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Manuskript zur Sendung >>> Canstatt-Study-Hour-Lektion-N.-8-Die-Reformen-des-Josia

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode taucht Daniel Heibutzki tief in die biblische Geschichte der Könige Manasse und Josia ein. Er beleuchtet die drastischen Abweichungen Manasses von Gottes Wegen und die daraus resultierenden negativen Folgen. Im Kontrast dazu steht die bemerkenswerte Umkehr und die tiefgreifenden Reformen von König Josia, der trotz seiner Jugend einen Weg zurück zu Gott fand. Die Lektion betont die Bedeutung der freien Willensentscheidung, die Konsequenzen von Sünde und die unendliche Vergebungsbereitschaft Gottes.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q4: Jeremia

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier zur Cannstatt Study Hour auf www.joelmedia.tv.de. Dieses Viertel beschäftigen wir uns mit dem Thema Jeremia und das Thema für diese Woche vom 14.11. bis 20.11. lautet: Die Reformen des Josia. Wir finden das Thema in der Studienanleitung der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Bevor wir starten und das Wort Gottes öffnen, möchte ich euch einladen, dass wir noch einmal gemeinsam beten.

[0:50] Unser himmlischer Vater, wir möchten dich jetzt einladen, dass du uns führst mit deinem Heiligen Geist, dass du uns begleitest auf der Reise, wenn wir dein Wort aufschlagen. Ich möchte dich bitten, dass dein Heiliger Geist, wie du sagst in Johannes 16, Vers 13, jetzt in alle Wahrheit führt. Habt auch Dank dafür! Amen.

[1:10] Eine Familie ist unterwegs in den Urlaub, es soll nach Korsika gehen. Die Familie ist voller Vorfreude und so macht man sich unterwegs auf der Reise bereit für die letzte Etappe. Es soll mit der Fähre von Italien nach Korsika gehen. Auf der Überfahrt auf einmal kommen dunkle Wolken auf und die See fängt an zu wüten und die Wellen peitschen erst mal langsam immer stärker gegen die Fähre. Das Schiff schaukelt hin und her und die Menschen in der Fähre, naja, denen wird mulmig zumute. Einige bekommen Panik, andere Angst, die ersten fangen an sich zu übergeben, liegen flach auf dem Boden. Und da bekommen der Sohn zusammen mit dem Vater, beide bekommen eine Idee. Sie möchten gerne mal das Naturschauspiel von draußen näher anschauen. Was machen sie? Sie gehen dann raus, direkt vorne an das Boot und dort stehen sie an der Reling und sehen, wie diese riesigen Wellen immer wieder auf diese Fähre zustoßen. Wie aus dem Nichts kommt eine riesige Welle und plötzlich ist der Vater in der Luft ergriffen von den Wassermassen und mit letzter Kraft hält er sich noch fest an der Reling und hängt dort waagerecht in der Luft. Der Sohn steht daneben, er schreit voller Angst: "Papa, Papa, halt dich fest!" Die Kräfte halten und der Vater, völlig pitschnass, mit der Angst einmal davongekommen. Er hat es geschafft, die Wassermassen haben ihn nicht von Bord gerissen. Noch einmal mit dem Leben davongekommen.

[2:50] Leben oder Tod, oft trennt beides nur eine kleine Entscheidung. Leben oder Tod, alles oder nichts, oft liegt beides sehr nah beieinander. Leben oder Tod, das gilt auch für unser geistliches Leben. Die Bibel ist da ganz klar. Lesen wir gemeinsam Johannes 10, Vers 10: "Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, damit sie das Leben haben in voller Genüge." Was möchte noch mal der Dieb, was ist das Ziel von Satan? Er möchte rauben, morden und zerstören. Was ist das Ziel Gottes, was ist sein Plan für unser Leben? Er möchte uns das echte Leben schenken und das in aller Fülle.

[3:35] Gott hat uns Menschen einen freien Willen gegeben. Hier vorne, im Frontallappen, treffen wir Entscheidungen für oder gegen Gott. Wir entscheiden uns, ob wir Gott treu sind oder ob wir ihm untreu sind, ob wir nach seinen Geboten leben oder diese verwerfen. Heute wollen wir das Leben von zwei Königen betrachten, zwei Könige, die ihren freien Willen eingesetzt haben, zum Guten, aber auch zum Schlechten. Die Rede ist von Manasse und Josia. Das Leben dieser zwei Männer spricht heute zu uns. Wenn wir dieses Leben betrachten aus der Bibel, dann können wir auch etwas für unser Leben, für unsere heutige Zeit lernen.

[4:14] Fangen wir an mit Manasse und wir schlagen dazu auf zweite Chronik, Kapitel 33, die Verse 1 und 2. Das Leben von Manasse, zweite Chronik 33, die Verse 1 und 2. Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde und er regierte 55 Jahre zu Jerusalem. Und er tat, was dem Herrn missfiel, nach den gräulichen Sitten der Heiden, die der Herr von den Israeliten vertrieben hatte. Laut historischen Quellen können wir davon ausgehen, dass Manasse die ersten zehn Jahre zusammen mit seinem Vater Hiskia regiert hat. Manasse war auserwählt, die Traditionen seines Vaters weiterzuführen, also in den Wegen Gottes zu wandeln. Doch was haben wir gerade gelesen? Was sagt die Bibel, das Wort Gottes über das Leben von Manasse? Manasse tat, was dem Herrn missfiel. Manasse ahmte nach, er kopierte die gräulichen Sitten der Heiden.

[5:16] Wie das genau passiert ist, das wissen wir nicht. Vielleicht wollte Manasse einfach mal hinübergehen zum anderen Ufer und mal so schauen, wie das mit der Sünde ist. Die Sünde mal schmecken, mal ausprobieren, neue Dinge erfahren. Oder vielleicht wollte er auch einfach seine Treue zu Assyrien bekunden. Egal, was auch immer Manasse getrieben hat, mit der Sünde zu spielen, diese Strategie, dieses Schmecken, das Erleben der Sünde ist immer sehr, sehr gefährlich und es führt oft dann weit weg von Gott.

[5:48] Vielleicht denkst du auch manchmal so: "Ja, einmal ist keinmal. Einmal das anzuschauen, einmal das anzuhören, einmal das zu nehmen, ist das so ein großes Problem? Mich einmal kurz von Gott zu trennen, ich kann dann nachher wieder kommen und Vergebung beten." Ist das wirklich so schlimm, einmal eine Zigarette auszuprobieren, einmal das Glas Wein daran zu nippen, oder einmal Sex vor der Ehe zu erleben? Ist das so ein großes Problem, den neuen Kinofilm sich reinzuziehen, wo Sünde verherrlicht wird, oder einmal dieses Musikstück anzuhören, wo Satan angebetet wird, oder einmal, wenn ich finanzielle Schwierigkeiten habe, meinen Zorn mal auszulassen, oder diese eine Seite da mit pornografischen Inhalten zu besuchen? Nur einmal, ist das so ein großes Problem in den Augen Gottes? Lesen wir, was die Sünde mit Manasse macht. Zweite Chronik 33, Vers 3 bis 9. Hier lesen wir davon, wie Manasse seinen kleinen Finger Satan gibt und er dann die ganze Hand nimmt. Er entfernt sich bewusst von Gott, er wird abtrünnig von Gott.

[6:57] Da gibt es so eine Tradition in Russland, wie man Wölfe fängt. Eine komische, eine eigenartige Tradition. Man nimmt da so ein Messer, oder besser gesagt ein langes Schwert, taucht das im Blut hinein, danach legt man das verkehrt herum, oder installiert man das in den Boden, mit dem Schaft nach unten. Und dieses Messer mit dem Blut, was dort an dem Schwert hängt, lockt dann die Wölfe über weite Entfernung an. Dann kommt irgendwann ein Wolf daher, geeilt, fängt an zu lecken an diesem Schwert, das Blut, dieser Geruch, das fasziniert ihn, das macht ihm Spaß, das macht ihm Freude. Und dann fängt er an, sich selber an dem Schwert zu schneiden, und weil er so in diesem Rausch drin ist, merkt er nicht, dass er sich selber schneidet, und früher oder später sein eigenes Blut leckt, und der Wolf irgendwann geht dann zugrunde. So ähnlich ist das mit der Sünde, wenn wir damit spielen und uns von Gott trennen.

[7:57] Manasse widerfährt hier Ähnliches. Die Sünde überwältigt ihn. Was passiert hier? Vers 3 in 2. Chronik, Kapitel 33. Die Reformen seines Vaters werden rückgängig gemacht. Manasse fängt an, die Opferstätten auf den Höhen auszubauen. Damit wird es wieder erlaubt, was? Diese ganzen unzüchtigen Orgien, Tänze und Riten. Dann ist der Baal und die Aschera, da werden Altäre und Bilder gebaut, das Heer des Himmels wird angebetet. Immer noch Vers 3. Und damit verbunden, männliche und weibliche Prostitution, wieder vollkommen okay. Und dann wird dort, in den Tempel, Vers 4, da sind wir gerade, dort wo Gott wohnt, dort wird auch ein Götzenbild der Aschera aufgebaut. Manasse, er lässt seine Söhne durchs Feuer laufen. Wir könnten auch von der Übersetzung her annehmen, dass er sich opfert, dass er sich verbrennt, um Baal gnädig zu stimmen. Und dann ist er auf einmal ganz gefangen in dem Satanismus. Er hat direkten Kontakt zu Satan und seinen Dämonen. Vers 7. Der absolute Tiefpunkt. Man nimmt hier an, dass Manasse den Götzen direkt in das Allerheiligste gelegt hat, also an dem Ort, wo die Bundeslade mit den Zehn Geboten waren. Er entfernt also diesen Gegenstand, der Gott geweiht war, und er stellt dort ein Götzenbild hin. Was für ein Gräuel! Manasse wird heidnischer als die Heiden. Kann ein Mensch noch tiefer fallen?

[9:27] Ab jetzt kommen wir zu einer guten Nachricht. Gott schaut niemals tatenlos zu, wenn Menschen im Begriff sind, verloren zu gehen. Greift Gott ein. Gott hat kein Gefallen am Tod des Gottlosen. Was passiert hier? Gott redet durch seine Propheten zu Manasse. Vers 10. Und wenn der Herr zu Manasse und seinem Volk reden ließ, merkten sie nicht darauf. Gott redet durch seine Diener zu Manasse, doch er, was macht er? Er hält seine Ohren zu. Er sagt: "Gott, ich möchte dich nicht hören." Und er fängt an, die Propheten, die Diener Gottes umzubringen, sie zu schlachten. Und sein wahrscheinlich berühmtestes Opfer war leider Jesaja.

[10:09] Vielleicht gibt es in deinem Umfeld auch Menschen, die im Begriff sind, verloren zu gehen. Vielleicht sind das Familienmitglieder, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, oder auch Klassenkameraden, Studienkollegen, Menschen, die ohne Gott leben, Menschen, die auf dem Weg sind in die Hölle. Aber Gott möchte nicht, dass diese Menschen verloren gehen. In 2. Petrus 3, Vers 9 können wir lesen: "Gott will nicht, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe." Gott wird alles versuchen, damit auch die Menschen in deinem Umfeld ihn finden.

[10:53] Sünde hat Folgen, das haben wir gerade schon gelernt, und das bekommt Manasse zu spüren. In 2. Chronik, Kapitel 33, die Verse 11 bis 13, da können wir lesen, wie der Herr über Manasse die Obersten des Heeres des Königs von Assur kommen lässt. Die nehmen Manasse gefangen mit Fesseln und legen ihn in Ketten und bringen ihn wohin? Nach Babel. Und als er dort Manasse in Angst war, flehte er zu dem Herrn, seinem Gott, und demütigte sich vor dem Gott seiner Väter. Und als er bat, ließ der Herr sich erbitten, und er hörte sein Flehen und brachte ihn wieder zurück nach Jerusalem in sein Königreich. Da erkannte Manasse: Was? Dass der Herr Gott ist. An seiner tiefsten Not, im Elend, dort, wo Manasse vielleicht in irgendeinem dunklen Loch war, da erkennt er wohl, wo er in Sünde führt, und er entscheidet sich für Gott.

[11:45] Was macht er? Er benennt die Sünden beim Namen, er bekennt seine Schuld, er demütigt sich vor Gott, und dann greift Gott ein. Er vergibt ihm seine Schuld, und Manasse wird befreit und kommt wieder zurück nach Jerusalem und erlebt auch eine Befreiung von der Schuld, von der Folge der Sünde. Das aber nur, sehen wir gleich, zeitlich begrenzt. Denn Sünde hat immer Folgen.

[12:13] Was war hier eigentlich passiert? Manasse, der hier weggeschleppt wird, der sich aufgrund seiner Sünde von Gott getrennt hat, der hier, so können wir aus dem Text entnehmen, wahrscheinlich hat man ihn hinweggeführt, hat einen Nasenhaken hier hinein gerammt und hat ihn an einem Strick hinweggeführt. Das war wahrscheinlich eine ganz schreckliche Demütigung für Manasse, und dort, bei der großen Angst, die er hat, demütigt er sich vor Gott. Aber seine Umkehr kam ziemlich spät. Und das hatte Folgen, vor allem auch für seinen Sohn, das sehen wir später.

[12:56] Denn Sünde, eine Sünde kann man, wenn man das als Illustration darstellt, ganz gut mit einem Nagel vergleichen. Also, wenn du einen Nagel nimmst und in die Wand hämmerst, dann verändert sich natürlich an dem Punkt, wo du den Nagel in die Wand hämmerst, die Wand, da entsteht ein Loch. Und jetzt kann Gott, und das tut er auch, wenn wir um Vergebung bitten, die Sünde entfernen, und dann sind wir vor den Augen Gottes gerecht, wir sind reingewaschen, aber das Loch in der Wand bleibt dennoch. Sünde hat fast immer schreckliche Folgen. Natürlich kann Gott die Folgen auch wegnehmen. Natürlich hat Sünde immer Folgen, aber ich habe ja gerade gesagt, Sünde hat fast immer schreckliche Folgen, es sei denn, Gott nimmt sie weg. Und hier bei Manasse geht es so weit, dass sein eigener Sohn von den Sünden Manasses sehr negativ beeinflusst worden war. So sagt die Bibel über Amon, den Nachfolger Manasses, den nächsten König nach Manasse, im 2. Chronik, Kapitel 33, Vers 22: "Er tat aber, was böse war in den Augen des Herrn, so wie es sein Vater Manasse getan hatte, und Amon opferte alle Götzen, die sein Vater Manasse gemacht hatte und diente ihnen."

[14:07] Was können wir daraus lernen? Erstens: Egal, wie tief wir gefallen sind, egal, was immer wir durchgemacht haben, egal, wie weit wir uns von Gott getrennt haben, Gott kann uns immer vergeben. Vielleicht flüstert dir Satan öfter ein und du hörst diese Stimme: "Weißt du, du hast dich so sehr versündigt, du hast dich so sehr gegen Gott aufgelehnt, es ist zu spät für dich, es gibt keine Hoffnung mehr für dich." Das ist eine Lüge Satans. Es gibt immer Hoffnung für dich.

[14:39] In 1. Johannes 1, Vers 7 können wir lesen, da sagt uns Gott durch sein Wort: "Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von, von wie vielen Sünden? Von aller Sünde." Das heißt, Jesus kann uns von aller Sünde vergeben. Wie 1. Johannes 1, Vers 9: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht und vergibt uns und reinigt uns von all unseren Sünden." Das ist also die Voraussetzung. Nenne deine Sünde beim Namen, übergib dein Leben bewusst Jesus Christus. Und die Folgen der Sünde, die kann Gott weglöschen, tut er aber nicht immer. Aber die schlimmste Folge der Sünde, der Tod, den werden wir eines Tages nicht mehr schmecken, wenn wir auf der neuen Erde sind. Offenbarung Kapitel 21, es wird kein Tod mehr sein auf der neuen Erde.

[15:31] Wenn wir weitergehen zu der zweiten Person, die wir heute betrachten wollen, Josia. Und vielleicht kurz den Kontext mal betrachten, wie Josia, der Sohn von Amon, die Königsherrschaft übernommen hat. Da lesen wir in 2. Chronik, Kapitel 33, Vers 25, bzw. die Verse vorher, dass Amon, also der Sohn von Manasse, nach nur zweijähriger Herrschaft von seinen eigenen Dienern im Palast erschlagen worden ist. Und dann macht das Volk, jetzt sind wir in 2. Chronik, Kapitel 33, Vers 25, dann machte das Volk seinen Sohn Josia zum König an seiner Stelle. Josia heißt übersetzt: "Der Herr heilt, der Herr stellt wieder her." Josia war hier, als er König wurde, wie alt? Was sagt die Bibel? Er war acht Jahre alt, als er König wurde.

[16:26] Mit dem neuen König verknüpfte damals das Volk Israel eine große Hoffnung. Vor allem die Menschen, die treu waren, die haben gehofft, gebetet dafür, dass dieser neue König, dieser junge König im Alter von acht Jahren, Josia, diesem Abfall, der in den letzten Jahrzehnten über das Volk Juda gerollt ist, dass er hier Einhalt gebietet. Denn wir wissen aus dem biblischen Kontext, dass zur gleichen Zeit, was war mit den anderen zehn Stämmen passiert? Die waren von den Heiden verstreut worden und nur die Stämme Juda und Benjamin waren übrig geblieben. Aber auch diese beiden standen kurz vor einem sittlichen und nationalen Verfall. Überall herrschten Unruhe, Gewalt und moralischer Sittenverfall.

[17:14] Und Ellen White schreibt über diese Zeit hier im Buch "Patriarchen und Propheten und Könige", Seite 270: "Menschlich gesehen schien es unmöglich zu sein, dass das Ziel Gottes für das auserwählte Volk erreichbar sein würde." Doch der König Josia, der hier im jungen Alter die Entscheidung traf, seinen freien Willen einsetzte, Gott treu zu sein, hier durch seine Entscheidung passiert etwas. Das Volk Juda, beziehungsweise der Plan Gottes mit dem Volk Juda, der wird für diese Herrschaftsdauer von Josia wieder aufrechterhalten, für diesen begrenzten zeitlichen Rahmen.

[17:59] In der zweiten Chronik, Kapitel 34, Vers 4, da lesen wir, dass Josia, als er noch Knabe war, anfing, den Gott seines Vaters David zu suchen. Und dann im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den Aschera-Standbildern und den geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen. Als Kind des gottlosen Königs Amon war natürlich Josia den Versuchen ausgesetzt, ganz klar den Fußstapfen seines Vaters zu folgen, aber er macht es nicht. Er entscheidet sich, in einem sehr jungen Alter Gott treu zu sein. Warum? Vielleicht hat er gesehen, wohin Sünde führt. Vielleicht hat er realisiert, Sünde hat negative Folgen und dann trifft er diese Entscheidung, in einem sehr jungen Alter mit Gott zu leben, auf seiner Seite zu sein. Und dieser Einfluss, der wird auch, den Josia noch im jungen Alter hat, auch sichtbar, wenn wir nachher später die Reformen betrachten, die Josia dann in einigen späteren Lebensjahren dann durchführt.

[19:07] Ich bin davon überzeugt, dass heute ein ganz großer Kampf stattfindet, vor allem um unsere Kinder und Jugendlichen, denn das ist unsere Zukunft, das ist die Generation, die in der Zukunft sagt, in der Welt, in der Gesellschaft, wo es lang geht. Und wenn wir alleine die Medien betrachten, da hat sich in letzter Zeit sehr viel entwickelt. Heute hat fast jeder von uns, hat heute so ein Smartphone. Nichts gegen das Smartphone, ich glaube, dass Medien an sich neutral sind, genau wie das Internet, auch Fernsehen neutral ist. Ich glaube, dass Gott und Satan durch die Medien wirken können. Aber durch das Smartphone, da haben wir das Internet, mobil überall mit dabei. Wenn wir das mal betrachten, alleine in den Schulen, ja auch schon teilweise in den Kindergärten, da haben die Kinder ihr Smartphone mit dabei und haben Zugriff auf alle Internetseiten und da tobt dieser Kampf. Und bei den Internetseiten ist ja klar, gibt es viele schreckliche, brutale, negative Einflüsse, die die Kinder in ihrer Entwicklung beschädigen. Und uns ist klar, wenn ein Kind sich für Satan entscheidet, ob bewusst oder unbewusst, in frühen Jahren, bringt das dann die Familie bzw. die nächsten Generationen und damit haben wir dann eine kaputte Gesellschaft. Und deshalb müssen wir uns immer wieder diese Frage stellen: Wie, wie ist es möglich, dass Gott durch sein Wort unsere Kinder und unsere Jugendlichen erreicht? Wie können wir diesen Exodus stoppen, dass so viele Kinder, so viele Jugendliche unsere Gemeinden verlassen? Wie ist das möglich, dass wenn die Kinder, wenn sie die Möglichkeit haben, sich frei zu entscheiden – ich meine, natürlich, ein Kind im Alter von acht, neun oder zehn Jahren hat auch einen freien Willen, eine freie Entscheidung – aber die Eltern, ja, motivieren das Kind mitzukommen, ab und zu schleppen die Eltern das Kind auch mal mit, ja, zu religiösen Veranstaltungen oder die Familienandacht ist halt so ein Muss, was ja auch gut ist, man muss das Kind ja auch prägen und formen im jungen Alter. Aber wenn das Kind dann diese bewusste Entscheidung treffen kann, in welchem Alter auch immer, da ist es wichtig, dass wir dahinarbeiten und dass wir das Kind unterstützen, schon in jungen Jahren Jesus als persönlichen Freund, Helfer und Führer zu erleben, zu erfahren und auch anzuerkennen. Denn eine persönliche Beziehung zu Jesus in einem jungen Alter wird für das Kind sehr wichtig sein, wenn es um die Frage der Erlösung geht. "Lasset die Kinder zu mir kommen." Lukas 19, Vers 14. Was unternehmen wir konkret in unseren Gemeinden? Was unternimmst du in deiner Familie, damit deine Kinder zu Jesus finden? Wie ist es möglich, dass deine Kinder und deine Jugendlichen Jesus annehmen?

[21:45] Natürlich, du betest für deine Kinder, du hast hoffentlich eine regelmäßige Familienandacht, du lädst deine Kinder ein zu religiösen Veranstaltungen, die in ihrer Zielgruppe sind, zu Jugendveranstaltungen. Wenn ich mein Leben anschaue, dann muss ich sagen, was mich sehr geprägt hat als Kind, als Jugendlicher und vielleicht einer der Gründe, warum ich heute hier Prediger bin, das ist der Grund, dass ich Jesus Christus persönlich in der Evangelisation erlebt habe, in der Mission. Ich wurde eingeladen zu predigen, im In- und Ausland, ich konnte das überhaupt nicht, hatte keine Ahnung gehabt, stehe da in Afrika vor hunderten von Leuten. Aber dadurch, dass ich ins kalte Wasser geworfen bin, natürlich wurde ich vorher ausgebildet, aber dadurch, dass ich dort im Ausland aktiv war für Gott, habe ich meine eigene Erfahrung mit Gott gemacht. Ich habe gesehen, Gott ist wirklich da und er liebt mich. In der Mission, in der Evangelisation habe ich diese großen Dinge mit Gott erlebt und das ist einer der Hauptgründe, dass ich heute mit Jesus lebe und für ihn arbeite, weil er mich damals in der Mission immer näher angesprochen hat und immer mehr begeistert hat.

[22:47] Der König Josia erlebt, und das ist ein Automatismus, der greift, wenn jemand sich für Jesus entscheidet, der König Josia erlebt diesen starken Wunsch in seinem Leben, aber vor allem auch in Juda, Änderungen durchzuführen. Änderungen, wir nennen das hier Reformen oder auch Reformationen. Das lesen wir im zweiten Könige Kapitel 22, Verse 3 bis 7. Ich möchte das einmal kurz aufschlagen. Zweite Könige, Kapitel 22, die Verse 3 bis 7. Und hier erwähnt die Bibel, was Josia für konkrete Änderungen umsetzen wollte. Zweite Könige, Kapitel 22, die Verse 3 bis 7. Im 18. Jahr seiner Regierung des Königs Josia sandte der König den Schafan, den Sohn Azalias, des Sohnes Mesullam, des Schreibers, in das Haus des Herrn und sprach: Geh hinauf zu Hilkija, dem Hohenpriester. Er soll das Geld bereitstellen, das zum Haus des Herrn gebracht worden ist, das die Hüter der Schwelle zum Volk gesammelt haben, damit sie es den Werkmeistern geben, die am Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigen. Diese sollen es den Arbeitern am Haus des Herrn geben, damit sie die Schäden am Haus ausbessern, nämlich den Handwerkern, den Bauleuten, den Maurern, die das Holz und die Steine behauen für die Ausbesserung des Hauses, damit sie das nötige Material dazu einkaufen. Doch soll man nicht abrechnen mit ihnen wegen des Geldes, das ihnen in die Hand gegeben wird, denn sie handeln treu.

[24:33] Seit der Einweihung des Tempels waren viele Jahrhunderte vergangen, bis die Reformen von Josia kamen. Der Tempel war heruntergekommen und musste dringend erneuert werden. Er musste renoviert werden. Warum? Damit das herrliche Gebäude Gottes wieder ein Ort der Anbetung wird. Und was macht der Josia hier? Was ist sein Plan? Im 18. Jahr seiner Regierung, da war er 26 Jahre alt und er nimmt konkrete Schritte und er heuert da seine Leute an, Menschen, denen er vertraut, Menschen, die mit Gott leben, hat dort ein Team, das er zusammenstellt und dann geht es los. Der Tempel wird wieder renoviert.

[25:16] Interessant ist hier, dass genau fünf Jahre vorher der Prophet Jeremia seinen Prophetenamt in Juda begonnen hatte. Wo können wir das lesen? In Jeremia Kapitel 1, Vers 2. Jeremia 1, Vers 2, da lesen wir davon, dass Jeremia im 13. Jahr der Regierung Josias angefangen hat mit seinem Prophetendienst. Also muss Jeremia einen direkten, eventuell auch indirekten, aber sehr wahrscheinlich einen direkten Einfluss auf Josia gehabt haben.

[25:56] Und wenn wir heute über Propheten reden, wenn wir heute über das Zeugnis Jesu nachdenken, wenn wir heute die Gabe der Weissagung betrachten, wie ist es da mit uns? Sind wir davon überzeugt, dass Gott seiner sichtbaren Größe der übrigen, das Volk der Endzeit aus Offenbarung Kapitel 12, Vers 17, sind wir davon überzeugt, dass Gott der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten diese Gabe der Prophetie geschenkt hat? Haben wir Ellen White angenommen? Haben wir sie akzeptiert? Glauben wir ihr? Und vor allem glauben wir ihr auch uneingeschränkt? Lesen wir in ihren Schriften? Versuchen wir ihr Wort auch richtig anzuwenden, auch im Kontext zu lesen? Sind wir dabei, ihr Wort auch so anzuwenden, ohne dass wir andere Leute damit erschlagen? Ich glaube, das ist sehr wichtig, denn die Gabe der Prophetie ist ein Geschenk. Das ist der Navigator für die Endzeit. Und wenn wir an die Bibel glauben, an das Wort Gottes, dann werden wir automatisch auch erkennen und auch verstehen, dass Ellen White eine Person war, durch die Gott zu uns heute gesprochen hat und immer noch spricht. Nehmen wir uns Zeit für ihre Schriften, lesen wir diese, studieren wir diese, wenden wir diese an und wir werden erleben, wie Gott uns segnet, wenn wir dieses Geschenk nutzen.

[27:15] In 2. Könige 22, Vers 8 lesen wir, dass bei der Renovierung des Tempels der Hohepriester Hilkija plötzlich das Buch des Gesetzes findet. Wie das passiert ist, wissen wir nicht. Vielleicht ist er dort einfach umhergegangen und auf einmal ruft da einer der Bauleute: "Hey, hier liegt so eine Schriftrolle, was ist damit, was hat es damit auf sich?" Und da ist der Hilkija sofort mit dabei vor Ort, schaut sich das an. Und wir wissen jetzt aus dem historischen Kontext, dass damals der König Hiskia, das lag also schon einige Zeit zurück, der König Hiskia hatte damals angeordnet, dass man aus dieser Schriftrolle, aus dem Buch des Gesetzes regelmäßig vorlesen sollte. Das waren die Priester, die das regelmäßig, die das täglich gemacht haben und so hörte das Volk aus dem Buch des Gesetzes die Worte Gottes. Aber durch Nachlässigkeit, durch Sorglosigkeit war es während der Regierung Manasses irgendwie verschwunden, verloren gegangen.

[28:20] Aber was war überhaupt das Buch des Gesetzes? Das Buch des Gesetzes, das war wahrscheinlich nichts anderes, war wahrscheinlich nichts anderes als die fünf Bücher Mose. Vor allem das fünfte Buch Mose wird sehr wahrscheinlich dabei gewesen sein und das hat damals Josia dann gehört. Ihm wurde das vorgelesen und er muss auch die Worte aus 5. Mose Kapitel 32, Vers 28, 5. Mose 32, Vers 28 gelesen haben. Und dort hört der Josia, was es bedeutet, wenn man Gott treu ist, welche Folgen das hat, wenn man mit Gott lebt. Aber gleichzeitig hat er auch die Folgen des Ungehorsams, den Fluch des Ungehorsams hier aus dem Buch des Gesetzes vernommen. Er hört hier die Worte aus 5. Mose 32, Vers 28 und dort geht es um den negativen Aspekt, wenn Menschen oder wenn sich ein Volk gegen Gott wendet. Dort steht: "Denn sie, es geht ja um das Volk Israel, denn sie sind ein Volk, an dem aller Rat verloren ist und das keine Einsicht besitzt. Wenn sie weise wären, so würden sie das beherzigen, sie würden an ihr Ende denken."

[29:37] Diese und ähnliche Bibeltexte haben dem Josia noch einmal gezeigt, wie sehr Gott uns Menschen liebt. Denn Gott ist ein Mensch, Entschuldigung, Gott ist ein Gott, der Menschen warnt. Wenn er das nicht tun würde, würde Gott uns nicht lieben. Denn Gott, er hat keinen Gefallen, wie war das nochmal, am Tode des Gottlosen. Das heißt, Gott warnt Menschen. Gott warnt Menschen, wenn sie in ihren sicheren Tod laufen. Er möchte sie dort zurückholen, er möchte sie zum Leben, zum ewigen Leben führen.

[30:10] Josia erkennt aber auch, was es bedeutet, wenn man Gott treu ist. Und dort ist er. Und wir lesen hier in dem Buch 2. Könige Kapitel 22, wie der König Josia seine Kleider, seine Kleidung zerreißt. Ein Zeichen dafür der Demütigung, auch ein Zeichen der Bitte um Vergebung, und er betet hier um die Vergebung für die Sünden seines Volkes.

[30:49] Interessant ist, immer wenn das Wort Gottes verkündigt wird, dann passiert etwas. Da steht schon so in der Bibel, Hebräer Kapitel 4, Vers 12, dort steht: "Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Mark, Entschuldigung, Seele als auch Geist, Mark als auch Bein und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens." Wenn das Wort Gottes verkündigt wird, jetzt gerade hier auch, dann passiert etwas im Leben der Empfänger. Wenn ich predige, dann beobachte ich immer gerne die Menschen. Ich würde gerne dich jetzt auch sehen, das kann ich ja nicht, uns trennen Raum und Zeit. Aber wenn ich dich jetzt betrachten könnte, dann könnte ich vielleicht sehen, wie der Heilige Geist in deinem Leben wirkt. Vielleicht werde ich das auch nicht sehen, aber es gibt Anzeichen dafür, die wir im Wort Gottes finden, die uns Verkündiger erkennen lassen können. Dich auch, wenn du zum Beispiel Bibelstunden gibst, wenn du Menschen einlädst in die Gemeinde, wenn du Menschen dein Zeugnis erzählst, aber es gibt Anzeichen dafür, dass der Heilige Geist wirkt und das wird sichtbar. Das sind also positive Anzeichen, manchmal auch negative Anzeichen, dass das Wort Gottes wirkt.

[31:56] Und welches sichtbare Zeichen haben wir hier bei Josia? Er zerreißt, was? Seine Kleidung und er demütigt sich und er kommt zu Gott und er bittet um Vergebung für die Sünden seines Volkes. Ich liebe es zu erleben, wenn das Wort Gottes wirkt, wenn es Menschen anspricht, wenn es Menschen zu einer Revolution, zu einer Umkehr bewegt.

[32:25] Vor einigen Wochen, okay, es waren eigentlich schon ein paar Monate, da habe ich einen Anruf erhalten. Ich war unterwegs in den Urlaub, ich wollte meine Schwiegereltern besuchen mit meiner Frau in Hamburg und dort war ich, hatte auf einmal einen Anruf und ich schaute mir die Nummer an, die kannte ich nicht. Ich dachte mir, naja, gehst du mal ran und dann habe ich da eine Frau am Apparat, aber ich konnte sie überhaupt nicht verstehen. Sie hat so undeutlich geredet und es war für mich extrem schwierig, irgendwelche Wörter zu verstehen. Ich habe mir dann meine beste Mühe gegeben und da war eine Frau am anderen Ende des Telefons und ich habe drei Dinge verstanden. Da war etwas mit evangelische Kirche, mit dem Sabbat und mit Besuch. Ich dachte mir, es wäre vielleicht ganz gut, wenn man mal versuchen würde, die Adresse herauszubekommen. Dann habe ich gefragt: "Könnte ich vielleicht sie mal besuchen?" Und dann hat sie mir versucht, ihre Adresse zu beschreiben. Einmal, zweimal, dreimal, viermal habe ich es dann versucht, soweit mein Verständnis noch funktioniert hat, mein akustisches Verständnis, das aufzuschreiben und dann war ich kurz Zeit danach bei dieser Frau.

[33:32] Diese Frau mit dem Namen Elvira, die habe ich dort zu Hause in ihrer Einzimmerwohnung besuchen können und das war für mich ein Segen. Ich habe dort eine alte, liebe, nette Oma vorgefunden, die sehr aktiv in den letzten Jahrzehnten an ihrer Kirche war. Eine Frau, die viel Zeit damit verbringt, zu beten. Das sind oft viele Stunden am Tag, die sie dort mit Gott in Verbindung erlebt. Eine Frau, die in dem Wort Gottes liest und die wirklich mit Gott, unserem Schöpfer, eine tiefe Beziehung hat. Und dann fing sie an, hat sie gesagt: "Ja, ich habe da vor einigen, ist schon ein bisschen länger her, so eine Broschüre gefunden bei mir in meinem Briefkasten. Hier, schau mal, das ist die." Da ging es um den Sabbat und weißt du, für mich war das ein totaler Schock, als ich das gelesen habe in dem Wort Gottes, dass der Sabbat, also nicht mein Ruhetag, der Sonntag, sondern der Sabbat der richtige Tag ist. Das hat mich so aufgewühlt. Ich konnte nachts nicht mehr schlafen und ich musste eine Kirche finden, die den Sabbat hält. Dann habe ich meinen Sohn beauftragt, im Internet zu forschen, zu suchen und da fand er die Adventgemeinde, unter anderem auch deine Nummer. Und deswegen bist du heute hier bei mir, weil ich dich angerufen habe. Ich möchte gerne in dieser Adventgemeinde getauft werden. Ich möchte gerne mein Leben Jesus weihen für diese Gemeinde. Denn in dem Wort Gottes gibt es ja auch so einen Text, dass ganz am Ende, dass da ein Volk geben wird, dass auch die Gebote Gottes halten wird und bewahren wird. Und zu dieser Kirche, sagte sie, möchte ich dazugehören.

[35:06] Ich war vollkommen bewegt. Ich habe mich sehr gefreut über dieses positive Anzeichen des Wortes Gottes. Und dann haben wir gemeinsam angefangen, die Bibel zu studieren. Wir haben uns das Thema über die Wiederkunft Jesu angeschaut. Wir haben den Charakter Jesus studiert. Wir haben uns Gedanken gemacht über die neue Erde, über den Zustand der Toten, über die zehn Gebote, über Heiligung. Und ich habe gemerkt, wie diese Frau unglaublich schnelle Fortschritte gemacht hat im Bibelstudium. Und ehe ich mich versah, ich glaube, das war die zweite oder dritte Bibelstunde, sagte sie mir: "Also, wann ist denn endlich meine Taufe?" Ich sagte: "Ja, also bald, gerne. Aber so ein paar Sachen, ich habe das Wort aber natürlich nicht verwendet, so ein paar Sachen sollten wir noch gemeinsam studieren aus dem Wort Gottes, was ein Plan für dein Leben ist. Wir können den Termin bald planen." Und so haben wir dann für drei, vier Monate das Wort Gottes studiert. Dadurch, dass die Frau schon viel Vorwissen hatte und in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit alles annahm, was Gott von uns wünscht, was er von uns erwartet, damit wir glücklich werden. Ja, da ging es zum Beispiel um Schweinefleisch. Sie hatte in ihrem ganzen Haushalt dort in ihren Tiefkühlfächern Unmengen an Schweinefleisch. Wir haben das Thema studiert, dann sagte sie sofort danach: "Das Zeug muss weg." Und das kam dann weg. Als wir das Thema Zehnten hatten, ja, kann ich dir den Zehnten gleich mitgeben? Ich sagte: "Moment, also in der Gemeinde am besten. Und ich sage dir dann, wie du das genau machst." Dann ging es um das Thema Ellen White. Dadurch, dass sie schon das Buch "Vom Schatten zum Licht" gelesen hatte, wusste sie, worum es ging. Für sie war sofort klar, dass Ellen White eine Botschafterin Gottes ist.

[36:40] Und dann kam der große Tag ihrer Taufe. Und dort war sie, es war vor ein paar Wochen, im Taufbecken. Kurz bevor sie getauft werden sollte, stand sie auf, reckte ihre Hände in den Himmel empor und laut sprach sie ein Gebet. Und ich werde diesen Moment nie wieder vergessen, wie diese Tränen der Frau hinuntergelaufen sind, wie sie ja vor Freude, Freude geweint hat und wie sie Gott die Ehre gegeben hat und ihm gesagt hat: "Endlich, auf diesen Tag habe ich lange gewartet." Diese Frau hat leider Krebs. Der Krebs, der wächst schon heraus, den kann man schon fühlen. Das ist ganz grausam, ganz erbärmlich. Aber diese Frau hatte einen Wunsch: getauft zu werden in die Adventgemeinde, in das sichtbare Volk Gottes in der Endzeit. Eines Tages sagte sie zu mir, es war kurz vor ihrer Taufe: "Daniel, mein letzter Wunsch ist die Taufe und ich will dir noch etwas anderes sagen. Weißt du, ich warte auf dich, sowie auf die Wiederkunft Jesu." Und das machte mich unglaublich demütig.

[37:52] Es gibt Menschen, die auf das Wort Gottes reagieren. Wenn das Wort Gottes ausgeteilt wird, wenn das Wort Gottes verkündigt wird, wenn es weitergegeben wird, gibt es eine Reaktion. Und diese Reaktion ist auch im Leben von Josia sichtbar. Er führt Reformen in seinem Leben durch, nicht nur die Renovierung des Tempels, nein, er geht einige Schritte weiter. Dadurch, dass er so aufgewühlt ist, dadurch, dass er nicht weiß, wie es weitergehen soll, denn auf einmal hat er die ganzen Informationen, er hat die Verheißung, er hat aber auch die Ankündigung des Fluchs auf Ungehorsam. Durch seine neue Erkenntnis wendet er sich hier an die Prophetin Hulda im 2. Könige Kapitel 22, die Verse 12 bis 30, und er fragt durch sie den Herrn, wie es denn weitergehen könnte, wie er als König das verlorene Juda retten könnte. Die Prophetin gibt die gleiche Botschaft weiter, sie führt wieder zur Bibel.

[38:52] Kurze Randnotiz: Wenn wir in den Schriften von Ellen White lesen, dann führen diese uns immer zur Bibel, zu einem noch besseren Verständnis, zu noch einer tieferen Beziehung mit Jesus Christus. Und dann hört Manasse, das lesen wir auch im 2. Könige Kapitel 22, durch den Mund von Hulda, dass die Sünden Folgen haben werden, die Sünden seiner Vorfahren Amon und Manasse, aber dass durch die Reformen Josias zu seinen Lebzeiten er die Folgen der Sünden nicht erleben würde und in Frieden sterben könnte. Josia konnte die ewigen Ratschlüsse Gottes nicht verändern, aber er konnte durch Buße und Reformationen in seinem Leben, in seinem Königreich die Gnade Gottes anrufen.

[39:39] Und wenn wir uns für Gott entscheiden, wenn wir uns demütigen vor ihm, wenn wir ihm unser Ich geben, wenn wir uns Vergebung unserer Sünden bitten, dann wird immer die Gnade Gottes in sein Leben kommen und Gott wird uns vergeben durch Jesus Christus. Warum? Weil das das Wort Gottes ganz klar sagt. Römer Kapitel 8, Vers 1: "So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Jesus Christus sind, die nicht nach dem Fleisch oder nach dem Geist wandeln."

[40:11] In dem Leben von Josia, da lesen wir, dass er folgendes in seinem Reich an Reformationen durchführt. 2. Könige Kapitel 23, die ersten drei Verse. Josia organisiert eine große Tagung. Wir könnten vielleicht sagen, ein Kongress, ein großes Event. Er lädt das ganze Volk dazu ein, auch die Wichtigen, die Hohenträger. Und dort versammeln sie sich alle im Vorhof des Tempels. Und dann, dann liest König Josia persönlich die Worte. Und ich zitiere hier 2. Könige Kapitel 23, Vers 2: "Er liest ja persönlich vor ihren Ohren die Worte des Bundes, des Bundes, das im Haus des Herrn gefunden war, vor." Und jetzt haben wir wieder eine Reaktion auf das Wort Gottes. Das ganze Volk, wie viel? Das ganze Volk entscheidet sich hier von ihren Sünden, entscheidet sich hier von seinen Sünden umzukehren und seinen Bund mit Gott zu erneuern. 2. Könige 23, Vers 3.

[41:20] Und dann in den Versen 4 bis 20 die zweite Reform, die Josia durchführt. Er startet eine gründliche Beseitigung des Götzendienstes im Lande von Juda. Er geht hier gründlich vor. Wir wissen ja, dass Manasse auch einiges entfernt hat, oder? Aus Jerusalem an Götzenbildern. Aber hier, ihr seht, er startet diese Vernichtung des Götzendienstes komplett, bis zum Ende. Er vernichtet die Bilder, die an den Göttern geweiht sind, die Götzenstatuen. Und er bringt auch alle Helfer Satans um. Somit erfüllt er die Verheißung, oder besser die Weissagung des Propheten aus 1. Könige 13, Verse 1 bis 2. Was war das nochmal? Wir erinnern uns, damals Jerobeam, er fing an mit dem Götzendienst. Er entschied sich gegen Gott. Und dann kam ja dieser Prophet, der dann sagte, auf diesem Altar wird etwas passieren. Da werden die Helfer, Helfer Satans verbrannt werden. 1. Könige 13, Verse 1 bis 2. Das erfüllt sich hier.

[42:39] Dann die dritte Reform, die wir hier lesen, von der wir lesen, ist in 2. Könige Kapitel 23, Verse 21 bis 22 zu finden. Josia führt ein landesweites Passafest ein. Jetzt feiert die ganze Nation gemeinsam das Passafest. Und die Bibel beschreibt es hier in Vers 22 mit den Worten: "Fürwahr, kein solches Passa war gehalten worden seit der Zeit der Richter, die Israel gerichtet hatten, und während der ganzen Zeit der Könige von Israel und der Könige von Juda."

[43:06] Josia entschied sich für Gott, für das Leben. Leben oder Tod, alles oder nichts. Es ist deine Entscheidung. In Johannes 10, Vers 10, da haben wir ganz zu Anfang gelesen, wie das Wort Gottes uns sagt: "Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, damit sie das Leben haben in voller Genüge." Wofür entscheiden wir uns? Für Satan oder für Gott? Einen Mittelweg gibt es laut Bibel nicht.

[43:42] Aber wenn wir sagen, wir entscheiden uns, dann heißt es, dass wir uns ganz entscheiden für Gott. Denn wenn wir uns nur teilweise für Gott entscheiden und meinen, naja, ich könnte ja auch Gott zu 60, zu 70 oder 80, 90 Prozent angehören, dann haben wir ein großes Problem. Denn in dem Wort Gottes steht ganz klar in Lukas Kapitel 11, Vers 23: "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich. Und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." Es gibt nur ein entweder oder. Also entweder ganz mit Gott oder ganz mit Satan. Es gibt keinen Mittelweg.

[44:27] Meine Frau, wenn ich an unsere Beziehung denke, an meine Frau Rebecca, das funktioniert nicht, dass ich sage: "Okay, ich bin zu 60 Prozent oder sagen wir mal zu 90 Prozent ihr Ehemann. Und 10 Prozent unserer Zeit bin ich der Ehemann von anderen Frauen." Wird das funktionieren? Nein, auf gar keinen Fall. Und so möchte Gott, dass wir ihm ganz gehören, zu 100 Prozent. Und genau hier liegt die Herausforderung. Ich glaube, dass viele Menschen, vielleicht auch du in deinem Leben, sagst: "Ja, es gibt aber noch Bereiche, die ich gerne für mich behalten möchte. Da gibt es Bereiche in meinem Leben, die, naja, die möchte ich nicht an Gott abgeben, weil die machen Spaß, die fühlen sich gut an, die möchte ich vielleicht später mal Gott geben." Also Bereiche, die mich fesseln an die Welt.

[45:13] Was könnte das sein? Das ist all das, was dir wichtiger ist als Gott. Das könnte das Geld sein, Reichtum, Besitz, deine Karriere, dein Beruf, Statussymbole, vielleicht dein Auto, dein Haus. Es kann auch ein Mensch sein, eine Beziehung. Es kann eine Substanz sein, Zigaretten, Alkohol. Es kann aber auch eine Eigenschaft sein: Stolz, Rechthaberei. Das kann auch das Vergnügen sein. Es können auch die Medien sein, schlechte weltliche Musik, Musik, die von Satan kommt, Filme, die von Satan kommen. Dann können das aber auch irgendwelche Hobbys sein. Das können auch heimliche Sünden sein. Wir haben viele Menschen, die gerne über andere schlecht reden. Wir nennen das wie lästern. Das kann auch das Lügen sein. Es kann auch irgendwie eine heimliche Sucht sein, in der du immer festhältst. Vielleicht eine Kaufsucht, eine Spielsucht oder auch Sexsucht, Pornografie. All diese Dinge trennen uns von Gott. Es können also auch gute Dinge sein, wenn sie uns wichtiger sind als Gott.

[46:30] Und ich glaube, den größten Kampf, den wir auszufechten haben, ist der Kampf gegen unser eigenes Ich. Dein Stolz, dein Ego, dein Wille, deine Gefühle und deine Gedanken. Wenn du das über Gott stellst und dein Ich, was sündig ist, was abgefallen ist, dir wichtiger ist als Gott, dann stehst du nicht auf der Seite Gottes.

[46:52] Wie also können wir das erleben, dass wir ganz auf der Seite Gottes sind und bleiben? Galater 2, Vers 20: "Denn nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir." Das ist der Schlüssel. Ich entscheide mich bewusst für Jesus Christus und dann lebt er in mir. Wie mache ich das konkret? Wenn ich morgens aufstehe, dann bete ich. Dann sage ich: "Herr Jesus, heute möchte ich dir die Kontrolle über mein Leben übergeben. Ich möchte dich bitten, dass du mich heute mit deinem Heiligen Geist füllst. Ich lade dich ein, dass du mich heute führst, dass du mir heute deine Gedanken gibst, deine Gefühle und deine Taten." Wenn wir das tun, wenn wir regelmäßig uns für Jesus komplett zu 100 Prozent entscheiden, dann sind wir erlöst und wir bleiben erlöst.

[47:31] Und das kann auch bedeuten, dass wir uns trennen müssen von Dingen in unserem Leben. Vielleicht gibt es in deinem Leben Dinge, die Satan gehören. Vielleicht ist das Musik, vielleicht sind das Filme, vielleicht sind das Gedanken, die du hast, Gewohnheiten, an denen du festhältst, Sünden, die du heimlich in deinem Leben tust, irgendwelche Internetseiten, die du besuchst. Vielleicht sind das auch gute Dinge wie Hobbys oder Beziehungen oder auch deinen Beruf. Entscheide dich für Gott zu 100 Prozent jeden Tag. Lass ihn den wichtigsten Platz in deinem Herzen übernehmen und dann wirst du erleben, dass du wirklich das Leben, wie in Johannes 10, Vers 10 beschrieben ist, dieses wirkliche Leben in deinem Leben erfährst. Ewiges Leben heute hier und jetzt schon hast.

[48:22] Wir haben heute darüber gesprochen, dass wenn das Wort Gottes verkündigt wird, es eine Reaktion gibt. Immer gibt es eine Reaktion. Meine Frage an dich ist heute: Wie ist deine Reaktion? Gott lädt dich ein, ganz auf seiner Seite zu sein. Wie ist deine Reaktion? Wofür entscheidest du dich heute? Möchtest du dich ganz auf die Seite Gottes stellen? Möchtest du heute mit mir sagen: "Ja, Herr Jesus, ich möchte dir ganz gehören. Ich möchte dir alles übergeben, was ich in meinem Leben habe. Ich möchte, dass du totale Kontrolle über mein Leben hast." Und vielleicht möchtest du heute auch sagen: "Herr Jesus, in meinem Leben gibt es Dinge, die mich von dir trennen." Und ich bin davon überzeugt, dass der Heilige Geist dir das jetzt auch aufzeigen kann. Entscheide dich von diesem Ding loszulassen, sich vielleicht zu vernichten, sich aus deinem Haushalt zu verbannen. Werde glücklich, entscheide dich für Gott mit all den Konsequenzen. Dann wirst du erfahren, dass du das Leben in voller Fülle jetzt, heute, hier hast und auch dann hast, wenn Krisen und Katastrophen in deinem Leben kommen.

[49:34] Ich möchte dich einladen, dass wir jetzt gemeinsam beten und dass wir unser Leben Gott übergeben. Noch einmal erneuert bewusst. Wenn das dein Wunsch ist, dann bitte ich dich, dass du mit mir gemeinsam, wo du jetzt bist, aufstehst, vor deinem Laptop, vielleicht vor dem Fernseher. Lass uns gemeinsam aufstehen, dass wir gemeinsam Gott anbeten können.

[49:53] Herr Jesus im Himmel, unser Vater, unser Freund, unser Erlöser, unser Schöpfer. Herr, du hast in deinem Wort gesagt: "Wer nicht für mich ist, wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich." Wir sehen, es gibt nur zwei Seiten, wir möchten uns ganz auf deine Seite stellen. In diesem Moment, egal wo wir gerade sind, ob wir vielleicht in unserem Zimmer sind, in der Küche, vielleicht irgendwo unterwegs sind oder vielleicht gerade draußen sind, wo auch immer wir uns gerade befinden, möchten wir dich einladen, dass du in unser Herz kommst. Wir möchten uns ganz für dich entscheiden. Wir möchten dich bitten, wie du sagst in deinem Wort, dass du in uns lebst, dass du uns ganz ausfüllst in deinem Heiligen Geist. Und Vater, wir möchten dich auch bitten, dass du die Totalkontrolle über unser Leben übernimmst. Ja, Herr Jesus, gib uns auch Kraft, dass wir uns von den Dingen trennen, die Satan gehören und nicht dir. Helfe uns, dass wir heute diese Entscheidung treffen. Danke dafür, dass du unser Gebet erhört hast und danke dafür, dass wir sagen können, wie du es im ersten Johannes 5, Verse 14 und 15 beschreibst, dass wenn wir etwas beten, nach deinem Willen, wir wissen, dass wir das Erbeten schon haben. Danke dafür, dass wir jetzt Erlösung haben. Danke dafür, dass du uns jetzt hilfst, uns zu trennen von den Dingen, die Satan gehören. Habt Dank dafür. Amen.


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