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Manuskript zur Sendung >>> CSH 15 Q4 04 – Zurechtweisung und Vergeltung – Sendemanuskript

In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe von Bogdan Tanase geht es um die Themen Zurechtweisung und Vergeltung im Buch Jeremia. Der Vortrag beleuchtet die Folgen des Vertrauens auf Menschen statt auf Gott und vergleicht den Segen derer, die auf Gott vertrauen, mit dem Fluch derer, die es nicht tun. Es wird die tiefgreifende Natur der Sünde und die Notwendigkeit eines neuen Herzens thematisiert, sowie die Bedeutung von authentischem Glauben und die Rolle des Gebets.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q4: Jeremia

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Dieses Mal nicht aus Brasilien, sondern tatsächlich aus Bad Cannstatt in Stuttgart. Und heute behandeln wir das Thema Zurechtweisung und Vergeltung. Und bevor wir das tun, möchten wir wie gewohnt ein Gebet sprechen. Unser Herr Jesus, hab Dank für dein Wort und für dieses wichtige Thema, das du uns auch heute mit uns studieren möchtest. Gib uns die richtigen Gedanken und führe uns mit deinem heiligen Geist, so dass wir verstehen und erkennen können, was du uns zu sagen hast und wie wir es in unserem Leben umsetzen können. Hab Dank dafür. Amen.

[0:55] Es gibt nichts Neues unter der Sonne, sagte Salomo im Buch der Prediger, Kapitel 1, Vers 9. Und das gilt auch für die Propheten Gottes, die immer wieder Verfolgung und Unterdrückung erleiden mussten, weil die Menschen, denen sie die Botschaft Gottes brachten, diese nicht annehmen wollten. Aus Korinther, Kapitel 10, 1. Korinther, Kapitel 10 und dort Vers 11, lesen wir folgendes. 1. Korinther, Kapitel 10, Vers 11. Dort lesen wir: Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeit gekommen ist. All diese Dinge, die in der Bibel aufgeschrieben sind, auch das, was das Volk Israel erlebt hat, sind Vorbilder für uns, dass wir daraus lernen können und es besser machen können. Und auch diese Geschichte über die Propheten, wie die Botschaft, die Gott durch die Propheten an sein Volk gerichtet hat und wie das Volk damit umgegangen ist, diese Geschichten sind sehr wichtig für uns, dass wir das verstehen und dass wir das erkennen und in unserem Leben auch umsetzen.

[2:24] Schauen wir Jeremia, Kapitel 17 und dort Vers, ab Vers 5. Jeremia, Kapitel 15, Kapitel 17, Entschuldigung, und dort ab Vers 5 und wir lesen erst mal bis Vers 8, denn dieser Abschnitt, da werden die Verse 5 und 6, denn Versen 7 und 8 gegenübergestellt. Wir lesen hier: So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn weicht. Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Einöde. Er wird nichts Gutes kommen sehen, sondern muss in dürren Wüsten strichen hausen, in einem salzigen Land, wo niemand wohnt. Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Zuversicht der Herr geworden ist. Denn er wird sein wie ein Baum, der im Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt, der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün. Auch in einem dürren Jahr braucht er sich nicht zu sorgen und er hört nicht auf, Frucht zu bringen.

[3:38] Und hier sehen wir, Segen und Fluch wird ausgesprochen und diese zwei Menschengruppen werden hier gezeigt. Zum einen im Vers 5: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn abweicht. Gott warnt jeden davor, sich von ihm zu trennen und auf Menschen zu vertrauen. Doch leider sehen wir, dass in der Geschichte Israels es immer wieder so gekommen ist. Wir sehen zum Beispiel im Psalm 118, Vers 8 bis 9, da greift auch der Psalmist dieses Thema auf. Psalm 118, Vers 8 und 9 und dort lesen wir: Besser ist es beim Herrn, Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen. Besser ist es bei dem Herrn, Schutz zu suchen, als sich auf Fürsten zu verlassen. Also egal, was es für Menschen sind, in welcher Position sie sind, selbst wenn es Fürsten und Könige sind, ist es doch besser, sich auf Gott zu verlassen, als auf diese Menschen.

[4:53] In Jesaja Kapitel 31, da spricht Jesaja auch über das Volk, das Schutz bei den Ägyptern suchte. Dort lesen wir Vers 1 bis 9. Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen, um Hilfe zu suchen und sich auf Pferde verlassen, um auf Streitwagen zu vertrauen, weil es so viele sind und auf Reiter, weil sie sehr stark sind, aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und den Herrn nicht suchen. Aber auch er ist weise und führt Unheil herbei und er nimmt seine Worte nicht zurück, sondern er steht auf gegen das Haus der Bösen und gegen die Hilfe der Übeltäter. Denn die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist. Der Herr braucht nur seine Hand auszustrecken, so wird der Helfer straucheln, und der, dem geholfen werden sollte, wird fallen, sodass sie alle miteinander umkommen. Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Wie der Löwe und der junge Löwe über seine Beute knurrt, wenn man gegen ihn die ganze Menge der Hirten zusammenruft, und vor ihrem Geschrei nicht erschrickt, noch vor ihrer Menge sich duckt, so wird auch der Herr der Herrscharen herabkommen, um auf dem Berg Zion und auf dessen Höhe zu kämpfen. Wie flatternde Vögel ihre Jungen, so wird auch der Herr der Herrscharen Jerusalem beschirmen, ja beschirmen und erretten, verschonen und befreien. Kehrt um, ihr Kinder Israels, zu ihm, von dem ihr so weit abgewichen seid. Denn an jenem Tag wird jedermann seine silbernen und goldenen Götzen wegwerfen, die eure Hände gemacht haben, sodass es euch zur Sünde wurde. Und der Assyrer wird fallen durchs Schwert, doch nicht das eines Mannes, ein Schwert wird ihm fressen, aber nicht das eines Menschen. Und er wird von dem Schwert fliehen, und seine jüngsten Krieger sollen zu Zwangsarbeitern werden. Sein Fels wird vor Furcht vergehen, und seine Fürsten werden vor dem Kriegsbanner erschrecken, spricht der Herr, der in Zion sein Feuer hat und in Jerusalem sein Feuer herrscht.

[6:58] Wir sehen, dass die Israeliten hier Schutz bei Ägypten gesucht haben, und Gott zeigt ihnen, er zeigt ihnen auf: Egal was ihr tut, ich bin mächtiger. Warum verlasst ihr euch nicht auf mich? Ich kann euch helfen, ich kann euch retten. Und ein wichtiges Prinzip, was mir jetzt auch beim Lesen dieses Abschnittes so herausgestochen ist, ist in Vers 3, wo da steht: Denn die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist. Der Geist ist mächtiger als das Fleisch. Anne White schrieb in der Ausgabe von Review and Herald vom 4. August 1904 schrieb sie folgendes: Die Verbindung, welche die Israeliten mit den heidnischen Völkern eingingen, hat zur Folge, dass sie die Identität als Gottes besonderes Volk verloren. Sie nahmen die sündigen Sitten derer an, mit denen sie die verbotenen Verbindungen eingegangen waren. Durch ihre Beziehungen zu Weltmenschen, durch ihre Beziehungen zu Weltmenschen, verloren sie die erste Liebe und den Eifer für Gottes Sache. Die Vorteile, die sie sich erhofften, brachten nur Enttäuschung und viele Seelen gingen dabei verloren.

[8:32] Und jetzt die Anwendung für unsere Zeit. Die Erfahrung Israels wird die Erfahrung all derer sein, die in der Welt Kraft suchen und sich vom lebendigen Gott abwenden. Wer den Allmächtigen, die Quelle aller Kraft, verlässt, wer sich mit Weltmenschen verbindet und von dort seine Hilfe erhofft, wird moralisch geschwächt werden, wie diejenigen, auf die er vertraut. Weder der Anschein, Gott nahe zu sein, noch der Anspruch, mit ihm verbunden zu sein, wird Annahme bei Gott finden, wenn jemand den Herrn entehrt, indem er sich auf den Arm weltlicher Macht verlässt. Dieses Zitat ist auch im Bibelkommentar zu Jeremia Kapitel 17 Vers 5 zu finden. Was Gott möchte, finden wir auch in Sprüche 3 Vers 5 und 6. Sprüche Kapitel 3 Vers 5 und 6, denn dort spricht er und sagt: Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf all deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen. Wir sollen uns nicht auf Menschen verlassen, ja nicht einmal auf unseren eigenen Verstand. Nur Gott kann uns unsere Wege ebnen. Er kann Wege schaffen, wo keine Wege sind und Türen öffnen, die verschlossen sind.

[9:50] Lass uns zurückgehen zu Jeremia Kapitel 17 und uns dort die Verse den Vers 7 noch anschauen. Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Zuversicht der Herr geworden ist. Gesegnet ist der Mann. Und wir werden dazu gleich noch einen anderen Text anschauen, der die gleiche Aussage hat. Aber davor möchten wir uns noch die Verse 6 und 8 anschauen, denn hier in Vers 6 werden uns die Konsequenzen aufgezeigt, die daraus resultieren, wenn wir uns von Gott trennen und lieber Menschen vertrauen. Wir lesen: Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Einöde. Er wird nichts Gutes kommen sehen, sondern muss in dürren Wüsten strichen hausen, in einem salzigen Land, wo niemand wohnt. Und auch hier haben wir den Vergleich zu dem, der auf Gott vertraut. In Vers 8 lesen wir: Denn er wird sein wie ein Baum, der im Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt, der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün. Auch in den dürren Jahren braucht er sich nicht zu sorgen und er hört nicht auf, Frucht zu bringen.

[11:28] Wir sehen hier den einen, der als ein kahler Strauch bezeichnet wird und der andere, der als ein grüner Baum, der immer Früchte bringt, bezeichnet wird. Und dieses Bild von dem Baum finden wir auch in Psalm 1. Auch ein sehr bekannter Psalm. Psalm 1. Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht und alles, was er tut, gerät wohl. Und auch hier gibt es die Gegenüberstellung von dem Gerechten und dem Ungerechten, dem Gottlosen. Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.

[12:29] Wir sehen hier immer, Gott vergleicht diejenigen, die auf ihn vertrauen, als ein Baum, der Früchte bringt. Jemand, der gute Werke hervorbringt, die Früchte des Geistes hervorbringt und diejenigen, die sich auf Menschen verlassen, stellt er als nutzlos dar. Spreu im Wind, ein dürrer, vertrockneter Strauch.

[12:47] Schauen wir in Jeremias Kapitel 17, Vers 9, denn im Anschluss an dieser Gegenüberstellung finden wir eine Aussage, die sehr wichtig ist. Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann es ergründen? Beispiele dafür, wie böse das Herz des Menschen wirklich ist, finden wir mehr als genug in der Geschichte, in unserem Umfeld, in der Welt. Aber vielleicht klären wir zunächst mal, was das Herz in der Bibel ist. In Hebräer Kapitel 4, Vers 12, lesen wir: Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Und es dringt durch, bis es schneidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.

[14:01] In der Bibel ist das Herz der Ort, wo die Gedanken und Gesinnungen sind. Und das ist in unserem heutigen Verständnis der Verstand, der Verstand des Menschen. Das Herz ist also böse. Warum? Wo beginnt die Sünde? Sie beginnt in unserem Verstand, in biblischer Sprache, in unserem Herzen. In Jesaja Kapitel 14 und dort, Vers 13, lesen wir von Luzifer, der sich in seinem Herzen vorgenommen hatte, sich über die Sterne Gottes zu erheben. Und wir sehen auch in 1. Samuel Kapitel 16, Vers 17, lesen wir darüber, dass Gott nicht das Aussehen des Menschen beurteilt. Er schaut nicht auf das Äußere, er schaut auf das, was innen ist, also auf den Charakter, auf die Wesensart des Menschen. Und die Wesensart wird geprägt oder gebildet durch die Gedanken und Gesinnungen. Gott schaut ins Herz.

[15:12] Und auch ein weiterer Vers, um zu zeigen, dass in der Bibel das Herz für den Verstand steht, ist in Nehemia Kapitel 5, Vers 7, wo steht: Und mein Herz überlegte in mir. Und das Herz kann nur überlegen, wenn dort Gedanken drin sind, richtig? Als Jesus in der Bergpredigt in Matthäus 5 davon sprach, dass Ehebruch bereits im Gedanken beginnt, dann hat er vermutlich sich auf diesen Vers oder auf diesen Text bezogen.

[15:48] Nehemia Kapitel 17, wir kommen zu Vers 10. Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem Einzelnen zu vergelten, entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten. Und wir sehen zum einen, ein weiterer Text, der zeigt, Gott ist der Einzige, der die Gedanken des Menschen kennt und das Herz erforscht. Und zum anderen sehen wir auch, dass die Frucht der Taten eine wichtige Rolle spielt. Das Volk Gottes damals hatte sich von Gott abgewendet, weil sie ihm nicht vertrauten. Und wenn wir jetzt hergehen und sagen, okay, wir wollen von damals lernen, das soll ein Vorbild sein für uns heute, dann stellt sich die Frage: Wie ist es heute? Haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Vertrauen wir Gott bedingungslos? Gehen wir zu ihm, wenn wir Probleme haben, oder ist er eher unsere letzte Rettung? Glauben wir daran, dass Gott die Kraft hat, alle unsere Probleme, wenn auch auf seine Weise, zu lösen? Und es ist wichtig, dass wir jeden Tag die Entscheidung für uns treffen, Gott zu vertrauen, egal was kommen mag.

[17:32] Wir haben jetzt in Kapitel 17 bei Vers 5 angefangen, doch wir möchten uns jetzt auch die Verse 1 bis 4 anschauen. Und in Vers 1 lesen wir: Die Sünde Judas ist aufgeschrieben mit eisernen Griffel und eingegraben mit diamantener Spitze auf die Tafeln ihres Herzens und auf die Hörner eurer Altäre. Die Sünde ist eingraviert auf den Herzen. In der Natur finden wir immer wieder Bilder, die uns wichtige Wahrheiten verdeutlichen. Und hier an dieser Stelle greift Gott das Bild einer Gravur auf, wo etwas eingraviert wird. Es wird reingeritzt. Und wie kann man eine Gravur wieder wegbekommen? Wie kann man sie wieder löschen? Das funktioniert nicht wie bei einem Füller, wo man da mit dem Tintenkiller drüber geht und es ist verschwunden. Es geht nicht, dass man es wegkratzt, wie bei einem Bleistift. Es ist fest eingeritzt, eingraviert in diesem Material. Wie ist es nun möglich, das wegzubekommen? Nun, wenn man zum Beispiel mit einem eine Gravur auf einen Ring oder auf ein Metallstück macht und damit dann zum Goldschmied geht und sagt: Ich möchte diese Gravur hier wieder entfernt haben, dann kann der Handwerker oder der Goldschmied nichts anderes machen, als es wegzuschleifen und auszupolieren. Dabei wird Material abgetragen. Und es ist nicht beliebig oft wiederholbar, denn irgendwann gibt es kein Material mehr, das man abtragen kann.

[19:24] Die Sünde ist so tief in uns eingegraben, dass wir selbst sie nicht loswerden können. Wir brauchen den Schöpfer aller Dinge, der diese Gravur wegschleift, wegpoliert und uns, wenn notwendig, ein neues Herz schenkt. Ich denke, dass es bei jedem notwendig ist, denn wir alle haben gesündigt und jeder von uns bedarf eines neuen Herzens. Im Psalm 51 und dort Vers 12, das ist der Psalm, in dem David über Buße tut, über die Sünde, die er begangen hat, dass er nicht nur die Ehe gebrochen hat, sondern um dies zu vertuschen, auch noch zum Mörder wurde. Und wir lesen dort in Vers 12: Er kommt vor Gott und demütigt sich und spricht: Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Inneren. Wenn selbst David, der vor Gott als gerecht gilt, es notwendig hatte, ein neues Herz zu bekommen, wie viel mehr haben wir das heute notwendig?

[20:46] In den Versen 3 und 4 in Jeremia Kapitel 17 lesen wir: Du, mein Berg in der Landschaft, deine Habe und alle deine Schätze will ich zur Beute preisgeben, deine Höhen um der Sünde willen in deinem ganzen Gebiet. Und du wirst, und zwar durch deine Schuld, deinen Erbteil fahren lassen müssen, das ich dir gegeben habe. Und ich will dich deinen Feinden dienstbar machen in einem Land, das du nicht kennst. Denn das Feuer, das ihr in meinem Zorn angezündet habt, soll ewig brennen. Gott zeigt die Konsequenzen auf, die das Handeln des Volkes mit sich bringen. Gott initiiert hier sozusagen den Schleifprozess, denn Gott kann das Schlechte zum Guten wenden und oft dient das, was wir als Katastrophe oder als etwas Schlechtes ansehen, dazu, uns zu formen. Es dient dazu, dass wir uns weiterentwickeln und dass wir dadurch, dass Gott an uns arbeitet, ihm immer ähnlicher werden.

[22:02] Gottes ursprünglicher Plan war es, sein Gesetz in das Herz der Menschen zu schreiben. Das lesen wir in Jeremia Kapitel 31, Vers 33 und dort steht: Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Doch das Volk hat sich dagegen entschieden und das Volk Gottes, der Mensch an sich, hat sich dagegen entschieden. Und im 1. Johannes Kapitel 3, Vers 4 lesen wir: Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Das ist traurigerweise das, wofür sich die Menschen entschieden haben. Nicht den ursprünglichen Plan, das Gesetz im Herzen, sondern das Gesetz übertreten.

[23:11] In Johannes Kapitel 3, Vers 19 lesen wir folgendes: Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Das Volk, zu dem Jeremia kam, um ihnen die warnende und ermahnende Botschaft Gottes zu überbringen, liebte die Finsternis mehr als das Licht, denn sie waren nicht bereit, ihr Herz zu demütigen und es zu beschneiden. Sie waren nicht bereit, die Dinge aufzugeben, an denen sie so sehr hingen, doch diese waren es, die sie von Gott trennten. Und es ging so weit, dass schon bald Mordanschläge gegen Jeremia verübt wurden. Wir lesen das in Jeremia Kapitel 11, Vers 18 bis 23.

[24:20] Und der Herr hat mich dies wissen lassen, so dass ich es erkannte. Damals hast du mir ihr Treiben offenbart. Ich aber war wie ein zahmes Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird und wusste nicht, dass sie solche Anschläge gegen mich schmiedeten. Lass uns den Baum samt seiner Frucht verderben und ihn aus dem Land der Lebendigen ausrotten, dass nicht mehr an seinen Namen gedacht werde. Aber du, Herr der Herrscharen, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst, lass mich deine Rache an ihnen sehen, denn dir habe ich meine Rechtssache anvertraut. Darum so spricht der Herr über die Männer von Annathot, die dir nach dem Leben trachteten und sagten: Du sollst uns nicht mehr im Namen des Herrn weissagen, sonst musst du durch unsere Hand sterben. Darum so spricht der Herr der Herrscharen: Siehe, ich will sie heimsuchen. Die jungen Männer sollen durch Schwert umkommen und ihre Söhne und Töchter sollen vor Hunger sterben. Und es soll ihnen kein Überrest verbleiben, denn ich will Unheil über die Männer von Annathot bringen im Jahr ihrer Heimsuchung.

[25:31] Annathot, das etwa fünf Kilometer nordöstlich von Jerusalem lag, war Jeremias Heimatstadt. Und ich stelle mir vor, dass es ein überaus schreckliches Erlebnis für Jeremia war, dass plötzlich Menschen aus seiner Heimatstadt Mordkomplotte gegen ihn planten. Und vielleicht waren sogar Menschen dabei, die er kannte und die ihm vielleicht sogar mal nahe standen. Und Gott straft sie. Sie werden gefangen, nach Babylon geführt. Sie haben die Botschaft, die sie hätten retten können, verworfen. Es war alles umsonst. War alles umsonst.

[26:27] Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich weiß nicht, wie ich mich verhalten hätte in so einer Situation. Und ich glaube, wir bekommen hier einen kleinen Einblick darin, warum Jeremia auch als der weinende Prophet bezeichnet ist. Doch es gibt einen Lichtblick. In Nehemia Kapitel 7, Vers 27 lesen wir folgendes. Nehemia Kapitel 7 und dort Vers 27. Dort ist die Auflistung oder das Verzeichnis der mit Serubbabel zurückgekehrten Israeliten. Und im Vers 27 lesen wir: Die Männer von Anatod 128. 128 Männer aus der Heimatstadt Jeremias kamen aus dem Exil zurück. Sie kamen aus Babylon zurück, wo sie den ganzen Komfort, die ganzen Dinge hatten, an die sie sich vielleicht schon gewöhnt hatten. Sie kamen zurück. Sie ließen diese Sachen zurück und kamen wieder, um Jerusalem aufzubauen.

[27:46] Auch wenn unsere Bemühungen im Werk Gottes oft erfolglos zu sein scheinen, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott genau weiß, was er tut. Es lohnt sich immer, ihm treu zu bleiben. Gleich bei seiner Berufung in Jeremia Kapitel 1 und dort in Vers 19 sagt Gott Jeremia, was ihn erwarten wird: Sie werden zwar gegen dich kämpfen, aber sie werden dich nicht überwältigen, denn ich bin mit dir, spricht der Herr, um dich zu retten. Also gleich am Anfang sagte Gott Jeremia, dass er Widerstand erfahren würde. Und so ging es nicht nur Jeremia, sondern vielen Propheten Gottes. Dort, wo die Wahrheit gepredigt und das Volk ermahnt wurde, verhärtete sich auch das Herz der Menschen, die lieber in der Finsternis blieben, als ihre Sünden loszulassen und sich vor Gott zu demütigen. Aber zugleich wird Jeremia auch verheißen, dass Gott ihm beistehen wird und dass ihm nichts geschehen wird.

[29:04] Wenn wir uns noch einmal die Bergpredigt anschauen, dann spricht Jesus in den Seligpreisungen aus, also eine Seligpreisung aus über diejenigen, die wegen ihrer Treue zu Gott Verfolgung erleiden. Wir können das mal aufschlagen, Matthäus Kapitel 5 und dort die Verse 10 bis 12. Dort lesen wir: Glückselig sind die, um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden. Denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden und um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.

[29:57] Doch trotz der Zusicherung des Beistandes Gottes kam Jeremia in seinen Dienst immer wieder an seine Grenzen. So wie auch hier, kam er vor Gott und brachte seine Klagen vor ihn. In Jeremia Kapitel 12 lesen wir das, was in Jeremia vorging und die Fragen, die in ihm aufkamen. Wir lesen dort in den Versen 1 bis 4 auch her: Du bleibst im Recht, wenn ich mit dir rechte. Dennoch will ich über deine Rechtsentscheide mit dir reden. Warum ist der Weg der Gottlosen so erfolgreich und bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten? Du hast sie gepflanzt, sie schlagen auch Wurzeln, sie gedeihen und bringen sogar Frucht. Du bist zwar ihrem Mund nahe, aber fern von ihrem Herzen. Doch du, oh Herr, du kennst mich, du durchschaust mich und prüfst, wie mein Herz zu dir steht. Reiße sie wie Schafe hin zur Schlachtbank und weihe sie für den Tag der Schlachtung. Wie lange soll das Land noch trauern und das Gewächs auf dem ganzen Feld verdorren? Infolge der Bosheit derer, die darin wohnen, werden Vieh und Vögel weggerafft, denn sie sagen, er wird unser Ende nicht sehen.

[31:25] Auch wenn wir nicht immer alles verstehen können, dürfen wir zu Gott kommen und ihm unsere Klagen vorbringen, denn dort sind sie am besten aufgehoben. Jeremia konnte nicht verstehen, warum es den Gottlosen so gut ging und er sehnte sich nach Gerechtigkeit. Und genauso wie Jeremia ging es auch vielen anderen. Ein Beispiel ist Psalm 73. In Psalm 73 und dort die Verse 16 bis 17, da finden wir sogar eine Antwort auf diese Frage. Das, was ich sehr interessant fand, wenn wir in Vers 1 mal lesen. Das ist ein Psalm Assafs. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzen sind. Ich aber fast wäre ich gestrauchelt mit meinen Füßen. Vielleicht hätte ich einen Fehltritt getan, denn ich beneidete die Übermütigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah. Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod und ihr Leib ist wohlgenährt. Sie leben nicht in der Not der Sterblichen und sie sind nicht geplagt wie andere Menschen. Darum ist Hochmut ihr Halsschmuck und Gewalttat ist das Gewand, das sie umhüllt. Ihr Gesicht strotzt vor Fett, sie bilden sich sehr viel ein. Sie höhnen und reden boshaft von Bedrückung. Hochfahrend reden sie. Sie reden, als käme es vom Himmel, was sie sagen, muss gelten auf Erden. Darum wendet sich auch sein Volk ihnen zu und es wird von ihnen viel Wasser ausgegossen.

[33:08] Und wir sehen, Assaf stellt sich auch die Frage, wie kann es sein, dass diesen Menschen so gut geht, die eigentlich ein ungerechtes Leben führen. Doch spannend fand ich, als ich weiter las in Vers 16 und 17. So sah nicht danach, um dies zu verstehen, aber es war vergebliche Mühe in meinen Augen. Assaf konnte nicht zu einem Schluss kommen, warum es denn so ist, bis Vers 17: Ich ging in das Heiligtum Gottes und sah Ende 8 gab. Das Heiligtum spricht nicht nur von dem Opfer, das Jesus für uns dargebracht hat, sondern auch von dem Gericht. Und wenn wir uns damit beschäftigen, damit befassen, dann sehen wir, was jeden, der ungerecht handelt und nicht Buße tut und umkehrt, was ihn erwarten wird. Und das wünsche ich eigentlich niemanden. Das wünsche ich niemanden.

[34:28] Aber auch Jeremia erhält eine Antwort auf seine Frage und zwar in den Versen 5 und 6. Und Gott spricht zu ihm: Wenn du mit Fußgängern gelaufen bist und sie dich müde gemacht haben, wie willst du dann mit Rossen um die Wette laufen? Und wenn du dich nur in einem friedlichen Land sicher fühlst, was willst du tun im Dickicht des Jordan? Denn auch deine Brüder und das Haus deines Vaters sind treulos gegen dich gewesen. Sie haben dir aus voller Kehle nachgeschrien. Glaube ihnen nicht, wenn sie auch freundlich mit dir reden. In seiner Antwort sagt Gott Jeremia, dass er sogar noch Schlimmeres erleben wird. Ich glaube nicht, dass es eine Antwort war, die er sich erhofft hatte. Aber Gott bereitet ihn vor und er hatte die Zusicherung, dass er bei ihm sein wird. In Vers 6 erfährt Jeremia auch, dass er nicht einmal mehr seiner eigenen Familie vertrauen können wird. Und ich denke, auch hier wieder scheint hindurch, warum oder können wir verstehen, warum Jeremia der weinende Prophet genannt wird.

[35:41] Von Jeremia können wir lernen, dass wir mit unseren Anliegen immer zuerst zu Gott kommen sollen. Als Konsequenz der Sünde des Volkes trat eine Dürreperiode ein. In Jeremia Kapitel 14 lesen wir darüber. Und in den Versen 1 bis 6 lesen wir eine Beschreibung der Situation. Und in Vers 7 haben wir ein Gebet Jeremias, wo er spricht: Wenn unsere Missetaten gegen uns zeugen, so handle du, o Herr, um deines Namens willen. Denn unsere Abweichungen sind zahlreich, an dir haben wir gesündigt. Und Jeremia spricht nicht von dem Volk: Herr, das Volk hat an dir gesündigt, das hat viele Male ist es von deinen Wegen abgekommen, sondern er sagt: Wir. Er bezieht sich selbst mit ein, obwohl er für diese Sünden selbst nichts konnte. Und diese Einstellung ist auch bei anderen Propheten zu finden, wie zum Beispiel bei Daniel und dort in Kapitel 9 Vers 5. Wir lesen Vers 8 bis 10.

[36:56] Du, Hoffnung Israel, bist er, du sein Retter bis zur Zeit der Not. Warum willst du sein wie ein Fremdling im Land und wie ein Wanderer, der nur zum Übernachten sein Zelt aufschlägt? Warum willst du sein wie ein erschrockener Mann, der einen Krieg hält, wie ein Kriegsheld, der nicht retten kann? Du bist doch, o Herr, in unserer Mitte und wir tragen deinen Namen, so verlass uns nicht. So spricht der Herr: Von diesem Volk, so lieben sie es, umher zu schweifen. Sie schonen ihre Füße nicht, deswegen hat der Herr kein Wohlgefallen an ihnen. Jetzt aber gedenkt er an ihre Missetaten und wird ihre Sünde heimsuchen. Also wir sehen, Jeremia setzt sich hier für sein Volk ein, so wie damals Mose es getan hat am Berg Sinai.

[37:42] Und im Vers 11 haben wir etwas Ungewöhnliches, denn hier spricht der Herr: Du sollst für dieses Volk nicht bitten, dass es ihm gut gehe. Wie kann es sein, dass Gott jemanden verbietet, für sein Volk zu beten? Nun, wir haben gesehen, dass nur Gott das Herz des Menschen kennt. Er wusste über den Zustand des Volkes und dass sie zur Umkehr nicht bereit waren. Doch wir dürfen diesen Text nicht so auslegen, als wäre das Gebet nicht wichtig. In 1. Thessalonicher 5, Vers 17 lesen wir, dass wir ohne Unterlass beten sollen.

[38:36] Der Beschluss Gottes, wie wir dann sehen in Vers 12, ist fest. Denn wenn sie auch fasten, so höre ich doch nicht auf ihr Flehen und auch wenn sie Brandopfer und Speisopfer darbringen, so habe ich kein Wohlgefallen daran, sondern mit dem Schwert, mit Hunger und mit der Pest will ich sie aufreiben. Der Beschluss Gottes ist fest und nichts kann das ändern. Warum ist Gott nicht gnädig? Wird er sein Volk nicht vergeben, wenn es umkehrt und Buße tut? Nun, wir möchten uns ein paar Verse anschauen, die uns helfen, diese Stelle, Vers 11 und Vers 12 besser zu verstehen. Wir gehen zu Sprüche Kapitel 28 und dort Vers 9. Sprüche Kapitel 28 und dort Vers 9. Wir lesen dort: Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz, dessen Gebet sogar ist ein Gräuel.

[39:39] Die Israeliten waren nicht bereit, auf das Gesetz zu hören, darauf zu achten. In Jesaja Kapitel 1, Verse 15 und 16 lesen wir auch: Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch und wenn ihr auch noch so viel betet, höre ich doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut. Wascht, reinigt euch, tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg. Hört auf, Böses zu tun. Gott kann unsere Gebete nicht erhören, wenn wir noch an der Sünde festhalten und wenn wir das Böse tun.

[40:22] Das Jesaja 58, der nächste Vers, den wir uns anschauen wollen. Jesaja Kapitel 58 und dort Verse 3 bis 5. Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum kasteien wir unsere Seelen und du beachtest es nicht? Das ist die Frage des Volkes an Gott. Sie meinen, sie tun das Richtige, aber sie werden doch nicht von Gott gesegnet und sie fragen sich: Herr, warum? Wir tun doch alles, ist es nicht so? Und Gott antwortet: Seht, an eurem Fest, da geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an. Ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und reinzuschlagen mit gottloser Faust. Ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schrei in der Höhe Erhörung finden könnte. Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst seinen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich im Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem Herrn wohlgefälligen Tag?

[41:31] Ein Einhalten bloßer Formalitäten ist Gott nicht genug. Entweder wir sind authentisch in unserem Glauben, das heißt, wir handeln so, wie wir reden, nicht nur äußerlich, sondern auch in unserem Herzen, dass wir nicht nur die Dinge tun, damit sie getan sind, sondern weil wir verstanden haben, dass Gott uns liebt und dass wir das auch aus Liebe zu ihm tun. Entweder wir sind authentisch in unserem Glauben oder wir lassen es ganz bleiben. Ein halbherziger Christ kann mehr Schaden anrichten als ein Unbekehrter.

[42:19] In Sprüche Kapitel 15 Vers 8 lesen wir: Das Opfer der Gottlosen ist dem Herrn ein Gräuel, das Gebet der Aufrichtigen aber ist ihm wohlgefällig. Gott kann seinem Volk nur dann vergeben, wenn es bereit zur Umkehr ist. Aus Liebe zu ihm, nicht aus Angst vor der Strafe.

[42:54] Wir gehen zurück zu Jeremia Kapitel 14 und dort Verse 13 bis 15. Da antwortete ich: Ach Herr, Herr, siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen und keinen Hunger leiden, sondern ich werde euch an diesem Ort beständigen Frieden geben. Da sprach der Herr zu mir: Diese Propheten weissagen Lügen in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, ihnen nicht befohlen und nichts zu ihnen geredet. Sie weissagen euch Lügen, Geschichten und Wahrsagerei, Hirngespinste und Einbildungen ihres eigenen Herzens. Darum so spricht der Herr über die Propheten, die in meinem Namen weissagen, obgleich ich sie nicht gesandt habe, die sagen: Es wird weder Schwert noch Teuerung in diesem Land geben. Durch Schwert und Hungersnot sollen diese Propheten umkommen.

[43:46] Jeremia fragt Gott, wie er damit umgehen soll, dass andere Propheten eine gegensätzliche Botschaft haben, die für das Volk natürlich angenehmer ist. Da wird natürlich keiner auf Jeremia hören. Doch Gott entlarvt sie als falsche Propheten und zeigt die Konsequenzen auf, die diese erwarten.

[44:11] Wir sehen, dass Jeremia in den Zuständen, unter den Zuständen und unter den Folgen der Sünde des Volkes litt. Er versuchte seinen einen Sinn zu erkennen und brachte seine Klagen vor Gott. Doch der Versuch, das Böse zu erklären, ist vergebens. Der Versuch, einen Sinn darin zu finden, ist vergebens. Ellen White schrieb, dass die Sünde ein Eindringling ist, für dessen Erscheinen wir keine Erklärung haben. In dieser gefallenen Welt leiden wir, so wie Jeremia, unter der Sünde und ihren Folgen. Nur einer kann uns davon erretten. Nur einer kann uns helfen und davon befreien. Jesus Christus, der selbst auf die Erde kam, um uns zu erretten, der selbst sein Leben gab, damit wir eines Tages bei ihm sein können. Er hat uns errettet.

[45:06] Nun liegt es an uns, auch dieses Geschenk anzunehmen. Wir müssen an den Schöpfer des Universums glauben, damit er uns ein neues Herz schaffen kann und uns von der Knechtschaft der Sünde befreit. Ich möchte mit dem Merkvers dieser Woche abschließen, Jeremia Kapitel 17 und dort Vers 14. Da lesen wir: Heile du mich, Herr, so werde ich heil. Hilf du mir, so ist mir geholfen, denn du bist mein Ruhm.

[45:51] Lasst uns vornehmen, dass wir Gott vertrauen, bedingungslos und dass wir unsere Wurzeln nach der lebenspendenden Quelle des lebendigen Wassers ausstrecken, sodass wir zur vollen Reife gelangen und die Kraft empfangen, mit der wir auch mit Rossen um die Wette laufen können. Lasst uns zum Abschluss beten. Herr Jesus, hab Dank für all diese Vorbilder in der Geschichte, die du uns hinterlassen hast. Herr, bitte hilf du uns, dass wir daraus lernen können. Hilf uns, dass wir erkennen, dass es notwendig ist, wenn wir näher zu dir kommen wollen, wenn wir weitere Schritte in der Entwicklung, in der Heiligung machen wollen, dass es dafür notwendig ist, Dinge loszulassen. Herr, zeig du uns, welche Dinge es sind in unserem Leben, an denen wir noch hängen, die uns von dir trennen. Und schenk du uns die Kraft, uns davon zu lösen. Schenk du uns die Kraft, Herr, in diesem Leben mit all dem Leid und all den schwierigen Dingen, die uns begegnen, umgehen zu können. Dass wir sehen, dass du uns beistehst und dass wir nicht zu verzagen brauchen, weil du alles in deinen Händen hältst. So danken wir dir dafür und bitten dich um deine Führung und Leitung, auch jetzt in dieser neuen Woche. Hab Dank dafür. Amen.

[47:25] Unser nächstes Thema ist der Prophet leidet weiter und ihr dürft gespannt sein. Bis dahin wünsche ich euch weiterhin Gottes Segen beim Studieren seines Wortes und viel Freude damit. Amen.


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