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In dieser Predigt von David Nießner aus der Serie „Ihm zur Hand“ geht es um die Frage, warum wir in eine bestimmte Kirche gehen und was den christlichen Glauben ausmacht. Es wird betont, dass Glaube nicht freudlos sein muss, sondern zu einem erfüllten Leben führen kann. Der Sprecher beleuchtet die Bedeutung der Gemeinschaft und der persönlichen Beziehung zu Gott und ermutigt dazu, die Bibel selbst zu studieren, um die eigene Überzeugung zu festigen und sich vor Irrtümern zu schützen.


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Serie: Ihm zur Hand

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe junge Freunde, hier zu unserer Serie "Ihm zur Hand". Warum jung und gläubig? Wir sind heute schon beim fünften Teil angelangt mit dem Thema: Warum gehe ich in die Kirche, in die ich gehe? Bevor ich aber anfange, möchte ich euch im Gebet einladen, dass in all dem auch hier Gott gegenwärtig ist. Weil, wenn man eigene Erfahrungen, Überzeugungen teilt, ist immer so ein bisschen die Gefahr, dass man von sich selber mehr redet als von Gott. Und daher ist es sehr wichtig, auch jetzt mit Gott zu gehen.

[1:01] Himmlischer Vater, ich danke dir auch heute wieder für das Vorrecht, dass wir uns diesem Thema widmen können. Warum gehen wir eigentlich in die Kirche, in die wir gehen? Und gibt es vielleicht auch eine Gemeinde, die mit einem Wort schon vorher gesagt hast? Und ich bitte dich jetzt nach dem Versprechen in Jeremia 1, Vers 9, wo du gesagt hast, dass du deine Hand ausgestreckt hast, ihn berührt hast und deine Worte in seinen Mund gelegt hast. Das möchte ich auch jetzt bitten, dass auch du jetzt durch mich sprichst und dass viele Menschen dadurch erreicht werden und dass wir besser verstehen, dass dein Wort zu sagen hat in diesen Zeiten. Im Namen Jesu, Amen.

[1:39] Ja, warum gehe ich in die Kirche, in die ich gehe? Zu Beginn möchte ich gleich an meinen Zitat vorlesen aus einem wundervollen Buch, das den Titel "Ruf an die Jugend" trägt. Und hier heißt es wie folgt: "Der weise Mann dies von Salomo die Rede, sagt: Gedenke an deinen Schöpfer in deiner Jugend." (Prediger 12, Vers 1).

[2:03] Glaube nicht, dass sich der Glaube freudlos und schwermütig machen und ein Hindernis auf dem Weg zum Erfolg sein will. Der Glaube an Jesus Christus wird keine deiner Fähigkeiten auslöschen oder auch nur schwächen. Er nimmt dir keineswegs die Freude an einem wahren Glück. Er verringert keine deiner gesunden Lebensinteressen und macht dich auch nicht gleichgültig und unempfindlich deinen Freunden und der Gesellschaft gegenüber. Du sollst dein Leben nicht in Sack und Asche vertrauen. Du sollst nicht sondern stöhnen müssen, wirklich nicht. Der Gott, in allem zum ersten, letzten und besten macht, gehört zu den glücklichsten Menschen auf Erden. Lachen und Sonnenschein sind von seinem Gesicht nicht verbannt. Der Glaube wird dich weder ruhe- noch grob machen, wird dich eher unordentlich, nach unhöflich machen. Im Gegenteil, er erhebt und adelt den Gläubigen. Er verfeinert seinen Geschmack, heiligt sein Urteil und macht ihn tauglich für die Gemeinschaft mit den Engeln Gottes und für das Heim, das ihm Jesus bereitet hat.

[3:09] Vergessen wir nie, dass Jesus Christus eine Freudenquelle ist. Er will die Menschen nicht unglücklich sehen, sondern will sie froh wissen. Christen verfügen über viele Glücksmöglichkeiten. Sie können aber auch genau angeben, welche Freuden erlaubte und rechte Art sind. Sie erholen sich derart, dass sie den Geist nicht schädigen und die Seele nicht erniedrigen, dass ihnen keine Nachwirkungen bleiben, die ihre Selbstachtung zerstören oder in den Weg zu nützlichem Wirken versperren. Wenn der Heiland an ihren Freuden teilnehmen kann und der Geist des Gebets nicht erlischt, sind sie durchaus sicher, dass die Tat kommt aus dem Buch "Ruf an die Jugend", Seite 22.

[3:50] Es ist ein langes Zitat, habe ich auch bewusst ausgewählt, weil ich dieses Buch selber vor kurzem wieder angefangen habe zu lesen und es ist wirklich ein faszinierendes Buch. Und jeder Jugendliche, der sich ernsthaft Gott wendet, der ein glückliches, erfülltes Leben haben möchte, kann ich nur wärmstens empfehlen, genau dieses Buch zu lesen. Und es ist wirklich faszinierend, was Allen White in diesem Buch schreibt, dass wenn man wirklich einen wahren Glauben mit Gott lebt und pflegt, dass das Leben überhaupt nicht so ist, so dass man in Sack und Asche sitzt und den ganzen Tag traurig daher guckt. Und diese Stereotyp, wo man hat vielleicht von vielen Kirchengänger, die die Mundwinkel bis zum Boden hängen haben, wo die Augenringe größer sind als Traktorreifen und all diese Dinge.

[4:36] Aber Jesus selber hat auch gesagt in Johannes 14, Vers, Johannes 16, Vers 24, dass wir bitten sollen und den Heiligen Geist. Und er sagt ganz spezifisch: "Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen gebeten. Bittet, so werdet ihr empfangen." Und dann sagt er, dass der Heilige Geist kommt, damit unsere Freude völlig werde. Das heißt, wenn wir den Heiligen Geist empfangen, wenn wir wirklich mit Gott gehen, dann ist das Leben an Freudenquellen.

[5:05] Und ich habe erlebt, dass immer wieder. Ich habe letztens einen Jugendlichen kennengelernt, ja auch in meinem Alter, der seit vier Monaten gläubig ist, seit vier Monaten dabei ist und so richtig für den Glauben brennt. Aber er hat, er sprüht so eine Freude aus, man, wenn man das sehen könnt, denn man würde überall Funken sehen, die aus ihm herauskommen. Und der lebt nicht in vier Monaten Bibelstunden auf der Straße, so wie ich ihn beobachtet habe. Also wird er 30 Jahre schon Prediger sein. Und es ist wirklich faszinierend, was Gott machen kann mit Menschen, die sich ihm zur Verfügung stellen.

[5:40] Und deswegen Jesus selber auch, er war ein Mensch mit Freuden. Dass er damals gelebt hat und wir dürfen nicht dieses Bild haben von diesen starren, sturen Glauben, sondern es ist wirklich ein Privileg. Und was alles noch mehr dahinter steckt, das ist auch der Sinn dieser Serie, dass ich zeigen möchte, dass es sehr wohl Spaß macht und Sinn macht, jung und gläubig zu sein und das ist keineswegs ein Trauerspiel ist.

[6:04] Und wie es sie auch im letzten Abschnitt zwar diesem Zitat hieß: "Wenn Jesus an unseren Freuden teilnehmen kann, wenn das Gebet nicht erlischt, dann sind wir durchaus sicher und wir können Freuden erleben, die man in der Welt nicht finden wird." Und wer vielleicht diese Serie schon länger verfolgt, der hat auch schon einige persönliche Zeugnisse von mir gehört. Und ich wiederhole es auch gerne noch mal: Ich habe in meinem Leben nie Alkohol getrunken, also einmal, wo ich acht Jahre alt war, da dachte ich, es ist Traubensaft, war leider kein Traubensaft, als wir bei Besuch waren. Und das war das einzige Mal, wo ich getrunken habe.

[6:37] Habe ich war auch nie auf Partys, ich habe nie Drogen genommen, ich habe nie geraucht. Ich war, ich sage mal, ein anständiges Kind. Und ich habe Gott in der Gemeinde kennengelernt. Ich musste nicht erst weit, weit weg, sondern ich habe Gott in der Gemeinde kennengelernt und ich bereue es bis heute nicht. Es macht so viel Freude, mit Gott zu gehen und vor allem in jungen Jahren, wie es auch hier am Anfang hier ist im Prediger 12, Vers 1: "Gedenke an den Schöpfer in deiner Jugend."

[7:01] Ich habe auch so viele ältere Geschwister getroffen, die sehr freudig sind und die einen sehr lebendigen Glauben haben, die aber oft gesagt haben: "Macht nicht den Fehler, dass du in deiner Jugend versäumst, Gott zu suchen." Es ist schön, wenn man spät zurückkommt. Ich kenne einige Leute, die sich erst mit 60, 65 haben taufen lassen, aber davor sind so viele Jahre, so viel verloren gegangen.

[7:28] Und deswegen, wenn ihr jung seid, macht jetzt den Schritt und sagt Ja zu Gott. Und oft stellen sich die Jugendlichen die Frage: "Wenn ich gläubig bin und das habe ich auch sehr oft gehört in Gesprächen, muss ich da wirklich Teil einer Kirche sein? Kann ich nicht irgendwie meinen Glauben für mich leben und privat ganz einfach machen? Muss ich wirklich Teil einer Kirche sein?"

[7:50] Die Bibel sagt in Apostelgeschichte 2, Vers 42, über die Apostel und die frühen Christen: "Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten." Die Urgemeinde, das werden wir auch später, wenn wir die Offenbarung studieren, in Offenbarung 1, 10 und dann auch in Offenbarung 2, in der Gemeinde zu Ephesus, die diesen Zustand der Urgemeinde beschreibt. Es ist eine Gemeinde, die fast das Ideal erreicht hat, was Gottes Gemeinde erreichen kann. Und diese Gemeinde ist uns besonders als Vorbild gegeben. Und wenn in dieser Gemeinde die Menschen, die Gläubigen damals beständig in der Gemeinschaft blieben, dann hat das auch einen hohen Stellenwert für uns, dass wir auch diese Gemeinschaft nicht verlassen oder vernachlässigen sollten.

[8:39] Darüber hinaus sagt der Apostel Johannes im ersten Johannesbrief 4, 6 und 7: "Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm, also mit Gott, haben und auch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander." Und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.

[9:05] Das ist auch ein Text, der uns so einen Hinweis darauf gibt, dass wenn wir mit Gott Gemeinschaft haben wollen, die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen sehr, sehr wichtig ist. Es geht natürlich um die persönliche Beziehung zu Gott. Das kann eine Gemeinde für mich nicht nehmen. Ich muss diese Beziehung selber mit Gott aufbauen. Aber die Gemeinschaft ist scheinbar sehr wichtig, um auch Gott kennen zu lernen, weil Gott selber ein Gemeinschaftswesen ist. Es sind drei Personen, die die Gottheit bilden. Und wir wissen ja auch, die ganze Menge sind auch alle mit dabei. Der Himmel ist ein Ort der Gemeinschaft. Und deswegen ist es sehr wichtig, auch in einer Gemeinschaft zu sein, wo wir diese, wie wir vorhin gelesen haben, wo wir in der Lehre der Bibel bleiben können.

[9:50] Aber zu einer weiteren Frage, und das möchte ich auch noch so ein bisschen vorab mitgeben: Warum ist es so wichtig zu verstehen, warum ich das glaube, was ich glaube?

[10:00] Lassen Sie mich kurz erklären. Vielleicht hat es auch schon mal von dem mitbekommen, ich habe das auch schon ein paar Mal erzählt. Ich bin zwar in der Adventgemeinde groß geworden und habe auch mit dem Glauben an Gott von klein an begonnen zu leben. Aber mir war vor allem im Kindesalter, dann auch im frühen jugendlichen Alter, somit 12, 13, nicht klar, warum ich eigentlich Siebenten-Tags-Adventist bin. Wenn mich die Leute dann immer gefragt haben und gesagt haben: "Warum geht ihr eigentlich samstags in die Gemeinde?", dann habe ich immer gesagt: "Na ja, wir sind so wie die anderen protestantischen Gemeinden auch, aber wir gehen als Samstags in die Gemeinde." Und dementsprechend waren noch immer die Blicke, dann wo man sich gefragt hat: "Was seid ihr für eine komische Gruppe, wenn ihr so weit wie die anderen auch seid? Ihr was Besonderes? Warum geht die samstags?"

[10:51] Aber es geht nicht nur um den Tag der Anbetung. Es geht um viele Dinge. Es gibt so viele Lehren und so viele verschiedene Ansichten auch im Christentum. Und es ist enorm wichtig, auch zu glauben, warum ich was glaube. Petrus sagt uns, warum das wichtig ist.

[11:04] Den ersten Petrus 3, Vers 15: "Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordern über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung." Also Petrus sagt hier, wenn es Menschen gibt, die fragen: "Warum glaubst du das?", "Hast du glaubst, dass wir ihnen dann mit Geduld, mit Sanftmut, aber auch mit einem gewissen Respekt erklären können, damit sie verstehen, warum diese Hoffnung, die in uns ist."

[11:36] Und so bewegen wir jetzt noch ein weiteres Zitat aus einem Buch von einem christlichen Autor, Michael Makowski, hatten ein Buch, das "Offenbarung" heißt. Folgendes geschrieben:

[11:46] "Wer sich durch ein beständiges Studium der Bibel und hier besonders der prophetischen Bücher Daniel und Offenbarung nicht eine eigene Überzeugung über den Grund seines Glaubens geschaffen hat, der wird angesichts der übernatürlichen Zeichen und Wunder, die der Teufel in Zukunft geschehen lässt, nicht standhaft bleiben können."

[12:08] Also, was dieser Autor meint, es geht nicht nur darum, Menschen zu erklären, warum ich das glaube, was ich glaube. Weil er vielleicht auch schon die erste Serie geschaut hat, die wir aufgenommen haben, da habe ich einige Erfahrungen geteilt. Und es ist schon erstaunlich, wenn man durch schwierige Lebensphasen geht und durch einige Täler geht und den Leuten dann sagt: "Ich glaube, weil..." Und der Glaube, der Glaube an und für sich ist ja wertlos. Der Glaube an denjenigen, das ist das, was uns Kraft verleiht.

[12:40] Und wenn das die Menschen mitbekommen, die persönlichen Zeugnisse, die Erfahrungen, die wir mit den Menschen teilen, das ist das, was die letzten Endes wirklich überzeugt. Es gibt wenige, die einfach nur aus theologischen Schlussfolgerungen zum Glauben kommen. Gibt es auch. Ich habe letztens einen Menschen getroffen, der Mathematik studiert hat und er weiter auf diese Schiene, er musste alles ganz logisch, strukturiert, aufgeschlüsselt sehen und konnte dann den Glauben annehmen. Aber es gibt eben viele Menschen, und das ist, so wie ich finde, der Großteil, die vor allem durch persönliche Erfahrungen, die man ihnen erzählt, zu Christus kommen.

[13:17] Aber es ist nicht nur, dass damit die anderen Menschen davon erfahren, warum wir Zeugnis geben sollen, sondern wie wir hier gerade gelesen haben, wenn wir der biblischen Prophetie glauben schenken, dann wird eines Tages eine Zeit kommen, von der Jesus sagt, dass selbst diejenigen, die schon immer fest im Glauben standen, die die biblische Wahrheit angenommen haben, dass selbst die verführt werden können angesichts der Wunder und übernatürlichen Zeichen, die in der Endzeit folgen werden.

[13:50] Passiert aber nur, wenn sie ihre Überzeugungen nicht auf der Bibel fundiert am selber verstehen.

[13:55] Noch ein anderes Zitat von Ellen White, damit es vielleicht ein bisschen klarer wird. Sie sagt, Henry W.N. Herald vom dritten April 1888:

[14:06] "Die Zeit wird kommen, in der Satan direkt vor euren Augen Wunder wirkt und behauptet, er sei Christus. Und wenn eure Füße nicht fest auf der Wahrheit Gottes gegründet sind, werdet ihr von eurem Fundament getrennt werden."

[14:22] "Eure einzige Sicherheit besteht darin, nach Wahrheit zu forschen wie nach verborgenen Schätzen. Grab nach Wahrheit wie nach Schätzen der Erde und legt eurem Vater im Himmel das Wort Gottes, die Bibel, vor und sagt: 'Leuchte mich, lehre mich, was Wahrheit ist.'"

[14:38] Ihr solltet euren Geist mit Gottes Wort speichern, ansonsten könnt ihr getrennt werden und dorthin gelangen, wo ihr nicht das Vorrecht habt, euch mit Gottes Kindern zu versammeln.

[14:50] Bevor wir hier zu kommen, möchte ich meinen Assistenten holen. Ich habe einen Assistenten mitgebracht. Und bevor ihr euch jetzt denkt, was hat der jetzt vor, Villa des Studio zerschlagen oder den Arm Aufnahmealter Thomas Kabinetts vermöbeln? Auf keinen Fall. Ich habe das hier als bildliche Darstellung mitgebracht. Hier steht drauf: "Die Ellen White Keule".

[15:12] Und ich habe den Eindruck, dass es einige in der Gemeinde gibt, die Zitate von Ellen White missbraucht haben und die Leute da kaputt geschlagen haben, nur noch Zitate hin und her geschossen haben und die Leute damit wirklich kaputt gemacht haben. Wir werden im letzten Teil dieser Serie, also noch ein bisschen genauer anschauen, wer Ellen White eigentlich war und vor allem, wie sie war und was ihre Absichten da all diesen Aussagen waren. Aber ich möchte eins vorwegschicken, weil ich selber auch manchmal für solchen Aussagen, wie hier, die wir gerade gelesen haben, ein bisschen Angst hatte.

[15:44] Es hat seinen Grund, wenn sie so etwas schreibt und was dahintersteckt, ist einfach, es ist eine Warnung, die von Gott kommt und die wir beherzigen müssen. Weil, wie gesagt, wenn diese Zeichen kommen, wenn nach Offenbarung 13, der Satan dazu jetzt seine Macht ausüben wird, im Feuer vom Himmel fallen zu lassen, das sind Zeichen, das können wir uns nicht vorstellen.

[16:09] Wir leben jetzt in der Welt, die eigentlich säkular geprägt ist und wo viele Menschen überhaupt nicht an Wunder glauben. Aber wenn diese Zeitpunkte kommen, Satan ist, der Wunder wirkt und viele Menschen werden in Wundern glauben und sagen: "Das muss von Gott kommen, ist ein Wunder."

[16:26] Aber die Sache mit den Wundern ist auch, Satan kann Wunder wirken. Und die einzige Grundlage, die wir haben, die wir als junge Leute haben können und die uns wirklich Sicherheit gibt, ist das Wort Gottes. Jesus hat den Teufel damals beiseite geschickt und verjagt, indem er einfach ein paar kleine Zitate zitiert aus der Bibel und jeder Versuchung entgegentreten konnte.

[16:47] Und Matthäus 7 sagt Jesus am Ende der Bergpredigt, dass wer auf seine Worte hört und sie beachtet, der eine Mann gleicht, der sein Haus auf Fels gebaut. Und er sagt, wenn der Regen und die Stürme kommen und der Wind weht, dann bleibt dieses Haus fest, weil es auf dem Felsen gegründet ist. Und Jesus selber bezeichnet sich dann ja auch später noch als der Fels.

[17:10] Er sagt, aber alle, die wir das lesen und nicht danach handeln, die gleichen Menschen, die auf Sand bauen. Und wenn der Sturm und der Wind kommt, dann schwemmt den Sand weg und das Haus stürzt zusammen.

[17:22] Und deswegen ist es so wichtig zu wissen, warum glaube ich das, was ich glaube? Nicht einfach nur zu sagen: "Ja, ich glaube, weil meine Eltern das glauben oder ich glaube, weil mein Prediger das sagt." Sondern wir müssen es selber wissen und selber verstehen, warum habe ich diesen Glauben eigentlich? Und deswegen ist es auch jetzt schon hier eine kleine Ermutigung für euch: Fangt die Bibel selber an zu studieren. Es gibt keine Predigten, die Predigten sind gut, um was zu lernen, aber das kann nicht unser Maßstab sein. Weil, wenn wir eines Tages vor Gott stehen, dann wird Gott uns fragen nach unseren Handlungen: "Warum hast du das getan?" Dann können wir nicht sagen: "Ja, weil dieser oder jener das gesagt hat." Wir müssen uns selber ein Bild bilden und gucken: Stimmt das eigentlich, was ich glaube? Hat es biblisches Fundament, oder ist es einfach nur ein Hirngespinst?

[18:15] Aber jetzt kommt ja auch die Frage, die man dann oft hört in diesem ganzen Zusammenhang: Bedeutet das, dass ich nur mit viel Wissen gerettet werden? Weil, wenn Petrus sagt, wir müssen das wissen, wenn viele Autoren das sagen, wenn christliche Schreiber das sagen, dass wir wissen müssen, was wir glauben, heißt das, dass wir durch Wissen gerettet werden? Die Frage kommt auf, weil viele sagen: "Dann ja, wir werden nicht durch Werke gerettet." Das ist ganz klar, sagte Paulus eindeutig. Aber man hat manchmal den Eindruck, dass sie auf der anderen Seite dann sagen oder glauben innerlich auch, wenn es vielleicht nicht zugeben, dass wir durch viel Wissen unsere Lösung irgendwie verbessern könnten.

[18:54] Das war jetzt ein anderes Thema, aber vielleicht diejenigen, wo sich auch so ein bisschen an meine Geschichte erinnern, die ich in der letzten Serie "Ihm zur Hand" erzählt habe. Es gab Momente, da wo ich gemerkt habe, das ganze Wissen, dass ich über die Bibel habe, bringt mir gar nichts. Es gab Momente, wo du vor einer Wand stehst und nicht weiter kannst und alleine Gottes Wirken mich herausbringen konnte. Das Wissen hat mir gar nichts gebracht.

[19:18] Deswegen, durch Wissen können wir uns überhaupt nicht retten. Ist aber wichtig, um vor den Irrtümern geschützt zu sein, damit wir nicht fallen. Aber was uns letzten Endes vor dem Fallen bewahrt, ist quasi das Seil, das im Himmel herab kommt, an dem wir uns festhalten können, das in Jesu Händen liegt.

[19:40] Aber noch ein Text dazu in Römer 2, Vers 11 bis 16 lesen wir: "Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person."

[19:44] Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person. Alle, nämlich die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen. Und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durch das Gesetz verurteilt werden. Denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören, sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.

[20:04] Und jetzt war es Vers 14: Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz. Das beweist, dass das Gesetz, das Werk des Gesetzes, in ihre Herzen geschrieben ist. Was auch ihr Gewissen bezeugt, ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen, an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird, nach meinem Evangelium.

[20:37] Der erste Gedanke, der ist vielleicht auch so einen Text kommt, ist laut Paulus, waren Theologe. Deswegen müssen wir auch ein bisschen geduldig mit ihm sein. Es treibt manchmal sehr verschachtelt, was er aber in diesem Text sagt, ist, dass jeder nach dem Maß an Erkenntnis gerichtet wird, das er hat. Er sagt quasi im Umkehrschluss, wenn es irgendwo Menschen gibt, die irgendwo in irgendwelchen Urwäldern leben, die nie den Namen Jesu gehört haben, die können reichen von der Gerechtigkeit her überhaupt nicht nach dem Maß gerettet werden.

[21:10] Die Christen, die die ganze Bibel auswendig können, sie wissen das ja alles nicht. Aber er sagt, dass der Heilige Geist trotzdem an jedem Menschen wirkt und jeder Mensch auch von einem Heiligen Geist beeinflusst wird. Je nachdem, ob die Menschen diesen einen Mann sagen, diesen Eingebungen vom Heiligen Geist gehorchen oder nicht, wird Gott individuell entscheiden. Das heißt, dass sie wissen kann uns neben Haus retten, was als Retter des der Glaube an Christus alleine. Und das sollte uns auch Ruhe geben, dass es nicht darum geht, noch möglichst viel in den Kopf rein zu bekommen, weil das Wissen, wie gesagt, kann uns schützen für Versuchungen, aber damit dieses Wissen auch praktischen Anklang findet, brauchen wir den Glauben an Jesus, deren Sehkraft geht dieses Wissen auszuleben.

[21:56] Und das steckt dahinter auch hier nochmal, worauf sollten wir dann eigentlich bauen, wenn wir auf das Wissen nicht bauen können. Das möchte ich auch nochmal vorab gesagt haben, weil es auch sehr wichtiges zu verstehen, weil es viele Theologen gibt oder auch einfach Christen, die viel studieren, viel Wissen, die aber und das ist so meistens die Ungläubigen sehen das als erstes, die aber praktisch überhaupt nicht christlich leben. Die wissen zwar alles, die können dir Daniel Offenbarung auslegen und die Querbezüge alles zeigen, aber um es bei der bildlichen Sprache zu lassen, sind sie eigentlich nichts anderes als schön geschmückte Gräber, die aber innerlich voller Knochen und toten Gebeine sind, weil es nur Theorie ist.

[22:45] Also, worauf sollten wir bauen? Micha 7, Verse 5 bis 8: "Verlasst euch nicht auf den Nächsten, vertraut dem Verwandten nicht. Bewahre die Pforten deines Mundes vor der, die dir schmeichelt. Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter lehnt sich gegen die Mutter auf, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. Die Feinde des Menschen sind seine eigenen Hausgenossen. Ich aber will nach dem Herrn ausschauen, will harren auf den Gott meiner Rettung. Mein Gott wird mich erhören. Freue dich nicht über mich, meine Feinde, denn wenn ich auch gefallen bin, so stehe ich doch wieder auf. Wenn ich auch in der Finsternis sitze, so ist doch der Herr mein Licht."

[23:29] Dieser Text zeigt uns, dass es auch ein kleiner Hinweis auch auf viele andere Stellen in der Bibel, dass in naher Zukunft eine Zeit kommen wird, wo der Staat die Freiheiten der Menschen einschränken wird. Und dann wird es aber religiös begründet sein. Und in dieser Zeit, gesagt, Jesus wird der eigene Haushalt und sagt auch dieser Text, Micha 7, Verse 5 bis 8, wird der eigene Haushalt getrennt sein. Es werden Kinder nicht mit den Überzeugungen der Eltern übereinstimmen. Und das ist das, worauf sie geht. Der Text: "Verlass dich nicht auf deinen Nächsten, vertraue den Verwandten nicht."

[24:08] Natürlich ist es gut, wenn man mit Menschen spricht. Ich will nicht sagen, dass wir uns alle den Bus ziehen werden und uns alleine zurückkapseln. Aber die Zeit wird kommen, und es gibt auch jetzt schon, in vergleichsweise friedlichen Zeiten, Momente, wo wir merken, Menschen können uns nicht helfen. Es wird Momente geben, wo du nicht mal deinen eigenen Verwandten vertrauen kannst. Und vielleicht gibt es auch jemand von euch, der gerade wegen dem Glauben, den sie gewählt haben, von ihrer eigenen Familie verstoßen wurde. Und die Zeit wird kommen, wo das nicht nur vereinzelt vielleicht im Nahen Osten sein wird, sondern wo es weltweit sein wird. Es wird eine klare Trennlinie geben zwischen denen, die Gott lieben, und denen, die ihnen vielleicht vordergründig lieben, aber innerlich eigentlich ablehnen.

[24:58] Und deswegen ist die einzige Hoffnung, auf die wir bauen können, in der persönlichen Beziehung zu Gott. Und deswegen ist es enorm wichtig, selber zu studieren, selber zu beten und sich nicht auf andere Menschen zu verlassen.

[25:12] Aber jetzt zu der Frage, worum es eigentlich geht. Es im Vortrag: "Warum gehe ich in die Kirche, in die ich gehe?" Es ist vielleicht schon offensichtlich. Habe ich vorher auch schon gesagt, ich bin Siebenten-Tags-Adventistin. Und bei mir war es auch so, in meiner Jugendzeit kam ich vor allem durch einen Freund dann so richtig zu dem Glauben. Ich bin damit aufgewachsen, habe anfangs, wie gesagt, nicht genau gewusst, warum gehe ich am Sabbat in die Gemeinde? Warum glaube ich, dass die Toten, wenn sie tot sind, schlafen? All diese Dinge, aber vor allem durch einen Freund kam ich zur Gemeinde.

[25:44] Und ich habe dann angefangen, das, was ich gekannt habe, was ich geglaubt habe, zu hinterfragen. Es ging mir nicht unbedingt darum, eine Frage zu stellen, sondern ich wollte wirklich nach Wahrheit forschen. Ich habe gesagt: "Kann es wirklich sein, dass diese Gemeinde, in die ich gehe, die es wirklich auch hingehen sollte, oder muss ich vielleicht woanders hingehen?" Und ich habe dann die ganzen Lehren auch geprüft, nach und nach, und Gott hat mich immer mehr hineingeführt. Und so habe ich mir dann ein Fundament bilden können.

[26:13] Aber wir möchten, dass vor allem auch ein bisschen geschichtlich anschauen, warum glaube ich zum Beispiel, dass die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten einen besonderen Stellenwert hat in der Welt und auch in Gottes Werk. Der Grund, warum ich in die Kirche gehe, die ich gehe, deswegen dieser Frau. Jetzt, bevor man sich denkt, hast dich in diese Frau verliebt oder war sie dein Schwarm, was auch immer, darum geht es hier nicht. Sondern es ist eine Frau, die die Bibel beschreibt. Und wir möchten uns jetzt anschauen, was sich hinter dieser Frau verbirgt.

[26:49] Dazu habe ich auch nochmal etwas mitgebracht. Das ist auch, was ich weitergeben möchte an jeden, der zuschaut. Ich habe vor ein paar Monaten angefangen, die Offenbarung selber zu studieren. Wie gesagt, ich wusste natürlich einige Dinge, und ich kannte es, dass ich habe es geglaubt und all diese Sachen. Aber ich wollte wissen, was steckt eigentlich dahinter.

[27:07] Dann soll ich ein persönliches Studium angefangen, und ich habe dann angefangen, den Text abzuschreiben, Notizen dazu zu machen. Es ist ein bisschen durcheinander, aber ich komme damit klar mit der Ordnung. Ich verstehe, was ich darauf geschrieben habe. Und das möchte ich sehr gerne weitergeben: Prüft das, was ihr hört, und prüft das, was ihr auch glaubt, ob es wirklich mit dem Wort Gottes vereinbar ist.

[27:32] Und der Grund, warum ich in die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten auch immer noch gehe, deswegen dieser Frau, den wir gerade gesehen haben. Und ich möchte mit euch jetzt durch Offenbarung 12 ein bisschen durchgehen und geschichtlich auch anschauen, wie sie sich verhält, warum es eigentlich diese Gemeinde auch gibt und was die Bibel dazu zu sagen hat.

[27:53] Den Text habe ich nicht auf Folie, aber deswegen lade ich jetzt auch umso mehr ein, eure eigenen Bibeln aufzuschlagen, Offenbarung Kapitel 12, und mit mir durch diesen Text zu gehen und die einzelnen Aspekte anzuschauen. Es könnte, wie gesagt, auch eine ganze Vortragsserie Offenbarung 12 gemacht werden. Deswegen es geht hier mehr aus dem Schnelldurchlauf, weil wir vor allem auf Offenbarung 12, 4, 17 hinaus wollen.

[28:18] Und wer aufgeschlagen hat, darf gerne mitlesen. Möchten wir durch diesen Text durchgehend. In Offenbarung 12, Vers 1 heißt es: "Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen." Das ist das, was wir hier auf diesem Bild sehen. Die Frau mit der Sonne bekleidet, steht auf dem Mond, hat ja eine Krone um zwölf Sternen.

[28:49] Und wird dann in Vers 2 beschrieben, dass sie schwanger war, in Wehen geschrieben hat und Schmerzen der Geburt hatte. Bevor wir jetzt weitergehen, was hier noch weiter beschrieben wird, möchten wir uns angucken, was bedeutet es eigentlich, wer diese Frau ist und diese ganzen Dinge, die sie an hat. Die Frau gelesen zum Beispiel im Hohelied 6, Vers 10, dass die Braut von Salomo mit der Sonne verglichen wird. Genau genommen heißt es da, dass sie so schön ist wie die Sonne.

[29:19] Und auch in Fest 5, das ist das, worum es hier geht, sagt die Bibel, dass die Ehemänner ihre Frauen lieben sollen, die Christus die Gemeinde. Also diese Frau hier in der Prophetie stellt nicht eine wirkliche Frau dar, sondern die Gemeinde Christi. Aber auch hier nicht irgendeine Gemeinde, sondern vor allem in diesem Kontext die alttestamentliche Gemeinde. Denn dieses Bild mit Sonne, Mond und Sternen kommt eigentlich aus 1. Mose 37, Vers 9 und 10, wo Josef einen Traum hat und wo dann später sein Vater ihm sagt, in der Deutung, ihr könnt es gerne nachlesen, dass der Vater für die Sonne steht, die Mutter für den Mond und die Sterne für die ganzen Brüder von Josef.

[30:06] Darüber hinaus sagt Daniel, dass diese Sterne, Daniel 12, 13 ist, dass das die Gerechten, die Gläubigen, leuchten werden wie die Sterne am Himmel. Und wir lesen im Buch Maleachi, das im Kapitel 4, dass die Sonne der Gerechtigkeit, das ist ein Titel für Jesus, ja uns ausgehen wird. Und wir sehen also hier diese alttestamentliche Gemeinde, die gekleidet ist mit der Herrlichkeit Jesu. Und der Mond kann es sich selber keinen Schein geben, er muss nun das reflektieren, was die Sonne ihm gibt. Bedeutet, dass quasi die Gemeinde die Herrlichkeit Jesu widerspiegelt und die Gemeinde mit ihnen, also diese Krone dann mit diesen Sternen, dass die Gemeinde gegründet von den Gläubigen.

[30:53] Dann heißt es weiter, dass diese Frau, diese Gemeinde, schwanger war und den Schmerzen geschrien hat, wie vor einer Geburt.

[31:05] Und dann kommt ein anderes Zeichen, das sehen wir hier beschrieben in Vers 3 und 4: "Es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: Siehe, ein großes, feuerrotes Drachen, der hat sieben Köpfe und zehn Hörner, und auf seinen Köpfen sieben Kronen. Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären soll, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte."

[31:31] Also hier wird es ein Drache, auch noch gezeigt, der vor dieser Frau steht und darauf aus ist, dieses Kind zu verschlingen. Dieser Drache, der groß feuerrot beschrieben wird, hat hier sieben Köpfe und darüber zehn Hörner. Und seine Köpfe haben Kronen. Das ist, wie gesagt, nochmal ganz eigenes Studium, aber Offenbarung 17 sagt uns, dass die Köpfe in der Prophetie Berge stehen. Und hinter diesem feuerroten Drachen, das lesen wir später in Offenbarung 12, steht eigentlich Satan. Aber dadurch, dass diese Köpfe gekrönt sind, die Berge, die später dann ein Syndrom sind, bedeutet das, dass dieser Drache eigentlich das heidnische Rom ist, durch das Satan wirkt, um dieses Kind zu verschlingen.

[32:18] Hinter diesen Versen steckt es ein anderes Zeichen, wie es ja eingangs erläutert wird. Und dieser Drache wird zwar später dann auch als Satan identifiziert. Und das heißt ja auch in Vers 4, dass der Schwanz dieses Drachen ein Drittel der Sterne des Himmels nach sich gezogen hat. Jetzt, Sterne in der Bibel, in der Prophetie, sind oftmals und auch hier ein Zeichen für Engel. Zum Beispiel im ersten Kapitel von Hiob heißt es, dass die Morgensterne, die Engel, gekauft haben, als Gott die Erde geschaffen hat. Aber auch Satan selber wird in Jesaja 14, Vers 12 als ein schöner Morgenstern bezeichnet.

[33:04] Und so auch hier, wenn es also heißt, dass ein Drittel der Sterne des Himmels nach sich gezogen wurden, handelt es sich um ein Drittel der Engel im Himmel. Wir werden gleich noch auf diesen Kampf kommen, weil er später dann noch genauer erklärt wird. Ein bisschen aber ist auch noch interessant, dieser Schwanz, der hier beschrieben wird, der diese Sterne nach sich zieht. Wenn man in Jesaja 9, 5 liest, dann heißt es dort, dass Schwänze falschen Propheten gleichen. Das bedeutet, dass die Engel, die Satan nach sich gezogen hat, verführt wurden von ihm, dass er durch falsche Aussagen die Engel auf seine Seite gebracht hat.

[33:46] Aber was noch dahinter steckt, ist hier noch eine andere Macht eigentlich gemein. Dieser Drache wird sie beschrieben mit sieben Köpfen, zehn Hörnern und auf diesen sieben Köpfen jeweils eine Krone. Eine Offenbarung 17 werden die Köpfe mit Bergen gleichgesetzt. Und eine Offenbarung 17 wird dann dieses Tier dort als das päpstliche Rom beschrieben, identifiziert. Und so steckt hier eigentlich, weil die Köpfe gekrönt sind, nicht die Hörner, steckt hier noch das heidnische Rom dahinter, sich, dass Satan versucht hat, den Christus zu vernichten.

[34:25] Und das sehen wir hier in diesem Bild auch, woher diese Kindermord in Bethlehem angedeutet wird. Dass Christus geboren wurde, war Satan bereit, durch Herodes Christus umzubringen. Die Geschichte sagt zwar, dass Herodes von den Weisen aus dem Morgenland gehört hat, dass ein König kommen würde, der König der Juden, und er Angst bekommen, weil er dachte, jemand nimmt mir meinen Thron. Aber wenn wir diese Geschichte, diesen Berichten Offenbarung 12 lesen, dann verstehen wir, dass eigentlich nicht Herodes der ausschlaggebende Grund zu dieser Ermordung war, sondern Satan, weil er nicht wollte, dass der Christus geboren wird und die Menschen zu retten.

[35:04] Und dann heißt es hier weiterhin, Vers 5: "Dass dieser Sohn geboren wurde, ein männlicher, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab beherrschen wird." Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. Also hier wird ganz klar nochmal gezeigt, dass dieses Kind eigentlich Jesus ist, weil erstens gibt es nur einen Menschen, der geboren wurde und dann zu Gottes Thron entrückt wurde, das war Christus. Unser anderer, diese Stelle hier, dass er alle Heidenvölker mit eisernem Stab beherrschen wird, das ist ein Psalm 2, Vers 9 und in Offenbarung 19, 15 ein Bild, das die Herrschaft des Messias, die Herrschaft Jesu beschreibt.

[35:47] Das heißt, es lässt keinen Zweifel, dass Christus hier dieses Kind ist und dass das, was wir hier in Prophetie studiert haben, es soweit auch der Wahrheit entspricht. Die Frau, die Gemeinde, aber heißt es in Vers 6: "Floh in die Wüste, wo sie an einem von Gott bereiteten Ort hat, damit man sie dort 1260 tagelang ernährte."

[36:10] Die Wüste in der Bibel ist ein Ort der Selbstverleugnung und der Prüfung. Zum Beispiel Matthäus 4, Vers 1 heißt es, dass Jesus in die Wüste geführt wurde und dort vom Teufel versucht zu werden. Auch Mose sagte, 5. Mose Kapitel 1, Vers 31, dass Gott sein Volk in der Wüste auch geprüft hat und geläutert hat, dass er es dort vorbereitet hat. Aber die Wüste beschreibt auch ein Ort von Schutz, weil die Gemeinde in die Wüste geführt wurde und hier Schutz bekommen hat vor dem Drachen, vor Satan, der sie verfolgt hat, für 1260 Tage.

[36:53] Jetzt, diese 1260 Tage sind keine wirklichen Tage, sondern es sind eigentlich Jahre. Wir lesen zum Beispiel, nicht sehr tief 4, Vers 5 oder 4, 14, 34, dass ein Tag in der Prophetie für ein wirkliches Jahr steht. Und das ist auch nicht nur ein alttestamentliches Bild, sondern auch im Neuen Testament in Lukas 13, Verse 30, 31 und 32 können wir lesen, dass Jesus einen Tag mit einem Jahr vergleicht. Dort heißt es nämlich, dass Jesus sagt, dass er heute, morgen, heute morgen reist und übermorgen am Ziel angekommen ist. Und man denkt sich: "Was meint er damit? Ist jetzt hier drei Tage unterwegs und reist?" Aber was er eigentlich meint, ist, dass er heute, und das hat er übrigens gesagt, ungefähr ein halbes Jahr nach dem Beginn von seinem Wirken, und dort hat er gesagt: "Heute und morgen werde ich reisen", also in diesem und im nächsten Jahr werde ich reisen. Und im dritten Jahr, am Ende vom dritten Jahr, werde ich am Ziel sein und diesen Opfertod bringen." Ziemlich interessant, wenn man das mal nachgeschaut, nachliest.

[38:04] Ja, diese 1260 Tage, wo die Frau in der Wüste auf besondere Weise von Gott ernährt wurde, beschreibt eine Zeit, wo die Gemeinde besonders einer Verfolgung stande. Also nicht die katholische Kirche, sondern die wahre biblische, biblische, biblische treue Gemeinde, die ja von Gott dorthin geführt wurde zu dem kleinen geschichtlichen Hintergrund, wann diese Zeit begann und warum sie begann.

[38:34] Es war so, damals im Römischen Reich kam dann mit Konstantin eine Wende, oder an das Heidentum offiziell das Christentum, sage ich mal, vereinnahmt hat. Das Christentum zur Staatsreligion wurde, aber leider halt nicht mehr im urchristlichen Sinne entsprochen hat. Und es war dann so im Jahr 330 hat Konstantin die politische Macht von Rom nach Konstantinopel verlegt. Das heißt, er hat jetzt von Konstantinopel aus regiert. Von der Bischof von Rom, ich sage mal, die Vorgänger der Päpste hatten dann in Rom die Freiheit, sich zu entfalten, hatten keine staatliche Kontrolle mehr und konnten so ein bisschen sich aufbauen und ihr System entwickeln. Und wenn wir bedenken, dass hinter diesem falschen Christentum auch Satan steckt, hat er diese Zeit natürlich genutzt, um etwas hervorzubringen.

[39:31] Im Jahr 496 dann hat sich der fränkische König Chlodwig auch zum katholischen Glauben bekehrt. Und das war natürlich für die Kirche ein starker Verbündeter, weil man wieder eine politische Macht hatte, die kirchliche Interessen durchsetzen konnte.

[39:50] Im Jahr 533 dann hat Justinian, der Kaiser Roms, zwei Briefe geschrieben, die offiziell offizielle Briefe waren, die aber eigentlich kaiserliche Dekrete gleichkamen. Und in diesen Dekreten hat der den Bischof von Rom Macht zugesprochen und hat ihn als Oberhaupt aller Priester Gottes eingesetzt.

[40:12] Als dann im Jahr 493 die Tiroller vernichtet wurden und Justinian dann die Vandalen 534 auch vernichten schlagen konnte, war fast keinen Widerstand mehr da in Europa, der sich gegen das Papsttum, beziehungsweise die Vorgänger des Papsttums, aufnehmen konnten. Der General von Justinian hat dann im Jahr 538, sein Name war Belisarius, den 20-jährigen Krieg gegen die Ostgoten beendet. Die Ostgoten haben sich auch gegen diese römischen Herrschaftsansprüche widersetzt. Der General von Justinian hat dagegen gekämpft, aber im Jahr 538 haben die Ostgoten dann die Belagerung von Rom aufgegeben und Belisarius hat dann hier oben eingenommen. Hat der Osten auch vernichtend geschlagen und damit war dann überhaupt kein Widerstand mehr dagegen, das Papsttum.

[41:12] Und das Papsttum konnte der starken in Rom unter Bischof hat dann diese Umstände genutzt, um diese Dekrete von Justinian in die Tat umzusetzen. Und damit hat dann quasi die

[41:23] Und damit hat dann quasi die schreckensherrschaft des Papsttums begonnen im Jahr 538 nach Christus. Im Jahr 1798 hat dann der General von Napoleon mit dem Namen Berthier den damaligen Papst festgenommen, gefangengenommen, ins Exil geschickt und zumindest für eine kleine Zeit, wir uns die Offenbarung 13 sagt, die Herrschaft des Papsttums unterbunden. Und diese Zeit von 538 bis 1798 waren genau 1260 Jahre. Und das ist das, was die Bibel hier voraussagt, dass in dieser Zeit die wahre Gemeinde und vor allem durch kleine Glaubensgemeinschaften wie die Waldenser, Hugenotten, vertreten war, aber eben in der Wüste, vertreten war, abseits von einem großen Punkt der Welt. Und da haben wir ja auch ein kleines Bild noch, genau zu sein, drei Bilder. Das sind hier solche Hütten von den Waldensern, die sich zurückgezogen in den Alpen aufgehalten haben. Und wie man hier sieht, dann auch wirklich abgeschottet gelebt haben. Sie haben hier zwischen Bäumen gelebt in den Bergen, wo keiner war, wo sie das Papsttum nicht erreichen konnte, wo sie den wahren Glauben hochhalten konnten.

[42:42] weiterhin Offenbarungen zu bis das heißt, es in Vers 7 dann und wir lesen hier bis Vers 12. Es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen und der Drache und seine Engel kämpften, aber sie siegten nicht. Und ihre Städte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange genannt, der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und ihm Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus, denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor Gott für unserem Gott Tag und Nacht verklagte. Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Darum seid fröhlich, ihr Himmel und die ihr darin wohnt. Wehe denen, die auf der Erde wohnen und dem auf dem Meer, denn der Teufel ist zu euch herausgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.

[43:54] Jetzt fragt man sich vielleicht, warum kommt hier in der Offenbarung auf einmal so ein Einschub? Man liest hier von der Gemeinde, man liest hier von dieser Frau, die verfolgt werden. Auf einmal springt das Schauspiel von der Erde in den Himmel. Und dann Vers 13, werden wir gleich lesen, wieder zurück auf die Erde. Auch hier nur ganz kurz, und das ist ein bisschen zu umreißen. Es ist ein ganz, ganz interessante Stilmittel, das an der Offenbarung sehr häufig verwendet wird, und das ist ein Chiasmus. Soll die Sakias muss, der beschreibt quasi nach diesem Stilmittel B-A, das bedeutet, man beschreibt ein Thema, was wir in den ersten sechs Versen gelesen haben, dann kommt ein zweites Thema und dann kommt wieder das erste Thema, manchmal ein bisschen abgewandelt. Und dieser Chiasmus, dieses A-B-A, soll einfach den Fokus auf das Geschehen in der Mitte lenken. Bevor wir dann noch darauf eingehen, noch kurz ein anderes Beispiel. Zum Beispiel Offenbarung 11, Vers 19 lesen wir, ist ein ganz kurzes, und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel. Jetzt, wenn man das liest, dann denkt man sich überhaupt nichts Aufregendes dabei, aber das ist ziemlich interessant, weil dieser Text sagt, der Tempel wurde geöffnet, die Lade wurde sichtbar im Tempel. Man denkt sich, wenn man ein bisschen tiefer hineinschaut, warum wird hier nochmal der Tempel erwähnt? Weil man hat da am Anfang schon gelesen, dass der Tempel geöffnet wurde, damit die Lade sichtbar wird im Tempel. Dann denkt vielleicht Johannes, hat da irgendwie kurzen Aussetzer gehabt, nochmal das gleiche Wort hin geschrieben. Aber das ist genauso ein Chiasmus. Man liest von einem Tempel, dann von der Lade und wieder vom Tempel. Und dieser Tempel umschließt das Thema mit der Lade. Das heißt, die Aufmerksamkeit des Lesers wird auf die Bundeslade gelenkt. Das ist so ein Stilmittel, um eben etwas herauszuheben.

[45:51] Und so sage ich, die ganze Offenbarung aufgebaut, dass die großen Themen in der Mitte des Buches sind und von links und rechts quasi ummantelt werden, damit der Fokus auf das in der Mitte liegt. Und so ist es auch in Offenbarung 12. In den letzten Versen, die wir gleich lesen, geht es eigentlich um das Gleiche wie in den ersten sechs Versen, aber im Mittelpunkt steht dieser Kampf im Himmel. Und das zeigt, dass etwas ganz deutlich ist, dass dieser Kampf im Himmel der Ursprung ist für alles, was wir verstehen können. Wenn wir den Kampf im Himmel verstanden haben, dann wissen wir auch, warum die Welt ist, wie sie ist. Und wenn wir den Kampf im Himmel verstanden haben, dann können wir auch klar sehen, was hinter all diesen Dingen steckt, die in der Bibel passieren und die die Bibel beschreibt. Weil eigentlich sind alle Kriege, die auf der Welt passieren, Religionskriege. Und so wie wir am Anfang schon gesehen haben, dass dieser Kindermord in Bethlehem eigentlich nicht das Vergehen von Herodes war, sondern von Satan, so können wir in all den Schreckensnachrichten der Welt dann sehen, dass es ein Kampf ist, den Satan gegen Christus führt. Jedenfalls, wir lesen dann hier für diesen Kampf, dass Michael und seine Engel gegen den Drachen gekämpft haben. Letzten Endes wurde Satan mit seinen Engeln aus dem Himmel verbannt. Und das ist das, worauf warum auch die Gemeinde letzten Endes in die Wüste verfolgt wurde, bei Satan den Krieg, den er gegen Christus angefangen hat, gegen ihn nicht fortsetzen konnte, bei Christus dann seine Stellung behalten hat und wieder zu Gott empor kam. Und deswegen hat Satan die verfolgt, die Christus am meisten liebt, und das war seine Gemeinde.

[47:34] In Vers 13 heißt es dann weiter: Als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. Also hier ist jetzt die neutestamentliche Gemeinde gemeint. Und es wurden der Frau zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in der Wüste fliegen kann, an ihren Ort, wo sie ernährt wird, eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange. Also die Gemeinde wird hier noch ein bisschen genauer beschrieben, dass sie mit den Flügeln des großen Adlers wegfliegt. Und dieser große Adler ist auch schön zu verstehen, ist ein Sinnbild für Gott, weil es in 5. Mose 32, 11 heißt, dass Gott eigentlich sein Volk mit Adlerflügeln beschützt hat. Und so hat die Gemeinde von Gott Flügel bekommen, um in die Wüste zu fliegen, um im Untergrund zu existieren und wurde dort von Gott ernährt. Und hier wird die gleiche Zeitspanne nochmal erwähnt, wie in Vers 6, 1260 Jahre.

[48:36] Und dann heißt es in Vers 15: Die ich lange schleuderte es ihrem Maul der Frau Wasser nach, wie einen Strom, damit sich von dem Strom fortgerissen würde. Jetzt ist es auch sehr interessant, hier wird dann die Schlange erwähnt. Und wir wissen ja, die Schlange steht in der Bibel für Verführung und für List, sowie Satan im Garten Eden nicht als der Verführer, erst der Betrüger aufgetreten ist, dann als ganz lieber Verführer, ist auch hier die Schlange beschrieben, dass sie dann gesehen hat, die Frau war in der Wüste, sie war weg von ihrem Einfluss, sie war weg von dem päpstlichen Einfluss. Und dann heißt es hier, dass die Schlange aus ihrem Maul der Frau Wasser nach geschleudert hat. Jetzt, Wasser nach Johannes 7, Vers 38 und 39 steht, dafür Jesus sagt dort, dass wer in seiner Lehre bleibt, aus dem werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Und in Vers 39 dann Johannes 7 sagt Jesus, dass diese Ströme der Geist ist, denen die Menschen empfangen, also der Heilige Geist. Und wenn wir jetzt hier lesen, dass die Schlange auch Wasser nach schleudert dieser Gemeinde, dann bedeutet das, dass die Schlange, dass Satan einen falschen Heiligen Geist, falsche Lehren der Gemeinde, der wahren Gemeinde nach schleudert, um sie zu erfassen. Doch das ist ziemlich bedeutend, wenn man überlegt, dass zum Beispiel zur Zeit der Reformation im Jahr 1534 Ignatius von Loyola den Jesuitenorden gegründet hat, der das einzige Ziel hatte, die Reformation zu zerstören. Und Loyola war eigentlich auch Christ, war Katholik, aber wurde besonders verwendet von Satan, um die Reformation zu zerstören. Und so wurden auch zur Zeit der Reformation dann in der Wüste falsche Lehren, falscher Heiliger Geist, diese waren Gemeinde nach geschleudert, um sie quasi wegzubringen vom biblischen Glauben.

[50:39] Nach Offenbarung 17 steht, was aber auch für Menschen, oder für Menschenmassen genauer gesagt, das heißt, auch hier spielt es ein bisschen anders, nicht nur die falschen Lehren kamen, sondern auch Verfolgungen, die die Gemeinde erfassen sollten. In Vers 16 wird dann gesagt: Die Erde half der Frau, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Mund, aus seinem Maul geschleudert hatte. Das heißt, auch hier die Wüste hat der Gemeinde trotzdem noch ein bisschen Schutz geboten, damit sie gerettet werden konnte vor diesen Angriffen der Menschen, vor diesen päpstlichen Armeen und vor den falschen Gemeinden, also den falschen Lehren, den falschen Gemeinden, sich geäußert haben, dann zum Beispiel dem Jesuitenorden. Und das ist quasi der Hintergrund, warum ich das alles erzähle, weil die kleinen Gruppen, die Hugenotten, die Waldenser, wie sie alle hießen, die diesen wahren Glauben noch bewahrt haben, wie man hier sehen kann, wie sie in den Alpen gewohnt haben, ihren Häusern zwischen den Bäumen, fernab von jeglicher Zivilisation. Das waren die, die besonders Satans aufsehen erregt haben.

[51:56] Jetzt, warum schauen wir uns das alles an? Was hat das alles damit zu tun, warum die Gemeinde, in die wir gehen, was bedeutet das alles? Das hat einen ganz bestimmten Grund. Wir müssen das nämlich verstehen, dass aus der alttestamentlichen Gemeinde Christus kam. Das aber die ganzen Verfolgungen gegen die gläubigen Juden, wie auch die gläubigen Christen später, eigentlich deshalb kamen, weil Satan einen Hass auf Christus hat, wie kein Mensch einen anderen Menschen hassen kann. Jesus sagt, wir sollen unsere Feinde lieben, aber vielleicht kennen wir unsere Vergangenheit, oder vielleicht haben wir auch jetzt noch damit Probleme, dass es Menschen gibt, die wir unglaublich hassen. Und egal, wie sehr er diese Menschen hasst, kein Hass von menschlicher Seite kann den Hass nachempfinden oder auch nur ansatzweise zeigen, den Satan gegen Christus hat. Und deswegen mussten wir uns auch anschauen, natürlich, durch die ganze Geschichte, wie das hier vonstatten ging, war hinter all dem Satan steckt. Aber in Vers 17, und darauf kommt es an, das ist sehr wichtig zu verstehen, heißt es dann: Der Drache wurde zornig über die Frau, also die, die in der Wüste gelebt hat, über die wurde er zornig und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen, das Zeugnis Jesu Christi haben. Das heißt, hier in Vers 17 gibt es einen Hinweis, dass es Nachkommen der Frau gibt, und die Frau ist ja die Gemeinde. An die Nachkommen sind demzufolge auch Christen, die besonders den Hass von Satan zu spüren bekommen werden.

[53:38] Und das möchten wir uns ein bisschen tiefer noch anschauen, was steckt dahinter. Wir haben hier im Übrigen noch zur Information, das ist ein Bild, das von einem amerikanischen Maler gemalt wurde. Das Bild trägt den Titel "American Progress" und es ist interessant, dass diese Frau, die hier als der Fortschritt, der Amerikanisierung vom nordamerikanischen Kontinent verwendet wird, dass sie ziemlich genau, natürlich mit einigen Abweichungen, aber ziemliche Ähnlichkeit mit diesem biblischen Bericht der Frau hat. Und wenn wir dann auch vor allem im späteren Mittelalter sehen, dass die Gemeinde sich vor allem auf dem nordamerikanischen Kontinent gut entwickeln konnte, dann ist es schon sehr bedeutend zu sehen, dass sogar weltliche Maler dieses Bild der Bibel dafür verwenden. Und das alles gibt uns, möchten wir uns noch ein bisschen tiefer anschauen, welche Charakteristika dieser sogenannten Übrigen haben und was das mit uns zu tun hat.

[54:43] Also, welche Kennzeichen tragen die Übrigen? Zum einen sind sie Christen, weil sie sind ja, wie gesagt, Nachkommen der Frau, dieser Gemeinde hier. Aber sie sind nicht das gesamte Christentum, weil sie sind ja die Übrigen, also ein Teil von den Christen, ein Teil von ihrem Samen. Dann laut Offenbarung 12, 17, der gleiche Vers, halten sie alle Gebote Gottes und sind demzufolge eine reine Gemeinde. Das ist ziemlich interessant, weil in Offenbarung 12, Vers 17 heißt es, dass diese Übrigen, diese Sache der Frau, die Gebote, die Gebote Gottes befolgt. Dieses griechische Wort für befolgen, aber würden Offenbarung 14 auch nochmal verwendet, und zwar in Vers 12. Wird es aber nicht mit folgen, sondern mit bewahren übersetzt. Und das trifft dieses Wort ziemlich, ziemlich gut, weil dieses griechische Wort für wir folgen oder bewahren, bedeutet eigentlich ein bewachen oder beschützen. Das heißt, die Offenbarung und die Bibel sagt uns hier, dass diese Übrigen zusammen der Frau, die Gebote Gottes geschützt und bewahrt. Das ist sehr, sehr interessant, wenn wir auch später dann lesen, Offenbarung 13 und 14, dass es eine Generation von Gläubigen gibt, die auch, wenn die ganze Welt voller Falschheit ist, da steht und Gottes Gebote hochhält. Und die Bibel sagt uns hier, dieser Name der Frau, beschützt, bewahrt, hält die Gebote Gottes hoch, inmitten einer unreinen Welt, wo Gottes Gebote mit Füßen getreten werden.

[56:31] Ein weiteres Charakteristikum ist, dass diese Gemeinde in einem wenig bevölkerten Land aufkommt, also in der Wüste. Eine Offenbarung 17 wird ja gesagt, das Wasser für Jahre, Nationen und viele Stämme steht. Und die Wüste dann im Umkehrschluss natürlich für ein wenig bevölkertes Land, wie wir es vorhergesehen haben, in diesem Bild "American Progress". Amerika damals war das Land, wo die ganzen verfolgten Christen aus Europa aufgenommen hat. Und so konnte sich dort laut der Offenbarung das wahre Christentum, die Gemeinde der Übrigen, so richtig entwickeln in den Vereinigten Staaten.

[57:10] Und dann ein fünftes Bild: Sie kommen nach diesen 1260 Jahren auf. Und wir haben ja vorhin schon gesehen, diese Zeitspanne von 538 reicht bis 1798. Und die Offenbarung sagt uns hier, dass diese Übrigen nach dieser Zeitspanne kommen. Das heißt, der Zorn von Satan richtet sich gegen diese Übrigen, nachdem dieses Papsttum zumindest vorübergehend beendet wurde. Und letztens, der sechste Punkt, was es aufschluss gibt, wer diese Übrigen sind, ist, dass die Offenbarung sagt in Vers 17 hier am Kapitel 12: Sie haben das Zeugnis Jesu. Und in Kapitel 9, 10, Vers 10 sagt der Engel zu Johannes, dass das Zeugnis Jesu der Geist der Weissagung ist. Und mit dem Geist der Weissagung ist die Gabe der Prophetie gemeint. Und das ist ein Thema, der Gabe der Prophetie, werden wir uns im letzten Abschnitt von dieser Serie nochmal genauer widmen und uns anschauen, was hat das eigentlich für eine Aufgabe, dieser Geist der Weissagung? Was ist der Sinn und der Zweck? Wie profitiere ich davon? Und wer könnte diese Gabe gehabt haben?

[58:24] Also, wir haben hier diese sechs Charakteristika, die die Offenbarung und es gibt über diese Übrigen, über diese Gemeinde. Und jetzt natürlich die Frage: Wer sind die Übrigen? Wer, welche Gemeinschaft erfüllt diese Kriterien? Ich habe mir mal ein paar Gemeinschaften aufgelistet, wir wollen das mal anschauen anhand der Kriterien, auf welche Gemeinde es zutreffen könnte. Wir haben hier die katholische Kirche, die sich quasi nach Jesu Erdenleben, ja, gegründet hat, sage ich mal, indirekt, aber dann vor allem dem zweiten Jahrhundert dann zu dem wurde, was sie heute ist, mit viel Abfall, mit viel Heidentum. Wir haben die Mennoniten, die sich 535 gegründet haben, die evangelische Kirche, sondern nach Reformation, die Baptisten 1697, Täufer, Baptisten, Methodisten, Mormonen und noch einige andere. Aber wir haben gesehen, dass die Bibel uns sagt, dass die Gemeinschaft, die die Kennzeichen dieser Übrigen hat, nach 1798 aufkommen wird. Das heißt, wir können einen Großteil von den hier genannten Glaubensgemeinschaften schon mal streichen. Und ich möchte hier sagen, das hat nichts damit zu tun, dass irgendwelche Menschen degradiert werden. Es richtet sich erst mal allein um eine ganz objektive biblische Sicht, welche Gemeinschaft hat diese Kriterien. Ich kenne Katholiken, die früher, also der eine war mir in der Klasse und seine Eltern waren so liebe Menschen, zwar zugewandt und ich glaube, dass die katholische Kirche einige falsche Dinge beinhalten, aber es gibt so viele treue Christen darin. Und ich kenne auch Mormonen, und ich stehe auch nicht mit allen Glaubensüberzeugungen der Mormonen ein, aber auch diese Menschen sind so liebe Menschen, die man wirklich schätzen muss, wenn man ein gutes Herz hat. Und deswegen, wir reden hier nicht über Personen, es geht einfach nur um die Institution.

[1:00:24] Ja, wer sind die Übrigen? Noch mal zurück. Dann die Mormonen haben sich auch nach 1798 gegründet, aber das andere Kriterium, das sie sehr ausschlagen, das Kriterium: Sie halten alle Gebote Gottes. Wie sieht es mit dem Zustand der Toten aus, mit dem Sabbat zum Beispiel? Da scheinen leider auch einige aus den Mormonen, Zeugen Jehovas, auch die Pfingstbewegung, bleiben dann nicht drinnen. Rein objektiv betrachtet, und so was übrig bleibt, sind die Siebenten-Tags-Adventisten, die sich dann aus der großen Enttäuschung der nicht stattfindenden Wiederkunft dann auch, die 1863 gegründet haben. Und eine Splittergruppe der Adventgemeinde, der Reformgemeinde, die dann im Jahr 1925 vor allem wahrscheinlich aus Wehrdienstverweigerungsgründen abgespalten hat. Aber auch hier, der Geist der Weissagung muss natürlich in dieser Gemeinde sein. Und abgesehen davon, ist es auch nicht ratsam, sich von den bestehenden Gemeinden abzuspalten, noch mehr zu gründen. Jeder hat noch was eigenes Gewissen, aber dass zumindest die Siebenten-Tags-Adventisten behaupten, den Geist der Weissagung in den eigenen Reihen gehabt zu haben, sage ich mal. Und deswegen ist auch hier die Frage, kann es sein, dass die Reformgemeinde diese Kriterien erfüllt? Weil sie haben, zumindest dem Buchstaben nach, alles, was die Adventgemeinde auch behauptet zu haben. Aber sie haben sich eben erst nach dem Tod von Ellen White abgespalten. Und deswegen hatten sie nicht diese lebendige, sage ich mal, die lebendige Gabe der Prophetie, weil Ellen White zu dem Zeitpunkt schon gestorben war.

[1:02:10] Deswegen die Übrigen, was rein biblisch übrig bleibt von den Kriterien her, sind die Siebenten-Tags-Adventisten. Das hier ist unser Logo, und ich möchte ein bisschen darauf eingehen, weil man dann immer denkt, ja, wir sind besonders oder so. Das Logo der Adventgemeinde ist hier die Bibel, die aufgeschlagen ist im Zentrum davon ist die Botschaft: Gerechtigkeit aus Glauben durch das Kreuz Jesu. Und dann haben wir hier die Flammen, die drei Engelsbotschafter, Offenbarung 14, die um die ganze Welt gehen soll. Und die Flammen, die nach oben deuten, zeigt, dass wir ständig natürlich an der Kenntnis und auch den geistlichen Wachstum zu nehmen wollen und nicht irgendwo stehen bleiben. Weil das ist auch so ein kleines Problem, was viele Nachfolger von Luther, Calvin oder anderen Reformen hatten. Sie sind genau so weit gegangen, wie ihre großen Glaubensvorbilder gegangen sind, aber sind irgendwann stehen geblieben. Dann haben nicht weiter geforscht. Und das möchten wir natürlich nicht machen. Und deswegen will ich ja vorhin gesagt habe.

[1:03:09] Deswegen, wie ich vorhin gesagt habe, das Beste, was ihr machen könnt, als junge Leute oder auch alte Leute, studiert die Bibel selber. Es gibt, ich meine, die Bibel ist, wenn es ein göttlich inspiriertes Buch ist, dann können menschliche Gedanken und Verstandeskräfte das niemals vollständig erforschen. Es gibt immer ein weiteres Streben nach oben.

[1:03:33] Und ja, wie gesagt, ich glaube wirklich, dass biblisch gesehen die Gemeinde der Übrigen nur auf die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten zutrifft. Bevor jetzt aber jemand kommt und sagt, ja, dann stelle ich auch besonders heraus die Frage: Welche Verantwortung hat man als Siebenten-Tags-Adventist? Es ist nämlich nichts, sagen wir, leichtfertiges, weil das Volk Israel damals auch auf besondere Weise auserwählt von Gott, um der Welt um sich herum das Licht von Gott zu bringen, damit sich die anderen Völker auch zu seinem Volk bekehren können. Und das Volk war nicht, wie die Pharisäer es dann auch gemacht haben, sich so abzuschotten. Dazu war das Volk Israel nicht gedacht. Sie sollten dieses Licht, sie hatten das Licht besonders empfangen, sollten es aber weitergeben.

[1:04:26] Und das ist auch genau die Verantwortung, die wir als Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten haben. Also rein biblisch gesehen, glaube ich, dass das Gottes Endzeitgemeinde ist. Aber die Frage ist, welche Verantwortung kommt damit? Weil wenn Gott Menschen – und das sehen wir auch in der Bibel, Paulus, König David, all diese großen Glaubenshelden, meiner, Daniel, bei biologischen Königshöfen – wenn Gott Menschen auf besondere Weise auswählt, dann macht er das nicht, um ihnen irgendwie ein Vorrecht zu geben, das andere nicht bekommen, sondern sie haben eine enorm große Verantwortung, die sie weitergeben sollen.

[1:05:00] Zum Beispiel heißt es hier in "Zeugnisse für die Gemeinde", Band 9, Seite 23: "In besonderem Maße sind Siebenten-Tags-Adventisten der Welt als Wächter und Lichtträger gesetzt worden. Ihnen ist die letzte Warnung für eine untergehende Welt anvertraut. Herrliches Licht scheint ihnen aus dem Wort Gottes. Ihnen wurde eine Aufgabe von feierlicher Wichtigkeit gegeben: die Verkündigung der ersten, zweiten und dritten Engelsbotschaften. Es gibt keine Aufgabe von gleich großer Bedeutung."

[1:05:37] Deshalb sollten sie auch nicht zulassen, dass irgendetwas anderes ihre Aufmerksamkeit gefangen nimmt. Uns sind die feierlichsten Wahrheiten, die jemals Sterblichen anvertraut wurden, gegeben, damit wir sie der Welt verkündigen.

[1:05:55] Das Zitat fasst unglaublich gut zusammen, was die Aufgabe ist, die wir als Siebenten-Tags-Adventisten haben. Nochmal, ja, wir sind laut biblischen Kriterien, so viel, so weit ich glaube, die Gemeinde, die Gott auserwählt hat. Aber es ist eine unglaublich große Verantwortung auf uns. Wir haben, und es gibt andere Zitate, wurden Hinweise geschrieben, wir haben eine Fülle an Licht und Wahrheit, die keine Generation an Menschen vor uns bekommen hat. Aber die Frage ist, was machen wir damit? Wir halten das nicht für uns selber, so wie die Juden es damals gemacht haben, oder geben wir es weiter, um den Menschen zu helfen?

[1:06:35] Ich möchte jetzt mal abschließend noch einen Text mit euch beleuchten, der uns nochmal aus biblischer Perspektive zeigt und der das auch wundervoll offenlegt. Das habe ich vor kurzem selber erst studiert, dieses Thema, und es ist kurz und knackig, aber es hat eine Bedeutung, die für jeden wichtig ist zu verstehen. Wir kennen ja alle diesen Text aus Matthäus 5, Vers 13, wo Jesus sagt: "Ihr seid das Salz der Erde." Er sagt dann weiter: "Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird."

[1:07:13] Und wenn man diesen Text liest, dass es, na ja, wie soll man sagen, leider so ein Text, wie Johannes 3, Vers 16, wohl jeder schon mal gelesen hat, dann zigtausend Mal gehört hat, und ja, "kenne ich, passt", weil sie verstehe ich, was damit gemeint ist. Man hört dann oft eben zu diesem Text, dass das bedeutet, dass wir als Christen, deshalb sind wir, sollen unser Umfeld bisschen würzig machen, wir sollen das lecker machen, besonders konservieren, so in die Richtung. Aber damit steckt in diesem Text steckt viel, viel tiefere Wahrheit drin.

[1:07:48] Und das möchte ich zum Abschluss euch noch mitgeben, weil das sehr, sehr gut zu diesem Zitat passt, aber dass "Zeugnisse für die Gemeinde", Band 9, Seite 23, und uns zeigt, welche Aufgabe wir als Christen haben und vor allem als Siebenten-Tags-Adventisten, weil wir all diese Wahrheit haben. Bevor ich da das aber erklären, noch eine Erfahrung. Ich war vor kurzem mit einer Gruppe von Glaubensgeschwistern auf einer Demonstration gegen Corona in Bern, in Brüssel und in Berlin. Wir haben da nicht mit den demonstriert, aber wir haben dort Bücher verteilt. Und es ist wirklich faszinierend. Ich kann wirklich sagen, die Menschen, die auf diese Demonstrationen gehen, das ist ganz, ganz anders, wie das, was in der Presse so hochgehalten wird.

[1:08:36] Es gibt wirklich auch da einige von diesen verrückten Querdenkern, von irgendwelchen fanatischen Menschen, die das System stürzen wollen. Aber das ist ein Bruchteil. Nur im Fernsehen kommt das so rüber, als ob dieser Bruchteil die ganze Masse ist. Aber ich würde mal sagen, 95 Prozent von denen, die auf diese Corona-Demonstrationen gehen, das sind denkende Menschen, die sehen: Irgendetwas passiert hier in der Welt, und ich weiß nicht, was.

[1:09:00] Und wenn es jetzt so ist, dass wir als Siebenten-Tags-Adventisten dieses Licht, diese Wahrheit haben und wir es nicht für uns behalten, sondern weitergeben sollen, dann ist es wirklich erstaunlich, wenn wir auf diese Demonstrationen gehen oder auch sonst irgendwo Menschen treffen. Es muss ja nicht alles auf der Demo passieren, aber wenn wir Menschen treffen, die diese Fragen haben, die sehen: Irgendetwas passiert da und es schmeckt wie gar nicht gut, und sie sich dann alles zusammen spinnen.

[1:09:29] Wirklich, es gibt Verschwörungstheorien, die wirklich blanker Unsinn sind. Nicht alle sind falsch, aber manche sind wirklich blanker Unsinn. Die Menschen verstricken sich darin, weil ihnen diese Verbindungen fehlen zwischen der biblischen Prophetie und dem, was hier passiert.

[1:09:48] Und was ich damit sagen möchte, ich hab da auch einen jungen Menschen getroffen. Der war, ich weiß es nicht, vielleicht 20, 21, vielleicht auch jünger oder älter, ich konnte nicht ganz sagen, aber er war TikTok und er hat 20.000 Abonnenten. Und er war auf diesen Demonstrationen und er hat gesagt, er möchte die Menschen aufklären über das, was gerade hier passiert in der Welt. Aber man hat auch gesehen, er hat nicht diese Verbindungen.

[1:10:11] Als er dann den großen Kampf bekommen hat, das Buch von "Schatten im Licht", es ist gut, weil er hat dann auch gefragt, weil ich immer noch so ein kleines Kerzen gegeben habe, wo solche interessanten Vorträge drauf sind über aktuelle Themen, hat er dann gefragt, ob er diese Vorträge in seinen Videos einbauen darf. Und das ist das, was ich meine. Es ist so erstaunlich zu sehen, die Menschen, wenn sie sehen, es gibt Antworten darauf, es gibt so viele Menschen, die Fragen haben, und wenn sie die Antworten bekommen, man sieht, wie ihre Herzen so aufblühen.

[1:10:47] Das ist das, was eigentlich unser Sinn und Zweck ist, den wir hier erfüllen sollten. Und das ist so ein Segen, wirklich. Und ich kann es nur jedem ans Herz legen, dieses Licht weiterzugeben. Es ist nicht unsere Aufgabe, alles für uns zu behalten und schöne eigene Partys zu schmeißen und Hauptsache, wir fühlen uns gut und wir haben schöne Gemeinschaft hier. Da draußen gehen Menschen verloren. Und das Einzige, was wir zu tun haben, ist über irgendwelche Dinge zu streiten, die gar nicht zielführend sind.

[1:11:16] Aber zurück zu unserem Thema mit dem Salz. Was meint Matthäus, was meint Jesus hier, wenn er von diesem Salz der Erde spricht? Lukas gibt uns im Kapitel 14, 34 und 35, noch mehr Informationen. Er sagt hier: "Das Salz ist gut, wenn aber das Salz fade wird, womit alles gewürzt werden? Es ist weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich. Man wirft es hinaus." Und er sagt dann hier: "Wer Ohren hat zu hören, der höre."

[1:11:48] Wenn Jesus sagt: "Wer Ohren hat zu hören, der höre", dann sind das enorm wichtige Botschaften, die er zu sagen hat. Und Lukas zeigt uns hier, was dieses Salz der Erde eigentlich ist. Dieses griechische Wort, was Matthäus 5, Vers 13 mit "Erde" übersetzt, ist das gleiche, was sie in Lukas 14 mit "Erdreich" übersetzt. Und das meint dann nicht den Globus, die Weltkugel, sondern es meint tatsächlich das Erdreich, den Ackerboden.

[1:11:59] Und Jesus spricht hier nicht von Matthäus 5, 13, nicht von diesem Küchensalz von Natriumchlorid, sondern er spricht von einem Salz, das man am Toten Meer aufsammelt, um es als Dünger zu verwenden. Und das Salz im Toten Meer hat vor allem Stickstoff, Kalium und Phosphor enthalten. Und da ich damals meine Ausbildung zum Landschaftsgärtner gemacht habe, war mir das nicht neu. Stickstoff ist ein sehr, sehr wichtiger Bestandteil für das Wachstum der Pflanzen. Kali ist ja sehr wichtig für die Stärkung der Zellwände. Und Phosphor ist für die Ausbildung von Blüten und von Früchten wichtig. Und das sind die drei Hauptnährstoffe, die jede Pflanze unbedingt braucht.

[1:13:04] Und diese drei Hauptbestandteile waren in dem Salz, das im Toten Meer aufgesammelt wurde, was da überwiegend war. Es gab auch Natriumchlorid im Toten Meer, aber das Salz, was man damals aufgelesen hat, war eben dieses Düngersalz, das auf den Erdboden geworfen wurde, um den Erdboden zu düngen.

[1:13:24] Man hat das aber nicht nur zur Düngung verwendet, sondern auch, wenn man seine Exkremente ausgeschieden hat, hat man davon dieses Salz darauf gegeben, damit da keine Keime entstehen und das nicht anfängt zu modern und zu stinken, als irgendwelche Krankheiten verbreiten.

[1:13:42] Das bedeutet also, dieses Salz, von dem Jesus hier spricht, ist zum einen ein Dünger und ein Verhindere von schädlichen Sachen oder Krankheiten. Jetzt die Eigenschaften dieses Salz haben muss: Es ist natürlich ein Dünger, aber es ist so, dass es anders wie bei diesem Natriumchlorid, dieses Düngersalz, man braucht eine große Menge, damit es eine Düngerwirkung entfaltet werden kann. Das heißt, man muss eine sehr beachtliche Menge von diesem Salz in den Erdboden einmischen, damit es als Dünger wirken kann, oder auf den Exkrementen eben die Keime ersticken kann.

[1:14:22] Und dann braucht es unbedingt Kontakt zur Erde, weil es sonst kein Dünger ist. Natürlich, dieses Düngerding in seiner Schachtel rum, kann die Pflanze davon nicht profitieren. Und drittens, das Salz muss halt ich sein, weil Jesus sagt, das Salz, das Salz fade werden kann und seine Ja, Würzkraft verlieren kann. Und jetzt ist auch hier interessant: Salz kann chemisch gesehen nicht fade werden. Also die Frage, was meint Jesus damit, wenn er sagt, das Salz wird salzlos?

[1:14:55] Die Antwort ist ganz, ganz einfach. Damals im Roten, im Toten Meer, wenn die Menschen, die das Salz verkauft haben, aufgesammelt haben, haben sie manchmal, um mehr Geld zu verdienen, einfach Sand mit dem Salz gemischt, um halt mehr verkaufen zu können. Aber dadurch, dass so viel Sand drin war, war das Salz, je nachdem, wie viel Salz-Sand da drin war, einfach nicht mehr zu gebrauchen. Man musste es dann auf die Gassen schmeißen, weil es nichts anderes war wie einfach Sand mit Salz. Und dann hat es seine Düngerwirkung und seine konservierende Wirkung in diesen Experimenten verloren.

[1:15:30] Jetzt, was bedeutet das ganze für uns? Wenn wir als Christen, wenn wir als Siebenten-Tags-Adventisten biblisches Salz sein wollen, dann brauchen wir eine gewisse Menge an gläubigen Menschen und auch an, sagen wir mal, geistlichen Willen, das Gute zu tun. Ein bisschen, oder ich sage mal, allein der Gedanke, ja, ich möchte Christ sein, wird niemanden helfen, weder dir noch Gott, noch deinen Mitmenschen.

[1:16:01] Wir müssen genug Überzeugungskraft haben, und wir brauchen auch genügend Menschen, die mit Gottes Hilfe, unter Gottes Führung, eine Änderung in der Welt bewirken können. Und wir brauchen Kontakt zur Erde, wir brauchen um den Ort zu sein, Kontakt zu den Menschen. Wir müssen die Menschen suchen. Noch hier, es muss nicht jeder auf Demonstrationen gehen, da verteilen, es muss ja nicht jeder in der Fußgängerzone am Büchertisch mitwirken, aber jeder sollte da, wo er kann, kleine Samen streuen.

[1:16:30] Es gibt ein schönes Zitat, wo es heißt, dass gerade für diese Zeit Flugblätter mit der aktuellen biblischen Botschaft wie Blätter verteilt werden sollten, wie Blätter, die im Herbst von den Bäumen fallen, damit die Menschen davon erfahren. Aber das geht nur, wenn wir zu den Menschen hingehen und uns nicht in den eigenen vier Wänden Sabbat für sein hat, schöne Lieder vorsingen, uns aufregen, dass der Prediger wieder dreieinhalb Minuten gepredigt hat und uns über völlig unsinnige Dinge streiten.

[1:17:01] Und führt. Und drittens, das Salz, wir müssen salzig sein. Wenn unser Charakter verunreinigt ist und vermengt ist mit Sand, mit Dingen, die nicht in uns rein gehören. Ja, es gibt Medien, es gibt Filme, die man sich reinsehen kann, Bücher, die man lesen kann, Aktivitäten, die man macht, die unseren geistlichen Lebensschaden. Wenn wir diesen Müll in uns reinlassen, dann können wir nicht biblisches Salz sein.

[1:17:39] Und das ist das Wichtige, dass wir uns vor Augen halten müssen. Wenn wir diese Botschaft haben, wenn wir dieses Licht haben, wenn wir glauben, dass wir die Übrigen sind, das ist kein Vorstellungsmerkmal, dass wir besonders toll sind, dass Gott uns besonders liebt, sondern dass wir eine besondere Aufgabe haben, eine sehr wichtige Aufgabe.

[1:18:03] Und wenn wir dieser Aufgabe treu sein wollen, dann müssen wir jeden Tag sagen: Herr, verändere mein Herz, verändere mein Wesen, lass mich ein Segen und ein Licht für meine Mitmenschen sein, damit dieses Werk abgeschlossen werden kann, du bald wieder kommen kannst.

[1:18:18] Und wenn vielleicht auch jetzt ein oder andere schon spürt, dass der Heilige Geist durch diese Dinge, die wir gelernt haben in diesem Vortrag oder auch in den vorangehenden Vorträgen, wenn wir merken, dass wir so eine Entscheidung geführt werden, dann sage ich jetzt gerne nochmal: Lasst uns nicht zögern, diese Entscheidung für Gott zu treffen. Lasst uns hier und heute sagen: Herr, ich bin dein Werkzeug, verwende du mich in dieser Welt, dass diese Welt ein besserer Ort werden kann durch dein Wirken, dass du bald diese Erde beenden kannst und eine neue Erde schaffen kannst.

[1:18:52] Es lohnt sich, mit Gott zu gehen, besonders in jungen Jahren. Wir haben eingangs gelesen: "Gedenke an den Schöpfer in deiner Jugend." Aber auch, wenn wir jetzt vielleicht schon 40, 45, 50 oder egal wie alt sind, heute ist der beste Tag, sich zu entscheiden, das Leben Gott zu übergeben, damit wir biblisches Salz sein können und diese Botschaft weitertragen können.

[1:19:16] Und dass sich diese Serie besonders an junge Leute richtet, möchten wir uns im nächsten Teil noch anschauen. Wie gesagt, man könnte so viele Dinge anschauen, die auch wichtig sind für diese Zeit zu verstehen, aber ich habe mir vor allem drei Dinge mal herausgepickt. Im nächsten Vortrag möchten wir uns anschauen, was dieses alte Heiligtum eigentlich zu bedeuten hat, was das sonst zu sagen hat. Darauf möchten wir uns dem Thema widmen: Wie hält man den Sabbat eigentlich?

[1:19:48] Es geht da nicht unbedingt darum zu sehen, ist der Sommer der siebte Tag oder nicht, sondern vielmehr zu verstehen, was ist der Sinn und Zweck dieses Tages. Und dann im achten Teil, im abschließenden Vortrag dieser Serie, möchten wir uns nach dem Thema widmen: Die Gabe der Prophetie. Was steckt dahinter, welchen Segen erhalten wir davon?

[1:20:12] Und möchten so ein bisschen einen Überblick bekommen über diese wichtigen Botschaften, die wir als Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten auch haben und was Gott damit beabsichtigt hat. Und so möchten wir hier zum Ende kommen von dem Thema: Warum gehe ich in die Kirche, die ich gehe? Ich persönlich gehe in die Kirche, die ich gehe, weil ich die Glaubenspunkte geprüft habe, weil ich auch aus der biblischen Prophetie aus Offenbarung 12 sehen kann, dass die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten die einzige Gemeinde ist, die all diese biblischen Kriterien erfüllt.

[1:20:46] Aber vor allem auch, weil ich sehr gerne an diesem lauten Ruf teilnehmen möchte, den Offenbarungen 13 bis 18 dann beschrieben wird, und diese Botschaft den Menschen weitergeben möchte. Ich möchte sehr gerne biblisches Salz sein, das in einer großen Menge ausgestreut werden kann, das Kontakt zu dem Erdreich außenrum hat und das nicht gefüllt ist mit unreinen Dingen.

[1:21:13] Wenn das auch sein Wunsch ist oder euer Wunsch, dann lade ich euch ein, jetzt ist mir zu beten, dass Gott uns dazu verwenden kann. Und dann freue ich mich schon, jeden von euch beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen.

[1:21:27] Himmlische Vater, ich danke dir von ganzem Herzen, dass wir uns jetzt recht ausführlich, aber es ist doch sehr wichtig, diesem Thema widmen konnten. Warum gehe ich eigentlich diese Gemeinden, die ich gehe? Was ist die Aufgabe von uns? Also möchte ich dich bitten, dass du uns hilft, diese Entscheidung für dich zu treffen, dass wir nicht zögern, sondern dass wir heute diese Entscheidung treffen und dass wir mit der Hand an Hand, der zur Hand, dieses Werk abschließen können und dass wir teilhaben sein dürfen an dieser letzten Botschaft, die in die Welt ergeht.

[1:21:59] Dass dein Name verherrlicht wird und du bald wiederkommen kannst. Das beten wir im Namen Jesu. Amen. Und bis zum nächsten Mal, bleibt gesund, bleibt fit. Wenn ich, freue ich mich, euch wieder begrüßen zu können, dann, wenn es dem Thema widmen: Vom Osten ins Heiligtum. Amen.


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