In dieser Lektion der Christ Study Hour 2021 Q3 mit Rabea Kramp geht es um die letztendliche Ruhe, die uns in Christus erwartet. Es wird beleuchtet, was diese Ruhe bedeutet, wie sie sich von weltlichen Vorstellungen unterscheidet und wie wir sie bereits jetzt erfahren können. Die Ausführungen basieren auf biblischen Texten und vergleichen die Visionen von Propheten mit der Verheißung einer ewigen Ruhe.
In Christus ruhen (CSH 2021 Q3): 13. Die letztendliche Ruhe
Rabea Kramp · Christ Study Hour 2021 Q3: In Christus ruhen ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Hebräer, Matthäus, Offenbarung, PhilipperWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2021 Q3: In Christus ruhen
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Transkript
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur letzten CSH in diesem Quartal. Wir haben uns ein Quartal lang mit der Ruhe in Christus beschäftigt und wir wollen heute diesen Abschluss finden mit dem Thema der letztendlichen Ruhe, in die wir alle eingehen möchten und eingehen wollen. Und bevor wir das tun, möchten wir Gott um Hilfe bitten.
[0:57] Mein Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du mit uns bist. Wir bitten, dass du mit uns bist, während wir dein Wort lesen, während wir über die letztendliche, die letzte, die noch zu erwartende Ruhe nachdenken, die du für jeden von uns bereitet hast. Ja, wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist uns leitet durch dein Wort, dass wir die Verse und die Abschnitte nicht nur richtig verstehen, sondern dass wir sie in unserem Alltag umsetzen, dass wir die Verse leben, dass wir durch die Verse besser verstehen, dass wir hier Fremdlinge sind, dass wir auf ein besseres, schöneres Leben warten und dafür danken wir dir, dass du uns diese Aussicht geschenkt hast. In deinem Namen, Amen.
[1:54] Wir warten auf die neue Erde, auf ein schöneres Leben, ein Leben in Frieden, in Freude, in Harmonie, ein Leben, in dem wir Gott ganz persönlich begegnen können, von Angesicht zu Angesicht. Und der Leitvers, den wir diese Woche eine Lektion hat, den finden wir in 1. Korinther 2, Vers 9, wo es heißt: "Sondern wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben."
[2:29] Was auch immer uns in der Ewigkeit erwartet und wie schön es auch immer wir uns ausmalen, es wird noch schöner und noch erstaunlicher sein, als was sich ein Mensch überhaupt vorstellen kann. Dieser Vers in 1. Korinther 2 erzählt uns von einem Gott, der seine Geschöpfe nicht nur liebt, sondern er hat ihnen auch das Beste vorbereitet. Er gönnt ihnen das Schönste, das Erfreulichste. Und obwohl wir durch die Sünde eigentlich auf dieser Erde wie so ein Schandfleck im Universum sind, bereitet er gerade denen, die es am wenigsten verdienen würden, die schönste Freude vor und viel Gutes.
[3:18] Einige Propheten wurde ja in Visionen gezeigt, wie es im Himmel sein wird. Sie haben schon einen kleinen Einblick bekommen und man merkt in ihren Beschreibungen, wie sie regelrecht nach Worten ringen, wie sie versuchen, das Gesehene in menschliche Worte zu kleiden. Wenn wir zum Beispiel hier, seht ihr, einst lesen diese tolle Vision über den Thronraum, über den Thron Gottes, und wir uns versuchen mal das bildlich vorzustellen, was er eigentlich beschreibt, müssen wir feststellen, er versucht es irgendwie in Worte und in Begrifflichkeiten zu packen, aber so richtig vorstellen kann man es sich wahrscheinlich erst, wenn man es sieht.
[4:01] Auch in Offenbarung 21, wo wir eigentlich den schönsten Einblick über die neue Erde kriegen, kommt Johannes auch an seine Grenzen, wenn er es beschreibt. Und nicht zuletzt hat Allen White einige Einblicke in den Himmel bekommen und sie schreibt sinngemäß: "Könnte ich nur in der Sprache Kanaan uns reden und euch die schönen Dinge wirklich erklären, die ich dort gesehen habe, aber ich kann es nicht mit meinen Worten."
[4:29] Und das macht uns deutlich, was den 1. Korinther 2, Vers 9 fast neu steht. Nicht nur, dass wir uns nicht vorstellen können, wie es dort sein wird, auch die Menschen, die von Gott ausersehen wurden, schon ein bisschen einen Einblick zu bekommen, sind daran gescheitert, es in Worte zu packen. Aber dieser Lohn, der uns dort erwartet, der wird denen zuteil, die Gott lieben. Sagt Paulus, zu diesem Lohn gehört das Land, welches wir erben, nämlich die neue Erde, aber auch das ewige Leben und die Krone, die dazugehört.
[5:09] In Jakobus 1, Vers 12 heißt es: "Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben."
[5:27] Die Bibel verheißt uns eine unglaubliche Zukunft. Gleichzeitig spricht sie aber auch davon, dass der Weg dahin auch Schwierigkeiten mit sich bringen kann. Aber mit den Schwierigkeiten schickt Gott immer auch eine Hilfe, einen Ausweg. Und diesen Ausweg beschreibt Paulus in 1. Korinther 10, Vers 13, wo es heißt: "Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu, er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausweg schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt."
[6:07] Ich weiß nicht, wie es euch geht. Mir geht es jedenfalls so, wenn wir in Schwierigkeiten kommen, wenn Gott uns Dinge zumutet, wenn es im Leben einfach nicht geradeaus geht, dann neigen wir ziemlich schnell dazu, Gott anzuklagen, Gott zu bitten, die Schwierigkeiten beiseite zu räumen. Wir beschweren uns. Aber dabei schickt Gott oft ganz bewusst diese Dinge, die unser Leben um uns in die Schule nehmen, um uns zu zeigen, dass das, was wir erben werden, auch einen Preis hat.
[6:43] In Römer 8, Vers 28, dem sehr bekannten ins Herz, der wahrscheinlich auswendig fest steht: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind."
[7:01] Der große Kampf, der tobt um uns herum, und solange das so ist, wird es Prüfungen und Schwierigkeiten geben. Was uns dabei helfen soll, und das wollen wir in dieser Sache Lektion studieren, ist das Ziel zu kennen und dieses Ziel niemals aus den Augen zu verlieren.
[7:22] Zwei Männer, die auch mit Gott hätten hadern können, weil sie ein sehr schweres Schicksal getroffen hat, das waren Daniel und Johannes. Der eine stammt aus königlichem Geschlecht und wurde im Teenageralter in ein fremdes Land verschleppt, um dort für den Rest seines Lebens unter Ungläubigen zu dienen. Der andere hatte wegen dem Evangelium viel Böses zu erdulden und wurde auf seine alten Tage auf die Gefängnisinsel Patmos verbannt. Doch beide Männer, Daniel und Johannes, der eine jung, der andere alt, wurden von Gott in ganz besonderem Maße gesegnet in diesen schwierigen Lebenssituationen. Und Römer 8, Vers 28 wurde für sie beide im Leben wahr, dass das, was Gott ihnen zugetraut hat, an Schwierigkeiten nehme, ihnen am Ende zum Besten war.
[8:23] Und wir wollen zwei Textpassagen lesen, wovon eigentlich nur eine der Lektion vorkam, aber ich konnte nicht an mich halten. Ich möchte gerne beide Textpassagen miteinander vergleichen und ihr werdet sehen, warum, weil diese beiden Textabschnitte große Ähnlichkeit aufweisen. Weil diese zwei Männer, die zwar über ein halbes Jahrtausend ja Unterschied hatten, doch dasselbe erlebt haben. Und wir lesen dazu mal Daniel Kapitel 10. Dieser Text war, wie gesagt, nicht in der Lektion, aber dennoch ist das irrelevant. Daniel Kapitel 10 und dort von Vers 5 bis 12.
[9:17] Und dort heißt es ab Vers 5: "Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da stand ein Mann in leinwand gekleidet, und die Lenden mit Gold von Ufas umgürtet, und sein Leib war wie ein Topas, und sein Angesicht strahlte wie der Blitz, und seine Augen wie Feuerfackeln, seine Arme und seine Füße sahen aus wie leuchtendes Erz, und der Klang seiner Worte war wie das Tosen einer Volksmenge. Und ich, Daniel, sah die Erscheinung allein. Die Männer aber, die bei mir waren, sahen die Erscheinung nicht, doch bevor sie ein großer Schrecken, dass sie flohen und sich verbargen. Und ich blieb allein zurück und sah diese große Erscheinung. Es gibt aber keine Kraft in mir, und mein Aussehen wurde sehr schlecht, und ich behielt keine Kraft. Und ich hörte den Klang seiner Worte, als ich aber den Klang seiner Worte hörte, stand ich ohnmächtig auf, mein Angesicht zur Erde nieder. Und siehe, eine Hand rührte mich an, so dass ich mich zitternd auf meine Knie und Hände stützen konnte. Und er sprach zu mir: Daniel, du viel geliebter Mann, achte auf die Worte, die ich jetzt zu dir rede, und richte dich auf deine Stellung ein, denn jetzt bin ich zu dir gesandt." Als er dieses Wort zu mir redete, stand ich zitternd auf.
[10:44] Da sprach er zu mir: "Fürchte dich nicht, Daniel, denn von dem ersten Tag an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, zu verstehen und dich von deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden, und ich bin gekommen, um deine Worte zu wählen."
[11:00] Ein beeindruckender Abschnitt. Eine Begegnung mit Jesus. Daniel begegnet seinem Gott, und wir bekommen einen Eindruck davon, wie beeindruckend, aber auch erschreckend diese Begegnung war.
[11:20] Johannes beschreibt in der Offenbarung ganz ähnliche Umstände, in Offenbarung 1 und dort Vers 9 bis 19. Dort heißt es: "Ich, Johannes, der auch euer Bruder bin und mit euch teilhabe an der Bedrängnis und am Reich und am standhaften Ausharren Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu Christi willen. Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte. Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden, die in Asien sind: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea."
[12:22] "Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete, und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter, und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der einem Sohn eines Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen waren wie eine Feuerflamme, und seine Füße wie schimmerndes Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser. Und als er in seiner rechten Hand sieben Sterne und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft. Und als ich ihn sah, fiel ich zu meinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende. Und ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Und ich habe die Schlüssel des Totenreichs und des Todes. Schreibe, was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen soll."
[13:47] Es ist nicht schwer zu entdecken, dass diese beiden Abschnitte ganz, ganz viele Ähnlichkeiten aufweisen. Beide Propheten sehen einen Mann in einem Gewand, der eine sieht ein leinenes Gewand, der andere sieht ein Gewand, das bis zu den Füßen geht. Sie sehen beide, er hat einen Gürtel aus Gold. Sein Angesicht ist wie der Blitz oder wie die Sonne. Die Augen sind wie Feuerfackeln, wie eine Feuerflamme. Die Arme und Füße aus Erz. Die Stimme wie das Tosen einer Volksmenge oder wie eine Posaune oder wie das Rauschen von Wasser. Beide fallen zu Boden, haben keine Kraft mehr, sind ohnmächtig. Beide werden von einer Hand angerührt und beide sollen auf die Worte achten, bzw. die Worte aufschreiben, die sie gehört haben.
[14:42] Beiden wird gesagt, sie sollten sich nicht fürchten. Und bei beiden, und das ist hier der wichtige Punkt, den wir heute machen wollen, bei beiden folgt eine Vision über die Zukunft der Welt. Und es geht in beiden Visionen um das Volk Gottes, beziehungsweise um die Gemeinden.
[15:07] Warum dieser Vergleich? Bei beiden Männern geht es in der Vision um die Zukunft. Und beiden Visionen über die Zukunft geht diese erschreckende und beeindruckende Begegnung mit Jesus voran. Diese Begegnung ist unglaublich intensiv, und den Leser beschleicht der Eindruck, dass eine Vision über die Zukunft ein ernstes Ereignis ist.
[15:35] Nach diesem Ereignis müssen beide Propheten sich erst einmal ein bisschen ausruhen und zu sich kommen. Daniel muss sogar vom Engel getröstet werden. Sie können beide unmöglich alle Details des Gesehenen verstanden haben, aber der langfristige Eindruck, der bleibt, ist, dass man in Gott ruhn und ihm vertrauen kann, weil Gott die Zukunft in seinen Händen hält.
[16:06] Prophetie ist auch dazu da, uns Zuversicht und Sicherheit zu geben. Das Vertrauen in Gott, dass er die Zukunft lenkt, hilft uns, die Stürme des Lebens auszuhalten, gewappnet zu sein dafür. Prophetie ist nicht dafür da, dass wir einander Angst machen, dass wir Angst bekommen, wenn wir es lesen, sondern dass wir wissen, was geschehen wird, und dass wir dann Gott vertrauen, weil wir wissen, er macht ein gutes Ende.
[16:39] Wie wir vorhin gelesen haben, in Römer 8, 28 oder auch Jakobus 1, 12. Dieses Leben wird nicht ohne Schwierigkeiten vergehen, aber es gibt die große Zusage von Gott, dass er uns durch die Schwierigkeiten trägt.
[16:57] Wir müssen uns innerlich vorbereitet auf das, was kommt, auf die Ereignisse einstellen oder gar die Hände in den Schoß legen. Das hilft niemandem. Ganz im Gegenteil, wir müssen aktiv werden. Wir müssen sehen, retten, und die Bibel sagt über die Gläubigen, Matthäus 24, ab Vers 44: "Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint. Wer ist nun der kluge und treue Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?"
[17:36] Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, weil solchen tun findet. Gott möchte, dass, wenn die Wiederkunft näher rückt, dass wir die Speise, das Evangelium austeilen, dass wir dabei erfunden werden, wenn er wiederkommt.
[17:57] In 2. Timotheus 2, 15 schreibt Paulus: "Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt."
[18:13] Teilt bedeutet nicht nur, dass sich alles zuspitzt und dass es für das Volk Gottes immer unangenehmere Zustände gibt. Es bedeutet auch, dass das Volk Gottes aktiv wird mit den Zeichen der Zeit, geschieht die Erweckung und Reformation in Gottes Volk. Und wenn diese nicht geschieht, dann wird es wohl noch eine Weile dauern. Satan kann so viele Zeichen der Zeit schicken, wie er will. Wenn Gottes Volk die Arbeit nicht tut, die es tun muss, damit Jesus wiederkommen kann, dann werden wir noch ein paar Runden auf dieser Erde drehen.
[18:51] Was hat Gott von Gläubigen, die sich in die Abgeschiedenheit zurückziehen, aber gar nicht mehr an seinem Werk mitwirken? Wenn Jesus wiederkommt, sollte uns bei der Arbeit finden. Das heißt, wir verbreiten das ewige Evangelium, und dieses finden wir, wissen Offenbarung 14, Vers 6 bis 12, in der sogenannten dreifachen Engelsbotschaft. Man könnte viel über dieses Versagen und viele Sabbat-Lektionen haben sich schon mit diesem Thema beschäftigt, aber wir wollen uns gemäß des Themas in diesem Quartal mit dem Aspekt der Ruhe in der dreifachen Engelsbotschaft beschäftigen.
[19:30] Und da möchte ich mit euch lesen in Offenbarung 14, Vers 11. Dort heißt es: "Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Tieres annimmt."
[19:51] Nun, wer ist hier gemeint? Hier sind diejenigen beschrieben, die Gott nicht gefolgt sind, sondern dem Bösen angegangen sind. Diese, die beschrieben, die das Malzeichen angenommen haben, die sich quasi für die falsche Anbetung entschieden haben, die sich für das Tier entschieden haben, für den falschen Ruhetag, für den nicht biblischen Ruhetag. Und sie werden keine Ruhe finden, heißt es hier. Sie werden Unruhe, Unfrieden in sich haben.
[20:24] Unfrieden zu haben oder Unfrieden zu stiften ist ein Produkt Satans. Und das lesen wir in Offenbarung 12, Vers 10, und dort im zweiten Teil des Verses, wo es heißt: "Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht." Satan hat Gott Tag und Nacht verklagt, und darum wird er auch Tag und Nacht keine Ruhe finden. Das ist sozusagen der Lohn für den Frieden, den er uns gesät hat. Falsche Anbetung, bewusste falsche Anbetung führt zu Unfrieden im Herzen.
[21:05] Im Kontrast dazu stehen diejenigen, deren Offenbarung 14, Vers 7 und Vers 13 beschrieben sind. Und ich lese zunächst Vers 7b und dann Vers 13. Dort heißt es: "Betet den an, der den Himmel, die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat." Und Vers 13: "Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: Schreibe: Glückselig sind die Toten, die im Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen, ihre Werke aber folgen ihnen nach."
[21:42] Wer ist hier gemeint in diesem Abschnitt? In Vers 7 sind es diejenigen, die den Schöpfer und seine Schöpfungsordnung, inklusive des Sabbats, anbeten. Sabbat ist der vom Schöpfer eingesetzte Ruhetag und der Tag der Anbetung. In Vers 13 sind es diejenigen, die zuvor in Vers 12 beschrieben sind, nämlich die, die Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu haben. Aber hier sind vor allem die gemeint, die gestorben sind, die Toten, die Krone im Herrn. Sie sind mit Frieden im Herzen eingeschlafen und mit einer Zuversicht auf ein besseres und ewiges Leben.
[22:34] Hebräer 4, ab Vers 3, bzw. eigentlich gehört Hebräer Kapitel 3 schon ein bisschen dazu, weil es einen großen Abschnitt gibt über Ruhe, Ruhen in Christus. Und Paulus, der große Theologe, beschreibt hier sehr anschaulich, was mit Ruhe alles gemeint ist. Er beschreibt die Sabbatruhe, die Erlösung als Ruhe, das Ruhen in Gott durch das Einnehmen des Erlösungsgeschenkes. Und ich möchte mit euch aber ein paar Verse daraus lesen, nämlich Hebräer vier von Vers 3 bis 11. Wir nehmen ein bisschen mehr Anlauf, und das ein bisschen besser zu verstehen.
[23:19] Da heißt es ab Vers 3: "Denn wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: 'Wie ich schwor in meinem Zorn, sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.' Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendigt. Denn er hat an einer Stelle von dem siebten Tag so gesprochen: 'Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken.' Und an dieser Stelle wiederum: 'Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.' Da nur noch vorbehalten bleibt, dass etliche in sie eingehen sollen, und die, welchen zuerst die Heilsbotschaft verkündigt worden ist, wegen ihres Unglaubens nicht eingegangen sind."
[24:00] Er beschreibt hier die Wüstenwanderung und die Israeliten. So bestimmt er wiederum einen Tag, ein Heute, und immer nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt worden ist: "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht." Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht, so würden nicht danach von einem anderen Tag gesprochen.
[24:27] Also bleibt im Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleich wie Gott von den seinen. So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.
[24:52] Zugegeben, ein etwas herausfordernder Absatz, der ein mehrmaliges Lesen erfordert und ein bisschen parallel fürs Studium, dass wir hier nicht ganz leisten können. Aber das dürft ihr gerne selbstständig tun. Der siebte Tag Sabbat ist in diesem Abschnitt als ein Typus auf die Erlösung durch den Glauben beschrieben. Und weil so, wie Gott nach der Schöpfung geruht hat, so ruht auch der Gläubige von
[25:20] geruht hat, so gut auch der Gläubige von seinen eigenen Werken, weil er jetzt nicht mehr auf seine eigene Kraft lebt, sondern aus Gottes Kraft. Das heißt, wenn wir erlöst sind, dann haben wir eine Ruhe. Dann schenkt uns Gott Ruhe. Wir sind nicht mehr getrieben von den, ja, von dem Bösen. Wir tun nicht mehr die Werke des Bösen, die Unfrieden und Unruhe stiften, sondern wir tun die Werke dessen, der der Erfinder der Ruhe und des Sabbats ist und der Erlösung.
[25:52] Ein wunderbaren Vers, der leider gar nicht so bekannt ist, aber den wir in Jesaja 3, Vers 13 finden. Der spricht ebenfalls von dieser Ruhe, in die wir eingehen werden. Jesaja 3, Vers 13: „Der Überrest von Israel wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden. Man wird auch in ihrem Mund keine trügerische Zunge finden. Ja, sie werden weiden und ruhen, ohne dass sie jemand aufschreckt.“ Ziffern ja beschreibt hier den Überrest, die Übrigen sozusagen, die ganz nach Gottes Geboten leben, und sie werden Ruhe haben. Dieser Vers macht deutlich, dass ein Leben in Übereinstimmung mit Gott und seinen Gesetz Ruhe bringt und zur Ruhe führt.
[26:43] Das Ausleben des Evangeliums schenkt einem Christen schon im Hier und Jetzt Ruhe. Als Christ hoffe ich auf eine ewige Ruhe in meinem himmlischen Zuhause. Paulus drückte es in Hebräer 11, Vers 13 und folgende so aus: „Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne dass sie die Verheißung empfangen zu haben, sondern sie haben es von ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden.“ Denn die, solches sagen, geben damit zu erkennen, dass sie ein Vaterland suchen. Und sie hätten dabei jenes im Sinn gehabt, von dem sie ausgegangen waren. So hätten sie ja Gelegenheit gehabt, zurückzukehren. Nun aber trachten sie nach dem, nach einem besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
[27:52] Als Gottes Kinder wissen wir, dass alles, was uns diese Welt bieten kann, bei weitem nicht das erreicht, was Gott in der Ewigkeit für uns vorbereitet hat. Wir lehnen uns an den Leitvers am Anfang der Lektion, 1. Korinther 2, Vers 9. Die wahre Ruhe, die gibt es erst im Himmel. Die Ruhe, die ewig währt, die vollkommen ist, die auch keine Störung mehr erfährt.
[28:17] Der Zustand des Todes ist auch eine Art Ruhe, aber davon merken wir nicht zu viel. Denn wie Prediger 9, Vers 5 sagt: „Tote wissen nichts.“ Trotzdem ruhen wir das, haben wir auch in der Offenbarung gelesen. Wir ruhen von unseren Werken, und die Werke folgen denen, die gestorben sind. Nach bei Gott patient seinen Büchern verzeichnet.
[28:42] Gott aber möchte, dass wir die Ruhe genießen können und in sie eingehen. Und um uns darauf vorzubereiten und schon im Hier und Jetzt die innere Ruhe zu erleben, gibt Gott uns zahlreiche Hilfestellungen. Und einige davon wollen wir heute zum Ende der Lektion anschauen. Hilfestellungen, die Gott uns gibt, damit wir die Ruhe schon hier üben können. Gott gibt uns manche Dinge, die wir auf der Erde schon einüben können, die es dann eigentlich erst im Himmel geben wird.
[29:15] Und die Ruhe ist einst ein Aspekt. In Philipper 4, Vers 4 bis 6 lesen wir folgendes: „Freut euch im Herrn allezeit! Abermals sage ich: Freut euch! Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden.“ Laut operative Seite Aufforderungen, wie wir leben sollen, was wir tun sollen, was wir nicht tun sollen. Und diese drei kurzen Verse geben uns eigentlich eine ganz gut zusammengefasste Beschreibung eines christlichen Charakters. Wir sollen danken, statt uns Sorgen zu machen. Wir sollen den Gott ruhen. Wir wollen durch unsere Sanftmut anderen zum Guten dienen. Und wir sollen uns freuen.
[30:16] Die Aussage: „Sorgt euch um nichts“ fällt wahrscheinlich uns allen schwer. Mir fällt es schwer. Sorgen sind etwas, was unserem Leben dazu gehört. Und wer von uns hat nicht schon sich um Dinge gesorgt? Aber was genau ist damit gemeint? Was meint Paulus damit? Wir sollen uns um nichts sorgen dürfen? Wir uns keine Sorgen machen? Ist das Sünde? Ist es verboten? Nein, Gott weiß ganz genau, dass du Sorgen hast, dass ich Sorgen habe. Aber er möchte, dass wir an den Sorgen nicht festhalten. Darum geht es hier.
[30:48] Sorgen kommen und Sorgen gehen. Und Sorgen kommen meistens mit Schwierigkeiten im Leben, mit Problemen, mit Herausforderungen. Wir machen uns Sorgen über die Zukunft, vielleicht um unsere Gesundheit, vielleicht um unsere Kinder, vielleicht um unsere Gemeinde, vielleicht schon, was auch immer. Und Gott sagt, wenn ihr diese Sorgen habt, und die sind ja auch durchaus berechtigt, dann haltet sie nicht fest. Sondern in Psalm 55, Vers 23 sagt der Psalmist: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen. Er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.“ Gott sagt: Deine Sorgen, ich möchte sie haben. Dürft auch deine Sorgen, deine Anliegen im Gebet auf mich für uns mögen die Sorgen erdrückend sein, schwere Last, unter der wir vielleicht zusammenbrechen. Aber Gott sagt: Ich kann deine Sorgen tragen und ich möchte sie für dich tragen.
[31:54] In Jesaja 50, Vers 10b heißt es: „Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, so vertraue auf den Namen des Herrn und halte dich an seinen Gott.“ Ein schöner Vers, der zeigt, du darfst dich an Gott klammern. Du darfst im Dunkeln, wenn nichts nach Hoffnung aussieht, darfst du zu Gott kommen, darf ihm vertrauen, dass ihm alles vorlegen, was dich belastet. Wir dürfen alles auf Gott werfen. Nichts zu schwer, als dass es nicht tragen könnte.
[32:34] Was nehmen wir aus dieser Lektion Quartal mit in unseren Glaubensalltag? Ich muss sagen, ich habe mich sehr gefreut über dieses Lektionquartal, weil irgendwie hat es ganz gut gepasst nach fast zwei Jahren, in denen wir ja manchmal zu einer Zwang zur Ruhe gekommen sind wegen Lockdowns, die wir hatten. Und irgendwie hat sich das Leben ein bisschen entschleunigt und es runtergekommen. Jedenfalls für viele von uns, nicht für alle, aber für viele. Und Ruhe ist mir ganz besonders neu bewusst geworden und wie wertvoll das eigentlich ist, wenn man nicht von morgens bis abends immer nur im Quadrat läuft und alles managt und für alle sich aufreibt, sondern dass man ab und zu auch zur Ruhe kommt. Und diese Ruhe nicht einfach nur nutzt, um zu schlafen, sondern vielleicht doch diese Ruhe nutzt, noch mal wieder ein Buch zur Hand zu nehmen, die Bibel zur Hand zu nehmen, ein Buch von allen weit zu lesen und sich die Zeit zu nehmen, über Dinge wirklich tiefgründiger nachzudenken, ohne den Alltag im Nacken.
[33:49] Was ist dir wichtig geworden? Ist es die Ruhe im Herzen, der Friede, den nur Gott geben kann, der dich durch schwere Zeiten trägt? Oder ist es dir vielleicht wichtig geworden, die Zuversicht in den Mittelpunkt zu stellen? Die Zuversicht, dass Gott am Ende alles zum Guten wenden wird, dass die Prophezeiung, alle Vorhersagen in einem Happy End enden? Oder ist die vielleicht die wöchentliche Sabbatruhe neu bewusst geworden und kostbar? Hast du sie vielleicht neu schätzen gelernt und hast du dir vielleicht vorgenommen: Ich möchte den Sabbat doch mehr als Ruhetag begehen, auch gedanklich, nicht nur mit der Hände Arbeit, sondern auch in meinem Kopf mich eigentlich mit Dingen beschäftigen, die mich zur Ruhe führen?
[34:43] Ist sie vielleicht die Versöhnung in Beziehungen wichtig geworden, die uns auch echte Ruhe bereiten kann? Nichts ist so schlimm wie emotionaler Stress, wenn wir mit anderen Menschen im Konflikt sind, wenn wir wissen, dass Dinge nicht stimmen. Und als Christen wissen wir auch, dass uns das ja, dass uns das belastet. Aber das ist eben so gottbelastet und dass es nicht gottgewollt ist, wenn wir im Konflikt mit anderen Menschen leben. Die Bibel sagt, wir sollen den Frieden nachjagen mit jedermann. Vielleicht ist hier die Versöhnung besonders wichtig geworden, weil sie die Ruhe geschenkt hat.
[35:20] Was auch immer von diesen Sachen auf dich zutrifft und vielleicht, dass es auch noch ein ganz anderer Aspekt, sollen wir wissen, dass Gott uns diese Ruhe schenken will. Er freut sich darauf, sich in der Ewigkeit mit Ruhe segnen zu dürfen. Und ich wünsche dir, dass du diese Ruhe, die Gott schenkt, annehmen kannst und für dich nutzbar machen kannst. Und somit auch anderen ein Beispiel ist, dass Christen, die Gott wirklich von ganzem Herzen lieben und ihm dienen, dass sie eine innere Ruhe in sich haben, die nach außen strahlt. In diesem Sinne wünsche ich euch ein gesegnetes Sabbat-Redaktionsgespräch und möchte euch ermutigen, dass ihr die Ruhe mit in den Alltag nehmt.
[36:12] Und dass wir im nächsten Quartal, wenn wir das fünfte Buch Mose studieren, weiter daran darüber nachdenken, denn auch in diesem Buch geht es über den Aspekt des Evangeliums, der zehn Gebote, in Gott zu ruhen und hier hat sich von Gott segnen zu lassen. Gottes Segen und einen gesegneten Sabbat.
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