Veröffentlicht am
1.233 Klicks

In dieser Predigt wird die Bedeutung des Falls von Babylon aus Offenbarung 14,6-14 beleuchtet. Eugene Prewitt erklärt, wie sowohl einzelne Gläubige als auch ganze Kirchen geistlich fallen können, indem sie ihre erste Liebe verlieren oder an Sünden festhalten. Er unterscheidet zwischen einem geistlichen und einem politischen Fall und zeigt Parallelen zwischen dem Fall Luzifers und dem Fall Babylons auf. Die Predigt beleuchtet die zweifache Natur des Falls Babylons und seine praktischen Auswirkungen für die heutige Zeit, insbesondere für die Adventgemeinde.


Weitere Aufnahmen

Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Guten Morgen! Als Gott die erste Engelsbotschaft gab, war gesagt, dass sie mit einer lauten Stimme geschah. Wenn wir die dritte Engelsbotschaft sehen, ist sie auch mit einer lauten Stimme. Aber nicht die zweite Engel. Die zweite Engel sagt nichts darüber, dass sie besonders laut war. Denn die Botschaft: "Babylon ist gefallen" ist keine frohe Botschaft. Aber das ist jetzt unser Thema. Ich möchte darüber sprechen, wie eine Kirche oder auch eine Person fallen kann. Und dann darüber, wie Babylon zum ersten Mal gefallen ist und dann der zweite Fall. Und zum Schluss, was bedeutet das für uns praktisch?

[1:27] Zuerst habe ich euch gestern versprochen, dass noch jemand eine Frage über das Gericht stellen darf. Ist derjenige hier? Hat er oder sie noch eine Frage? Einmal, zweimal. Gut, dann gehen wir voran.

[1:53] Schlagen wir Offenbarung 2 auf. Offenbarung 2, Vers 5. Wir schauen uns zuerst an, wie man geistlich fallen kann. Offenbarung 2, Vers 5 sagt: "Gedenke nun, wovon du gefallen bist, und tu Buße und tu die ersten Werke, sonst komme ich zu dir schnell und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken." Wie kann eine Kirche, eine Gemeinde fallen? Indem sie die erste Liebe verliert. Wenn wir uns die sehr frühe christliche Kirche anschauen, dann gab es da eine sehr starke Gemeindedisziplin oder Zucht. Es war eine sehr schwierige Frage im ersten Jahrhundert, ob man jemanden wieder aufnehmen würde in die Gemeinde, wenn jemand verfolgt wurde und sie mit dem Tod bedroht wurden und sie Jesus verleugnete oder einen Götzen anbetete. Was macht man mit dieser Person, wenn sie später sagt: "Ich bin schuld"? Es war eine schwierige Frage für die Gemeinde damals, ob man so jemanden wieder in die Gemeinde aufnehmen sollte. Denn sie hatten sehr hohe Maßstäbe für Gemeindezucht, für die Gemeindeordnung. Und vielleicht mag es sein, dass wir in dieser Weise auch wie sie, unsere erste Liebe verloren haben.

[4:17] Wir schlagen das Alte Testament auf, Hosea 14. Und wir wollen herausfinden, auf welche Weise kann man geistlich fallen. In der Bibel kann das Wort "fallen" zwei verschiedene Dinge bedeuten. Man kann geistlich fallen und man kann auch politisch fallen. Und das sind ganz unterschiedliche Bedeutungen. Ein geistlicher Fall, wie zum Beispiel die Gemeinde in Ephesus, da bleibt man immer noch eine Gemeinde. Und in den Formen wird die Religion noch weiter ausgeführt. Der Fall geschieht innerlich. Bei einem politischen Fall geht eine Nation unter. Oder auch eine Stadt bricht zusammen. Also der politische Fall markiert ein Ende. Und vielleicht seht ihr schon, manchmal gibt es auch eine Beziehung zwischen diesen zwei Fällen. Zum Beispiel Babylon fällt geistlich. Und deswegen wird sie am Ende auch äußerlich vernichtet. Und das ist die Zusammenfassung von Offenbarung 18. In diesem Kapitel ist erst die Ankündigung: "Babylon ist gefallen." Dann kommt die Aufforderung, die Einladung, dass wir Babylon verlassen. Und dann wird das Gericht über Babylon verkündet. Das ist der politische Fall. Und der ist nach dem geistlichen Fall.

[6:26] Habt ihr Hosea 14? Vers 1. "O Israel, kehre um, Israel, bis zu dem Herrn, deinem Gott. Denn du bist gefallen durch deine Ungerechtigkeit." Jetzt ohne Zusammenhang könnten wir nicht sagen, um was für eine Art Fall es sich hier handelt. Denn tatsächlich ist Israel geistlich gefallen. Sie haben Götzen verehrt. Aber sie sind auch äußerlich gefallen. Sie wurden in die Gefangenschaft geführt. Die Stadt Jerusalem fiel. Aber wenn man dann Vers 2 liest, dann weiß man genau, das ist hier ein geistlicher Fall. "Nehmt Worte mit euch. Kehrt um zu dem Herrn. Sprecht zu ihm: Vergib alle Ungerechtigkeit und nimm an in Gnaden, was gut ist, dass wir die Frucht unserer Lippen als Schlachtopfer darbringen."

[7:44] Also, wie kann eine Gemeinde fallen? Sie kann fallen, indem sie ihre erste Liebe verliert. Sie kann fallen, dadurch, dass ihre Mitglieder böse Dinge tun und daran festhalten.

[8:02] Gehen wir etwas weiter zurück zu Jesaja 14. Jesaja 14 beschreibt den geistlichen Fall Luzifers. Jesaja 14, Vers 12: "Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern? Sohn der Morgenröte, wie bist du zur Erde gefallen? Du Überwältiger der Nationen." Denken wir über diesen Vers kurz nach. Denn hier sehen wir eine Verbindung zwischen Luzifer, dem Morgenstern, und Babylon. Luzifer fiel und er ist der Überwältiger, oder im Englischen, der die Nationen schwächt. Babylon fällt und verursacht oder sorgt dafür, dass alle Nationen von diesem Wein der Unzucht trinken. Ich möchte, dass ihr die Verbindung, die Parallelen seht zwischen den beiden. Denn Babylon tut das, was Luzifer möchte. Und wie ist Luzifer gefallen? In diesem Abschnitt? Weil er den Wunsch nach Selbsterhöhung hatte. Er hat die Selbstehre geliebt. Und so fallen auch viele Menschen heute. Sie lieben es, wenn Menschen sie loben.

[9:51] Als Ellen White berufen wurde als Prophetin, da hat sie sich Sorgen gemacht, dass sie auch so fallen könnte. Und sie hat sogar den Engel gebeten: "Was kann mich davon abhalten, was kann verhindern, dass ich auch stolz werde?" Und durch den Engel hat Gott geantwortet: "Solltest du in Gefahr sein, dass du stolz wirst, dann werde ich dich krank machen." Und wir wissen, dass sie über weite Strecken ihres Lebens krank war. Aber Gott hat dafür gesorgt, dass sie treu blieb. Was ist notwendig, damit er uns treu hält? Zu verhindern, dass wir die Ehre für uns suchen und lieben.

[10:57] Schauen wir uns jetzt mal allgemeine Gründe an, warum Kirchen fallen können. Denn es ist in der Schrift enthalten: "Siehe, ich lege in Zion einen Eckstein, einen auserwählten, kostbaren. Und wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden." Dieses Vers präsentiert Jesus als einen wunderschönen Stein. Und man kann auf diesem Stein etwas bauen. Durch Glauben. Das bedeutet, wir können uns verlassen auf Jesus, an ihn glauben. Oder wie der Vers eben hier sagt, wir können an den Stein glauben. Wenn ich jetzt zu dem Stein gehe, sagen wir, das ist der Stein, dann kann ich obendrauf stellen mich und dann wäre ich höher. Aber es könnte auch passieren, wenn ich nicht aufpasse, ich könnte darüber stolpern. Und dann würde ich fallen.

[12:32] Schauen wir den nächsten Vers an. "Euch nun, den Glaubenden, ist Siegkostbarkeit. Ja, den Glaubenden ist es eine Kostbarkeit. Den Ungläubigen aber, der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden. Und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses für diejenigen, die sich an dem Wort stoßen, die nicht gehorchen." Versteht ihr den Gedanken? Unser kostbarer Erlöser Jesus wird verglichen mit einem Grundstein. Wir wissen, dass er unsere Sünden auf sich genommen hat. Er hat gelitten, damit wir Frieden haben können. Er hat das nicht verdient, das Leid. Aber als Unschuldiger hat er das auf sich genommen, was wir verdient hatten. Das ist das Fundament. Im Glauben können wir darauf bauen. Und das ist Gerechtigkeit aus Glauben. Aber Gerechtigkeit aus Glauben bedeutet, dass die menschliche Ehre in den Staub gelegt wird. Da gibt es nichts, was uns selbst verherrlichen würde. Unsere Gerechtigkeit gehört nicht mal uns. Und viele Menschen stolpern über diesen Stein. Der Wunsch, irgendwie teilzuhaben an dieser Ehre des Evangeliums, war ein Grund, warum Babylon zum ersten Mal fiel. Aber die Wahrheit des Evangeliums ist nicht die einzige Wahrheit, über die Menschen stolpern. Man kann über jede Wahrheit stolpern. Und wenn dir die Wahrheit offen gelegt wird, entweder wird sie dich erheben, oder du wirst darüber stolpern.

[15:16] Also, wie kann eine Gemeinde fallen? Es kann sein, dass sie die erste Liebe verliert. Es kann sein, dass ihre Glieder festhalten an Sünden. Es kann geschehen wie bei Luzifer, dass er einfach den Wunsch hat nach Ehre und nach Ruhm. Fast immer ist es deswegen, weil wir vor einer Wahrheit stehen, die uns nicht gefällt. Wir begegnen einer Wahrheit, die irgendwie gegen uns läuft. Und anstatt darauf aufzubauen, stolpern wir darüber. Besonders fallen wir über das Evangelium. Und so ist auch die Adventgemeinde vor langer Zeit schon gefallen.

[16:20] Aber wie ist Babylon gefallen? Wir sind jetzt bei Teil 2 der Predigt. Babylon ist zweimal gefallen. Schlagen wir Apostelgeschichte 20 auf. Wir können über den ersten Fall lesen. Paulus war sehr besorgt darüber. Er sah, dass es kommen würde. Und er warnte die Leute darüber. Vers 29: "Ich weiß, dass nach meinem Abschied reißende Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen. Und aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her." Warum ist Babylon gefallen? Weil Menschen mit falschen Lehren im Mittelpunkt stehen wollten. Sie wollten gerne Nachfolger haben. Sie glaubten, Gott habe sie berufen, etwas zu lehren. Und am Ende standen sie im Mittelpunkt und waren die Prominenten. Das sollte hier nicht irgendeine kleine Bewegung sein, sondern das war eine Bedrohung für eine gesamte Kirche.

[18:00] Lesen wir Vers 31: "Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Nacht und Tag nicht aufgehört habe, einen jeden mit Tränen zu ermahnen." Hat Paulus den Fall Babylons gesehen? Er hat ihn klar vorausgesehen. Und unter Tränen, Tag und Nacht, hat er Menschen gewarnt. Das war noch bevor es geschah. Jetzt ist das Vergangenheit und es macht den Eindruck, als würde uns das gar nicht mehr bekümmern.

[18:47] Lesen wir 2. Thessalonicher 2. Das ist der andere wichtige Abschnitt, wo Paulus über den kommenden Abfall spricht. Und hier sehen wir eine Verbindung zwischen dem Fall Babylons und der Wiederkunft Jesu. 2. Thessalonicher 2, Vers 1: "Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unseres Versammeltwerdens zu ihm hin, dass ihr euch nicht schnell in der Gesinnung erschüttern oder erschrecken lasst, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief, als durch uns, als ob der Tag des Herrn da wäre oder kurz bevor stünde." Paulus glaubte an die Wiederkunft. In dem Sinne war er auch ein Siebenten-Tags-Adventist. Aber er glaubte nicht an das baldige Kommen. In der Hinsicht war er kein Adventist. Er sagte in Vers 3: "Lasst euch von niemand auf irgendeine Weise verführen, denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde."

[20:29] War dieser Fall geistlich oder politisch? Offensichtlich geistlich, denn nach dem Abfall ist Babylon erst richtig mächtig geworden. Also, wie ist Babylon gefallen? Weil der Wunsch da war nach Ehre, nach Macht, und das hat sich so weiterentwickelt, dass schließlich der Wunsch da war nach Anbetung. Denn in diesem Kapitel möchte Babylon Anbetung, sodass schließlich der Fall Babylons eine genaue Kopie war des Falls Luzifers. Er wünschte für sich selbst Ehre und daraus wurde schließlich der Wunsch nach Anbetung.

[21:31] Lesen wir noch einen weiteren Abschnitt. 2. Petrus 3. Jetzt wollen wir sehen, wie Babylon zum zweiten Mal fiel. Zum ersten Mal steckte der Wunsch dahinter, dass man Ehre und Anbetung bekommt, und so wurde aus Babylon das Papsttum. Ich meine, die Kirche wurde zu dem Papsttum. Aber der zweite Fall war etwas anders. Habt ihr 2. Petrus 3? Schauen wir Vers 4 an. Es sagt, wir müssen erst Vers 3 lesen, tut mir leid. Entschuldigung, Vers 3 erst. "Indem ihr zuerst dieses wisst, dass in den letzten Tagen Spötter mit Spötterei kommen, die nach ihren eigenen Begehren wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Ankunft?" Das Problem ist in Vers 3. Sie folgen ihren eigenen Begierden. Sie essen, was sie wollen. Sie haben sexuelle Beziehungen mit wem immer sie wollen. Und wenn sie Wut im Bauch haben, dann verhalten sie sich auch wütend. Sie leben ihre eigenen Begehren und Lüste aus. Aber das, was sie sagen, ihre Botschaft, finden wir in Vers 4. Sie sagen: "Wo ist die Verheißung der Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so von Anfang der Schöpfung an." Also, das sind Menschen, die anerkennen, dass die Erde durch Schöpfung entstanden ist. Aber was glauben sie über die Schöpfung? Schauen wir uns Vers 5 an. "Denn nach ihrem Willen ist ihnen dies verborgen, dass von all das her Himmel, Waren und eine Erde und die Erde entstehend aus Wasser und im Wasser durch das Wort Gottes." Ich drücke das mal klar aus. Diese Spötter sind theistische Evolutionisten. Sie glauben nicht an eine 6-Tage-Schöpfung. Sie sagen: "Wo ist die Wiederkunft Jesu?" Und sie haben sich bewusst dagegen entschieden zu glauben, dass Gott durch sein Wort nur etwas schaffen konnte.

[24:28] Schauen wir uns Vers 6 und 7 an. "Durch welches die damalige Welt von Wasser überschwemmt unterging. Die jetzigen Himmel aber und die Erde sind durch das selbe Wort aufbewahrt, aufbewahrt für das Feuer, behalten auf den Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen." Sie leugnen nicht nur die 6-Tage-Schöpfung. Sie leugnen auch eine weltweite Flut. Und aufgrund dieses Glaubens können sie sich auch nicht vorstellen, dass irgendwann mal die Welt wieder untergeht. Dass Gott kommt und die ganze Welt vernichten wird. Ich sage euch, das hier ist eine unglaubliche Prophezeiung. Gott hat die theistische Evolution und den Angriff auf die Versöhnungslehre vorausgesehen.

[25:42] Erinnert ihr euch an das erste Wort, mit dem diese Menschen beschrieben werden? Sie sind Spötter. Worüber spotten sie denn? Die erste Engelsbotschaft. Und diese Botschaft sagt: "Die Stunde seines Gerichts ist da." Und sie sagt: "Betet den an, der geschaffen hat, Himmel, Erde, Wasser, Meer und Wasserquellen." Sie verspotten diese Botschaft. Und das bedeutet, sie haben die Botschaft gehört. Wenn wir mit großer Kraft die zweite Engelsbotschaft verkünden und die Welt hört es, wenn sie sich nicht auf diese Wahrheit begeben, dann werden sie darüber stolpern. Und das geschieht Babylon beim zweiten Mal. Das war etwa in den 1800er Jahren. Denn in dieser Zeit ging eine Botschaft an die protestantischen Kirchen mit großer Kraft. Hier in Deutschland war das. Auch in Nordafrika. Sogar so weit wie Indien und Südamerika. Im katholischen Spanien. Im protestantischen England. Und weil diese kolonialen Mächte ihren Einfluss auf die ganze Welt verbreiteten, Kolonial? Ja. Es waren die Mächte, die den Planeten kolonialisierten. Okay. Und weil eben die Kolonialmächte damals sich überall auf dem Globus verbreitet hatten, haben dann die Botschaften, die in diese Länder gegangen sind, England, Spanien und so weiter, auch ihren Weg gefunden in die Kolonialländer. Diese Botschaft, die damals mit voller Kraft verkündet worden ist, wurde nicht angenommen. Und deswegen kommt nach der ersten Botschaft noch eine zweite. Die Botschaft vom Gericht bekommt jede Nation. Aber die Erde, die Menschheit, verspottet sie. Und deswegen kommt es zum zweiten Fall Babylons.

[28:17] Wie ist Babylon gefallen? Zuerst war es eine Ablehnung des Evangeliums. Und sie hatten den Wunsch, sie wollten gerne selber geehrt und angebetet werden. Und das führte zum Papsttum. Aber beim zweiten Mal haben sie die Wahrheit über eine Sechstagesschöpfung abgelehnt. Eine Wahrheit über die Stunde von Gottes Gericht. Und das führte zur Verweltlichung der protestantischen Kirchen. Und deswegen ist Babylon zweimal gefallen. Babylon ist gefallen, gefallen.

[29:02] Nun, was heißt das für uns praktisch? Schlagen wir zusammen Jesaja 26 auf. Jesaja 26, Vers 18. Das ist eine Prophezeiung, die mit unserer Zeit zu tun hat. Es wäre kompliziert, euch das zu beweisen. Aber wenn ihr Vers 19 lest, dann fällt es vielleicht leicht. Denn dort steht: "Deine Toten werden aufleben. Meine Leichen wieder aufstehen." Ich glaube, ihr wisst, wann sich das erfüllen wird. Das ist bei der Wiederkunft Christi. Und weil Bruder und Schwester Kramp geholfen haben, das Treffen hier zu organisieren, sollten wir auch erwähnen, dass sie hier singen werden. Denn es heißt: "Wacht auf und jubelt oder singt, die ihr im Staub liegt." Also, das geschieht bei der Wiederkunft Christi. Aber vorher noch, lesen wir Vers 18. "Wir gingen schwanger. Wir wanden uns. Es war, als ob wir Wind geboren hätten." Meine Frau war kürzlich dabei, als eine schwangere Frau geboren hat. Und die Frau hat vor Schmerzen geschrien. Und an einem Punkt sagte sie: "Ich kann einfach nicht mehr." Aber ihr wisst ja, man kann ja nicht aufhören. Und schließlich kam das Kind auf die Welt. Und dann war sie glücklich. Aber wenn sie all das durchgemacht hätte und nur Wind auf die Welt gebracht hätte, dann wäre das kein Trost gewesen. Und das ist ein Bild der Bibel für das Problem unserer Gemeinde heute. Denn wir gehen durch eine Menge Schmerzen. Wir haben viele Probleme, aber nicht, weil wir verfolgt würden wegen Evangeliumsverkündigung, sondern das sind Irrlehren, also dogmatische Probleme und jede Menge theologische Desaster. Und solche Dinge haben nie dazu geführt, dass neue Kinder auf die Welt kommen. Und das ist unser Problem. Wir möchten gerne etwas, also uns vermehren. Und dann kommen nur leere Winde, Winde der Lehren. Ja, also falsche Lehren.

[32:22] Jetzt lesen wir nochmal in Vers 18. Da steht in der Mitte etwa: "Rettung verschafften wir dem Land nicht. Und die Bewohner des Erdkreises sind nicht gefallen." In den 1840ern war es so, dass die Erde fiel. Denn es gab eine machtvolle Verkündigung. Aber heute fallen sie nicht mehr. Denn sie werden nicht mehr konfrontiert mit dem Felsen. Sie stehen weder auf dem Felsen, noch stolpern sie darüber. Ich spreche jetzt ganz allgemein. Das heißt nicht, dass kein einziger predigt, sondern im Großen und Ganzen über dieses Unvermögen unserer Gemeinde. Und darüber, wie wenig wir zustande bringen.

[33:30] Und praktisch bedeutet das, wir sollten etwas mehr tun. Schlagen wir Hebräer 6 auf. Ich wollte jetzt nicht sagen, wir sollten etwas mehr tun, sondern mehr tun. Hebräer 6, und es geht immer noch darum, was bedeutet das für uns praktisch, der Fall Babylons? Und Hebräer 6 geht es um eine Menschengruppe. Ich denke mal, wenn ich jetzt abfallen würde, dann würde das von mir handeln, dieser Abschnitt. Und dann hätte es auch gar keinen Sinn, zu versuchen, mich zurückzuholen zur Wahrheit. Es braucht eure Energie nicht zu verschwenden an mir. Das wäre unmöglich.

[34:33] Lesen wir Vers 4. "Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind, und die himmlische Gabe geschmeckt haben, und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind, und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, und die Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben, und abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn zur Schau stellen."

[35:17] Ellen White hatte eine Vision. Sie sah einen schmalen Weg bis zum Neuen Jerusalem. Dort gingen Menschen drauf. Und immer wieder passierte es in gewissen Abständen, dass jemand hinunterfiel. Sie sagte über diese Menschen: "Es war unmöglich für sie, wieder auf den Weg zu kommen." Unten in der finsteren Welt, da waren auch andere, die niemals auf den Weg kommen könnten. Das waren diejenigen, die die erste Engelsbotschaft abgelegt haben, als sie mit Vollmacht verkündigt wurden. Sie hatten das volle Licht der Evangeliumsbotschaft und haben sich abgewendet. Und so hatten sie keine Hoffnung mehr. Aber viele andere, die vorher in Dunkelheit waren, machen sich auf den Weg. Und auch sie steigen auf. Aber wenn du die Macht des Evangeliums erlebt hast, wenn du gemerkt hast, das Wort Gottes kann Wunder vollbringen, und der Heilige Geist hat dich gebraucht, dann wende dich nicht wieder von der Wahrheit ab. Wage es nicht, das Blut Jesu wie etwas Unheiliges zu behandeln. Oder jeder der liebreizenden Engel wird denken, du bist wertvoll von einer schrecklichen Verurteilung. Das hat eine furchtbare Strafe verdient.

[37:01] Ganz praktisch ist der Fall Babylons eine Warnung an Adventisten. Wir dürfen von unseren Erfahrungen uns nicht wegwenden. Schlagen wir auf dem Barm 18 auf. Als ich begonnen habe mit meiner Ansprache heute, habe ich euch gesagt, die erste Botschaft wurde mit Vollmacht verkündet. Und auch die dritte Botschaft mit Vollmacht. Aber die zweite nicht. Das hat nichts damit zu tun, dass diese Botschaft weniger Kraft hätte, sondern damit, dass sie weniger populär ist. Ich habe viele Evangelisationen erlebt, wo wir den Menschen sagen, dass die Welt in sechs Tagen entstanden ist. Dann sagen wir es gerad heraus. Wenn wir die 2300 Jahre erklären, dann versuchen wir das so klar wie nur möglich zu erklären. Aber oft, wenn wir den Menschen sagen wollen, dass Babylon gefallen ist, dann haben wir auf einmal irgendwie was im Hals. So als würden wir lieber sagen: "Babylon ist voller wunderbarer Menschen. Eine sehr nette Gruppe. Sie haben nicht das ganze Licht, aber sie brauchen es." Jetzt hört mir zu, das stimmt. Aber das ist nicht die Botschaft, die wir in dem 18. Kapitel gelesen haben. Die Botschaft wird anders gegeben.

[39:02] Schaut euch Vers 1 an. "Und nach diesen Dingen sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen, der große Gewalt hatte. Und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet. Und er rief mit starker Stimme." Könnt ihr sehen, wie hier die Vollmacht betont wird? In Vers 1 heißt es schon: "große Gewalt." Vers 2: "starke Stimme." Und was ist die Botschaft? "Gefallen, gefallen ist Babylon die Große." Eines Tages wird die Botschaft vollmacht verkündigt, dass Babylon zu einer Behausung von Teufeln geworden ist. Ja, auch Gottes Volk ist noch dort. Das sehen wir klar in Vers 4. Aber vor Vers 4 kommt noch Vers 2. "Babylon ist gefallen. Es ist ein Gewahrsam von Teufeln. Die Geister haben ihren Weg in die gefallenen Kirchen. Und wir müssen Babylon verlassen. Sonst werden wir Anteil bekommen. Und wenn wir Anteil bekommen von ihren Sünden, werden wir nicht ihren Plagen entkommen."

[40:47] Praktisch bedeutet der Fall von Babylon, wir haben eine Botschaft zu verkündigen. Wir müssen Gottes Volk sagen, dass es herauskommt. Und diese Botschaft sollten wir so klar verkündigen wie alles andere auch. Und das ist kein Widerspruch zur Gerechtigkeit aus Glauben. Das ist nämlich derselbe Engel, der Gerechtigkeit aus Glauben verkündigt, der auch ruft: "Babylon ist gefallen." Versteht ihr, was ich sagen möchte? Danke, die Armen sagen. Und ich weiß, die anderen haben auch Ja gesagt, nur im Kopf.

[41:42] Ich möchte noch einen praktischen Aspekt ansprechen. Woher wissen wir eigentlich, dass die Adventgemeinde nicht zu Babylon geworden ist oder ein Teil davon? Ich meine, es gibt doch überall Leute, die genau das predigen. Und das macht der Gemeinde eine Menge Probleme. Ich stelle euch eine klare Frage: Wenn Gottes Gemeinde voller Sünde wäre, würde Gott die Gemeinde so behandeln wie Babylon? Was ist die Antwort? Seid vorsichtig, wie ihr antwortet.

[42:30] Schaut euch Jeremia 51 an. Jeremia 51 spricht vom Fall von Babylon. Und wir werden schauen, was passiert ist. Jeremia 51, Vers 5: "Denn nicht verwitwet ist Israel noch Juda von seinem Gott, von dem Herrn der Herrscher." Jetzt spreche ich das nach dem Englischen. Du hast mir gesagt, es ist anders auf Deutsch. Danke, dass du ihnen das auf Englisch gesagt hast. Das ist gut, ja, weil. Das ist die gleiche Idee. Ob "weil" oder "obwohl". Das ist die gleiche Idee, in meinem Geist. Also hier: Juda ist voller Sünden. Aber sie werden nicht verlassen. Was ist mit Babylon? Schaut euch Vers 6 an. "Und rettet jeder sein Leben. Werdet nicht vertilgt, jeder wegen seiner Ungerechtigkeit. Oder ihre Ungerechtigkeit. Denn es ist die Zeit der Rache des Herrn. Was es getan hat, vergilt er ihm."

[44:03] Lasst die Bibel dort offen. Aber jetzt möchte ich etwas sprechen. Wenn Wyclif, als Wyclif noch lebte, hat er mit Vollmacht geschmettert gegen die Konvente und die Klöster. Er war ein großer Feind von Mönchen und Nonnen. Und sie dachten, als er dann starb, oder sterben würde, da haben sich die Mönche unheimlich gefreut. Da sind sie sogar gekommen und haben ihm zugehört. Sie kamen zu ihm und sagten: "Jetzt kannst du doch auf dem Sterbebett noch Buße tun." Aber dann hat er sich aufgerichtet und hat gesagt: "Ich werde nicht sterben. Ich werde aufstehen und leben und die bösen Taten der Mönche verkünden."

[45:05] Als Daubigny, ein Geschichtsschreiber, diesen Vorgang kommentierte, da sagte er etwas sehr Weises: "Wyclif war bereit, die Kirche zu reformieren, aber nicht das Monasterium." Warum hat er einen Unterschied gemacht? Das hatte zu tun mit dem Fundament. Die Kirche wurde auf dem Fundament der Wahrheit gegründet, aber leider waren auch viele verdorbene Dinge auf dieses Fundament der Wahrheit gegründet. Und das war ein Unterschied, weil leider waren auch viele verdorbene Dinge auf dieses Fundament der Wahrheit gelangt. Würde man das ganze Verdorbene wegnehmen, war immer noch das gute Fundament. Aber die Klöster hatten schon ein verdorbenes Fundament. Und wenn man selbst die ganze Verdorbenheit wegnehmen würde und die ganzen Missstände der Führer beseitigen würde, wäre das immer noch kein gutes Gebäude, weil das Fundament falsch ist.

[46:34] Das ist der Unterschied zwischen der Adventgemeinde und Babylon. Die Adventgemeinde ist gegründet auf ein Fundament der Wahrheit. Man hat ziemlich viele üble Dinge darauf gebaut, aber Babylon ist anders. Würden wir jeden verdorbenen, korrupten Führer entfernen, wenn man es so in Ordnung bringt, so gut es nur geht, dann ist das Fundament immer noch Irrtum. Und die Lehren werden dazu führen, dass dieselbe Verdorbenheit wieder entsteht. Babylon kann man nicht heilen.

[47:28] Ist Gott ungerecht, dass Babylon geschaffen wird und Juda wird nicht verworfen? Nein, er ist weise. Ich zeige euch, was er tun wird. Seht euch Jesaja 1 an. Jesaja 1, Vers 21: "Wie ist zur Hure geworden die treue Stadt?" Als ich 19 Jahre war, hörte ich darüber eine Predigt. Dieser Prediger hieß John Grosbeau. Er predigt heute noch immer. Und er hielt eine Predigt darüber, wie aus der treuen Stadt eine Hure geworden war. Und er hatte viele Belege. Diese treue Stadt, so sagte er, war die Adventgemeinde. Und dann hat er eins nach dem anderen die ganzen Verdorbenheiten und Irrtümer aufgeführt, die in die Gemeinde gekommen sind. Das war sehr überzeugend. Die treue Stadt ist zur Hure geworden. Aber den Rest von diesem Abschnitt hat er weggelassen. Jetzt weiß ich auch warum.

[49:09] Vers 22: "Dein Silber ist zu Schlacken geworden. Dein edler Wein mit Wasser verdünnt." Das ist genau das Gegenteil von dem, was Jesus mit den Söhnen Levi erreichen möchte. Er reinigt sie wie Silber.

[49:34] Jetzt Vers 23: "Deine Fürsten sind widerspenstig und Diebsgesellen. Sie beurteilen nicht den Vater, auch nicht kommt die Ursache der Witwe zu ihnen." Es klingt so, als würde Gott einen Prozess gegen Jerusalem führen. Als wäre er bereit, sie zu zerstören mit seinem Licht und Seufzen. Aber schau dir die Überraschung an, in Vers 24: "Darum spricht der Herr, der Herr der Herrscher, der Mächtige Israels: Oh, ich werde mir genug Tuung verschaffen an meinen Widersachern und Rache nehmen an meinen Feinden." Und wie macht er das? Vers 25: "Ich werde meine Hand gegen dich wenden und purely purge away your dross. Und werde deine Schlacken ausschmelzen wie mit Laugensalz und werde all dein Blei wegschaffen. Und ich werde deine Richter wiederherstellen wie früher und deine Ratgeber wie am Anfang. Danach wird man dich nennen Stadt der Gerechtigkeit, die treue Stadt."

[51:15] Warum wendet sich Gott von Jerusalem nicht ab, als sie so voller Sünde war? Weil sie ein Fundament der Wahrheit hat und seine Hände sind nicht gefesselt. Er kann die Untreuen entfernen. Er kann die Schlacke wegnehmen. Er kann die Gemeinde erschüttern. Er kann eine Veränderung herbeiführen. Er kann die Gemeinde zu der ursprünglichen Wahrheit zurückführen. Und das wird er auch tun. Amen.

[51:58] Wie wird er das tun? Schlagen wir nochmal Jeremia 51 auf. Das hatten wir vor kurzem. Wir hatten Vers 6 gelesen, wo es heißt, wir sollen Babylon verlassen. Jetzt will ich in Vers 7 weiterlesen: "Babylon war ein goldener Becher in der Hand des Herrn, der die ganze Erde berauschte. Die Nationen haben getrunken von seinem Wein, deshalb sind die Nationen wütend." Jetzt scheint diese Metapher sehr anders zu sein, als das, woran ihr euch kennt. Ihr verbindet Babylon mit einem goldenen Becher. Es macht die Nationen betrunken. Aber ihr denkt nicht daran, dass dieser Becher in der Hand Gottes ist. Lass mich euch erklären, was diese Metapher bedeutet. Gott benutzt die Täuschungen Babylons, um untreue Menschen aus seiner Gemeinde hinauszuführen. Er straft diejenigen, die Sünde lieben, mit Finsternis. Das tut er schon lange. Babylon ist böse, aber der Herr gebraucht es. Er ruft seine Leute raus.

[53:48] Gehen wir noch mal zu 2. Thessalonicher 2. Das hatten wir auch schon mal aufgeschlagen. Manchmal, wenn wir darüber reden, dass wir einen Text mit dem anderen vergleichen, machen sie es lustig, indem sie sagen: "Da wird ja alles aus dem Zusammenhang gerissen." Aber ich sage euch, wenn wir einen Vers mit dem anderen vergleichen, dann macht der Zusammenhang erst richtig Sinn. Denn die Bibel erklärt sich so selbst. 2. Thessalonicher 2. Wir hatten bei Vers 4 aufgehört. Wir haben darüber gesprochen. Jetzt lesen wir Vers 7: "Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam." Und das bedeutet, schon zur Zeit von Paulus hatte Satan den ersten Fall Babylons herbeigeführt. Vers 8: "Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten wird durch die Erscheinung seiner Ankunft." Ich weiß nicht, ob ihr euch noch erinnert an Vers 1 und 2 hier. Aber vor der Wiederkunft Jesu muss es einen Abfall geben. Das ist aber noch nicht alles. Erst muss noch der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart werden.

[55:41] Ich versuche euch zu helfen, dass ihr die Beziehung zwischen 1. und 2. Engelsbotschaft versteht. Die 1. Engelsbotschaft führt zu dem Fall, die Ursache, und die 2. Botschaft stellt diesen Fall bloß. Ich sage es nochmal anders. Wenn du ein Auto besitzt, das ein Jahr alt ist, dann fährst du das wahrscheinlich noch. Mein Auto ist 6 Jahre alt und ich möchte es noch viele weitere Jahre fahren. Aber wenn du eine Zeitung hast, die eine Woche alt ist, dann benutzt du die wahrscheinlich nur, um etwas einzupacken oder ein Feuer anzuzünden. Oder vielleicht, um in deinem Garten zu helfen. Das macht vielleicht keinen Sinn. Aber du benutzt deine Zeitung fast wie Trash. Wenn eine Nachricht alt ist, ist sie nicht mehr eine Neuigkeit.

[56:49] Wenn du etwas beibringen möchtest, kannst du sehr alte Nachrichten über die Art und Weise, wie der Ellenbogen funktioniert. Ich meine, die Wahrheit über die Anatomie ist seit langer Zeit die gleiche. Wenn du über die Wissenschaft lernen willst, ist es die gleiche. Was 100 Jahre zuvor wahr war, ist heute noch wahr. Natürlich, wir lernen etwas Neues. Aber wahre Wissenschaft verändert sich nicht. Babylon ist nicht wie Wissenschaft. Babylon verändert sich.

[57:45] Also in der ersten Engelsbotschaft, wo das Evangelium verkündet wird, ist es ein neues Evangelium? Ist es ein neues Evangelium? Nein, es ist das ewige Evangelium. Das ist schon immer verkündet worden. Aber in der zweiten Botschaft, wo es heißt: "Babylon ist gefallen, gefallen", das ist etwas Neues über Babylon. Es bedeutet, dass in Kürze, also da muss sich etwas verändert haben. Es geht darüber sprechen und es verkündigen. Ich möchte damit sagen, dass wenn Babylon zum zweiten Mal fällt, dann muss das genauso offenbar werden und bekannt werden wie beim ersten Mal.

[58:52] Ich sage es nochmal anders. Also, wenn wir verkündigen, die katholische Kirche ist verdorben, dann stellen wir den ersten Fall Babylons bloß. Aber erst wenn wir die Verdorbenheit der protestantischen Kirchen bloßgestellt haben, so wie sie die Botschaft von der Schöpfung und vom Gericht verworfen haben, erst wenn wir das tun, haben wir den zweiten Fall offenkundig gemacht.

[59:30] Habt ihr noch 2. Thessalonicher 2 offen? Vielleicht habe ich euch jetzt abgelenkt. Denn es geht immer noch darum, wie benutzt Gott den Becher Babylon? Ihn, dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verloren gehen, darum, dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden. Und deshalb sendet ihnen Gott was? Eine wirksame Kraft des Irrwahns, also starke Täuschungen, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern der Ungerechtigkeit.

[1:00:41] Babylon ist wie ein goldener Becher in der Hand Gottes. Er gebraucht ihre Irrlehren, um Menschen zu täuschen, die sich an Sünden festhalten. Wenn du an einer Sünde festhältst, dann wird er ihre Irrtümer benutzen, um dich zu täuschen, denn er möchte gerne, dass du die Adventgemeinde nicht weiter beeinflusst, damit er die Gemeinde in Vollmacht gebrauchen kann.

[1:01:17] Zusammenfassend, was ich heute gesagt habe: Gemeinden können fallen. Es kann passieren, indem sie ihre erste Liebe verlassen, indem sie Sünden pflegen, indem sie selbst gerne Ehre und Anbetung haben wollen, und besonders dadurch, dass sie das ewige Evangelium verwerfen. Babylon hat zweimal dieses Evangelium verworfen. Einmal, als es durch die Apostel gepredigt wurde, und einmal, als es in den 1800er Jahren verkündigt wurde.

[1:02:01] Ganz praktisch bedeutet das, wir sollten wachsam sein. Die Verkündigung, dass Babylon gefallen ist, muss vollmächtig verkündigt werden. Aber wir müssen achtgeben, dass wir uns nicht mit ihr verbinden. Wir müssen die Wahrheit lieben, und wir müssen dieses Fundament, das Christus selbst ist, das muss uns kostbar sein. Wenn das so ist, dann werden wir erleben, dass er seine Gemeinde nicht verwirft, auch wenn sie voller Sünde ist, sondern er wird sie reinigen. Babylon dagegen ist unheilbar. Sie wird zerstört werden, und wir sollten herauskommen. Lasst uns knien zum Gebet.

[1:03:06] Unser Vater im Himmel, es tut mir leid, dass wir so wenig Beachtung geschenkt haben, dass uns die Wahrheit so unwichtig war. Bewahre uns vor einem Fall. Bewahre uns die erste Liebe. Du bist derjenige, der Ehre verdient. Lehre uns, wie wir so leben können, dass es Jesus ehrt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.