In dieser Predigt von Daniel Pel wird das „ewige Evangelium“ aus Offenbarung 14,6-14 beleuchtet. Der Sprecher erklärt, dass das Evangelium mehr ist als nur eine gute Nachricht; es ist die Botschaft von Jesu Erlösung von der Sünde. Anhand biblischer Beispiele und Vergleiche, wie dem Heiligtum und der Bergpredigt, wird die transformative Kraft des Evangeliums dargestellt, die über menschliche Anstrengungen hinausgeht und eine tiefgreifende Veränderung bewirkt. Die Predigt ermutigt dazu, sich auf Jesus als Retter und Heiler zu verlassen, anstatt auf eigene Kraft zu vertrauen.
J.O.S.U.A. – 2. …ein ewiges Evangelium…
Daniel Pel · J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14 ·Themen: Adventgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14
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Transkript
[0:00] Es ist ein ganz wundervoller Glück, hier sein zu dürfen, meine Damen und Herren. Es ist ein ganz wunderbarer Segen, hier zu sein. Ich weiß, dass ihr da draußen seid, aber leider können wir euch gar nicht sehen. Ich bin wirklich ganz begeistert, hier zu sein. Ich habe mich auf diesen Moment gefreut. Und ich kann bereits jetzt spüren, dass Gott wirklich etwas in unserer Mitte hier tut. Das ist ein ganz besonderer Moment, dass wir hier zusammenkommen, uns versammeln auf diese Art und Weise. Und das wichtigste Thema, das wir überhaupt studieren können, gemeinsam betrachten.
[1:14] Als ich die Einladung bekam, hierher zu kommen, habe ich mich sehr gefreut, als ich das Thema hörte. Aber es war auch eine Herausforderung für mich. Denn als ich diese Predigten für mich niedergeschrieben habe, und ich darüber betete, was der Herr gerne möchte, dass ich euch weitergebe, möchte ich euch erzählen, dass ich meine Predigt niedergeschrieben habe, und dann alles verworfen habe und nochmal ganz von vorne angefangen habe. Und das passiert mir nicht sehr oft. Und der Herr hat mich einfach geführt, mir bestimmte Gedanken gezeigt, und dann bin ich wieder zurückgegangen, und ich habe einfach darum gebetet, dass Gott mich führt, und dass wirklich die Dinge, die ich hier präsentieren kann, das ist, was Gott möchte, was gesagt wird.
[2:12] Das ist nicht das erste Mal, dass ich in Deutschland bin. Ich habe mich gefreut, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Aber für diejenigen, die mich noch nicht kennen, mein Name ist Daniel, und ich bin hier zusammen mit meiner Frau und meinem fast zehn Monate alten Sohn Elias. Ich wurde in Neuseeland geboren, und meine Frau ist Norwegerin. Und wenn ihr euch die Karte anguckt, das ist die weiteste Distanz, die man fast bekommen kann in der Welt. Und doch hat der Herr uns zusammengeführt. Meine Eltern sind Holländer. Als ich also zehn Jahre alt war, haben wir die Insel Neuseeland verlassen, und sind in die Niederlande zurückgekehrt. Also in meinen Teenagerjahren habe ich in den Niederlanden gelebt. Und als ich dann anfing zu reisen und als Evangelist zu arbeiten, habe ich meine Frau Silvia getroffen, und wir haben dann schließlich geheiratet und haben zusammen ein Ministry in Norwegen gegründet. Unser Ministry heißt Living Water, und das ist genau unser Wunsch, wir möchten lebendiges Wasser weitergeben, das ewige Evangelium.
[3:41] Und ich bin wirklich total begeistert, dass ich über dieses Thema, das ewige Evangelium, heute Abend sprechen darf. Als ich hörte, dass jeder Sprecher also einen Teil der dreifachen Engelsbotschaft einen Satz bekommen soll, über den er redet, habe ich gedacht, ich hoffe, dass ich das Thema über das ewige Evangelium bekommen werde. Ich habe natürlich auch Feuer und Schwefel bekommen, was danach kommt, das Thema. Aber heute Abend wollen wir über das ewige Evangelium sprechen, und ich möchte also ohne weiteres jetzt direkt in unsere Botschaft einsteigen.
[4:23] Und ich möchte euch einladen, dass wir gemeinsam darum bitten, dass der Heilige Geist uns führt, und soweit möglich möchte ich euch bitten, dazu niederzuknien. Unser gnadenvoller Vater im Himmel, wir möchten dir danken, Herr, für diesen Moment. Es ist ein Moment, den du schon lange vorhergesehen hast, und jetzt sind wir hier, versammelt als dein Volk, und wir versammeln uns um eine wunderbare Botschaft, eine wunderbare Botschaft, und wir haben das Vorrecht, diese Botschaft an die Welt weiterzugeben. Hilfe uns, dass wir diese Botschaft wirklich verstehen. Wir bitten um deine Hilfe, Hilfe uns, dass wir diese Botschaft wirklich verstehen. Wir bitten um deinen Heiligen Geist, dass er heute Abend zu uns spricht. Ich bitte, dass du alle Ablenkungen aus unseren Gedanken nimmst. Ich weiß, dass viele heute weit gereist sind, dass wir vielleicht müde sind, aber ich bitte dich, Herr, dass du unsere Gedanken erfrischst, dass du unsere Herzen stärkst, und dass du uns vorbereitest für das, von dem du möchtest, dass wir es hören. Und ich bete dies in dem kostbaren Namen Jesu. Amen.
[6:17] Das Wort Evangelium ist ein Wort aus dem Griechischen und bedeutet gute Nachricht. Und ich möchte mir das Evangelium jetzt vorstellen als eine gute Nachricht, von der wir das Vorrecht haben, dass wir sie verbreiten dürfen. Und dass jeder Einzelne von uns hier wie ein Journalist ist. Und dass wir hier eine Geschichte verfolgen, die die beste Story jemals ist. Wir dürfen berichten von der erstaunlichsten Geschichte im gesamten Universum. Wenn wir uns die Nachrichten anschauen, die wir im Fernsehen oder im Internet oder in der Zeitung lesen, dann ist das alles voller Sünde. Die meisten Nachrichten sind doch schlechte Nachrichten. Aber Gott sei gepriesen, dass inmitten dieser ganzen Dinge wir aufgerufen sind, als Evangeliumsjournalisten die allerbeste Geschichte, die es jemals gegeben hat, zu verfolgen und den Menschen weiterzugeben.
[7:47] Wir müssen sicherstellen, dass wir wirklich die gesamte Geschichte haben. Unser Problem mit manchen Journalisten ist, dass sie nur einen Teil der Geschichte darstellen und das ist eine Falschdarstellung der Geschichte. Jemand hat mal gesagt, hüte dich vor Halbwahrheiten, denn du hast vielleicht die falsche Hälfte der Wahrheit erwischt. Wir müssen also sicher sein, dass wenn wir Evangeliumsjournalisten sind, dass wir wirklich die gesamte Geschichte haben.
[8:27] Schlagt bitte in euren Bibeln auf, Offenbarung 14, Vers 6. Und am Ende dieser Woche werden eure Bibeln ganz automatisch an dieser Stelle schon von alleine aufschlagen. Denn wir werden dieses Wochenende im Verlauf der nächsten Tage sehr häufig diese Stelle aufschlagen. Ich lese noch einmal Vers 6, Offenbarung 14, Vers 6. Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium, zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk.
[9:08] Ich möchte euch eine Frage stellen. Wer ist dieser Engel? Ihr seid dieser Engel. Ich bin aufgerufen, dieser Engel zu sein. Wir sind aufgerufen Botschafter zu sein, die dieses Evangelium der Welt bringen. Nicht nur zu einer Nation, nicht nur in einer Sprache, sondern allen Sprachen, allen Nationen, allen Völkern, allen Volkstämmen. Was für eine Tragödie, wenn wir nur ein halbes Evangelium allen Nationen bringen. Wie tragisch wäre es, wenn wir ein unvollständiges Evangelium der Welt verkündigen. Wir müssen wirklich ganz sicher sein, dass wir das richtige Evangelium den Nationen verkündigen. Was meint ihr? Ich weiß, wir sind in Europa, und da ein bisschen Enthusiasmus zu zeigen, ist etwas komisches. Amen heißt einfach nur, ich stimme zu. Noch besser ausgedrückt heißt Amen, es bedeutet, lass es geschehen. Einer dieser Geräusche, die Prediger gerne hören, ist Amen. Und ein anderes Geräusch, das Prediger gerne hören, ist das Blättern von der Bibel.
[10:54] Letzte Woche war ich bei einem Ministry, das Medienarbeit macht, und ich hatte dort eine Annacht. Und die Person, die dort an diesem Morgen den entsprechenden Bibelfers vorgelesen hat, und er guckte sich um, und er sagte, die ganzen Leute, die hatten überhaupt nicht ihre Bibeln in der Hand, sondern jeder hatte sein iPhone und sein Pad. Und dann sagte er nicht, schlag mal auf, sondern er sagte, tippt bitte, und scrollt zu Psalm so und so. Also es ist ganz okay, wenn ihr euer iPad habt und da rumtippt, aber es ist auch schön, wenn ihr eine Bibel habt und die einfach aufschlagt.
[11:40] Wir haben also hier Offenbarung 14, Vers 6. Diese wunderbare Botschaft wird uns vorgestellt. Dieses ewige Evangelium ist die Grundlage der dreifachen Engelsbotschaft. Es ist ein gewaltiges Vorrecht, in der Lage zu sein, diese wunderbare Botschaft weiterzugeben.
[12:20] Ich erinnere mich an das erste Mal, wo ich das Vorrecht hatte, diese Botschaft in einer strukturierten Art, jemand anders weiterzugeben. Das ist inzwischen ungefähr 15 Jahre her. Ich war 20 Jahre alt. Und ich wollte wirklich in der Lage sein, dieses Evangelium weiterzugeben, an jemand anders. Und ich hatte die Gelegenheit, als Bibelarbeiter zu arbeiten. Und ich reiste in die Vereinigten Staaten. Und als ich dann in die Vereinigten Staaten reiste, da dachte ich, ich bin auf dem Weg in das verheißene Land und jeder wird dort die Bibel studieren. Aber das war nicht der Fall. Sondern ich erlebte eine ganze Menge Abwehr.
[13:18] Aber ich erinnere mich an diesen Tag, als ich an eine Tür klopfte und sagte, nee, kein Interesse. Und ich mich umdrehte, um wieder wegzugehen. Kam eine andere Dame aus dem Hintergrund und sagte, aber ich möchte gerne die Bibel mit Ihnen studieren. Und ich dachte, ja, meine erste Bibelstudie. Und ich habe mir ihre Adresse aufgeschrieben. Zwei Tage später fuhr ich zu diesem Ort und ich guckte diese Adresse an und dachte, irgendwas ist komisch mit dieser Adresse. Und als ich immer näher kam, merkte ich, das ist kein Wohngebiet. Und mir wurde klar, dass diese Dame in einer Anstalt für geistig Behinderte wohnte.
[14:12] Und ich hatte mich so gut auf diese erste Bibelstunde vorbereitet. Aber ich hatte keine Ahnung, was mir gerade vorstand. Und ich hatte ein Studium über Daniel Kapitel 2 vorbereitet. Und natürlich, die meisten von uns kennen die Prophezeiung dort. Diese erstaunliche Prophezeiung über die verschiedenen Weltreiche, die sich ablösen bis runter zu der Wiederkunft Jesu. Und ich wollte sicher sein, dass ich hier wirklich eine gute Bibelstunde abliefer und hatte alle Daten auswendig gelernt. Und ich wusste ganz genau, Babylon, 605 vor Christus bis und ich hatte alle die Daten genau im Kopf.
[15:04] Und ich komme also an diesem Ort. Ich musste erstmal was unterschreiben, um überhaupt reinzukommen in dieses Haus. Und dann komme ich in diesen kleinen Raum und dann kommt diese Dame, mit der ich die Bibel studieren wollte, in das Zimmer rein.
[15:34] Und wenn ich jetzt darüber nachdenke, was damals passiert ist, ich wollte sie erstmal ein bisschen kennenlernen, damit ich überhaupt weiß, mit wem ich es hier zu tun habe, mit dem ich die Bibel studiere. Und deswegen sagte ich, erzähle sie mir etwas von ihr. Und genau das hat sie gemacht. Über ihr Leben zu erzählen. Und die Schwierigkeiten, durch die sie gegangen war. Die Tragödien, die sie erlebt hat. Wie sie missbraucht worden ist als Kind. Wie sie aus ihrem Elternhaus herausging. Wie sie in einer Gang, also in einer Bande gelandet ist. Wie sie anfing, Drogen zu nehmen. Und wie sie glaubte, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Aber wie er dann auch fing, sie zu missbrauchen.
[16:32] Und ich höre diese ganze Geschichte und als junger Mann denke ich, ich weiß nicht, was ich hier machen soll. Und dann denke ich mir, ich weiß nicht, ob das richtig ist, wenn ich jetzt eine Bibelstunde über Daniel gebe, obwohl ich der Überzeugung bin, dass das wirklich eine ganz tolle Prophetie ist. Und ich gesehen habe, wie diese Prophezeiung wirklich das Leben von Menschen verändert hat. Aber in diesem Moment spürte ich, als wenn der Heilige Geist zu mir spricht. Und sagt, gebt ihr das Evangelium weiter.
[17:16] Und dann habe ich ihr etwas gesagt, so ungefähr. Ich verstehe nicht wirklich, was sie durchmachen. Aber ich kenne jemanden, der das versteht. Und ich war absolut unvorbereitet für dieses Thema. Ich hatte ja all die Daten auswendig gelernt für die Prophezeiung. Aber plötzlich fand ich mich in dieser Rolle wieder, dass ich ihr die gute Botschaft weitergabe, dass Jesus, der auf diese Erde gekommen ist, um sie zu retten. Ich war völlig unvorbereitet. Aber es war wirklich der Heilige Geist, der die Kontrolle übernommen hatte, bei diesem Bibelstudium.
[18:06] Und ich erinnere mich, wie ich an dem Abend nach Hause gefahren bin. Und ich mir dachte, ich will mir mein ganzes Leben dieser Sache widmen, dass ich das Evangelium weitergebe. Meine ganze Energie. Mein ganzes Geld. Ich habe nicht viel Geld, aber alles, was ich habe. Ich möchte mich völlig dieser Sache weihen, dass ich dieses ewige Evangelium weitergebe. Denn ich konnte dieses Glitzern, dieses Strahlen in ihren Augen sehen, als sie zum allerersten Mal hörte, dass da jemand ist, der sie wirklich so sehr liebt.
[18:50] Meine Freunde, es gibt dort draußen Millionen von Menschen, die genau das sind. Und sie warten auf die gute Nachricht. Sie schauen sehnsüchtig in den Himmel. Sie warten auf Antworten, die du und ich haben. Antworten, die du und ich haben.
[19:16] Das ganze Evangelium ist eine gute Nachricht. Und die Welt braucht auch diese gute Nachricht. Auf verzweifelte Art und Weise. Worum geht es bei dieser guten Nachricht?
[19:30] Schlagt bitte eure Bibeln auf im Johannesevangelium. Das vierte Evangelium. Und wir beginnen in Johannes 1. Und Vers 29. Und hier lesen wir über Johannes 1.29. Dort lesen wir über Johannes den Täufer, der derjenige war, der Jesus vorangegangen ist. Er sollte den Erretter der Welt vorstellen. Und in Johannes 1.29. Sehen wir, wie er das erste Mal Jesus dem Erlöser begegnet. Und hier stellt er Jesus vor. Nämlich mit folgenden Worten.
[20:36] Meine Freunde, das ist eine gute Nachricht. Jesus kommt, um die Sünde hinwegzunehmen. Seht ihr, womit diese Dame, wo ich die erste Bibelstunde gegeben hatte, wirklich zu kämpfen hatte. Was sie so fertig gemacht hat, die sie nach unten gezogen hatte, die sie in ihrem Leben erlebt hat. Es ist die Sünde in dieser Welt, die die ganzen schlechten, negativen Nachrichten bewirkt. Und die gute Nachricht des Evangeliums dreht sich um nichts anderes, als darum, wie diese Sünde wieder entfernt werden kann.
[21:30] Ich möchte es auf folgende Art und Weise sagen. Wenn du das Evangelium in die Welt trägst, aber es bei deinem Evangelium und deiner guten Nachricht nicht um die Entfernung der Sünde geht, dann hast du nicht das wahre Evangelium, dann hast du ein anderes Evangelium. Aber traurigerweise gibt es Tausende von Menschen, die ihr Leben dazu gewidmet haben, dass sie ein Evangelium verkünden, das nicht das wahre Evangelium der Bibel ist. Aber uns als Volk ist ein Evangelium gegeben worden, das damit zu tun hat, wie Jesus diese Sünde entfernt und wegnimmt.
[22:26] Und in der ganzen Schrift gibt es diese Tatsache. Als ein Volk der Siebentagsadventisten haben wir eine ganz besondere Botschaft. Und sie ist im Heiligtum verwurzelt. Und im Heiligtum sehen wir diesen Prozess, auf welche Art und Weise die Sünde weggenommen wird. Das Heiligtum ist der Schlüssel, um das wahre Evangelium zu verstehen.
[23:00] Wir wollen unseren Gedanken ein bisschen erfrischen. Wir wollen uns erinnern, was eigentlich mit dem Heiligtum ist. Wir erinnern uns, das Heiligtum besteht aus drei Teilen. Wir haben den Vorhof, wo die Person mit dem Opfertier kommt. Und sie haben dann ihre Sünden bekannt über dem Opfertier, zum Beispiel einem Lamm. Und dann wurde das Lamm geschlachtet auf dem Opferaltar. Und das ist ein Bild des Kreuzes. Denn Jesus kam vom Himmel als das Lamm Gottes. Und er starb für unsere Sünden. Er befreit uns von der Strafe der Sünde. Und der Vorhof des Heiligtums ist ein Bild für die Tatsache, dass wir von der Strafe der Sünde befreit werden. Und das nennen wir Rechtfertigung.
[24:16] Aber dort hört das Heiligtum nicht auf. Aber viele tragen ein Evangelium in die Welt, das nur ein Evangelium des Vorhofs ist. Und das ist ein wunderbares Evangelium. Aber es ist unvollständig. Da ist noch mehr, was fehlt. Wenn Sie weiter schreiten in das Heiligtum hinein, auf dem Weg zu der Gegenwart Gottes im Allerheiligsten, dann kommen wir an einen Ort, den wir das Heilige nennen. Und dort im Heiligen finden wir drei verschiedene Geräte, den Schaubrotisch, den Rauchopferaltar und den siebenarmigen Leuchter, der mit Öl gefüllt war, was ständig brannte. Das sind wunderbare Bilder, Freunde.
[25:22] Denn wenn man diese Befreiung von der Strafe der Sünde erlebt hat, diese Rechtfertigung, dann kommt man nah an den Herrn herein und jetzt beginnt er, an deinem Herzen zu arbeiten und dich zu befreien von der Macht der Sünde. Und wie macht er das? Durch den Schaubrotisch, und der ist ein Symbol für das Wort Gottes. Durch das Gebet, nämlich durch den Rauchopferaltar, der ein Symbol für das Gebet ist. Und durch das goldene siebenarmige Leuchter, der ein Symbol ist für die Gegenwart des Heiligen Geistes, nämlich durch das Öl, was dort beständig gebrannt hat und was ständig auch in unserem Leben anwesend sein sollte.
[26:26] Bei dem Heiligen, geht es nicht nur darum, dass wir befreit werden von der Strafe der Sünde, sondern auch von der Macht der Sünde. Was sagt er? Und das Heiligtum ist ein ganz wunderbares Bild und es ist der Schlüssel dafür, der dieses Evangelium entschlüsselt. Und wenn der Geist Gottes in unserem Leben wirkt und Christus uns ergreift und sein Leben durch uns widergespiegelt wird, dann kann der Gehorsam Jesu beobachtet werden, in dem Gehorsam in unserem Leben.
[27:14] Und dann, wenn Jesus einmal wiederkommt, dann können wir ihn von Angesicht zu Angesicht sehen. Denn dort in dem Allerheiligsten haben wir die Gemeinschaft, die Gegenwart Gottes. Wir haben Gemeinschaft mit ihm von Angesicht zu Angesicht. Und dann, an diesem dritten Ort, wird Gott die Gegenwart der Sünde, die Allgegenwart der Sünde, entfernen.
[27:44] Wenn wir dieses ewige Evangelium in die Welt hinaustragen, dann müssen wir sicher sein, was die Sünde entfernt. Denn Sünde ist das eigentliche Problem. Und Jesus ist die Lösung. Jesus ist gekommen, um die Sünde hinwegzunehmen. Er ist das Lamm Gottes.
[28:18] Wenn wir uns die Adventgeschichte anschauen, das Problem innerhalb des Adventismus, dass wir manchmal ein bisschen aus dem Gleichgewicht geraten, aus dem Gleichgewicht zwischen der Gnade und dem Gesetz. Weil wir sie gegeneinander ausspielen. Hier haben wir die Gnade. Dort haben wir das Gesetz. Hier haben wir den Glauben. Hier haben wir die Werke. Und vielleicht habt ihr das selbst schon in eurem Christenleben erlebt, dass wir mehr oder weniger von einem zum anderen hin und her schwanken. Wir sehen das in der Adventgeschichte. Einmal ein Schwerpunkt auf dem Gesetz. Aber Christus fehlt irgendwie. Aber dann, auf der anderen Seite, der Fokus auf Jesus, aber es ist nur ein Name.
[29:14] Und dabei geht es nicht nur um die Adventgeschichte, meine Freunde, das ewige Evangelium ist untrennbar. Gnade und das Gesetz können nicht voneinander getrennt werden. Glaube und Werke gehören zusammen. Und das können wir auch wieder im Heiligtum beobachten. Wir haben im Allerheiligsten das Gesetz Gottes. Wir haben die Erfahrung des Evangeliums auf dem Weg durch das Heiligtum. Diese Dinge sind untrennbar. Sie gehören zusammen.
[30:00] Und wenn man versucht, sie auseinander zu dividieren, wenn wir sie trennen, dann sehen wir, dass wir nur ein halbes Evangelium haben. Ein Evangelium, was nicht zu einer wahren Bekehrung führen kann. Aber wir hören, wie überall dieses Evangelium verkündigt wird. Wir müssen wieder zurückkehren zu diesem ewigen Evangelium, wie es uns im Wort Gottes offenbart worden ist.
[30:34] In dem Buch des Leben Jesu, im englischen Seite 172, gibt es eine Sicherheit für jemanden, der nur eine Gesetzesreligion hat. Eine Form der Frömmigkeit. Das Leben eines Christen ist nicht eine Modifikation oder Verbesserung des Alten, sondern eine Transformation, eine völlige Veränderung der Natur. Wenn der Gospel Glaube und Werte sind, Gesetze und Gnade zusammen. Sonst werden wir viele andere Versionen des Gospels bekommen, aber es ist nicht das wahre Gospel.
[31:44] Wir werden zum Beispiel in die Falle des Humanismus fallen. Beim Humanismus geht es darum, was wir in unserer eigenen Kraft erreichen können. Da wird dein eigenes Potenzial in dir selbst freigesetzt. Aber die Bibel macht es sehr deutlich, dass wir eine Macht brauchen, die außerhalb unserer selbst ist.
[32:16] Habt ihr jemals bemerkt, in unserer heutigen Welt, dass es sehr modern geworden ist, dass wir Selbsthilfemethoden haben? Ich reise sehr viel. Jedes Mal, wenn ich am Flughafen bin und ein bisschen extra Zeit habe, dann lese ich gerne. Aber ich gucke auch gerne, was für Bücher dort so angeboten werden. Nicht, weil ich sie alle selber lesen will, sondern einfach nur zu gucken, was gibt es da, was lesen Menschen heute? Wenn ihr euch das mal anschaut, dann werdet ihr sehen, wie kann ich mich selbst verwirklichen? Wie kann ich das, was in mir ist, irgendwie freisetzen? Wie kann ich mehr Geld verdienen? Wie kann ich meine Ehe verbessern? Wie kann ich das besser machen? Wie kann ich jenes machen?
[33:26] Ich glaube, dass einige dieser Bücher durchaus sehr hilfreiche Informationen haben, aber es gibt etwas, und das ist der Schlüssel, woher unsere Kraft eigentlich kommt. Denn in diesen Selbsthilfegruppen geht es um den humanistischen Ansatz, nämlich was kann ich, was kann ich bewirken, was kann ich bringen? Aber bei dem Evangelium geht es in allem nur darum, was Gott in mir tun kann.
[34:00] Unsere menschliche Kraft hat Limitierungen in jeder Hinsicht. Wir machen zu Neujahr irgendwelche Versprechen, was wir tun wollen, und die dauern manchmal nicht mal bis Ende Januar. Politiker geben uns irgendwelche Versprechen, bis sie dann endlich im Amt sind, und dann ist alles vergessen. Der Mensch ist einfach so limitiert, da wirklich Veränderungen herbeizuführen. Aber unser Evangelium handelt nicht von einer menschlichen Veränderung. Es geht nicht darum, streng dich ein bisschen mehr an, mach es ein bisschen besser.
[35:00] Sondern es geht um eine Transformation. Schlag bitte auf mit mir Epheser 2, Vers 1. Ein sehr kurzer, aber sehr kraftvoller Vers. Er hat uns lebendig gemacht, die tot waren, in Übertretungen und Sünden.
[35:50] Er hat uns lebendig gemacht. Wir waren zuerst tot. Gibt es irgendetwas, was ein größerer Kontrast ist, tot und lebendig? Wenn Paulus hier das Evangelium beschreiben will, dann benutzt er das Bild, wie jemand vom Tod zum Leben kommt. Eine völlige Transformation.
[36:22] Das Evangelium geht nicht darum, dass wir ein bisschen besser werden, uns ein bisschen mehr anstrengen. Manchmal wird das Evangelium auch nur so dargestellt, als wenn es die Kirsche auf der Torte ist. Wir haben ein wunderbares Leben, eine wunderbare Torte und das Evangelium wird alles in deinem Leben. Nein, er wird alles und er arbeitet, er wirkt in uns, damit wir seinen Willen tun. Sodass wir eine Transformation erleben von dem Zustand, dass wir tot in Übertretungen sind und Sünden, dahin, dass wir lebendig sind.
[37:18] Aber wisst ihr, was der Schlüssel hier ist? Du musst wissen, woher kommt diese Stärke? Und deswegen liebe ich so sehr das, was Paulus in Römer Kapitel 7 sagt. Römer Kapitel 7, Vers 27. Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen? Ich liebe diese Frage. Er sagt, wer wird mich erlösen? Er versteht, dass die Befreiung kommt, nicht durch ein Konzept, sondern durch eine Person. Und direkt danach sagt er, ich danke Gott, durch Jesus Christus, unseren Herrn.
[38:16] Zu oft stellen wir die falsche Art Fragen. Anstatt, dass wir fragen, wer wird mich erlösen, sagen wir, was wird mich erlösen. Und wir schauen uns diese Selbsthilfemethode an. Ich habe schon Predigten gehört in Adventgemeinden, wo ich mir gedacht habe, was ich hier höre, ist nichts anderes als Humanismus. Aber es geht nicht darum, was ich tun werde, um mich selbst zu erlösen. Es geht darum, wer ich brauche. Ich brauche einen Heiligen, ich brauche eine Macht, die nicht in mir ist, aber sie kommt von oben.
[39:10] Zu oft, meine Freunde, behandeln wir die Verordnungen Gottes wie eine Checkliste. Und das ist wirklich humanistisch. Und wir gucken uns die 10 Gebote an und sagen, eigentlich bin ich gar nicht so schlecht, ich habe keinen Ehebruch begangen. Und ein junger Mensch sagt vielleicht, ich bin ja noch nicht verheiratet, ich habe sowieso keinen Ehebruch begangen. Und dann sehen wir das Gebot, du sollst nicht töten, und da kann ich auch einen Haken machen, ich bin ziemlich gut. Ich hasse Menschen, und Menschen können mich unheimlich zornig machen, aber ich habe noch niemals das Leben genommen, ich bin also ziemlich gut. Und hier ist vielleicht ein junger Mensch und sagt, ja, ich ehre Vater und Mutter. Und ich gehe sogar mit ihnen zusammen in Urlaub, wenn sie das bezahlen. Und vielleicht sagen wir, ich stehle nicht. Ich bin neidisch auf jemanden, ich möchte das gern haben, was der hat, und ich mag das, was der hat, aber ich bin die ganze Zeit neidisch, aber ich habe es ihnen ja nicht weggenommen, also bin ich okay.
[40:36] Und dann haben wir das Evangelium mit einem humanistischen Ansatz, wo ich mich selber anschaue und sage, wie bin ich, wie gut bin ich. Und dann kommt Jesus und hält die Bergpredigt. Derselbe, der die Gebote geschrieben hat in 2. Mose 20, kommt jetzt und erklärt in der Bergpredigt, was diese Gebote eigentlich bedeuten.
[41:07] Schlagt bitte auf Matthäus 5. Denn Jesus beschreibt hier ein Bild, worum es eigentlich bei den Geboten geht. Wenn du denkst, dass du ziemlich gut bist, dann beachte bitte die Worte Jesu hier. Vers 21. Ihr habt gehört, was zu den Alten gesagt ist, du sollst nicht töten, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch, jeder, der seinen Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt, Racker, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt, Donar, der wird dem Hohen Rat verfallen sein.
[42:04] Also dieses eine Gebot, wo wir dachten, da sind wir doch super in Ordnung. Zerstört plötzlich unsere gesamte Welt. Denn Jesus zeigt uns hier, worum es eigentlich bei dem Gesetz geht. Wenn du Zorn hast in deinem Herzen, dann hast du tatsächlich dieses Gebot gebrochen. Jesus fährt dann fort in Vers 27. Ihr habt gehört, was zu den Alten gesagt ist, du sollst nicht Ehe brechen. Und wir dachten, dass wir doch ziemlich gut sind bei diesem Gebot. Aber dann sagt Jesus in Vers 28. Ich aber sage euch, wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
[43:00] Diese Gebote, die gehen so viel tiefer als irgendwelche äußerlichen Handlungen. Jesus sagt uns hier, wenn du dachtest, dass du ziemlich gut bist, du täuscht dich. Es ist nicht der Fall. Habt ihr jemals wirklich in die Tiefe diese Bergpredigt studiert? Ihr werdet herausfinden, dass wenn ihr die vollständige Bergpredigt wirklich studiert, dass die Jesu nicht nur schwer zu befolgen sind, sondern unmöglich zu befolgen sind. In menschlicher Kraft.
[43:40] Und was tut Jesus hier? Er versucht uns an den Punkt zu bringen, dass wir mit unserem Ich am Ende sind. Bei der Bergpredigt geht es nicht darum, streng dich ein bisschen mehr an, auch so zu denken, mach dies, mach das. Ach, du dachtest, das Gebot ist so hoch? Nein, es ist noch viel, viel höher. Das ist nicht Jesu Absicht hier. Sondern was Jesus hier tut, ist, er zeigt uns etwas, was in menschlicher Kraft unmöglich zu bewerkstelligen ist.
[44:22] Und unsere Antwort auf diese Bergpredigt, unsere Antwort auf das Gebot Gottes, sollte nicht so wie eine Checkliste sein, sollte sein, oh Herr, ich brauche dich. Ich brauche einen Retter. Ich brauche jemanden, der mich befreit. Ich brauche eine Kraft, die ich in mir selbst nicht finden kann. Ich brauche eine Macht, die von oben kommt.
[45:04] Wisst ihr, was mir absolut gut gefällt? Was direkt nach dieser Bergpredigt passiert. Was direkt nach dieser Bergpredigt passiert, sind die wunderbarsten Bilder darüber, was das Evangelium eigentlich bedeutet. Denn als Jesus diese Predigt über die Bergpredigt beendet hat, da sagt er nicht nur, okay, jetzt geht nach Hause und strengt euch ein bisschen mehr an. Sondern zusammen mit den Menschen, die jetzt den Berg hinunter gehen, geht Jesus mit ihnen. Und was dann passiert, ist absolut faszinierend.
[45:54] Matthäus 8, das müsst ihr euch hier anschauen. Also gleich nachdem er diese Predigt gehalten hat, gleich nachdem Jesus dieses Gesetz auf diese unglaubliche Art und Weise dargestellt hat, heißt es in Kapitel 1, Kapitel 8, Abvers 1, als er aber von dem Berg herabstieg, folgte ihm eine große Volksmenge nach. Könnt ihr euch vorstellen, wie die Menschen dort lang gehen und in ihren Gedanken sagen, oh, wie soll ich nur so leben? Das waren wirklich erstaunliche Worte, aber wie soll ich das umsetzen? Wie ist das möglich?
[46:50] Und genau dort, an diesem Punkt, schaut euch Vers 2 an. Und siehe, ein Aussetziger kam viel vor ihm nieder und sprach, Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen. Und Jesus streckte die Hand aus, und sprach, ich will, sei gereinigt. Und sogleich wurde er von seinem Aussatz rein.
[47:26] Meine Freunde, das ist wie ein Appell, der zu der Predigt gehört. Was ist dieser Aussetziger? Er ist verfallen. Er hat überhaupt keine Hoffnung mehr. Beim Aussatz gab es nur eine Richtung, und das war in Richtung Tod. Und dieser Aussetziger versteht, dass es nur noch eine einzige Chance gibt. Er hat von Jesus gehört, und er sagt, das ist meine einzige Chance, meine einzige Hoffnung. Er ist wirklich am Ende mit seinem Selbst. Aber er legt seinen ganzen Glauben in Jesus.
[48:08] Wisst ihr, dass du und ich repräsentiert werden, dargestellt werden, durch diese Aussetzung? Wir mangeln alle an der Herrlichkeit Gottes. Und dieser Aussatz ist ein Symbol für die Sünde, ein Bild für die Sünde. Die Sünde frisst uns von innen auf. Wir verfallen, wir verwesen quasi durch die Sünde. Und es gibt nur eine Richtung, in die wir marschieren, nämlich in Richtung Tod. Und deswegen ist dieser Aussetziger ein Bild für jeden Einzelnen von uns.
[48:58] Und wenn wir diese Bergpredigt hören, wenn wir dieses heilige, was soll unsere Antwort, unsere Reaktion sein? Uns ein bisschen mehr anstrengen? Nein, unsere Reaktion soll sein, Herr, nur du kannst mich reinigen, du kannst mich freimachen. Jesus hat mich angerührt, hat mich gereinigt. Bitte reinige mich, rühre mich, heile mich. Beginne ein Leben, ein Werk in mir. Tue in mir das, was ich für mich selbst nicht tun kann.
[49:42] Ist es nicht faszinierend, dass Jesus diesen Aussetzigen anrührt? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Jesus hätte ihn nicht anrühren brauchen. Er hätte einfach nur ein Wort sprechen können und der Aussetzige wäre geheilt gewesen. Er hätte es an vielen Gelegenheiten getan, dass er einfach nur ein Wort gesprochen hat. Aber Jesus entschließt sich hier, den Aussetzigen anzurühren.
[50:10] Nach dem mosaischen Gesetz war das absolut unmöglich. Wir haben hier im mosaischen Gesetz ganze Kapitel, die sich mit dem Aussatz auseinandersetzen. Dieser Aussetzige war unrein. Alles, was der Aussetzige berührte, wurde auch unrein. Wenn ein Aussetziger durch die Stadt ging, musste er tatsächlich rufen, unrein, unrein, damit die Leute gewarnt waren.
[50:48] Hier haben wir also einen Aussetzigen, der unrein ist, der Jesus anrührt, der rein ist. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich arbeite gerne im Garten. Meine Frau und ich, wir haben einen Garten. Jedes Jahr freuen wir uns schon auf den Moment, wo wir die Kartoffeln ernten können. Und was dann passiert? Man nimmt also die Kartoffeln aus der Erde und dann werden sie aufgeteilt, die guten Kartoffeln. Aber dann haben wir immer auch so einen kleinen Haufen von Kartoffeln, die verdorben sind. Und diese beiden tun wir nicht in den gleichen Sack. Aber manchmal übersieht man eine Kartoffel oder man arbeitet sehr schnell und sieht nicht, dass da eine verdorbene Kartoffel in diesen Kartoffelsack mit hinein gerät. Dass diese verfaulte Kartoffel gut und sauber wird, weil sie nämlich in dem Sack mit den guten Kartoffeln ist. Es ist ein Naturgesetz. Das Unreine infiziert immer das Reine.
[52:16] Und Jesus in Matthäus 8 dreht das Ganze um, weil er rein ist und der Aussätzige ist unrein. Und Jesus entschließt sich, vom Berg herab zu steigen und er berührt diesen Aussätzigen, diesen unreinen Aussätzigen. Und statt, dass Jesus jetzt unrein wird, wird der Aussätzige rein.
[52:50] Meine Freunde, das ist die Kraft des Evangeliums. Wenn Jesus dein unreines Leben berührt, Jesus ist ansteckender als die Sünde. Was sagt ihr dazu? Das ist die allerbeste Nachricht. Könnt ihr euch eine bessere Nachricht im gesamten Universum vorstellen, als diese? Denn ich bin der Aussätzige. Und ich habe diese Bergpredigt gehört. Und ich habe mich doch so angestrengt. Und es hat nicht funktioniert. Und ich bin wirklich am Ende mit mir selbst. Und ich bin unrein. Und doch möchte ich diesen reinen, wunderschönen, erstrebenswerten, heiligen Charakter Jesu haben.
[53:50] Und deswegen müssen wir genau dasselbe tun, was der Aussätzige getan hat. Wir müssen im Glauben zu Jesus kommen und uns bitten, dass er uns gesund macht. Und dieses Gebet liebt Jesus. Und Jesus wird beginnen, dich zu berühren. Er wird bestimmte Bereiche in deinem Leben berühren. Und er wird anfangen, dich zu heilen. Und dich wieder herzustellen.
[54:22] Meine Freunde, ich bin so glücklich, dass ich einen Erlöser habe, der nicht dort oben auf dem Berg bleibt, sondern der herabsteigt. Es gibt viele Religionen in unserer Welt heute, die uns zeigen, wie wir auf den Berg steigen sollen. Tu diese fünf Dinge, damit du zu Gott kommen kannst. Tu diese drei Dinge, um zu Gott zu kommen. Steig auf den Berg. Entdecke das Gute in dir. Und dann Gott von oben auf dem Berg wird deine guten und schlechten Taten in eine Balance bringen. Wenn deine guten Taten ausweihen, die schlechten Taten ausbalancieren, dann hast du vielleicht eine Chance auf ewiges Leben.
[55:18] Das ist nicht das Evangelium. Das Evangelium ist Christus, der Gesetzgeber. Er kommt vom Berg. Und er berührt unsere Leben. Und er empowert uns, das Gesetz zu halten. Was sagst du dazu?
[55:44] Bevor wir beenden, möchte ich noch ein weiteres Bild für das Evangelium mit euch betrachten. Ich lade euch ein, mit mir die Bibel aufzuschlagen bei Psalmen. Ein weiteres Bild, das uns zeigt, dass Jesus herabkommt. Dass er kommt, um uns Kraft zu geben und die Sünden in unserem Leben wegzunehmen. Die Versen 6 bis 8. Hier haben wir eine Weissagung auf den kommenden Messias. Und dort heißt es folgendermaßen, im Deutschen ist es, im Deutschen ist es der Vers 7. Vers 6. Und dann Vers 7. Und Vers 8 im Deutschen heißt es dann, da sprach ich, siehe ich komme. In der Buchrolle steht von mir geschrieben. Es ist sehr deutlich, dass dies eine Weissagung über Jesus ist. In der Buchrolle steht von ihm geschrieben. Das heißt, er wird in der Bibel prophezeit.
[57:24] Beachtet bitte ein Detail im Vers 7. Opfer und Gaben hast du nicht gewollt, aber im Englischen heißt es, meine Ohren hast du mir geöffnet. Geöffnet ist das Wort Kara und das bedeutet, durchbohrt oder geöffnet. Also durchbohren. Was hat das für eine Bewandtnis mit diesem Ausdruck? Wir finden hier im Alten Testament eine Typologie, die plötzlich lebendig wird mit diesem Vers. Und hier wird wieder der Charakter Jesu gezeigt, indem er zu uns herabsteigt.
[58:24] Schlag bitte auf mit mir 2. Mose 21. 2. Mose 21. Und wir fangen bei Vers 1 an. Und das sind die Rechtsbestimmungen, die du ihnen vorlegen sollst. Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, dann soll er 6 Jahre lang dienen und im 7. soll er unentgeltlich freigelassen werden. Das heißt, es gab eine Möglichkeit, dass man seine Schulden bezahlen konnte, aber anders als in den anderen Nationen konnte man niemals lebenslang als Sklave arbeiten. Das heißt, ein Sklave arbeitete nie länger als 6 Jahre, im 7. Jahr wurde er frei.
[59:20] Wir lesen jetzt Vers 3. Wenn er allein gekommen ist, soll er auch allein entlassen werden. Ist er aber verheiratet gekommen, so soll seine Frau mit ihm gehen. Wenn man also diesen Sklavendienst alleine beginnt, und man diese 6 Jahre abgeschlossen hat, dann geht man auch wieder alleine aus. Und wenn man verheiratet war, und man in diesen Sklavendienst eingetreten ist, dann geht man nach den 6 Jahren zusammen mit seiner Ehefrau.
[59:58] Aber dann wird hier auch noch eine andere Möglichkeit beschrieben. Vers 4. Hat ihm aber sein Herr eine Frau gegeben, und diese hat ihm Söhne oder Töchter geboren, so soll die Frau samt ihren Kindern seinem Herrn gehören, er aber soll allein entlassen werden. Wenn aber der Sklave erklärt, ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht freigelassen werden, so soll ihn sein Herr vor die Richter bringen, heißt es im Englischen. Und ihn an die Tür oder den Pfosten stellen, und er soll ihm seine Ohr mit einem Priem durchbohren.
[1:00:56] Also hier ist folgendes Bild. Wenn du als Sklave 6 Jahre lang gedient hast, und du während dieser 6 Jahre der Liebe deines Lebens begegnest, und sie die Tochter des Meisters ist, dem du dienst, und du sie heiratest, und du mit ihr zusammen Kinder hast, und dann die Zeit des Endes kommt, dieses Dienstes, dann kannst du eine Entscheidung treffen, dass du aufgrund deiner Liebe zu deiner Frau, dass du in dieser Familie bleiben möchtest, der du gedient hast. Das wurde gezeigt, oder das wurde festgemacht daran, dass dein Ohr durchbohrt wurde.
[1:02:00] Im Psalm Kapitel 40 gibt es eine Prophezeiung auf den Messias, und dort wird dieses Wort Karrar benutzt, das Ohr des Messias wurde durchbohrt. Was bedeutet das eigentlich? Das, was wir hier lesen, ist eine Typologie auf Jesus. Jesus kommt herab, um zu dienen. Er wird Mensch, seine Fleischwerdung als Mensch. Wir erinnern uns, er ist der Bräutigam, und die Gemeinde ist die Braut.
[1:02:50] Und Jesus zeigt, indem er am Kreuz durchbohrt wird, dass er bereit ist, sein Leben und seine Freiheit aufzugeben, um zu uns zu gehören, für immer. Und das ist eine gute Nachricht. Das begeistert mich. Jesus hat sein Leben gegeben, nicht nur für einen kurzen Moment für uns, sondern er hat seine Allgegenwart aufgegeben. Er ist durchbohrt, und die Zeichen werden für immer gesehen. Das ist die gute Nachricht.
[1:03:36] Und wenn wir diese Bilder des Evangeliums in der ganzen Schrift sehen, was sollte unsere Reaktion sein? Dann sollten wir sagen, Herr, egal was es kostet, ich bin bereit, aufzugeben, was auch immer es sei, um zu dir zu gehören. Wirke deinen Willen in meinem Leben. Wirke das in meinem Leben, was nur du tun kannst.
[1:04:12] Offenbarung 14, Vers 6 spricht über dieses ewige Evangelium. Es ist ein ewiges Evangelium, weil Jesus sich uns geschickt hat. Für alle Zeit. Es gibt nichts, was eine bessere Nachricht ist, als dieses Evangelium. Wenn du also morgens aufwachst, welche Nachricht möchtest du in deine Arbeitsstelle reithauen? Welche Nachrichten möchtest du deinen Nachbarn weitergeben? Freunde, es sollte die beste Nachricht sein. Es sollte eine Botschaft über Jesus sein, dass er der Gesetzgeber ist, aber der Gesetzgeber, der herabgestiegen ist, und der sein Gesetz in unsere Herzen schreiben möchte, der uns reinigen möchte, der unsere Sünden wegnehmen möchte, der uns befreien möchte, es gibt nichts Besseres.
[1:05:28] Ich möchte heute Abend einen Aufruf machen. Vielleicht ist es in Deutschland nicht üblich, Aufrufe zu machen. Und vielleicht ist es auch nicht normal, einen Aufruf in der Eröffnungsansprache zu machen. Aber manchmal ist es gut, im Leben Dinge zu tun, die nicht normal sind. Manchmal ist es gut, dass wir einfach den Heiligen Geist wirken lassen.
[1:05:56] Vielleicht bist du heute Abend hier und du hast bis jetzt in deiner eigenen Kraft versucht, das Richtige zu tun. Und du möchtest zu Gott gehören, aber du erkennst, dass du das aus eigener Kraft versucht hast. Möchtest du wirklich dieses ewige Evangelium für dich in Anspruch nehmen? Du möchtest, dass Jesus dich reinigt. Du möchtest, dass Jesus anfängt, in deinem Leben zu wirken, dich zu formen und dich freizusetzen. Wenn das etwas ist, was deinen Zustand heute Abend beschreibt, dann möchte ich, dass du einfach aufstehst. Wenn du sagst, ich möchte dieses Evangelium. Ich möchte frei werden. Ich möchte, dass meine Sünden weggenommen werden. Und ich möchte nicht diesen humanistischen Ansatz im Evangelium haben. Ich möchte ein biblisches, ewiges Evangelium haben. Ich möchte, dass Jesus mich heilt. Ich möchte, dass Jesus mich wiederherstellt. Ich möchte, dass Jesus die Bereiche in meinem Leben, wo ich am Kämpfen bin, berührt. Und du weißt selbst, welche Bereiche das in deinem Leben sind. Immer sind das diese Sünden, die uns wie verfolgen. Und es scheint, dass wir kämpfen und nicht frei werden können. Und doch, Jesus kann diesen Bereich in deinem Leben berühren. Denn die Reinheit Jesu ist ansteckender als die Sünde, mit der du kämpfst. Lass Jesus dich berühren, in dem Bereich deines Lebens, den du brauchst, lass heute Abend ein Wendepunkt sein. Warte nicht bis an das Ende dieses Kongresses.
[1:08:16] Wenn du jemanden anrufen musst, um ein Bekenntnis zu geben, dann mach es heute Abend. Wenn du ein Bekenntnis ablegen musst, wenn du etwas bekennen musst, deiner Frau gegenüber, deinem Mann, deinen Kindern, mach es heute Abend. Wie wunderbar ist es, wenn du morgen früh in diesen Raum hineinkommen kannst und du weißt, dass dieser Bereich, mit dem du immer gekämpft hast, dass Jesus dich dort befreit hat und diesen Bereich angerührt hat. Schiebt es nicht auf, Freunde. Jetzt ist die Zeit der Erlösung. Jetzt ist die Zeit des Heils. Heute ist der Tag.
[1:09:02] Lass uns gemeinsam beten. Unser himmlischer Vater, wir wollen dir danken für dieses ewige Evangelium. Wir wollen dir danken, dass du nicht nur der Gesetzgeber bist, sondern auch der große Heiler. Und Herr, ich bete, dass du unser Verständnis für das Evangelium vertiefst, dass wir erkennen, was du uns wirklich damit sagen möchtest. Aber nicht nur, dass wir es in theoretischer Weise verstehen, sondern dass wir es auf ganz praktische Weise in unserem Leben erfahren. Herr, wir kommen vor dich als Aussätzige und wir bitten dich, dass du uns berührst, dass du uns mit deinem Wort berührst, dass du uns mit der heilenden Kraft deines Heiligen Geistes berührst. Herr, befreie uns mit denen, mit denen wir kämpfen. Und Herr, mögen wir vereint sein in dir, mit dir für ewig. Wir danken dir für diese wunderbare Nachricht des Evangeliums. Und ich bete dafür, dass jeder Einzelne in diesem Raum heute Abend ein Werkzeug in deiner Hand wird, um dieses Evangelium in die Welt zu tragen. Danke, Herr. Und alle, lasst uns alle sagen, in dem wunderbaren Namen Jesu, Amen.
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