Veröffentlicht am
1.046 Klicks

In dieser Predigt von Dave Fiedler wird die Bedeutung der Adventgeschichte für das Verständnis von Gottes Handeln und die Lehren für die Gegenwart beleuchtet. Es wird davor gewarnt, die Geschichte zu beschönigen oder zu verfälschen, und stattdessen die Notwendigkeit betont, sowohl Gottes Treue als auch die menschlichen Schwächen zu erkennen, um den Glauben zu stärken. Weiterhin werden Gefahren wie Fanatismus und Spiritismus thematisiert, die sich in verschiedenen Formen zeigen und die Reinheit der Botschaft bedrohen können. Die Predigt schließt mit der Ermahnung, trotz aller Herausforderungen und unterschiedlicher Ansichten die Liebe und Einheit untereinander zu bewahren, um Christus ähnlicher zu werden.

In dieser Predigt von Dave Fiedler wird die Bedeutung der Adventgeschichte für das Verständnis von Gottes Handeln und die Warnung vor Irrtümern beleuchtet. Es wird betont, wie wichtig es ist, aus vergangenen Erfahrungen zu lernen, um nicht dieselben Fehler zu wiederholen. Der Vortrag thematisiert auch die Gefahren von Fanatismus und Spiritismus sowie die subtilen Wege, wie falsche Lehren, wie Pantheismus, in die Gemeinde eindringen können. Abschließend wird die Notwendigkeit von Einheit und Liebe innerhalb der Gemeinde hervorgehoben, selbst wenn Meinungsverschiedenheiten bestehen.


Weitere Aufnahmen

Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2016: Offenbarung 10

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[1:00] Abend. Es ist schon seit den 1970er-Jahren, dass ich mich persönlich mit der Adventgeschichte beschäftige. Ich möchte mal einen inspirierten Kommentar dazu lesen und dann dazu etwas sagen. Das ist aus Band 7 der Zeugnisse, Seite 210.

[2:01] Der Herr wies Mose an, den Kindern Israel sein Handeln in ihrer Befreiung aus Ägypten und der wunderbaren Erhaltung in der Wüste zu erzählen. Hier heißt es, Mose sollte diese Geschichte erzählen, sie am Leben erhalten. Also gehen wir durch etwas Geschichte. Wann ist das denn geschehen in der Bibel? Wann hat er diese Geschichte aus der Wüstenwanderung erzählt, wiedererzählt? 5. Mose, genau. Das war kurz vor seinem Tod.

[2:54] Dann heißt es hier weiter: Mose sollte sie daran erinnern, an ihren Unglauben und ihr Jammern, wenn sie in Schwierigkeiten gerieten, aber auch an die große Barmherzigkeit und Gütigkeit des Herrn, der sie niemals verlassen hatte. Das wäre heute nicht mehr so beliebt. Sein Job war es, zu erinnern, an die Zeiten zu erinnern, wo sie versagt hatten. Das gefällt uns normalerweise nicht so. Aber er sollte sie noch an etwas anderes erinnern, wie nämlich der Herr immer treu gewesen war.

[3:54] Jetzt beachten wir den nächsten Satz. Ich sticke in die Wörter Kombination. Also diese Kombination der beiden Dinge. Diese Kombination würde ihren Glauben stimulieren und ihre Mutigkeit stärken. Während sie sich leiten würden, ihren eigenen Sinn und Schwäche zu erkennen, würden sie auch erkennen, dass Gott ihre Gerechtigkeit und Stärke war. Jetzt beachten Sie, die Kombination, sie an ihre Schwäche zu erinnern und an die Stärke Gottes zu erinnern, würde ihren Glauben stimulieren und ihre Mutigkeit stärken. Die Kombination, dass sie einerseits an ihre eigene Schwachheit erinnert würden, aber auch an die Treue Gottes und seine Stärke, das sollte ihren Glauben stärken. Braucht ihr eine Glaubensstärkung? Braucht ihr mehr Mut? Dann beschäftigt euch mit der Geschichte des Volkes Gottes.

[5:21] Aber jetzt kommt die große Warnung. Es gibt einen ganz großen Teil von Adventgeschichte. Da kann man die ganze Geschichte sich durchlesen. Alles, was man dort erkennen könnte, wäre der blaue Himmel und die zwitschernden Vögel. Dann gibt es einen ganz anderen Teil von Adventgeschichte, der auch niedergeschrieben wurde. Alles, was man dort erkennen könnte, wenn man das lesen würde, wären Scheitern und wahrscheinlich sogar Höllenfeuer. Ihr solltet keins von beiden lesen. Das bedeutet unglücklicherweise, dass nur ein kleiner Teil von Adventgeschichte übrig bleibt, den ich empfehlen würde. Denn ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand anlügt.

[6:45] Denn die Aussage in Band 7 der Zeugnisse geht noch weiter. Es ist genauso notwendig, dass Gottes Volk heutzutage sich daran erinnert und sich bewusst ist, wie und wann sie geprüft worden sind. Und wo ihr Glaube versagt hat. Und wo sie Gottes Werk in Gefahr gebracht haben durch ihren Unglauben und ihr Selbstvertrauen. Es ist genauso notwendig für uns wie damals für die Israeliten. Wir brauchen niemanden, der uns erzählt, es war immer alles nur blauer Himmel und singende Vögel. Denn so war es nicht.

[7:45] Es geht weiter. Gottes Barmherzigkeit, seine Vorsehung, die uns erhalten hat, seine Befreiung, die wir nie vergessen sollten, die sollen wir immer wieder erzählen, Schritt für Schritt. Wir brauchen nicht jemanden, der sich vorne hinstellt und sagt, dass Gott seine Gemeinde der Adventisten verworfen hat. Denn das stimmt auch nicht.

[8:25] Denn die Wahrheit ist, dass Gott wirklich mit erbärmlichen und furchtbaren und elenden Menschen arbeitet, so wie mich selbst. Vielleicht schließt es euch auch ein. Ich bin nicht sicher. Wir brauchen die Wahrheit. Das wird unseren Glauben anregen und uns neuen Mut geben. Und noch einen letzten Satz in dem Zitat. Wenn Gottes Volk so die Vergangenheit wieder aufleben lässt, dann sollte ihnen klar werden, sie sollten erkennen, dass der Herr sein Handeln immer wiederholt. Gott versucht, seinem Volk Lehren beizubringen. Und wenn wir eine Lektion nicht lernen, dann macht er eine Runde und bringt uns diese Lektion erneut. Er wiederholt immer wieder sein Handeln mit uns. Und deswegen ist die Beschäftigung mit Gott und mit der Geschichte so wertvoll.

[10:00] Vielleicht das bekannteste Zitat von Ellen White über Adventgeschichte ist hier aus Life Sketches, Seite 196. Und es heißt, wir haben für die Zukunft nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt hat in der Vergangenheit und seine Lehre in unserer vergangenen Geschichte. Nichts zu befürchten für die Zukunft. Ich bin eigentlich kein ängstlicher Mensch. Ich bin jemand, der zuversichtlich vorangeht. Außer wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt hat in der Vergangenheit und seine Lehre in unserer vergangenen Geschichte.

[10:57] Jetzt gibt es ein Problem damit. Als Ellen White das geschrieben hat, die Sätze vorhin, sie hat gesagt, ich bin jeden Schritt über den Weg gefahren. Als Ellen White das schrieb, direkt im Satz zuvor hat sie gesagt, ich habe die ganze Geschichte Schritt für Schritt selbst miterlebt. Sie war immer dabei gewesen. Ich nicht. Ihr auch nicht. Und das bedeutet, bevor wir überhaupt erstmal was vergessen können, müssen wir es erstmal vorher gewusst haben. Aber ich bin nicht sicher, ob es besser ist, dass man etwas weiß und vergisst, oder ob es besser ist, dass man es nie gewusst hat. Das ist wahrscheinlich das Gleiche.

[11:58] Also mir sagt das, bevor ich dieses Versprechen in Anspruch nehmen kann, dass wir sicher sind, solange wir etwas nicht vergessen, muss ich natürlich erstmal über diese Geschichte etwas erfahren.

[12:16] Hier noch einige weitere Aussagen von Ellen White über Geschichte. Mir ist immer wieder gezeigt worden, dass die vergangenen Erfahrungen von Gottes Volk nicht betrachtet werden sollen als tote Tatsachen, trockene Tatsachen. Wir sollten mit diesen Berichten nicht so umgehen wie mit dem Jahresbericht von vorher. Gut.

[13:02] Dieser Bericht soll in unserem Bewusstsein bleiben, weil die Geschichte sich wiederholen wird. Wenn ihr wissen wollt, wie wird Gott in Zukunft handeln, dann sollten wir die Vergangenheit anschauen.

[13:24] Ein weiteres Zitat sagt, alle Offenbarungen aus der Vergangenheit vergrößern unsere Verantwortung als Arbeiter in dieser Zeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hängen zusammen. Wir müssen lernen aus den Erfahrungen vergangener Zeitalter.

[13:57] Habt ihr euch mal gefragt, wie die Menschen herausgefunden haben, welche Beeren giftig sind? Fred hat gerade weiße Beeren gegessen und ist gestorben. Vielleicht sollte ich sie auch mal probieren. Wir müssen lernen aus der Vergangenheit. Wir können es uns nicht leisten, die Fehler ständig zu wiederholen. Wir haben nicht genug Zeit dafür. Wir haben auch nicht genug Mitarbeit. Wir können nicht alle vergiften.

[14:54] Jetzt gehen wir zurück in die Zeit kurz nach 1844. Nach der Enttäuschung. Wir können sehr viel daraus lernen. Die erste Erfahrung, die ihm fast ins Gesicht sprang, war Fanatismus. Wie gehen wir um mit Fanatismus?

[15:24] Hier war ein Fall, der geschah während der Zeit der Miller-Bewegung. Es gab einen Pastor, der hieß John Starkweather. Er war sozusagen Hilfspastor von der Chardonstreet-Kapelle. Das war die Kirche von Joshua Hines. Er kam auf einmal auf seltsame Ideen. Er fing an zu lehren, dass wenn ein Mensch sich bekehrt hat, dass er dann noch etwas brauchte. Er nannte es das zweite Werk. Dieses zweite Werk war normalerweise durch eine körperliche Wahrnehmung bezeichnet. Was ist das? Oh, vielleicht Fainting? Unkontrollierbare Konvulsionen auf dem Boden? Ich kippe um und habe Zuckungen auf dem Boden. Aber er nannte es die Versiegelungskraft Gottes. Und viele Menschen glaubten ihm, er war immerhin Pastor. Heims war damals nicht da, als das anfing. Aber als er davon erfuhr, war er sehr besorgt. Und er sagte, ich muss zurück nach Boston.

[17:16] Er kam an und sagte, danke für das Pult, jetzt predige ich wieder. Und er sagte, ich werde wieder zurück nach Boston. In seiner ersten Predigt versuchte er, sanft zu sein. Das Ganze mehr allgemein zu formulieren. Aber schon das war einigen Leuten zu viel. Er sagte, es sei die große Kraft Gottes, dass sie aufschrien und ihre Ohren zuhielten. Einige sprangen auf und rannten aus der Kirche. Du treibst den Heiligen Geist weg!

[18:20] Was bedeutet das? Enttäuschung. Das ganze Ding schmerzt. Das kann nicht funktionieren. Helder Heims Antwort war, ich würde lieber den ganzen Atlantischen Ozean auf euch werfen, bevor ich mich mit dem hier identifiziere. Oder zulasse, dass das ohne Widerspruch und ohne Tadel bleibt. Das war die Antwort. Ich würde lieber den ganzen Atlantischen Ozean auf euch werfen, bevor ich mich mit dem hier identifiziere. Oder zulasse, dass das ohne Widerspruch und ohne Tadel bleibt.

[19:10] Fanatismus ist nicht leicht zu begegnen. Manchmal muss man sehr stark sprechen. Manchmal muss man sehr stark handeln. Die Realität hier ist, dass, wenn man besonders klar sprechen und handeln muss, dann befindet man sich eigentlich an seinem schwächsten Punkt. Manchmal ist das alles, was du hast.

[20:02] Aber beachten wir, was James White hier sagt. Er spricht von der Sieben-Monate-Bewegung. Siebter-Monat-Bewegung, also die letzten zwei Monate und zehn Tage. Er sagt, die Bewegung des siebten Monats hat diese ganzen Erscheinungen von Fanatismus, die vorher mehr oder weniger aufgetreten waren, in Verbindung mit der Sache der Welt, die wir in der Welt erleben, die wir erleben, die wir erleben. Die Gauge, die wir erleben wurden, die wir erleben, die Gelustigkeit, die wir erleben. Reden wir mit Personen, und wir erleben stringente Geräusche, Erfahrungen und manchmal ist unsere Wahrheit nicht so klar, nicht so mächtig, wie sie sein sollte.

[21:47] Ellen White hat auch über den Fanatismus einiges gesagt. Sie sagt, von allen großen religiösen Bewegungen seit den Zeiten der Apostel ist keine freier gewesen von menschlicher Unvollkommenheit und den Schlingen Satans als die im Herbst 1844. Seit den Tagen der Apostel, seit der Zeit, wo Jesus auf der Erde war. Die Wahrheit des Mitternachtsrufes der Miller-Bewegung damals war so rein, so mächtig, dass der Fanatismus keine Chance hatte. Sie war rein.

[22:51] Für uns ist wichtig, dass wir diese Dinge verstehen und auch beachten aus einem simplen Grund. Denn der Geist der Weisnachung sagt uns, dass der Fanatismus immer und immer wieder auftauchen wird. Ellen White schreibt. Hier sagt wieder Ellen White. Ich weiß schon lange, dass der Fanatismus sich auf verschiedene Weise äußern wird. Wir sollen unsere Position verstärken, festigen, indem wir uns mit dem Wort beschäftigen. Und diesen eigenartigen Dingen und seltsamen Vorgehensweisen, die einige so ganz schnell aufgreifen und übernehmen, von denen sollten wir uns fernhalten. Denken wir daran, wenn wir mit Fanatismus konfrontiert werden, unsere Stärke liegt in dem Wort. Wenn wir stattdessen versuchen, auf menschliche Autorität zurückzugreifen, um damit fertig zu werden, das hat viel weniger Kraft als Gottes Wort.

[24:26] Sie sagt wieder. Sie sagt in einem Antrag. Und zwar in der letzten Zeit, wo die Botschaft verkündigt wird. Sind wir in dieser letzten Zeit der Verkündigung? Es ist auf jeden Fall mein Gebet, dass es so ist. Und dann sagt sie, wir müssen genauso entschieden wie damals mit diesem Übel umgehen, genauso wie in unserer ersten Erfahrung.

[25:35] Dann sagt sie: Mir ist gezeigt worden, dass genau die gleichen Täuschungen, mit denen wir umgehen mussten, in unserer ersten Zeit, in unseren ersten Erfahrungen der Botschaftsverkündigung sich wiederholen würden. Also diese ersten Tage der Verkündigung, kurz nachdem die Zeit verstrichen war. Dann sagt sie weiter in dem Satz: Sie werden uns wieder begegnen in der Abschlusszeit des Werkes. Also es gibt ja eine Parallele, ein Parallelismus zwischen der Zeit kurz nach der Enttäuschung und der letzten Zeit am Ende.

[26:22] Also wie sah denn dieser Fanatismus genau aus, kurz nach 1844, nach der Enttäuschung? Da gab es unterschiedliche Erscheinungsformen, ihr habt vielleicht mehr gehört von den auffälligeren. Zum Beispiel, ich weiß nicht, wie sie darauf kamen damals, aber es gab Leute, die der Überzeugung waren, sie sollten wieder wie die kleinen Kinder werden, ganz wörtlich und auf dem Boden herum krabbeln und so weiter. Ja, es überrascht nicht, dass sie damals nicht so einen durchschlagenden Erfolg hatten. Das war sehr eigenartig, komisch, verrückt und deswegen waren die auch nicht so gefährlich.

[27:31] Die wahre Gefahr zu dieser Zeit war der, das Aufkommen des Spiritismus. Spiritismus spielt eine größere Rolle, als wir manchmal uns so vorstellen. Vielleicht kennt ihr die Geschichte von den Fox-Schwestern in Heightsville, New York. Das war die Frauen, wo es an der Tür klopfte und wo dann die Geister zu ihnen sprachen. Heute betrachtet man das so als die Geburtsstunde des modernen Spiritismus. Und wenn wir über Spiritismus sprechen, denken wir oft an die Geschichte mit dem Zustand der Toten. Aber es gibt mehr zu Spiritismus, als nur die Geschichte von der Todesstunde der Tante Margaret.

[28:36] Ellen White gibt uns sicherlich viele Warnungen über den Zustand der Toten. Aber sie spricht auch von einer Sorte von Spiritismus, die mehr ins Philosophische geht. Das hat auch zu tun mit dem Zustand der Toten, aber da geht es um noch mehr. Sie sagt, der Spiritismus oder Spiritualismus, das hat noch ein anderes Päckchen. Spiritismus erklärt, dass es keinen Tod gibt. Das verbinden wir so typischerweise mit Spiritismus, aber dann sagt sie weiter: Spiritismus erklärt auch, es gibt keine Sünde, es gibt kein Gericht und auch keine Vergeltung. Sie sagen, der Mensch sei ein ungefallener Halbgott. Sie behaupten, deine eigenen Wünsche ist das höchste Gesetz. Und dass der Mensch allein vor sich selbst verantwortlich ist.

[30:14] Jetzt in den Vereinigten Staaten ist Spiritismus eine Rolle. Letzten Dezember gab es eine Zeremonie im satanischen Tempel. Auf den Hauptstufen des Staates Michigan. Auf den Hauptstufen vom Gerichtsgebäude in Michigan, am Capitol. Das Capitol von Michigan. Und das war die erste satanische Zeremonie in der amerikanischen Geschichte, die staatlich anerkannt wurde. Und das war faszinierend zuzuhören, was sie sagten. Im Zustand der Toten haben sie kein Wort verloren. Sie feierten Lucifer, den Rebellen. Und sie betonten, dass wir in allen Dingen freie Entscheidung brauchen. Sie haben jede Art von Begrenzung und von Gesetzen abgelehnt, das ist eine Einschränkung ihrer Freiheit. Und diese Jungs hatten es richtig, so wie Ellen White.

[31:57] Jetzt, das letzte Statement sagt. Was hat es gesagt? Lass mich mal sehen. Okay, das ist nicht das letzte Statement. Das Statement, das über Fanatismus in den frühen Tagen der Arbeit gesprochen hat. Fanatismus, als gerade das Werk begann. Und es gibt da eine ganz besondere Verbindung. Denn ihr erinnert euch vielleicht so. Anfang des 20. Jahrhunderts fing Dr. Kellogg damit an, dass er pantheistisch lehrte. Er hatte eine verzerrte Vorstellung davon, wie Gott ist. Pantheismus lehrt in der reinen Form, dass das ganze Universum Gott ist. Deswegen bin ich auch göttlich und ihr seid auch göttlich. Und dann bleibt natürlich nicht mehr die Vorstellung übrig von einem Gott, der eine Person ist. Und dann stimmt das natürlich, was die Spiritisten sagen. Das höchste Gesetz ist mein eigener Wunsch. Und ich bin nur vor mir selbst verantwortlich.

[33:21] Dr. Kellogg schrieb ein Buch, es hieß Der lebendige Tempel. Und das enthielt einige seiner pantheistischen Ideen. Faszinierende Geschichte auch, das kann ich jetzt nicht erwähnen. Aber er schaffte es, dass das Buch gedruckt wurde. Und er schickte ein Exemplar an Ellen White. Der Herr hatte ihr bereits offenbart, dass in diesem Buch Unwahrheiten standen. Und deswegen hat es sich gar nicht erst geöffnet. Es kam aufs Regal und dort blieb es.

[34:03] Nun, diese Frage wurde immer mehr und mehr zu einem Problem. Und Ellens Sohn Willie war oft damit konfrontiert. Und deswegen kam er eines Tages zu Ellen White und sagte: Mama, vielleicht solltest du das Buch doch mal ein bisschen wenigstens lesen, damit du dazu was sagen kannst. Und sie sagte, ja. Und dann hat sie gesagt, ja. Und dann hat sie das Buch genommen. Sie haben sich zusammen auf die Couch gesetzt und ein bisschen durchgeblättert und gelesen. Und dann sagte Ellen White folgendes: Zitat. Ich erkannte genau die Gedanken wieder, gegen die zu sprechen ich gebeten worden bin und davor zu warnen in den frühen Tagen, in der ersten Zeit meines öffentlichen Dienstes. Und sie hatte die gleiche Aussage auf verschiedene Weise noch an anderen Stellen gemacht. Das Living Temple, die gleichen Vorstellungen und Gedanken enthielt, gegen die sie sich wenden musste zur Anfangszeit der Adventgeschichte.

[35:42] Und das ist auch nicht schwer sich vorzustellen, denn wenn man nur verstanden hat, was der Spiritismus beinhaltet, dann merkt man, das ist eigentlich das gleiche wie Pantheismus. Aber was es für uns besonders wichtig macht, ist der nächste Kommentar. Sie sagt, das Buch Living Temple enthält das Alpha dieser Theorien. Erster und letzter Buchstabe im griechischen Alphabet. Gut, okay. Wir sind auf der selben Seite. Kellogg hat natürlich gesagt: Nein, nein, nein, es ist nichts falsch mit dem Buch. Aber Ellen White hat keinen Zentimeter in diesem Punkt nachgegeben.

[36:40] Sie schrieb: Seine Seelen werden verloren durch das Sehnen der Sentimente. Menschen werden verloren gehen durch die Saat der Gedanken in dem Buch. In Presenting Error. Sie schreibt hier an Dr. Kellogg und sagt: Indem du diese Irrtümer dargestellt hast, hast du dich zusammengetan mit dem Fürsten der Finsternis in seinem Werk, Menschen, Seelen zu verführen und ewig Ruin zu bringen.

[37:26] In einem anderen Zitat sagt sie zu Dr. Kellogg: Als du dieses Buch geschrieben hast, warst du nicht unter der Inspiration Gottes. An deiner Seite stand derselbe, der Adam inspiriert hatte, Gott in einem falschen Licht zu betrachten. Dieses Buch, Lebendiger Tempel, die ganze Geschichte, der Teufel hatte seine Finger da stark im Spiel.

[38:04] Jetzt denken wir daran. Sie hat gesagt, das Buch Lebendiger Tempel enthält das Alpha dieser Theorien. Und hier wiederholt sie den Gedanken: Ich bin angewiesen worden, klar zu sprechen. Darauf ist das Wort, das man an mich gerichtet wurde, fest darauf zu, ohne zu zögern. In dem Buch Lebendiger Tempel wird das Alpha dieser tödlichen Irrlehren präsentiert. Und jetzt beachten wir, was jetzt kommt. Das Omega wird folgen und wird von denen aufgenommen werden, akzeptiert werden, die nicht bereit waren, die Warnung, die Gott gegeben hat, zu beachten.

[39:16] Alpha ist der erste Buchstabe im griechischen Alphabet und Omega der letzte. Kelloggs Buch hatte das Alpha. Das Omega ist am Schluss, am Ende der Zeit, der letzte Buchstabe, der letzte Abfall. Und wir sind gewarnt worden. Das ist vorhergesagt. Diejenigen, die die Warnung Gottes nicht beachtet haben, das schlucken werden.

[40:02] Und erneut muss ich die Frage stellen: Sind wir in der letzten Zeit? Wenn ja, sollten wir die Augen offen halten.

[40:11] Ein anderes Zitat. Sie sagt. Ein anderes Zitat. Da sagt sie: Das ist jetzt ein Bibelfers. Vor uns steht jetzt das Alpha dieser Gefahr. Das Omega wird von einer sehr erschreckenden oder überraschenden Natur sein. Das sagt jetzt nicht viel genaues da. Es steht einfach nur: Erstaunlich erschreckend.

[40:57] Noch eine Aussage. Der lebendige Tempel enthält das Alpha dieser Theorien. Ich wusste, dass das Omega in nicht allzu langer Zeit folgen würde und ich zitterte um unser Volk. Das hört sich nicht gut an. Die Prophetin zitterte. Ich denke mal für euch und uns.

[41:30] Nun, welche Art von Heresie, die tödliche Heresie, war in der lebenden Tempel? Ein anderes Zitat von Ellen White über das Buch. Und es gibt uns eine Richtung, um zu schauen. Es hilft uns das zu verstehen. Sie sagt. Sie sagt hier: Wir brauchen den Mystizismus nicht, der in diesem Buch ist. Wer diese Philosophien annimmt oder sich damit beschäftigt, wird bald sich in einer Position, in einer wiederfinden, wo der Feind mit ihm sprechen kann und ihn von Gott wegführen kann.

[42:41] Wie kann es sein, dass du an einen Punkt kommst, wo der Feind zu dir sprechen kann? Ich glaube, der Hinweis befindet sich im ersten Satz. Wir brauchen nicht den Mystizismus in diesem Buch. Was ist das? Mystik?

[43:09] Ich möchte euch sagen, wie ich das verstehe. Es gibt sehr, sehr viele Erscheinungsformen der Mystik. Im Kern geht es immer darum, dass man versucht, den Heiligen Geist unter deine eigene Kontrolle zu bringen. Und da werden die unterschiedlichsten Techniken dann vermittelt in den verschiedenen Kirchen und Glaubensrichtungen. Aber sie haben alle einen gemeinsamen Nenner. Und das ist es gibt eine Technik, durch die ich selbst direkten Kontakt zu Gott aufbauen kann. Haben die biblischen Propheten das so gemacht? Wer hat bestimmt die Mission empfing? Gott. Wir sind von dem Heiligen Geist nicht zu benutzen.

[44:39] Heute gibt es viele Theorien und Ideen und Praktiken. Alles von Yoga zu was sie nennen. Ich denke, das ist es. Ja. Das kann nicht auf Deutsch funktionieren. Nein, es funktioniert. Okay. Ich war eine englische Lehrerin und sie sprechen über Mindfulness. Und dann sagen sie: Du musst deinen Geist empfangen. Ja. Nein, es funktioniert nicht. Also, es gibt. Also, sie sprechen von Achtsamkeit. Und dann wird einem beigebracht, wie man seinen Kopf leeren kann. Und dann ist man natürlich nicht mehr achtsam. Das passt nicht und ich fühle mich belogen. Das gefällt mir nicht.

[45:39] Also, ja, ihr könnt alle Englisch. Wenn man so meditiert, das bedeutet das nicht, dass man, ja, dass man etwas in seinen Geist füllt und achtsam ist, konzentriert. Sondern es ist genau das Gegenteil. Man ist leer und unachtsam. I trust you figured that out. I hope so. I can't check it. But there is all these different methods and some of them have been repackaged to Christianity. Es gibt da die unterschiedlichsten Methoden und einige sind neu verpackt worden und haben jetzt eine christliche Hülle. It's become very common to take up the spiritual exercises of a famous guy from hundreds of years ago. Das ist eigentlich ziemlich beliebt geworden, dass man jetzt auf einmal diese geistlichen Übungen oder spirituellen Exerzitien wieder aufgreift von einem interessanten Menschen, der etliche Jahrhundert vorher gelebt hat. Sein Name war Ignatius von Loyola. Er war der Gründer des Jesuitenordens. Er war ein Mystiker. And he developed this set of spiritual exercises to train mystics. Und er hat eben diese geistlichen Übungen, um Mystiker auszubilden. Und diese Gedanken breiten sich jetzt überall in der Christenheit aus. Und ich sage es nur äußerst ungern, aber Elemente davon klopfen auch an die Tür der Adventgemeinden.

[47:35] Ihr sollt euren Sinn lehren. Man nennt es Meditation. Die Bibel spricht auch von Meditation oder Nachdenken. David sagt: Ich meditiere, oder ich denke nach über deinen Gesetz den ganzen Tag. Aber das ist was anderes. Das ist aktiv. Da denkt man darüber nach, man reflektiert, man analysiert es von jeder Richtung. Man denkt eben die verschiedenen Richtungen durch, wie sieht es so aus und wieso. Bei der anderen Art von Meditation, da wird einem gesagt, man muss eigenartige Dinge immer und immer wieder tun. Zum Beispiel ein indisches Mantra. Und der ganze Sinn davon ist, dass die Gedanken abgeschaltet werden, dass man überhaupt nicht mehr denkt, sondern alles zur Seite legt. Oder ein anderer Weg ist, dass man sagt: Blende alles aus und konzentriere dich auf nichts anderes außer deinem eigenen Atmen. Und das kommt in die christlichen Kirchen hinein. Aber der Hinduismus kennt das schon seit Jahrtausenden.

[49:09] Eine andere Möglichkeit, die jetzt von Ignatius kommt. Man nennt das, ich glaube Lektio Divina ist das. Ein andächtiges Lesen. Und der Gedanke dahinter ist, man liest zum Beispiel ein Kapitel aus der Bibel, sagen wir mal Johannes 3. Und dann fragt man sich, gab es da irgendetwas, was mir aufgefallen ist. Wahrscheinlich Johannes 3, Vers 16. Dieser ganz bekannte Vers. Der fällt uns auf. Dann nehmen wir diesen Vers Johannes 3:16 und lesen ihn etwa 10 Mal. Es ist ein Wort, das dir besonders aufgefallen ist, egal welches. Vielleicht nehmen wir das Wort "nicht" und dann fangen wir an, das ständig zu wiederholen. Ist egal, welches Wort man sagt. Wenn man das nur oft genug macht, irgendwann hört es sich dumm an. Das Wort "nicht" hat ja sowieso nicht viel Bedeutung. Aber selbst wenn wir das Wort "Liebe" nehmen würden und es ständig wiederholen, dann würden wir irgendwann langsam in bestimmte Bahnen kommen. Und das ist der Punkt.

[51:01] Und das ist ein Kanal, durch den der Himmel mit dem Menschen kommunizieren kann. Wie glaubt ihr, der Teufel mit Menschen kommuniziert? Genauso.

[51:25] Jetzt nochmal zurück dem Gedanken, dass man von sich selbst aus Kontakt mit Gott aufbaut. Es ist interessant, als Ellen White ihre ersten Visionen hatte, und da haben manche Leute gesagt: Das ist Mesmerismus, Hypnose. Und sie hat gesagt: Nein. Und dann haben sie behauptet, da war irgendjemand hier im Publikum, unter den Anwesenden, der hat dich hypnotisiert. Sie hat gesagt: Nein, aber niemand. Und dann hat sie gesagt: Ich war eines Tages völlig allein, niemand war da, und ich bekam eine Vision. Und als sie das ihnen erzählte, dann haben sie gesagt: Du hast dich selbst hypnotisiert.

[52:37] Um diese Zeit hier hat sie folgende Aussage gemacht: Es ist absolut falsch, dass ich jemals angedeutet habe, ich könnte eine Vision haben, wann immer es mir gefällt. Da ist kein bisschen Wahrheit dran. Ich habe niemals gesagt, ich könnte mich selbst in eine Vision begeben, wann immer es mir gefällt, denn das ist schlicht unmöglich. Hört nicht zu, wenn jemand euch irgendeine verrückte, tolle neue Technik zeigt, wie ihr Kontakt zu Gott aufbauen könnt. Denn dann passiert das, was Ellen White sagte: Man kommt an einen Punkt, wo der Teufel zu einem sprechen kann. Und sie hat auch mal gesagt, wenn sie einmal den Köder geschluckt haben, dann ist es fast unmöglich, sie wieder zurückzuholen. Das ist was ganz Gefährliches. Manche haben die Erfahrung gemacht und der Herr hat sie wie aus dem Feuer gerissen. Aber wir haben eine Warnung. Wir sollten kein Risiko eingehen.

[54:13] Ted Wilson sieht darin auch ein Problem. Das war seine Antrittspredigt, nachdem er als GK-Präsident gewählt worden war. Sagte er folgendes: Haltet euch fern von unbiblischen geistlichen Disziplinen oder Methoden der geistlichen Formung, spirituellen Formung, deren Wurzel in der Mystik sind. Zum Beispiel kontemplatives Gebet oder Versenkungsgebet, die aus der Emerging Church Bewegung kommen und die dort gefördert werden.

[55:21] Es gibt einfach dermaßen viele Namen und Begriffe und Etiketten. Ich habe das Gefühl, alle drei Monate zu einer Dritte. Wenn das sie, sein, weiter weg, Wetter, entwickeln. Ich glaube, das Bild, das sie dort gezeichnet hat, ist ein akkurates Bild der Omega, das die entwickelte Form sein würde.

[56:10] Sie sagte, der Feind der Seelen sollte die Vorstellung bringen, dass eine große Reformation am 7. Advent war. Wenn der Satz hier aufhören würde, dann könnte man noch drüber diskutieren. Denn wir reden ja alle über Erweckung, Reformation und das ist etwas Gutes. Aber der Satz geht weiter. Und das ist nicht, was er darüber redet. Der Satz geht weiter und nimmt eine ganz andere Richtung.

[56:53] Denn sie beschreibt dann weiter, dass diese Reformation, die Reformation, diese Reformation bestehen sollte, dass wir die Lehren aufgeben, die unser Glaubensfundament bilden. So weit bringen, dass Adventisten die Lehren aufgeben, von denen sie wissen. Natürlich hat er verschiedene, verschiedenste Möglichkeiten, das zu erreichen. Ja, also er wird alle Register ziehen, weil er verzweifelt sein Ziel erreichen möchte, aber in diesem besonderen Zusammenhang gibt es zwei Dinge, die jetzt sehr, sehr wirkungsvoll eingesetzt werden können, um das Ziel zu erreichen. Einmal dieses kontemplative meditative, wo man das Gefühl hat, man spricht direkt mit Gott. Einmal dieses kontemplative meditative, all diese Geschichten, wo man das Gefühl hat, ja, ich kann direkt mit Gott Kontakt aufnehmen.

[58:29] Und das andere Element ist, dass man die Wahrheit nicht frontal angreift, sondern das alles ein bisschen runterspielt und vielleicht so etwas lächerlich macht. Nun, wenn ich Tag für Tag direkt mit Gott verkehre und zu ihm spreche und niemals von Gott etwas über den Sabbat höre, denkt ihr, dass das vielleicht irgendwie eine Rolle spielt, wichtig ist? Das ist die Gefahr darin, wenn man mit dem Feind spricht und dabei denkt, man würde mit Gott reden.

[59:10] Wenn man Glaubenslehren herunterspielen möchte, kann man das ganz leicht tun. Man sagt den Leuten einfach, ihr braucht mehr Zeit, um über Jesus nachzudenken. Ja, wir sollten einfach über Jesus sprechen. Nun, der Jesus, von dem ich gelesen habe, der hatte bestimmte Anweisungen, Ratschläge für uns. Ja, nicht nur Ratschläge, es waren eigentlich Befehle. Zum Beispiel hat er gesagt: Geht hin in alle Welt und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Wir können nicht über Jesus reden und das ausblenden, was er uns aufgetragen hat.

[1:00:26] Aber trotzdem müssen wir feststellen, dass genau dieser Gedanke sich immer mehr ausbreitet. Wir wollen jetzt nur noch über Jesus sprechen. Aber das, wirklich, das funktioniert so nicht. Denn man kann nicht über einen bestimmten Gedanken sprechen, den völlig isolieren von allen anderen Verbindungen. Und wenn man sich das mal anhört, die Gespräche, die Vorträge, was gehalten wird an diesen Orten, wo man behauptet, wir reden jetzt nur noch über Jesus. Es hat immer eine Beziehung zu irgendetwas. Und die Beziehung ist dann meistens, fast immer, wie schlimm eigentlich die Zustände in der Adventgemeinde sind. Und dann befinden wir uns eigentlich wieder in der Gesellschaft, wo die Leute sind, die ständig nur die Fehler sehen und die Gemeinde kritisieren.

[1:01:47] Gut, kommen wir zu einer anderen Lehre. Wieder etwas, was wir aus dieser Zeit, direkt nach der Enttäuschung, lernen können. Stellt euch mal vor, wie kompliziert es zu diesem Zeitpunkt war. Die meisten Milleriten lehnten die Gedanken eines Heiligtums ab. Die meisten Milleriten lehnten es auch ab, dass angeblich Ellen White Visionen hatte. Die meisten Milleriten lehnten auch den Sabbat ab. Wer bleibt noch übrig? Nur etwa 100. An dem Tag, an dem die Zeit verbrachte, gab es etwa 100.000 Milleriten. Zwei Jahre später konnten James, Ellen White und Joseph Bates nur etwa 100 Leute zusammenbringen. Also 100.000 waren auf 100 geschrumpft. Also einer von 1000 war noch übrig.

[1:03:26] Und diese Leute kamen zusammen, aber jeder von ihnen war ein Individuum mit seinen eigenen Vorstellungen. Das erste Mal, wo Joseph Bates Ellen Harmon traf, hat er gesagt: Ich glaube nicht an Visionen. Und als Ellen White zum ersten Mal von Joseph Bates hörte, dass er den Sabbat betonte, hat sie gesagt: Ich glaube, es ist ein Fehler, dass er das so hervorhebt. Aber sie haben beide den Standpunkt des anderen jeweils studiert aus der Bibel. Und mit der Zeit haben dann beide erkannt, dass der andere Recht hatte in seinem Punkt. Und sie haben alle gemeinsam sich hingesetzt und das Heiligtum studiert und versucht, das alles zusammenzubringen, die Teilchen. Und das waren ja nur vier oder fünf. Aber es gab natürlich noch mehr Menschen in der Miller Bewegung damals.

[1:04:44] Wie kann man jetzt mit Menschen zusammenarbeiten, die nicht auf dem gleichen Standpunkt stehen wie du? Ja, da gibt es eine ganz feine Linie. Wir haben darüber gesprochen, dass man manchmal Fanatismus sehr entschieden entgegentreten muss, in Wort und Tat. Aber wenn ich jeden und alles ablehne, was irgendwie variiert von meinen eigenen Vorstellungen, dann bin ich auf einmal nur noch ganz allein. Also wie haben sie das fertiggebracht?

[1:05:38] Ellen White schrieb darüber etwa 40 Jahre später in den 1880er Jahren. Sie sagt, wenn es jemand wirklich um die Wahrheit geht, dann wird er kein Problem damit haben, dass er seinen Standpunkt offen legt, damit andere ihn untersuchen und kritisieren können. Er wird auch nicht ärgerlich werden, wenn seine Meinung oder seine Vorstellungen Widerspruch erhalten. Das war die Einstellung, die wir vor 40 Jahren praktizierten. Wir kamen zusammen und hatten eine innere Last. Denn es war unser Anliegen und wir beteten darum, dass wir im Glauben und in der Lehre zur Einheit gelangen. Denn wir wussten, dass Christus nicht zerteilt ist.

[1:06:52] Denken wir zurück an Jesu Gebet in Johannes 17. Dass sie alle untereinander eins sind in uns, so wie du in mir und ich in dir. Und sie sagt weiter in diesem Kapitel, dass die Einheit unter Gottes Volk der Beweis für die Welt ist, dass Christus wirklich auf die Erde kam.

[1:07:29] Zurück zu den 1840er Jahren. Sie sagt, einige Gebete, Bitten, stiegen auf zu Gott im Himmel, damit er uns helfen würde, von Auge zu Auge zu sehen. Dass wir eine Einheit werden, so wie Christus und der Vater eins sind, viele Tränen flossen. Wenn ein Bruder einen anderen für seine Unverschämtheit verurteilt hat, weil er eine Botschaft nicht verstanden hat, wie er sie verstanden hat, der, der verurteilt hat, würde nachher seinen Bruder in die Hand nehmen und sagen: Lasst uns den Heiligen Geist nicht schmerzen. Ich lasse dich versuchen, das zu nehmen. Das ist lang.

[1:08:33] Dann ging der Bruder anschließend mit dem anderen zusammen, nahm ihn bei der Hand und sagte: Lasst uns nicht den Heiligen Geist Gottes betrüben. Bleiben wir demütig. Und dann hat der andere Bruder gesagt: Du vergib mir, ich habe dir Unrecht getan. Und dann sagt sie weiter: Dann hatten wir eine weitere Gebetszeit zusammen. Und wir haben viele Stunden damit verbracht. Meist haben wir nicht länger als vier Stunden zusammen studiert. Nicht vier Stunden an einem Stück sozusagen, aber manchmal haben wir auch die ganze Nacht damit verbracht, dass wir Gottes Wort erforscht haben, damit wir die Wahrheit für unsere Zeit verstehen.

[1:09:41] Das brauchen wir. Wir müssen die gegenwärtige Wahrheit verstehen. Dann sagt sie weiter: Wir haben uns von Herzen darum bemüht, dass die Heilige Schrift nicht verdreht werden sollte, damit man sie seinen eigenen Meinungen anpasst. Wir haben uns bemüht, die Differenzen zwischen uns möglichst klein zu halten. Das Herzensanliegen jedes Einzelnen war, einen Zustand zu erreichen, der dem entsprach, worum Jesus gebetet hatte.

[1:10:38] Und am Ende dieses Abschnittes sagt sie dann: Wir haben Jesus geliebt und wir haben einander geliebt. Und das ist eine der schwierigsten Dinge, dort ausgewogen zu sein, dass man einerseits entschieden ist, wir wollen die Wahrheit wissen. Aber wir möchten trotzdem die Geschwister hineinnehmen, mit ihnen arbeiten, die das anders sehen als ich. Ich würde sagen, vielleicht ist dieses Verhalten das Christusähnlichste, was wir überhaupt zeigen können. Und genauso hat Jesus es doch gemacht, er hat niemals die Wahrheit geopfert und trotzdem war er bereit, mit uns zu arbeiten.

[1:11:36] Es gab ein ganz wertvolles Beispiel dafür in der Zeit von Dr. Kellogg. Als Kellogg immer weiter und weiter von der Gemeinde wegdriftete, hat Ellen White sich alles Notdenkbare getan und sich bemüht, ihn zu halten. Als letzte Maßnahme schickte sie eine Nachricht zu zwei Doktoren und sagte: Komm zu meinem Haus. Sie sagte: Lass niemanden sehen, dass du kommst, ich will niemanden wissen, dass du hier bist. Aber sie sagte ihnen: Bitte achtet darauf, dass niemand das mitbekommt, dass ihr zu mir kommt, niemand soll das wissen.

[1:12:33] Und als sie dann da waren, da hat sie mit ihnen gesprochen über die ganzen schönen, angenehmen Erinnerungen, die sie hatte mit ihnen. Und ganz am Schluss sagte sie: Ich liebe Dr. Kellogg. Vielleicht geht er verloren. Ich hoffe und bete das nicht. Aber wenn er verloren geht, aber sollte er verloren gehen, dann lasst es geschehen, es soll so geschehen, dass ihr als Brüder, ihr sollt bei ihm stehen, versuchen ihn zu retten.

[1:13:27] Brüder und Schwestern, wir stehen vor großen Herausforderungen. Es werden Menschen sein, die mit uns nicht einverstanden sind. Es werden Menschen sein, die vielleicht verstrickt sind in Irrtümer. Menschen, die vielleicht verstrickt sind in Irrtümer. Wir können es uns nicht leisten, selber verstrickt zu werden. Aber wir können es uns auch nicht leisten, jemals unsere Liebe für diese Menschen zu verlieren. Diesen Segen wünsche ich mir selbst, ich wünsche ihn euch. Gott segne euch.


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.