelebt. Das Volk Gottes war so abgefallen. Der Großvater Josias war ja Manasse gewesen. Wir wissen, wie lange und schrecklich er regiert hat. Und das Volk Gottes war wirklich geistlich. Aber in diese Zeit hinein hat Gott die Familie Schafan gestellt und seine Nachkommen.

[44:01] Schafan, der das fünfte Buch Mose wieder entdeckte. Und Josia, der darauf viele Reformen startete. Achikam, der mit seinem Vater zum Geist der Weissagung zu Holder ging, um das Wort Gottes besser zu verstehen. Maria, der seine Kammer zur Verfügung stellte, um dem Wort Gottes Raum zu geben, der das Wort Gottes verteidigte, als es angegriffen wurde. Michaja, sein Sohn, der das Wort Gottes in elitäre Kreise zu den Fürsten brachte, weil er begriff, wie wichtig die Botschaft für seine Zeit war. Und Elia-Saß, der die wunderbare Botschaft der Erlösung ins Ausland zu den Exilanten und zu den Heiden brachte.

[44:49] Diese Familie Schafan, die hielt treu zum Wort Gottes in einer Zeit nationalen Abfalls. Um sie herum brach vieles zusammen. Viele Glaubenspfeiler drohten. Sowohl die Eliten als auch das ganz normale Volk fielen vom Wort Gottes ab. Israel war nicht nur untreu Gott gegenüber, sondern auch den Babyloniern, mit denen sie ja Verträge gemacht hatten. Der König Jojakim rebellierte. Jojakim wurde gefangen weggeführt und Zedkia brach den Treue-Eid.

[45:32] Die letzten drei Könige nach Josia waren ja, knüpften eigentlich an die Zeit von Manasse und Josias Vater an. Am Ende gab es niemanden mehr im Königshaus, auf den sich Nebukadnezar verlassen konnte. Wen sollte er als Stadthalter über die übrig gebliebenen Provinzen setzen? Wem konnte er glauben? Wem konnte er vertrauen?

[45:58] Ja, ein Mann aus dem Hause Schafan. Liebe kann nicht sehr wusste das, er kannte diese Familie. Es war ein Enkel Schafans, den er als Stadthalter über die Provinzen einsetzte. Es war Gedalja. Gedalja begegnet uns in Jeremia 39.

[46:23] Jeremia wurde von den letzten Königen ins Gefängnis gesteckt, weil seine Botschaft so unliebsam war. Man wollte sie nicht hören und um den Propheten zum Schweigen zu bringen, sperrte man ihn ein. Als aber Nebukadnezar kam, hat er diese Sache rückgängig gemacht und er befreite Jeremia. Vers 13: Sandten Nebusaradan, der oberste der Leibwache, und Nebuschasban, der Oberkämmerer, und Nergal-Scharezer, der Obermagier, und alle Obersten des Königs von Babel, sandten sie hin und ließen Jeremia aus dem Gefängnishof holen.

[46:59] Und sie übergaben ihn Gedalja, dem Sohn Achikam, des Sohnes Schafans, damit er ihn nach Hause bringe. Und er wohnte unter dem Volk. Gedalja gibt den Propheten ein Zuhause. Er ist gastfreundlich, er ist sein Freund. Ja, die Familie Schafan von Schafan unter Jeremia waren seit längerem schon befreundet. Im Haus Schafan hat man nicht nur sich nicht nur für das Wort Gottes interessiert, sondern auch für die Botschafter.

[47:43] dass Jeremia vor die Wahl gestellt wurde von Nebukadnezar, nach Babylon mitzukommen, dort ein schönes Leben zu führen, in einem tollen Haus mit einem tollen Garten, oder zurückzubleiben in Jerusalem. Da er sich aber noch nicht entschließen konnte, sprach Nebusaradan: Da und so kehre zurück zu Gedalja, dem Sohn Achikam, des Sohnes Schafans, den der König von Babel über die Städte Judas gesetzt hat, und bleibe bei ihm unter dem Volk, oder gehe, wohin es dir gefällt. Und der oberste der Leibwache gab ihm Wegzehrung und ein Geschenk und entließ ihn. Der Prophet findet also dauerhaft und das Schlupf bei Gedalja und immer ein offenes Haus.

[48:26] Das ist eine schöne Eigenschaft, die auf beeindruckende Weise zeigt, dass diese Familie nicht nur das Wort Gottes hochgehalten hat, sondern es auch gelebt hat. Eine gastfreundliche Familie war.

[48:43] Was hat Schafans Familie ausgezeichnet? Es waren Männer mit Mut und Rückgrat und einer tiefen Überzeugung, dass das Wort Gottes wahr ist und die Prophezeiungen sich ganz gewiss erfüllen werden. Das Wort Gottes hat sie mutig sein lassen. Das Wort Gottes hat sie stark sein lassen. Und das Wort Gottes hat sie mit Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft blicken lassen.

[49:11] Diese Eigenschaften wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Und so spielte diese Familie einen ganz, ganz entscheidenden Part im Volk Gottes in dunklen und schwierigen Zeiten. Sicher hat Schafan die Worte aus 5. Mose 6, die wir am Anfang gelesen haben, dem Jeremia vor dem ja, Jeremia vor Josia vorgelesen und sie sich zu Herzen genommen. Denn die Früchte, die wurden sichtbar in seinen Kindern und Enkeln.

[49:43] Ich habe anfangs erwähnt, dass ihr sehr wahrscheinlich noch nie von dieser Familie gehört habt. Und doch müssen wir sagen, dass sie ein wie ein unsichtbares Rückgrat des Volkes Gottes in dieser Zeit waren.

[49:59] Auch wir brauchen heute in unseren Gemeinden unsichtbare Säulen, Menschen, die unseren Kindern und Jugendlichen Vorbilder sind im Glauben. Wir brauchen Menschen, die den Glauben authentisch vorleben und uns zeigen, dass man Erfahrungen mit Gott machen kann.

[50:22] Wir brauchen Menschen, die zeigen, dass die Familie ein guter Ort ist. Vielleicht bist du nicht sehr bekannt und fühlst dich selber auch nicht als einen besonderen Teil deiner Gemeinde. Vielleicht fühlst du dich auch nicht zu etwas Besonderem von Gott berufen. Aber wenn du und deine Familie den Glauben hochhalten, das Wort Gottes ausleben, dann seid ihr ein stützender Pfeiler in der Gemeinde Gottes, so wie Schafan es war.

[50:57] Auch heute gerät das Wort Gottes leicht in Vergessenheit und es braucht Männer und Frauen wie Schafan, die das Wort Gottes wieder entdecken und ihre Kleider zerreißen, weil sie merken, wie relevant das Wort Gottes ist. Auch heute wird der Geist der Weissagung viel, viel zu selten konsultiert und es braucht Männer wie Achikam und Frauen wie Achikam, die den Geist der Weissagung hochhalten und sich vom Geist der Weissagung beraten lassen und Rat suchen nach Wegweisung.

[51:32] Auch heute bekommt das Wort Gottes wenig Raum in der Gesellschaft und es braucht Männer und Frauen wie Gamaria, die das Wort Gottes wieder in den Mittelpunkt rücken und mit ihren persönlichen Ressourcen das Wort Gottes unterstützen.

[51:49] Auch heute ist das Wort Gottes in vielen Kreisen der Gesellschaft nicht wirklich bekannt und es braucht Männer und Frauen wie Michaja, die den Mut haben, das Wort Gottes zu den verschiedenen Gesellschaftsschichten zu bringen, den Eliten, aber auch den Armen.

[52:08] Und auch heute wird das Wort Gottes attackiert und zerrissen und es braucht Männer und Frauen wie Gamaria, die für die Integrität des Wortes Gottes einstehen.

[52:21] Und auch heute gibt es viele, deren Christentum sich nicht im praktischen Christsein zeigt. Aber wir brauchen Männer und Frauen wie Gedalja, die sich gastfreundlich zeigen und ihr Christsein ausleben.

[52:39] Wir brauchen Familien wie die von Schafan und ich hoffe, dass diese Familie euch inspiriert, dass ihr euch selber auch noch mal in diese Kapitel vertieft, diese Familiengeschichte verfolgt und diese Prografie, die wir heute betrieben haben, dieses Studieren von Personen durch die Bibel, dass ihr das macht.

[52:59] Wir brauchen Familien wie die von Josua, die sagen: Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Möchtest du diesen Satz auch zu deinem Motto, zu deinem Leitfaden machen und das Wort Gottes und den Geist der Weissagung an die nächste Generation weitergeben?

[53:24] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte danken, dass wir diese Familie als Vorbild haben. Danke, dass wir, wenn wir graben in der Bibel, solche Geschichten und Zusammenhänge entdecken dürfen und begeistert sein dürfen, wie ja du es offenbarst, dass diese Familie gar nicht bekannt ist, aber doch ganz viel Bedeutung erlangt hat durch ihr Handeln, durch ihr Tun.

[54:01] Herr, lass uns, lass auch uns solche Menschen, solche Familien werden, die für dein Wort einstehen, es hochhalten, den Geist der Weissagung konsultieren und den Glauben auf praktische Weise sichtbar werden lassen im eigenen Tun und Handeln. Und dafür danke ich dir. Amen.


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