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In dieser Predigt von Clinton Wahlen aus dem BW-Camp Meeting 2015 wird der Charakter Gottes anhand von Offenbarung 14,6-14 beleuchtet. Der Vortrag untersucht die biblischen Begriffe für Gottes Zorn und erklärt, dass dieser sich gegen die Sünde und nicht gegen die Sünder richtet. Es wird betont, dass Gottes Liebe und sein Zorn zwei Seiten derselben Medaille sind, die beide rein und heilig sind.

Die Predigt erklärt, wie Gottes Zorn am Kreuz erschöpfend auf Jesus ausgegossen wurde, um die Menschheit zu retten. Es wird die Bedeutung von Gottes Entscheidungen und die Freiheit, die er uns gibt, hervorgehoben. Abschließend wird der Zorn Gottes in der Offenbarung und seine Rolle in den letzten Ereignissen der Weltgeschichte thematisiert.


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Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14

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Transkript

[0:00] Ich bin so glücklich, bei euch hier sein zu können. Und ich denke, dieses Treffen, dieses Wochenende, ist so gesegnet, nicht wahr? Und ich muss euch sagen, ich schätze wirklich ganz hoch ein die Arbeit all jener, die diesen Kongress ermöglicht haben. Ihr seht, sogar bei technischen Problemen werden diese schnell gelöst und eure Geduld wurde nicht aufs Äußerste strapaziert. Gott ist hier, er hilft uns.

[1:18] Das Thema heute Nachmittag ist ein sehr wichtiges. Natürlich, alle Themen sind wichtig, aber dieses hat direkt mit dem Charakter Gottes zu tun. Und deshalb möchte ich euch einladen, genauso wie ich mich einlade, dass wir angesichts dieses Themas, bildlich gesprochen, jetzt unsere Schuhe ausziehen. Und ich möchte euch einladen, dass wir auch noch einmal gemeinsam zum Gebet niederknien, obwohl wir schon gebetet haben.

[2:22] Unser liebevoller und gnädiger Vater, wir sind so dankbar, dass wir deine Kinder sind und dass du uns berufen hast in deine Familie. Und so wie es bei jedem echten Vater ist, Herr, unterweist du uns, du disziplinierst uns und du weist uns zurecht, wo es notwendig ist. Aber mehr als alles wollen wir dich besser kennenlernen. Und wir verstehen, dass das nur möglich ist, wenn wir dich kennenlernen, so wie du dich selbst in deinem Wort geoffenbart hast. Wir bitten daher um Augen, die sehen können, und Ohren, die hören können, was du offenbart hast in deinem Wort. Und wir wissen, dass dich zu kennen nichts anderes bedeutet, als dich zu lieben. Denn du bist die Liebe. Und wir danken dir im Namen Jesu. Amen.

[3:58] Wenn ich dieses Thema, den Zorn Gottes, und die Gerechtigkeit aus dem Glauben, die logische Art, wie ich anfangen kann, ist es, die Wörter zu studieren, um die es hier geht. Und in der Offenbarung werden zwei verschiedene Begriffe oder Wörter gebraucht für den Zorn, und die erscheinen auch beide in Offenbarung 14. Und diese beiden Begriffe, die überlappen in ihrer Bedeutung. Und auch beide Begriffe können sich entweder auf göttlichen Zorn beziehen oder auf einen menschlichen Zornesanfall in verschiedensten Situationen.

[5:13] Und eines dieser beiden Wörter ist Orge, das heute andere Bedeutungen hat. Aber die biblische Bedeutung ist Wut, Raserei, Bestrafung, Zorn. Es drückt etwas sehr Starkes, Heftiges aus. Und das zweite Wort ist Thymos, und das ist Zorn. Und manchmal ist es so, dass, so wie in Offenbarung 14, diese beiden Begriffe gemeinsam gebraucht werden. Und dadurch wird natürlich die Bedeutung noch intensiviert. Und sie bekräftigen, sie bestärken sich gegenseitig.

[6:31] Ein Beispiel dafür ist auch in Römer 2, Vers 8 zu finden, wo Paulus auch über den Zorn Gottes spricht. Das ist jetzt Römer 2, Vers 6, da heißt es: Gott, der einem jeden geben wird nach seinen Werken. In Vers 7 dann: ewiges Leben wird er denen geben, die in aller Geduld mit guten Werken trachten, nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben. Aber Ungnade und Zorn denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit.

[7:48] Also hier werden beide Begriffe nebeneinander gebraucht, Orgei und Thymos, und sie bekräftigen, bestärken sich gegenseitig. Luther hat es übersetzt mit Ungnade und Zorn. Aber nun zurück zur Offenbarung 14. Wir lesen Verse 9 und 10. Ich werde anmerken, wann welches griechische Wort auftaucht im Text.

[8:32] Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes, und hier steht Thymos, Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und Luther hat das jetzt hier nicht unterschieden, aber hier steht im Griechischen jetzt das andere Wort, Orge.

[9:10] Was bedeutet das jetzt wirklich? Was können wir uns darunter vorstellen, wenn Gott zornig ist? Was ist diese Ungnade, dieser Zorn Gottes? Die Bibel gibt uns einige wertvolle Prinzipien diesbezüglich.

[9:34] Eines dieser Prinzipien ist, wie ist das Böse überhaupt grundlegend entstanden? Wir wissen, dass das sein Anfang nahm im Lucifer, einem geschaffenen, damals noch vollkommenen Wesen, bis auf den Tag, in dem dann Ungerechtigkeit in seinem Herzen gefunden wurde.

[10:05] Und in Johannes 8, Vers 44 spricht Jesus über den Teufel. Und dort sagt Jesus, an der zweiten Hälfte, wenn er, der Teufel, Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lügner.

[10:40] Und eine der Lügen, die Satan besonders stark verbreitet, ist diejenige, dass er sich wünscht, dass der Charakter Gottes falsch dargestellt wird.

[11:00] Und Sünde verzerrt die Sicht auf die Dinge. Und es gibt ein ganz spannendes Zitat von Ellen White zu diesem Thema im Buch Leben Jesu. Und zwar geht es da darum, wie Gott sozusagen das Opfer eingeführt hat im Garten Eden und ihnen den Blick auf den Erlösungsplan schenken wollte und Satan dann schon dort begonnen hat, Dinge zu verdrehen.

[11:49] Satan hat dieses Ritual äußerst genau beobachtet. Und lasst uns nun hören, was Ellen White dazu sagt. Es ist hier von Satan die Rede. Mit großem Interesse beobachtete er die Opfer, die gebracht wurden durch Adam und seine Nachkommen. Und in diesen Zeremonien erkannte er ein Symbol des Gesprächs zwischen der Kommunikation zwischen Himmel und Erde.

[12:36] Ist es nicht wunderbar, dass das, was die Sünde zerstört hatte, die direkte Kommunikation zwischen Gott und Mensch, die war durch die Opfer wieder ermöglicht worden. Aber klar, Satan war nicht glücklich darüber. Also weiter im Zitat. Er hat sich selbst dazwischen gesetzt, um diese Kommunikation zu unterbinden. Er stellte Gott falsch dar und interpretierte die Rituale, die auf den Erlöser hindeuteten, auf verkehrte Weise.

[13:36] Und die Menschen wurden dorthin geführt, Gott als jemanden zu sehen, der seine Freude daran hätte, sie zu vernichten. Und so kam es, dass die Opfer, die eigentlich ursprünglich dafür gedacht waren, um die Menschen deutlich zu machen, dass Gott sie liebt, auf einmal nur noch ein Mittel waren, um Gottes Zorn zu besänftigen.

[14:06] Und wir sehen hier nun, dass Satan von Anfang an sich darum gekümmert hat, Gottes Wesen falsch darzustellen. Gott als einen Ungerechten und Grausamen. Jemanden, den man fürchten muss, in dem Sinne, dass man Angst haben muss.

[14:36] Aber was lernen wir noch? Gottes Gerichte durch die Geschichte hindurch sind Warnungen in Bezug auf das letzte Gericht und dienen dazu, uns zur Umkehr zu bewegen, bevor es zu spät ist.

[15:06] In Wirklichkeit ist es so, dass all die Gerichte, die Gott gesandt hat, in seinem Wort hindurch, die beschrieben sind und auch in der Geschichte, nur dazu dienen, uns zu warnen. Aber nicht nur uns allein, sondern auch alle nachfolgenden Generationen, nachdem diese Gerichte aufgetreten sind.

[15:36] Die Sintflut. Die Sintflut wird durch die Bibel hindurch als eine Warnung dargestellt, die uns warnen soll, dass Gott seinen Appell an uns richtet, dass wir den besten Weg wählen.

[16:08] Aber auch das Gericht über die Kanaaniter. Ich möchte nochmal kurz zurückkehren zur Sintflut. Bedenkt, das war nicht ein sofortiges Gericht, das da erfolgte. Es ist nicht nur so, dass Gott Warnungen sandte, sondern über 120 Jahre hinweg wurden die Menschen gewarnt. Genauso bei den Kanaanitern. Sie hatten hunderte von Jahren Möglichkeit oder Gelegenheit, sich zu bekehren. Denn Gott sagte ja zu Abraham, dass das Maß ihrer Ungerechtigkeit noch nicht voll war.

[17:10] Und es war so, dass Abraham, Isaak und Jakob ja wie als Pilger durch dieses Land gingen und Zeugen Gottes waren. Und so hatten die Kanaaniter eigentlich die Gelegenheit gehabt, Gott kennenzulernen und ihr Leben zu verändern und gehorsam zu sein.

[17:47] Und genauso sollten die Opfer uns lehren über die Erlösung Gottes. Andere Beispiele finden wir in der Geschichte Israels. Ich habe bei einem vorigen Vortrag schon das Beispiel Acharns erwähnt. Wiederum Gelegenheit um Gelegenheit, um umzukehren. Und natürlich auch der Aufstand von Korach, Datan und Abiram ist ein weiteres Beispiel. Und ganz klar das Volk Israel selbst ist ein Beispiel.

[18:38] Ein Beispiel der unglaublichen Geduld Gottes und seines beharrlichen Rufes nach Umkehr. Und genauso erkennen wir es auch in den Schriften der Propheten, besonders bei Jeremia, wie sie wehklagen darüber über den Zustand des Volkes Gottes.

[19:07] Und Gott hat auch Babylon verwendet als sein Mittel zum Gericht des Volkes Gottes. Sie vertrauten nämlich der Form, einer äußeren Form des Gottesdienstes, aber das Innere, ihr Herz, hat es nicht verändert. Genau wie wir heute Vormittag gehört haben in Jesaja: Sie lehren, sie dienen mir mit ihren Lippen, aber das Herz ist fern von mir.

[19:50] Und letztlich wurde Jerusalem dann zerstört. Durch die Babylonier. Und zur Zeit Jesu dann noch mehr Warnungen, noch mehr Umkehrrufe, die aber abgelehnt wurden. Und wiederum Jerusalem zerstört, erst mal durch die Römer.

[20:24] Gottes Gerichte durch die Weltgeschichte hindurch sind also Warnungen, die warnen vor dem Endgericht. Und die das Ziel haben, uns zur Umkehr zu bewegen, bevor es zu spät ist.

[20:43] Gottes Wesen ist es, zu retten und nicht zu vernichten. 2. Petrus 3, Vers 9: Gott der Herr möchte nicht, dass auch nur einer verloren geht, sondern dass alle zur Buße kommen.

[21:06] Und auch in Jesaja Kapitel 28 da wird über Gottes Gericht und seinen Zorn geredet. Schaut, wie es beschrieben ist.

[21:46] Vers 21.

[22:05] Gottes Zorn richtet sich gegen die Sünde, nicht gegen die Sünder. Frank Hazel hat es so ausgedrückt. Er hat einen Artikel verfasst über den Zorn Gottes, der auch erhältlich ist über die Webseite www.adventistbiblicalresearch.org.

[22:46] Und er schreibt dort, Zitat: Gottes Zorn offenbart die abscheuliche Natur der Sünde auf der einen Seite und gleichzeitig Gottes Abscheu ihr gegenüber auf der anderen Seite.

[23:08] Wie drückt Gott selbst das aus? Ezechiel 33. Und dort Vers 11. Ezechiel in seinem Auftrag die Warnungsbotschaft Gottes an das Volk zu bringen wird aufgefordert zu sagen in Ezechiel 33 Vers 11: Soweit ich lebe, spricht Gott der Herr, ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?

[24:15] Und natürlich nicht zu vergessen der goldene Vers der Bibel, Johannes 3 Vers 16: Gott hat die Welt so sehr geliebt. Das heißt jeden. Keine Ausnahme. Jeden, die Welt. Das könnte nicht allumfassender sein.

[24:39] Und 1. Johannes 4, 16 lässt uns wissen: Gott selbst ist Liebe. Gott empfindet Liebe. Aber das ist nicht nur einfach ein Gefühl, sondern das ist auch vielmehr noch ein Prinzip.

[25:08] Aber wir sollten nicht jetzt den Eindruck bekommen, dass Gottes Liebe irgendetwas berechnendes, kaltes oder kühles Prinzip wäre. Das ist nicht der Gott, von dem wir in der Bibel erfahren.

[25:36] Ich hatte es schon mit euch geteilt, dass ich ein Atheist war während meiner Schulzeit. Und als ich mich entschloss, etwas über die Bibel zu lernen, da war das wie eine große Überraschung für mich. Ich habe nicht nur gefunden, dass Gott uns sozusagen auffordert, gehorsam zu sein. Er macht das. Und dass Gott auch derjenige ist, der gleichzeitig sagt: Komm, lass uns miteinander rechten.

[26:30] Und als ich dann begann, die Bibel zu lesen und zu studieren, so war es mir, als ob Gott an meiner Seite stünde und mich selbst lehrte, alle Einwände, die da hochkommen könnten, zu lösen, zu beantworten. Ich habe herausgefunden, er liebt die Welt und er liebt auch mich. Das ist eine wichtige Entdeckung.

[27:06] Wir müssen dahin kommen, dass er jeden Einzelnen von uns individuell liebt. Er liebt uns sogar mit einer ewigen Liebe, sagt uns das Wort. Und deshalb heißt es auch, er hat uns aus Liebe zu sich gezogen. Und ich habe diese anziehende Liebe gemerkt in meinem Leben. Und ich denke, ihr habt das auch gemerkt, sonst würdet ihr jetzt nicht hier sitzen.

[27:48] Wenn jetzt Gott Gefühle der Liebe für uns empfindet, dann müssen wir doch auch die Möglichkeit einräumen, dass Gott sehr starke Gefühle gegen die Sünde hat. Denn die Sünde vernichtet sein Werk der Schöpfung.

[28:23] Es ist genauso, wie wenn ich jetzt viel Zeit damit zugebracht habe, ein wunderschönes Bild zu erstellen. Nun, versteht nicht falsch, ich bin kein Künstler, aber in dem Haus, in dem ich jetzt momentan untergebracht bin, da gibt es Gemälde. Und ich stelle mir vor, es muss wunderbar sein, solch eine Gabe zu haben und zu zeichnen oder zu malen. Und wenn ich so ein Kunstwerk erstellen könnte und jemand käme jetzt, um es zu betrachten und sich dann entscheiden würde, das kann man noch verbessern, und dann würde dieser andere das so verbessern, dass es in Wirklichkeit eine Verschlimmbesserung ist, es würde nur noch schrecklich aussehen, wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr der Künstler wart und der andere das dann verunstaltet?

[29:36] Wie erst muss Gott sich dann fühlen? Nun vergrößert das noch um viele, viele, viele Male in Bezug auf die Menschen. Und wie Sünde das Werk Gottes zerstört.

[30:02] Und es gäbe jetzt unzählige Beispiele in unserer gegenwärtigen Welt, die wir anführen könnten. Wir können letztlich annehmen, dass Gott ein Gott der Liebe ist, wenn wir nicht auch eingestehen, dass er Sünde hasst.

[30:31] Gottes Liebe und Zorn sind nichts anderes als zwei Seiten einer und derselben Münze. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Wut, sondern es ist Gleichgültigkeit. Denn wenn ich mich wirklich um etwas sorge, wenn ich wirklich etwas liebe, dann kann ich nicht gleichgültig sein.

[31:05] Der Unterschied ist aber, dass bei Gottes Zorn und seine Liebe beide sind rein und heilig. Der Zorn ist nicht rachsüchtig in sich selbst. Er bekommt nicht plötzlich einen Wutausbruch, so wie wir das von Menschen kennen.

[31:35] Es ist sehr schön beschrieben in Hosea Kapitel 11. Dort Verse 8 und 9. Gott richtet hier seinen Liebesappell an sein Volk und er beschreibt, wie er sein Volk aus Ägypten geführt hat. Und es ist eine Liebesgeschichte. Gott beschreibt es hier, als dass er sein Volk gegen seine Liebe hat. Aber es ist auch eine traurige Geschichte der Rebellion des Volkes gegen ihn.

[32:31] Vers 7. Mein Volk ist müde, sich zu mir zu kehren. Und man kann hier die Traurigkeit in der Stimme erkennen. Aber noch erstaunlicher ist Vers 8. Wie kann ich dich preisgeben, Ephraim? Oder dich ausliefern, Israel? Wie kann ich dich preisgeben gleich Adma und dich zurichten wie Zevoim? Im Englischen heißt es: mein Herz dreht sich in mir um. Alle meine Barmherzigkeit ist entbrannt. Hört ihr dieses Ringen in Gott?

[33:33] Und Gottes Herz der Liebe will nicht aufgeben. Wie könnte ich das tun? Vers 9. Ich will nicht tun, nach meinem grimmigen Zorn, noch Ephraim wieder verderben. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch und bin der Heilige unter dir und will nicht kommen, zu verheeren. Ich bin Gott und nicht ein Mensch.

[34:13] Und seine Rechte sind für mich und sein Zorn ist nicht wie menschlicher Zorn. Gottes Zorn richtet sich gegen die Sünde, nicht gegen die Sünder.

[34:35] Vers 5. Gott ist beides gleichzeitig, barmherzig und gerecht. Als Moses wollte Gottes Herrlichkeit sehen, sagte er: Zeige mir deine Herrlichkeit. Und Gott sagte, er würde ihm vorbeigehen. Und als dies passierte, beobachten Sie, als er vorbeiging, Vers 19 von Kapitel 33. Lesen Sie hier.

[35:25] Er sagte: Ich werde all meine Güte vor dir vorgehen. Und ich werde den Namen des Herrn vor dir kundtun. Und beobachten Sie, Vers 34, 6 und 7. Der Herr, der vor ihm vorgegangen ist, beobachtete den Herrn, den herrlich und gütlichen Herrn, der in Güt und Wahrheit langsamer und abundanter war. Und von großer Gnade und Treue. Der da Tausenden Gnade bewahrt. Und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde. Aber ungestraft lässt er niemand. Sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.

[36:45] Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zusammen. Man kann das nicht trennen. Man kann das nicht auseinander dividieren.

[37:05] Vers 10. Das ist im deutschen Psalm 85, Vers 11. Gott hat uns die Wahrheit gesagt, wer er ist. Er ist derjenige, der ja, er ist am transparentesten zu verstehen. Er ist barmherzig und gerecht.

[38:01] Und natürlich, dass Güte und Treue einander begegnen und Gerechtigkeit und Friede sich küssen, nirgendwo ist der Höhepunkt so sehr erreicht wie auf Golgatha. Denn Gott ist nicht willens, dass auch nur einer verloren gehe. Und er ist bis zum Äußersten gegangen, um das zu ermöglichen. Er kam selbst, um die Strafe der Sünde zu tragen. Sodass niemand von uns diese Strafe, diesen Zorn zu ertragen brauchte.

[38:53] Die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit seines Charakters hochzuhalten, war nur möglich durch den Tod, sonst hätte Jesus nicht sterben brauchen. Die Gerechtigkeit genüge zu tun und auf der anderen Seite gleichzeitig Barmherzigkeit zu erweisen.

[39:21] Ich glaube, wir schätzen das nicht genug wert, was es bedeutet, dass Jesus für uns gestorben ist. Wo er ausruft: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Es ist ein Geheimnis, wie das möglich war. Eins mit Gott, ewig eins mit Gott, und plötzlich verändert sich das. Da ist ein Wandel, der stattfindet. Sogar eine Trennung.

[40:15] Ellen White beschreibt das wunderschön im Buch Das Leben Jesu. Christus als unser Verwurderer und Sicherheit wurde die Unrechtlichkeit von uns allen ausgewiesen. Er wurde als Transgressor ausgewiesen, dass er uns von der Verurteilung der Rechte retten könnte. Die Schuldigkeit jedes Descendants von Adam wurde auf sein Herz gedrängt. Der Schmerz Gottes gegen den Schicksal, die schreckliche Manifestation seines Unrechts, war so groß, dass Christus die Gute Nachrichten des Vaters und der Verzeihung von Liebe zu einem verfluchten Weltraum veröffentlicht hat.

[41:07] Die Heilung für den Chef der Sünder war sein Thema, aber jetzt, mit dem schrecklichen Schmerz, den er trägt, kann er den Vater nicht sehen, denn er ist ein Mann. So groß war dieser Schmerz, dass sein physischer Schmerz kaum gefühlt wurde.

[41:51] Das Heil, auch für den größten Sünder, war stets das Ziel seines Wirkens gewesen. Doch nun, da er die schreckliche Sündenlast trug, wurde er nicht mehr in seinem Herzen eingelassen. Das Heil, auch für den größten Sünder, war stets das Ziel seines Wirkens gewesen. Doch nun, da er die schreckliche Sündenlast trug, konnte er das versöhnliche Angesicht des Vaters nicht sehen.

[42:25] Ein Schmerz, den kein Menschenherz nachempfinden kann, durchdrang sein Herz, da ihm in dieser Stunde der höchsten Not die göttliche Gegenwart entzogen war. Seine Seelenqual war so groß, dass er die körperlichen Schmerzen kaum wahrnahm.

[42:49] Seine schweren Bedrohungen trugen das Herz von Jesus. Der Heilige konnte nicht sehen, durch die Portale des Todes. Die Hoffnung präsentierte ihm nicht sein Herkunftsgeschenk von dem Schicksal eines Verteidiger, oder erzählte ihm des Vaters der Einbeziehung des Verbrechens. Er befürchtete, dass der Sünder so offensiv zu Gott war, dass ihre Entfernung den Vaters Schmerz auf ihn als Menschenverteidiger aufbringt, der den Glas, den er trank, so bitter machte, dass er das Herz des Sohnes Gottes zerbrach.

[43:47] Das Maß der Sünde würde in den Augen Gottes so schwer wiegen, dass er auf ewig von seinem Vater getrennt wäre. Er fühlte die Seelenangst, die den Sünder befallen wird, wenn die erlösende Gnade nicht länger mehr für das schuldige Geschlecht Fürbitte einlegt. Es war das Gefühl für die auf ihm ruhende Sündenlast, die den Zorn des Vaters auf ihn als den Stellvertreter der Menschen fallen ließ und die den Leidenskelch so bitter machte, dass sein Herz brach.

[44:27] Der sechste Punkt, den wir lernen über den Zorn Gottes ist, dass Gott seinen Zorn erschöpfend ausgegossen hat auf Jesus am Kreuz. Er hat erschöpfend seinen Zorn ausgegossen, total ganzheitlich. Es war keine weitere Notwendigkeit da, ihn zu stillen.

[44:59] Und das ist, warum Jesus sagen kann: Die Hölle ist vorbereitet für, oder der brennende Fuhl ist vorbereitet für Satan und seine Engel, nicht für uns. Denn Gott ist nicht willens, dass auch nur einer verloren gehe.

[45:17] Siebter Punkt. Gott nimmt unsere Entscheidung ernst. Das ist ein weiterer Grund, warum Jesus starb. Um unsere Freiheit sicherzustellen, uns dafür oder dagegen zu entscheiden. Genauso wie Jesus war zum Israel des Alten Testaments, so ist er auch zum Israel, geistlichen Israel des Neuen Testaments.

[45:55] Matthäus 23, Vers 37 und 38. Das bezieht sich auf das Neu-Testamentliche Jerusalem.

[46:42] Römer 1, Vers 18. Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.

[47:11] Und weiter geht dann Paulus und sagt, dass alles, was wir von Gott erkennen können, ersichtlich ist in der Schöpfung.

[47:29] Er erklärt hier Schritt um Schritt den Zorn, seinen Zorn. Er spricht über Ehebrecher, die das Bild eines unvergänglichen Gottes verwandeln in das Bild eines Ochsen, der Gras frisst. Vers 24.

[47:59] Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben, in die Unreinheit, sodass ihre Leibe durch sie selbst geschändet werden. Denn wenn wir da hinkommen, Gott in seiner Liebe abzulehnen, dann werden wir unseren eigenen Entscheidungen, unsere eigenen töricht sein fallen.

[48:27] Die Menschen werden dann ihre eigenen Unmoral überlassen. Auch die Homosexualität ist erwähnt. Und auch das Lästentum. Und dann auch die Gottlosigkeit in jedweder Form.

[48:59] Und dann auch in Vers 26: Gott hat sie hingegeben in schändliche Leidenschaften. Und Vers 28: Gott hat sie dahingegeben in einen verkehrten Sinn.

[49:20] Die Uhrzeit sagt jetzt hier Zeit vorbei, aber das gefällt mir nicht so. Kann ich noch ein paar Minuten mehr bekommen?

[49:41] Aus der Zeitschrift Science of the Times, Mai 18, 1882. Weil die Menschenkinder sogar die deutlichsten Lehren seines Wortes ablehnen und auf seinem Gesetz herumtrampeln, hat Gott sie dem überlassen, was sie wünschen.

[50:14] Sehr schnell jetzt. Der Zorn in der Offenbarung. Mit dieser Grundlage, in der Offenbarung sehen wir nicht nur den Zorn Gottes, wir sehen auch den Zorn des Teufels. Offenbarung 12. Vers 12. Es sagt, der Teufel ist heruntergekommen auf die Erde, weil er weiß, dass er wenig Zeit hat.

[50:52] Und gegen wen richtet er seinen Zorn? Vers 17. Gegen die Übrigen. Die sieben letzten Plagen und der Kommen von Jesus sind Gottes Antwort auf dieses Auspuffen des Schmerzes von Satan.

[51:22] Vers 16. Vers 5 und 6. Kapitel 16, Verse 5 und 6. Und ich hörte den Engel der Wasser sagen: Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du Heiliger, dass du dieses Urteil gesprochen hast, denn sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, sie sind es wert.

[51:59] Aber gerade die Plagen sind es, die deutlich machen, dass der Charakter, das Wesen der Gottlosen unveränderlich ist. Selbst unter diesen Qualen ändern sie sich nicht. Es heißt immer und immer wieder: Sie bekehren sich nicht.

[52:29] Das Gericht Gottes hat mehrere Phasen. Es gibt das Voruntersuchungsgericht oder das, ja, das Voruntersuchungsgericht, es gibt das Endgericht während der tausend Jahre und dann noch das letztendliche Gericht der Auslöschung des Bösen.

[52:47] Gottes Zorn hat zwei Stufen. Er wird ausgegossen, einmal bei den sieben Plagen und bei der Wiederkunft. Er wird ausgegossen auf die Ungläubigen und dann auch auf die abfallenden Mächte wie Babylon.

[53:19] Und laut Offenbarung 1, Vers 7 werden auch insbesondere die, die Jesus durchbohrt haben, ihn sehen bei seiner Wiederkunft und werden den Zorn empfangen. Also die abgefallene Gemeinde des Alten Testaments, genauso wie die abgefallene Gemeinde des Neuen Testaments, die empfangen vom Zorn Gottes.

[53:49] Offenbarung 14, Vers 10 jedoch bezieht sich ganz spezifisch auf Individuen und ihre Bestrafung, weil sie die Einladung Gottes zur Erlösung ablehnen.

[54:11] Und wir sehen es auch wieder ausgegossen am Ende des Millenniums. Feuer kommt vom Himmel herab und verzerrt die Widersacher. Satan, seine Engel und alle Sünder, die sich entschlossen haben, in der Sünde zu verharren. Weil sie sich entschlossen haben, zu sündigen und sich so verhaftet haben mit der Sünde, muss Gott, weil er die Sünde zerstören muss, auch sie zerstören.

[54:59] Und bis zum Ende respektiert er ihre Entscheidungen, die sie getroffen haben. Und er fragt immer noch: Wie könnte ich euch aufgeben? Sein Herz möchte sie eigentlich nicht loslassen, aber es ist der einzige Weg.

[55:19] Genauso wie bei Jesus im Garten Gethsemane. Er betet: Wenn es doch möglich wäre, möge doch dieser Kelch an mir vorübergehen. Aber dennoch, nicht so wie ich will, sondern wie du willst, Vater. Dass dies das Herz Gottes ist, dass dies seine Liebe ist. Er ist weg und hat Schmerzen für uns verbracht, sodass wir sie nicht tragen müssen.

[56:03] Und lasst uns von der Sünde jetzt trennen. Durch seine Gnade. Durch seine Liebe. Durch seinen Geist. Möge das unsere Erfahrung sein. Amen.


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