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In dieser Predigt wird die biblische Symbolik von Wein und dessen negativen Auswirkungen auf das Leben beleuchtet. Es wird eine Verbindung zwischen Alkoholmissbrauch, Unzucht und den Warnungen in der Offenbarung hergestellt. Die Predigt fordert dazu auf, sich von falschen Lehren und Praktiken zu distanzieren und stattdessen die Wahrheit im Wort Gottes zu suchen.


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Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14

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Transkript

[0:00] Haltet ihr noch durch bis Sonntagmittag? Also, ich will nicht Zeit und Gesetz ändern. Ich wurde nicht 86 geboren, sondern 68. Nur die Zahlen rumgedreht.

[0:44] Offenbarung 14, Vers 8. Nur ein Vers, denn sie hat vom Glutwein oder Zornwein ihrer Unzucht alle Völker trinken lassen. Titel meiner Betrachtung: Betrunken am Steuer liegt im Wein die Wahrheit. Alkohol, wahrscheinlich die verharmloseste Droge der Menschheit. Das Wortbild vom Wein, vom Alkohol passt ungemein gut, denn er schneidet in der Bibel so schlecht ab.

[1:36] 1. Mose 9, Vers 20. Wir haben schon zusammen gebetet auf unseren Knien. 1. Mose 9, Vers 20. Aus Zeitgründen werde ich den Wein etwas verwässern, die Botschaft aber nicht. Noah aber wurde ein Landwirt und pflanzte einen Weinberg. Und als er von dem Wein trank, wurde er betrunken und lag aufgedeckt in seinem Zelt. Und das endete dann nicht gut. Er trank von dem Wein, wurde betrunken, lag entblößt im Innern seines Zeltes.

[2:19] Schon beim ersten Verweis auf den Wein taucht die Kombination Alkohol und Unzucht auf. Das sind fast siamesische Zwillinge. Gleich darauf 1. Mose 19, Vers 32. Ursprung der Moabiter und Ammoniter, Erzfeinde Israels. Und dann auch der bekannte Text, Sprüche, Kapitel 23, Vers 25 bis 30. Wir zielen auf Offenbarung 14, Vers 8 ab, aber wir müssen erst durch die Nachbarschaft fahren.

[2:58] Sprüche 23, Vers 25: Lass deinen Vater und deine Mutter sich freuen, fröhlich sein, die dich geboren hat. Gib mir mein Herz, mein Sohn, dein Herz. Lass deine Augen meine Wege gefallen, denn eine fremde Frau ist eine tiefe Grube und eine Ehebrecherin ist ein enger Brunnen. Auch lauert sie wie ein Räuber, die Treulosen unter den Menschen sammelt sie zu sich. Und dann im Kontext, Vers 29: Wo ist Weh, wo ist Leid, wo ist Zank, wo ist Klagen, wo sind Wunden ohne Ursachen, wo sind trübe Augen, wo man lange beim Wein sitzt und kommt, um auszusaufen, was eingeschenkt ist.

[3:45] Sieh den Wein nicht an, wie er so rot ist und im Glas so schön schimmert. Er geht glatt ein, aber danach beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter. Dann werden deine Augen absonderliche Dinge sehen und dein Herz wird verworrenes Zeug reden und du wirst sein wie einer, der mitten im Meer schläft und wie einer, der oben auf dem Mastbaum schläft. Sie schlagen mich, aber es tut mir nicht weh. Sie verprügeln mich, aber ich fühle es nicht. Wann werde ich aufwachen, dass ich es so weiter treibe?

[4:24] Habakkuk 2, Vers 15: Weh dir, der du deinem Nächsten einschenkst und deinen Weinschlauch ausgießt und ihn betrunken machst, damit du deine Blöße siehst. Und natürlich auch das plötzliche und traurige Ende Johannes des Täufers. Geburtstagsfeier vom Herodes und wieder die Kombination Frauen, Männer und Wein. Ein tödliches Rezept. Der Wein floss, die junge Frau tanzte. Ellen White beschreibt Salome als junge Dame, die die erste Ausstrahlung ihrer femininen Seite erfuhr. Lust und Likör ergeben mathematisch eine tödliche Tinktur. Männer, wer so addiert, subtrahiert sein Leben.

[5:30] Die Gefahr der Traube ist kein Geheimnis, sie ist tödlich. Der Wein bringt um. Klagelieder 2, Vers 12: Zu ihren Müttern sagen sie, wo ist Brot und Wein, weil sie auf den Straßen der Stadt verschmachten, wie die tödlich Verwundeten und den Armen ihrer Mütter den Geist aufgeben. Und nicht ohne Grund. Deswegen wurden Priester angewiesen, 3. Mose 10, Vers 9, überhaupt keinen Alkohol zu trinken. Ich höre also immer wieder, wir Adventisten haben keinen Grund zum Totalverbot, zur Abstinenz. Die Bibel erlaubt ja ein bisschen Alkohol. Ganz allein in der Wohnung, ohne betrunken zu werden.

[5:53] 3. Mose 10, Vers 9: Du und deine Söhne mit dir, ihr sollt weder Wein noch starkes Getränk trinken, wenn ihr in das Zelt der Begegnung geht, damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für alle eure Nachkommen. Seit 1844 taucht unser Name im Zelt der Begegnung auf, also kein Alkohol überhaupt. Alkohol. Wir schlagen die Texte jetzt nicht auf, aus Zeitgründen nicht. Ich werde sie nur mal kurz ansprechen. Alkohol, Jesaja 28, Vers 7, verursacht Taumeln. Man kann nicht mehr gerade gehen.

[6:39] Zweimal mahnt Paulus den Timotheus, dass die Ältesten nüchtern sein sollen. Keine Trinker. 1. Timotheus 3, 2 und 3 und Titus 1, Vers 7 bis 8. Und der Kontrast im Epheserbrief ist auch ganz klar: Entweder man ist berauscht mit Wein, Epheser 5, Vers 18, oder man ist mit dem Geist erfüllt. Es ist ein Entweder-Oder.

[7:25] Mehrmals ruft das Neue Testament zur Nüchternheit auf. 1. Thessalonicher 5, 6 bis 8, 1. Petrus 1, Vers 13, Kapitel 4, Vers 7, Kapitel 5, Vers 8, 2. Timotheus 4, Vers 5, 1. Timotheus 3, Vers 2 und 11 und Titus, Kapitel 2, Vers 2. So schnell kann man das gar nicht aufschreiben. Ich werde meine Predigten ins Internet stellen, auf deutsch ingo-sorge.com seine deutsche Spalte. Nächste Woche vielleicht, in zwei Wochen.

[8:03] Ich habe das nur so schnell gelesen, damit ihr wisst, es gibt einen Grund für Adventisten, nicht zu trinken. Und nicht nur ein Text, mehrere, eine ganze Stange von Texten. Und ich weiß, ich weiß, der Paradetext, der immer wieder zur Verteidigung des Weines hergezogen wird, natürlich die Hochzeit von Kanaan. Da hat noch Jesus den Wein gemacht aus Wasser.

[8:37] Es gibt viele verschiedene kontextuelle Gründe, kulturelle Gründe. Die haben gewusst, wie man den Traubensaft vom Verderben schützen kann. Das will ich jetzt nicht ansprechen. Es gibt einen Hinweis im Text, dass Jesus nicht Alkohol produziert hat. Johannes 2, Vers 11. Und ihr fragt euch vielleicht: Also eine Alkoholpredigt ist ja ganz schön, aber wir wollen durch die Offenbarung studieren. Machen wir. Ich werde zur Offenbarung schon noch kommen. Aber wir müssen den Wein verstehen.

[9:14] Betrunken am Steuer liegt im Wein die Wahrheit. Johannes 2, Vers 1. Ich weiß, wir kommen zum Vers 11. Vers 1. Drei Tage später war eine Hochzeit. Wo im Johannes-Evangelium tauchen noch einmal drei Tage auf? Am Kreuz. Ist nur eine Theorie von mir, aber vielleicht, vielleicht. Nur als Gedanke hier am Nachmittag. Vielleicht weist Johannes schon im ersten Vers diese Geschichte darauf hin, dass es sich hier um eine Kreuz-Auferstehungsgeschichte handelt, obwohl es eine Hochzeit ist.

[10:03] Sie findet am dritten Tag statt. Aber gehen wir mal zum Vers 11. Die Hochzeit findet statt. Ihr kennt die Geschichte. Jetzt kommt Vers 11. Fazit: Dieses tat Jesus als Anfang der Zeichen. Das heißt, die Verwandlung von Wasser in Wein und im Griechischen Traubensaft, Wein, alles ein Wort. Oinos. Zweite Klasse, Maskulin, Oinos. OS, Omikron, Sigma, Schluss. Oinos. Wein, Traubensaft. Die Verwandlung von H2O in Traubensaft war ein Zeichen. Ein Zeichen von was? Ein Zeichen des Kreuzes.

[10:53] Später kommt aus dem Jesus Wasser und Blut. Welche Farbe hat das Blut? Ich will das nicht allegorisch interpretieren, aber es klingt mir ganz danach, dass die ganze Hochzeitsgeschichte ein Symbol, ein Zeichen der Kreuzigung ist und der Auferstehung. Und Jesus starb als Passalam und während dem Passafest ist Vergärung verboten. Zumindest Alkohol und auf Deutsch Yeast. Was macht das? Brot. Hefe. Genau. Verboten.

[11:30] Wenn also die Hochzeit ein Passat-Zeichen ist, dann ist es unmöglich, theologisch, dass es sich bei dem Wein um Wein handelt. Es muss traubenhaft gewesen sein. Übrigens spricht auch Jesus bei der Abendmahlsfeier niemals vom Wein, sondern von der Frucht des Weines. Die Frucht des Weines ist die Traube und aus der Traube kommt nicht Wein, sondern Traubensaft. Das wird dann für die Offenbarung ganz wichtig werden. Nur geduldig warten.

[12:09] Das ist in Matthäus 26,29, Markus 14,25 und Lukas 22,18. Die Synoptiker haben das alles. Frucht des Weines, nicht Wein. Und dann wird mir häufig immer wieder 1. Timotheus 5, Vers 23 zitiert. Der Paulus sagt dem Timotheus, ja, trink etwas Wein. Übrigens sagt das der Paulus nicht. Das ist ein falsches Zitat. 1. Timotheus 5, Vers 23.

[12:39] Der Paulus sagt dem Timotheus nicht, Wein zu trinken. Stimmt nicht. So steht es in der Bibel nicht, egal welche Übersetzung. Das lohnt sich schnell anzuschauen. 1. Timotheus 5, 23. Höre ich übrigens nie von Nicht-Adventisten. Immer von Adventisten. 5, Vers 23: Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern, und jetzt kommt ein anderes Verb, nimm ein wenig Wein um deines Magens willen, weil du so oft krank bist. Nimm ein wenig Wein.

[13:20] Nehmen wir einmal an, es handelt sich um Alkohol. Ich glaube, ich kann beweisen, dass es sich um Traubensaft handelt, nicht um Alkohol. Nehmen wir mal an, es handelt sich um Alkohol. Dann sagt der Paulus, nimm ein wenig Alkohol, also medizinisch, damit die ganzen Bakterien und Viren und alles kaputt gemacht werden im Wasser oder im Traubensaft und dann kannst du das trinken. Aber wir haben gute Beweise, dass es sich um Traubensaft handelt.

[13:55] Plinius, der Jüngere, schrieb im Jahr 79 nach Christus. Im Englischen sagen wir erst die 70, dann die 9, also 79. Ich bin 68 geboren. Ja, 79 nach Christus, also die gleiche Zeitspanne, in der Paulus den Timotheus schreibt. Außerhalb der Bibel, da schreibt der Plinius, Zitat: dass es sich beim medizinischen Wein um Traubensaft handelt. Natürliche Geschichte 23 bis 24. Also außerhalb der Bibel, Traubensaft aus medizinischen Gründen war tatsächlich Traubensaft und nicht Alkohol.

[14:40] Jesaja 5, Vers 11 bis 12: Weh denen, die am Morgen früh auf sind, um sich des Saufens zu befleißigen. Das ist Luther, der weiß das. Und bis in die Nacht sitzen, sodass sie der Wein erhitzt und Harfen, Psalter, Pauken, Pfeifen und Wein in ihrem Wohlleben haben und nicht auf das Werk des Herrn sehen und nicht auf das Geschäft seiner Hände schauen.

[15:07] Was verhindert der Wein nach Jesaja? Lese ich noch mal. Wer trinkt, kann nicht auf das Werk des Herrn sehen und nicht auf das Geschäft seiner Hände schauen. Babylon schenkt Wein aus. Wer also den Alkohol dann doch noch verteidigt, vor allem als Adventist, muss sich vor Gott verantworten und auf dem Friedhof vor jeder Familie, die im Autounfall einen Vater, eine Mutter, einen Bruder oder eine Schwester, einen Mann oder eine Frau verloren hat.

[15:44] Wer meint, es ist doch etwas Gutes im Wein, es entspannt, es ist gut fürs Herz, vergisst, dass wir den Likör nicht loben, weil er aus 70 Prozent Wasser besteht. Es reichen nur ein paar Prozent, um einen Christenpfarrer untauglich zu machen. Betrunken am Steuer, hört einfach auf zu trinken, ganz einfach.

[16:12] Die wahre Freiheit findet sich in der strengen Gehorsam zu Gott. Außerhalb gibt es keine Freiheit. Aber ihr meint wahrscheinlich, in der Offenbarung geht es doch gar nicht um echten Alkohol, das ist doch nur symbolisch. Ja klar, aber die Symbolkraft der Sprache der Offenbarung findet sich in der Wirklichkeit des Symbols. Deswegen mussten wir den Alkohol betrachten.

[16:46] Offenbarung 14, Vers 8 ist ironischerweise unglaublich konzentriert. Ein anderer Engel folgte, ein Satz, im Griechischen 24 Worte, im Textus Receptus. Ein anderer Engel folgte ihm, der rief: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt, denn sie hat vom Zornwein ihrer Unzucht alle Völker trinken lassen. Vier Genitive hintereinander.

[17:23] Ich lese es nochmal, denn sie hat vom Wein, vom Wein ist Genitiv, des Zornes Genitiv, der Unzucht Genitiv, ihrer am Schluss im Griechischen, vierter Genitiv, alle Völker trinken lassen. Das heißt, wir müssen das ganz langsam oder ganz schnell einmal analysieren. Der letzte ist Possessiv, ihre Unzucht. Dann verbleibt noch die Kette: der Wein, ihres Zornes, des Zornes ihrer Unzucht. Ist der Zorn also im Wein oder ist der Zorn in der Unzucht? Können wir jetzt vielleicht so in der Schnelle nicht lösen und es ist schon halb sechs, halb fünf, aber ganz langsam nochmal.

[18:19] Es steht da, der Wein, des Zornes, ihrer Unzucht. Also drei Elemente, wie gehören die zusammen? Schlachter spricht sogar vom Glutwein. Neue Lutherbibel übersetzt Zornwein, also ein adjektives Attribut zum Wein. Zornwein, was für ein Wein, Zornwein. Luther 1545 fehlt noch das Element des Zornes, aber es scheint mir strukturell, dass die Wut sich auf die Unzucht bezieht, nicht auf den Wein selber.

[19:01] Ingo, worum geht es jetzt denn? Werde ich gleich erklären. Der Wein der Hure Babylons ist ein ganz spezifischer Jahrgang von einer ganz spezifischen Winzerei der Tollwut. Die Schuld Babylons liegt nicht im Weintrinken, sondern im Weinverkauf. Gesundheit! Im Vertrieb und das wird Unzucht genannt. Und in dieser Unzucht liegt der Zorn. Und Unzucht ist das Brechen des siebten Gebotes. Das heißt, es geht um zumindest einen Teil der zehn Gebote. Eine uneheliche Beziehung, also ein direkter Verstoß gegen die zehn Gebote.

[19:53] 2. Samuel, Kapitel 13. Paradebeispiel aus dem Alten Testament. Die Geschichte kennt ihr vielleicht. Absalom, der Sohn Davids, 2. Samuel 13, hatte eine schöne Schwester, die hieß Tamar und Amnon, der Sohn Davids, gewann sie lieb. Und er wollte sich mit ihr niederlegen und das hat er auch durch List und Verrat geschafft. Und dann kommt der Vers 15.

[20:20] Und Amnon wurde ihr überaus gram, sodass der Hass, mit der er sie hasste, größer war als vorher die Liebe, mit der er sie geliebt hatte. Es war wahrscheinlich gar keine Liebe. Aber in der Liebe, in der Unzucht folgte der Hass.

[20:48] Jeremia 51, Vers 7: Ein goldener Kelch, der alle Welt betrunken gemacht hat, war Babel in der Hand des Herrn. Alle Nationen haben von ihrem Wein getrunken. Also es geht wieder um die ganze Welt global. Darum sind die Völker toll, wie toll geworden. Was ist dieser Wein? Denn wir müssen unbedingt vermeiden, diesen Wein zu trinken. Dieser Wein führt nicht nur zum Straucheln der Trinker, sondern zum Verfall einer ganzen Stadt.

[21:20] Jedes Symbol hat eine Funktion. Und das Geheimnis der Offenbarungsinterpretation ist, die Funktion des Symbols herauszufinden. Worum geht es in diesem Wein? Ich habe mir mehrere Kommentare angeschaut, allesamt nicht befriedigend. Also Sola Scriptura. Zurück zur Bibel und nachdenken. Das kann jeder machen. Man braucht keinen Doktortitel, man braucht nur Zeit und eine Bibel.

[22:00] Was ist der Wein? Liegt im Wein die Wahrheit? Nein, aber beinahe. Ich habe mir überlegt, ohne Kommentare, was ist denn jetzt der Wein? Woher kommt der Wein? Wein ist ehemaliger Traubensaft. Wein war einmal gut und wurde dann durch menschliche Einfügung kaputt gemacht. Und ich weiß, im Schwabenland den Wein kaputt nennen ist schon die Höhe, aber so steht es in der Bibel. Wein ist kaputter Traubensaft.

[22:49] Nächster Schritt: Wein ist kaputt machender Traubensaft. Ich habe auch Freunde im Friedhof. Beerdigung. Wegen dem Wein. Betrunken am Steuer. Beim Betrunken am Steuer geht es nicht nur um lustige Witze zu erzählen und die Männer und Frauen auch, die laufen dann komisch und lachen und können nicht mehr denken und sehen alles doppelt. Beim Weintrinken irgendwann mal stirbt der Mensch.

[23:25] Ich habe beim Doktor Jürgen Ansel in Geildorf einen Sommer lang gearbeitet. Kennt ihr den Doktor Ansel? Ist jetzt gestorben. Da kam ein Friedhofsvorsteher in unser Klinikum und der hatte auf dem Bauch, betrunken am Steuer, während der Beerdigung. Der Sarg fiel in das Grab rein und die Polizei hat ihn während der Beerdigung noch zu unserer Klinik gefahren. Der hatte auf dem Bauch, Herr Doktor, wo sitzt du? Spider Navy hat Dr. Ansel das genannt. Da drückt man drauf, das sind so rote Fäden, drückt man drauf, die verschwinden und dann kommen sie wieder.

[24:10] Dr. Ansel hat mir erklärt, das heißt, die Leber will jetzt nicht mehr. Leberzirrhose. Das ist ein Anzeichen, dass die Leber kaputt ist. Wein ist ehemaliger Traubensaft und der macht kaputt. Was einmal gut war, ist jetzt schlecht. Und so taucht es in der Offenbarung auf.

[24:30] In vino veritas. Nein, der Alkaios von Lesbos hatte hier nicht recht. Im Wein ist nämlich keine Wahrheit. Tacitus weist darauf hin, dass die Germanen bei Ratssitzungen immer Wein tranken, weil ein Betrunkener nicht lügen kann. Ist ja auch eine Lüge. Solche Weisheiten finden sich in allen Kulturen manchmal richtig, manchmal falsch.

[25:02] Die Chinesen sagen: Nach dem Wein folgt die wahre Rede. Offenbarung 14, Vers 8. Mit dem Wein kommt die Lüge. Babylonischer Talmud unter den Juden. Ich habe die vor drei Jahren in Tiberias am See Genezareth besucht. Die schreiben immer noch den Talmud. Rein kommt der Wein, raus kommt ein Geheimnis. Persisches Sprichwort: Bist du betrunken, sagst du die Wahrheit. Russisch: Was der Nüchterne denkt, das plaudert der Betrunkene aus.

[25:47] Deswegen kann Ellen White kommentieren: Der Wein Babylons ist, Selected Messages, zweite Teil, Seite 68, der Wein Babylons ist, den falschen und trügerischen Sabbat über den Sabbat zu heben, den der Herr Jehova gesegnet und geheiligt hat, und die Unsterblichkeit der Seele. Diese verwandten Ketzereien und die Verwerfung der Wahrheit konvertieren die Kirche zum Babylon. Könige, Kaufleute, Religionslehrer, Religionslehrer finden sich in einer Harmonie der Korruption.

[26:28] Babylon ist nicht einmal ein Saftladen. Es schenkt hochprozentige Vergiftung aus, global. Ich habe noch vier mehr Zitate, aber warum zitiere ich Ellen White? Warum nicht die Bibel? Erste Regel der Bibelauslegung: Kontext. Also ohne Ellen White, nur Bibel.

[26:52] Offenbarung 14, Vers 8: Babylon schenkt Wein aus und das führt zu ihrem Verfall, macht alle betrunken. Das führt zu Unzucht, eine falsche Beziehung zwischen den Menschen, geistlich, theologisch und in jeder Hinsicht. Könnt ihr euch noch an gestern erinnern? Worum ging es in der ersten Engelsbotschaft?

[27:18] Also in Vers 8 kommt eine falsche Theologie, die betrunken macht am Steuer und die Menschen fahren zum falschen Ziel. Im direkten Zusammenhang, worum geht es? Offenbarung 14, Vers 7: Er rief mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Und das hängt dann mit Vers 6 zusammen, Vers 8. Wo fliegt der erste Engel?

[27:58] Mitten im Himmel. Wo findet man Babylon in der zweiten Engelsbotschaft, die nur einen Satz lang ist? Ganz weit unten im Keller. Das heißt, der Kontrast zwischen Offenbarung 14, Vers 6 und 7, erste Engelsbotschaft und zweite Engelsbotschaft, der zweite Engel, könnte nicht größer sein. Die Botschaft fliegt hoch am Himmel im ersten Engel, im zweiten Engel fällt Babylon so tief, wie sie nur fallen kann.

[28:34] Also ein ganz krasser Kontrast. Aber worum geht es im ersten Engel? Betet den an, der gemacht hat. Also es geht um den Schöpfer und das Zitat, wie wir gestern festgestellt haben, kommt aus 2. Mose Kapitel 20, Vers 11. In meiner griechischen Bibel, deutsche Bibelgesellschaft aus Stuttgart, Möhringen, steht in der Fußnote zur Offenbarung 14, Vers 7, 2. Mose 20, Vers 11. Was welches Gebot in den zehn Geboten ist? Das Sabbatgebot.

[29:10] Dann kommt gleich nach dem Sabbatgebot und Aufruf der zweite Engel. Das heißt, Ellen White hat es nicht nur aus der Luft gegriffen, dass es sich hier um einen falschen Sabbat handelt. Das ist direkt im Zusammenhang von Offenbarung 14 ersichtlich, ohne Ellen White, nur mit der Bibel.

[29:38] Also Zusammenfassung: Wein ist falscher Traubensaft. Zweite Engelsbotschaft warnt, dass im ersten Engel ein Aufruf erging, den Gott des Sabbats der Schöpfung anzubeten. Logischerweise dann handelt es sich beim Wein um einen falschen Sabbatag. Der macht die ganze Welt betrunken.

[30:06] Offenbarung 14, 8 folgt auf den Versen von Vers 7. Uriah Smith in seinem Kommentar zur Offenbarung listet zehn problematische Lehren dazu noch auf. Alles gute Lehren, Traubensaft, die eine Glaubensgemeinschaft dann kaputt gemacht hat. Immakulate Konzeption, wie der Jesus geboren worden ist. Der Dienst Jesu von der katholischen Messe und Transsubstanzition ersetzt. Man erhält also Vergebung durch einen menschlichen Priester, nicht durch Jesus selbst. Und Papst Johannes Paul in 2002 hat auch gesagt, dass Maria eine Ko-Redemptrix sein kann. Man kann also Erlösung durch Maria erlangen, so wie durch Jesus Christus.

[31:04] Konfession an einen menschlichen Priester anstatt an Jesus, Tradition anstatt Bibel, Sonntag anstatt Sabbat, Unsterblichkeit der Seele, die heiligen Verehrung, Kindertaufe durch Besprengung anstatt Erwachsenentaufe, Wiederkunft Christi als ein geistliches, nicht wirkliches Ereignis.

[31:25] Ich kann mich noch erinnern, evangelischer Kirchentag in Berlin 1900 irgendwann, Heinz Zahnt, der sagte vor uns, vor so einer Versammlung: Ich erwarte die Wiederkunft Christi nicht mehr. Ein protestantischer Theologe, der kategorisch festhält, öffentlich, die Wiederkunft Christi wird nicht stattfinden. Das apokalyptische Zeitalter ist vorbei. Und dann noch ein friedliches Millennium auf Erden.

[31:57] Wie sehr die protestantische Theologie noch mit Rom vernetzt ist, wurde mir in meiner Doktorarbeit klar. Als ich Adventist wurde, ich bin nicht adventistisch aufgewachsen, habe ich an einer Beerdigung Schubert Impromptu Gestur gespielt. Dann haben mir immer Leute gesagt, das hätte dem, dem Verstorbenen gefallen. Wollt ihr es schnell hören? Schnell Kassette einschalten. Und so weiter.

[32:45] Und die haben immer gesagt, das hätte dem Dale gefallen. Und mit meiner englischen Grammatik in Amerika als Austauschschüler, habe ich mir endlich mal gesagt, das hätte dem gefallen. Das heißt, es hat ihm nicht gefallen. Hat er überhaupt nicht gehört. Dann kam noch mal ein Mann und hat gesagt: Ingo, bei der Beerdigung spielen, das war sicher sehr schwierig, aber das hätte dem gefallen.

[33:10] Ich hatte mit dem hätte genug. Ich habe gesagt, es hat ihm gefallen. Der Mann meinte, ein Adventist, ja, wo meinst du denn, wo der Verstorbene ist? Ich habe gesagt, wenn er gut war, ist er im Himmel. Wenn er schlecht war, in der Hölle. Aber egal wo, das hat er gehört. Dann hat er sich eine Bibel geschnappt und 1. Thessalonicher 4, Vers 13 bis 18 gelesen. Ich will euch nicht in Unwissenheit halten in Bezug auf die Entschlafenen, sondern euch Hoffnung geben. Ihr kennt den Text.

[33:44] Als ich bei meiner Doktorarbeit ein Seminar zum Paulus belegen musste, war ein Text zur Seminararbeit 1. Thessalonicher 4, Vers 13 bis 18. Ich habe meine Doktorarbeit bei den Baptisten absolviert, weil ich schon an der Uni arbeitete und die waren nur 20 Minuten weit weg. Das war ganz praktisch. Und wisst ihr, wer 50 Seiten dann über 1. Thessalonicher 4, Vers 13 bis 18 schreiben musste? Der adventistische Ingo.

[34:22] Und die Baptisten wachten dann von den Toten auf. Zweimal zwei Stunden habe ich die Lehre über den Tod ihnen gepredigt. Akademisch, Griechisch, Hebräisch, alle Texte, die die Natur der Seele, 1. Mose 2, Vers 7, was denn ein Mensch ist, was Leben ist, was Tod ist, alles bearbeitet und auch 1. Thessalonicher 4, Vers 13 bis 18. Zwei Stunden lang, zweimal. Nach vier Stunden waren meine Kommilitonen müde und haben sich dann nicht an mich gewandt.

[35:04] Die haben mich nach dem Scherz am Kreuz gefragt, Philipper 1, Verse 21 bis 23, alle Parade-Texte in der Evangelisation kamen dran. Habe ich alle erklärt, dass das Komma mit dem Scherz am Kreuz natürlich alles erklärt. Die waren dann etwas verwundert und haben dann ihren Professor gefragt. Der Himmel verhüte es, aber sie haben gesagt: Wenn, wenn sie jetzt einen Autounfall haben heute Abend und sie sterben im Autounfall, was passiert passiert mit ihnen? Also die haben mich nicht gefragt, sondern ihren Professor.

[35:45] Ich werde seine Antwort nie vergessen. Nach vier Stunden Bibelstudium, was passiert, wenn wir sterben, meinte der Professor folgendes: Student fragt unter Doktoranden: Was passiert mit Ihnen beim Autounfall? Wo gehen Sie hin? Was passiert? Der Professor antwortete nur: Naja, irgendwas wird schon passieren.

[36:20] Das ist, verzeihen Sie Professor, wenn Sie das mal sehen, das ist betrunken am Steuer als Theologe. Im Wein ist nicht die Wahrheit. Spätabends um zehn hat mich ein Kommilitone angerufen, hat mir gesagt: Ich verstehe, Ingo, was du sagst, ich kann es aber nicht ganz glauben mit dem Sabbat, weil am Samstag gehe ich ja immer einkaufen und du den Rasen mähen. Das ist betrunken am Steuer.

[37:01] Die Bibel ist so kristallklar, was passiert, wenn wir sterben mit dem Sabbat. Wenn das Theologen mit Griechisch und Hebräisch nicht annehmen können, dann kann es sich nur um den Wein Babylons handeln. Wenn man zu viel Wein trinkt, den falschen Wein, kann man überhaupt nicht mehr theologisch richtig denken.

[37:28] Ich hörte einem Radioprediger einmal zu. Gute Predigt. Predigtfrage war: Warum müssen wir uns vor dem Tod nicht fürchten? 20 Minuten lang gute Predigt, konnte ich eigentlich alles unterschreiben, aber er hat die Frage nie beantwortet. Dann kam die Musik am Schluss der Radiostunde, so wie der Werner Rentsch, und dann antwortete er seine eigene Frage: Warum müssen wir uns vor dem Tod nicht fürchten? Und er sagte: Es gibt keinen Tod. Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Autounfall, eine Sekunde und du bist mit dem lieben Gott.

[38:15] Ich war in einer Beerdigung, der Prediger predigte: Unsere liebe Schwester, also nicht eine adventistische Beerdigung, unsere liebe Schwester ist durch das Tal des Todes gewandert und sitzt jetzt am Tisch Gottes. Dann sind wir zum Friedhof gefahren und derselbe Prediger sagte dann: Am Auferstehungsmorgen werden wir unsere liebe Schwester wiedersehen. Sie wird dann aus dem Grab auferstehen. Ja, Moment mal, gibt es zwei Schwestern, die hier gestorben sind?

[38:51] Das ist der Wein Babylon. Eine Frage an euch alle: Wir können über Rom reden, über andere Theologen und Baptisten und Methodisten und bist du hier sitzend oder zuhören später, bist du in einer falschen theologischen Beziehung? Trinkst du noch irgendwo irgendwie kaputten Traubensaft? Was liest du? Wem hörst du zu? Wie lebst du? Bist du betrunken am Steuer?

[39:35] Zwei Euro, zwei Minuten. Also der Aufruf von Offenbarung 18, Vers 1 bis 5 besteht noch und ich kann es in, also vier Euro, danke, ich kann es in vier Minuten machen.

[39:54] Offenbarung 18, Vers 1 bis 5: Dieser Aufruf besteht auch heute noch und nicht nur für die Welt. Wenn dieses Wochenende vorbei ist, müssen wir erst mal unsere geistlichen Hausaufgaben machen und dieses Wochenende persönlich aufarbeiten. Das kann man ja so konzentriert gar nicht machen. Es muss zu Hause gemacht werden. Ich auch.

[40:15] Offenbarung 18, Vers 1 bis 5: Danach sah ich einen anderen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte große Macht und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet. Er rief mit Macht und lauter Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel. Denn vom Wein des Zornes ihrer Unzucht, drei Genitive, haben alle Völker getrunken.

[40:57] Der Wein macht nicht glücklich, der Wein bringt die Wut herein und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben und die Kaufleute der Erde sind durch das Ausmaß ihrer Übigkeit reich geworden. Dann hörte ich eine andere Stimme vom Himmel, die sagte: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden beteiligt seid und euch nichts von ihren Plagen trifft, denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel.

[41:35] Die Geografie der Offenbarung umfasst alles, vom Keller bis in den Himmel und Gott gedenkt an ihre Ungerechtigkeiten. Nach Offenbarung 14, Vers 8 geht es bei einer falschen Theologie nicht um Meinungen, sondern falsche Theologie, Wein ist tödlich. Wer will raus aus Babylon, bevor es auf Ewigkeit zu spät ist? Wer will Babylon aus seinem Herzen rausschmeißen, jetzt? Falschheit, Täuschung, Illusion, Zukunft ohne Ziel, Ziel ohne Zukunft. Wir brauchen jetzt klares Denken in der Adventgemeinde, eine klare Sicht, geradeaus gehen, Unzucht vermeiden.

[42:26] Ich weiß es persönlich nicht, aber ich habe gelesen, beim Oktoberfest gibt es immer ein Vergiftungszelt, ein Entgiftungszelt. Ihr braucht jetzt nicht nach vorne kommen, aber es ist ein Aufruf. Brauchst du heute ein Zelt zur geistlichen Entgiftung?

[42:55] Betrunken am geistlichen Steuer. Der Volksmund sagt: Trink, trink, Brüderlein trink. Ich schlage vor: Nur das Wasser des Lebens. Stehen wir zusammen auf zum Gebet.

[43:24] Unser Herr, dieses Gebet muss wahrscheinlich vielfältig sein. Zum einen die Bitte um Vergebung für die, die schon vom Wein getrunken haben. Und hier sind aber trotz noch etwas betrunken am Steuersitzen und im Wein die Wahrheit gesucht haben. Vielleicht sogar richtiger flüssiger Wein, aber auf jeden Fall geistlichen Wein, der betrunken macht und zum Fall führt und letztendlich zum Tod. Wir bitten dich auch, uns vor dem Wein zu bewahren.

[44:13] Eine Flüssigkeit nimmt gerne jeden Raum ein, der ihr gegeben wird. Bewahre uns vor einem falschen Wein, vor einem Traubensaft, der nicht mehr Traubensaft ist. Und deswegen bitten wir dich, schenke unseren Kelch voll ein, Psalm 23. Wir wollen aus deiner Hand trinken. Lebendes Wasser, die Wahrheit. Schenk uns Klarheit im Gehirn, Reinheit im Herzen, Aufrichtigkeit in unseren Händen und in unserem Handeln.

[44:49] Und wir bitten dich das für unser persönliches Leben und auch für die Adventgemeinde als Institution der Übrigen und vor allem auch für diesen Sommer an der GK. Wir möchten dich bitten, dass Offenbarung 14, Vers 8 und Kapitel 18 nicht nur eine theologische Betrachtung an einem Camp Meeting sein wird, sondern auch institutionell Wahrheit für die Adventgemeinde sein wird von der GK unter den Delegierten, unter den 50, 60.000 Menschen, die da versammelt sein werden.

[45:34] Herr, schenke uns dein Wasser, deinen Traubensaft. Wir sind durstig. Wir bitten dich um diese Botschaft, dass sie von den Toten aufersteht in unserer eigenen Gemeinde und wieder hoch am Himmel gepredigt wird. Wir bitten dich, dass wir nicht mit Babylon fallen werden, sondern hoch am Himmel leben und predigen und das Evangelium verkündigen können. Dafür bitten wir dich. Dafür sei Dank. Im Namen Jesu. Amen.


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