In diesem Vortrag des J.O.S.U.A. BW Camp Meetings 2024 teilt Matti Neumann persönliche Einblicke, beginnend mit seiner Entscheidung, keinen Fernseher zu besitzen, und den Inhalten, die ihn am meisten schaudern lassen. Er nutzt diese Anekdoten als Brücke zur biblischen Botschaft über den „Kampf im Himmel“ aus Offenbarung 12. Neumann beleuchtet die tiefere Bedeutung des griechischen Wortes *polymos* und veranschaulicht, wie scheinbar kleine Ursachen zu großen Konflikten führen können, bevor er den Jakobusbrief als Leitfaden für wahre Frömmigkeit und die Macht der Zunge heranzieht.
J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2024: 2. „ein Kampf im Himmel“
Matti Neumann · J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2024 ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Großer Kampf, Offenbarung, Prophetie, Zeichen der ZeitWeitere Aufnahmen
Serie: J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2024
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Transkript
[0:08] Neigen zum Gebet. Lieber himmlischer Vater, wir danken Dir für diesen wunderschönen Donnerstagmorgen. Wir danken dir, dass wir in geistlicher Gemeinschaft und mit diesem wundervollen Lied und mit Gebet und mit deinem Wort, Herr, mit so vielen tollen Dingen, mit denen Du uns beschenkst, diesen Tag beginnen und begehen dürfen. Wir möchten diesen Tag ganz besonders unter deinen Segen stellen. Lass diese Zeit eine Zeit sein, ja, wie es Martin gestern gesagt hat, wir erinnern uns vielleicht nicht an jedes einzelne Wort, aber lass das, was unser Leben verändert, tief in unser Herz eingedrückt sein. Du weißt, wo jeder einzelne von uns steht heute. Du weißt, wie es uns im Leben geht. Du weißt, wie es uns im Glauben geht. Du weißt, was wir brauchen, und wir sind hier, weil wir uns bewusst sind, dass wir dich brauchen und dass wir eine Veränderung im Leben nötig haben. Herr, wir erwarten dich. Du hast uns schon lange erwartet. Du bist da, wenn wir schlafen, und du möchtest diesen Tag mit uns sein. Segne die Worte, die wir jetzt lesen und hören, und lass alles zu deiner Ehre geschehen und dir zum Dank. Amen.
[1:24] Ja, ich freue mich wirklich, diesen Tag mit euch beginnen zu dürfen. Wie ihr schon gehört habt, mein Name ist Matti Neumann. Einige kennen mich, einige kennen mich nicht. Ich bin Prediger am Bodensee, und wie ihr schon gehört habt, ja, der Bodensee hinterlässt seine Spuren. Man lernt neue Fähigkeiten dazu, die sind vielleicht auch für den Pastorendienst nicht ganz unwichtig, oder? Und ich dachte mir, ich bringe heute was mit, ähm, wo ihr mich ein bisschen kennenlernen könnt, etwas ganz Ungewöhnliches. Und zwar, als ich vor 13 Jahren zum Glauben gekommen bin und dann meine liebe Frau kennengelernt habe, haben wir einen Entschluss gefasst, der unser Leben verändert hat, der unser Leben bereichert hat. Und zwar haben wir den Fernseher aus unserem Heim rausbefördert. Ja, eine gute Entscheidung.
[2:10] Und mir ist dann bewusst geworden, wenn man so abstinent ist mit der Zeit, was da so passiert, wenn man mal wieder in Kontakt kommt. Kennt ihr das? Und so kann es sein, dass wenn ich mal, was weiß ich, bei der Familie zu Besuch bin oder so und dann läuft da der Fernseher und da sehe ich diese Inhalte, dass mir bewusst wird: Boah, furchtbar! Und ich könnte jetzt eine lange Liste an Dingen erstellen, von denen, die mich gruseln, die mich zur Abscheu führen. Aber ich habe mal gedacht, ich bringe euch mal die Top 3 mit, die mich am meisten schaudern lassen. Also, wir hören jetzt die Top 3 von den Dingen, die sich Matti Neumann am wenigsten im Fernsehen angucken kann.
[2:49] Und auf Platz Nummer 3: Es ist nicht das Dschungelcamp, es ist nicht Germany's Next Topmodel, Bauer sucht Frau oder sowas, sondern es sind auf Platz 3 Horrorfilme. Es ist ganz interessant, ich habe damals – ich komme aus einer nichtchristlichen Familie, habe mein Leben gelebt, war tief im Sumpf drin meines Lebens und habe viele dumme Dinge getan – aber mit Horrorfilm konnte ich noch nie etwas anfangen. Ich weiß nicht warum, aber dieser dieser Reiz, dieser Kitzel hat mich nie gepackt, und ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich mal einen Horrorfilm in meinem Leben geschaut habe. Und das war immer, wenn ich dazu gezwungen wurde von meiner damaligen Freundin oder ich war auf einer Geburtstagsparty, wo wir nachts irgendwie Filme geguckt haben, und jedes Mal dachte ich mir: Mann, oh Mann, oh Mann, warum muss das sein? Platz 3: Horrorfilme.
[3:40] Platz 2: Da sieht's ein bisschen anders aus. Das hat mir schon ein bisschen mehr gefallen: Kampfszenen, Kampfsport. Ich rechne jetzt auch mal Krieg damit rein, ja. Also, ich habe dann so Videospiele gespielt, die ich heute auch nicht verstehen kann, warum ich das gemacht habe, aber ich habe es gemocht. Und vor allen Dingen habe ich Kampfsport geliebt. Ich habe mir alle Gewichtsklassen, ja, im Boxen angeguckt: Mittelgewicht, Cruisergewicht, die großen Zeiten mit Arthur Abraham, Schwergewicht, die Klitschko-Brüder und so weiter und so fort. Ich habe mir andere Kampfsportarten angeguckt. Ich weiß nicht warum heute, aber es hat mich gereizt und es hat mir Freude bereitet. Aber heute, wenn ich das sehe, gruselt es mich zum Glück. Mein Leben hat sich verändert, ich betrachte das anders, ich fühle da anders. Und ganz ehrlich, wenn ich sehe, wie sich zwei erwachsene Männer gegenseitig ins Gesicht schlagen, was ist da los in unserer Welt? Und ihr fragt euch vielleicht, wenn Horrorfilm auf Platz 3 ist, Kampfsport und Kriegsszenen auf Platz 2, ja, was soll dann auf Platz 1?
[4:53] Das auf Platz 1 sind Polit-Talksendungen und Bundestagsdebatten. Es ist das Allerschlimmste! Wenn ich das sehe, dann läuft es mir kalt den Rücken runter. Wenn ich das höre, dann gruselt es mich so sehr, dass ich die nächste Nacht nicht schlafen kann. Und das bringen sie meistens ja auch sehr spät im Fernsehen. Und ich denke mir, wie können sich Menschen so etwas antun, wenn sie doch gleich ins Bett gehen müssten? Ja, die ganze Verlogenheit, die Selbsterhöhung, die Selbstpräsentierung, wie Menschen sich dort präsentieren, die ganze Niedertracht der Menschheit wird meiner Meinung nach dort zum Ausdruck gebracht. Polit-Talksendungen und Bundestagsdebatten – das blanke Grausen!
[5:35] Schlag mit mir die Bibel auf Offenbarung Kapitel 12, Vers 7 bis 9. Lass uns das anschauen. Was hat das hiermit zu tun? Offenbarung Kapitel 12, die Verse 7 bis 9. Und ich möchte dort mit euch drei Aspekte aus diesen Versen anschauen. Der erste Aspekt wird etwas mehr Zeitraum, mehr Zeit einräumen, und die beiden weiteren Aspekte etwas weniger, aber sie sind dadurch nicht weniger wichtig. Offenbarung Kapitel 12, und wir lesen Vers 7 bis 9. Hier heißt es: „Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“
[6:44] Es entstand ein Kampf im Himmel. Und ihr könnt euch vorstellen, wenn ich Bibelstunden habe, gerade mit Menschen, die ja mit der Gemeinde, mit der Bibel, mit Glauben noch nicht so viel zu tun haben, und wir kommen hierhin und ich frage: Wie stellt ihr euch das vor? Was ist da los gewesen? Dann kriege ich doch manchmal tatsächlich die Antwort, dass man sich so eine Art kosmischer Kampf vorstellt, ja, mit Schwertern und Laser und Raumschiffen oder was auch immer. Und tatsächlich, die Kunst trägt diesen Gedanken ja auch bei. Ja, also wir sehen Engel mit Schwertern, die dargestellt werden. Man denkt an haptische Gewalt. Und ich möchte diesen Begriff, der für Kampf, für Krieg hier benutzt wird, näher beleuchten. Das griechische Wort ist *polymos*. Und das Wort *polymos* kann Kampf oder Krieg im wörtlichen Sinne bedeuten. Es kann aber auch etwas Inhaltliches beschreiben, eine Thematik. Es kann etwas beschreiben, was wir sagen können, die Vorstufe ist, bevor es zu einer handfesten Auseinandersetzung kommt.
[7:49] Es war vor zwei bis drei Wochen, da war ich in Konstanz im Jüngerschaftskreis. Den haben wir zusammen, wir studieren die Bibel, und wir haben jetzt eine tolle Idee: Wir wollen – ihr kennt das Jüngerschaftsprinzip mit Aufschreiben – wir wollen jetzt mal die Offenbarung da auf diese Weise machen. Hat eine Schwester vorgeschlagen. Ich habe gedacht, warum bin ich nicht auf die Idee gekommen? Super! Ich freue mich. Und wir hatten dort unser letztes Thema beendet, und mir kam eine gute Idee, ein guter Gedanke. Und zwar hatte ich ein unzureichendes Abendessen, als ich dorthin gefahren bin, weil terminlich viel los war. Ich musste schnell hin. Und dieser gute Gedanke war: Geh ein paar Häuser weiter zu dem türkischen Imbiss, der hat veganen Döner, kauf dir einen. Ein guter Gedanke. Ich sagte: Wenn wir gleich gebetet haben, gehe ich hin und ich kaufe mir einen veganen Döner, der wird mein Leben zu mehr Glück verhelfen.
[8:40] Und wir haben eine interessante Nachbarschaft. Wir haben also diesen diesen türkischen Imbiss, wo es auch veganes Essen gibt. Daneben haben wir die Freimaurerloge. Ich gehe an dieser Straße lang, gehe da rein, und ich merke, es ist schon viel los, lange Schlange. Da lief das Halbfinale, glaube ich, Spanien gegen Frankreich. Und es war heiß, es war ein heißer Tag. Da drinnen war der Ofen, der hat geglüht, und es waren, glaube ich, keine Ahnung, fünf bis zehn Leute hinter dem Tresen und haben sich auf engstem Raum da versucht, die ganze Kundschaft zu bewirten. Man hat gemerkt, Stimmung ist angespannt. Also, wenn ich den ganzen Tag dort arbeiten müsste in dieser Hitze, ich glaube, ich wäre auch ein bisschen angespannt gewesen. Und ich wollte dann bestellen. Ich hatte diesen diesen guten Gedanken: Da ist dieses große Fladenbrot, kennt ihr das, dieses große Fladenbrot, schön mit Salatsoße und dann dann kommt da so Seitan rein. Das war jetzt genau das Richtige, dachte ich mir. Ich habe gesagt: Hier, ein veganer Döner, bitte. Und ich habe mich schon gewundert, dass auf der Speisekarte dieser vegane Döner gar nicht mehr zu finden war. Der war doch immer da. Wieso haben sie veganen Döner Teller und veganen Dürüm, aber keinen veganen Döner mehr? Ich meine, da ist Salat, da ist Seitan, da ist Fladenbrot. Macht das zusammen, gesagt: Ein veganer Döner. Und dann sagte derjenige, der Verkäufer, ein bisschen gestresst schon: „Ja, Dürüm.“ Ich sagte, aber so wie ich bin, sage ich: „Okay, Dürüm nehme ich, danke.“
[10:09] Und dann warte ich in dieser langen Schlange, und dann kommt irgendwann der Ausruf: „Dürüm fertig!“ Aber es war nicht mein Dürüm, sondern von jemand anders. Und der andere ging auch schon so ein wenig gestresst da lang, nimmt es im Vorbeigehen, sagt: „Mit Cocktailsoße, mit alles.“ Ja, aber und dann meckert er und geht weiter. Und das hat dem Verkäufer überhaupt nicht gefallen. Er hat gesagt: „Ey, was soll das? Komm wieder zurück, zurück! Was soll der Ton?“ Ja, nicht so grammatikalisch ausformuliert wie ich, aber so in etwa, ja. Und die Stimme war aufgeheizt. Und tatsächlich, der Verkäufer geht um den Tresen rum, stürmt nach draußen, und die beiden geraten ineinander. Die Passanten, die anderen Leute, gehen dazwischen, versuchen die auseinanderzuhalten. Und ich denke mir: So, was ist das Problem? Cocktailsoße? Ton hat mir nicht gefallen? Lohnt es sich deswegen hier eine Prügelei anzuzetteln? Und ihr wisst, die Argumente helfen nichts. Ich habe schon überlegt: Geh ich dazwischen, sag: „Hey, Junge, reg dich ab, was soll das?“ Ja, auf jeden Fall, die Passanten gehen dazwischen, derjenige irgendwann, die gehen auseinander. Und ich warte immer noch auf mein Dürüm.
[11:21] Und dann tatsächlich dieser Typ, der darüber sauer war, dass diese Cocktailsoße nicht da war, hat den Platz nicht geräumt, der war immer noch da. Ich denke mir: Junge, geh doch einfach, ja, ist doch egal, nimm 20 Euro, gib sie dem Imbiss und sag: „Hier, mach mal was, kauf dein Kind ein Eis oder so.“ Aber aber zettel doch keinen Krieg an wegen einer Cocktailsoße. Und dann sagt der Verkäufer: „Hey, was bist du noch hier?“ Und dann fing der Streit wieder an. Und irgendwann kam derjenige rein, und dann nimmt dieser Dönerverkäufer sein Dönermesser und fängt an, einzuschlagen. Und die anderen müssen dazwischen springen und die Hände festhalten und so weiter. Und ich musste immer noch länger warten. Ich denke, ich will einfach nur hier weg, was soll das Ganze? Ja, irgendwann habe ich mein Dürüm bekommen. Ich gehe raus, und beim Vorbeifahren – ich habe da noch mit einem Bruder und einer Schwester gesprochen – bin ich dann daran vorbeigefahren im Auto, und ich sehe, die sind da immer noch dabei. Und ich musste lange drüber nachdenken, weil ich dachte: Was war das Problem? Cocktailsoße und der Ton hat mir nicht gefallen. Von Cocktailsoße und der Ton hat mir nicht gefallen mit Dönermesser einschlagen. Versteht ihr, so entstehen Kriege wegen Blödsinn, wegen nichts.
[12:33] Ich habe jetzt einen kleinen Test mit euch vor. Ich habe das schon versucht, das klappt, ja, lasst euch drauf ein. Und zwar möchte ich jetzt, ausgehend von Offenbarung 12, Vers 7, etwas machen, was vielleicht ein bisschen ungewöhnlich ist. Und zwar springen wir in den Jakobusbrief, okay? Schlagt doch mit mir, ihr habt alle eure Bibeln dabei, das schätze ich sehr, den Jakobusbrief auf ab Kapitel 1. Wir werden jetzt den Jakobusbrief durchstudieren innerhalb von, na, ich sag mal, 15 Minuten, okay? Schaffen wir das? Seid ihr bereit? Ich gebe zu, ihr seid – ich mag euch, ihr seid dabei. Sagt: „Ja, das machen wir, das ist okay.“ Ich habe das letztens mal in einer Gemeinde probiert, und die haben mich alle angeguckt, gesagt: „Nicht dein Ernst!“ Ja, aber natürlich, wir werden nicht jedes einzelne Wort lesen, aber wir werden da durchgehen und wir werden etwas herausgraben, was uns zu dem *polymos*, dem Verständnis näher hilft und auch, dass wir sehen können, was das mit uns zu tun hat. Das ist das Wichtige an diesem Punkt. Und damit wir einen guten Start haben und eine gute Grundlage, mit der wir arbeiten können, mache ich jetzt so einen imaginären Werkzeugkasten auf, ja, den brauchen wir.
[13:33] Und ich frage euch, wenn ihr an Jakobusbrief denkt, wenn ich sage, was fällt euch ein, wenn ihr an den Jakobusbrief denkt? Ja, und ihr sagt mir vielleicht ein Vers oder Schlagworte oder sowas, und wir gucken mal, ob wir da was finden, was wir für unseren Werkzeugkasten gebrauchen können, um in den 15 Minuten durchzugehen. Okay, seid ihr bereit? Okay, wer kann mir etwas sagen, was ihm einfällt in Bezug auf Jakobusbrief? „Glaube, Glaube ohne Werke ist toter Glaube.“ Ja, absolut wichtig, nehme ich an, kommt rein in die Werkzeugkiste. Ja, was haben wir noch? „Weisheit.“ Weisheit ist ein Thema, und wer hätte das gedacht, auch dieses Wort und dieses Thema ist wichtig und kommt in die Werkzeugkiste.
[14:20] Ja, sich an der Versuchung erfreuen, nicht an der Sünde, ja, ja, ja, genau, das können wir auch gebrauchen, ich nehme es auch mit rein, sehr gut. Was fällt euch noch ein zum Jakobusbrief? Ja, angenehmer Gottesdienst, dass man sich das so so macht, wie man möchte, ist das richtig? Genau, genau, sehr gut. Ja, da hinten, ganz hinten noch mal bitte: „Die Zunge richtet großes Unheil an.“ Das brauchen wir, zack, ein Werkzeugkasten. Vielleicht noch eine Sache? Ja, da: „Anfechtung an der dulden.“ Es geht um einen standhaften, standfesten Glauben. Ja, okay, okay, noch eine Sache? Ja, „das Gesetz der Freiheit.“ Sehr gut. Passt, ich glaube, wir haben ungefähr einen Überblick.
[15:10] Also, es scheint so zu sein, dass der Jakobus seinen Brief schreibt an Judenchristen, die irgendwie verteilt sind, ja. Also, in Kapitel 1 heißt es, dass er an die zwölf Stämme in der Verstreuung, in der Zerstreuung schreibt. Und es scheint so zu sein, dass sie auf ein ganz konkretes, eine ganz konkrete Gemeindesituation anspricht, ein ganz konkreter Punkt, den er ansprechen möchte. Und das zieht sich durch wie ein roter Faden. Wir haben eine Argumentation, eine Logik, die sich im Jakobusbrief aufbaut. Das ist sehr interessant.
[15:40] Wir sehen in Kapitel 1, Vers 22, den können wir rausnehmen. Dort sagt er: „Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.“ Das könnte unser Schlüsselvers sein, deswegen wird er auch am Anfang erwähnt, weil er hilft, dass alles Weitere, worauf er dann hinaus möchte, zu verstehen. Ja, ist ganz wichtig. Er sagt: „Seid Täter des Wortes, nicht bloß Hörer.“ Und der Zusatz ist unheimlich wichtig: „Die sich selber betrügen.“ Ja, und wir merken schon, das könnte vielleicht etwas mit unserer Thematik aus Offenbarung 12, Vers 7, zu tun haben, weil hier geht es um Betrug und so weiter und so fort. Es geht um wahren Glauben und falschen Glauben.
[16:23] In Vers 26 wird schon mal das Thema mit der Zunge angesprochen. Dort heißt es: „Wenn jemand unter euch meint, fromm zu sein“ – also, wenn jemand meint, fromm zu sein, ihr merkt, das wird in Frage gestellt – „seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos.“ Also, wir sehen hier ganz klar, scheint so zu sein, dass es hier Leute gab, die meinten: „Ich bin richtig, ich mit meinem Glauben, wie ich das tue, das passt.“ Ja, aber er sagt: „Schaut die Dinge an, die man sehen kann, vielleicht als Beispiel, wie ihr redet, was ihr macht. Das zeigt doch, dass innen drin irgendwas nicht stimmt.“
[17:04] Gehen wir weiter, Kapitel 2. Dort bringt er zum Beispiel dieses Beispiel, dass er sagt: „Jemand, ihr feiert Gottesdienst, da kommt jemand mit reicher Kleidung, da sagt ihr: ‚Ja, schau, hier haben wir einen wunderschönen Platz, setz dich hin.‘ Und dann kommt jemand rein, der nicht so toll ist: ‚Ja, ja, komm, geh da hinten hin, setz dich da auf den Boden.‘“ Ich meine, man kann sich das kaum vorstellen, aber so kann es in christlichen Gemeinden ausschauen. Oder er sagt, ihr macht ein Ansehen der Person, ja, ihr schaut auf das Äußere. Ja, so handelt ihr, und wenn ihr so handelt, seid ihr am ganzen Gesetz schuldig. Das ist seine Logik. Und schaut mal ab Vers 14, dort wird die Thematik aufgeworfen, wo er sagt: „Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, ja, oder behauptet, er habe Glauben und hat doch keine Werke? Kann ihn dieser Glaube retten?“ Also, wir merken, es gibt eine ganz kleine Diskrepanz zwischen was die Leute behaupten, was sie von sich selber denken, was sie sind, aber was in Wirklichkeit da ist. Man kann es erkennen an dem, was sie tun und was sie sagen.
[18:10] Wir springen Kapitel 3, Vers 1. Schaut mal Kapitel 3, Vers 1. Dort sagt Jakobus: „Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein strengeres Urteil empfangen werden.“ Das heißt, diese Leute meinten nicht nur: „Ich bin fromm, ich bin gut“, sondern: „Ich kann anderen auch sagen, wie es zu sein hat.“ Sie treten auf, argumentieren vielleicht, hatten sie leitende Posten in der Gemeinde inne oder haben das angestrebt, vielleicht haben sie eine Veränderung angestrebt, was auch immer. Aber sie sind aufgetreten, sind nicht für sich geblieben mit ihrer Meinung. Sie haben sich nicht gesagt: „Ja, ich habe vielleicht eine Idee, aber ich sollte damit vielleicht demütig umgehen, ich sollte mich zurückhalten.“ Nein, die haben sofort auf den Tisch gehauen und sind aufgetreten wie Lehrer in großer Zahl. Das muss eine unangenehme Situation in dieser Gemeinde gewesen sein, und vielleicht knüpft das an etwas an, was sie auch schon mal erlebt hat. Was Jakobus hier sagen möchte, ist folgendes: Er sagt, es geht um Ideen, um Gedanken im Kern, die im Verborgenen erst keimen und blühen und dann ans Äußere getragen werden, und die machen Probleme. Und ab Vers 5 kommt er dann auf diese Zunge zu sprechen, wo er sagt: „Schaut, diese kleine Zunge, sie kann ein riesen Unheil anrichten, ja, wie eine kleine Flamme einen großen Waldbrand anrichtet.“ Das heißt, die Leute reden Dinge, und es fängt mit Worten an, es fängt mit einem Wort an, es fängt mit einem Gedanken an, und am...
[19:32] Es fängt mit einem Gedanken an, und am Ende wird es etwas, was du nicht mehr
[19:34] aufhalten kannst. Es brennt, es lodert, es
[19:36] zerstört alles, es macht alles kaputt.
[19:39] Und dann kommen wir zu dem Kernproblem im
[19:41] Vers 13 und 15 von Kapitel 3. Dort fragt
[19:44] Jakobus, er sagt: „Wer ist weise und
[19:47] verständig unter euch? Der zeige durch
[19:50] einen guten Wandel seine Werke in
[19:53] Sanftmütigkeit, die aus der Weisheit
[19:56] kommt. Wenn ihr aber bitteren Neid und
[19:59] Selbstsucht in eurem Herzen habt, so
[20:01] rühmt euch nicht und lügt nicht gegen
[20:03] die Wahrheit. Das ist nicht die Weisheit,
[20:06] die von oben kommt, sondern eine irdische,
[20:09] seelische und dämonische.“
[20:13] Das ist ein
[20:16] interessanter Vers hier. Ich find es
[20:18] interessant, dass er sagt: „Schaut, das ist
[20:21] keine Weisheit, die von oben
[20:24] kommt.“ Der Punkt ist
[20:28] hier: Es sieht aber aus, als ob es weise
[20:29] ist.
[20:31] Ja, es sieht so aus, es ist so toll, es ist
[20:34] so schlau, es ist gut vorgebracht, ganz
[20:35] eloquent. Vielleicht sind das Leute in
[20:37] hoher Position.
[20:38] Ellen White schreibt zu dieser
[20:40] Stelle. Sie sagt: „Manch Gebildeter ist ein
[20:42] geschliffenes Werkzeug in den Händen
[20:43] Satans.“ Ja, sie sagt: „Wenn jemand toll und
[20:46] schlau und gebildet und eloquent und
[20:50] höflich
[20:53] daherkommt, das heißt noch nichts. Das
[20:56] kann ganz gefährlich sein. Es erscheint
[20:59] als Weisheit. Wir haben das Problem, zu
[21:01] erkennen: Ist das jetzt weise oder ist
[21:02] das nicht weise? Vielleicht werden wir
[21:04] dadurch verunsichert, weil wir sagen: Es
[21:06] ist so gut begründet, oh, es sind so gute
[21:07] Bibeltexte,
[21:09] es ist so eine schlüssige Argumentation.
[21:11] Ich weiß gar nicht, was ich dagegen
[21:13] vorbringen kann. Es könnte richtig
[21:17] sein.“
[21:17] Und dann benutzt hier Jakobus einen
[21:19] interessanten Dreiklang. Er sagt in Vers
[21:21] 15: „Es ist eine
[21:23] irdische,
[21:25] seelische,
[21:29] dämonische.“ Was heißt das, seelisch?
[21:32] Voll wunderlich, oder? Das griechische
[21:34] Wort, was hier steht, heißt
[21:38] *psychikos*. Ja, und wir erahnen es schon,
[21:40] *psychikos* hat etwas mit der Psyche zu
[21:43] tun. Wir könnten es besser – das ist
[21:44] manchmal so, ich liebe meine
[21:46] Schlachterbibel, aber gerade wenn das
[21:48] Wort Seele auftaucht, da können sich so
[21:50] viele andere Wörter dahinter verbergen,
[21:52] dass man da, wenn man nur mit diesem Wort
[21:54] arbeitet, kann man das nicht schlüssig
[21:56] erklären, was die Bibel an dieser Stelle,
[21:58] das Neue Testament, damit meint. Hier
[22:00] haben wir *psychikos*. Wir könnten
[22:02] eigentlich besser übersetzen mit
[22:04] sinnlich oder
[22:06] ungeistlich. Sinnlich, das ist das Beste,
[22:08] eigentlich die beste Übersetzung. Es ist
[22:10] sinnlich. Warum? Weil *psychikos* – es kommt
[22:12] aus der Psyche, es kommt aus den Sinnen.
[22:15] Es ist dieser Punkt, dass man sich sagt:
[22:18] „Ich habe einen guten Gedanken, der muss
[22:20] gut sein, weil ich finde ihn gut, weil er
[22:22] erscheint mir gut, er ist angenehm.“
[22:24] Ich
[22:25] habe in Wikipedia geschaut und habe mir
[22:26] die Frage gestellt: „Was heißt eigentlich
[22:28] sinnlich?“ Das ist immer sehr hilfreich,
[22:30] wenn man sich auch einfach so, so, so
[22:32] diese Fragen stellt. Wir benutzen Wörter,
[22:33] die kennen wir ganz lange, aber was
[22:36] heißen die eigentlich in ihrer
[22:38] Kernbedeutung? Ja, und da kommt man
[22:40] manchmal einen ganz guten Schritt weiter, weil
[22:42] wenn ich an sinnlich denke, dann denke
[22:42] ich
[22:48] an
[22:48] Schokolade. Kennt ihr
[22:55] das? Schokolade... funktioniert nicht so
[22:58] gut chemisch und so, aber Schokolade, ja,
[23:01] ja, da, dass unser Körper sagt:
[23:03] „Das wollen wir.“ Und tatsächlich Wikipedia
[23:06] sagt zu dem Wort sinnlich: „Sinnlich ist
[23:10] die Hingabe an das angenehme Erleben
[23:11] durch die
[23:14] Sinne.“ Sinnlich ist die Hingabe an das
[23:16] angenehme Erleben durch die Sinne. Das
[23:19] kann heißen Schokolade, es kann aber auch
[23:21] heißen: „Oh, ich habe einen schlauen
[23:23] Gedanken,
[23:24] den habe ich mir ausgedacht. Oh, ich bin
[23:26] so schlau, ich sollte diesen Gedanken
[23:28] jedem aufdrücken und hier ganz schön
[23:30] Unruhe verbreiten. Ah, das ist eine gute
[23:32] Idee. Oh, ich bin ein weiser und kluger
[23:34] Mensch.“ Versteht ihr, was ich meine?
[23:37] Sinnlich,
[23:39] *psychikos*.
[23:39] Und Jakobus sagt: „Nein, nein,
[23:43] nein, nein, nein, das ist nicht weise.“ Es
[23:45] erscheint dir weise, und es kann sein,
[23:46] dass es eine Menge Leute gibt, die dir
[23:48] beipflichten werden. Es kann sein, dass du
[23:50] eine Gruppe um dich scharst, dass du eine
[23:52] neue Partei aufmachst, eine neue Bewegung,
[23:55] eine Revolution, was auch immer, aber es
[23:57] ist nicht weise. Das Problem für uns ist
[23:59] ist manchmal wirklich schwer zu
[24:02] durchschauen, weil wir – und das ist etwas,
[24:03] worauf ich in meinen Predigten oft
[24:06] hinweisen möchte, ich könnte das jetzt
[24:08] lange historisch und so weiter
[24:10] erläutern – weil wir im Denken sehr
[24:12] geprägt sind, selbst wenn wir
[24:14] adventistisch aufgewachsen sind, selbst
[24:15] wenn wir adventistischen Dritter oder
[24:18] vierter Generation sind, was auch immer.
[24:20] Wir sind so von dieser Gesellschaft, so
[24:23] vom Denken dieser Welt geprägt. Das lässt
[24:25] uns nicht kalt. Damit will ich nicht
[24:27] sagen, dass wir auf eine einsame Insel
[24:29] ziehen sollten, um uns davon fernzuhalten,
[24:32] nein, wir sind in dieser Welt, aber es
[24:35] wird uns das Denken dieser Welt prägen.
[24:38] Und wir sind weltlich, irdisch
[24:42] sozialisiert, wir sind auch sinnlich
[24:44] sozialisiert. Ich denke, wir müssen
[24:47] himmlisch sozialisiert sein, ein anderes
[24:50] Denken lernen.
[24:50] Früher hab ich Kraftsport
[24:51] geliebt, weil es mir sinnlich etwas
[24:53] gegeben hat, und durch meine
[24:56] Bekehrung empfinde ich das sogar von
[24:59] meinen Emotionen her ganz anders. Ja, ich
[25:01] kann es gar nicht mehr gut finden. Aber
[25:03] es gibt so viele andere Dinge, die sind
[25:05] eher so im Detail, die sind viel
[25:07] diffiziler, schwerer zu durchschauen, und
[25:09] da tun auch wir uns manchmal schwer, weil
[25:11] wir sagen: „Oh nein, wenn das auf uns kommt,
[25:13] was machen wir da?“
[25:13] Und hier kommen wir zu
[25:15] dem Punkt, zu dem Problem, auch zu dem
[25:18] Problem, was im Himmel stattfand, zum
[25:21] Kernproblem der Sünde. Jon Paulien sagt:
[25:25] „Die Sünde ist ein ethisches
[25:28] Problem.“ Die Sünde ist ein ethisches
[25:30] Problem. Aber was heißt das auf gut
[25:33] Deutsch gesagt? Heißt es: Die Sünde sagt
[25:35] sich selber in ihrem Kopf, *psychikos*,
[25:37] sinnlich: „Ich
[25:40] entscheide, was gut und was richtig ist.“
[25:45] Ethik. Die Sünde ist dieses mieses kleines
[25:47] hinterhältiges Ding. Die Sünde ist eine
[25:50] Haltung, die einfach zu Gott sagt: „Ich
[25:51] will.“
[25:54] Aber es kann so schlau und so klug
[25:56] daherkommen wie sonst etwas, aber es ist
[25:58] einfach nur dieses mieses kleines Ding, was
[26:02] sagt: „Ich will.“ Aber es ist eine
[26:05] Haltung, eine Haltung, die sich gegen Gott
[26:08] positioniert, weil sie sagt: „Ich will.“
[26:08] Und deswegen ist auch der Glaube eine
[26:11] Haltungsfrage. Deswegen sagt die Bibel
[26:13] auch immer wieder, wir sollen standfest
[26:17] sein, weil es um eine Haltung
[26:23] geht. Der Teufel fragt dich: „Hältst du zu
[26:26] mir?“ Aber der Glaube antwortet: „Ich halte
[26:30] zu Jesus, wenn er zu mir
[26:33] hält, weil er wirklich eine Haltung hat.“
[26:37] Der Teufel hat keine Haltung, er ist nur
[26:40] sinnlich, da weißt du nie, wo du dran
[26:48] bist.
[26:48] Halt, letzter Vers, letzte, letzte Aussage
[26:50] aus dem Jakobusbrief. Und das ist der
[26:54] Punkt. Kapitel 4, schaut mal Vers 1.
[26:57] Jakobus fragt hier die Gläubigen: „Woher
[26:59] kommen die
[27:02] Kämpfe (*polemos*)? Woher kommen die Kämpfe
[27:05] und die Streitigkeiten unter euch? Kommen
[27:06] sie nicht von den Lüsten, die in euren
[27:08] Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich
[27:10] und habt es nicht. Ihr mordet und neidet
[27:12] und könnt es doch nicht erlangen. Ihr
[27:14] streitet und kämpft, doch ihr habt es
[27:16] nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet
[27:18] und bekommt es nicht, weil ihr mit böser
[27:22] Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu
[27:23] vergeuden.“
[27:23] Seht ihr, was hier zum Tragen
[27:25] kommt? Am Ende vom Jakobusbrief, da kommt
[27:28] es raus: „Woher kommen die Kämpfe und
[27:31] Streitigkeiten unter euch?“ Jakobus sagt: „Ihr
[27:35] mordet.“ Moment, Moment, Moment.
[27:40] Moment, haben die sich ermordet in der
[27:42] Gemeinde? Ist da einer mit dem
[27:44] Dönermesser auf den anderen losgegangen
[27:50] wegen
[27:50] Cocktailsoße? Glaubt ihr, dass die sich,
[27:53] dass da ein Mord stattfand in der
[27:57] Gemeinde? Kann man sich schwer vorstellen,
[27:59] oder?
[27:59] Aber wir
[28:01] sehen, wie Jesus sagt: „Wenn ihr zu eurem
[28:05] Bruder sagt: ‚Du Dummkopf!‘, dann hast du ihn
[28:06] im Herzen schon
[28:10] getötet.“ Wo fängt das an? Deswegen sagt
[28:13] Jesus in Johannes Kapitel 8 Vers 14, dass
[28:16] Satan ein Menschenmörder war von Anfang
[28:17] an. Hat er am Anfang Menschen umgebracht?
[28:20] Hat er überhaupt jemand umgebracht? Nein,
[28:26] es fing ganz, ganz langsam an. Ja, aber aus
[28:28] Gottesperspektive – weil er weiß, wohin das
[28:30] führt – sagt er: „Er war von Anfang an
[28:33] ein Menschenmörder“, weil er wusste, dass
[28:36] es mit dieser kleinen, dummen Idee
[28:39] anfängt, *psychikos*, sinnlich, eine dumme
[28:41] Idee, die einen riesen Schaden anrichten
[28:44] wird. Und weil der, der Teufel, weil
[28:46] Luzifer diesen Gedanken gefolgt ist, sich
[28:47] darauf eingelassen hat, weil es ihm
[28:50] angenehm war, sagt Jesus: „Er war ein
[28:52] Menschenmörder von Anfang an.“
[28:54] Wir können
[28:55] das nicht verstehen. Ich glaube, wir
[28:55] werden an dieser Stelle auch nie
[28:58] ergründen können, was da wie genau vor
[29:00] sich ging. Und wir suchen nach Antworten,
[29:02] warum? Weil wir eine Logik haben wollen.
[29:03] Wir wollen irgendetwas, dass wir sagen
[29:06] können: „Ah, das ist nachvollziehbar.“ Aber
[29:08] das werden wir nicht finden. Ellen White
[29:10] schreibt im
[29:10] Buch *Vom Schatten zum Licht*: „Es gibt
[29:13] keine Antwort darauf. Es gibt keine gute
[29:15] Antwort, warum? Weil es *psychikos* ist, weil
[29:18] es dumm ist, weil es einfach nur dumm ist,
[29:21] sich gegen Gott zu stellen. Es ist
[29:24] Cocktailsoße. Es ist Cocktailsoße.“ Ich sag
[29:27] das so.
[29:27] Jesus sagt: „Satan war ein
[29:29] Menschenmörder von Anfang an und
[29:30] steht nicht in der Wahrheit, denn die
[29:32] Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die
[29:35] Lüge redet, so redet er aus seinem
[29:38] eigenen, denn er ist ein Lügner und ein
[29:39] Vater derselben.“ Seht ihr, es kommt aus
[29:41] ihm selbst heraus. Es ist
[29:45] Cocktailsoße.
[29:45] Also halten wir fest: Luzifer,
[29:47] Satan, redet und denkt aus seinem eigenen.
[29:48] Und das bringt mich zum nächsten Punkt.
[29:50] Wir gehen zurück in Offenbarung Kapitel
[29:53] 12. Wir wollen noch zwei Gedanken uns in
[29:55] Kürze anschauen, die das hier
[29:57] komplettieren sollen, was der Text uns
[29:58] sagen möchte. Geht zurück in
[30:01] Offenbarung Kapitel 12.
[30:05] Offenbarung Kapitel 12 Vers 7 heißt es:
[30:09] „Michael und seine Engel kämpften gegen den
[30:13] Drachen.“ Michael. Wir haben in Überlingen
[30:14] haben wir auch Livestream eingerichtet
[30:17] und Kameras und so weiter und so fort.
[30:20] Und wir machen Predigten und Themen, und
[30:22] die stellen wir dann online. Und ich
[30:23] finde das sehr interessant zu beobachten,
[30:25] dass wenn man das auf YouTube stellt, man
[30:28] will ja Klickzahlen haben, oder man will,
[30:29] dass Menschen darauf klicken, der
[30:31] Algorithmus dann auch ein bisschen
[30:33] angeheizt wird, und dass Menschen dann
[30:35] das auch erfahren. Je mehr Menschen, desto
[30:38] besser.
[30:38] Und wenn du dich in die Gemeinde
[30:41] stellst und du machst ein Video, eine
[30:43] Predigt über das
[30:45] Thema „Geistliche Gaben in der Gemeinde“,
[30:49] dann klicken 100 Leute drauf. Wenn du ein
[30:51] Video machst,
[30:52] ähm, die
[30:56] Gefahren des dämonischen Okkulten,
[30:58] dann klicken 10.000 Menschen da drauf.
[31:00] Wenn du eine Predigt machst über das
[31:01] Thema
[31:03] „Die Wichtigkeit der Liebe Gottes“, dann
[31:05] klicken 100 Menschen drauf. Und wenn du
[31:08] ein Video machst mit dem Thema „Satans
[31:10] Agenda in der Endzeit“, dann klicken 10.000
[31:12] Menschen drauf. Ihr versteht, worauf
[31:14] ich hinaus möchte, oder?
[31:14] Und wir haben so
[31:16] ein Video gemacht, der, der Prediger hat
[31:19] das gehalten, und es haben 10.000
[31:20] Menschen drauf geklickt. Ja, also ganz
[31:22] viel. Und in den Kommentaren ging das
[31:23] hoch und runter. Die Menschen haben
[31:26] diskutiert, und es war, war, war
[31:27] interessant, auf die Menschen einzugehen,
[31:29] Fragen geklärt werden. Eine Frage war
[31:31] vorherrschend. Ja, ihr müsst verstehen, das
[31:33] sind jetzt keine Adventisten, das sind,
[31:35] das sind irgendwie Christen, die im
[31:36] Internet unterwegs sind, nach Wahrheit
[31:38] suchen, oder so tun, als ob sie nach
[31:40] Wahrheit suchen, aber eigentlich nur
[31:42] streiten wollen, was auch immer. Und die
[31:45] fragen dann ganz häufig – der Prediger hat
[31:49] erwähnt, Michael soll Jesus sein. „Wie kann
[31:50] man so etwas
[31:52] behaupten?“ Und ich sag mal so, man kann
[31:54] diese Frage stellen. Es ist jetzt nicht so,
[31:57] dass wir, wenn wir das, das Thema reden,
[31:58] ja, der Sabbat ist
[32:01] Gottes heiliger Tag. Ja, das können wir so
[32:04] richtig felsenfest biblisch
[32:07] festzementieren. Aber bei dem Thema, ich
[32:08] würde sagen, ja, aber nicht ganz so
[32:10] deutlich. Das heißt, man kann die Frage
[32:12] stellen.
[32:12] Ich möchte zwei Gründe liefern,
[32:14] die wir hier aus Offenbarung 12 haben.
[32:16] Wir sehen vorher – und das hat der Martin
[32:20] uns ja gestern erläutert –, wie der Drache
[32:22] gegen den Knaben, gegen das Kind, was
[32:25] geboren wird, Krieg führt. Ja, also wir
[32:27] sehen ja einen Kampf zwischen dem
[32:30] Drachen, Satan, und Jesus. Und was in der
[32:32] nächsten Szene ab Vers 7 passiert,
[32:33] deswegen heißt es: „Und es entstand ein
[32:36] Kampf im Himmel.“ Ja, also von der Erde in
[32:38] den Himmel, dass hier die beiden
[32:40] Kontrahenten natürlich wieder gegenüber
[32:41] stehen. Also der Kontext weist uns
[32:43] eigentlich darauf hin, dass der Knabe
[32:45] gegen den Drachen gleich auf der Erde
[32:48] gleichzusetzen ist mit Michael, also
[32:51] Jesus gegen den Drachen im Himmel. Jede
[32:54] andere Begründung, jede andere Auslegung
[32:56] müsste ganz, ganz krumme Wege gehen und
[32:58] weite Bogen spannen, um das irgendwie
[33:00] begründen zu können.
[33:00] Nebenbei, manche
[33:02] adventistische Ausleger sehen auch hier
[33:05] den Kampf im Himmel
[33:08] unmittelbar direkt nach der Himmelfahrt
[33:11] Jesu. Ja, also wir kennen die klassische
[33:13] Ansicht eigentlich, dass wir sagen, es ist
[33:17] äh, in Vorzeiten gewesen. Jetzt könnte man
[33:18] sagen, okay, man kann das harmonieren und
[33:20] sagen, der Kampf da war vielleicht noch
[33:23] diese Thematik zu klären, die am Kreuz ja
[33:25] auch geklärt wurde, und es wird hier mit
[33:28] himmlischen Bildern dargestellt, und es
[33:30] zeigt uns auch über das, was am Anfang
[33:32] geschehen ist. Aber darüber können wir
[33:33] diskutieren. Vielleicht habt ihr heute
[33:35] Zeit und Lust, das mit einer aus zu
[33:37] diskutieren, wann fand dieser Kampf statt.
[33:37] Der zweite Punkt ist natürlich der Name.
[33:42] Ihr kennt es wahrscheinlich: Michael im
[33:45] Hebräischen setzt sich zusammen aus der
[33:50] Präposition *Mi* (heißt „wer“), das Verb *cha* (heißt „wie“) und *el* (von Elohim ist „Gott“).
[33:55] Also die Frage: „Wer ist
[33:58] Gott?“ Wenn wir für den Drachen einen
[33:59] Namen finden müssen aufgrund von Jesaja
[34:01] 14 und Hesekiel
[34:04] 28, ich würde einen vorschlagen, okay? Ich
[34:06] würde, ich würde vorschlagen, wir können
[34:09] den Drachen auch nennen: „Ich bin wie Gott.“
[34:12] Würde das passen? Seid ihr dafür? Okay. Das
[34:14] heißt, wir haben diesen Kampf zwischen
[34:17] „Ich bin wie Gott“ gegen
[34:21] den „Wer ist wie Gott?“.
[34:21] Ich weiß nicht, wie
[34:22] es dir geht, aber ich habe mir immer die
[34:25] Frage gestellt: „Warum heißt der: ‚Wer ist
[34:29] wie Gott?‘? Warum heißt er nicht: ‚Ich bin
[34:32] Gott‘?“ Warum diese Frage? Habt ihr euch das
[34:34] schon mal gestellt? Ihr könnt das doch
[34:39] ganz einfach sagen. Wisst ihr, warum? Weil
[34:40] Gott sich nicht auf eine
[34:41] Bundestagsdebatte
[34:44] einlässt, weil Gott sagt: „Nein, nein, nein,
[34:46] nein, ich gehe nicht in eine Polittalk-
[34:48] Sendung.“ Versteht ihr? Da, wo die Leute
[34:51] sitzen, sagen: „Ich bin der Beste, wählen
[34:54] Sie mich!“ Ähm, und ich habe zwar ganz viel
[34:56] Betrügereien begangen und halte nie
[34:58] meine Versprechen, aber diesmal ist alles
[35:00] anders, und eigentlich war das alles ganz
[35:01] anders. Und wisst ihr, dieses
[35:03] Selbstrechtfertigen. Und wir merken, wenn
[35:07] jemand sich ständig selber rechtfertigen
[35:10] muss, es kommt nicht so gut an. Da merken
[35:13] wir schon, da stimmt was nicht.
[35:13] Und Jesus
[35:16] muss sich nicht selber rechtfertigen. Er
[35:18] sagt nach Jakobusbrief:
[35:20] „Hey, das, was ich tue, entscheidet doch,
[35:22] oder? Meine Werke
[35:26] entscheiden.“ „Wer ist wie Gott?“, beantwortet
[35:29] diese Frage doch bei euch selbst. Als er auf
[35:31] der Erde war, Johannesevangelium, hat er
[35:34] gesagt: „Schaut, meine Werke zeugen von mir.
[35:37] Sie zeugen davon, dass die Worte, die ich
[35:39] spreche, wahr sind.“ Weil darum ging's
[35:41] eigentlich, ja, dass wir an ihn glauben
[35:43] und gerettet werden. Die Werke sollten
[35:45] dafür zeugen. Und so konnte es auch im
[35:47] Himmel sagen. Er sagt: „Guckt euch einfach
[35:50] an, wer ich bin, wie ich bin. Ihr könnt es
[35:52] bei euch selbst
[35:54] beantworten.“ Man kann viel reden, aber was
[35:58] zeigt sich im Leben? Glaube und
[36:02] Werke.
[36:02] Und ich bin ganz offen, ich erlebe
[36:03] das doch häufig im
[36:05] Gemeindekontext. Da ist jemand, der
[36:07] behauptet, die Weisheit mit Löffeln
[36:09] gefressen zu
[36:11] haben.
[36:13] Aber dann frage ich mich manchmal: Wo ist
[36:19] der gute
[36:19] Umgang? Wieso so eine intolerante
[36:22] Toleranz? Warum wird gestichelt und
[36:25] gestritten? Warum führst du eine
[36:27] heimliche Agenda? Warum gehst du so mit
[36:29] deiner Frau um? Warum gehst du so mit
[36:31] deinen Kindern um? Versteht ihr, was ich
[36:33] meine? Ich möchte jetzt nicht sagen, nur
[36:36] weil jemand mal einen Fehler gemacht hat,
[36:38] heißt das gleich, dass das, wofür er steht,
[36:40] oder was er behauptet, dass das gleich
[36:42] falsch sei. Nein, nein, nein, nein. Aber
[36:43] doch haben wir diese Thematik der Bibel,
[36:47] die sagt: Glaube und Werke. Wenn du jemand,
[36:49] wenn jemand sagt: „Ich habe die Weisheit
[36:50] mit Löffeln gefressen, ich habe die
[36:54] Wahrheit“, und mir fällt es schwer, an den
[36:56] Werken zu erkennen, dass das einen
[36:59] geistlichen Ursprung hat,
[37:01] wenn die Methoden, die angewandt werden,
[37:04] so ungeistlich sind.
[37:04] Und das ist etwas, wo
[37:06] wir uns auch selbst fragen
[37:09] können: Hast du dich schon mal in der
[37:11] Situation gefühlt, wo du versucht
[37:15] warst, das, wofür du standest, irgendwie
[37:18] durchzusetzen, weil es dich so gedrängt
[37:20] hat, weil du gesagt hast: „Man, das muss, das
[37:21] ist doch richtig, das muss man doch
[37:23] machen.“ Vielleicht sollte
[37:28] ich ein bisschen was drehen und machen.
[37:30] Und wir kennen das aus der
[37:33] Gemeindepolitik in der Gemeinde, aber vor
[37:35] allen Dingen auch in höheren Ebenen, oder
[37:38] taucht das auf, dass da Dinge manchmal
[37:40] gemacht werden, weil man der Meinung ist:
[37:43] „Ich mach es für das Richtige, der Zweck
[37:44] heiligt die
[37:47] Mittel.“ Solltest du je dazu versucht
[37:49] sein – und es kann passieren –, dann stell
[37:53] dir die Frage, wofür du stehst. Hinterfrag
[37:56] dich selber.
[37:56] Denn der Punkt ist folgender:
[37:58] Wir lesen von einem im Himmel. Aber, und
[38:00] das bringt mich zum letzten Aspekt,
[38:03] schaut, was der Text sagt in Offenbarung
[38:04] Kapitel
[38:07] 12. Es heißt, dass der Drache, der große
[38:11] Drache, Vers 9, niedergeworfen wurde auf
[38:18] die
[38:18] Erde. Das, was im Himmel stattfand – und wir
[38:20] können uns das nicht vorstellen. Ich
[38:23] meine, ein Drittel der Engel haben sich davon
[38:27] mitreißen lassen. Wir denken daran, dass
[38:29] das dämonische Fratzen sind und so
[38:31] weiter, aber die hatten einen harten
[38:33] Kampf. Die haben überlegt, die haben sich
[38:36] Meinungen angehört. Es muss so schwierig
[38:38] gewesen sein. Und für die zwei Drittel der
[38:40] Engel, die sich nicht auf Satans Seite
[38:42] geschlagen haben, wer weiß, ob die das so
[38:44] locker abgeschüttelt haben? Vielleicht
[38:45] hatten die sich auch gesagt: „Boah!“
[38:47] Vielleicht hatten die auch einen
[38:48] innerlichen Kampf. Vielleicht war die
[38:51] Situation so verworren, weil es klein
[38:53] anfing, Schritt für Schritt, und sich die
[38:55] diese Lüge so eingeschlichen hat und als
[38:57] weise und als eloquent sich dargestellt.
[38:59] Wir dürfen nicht glauben, dass der
[39:01] Luzifer mit dumm, also so, so dumm und
[39:03] plump rüberkam. Und er wird das auch
[39:05] heute nicht machen. Und ich sag das immer
[39:07] wieder: Wir werden uns über die Täuschung
[39:09] der Endzeit wundern. Sie werden so genial
[39:10] und ausgefeilt
[39:21] sein, dass wir echt aufpassen
[39:21] müssen.
[39:21] Ist uns bewusst, dass dieser Kampf
[39:23] jetzt auf der Erde stattfindet? Weil das
[39:25] ist, was der Text sagen möchte. Deswegen
[39:27] kommt dieser Einschub in Offenbarung 12.
[39:29] Er sagt, äh, hier Offenbarung sagt
[39:32] folgendes, er sagt: „Wehe euch!“ in Vers 12,
[39:35] „Wehe denen, die auf der Erde wohnen und
[39:37] auf dem Meer, denn der Teufel ist zu euch
[39:41] herabgekommen und hat einen großen Zorn,
[39:43] da er weiß, dass er noch wenig Zeit hat.“
[39:47] Mit anderen Worten: Jetzt ist der Kampf
[39:50] hier. Aber soll uns das Angst
[39:52] machen? Wie geht's dir? Hast du Angst, wenn
[39:56] du das liest: „Wehe denen, die auf der Erde
[39:58] wohnen und auf dem
[40:01] Meer“? Man könnte meinen: „Ja, toll, was bringt
[40:04] mir das denn?“ Es heißt: „Selig sind die, die
[40:07] im Himmel sind.“ Ja, ja, was bringt mir das
[40:10] dann?
[40:10] Zwei kurze Gründe: Erstens, der Sieg
[40:12] wird vorweggenommen. Das heißt, „sie siegten
[40:14] nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im
[40:15] Himmel gefunden.“ Der Sieg wird
[40:16] vorweggenommen. Der Text sagt uns: Gott
[40:17] Vorweggenommen, der Text sagt uns, Gott sagt uns das in seiner Liebe voraus. Er sagt: Schau, es ist geklärt und ich habe die Dinge in meiner Hand. Auch die Gläubigen, ja, die Gläubigen werden den Drachen überwinden durch das Blut des Lammes und um das Wort ihres Zeugnisses willen werden sie es schaffen. Und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod. Sie hatten eine Haltung. Hast du eine Haltung? Hast du eine Haltung, die sich in deinen Werken zeigt, die standhaft ist, auch wenn diese Lügen einprasseln, selbst wenn du sie nicht beantworten kannst, selbst wenn sie dich zu übermannen scheinen? Hast du eine Haltung, die sich in deinen Werken zeigt?
[40:57] Und den zweiten und letzten Punkt, und damit möchte ich abschließen, ist eine Frage: Wo wohnst du? Damit meine ich nicht, dass du mir sagst: Ja, ich komme von aus dem Norden oder aus dem Süden, sondern wo bist du wirklich zu Hause? Der Text sagt: Seid fröhlich, die im Himmel wohnen! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Ich weiß nicht, wie du das erste Mal diesen Text wahrgenommen hast, aber als ich das das erste Mal las, dachte ich, das heißt ja so viel wie: Pech gehabt! Oder: Die im Himmel wohnen, super! Mose, Elia, ihr habt Glück und alle Engel! Aber die auf der Erde, in Menschen, oh, war ja... Ist es das, was Gott uns hier sagen möchte? Kann man kaum glauben.
[41:43] Oder, Jesus hat durch seinen Sieg klargemacht, dass die Sünde keinen Platz im Himmel hat. Aber Satan möchte das nicht aufgeben. Er möchte die Herrschaft über diese Erde, über diese ganze Welt. Deswegen heißt es Erde und Meer. Deswegen lässt Satan auch ein Tier aus der Erde und dem Meer herauskommen, weil er die ganze Welt für sich beanspruchen möchte. Aber die Frage ist: Ist diese Welt dein Zuhause? Klammerst du dich an diese Dinge, die von hier sind? Klammerst du dich an deinen Wohlstand? Trifft auf dich das zu, wenn Jesus sagt: Gedenkt an Lots Frau, die zurückgeschaut hat, als das Gericht kam? Jesus hat gesagt: Meine Jünger sind in dieser Welt, aber sie sind nicht von dieser Welt. Und er sagt: Ich habe Wohnungen für euch bereitet.
[42:27] Ist dir klar, dass du schon ein Zuhause hast, dass das hier alles nur ein vorübergehender, kleiner Durchlauf ist? Wo wohnst du? Wo bist du mit deinem Kopf? Bist du bei dir? Bist du bei der Welt? Oder bist du mit deinem Kopf da, wo du sein solltest? Ja, es ist in Ordnung, ein wenig verträumt zu sein. Gläubig verträumt können wir das nennen. Sei mit deinem Kopf dort, wo dein Kopf hingehört und nicht bei dir selbst und nicht bei dieser Welt. Und lass dich selbst überprüfen vom Wort Gottes, dass du nicht teilnimmst an diesem Kampf im Himmel, an dieser Polit-Talk-Sendung, an dieser Cocktailsoße, die hier stattfindet.
[43:15] Amen. Ich lade euch ein, dass wir noch mal gemeinsam aufstehen und das Haupt neigen zum Gebet.
[43:34] Herr, du himmlischer und liebender Vater, wir danken dir, dass du uns dein ungekünsteltes und ungekürztes Wort gegeben hast, dass es einen heilsamen Schnitt in unser Mark und Bein vornehmen darf. Herr, wir danken dir, dass du uns annimmst, wie wir sind, dass wir zu dir kommen dürfen, und wir kommen mit leeren Händen. Und wenn sie voll wären, dann nur voller Scherben. Aber du, Herr, hast alles in deiner Hand. Erinnere uns bitte stetig daran, dass wir dir unser Leben übergeben und dass wir nicht an den Dingen teilnehmen, die nicht von dir sind, ja, die schändlich unter uns sein sollten zu erwähnen, dass wir einen heiligen Lebenswandel haben, der in deinem Licht steht. Herr, wir wollen das Gute, das Böse mit dem Guten bekämpfen. Das ist unser Auftrag. Lass ihn uns nie vergessen. Segne diesen Tag, lass ihn dir zur Ehre geschehen und hab du Dank in Jesu Namen. Amen.
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