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In dieser Andacht werden die „vier Winde der Erde“ aus Offenbarung 7:1 beleuchtet. Der Sprecher, Ronny Schreiber, erklärt die biblische Bedeutung von Winden als Symbole für Zerstörung und Gericht. Er verknüpft dies mit den Siegeln in Offenbarung 6, die verschiedene Plagen und Verfolgungen der Gemeinde darstellen. Die Ausführungen zeigen auf, wie diese Winde das Ende der Zeit einleiten und was die Gläubigen tun können, während sie auf die Wiederkunft Jesu warten.


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Serie: J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023

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Transkript

[0:22] Einen guten Morgen und Gottes Segen euch allen. Wir wollen ja heute Morgen in unserer Andacht den ersten Teil von Offenbarung 7 machen, genau genommen den ersten Vers, also Offenbarung 7, Vers 1. Und das spricht über die vier Winde der Erde. Bevor wir uns den Bibeltext angucken, eben genau dort beten wir zusammen und bitten Gott, dass er uns hilft, alles zu verstehen.

[0:47] Unser lieber himmlischer Vater, wir möchten dich von Herzen darum bitten, dass dein Heiliger Geist jetzt mitten unter uns ist und uns hilft, diese Texte so zu verstehen, wie es richtig ist. Von dir, bitte, gib uns Weisheit und Erkenntnis. Und wir danken dir im Namen Jesu. Amen.

[1:04] Nur den ersten Text, den wir zusammen angucken, den finden wir hier in Offenbarung 7, Vers 1. Und das heißt es: "Und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum." Und um den Text soll es heute Morgen gehen, genau genommen um diese vier Winde in diesem Text.

[1:27] Jetzt, dieser Text steht natürlich in der Bibel in einem Kontext. Wir sind also in Offenbarung 7, Vers 1. Aber wenn wir uns den Kontext angucken, also was genau davor steht, dann müssen wir in Offenbarung 6 hinein und dort will ich mal ab Vers 12 lesen. Dort heißt es: "Und ich sah, als es also das Lamm das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand und die Sonne wurde schwarz wie ein herrener Sack und der Mond wurde wie Blut und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird."

[2:08] Also hier sehen wir in Offenbarung 6, dass diese Siegel nacheinander geöffnet werden, vom ersten bis zum sechsten hier. Und das sechste Siegel wird geöffnet und hier wird davon gesprochen, dass da ein Sturm zu sehen ist, ein starker Wind, der einen Feigenbaum schüttelt. Natürlich, wir wissen, ein Feigenbaum ist ein Symbol für das Volk Gottes. Und hier wird im sechsten Siegel dieser Feigenbaum heftig geschüttelt. Und zwar das, was abfällt, die nicht reifen Feigen. Also sie sehen hier eine Sichtung über das Volk Gottes kommt und die nicht reifen Früchte werden jetzt abgeworfen.

[2:43] Und dann heißt es dort weiter: "Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihren Orten weggerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbirgt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?"

[3:17] Also hier im sechsten Siegel wird schon die Wiederkunft des Herrn vorausgesagt. Es wird ja schon deutlich gemacht, der Herr kommt wieder. Und dann wird die Frage aufgeworfen: Wer kann bestehen? Und jetzt kommt die Antwort darauf eigentlich in Kapitel 7. Denn erst in Kapitel 8, für das siebte Siegel geöffnet. Und ich zeige das mal anhand von einem Zeitstrahl.

[3:39] Dort heißt es hier im sechsten Siegel: "Wer kann bestehen?" Und wir sehen in Offenbarung 6 am Ende diese Sichtung, sah Feigenbaum, der geschüttelt wird. Und auf die Frage: "Wer kann bestehen?" kommt dann die Antwort in Offenbarung 7. Kommt so ein Einschub, und da wird über die 144.000 gesprochen. Also die Frage: "Wer kann bestehen?" lautet: Die Antwort: Die 144.000. Und dann in Offenbarung 8, also im nächsten Kapitel, sehen wir dann, das siebte Siegel wird geöffnet und dann: "Stille im Himmel." Stille im Himmel meint, dass dort kein Fürsprecher mehr ist für das Volk Gottes.

[4:17] Also wir sind am Ende der Gnadenzeit. Also zwischen der Sichtung und zwischen dem Ende der Gnadenzeit wird über ein Volk gesprochen, dass die Bibel die 144.000 nennt, das Volk Gottes.

[4:32] Nun, Offenbarung 6 gibt noch einige Erklärungen, die wir brauchen, um die Winde in Offenbarung 7 zu verstehen. Denn was ist das eigentlich? Schauen wir uns Offenbarung 7 noch einmal an. Hier wurde gesprochen von diesen vier Winden, die das zurückgehalten werden. Wofür stehen eigentlich in der Bibel Winde?

[4:53] Und das möchte ich mal mit euch lesen im Buch Jeremia, Kapitel 49, und dort lesen wir die Verse 35 bis 37. "So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, seine vornehmste Stärke, und ich will über Elam die vier Winde kommen lassen von den vier Himmelsgegenden, und sie nach all diesen Windrichtungen zerstreuen, so dass es kein Volk geben wird, wohin nicht elamitische Flüchtlinge kommen. Und ich will die Elamiter in Schrecken jagen vor ihren Feinden und vor denen, die ihnen nach dem Leben trachten, und werde Unheil über sie bringen, die Glut meines Zorns, spricht der HERR. Und ich werde das Schwert hinter ihnen her schicken, bis ich sie aufgerieben habe."

[5:38] Sie spricht Gott davon, dass er hinter Elam die vier Winde hinterher schicken wird. Und was ist das Resultat nun? Es wird kein Land geben, in dem keine elamitischen Flüchtlinge sind. Also das Reich der Elamiter wird hier mit Krieg überzogen und Katastrophen kommen. Also hier ein Zeichen für die vier Winde: Krieg, Leid, Verfolgung.

[6:03] Übrigens, auch im Alten Testament werden diese vier Winde beschrieben und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise, nämlich im Buch von Sacharja. Beschreibt sie, und schaut euch mal an, wie sie dort aussehen. Sacharja 6, Verse 1 bis 3: "Und ich erhob wiederum meine Augen und schaute, und siehe, vier Streitwagen kamen zwischen zwei Bergen hervor, und die Berge waren Berge aus Erz. Am ersten Streitwagen waren rote Pferde, am zweiten Streitwagen schwarze Pferde, am dritten Streitwagen aber weiße Pferde und am vierten Streitwagen scheckige, starke Pferde."

[6:41] Nun, scheckige, starke Pferde. Diese Schecke, ich meine, die sind nicht rein weiß, die haben eher so, ja, so leicht grau sind die. Und diese vier Arten von Pferden werden hier beschrieben, die hier die Streitwagen ziehen: rote, schwarze, weiße und blasse oder scheckige.

[7:06] Nun, was sind das, diese seltsamen Pferde, die hier die Streitwagen ziehen? Die nächsten beiden Verse sagen die Engel die Antwort.

[7:13] "Und ich ergriff das Wort und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was bedeuten diese?" Und der Herr antwortete und sprach zu mir: "Das sind die vier Winde des Himmels, die ausziehen, nachdem sie vor dem Herrn der ganzen Erde gestanden haben."

[7:29] Diese Streitwagen gezeigt. Und als Sacharja fragt: "Wer sind diese?", sagte der Engel: "Das sind die vier Winde, die ausziehen über die Erde, nachdem sie vor Gott gestanden haben."

[7:44] Also mit anderen Worten, Gott gibt ihnen Befehl, wann es soweit ist, loszuziehen. Im Neuen Testament würden wir so ausdrücken: Die vier Winde werden losgelassen.

[7:55] Es ist doch sehr interessant zu sehen, dass diese verschiedenen Pferde dort farblich gekennzeichnet sind. Wir sehen weiße, rote, schwarze und so eine scheckige, so eine blasse. Und genau diese werden eben in Offenbarung 6 beschrieben. Also unmittelbar, bevor wir zu diesen vier Winden kommen, in Offenbarung 7:1, finden wir eine Beschreibung in Offenbarung 6 über diese Pferde.

[8:17] Allerdings dort in Einzahl. In Offenbarung 6, wenn diese vier Reiter dargestellt, der erste Reiter mit dem weißen Pferd, das zweite Pferd, das feuerrot heißt es, das dritte schwarz und das vierte ist also, wie sagt man, so weiß oder in diesem Fall ist es so.

[8:40] Fall. Schauen wir uns mal an. Das erste Pferd war ja ein Symbol für die siegreiche Gemeinde ganz am Anfang. Und ich lese hier nur den unteren Teil des Textes: "Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen, und es wurde ihm eine Krone gegeben, und er zog aus als ein Sieger und um zu siegen."

[9:07] Also das erste Siegel wird geöffnet. Dieser Siegelrolle, die die Geschichte der Welt enthält. Das erste Siegel wird geöffnet und man sieht hier die Gemeinde Gottes. Und die Gemeinde Gottes ist hier siegreich und sie zieht aus, um zu siegen. Und wir wissen auch, wer die Gemeinde geführt hat, Jesus Christus. Wird sehr deutlich dargestellt als der, der hier auf dem Pferd sitzt.

[9:30] Nun, die damalige Gemeinde, die war siegreich. Aber wenn wir die Geschichte lesen, hat sie noch heftig gekämpft. Und einmal diesen Kampf ist siegreich gewesen. Und sie weiß nicht nur siegreich, sondern das heißt auch, sie zieht aus, Zukunft, um zu siegen.

[9:47] Also die erste, in den ersten Reiter sehen wir, welche das Volk Gottes, wie es siegreich kämpft.

[9:54] Im zweiten Reiter, der ihm folgt, da heißt es hier: "Und als das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm und sieh!" Und es zog ein anderes Pferd aus, das war feuerrot, und dem, der darauf saß, wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sie einander hinschlachten sollten. Und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.

[10:16] Und was wir hier diesen roten Pferd sehen, ist die Zeit der Gemeinde, also ab 100 nach Christus bis 313, also bis zur großen Verfolgung unter Diokletian. Was wir hier sehen, ist, dass ein feuerrotes Pferd, die Gemeinde zeigt im großen Kämpfen. Also wir sehen hier Leid und Verfolgung und Trübsal. Und diese Dinge, also das war die Zeit der viel mehr Türe.

[10:43] Das erste hier wird die Gemeinde gezeigt, wie gekämpft wird im weißen Pferd, also wie sie kämpft und siegreich ist. Im zweiten, wie sie überzogen wird mit Leid und Katastrophen und wie viele Märtyrer gibt.

[11:01] Und als das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm und sieh! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sprach: "Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar, doch das Öl und den Wein schädige nicht."

[11:23] Nun, was wissen wir? Dieses schwarze Pferd hier steht für eine Hungersnot, interessanterweise sowohl physisch als auch geistlich. Und nach diesem schwarzen Pferd kommt noch ein weiteres.

[11:38] Und als das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm und sieh! Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, dessen Name ist der Tod, und das Totenreich folgt ihm nach.

[11:52] Das nächste Pferd, das wir hier sehen, wird als fahl oder in Sacharja als scheckig dargestellt. Also und das repräsentiert den Tod. Und wenn wir uns also angucken, sehen wir, dass da am Anfang eine siegreiche Gemeinde im Frühling dargestellt, weil diese wurde heftig verfolgt. Und danach hat der Teufel die Plagen über diese Gemeinde gebracht: Leid, Hunger, Tod. So werden die ersten Jahrhunderte der Christenheit dargestellt.

[12:23] Und wer hat das gemacht? Der Teufel hat das angerichtet. Und der Teufel hat alles versucht, um die Gemeinde zu stoppen in der Mission, die sie hat. Oder zu hat er sich auch einer bedient, wie wir wissen, also einer gefallenen Kirche. Das Papsttum kam auf und hat mit seinem Wein alle Völker gedrängt.

[12:46] Nun, dieser Wein, was war das eigentlich? Wir wissen ja, das kam auf, um diese hervorzubringen. Also was wir hier sehen, diese vier Reiter und als wir ein Kamas wie Völker getränkt, was war das für eine seltsame Lehre?

[13:00] Schauen wir mal in 5. Mose 32, 33 bis 35. "Ihr Wein ist Dracheneifer und grausames Ottergift. Ist dies nicht bei mir aufbewahrt und in meinen Archiven versiegelt? Mein ist die Rache und die Vergeltung zu der Zeit, da ihr Fuß wanken wird, denn die Zeit ihres Verderbens ist nah und ihr Verhängnis eilt herbei."

[13:25] Was ist dieser Wein? Das ist Drachengift und Ottergift und Dracheneifer. Also so ganz deutlich angespielt hier auf den Teufel. Aber Gott sagt: Ich habe das nicht vergessen, dass meine Gemeinde angetan worden ist. Es ist bei mir verzeichnet, es ist in meinen Archiven versiegelt. Und dann sagt Gott: Mein ist die Rache.

[13:45] Nun wird Gott selber eingreifen am Ende der Zeit und wird diese richten. Und wie macht er das? Naja, er macht das mit dem, was wir in Sacharja lesen oder gelesen haben, mit diesen Plagen, die da kommen. Am Ende werden die Winde losgelassen, und das Resultat ist ein Gericht.

[14:08] Diese in Sacharja gesehenen Reiter haben oder Pferde haben die gleiche Farbe wie die Pferde in Offenbarung 6.

[14:16] Nun, wann kommt das eigentlich? Ich möchte mit euch mal Offenbarung 18 gehen.

[14:24] Und schaut mal, was mit ihr passiert, wie ihr vergolten wird: "Vergelt ihr, wie auch sie euch vergolten hat, und zahlt ihr das Doppelte heim, gemäß ihren Werten. In den Becher, in denen sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr doppelt ein. In dem Maß, wie sie sich selbst verherrlicht und üppig lebte, gibt ihr nun Qual und Leid, denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe und werde kein Leid sehen. Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen: Tod und Leid und Hunger, und sie wird mit Feuer verbrannt werden, denn stark ist Gott, der Herr, der sie richtet."

[15:11] Nun, hier heißt es, diese soll ein doppeltes Gericht bekommen. Sie hat ja die Gemeinde im Frühling verfolgt, und sie wird auch die Gemeinde im Spätregen verfolgen und sie wird viel Leid anrichten. Und wieder das, was sie sozusagen gemacht hat, das wird ihr heimgezahlt, und zwar doppelt. Übrigens ein interessantes Bild, dass in Sacharja diese Pferde alle doppelt dargestellt werden.

[15:33] Denn genauso sagt Gott: Vergeltet ihr doppelt. Es sind die vier Winde des Himmels, die hier am Ende richten werden.

[15:40] Wann eigentlich? Wann brechen diese vier Winde eigentlich über die Welt herein? Dazu lesen wir in Ellen White, "Frühe Schriften" auf Seite 27: "Ich sah, dass die vier Engel die vier Winde halten, bis Jesus sein Werk im Heiligtum getan hat, und dann werden die sieben letzten Plagen kommen."

[16:03] Also, wie lange werden diese Winde gehalten? So lange, wie noch Gnadenzeit ist. Und zum Ende der Gnadenzeit, wenn Christus das Heiligtum verlässt, dann brechen diese Winde über die Welt herein.

[16:16] Und hier wird geschrieben: "Dann fallen die letzten Plagen." Was passiert eigentlich, wenn Christus aus dem himmlischen Heiligtum geht? Naja, wir wissen, wenn du das Heiligtum verlässt, wird sein Geist von der Welt weggezogen werden. Nun, wenn dein Geist von der Welt weggezogen wird, dann handeln die Menschen ohne Gewissen. Eine Welt, so wie sie noch nie gesehen haben, bis jetzt. Seit Adam und Eva war der Geist Gottes immer anwesend. Aber zu dem Zeitpunkt am Ende, wenn der Geist weggezogen wird, haben die Menschen kein Gewissen mehr. Und genauso werden sie auch handeln.

[16:46] Und jetzt werden diese Winde losgelassen. Also der Geist Gottes zügelt sie nicht mehr, so wie es war zur Zeit Noahs, als der Geist Gottes die Menschen immer noch gerettet hat, als er immer noch mit ihnen gearbeitet hat. Aber dann wurde er weggenommen. Und so wird es am Ende auch sein. Die Winde werden nicht mehr zurückgehalten.

[17:08] Nun, jetzt fehlt aber noch etwas, bis das passieren kann. Jakobus 5, Vers 7: "Wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat."

[17:24] Also, worauf wartet die Gemeinde heute? Auf die Ausgießung des Heiligen Geistes, wie damals im Frühling, wie damals zu Pfingsten. So etwas wird wiederkommen, nur eben noch stärker. Und darauf sollen wir warten, denn dann wird das Ende eingeleitet.

[17:41] Nun, wie sehen die Zeichen des Endes eigentlich aus? Und wir kennen sie. Und ich glaube, in den letzten Monaten haben sie ganz oft gelesen oder in den letzten Jahren Matthäus 24, 7 bis 10. Hier drin wird übrigens auch eine Reihenfolge gezeigt. Und ich möchte mal lesen.

[17:54] "Denn ein heiden Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere. Und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Dies alles ist der Anfang der Wehen. Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten, und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen. Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen."

[18:24] Also zunächst diese Katastrophen: die Kriege, Hungersnöte, Seuchen. Daraufhin wird man anfangen, das Volk Gottes zu hassen. Daraufhin werden sich viele Tränen.

[18:33] Also sehen wir hier eine Sichtung mitten in der Zeit des Endes.

[18:42] Spring ein paar Verse, Vers 13 und 14: "Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen."

[18:53] Also, was wird das Ende ausmachen? Nun, das Evangelium wird noch einmal verkündigt werden in der ganzen Welt, und das ist der laute Ruf, Offenbarung 18 kennen, denn das Licht des Engels und Offenbarung 18 erfüllte ja die ganze Erde. Und Christus sagte: Wenn dieses Evangelium in der ganzen Erde verkündet wird, dann werde ich wiederkommen.

[19:18] Nun, bis dahin ist noch einiges an Arbeit zu tun. Es sind noch Menschen zu erreichen und Menschen, die heute noch gerettet werden können, denn die Hand Gottes ist ja noch gnädig ausgestreckt.

[19:28] Und so sagt im Review und Harald vom 11. Dezember '88: "Wir sollten Gott anflehen, damit die vier Engel die Winde festhalten, bis Missionare in alle Teile der Welt gesandt werden und die Warnung gegen die Missachtung des göttlichen Gesetzes verkündet worden ist."

[19:48] Sagt: Betet darum, dass noch Zeit ist, dass noch Gnadenzeit ist, denn es können noch Menschen gerettet werden. Ist übrigens auch der Grund, warum Gott noch so lange wartet mit seiner Wiederkunft. Er will nicht, dass Menschen verloren gehen.

[20:04] Und der Ruf, er geht ja an uns: "Geht hin und mache zu Völkern alle Völker." Und das ist genau das, was wir auch heute noch tun müssen.

[20:13] In der Welt das Wort Gottes. Wir können und den Menschen sagen: Es ist noch Gnadenzeit. Warum? Denn eines Tages wird diese Zeit vorbei sein.

[20:25] "Dann sah ich die vier Engel, wie viel Winde losließen, und ich sage: Hungersnot, Seuchen und Kriege. Volk erhob sich gegen Volk, und die ganze Welt waren..."

[20:35] Gott selber wird das Ende irgendwann einleiten. Sein Geist ist von der Erde weggezogen, und die vier Winde breiten jetzt ihr Chaos aus auf der ganzen Welt. Wird Chaos ausbrechen.

[20:47] Es könnten wir sagen, das sehen wir doch schon. Also, ich meine, hat es nicht mindestens vor ein paar Jahren gerade begonnen? Und auf der ganzen Welt gibt es weltweite...

[21:00] Sagt: Es sieht so aus, als ob nur noch ein Augenblick Zeit bliebe. Doch während sich schon ein Land gegen das andere und ein Volk gegen das andere erhebt, gibt es noch kein allgemeines Eingreifen. Noch werden die vier Winde gehalten, bis die Gläubigen Gottes an ihrer Stirn versiegelt worden sind. Dann werden die Mächte der Erde ihre Streitkräfte sammeln für die letzte große Schlacht.

[21:22] Also, wir sehen schon so die ersten Tropfen der Zorneschalen. Wir sehen, dass etwas vorgeht in der Welt, und wir sehen, dass sich immer mehr Chaos ausbreitet und dass immer mehr Krieg da ist und immer mehr Gewaltbereitschaft und dass die Welt immer weiter weggeht von den Gesetzen Gottes. Aber es gibt noch kein allgemeines Eingreifen, ist noch nicht auf der ganzen Welt. Und deshalb können wir noch nicht sagen, dass die Winde losgelassen worden sind.

[21:46] Übrigens, ganz oft machen wir das Ende der Welt daran fest, an dem, was wir politisch in der Welt sehen und sagen: Jetzt kommt das, jetzt kommt das, jetzt kommt das. Also, wir sehen manchmal, was Christus auch gesagt hat, woran wir erkennen können, wie weit die Zeit ist.

[22:05] Lukas 21 sagt Jesus ein Gleichnis: "Seht den Feigenbaum und alle Bäume. Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so..."

[22:12] ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. So auch ihr, wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist.

[22:22] Also am Feigenbaum können wir was erkennen. So wie der Feigenbaum irgendwann seine Blätter treibt, wird er Frucht bringen. Wir wissen, der Sommer kommt, die Ernte ist bald da. Und übrigens, der Feigenbaum ist, wie wir vorhin schon gesehen haben, ein Sinnbild oder ein Symbol für das Volk Gottes.

[22:41] Und am Volk Gottes selber können wir auch erkennen, wie weit sind wir in der Zeit. Das Volk Gottes muss noch vorbereitet werden für das Ende. Und nicht nur das Volk Gottes, sondern auch jeder Einzelne von uns. Es muss in uns was geschehen, damit der Spätregen kommen kann. Denn der Spätregen fällt nicht auf diese Art. Der Spätregen fällt auf die Frucht und bringt diese zur vollen Reife. Das heißt, es muss erst Frucht da sein.

[23:04] Und das diese Frucht erlangen wir heute in der Zeit der Vorbereitung, wenn wir unser Leben mit Christus verbinden, in der der Heilige Geist in uns Wohnungen nimmt und in uns wirkt. Dann kommt Geistesfrucht hervor in uns selbst und im Volk Gottes, um das Volk Gottes für die letzte große Krise vorzubereiten. Und die Krisen um uns rum fangen an und wir sehen die Erntezeit ist weit gekommen. Also mach sicher, dass auch deine Frucht reif ist, wenn der Spätregen dann kommt, damit sie vollendet wird.

[23:36] So schauen wir jetzt heute auf die Krisen und denken uns manchmal: Wie lange wird das noch gehen? Wie traurig ist es in dieser Welt zu leben? Wie schlimm zu sehen, wie die Gesetze missachtet werden, ja, ganze Gesetze entarten, wie Völker sich gegeneinander erheben, wie Kriege ausbrechen. Aber Jesus sagt auch: Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.

[24:03] Wenn wir diese ganzen Kriege und Krisen in der Welt sehen, dann ist es nicht die Zeit, den Kopf hängen zu lassen. Das macht die Welt. Wir sollten eigentlich die Zeichen der Zeit erkennen und sagen: Jetzt ist noch Gnadenzeit. Jetzt haben wir noch die Möglichkeit, Menschen zu retten. Dein Nachbar, dein Arbeitskollege, deine Familienmitglieder. Es müssen doch so viele Menschen das Wort Gottes erfahren. Es gibt noch ganze Länder, die wir noch zu erreichen haben.

[24:27] Und das Gute ist: In der Arbeit für Jesus Christus, während wir im Weinberg arbeiten, wird unser eigener Charakter vervollkommnet. Also, während wir arbeiten, passiert was in uns. Und genau das möchte Gott auch. Deswegen ruft er uns auch auf: Ihr sollt ein Segen sein. So wie zu Abraham gesagt hatte: Ich möchte dich segnen und du sollst ein Segen sein. Wir sind Kinder Abrahams und Gottes Segen kommt auf uns, wenn wir ein Segen sind für die Nation, für die Völker. Dann werden wir die Welt vorbereiten auf die Wiederkunft des Herrn und uns selbst eben auch. Beides geht Hand in Hand.

[25:03] Und so schaut nicht zu viel auf die Welt, was in der Welt passiert und wie Wege der Welt sind. Das ist interessant, sich das anzugucken, aber wir können daran nicht wirklich die Zeichen der Zeit erkennen, denn Gott hält die Winde zurück. Und egal, wie sehr wir uns engagieren, auch politisch, wir können die Winde nicht zurückhalten. Das ist Gottes Aufgabe und das macht er auch. Unsere Aufgabe ist es, die Nation mit dem Wort Gottes zu erreichen. Dafür sind wir berufen und dafür sind wir, glaube ich, auch hier, um uns darüber auszutauschen, wie das geht, um Hand in Hand zu arbeiten und dieses Werk zum Abschluss zu bringen.

[25:41] Ich würde gerne mit euch zusammen ein Gebet sprechen. Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken dafür, dass du auch heute die Winde noch festhältst. Danke, dass der Wind noch nicht über die Erde stürmt und dass heute immer noch Gnadenzeit ist. Sind noch viele Menschen, die erreicht werden müssen. Und wir möchten dich bitten, Herr, dass deine Hand, die heute noch ausgestreckt ist, auch die Nation erreicht, weil wir zu ihnen gehen, weil wir die Menschen aufrufen, deine Hand zu ergreifen. Möchten dich bitten, Herr, um einen besonderen Segen für uns und für deine weltweite Gemeinde, dass das Werk, das wir hier auf Erden tun, am Ende der Zeit noch Frucht bringt und dass dadurch auch unser Charakter vorbereitet wird auf deine Wiederkunft, damit wir einst alle gemeinsam in dein Reich einziehen können. Und wir wollen ja schon heute dafür danken. Danke, dass du versprochen hast, dass du uns nicht verlassen wirst bis an das Ende der Welt.


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