Veröffentlicht am
1.226 Klicks

Eine weitere Auslands-CSH aus Brasilien, inclusive Einfall der Naturgewalten.

Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript-2015-Q4-13-Lektionen-von-Jeremia

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, Folge 13 über das Buch Jeremia, beleuchtet Lukas Hermann, was wir von diesem Propheten lernen können. Er blickt zurück auf die wichtigsten Themen der Serie, von Gottes Wesen als Gott der Liebe über die Unterscheidung zwischen falscher und wahrer Religion bis hin zum Konzept der „Übrigen“ im biblischen Kontext. Die Ausführungen betonen die Bedeutung von Herzenshaltung, Gottes Treue und dem Vertrauen auf sein Wort, besonders in der Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q4: Jeremia

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier, noch mal live aus Brasilien zu unserer letzten Folge, zur Folge 13 dieses Quartals, wo es um das Buch Jeremia geht. Ich möchte erstmal alle herzlich willkommen heißen bei joelmedia.de und auch alle, die bei ad-tv.info zuschauen. Unser heutiges Thema heißt Lektionen von Jeremia oder im Deutschen heißt es: Was wir von Jeremia lernen können. Und ich denke, die letzte Folge ist ein guter Zeitpunkt, ein bisschen zurückzuschauen, was wir denn im Buch Jeremia, was wir da so alles gelernt haben.

[0:56] Wir wissen, Jeremia hat angefangen mit seinem Dienst so im Königreich des Josia. Das war der König, der sehr viele Reformen durchgeführt hat und wo es wirklich bergauf ging mit dem Glauben dort im Königreich Juda. Aber er ist dann im Kampf gestorben. Gott hat ihm versprochen, dass die Gerichtsurteile, die er gelesen hat damals in dem Buch des Gesetzes, nicht auf ihn kommen werden, sondern nach seinem Königreich. Und wir sehen das dann auch direkt danach, kaum vier Könige mit sehr kurzer Regierungszeit. Und der König von Babylon kommt öfters mal, um Jerusalem zu belagern. Am Ende haben wir den König Hiskia, mit dem Jeremia relativ viel Kontakt hatte und wo es einige interessante Storys gab. Wer das nochmal angucken möchte, das ist unglaublich interessant. Da können wir viel von lernen, von dieser Begebenheit und von den Fehlern des Königs Hiskia.

[2:02] Und in seiner Regierungszeit kam dann der König Nebukadnezar oder vielmehr seine Armee und hat die Stadt Jerusalem eingenommen. Jeremia wurde von seinem Volk immer abgelehnt. Aber interessanterweise wurde er dann von der Armee des Gegners nicht akzeptiert, aber zumindest in Ehren gehalten als ein treuer und ehrlicher Mensch und hatte dann wieder seine Freiheit, nachdem er ins Gefängnis geworfen wurde. Und dann wurde tatsächlich ein Stadthalter eingesetzt über Jerusalem, der schien es, das tut, was Gott wollte. Und zwar tatsächlich dem König Nebukadnezar untertan war. Nur leider wurde der gleich darauf umgebracht. Und dann gab es nochmal eine tragische Story, nachdem man eigentlich schon gedacht hat, jetzt hat Jeremia so lange gepredigt und es ging bergab und bergab und bergab und weitere Katastrophen kamen. Und man hätte meinen können an dem Punkt, so, jetzt hat das Land endlich Ruhe. Und dann wurde dieser Stadthalter Gedalja, heißt er, umgebracht von den Männern Johanan. Und er versucht dann die Gunst des Propheten Jeremia zu erwerben, um das Volk Juda nach Ägypten abzuführen oder wegzuführen, um von dem König Nebukadnezar sicher zu sein. Was er wiederum gegen den Willen Gottes war. Sie kamen dann so scheinheiligerweise zum Jeremia, haben nachgefragt, ob das okay ist. Er hat dagegen geweissagt und es hat sich entpuppt, ihre Anfrage an den Herrn war nur eine scheinheilige politische Sache und kein wirkliches Interesse daran, was Gott wirklich zu sagen hat. Und so hat Jeremia wirklich Enttäuschung nach Enttäuschung erlebt.

[3:57] Und vieles, was wir heute lernen werden, ist uns ja schon bekannt. Die Lektion geht über viele Themen nochmal drüber und natürlich können wir die nicht alle in die Tiefe studieren, aber da wirklich es im Prinzip eine Kopie ist von dem, was wir schon gelernt haben, können wir uns das erlauben, etwas schneller über die Themen zu gehen. Das erste Thema ist das Thema vom Sonntag und das Thema heißt: Der Gott Jeremias. Das ist ein sehr gut gewähltes Thema, denn wenn man das Buch Jeremia liest, vor allem mit den ganzen Richtersprüchen, die in dieser Zeit geschehen über das Volk und über das Königreich Juda, könnte man beim oberflächlichen Lesen darauf kommen, dass Gott ein sehr rachsüchtiger Gott ist. Aber das Buch Jeremia gibt uns eindeutige Hinweise und eindeutige Beweise und Informationen, dass Gott wirklich ein Gott der Liebe ist, genauso wie er uns im Neuen Testament beschrieben ist. Und bevor wir jetzt einen Bibelvers lesen, möchte ich kurz ein Gebet sprechen. Großer Vater im Himmel, Herr, danke für dieses wunderschöne Studium des Buches Jeremias. Und wenn wir jetzt die Bibel aufschlagen, möchte ich dich bitten, Herr, dass du uns etwas aus deiner Bibel beibringst. Dass du uns hilfst, mehr in dein Wort zu vertrauen und zu leben aus jedem Wort, das aus deinem Mund hervorgeht. Amen.

[5:40] Der erste Vers, den wir uns angucken wollen und wahrscheinlich der bekannteste Vers aus dem Buch Jeremia ist im Kapitel 2 des Propheten und ich lese mal die Verse 12 und 13. Hier steht nämlich: Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, werdet schreckend starr, spricht der Herr. Gott macht eine Ansage hier an den Himmel und sagt, erschreckt euch. Bevor er überhaupt die Information gibt, sagt er erstmal, der Himmel erschreckt euch, alle Engel, alle himmlischen Wesen über das, was ihr jetzt gleich hören werdet. Und worüber erschrickt sich der Himmel? Er erschrickt sich darüber, denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben. Löchrige Zisternen, die kein Wasser halten. Ich denke, eine schönere und einfache Bildillustration von dieser törichten Aktion, sich Götzenbilder anzuschaffen, kann man wohl kaum finden. Sie haben die Quelle des lebendigen Wassers verlassen, um sich da etwas auszuheben aus der harten Erde, das am Ende doch kein Wasser fasst und sie bleiben durstig. Und es ist so interessant, denn Gott sagt hier, dass es ganz offensichtlich ist für den Himmel, dass Gott die Quelle des lebendigen Wassers ist. Ja, die Quelle, aus der wir leben. Und dass es für den Himmel offensichtlich ist, dass es eine Torheit ist, sich von Gott zu entfernen. Wie kann sich der Mensch von Gott entfernen? Es macht keinen Sinn. Und das bedeutet auch, dass Gott derjenige ist, der unser Leben erhält und nicht nur das, sondern auch unsere Freude, unser Leben segnen möchte, im Gegensatz zu uns bestrafen über jede kleine Sünde, die wir begehen. Und dass die Bestrafung, die Freude seiner Existenz ist.

[7:46] Es geht dann weiter im Vers 31, nicht im Vers 31, sondern im Kapitel 31. Und hier im Vers 3 bis 6, Kapitel 31. Und hier heißt es folgendes: Von ferne her ist der Herr erschienen. Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt. Darum habe ich dich zu mir gezogen, aus lauter Güte. Ich will dich wieder aufbauen. Ja, du wirst aufgebaut dastehen, die Jungfrau Israel. Du sollst dich wieder in deinen Handhauken schmücken und anziehen, in fröhlichen Reigen. Dieser erste Versabschnitt, den wir gelesen haben, wo Gott sagt, von ferne her bin ich dir erschienen. Ich habe dich je und je geliebt. Der erinnert uns an ein Gleichnis von Jesus im Neuen Testament. Und zwar das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Und es ist so interessant, wie hier im Buch Jeremia, in der Zeit des Richtspruchs, solche klaren und eindeutigen Hinweise oder Zeugnisse von einem liebenden Gott, wie wir sie im Neuen Testament in den Worten Jesu zu finden sind. Und in diesem Gleichnis, da kommt der Vater schon von Weitem gerannt, als er seinen Sohn sieht und fällt ihm um die Arme. Und Gott möchte uns, und Jesus möchte uns ja zeigen, wie sehr Gott die Menschen liebt. Selbst wenn sie etwas Falsches getan haben, möchte er sie wieder in seine Arme schließen und so sich zurückholen. Und den gleichen Gott, den finden wir auch im Buch Jeremia.

[9:23] Gehen wir weiter im Vers 5. Du wirst auf den Höhlen Samarias wieder Weinberge pflanzen, die sie angelegt haben, sollen sie auch genießen. Denn es kommt ein Tag, da die Wächter auf dem Bergland von Ephraim rufen werden: Macht euch auf, lasst uns nach Zion gehen, zu dem Herrn, unserem Gott. Und ich finde diese Textpassage so schön, denn man kann so heraushören, wie Gott möchte, dass der Mensch wieder zu ihm zurückkommt. Und man kann auch heraushören, wie Gott schon vorausschaut auf diesen Tag, wenn der Mensch sich wieder freuen wird und sagt: Lasst uns zu unserem Gott entgegen gehen. Lasst uns nach Zion gehen, wo unser Gott ist. Und wer ein bisschen die Adventgeschichte kennt, vielleicht sich diese Serie von Christopher Graham angesehen hat, die Zeit des Endes, die ich mir momentan anhöre, der weiß, wie damals 1843, 1844 die Adventisten Gott entgegengeschaut haben und begeistert waren und gepredigt haben: Geht, lasst uns unserem Gott entgegen gehen. Und Gott möchte auch in unserem eingeschlafenen Adventismus von heute wieder genau diese Vision haben. Damit wir nicht von Tag zu Tag und von Sabbat zu Sabbat einfach nur in die Gemeinde gehen und zusammen Gottesdienst haben, weil es sich so halt gehört. Sondern damit wir wieder in den Gottesdienst gehen und sagen: Wie sehr wir erwarten, endlich mit unserem Gott zusammen zu sein. Lasst uns nach Zion eingehen. Lasst uns das Werk auf dieser Erde beenden. Lasst uns alles hineinstecken in diese Arbeit, damit Jesus endlich wiederkommen kann.

[11:24] Und der letzte Vers hier im Jeremia, und zwar gehen wir zurück ins Kapitel 3. Und hier lesen wir den Vers 7. Da heißt es nämlich folgendes: Und ich dachte, nachdem sie alles getan hat, wird sie zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück. Und ihre treulose Schwester Juda sah dies. Dieser Vers sagt uns, dass Gott, selbst nachdem er Israel hier gesündigt hat, dass er sich danach gesehnt hat, dass das Königreich, die Menschen, zu ihm zurückkehren. Und das zeigt uns eine der fundamentalsten und wichtigsten Wahrheiten der Bibel. Und zwar, dass Gott möchte, dass wir zu ihm zurückkehren, selbst wenn und selbst nachdem wir uns von ihm entfernt haben. Wenn wir uns die Opferdienste im Alttestament durchlesen, im Anfang des Buches Levitikus. Und Levitikus ist ein Buch, das uns oft so vorkommt, als ob Gott hier sehr trockene und harte Gesetze aufstellt. Wenn wir uns das durchlesen, dann sehen wir, dass Gott Opfer aufgestellt hat, für den Fall, dass der Mensch sündigt. Um zu zeigen, dass selbst wenn jemand etwas tut, das gegen das Gesetz ist, dass Gott ihn wieder aufnehmen möchte. Vielmehr sehen wir das noch im Neuen Testament. Im Lukas Kapitel 19, Vers 10 heißt es: Der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Wir lesen da manchmal so drüber hinweg, ja, Jesus war der Erlöser. Aber überlegt euch das mal. Jesus ist gekommen, um zu retten, um uns zu suchen. Und zwar nicht denjenigen, der schon gerettet ist, sondern der, der verloren ist. Der, der sich von Gott entfernt hat. Den ist er gekommen, um zu suchen.

[13:29] Jetzt haben wir ein bisschen Wind. Ich hoffe, man hört mich noch. Und so heißt es nämlich auch im 1. Johannes 1, Vers 9, ganz bekannter Vers. Ja, wer eine Sünde begeht und seine Sünden bekennt, für den ist Gott treu und gerecht, seine Sünden zu vergeben und ihn von aller Unreinheit zu reinigen. Wir kennen diesen Vers und oft lesen wir diesen Vers und verstehen ihn so, dass wenn wir sündigen, dann wird uns Gott unsere Sünden vergeben. Aber das ist nur die Hälfte des Verses. Denn der Vers sagt nicht nur, dass Gott unsere Sünden vergeben wird, sondern der Vers sagt auch, dass Gott uns reinigen wird von der Ungerechtigkeit. Das ist ein zweiter Schritt in der Vergebensarbeit von Gott und ein sehr wichtiger Schritt, dass Gott nicht nur empfangen möchte, wie der Vater den verlorenen Sohn, sondern er möchte uns auch reine Kleider geben, uns wieder anziehen, wie einen richtigen Menschen, uns anziehen mit der Gerechtigkeit Jesu. Und nicht einfach das nur drüber stülpen, sondern er möchte hinwegnehmen die Sünden aus unserem Leben und uns neue Kleider geben.

[14:42] Und wie oft kommt es vor in deinem Leben und ich weiß, dass es in meinem Leben so vorkommt, dass wir etwas getan haben und wir denken, Gott kann es nicht mehr vergeben. Als ich damals mich bekehrt habe, als ich damals aus der Welt quasi in den Adventismus kam, da wusste ich mit Sicherheit, dass Gott mir meine Sünden vergeben hat. All das Alkoholtrinken, all die Lügen, all das gottlose Leben, Gott hat mir das vergeben. Denn ich wusste vorher nichts davon. Aber jetzt kenne ich Gott. Aber als ich dann wieder gesündigt habe, nachdem ich Gott kannte, da habe ich den Mut verloren und habe gedacht: Wie kann mir Gott jetzt vergeben? Ich weiß doch, dass ich nichts falsch machen soll. Ich weiß doch, dass ich dieses Ding, dass ich diese Sache nicht hätte tun sollen. Und ich habe es trotzdem getan und ich habe es nicht getan, weil mir das einfach nur so in die Hände gefallen ist, sondern weil ich das tatsächlich gewollt habe in dem Moment. Wie kann mir Gott diese Sünde wieder vergeben? Freunde, in diesem Moment sollten wir uns dieser Wahrheit gewiss sein, dass es, wenn wir gesündigt haben, möchte Gott, dass wir zu ihm zurückkehren. Und ja, wir fühlen uns beschämt, dass wir gesündigt haben. Aber genau dieses Scham ist doch die Garantie dafür, dass wir uns im Herzen nicht danach sehen, weiter zu sündigen, sondern dass wir uns danach sehnen, mit Gott zu sein. Und Gott verspricht uns, dass er uns vergeben wird und damit er uns die Sünde aus unserem Leben entfernen möchte. Und das ist dieser Gott, den wir im Buch Jeremia finden. Der Gott, der nach all den Sünden das Volk wieder aufnehmen möchte und sagt: Und nachdem sie all das getan haben, hatte ich gedacht, sie kommen zu mir zurück. Und die Enttäuschung Gottes ist in dem Vers förmlich zu spüren, aber sie sind nicht zu mir zurückgekommen. Und noch viel schlimmer, das Königreich Juda hat angefangen das Gleiche zu tun, wie das Königreich Israel.

[16:51] Und so gehen wir weiter in den Montag und Dienstag. Und hier geht es nämlich genau das, um die falsche Religion und die wahre Religion. Wir fangen an mit der falschen Religion. Denn die wird uns hier sehr ausführlich beschrieben. Wir schlagen auf das Jeremia, und zwar im Kapitel 7, die Verse 1 bis 10. Ich gucke mich nur kurz, dass ich mich orientieren kann. Hier heißt es: Dies ist das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: Stelle dich in das Tor am Haus des Herrn, rufe dort dieses Wort aus und sprich: Hört das Wort des Herrn, ihr alle aus Juda und ihr zu diesen Toren hineingeht, um den Herrn anzubeten. So spricht der Herr, der Herrscher, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen. Verlasst euch nicht auf trügerische Worte, wie diese: Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist dies. Denn nur, wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, wenn ihr die Fremdlinge, die Witwen und Witwen nicht bedrückt und diese Städte kein unschuldiges Blut vergießt und nicht anderen Göttern nachwandelt, zu eurem eigenen Schaden, dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Also sagt hier kurzum, die Priester sagen euch: Gott wird uns nichts antun, denn hier steht der Tempel des Herrn und wo der Tempel des Herrn steht, da wird Gott sicherlich keine Zerstörung anrichten. Und Jeremia sagt, das ist eine Lüge, das stimmt gar nicht. Denn in Wirklichkeit geht es Gott um das, was ihr tut und die Gerechtigkeit, die ihr übt. Und wenn ihr an diesem Ort keine Gerechtigkeit üben werdet, dann werdet ihr auch nicht hier weiter wohnen.

[19:00] Und Vers 8: Siehe, ihr verlasst euch auf trügerische Reden, die keinen Nutzen bringen. Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, den Baal geräuchert habt und Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem Namen benannt ist und sprecht: Ihr seid gerettet, nur um dann all diese Gräuel weiter zu verüben. Jetzt muss man das erstmal fassen. Was Jeremia hier sagt ist: Schaut, was ihr macht. Ihr macht hier Ehebruch, Götzendienst und noch ganz andere Gräueltaten und dann kommt ihr hier ins Haus Gottes, setzt euch auf die Bank und sagt: Jawohl, wir sind das Volk Gottes, wir sind gerettet. Wenn wir das lesen so rückblickend, dann können wir sagen, das ist ja eigentlich eine große, große Täuschung. Sie haben sich ja selber wirklich getäuscht. Aber woher kommt diese Täuschung? Jeremia sagt uns hier, dass sie sich auf trügerische Reden verlassen haben. In anderen Worten oder im Klartext, sie haben sich darauf verlassen, was die geistlichen Lehrer ihnen gesagt haben. Ja ja, Gott wird nichts machen, ihr seid alles okay. Hier diese Sachen anrichten, sich anziehen wie die Welt und sich, ah ja, vegetarische Ernährung nicht so wichtig. Alles kein Problem, ihr seid gerettet. Und Jeremia sagt, das sind alles Lügen und ihr seid eben nicht gerettet.

[20:39] Interessant, solche Listen mit Gräueltaten kommen relativ, kommen noch öfter in der Bibel vor. Ich schlage mal eine hier auf in Galater 5, Verse 19 bis 21. Hier sind wir. Hier heißt es folgendes: Offenbar sind aber die Werke des Fleisches. Und was sind die Werke des Fleisches? Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Gott, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstzucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen. Wovon ich euch vorhersage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Wir alle stimmen damit überein. Wer mordet, wer Ehebruch begeht, der wird das Reich Gottes nicht erben. Aber, irgendwas stört mich schon. Warum ist Neid direkt neben Mord? Eifersucht mit Betrunkenheit und Gelage in einer Liste und der Ehebruch. Das sind ja wirklich nicht so große Sünden. Es gibt so Sünden, wenn die jemand tut, das ist ein Skandal bei uns in der Gemeinde. Aber so andere Sünden, schlecht über andere reden, ein bisschen neidisch sein. Ja, das ist jetzt nicht so. Da machen wir uns kein so großes Aufsehen. Und es gibt einen Grund, warum Paulus uns in die gleiche Liste packt. Er müsste uns nämlich ganz klar sagen: Das ist die gleiche falsche Religion. Das eine wie das andere führt am Ende zum Verloren gehen. Und das eine wie das andere müssen wir aus unserem Leben entfernen. Du mordest nicht, schön, aber du tust noch ganz andere Dinge, die in der gleichen Liste stehen, die du auch loswerden musst.

[22:37] Und das hat Gott schon immer gepredigt. Und die Menschen haben schon immer versucht, hier an den Kanten ein bisschen rumzuschrauben und zu sehen, ja, das ist ja nicht so schlimm und das geht. Ja, ein vegetarisches Essen ist halt nicht so tragisch. Und sich da ein bisschen Götzenbilder ins Haus zu stellen und uns am Wochenende die neuesten Spielfilme anzusehen, das ist ja nicht so schlimm. Da können wir trotzdem noch in die Gemeinde gehen und sagen, wir sind gerettet. Und vielleicht klang das, ich möchte jetzt nicht sagen, dass wer sich etwas im Fernsehen anguckt, verloren ist. Aber wir kommen noch zu dem Punkt, denn diese Thematik ist sehr ähnlich mit einer Thematik, die wir auch in einem der späteren Texte noch gleich finden werden. Aber wir sehen hier, dass die Menschen einfach dem vertraut haben, was die Apostel, die Priester, die Prediger gesagt haben, ohne es selber nachzuprüfen. Und dabei wäre es so einfach gewesen, einfach nur dem Geist der Weisheit zu trauen. Einfach nur zu gucken, was hat Jeremia gesagt? Was sagt die Bibel? Was sagt das Gesetz Gottes, sich danach zu richten? Und sie hätten tatsächlich sagen können, wir sind gerettet. Aber sie haben gesagt, wir sind gerettet und dabei waren sie eigentlich verloren. Dabei hatten sie eigentlich nicht die Gerechtigkeit Jesu in ihrem Leben.

[23:53] Und vielleicht kommt euch da eine andere Gemeinde in den Sinn. Eine Gemeinde im Neuen Testament, die auch sagt: Wir sind reich, wir brauchen nichts. Dabei sind sie nackt. Dabei haben sie genau die Gerechtigkeit Christi auch nicht an. Und das ist natürlich die Gemeinde Laodizea, die sich vor genau die gleiche Täuschung setzt. Zu sagen, sie sind gerettet, wobei sie gar nicht gerettet sind. Zu sagen, mit uns ist alles in Ordnung. Wo sie Sünden in ihrem Leben haben, die sie eigentlich aus dem Reich Gottes ausschließen. Das, meine Freunde, ist ein großer und wichtiger Punkt. Und es ist kein Punkt, der uns Unbehagen bereiten sollte. Es ist ein Punkt, der uns Unbehagen bereiten sollte, aber nicht Enttäuschung. Denn im gleichen Vers oder in der gleichen Passage in Laodizea, genauso wie im Buch Jeremia, kommt immer wieder der Aufruf: Kehrt zurück, gehorcht Gott, tut, was er sagt, und ihr werdet leben. Und genauso ist es mit uns, dass wir umkehren zu Gott, um zu leben. Denn die falsche Religion ist, ja, auf Lügen zu hören, zu denken, wir sind gerecht und es nicht zu sein.

[25:06] Aber was ist die wahre Religion? Nun, die wahre Religion ist ungefähr so einfach zu sehen, wie der Wind zu spüren ist, der hinter mir gerade kommt. Man muss ihn einfach nur akzeptieren. Und auch hier hilft uns die Sabbatschul-Lektion. Im Kapitel 10 des Buches Jeremia, da macht sich Gott etwas über die Götzenbilder lustig und sagt: Schaut mal auf eure Götzenbilder, die ihr euch da gewählt habt. Ihr müsst sie mit Gold überziehen, euch selbst basteln, mit Nägeln noch fixieren, damit sie nicht umfallen. Sie können weder reden, noch können sie hören und ihr betet sie an. Und dann sagt er da im Vers 16 was ganz Interessantes. Er sagt hier: Aber Jakobs Teil ist nicht wie diese, sondern der Schöpfer des Alls ist er. Und Israel ist der Stamm seines Erbteils. Herr der Herrscharen ist sein Name. Denn die Menschen haben sich ihre Götzen rausgesucht und selbst gebaut. Aber Gott sagt hier: Mit mir ist es ganz anders. Denn nicht ihr wählt mich, sondern ich habe euch gewählt. Und nicht ihr seid mein Erbteil. Und ja, das haben wir schon tausend Mal gehört, aber was bedeutet das eigentlich?

[26:36] Jeremia 2, Verse 20-21, er heißt es: Denn vor langer Zeit habe ich dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen. Aber du hast gesagt: Ich will nichts dienen. Gott hat Israel aus Ägypten gerettet. Er persönlich hat eingegriffen mit Zeichen und Wundern, um Israel rauszuführen. Und wir können das sehen im Vers, im Kapitel 3, Vers 14. Hier sagt er gar: Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr, denn ich bin euer Eheherr. Gott, er benutzt hier das Symbol der Ehe. Er hat Israel geheiratet. Er hat ganz eng mit Israel verbunden. Ich habe euch erwählt. Ihr seid meine Ehefrau. Und ihr habt gesagt: Ich möchte dir nicht dienen, obwohl ich so viel für euch getan habe. Und es ist ganz interessant, denn sie haben das eigentlich gar nicht gesagt am Anfang. Im 5. Mose schauen wir uns das mal eben an, dort am Berg Sinai, als Gott zu ihnen spricht aus dem Donner, aus den Wolken und sie anspricht da aus der Mitte des Berges. Und die Leute haben Angst vor Gott und vor dem, was er sagt. Und vor seinen Stimmen haben Angst, dass sie sterben werden. Und dann sagen sie folgendes zu Mose, im 5. Mose, Kapitel 5, Vers 27: Da heißt es: Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird. Und du sollst uns alles sagen, was der Herr, unser Gott, zu uns reden wird. Also jetzt geh du hin zu Gott und rede du mit Gott, dass er nicht mehr mit uns persönlich redet, damit wir nicht sterben, weil wir seine Stimme hören. Und dann sagen sie: Also höre, was er redet, und wir wollen darauf hören und es tun. Sie haben eigentlich gesagt, und das, was der Gott sagt, wir wollen es tun. Sie haben das Versprechen gegeben, dass sie das tun werden, was Gott sagt. Und dann sagt Gott, er antwortet, Vers 28: Als aber der Herr die Wortlaut eurer Rede hörte, die ihr mir geredet habt, da spricht der Herr zu mir: Ich habe den Wortlaut der Rede des Volkes gehört, die sie mit mir geredet haben, es ist alles gut, was sie geredet haben. Also Gott hat hier das Volk Israel gelobt. Es ist ein guter Entschluss zu sagen: Ich möchte das tun, was Gott zu mir sagt. Genauso ist es mit uns, wenn wir sagen: Gott, ich möchte das tun, was du sagst. Das ist ein guter Entschluss, von dem sich nicht umzukehren ist.

[29:04] Und Vers 29: Oh, wenn sie doch ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und all meine Gebote allzeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich. Und das ist interessant, denn Gott wusste ja schon, zu dieser Stunde, als er den alten Bund geschlossen hat, dass Israel ihm nicht dienen wird. Er sagt: Oh, wenn sie doch ein solches Herz hätten, damit sie mir wirklich dienen könnten. Als ob auch, so quasi impliziert zu sagen: Aber ich weiß, sie haben genau dieses Herz nicht. Und das bringt uns zur richtigen Religion. Denn die richtige Religion, die wahre Religion, da geht es um unser Herz.

[29:46] Kommen wir zurück, Buch Jeremia, Kapitel 17, die Verse 7 bis 10. Jetzt kommt wieder ein starker Wind, das ist immer ein bisschen schwierig beim Blättern. Und hier heißt es folgendes: Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut. Warum ist er gesegnet und dessen Zuversicht der Herr geworden ist? Denn er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt, der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommen, sondern seine Blätter bleiben grün, auch in einem dürren Jahr. Braucht er sich nicht zu sorgen und er hört nicht auf, Frucht zu finden. Gott vergleicht hier den, der sich mit ganzem Herzen auf Gott verlässt, wie ein Baum, der an diesem lebendigen Wasser gepflanzt ist. Und der Baum ist immer grün und immer lebendig. Und das ist ganz interessant, denn unser Glaubensleben sollte immer grün und immer lebendig sein. Aber selbst diesem Baum, dem ergeht es so, dass es doch mal ein Dürrejahr gibt. Und so gibt es auch in unserem Glauben mal Dürrejahre, mal schwierige Zeiten, durch die wir hindurchgehen. Aber das Versprechen ist, wenn wir am Herrn gebaut sind, dann werden uns diese Dürrejahre, auch wenn sie schwierig sind, nichts anhaben können. Denn unsere Kraft kommt vom Herrn direkt.

[31:20] Und schaut mal, was hier heißt im nächsten Vers. Ist so interessant, Vers 9: Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig, wer kann es ergründen? Ja, das wusste Gott schon damals, als die Juden versprochen haben, sie werden seine Gebote halten. Denn er wusste schon, das Herz ist aber überaus trügerisch und tut nun mal falsche Sachen. Und das Herz möchte sündigen. Aber Vers 10: Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem Einzelnen zu vergelten, entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Furcht seiner Taten. Das heißt, Gott testet uns, Gott richtet uns nach unserem Herzen. Das heißt, wir sind alle verloren, oder?

[32:00] Jeremia Kapitel 29, Vers 13. Hier heißt es: Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet. Das heißt, wann werden wir Gott haben, wann werden wir Gott in unserem Leben finden und am Wasser des lebendigen Wassers gebaut sein, wenn wir Gott von ganzem Herzen suchen. Glauben ist eine Herzenssache und gerettet sein genauso.

[32:35] Und dann kommen wir zum berühmten Jeremia Kapitel 31, Vers 33, den Neuen Bund. Den Neuen Bund korrigiert Gott hier, ja, die Schwachheit des menschlichen Versprechens. Den Fehler des alten Bundes, der nicht mit ihm liegt, sondern mit den Menschen, die versprochen haben, sie werden die Gebote halten, aber es natürlich nicht können. Und Gott wusste das und Gott korrigiert jetzt den Fehler durch den Neuen Bund, indem er sagt: Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, so spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Das heißt, was ist die Lösung des Problems? Nach Gott, es ist, dass er das Gesetz in unser Herz schreibt, somit unser Herz dann nicht mehr trügerisch, sondern das Gesetz steht drin und das bedeutet wahre Religion, das Gesetz in unserem Herz geschrieben zu haben und danach sollten wir streben.

[33:46] Und wenn Gott, und hier möchte ich kurz was erwähnen, wenn Gott versprochen hat, dass er das Gesetz in unser Herz legen kann, dann kann er das auch tun. Und das ist ganz wichtig, denn als Gott gesagt hat: Es werde Licht, da wurde es Licht. Und wenn Gott sagt: Hier stehe ein pinker Elefant, dann steht da ein pinker Elefant, denn Gottes Wort hat schöpferische Kraft. Und wenn Gott sagt, dass er das Gesetz in ein Herz schreibt, dann können wir daran glauben, mit dem festesten Glauben, den wir aufbringen können und mit dem Glauben, den Jesus uns schenkt, dass Gott uns erretten wird und uns das Gesetz in unser Herz schreiben kann und uns gerecht machen kann, denn er hat es versprochen. Und das, meine Freunde, das ist wahre Religion. Nicht in Lügen zu glauben, sondern Gottes Wort.

[34:42] Am Mittwoch geht es dann darum, wie tief sie fielen. Es geht um den Götzendienst, den sie angefangen haben. Wir haben schon gesagt, in Jeremia 10 macht sich Gott etwas lustig über die Götzen und sagt, wie lächerlich es ist, Götzen nachzufolgen. Warum ist es lächerlich und warum ist es ein Problem? Das lernen wir hier im Psalm 115. Denn da sagt Gott etwas ganz Interessantes. Psalm 115, die Verse 3 bis 8. Psalm 115, das ist nicht der lange, das ist kurz vor dem langen Psalm. Die Verse 3 bis 8. Hier steht: Aber unser Gott ist im Himmel. Er tut alles, was ihm wohlgefällt. Ihre Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Ohren haben sie und hören nicht. Eine Nase haben sie und riechen nicht. Hände haben sie und greifen nicht. Füße haben sie und gehen nicht. Ihre Kehle geben sie keinen Laut. Ihnen gleichen werden die, welche sie machen. Erstmal zeigt er uns, dass die Götzen völlig nutzlos sind und dann sagt er uns etwas Interessantes. Und zwar, dass diejenigen, die die Götzen anbeten, genauso werden wie ihre Götzen. Und das sehen wir nämlich im Buch Jeremia, und zwar in Kapitel 5, Vers 21. Zurück ins Buch Jeremia. Ihr seht schon, ich kann nicht predigen. Das Einzige, was ich kann, ist aus der Bibel vorzulesen. Aber ich hoffe, wir können was daraus lernen. Und trotzdem. 5, Vers 21: Hört doch dies, du törichtes Volk, ohne Einsicht, die ihre Augen haben, doch nichts tun, nichts sehen, die ihre Ohren haben und doch nicht hören. Und Gott sagt hier: Ihr habt Ohren und ihr hört nicht und ihr habt Augen und ihr seht nicht. Und wer hat es auch? Die Götzen. Das heißt, die Menschen sind tatsächlich nicht ihre Götzen geworden. Sie haben geistliche Einsicht und geistliches Verständnis total verloren. Gott hat zu ihnen direkt gesprochen und sie haben einfach gedacht: Oh, wir sind gerettet. Wir tun all dies, aber wir sind gerettet.

[36:54] Und hier ist eine Warnung für uns. Denn ich habe vorher schon ein bisschen das Fernsehschauen angesprochen. Ich möchte es nochmal erwähnen. Ist es eine Sünde, Spielfilme anzusehen? Ich möchte nicht sagen, dass es eine Sünde per se ist. Aber was ist das Problem damit? Das Problem damit ist, dass mit dem, was wir uns beschäftigen, was wir schauen, so werden wir. Und wenn das Fernsehen unsere Götze ist, und das passiert so leicht. Und wenn wir oft Filme anschauen, dann werden wir so wie das, was wir dort sehen. Und wir wissen, dass die Menschen, die Schauspieler und die Persönlichkeiten, die die Schauspieler verkörpern, keine Menschen sind, die Gott gehorchen. Sondern Menschen sind, die kein geistliches Verständnis haben, die keine geistliche Sicht haben, die die Bibel nicht kennen oder in manchen Fällen sogar kennen und offen dagegen rebellieren. Und deswegen ist es nicht gut, diese Dinge anzusehen. Und deswegen ist es nicht gut, sich Spielfilme und solche Sachen im Fernsehen anzusehen. Deswegen ist es gut, sich mit der Bibel zu beschäftigen und sich mit geistlichen Themen zu beschäftigen und sich mit Gott zu beschäftigen und Jesus Christus. Denn wir werden so wie den Gott, mit dem wir uns beschäftigen und um den wir uns kümmern. Und das war die größte Sünde von den Völkern Judas damals. Nicht weniger wie unsere Sünde heute, mit den ganzen Unterhaltungsmedien um uns herum. Und sie sind sehr tief gefallen deswegen. Denn sie haben diese Herrlichkeit verloren, zu denen Gott sie eigentlich führen wollte.

[38:46] So, ich musste kurz die Kamera wechseln, weil die Batterie leer war. Wir machen gleich weiter. Wie sollen wir sein? Ein Vers aus dem Neuen Testament, Epheser 5, das Kapitel 1. Sehr schöner Vers. Ich studiere gerade das Buch Epheser. Und da steht: Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder. Und das können wir nicht nicht unterbetonen. Wir sollten Gottes und Jesu Nachahmer werden. So tun, so zu entscheiden, so zu denken wie Gott und Gerechtigkeit zu üben und uns mit den rechten Dingen beschäftigen.

[39:30] Und nun kommen wir zum Donnerstag und somit dem letzten Thema hier. Und das ist das Thema der Übrigen. Folgender Vers wird angeführt. Vers, Kapitel Jeremia, Kapitel 23, die Verse 1 bis 8, die heißt das Folgendes: Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und zerstreuen, spricht der Herr. Darum, so spricht der Herr, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und nicht nach ihnen gesehen. Siehe, ich werde an euch die Bosheit eurer Taten heimsuchen, spricht der Herr. Er sagt, da gibt es falsche Hirten, die die Herde, also die Gemeinde, ja zerstört haben, zersprengt in alle Himmelsrichtungen. Und das ist ein Bild der Könige damals, die ja so regiert haben, dass eben das Volk eingenommen wurde und abtransportiert.

[40:23] Und dann heißt es hier in Vers 3: Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe sammeln aus allen Ländern, denn wohin ich sie versprengt habe. Und ich werde sie wieder zu ihren Weideplätzen bringen, dass sie fruchtbar sein und sich mehren sollen. Zwei Dinge, die wir beobachten aus diesem Vers. Erstens, Gott spricht hier über den Überrest, ja, oder die Übrigen. Das ist die gleiche Idee. Und Gott sagt hier, also in den Versen davor hieß es noch, dass die falschen Hirten die Gemeinde versprengt haben. Jetzt sieht es so aus, als ob Gott selbst die Schafe versprengt hat und sie entsprechend wieder sammeln wird. Und das ist interessant. Halten wir das mal in Gedanken. Gott versprengt und Gott sammelt danach wieder. Und zwar sammelt er nicht alle, sondern die Übrigen.

[41:09] Und dann heißt es Vers 4: Und ich werde Hirten über sie setzen, die sie weiden sollen. Sie werden sich nicht mehr fürchten, noch erschrecken müssen. Auch soll keines vermisst werden, spricht der Herr. Siehe, es kommen die Tage, da spricht der Herr, da werde ich den David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In diesen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit. Der Herr ist unsere Gerechtigkeit. Da gibt es einen Parallelvers direkt im Jeremia, und zwar ist das im Kapitel 33. Ähnliche Passage. Und wo hier Jesus, der Herr unserer Gerechtigkeit, genannt wird, wird in der Parallelstelle Juda und Jerusalem mit dem Titel bezeichnet: Der Herr unsere Gerechtigkeit. Sehr interessant. Leider haben wir nicht die Zeit, da hinein zu gehen in dieses spannende Thema. Aber wir wollen uns hier um das Thema der Übrigen kümmern.

[42:30] Und dann im Vers 7 und 8, Vers 7 schon gelesen, Vers 8, nein, Vers 7. Darum siehe, es kommen die Tage, spricht der Herr, da wird man nicht mehr sagen: So war der Herr lebt, der die Kinder Israels aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, sondern so war der Herr lebt, der den Samen des Hauses Israel aus dem Land des Nordens herausführt und wiedergebracht hat. Und aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe, und sie sollen wohnen in ihrem Land. Also hier gibt es wieder einen Hinweis auf die Übrigen oder auf diese Idee der Übrigen. Und zwar ist es der Samen des Hauses Israels, den Gott wieder sammelt. Und es scheint hier, dass Gott eine neue Ära anspricht. Er sagt, in der Vergangenheit hat er immer gesagt: Gott, der uns aus Ägypten herausgeführt hat. Und Gott sagt hier: Aber in Zukunft, aber in Zukunft werdet ihr sagen: Der Herr, der uns aus all den Ländern herausgeführt hat, in denen er uns verstreut hat. Das hat sich erfüllt zu der Zeit, als Jesus gekommen ist, der Spross Davids. Und wir wissen, die neue Ära, das war, als die Heiden jetzt ins Volk Israel, ins geistliche Volk Israel aufgenommen wurden. Oder als sich die Heiden angefangen haben zu bekehren und die Missionare ausgingen.

[43:58] Aber unser großes Thema ist ja die Übrigen. Warum ist es so wichtig? Denn in der Offenbarung im Kapitel 12, dass wir jetzt kurz aufschlagen, denn das kenne ich nicht auswendig. Offenbarung 12, Vers 17 heißt es: Und dass niemand kaufen. Nein, das ist falsch. Ich bin aber im Vers 13, im Kapitel 13. 12, Vers 17, ja heißt es: Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihren Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben. Hier wird eine Gruppe beschrieben, am Ende der Zeit, die von Satan verfolgt wird, aus zwei Gründen. Denn sie haben die Gebote Gottes und das Zeugnis Jesu. Das Zeugnis Jesu, wissen wir, ist der Geist der Weissagung. Das ist Offenbarung Kapitel 21. Und diese Gruppe wird genannt: Die Übrigen von ihrem Samen, also die Übrigen der Frau, der treuen Gemeinde. Und deswegen nennen wir uns als Adventisten ja die Gemeinde oder das Volk der Übrigen.

[45:18] Jetzt gibt es aber einige Menschen, die mit diesem Ausspruch oder mit dieser Benennung etwas kalte Füße kriegen oder etwas Gänsehaut. Denn das hört sich so elitär an. Ja, wir sind die Übrigen. Ja, wir sind so die einzigen, die Geretteten, die tollen. Aber was bedeutet es eigentlich, sich die Übrigen zu nennen? Das hat eine ganz spezielle Bedeutung in der Bibel. Und wir wollen das etwas untersuchen und kennenlernen. Denn wenn wir das lernen und wissen, was es bedeutet, dann werden wir auch verstehen, was wir damit eigentlich sagen. Und dann brauchen wir keine Gänsehaut mehr bekommen.

[45:56] Und wir fangen an im 1. Könige im Kapitel 19, Vers 18. Hier im 1. Könige ist die Geschichte von Elia, der kurz zuvor ja gegen die ganzen Baalspriester weissagte. Und dann kamen da, die da um diesen Altar getanzt haben und da passiert nichts. Und dann kam Elia, hat einmal gebetet und dann kam das Feuer vom Himmel. Und dann wurden all diese Baalspriester umgebracht und der rechte Gottesdienst anerkannt von Gott. Und danach ist Elia ganz erschöpft in die Wüste gerannt, hatte seine schwierige Zeit. Und da sagt ihm Gott etwas im Kapitel 19, Vers 18. Und es heißt hier: Ich aber habe in Israel 7.000 übrig bleiben lassen, nämlich alle, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht geküsst haben. Gott sagt hier zu Elia: Du bist nicht allein. Denn Elia hat ja gedacht, ich bin der Einzige, der übrig geblieben ist. Und Gott sagt: Nein, nein, es sind noch 7.000, die treu zu mir sind, trotz all der offensichtlichen Umstände oder der Anschein, trotz all des Anscheins. Und hier lernen wir das Prinzip der Übrigen. Das bedeutet, dass es Menschen gibt, die Gott noch treu sind, auch in Zeiten, wo alle anderen untreu sind, obwohl sie vorgeben natürlich Gott zu dienen. Und es ist ganz interessant zu sehen, dass hier die Anzahl der Übrigen 7.000 Mal größer ist, als Elia es eigentlich gedacht hat. Das ist eine gute Lektion für uns.

[47:42] Und dann gehen wir hier in 5. Mose, 5. Mose Kapitel 30. Und hier zeigt uns Gott seinen Plan, seinen Masterplan, von dem wir lernen, was es mit den Übrigen auf sich hat. 5. Mose Kapitel 30, die ersten drei Verse. Es wird aber geschehen, wenn all diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat. Und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehörst, in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, verstreut hat. Im Klartext: Gott hat einen Plan. Wenn er diese Richtsurteile über Israel bringt, hat er einen Plan. Und zwar hat er den Plan, die Völker zu verstreuen, die Menschen zu verstreuen unter die Heiden, damit sich das Volk Israel unter den Heiden am Kopf kratzt und sagt: Moment mal, warum sind wir eigentlich in dieser Misere? Erkennen, dass es der Grund dafür ist, dass sie Gott nicht gehorcht haben. Sich zu Gott von ganzem Herzen bekehren, damit Gott dann diejenigen, die sich von ganzem Herzen bekehrt haben, wieder sammeln kann. Und diejenigen nennt er die Übrigen.

[49:34] Und das interessanterweise sehen wir ganz oft in der Bibel. Zum Beispiel gerade mit dem babylonischen Exil, als dann die Leute verstreut wurden und dann diejenigen, die gerecht oder die treu waren, am Ende mit Nehemia und Esra dann wieder zurückgeführt wurden nach Jerusalem. Und alle, die sich dann ein schönes Leben gemacht haben und nicht geschert haben um Gott, die eben in Babylon blieben. Wir haben das auch mit dem Evangelium, als also das Evangelium erst an die Juden gebracht wurde, die es nicht akzeptiert haben und es dann an die Heidenvölker ging und also wieder nur diejenigen ins geistliche Israel gebracht wurden, die das Evangelium annahmen. Also wieder ein Verstreuen derjenigen, in diesem Fall ein geistliches Verstreuen der Außerwählten und ein Sammeln der Treuen, der treuen Übrigen. Und das gleiche werden wir noch mal sehen. Und zwar in der Zeit der Trübsal, in der Sichtung der letzten Generation. Wenn Gott diese schwierige Zeit über uns bringen wird, wird er noch mal diejenigen aussortieren, die wirklich treu sind, die wirklich ihm nachfolgen. Und diejenigen, die ja nur so dabei sind, weil sie halt kulturelle Adventisten sind. Und in diesem Fall wird genau das gleiche passieren. Gott wird uns zerstreuen und wird diejenigen reinholen, die wirklich gottstreu sind. Und das sind dann nicht nur Adventisten. Das sind alle diejenigen, die in dieser Zeit wirklich gottstreu sind, die sich nicht dem Tier der Offenbarung unterstellen, sondern die das Siegel Gottes empfangen. Gleiches Prinzip.

[51:23] Und wir sehen das hier im Römer Kapitel 9. Zweite letzter Vers für heute. Römer Kapitel 9, Verse 24 bis 27. Hier heißt es folgendes: Als solche hat er auch uns berufen. Nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Also er zeigt diese Berufung jetzt ins Evangelium von den Juden, aber auch den Heiden. Spricht also über das. Dann spricht er über eine Weissagung von Hosea. Und dann im Vers 27 sagt er: Jesaja aber ruft über Israel aus: Wenn die Zahl der Kinder Israels wäre wie der Sand am Meer, so wird doch nur der Überrest gerettet werden. Und er zeigt uns hier dieses Prinzip des Überrestes. Es kann sein, dass Israel eine sehr große Nation ist. Und doch werden nur die gerettet, die das Evangelium angenommen haben. Also ein kleiner Überrest wird herausgerettet. Gott filtert immer. Er nimmt immer heraus diesen Überrest aus den großen Ganzen. Sagt, diejenigen sind die Treuen. Die nehme ich heraus. Mit denen mache ich mein Königreich.

[52:29] Und so ist es auch heute. Denn wenn wir das auf die Adventgemeinde anwenden, dann haben wir viele, viele 14 Millionen und mehr Adventisten auf dieser Welt. Aber Gott wird die Übrigen herausnehmen, die Gott wirklich treu sind. Die ihm wirklich treu sind. Und aus den Heidenvölkern, aus den anderen Kirchen, selbst aus den Heiden und anderen Religionen diejenigen, die Gott treu sind. Und durch diese Zeit des Trübsals sich als treu erweisen. Wo sehen wir das? Im Daniel Kapitel 14. Einfach zu zeigen hier, dass ich mir das nicht alles ausdenke, was ich sage. Daniel Kapitel 12.

[53:24] Und wir enden hier das Buch Jeremia mit dem wohl adventistischsten Buch der Bücher der Bibel. Das ist Daniel Kapitel 12. Und hier heißt es im Vers 1: Hört mal. Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht. Denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird ein Volk gerettet werden. Jeder, der sich in dem Buch geschrieben findet. Das heißt, ganz am Ende des Untersuchungsgerichtes wird sich Michael, Jesus Christus, erheben. Es wird eine Zeit des Drangsals geben, wie es keine jemals zuvor gab. Und in dieser Zeit werden die Treuen, diejenigen, die in den Büchern geschrieben stehen, geschrieben worden sind, ja, diejenigen werden gerettet werden.

[54:22] Und im Vers 10 heißt es diesbezüglich, nein, ja, Vers 10: Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden. Und die Gottlosen werden gottlos bleiben und kein Gottloser wird es verstehen. Aber die Verständigen werden es verstehen. In dieser Zeit wird gereinigt, es wird gesichtet, es wird gerüttelt, es wird geschüttelt und Menschen werden, ja, wie heißt es hier, geläutert werden, wie Gold im Feuer. Der Glaube wird geprüft werden und derjenige, der wahren Glauben hat, nicht derjenige, der am meisten studiert hat, derjenige, der den größten Doktortitel hat, sondern derjenige, der am treuesten im Glauben zu Gott ist. Derjenige wird verstehen und er wird gerettet werden.

[55:07] Und somit der Aufruf an uns: Lasst uns treu an Gott halten. Lasst uns nicht auf die Lügenworte von Menschen hören. Lasst uns nicht einfach nur auf den Menschen vertrauen, die uns sagen: Ja, ja, ihr seid schon gerettet. Sondern lasst uns selbst im Geist der Weissagung, im Buch Jeremia, im ganzen Buch der Bibel und im Buch unserer eigenen persönlichen und sehr wichtigen Inside-Prophetin Ellen G. White suchen, wie wir den Willen Gottes tun können, wie Gott sein Gesetz in unser Herz schreiben kann, wie wir mit vollem Glauben in sein Wort leben können, durch diese letzte Trübsal hindurch das Land, das gelobte Land, das Land Kanaan, das himmlische Land in Besitz nehmen können. Lasst uns festhalten an Gott.

[56:06] Somit verabschiede ich euch hier aus Brasilien mit einem starken Wind, der ganz gut ist bei dieser ganzen Hitze. Gott segne euch für diesen Sabbat und ihr könnt euch wieder freuen auf die nächste Sabbat-Juho-Lektion dann im nächsten Jahr. Eine schöne Ferienzeit noch und einen schönen Jahreswechsel. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.