In dieser Andacht geht Christopher Kramp auf die paradoxe Wirkung der Nachfolge Jesu ein: Je näher wir Christus kommen, desto mehr erkennen wir unsere eigene Schwäche und Sündhaftigkeit. Er zeigt anhand von biblischen Beispielen wie Petrus, dass wahre Demut und Abhängigkeit von Gottes Gnade aus dieser Erkenntnis erwachsen. Letztendlich lehrt uns die Nachfolge, uns nicht selbst zu rühmen, sondern allein auf das Kreuz Jesu Christi zu vertrauen.
Jedes Wort – Galater 16:14
Christopher Kramp · Jedes Wort (Andachtsserie)Weitere Aufnahmen
Serie: Jedes Wort (Andachtsserie)
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Transkript
[0:00] Jeder Mensch ohne Christus hat in aller Regel ein ungeheures Selbstvertrauen, aber ein Mensch, der Christus nachfolgt, der wird Stück für Stück dieses Selbstvertrauen mehr und mehr verlieren, weil er sieht, je näher er Christus kommt, wie sündhaft er eigentlich wirklich ist und wie schwach er eigentlich wirklich ist. Je mehr wir uns mit Christus beschäftigen, je mehr wir ihm folgen, je mehr wir unser Herz ihm geben, desto mehr sehen wir, wie wenig wir eigentlich wirklich können. Wir sehen, dass wir eigentlich noch nicht einmal unser Herz ihm geben können. Wir können nur sagen: Herr, nimm es. Wir können nicht einmal unser bekehrtes Herz rein erhalten. Wir können nur sagen: Herr, erhalte du es rein.
[0:47] Jeder Apostel und jeder Prophet hatte, je näher er Gott kam, ein ganz klares Gespür für die tiefe Sündhaftigkeit des eigenen Wesens. Petrus zum Beispiel, als er endlich den Durchbruch in seiner Bekehrung erlebte, ihm wurden seine Sünden vergeben, aber er sah für den Rest seines Lebens, wie schwach er wirklich war. Er hatte gesehen, wohin Selbstvertrauen und Überheblichkeit führen. Ihm war bewusst, dass er völlig von der Gnade Gottes abhängig war, dass ohne diese Gnade er immer wieder fallen würde.
[1:26] Viele andere haben diese Erfahrung gemacht und wir dürfen sicher sein, dass das in unserer Zeit nicht anders ist. Je näher wir Jesus kommen, desto mehr sehen wir unsere Hilflosigkeit. Paulus schrieb in Galater 6 Vers 14: „Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“ Wer Jesus nachfolgt, wird sich nicht selbst loben und sich nicht selbst verherrlichen, sondern auf Christus schauen und aus jedem Wort leben, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.
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