In diesem Vortrag von Eugen Hartwich beim J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023 wird das biblische Konzept des Dienens und seine Bedeutung im christlichen Glauben beleuchtet. Es wird die ursprüngliche Ordnung des Dienens in der Schöpfung und die Auswirkungen des Sündenfalls darauf thematisiert. Der Sprecher vergleicht dies mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten und betont die Wichtigkeit des Dienens als Wesenszug der Erlösten, die Gott Tag und Nacht vor seinem Thron dienen.
J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023 – 11. „dienen ihm Tag und Nacht”
Eugen Hartwich · J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023 ·Themen: Bibelstudium, Erweckung, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023
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Transkript
[0:23] So, erstmal eine ganz einfache Frage: Wer genießt die Zeit hier auf Michelsberg? Wer sagt: "Alles ist gut, gefällt mir, die Leute hier sind nett, die Botschaft ist gut, das Essen passt, das Wetter auch gut"? Zu heiß, alles gut? Ja, super, das freut mich. So soll es sein. Wir sind sehr gesegnet vom lieben Gott. Und was soll ich sagen, ist alles nicht selbstverständlich, oder?
[0:50] Ich muss sagen, ich habe jetzt das Lied noch mal mitgesungen und als ich das erste Mal gehört habe, da war's bei mir noch nicht so drin. Ich weiß nicht, wie es euch ging. Jetzt denke ich: Wow, was für ein Lied! So ein tolles Lied. Können wir auch dem lieben Gott danken, dass er bestimmte Personen auch die Gaben schenkt, solche Lieder zu schreiben. Oder danke an denjenigen, der das komponiert hat. Und vor allem möchte ich wirklich von ganzem Herzen der Abteilung Gemeindeaufbau und den Ministern danken, dass wir das haben.
[1:35] Ich habe meinen Vater angeschaut, ich war damals Jugendlicher und ich dachte: Was hat er für ein langweiliges Leben? Dann kommt er am späten Nachmittag nach Hause und fängt wieder an, irgendwas zu machen im Haus. Dann rufen Geschwister aus der Gemeinde an, da muss was repariert werden, oder er muss in die Gemeinde und dort irgendwie helfen. Der hat so ein langweiliges Leben, keine Freizeit, er kann sich nicht mal um sich selbst kümmern. Das machen, was ich in dieser Zeit so gemacht habe, was richtig Spaß gemacht hat, sich mal ein bisschen um sich selbst kümmern. "Self-care", heißt es doch heute, oder? Ein bisschen Zeit für sich haben.
[2:32] Damals habe ich noch nicht so ganz verstanden, dass mein Vater früh morgens aufsteht, um die schwere Arbeit zu machen, damit wir als Familie was zu essen haben, damit mein Bruder, ich und meine kleine Schwester, dass wir Schulbildung, später auch eine Ausbildung, Studium haben können, dass wir versorgt sind, dass wir Kleider haben, dass uns gut geht. Das war alles noch nicht so auf meinem Schirm. War alles so selbstverständlich. Ich wusste nur: Langweiliges Leben. Mit mir nicht, wir werden ein besseres Leben haben.
[3:05] Und dann krachte es. Mein Vater, meine Mutter wollten, dass ich einen guten Weg gehe. Aber dieser Weg, den sie als gut bezeichneten, der war nicht so gut, denn sie kümmerten sich ständig um andere Menschen, ihnen zu helfen, immer nur an andere zu denken und immer nur arbeiten, arbeiten. Nee, das wollte ich nicht. Und es knallte, gab unterschiedliche Herausforderungen. Und ich sagte: So, das war's, das war's, ich ziehe aus! Ich ziehe aus!
[3:44] Ich ziehe aus und ich bin abgehauen zu meinen Freunden, habe dort einige Tage verbracht und dachte mir so: Den werde ich sagen, dass ich ein viel besseres Leben führen werde, nicht so ein Leben wie sie haben. Wir haben schon überlegt, ich werde die Schule abbrechen. Ich hatte ja so einen Job, den ich nebenher gemacht habe im Frachtpostzentrum, Pakete am Fließband legen, so fünf Stunden lang. Dachte ich: Ja, das passt, ich arbeite fünf Stunden am Tag und den Rest kann ich machen, was ich will. Das wird ein super Leben. Aber dass ich von 5 Uhr morgens mich um andere kümmern muss und dann rufen sie mich noch an und wollen was? Nee, das ist nichts für mich.
[4:29] Irgendwie ist das Arbeiten, das Dienen, das sich um andere kümmern, ein bisschen in Verruf geraten, oder? Ist nicht so, so in dieser Welt. In seinem Sündenfall ist doch irgendetwas passiert, oder? Am Anfang war alles irgendwie in einer schönen Ordnung. Man hat sich um den anderen gekümmert. Wenn wir von lieben Gott sprechen, der den anderen gedient hat, den Engeln, den Menschen, der Tierwelt, der Natur. Es war ein geschlossener Kreislauf. Aber auch die Engel sind doch dienstbare Geister, oder? Auch sie dienen, oder? Den Menschen, der Tierwelt, der Natur. Und sowas auch gedacht, dass die Menschheit auch dient, sich gegenseitig, Adam und Eva, aber auch Gott gegenüber, sich um die Tierwelt zu kümmern, um die Natur. Sie sollten sie bebauen und bewahren. Das gleiche gilt ja auch für die Tiere. Auch sie sind nicht irgendwie isoliert gewesen, sondern es war alles ein Kreislauf.
[5:42] Und dieser Kreislauf, den nannte der liebe Gott sehr gut. Aber dann kommt da eine Person, kommt der Teufel und sagt: Du bist in diesem Kreislauf an dieser Stelle hier, da ist Gott, das sind die Engel, hier bist du, hier sind die Tiere. Aber du bist hier und schau mal, hier passt du nicht rein. Das ist kein guter Ort für dich. Besser ist es an diesem Ort zu sein.
[6:17] Und so folgte die Menschheit und wollte das Verdrehen dieses Kreislaufs des Dienens verändern oder verbessern, richtig? Und sich an eine andere Position zu platzieren, die eine andere Rolle einzunehmen, die Gott eigentlich nicht vorgesehen hat, nicht gedacht hat.
[6:39] Es dürfte also jetzt die aufmerksamen Leser nicht überraschen, dass wir auch in unserer Zeit, in der Gender-Debatte, eigentlich das gleiche Prinzip haben, dass Gott dem Menschen, dem Mann oder der Frau, eine Rolle zugeordnet hat. Und man fühlt sich in dieser Rolle, die Gott zugeordnet hat, fühlt man sich so, dass man sagt: Das bin ich nicht. Ich möchte eine andere, eine bessere Rolle haben. Und so fängt man an, sie zu verschieben.
[7:15] Vor einigen Monaten habe ich in meinem Telegram-Kanal auch zu dieser Thematik was gepostet. Mittlerweile, wie viele Geschlechter gibt es, die man sich aussuchen kann? Über, also mein aktueller Kenntnisstand, vielleicht wächst das ja auch schon über 72. Und da, und das wird sicherlich auch wachsen. Das heißt, dieses dieser Gedanke, welche Rolle habe ich, das, was Gott gedacht hat, du dienst dem anderen und er dient dir und wir dienen in einem Kreislauf, ist plötzlich alles durcheinander geworden.
[7:51] Und auch unsere Bundesregierung denkt darüber nach oder plant das schon, dass man sein Geschlecht, wie oft jetzt, wechseln kann. Wahrscheinlich wird es so darauf hinauslaufen, dass man das einmal im Jahr ändern kann. Heute fühle ich mich so und morgen fühle ich mich so. Und mittlerweile merken wir, dass man sich nicht nur als Mensch oder als eine andere Person identifiziert, sondern manche Menschen fangen auch an, sich als Tiere zu identifizieren.
[8:21] Und hier merken wir, das, was der Kreislauf eigentlich ursprünglich war, fängt an, sich in dieser letzten, finalen Phase der Menschheit komplett zu verschieben, komplett zu verschieben.
[8:43] Und da sind wir und lesen den Abschnitt in Offenbarung 7, Vers 15, wo es heißt: "Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel." Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Es sind so viele Fragen, die ich sag mal gestellt werden können: Wer sind sie, diese "sie"? Wo sind sie? Was ist der Thron Gottes? Was bedeutet "dienen"? Was ist "Tag und Nacht"? Wo ist der Tempel? Was hat das alles damit zu tun? Wir können sicherlich heute nicht alles ausführlich behandeln, aber wir versuchen, die wesentlichen Aspekte zu beleuchten. Und ich hoffe, dass der ein oder andere Interesse hat, auch bestimmter Aspekte tiefer zu beleuchten.
[9:40] Denn der erste Teil, das haben wir sicherlich in den letzten Tagen gelernt, der erste Teil der Offenbarung 7 beantwortet ja die Frage: Wer kann bestehen? Und die Antwort ist: Naja, da sind die 144.000. Und wo befinden sie sich? Auf der Erde. Und dann wird uns seine Gruppe beschrieben, und das ist der zweite Teil der Offenbarung 7, der beschreibt die Gruppe, die durch die große Trübsalszeit gegangen ist und an der katholischen Erlösung teilhaben. Das sind diejenigen, die durch die Trübsal gegangen sind.
[10:20] Und es stellt sich die Frage: Ist es... Also die Frage, warum sind sie vor dem Thron Gottes? Wer sind sie? Wer sind sie? Was sind das für eine Personengruppe? Wir schauen uns kurz mal die literarische Methode in der Offenbarung an, die uns helfen wird, bestimmte Aspekte besser zu verstehen.
[10:48] Denn das Spannende in Offenbarung ist, dass es ein gleiches Muster gibt. Das heißt, zuerst hört Johannes etwas, und wenn er das gehört hat, dann wird ihm das gleiche noch mal gezeigt, und er sieht das gleiche, was er gehört hat, bloß in einer anderen Darstellung. Ich will es mal kurz deutlicher machen. Wir können Offenbarung 1, was sehen, aufschlagen. Vielleicht wird es dann deutlich.
[11:20] Offenbarung 1, Vers 10: "Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune." Also, was hört er jetzt? Eine große Stimme wie von einer Posaune. Okay, das hörte er. Jetzt dreht er sich quasi um und was sieht er?
[11:45] Paar Verse weiter, was sieht er genau? Und ich wandte mich um zu sehen, Vers 12, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, was sieht er? Sieben Leuchter. Und wen sieht er dort?
[11:58] Er sieht dort Jesus, den Menschensohn. Er geht durch die goldenen Leuchter. Also, verstehen wir das Konzept? Zuerst hörte er etwas, dann dreht er sich um, um das zu sehen, was er gehört hat, und dann sieht er... er sieht Jesus Christus. Das ist dann die Beschreibung des Resultats, dass es sich um das gleiche handelt. Okay, wir üben das.
[12:22] Wir gehen mal in die Offenbarung Kapitel 5 und dort lesen wir ab Vers 5. Offenbarung 5, ab Vers 5, da heißt es: "Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel." Okay, bis hierhin. Er bekommt jetzt seine Beschreibung von einem Wesen, sage ich mal, von einer Person. Und wie wird diese Person beschrieben? Es ist ein Löwe. Okay.
[12:58] Und jetzt dreht sich quasi, er dreht sich dem zu und das anzuschauen. Vers 6: "Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten einen Löwen." Richtig? Nein, ein Lamm! Okay, also vorher hörte er ist ein Löwe, er dreht sich um und zu sehen und sieht einen... er sieht ein Lamm. Okay, das gleiche.
[13:24] Ich mache es kurz, um auch im Rahmen zu bleiben. Auf dem Baum 17, Vers 1, dort wird die große gezeigt, die an vielen Wasser sitzt. So, jetzt wieder die sehen die an vielen Wasser sitzt. Und er dreht sich quasi um zu sehen, und in Vers 3 sieht da: "Ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier." Okay, es ist verständlich. Ja, das ist das Konzept in der Offenbarung.
[13:57] Und das gleiche haben wir dann auch in Offenbarung 21, Vers 9. "Ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes." Und dann in Vers 10: "Und da führte mich im Geist hinweg auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir..." die heilige Stadt. Also die Braut und die heilige Stadt. Merken wir das, wie das Konzept in der Offenbarung das gleiche Muster hat? Wir hören etwas, dann sehen wir es. Okay.
[14:29] Gehen wir also zurück in unser Kapitel Offenbarung 7. Und dort hören wir auch etwas. Was hören wir in Kapitel 7? Was hören wir dort in Vers 4? "Und ich hörte dort die Zahl derer, die versiegelt wurden: 144.000."
[14:57] Und in Offenbarung 7, Vers 9: "Danach sah ich und siehe, eine große Schar." Können wir... ich sag mal, können wir sagen, dass die 144.000 und die große Schar ein und dieselbe Gruppe sind? Können wir das sagen, nachdem, was wir studiert haben?
[15:17] Es freut mich, dass wir da sagen können: Genau das ist es. Die 144.000 und die große Schar, ein und dieselbe Personengruppe. Das sind diejenigen, die durch die letzte große, trübselige Zeit gehen. Die etwas Besonderes erleben. Und dann Jesus Christus den Wolken des Himmels begegnen. Das bedeutet aber nicht, dass diejenigen, die vorher gestorben sind, irgendwie außen vor sind, oder?
[15:49] Gestern hatte ich das Vorrecht, ich sag's mal so, die Mutter von Erhard Bio zu beerdigen. Und dort konnte ich voller Überzeugung sagen: Wir werden sie wiedersehen. Sie ist im Glauben gestorben und sie wird im Glauben wieder auferstehen, oder? Genauso wird es auch uns ergehen, wenn wir vorher sterben, bevor Jesus wiederkommt. Genauso wird es uns gehen. Das heißt, es wird nicht irgendeine, versteht mich richtig, nicht irgendwie eine Klassengesellschaft geben. Das sind die, die besser sind im Himmel und wir sind dann irgendwie minder... und weniger wert, weil wir nicht zu den 144.000 das geschafft haben, weil wir vorher gestorben sind. Darum geht es einfach nicht.
[16:40] Sondern in der Bibel möchte der liebe Gott einfach deutlich machen, dass ihm Erlösungsgeschehen, Erlöserwerk, das besondere Abschnitte gibt, so wie seinen Abraham gab, so wie ist das Volk Israel gab, so wisst ihr, Apostel gab, die ein besonderes Werk hatten, die besondere Momente erlebt haben. Und ja, auch die 144.000, die eine besondere Zeit erlebt haben und Gott treu geblieben sind. Okay.
[17:12] Ist das jetzt klar, wenn wir sagen: Offenbarung 7, Kapitel 15: "Darum sind sie vor dem Thron Gottes." Dieses "sie", das sind die 144.000, das ist die große Schar. Okay. "Sie sind vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel." Und wir versuchen, das einfach mal nur, diesen diesen Vers zu verbinden. Sie sind vor dem Thron Gottes und sie dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Sie sind, sie dienen. Okay. Ist diese Verbindung da?
[17:48] Das sein, also ist nicht so, dass man sagen kann: Sie dienen Tag und Nacht. Na ja, die haben viele Überstunden, die sie machen müssen. Das ist nicht das Konzept, was die Bibel hier vermittelt, sondern das Sein, dieser Wesenszug. Ich werde noch später das ein bisschen ausführlicher erläutern. Dieser diese Einstellung, diese diese Wesenszug des Dienens, das macht ihr Sein aus. Sie sind, sie dienen. Und wo sind sie? Sie sind vor dem Thron.
[18:18] Dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Wo ist der Thron? Im Tempel. Okay, ist das verständlich? Sie sind vor dem Thron und sie dienen im Tempel. Das ist das ist die Verbindung. Der Tempel, der Thron ist im Tempel. Der Thron ist im Tempel.
[18:52] Und von seinem Thron aus, also dieses Tempel und diese Botschaft, der, ich will nicht sagen, dass die Botschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, eigentlich ist es die Botschaft Gottes. Dieses Verständnis über die Stiftshütte, des über das Heiligtum, das ist so eine kostbare, ist eine kostbare Erkenntnis, wenn man das ganze Konzept verstanden hat und was es geht. Deshalb macht es mich so traurig, wenn die Heiligtumslehre über Bord geworfen wird. Da fällt das ganze Konstrukt zusammen, das was Gott uns offenbarte.
[19:27] Den vom Thron Gottes aus geht sowohl Gnade, der Gnadenthron, als auch Gericht. Ja, das sehen wir ja in Offenbarung 6, wo die Menschen ja dann sagen: "Fällt auf uns und verbirgt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt." Vom Tempel, vom Thron aus kommt das Gerichts-Handeln Gottes, aber auch die Erlösung.
[20:09] Meint das Heilige, also das Heilige und das Allerheiligste. Das sind diese Abschnitte. Denn der Vorhof ist, wo ist die Erde? Dort ist Christus geopfert worden. Und jetzt ist er im Himmel und dort ist ein Tempel. Und das Spannende ist...
[20:26] Und das Spannende ist, dass wir also am Ende eine Reise hinter uns haben. Am Anfang aus dem Garten heraus. Und ich kann aus Zeitgründen nicht auf den Garten eingehen, der übrigens nach dem Modell der Stiftshütte aufgebaut ist. Vertrieben von dort. Am Ende des Geschehens wieder am Allerheiligsten Ort, am Thron Gottes. Interessante diese Reise, diese Bewegung, die die Gläubigen sozusagen hinter sich haben.
[21:12] Es gibt aber eine Aussage, die manche verunsichert oder durcheinander bringt. Die finden wir in Offenbarung 21. Lohnt sich das mal zu lesen. Offenbarung 21, Vers 22: "Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott ist ihr Tempel, er und das Lamm." Also, vorher in Offenbarung 7 haben wir gelesen, es gibt einen Tempel im Himmel. Jetzt heißt es, es gibt keinen Tempel. Wie ist das zu erklären?
[22:03] Das Spannende ist, dass Offenbarung 7, den Abschnitt der großen Schar, wo befinden wir uns da? Ja, wo genau? Das ist am gläsernen Meer, so wird es doch beschrieben, oder? Sie sind am gläsernen Meer. Sind sie im Himmel oder auf der Erde? Im Himmel. Sie sind im Himmel. So, die Offenbarung 21 beschreibt jetzt etwas, was auf der Erde ist. Und das Spannende ist...
[22:39] Dass jetzt eine Veränderung stattgefunden hat, in dem Sinne, dass die Stadt, wo der Thron Gottes ist, sozusagen wir das erleben, dass Gott also, versteht mich richtig, vom Paradies vertrieben, vom Paradies am Thron Gottes, und auf der neuen Erde geht es noch enger mit Gott zu leben. Geht gar nicht mehr, oder? Gott platziert die Stadt und er selbst wird quasi zum Tempel. Man kann, könnte auch hier darüber sprechen, was was hier gerade passiert ist, denn auch wie die Stadt aufgebaut ist und wenn man das vergleicht mit dem Heiligtum und so weiter. Sehr interessant.
[23:25] Das heißt, wir merken, dass Gott immer näher den Menschen, in die Nähe des Menschen kommt. So nah, dass wir ihn dann, was, von Angesicht zu Angesicht sehen. Also, geht es noch näher? Geht es noch mehr?
[23:46] Wir kommen aber jetzt zu der Aussage in Offenbarung 7, wo es heißt: "Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel."
[24:11] Dem aufmerksamen Leser wird bekannt sein, dass diese Aussage "Tag und Nacht" ja in der Bibel vorkommt, besonders in der Offenbarung. Und ich gehe wiederum, ich hätte nur, versuche ich nur jetzt einen Kontrast. Ich werde jetzt nicht die Fülle dieser Aussagen behandeln, sondern nur den Kontrast.
[24:27] Kontrast. Denn diese Aussage "Tag und Nacht" kommt in Offenbarung 14, Vers 11 vor, und dort heißt es: "Da werden nicht die Erlösten gemeint, sondern diejenigen, die das Malzeichen des Tieres angenommen haben." Okay, das Malzeichen des Tieres, also die andere Versiegelung. Offenbarung 7, hier sind die Erlösten, die 144.000, die große Schar sind versiegelt. Und sie sind Tag und Nacht vor vor dem Thron Gottes und dienen im Tag und Nacht. Werden die anderen auch etwas mit Tag und Nacht haben? Aber das ist dann nicht sehr positiv. Da heißt es: "Und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbieten und immer wenn jemand das Malzeichen seines Namens annimmt."
[25:17] Und ich hoffe, dass wir durch diese zwei Verse, Offenbarung 14, Vers 11 und Offenbarung 17, Vers 15, die Verbindung bekommen. Das heißt, hier heißt es: "Sie haben keinen Ruhetag und nach dir das Tier und sein Bild anbieten." Müsste uns deutlich werden, dass wenn die einen das Malzeichen des Tieres bekommen haben, sie haben nicht die Ruhe bekommen, die ihnen wahrscheinlich versprochen worden ist.
[25:53] Das anscheinend bekommen haben, oder darf ich dazu sagen, sie haben diese Ruhe bekommen, die nicht. Und wir haben sie, diese Ruhe bekommen, indem sie Tag und Nacht vor dem Thron dienen. Haben wir die Verbindung? Die einen, denen wurde versprochen, dass...
[26:11] ...hört auf die Katastrophen, hören auf dein Leben wird besser, wenn du das machst, wenn du das nimmst. Wir haben für dich die Lösung. Mach das, mach das, mach das. Und sie machen das und machen das und machen das. Und wird das besser?
[26:25] Wird nicht besser. Wird nicht besser. Wird nicht besser.
[26:48] Dass ich nicht nur Ruhe haben, keine Ruhe haben. Sie haben auch das Bild des Tieres angebetet. Also für mich stellt sich, wie gesagt, noch mal dieses Bild da: Um in Ruhe einzukehren, musst du das Richtige anbeten.
[27:01] Um in die Ruhe zu kommen, musst du das Richtige anbeten. Um in die Ruhe zu kommen, musst du das richtige anbeten.
[27:10] Aber wie können wir wissen, was das Richtige ist? Was ist das richtige Dienen? Was ist das richtige Anbieten? Was ist die richtige Ruhe?
[27:21] Und man könnte jetzt auch in die Fülle eingehen, was Jesus uns vorgelebt hat. Dieses Dienens, um in die Ruhe einzukehren.
[27:35] Vorgestern hatte ich ein Telefonat mit Scholt. Hatte mich angerufen und erzählte mir: Weißt du, ich habe eine ältere Schwester besucht. Sie hatte den Wunsch, besucht zu werden. Und ich habe mir das Zeitfenster möglich gemacht und ich habe sie besucht. Sie ist älter und ich war für sie da. Und weißt du, Eugen hatte mir gesagt, das hat so gut getan für sie da zu sein. Und ich habe darüber nachgedacht, so über diese Aussage: "Das hat so gut getan für andere da zu sein." Schon interessant.
[28:15] Ich muss euch ganz ehrlich sagen, mir geht es genauso. Wenn ich Bibelstunden gebe, frage ich mich... Also, mir geht's wahrscheinlich besser.
[28:22] Also mir geht's wahrscheinlich besser als dem anderen, wenn ich so die Bibelstunde gegeben habe, für die anderen Menschen da zu sein, in welcher Not auch immer. Das macht nicht glücklich, dass du das gibt doch so ein Selbst, wenn man jemand sagt: "Könntest du mir sagen, wo die Straße ist?" und man sagt: "Wo die Straße ist?", denkt man: "Boah, ich habe geholfen, ich fühle mich so gut!" Ich habe Menschen geholfen. Das ist das Konzept des Dienens. Und als Jesus kam, und wieso kam er? Und lass mich ganz kurz auf das Anliegen eingehen, auf diesen Kreis, den ich am Anfang ja auch versucht habe zu erläutern.
[28:57] Adam und Eva sind ausgebrochen aus ihrer Position des Dienens und wollten diese Position, weil sie glauben, dann brauchen sie nicht dienen. Haben aber nicht verstanden, dass auch Gott dient. Allen, er dient allen. Und sie wollten dort sein. Durch Adam, weil natürlich dann der Fall der Menschheit abgeschlossen. Falls man sich fragt, wieso wird in Römer 5a dann erwähnt, wenn nur Eva gesündigt hätte, wäre die Menschheit nicht vollkommen verloren.
[29:35] Deshalb benutzt Jesus, benutzt Paulus in Römer 5 dieses Konzept, dass Adam versagt hat, aber Christus, der zweite Adam, nicht versagt hat.
[29:50] Und erlaubt mir kurz darauf einzugehen, weil ich glaube, das ist sehr wichtig ist, um das noch mal zu verstehen, dass wir als Siebenten-Tags-Adventisten, die wir an die Dreieinigkeit glauben, dass dieses Konzept der Dreieinigkeit auch mit Dienen verbunden ist. Auch mit Liebe. Und Liebe und Dienen, das ist miteinander verwoben. Gott braucht dein Gegenüber. Liebe kann nicht einfach so da sein, sondern es braucht ein Gegenüber.
[30:22] Auch Gott hat ein Gegenüber. Die Gottheit hat einen gegenüber und kann Liebe weitergeben. Und das ist das Spannende, aber auch den Dienst. Das ist ihr Wesen. Das kann man nicht trennen.
[30:39] Und als Adam versagt hat, schickt Gott seinen Sohn. Und dieses Konzept, seinen Sohn zu schicken, und das beste, vielleicht ein bisschen besser zu verstehen, finden wir in Lukas. Eine wichtige Aussage in Lukas.
[30:58] Wird Jesus Stammbaum beschrieben und dort heißt es ab Vers 23: "Und Jesus war, als er auftrat, etwa 30 Jahre alt und wurde gehalten für einen Sohn Josefs." Wahre ein Sohn Josefs? Nein, er wurde nun dafür gehalten. Wir wissen, dass er Sohn Gottes war.
[31:16] Und dort heißt es, wenn man dann das den Stammbaum durchliest, ich fange einfach mal bei Vers 37 an, wo das zurückverfolgt wird. Der war ein Sohn Methuschelachs, der war ein Sohn Henochs, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Sem, der war ein Sohn Arpachschads, der war ein Sohn Schelachs, der war ein Sohn Eber, der war ein Sohn Pelegs, der war ein Sohn Reus, der war ein Sohn Serugs, der war ein Sohn Nahors, der war ein Sohn Terachs, der war ein Sohn Abrahams, der war ein Sohn Isaaks, der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Perez und Serach, der war ein Sohn Hebrons, der war ein Sohn Ram, der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Nachschons, der war ein Sohn Salmas, der war ein Sohn Boas, der war ein Sohn Obed, der war ein Sohn Isai, der war ein Sohn Davids.
[31:46] Kapitel 4, Kapitel 3, ab Vers 23 bis 38. Und das letzte Vers, der letzte Vers heißt es: "Der war ein Sohn Adams." Der war Gott. Das darf ich so sagen. Adam war Gottes Sohn. Natürlich dürfen wir das sagen. Er war Gottes Sohn.
[32:06] Aber er hat versagt. Und jetzt schickt die Gottheit, ich sag's mal so, um das zu zeigen, wird Jesus Gottes Sohn. Und ich möchte, dass das richtig verstanden wird.
[32:37] Jesus wird Gottes Sohn. Wir lesen das in Römer 1, Vers 4: "und nach dem Geist der Heiligkeit eingesetzt als Sohn Gottes in Kraft durch die Auferstehung von den Toten." Es gab Ereignisse im Leben Jesu, wo die Sohnschaft sozusagen deutlich wird. Aber die Gottheit hat sich entschieden, und den Menschen zu erlösen.
[32:58] Muss auch gezeigt werden, neben all den verschiedenen Aufgaben, auf die ich wirklich auch jetzt nicht eingehen kann, aber ich nehme nur den Aspekt des Dienstes. Muss auch gezeigt werden, was Dienen bedeutet. Gott zu dienen.
[33:09] Und Gott selbst, also ich hoffe, ihr seid mit mir. Gott selbst sagt: "Ich zeige es, was das bedeutet." Also ich zeige den Menschen, was das bedeutet zu dienen. Und so wird Jesus, der Gott ist, wird Mensch. Und Gott Vater ist seine Bezugsperson. Ist ein Gott. Auch wenn Jesus Gott ist, seid ihr mit mir.
[33:34] Ja, er zeigt es, wie man dem Vater, wie man Gott gehorsam ist. Aber er ist auch Gott.
[33:45] Richtig. Natürlich, Jesus ist Gott. Und jetzt zeigt er, was es bedeutet zu dienen. Und wir lesen die ganzen Evangelien und sehen, wie er den Menschen dient. Er offenbart einfach das Wesen Gottes und macht den Zyklus, versucht diesen, diesen Kreislauf wiederherzustellen, der zerbrochen worden ist durch den Sündenfall. Er macht deutlich, dass Dienen etwas sehr Wichtiges ist, eine Lebenseinstellung ist, einfach das Wesen Gottes.
[34:21] Also, wenn wir uns die Frage stellen, wie kamen denn die 144.000 dahinter, sie bereitwillig Gott dienten Tag und Nacht? Das ist nicht mühevoll, macht es nicht lästig, wird es nicht langweilig. Nein, sie haben die ganze Zeit auf Jesus geschaut und von ihm gelernt, was bedeutet das zu dienen. Das bedeutet das.
[34:38] Wie ist das? Und dann merken sie: "Ach, das ist das, wie Gott das eigentlich für uns gemeint hat." Wenn wir Jesus folgen und ihm dienen und den Menschen dienen, dann wird der Kreislauf wiederhergestellt.
[35:03] Wie werden wir also vorbereitet? In Matthäus 4, Vers 10 finden wir ein wichtiges Ereignis. Wir erleben dort den Sündenfall, die Versuchung Jesu.
[35:19] Und Satan sagt dann ganz klar: "Auf ein white." Beschreibt das so, dass bei der ersten und zweiten Versuchung der Teufel nicht als Teufel aufgetreten ist, oder er hat sich verkleidet als Engel des Lichts. Und dann lässt er sozusagen die Maske fallen und sagt: "Ich gebe dir alles, knie nieder und bete mich an." Und Jesus antwortet ihm:
[35:43] "Weg mit dir, Satan, denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm alleine die Anbetung und der Dienst ist."
[35:55] Die Anbetung und der Dienst ist miteinander verwoben. Man kann das nicht trennen. Dienen, die aber ich bete ihn an.
[36:03] Und wer die Versuchungen... Vielleicht fragt sich jemand, wieso schauen wir uns diesen Vers an? Wir sollten doch Offenbarung 7 anschauen. Wir werden gleich merken, dass das, was Jesus erlebt hat, genau das gleiche ist, was auf dich und mich zukommt.
[36:25] Die drei Elemente. Ihr habt sie bestimmt gelesen. Es ging um die drei Ebenen der Versuchung. Es ging um Nahrung, es ging um Anerkennung und Stolz. Ja, "Wirf dich runter, dann werden sie dich anerkennen. Du musst nicht diesen Leidensweg gehen. Mach so wie Hollywood das macht, als Superman auftreten, starker Held. Du musst nicht diesen schwachen Held spielen. Los geht's, so kannst du die Menschheit retten." Und Jesus sagt auch hier: "Nein." Und dann kommt die Anbetung.
[36:50] Also Nahrung, Anerkennung oder Stolz und Anbetung. Ich möchte gleich tiefer darauf eingehen, aber lass mich eine Geschichte erzählen, um uns so ein bisschen darauf vorzubereiten. Ich war junger Theologiestudent in Bogenhofen und dann an einem Vormittag hatten ein anderer Theologiestudent und ich, Viktor Ort, vielleicht kennt ihr ihn, wir haben eine Andacht vorbereitet und wollten so ein bisschen darüber sprechen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir genug zu essen haben, dass wir nachher, wenn die Schule zu Ende geht, wie in die Mensa gehen, unsere Salatbar haben und dann genug zu essen haben.
[37:45] Und wir haben gedacht, wir erzählen einen Missionsbericht aus einem anderen Land, wo es den Menschen nicht so gut geht. Und dann habe ich gesagt: "Ich lade euch zu Mittag zu mir ein. Dann bereiten wir haben für euch was vorbereitet. Es wird ein anderes Essen geben. Kommt, dann erlebt ihr das. Es ist ein bisschen einfacher. Kommt zu uns zum Mittag in die Mensa. Wir haben für euch das vorbereitet." Also nach der geistlichen Andacht kam dann die Einladung. Und das verging dann ein paar Stunden, bis dann der Mittag kam. Und Viktor und ich, wir warten darauf, auf die Teenies. Das sind ja die Teenies und Jugendlichen, die dort aufs Gymnasium gehen und natürlich auch die Theos. Und dann kamen sie herein und ich war schon gespannt. Ich dachte, das wird sicherlich gut ankommen.
[38:31] Wir haben für jeden ein Brötchen, kleines Brötchen und ein Apfel vorbereitet. Das war das Mittagessen. Und als sie so kamen, merkte ich, dass es ja unterschiedliche Reaktionen gibt. Manche haben das genommen, waren verwirrt, haben nichts gesagt und weitergegangen. Manche haben das genommen, nur den Kopf geschüttelt. Ich weiß noch, eine Person, die stand so ganz nah. Kennt ihr das, wenn man so ganz nah kommt und ins Gesicht schreit, so, dass alles dann noch da landet?
[39:19] Also, ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe mit der bestimmten Reaktion nicht gerechnet. Aber ich habe gemerkt, dass wenn man Menschen den Wohlstand wegnimmt oder er plötzlich nicht da ist, dass die Menschen, sehr nicht alle, aber manche oder viele, sehr verärgert und das freundlich zu sagen, sehr aufbrausend, sehr böse reagieren.
[39:53] Und darf ich das so sagen, wir gehen in einer Zeit entgegen, wo die Nahrungsmittelfrage eine entscheidende Frage spielen wird. Und dann wird es besonders für uns, die wir aus diesem wohlhabenden Land kommen, eine schwierige Zeit, weil wir doch gewöhnt sind, morgens, mittags, abends, manche noch nachts und zwischendurch immer genug Essen zu haben.
[40:18] Und dann sprechen wir gerne immer so ganz romantisch darüber: "Der liebe Gott wird uns versorgen. Wasser und Brot sind uns gewiss." Aber wenn es dann richtig drauf ankommt, dass nur Wasser und Brot da ist, was glauben wir, wie die Reaktion dann sein wird?
[40:42] Also, diese drei Elemente, die Versuchung Jesu ist genau das, was auf uns zukommt, was auf die 144.000 zukommt. Während bei Jesus es eine Auflistung gab: erste Versuchung, zweite Versuchung, dritte Versuchung, finden wir in Offenbarung 13, dass alles gebündelt, dass man nicht kaufen oder verkaufen kann, wenn man nicht das Malzeichen des Tieres hat. Und jetzt mal, ja, was einkaufen, was kaufen? Geht es darum, schöne Klamotten, um Sonnenbrillen, um Handys? Das wird sicherlich zu dieser Zeit nicht so viel Interesse haben, sondern um was geht es?
[41:25] Um was zu essen. Lesen wir doch, was er nun weiter darüber schreibt, dass die Frage der Nahrungsmittel eine entscheidende Frage sein wird, wenn es darum geht, dass wir nicht kaufen oder verkaufen können.
[41:42] Und dann wird das, was wir während der Corona in den letzten drei Jahren erlebt haben, nichts dagegen sein, wo wir plötzlich gemerkt haben, dass die Gesellschaft gegeneinander aufgehetzt wird. Es wird gar nichts dagegen sein. Das war eine gute Vorbereitung, dass man sieht: "Ah, okay, so diskriminiert man Menschen, die eine andere Meinung haben." Ach, so geht das. Und dann potenziert das bitte noch einmal, dann wisst ihr, was auf uns zukommt. Dann wird es... Es war schon in den letzten drei Jahren spannend, wo Menschen wirklich, und es tut mir so von Herzen leid, in welche Lage Menschen, Väter, Mütter gebracht worden sind, die eine Überzeugung hatten. Und ich, wir haben als Freikirchen in Baden-Württemberg immer gesagt: "Es ist deine persönliche Entscheidung. Wir werden keinen diskriminieren, egal ob geimpft oder nicht geimpft." Wir wollen nicht... Das ist falsch. Das ist eine persönliche Entscheidung.
[42:41] Und dann, wenn es darum geht, dass Väter und Mütter ihre Kinder, so sieht es aus, nicht mehr versorgen können, wird es eine Versuchung sein oder nicht? Okay, das ist die erste Versuchung. Aber es ist, wir haben jetzt, ich habe gesagt, das sind drei Elemente, die gebündelt sind.
[42:57] Und wenn es dann wieder diskriminiert wird, möchten alle... Also, das ist unser Wesen. Möchte jemand in der Schule gemobbt werden? Wenn man so die Teenies fragt, möchte man gemobbt werden, Außenseiter sein? Möchte man auf der Arbeitswelt ausgelacht werden? Möchte man in der Gesellschaft durch die Medien, durch die Politiker als verrückt bezeichnet werden, als diejenigen, die uns gefährden? Das möchte man doch nicht, oder?
[43:33] Das heißt, das, was auf uns zukommt, ist genau wieder das gleiche, dass die Menschheit sich dann entscheiden muss: Wie stehe ich jetzt da? Möchte ich diskriminiert werden oder nicht? Möchte ich anerkannt sein oder nicht? Diese Frage wird sich automatisch stellen.
[43:51] Die zweite Versuchung. Und jetzt denke ich, habe das auch oder haben wir es auch. Die dritte Versuchung ist: Bete an. Sabbat oder Sonntag. Alle drei Elemente aus der Versuchung Jesu sind in der letzten Krise und machen das aus, was die 144.000, die eine besondere Erfahrung gemacht haben, weil sie das gleiche durchgemacht haben, quasi nicht in der Fülle. Es kann keiner durchmachen, was Jesus durchgemacht hat. Aber das Prinzip und dieses Element...
[44:31] Ich habe eine gute Nachricht: Die 144.000 kommen mit Gottes Hilfe durch. Brauchen wir jetzt keine Angst zu haben oder Sorgen zu machen? Am Ende werden sie bestehen, weil sie gelernt haben. Die anderen werden am Ende keine Ruhe haben. Tag und Nacht. Während die, die zu Gott, die Gott treu bleiben, werden Ruhe finden. Sie werden vor dem Thron Gottes sein. Sie werden dienen dürfen, Tag und Nacht. Was für ein Vorrecht! Und wenn wir uns jetzt vorbereiten wollen und uns die Frage stellen: Wie ist das? Wie kann ich mich vorbereiten? Gibt es eine Anleitung, damit ich so dieses Wesen des Dienstes gut zusammenfassen kann? Erlaubt mir, meinen persönlichen Abschnitt über Christus euch vorzulesen.
[45:14] "Der Sieg der Liebe" auf Seite 336. "Christus hielt nie ein Wort der Wahrheit zurück, doch er sagte es immer in Liebe. Er war immer sehr taktvoll, fürsorglich und freundlich im Umgang mit Menschen. Er war nie unhöflich, noch gebrauchte unnötigerweise ein hartes Wort. Nie fügte einem empfindsamen Menschen unnötige Schmerzen zu. Menschliche Schwächen tadelte er nicht. Furchtlos deckte er Scheinheiligkeit, Unglauben und Ungerechtigkeit auf. Muss der Schafe Zurechtweisung äußern, war er oft den Tränen nahe. Er weinte über Jerusalem, über die Stadt, die er so sehr liebte und die ihn den Weg, die Wahrheit und das Leben nicht annehmen wollte. Obwohl sie ihn als ihren Erlöser ablehnte, betrachtete er diese Stadt immer mit mitleidvoller Zuneigung. Doch der Kummer darüber brachte ihm fast das Herz. Jeder Mensch war in seinen Augen kostbar. Christus tat immer in göttlicher Würde auf, dennoch warnte er sich jedem Mitglied der Gottesfamilie mit freundlicher Wertschätzung zu. In allen Menschen sah er gefallene Seelen, zu deren Rettung er gesandt worden war."
[46:50] Stark, oder? Also, ich sag's euch, ich könnte das lesen und denkt darüber nach. Vor, in dieser Umgebung möchte ich Tag und Nacht sein. Darum geht's in dieser Umgebung, Tag und Nacht sein, um dieses Wesen Tag und Nacht wieder zu spiegeln.
[47:10] Vor ein paar Jahren besuchten wir als Familie meine Eltern. Ich hatte dienstlich dort im Ortenaukreis zu tun und wir hatten auch unsere drei Kinder dabei. So wird es uns nicht langweilig als Eltern. Für mich im Dienst gibt es immer was zu tun.
[47:42] Und kam auf mich zu und sagte mir: "Na Eugen, du hast ein langweiliges Leben." [Gelächter] Beschämt musste ich an diese Begebenheit denken.
[48:12] Und gleichzeitig bin ich immer noch am lernen. Der liebe Gott hat mir gezeigt, dass Dienen nicht aus der Mode gekommen ist. Der liebe Gott möchte dir und mir zeigen, dass Dienen eigentlich das ist, was wirklich uns Frieden gibt, unsere Seele erfüllt und dann uns dahin führt, dass wir Offenbarung 22, Vers 3 und 4 erleben können, wo es heißt: "Und keinerlei Fluch wird mehr sein, oder Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen."
[49:15] Sie werden ihm dienen und sein Angesicht sehen. Ihr Lieben, Gott möchte uns diese Erfahrung schon jetzt schenken. Er lädt uns ein, dass wir nicht warten, bis sich Offenbarung Kapitel 7, Vers 15 erfüllt. Er lädt uns heute schon ein, im Tag und Nacht nach seinem Wesen vor dem Thron Gottes zu dienen. Möchtest du das machen? Möchtest du das von ganzem Herzen? Ist das dein Wunsch? Gott segne dich dabei. Amen.
[50:06] Ich lade euch noch ein. Das muss möglich sein, dass wir noch nie... knien und Gott zu Gott beten.
[50:26] Lieber Vater im Himmel, nachdem, was wir aus deinem Wort gelesen haben, wollen wir mit Freude unsere Knie vor dir beugen. Wir wollen damit zum Ausdruck bringen, dass wir erkannt haben, dass dein Wesen, wie du es durch Christus offenbart hast, uns wirklich glücklich macht. Wir bitten dich um Vergebung, dass wir früher falsch von dir gedacht haben, vielleicht auch heute noch. Danke, dass du uns nachgegangen bist, dass du uns gezeigt hast, wie du bist, was du von uns wünschst und haben möchtest. Danke dir für deine Liebe und danke dir, Herr, vor allem, dass du uns zuerst gedient hast. Mit Freude wollen wir dir das erwidern, unseren Mitmenschen und all dem, was du geschaffen hast. Ich danke dir dafür in deinem großartigen Namen. Amen.
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