[0:01] Herzlich willkommen zum zweiten Abend, zum zweiten Thema, zum zweiten Vortrag von Zeitenwende. Hoffnung für den Kreichgau.
[0:14] Haben wir alle einen schönen Tag heute gehabt? Ich hatte einen ganz wunderbaren Tag. Ich war heute an meiner alten Wirkungsstätte in der Lukaskirche und habe dort ein paar alte Bekannte getroffen. Ich habe auch festgestellt, dass die Nachrichten gestern Abend schon, ohne dass ich es wusste, meinen Vortrag von gestern Abend noch mal so richtig bestätigt haben. Ich weiß nicht, wer das mitbekommen hat, aber ich dachte mir, bevor wir heute so richtig einsteigen, muss ich das sozusagen noch nachschieben. Das ist sozusagen noch keine 24 Stunden alt. Gestern, als wir hier nichts ahnend den Vortrag gehalten haben, als wir hier gesessen haben und über Amerika in der biblischen Prophetie nachgedacht haben, über die Rolle Amerikas und wie es sich wandelt, fand in Amerika gestern das nationale Gebetsfrühstück statt. Ich habe ja schon erwähnt gestern, dass das immer jedes Jahr stattfindet seit den 50er Jahren. Eine Entwicklung, die schon in den 50er Jahren begonnen hat. Und gestern war einer der Sprecher der amtierende US-Präsident. Ich habe gelesen, er hatte 15 Minuten Zeit für seine Rede und hat 77 Minuten gesprochen. Aber was er dort gesagt hat, war interessant und ich will das nur einen Punkt hier rausgreifen, quasi für alle, die gestern da waren und den Vortrag gesehen haben, noch so als kleiner Zusatz, als Fußnote. Donald Trump hat gestern Abend angekündigt bei einem speziellen Ereignis im Mai. Ja, ich muss das mal anführen, 17. Mai. Es ist ja so, dass dieses Jahr Amerika 250 Jahre Amerika, USA feiert. Ja, 1776, 2026. Riesen Feierlichkeiten. Und im Zuge dieses 250jährigen dieses Jubiläums möchte er feierlich Amerika wieder erneut Gott weihen. Die ganze Nation soll Gott geweiht werden. Und jeder, der gestern Abend da gewesen ist oder den Vortrag später sehen wird, bei dem wird ein bisschen klingeln mit der Idee: Amerika eine christliche Nation. Wir haben ja die ganzen Gründungsväter uns angeschaut, die vor 250 Jahren gesagt haben, Amerika ist keine christliche Nation, sondern eine Nation, unter anderem auch für alle Christen. Das also nur als ganz brandaktuell, das ist so heiß, das ist noch gar nicht abgekühlt aus dem Ofen sozusagen. Ja.
[3:01] Ähm, das finde ich ganz interessant, wenn man sich mit biblischer Prophetie beschäftigt, dann kann man die Nachrichten anmachen und merkt: Wow, das ist wirklich topaktuell. Es bleibt auch aktuell beim heutigen Thema im Labyrinth der Politik. Wen würde Jesus heute wählen? Ich habe den Eindruck, dass es auch im Bereich der Politik eine Zeitenwende gegeben hat. Als ich jugendlicher war, junger Erwachsener, lang ist her, da hat man über die Politiker vielleicht ein bisschen gelästert, hat gedacht, die sind alle faul, die machen nichts. Es gab so ein paar Themen, ich war hier mal ein Tarifkonflikt, da mal eine Steuer hoch oder runter, aber die meisten Menschen waren relativ politikverdrossen. Ja, man ist kaum zur Wahl gegangen, weil irgendwie hat man den Eindruck, es geht an ja doch nicht wirklich was an. In den letzten Jahren hat sich das krass verändert. Vielleicht liegt es daran, dass wir mit so viel verschiedenen Konflikten, Krisen, die ja alle immer gleich ganz global sind, oder egal ob Klimaerwärmung oder Migration oder militärische Konflikte, man hat immer gleich den Eindruck, wenn man die falsche Partei wählt, könnte der Weltuntergang bevorstehen, oder? Menschen sind auch in ihrer privaten, in ihren privaten Räumen, wo sie sich unterhalten, wo sie im Internet aktiv sind, viel politischer als früher. Politik teilt und zerreißt Familien mehr als früher. Freundschaften gehen zugrunde, weil man sich politisch nicht mehr einigen kann.
[4:44] Im Labyrinth der Politik, wen würde Jesus heute wählen? Wir wollen mal schauen, ob wir mit einer Drohnenperspektive über dieses Labyrinth fahren können und mal sehen, was die Bibel dazu sagt. Vielleicht können wir noch einmal kurz still werden zum Gebet. Wir können gerne sitzen bleiben und ich würde dann mit einem Gebet starten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen danken, dass wir heute Abend uns erneut hier versammeln können, dass wir hier sein dürfen in deiner Gegenwart, um von dir zu lernen. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst und dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Und hab Dank dafür, dass dein Wort nicht mehr zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[5:35] Weißt du schon, was du wählen wirst in ein paar Wochen? Vielleicht ist die Landtagswahl von Baden-Württemberg jetzt nicht das absolut spannendste Thema auf der Welt, aber vielleicht ja auch nicht ganz unwichtig. Immer wieder werden wir mit Wahlen konfrontiert. Bei uns sind zeitgleich in Bayern Kommunalwahlen. Ja, das ist dann vielleicht auch wichtig. Die Parteien werben um die Gunst der Leute mit Slogans, mit Themen, mit oft auch Anschuldigungen den anderen Parteien gegenüber. Und wenn wir von Zeitenwende sprechen, dann wissen wir, Politik ist nicht nur etwas, was die Menschen mehr interessiert. Es ist auch etwas, was wieder viel spürbarer im Alltag ankommt. Eine ganze Reihe von jungen Männern, die ich kenne, haben jetzt noch schnell den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt. Wer weiß, was demnächst alles politisch wieder auf uns zukommt. Die Idee, dass es einen Krieg gibt, an dem Deutschland sich aktiv beteiligt, ein Gedanke, der vor wenigen Jahrzehnten noch vollkommen unvorstellbar war, ist plötzlich wieder realistisch. Der Bundestag, der früher vielleicht über Steuer hier, Steuer dort gesprochen hat, nur beschäftigt sich wieder mit den ganz großen Themen, mit der Frage, wie viel Machtpolitik soll Deutschland in der Rolle in der Welt spielen?
[7:18] Schon zur Zeit von Jesus gab es Parteipolitik. Und ich möchte von Anfang an, wie gestern Abend auch schon, sagen, egal wo du dich politisch verortest, wahrscheinlich hat jeder von uns so ein bisschen eine Meinung zu bestimmten Themen. Du bist herzlich willkommen. Egal, ob du grün oder rot oder blau oder gelb oder orange oder lila, pink, grau, was immer es gibt, egal was du wählst. Für dich ist heute eine Botschaft dabei. Zur Zeit von Jesus gab es auch eine Reihe von Parteien, die hatten, glaube ich, damals keine Farben, soweit ich weiß, obwohl es im antiken Rom auch Zirkusparteien gab mit verschiedenen Farben. Das hatte schon was mehr dann so wie Fußballvereine, manchmal auch wie Parteien, die roten gegen die blauen. Ja, und da hat man sich dann zugeordnet, aber es gab auch zur Zeit von Jesus Parteien. Da gab es z.B. die Partei der Pharisäer, das war die Volkspartei. Die große Masse fand die unglaublich toll, weil die waren so konservativ, die waren so heilig, die haben sich an die Bibel und an die Tradition gehalten. Mit denen hätte man einen guten Stammtisch feiern können, wenn sie nicht halt keinen Stammtisch gemacht hätten, nicht? Ja, weil sie waren ja Pharisäer, aber die waren so richtig so die Partei für die Masse. Die waren für die guten alten Werte. Zurück zu den Wurzeln. Tradition hochhalten. Da konnten sich viele mit identifizieren. Dann gab es die Sadduzäer. Das war mehr die Partei für die etwas Betuchten, für die besser Verdienenden, für die, die international vernetzt waren, für die, die studiert hatten, die wussten, es gibt noch was anderes außer Palästina. Es gibt da draußen noch eine Welt, da lernen die Leute griechisch und beschäftigen sich mit Philosophie. Die waren mehr für die internationalen Kompromisse, die waren für Völkerverständigung. Lasst die Griechen rein und wir werden alle eine große gemeinsame Volkshuppe oder so.
[9:30] Dann gab es die Zeloten, deren Motto war: Die anderen quasseln nur. Wir schaffen Fakten. Die hatten keine Lust auf Debattieren und immer nur reden. Die haben einen Dolch mit sich getragen, damit sie bei Gelegenheit einem Römer zeigen konnten, was sie von der Besatzungsmacht gehalten haben. Das waren die groben Jungs. Das waren die, die man vielleicht eher schon so außerhalb des demokratischen Spektrums verorten würde, oder wenn es Demokratie gegeben hätte. Die Zeloten, die waren für harte Parolen und vor allem auch für harte Schläge, wenn es sein musste. Und dann gab es die Herodianer, die waren der Meinung, man müsste seine Hoffnung auf einen einzelnen Menschen setzen, auf einen König, der würde schon die Probleme lösen. Und dann gab es die Essener, die waren der Meinung, am besten einfach Augen zu, Ohren zu, Kopf in die Bücher, nichts hören, nichts sehen, aus der Gesellschaft fliehen und einfach so tun, als gäbe es die Probleme nicht.
[10:37] Eigentlich hatten sie alle was gemeinsam. Was die einen mit Tradition, die anderen mit starken Männern, die anderen mit Waffengewalt oder doch mit philosophischer Völkerverständigung lösen wollten, war das Problem der Römer. Das Imperium Romanum hatte Palästina besetzt und die einzelnen Parteien hatten alle verschiedene politische Instrumente, Überlegungen mit dem einen großen Ziel: Wie können wir wieder ein toller Staat Judäa werden? Make Israel great again, sozusagen. Ja, das war eigentlich allen irgendwie so ins Blut geschrieben, ins Herz geschrieben. Die Römer müssen weg oder irgendwie muss das Problem gelöst werden.
[11:35] Was hat Jesus gemacht? Um zu verstehen, wie Jesus über diese Frage gedacht hat, sollten wir vielleicht jemanden fragen, der Jesus gut gekannt hat. Jemand, der mit Jesus spazieren gewesen ist am See, in den Städten. Jemand, der erlebt hat, wie Jesus mit den Pharisäern umgegangen ist, mit den Sadduzäern, mit den Zeloten. Jemand, der ihn gut kannte. Und die Bibel hatte ein paar Leute parat, Menschen, die als Jünger Jesu mit ihm gegangen sind und berichtet haben, wie er so gewesen ist und was er gesagt hat zu diesen Fragen. Und heute möchte ich beginnen mit einem von diesen sogenannten Jüngern, von einem mit einem dieser Apostel, der beginnt sein Buch mit einer der krassesten politischen Aussagen, die jemals gemacht worden sind. Und ich bin mir nicht sicher, ob wir auch, wenn wir gute Bibelkenner sind, das schon mal wirklich durchdacht haben. Matthäus, ein kluger Mann, der saß, bevor Jesus kennenlernte, am Zöllnertisch und hat die Leute, die dort kamen, abkassiert. Der kannte sich schon aus im politischen Geschäft. Der beginnt sein Evangelium, seinen Bericht über das Leben Jesu mit einer tagespolitischen, ja, ich möchte sagen, einer weltpolitischen Bombe. Da steht sie. Sieht gar nicht explosiv aus, oder? Geschlechtsregister Jesu Christi des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Da lesen wir als Bibelleser glatt drüber und fragen uns: Wann geht's denn jetzt richtig los? Oder so die Einleitung? Nein, dieser Vers enthält das Statement zur Politik Jesu und eines, dass, wenn ein Leser das damals richtig durchdacht hat, ihn absolut aus den Socken gehauen haben muss. Einige gucken jetzt und sagen: Hä, ein Geschlechtsregister? Nun, das geht schon damit los, dass das Wort Geschlechtsregister in der deutschen Bibel eigentlich ein bisschen unglücklich ist. Weil danach kommt zwar tatsächlich ein Geschlechtsregister: Abraham zeugte Isaak, Isaak zeugte Jakob, Jakob zeugte Juda und so weiter und so fort. Aber eigentlich meint das Wort gar kein Geschlechtsregister. Das Geschlechtsregister geht eben Vers los.
[14:06] Das Wort, das dort steht im Griechischen, ist Biblos Geneseos. Biblos klingt wie Bibel. Genau. Buch. Das ein Buch. Und Geneseus, auch wenn man nie vielleicht griechisch gemacht haben, Genesius klingt ein bisschen wie Genesis und Genesis heißt sowas wie Anfang, Entstehung und so weiter, oder Anfang, das Buch der Entstehung. Und deswegen übersetzen Leute, na ja, Buch der Entstehung, ein Buch, wo die Leute halt entstanden sind, Geschlechtsregister. Oder Matthäus hatte was anderes vor Augen. Dieser Begriff Biblos Geneseus kommt zweimal noch in der Bibel vor im Alten Testament in der griechischen Übersetzung in Mose 5, Vers 1: Dies ist das Buch der Geschichte von Adam. Was danach kommt, ist nicht ein Geschlechtsregister von Adam, weil Adam war der erste überhaupt, oder, sondern was das sagt ist, hier beginnt jetzt die Geschichte der Menschheit. Jeder Jude wusste, das ist sozusagen so ein fundamentales Schriftstück. Hier beginnt die Geschichte. Und noch eine andere Stelle, erste Mose 2, Vers 4: Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde. Zweimal kam das im Alten Testament vor für den Beginn der menschlichen Geschichte, für den Beginn des ganzen Planeten. Das war sozusagen fundamental. Das war der Anfang der Geschichte.
[15:35] Wenn also der Matthäus seinen Buch beginnt mit Biblos Geneseos, dann hat jeder, der das Alte Testament einigermaßen kannte, gedacht: "Wow, jetzt muss etwas richtig Wichtiges kommen." Das ist ein weltpolitischer Einschnitt, Weltgeschichte, das Buch der Geschichte. Aber von wem? Das Buch der Geschichte Jesu Christi. Nun, für uns, die wir im christlichen Abendland leben, klar, Jesus Christus. Aber Jesus Christus ist nicht Vorname und Nachname, so wie Christopher Kramp, sondern Jesus Christus ist ein Name und ein Titel. Und die Frage ist, was meint der Matthäus, wenn er sagt Jesus Christus?
[16:35] In Johannes heißt es, dass Christus nichts anderes als eine Übersetzung eines Begriffes ist, nämlich Messias. Das ist einfach nur griechisch und hebräisch. Ja, der Christus ist griechisch für Messias, hebräisch. Was allerdings ist der Messias? In Johannes 1, Vers 41 heißt es: "Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt den Gesalbten." Die Idee ist also, Jesus ist der Gesalbte und den Gesalbten nennt man auf Hebräisch Messias und auf Griechisch Christus. Jedes Mal, wenn wir sagen Jesus Christus, sagen wir eigentlich Jesus der Gesalbte. Nun, heute salben sich Menschen auch ein, weil sie Kosmetik lieben, ja, oder weil sie irgendwie ihre Haut schützen wollen. Aber damals hat man Männer aus drei Gründen gesalbt. Es gab drei Gründe, warum man jemanden salben konnte. Erstens, jemand konnte ein Priester sein. Priester wurden gesalbt. Zweitens, manchmal wurden Propheten gesalbt. Und drittens, vor allem wurden Könige gesalbt. Jetzt war Jesus ein Priester, Prophet oder König. Aber an dieser Stelle muss es ja irgendwas Konkretes bedeuten, oder?
[17:53] Nun, schauen wir mal an, was gemeint ist. Es geht nämlich weiter mit: Das Buch der Geschichte, nicht wahr, im Hinterkopf behalten. Das ist wie erste Mose. Ja, erste Mose. Matthäus, Buch der Geschichte Jesu des Gesalbten, Christi des Sohnes Davids. Und jeder Leser damals hat sofort gecheckt: Aha, in dem Fall ist er nicht der Gesalbte, weil er ein Prophet ist. Er ist nicht der Gesalbte, weil er ein Priester ist, das vielleicht auch, aber er ist hier vor allem der Gesalbte, weil er der Sohn Davids ist. Und das war Bedeutungsschwanger.
[18:31] Jesus selbst hat mal kurz vor seinem Tod von Theologen gefragt: "Sag mal ganz ehrlich, was denkt ihr, wenn der Christus kommt, auf den die ganze jüdische Welt gewartet hat, wenn der Messias kommt, wessen Sohn ist er?" Und auch seine Gegner waren davon überzeugt: Der Messias ist der Sohn Davids. Der Sohn Davids ist der Christus. Nun, was bedeutet denn das? Das geht zurück auf eine alte Prophezeiung, die zur Zeit von Jesus schon ungefähr ein Millennium alt war, 1000 Jahre alt. Der berühmte König Salomo, äh, David, Entschuldigung, Salomo war sein Sohn. Der berühmte König David hatte von Gott folgende Vorhersage bekommen: "Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst, so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich werde sein Königtum befestigen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen." Dem David war versprochen worden: Dein Sohn wird König sein, nicht für vier Jahre wie ein Bundeskanzler, nicht für ein paar mehr Jahre wie ein Präsident in anderen Ländern. Vielleicht dein Sohn, der Sohn Davids wird König sein für ewig, ein ewiges Königreich. Keine Zweifel.
[20:09] Die Menschen in Israel, die haben auf den König gewartet. Das war eigentlich die politisch große Ambition, so einen König zu haben. Und das Alte Testament hat das immer wieder befeuert: "Sieh, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken." Nun, hier wird schon ganz deutlich, das kann nicht der buchstäbliche Sohn von David gewesen sein, weil das Ganze von Jeremia gesagt wird. Und Jeremia lebte schon, na ja, ungefähr Paldaum, etwa 400 Jahre nach David. Also David hatte natürlich mehrere Söhne, z.B. den Salomo und einige andere, Nathan z.B. und Absalom. Aber wenn Jeremia sagt, vier Jahrhunderte nach David, der David wird einen Sohn haben und der wird als König regieren, dann wusste man, das ist mir so allgemeiner gedacht, irgendein Nachfahrer von David, weil Sohn damals konnte auch Ur-, Ur-, Urenkel heißen, irgendein Nachfahrer aus dieser heiligen Königsliste, Dynastie, der heiligen Königslinie, der wird König. Und darauf haben sie alle gewartet, der König, der kommen wird, um die hier platt zu machen. Der König, der kommen wird, um politisch wieder alles ins Reine zu bringen.
[21:50] Es war ja eine schwierige Zeit. Damals konnte man auf dem Weg von zu Hause zur Arbeit einfach festgehalten werden. Man konnte gezwungen werden, militärische Ausrüstung für den Besatzungsfeind eine ganze Meile zu tragen. Und wenn man gesagt hat: "Aber mir geht's schlecht, ich habe ein ärztliches Attest, ich darf das nicht tragen." Der römische Soldat einmal müde gelächelt und vielleicht noch ein Schwert oben drauf gelegt. Hm. Und wenn man jetzt wissen wollte, bei welcher Hotline man sich beschweren kann, gab's nicht. Die politische Unterdrückung war wirklich krass. Heute beschweren sich Menschen oft über die Politik, das und jedes und solches, und es ist sicherlich nicht alles toll, wie es läuft, aber die Menschen damals hatten wirklich Grund auf eine echte politische Veränderung zu hoffen.
[22:56] Es gab immer wieder Leute, die gesagt haben: "Ich bin der Messias, ich bin der Christus, ich bin der König. Folgt mir nach." Das gab's immer wieder mal, weil die Erwartung so gigantisch war. Weil Gottes Wort, das ja immer wieder sich erfüllt hatte, in anderen Prophezeiungen versprochen hatte, da kommt ein König.
[23:18] Und wenn Jesus von Matthäus als der Sohn Davids beschrieben wird, wenn er sein Buch beginnt mit: "Das ist das Buch der Geschichte, nicht heute kommt ein Bericht von mir, sondern das Buch der Geschichte mit demselben Begriff, mit dem erste Mose beginnt, die Schöpfung sozusagen. Ja. Und er dann sagt, das ist das Buch von Jesus, dem Christus, dem Sohn Davids, dann hat eigentlich an dieser Stelle jeder denkende Jude, der das Buch aufgeschlagen hat, Matthäus gesagt: Er ist da, das ist unser politischer Held.
[23:59] Interessant ist nur, und jetzt kommt die Bombe, wie der Satz zu Ende geht. Geschlechtsregister oder Buch der Geschichte Jesu Christi des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Alle Juden wussten damals, der König, der kommt, ist der Sohn Davids. Total klar, absolut logisch, denn die Prophezeiung, egal ob bei Jesaja oder Jeremia oder bei schon bei König David, die sprachen alle von dem Sohn Davids. Es war ein ganz klarer Begriff, etwas, was alle kannten, was man gut einordnen konnte.
[24:42] Es gab aber bei den Propheten eigentlich nie eine Vorhersage auf den Sohn Abrahams. Es ist fast so, als ob Matthäus den seinen Zuhörern sagt: "Ja, hier ist Jesus. Ihr habt ja auf den König gewartet, hier ist der König." Aber passt mal auf, er ist auch der Sohn Abrahams. Weiß jemand von uns, der schon mal ein bisschen in der Bibel gelesen hat, wie der Sohn Abrahams hieß? Hat er mehrere Söhne gehabt und genau gesagt, ja, aber es geht um den Sohn, ne? Den Sohn der Heißung, nicht den Ismael, sondern den Isaak. Und da heißt es hier in Mose 17: "Nein, sondern Sara, deine Frau, soll dir einen Sohn gebären. Den sollst du Isaak nennen, denn ich will mit ihm einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund." Wie war es noch mit dem äh mit dem Sohn Davids? Er sollte was für ein Königreich haben? Ein ewiges Königreich. Und mit dem Sohn Abrahams wollte Gott einen ewigen Bund machen. Einen ewigen Bund.
[25:51] Und in Mose 22 steht: "Und in deinem Samen, also in deinem Sohn, sollen alle Völker der Erde gesegnet sein." Ein König, Sohn Davids, für alle Völker, Sohn Abrahams.
[26:18] Die politischen Parteien, die Pharisäer, Sadduzäer, Zeloten und so weiter, ja, die warteten alle auf den König der Juden, der die anderen Völker besiegt, umbringt und das jüdische Volk zu einem riesigen neuen Weltreich macht. Matthäus sagt, Jesus war der Sohn Davids, aber er war auch der Sohn Abrahams. Er war ein König für alle Völker.
[26:47] Nun, hat denn Jesus sich als König benommen? Hat denn Jesus gesagt, dass er das ein König ist? Wir stellen uns ja Jesus zurecht als einen Wanderprediger vor, oder nicht als einen König. Aber als Jesus als Wanderprediger gepredigt hat, hat er nicht einfach nur nette Worte gesprochen, er hat von einem Königreich gesprochen. Er hatte ein, wenn ich das so sagen darf, ein politisches Programm.
[27:13] Wenn er das Evangelium predigte, heißt es hier: "Er verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium." Jesus hatte, wenn ich das sagen darf, eine politische Botschaft. Sein Evangelium bezog sich auf ein echtes Königreich.
[27:41] Wer von uns kennt diesen Vers? Jesaja 5. "Denn ein Kind ist uns geboren." Das wird immer gerne zu Weihnachten gesungen. Wir haben ja gerade vor wenigen Wochen gerade Weihnachtszeit gehabt. Bei mir klingt es noch so nach: "Denn ein Kind ist uns geboren." Das ist so diese Krippenromantik. Man hört fast noch den Esel. Oh, machen nicht die Kinder, die da irgendwie so da den Krippen spielt. Wir lesen den Vers nie so richtig zu Ende: "Denn ein Kind ist uns geboren, einen Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter."
[28:22] Das hebräische Wort für Herrschaft hier kann man eigentlich besser übersetzen: das Imperium. Im Sinne und da steckt die Idee hinter, nicht einfach so, ich gebe dir einen Herrscherstab und jetzt herrscht du, sondern das erweitert sich so, wie das römische Reich von einem kleinen Dorf zu einem Stadt wurde, dann zu einem kleinen größeren und größeren Staat, ganz Italien und dann Nordafrika und und Griechenland und dann die ganze Welt, ein Imperium. Oder wie die Hunnen oder Mongolen sich ausgebreitet haben. Jesus als König eines sich ausbreitenden Imperiums.
[29:00] Die biblische Prophetie kennt ja einige berühmte Weltreiche, die sich so ausgebreitet haben: die Babylonier, die Meder und die Perser, die Griechen und so weiter. Jesus wird in der biblischen Botschaft im Alten Testament und im Neuen Testament als ein König beschrieben, der ein Königreich hat, das sich ausbreitet. Jesus hatte eine politische Botschaft, ein Königreich.
[29:22] Es heißt denn: "Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich." Das steht nicht nur die Herrschaft wird kein Ende haben, da steht die Mehrung der Herrschaft wird kein Ende haben. Was heißt Mehrung? Vergrößerung. Das heißt, die Idee ist, das Königreich von Jesus ist so und dann größer und dann größer und dann größer und dann größer, größer, größer, größer, größer. Und wenn du fragst, wann hört es auf größer zu werden, sagt der Text: niemals. Das breitet sich immer weit aus. Irgendwann steigt unser Gehirn aus und sagt: "Okay, ja, das Imperium von Jesus", sagt der Text, "wird sich immer weiter aus. Es fängt klein an, es breitet sich aus und aus und aus und aus und aus und aus und aus und aus und aus." Die anderen Imperien dieser Weltgeschichte, die haben sich ausgebreitet und sind dann implodiert. Die Hunnen sind haben ganz Europa überrannt und dann in einem Jahr waren die wieder zusammengefallen. Mongolen fast die ganze Welt erobert, kurzer Zeit wieder zusammengesagt. Alexander der Große, ganz bekannte Welteroberer, nach kurzen Jahren in sich zusammengesagt. Das Imperium von Jesus würde sich immer weiter ausbreiten.
[30:40] "In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sich erwohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit." Was für ein interessanter Name. Werden wir da heute noch drauf zu sprechen kommen. Denn Jesus, so sagt es Matthäus 1, dann würde das Volk retten, nicht von den Römern, sondern von ihren Sünden.
[31:16] Was alle politischen Parteien gemeinsam haben, ist, dass sie dir erzählen werden, das Problem sind die anderen. Die eine Partei sagt, das Problem sind die Reichen. Wir müssen den Reichen das Geld wegnehmen, dann geht's uns gut. Die anderen sagen, das Problem sind die Ausländer, wir müssen die Ausländer vertreiben oder zu Deutschen machen, dann geht's uns gut. Dann gibt es andere sagen, das Problem sind die Autofahrer. Wenn die aufhören würden Auto zu fahren, dann wird es unserem Planeten gut gehen. Oder die nächsten sagen, das Problem sind die Alten. Das die nächsten sagen, das Problem sind die Jungen. Das Problem sind immer irgendwelche anderen. Das Problem sind die Russen oder die Amerikaner, die Chinesen oder wir selbst.
[31:55] Jesus sagt, das Problem ist in dir. Alle politischen Systeme, die bisher im größten Idealismus aufgebaut worden sind, sind am Ende alle am Menschen gescheitert. Er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. Und als Jesus zur Taufe kam, kam Johannes der Täufer, sah ihn und rief: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt."
[32:26] In Matthäus 1 klingt es ja fast noch so, als würde er die Sünden des Volkes Israel auf sich nehmen. Er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. Aber dann heißt es, dass er die Sünden der ganzen Welt auf sich nimmt. Wenn das stimmt, was bedeutet das denn für Matthäus 1? Er wird sein Volk retten. Dann kann es ja nur bedeuten, dass Menschen aus allen Völkern, aus allen Nationen, aus allen Stämmen sein Volk sein können und zu seinem Königreich gehören. Und das hat das gesamte politische Denken nicht nur im ersten Jahrhundert eigentlich auf den Kopf gestellt. Dann gehören sie alle dazu.
[33:11] Jesus wurde tatsächlich gesalbt, nicht mit dem heiligen Öl aus Jerusalem, mit dem vor kurzem Print ist, also dann King Charles gesalbt worden ist. Ja, können wir uns an erinnern an die Salbung von hinter diesem dieser Vorrichtung, mit da wurde das Öl extra aus Jerusalem gebracht, um ihn zu salben. Aber Jesus wurde mit etwas wertvollerem gesalbt, mit Heiligem Geist und mit Kraft. Oder zog umher und tat Gutes und heilte alle, die vom Teufel überwältigt waren.
[33:46] Hier ist ein wichtiger Punkt, den ich heute Abend wirklich betonen möchte. Wir denken immer, die Probleme liegen außerhalb von uns. Und wenn man sich nur um das Problem oder das Problem kümmern würde, dann würde es uns gut gehen. Aber Jesus kam nicht, um Römer zu vertreiben. Er kam nicht um die Oberschicht zu vertreiben oder die Unterschicht auszumerzen. kam um die Folgen der Sünde und die Attacken des Teufels zu besiegen.
[34:20] Was macht ein guter König, wenn er also, wenn er, wenn der König, was macht ein guter König? Ein König kümmert sich doch um das Wohlsein des Volkes, oder? Er kämpft doch gegen die Feinde des Volkes.
[34:35] Als Jesus getauft worden ist, weiß jemand zufällig, was er als allererstes gemacht hat, sobald er getauft und gesalbt war mit dem Heiligen Geist, sobald er der Messias war, was war das allererste, was Jesus getan hat? Er ging, er hat gebetet, das stimmt. Seine erste Amtshandlung war, er ging in die Wüste, um den Satan zu besiegen. Er wusste ganz genau, wer der Feind ist. Er wusste ganz genau, wo der wahre Kampf liegt.
[35:10] Was also ist Jesus politisches Programm? Jetzt vor der Wahl verteilen die Parteien ja ihre Wahlprogramme, oder? Man liest das dann durch, man geht, wenn man keine Zeit zum Lesen hat, zum Wahlomat, tippt seine eigene Meinung an und schaut dann 70% mit der Partei, % der Partei. Eigentlich keine große Übereinstimmung, nicht? Was ist das Wahlprogramm von Jesus Christus?
[35:35] Der Paulus hat es mal so ausgedrückt: "Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist." Hast du das schon mal einem Wahlprogramm von Parteien gelesen? Wir möchten gerne Gerechtigkeit vielleicht schon, ne? Friede, vielleicht schon. Freude im Heiligen Geist. Was hat was damit auf sich? Jesus wusste schon, dass wir uns schwer tun, das Ganze so richtig zu verstehen.
[36:06] Es kommt der Zeitpunkt im Leben Jesu. Da erklärt er sein Regierungsprogramm, da erklärt er sein Parteiprogramm, wenn man so möchte. Die Bibel sagt, dass er dort einmal am See Genezareth auf einem Hügel, also wir können das vielleicht auch Berg sagen, ja, in äh in den in Österreich, da lachen die mal, wenn ich sowas Berg nenne. Ja, so so Hügel. Also für mich als Mecklenburger ist schon eine Erhebung mit 100 m ein Berg. Ja, da gibt's uns in Mecklenburg die Hälfter Berge 109 m oder so. Was hier hat schon das ja schon monumental hier, was hier sich an Hügeln erhebt, nicht? Ja.
[36:45] Auf einem dieser Hügel saß Jesus und die Bibel sagt: "Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm." Das ist so, das sind diese Verse, wie auch Matthäus 1, da liest man drüber, Einleitung, fertig, aus, nicht wahr? Aber in Wirklichkeit ist sehr bedeutsam. Bibel sagt, er setzte sich. Und jemand, der im Alten Testament groß geworden war, der so die jüdische Kultur kannte, für den ist das enorm bedeutsam, denn sitzen tat man damals nicht, weil man irgendwie nicht mehr stehen konnte, so wie wir. Ja, kann ich mal stehen, muss ich mal hinsetzen. Ich mal ausruhen, durchpusten. Sitzen war die Haltung des Predigers, der jetzt anfängt eine Rede zu halten. Als Jesus, wenn Jesus in der Bibel sich setzt, egal ob in einem Boot oder auf dem Berg, dann fängt er immer an etwas ganz Bedeutsames zu predigen. Er setzte sich, ein Zeichen seiner Autorität. Das ist so, als wenn ein Politiker ans Rednerpult geht und man weiß, jetzt hält er seine Rede. Jesus setzte sich, eigentlich eine tolle Sache. Soll man wieder einführen, nicht? W, dass man beim Predigen sitzt, aber na ja, ich glaube, ich könnte mich glaube ich nicht so nicht so lange ruhig sitzen.
[38:10] Und was er dann sagte, hatte die Welt noch nie gehört. Ein Parteiprogramm, das noch auf keinem Wahlplakat gestanden hat, weder damals noch heute. Man hat fast den Eindruck, als ob er für einen Moment vergessen hat, dass er auf der Erde ist, und er die Menschen begrüßt, so mit diesem Gruß, mit dem man sich im Himmel grüßt: "Glückselig bist du. Möge mögest du glücklich sein."
[38:43] So beginnt Jesus sein Regierungsprogramm. "Mögest du glücklich sein. Glückselig. Glücklich. Makarios. Glücklich. Glücklich sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel." Die Leute, die damals da waren, die waren ja schon sympathisch für Jesus. Die haben ja sozusagen Jesus sind ihm ja schon gefolgt. Die sind aus dem Staunen nicht rausgekommen. Was denn das für ein Königreich? Die geistlich Armen.
[39:17] Ich weiß nicht, wie du heute hergekommen bist. Manchmal kommt man ja zu Vor denkt sich, na ja, ich setze dich mal hin. Vielleicht kommt ja was Interessantes, nicht wahr? Vielleicht ist ja was dabei, was ich auch noch nicht wusste. Da gab es Menschen, die waren sich ganz sicher, die Pharisäer werden das schon wer machen. Ich war jetzt schauen wir uns mal den den Lehrer an, mal sehen, was der sagt. Da gab es Leute, die hatten ihre ihre ihre Messer schon bereit, falls mein Römer vorbeikommt, aber in der Zwischenzeit kann man mal Jesus zuhören, oder? Und wenn Jesus angefangen hätte über dieses Programm der Zeloten oder der Essener zu sprechen oder der Pharisäer, die hätten alle argumentiert und diskutiert. Wir kommen so oft mit unseren vorgefertigten Meinungen, mit unseren festen Überzeugungen und Jesus sagt: "Glückselig sind die, die wissen, dass sie noch nicht alles wissen. Glückselig sind die, die kommen, weil sie etwas verstehen wollen, die kommen, weil sie hungrig sind, die verstehen, dass ihnen etwas fehlt, dass sie geistlich arm sind."
[40:21] Hier ist ein Tipp. Du kannst aus einer Predigt, aus einem Vortrag nur dann etwas mitnehmen, das wirklich dein Leben verändert, wenn du mit dieser Einstellung kommst. Ich brauche etwas, ich suche etwas, ich möchte etwas lernen. Und dann sagt Jesus: "Glückselig sind die Trauernden, denn die sollen getröstet werden."
[40:49] Jemand, der zu Jesus kommt, so wie er ist, und der drüber nachdenkt, was Gott ihm eigentlich alles geben möchte, der realisiert ziemlich schnell: Ich bin gar nicht so toll, wie ich dachte. Je weiter man weg von Jesus ist, desto toller findet man sich. Je näher man zu Jesus kommt, desto mehr merkt man, wie unangenehm der eigene Charakter eigentlich ist. Wie sehr man oft zu kurz gekommen ist, welche Fehler man gemacht hat. Wer zu Jesus kommt, dem schenkt er echte Reue, echte Buße. Manchmal denken wir, wir müssen erst Buße haben, bevor wir zu Jesus kommen. Ja, wir müssen erst uns erst traurig fühlen über unsere Fehler, damit wir zu Gott kommen können. Aber Jesus macht deutlich, der zweite Schritt ist die Buße. Der erste Schritt ist kommen, wie du bist. Es gibt manchmal Menschen, die wissen, was ich tue oder getan habe, war nicht gut, aber es tut mir nicht mal leid. Und Jesus in seinem Regierungsprogramm sagt: "Komm, wie du bist, wenn du weißt, es ist nicht gut, aber es tut dir nicht mal leid. Komm, wie du bist und sag mir, dass du Buße brauchst, dass du dass du dich geistlich arm fühlst. Ich werde dir Buße geben." Und wirst echte Trauer haben und diese Trauer, die sollen getröstet werden.
[42:10] Glückselig sind die Sanftmütigen. Hast du den Eindruck, dass die Politiker dieser Welt sanftmütig sind? Mit Sanftmut scheint man keine Wahl gewinnen zu können, oder? Geschweige denn einen Krieg. Aber hier ist die Wahrheit. Den größten Krieg aller Zeiten hat ein Sanftmütiger gewonnen. Der größte Herrscher aller Zeiten ist ein Sanftmütiger. Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Glückselig sind die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden.
[42:47] Und das griechische Wort hier meint nicht einfach, na ja, ich esse halt, wie man das in den Gesundheitsvorträgen kennt, ne, so 80% satt, dann hört man lieber auf, nicht wahr, damit man nicht zunimmt. Ja, so das Wort satt hier wird verwendet auch bei Mastvieh, wo man immer noch ein bisschen mehr nachdrückt, nicht wahr, so so ein so eine so polnische Stopfgans, nicht wahr. Immer noch ein bisschen mehr rein. Immer noch ein bisschen mehr rein. Ja, damit es richtig dick und fett ist. Wer nach Gerechtigkeit hungert und dürstet, sagt Jesus, der wird gemästet mit Gerechtigkeit, gemästet mit Gnade und Vergebung. Wenn du nach Gerechtigkeit hungerst und dürstest, dann kriegst du mehr als genug.
[43:25] Aber nicht nur das, wer die Barmherzigkeit erlebt, weil er zu Jesus gekommen ist, wie er wie er ist, wer Reue empfunden hat, wer sanftmütig geworden ist, wer Gnade über Gnade erlebt hat, der wird jetzt auch selbst barmherzig sein.
[43:40] Jesus erklärt, was sein politisches Programm ist. Es besteht nicht darin, Römer zu vertreiben oder Ausländer wegzuschicken. Es besteht nicht darin, die Einkommen anzugleichen. Es besteht darin, Menschen zu retten und zu verwandeln, aus egozentrischen, stacheligen Menschen, Sündern, liebevolle, barmherzige, gnädige Menschen zu machen. Und zwar nicht nur äußerlich, sondern sogar dorthin, wo kein Parteiprogramm hinkommt.
[44:16] Politiker schlagen immer Maßnahmen vor. Wir müssen die Strafen erhöhen. Wir müssen Geld hierfür ausgeben, dort mehr, nicht wahr, Innovation, dies und jenes. Das ist immer nur an der Oberfläche. Kein Politiker schafft es mit seiner Partei das Herz zu verändern. Deswegen sind selbst die größten ideologischen Konstrukte am Ende alle gescheitert. Weil sowohl ein kapitalistisches als auch ein kommunistisches Herz ist immer egozentrisch.
[44:49] Glückselig sind, die reinen Herzen sind, denn sie werden Gott schon. Und Jesus sagt: "Ich möchte euch ein reines Herz geben. Glückselig sind die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen."
[45:06] Das heißt, im Königreich Jesu ist ein Mensch nicht nur der Empfänger von Gnade und Barmherzigkeit. Er ist nicht nur derjenige, der ein reines Herz bekommt. Er setzt sich aktiv dafür ein, dass Menschen sich verstehen und nicht gespalten werden. Oder um es anders auszudrücken: Jeder Mensch, der durch seine Worte, Taten oder das Weiterleiten auf Telegram dafür sorgt, dass Menschen sich entzweien, hat das Parteiprogramm von Jesus nicht verstanden.
[45:52] Denn Jesus ist gekommen als Friedefürst. Aber jetzt sagt jemand: "Aber ist nicht Jesus selbst verfolgt worden?" Jesus sagt im nächsten Schritt: "Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihre ist das Reich der Himmel."
[46:15] Möchtest du Teil dieser dieser Partei sein, der Partei von Jesus? Dann sage ich dir heute, du wirst Widerstand bekommen. Du wirst in dieser Welt angefeindet, verlacht, ausgelacht, verspottet werden. Vielleicht ist das sogar Jesus nicht erspart geblieben. Das hat niemand auf seinem Parteiprogramm, oder? Wählt unsere Partei, dann werdet ihr ein reines Herz bekommen. Ihr werdet Friedensstifter sein und dafür verfolgt werden. Damit gewinnt man keine Stimmen bei der Wahl, oder?
[46:56] Und doch hat Jesus mehr Anhänger als alle Parteien und Diktatoren der Weltgeschichte. Da ist etwas an diesem Programm, das so tief geht, dass es uns viel mehr in unserem Herzen berührt als alles, was Politiker uns versprechen, weil Jesus nicht nur verspricht, weil Jesus hält, weil Jesus nicht nur äußerliche Probleme löst, weil Jesus unser Herz verwandelt. Die Partei von Jesus, die Politik von Jesus ist viel tiefer. Sie greift das eigentliche Problem an. Und sie ist ehrlich.
[47:27] Das ist ja das Hauptproblem, dass die Politiker uns nicht die wirklich Wahrheit sagen, oder, weil sie Angst haben, wenn sie uns die Wahrheit sagen, was sie eigentlich machen müssten, damit das Land wieder vor der Mann kommt, dann müsste das solche Einschnitte sein, dass man uns das nicht zumuten kann, oder? Jesus mutet uns die Wahrheit zu. Jesus macht keine schönen Rederei.
[47:47] Er sagt: "Glückselig, glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden, um meine willen." Achtung, festhalten. Er sagt: "Freut euch und jubelt."
[47:59] Wann freuen sich Menschen und jubeln? Wann ist so normalerweise die Zeit zu jubeln? Ah, wenn wenn der Lieblingsverein in der Bundesliga ein Tor geschossen hat, oder dann stehen Menschen auf und jubeln. Ja, wenn vielleicht äh jemand Geburtstag hat, dann jubelt man. Wer hat tatsächlich schon mal gejubelt, weil er festgestellt hat, oh, in der Facebook-Gruppe da, die lästern über mich. Wunderbar. Mein Nachbar geht gerichtlich gegen mich vor. Preis den Herrn. Das ist unglaublich, oder?
[48:33] Eins ist sicher, wer dann noch fröhlich ist, wer dann noch glücklich ist, in dem wirkt etwas übernatürliches. Das ist nicht mit menschlichem positiv Denken. Mach mal ein bisschen Entspannung, dann bist du wieder in der in der Das ist damit nicht zu erklären. Erinnern wir uns an Paulus. Paulus sagte doch, das Reich Gottes besteht aus Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Der Paulus ist berühmt dafür, lange Sätze zu schreiben und kompliziert. Aber der Paulus hatte hier die besondere Gabe, das gesamte Regierungsprogramm von Jesus auf einen Satz runterzubrechen. Das kann KI. Drei Worte: Gerechtigkeit, Friede, Freude im Heiligen Geist.
[49:21] Erinnern wir uns noch mal. Jesus sagt: "Glückselig sind die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten." Ja, ich komme zu Jesus, wie ich bin, als geistlich Arme. Er schenkt mir echte Trauer. Durch die Trauer werde ich getröstet. Ich werde sanftmütig und ich werde satt mit der Gerechtigkeit. Oder erstens, zweitens, glückselig sind die Friedfertigen, die Friedenstifter. Ich werde barmherzig durch Jesus. Ich bekomme ein reines Herz durch Jesus und ich suche den Frieden. Punkt zwei. Und drittens, Freude im Heiligen Geist. Nicht Freude, weil der Lieblingsverein ein Tor geschossen hat. Nicht Freude, weil äh gerade Karneval ist, sondern Freude trotz der Umstände, Freude trotz Widerstand. Das ist eine Freude, die ist nicht menschlich. Das ist eine Freude, die ist göttlich.
[50:20] Jesus verspricht mit anderen Worten uns eine solche Transformation, dass wir sogar in Verfolgung unser Glück nicht verlieren. Wir denken immer, das Problem ist die anderen oder die das haben die Leute gesagt, die Römer sind das Problem. Weg mit den Römern. Wir denken die Reichen, die Armen, die Ausländer, wer auch immer, die andere Partei, die sind das Problem. Jesus sagt, ich schenke dir in meiner Partei ein Glück, das so tief ist, dass selbst äußerst krasse Widerstände dieses Glück nicht zerstören.
[50:59] Wenn ich ganz ehrlich bin, das die einzige Partei, die mich wirklich interessiert. Dieses Glück möchte ich haben.
[51:08] Jesus kam kurz vor seinem Tod in Kontakt mit der ganz hohen Politik. War das jetzt nur einfach so ein Dahergerede, was Jesus mal ein paar armen Leuten am See Genezareth gesagt hat? Oder oder trägt das auch, wenn er mit dem Imperium Romano, mit dem römischen Reich in Kontakt kommt, kurz vor seinem Tod, trifft er auf den Vertreter der Supermacht. Die Römer sind die Supermacht der damaligen Welt. Und Pilatus, der steht wohl früh am Morgen eigentlich nicht so gerne auf. Ich kann ihm nachfühlen. Er wird geweckt, hat seine Morgenroutine noch gar nicht richtig durchgezogen, soll jetzt diesen Gerichtsfall hier klären und wahrscheinlich kommt er so halb verschlafen, noch halb im Schlafanzug raus und sagt: "Ich habe eigentlich keine Lust und er hört sich das an, was die, was die Ankläger über Jesus sagen und dann fragt er ihn selbst: "Bist du der König der Juden?" Eine interessante Frage, oder?
[52:20] Bist du der König der Juden? Versetz uns einmal in die Lage von Jesus. Jesus hatte nicht eine einzige Sache falsch getan. Die Bibel sagt, er war sündlos. Er wird jetzt von Feinden an den Pontius Pilatus ausgeliefert, der erkennbar eigentlich keine Lust hat, sich mit ihm zu beschäftigen. Ein Mann, von dem die Bibel berichtet, dass er einfach mal aus politischen Maßnahmen Leute umgebracht hat. Ein Mörder, also nicht nur einer, der gelogen hat, so wie unsere Politiker, ein Mörder.
[53:01] Ich denke, wir hätten wahrscheinlich relativ schnell gesagt: "Ja, ja, Pontius Pilatus, noch so ein Systempolitiker, nicht wahr? Noch nur so eine Marionette von Tiberius hier, der wird mir sowieso kein, der wird mir so eh nicht zuhören, oder?"
[53:15] Jesus fragt ihn: "Redest du das von dir selbst aus oder haben das andere von mir gesagt?" Manchmal haben wir dieses Gefühl, na ja, die da oben, die Politiker sind sowieso alle nur so, nicht wahr? Alle vom gleichen Schlag. Jesus sah nicht das System Rom, er sah den Menschen Pontius Pilatus. Das finde ich sehr beeindruckend. Er fragt ihn, mit anderen Worten: "Wie denkst du selbst darüber? Redest du das von dir selbst aus oder haben es die anderen von mir gesagt?" Pilatus hat eigentlich keine keine keine Lust auf so eine Diskussion. Bin ich denn ein Jude? Ja, als ob Jesus nichts mit ihm als Römer zu tun hat. Das Volk und die obersten Priester haben dich mir ausgeliefert.
[54:01] Und jetzt kommt eine interessante Frage. Jemand, der die Bibel gut gelesen hat, der wird bei der Frage aufschrecken. Da fragt Pontius Pilatus den Jesus: "Was hast du getan?" Diese Frage gibt's noch einmal in der Bibel, und zwar ganz am Anfang. Da fragt Jesus einen Mörder namens Kain. "Was hast du getan?" Und Jesus als Richter des Universums fragt diesen schuldigen Mörder: "Was hast du getan?" und lässt ihn dann am Leben und beschützt ihn sogar, damit andere ihm nichts anhaben können, oder gibt ihm ein Zeichen an die Stirn. Und jetzt wird derselbe Jesus, der den Mörder gefragt hat: "Was hast du getan?", von einem Mörder gefragt: "Was hast du getan?" Nur, dass diesmal dieser Mörder ihn nicht beschützen wird und ihn noch nicht am Leben lassen wird, und das, obwohl Jesus anders als Kain sündlos ist. Voll interessante Geschichte.
[55:21] "Was hast du getan?" Und dann sagt Jesus diese berühmten Worte, ich habe sie gestern schon kurz erwähnt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Jesus wusste, das was er vorhat politisch, das kann man mit Parteiprogrammen nicht machen. Das kann man mit den mit Wahlen und mit Revolutionen, mit den menschlichen Mitteln, mit Geld und Militär. Das kann man so nicht durchdrücken.
[55:49] "Wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier." Pilatus hat ihm genau zugehört und hat verstanden: Okay, du benutzt zwar nicht die Methoden wie ich, Kompromisse und äh mal auch ein bisschen Korruption, nicht wahr, und ein bisschen eine Hand wäscht die andere und zur Not müssen mal ein paar Protestanten niedergeschmettert werden. Du benutzt also nicht die Methoden wie ich, aber wenn ich dich richtig verstehe, lehnst du nur die weltlichen Methoden ab, aber du hast eigentlich ein politisches Programm, oder du hast ein Königreich, oder du bist ein König.
[56:27] Und Jesus sagt: "Du sagst es, ich bin ein König." Manchmal vergessen wir das als Christen, obwohl wir uns Christen nennen und damit eigentlich wörtlich die Königsnachfolge, dass wir einem König folgen mit einem Königreich und einer politischen Idee dieses Königreiches.
[56:52] "Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme." Egal, ob du aus Amerika oder Brasilien, Japan, Deutschland, Frankreich, Australien, egal wo du her bist, jeder Mensch, der aufrichtig die Wahrheit sucht, sagt Jesus, der hört die Stimme Jesu. Ich frage dich heute Abend, hast du Interesse an der Wahrheit? Hast du Interesse an der Wahrheit? Jesus sagt: "Alle, die sich wirklich für die Wahrheit interessieren, die gehören zu meiner Partei. Ist mein Königreich."
[57:49] Und dann stellt Pilatus diese berühmte Frage: "Was ist Wahrheit?" Und dann kommt der vielleicht traurigste Satz der gesamten Geschichte. Nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu ihnen: "Ich finde keine Schuld an ihm." Die Frage ist ja gut. Die Frage ist super. Was ist Wahrheit? Oder er stand vor dem, der gesagt hat: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Und er hatte in gewisser Weise ja auch ein Interesse an der Wahrheit, oder? Ich habe ja gerade gefragt, hast du ein Interesse an der Wahrheit? Er hat ein Interesse an der Wahrheit. Was ist Wahrheit? Und hat er sich gedacht, na ja, eigentlich bin ich eh kein schlechter Mensch. Jesus ist unschuldig. Das werde ich schon deichseln. Alles klar, bleib mal hier stehen. Ich werde dich freilassen. Oder bevor Jesus ihm antworten konnte, was er gebraucht hätte, hat er sich umgedreht, ist gegangen im Glauben Jesus befreien zu können.
[58:43] Und ich glaube, wir alle kennen die Geschichte, wie sie geendet ist. Pilatus war halt doch ein Politiker, als die Menge geschrien hat: "Wenn du das machst, dann verpetzen wir dich bei Kaiser Tiberius." Lass uns doch irgendwie ein Deal machen, oder? Und dann hat er gegen sein eigenes Gewissen, Jesus als Bauernopfer preisgegeben. Er war so nah dran, er stand vor der Wahrheit, hat mit der Wahrheit gesprochen und hat sogar die Frage gestellt: "Was ist Wahrheit?" Es gibt so viele Menschen, die sitzen im richtigen Vortrag, die sitzen vor der Bibel, die stellen sogar vielleicht an dem Herzen die Frage: "Was muss ich tun?" und gehen wir nach Hause und denken: "Ja, ja, wird schon passen, ungefähr."
[59:34] Ich möchte dich heute einladen, nicht einfach nur die Frage zu stellen, ja, was ist denn jetzt die Wahrheit? Was kön- sondern wenn du merkst, dass Jesus zu dir persönlich spricht, dreh dich nicht schnell wieder um und denke: "Ja, wird schon alles passen, ich bin nicht auf dem guten Weg." Hör Jesus zu.
[59:52] Wenn Jesus sich setzt, sozusagen, ja, in unserem Leben, wenn er uns etwas sagen möchte, wenn er uns sein Königreich erklären will, dann sollten wir genauer zuhören, weil es kann sein, dass wir mit unseren Ideen völlig falsch liegen und dass wir uns vielleicht ein bisschen geistlich zu reich fühlen. Wenn der Pilatus geahnt hätte oder verstanden hätte, dass er geistlich arm ist, dass er wirklich was braucht, denn Herr stehen geblieben. Er hätte zugehört, was Jesus gesagt hätte. Ich bin mir sicher, Jesus wäre trotzdem gestorben. Aber Pilatus wäre als ein Held, er wäre als Held in die Geschichte eingegangen. Wir würden heute in jeder Kirche Predigten über Pilatus hören. Der, der große Prokurator Pilatus, der sich angesichts der Kreuzigung Jesu noch bekehrt hat. Was wäre das für eine Geschichte geworden? Dazu ist es nie gekommen, weil er zwar eine richtige Frage gestellt hat, aber keine geistliche Armut gespürt hat. Er war ja philosophisch gebildet, hatte ja von den Stoikern gehört und von den Epikureern. Jetzt kommt dieser Philosoph: "Du mal, was ist die Wahrheit?" Ach, eigentlich interessiert es mich auch nicht. Ja, wir seppen mal durch YouTube. Ah, interessant. Vortrag, ja. Ach, na, das nächste Mal vielleicht weiter, oder?
[1:01:09] Jesus kann ihm nicht antworten, weil er keine Armut verspürt. Und ich sage dir heute hier, wenn du heute hier sitzt, es heute anschaust, später anschaust und du hörst es einfach an, weil sagst, na, ist interessant, aber du verspürst keine geistliche Armut. Kann Jesus sein Königreich dir nicht weiter erklären? Denn das Reich Gottes ist für die, die geistlich arm sind, die etwas verstehen wollen, die Jesus annehmen wollen.
[1:01:50] Die Geschichte endet so und wir haben es ja gestern schon kurz angesprochen. Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Am Ende möchte ich noch auf eine kleine Begebenheit, eine eine große, aber eine kurze noch Bezug nehmen. Jesus kam ja auf diese Welt, um ein Königreich zu etablieren, das für alle Ewigkeiten, für alle Zeiten sich ausbreiten würde. Und er kam auch auf die Welt, um König dieser Welt zu werden. Und er wusste von Anfang an, um diese Welt wirklich auf alle Ewigkeit zu erobern, brauche ich keine Armee, sondern ich muss mein Leben geben als Sündopfer. Ich muss ein Opfer bringen.
[1:02:35] Als er gerade dabei war, damit zu beginnen, kam der Dealmaker, Satan höchstpersönlich und hat gesagt: "Pass auf, ich bin der Satan, du bist Jesus. Ich weiß, warum du hier bist. Du bist hier, um diese Welt zu erobern. So wie die Römer und so wie die Babylonier und so wie die Griechen, nur auf eine andere Art und Weise, nämlich für immer. Ich weiß, du willst diese Erde haben. Pass auf, ich gebe sie dir. Du kannst sie einfach haben." Er zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Und er sagt: "Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest."
[1:03:20] Und Jesus war nicht bereit, sein Königreich mit Sünde zu vermischen. Er war nicht bereit, sein Königreich durch einen politischen Kompromiss mit Satan zu bekommen. Er sagt: "Weiche, Satan, denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn deinen Gott anbeten und ihm allein dienen."
[1:03:46] Wenn nur die Christen immer so toll gewesen wären. Es kam die Zeit, als man der jungen christlichen Gemeinde gesagt hat: "Hier sind die Reiche der Herrlichkeit, hier sind die die die Reiche der Welt. Wollt ihr sie haben?" Und die jungen Christen im dritten, vierten Jahrhundert haben gesagt: "Well, vielleicht können wir es ja für die Mission nutzen oder vielleicht können wir unseren neuen Einfluss." Sie wurden verfolgt, dann kam Konstantin und dann hat man angefangen, das Königreich Jesu mit weltlichen Mitteln, mit politischen Kompromissen, mit Schwert, wir haben es ja gestern angesprochen, und mit Geld zu verwässern und zu ver zu ja zu verderben letztlich. Das endete dann im Mittelalter. Es endete damit, dass in der größten Kirche der bedeuthöchsten Kirche der Christenheit heute ein Thron steht und kein Altar, ein Thron. Im Lateran.
[1:05:01] Das führte dazu, dass man im Namen des Jesus von Nazareth, im Namen des Jesus Christus, der gesagt hat: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt", tausende Menschen nach in den Osten trieb mit Schwertern und Kreuz, um dort die Muslime und vielleicht auch gleich noch die Juden kurz und klein zu hauen. Das führte dazu, dass Menschen, die anders dachten, verfolgt wurden. Und ähm das führt dazu, das können wir überspringen. Möchte nur kurz erwähnen. Wir haben gestern gesagt, dass in Offenbarung 13 dieses Tier beschrieben wird, das aus der Erde aufsteigt und zwei Hörner gleich einem Lamm. Ich möchte heute das hier einfügen, das Puzzelstück, um zu sagen, was in Amerika passiert ist, Teil dieses großen Themas wird die Politik von Jesus, sein Königreich so gepredigt, wie er es wollte. Oder wird es mit menschlicher Politik verbunden?
[1:06:05] Und es wird uns hier gesagt: "Es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus, vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurden." Auf uns kommen krasse Zeiten zu. Wir werden am nächsten Wochenende mehr drüber sprechen. Ich möchte heute schließen mit diesem Gedanken.
[1:06:26] Als Jesus am Kreuz von Golgatha hing, das stand von Pilatus geschrieben über seinem Kopf: "Dies ist Jesus, der König der Juden." Er war wirklich ein König. Nach menschlichen Maßstäben. Was ist das für ein Politiker? Der nackt, die Bilder sind ja immer geschönt, nicht wahr? Der nackt am Kreuz hängen, blutend, sterbend. Was ist das für ein Politiker?
[1:07:05] Einer, der dabei stand, der hat das dann verstanden und hat gesagt: "Wenn du einmal in deine Königsherrschaft kommst, gedenke an mich." Denn verstanden, das ist der König. Denn mit seinem Opfer werde ich frei. Dieser König, der noch sterbend am Kreuz gesagt hat: "Vater, vergib ihm, denn sie wissen nicht, was sie tun."
[1:07:37] Und ein Römer, der dabei stand, der ja die Politiker kannte aus Rom und Jerusalem, der ja wusste, wie korrupt die sind, die wie die immer auf ihren eigenen Vorteil aus sind, der hat sich das angeschaut, gesagt: "Dieser Mensch ist anders. Verhaft. Dieser Mensch war Gottes Sohn." Tiberius hat von sich behauptet, der römische Kaiser, er wäre Gottes Sohn. Augustus, die ganzen griechischen Könige haben oft gesagt, ah, ich bin vielleicht von von Zeus abgestammt oder von von Jupiter und wir haben irgendwie göttliches Blut in uns. Aber der hier, sagt der Römer, der war wirklich Gottes Sohn. Wirklich Gottes Sohn.
[1:08:22] Gestern haben wir drüber gesprochen. Der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Wir haben über die Dornen gesprochen, über die Dornenkrone. Ich möchte heute sagen, der Grund, warum Jesus König aller Könige sein wird, warum sein Königreich sich immer weiter ausbreiten wird, ist, weil er der größte Diener ist. Denn je mehr man Jesus versteht, desto weniger wird man jemals Angst haben, dass er seine Macht missbraucht. Und je mehr man sieht, wie er für andere da ist, dass er immer mehr an mich denkt als an sich. Also so ein König habe ich gerne, der mehr an mich denkt als an sich, oder? Das ist der beste König, den man haben kann.
[1:09:10] Und deswegen möchte ich dich heute einladen, diese Partei zu wählen, die Partei von Jesus. Denn jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern hat ewiges Leben. Und jeder, der dieses Evangelium glaubt, glaubt das Evangelium vom Königreich. Wir glauben eine politische Botschaft, aber eine, die ganz anders ist als die welt weltliche Politik, die wir kennen. Ein Evangelium vom Reich, das in der ganzen Welt verkündigt wird, zum Zeugnis für alle Heidenvölker. Und dann wird das Ende kommen.
[1:09:44] Erinnern wir uns an Matthäus 1, Vers 1. Er ist der Sohn Davids, aber er ist der Sohn Abrahams. Ein König, aber für alle Völker. Egal welcher Nationalität, egal welcher Kultur, egal welches Alters, welche Sprache, das spielt für Jesus keine Rolle. Wir teilen Menschen ein in Hautfarben, in Körpergröße, in Intellekt oder ich weiß nicht was. Das spielt für Jesus keine Rolle. Er sieht in jedem einen Menschen und er sieht die Sünde und er sieht, wie die Sünde weggenommen werden kann. Und wenn du das verstehst, bist du Teil seines Königreiches. Der Sohn Davids, der Sohn Abrahams ist ganz interessant.
[1:10:18] Dasselbe Matthäus beendet sein Buch mit diesen Versen. Er sagt: "Und Jesus trat er zu und redete mit ihnen und sprach: 'Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.'" Das ist der König oder der Sohn Davids. Alle Macht im Himmel und auf Erden. Das Königreich, das anfing mit dieser mit diesen kleinen Predigten am See Genezareth, das breitet sich aus und breitet sich aus und breitet sich aus. Und dann sagt er: "Und macht zu Jüngern alle Völker." Der Sohn Davids, der Sohn Abrahams. So beginnt das Evangelium, so endet der König, der alle Macht hat und der alle Völker erreichen möchte. Er sagt: "Ich bin bei euch alle Tage bis der Ende bis an das Ende der Weltzeit."
[1:10:59] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du diesem Jesus folgen? Möchtest du seine Partei wählen, sein Parteiprogramm annehmen? Die Bergpredigt in deinem Herzen haben und ein Friedensstifter werden, einer, der das Evangelium vom Königreich weitergibt. Die Menschen, die sich an die Politik wenden, suchen eigentlich das, was Jesus bietet. Und ich möchte euch heute einladen, darüber nachzudenken, der Partei von Jesus zu folgen. Wir hören jetzt ein Musikstück und währenddessen können wir vielleicht noch mal drüber nachdenken, was Jesus gesagt hat, was er getan hat und was er für mich persönlich bedeutet. Ich lade die Musik ein, das Musikstück zu spielen.
[1:16:45] Abend gesehen. Die politische Wahrheit ist, dass das Problem nicht außen ist, sondern in uns selbst. Und die politische Wahrheit ist, dass nicht eine menschengemachte Ideologie durch ein paar politische Maßnahmen uns helfen kann, sondern Jesus Christus, der das Problem in uns auf sich genommen hat. Wir haben gesehen, diese politische Partei von Jesus, die verbreitet sich ohne Ende bis in alle Ewigkeit. Und heute ist die Frage: Möchtest du diese Partei wählen? Jesus hat dir sein Kreuz gegeben, sozusagen. Möchtest du ihm auch dein Kreuz geben? Wer von uns möchte sagen: "Herr Jesus, ich möchte dich besser kennenlernen. Ich möchte dein Parteiprogramm wirklich verinnerlichen. Ich möchte es selbst erleben und ein Wahlhelfer für dich sein, sozusagen." Möchte Jesus folgen. Ist es dein Wunsch? Dann lass uns gemeinsam aufstehen zu einem Abschlussgebet.
[1:17:59] Lieber Vater im Himmel, möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns Kraft schenkst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist ansprichst. Hier steht jeder von uns an einem anderen Punkt in seinem Leben und doch brauchen wir alle dich. Wir brauchen deine Worte, wir brauchen deine Gedanken, wir brauchen deine Liebe, deine Gnade, deine Barmherzigkeit. Herr, wir möchten dir danke sagen, dass die Lösung der Probleme dieser Welt nicht in den Händen von korrupten Menschen liegt. Wir möchten dir auch danke sagen, dass wir bei Jesus sehen können, dass er sich selbst für die korrupten Menschen interessiert hat, dass kein Mensch zu verworfen ist oder zu abgestumpft, als dass Jesus ihn nicht retten könnte. Und so bitten wir dich um eines: Wir bitten dich, dass du uns hilfst, unsere eigene Not und Bedürftigkeit zu sehen, wenn du den Mund aufmachst, wenn du in deinem Wort, in der Natur, in menschlichen Begegnungen zu uns sprichst, dass wir erkennen, dass wir dich wirklich brauchen und dass dein Reich die einzige Lösung für alle Probleme ist. Hab Dank, dass du uns lieb hast. Wollen unser Leben in deine Hand geben. Segne uns und erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Schenke uns die Gerechtigkeit, den Frieden und die Freude in deinem Geist, die sich durch nichts erschüttern lässt. Im Namen Jesu. Amen.
[1:19:31] Damit sind wir ans Ende gekommen, aber ich möchte kurz auf morgen hinweisen. Morgen Abend ein spannendes Thema: Krieg oder Frieden – Orientierung in kopflosen Zeiten. Das muss Samstag 19 Uhr heißen. Also nicht heute kommen. Morgen sehen wir uns wieder. Die Welt steht Kopf und es gibt interessante Antworten aus der Bibel. Bis dahin, jetzt übergebe ich das Wort an Philip.
[1:20:06] Lieber Christopher, ich sage danke. Danke für die Worte, die du an uns gerichtet hast. Ja, diese Frage: "Was ist Wahrheit?" hängt mir irgendwie nach. Vielleicht bist du dir ganz sicher zu wissen, was die Wahrheit ist. Vielleicht fragst du dich, aber ich glaube, die Wahrheit zu wissen und rennst schon wieder weg. Und vielleicht bist du aber heute auch zu der Erkenntnis gekommen: Ich weiß geistlich doch viel zu wenig. Wir durften heute sehen, dass wir zur Quelle kommen dürfen, zu Jesus kommen dürfen, zu seiner Partei.
[1:20:52] Ich möchte an dieser Stelle noch einmal danke sagen. Du hast schon Werbung gemacht. Wir werden morgen Abend um 19 Uhr, Samstagabend 19 Uhr zum Thema Krieg oder Frieden. Top aktuell. Etwas, das uns politisch beschäftigt, das dich vielleicht sogar persönlich beschäftigt, vielleicht auch nicht unmittelbar hier im schönen Kreichtal und trotzdem gibt es Menschen, die darunter leiden. Und ich lade dich ein: Komm doch auch morgen wieder. Bring du jemanden mit. An all, die im Livestream dazu geschaltet waren, schön, dass du da warst. Ich möchte dich ermutigen: Nutze doch die Möglichkeit, diesen Link, den du oben in der Suchleiste hast, anzuklicken per Rechtsklick, Copy and Paste und ihn jemanden zu schicken, ihn einzuladen, morgen dabei zu sein oder den Vortrag von heute zu hören.
[1:21:49] Ich möchte einladen jeden, der hier ist, am Bistro noch teilzunehmen, ein bisschen zu essen, ein bisschen sich zu unterhalten, sich auszutauschen über das, was wir gehört haben. Wir haben auch einige Bücher, die dort ausliegen. Ähm, auch dort dürft ihr euch gerne bedienen. Fragt, wenn ihr zu Büchern äh Informationen wollt. Und dann wünsche ich an dieser Stelle einen schönen Abend, eine gute Nacht, einen guten Nachhausweg und bis morgen Abend 19 Uhr. Auch ihr im Livestream einen schönen Abend und eine gute Nacht.