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Diese Predigt beleuchtet die faszinierende Geschichte der Milleriten-Bewegung und erklärt die scheinbare Verschiebung des Wiederkunftstermins von 1843 auf 1844. Der Sprecher, Dave Fiedler, taucht tief in die Berechnungen und die theologische Erklärung ein, die hinter dieser wichtigen historischen Begebenheit steht. Darüber hinaus werden die außergewöhnliche Hingabe und Begeisterung der frühen Adventisten hervorgehoben, die durch eindrückliche Beispiele von William Miller, Joshua Himes und Joseph Bates veranschaulicht werden.

In dieser Adventgeschichte Teil 2 des J.O.S.U.A. BW-Camp Meetings 2016 spricht Dave Fiedler über die historische Entwicklung der Adventbewegung und die Bedeutung von Hingabe und Begeisterung im Glauben. Er beleuchtet die Herausforderungen und Enttäuschungen, denen sich frühe Adventgläubige gegenübersahen, und wie sie trotz allem ihren Glauben bewahrten. Das Video betont die Wichtigkeit einer tiefen, ganzherzigen Hingabe an Gott und die Verkündigung seiner Botschaft.


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Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2016: Offenbarung 10

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Transkript

[1:01] Guten Nachmittag. Wie viele waren auf dem Spaziergang? Wer nicht dabei war, ihr habt was verpasst.

[1:25] Eine Sache, die viele nicht so recht verstehen oder verwirrend finden, ist, wie eigentlich der Zeitpunkt der Wiederkunft damals von 1843 auf 1844 verschoben wurde. Denn William Miller hat ja gesagt, der Herr kommt 1843 wieder. Aber die Adventisten heute sprechen immer von 1844. Und da fragt man sich warum. Wie ist das passiert? William Miller wusste, die Prophezeiung geht über 2300 Jahre. Er wusste auch, dass der Erlass, mit dem die Prophezeiung begann, 457 vor Christus war.

[2:11] Wenn man sich einfach so eine Zeitlinie vorstellt, mit den BC-Jahren hier und AD-Jahren hier, hier etwa ist die Trennlinie. Wir wissen auf jeden Fall, wir haben diese 2300 Jahre Zeitspanne, und die geht von hier irgendwann bis hier. Man nimmt also einfach diese Menge, zieht das ab von 2300, und dann kommt man auf diese Menge. So hat er es gemacht. 2300 minus 457 und es kommt raus 1843.

[3:12] Ihr könnt das sehen, dort unten ist eine Zeitlinie. Vielleicht könnt ihr auch noch die Zahlen dort lesen, ganz klein unten, 457 links. Die Punkte in der Mitte, da habe ich was ausgelassen. Das zeigt euch, was Miller gemacht hat. 2300, das ist die ganze Zeitlinie, 457 auf der BC-Seite, 1843 auf der AD-Seite. Es ist einfach. Es ist mathematisch. Aber irgendwie müssen wir auf 1844 kommen. Können wir noch einen Schritt nach oben? Und wir werden noch einen Schritt nach vorne. Es ist einfach, aber falsch.

[4:22] Miller hatte das aber geglaubt, seit 1817. Er hatte darüber gepredigt, seit 1831. Dann gab es, was wir die kleine Enttäuschung nennen, oder die Frühjahrsenttäuschung, im Frühjahr 1844. Das war am Ende des jüdischen Jahres 1843, richtig? Und mit dieser Enttäuschung haben über die Hälfte der Gläubigen nicht mehr geglaubt. Gehen wir weiter. Das war die Zeitlinie, die William Miller benutzt hat. Und das war der Grund, als dann das jüdische Jahr 1843 vergangen war, da hatten sie keine Ahnung, wie sie jetzt weitermachen sollten.

[5:29] Aber im Glauben haben sie trotzdem nicht aufgegeben, weil die Bibel uns viele Beispiele gibt von Männern und Frauen Gottes, die nicht wussten, was los war. Aber sie haben den Glauben gehalten. Es gibt etwas im Glauben, das stärker ist als Wissen. Wahrscheinlich der größte menschliche Beispiel, außer Jesus natürlich, wäre Hiob. Hiob wusste nichts über das, was in der Hölle passiert war, mit dem ganzen Ding von Luzifer oder Satan in der Hölle, mit dem Herrn zu diskutieren. Und trotzdem haben wir diese klassische Linie: Wenn er mich auch erschlägt, wenn er mich auch umbringt, ich werde ihm vertrauen. Das sollten wir nie aus dem Auge verlieren, wir werden es brauchen. Nächste Folie.

[6:59] Die Antwort kam schließlich am 12. August 1844 in Exeter, New Hampshire, ich habe davon schon erzählt, auf dem Felsen. Ein Mann kam beigeritten auf seinem Pferd und hat die Predigt unterbrochen. Joseph Bates war vorne und hat gepredigt, aber er hat nur das Altbekannte gepredigt. Wir brauchen was Neues. Wir brauchen Speise zur rechten Zeit, anders gesagt, wir brauchen Wahrheit für unsere Zeit. Dann kam eben Samuel Snow und er erklärte diese Regel des vollen Jahres.

[7:57] Wenn man acht oder zehn Jahre alt ist als Kind und man geht zur Schule und dann kommen die Weihnachtsferien. Und es war der letzte Schultag vor Weihnachten, was habt ihr immer gesagt zu euren Freunden? Ich denke, ihr habt das alle gesagt: „Bis zum nächsten Jahr.“ Es sind ja nur zwei Wochen später. Ist das ein ganzes Jahr? Nein, es ist nicht ein ganzes. Sondern wir sind nur von einem Kalenderjahr zum nächsten gegangen. Und das hilft uns etwas zu verstehen.

[8:52] Samuel Snow, es war die Regel der vollen Jahre und hier ist eine Erklärung, eine Erläuterung. Was er nämlich gemerkt hat, war, dass der Erlass, Jerusalem wieder aufzubauen, ja im Herbst 457 ergangen war. Damit wirklich 2300 Jahre voll werden, musste die Zeitspanne auch mindestens bis zum Herbst gehen. Zuerst dachte er, das würde den Herbst 1843 bedeuten. Und das hat nichts geholfen.

[9:39] Aber mit einer Zeitlinie, er konnte sehen, er konnte sehen, dass der Erlass, den ihr ganz links seht, am Anfang, das ist ja nur einen kleinen Teil des Jahres 457 beinhaltete. Das heißt, das waren ja nur 456 Jahre und ein Vierteljahr. Verständlich. Das heißt, auf der anderen Seite blieben dann übrig 1843 Jahre und drei Vierteljahre. Das heißt, 2300 minus 456 und ein Vierteljahr. Das ist das hier. Minus 456 und ein Vierteljahr. Und es bleibt 1843 und drei Vierteljahre. Und diese drei Vierteljahre sind das, was 1844 überwunden wurde. Verständlich? Und dann kommt man bis in den Oktober 1844. Einige verstehen das jetzt spontan, andere müssen darüber noch ein bisschen nachdenken. Gute Freunde von mir, die haben mir das nicht abgenommen. Wochenlang haben sie gebraucht. Aber das ist wirklich die Erklärung.

[11:42] Das ist wirklich die Erklärung, wie es eigentlich vorgegangen ist, als Miller begann, es zu beten. Wir haben gestern darüber gesprochen, bis zum Punkt, wo er es für einige Jahre studiert hat. Und er war überzeugt, dass der Herr kommen würde, ungefähr 1843. Und nur als Wiederholung: Miller hat ja erwartet, dass Christus wiederkommt und dann die Erde durch Feuer reinigt. Er hat studiert und wieder studiert, von jedem möglichen Ansatz her. Und er war überzeugt. Und langsam begann die Überzeugung, dass er anderen Leuten erzählen sollte.

[12:35] Wie sollte er das weitersagen? Denn er glaubte, dass der Herr wiederkommen würde in etwa 25 Jahren. Das heißt, die Menschen mussten sich vorbereiten. Aber wie sollte er ihnen das weitersagen? Er war doch nur ein alter Farmer. Er beschreibt später seine Erfahrungen und sagt: „Mein innerer Druck wurde so groß, dass ich entschloss, einen Bund mit Gott einzugehen.“ Er sagte: „Wenn Gott den Weg öffnen würde, dann wäre ich bereit zu gehen, um meiner Pflicht gegenüber der Welt nachzukommen.“

[13:28] Er hatte nur in seinem Kopf die Frage: Na, was heißt das eigentlich, den Weg öffnen? Und für sich selbst hatte er die Frage so beantwortet: Na ja, das bedeutet eigentlich, dass jemand auf mich zukommt und mich bittet, darüber zu sprechen. Und als er diesen Entschluss, diesen Bund gemacht hatte, fühlte er sich sofort besser. Jetzt hatte er das Problem Gott zugeschoben, er musste sich keine Sorgen mehr machen. Denn er war noch nie in seinem Leben eingeladen worden, über die Wiederkunft zu sprechen, und das würde wahrscheinlich auch nicht passieren. Er fühlte sich ziemlich gut bei dieser Übereinkunft.

[14:18] Es dauerte etwa eine halbe Stunde, dann klopfte es an der Tür. Das war sein Neffe, Irving Guilford. Er war 16 Jahre alt und lebte einige Kilometer weit weg bei seiner Schwester. Und seine Eltern hatten ihn geschickt, er sollte Miller um einen Gefallen bitten. Und Irving sagte ihm: „Unser Prediger ist nicht da, und Vater möchte gerne, dass du kommst am nächsten Sonntag und über die Wiederkunft predigst.“ Also, aber wenn du nicht vorne stehen willst in der Kirche und predigen, dann können wir die Nachbarn auch alle zu uns einladen, und du stehst einfach auf der Terrasse.“

[15:21] Für Irving war das eine einfache Bitte. Für Miller war gerade der Himmel zusammengebrochen. Er war sprachlos. Er drehte auf der Ferse um und ist hinausgestürmt durch die Hintertür. Der arme Irving wusste gar nicht, was los war. Aber noch schlimmer, die Tochter von Miller, Lucianne, war sechs Jahre alt. In gewisser Weise war sie das Lieblingskind von Miller. Und sie war ihm immer so auf den Fersen, wenn er auf der Farm seiner Arbeit nachging. Als er dann durch die Hintertür rausstürmte, gingen sie ihm hinterher. Und er war noch immer da am Stampfen und ging zu einigen Bäumen. Und er wirbelte mit den Händen und schrie. Und Lucianne hatte irgendwie das Gefühl: Da stimmt was nicht. Sie lief zurück ins Haus und sagte: „Mama, Mama, mit Papa stimmt irgendwas nicht. Ich glaube, er ist verrückt geworden.“

[16:54] Er hatte ja einen Handel abgeschlossen mit dem Herrn. Und das war sozusagen wie das Donnern vom Himmel, vom Allmächtigen. Kannst du ein Versprechen abgeben und es so schnell wieder brechen? Also Miller entschied sich schließlich, über die Wiederkunft zu predigen.

[17:39] Als er dann sich aufmachte, eben zu dem Ort, wo er gepredigt hat, ich glaube, er hat sich da ein bisschen Zeit gelassen, er blieb noch über Nacht, hat am Sonntag gepredigt, er kam zurück aus der Stadt und er hat am Postamt gehalten und seine Post mitgenommen. Und da war ein Brief drin von einem befreundeten Geistlichen, etwa 30 Kilometer weg. Und da stand die Frage drin: „Würdest du gerne zu uns kommen und über die Wiederkunft predigen?“

[18:21] Und von diesem Zeitpunkt hörten die Einladungen nicht mehr auf, sie waren häufig. Vielleicht nicht jede Woche, aber er war sehr viel unterwegs jetzt. Und dort im Bereich von New England hat er sehr viel, ein großes Gebiet bereist. Meistens waren es allerdings eher kleine Kirchen, denn es kamen immer viele Leute in die Kirche. Und die Prediger dort, die Pastoren, die fanden es gut, sie haben ihn gerne eingeladen. Denn es kamen immer viele Leute dann in die Kirche. Aber es waren doch eher kleine Brötchen.

[19:13] Jetzt 1839, er hatte schon seit acht Jahren gepredigt. Sprach er zum ersten Mal in der Stadt Boston. Da war ein Pastor, der hieß Joshua Himes. Er war Pastor der Chardon Street Kapelle.

[19:44] Diese Kirche war, das waren die oberen 10.000 sozusagen, die besser gestellten. Die armen Leute sind da eigentlich nicht hingegangen. Sie haben dort auch viele Reformen sich engagiert und waren schon aktiv, aber es war trotzdem die High Society.

[20:15] Joshua Himes hatte von Miller gehört, und er fand das interessant und hat ihn deswegen eingeladen zu sich. Und Himes war die ganze Zeit da, all die Vorträge hindurch, hat sich das angehört. Nach dem letzten Vortrag, als alle schon gegangen waren, Miller packte gerade seine Bücher und Sachen zusammen. Nur noch Miller und Himes waren dort in der Kirche. Und Himes schien sehr in Gedanken. Er ging zu Mr. Miller hin und stellte sich direkt vor ihn und sagte: „Ich möchte Sie was fragen.“

[21:05] „Glauben Sie das wirklich?“ Miller sagte: „Ja, selbstverständlich.“ Und dann sagte Himes: „Warum brüllen Sie das denn nicht hinaus, durch das ganze Land?“ Miller sagte: „Ich gebe mein Bestes. Ich gehe überall hin, wo ich eingeladen werde. Und die Pastoren haben das gerne, wenn ich komme, aber keiner von ihnen scheint wirklich zu verstehen, was ich eigentlich hier versuche. Ich bin doch nur ein alter Farmer, ich bin kein Sprecher. Ich suche Hilfe, ich brauche Hilfe.“

[22:04] Himes schrieb dann in seinem Account des Events, Himes berichtet darüber später: „Ich habe mich selbst, meine Familie, meine Umgebung, meine Gesellschaft, meinen Ruf, alles auf Gottes Altar gelegt, um ihm zu helfen, so gut es in meiner Macht steht bis zum Ende.“ Es gibt etwas, das mit absoluter, totaler Bedeutung erreicht werden kann, was nichts anderes tun kann. Wenn Gottes Werk unser einziger Fokus ist, wird seine Botschaft mit Macht gehen.

[23:11] Himes sagte Miller: „Sie sollten sich vorbereiten für die Kampagne, denn die Türen werden in jeder Stadt der Union geöffnet.“ Himes hatte die Verbindungen, die Miller nicht hatte. Er kannte die richtigen Leute. Innerhalb von einigen Wochen fing Himes an, ein Magazin zu veröffentlichen. Er nannte es die „Zeichen der Zeit“. In ein paar Wochen hatte er Tausende Themen, die aus der Presse kamen.

[24:03] In den nächsten Jahren fing Himes an, mehrere Magazine zu veröffentlichen. Er veröffentlichte die „Advent Library“, ähnlich wie die Glow-Tracks heute. Er war mit dem 1843-Chart beteiligt. Sie sehen das Bild. Er veröffentlichte viele andere Bücher. Er veröffentlichte, dass Miller in Boston, New York, Philadelphia, Washington D.C. sprechen konnte. Himes wurde der Publizist, der Förderer, der Organisator. Er wurde der Manager der Advent-Bewegung. Er wurde der Organisator. Himes wurde der Publizist, der Förderer, der Organisator. Das war im Dezember 1839. Es geht also direkt ins Jahr 1840.

[25:40] Ein weiteres Beispiel dieser gleichartigen Bewegung war Joseph Bates. Ihr habt wahrscheinlich etwas von ihm gehört. Er war ein Seemann und Kapitän. Er hatte es zu recht viel Wohlstand gebracht. Er hatte sich eingesetzt in die Abolition-Bewegung, gegen Alkohol. Dann hörte er die Botschaft von William Miller. Er und seine Frau waren bei einem Vortrag. Er hatte zugehört. Auf dem Heimweg war er still. Seine Frau ahnte schon, da kommt etwas. Und schließlich sagte er: „Das ist die Wahrheit.“

[26:53] Er hat sein ganzes Vermögen investiert in die Verkündigung der Advent-Botschaft. Er hat sich entschieden, eine Reise zu unterbreiten, in die Schweiz. Er hat sich entschieden, ein Unternehmen von seinem Zuhause, er wohnte im Norden, runter nach Maryland. Maryland heute ist nicht unbedingt ganz südlich, aber damals war das so. Maryland lag im Süden und war ein Staat für die Sklaverei. Bates war ein ganz berühmter Gegner der Sklaverei. Und die Leute haben ihm gesagt: „Du kannst da nicht hingehen, die Sklavenhalter bringen dich um.“ Und er hat ein bisschen drüber nachgedacht und sagte: „Ja, es ist wohl gefährlich.“

[28:04] Aber er hatte auch ein Pflichtgefühl, das ihm sagte: Du musst dorthin. Also hat er einen Freund mitgenommen, einen starken Schmied, einen großen Mann, vielleicht um Schutz. Und sie gingen runter nach Annapolis und dann über die Chesapeake-Bucht auf eine Insel, die heißt Kent-Insel, und sie haben Schilder aufgestellt und ein Zelt aufgestellt und fingen an zu predigen. Und sie waren eben in ihrer Vortragsreihe drin und dann kam jemand und sagte ihnen und seinem eben Mitvortragenden, dass es da eine Gruppe von Leuten gab, etwa drei Kilometer weit weg, in einem Geschäft und die bereiteten sich vor auf einen Angriff.

[29:05] Das war eine ziemlich erfolgreiche Technik. Man holt sich ein paar Rowdies zusammen, macht sie alle betrunken und dann kann man die Treffen sozusagen katapultieren.

[29:26] Bates hat sich dann gefragt: Was machen wir jetzt? Und auf einmal war da jemand unter den Zuhörern, der konnte nicht mehr warten. Also der war wohl ein bisschen zu früh dran. Er sprang einfach auf und schrie rum: „Du bist ein Lügner und so weiter.“ Und er steigerte sich immer weiter rein und drohte mit Gewalt an. Er hätte ihm etwas Schlimmes angedroht.

[30:22] Kann mir jemand helfen? Das ist ein Holzscheit. Ein Holzscheit, so ein Viertel von einem Stamm. Das ist eine andere Kultur. Vor langer Zeit. Und das war so ein Spruch, man hat gesagt, wenn Leute sich nicht gemocht haben, dann haben sie gesagt: „Ich werde dich aus der Stadt reiten oder fahren, ziehen auf so einem Holzscheit.“ Und zu deutsch bedeutet das, man kam hin, hat jemand zusammengeschlagen. Vielleicht bewusstlos. Dann wurden die Knöchel zusammengebunden. Und der Holzscheit kam zwischen die Beine. Und dann wurde er auf die Schultern gehoben und aus der Stadt getragen. Das war ungemütlich. Also der sagt: „Wir werden dich hinaustragen aus der Stadt auf einem Holzscheit.“

[31:47] Und Bates stand dort und sagte ruhig: „Wir sind bereit dafür, Herr. Wenn Sie einen Sattel auf den Holzscheit legen, dann wäre das besser als zu laufen.“ Sie werden natürlich keinen Sattel auf den Holzscheit legen. Aber Bates ging weiter, er sagte: „Sie müssen nicht denken, dass wir an unseren eigenen Kosten durch hunderte Meilen Schnee gekommen sind, um Ihnen den Mittagskrieg zu geben, ohne darüber nachzudenken.“ Und jetzt, er sagte: „Wenn der Herr nichts mehr für uns zu tun hat, dann könnten wir genauso gut hier sterben und in der Seele gestorben werden. Und in der Bucht begraben werden. Genauso gut hier wie sonst wo. Aber wenn der Herr noch eine Aufgabe für uns hat, dann können Sie uns nichts anhaben.“

[33:08] Das war eine ziemlich ungewöhnliche Antwort auf so eine Drohung. Die Geschichte kam in die lokale Zeitung und der Editor sagte, dass die Verwirrung der Materie und der Verlust der Welten nur eine kleine Aufmerksamkeit sind für einen, der Dinge so cool wie das hier machen kann. Gute Luck.

[33:47] Der Punkt war einfach, es gab nichts, was diese Leute aufhalten konnte. Für sie gab es nichts Wichtigeres, als diesen Dienst den Mitternachtsruf zu verbreiten. Das ist totale Hingabe. Aber es war nicht nur Hingabe, sondern auch Begeisterung. Und mir gefällt Begeisterung. Ein langweiliges Leben gefällt mir nicht.

[34:34] Also hier ein Beispiel für die Begeisterung der Milleriten. 1842 kam so ein Ausschuss zusammen, hat beraten und sie sagten sich: Warum machen wir nicht Campmeetings? Und sie haben gesagt: Planen wir doch drei Campmeetings für den Sommer. Am Ende hatten sie 31. Warum kleckern, wenn man klotzen kann? 1843 hatten sie 40 Campmeetings. Und 1844, nach der ersten Enttäuschung im Frühjahr, hatten sie 54 Campmeetings. Denk daran, hier sind all diese Leute, bis August, sie hatten wirklich keine Erklärung. Aber sie wussten, der Geist Gottes ist dabei und treibt uns voran, also machen wir Campmeetings.

[35:45] Ich habe das irgendwo erwähnt, aber beim ersten Campmeeting haben sie bemerkt, sie brauchen ein Zelt. Die Stimmen waren zu groß und die Kirchen haben ihre Gebäude nicht mehr benutzt. Und die Kirchen waren nicht mehr bereit, ihnen ihre Gebäude zu geben. Also haben sie einen adventistischen Zeltmacher beauftragt, dass er das größte Zelt im ganzen Land bauen sollte. Also etwa 40 Meter Durchmesser oder 20 Meter hoch etwa. 3.000 Leute konnten locker unterkommen und wenn man sich richtig drängte, 5.000. Es dauerte nicht mal einen Monat, dann war das Zelt fertig und die erste Versammlung fand statt.

[37:08] Ein anderes Beispiel. Es gab einen Milleriten-Prediger, der ging nach Toronto. Er wollte dort gerne predigen, aber es gab einfach keinen Saal, der groß genug war. Also hatten sie eine Gebetsversammlung und dann sagte jemand: Dann bauen wir unser eigenes Zelt. Sie wollte ein Gebäude aufrichten. Es dauerte zwei Stunden, dann war alles gespendet, und zwar das Grundstück und das Holz und die Nägel und die Arbeitskraft. Und sie haben ein Gebäude errichtet, das war 10 mal 30 Meter groß. Es dauerte sechs Tage, dann stand es. Das gefällt mir.

[38:22] Also so eine Hingabe, so eine Begeisterung, in dem man vielleicht tolle Werbemaßnahmen macht. Da waren nicht irgendwelche Leute auf der Bühne, die da rumtanzten und versuchten, die Zuschauer genauso begeistert zu kriegen. Es gab Begeisterung in der Bewegung, weil die Führer der Bewegung so begeistert waren. Und auf die Leute ist das übergesprungen.

[39:08] Miller hat mal geschrieben: „Diese Seelen, zu denen ich gepredigt habe während der sechs Monate Tour, die habe ich ständig vor mir. Ob ich schlafe oder wache, ich sehe sie vor mir, wie sie zu Tausenden umkommen. Und wenn ich nachdenke über die Verantwortlichkeit ihrer Lehrer, die sagen: Friede und Sicherheit, dann tut es mir für sie weh.“ Diese Männer, die haben das in sich gespürt, das sind die meisten Herzen.

[39:58] 1844, zu Beginn des Jahres, schrieb Miller: „Ich habe etwa 4.500 Vorträge und Predigten gehalten, in etwa zwölf Jahren, vor etwa 500.000 verschiedenen Zuhörern. Ja. Ich habe meine Gesundheit eigentlich ruiniert damit. Und wofür? Dass, wenn nur irgendwie möglich, ich das Mittel sein könnte, um einige zu retten.“

[40:46] James White hat sich manchmal ganz süß ausgedrückt. Aber man kann trotzdem erkennen, dem was er gesagt hat, da war dieselbe Hingabe. Er sagte mal: „Gott möge verhüten, dass ich meine Arme in Faulheit verschränke, während Sünder in den ewigen Tod hinab sinken.“

[41:36] Es gab einen anderen jungen Prediger, Adventprediger, er hieß Joel Spalding. Er war damals nicht so bekannt, aber auch ein treuer Mann. Er schrieb mal einen Erfahrungsbericht in einer Zeitschrift über eine Vortragsreihe. Es war eine ganze Tour, Vortragstour, über 350 Kilometer in 40 Tagen. Damals gab es noch keine Autos. Das war auf einem Wagen oder auf dem Pferd.

[42:32] Mein Pferd ist zweimal in einen Sumpf geraten, einmal während ich einen Fluss überquerte, bis zu den Steigbügeln. Dankeschön. Reitest du? Als ich in den Fluss fiel, da fiel das Pferd auf mich. Aber ich konnte unverletzt entkommen, nur mein Fuß wurde lahm, und ich konnte ein paar Tage nicht auftreten. Aber das war mir eigentlich egal. Ich bin unverletzt, ich kann nur nicht laufen. Ich kann nur nicht laufen.

[43:32] Ich mag diese Jungs. Ellen White selbst hat mal geschrieben: „Wir brauchen mehr Eifer, mehr Bewegung in dem Werk des Herrn. Wir brauchen mehr echtes Interesse an Dingen, die von ewiger Konsequenz sind.“

[43:56] Warum weihen wir uns nicht Gott? Völlige Übergabe an den Herrn zeigt sich im täglichen Leben, und übt einen Einfluss auf andere. Erinnert ihr euch, die Spione, die ausgesandt worden waren gegen Jesus, dass sie zurückkamen und sagten: „Nie hat ein Mann so gesprochen wie er.“ Und Ellen White kommentiert das. Dazu war, dass sie sagte: „Nie hat ein Mensch so gesprochen wie dieser Mensch, weil nie ein Mensch so gelebt hat wie dieser Mensch.“ Es ist unser Leben, das unsere Worte mit Bedeutung füllt.

[44:56] Die große Ausgießung des Geistes Gottes, die die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit erleuchtet, wird nicht kommen, bis wir ein erleuchtetes Volk haben. Sie sagt an anderer Stelle: „Die große Ausgießung des Geistes Gottes, die die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit erleuchten wird, wird nicht kommen, bis wir ein erleuchtetes Volk haben.“

[45:26] Wir müssen aus eigener Erfahrung wissen, was es bedeutet, Mitarbeiter Gottes zu sein. Wenn wir uns ganz und von ganzem Herzen dem Dienst Christi weihen, dann wird Gott das beantworten mit einer Ausgießung seines Geistes. Eine Ausgießung des Geistes ohne Maß, ohne Begrenzung. Aber das wird nicht geschehen, wenn der größere Teil der Gemeinde nicht mit Gott zusammenarbeitet.

[46:16] Wenn es eine Sache gibt, die wir von den Milleriten lernen können, dann ist das ihre Hingabe. Diejenigen, die Hingabe gezeigt hatten, die hielten auch durch, trotz der Enttäuschung. Diejenigen, die nur halbherzig waren, die haben vielleicht auf der Hälfte des Weges das Handtuch geworfen.

[46:46] Ich möchte uns alle ermutigen, besonders die jüngeren Leute. Vergeudet nicht eure Zeit damit, dass ihr versucht, ein halbherziger Christ zu sein. Natürlich, ich möchte, dass jeder ein Christ sein kann. Aber diese Entscheidung müsst ihr selbst treffen. Aber ich möchte euch sagen: Wenn ihr versucht, halbherzig Christ zu sein, das ist verschwendete Zeit. Entweder ihr macht es ganz oder gar nicht. Halbherzig wird nur euch wehtun und anderen. Und mein Gebet ist, dass der Herr uns allen zeigt, wie wir das tun. Denn genau darauf wartet Gott, damit der laute Ruf kommt, die Ausgießung des Heiligen Geistes.

[47:52] Wir wollen mit einem Gebet schließen. Wir stehen dazu auf. Oder knien nieder. Wieder.

[48:31] Sie sollten nicht ohne uns vervollkommnet werden. Herr, wir stehen heute an der Grenze des verheißenen Landes. Wir haben das Vorrecht, in einer Zeit zu leben, wo sich Millionen deiner Nachfolger. Oh Herr, mach uns glücklich. Nimm unsere Herzen. Nimm unsere Hingabe. Nimm aus unseren Leben die Dinge weg, die uns ablenken, die uns in die Irre führen. Mögen wir beim Herzlich sein, wo vielleicht Verlust entsteht, um etwas aus dem Weg zu nehmen. Wir bitten dich, dass du jetzt bei uns bleibst, dass du unsere Worte führst und wie wir aufeinander Einfluss nehmen. Wir beten das im Namen Jesu. Amen.

[49:59] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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