[0:11] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Joel Media TV Spezial: Offenbarung 13, die USA und Leo XIV. Die Welt steht Kopf und auch die religiöse Welt hat in den letzten Wochen und Monaten erstaunliche Veränderungen und Entwicklungen gesehen. Der erste amerikanische Papst der Geschichte ist gewählt worden, etwas, was für lange Zeit undenkbar galt. In diesem Joel Media Spezial wollen wir uns etwas Zeit nehmen, das Ganze aus einer biblisch-prophetischen Perspektive sachlich und nüchtern zu analysieren.
[0:53] Aber zuvor möchte ich einen Disclaimer oder einen Hinweis geben für alle, die dieses Video sehen: Dieses Video ist gedacht als ein Update, als eine Information für Menschen, die sich schon intensiv mit der biblischen Prophetie beschäftigt haben. Wenn du, lieber Zuschauer, wenn du noch nie Offenbarung 13 studiert hast, dich noch nicht mit der biblischen Prophetie in Daniel und Offenbarung vertraut gemacht hast, dann empfehlen wir dir ganz dringend, das zuerst zu tun. Wir werden in diesem Update, in diesem Joel Media Spezial, diese Dinge alle schon voraussetzen, ohne sie biblisch zu begründen. Und wenn du dieses Video jetzt alleine so siehst, könntest du den Eindruck gewinnen, dass wir einfach willkürlich Dinge behaupten, weil wir hier jetzt aus Zeitgründen die einzelnen biblischen Argumente nicht mehr nachliefern. Wenn du also dich mit Offenbarung 13 und den ganzen Themen der Endzeitprophetie noch nicht beschäftigt hast, dann laden wir dich ein: Bei Joel Media gibt es eine ganze Reihe von Serien. Wir haben "Ausweg 2012" oder "Magna Conflictio". Das sind Serien, die schon etwas länger her sind, aber die das alles ausführlich beleuchten. Wir haben ein sehr ausführliches Offenbarungsseminar, wo man fair für sich in diese Themen einarbeiten kann, eine Zusammenfassung aus dem von vor zwei Jahren in der CSH-Serie über drei kosmische Botschaften. All das ist frei verfügbar mit Sendemanuskripten. Bitte schau dir das zuerst an oder sei dir sicher, dass du diese Dinge kennst, bevor du jetzt dieses Joel Media Spezial anschaust.
[2:37] Was wir heute vorhaben ist, wir wollen uns noch einmal ganz kurz in wenigen Minuten vor Augen halten, was die biblischen Prophezeiungen für unsere Situation, die wir heute beleuchten wollen, konkret vorhersagen. Wir wollen uns den geschichtlichen Hintergrund noch einmal in Erinnerung rufen. Das nur als kurze Wiederholung auch für alle, die sich auch schon länger damit beschäftigt haben. Ich möchte an dieser Stelle auch auf das Buch "Vom Schatten zum Licht" hinweisen, das viele dieser Dinge oder dass diese Dinge sehr gründlich und gut und sehr interessant beschreibt. Das ist unbedingt auch eine Empfehlung, dieses Buch zu lesen. Aus diesem Buch werden wir dann ein paar kurze Zitate noch einmal aufgreifen, um ganz deutlich zu definieren, was konkret wir erwarten, damit wir dann sehen können, was in den gegenwärtigen Ereignissen tatsächlich prophetische Erfüllung ist und was nicht. Wir werden dazu einige Zitate aus dem Geist der Weissagung lesen, aus dem einfachen Grund, weil es hier mittlerweile auch immer wieder viel Verwirrung gibt.
[3:39] Dann werden wir uns der allgemeinen Lage in den USA zuwenden. Wir werden den Langzeittrend betrachten. Wir wollen zeigen, dass die gegenwärtigen Ereignisse nicht plötzlich um die Ecke kommen, sondern dass es da langfristige Entwicklungen gibt und in diesem Licht wir auch das gegenwärtige besser beurteilen können. Wir werden einen Blick auf den US Supreme Court, das oberste Gericht der USA, werfen, auf die personelle Zusammensetzung und auch jüngste Entscheidungen. Wir werden den Wahlkampf von 2024 unter die Lupe ein wenig nehmen und dann auch etwas über die jetzige Regierung der USA, über die zweite Trump Administration sagen.
[4:20] Und dann uns in einem nächsten Teil konkrete Punkte herausgreifen, wo wir den Eindruck haben, dass ein direkter Bezug zu Offenbarung 13 greifbar wird. Dabei wollen wir das ausgewogen betrachten. Viele dieser Dinge sind auch schon anderswo angesprochen worden, sind schon gemeldet worden. Entweder manchmal mit einem gewissen, also manchmal fallen Leute dann in Panik und übertreiben vielleicht sogar. Manchmal wird das vielleicht auch deswegen dann wieder völlig abgetan. Wir wollen konkret uns anschauen, was substanziell an diesen Dingen, die wir dann ansprechen werden, eine Erfüllung in Bezug auf Offenbarung 13 darstellt oder einleitet. Das ist einmal das Project 2025. Dann werden wir das Faith Office uns anschauen, das im Weißen Haus von Donald Trump eingerichtet worden ist und dann uns besonders Zeit nehmen für die sogenannte Presidential Commission on Religious Liberty, eine Kommission des Präsidenten für die Religionsfreiheit. Und die wird uns sehr, auch das wird uns einige Zeit kosten, uns das ein bisschen genauer anzuschauen, wer dort mitwirkt und was davon zu erwarten sein kann. Und dann werden wir in diese Gesamtbetrachtung am Ende uns anschauen, welche Rolle hier der neue Papst spielen könnte und wie das alles einzuordnen ist.
[5:38] Bevor wir beginnen, möchten wir auch dieses Studium der Zeitgeschichte aus dem Blickwinkel der biblischen Prophetie unter Gottes Leitung stellen. Und wir möchten mit einem Gebet starten und ich lade dich, lieber Freund, liebe Freundin, dazu auch herzlich ein.
[5:54] Lieber Vater im Himmel, du hast uns die Prophetie gegeben, nicht damit wir erschrecken, sondern damit wir gerade nicht erschrecken, wenn die Dinge passieren, damit wir vorbereitet sind auf die Krisen, die alle anderen unerwartet überraschen wird. Du hast uns die Prophetie vor allem aber auch gegeben, damit wir Jesus noch mehr lieb gewinnen, dass wir sein Evangelium in all seiner Kraft und Schönheit annehmen, denn wir wissen, dass das Evangelium immer auch mit der Prophetie verknüpft ist. Und so wollen wir dich bitten um Weisheit, dass wir wachsam sind, dass wir wichtige Zeichen nicht ignorieren, dass wir aber auch nicht in Panik verfallen und übertreiben, sondern dass wir nüchtern gemäß deines Wortes und gemäß dessen, was du uns gesagt hast, die Dinge beurteilen, um dann festzustellen, dass wir dich brauchen und dass du unser Herz heute verändern musst.
[6:51] Wir möchten dich bitten, dass du uns auch die richtigen Worte gibst, dass wir Menschen nicht Unrecht tun und dass wir ihre Motive nicht falsch darstellen. Wir werden über viele Menschen heute sprechen, aber wir wollen niemanden verurteilen und niemandem falsche Motive unterstellen. Wir wollen sachlich anhand der Bibel Ereignisse beurteilen, aber das Gericht über Menschen dir überlassen, denn du bist der Einzige, der das gut, der das richtig machen kann, der Einzige, der gerecht richten kann. Und Herr, wir vertrauen auf deine Gnade und so wollen wir auch alle Menschen, über die wir heute reden, deiner Gnade anvertrauen und dich bitten, dass du auch an ihnen wirkst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[7:42] Die biblische Prophezeiung. Johannes, der letzte überlebende Jünger Jesu, sah auf Patmos in dem letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, Szenen von überragendem Interesse. Und er, der Jesus so sehr geliebt hat und so eine tiefe Erkenntnis im Evangelium bekommen hat, erhält jetzt Visionen von seinem Freund und Erlöser und Fürsprecher Jesus, die mit dem Evangelium zu tun haben. Er sieht dort unter anderem dieses Tier aus dem Meer, das offensichtlich das gleiche religiös-politische System darstellt wie das kleine Horn aus Daniel 7, der römisch-katholische Kirchenstaat. Und ich habe es an anderer Stelle schon oft gesagt: Die Bibel erwähnt nicht Mächte einfach, weil sie böse sind. Da müsste sie sehr viel mehr Mächte erwähnen. Sie erwähnt in der Prophetie insbesondere die Mächte, die den Anspruch erheben, das ewige Evangelium zu predigen und den Weg zur Erlösung zu bereiten und in Wirklichkeit die Menschen täuscht. Und deswegen ist es so wichtig, sich mit der Prophetie zu beschäftigen, wenn man Jesus folgt.
[8:57] Wir wissen aus der Prophetie, ich sag das noch mal ganz kurz, dass dieser Kirchenstaat 1798 seine tödliche Wunde erhielt, als General Berthier Papst Pius VI. gefangen nahm und dass die Bibel aber vorhersagt, dass diese tödliche Wunde wieder heilen wird, dass um die gleiche Zeit ein Tier aus der Erde aufstieg. Während alle anderen Tiere aus dem Wasser kommen, was Völker, Scharen, Nationen und Sprachen darstellt, kommt dieses Tier aus einer Gegend, die spärlich besiedelt, keine Großreiche gewesen sind und entsprechend es keine großen Kriege und Eroberungen gebraucht hat, um dieses Land zu erobern. Natürlich haben die Amerikaner auch gegen die Indianer gekämpft. Das wollen wir gar nicht in Abrede stellen, aber es ist kein Vergleich zu dem, was z.B. Medo-Persien oder Griechenland oder Rom tun mussten, um ihr Weltreich zu etablieren.
[9:53] Dieses Tier – und ich habe es ja schon gesagt, das ist für uns jetzt, die wir uns damit beschäftigt haben, keine Neuheit – dass hier die Vereinigten Staaten von Amerika gemeint sind, hatte zwei Hörner gleich einem Lamm. Und wenn in der Offenbarung das Lamm vorkommt, dann ist das sonst immer Jesus Christus. So wie Johannes der Täufer, wie es Johannes der Evangelist in seinem Evangelium berichtet, schon bei der Taufe Jesu oder kurz nach der Taufe Jesu besser gesagt, ausrief, als er Jesus auf sich zukommen sah: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." Jesus ist das Zentrum der gesamten Bibel, von 1. Mose bis zur Offenbarung. Er ist das Lamm Gottes, lieber Freund, liebe Freundin, das auch für dich und für mich alle Sünden getragen hat. Und bei allem, was wir heute studieren, wollen wir niemals aus den Augen verlieren, dass unsere Priorität die sein muss, dass Jesus Christus unser Erlöser ist, dass er unsere Sünden getragen hat und dass ohne ihn wir nichts sind. Er hat uns geschaffen, er hat uns erlöst, er führt uns, er will uns verherrlichen und vollenden. Er will uns heiligen und vorbereiten auf die Zeit, wenn er wiederkommt und uns zu sich nimmt. Ohne die Gnade Jesu sind wir nichts. Und wir dürfen auch die Prophetie nur im Licht des Evangeliums betrachten. Alles andere wird dann Spekulation und geht am Ziel der Prophetie vorbei. Jesus ist unser Erlöser. Das dürfen wir nie vergessen und das soll unsere allererste und wichtigste Entscheidung sein und in dieser Entscheidung Jesus zu folgen, wohin er auch geht, wie es von den 144.000 heißt. In diesem Licht können wir die Ereignisse, die sich vor unseren Augen erfüllen, im Licht von Offenbarung 13 und 14 und auch den anderen Kapiteln der Offenbarung richtig beurteilen.
[11:48] Dieses Tier hatte zwei Hörner wie ein Lamm. Und das bedeutet: In der biblischen Prophetie stehen die Hörner für Königreiche. Zwei Königreiche gleich einem Lamm. Also zwei Königreiche wie bei Jesus. Und die Frage ist, hat Jesus von zwei Königreichen gesprochen? Und hier kommen wir schon an einen ganz entscheidenden und wichtigen Punkt. Jesus hat tatsächlich von zwei Königreichen gesprochen. Er sagte in Matthäus 22, Vers 21: "So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist." Jesus hat die staatliche Macht anerkannt, aber – und das ist jetzt sehr entscheidend – deutlich gemacht, dass Gottes Reich und die weltliche Obrigkeit, die in ihrer angemessenen Sphäre agiert, deutlich voneinander zu trennen sind. Diese Trennung des weltlichen und des geistlichen Bereiches, des Staates und der Kirche sozusagen, ist eine fundamentale Lehre von Jesus. Er selbst sagt in Johannes 18, Vers 36: Jesus antwortete: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Jesus hat nie den Anspruch erhoben oder die Forderung gestellt, dass seine Prinzipien mit Staatsgewalt oder militärischer Macht in der Gesellschaft durchgedrückt werden sollen. Das war immer etwas, was ihn, also das war nie etwas, was er jemals auch nur angedeutet hätte. Sein Reich ist eben nicht so, dass man es durch politische Kompromisse, Machtbildungen in einem Parlament oder durch Druck, durch Gesetze durchsetzen könnte. Das wollen wir im Hinterkopf behalten, weil das für unser Thema heute sehr wichtig sein wird.
[13:26] Wir sehen aber dann, dass dieses Tier, das aussieht wie ein Lamm mit seinen zwei Hörnern, dann doch redet wie ein Drache. Genau das Gegenteil tut von dem, was man erwarten würde entsprechend seines Aussehens. Jesus warnte doch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. So wird dieses zweite Tier aus der Erde auch der falsche Prophet genannt. Nicht alles, was sich auf Christus beruft und christlich nennt und alles, was von Jesus redet, ist auch tatsächlich christlich. Wir brauchen die Bibel und in diesem Fall auch insbesondere die biblische Prophetie, um Wahrheit von Irrtum unterscheiden zu können.
[14:04] Offenbarung 13 sagt voraus, dass es alle Vollmacht des ersten Tieres, also des Kirchenstaates aus Rom, ausübt vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. Hier sehen wir also eine Verbindung zwischen den USA und dem Vatikan, die vorhergesagt wird. Wir haben in früheren Joel Media Spezialen mehr über diesen Punkt auch gesprochen. Wir werden das je nachdem auch wieder aufgreifen. Das wird am Ende heute auch vielleicht ein wenig noch zur Sprache kommen können.
[14:35] Offenbarung 13, Vers 14, das ist ein Punkt, der heute uns besonders beschäftigen soll: "Es verführt die, welche auf der Erde wohnen durch die Zeichen, geht es um Wunderzeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind." Das wird sogar davon gesprochen, dass Feuer vom Himmel fällt in Vers 13. "Und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen soll." Die USA machen, so sagt es Offenbarung 13, Vers 14, voraus, dem Kirchenstaat ein Bild. Sie tun das sozusagen kopieren.
[15:06] Schauen wir uns ganz kurz den geschichtlichen Hintergrund an, um da noch einmal das zu verstehen. Die Geschichte der USA beginnt ja, also ist eine sehr komplexe Geschichte, aber für unsere Zwecke wollen wir uns auf ein paar Punkte beschränken. Unter anderem damit, dass die Pilgrim Fathers, die Pilgerväter, 1620 dort in Neuengland ankommen, nachdem sie vor einer unterdrückenden Staatskirche geflohen sind. Das war in dem Fall noch nicht einmal der Vatikan, sondern die anglikanische Kirche in England. Und über den Umweg von den Niederlanden sind dort die ersten Puritaner nach Neuengland gekommen und haben dann im Laufe der Jahrzehnte dort Kolonien gegründet, die dann so ein Rückgrat der werdenden USA gewesen sind.
[15:54] Damals war es so, dass diese Puritaner mit ihrem puritanischen Glauben in Europa nicht wirklich gut geduldet waren und dorthin flohen und ein Experiment wagen wollten, dort ihren Glauben leben, aber schon bald feststellten, dass es Menschen gab, die nicht so dachten wie sie innerhalb ihrer Gruppe und auch dann wieder versucht waren, genau dasselbe zu tun, was die anderen Kirchen in Europa getan hatten. Auch die Reformatoren waren davon nicht frei gewesen, dass man nämlich durch staatliche Maßnahmen, durch Gesetze, den vermeintlich richtigen Glauben durchdrückt. Das führte dazu, dass schon bald wieder Menschen verfolgt wurden, sogar hier in Amerika.
[16:34] Roger Williams, ein wirklich völlig unterschätzter Reformator, verkündigte dort dann die damals revolutionäre These, dass Menschen frei sind zu glauben, was sie wollen, dass sie Gott allein verantwortlich sind und kein religiöser Test gemacht werden darf, wenn jemand z.B. Bürgermeister werden möchte in seiner Stadt. Eine tatsächliche Trennung des kirchlichen und des weltlichen Bereiches. Er wurde dafür verfolgt. Er wäre beinahe gestorben. Die Indianer haben ihn am Leben erhalten. Aber das Prinzip, dass er vertrat, das konnte er dann in Rhode Island, in der Stadt Providence, zum ersten Mal umsetzen und das wurde so erfolgreich, dass es zum Rückgrat der entstehenden USA wurde, als Ende des 18. Jahrhunderts die USA sich gründeten, wurde dieses Prinzip ganz fest verankert.
[17:32] Ich habe hier, einfach nur damit wir, wenn wir gleich in die aktuellen Zeitgeschehnisse gehen, das vor Augen haben, noch ein paar wichtige Zitate von den Gründungsvätern hier noch einmal, damit wir sie uns vor Augen führen und gleich dann den Kontrast sehen zu dem, was heute passiert.
[17:52] Benjamin Franklin 1780 in einem Brief an Richard Price: "Wenn eine Religion gut ist, meine ich, wird sie sich selbst erhalten, und wenn sie sich nicht selbst erhalten kann und Gott sich nicht darum kümmert, sie zu unterstützen, so dass ihre Anhänger darauf angewiesen sind, die Hilfe der zivilen Autorität anzufordern, ist es ein Zeichen, so scheint es mir, dass es eine schlechte ist." Behalten wir das im Hinterkopf.
[18:13] Thomas Jefferson sagte ziemlich kurz und knapp 1782: "Nur der Irrtum benötigt die Unterstützung der Regierung. Wahrheit kann für sich alleine stehen." Ganz großartiges biblisches Prinzip.
[18:28] John Adams im Vertrag von Tripoli, das ist jetzt keine persönliche Meinung von ihm, sondern ein Vertrag, der dann auch vom Parlament in den USA ratifiziert worden ist. Das heißt, alle der sogenannten Gründungsväter und der ersten Politiker damals haben das gesehen, gelesen und auch ratifiziert: "Die Regierung der Vereinigten Staaten ist in keinster Weise auf der christlichen Religion aufgebaut." Nun, natürlich waren Christen dort sehr willkommen und jeder durfte seines christlichen Glaubens leben, aber die USA waren keine christliche Nation, sondern eine Nation, in der Christen Freiheit hatten, anzubeten, wie sie wollten. Das ist ein großer Unterschied. Natürlich waren viele der Gründungsväter auch Christen, aber sie wollten unter keinen Umständen, dass der Staat eine bestimmte Religion fördert und fordert und damit etabliert.
[19:12] James Madison: "Wir lehren die Welt die große Wahrheit, dass Regierungen ohne Könige und Adlige besser arbeiten als mit ihnen. Der Wert wird verdoppelt durch die andere Lektion, dass Religion in größerer Reinheit blüht, wenn sie keine Hilfe von der Regierung erhält." Mit anderen Worten, es geht sowohl dem Staat als auch der Kirche besser, wenn Staat und Kirche getrennt sind. Also nicht zum Schaden der Kirche, sondern zu ihrem Besten. Warum? Wenn Staat und Kirche vereint sind, dann kommen machthungrige Menschen in die Kirche, einfach nur weil sie Machtpositionen haben wollen, weil der Staat das fördert. Und so wird der Glaube dann korrumpiert und verdorben.
[19:55] Und so sagt die amerikanische Verfassung in dem ersten Zusatzartikel, dem First Amendment, berühmtes Zitat: "Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das die Einrichtung einer Religion betrifft, verzeih, die freie Religionsausübung verbietet", und so weiter und so fort. Das erste, das nennt man den Establishment Clause. Das ist also das Verbot, die Einrichtung einer Religion durch Gesetz zu veranlassen.
[20:22] Nun, ganz kurz noch einmal, weil das heutzutage immer wieder auch missverstanden wird, was Ellen White in ihrem Buch "Vom Schatten zum Licht" über Offenbarung 13 und Amerika gesagt hat. Sie sagt das aus. Gut zuhören, weil wir das gleich sehr gründlich brauchen werden: "Die Gründer der Nation", sie meint die Gründungsväter der USA, "haben weise danach getrachtet, es zu verhüten, dass die Kirche die zivile, säkulare Macht benutzt, weil das hätte unausweichliche Folgen: Intoleranz und Verfolgung." Also halten wir fest, dass sie ganz deutlich auch den ersten Verfassungszusatzartikel so versteht, dass die Gründungsväter verhindern wollten, dass die Kirche den Staat benutzt. Gut, gut im Hinterkopf halten, weil wir das gleich dringend brauchen werden.
[21:18] Sie sagt auch, und das ist ganz offensichtlich, wenn wir wissen wollen, was das Tier ist, sie sagt, Verzeihung, das mal das Bild des Tieres, dann wenn es also darum geht zu lernen, was das Bild ist und wie es ist und wie es geformt werden soll,
[21:32] es ist und wie es geformt werden soll, sagt sie, müssen wir die Charakteristika des Tieres selbst studieren, des Papsttums. Denn das Bild des Tieres entspricht dem Tier. Das heißt, wir haben es beim Papsttum mit einem Kirchenstaat zu tun und damit ist auch das Bild des Tieres so etwas Kirchenstaatliches. Es geht ja nicht um eine multinationale Welteinheitsregierung oder so etwas. Hat mit dem Bild des Tieres in der Prophetie und dem Geist der Weissagung nichts zu tun. Es ist ganz wichtig, dass wir uns hier an dieser Stelle wieder ganz klar werden, was die Bibel und was der Geist der Weissagung uns sagen und keinen spekulativen Theorien nachgehen.
[22:08] Es heißt weiter hier und sie sagt es ganz deutlich im großen, im Great Controversy Seite 443. Ich habe das im Englischen hier, damit man das auch noch mal selbst nachlesen und nachprüfen kann. Damit die USA ein Bild des Tieres formen, muss die religiöse Macht die Zivilregierung so kontrollieren, dass die Autorität des Staates von der Kirche benutzt wird, um ihre, das heißt, die kirchlichen Ziele zu erreichen. Also, es geht hier wieder darum, das Bild des Tieres wird erzielt, indem die Kirche den Staat gebraucht für ihre Zwecke. Das ist vielleicht einigen von uns ganz so selbstverständlich, aber ich möchte das betonen, weil dieses Verständnis mittlerweile durchaus angegriffen wird.
[22:55] Und dann heißt es hier, so wie damals – sie erklärt dann, dass es der Abfall in der Spätantike war und in der Antike und der Spätantike, die die frühe Gemeinde dann irgendwann dazu gebracht hat, die Zivilregierung um Hilfe anzurufen. So wird auch der Abfall der Kirche, in dem Fall jetzt des Protestantismus, den Weg bereiten für das Bild des Tieres. Also abgefallene protestantische Kirchen, die den Weg dann, also die dazu führen, dass dieses Bild des Tieres verwendet oder aufgerichtet wird, weil nämlich der Abfall von der Wahrheit zu dem führt, was Jefferson gesagt hat: Nur der Irrtum benötigt die Regierung. Ist genau dieses Prinzip.
[23:34] Letztes Zitat: "Wenn führenden Kirchen der Vereinigten Staaten, die sich auf den Punkten vereinigen, die sie gemeinsam haben" – ganz auch noch mal gut in Erinnerung zu behalten, wenn die Kirchen sich also auf die gemeinsame Glaubensbasis konzentrieren und dann den Staat beeinflussen, ihre Erlasse zu bekräftigen und ihre Institutionen zu erhalten, dann wird das protestantische Amerika der römischen Hierarchie ein Bild gemacht haben.
[24:06] Nun kommen wir mit diesen ganz klaren Aussagen, die das stützen, was die Bibel selbst sagt und was wir auch geschichtlich gesehen haben, was die USA auf jeden Fall nicht tun wollten, zur gegenwärtigen Lage in den USA. CNN hatte diese interessante Überschrift vor wenigen Monaten: "Weiße christliche Nationalisten sind bereit, Amerika in ihr Bild neu zu schaffen, zu 'remake', also neu zu machen in ihr Bild, während der zweiten Administrationszeit, der Amtszeit von Donald Trump", sagt hier ein Autor. Das ist auch gar nicht mal so neu.
[24:42] Schon vor zehn Jahren hatten wir das hier in einem Joel Media Spezial mal angesprochen, dass für viele Republikaner ein offizielles christliches Amerika eigentlich ganz gut klingt. Also schauen wir uns den Langzeittrend an, damit wir das ein bisschen besser einordnen können. Das ist ja nicht seit ein paar Jahren aktuell.
[25:04] Die USA gelten immer als eine christliche Nation. Wir haben aber gesehen, die Gründungsväter sahen das ganz anders. Es war eine Nation, wo Christen anbeten durften, wie sie wollten, aber es war keine christliche Nation, in der eine bestimmte Religion vom Staat gefördert wurde. Woher kam das? Viele kennen vielleicht diese Ein-Dollarnote und immer wird auf diese Pyramide abgezielt und da wird dann spekuliert, was da gemeint sein könnte und Theorien werden daran angehängt. Aber das Entscheidende hier, ich habe das auch schon mal an anderer Stelle erwähnt, ist, dass über dieser "One" die Worte stehen: "In God We Trust". Das stand nicht immer auf einer Dollarnote. Das ist eine Entwicklung, die in den 50er-Jahren begann.
[25:45] Und das hat damit zu tun, dass in den 50er-Jahren vor allem Billy Graham und andere Führer der evangelikalen Bewegung sich aktiv bemüht haben, US-Präsidenten und damit auch die Regierungen zu kontaktieren. Der letzte, der sich dagegen ziemlich gewehrt hat, war Harry Truman gewesen. Auch Graham hat ihn damals besucht, aber das hat dem Truman nicht wirklich gefallen. Truman war ein gläubiger Christ, aber er hat dieses Prinzip von Trennung von Kirche und Staat noch sehr deutlich gesehen.
[26:15] Mit dem nächsten US-Präsidenten, mit Eisenhower, war das eine andere Sache und Graham und Eisenhower haben eine enge Freundschaft gehabt und in diesen Jahren sind eine ganze Reihe von Dingen entstanden, die wir heute für selbstverständlich erachten, zum Beispiel "In God We Trust" auf der USD-Dollarnote, der Ein-Dollarnote, oder zum Beispiel das nationale Gebetsfrühstück, was es mittlerweile seit vielen Jahrzehnten gibt, ist eine aus dieser Zeit, oder auch im "One Nation Under God", diese Formulierung im Pledge of Allegiance, ist alles etwas, das in dieser Zeit entstand. Es war eine ganze starke christliche Welle, die USA zu christianisieren, auch im politischen Bereich.
[26:55] Das hatte natürlich zu tun mit der Gefahr des Kommunismus. Der Zweite Weltkrieg war vorbei. Die beiden großen Mächte USA, Sowjetunion standen sich gegenüber und vielen Politikern erschien es eine gute Sache, sich jetzt mit den Christen, die ja auch ganz stark gegen den Kommunismus waren, zu verbinden.
[27:11] Ist interessant, weil wir heute auch ein ähnliches Narrativ haben. Die Gefahr von der starken Linken, der radikalen Linken, dem Kommunismus, der treibt so ein bisschen die religiösen und die konservativen Politiker zusammen. Es gibt Historiker, die tatsächlich diese Entwicklung ein bisschen weiter verfolgt haben und argumentieren, dass das Ganze zurückgeht in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und im Grunde genommen eigentlich ein Versuch ist der amerikanischen Wirtschaftsbosse, die amerikanischen Prediger dahingehend auch zu instrumentalisieren, damit sie den damaligen New Deal von Franklin D. Roosevelt attackieren. Da geht's also um die Frage der wirtschaftlichen Freiheit. Da geht's also um den American Way of Life. Das würde hier zu weit führen, aber das hat zum Teil sehr klare wirtschaftliche Interessen, die dahinter auch stehen. Und das sehen wir heute auch, wie sehr Wirtschaft, Politik und auch Religion sich immer mehr vermischen an bestimmten Fragen. Aber dazu, das können wir jetzt hier jetzt nicht weiter ausführen.
[28:15] Es hat im Laufe der Jahrzehnte immer wieder so Bewegungen gegeben, christliche Werte in die Politik hineinzubringen. War dann ganz stark wieder in den 80er-Jahren unter Jerry Falwell mit der Moral Majority, als man nach einer Zeit, in der sowohl Politik als auch der Supreme Court ziemlich weit nach links sich bewegt hatten, man versucht hat, die klassischen christlichen Werte wieder politisch zu verankern und die konservativen Christen für die Republikaner zu mobilisieren. Hat dann unter anderem auch zur Wahl von Ronald Reagan geführt.
[28:51] Wir erinnern uns vielleicht einige von uns noch an Pat Robertson, der dann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der einflussreichsten Führer dieser religiösen Rechten gewesen ist, wo auch schon die Verbindung zur Charismatik sehr stark gewesen sind. Der hat sich immer wieder als Prophet auch betätigt, das Ende der Welt vorhergesagt und auch ganz deutlich diese Trennung von Kirche und Staat bekämpft. Wir könnten viele andere Namen aufzählen, nur um deutlich zu machen: Das sind also Entwicklungen, die über Jahrzehnte laufen und so in Wellen immer wieder kommen. Wir denken an George W. Bush, der ganz offen über seinen Glauben gesprochen hat und wo es sehr nachvollziehbare Gründe gibt, dass auch einige seiner Entscheidungen, bis hin zum Irakkrieg, auch von seinem Glauben mitgeprägt worden sind. Wir hatten in den letzten Joel Media Spezials darauf hingewiesen, dass unter Donald Trump der Anteil an Geistlichen, die direkt beraten, außergewöhnlich gestiegen ist.
[29:40] Und das nur mal als Erinnerung hier. Es hilft vielleicht, wenn wir hier ganz kurz auf zwei Begriffe eingehen, die immer wieder auch anzutreffen sind. Das eine ist der Christian Reconstructionism. Da geht's darum, dass die Gesellschaft auf Grundlage der Bibel wiederhergestellt werden soll und dass das Christentum alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in dieser Welt dominieren soll. Das nennt man auch Dominionism. Ja, alles soll dominiert werden vom Christentum.
[30:06] Und eng damit verbunden ist, besonders wichtig jetzt auch für unsere Zeit, die New Apostolic Reformation. Da geht es um eine im Wesentlichen charismatische Bewegung, Propheten, Aposteln und all das, was damit zusammenhängt, Zungenrede, initiiert von C. Peter Wagner, der eine große Reformationsbewegung hielt. Bis in die 2000er-Jahre war das eine Randerscheinung in Amerika. Unter Donald Trump ist es jetzt eine der führenden politischen Kräfte mit enormer Reichweite. Es geht dabei, das Christentum in allen Bereichen, in der Familie, in der Religion, in der Bildung, in den Medien, in Kunst und Unterhaltung, in der Wirtschaft und Regierung zu etablieren als dominierend. Man spricht auch vom Seven Mountain Mandate, also vom Mandat, die sieben Berge – also die Religion, die Familie, die Bildung, die Medien, Kunst und Unterhaltung, die Wirtschaft und die Regierung – zu kontrollieren. Während Jesus sagte, mein Reich ist nicht von dieser Welt, wollen diese Christen, diese charismatischen Christen, das Christentum sozusagen verbindlich in alle Lebensbereiche als dominierende Kraft hineinbringen.
[31:09] Wir erinnern uns vielleicht vor wenigen Jahren bei diesem Aufstand, diesem Sturm des Kapitols. Studien haben gezeigt, dass dort eine ganze Reihe von christlichen Nationalisten an vorderster Front mitgewirkt haben. Man sieht hier zum Beispiel auf dem Bild einen vermeintlichen MAGA-Jesus, der das mit unterstützt.
[31:40] Und es hat immer wieder die These dann gegeben im Anschluss, gerade aus Quellen, die dem Trump-Lager sehr nahestanden: Das wäre alles quasi nur gefaked, das hätte es gar nicht wirklich gegeben, das wären alles Antifa-Leute gewesen, die sich als Trump-Anhänger verkleidet hätten und so weiter. Das können wir heute als widerlegt zurückweisen, weil natürlich Donald Trump vor wenigen Monaten 1500 dieser Randalierer begnadigt hat und freigesprochen hat. Die kamen aus den Gefängnissen wieder frei. Das hätte er sicherlich nicht gemacht, wenn es sich um Antifa-Leute gehandelt hätte, die ihm hätten Schaden wollen. Das mit Sicherheit nicht.
[32:19] CNN berichtet hier, und das können wir nur kurz als Zusammenfassung gelten, man könnte viele Beispiele noch bringen, dass hier eine Gruppe von Christen versucht, wie es hier unten heißt, die Linie, die die Frömmigkeit von Politik trennt, auszuradieren. Viele wollen die Trennung von Kirche und Staat entweder reduzieren oder ganz aufgeben. Und einer der wichtigsten populären Glaubenssätze dieser weißen christlichen Nationalisten ist es, dass die USA als eine christliche Nation gegründet worden sind. Genau das, was die Gründungsväter verneint haben.
[32:53] Als Donald Trump dann an ja, seine kriminellen Anklagen wegen Kriminalverbrechen zu vergegenwärtigen hatte, dann gab es aus Seiten seiner christlichen Unterstützer den direkten Vergleich mit Jesus, unter anderem deswegen, weil sein Arrest tatsächlich auch zeitlich in der Nähe zu Ostern lag und man dann sagte: "Schaut her, zur selben Zeit wie Jesus gefangen genommen worden ist, ist jetzt auch Donald Trump hier unrechtmäßig gefangen genommen." Er sprach von einem geistlichen Krieg gegen ihn. Halten wir das mal im Hinterkopf.
[33:34] Aber gehen wir jetzt zum US Supreme Court, um uns anzuschauen, was dort los ist. Der US Supreme Court mit neun Richtern ist von einer außergewöhnlichen Machtfülle in den USA und wir beobachten, dass der Supreme Court sich in der Frage von der Trennung von Kirche und Staat langsam aber sicher entwickelt, eine bestimmte Entwicklung hier unternimmt.
[33:59] Es gibt eine interessante Studie, die von zwei hoch angesehenen Rechtswissenschaftlern, Lee Epstein und Eric A. Posner, durchgeführt worden ist. Und da hat man sich sämtliche Entscheidungen des US Supreme Court angeschaut, die in den Jahren seit 1953 etwas mit Religion zu tun gehabt haben. Also jedes Mal, wenn ein US Supreme Court irgendeine religiöse Frage behandelt hat, und man hat dann festgestellt, dass seit 1953 ungefähr 50 % pro die Religion entschieden worden ist und knapp 50 % dagegen, während beim jetzigen Supreme Court unter dem jetzigen Chief Justice Roberts diese Zahl auf über 80 % gestiegen ist. Und qualitativ hat man festgestellt, dass während früher diese 50 plus Prozent damit oft zu tun hatten, dass Minderheitenreligionen, die kleine Kirchen, unbekannte Religionsgemeinschaften, die ihre Rechte vom Supreme Court bekommen haben, während unter dem jetzigen Supreme Court es in der Regel immer öfter darum geht, großen etablierten Kirchen mehr Rechte zu geben. Ist also sowohl statistisch signifikant quantitativ als auch qualitativ eine ganz radikale Entwicklung.
[35:20] Hier haben wir noch mal die genauen Zahlen: 59 % und dann 83 %. Und man hat dann auch sämtliche Richter, die jemals am US Supreme Court seit den 50er-Jahren gedient haben, angeschaut und festgestellt, die fünf Richter seit dem Zweiten Weltkrieg, die am meisten für Religion geurteilt haben, sind John Roberts, Clarence Thomas, Samuel Alito, Brett Kavanaugh und Neil Gorsuch. Alle fünf von denen sind momentan im jetzigen US Supreme Court. Außerdem stellt die Studie fest, sie alle sind auch Christen, meistens katholisch, religiös sehr überzeugt, sehr fromm, obwohl das natürlich manchmal schwerer zu überprüfen ist, und ideologisch konservativ. Und diese Studie fand statt noch bevor Amy Coney Barrett, die jetzt ebenfalls dort ist, dazu kam.
[36:17] Schauen wir uns also ganz kurz die Richter an. Wir haben John Roberts, ist der Chief Justice. Er gilt als moderat konservativ. Er ist Katholik. Wir haben Clarence Thomas, ganz stark konservativ und katholisch. Er ist der älteste, also der Dienstälteste mit Abstand, ist schon unter dem alten George Bush Richter geworden. Haben wir Samuel Alito, ebenfalls katholisch und ebenfalls sehr konservativ. Also diese drei sind schon einmal konservative Katholiken. Dann haben wir Sonia Sotomayor. Sie ist zwar katholisch, aber eher liberal und gehört zum demokratischen Spektrum. Ist von Barack Obama nominiert worden. Haben wir Elena Kagan, sie ist Jüdin, auch eher liberal. Dann Neil Gorsuch ist der erste von drei Trump-Richtern, die in der ersten Administration erwählt worden, nominiert worden sind von ihm. Gorsuch ist katholisch aufgewachsen, geht nach eigenen Angaben in eine presbyterianische Kirche, da ist man sich nicht ganz sicher, wo man ihn jetzt eigentlich zuordnen soll. Ansonsten haben wir dann noch Brett Kavanaugh, auch er sehr konservativ und katholisch, und dann Amy Coney Barrett, noch einmal katholisch und konservativ, auch die beiden von Trump nominiert. Das heißt, wir haben sechs katholische – ich darf natürlich die letzte nicht vergessen, Ketanji Brown Jackson, jetzt die neueste Richterin. Sie ist Protestantin und gehört zum liberalen Lager. Sechs katholische Richter, davon nur eine eher im demokratischen Sektor, die anderen fünf stark konservativ, und Neil Gorsuch auch sozusagen so in der, ja, also katholisch oder presbyterianisch in diesem Bereich. Das heißt, selbst wenn wir Neil Gorsuch rausnehmen, hätten fünf katholische konservative Richter bereits die Mehrheit in diesem Supreme Court.
[38:12] Das ist also die Ausgangslage für uns heute. Man hat einiges drüber gesprochen, dass dieser Supreme Court vor einigen Jahren Roe v. Wade, das ist die Abtreibungsthematik gewesen, abgeschafft hat. Was aus unserer Perspektive vielleicht noch interessanter ist, ist die Abschaffung von Lemon v. Kurtzman. Das war ein Fall 1971, indem der damalige Supreme Court einen sehr rigorosen Test vorgeschrieben hat, woran man Gesetze messen muss, damit sie nicht mit diesem Ersten Zusatzartikel in Konflikt geraten. Dieser Test besagt, dieser Lemon-Test, dass ein Gesetz einen säkularen Zweck haben muss, dass es weder Religion befürworten noch verbieten darf und dass es keine exzessive Verbindung von Regierung und Religion zulassen darf.
[39:08] Und dieser Test ist von dem jetzigen Supreme Court in einem Fall aufgehoben worden. Wir lesen hier, der Supreme Court erodiert die Mauer zwischen Kirche und Staat. Es geht dabei um den berühmten Kennedy-Fall jetzt vor wenigen Jahren. Es ging um diesen Footballcoach, der auf dem Feld gebetet hat nach dem Spiel, was ihm verboten worden ist. Ohne jetzt in die Details des Falls zu gehen, hat man hier in einer 6:3-Entscheidung diese die Prinzipien hier anders gewichtet und festgehalten, dass man sich nicht an diesen Lemon-Test mehr halten möchte und stattdessen einen anderen Test eingeführt.
[39:50] Nun, was bedeutet das konkret? Man hat gesagt, anstatt diesen Test, diesen Lemon-Test zu verwenden, sollte man sich jetzt lieber anschauen, was historisch in den USA sozusagen verstanden worden ist als Trennung von Kirche und Staat. Mit anderen Worten, könnte man also, obwohl tatsächlich auch die Rechtsgelehrten hier noch nicht ganz klar sind, was das genau konkret bedeuten kann, sieht es so aus, als ob der Supreme Court jetzt annimmt sozusagen, dass in Zukunft ein Gesetz nicht mehr nach einem bestimmten Test geprüft werden soll. Dieser Test ist jetzt sozusagen abgeschafft, sondern es soll einfach nur geschaut werden, ob das historisch sozusagen begründet werden kann, wenn jetzt so ein Gesetz kommt, das vermeintlich mit dem Ersten Zusatzartikel in Konflikt steht.
[40:36] Dieser Lemon-Test war schon lange am Wackeln. Schon seit den 80ern hat man das vorhergesagt, dass er irgendwann fallen wird, aber niemals war er wirklich gefallen bis jetzt in diesen Tagen.
[40:57] Und der Supreme Court hat dann gesagt, der neue Test muss halt mit der Geschichte übereinstimmen und muss das reflektieren, was die Gründungsväter geglaubt haben. Wir werden jetzt gleich sehen, dass es in den USA einen massiven Wandel gibt, einen Shift in der Frage, was jetzt die Gründungsväter eigentlich geglaubt haben. Das werden wir gleich uns anschauen. Man hat da in diesem Urteil Kennedy v. Bremerton noch nicht explizit gesagt, dass man diesen Lemon-Test abgeschafft hat, aber in einem nächsten Fall, nämlich in diesem hier vom Supreme Court, und der Fall war Groff v. DeJoy, Postmaster General, heißt es dann hier auf dieser Seite – ich glaube, Seite 7, sieht man jetzt hier nicht – aber da heißt es dann hier unten, dass der Lemon-Test jetzt abgeschafft ist. Ja, "now abrogated" heißt es hier.
[41:51] Dieser Fall ist übrigens sehr interessant gewesen, dieser Groff-Fall, weil hier ging es um einen Postzusteller, der am Sonntag nicht arbeiten wollte aus religiösen Überzeugungen. Und das ist ja auch eine ganz legitime Sache, dass jemand aus religiösen Überzeugungen an diesem Tag nicht arbeiten möchte, auch wenn wir persönlich kein Problem hätten, an einem Sonntag zu arbeiten. Für uns wäre der Sabbat natürlich biblisch gesehen der richtige Tag, aber er hat sich dafür, er hat sich entschieden, das gerichtlich prüfen zu lassen, weil man ihm Druck gemacht hat, er müsse am Sonntag jetzt die Post zustellen. Das hatte damit zu tun, dass Amazon damit eingestiegen ist und er dann mehr arbeiten musste und so weiter. Die Details sind unwichtig. Und interessant ist nur, das habe ich jetzt hier kurz angefügt als kleines Detail, so als Fußnote, dass der Adventist Review über diesen Fall berichtet hat und auch berichtet hat, dass die Adventgemeinde sich hier auch an diesem Fall beteiligt hat, weil sie natürlich auch ein großes Interesse daran hat, dass das Gericht feststellt, dass man aus
[42:52] Gericht feststellt, dass man aus religiöser Überzeugung an einem Tag nicht arbeiten darf.
[42:58] Und so lesen wir hier, dass neben Muslimen, Hindus, Orthodoxen, Juden auch Siebenten-Tags-Adventisten einen sogenannten Amicus Curiae eingereicht haben. Das ist ein kurzes Rechtsgutachten, mit dem man die eigene Position darlegt und zeigt, warum man sich diesem Fall vom Groff anschließt und sagt: "Wir sind zwar inhaltlich, was seine theologischen Fragen angeht, natürlich nicht seiner Meinung, aber das Prinzip der Religionsfreiheit, das sehen wir hier ganz genauso."
[43:23] Und das Interessante ist, ich habe das deswegen hier erwähnt, weil hier habt ihr diesen Brief, den die Adventgemeinde unter Todd McFarland eingereicht hat, tatsächlich nicht nur die Historie beschreibt von Fällen, wo Adventisten vor Gericht standen, weil sie am Sabbat nicht arbeiten wollten, sondern weil hier auch ganz klar die Bibel zitiert wird und das biblisch begründet wird mit 2. Mose, mit 3. Mose. Ellen White zitiert wird.
[43:50] Kann man hier auch schön sehen, und dann tatsächlich auch aus dem Buch "Vom Schatten zum Licht" zitiert wird. Das ist also dem Supreme Court vorgelegt worden. Es wird dort auch explizit gesagt, Zitat: "Adventisten glauben, dass in den letzten Tagen der Sabbat der große Test der Loyalität sein wird und dass, wenn dieses Thema klar vor die ganze Welt gebracht wird, diejenigen, die Gottes Gedenktag der Schöpfung, den biblischen Sabbat, ablehnen, das Malzeichen des Tieres bekommen werden. Im Gegensatz dazu werden diejenigen den Siebenten-Tags-Sabbat heiligen, indem sie sich dafür entscheiden, das Zeichen der Treue zur göttlichen Autorität zu wählen, werden sie das Siegel Gottes empfangen."
[44:40] Das hat man also so tatsächlich ganz breit, also ganz deutlich auch dargelegt und dem Supreme Court wissen lassen. Und interessanterweise hat der US Supreme Court in seinem Urteil dann 2023 auch tatsächlich, wie man hier nachlesen kann, dieses Gutachten der Siebenten-Tags-Adventisten zitiert. Also wir dürfen auf jeden Fall davon ausgehen, dass der jetzige US Supreme Court über die adventistische Position zur Sabbatfrage und auch über Malzeichen und Siegel gut informiert ist.
[45:09] Ist also eine ganz interessante Sache so am Rande. Dadurch, dass dieser Lemon Test aufgehoben worden ist, ist jetzt der Eindruck entstanden, zumindest, dass religiöse Gesetzgebung wieder mehr möglich ist. Und das sieht man daran, dass jetzt eine ganze Reihe von Bundesstaaten, zum Beispiel Texas, jetzt zum Beispiel die Zehn Gebote verpflichtend in den Schulen aufhängen lassen wollen, was unter dem Lemon Test eigentlich kaum möglich gewesen wäre. Und entsprechend hat es hier einen Gesetzesentwurf gegeben in Texas, der ist dann auch durchgegangen durch den Senat und auch durch das Haus der Abgeordneten.
[45:52] Da gab es eine interessante Diskussion. Der Demokrat James Talarico hat auf die Heuchelei hingewiesen, an einem Sabbat, einem Samstag, über die Gültigkeit darüber abzustimmen, dass die Zehn Gebote in den Schulen aufgehängt werden sollen, wenn man selbst durch diese Arbeit am Sabbat sie bricht. Aber das hat die Abgeordneten nicht abgehalten, das dann trotzdem zu tun. Die Frage besteht noch im Raum. Es wird natürlich angefochten werden, ob das dann auch vor dem US Supreme Court Bestand hat.
[46:22] Aber nach dieser Abschaffung des Lemon Tests sieht es so aus, als ob da die Chancen jetzt besser stehen. Es sind, glaube ich, 16 Bundesstaaten, die mittlerweile solche Gesetzgebung auf den Weg bringen wollen. Und genau, also 1980 hat mal ein US Supreme Court ein solches Gesetz in Kentucky als verfassungsungemäß abgewiesen. Aber wie das jetzt ausgeht, seit Kennedy vs. Bremerton und dieser ganzen Frage mit dem Lemon Test, der abgeschafft worden ist, das wird sich jetzt zeigen. Also hier gibt es tatsächlich eine interessante Entwicklung in den juristischen Fragen.
[47:04] Kommen wir zum Wahlkampf 2024. "Jesus ist ihr Erlöser, Trump ist ihr Kandidat." Ich denke, wir alle haben die Bilder gesehen, wie stark gerade evangelikale Christen Trump unterstützt haben. Trump verspricht eine neue Ära der christlichen Macht. Er sagt: "Ihr werdet direkt Zugang zu mir haben in das Oval Office."
[47:25] So sagt er es hier bei einer Wahlkampfveranstaltung. Er sagte: "Wir müssen Religion in diesem Land retten." Und erinnern wir uns an das, was die Gründerväter gesagt haben: Wenn der Eindruck entsteht, der Staat mit seinen zivilen Autoritäten muss die Religion unterstützen, sogar retten, dann ist etwas mit der Religion verkehrt. So kann das nicht funktionieren. Er verspricht ja den konservativen christlichen Leitern, dass sie verbesserten Zugang direkt zu ihm haben werden.
[47:53] Interessant ist, dass er in seinem Wahlkampf – und die New York Times berichtet hiervon – insbesondere Kamala Harris als antichristlich und vor allem als antikatholisch dargestellt hat. Also, da gab es einen ganz starken narrativen Push, Trump als den Verteidiger katholischer Werte darzustellen. Und die Rachel Laser, die Präsidentin von Americans United for Separation of Church and State, sagte: "Das ist eine entscheidende, im Englischen 'make-or-break' Election."
[48:22] Also diese Wahl, sagte sie damals, entscheidet über die weitere Frage von Kirche und Staatstrennung in den USA. Nun muss man dazu sagen, dass die Christen, die tatsächlich einen solchen christlichen Nationalismus vertreten, eigentlich eine Minderheit sind. 15 % nur der Amerikaner haben gesagt, dass die Trennung von Kirche und Staat sofort aufhören sollte. Und nur 28 % sagen, dass die Bibel wichtiger sei, oder also, wenn der Wille des Volkes mit dem Willen der Bibel nicht übereinstimmt, dann muss man trotzdem staatlich der Bibel folgen.
[49:01] Es sind also letztlich noch Minderheiten, aber man darf auch nicht vergessen, dass zur Zeit von Konstantin dem Großen die Christen auch eine Minderheit waren, auch unter Konstantin noch. Das hat sich dann im Laufe der Generation ziemlich schnell geändert, als nämlich der Staat ins Spiel kam. Man darf aber auch realistisch sehen, dass gerade 2022 bei den Midterms einige der krassesten Gegner von Kirche und Staat wieder auch Wahlen verloren haben. Da gibt es also auch eine Gegenbewegung. Man darf es also nicht so darstellen, als ob jetzt quasi alles nur noch auf Go ist. Wir sehen eine ganz deutliche Entwicklung in diese Richtung. Wir sehen aber auch natürlich starke Gegenkräfte.
[49:39] Trump verspricht eine Erneuerung der christlichen Macht in der Rede zu den nationalen religiösen Broadcastern, also die, die Fernsehen machen. Radio gibt es ja in Amerika, einen riesen Markt mit christlichen Televangelisten, und die hat der Trump für sich gewinnen wollen, natürlich auch gewonnen, und sagt: "Ich werde euch Macht geben."
[50:02] Er sagt hier: "Wenn ich hineingehe ins Weiße Haus, dann werdet ihr diese Macht auf einem Level nutzen können, das ihr noch niemals gehabt habt." Und ich glaube, das sind alles Alarmsignale, die wir uns hier ganz gründlich anschauen sollten. Es geht um das Konzept des christlichen Nationalismus, den gab es natürlich auch schon vorher.
[50:27] Aber Experten sagen, so sagt es ja USA Today, dass dadurch, dass der Präsident diese Bewegung quasi sich zu eigen gemacht hat und immer mehr auch diese Sprache benutzt, dass wir eine ganz völlig neue Phase haben. Das ist also nicht nur eine Bewegung, die es gibt, sondern die hat jetzt einen Zugang zur Macht im Herzen der Politik der USA, wie noch nie zuvor.
[50:51] Entsprechend hat Trump seine Kampagne 2024 als einen gerechten Kreuzzug genannt, gegen – ja, gegen also einen gerechten Kreuzzug für seine evangelikalen Freunde sozusagen. Das hat man ihm auch weitestgehend geglaubt. Man muss dazu sagen, dass es unter den Evangelikalen mindestens zwei große Blöcke gibt, wobei natürlich die Grenzen da fließend sind.
[51:12] Der eine, das sind eher die klassischen Evangelikalen, die eher konservativ sind, aber auch eine gewisse Nüchternheit mitbringen und die eigentlich Trump nicht als ihren Lieblingskandidaten gehabt haben, schon 2016 nicht. Und die eigentlich – also da gab es ja auch andere Leute wie den Ted Cruz, zum Beispiel Marco Rubio, Ben Carson – die von ihrem Lebenswandel eigentlich einem Evangelikalen viel mehr zugesagt haben.
[51:39] Was damals passiert ist: Donald Trump hat eine ganze Reihe von diesen Leitern in sein Büro eingeladen und hat ihnen eine Liste vorgelegt mit Supreme Court Richtern, die er einsetzen würde, wenn sie ihn wählen. Und das hat sie überzeugt. Das war also eine ganz transaktionale Sache. Trump hat ihnen sozusagen gesagt: "Ich gebe euch diese Richter, weil die werden dann quasi auch in Fällen wie Abtreibung und anderen für Christen wichtigen Fällen so entscheiden, wie es die Christen möchten."
[52:06] Dafür gibt es eben Stimmen. Ja, also das ist sozusagen dieser Deal, und es gibt auch durchaus Leute wie den Mohler, der Southern Baptist, ganz bekannter Southern Baptist Theologe, der großen Einfluss dort hat, der ganz deutlich sagt: "Ja, das ist jetzt ein gewisser Pragmatismus, den wir an den Tag legen, und der auch nicht mit allem übereinstimmt, was vielleicht Trump gesagt hat oder auch diesem Sturm auf das Kapitol, aber der trotzdem Trump unterstützt, weil man sozusagen etwas dafür bekommt."
[52:36] Und dann gibt es den zweiten Sektor der Evangelikalen, vor allem im charismatischen Bereich, in dem Bereich der New Apostolic Reformation, wo man also frenetische Anhänger hat, Fans, und die den Trump quasi auf so einer Messiasfigur fast sehen. Und Analysten sagen, dass im Vergleich zur ersten Trump-Periode das mehr in dieses Panel schwingt. Also Leute, die früher rein funktional ihn unterstützt haben, die Bewegung geht mehr in diese Richtung.
[53:09] Das kann man auf jeden Fall sagen. Donald Trump sagt hier auf einer Wahlkampfveranstaltung: "Wir werden Christen in unseren Schulen, in unserem Militär und unserer Regierung beschützen. Wir werden Gott in der Öffentlichkeit beschützen." Ich weiß nicht, ob man Gott beschützen muss. Ich glaube, das muss man nicht. Er sagt: "Wir werden den Inhalt beschützen, der pro Gott ist."
[53:28] Und wir sehen hier wieder diese Idee, dass man irgendwie die Religion beschützen muss, dass man sie retten muss, dass man die zivile Autorität braucht, damit die Religion bestehen bleiben kann. Das ist ganz gegen Gottes Willen und auch ganz gegen den Willen der amerikanischen Gründerväter.
[53:42] Übrigens, vielleicht ist es interessant, hier ganz kurz einzuhaken und festzuhalten, dass die Generation, die Konstantin im 4. Jahrhundert – wir haben ja da eine Joel Media auch über dieses Thema – die Konstantin quasi als ihren Helden angenommen hat, diese christliche Generation, das war eine Generation, die tatsächlich verfolgt worden ist. Die sind unter Diokletian und der Tetrarchie zum Teil im Osten massivst verfolgt worden, und Konstantin hat tatsächlich ihnen sozusagen Frieden gebracht.
[54:15] Der hat tatsächlich die Verfolgung beendet, aber der Preis dafür war eine Vermischung mit dem Heidentum. Der Preis dafür war eine Korruption des ohnehin schon zum Teil nicht mehr ganz so originalen Glaubens, aber ein starker Push in eine falsche Richtung. Wenn wir also heute diese Rhetorik immer wieder hören, dass Trump die Diskrimination, die ja die Diskriminierung und die Verfolgung von Christen beendet, dann gibt es hier interessante geschichtliche Parallelen, die wir nicht ignorieren sollten.
[54:46] Schon die Bibel sagt: "Im Prediger geschieht nichts Neues unter der Sonne." Und wenn wir wissen wollen, wie das Sonntagsgesetz der Endzeit kommt, dann ist es vielleicht nicht uninteressant zu schauen, wie das Sonntagsgesetz am Anfang kam, nämlich als Christen, die tatsächlich verfolgt worden sind und zum Teil also körperlich misshandelt und getötet worden sind, mit Begeisterung den einen Machtpolitiker, der übrigens nicht besonders christlich gelebt hat, quasi umarmt haben, der ihnen Freiheit und dann Zugang zur Macht versprochen hat.
[55:17] Also Konstantin an dieser Stelle zu studieren ist sicherlich eine sehr weise Sache, um Lehren für die heutige Zeit zu ziehen. Schauen wir uns die zweite Trump-Administration an, also die, die jetzt seit wenigen Monaten in Amt und Würden ist.
[55:32] Trump sagte – und das ist jetzt noch gar nicht so lange her: "Wir werden Amerika größer, besser, stärker, reicher, gesünder und religiöser machen, als es jemals gewesen ist." Und das ist sein Ziel: religiöser, als es jemals gewesen ist.
[55:51] Der National Catholic Reporter sagt: "Trump's Catholic Cabinet, das katholische Kabinett von Donald Trump. Wie wird ihr Glaube ihre Arbeit formen?" Der National Catholic Register sagt, eine amerikanische katholische Zeitung: "Die Trump-Administration, also die Regierung, das Kabinett von Trump, ist katholischer, als man denkt."
[56:15] Und hier haben wir ein paar interessante Zitate. Der Journalist sagt hier: "Ich habe eine überraschende Antwort. Donald Trumps Kabinett ist das christlichste, das ich jemals gesehen habe."
[56:30] Und er sagt dann hier, er nennt ein paar Leute. Er sagt: "Was ich sage ist, dass Trump sich mit einer großen Anzahl von starken Christen, besonders starken Katholiken, also überzeugten Katholiken, umgeben hat. Sein Vizepräsident J. D. Vance ist vielleicht einer der ausgesprochensten katholischen Politiker in der modernen Welt. Sein Kabinett ist mehr als ein Drittel katholisch. Und was besonders wichtig ist: Das sind ernste Katholiken, die dem folgen, was die Kirche lehrt und ernsthaft versuchen, den Glauben zu verstehen und auf die Regierung anzuwenden."
[57:06] Ja, also Joe Biden war natürlich auch katholisch, aber die katholische Kirche hat ein großes Spektrum. Da gibt es Leute, sehr liberal, die sind halt katholisch geboren, fühlen sich halt der katholischen Kirche irgendwie zugehörig, aber beachten jetzt nicht besonders stark, was die katholische Kirche lehrt und würden nicht im Traum daran denken, das in ihrer Regierung eins zu eins umzusetzen. Kennedy war auch so jemand, aber hier haben wir Leute, die tatsächlich überzeugte Katholiken sind und die auch – und so wird das hier kommentiert – durchaus versuchen wollen und werden, katholische Überzeugungen in die Politik mit einzubringen.
[57:41] Er sagt dann zum Beispiel: "Ich denke hier an Sean Duffy, der neun Kinder hat, an Marco Rubio, der ausführlich drüber gesprochen hat, und jetzt Achtung, wie die katholische Soziallehre – diesen Begriff gut merken – die katholische Soziallehre seinen Zugang zur Politik formt." Dann gibt es auch den Senior Staff, also all die Leute, die im Hintergrund für den Präsidenten arbeiten, die meistens nicht so im Scheinwerferlicht sind. Und er sagt, das sind ganz viele Katholiken und Christen, die ihren Glauben ernst nehmen.
[58:14] Sagt er hier was ganz besonders Wichtiges: "Was ich gesehen habe, ist, dass das Team des Präsidenten ernsthaft versucht, die Vorschriften unseres Glaubens auf die Politik, die Amerika regieren soll, anzuwenden, während sie seine Ziele voranbringen." Er sagt dann: "Ja, die Gegner werden das als christliche Nationalisten bezeichnen, die jetzt Amerikaner mit dem Schwert bekehren wollen, aber sie wollen einfach nur christliche Prinzipien als Grundlage nehmen."
[58:51] Also, das ist hier dieser katholische Kommentar. Wir haben auch den Sprecher des Abgeordnetenhauses, Mike Johnson. Er ist ein überzeugter Vertreter der New Apostolic Reformation, dieser charismatischen Bewegung, die wir am Anfang schon zitiert haben – nicht der katholischen Verzweigung. Er hat eine enge Beziehung zu Donald Trump und gilt auch als ein geistlicher Ratgeber, wie wir hier in der Washington Post lesen.
[59:18] Russell Vought ist Regierungsbeamter, der Direktor eines der wichtigsten Ämter in der Regierung Trump, der Direktor des Büros für Management und Budget, und er gilt als ein christlicher Nationalist. Sein Center for American Restoration, was er nach der ersten Amtsperiode, wo er ebenfalls für Trump gearbeitet hat, gegründet hat, hat dieses Motto: "Vor Gott, für Gott, für das Land, für die Gemeinschaft" – muss man das übersetzen.
[59:49] Und während man viel über Project 2025 gehört hat – wir werden da gleich auch noch was zu sagen – und Donald Trump sich immer davon distanziert hat, hat er sich tatsächlich zu dem Programm von Russell Vought bekannt. Schon im Wahlkampf sagte er: "Ja, das, was der möchte, das ist, wenn man wissen will, was meine Ziele sind, dann ist er hier eine gute Adresse." Und er hat ihn auch mit einem der höchsten, wichtigsten Ämter in der Regierung belohnt.
[1:00:14] Kommen wir jetzt also zu dem gerade schon zitierten Project 2025. Wir wollen uns ein paar Dinge jetzt anschauen, wo wir konkrete Punkte in Bezug auf Offenbarung 13 sehen können. Das ist berühmt geworden. Schon einige Ministries und Predigten haben darauf Bezug genommen.
[1:00:29] Das kann man runterladen. Es ist ein Dokument, "Mandate for Leadership", das seit den 80er Jahren, wenn ich mich recht entsinne, oder Ende der 70er, von der Heritage Foundation, einer christlichen Denkfabrik, wie man sagt, herausgegeben wird, um sozusagen zukünftigen Präsidenten der Republikaner entsprechende konkrete Vorschläge zu unterbreiten, was man jetzt ändern muss in der Regierung, welche politischen Entscheidungen man fällen sollte, um das Land wieder in die konservative Richtung zu lenken.
[1:01:02] Und in diesem Fall ist das deswegen von großem Interesse, weil es hier – es gibt einzelne Kapitel für alle einzelnen Ministerien – was man jedem Ministerium ändern soll, wie man entlassen soll, welche Strukturreform man angehen sollte und so weiter. In dem Kapitel, wo es um die Arbeit geht und das Arbeitsministerium, da gibt es einen Abschnitt über die Sabbatruhe, und das lesen wir jetzt einmal gründlich durch.
[1:01:29] Dort lesen wir in diesem Buch: "Gott erwählte den Sabbat als einen Tag der Ruhe, und bis vor ganz Kurzem hat diese judeochristliche Tradition danach getrachtet, dass man dieses Mandat, diesen Ruhetag, durch moralische und juristische Regulation bezüglich der Arbeit an diesem Tag auch ehrt."
[1:01:55] Also mit anderen Worten: "Bis vor Kurzem hat die judeochristliche Tradition – heißt ja der christliche Glaube, der jüdische Glaube – danach getrachtet, dass man diesen Tag durch moralische und durch juristische Regeln ehrt."
[1:02:10] Außerdem macht ein gemeinsamer Tag, ein gemeinsamer freier Tag, es möglich, dass Familien und Gemeinschaften die Zeit gemeinsam nutzen können. Statt dass einzelne Individuen das so machen, wie sie möchten, und das gibt dann eine gesunde Kadenz sozusagen für das Leben, für jeden.
[1:02:36] Mit anderen Worten: "Der Wunsch ist eigentlich, dass man gemeinsam – das ist ganz wichtig – gemeinsam Ruhe hat, nicht jeder einzeln, wie er möchte." Interessant. "Leider ist dieser gemeinsame Tag der Ruhe – also es geht um den nicht-individuellen, nicht jeder einzelne entscheidet, sondern diesen gemeinsamen Tag der Ruhe – erodiert unter dem Druck des Konsums und des Säkularismus, vor allem für niedrig bezahlte Arbeiter."
[1:03:01] Und jetzt wird der Vorschlag gemacht: "Der Kongress sollte gemeinsame Ruhe dazu ermutigen, indem man da einen gewissen Gesetzestext verändert und fordert, dass Arbeiter anderthalbmal so viel verdienen, wenn sie an einem Sabbat arbeiten." Heißt mit anderen Worten: "Man will es den Arbeitgebern schwer machen, sie am Sabbat zu beschäftigen, weil sie dann quasi mehr Geld ausgeben müssen."
[1:03:32] "Und dieser Tag würde der Sonntag sein, es sei denn für Arbeitnehmer mit der ehrlichen, aufrichtigen, religiösen Überzeugung, dass der Sabbat an einer anderen Zeit ist, zum Beispiel von Freitag Sonnenuntergang bis Samstag Sonnenuntergang." Das ist natürlich vermutlich noch nicht mal ein Wink Richtung Adventisten, sondern vor...
[1:03:48] Wink Richtung Adventisten, sondern vor allem Richtung der jüdischen Community in den USA. Das ist natürlich auch verständlich. Jetzt kann man natürlich sagen, ach na ja, dann ist es ja okay, dann kann ich ja meinen Sabbat haben. Aber das ist eben nicht okay, denn ganz egal, ob das ein Sonntag oder Sabbat oder ein Mittwoch ist, vollkommen egal, welcher Tag es ist, die Regierung hat auch nicht das Recht, selbst wenn es hier um den Samstag gehen würde für alle, hätte die Regierung nicht das Recht, das durch juristische Mittel zu regeln. Nun, das ist nicht die Regierung, das ist nur ein Vorschlag von dieser Heritage Foundation, das zu tun. Das im Hinterkopf behalten und entsprechend wird einiges dazu dann noch gesagt.
[1:04:29] Was aber auch wichtig ist und was manchmal unterschlagen worden ist, ist mir wichtig, dass wir hier auch das ganz nüchtern betrachten. Dasselbe Buch präsentiert auch eine Alternative. Das heißt hier, während einige Konservative glauben, dass die Regierung bestimmte religiöse Beobachtung dazu ermutigen sollte, indem sie es für die Arbeitgeber und Konsumenten schwieriger macht und teurer macht, nicht daran teilzunehmen, glauben andere Konservative, dass es die Rolle der Regierung ist, die freie Ausübung der Religion zu beschützen, indem man einfach Barrieren beiseite nimmt. Ja, also mit anderen Worten, es gibt einige, die glauben, solche Sonntagsgesetzgebung ist nicht gut. Es gibt andere Möglichkeiten, das durchzudrücken. Ja, also es gibt also auch innerhalb des Project 2025 verschiedene Ansichten dazu. Das also nicht alle stecken unter einer Decke und alle wollen das Gleiche. Nein, nein, nein, nein. Das ist wichtig, dass wir das hier fein differenzieren.
[1:05:40] Wenn wir uns auch die Frage stellen, wer hat das hier geschrieben, dann finden wir in der Einleitung eine Reihe von Kapiteln mit jeweils der Person, die verantwortlich ist. Das heißt nicht, dass sie alleine das geschrieben hat, die verantwortet dieses Kapitel. Wir sehen bei 15 zum Beispiel Ben Carson, der sich mit dem Wohnungsbauministerium beschäftigt hat, was er ja unter der ersten Trump-Regierung auch geleitet hat. Und dieses Arbeitsministerium hier, die Vorschläge macht Jonathan Berry.
[1:06:15] Und Jonathan Berry ist Jurist. Hier sehen wir ihn, und er hat in First Things einen Artikel geschrieben, wo er das Ganze noch einmal ausführlicher begründet. Er hat davon gesprochen, dass Donald Trump und C.J.D. Van sich vor allem für die Arbeitnehmer, die arbeitenden Menschen, kümmern möchten. Er spricht dann davon, dass in dem Konflikt zwischen den Arbeitern und dem Kapital, ja, dieser klassische Konflikt des 19. Jahrhunderts Kapitalismus und Kommunismus, hat die, was es eigentlich vereinen würde, das ist die Religion. Ja, und dann zitiert er weiter unten auch Papst Johannes Paul II. aus seiner Enzyklika Laborem Exercens. Der Mann tut es, weil er sich mit dem Thema beschäftigt hat. Er kennt die Papstenzyklika, er kennt die biblische Lehre, er kennt die katholische Lehre zu dem Punkt und sagt dann hier folgendes: Der biblische Bericht über die Arbeit endet nicht mit der Arbeit, sondern er zitiert dann 2. Mose 2 und sagt dann: Die Ruhe vollendet die Arbeit, und so weiter und so fort. Und dann sagt er hier, wie es das Kompendium zur Soziallehre der Kirche erklärt: Also auch er bezieht sich auf die Soziallehre der katholischen Kirche.
[1:07:22] Sabbatruhe ist eine Barriere dagegen, dass man Sklave der Arbeit wird und gibt uns völlige Freiheit. Und dann beklagt er, dass die Sabbatnorm mittlerweile so verschwunden ist von der Gesellschaft, und das ist vor allem für die weniger ausgebildeten, schlecht bezahlten Arbeiter wichtig ist, dass das irgendwie reguliert wird, weil wir ansonsten am ehesten dazu neigen, vielleicht doch am Sabbat zu arbeiten, um mehr Geld zu verdienen. Und dann sagt er folgendes:
[1:07:58] „Es ist möglich, dass die Gesellschaft spontan diese Notwendigkeit einer gemeinsamen Ruhe sieht, ohne dass der Staat interveniert.“ Er sagt, es könnte ja sein, dass theoretisch die Gesellschaft das auch alleine hinkriegt, aber das ist nicht so wahrscheinlich. Es ist ungefähr, er sagt so wahrscheinlich, wie man einfach eine Verkehrssicherheit hat ohne Verkehrsschilder. Ja, das ist unwahrscheinlich möglich, aber nicht wahrscheinlich. Und deswegen sagt er, deswegen ist die Wiederaufnahme von Blue Laws, also Sonntagsgesetzen und anderen Maßnahmen, um die Sabbatruhe zu beschützen, ein weiteres Beispiel einer weisen politischen Intervention, um die Subjektivität, die Persönlichkeit der Arbeiter zu schützen. Er sagt, ja, also theoretisch wäre es vielleicht denkbar, dass auch die Gesellschaft das von alleine hinkriegt, aber wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich brauchen wir den Staat, der das politisch steuert. Und dann sagt er: Unsere zukünftigen Leiter wären weise, wenn sie darauf hören.
[1:09:05] Das ist Jonathan Berry. Das alles könnte man abtun als irrelevant, wenn nicht Präsident Donald Trump genau diesen Jonathan Berry jetzt am 3. April zum – ist es am 3. April bekannt geworden, am 31. März, Verzeihung – zum Solicitor of Labor gemacht hat. Das ist die dritthöchste Position im Arbeitsministerium.
[1:09:35] Also der Mann, der für Project 2025 das Kapitel über das Arbeitsministerium geschrieben hat, dort den Vorschlag eines Sonntagsgesetzes gemacht hat, auch wo er das eindeutig begründet hat mit seiner Auslegung der Bibel und der katholischen Soziallehre und der Papstenzyklika. Er wird von Donald Trump jetzt zum dritten mächtigsten Mann im Arbeitsministerium gemacht. Es hat immer geheißen, Donald Trump wisse nichts von Project 2025, hat sich davon distanziert. Es gibt mittlerweile Leute, die sehr genau Buch führen, wie viel von dem, was in Project 2025 drinsteht, schon umgesetzt worden ist. Das ist jetzt nicht unser Thema. Wir konzentrieren uns auf diesen einen Punkt, und ich möchte das vielleicht am Rande noch sagen.
[1:10:03] Was uns für dieses Thema gar nicht interessiert, sind die Fragen allgemeiner Politik, also Zölle hoch oder runter oder Einwanderung oder internationales Recht, was jetzt Kriege betrifft. Das sind alles politische Fragen, aus denen wir uns hier komplett raushalten. Uns interessiert nur Offenbarung 13 und was in den USA in dieser Hinsicht passiert, und das ist relevant.
[1:10:27] Das Faith Office ist ein weiterer Punkt mit direktem Bezug zu Offenbarung 13. Wir haben Donald Trump, der dieses Faith Office etabliert hat, schon ziemlich bald, nachdem er dann im Amt war, und geleitet wird es von Paula White. Sie ist eine charismatische Televangelistin. Sie ist die seit vielen Jahren die spirituelle Beraterin von Donald Trump, und sie predigt das Wohlstandsevangelium. Also sie ist so eine Kandidatin, die erstens in Zungen redet und die dann den Leuten sagt:
[1:10:59] „Also Gott hat mir gesagt, wenn die Auferstehungskraft in dein Leben kommen soll, dann tust du am besten mir hier irgendwie über 1000 € spenden. Das ist dann wie so ein Same, den du sähst, und dann wirst du ganz tolle Dinge erleben mit Gott.“ Und dann kriegt man auch noch gratis sozusagen, was gratis für über 1000 € kommt, dann auch noch ein Gebetsstoff dazu, den man bei Leuten ins Bett legen kann. Absolut absurd.
[1:11:32] Selbst viele Katholiken, viele konservative Evangelikale halten sie zu 100 % für eine Scharlatanerin, eine Irrlehrerin. Aber sie ist also ganz stark in dieser New Apostolic Reformation und bei Donald Trump in hohem Kurs und leitet dieses Faith Office direkt in dem Weißen Haus. Und Donald Trump hat da kommentiert – da kommen wir jetzt dazu –, als er über diese Einrichtung des Faith Office, als er hier über diese neue Kommission zur religiösen Freiheit gesprochen hat.
[1:12:04] Hier sieht man Donald Trump, neben ihm in Gelb und eine Reihe von religiösen Führern bei diesem Rosengarten. Diese Gelegenheit hatte Trump folgendes gesagt. Er sagte: „Wir bringen die Religion zurück in unser Land, und es ist eine ganz tolle, große Sache.“ Und er hat wörtlich gesagt, als er dann auch schon über das Faith Office gesprochen hat, er sagte: „Sie sagen Trennung zwischen Kirche und Staat. Ich sage, ah, okay, alles klar. Lass uns das mal für einen Moment vergessen.“
[1:12:33] US-Präsident, er hat gesagt, lasst uns das mal für einen Moment vergessen und dem hier nicht die Alarmglocken schrillen. Der kennt Offenbarung 13 nicht. Er zitiert weiter: „Sie haben gesagt, wirklich, es ist eine Trennung.“ Ich weiß nicht, ist das eine gute Sache oder eine schlechte Sache? Ich bin mir nicht sicher, vielleicht. Aber wenn es eine Trennung gibt oder nicht, ihr seid jetzt im Weißen Haus, wo ihr sein solltet, und ihr repräsentiert euer Land, und wir bringen die Religion zurück in unser Land.
[1:13:07] Das ist eine tolle Sache. Also Donald Trump hat offensichtlich kein vertieftes historisches Verständnis von der Bedeutung und Wichtigkeit der Trennung von Kirche und Staat. Geschweige denn von einem biblischen Verständnis darüber. Das sollte uns sehr große Sorgen machen. Denn Patrick, der diese leitet, sagt, es hat niemals einen Präsidenten gegeben, der den Namen Jesu öfter anruft als Donald Trump. Und Paula White sagte:
[1:13:34] „Gebet ist nicht eine religiöse Sache, es ist eine nationale Notwendigkeit.“ Sie hat dann auch gebetet, dass Gott dem Trump Weisheit über das menschliche Verständnis hinausgebe und Fähigkeit und dass Gott ihm auch religiöse Träume gebe. Sie fordert einen geistlichen Reset in unserer Nation, eine Rückkehr zu dem, was gerecht ist und eine Anerkennung, ja, dessen, was heilig ist und so weiter und so fort.
[1:14:04] Nun, diese Kommission hat einen Auftrag, den kann man hier nachlesen. Ich gehe aus Zeitgründen ein bisschen schneller drüber und möchte ganz kurz die Personen vorstellen, die dort in dieser Kommission dienen. Das eine ist Dan Patrick, ist der Lieutenant Governor in Texas.
[1:14:24] Wir schauen uns diese Kommission jetzt an, weil sie soll laut Weißem Haus die Religionsfreiheit hochhalten. Und jetzt schauen wir uns die Leute an, die dabei sind. Dan Patrick ist der Lieutenant Governor in Texas, das heißt, ist der zweite Mann, so was wie der Vize-Gouverneur von Texas.
[1:14:32] Er ist der Leiter der Kommission. Er war ehemals ein Radiohost, sehr bekannt, ein sehr bekannter baptistischer Politiker, und er sagt, dass Amerika eine christliche Nation ist, dass die Politik davon handelt, Gottes Königreich zu bauen und dass die politischen Regeln Amerikas in der Bibel gegründet sein müssen. Also, er vertritt hier schon eine ganz klare Position.
[1:14:58] Das heißt, ihr Zitat: „Wir sind eine christliche Nation, und es gibt nur einen Weg, wie die Welt überleben wird, nämlich ein starkes Amerika, und ein starkes Amerika wird nur stark sein, wenn es wieder auf dem Wort Gottes steht.“ Und dann sagt er, es gibt einen Unterschied, ob man an Gott glaubt oder Gott glaubt. Und sogar die Demokraten glauben an Gott, aber wenn du Gott glaubst, dann musst du ihn an sein Wort nehmen und dann kannst du dieses Wort davon dich nicht distanzieren.
[1:15:23] Und er sagt, das muss das politische Denken unserer gewählten Offiziellen sein. Es sollte biblisch basiert sein und so weiter und so fort. Also, ich habe nichts dagegen, nichts missverstehen, ich habe nichts dagegen, wenn ein gewählter Politiker seinen aufgrund seines eigenen Glaubens und seiner eigenen moralischen Vorstellung entsprechend das Beste für sein Land möchte, habe ich nichts dagegen. Das ist genau das Richtige, was wir brauchen. Aber die Frage ist, wird die Kirche den Staat für ihre Zwecke benutzen? Das ist die Frage, die wir diskutieren.
[1:15:48] Und so finden wir den Patrick, wie er die Trennung von Kirche und Staat ablehnt. Er sagt, es gibt keine Trennung von Kirche und Staat. Das war nicht in der Verfassung. Das sagt Patrick, der Leiter der Kommission, die Trump eingerichtet hat, um jetzt diese Frage zu bedenken und für religiöse Freiheit zu sorgen. Ben Carson, ein gut bekannter Politiker und vor allem auch ehemaliger Neurochirurg, Siebenten-Tags-Adventist, ist der stellvertretende Leiter der Kommission.
[1:16:16] Und Ben Carson kennt all das, was wir heute hier am Anfang gesagt haben. Er kennt die biblischen Prinzipien, er kennt die Prophezeiung, er kennt das Buch vom Schatten zum Licht. Er weiß um diese Dinge. Ryan T. Anderson, der nächste, ein konservativer politischer Kommentator, ist praktizierender Katholik und tut sich vor allem den Themen Gender, LGBTQ, Familie, Abtreibung.
[1:16:39] Das sind natürlich die großen Themen, die jetzt da sehr diskutiert werden und wo wir natürlich als Christen auch eigentlich, oder wo wir als Christen in der Bibel eine klare Position haben. Und über diese Themen wird der Einfluss der Kirche jetzt versucht, in die staatliche Gesetzgebung wieder reinzubringen. Also, nur dass uns das nicht missverstehen. Uns geht es hier nicht darum, jemand zu kritisieren, weil er gegen Abtreibung ist. Wir sind auch gegen Abtreibung.
[1:17:03] Wir wollen niemanden kritisieren, wenn er die LGBTQ-Bewegung zurückdrängen möchte. Wir halten sie auch für biblisch falsch. Worum es uns geht, hier ist die Frage, wie weit geht das und wo ist dann die Grenze, dass die Kirche versucht, ihre Vorstellung dem Staat aufzudrücken und mit dem Staat den Menschen? Das ist der Punkt. Weil dann wird die Kirche alle ihre Position, auch die, über die andere christliche Gruppierungen eben nicht mehr mit einstimmen können, dann durchdrücken.
[1:17:33] Ryan T. Anderson, was ist die Rolle der Religion in der Politik? Und er kritisiert dann Kennedy, der als Katholik damals auch ganz deutlich die Trennung von Kirche und Staat zur Zeit von Kennedy – waren ja, war die USA noch recht antikatholisch – noch sehr deutlich vertreten hat. Und Anderson kritisiert ihn dafür und sagte, Kennedy hat das falsch verstanden. Das so hätte man das nicht sagen sollen, und deswegen muss auch alles Gesetz auf Moral basieren und deswegen letztendlich auf religiöse Überzeugung.
[1:18:06] Der nächste Vertreter in dieser Kommission ist Bischof Robert Barron. Er ist der katholische Bischof von Winona-Rochester und ein YouTube-Evangelist, ein Professor für systematische Theologie, und er vertritt ganz deutlich natürlich die katholische Position.
[1:18:21] Er sagt hier: „Ich sehe meine Aufgabe darin, die Perspektive, Achtung, wieder zu hören, der katholischen Soziallehre in diese Kommission hineinzubringen, wenn sie politische Vorschläge macht.“
[1:18:33] Dann haben wir Carrie Prejean Boller. Sie ist ehemalige Miss California 2009, ist so ein bisschen so eine Idolfigur auch unter den Konservativen, weil sie sich damals auch schon bei der Miss California Wahl und entsprechenden anderen Gelegenheiten kritisch über die gleichgeschlechtliche Ehe geäußert hat. Sie ist wenige Wochen, bevor sie in diese Kommission berufen worden ist, zur katholischen Kirche konvertiert.
[1:18:51] Sie ist also auch katholisch. Hier haben wir den Instagram-Kommentar. Sie sagte: „Ich wurde in die eine, wahre, heilige, apostolische, katholische Kirche aufgenommen“, wenige Tage bevor sie dort in die Kommission kam. Dann haben wir Kardinal Timothy Dolan.
[1:19:06] Er ist der Erzbischof von New York, Katholik, Mitglied im päpstlichen Dikasterium für die Evangelisierung, das seit 2022 direkt vom Papst geleitet wird. Also er ist einer der führenden Leute in der katholischen amerikanischen Hierarchie, in der weltweiten katholischen Kirche, mit verantwortlich für die Welt-Evangelisierung für die katholische Kirche. Er war der US bei der US-Bischofskonferenz der Vorsitzende und leitet unter anderem die Kommission für religiöse Freiheit. Der weiß genau, um was es geht und war natürlich jetzt auch beim Konklave dabei.
[1:19:33] Er gilt als sehr einflussreicher katholischer Würdenträger. Franklin Graham, das ist der Sohn von Billy Graham, den wir ganz am Anfang zitiert haben. Er ist Evangelist und Präsident der Organisation seines Vaters.
[1:20:01] Dann haben wir Allison Newton Ho. Sie ist eine Topjuristin, spezialisiert auf Verfassungsfragen, und sie ist verheiratet mit dem Richter James Ho, der von manchen als ein möglicher Kandidat für den Supreme Court gehandelt wird, und er gilt als einer der krassesten republikanischen Richter in dem Land.
[1:20:20] Dann haben wir Dr. Phil McGraw. Er ist Moderator einer sehr, sehr populären Fernsehsendung, wo es um psychologische Themen geht. Er ist Baptist, scheint erstmal nichts direkt mit dem Thema zu tun zu haben, aber auch er hat sich geäußert, und er hatte im Zuge eines Supreme Court Falles gesagt: „Zu oft haben Leute geglaubt, dass das erste Zusatzartikel der Verfassung bedeutet, dass Religion und Regierung komplett getrennt sein müssen.
[1:20:42] Das ist gar nicht die Intention.“ Also auch er ist gegen die Trennung von Kirche und Staat. Der sagt, der Supreme Court wird jetzt einen Fall haben, und der das dann wirklich ändert, und das könnte den Bundesstaaten erlauben, erneut wieder religiöse Gesetze zu erlassen, die als beste für ihre Bürger sind. Also auch er ist in dieser Richtung ganz deutlich positioniert.
[1:21:01] Eric Metaxas, ein bekannter Radiomoderator, Autor christlicher Bücher, ist formal griechisch-orthodox, bezeichnet sich als ein ökumenischer Christ. Das heißt, er ist für das Christentum als Ganzes, ohne jetzt so zwischen katholisch-protestantisch unterscheiden zu wollen.
[1:21:11] Und er spricht hier auch über die Trennung von Kirche und Staat und sagt hier im zweiten Absatz: „Die Trennung von Kirche und Staat, jetzt gut zu hören, bedeutet, dass die Kirche bewahrt wird, um Kirche sein zu können.“ Das heißt, er sagt, die Trennung von Kirche und Staat bedeutet nur, der Staat darf nicht in die Kirche reinreden, aber er beschützt nicht den Staat vor der Infiltration von Christen.
[1:21:35] Also sein Verständnis und das von ganz, ganz vielen Menschen mittlerweile in USA ist: Trennung von Kirche und Staat bedeutet nur, der Staat darf der Kirche nichts sagen. Aber das bedeutet nicht, dass die Kirche nicht den Staat beeinflussen oder infiltrieren kann, sogar wie er das sagt. Und er sagt: „Ja, wenn die Christen die Regierung infiltrieren, dann passieren auch noch gute Sachen.“ Und er sagt, wenn du da nicht mitmachst, bist du eigentlich auf der Seite des Satan.
[1:22:07] Das ist Eric Metaxas, der in der Religionsfreiheitskommission jetzt sitzt. Kelly Shackelford, das ist der Gründer und Vorsitzende von First Liberty Institute, einer Rechtsorganisation, die Fälle zum ersten Zusatzartikel verhandelt bis zum US Supreme Court. Die haben sich darauf spezialisiert. Das sind also nicht irgendwelche Leute.
[1:22:24] Kelly Shackelford war der Anwalt von Kennedy in dem Fall Kennedy v. Bremerton, wo der Lemon Test umgestürzt worden ist. Hat das auch mal erzählt. Ganz interessant. Er hat sich unter anderem dafür eingesetzt.
[1:22:33] Es gibt so eine Bewegung, die fordert, dass zukünftige US Supreme Court Richter auf jeden Fall zu allererst einmal Christen sein müssen. Ja, das hat er mit unterschrieben.
[1:22:51] Dann der einzige Nichtchrist in dieser Kommission selbst ist der Rabbi Dr. Meir Soloveichik, ein russisch-orthodoxer Rabbi, und dann haben wir noch die Paula White. Das ist die Kommission, die über die religiöse Freiheit jetzt Donald Trump beraten soll. Und wenn man sich die Leute anschaut und die Position, die sie haben zur Trennung von Kirche und Staat, dann muss man sagen, eigentlich, Ben Carson sitzt in einem Wespennest.
[1:23:15] Wespennest, das ist keine beruhigende Situation dort. Es gibt übrigens aber auch noch ein paar Beiräte, die wollen wir uns noch ganz kurz anschauen. Wir sind gleich am Ende angelangt. Der erste Beirat betrifft religiöse Führer, und wir haben schon gesehen, eine Reihe von Katholiken in diesem Rat, aber im Beirat kommen noch mehr dazu.
[1:23:35] Zum Beispiel Erzbischof Salvatore Cordileone. Er ist
[1:23:45] Cordileone. Er ist der Erzbischof von San Francisco, wenn ich mich nicht täusche. Ich glaube, aus Kalifornien.
[1:23:51] Dann Pastor Jentezen Franklin, einer der größten Trump-Unterstützer in der evangelikalen Szene, ein Fernsehprediger, der unter anderem hier folgendes gesagt hat in einer Predigt: „Wenn eine Weltregierung, eine Weltordnung kommt, muss Amerika fallen. Solange wie Amerika für Freiheit steht und den Sozialismus ablehnt, solange wird diese Welteinheitsregierung nicht funktionieren. Eine Weltregierung kann eine freie und prosperierende und gottfürchtende Nation nicht tolerieren.“
[1:24:29] Das heißt, das Narrativ interessanterweise ist, dass diese Leute sich für die Religion im Staat einsetzen, um damit vor der neuen Weltordnung zu warnen. Übrigens, das ist ein altes, altes Konzept. Schon Pat Robertson, den wir am Anfang zitiert haben, hat ein Buch rausgebracht mit der neuen Weltordnung. Als der Sozialismus fiel – wir haben gesehen, Billy Graham, das war der Sozialismus der Feind – und das hatte sozusagen, das war so der Grund, um Kirche und Staat mehr aneinander zu kleben. Als der nicht mehr da war, hat man halt diese Theorie entwickelt: Es wird bald eine sozialistische Welteinheitsregierung geben. Dagegen müssen wir uns wehren. Das ist bis heute das Kernnelement des Narrativs, warum Kirche und Staat zusammenkommen müssen, um sich vor dieser neuen Weltordnung zu schützen.
[1:25:12] Ich glaube, wenn ich dieses sagen darf, als Siebenten-Tags-Adventisten sollten wir uns hüten, dieses Narrativ von der neuen Weltordnung einfach unhinterfragt zu übernehmen, nur weil es irgendwie so halbwegs vielleicht mit uns zusammenhängen könnte mit der Prophetie. Hüten wir uns davor. Es wird seit Jahrzehnten benutzt, um die Trennung von Kirche und Staat zu erodieren. Und wir sind aufgerufen, nicht die neue Weltordnungs-Story zu propagieren. Wir sind aufgerufen, die Trennung von Kirche und Staat hochzuhalten. Das ist in Offenbarung 13, das ist vom Schatten zum Licht, die Botschaft.
[1:25:49] Und dann sagt er hier weiter, dieser Jentezen Franklin, der: „Es gab keine Trennung von Kirche und Staat, als die USA gegründet worden sind.“ Also auch er ist vollkommen dagegen.
[1:25:56] Und dann spricht er hier in seinen Schlussgedanken: „Es wird eine Welteinheitsregierung geben mit einer Welteinheitswährung und einem Einheitsführer, der voll von Satan ist.“ Also diese futuristische Idee eines Antichristen. Ja, also das ist eigentlich die Theorie. Deswegen sagt er, deswegen müssen Christen aufstehen und für die Bibel sprechen in der Politik.
[1:26:21] Ja, dann haben wir als nächsten in diesem Beirat den Erzbischof Elpidophoros von Amerika. Er ist der Exarch der griechisch-orthodoxen Kirche und er hat interessanterweise Donald Trump mit Konstantin verglichen. Das war deswegen interessant, weil er – also hier haben wir das Zitat – er sagt: „Du erinnerst mich an den römischen Kaiser Konstantin den Großen.“ Natürlich, er ist ökumenischer Exarch, das heißt, er gehört zum zur orthodoxen Kirche von Konstantinopel, die Konstantin auch gegründet hat. Und das war deswegen auch interessant, weil dieser Mann eigentlich als ein Liberaler gilt, der sich für Schwulenrechte, LGBTQ-Rechte, der sich für Black Lives Matter eingesetzt hat, dass er jetzt Donald Trump so lobt und wirklich lobt als Konstantin. Das ist in der orthodoxen Kirche ein großes Lob. Das hat viele überrascht und das zeigt auch, dass auch eigentlich politisch liberale Kirchenmänner durchaus bereit sind, jetzt diesen Schwenk mitzumachen, weil sie realisieren, dass das Christentum durch Trump hier politische Macht bekommen kann.
[1:27:32] Übrigens, ich hatte es ja kurz erwähnt, wer sich an dieser Stelle noch mal darüber informieren möchte, was Konstantin wirklich bedeutet hat für die christliche Kirche und die Weltgeschichte und warum es keine gute Idee ist, wenn jemand wie Konstantin regiert, der möge sich diese Serie anschauen, die wir auf Joel Media dazu haben.
[1:27:46] Dann haben wir einen weiteren Katholiken in diesem Beirat, Father Thomas W. Ferguson. Also wir sehen, die Anzahl an Katholiken, sowohl in der Hauptkommission als auch im Beirat, ist wirklich erstaunlich.
[1:27:56] Rabbi Mark Gornish ist dann ein orthodoxer Rabbi wieder.
[1:28:00] Pastor Jack Graham ist ein Southern Baptist, war zweimal Vorsitzender der Southern Baptist Convention und er sagt hier auch: „Die Phrase von Kirche und Staat ist nicht in der US-Verfassung. Gott wollte niemals, dass Gott von unserem Volk getrennt ist“, und so weiter. Auch er ist gegen diese Interpretation der Trennung von Kirche und Staat, die wir sie am Anfang vorgebracht haben.
[1:28:21] Also allesamt, alle Christen, ja, von über die Rabbiner möchte ich da kein Urteil wagen. Da kenne ich mich zu wenig aus in ihren konkreten Weltanschauungen diesbezüglich.
[1:28:33] So auch bei Rabbi Yaakov Menken, ein orthodoxer Rabbi.
[1:28:37] Dann haben wir wieder einen Katholiken, den Bischof Thomas John Paprocki. Er ist der katholische Bischof von Springfield und ein Kirchenrechtler.
[1:28:44] Dann haben wir Bischof Kevin C. Rhoades und er ist ebenfalls ein katholischer Bischof von Fort Wayne-South Bend und leitet derzeit die US-Bischofskonferenz für Religionsfreiheit. Also es sind Leute, die sind top in dem Thema drin, die wissen genau, was ihre Kirchen zu dem Thema denken und die sollen jetzt alle als Beiräte die Kommission beraten, die dann Donald Trump Vorschläge unterbreitet.
[1:19:07] Und das können wir hier überspringen. Haben wir noch Aaron Weber, ein Rabbi aus der Chabad-Bewegung, die dem Judentum zugehört und Rabbi Chaim Dovid Zwiebel, auch eher orthodox.
[1:29:18] Dann haben wir noch einen zweiten Beirat mit Rechtsexperten und die schauen wir uns kurz an, weil auch hier ist interessant, wen wir dort finden.
[1:29:24] Francis Joseph Beckwith ist ein Philosoph und Professor für Kirche-Staat-Studien, also Leute, die sich mit dem Thema wirklich gut auskennen. Er war 2006 der Präsident der Evangelical Theological Society. Das ist so das evangelikale Gegenstück zu ETS und er ist dann als Präsident dieser evangelikalen theologischen Gesellschaft zum Katholizismus konvertiert. Er ist heute noch Katholik. Er hat dieses Buch geschrieben: „Politik für Christen: Die Staatskunst als Seelenkunst.“ Also auch hier ein Drang, das zu verbinden.
[1:29:54] Jason B. Batt ist von der Heritage Foundation, arbeitet dort, die Projekt 2025 rausgebracht hat.
[1:30:01] George Black war sogar ein Mitarbeiter am Project 2025. Er ist spezialisiert auf Verfassungsrecht und ist selbst Jude, hat sich aber auch explizit dafür ausgesprochen, zumindestens passive christliche Gesetze, wenn zum Beispiel Zehn Gebote aufgehängt werden oder so, Bibeln im Klassenraum, das findet er konstitutionell, also von der Verfassung her gedeckt.
[1:30:23] Dann haben wir Gerard Bradley. Er ist emeritierter Juraprofessor für Verfassungsrecht an der Notre Dame Universität und auch katholisch. Also, wenn man jetzt mal mitgezählt hat, wie viele Leute katholisch sind, dann ist das schon absolut frappierend und erinnert wieder an den Supreme Court. Er hat ein Buch geschrieben über oder editiert, also herausgebracht über die katholische Soziallehre und er hat auch ein Buch geschrieben über den US Supreme Court und die ganzen Fragen, die damit verbunden sind und hat quasi seine Position dargebracht, dass der US Supreme Court seit 1947 im Grunde genommen die US-Verfassung falsch versteht und immer zu sehr zwischen Kirche und Staat getrennt hat. Das meint er seiner Meinung nach. Und ohne jetzt in die Details zu gehen, sein Hauptpunkt ist: Die US-Verfassung verbietet nur, dass der Staat eine Denomination über die andere stellt. Also er sagt, in seinem Verständnis darf die US-Verfassung nicht die Baptisten über die Methodisten stellen oder nicht die Mennoniten über die Katholiken oder so. Aber das ist das einzige seiner Meinung nach, was angeblich der Erste Zusatzartikel bedeutet, dass sozusagen nicht eine Denomination über die andere gestellt werden darf.
[1:31:39] Aber seiner Meinung nach sollte natürlich die Religion Teil der Politik sein und das hat natürlich weitreichende Konsequenzen.
[1:31:53] Weil wir lesen im Großen Kampf, das haben wir am Anfang gelesen, dass wenn die Kirchen sich verbinden und alle Kirchen zusammenarbeiten, weil sie die gemeinsamen Punkte betonen, dann wird man sagen, na ja, dann geht's jetzt, wenn wir jetzt den Sonntag bringen, nicht mehr darum, dass wir jetzt sie katholisch über die Protestanten stellen. Das ist ja alles gleich und da sehen wir sozusagen, wie die rechtsphilosophischen Argumente bereits diese Sonntagsgesetzgebung vorbereiten.
[1:32:20] Diese Leute sitzen jetzt alle in diesen Beiräten.
[1:32:21] Wir haben dann Alyssa Levin.
[1:32:24] Wir haben Kristen Waggoner, die Gründerin von Alliance Defending Freedom, eine Organisation, die immer wieder Fälle vor den Supreme Court bringt. Sie selbst gilt als eine zukünftige US Supreme Court Richterin, als Kandidatin. Und auch diese Organisation sagt, na ja, bei der Trennung von Kirche und Staat geht es eigentlich nicht wirklich darum, das so komplett zu trennen. Sie sagt, unsere Verfassung fordert nicht, dass die Regierung nicht mit religiösen Gruppen gemeinsame Sache machen kann, Engagement haben kann.
[1:33:09] Und ganz zum Schluss noch sind gleich am Ende die der Beirat für die Laien. Da gibt's noch ein paar Laienleiter.
[1:33:17] Da haben wir Abigail Robertson. Das ist die Enkelin von dem Pat Robertson, den wir am Anfang gehabt haben. Sie ist spezialisiert so auf Wunder und sie hat einen eigenen Radio, eine Radiosendung auf dem Christian Broadcasting Network, wo sie so von Wundern berichtet.
[1:33:35] Haben wir Gene Bailey. Das ist einer aus dieser prophetisch-charismatischen Bewegung. Der ist ein Mitarbeiter gewesen von Kenneth Copeland, Spezialist für Erweckungsbewegung. Und dieser Mann ist wirklich krass drauf. Nicht nur hat er mehrmals Donald Trump direkt interviewt und Wahlkampf für ihn gemacht. Er sagt auch tatsächlich wörtlich hier in einem Event, ich habe es nicht glauben wollen, ich habe das dann selbst nachgeschaut, den Videolink mir rausgesucht, er sagt es wirklich. Er sagt: „Wir haben eine Agenda und das ist: Ich bin ein Christofaschist, ein christlicher Nationalist.“ Also er gehört zu dem ganz rechten Rand, zu den ganz Übereifrigen.
[1:34:10] Ich muss deutlich betonen, nicht alle in dieser Gruppe, die wir hier vorstellen, haben die gleichen Positionen in diesem Punkt. Nicht alle sind gleich eifrig. Einige sehen Bedarf, dass man mehr Kirche aber hat und trotzdem ein bisschen schon noch eine Trennung oder das nur ein bisschen verschiebt. Andere wie er gehen davon aus, man muss quasi alles übernehmen. Da gibt's also Unterschiede in der Art und Weise, wie weit man geht. Aber was sie alle eint, ist, dass sie alle momentan in dieselbe Richtung pushen, nämlich diese momentane Trennung von Kirche und Staat entweder ein wenig oder viel aufzuheben oder wegzudrücken.
[1:34:48] Also, da haben wir ihn (Gene Bailey) und dann haben wir Mark David Hall. Er ist der Professor an der Regent University, die von Pat Robertson gegründet worden ist. Also, wir sehen ja, wie diese Netzwerke jetzt alle hier wieder zusammenkommen. Er ist ein Spezialist für US-amerikanische Geschichte und die Beziehung von Kirche und Staat und er hat Bücher geschrieben wie zum Beispiel „Wer hat Angst vom christlichen Nationalismus? Warum der christliche Nationalismus keine gefährliche, also keine existentielle Gefahr für Amerika oder die Gemeinde ist?“ Und „Amerika: Eine christliche Grundlage? Moderner Mythos oder historische Wahrheit?“ und so weiter. Auch er fördert dieses Narrativ: „In Wirklichkeit sind wir eigentlich eine christliche Nation. Das ist gar nicht schlimm und da ist nichts Verwerfliches dran. Das müssen wir wieder mehr in den Vordergrund rücken.“ Allerdings ist er jemand, der eher so ein Moderator ist. Er ist dafür, christliche Religion in die Politik mehr einzubringen, aber er wäre schon auch noch für ein robustes System des Pluralismus, wie er das nennt. Also ein bisschen moderater als der Gene Bailey zum Beispiel.
[1:35:45] Dann haben wir Alveda King, ist die Nichte von Martin Luther King und die einzige in ihrer Familie, die ganz stark ins republikanische Lager ausschlägt und evangelikale Predigerin, die Donald Trump seit langem unterstützt.
[1:35:56] Dann haben wir Christopher Levik, noch ein Katholik, der sich für die Connelly Foundation einsetzt und er ist Editor des First Things Magazine.
[1:36:07] Und dann haben wir tatsächlich ganz am Ende drei Muslime. Wir haben Shamera Munci, die sich gegen LGBTQ in Schulen ausgesprochen hat. Wir haben Isma'il Royer und Hamza Yusuf, einen bekannten, einflussreichen Muslim im Westen. Ich möchte den drei nicht zu nahe treten. Ich bin mir sicher, sie werden ihre Aufgabe gewissenhaft ausführen, aber ich vermute, dass sie nicht allzu viel Gewicht haben werden in dem Gesamtprozess, da sie einfach auch sehr stark in der Minderheit sind.
[1:36:36] Dann haben wir noch mit Ryan Tucker noch mal einen Christen, der sich auf juristische Fragen zur Kirche, christlichen Ministries und christlichen Schulen bei der Alliance Defending Freedom spezialisiert hat.
[1:36:48] Halten wir fest: Ein Großteil der Leute in der Kommission als auch in allen drei Beiräten, wenn man alles zusammennimmt, ist der Großteil Christen. Von denen ist die Mehrheit Katholiken und von denen, die keine Katholiken sind, sind es meistens Evangelikale, die allesamt den gleichen Weg gehen. Und ich habe jetzt Ben Carson ausgenommen, der Siebenten-Tags-Adventist ist und deutlich gemacht, dass er das alles weiß, was wir behandelt haben, aber alle anderen haben sich deutlich positioniert und gesagt, dass sie die Trennung von Kirche und Staat aufheben wollen. Das ist die Gruppe, die Donald Trump jetzt innerhalb von einem guten Jahr bis zum Independence Day nächsten Jahres beraten soll bezüglich der Religionsfreiheit.
[1:37:32] Bin sehr gespannt, was dabei rauskommt. Ich weiß es nicht. Möchte nur darauf hinweisen, wer hier sitzt und wer dort mitmacht. Und das bringt uns zum Schluss zur Frage, wie Papst Leo der 13. hier reinpasst. Der erste amerikanische Papst. Es galt lange Zeit für unmöglich, einen amerikanischen Papst zu haben, weil Amerika schon seine große Militärmacht und politische, kulturelle Vormachtstellung hat. Er ist der erste aus den USA.
[1:37:56] Und ich denke, in der katholischen Kirche haben wir wie überall diesen liberalen, konservativen Block. Ich denke, dass die Kräfte, die für eine Rückkehr zu konservativen christlichen Werten und Moralvorstellungen der Kirche besonders kämpft, dass die in der Regierung von Donald Trump eine offene Tür gesehen hat, eine offene Tür. Und die Wahl eines US-Amerikaners kann natürlich – und die wird wahrscheinlich auch so verstanden werden – als eine ausgestreckte Hand Richtung Amerika.
[1:38:31] Warum Leo? Das hat er selbst beantwortet, indem er auf Leo den 13. verwiesen hat. Er hat mal gesagt, das hatte verschiedene Ursachen. Wir möchten nur ganz kurz erwähnen: Leo I. der Große ist einer der wesentlichen Architekten des Konzeptes Papsttums gewesen, der Erfinder der juristischen Sukzession, wonach angeblich der Papst der juristische Nachfolger, der legale Erbe der Körperschaft Kirche ist. Dann Leo III., der Karl den Großen zum Kaiser gemacht hat, der das westliche Kaisertum geschaffen hat. Leo X., der in der Anfangsphase der Reformation Papst gewesen ist, Martin Luther, der aus dem Augustinerorden stammte, aus demselben Orden, aus dem auch Leo X. stammt. Interessante Parallele.
[1:39:13] Aber das Wichtigste, und das ist jetzt heute der Endpunkt: Leo der 13. ist ein bedeutender Papst, der die Kirche aus der gesellschaftlichen Isolation geführt hat, der sich auch für die Naturwissenschaften ein bisschen eingesetzt hat und vor allem ist er bekannt geworden wegen seiner Sozialenzyklika Rerum Novarum. Und weil die Soziallehre ja mehrmals heute schon gefallen ist von Leuten, die in diesen Kommissionen sitzen und die Jonathan Berry dieses Sonntagsgesetz vorschlägt – ja, auch der hat sich auf die Soziallehre bezogen – ist es interessant, dass wir einen amerikanischen Papst haben, der als Hauptgrund für seine Namensgebung ins Feld geführt hat, dass er die Soziallehre von Leo dem 13. besonders ehren möchte.
[1:39:58] Und dort finden wir in diesem Buch, dieser Enzyklika Rerum Novarum, Paragraph 32 folgendes, das gut zu hören, weil das jetzt den Bogen zusammenschließt: „Der Staat ist ferner den Arbeitern in mehrfacher praktischer Richtung einen Schutz schuldig und zwar zunächst in Hinsicht ihrer geistigen Güter. Ist doch das irdische Leben fürwahr ein Gut, das aller Sorge wertes, so besteht doch in ihm nicht das höchste Gesetzziel.“ Er sagt, der Staat muss auch für das Geistliche der Arbeiter sorgen. Bei Rerum Novarum geht's um die Frage, wie man jetzt mit den armen Arbeitern umgeht im Kontext von Kapitalismus und Sozialismus. Und dann sagt er hier weiter: „Hiermit ist die Grundlage der pflichtmäßigen Sonntagsruhe bezeichnet. Sie ist vielmehr eine durch die Religion geheiligte Ruhe von der Arbeit. Die religiös geweihte Ruhe enthebt den Menschen den Geschäften des täglichen Lebens, der Last gewohnter Arbeit, um ihn aufzurufen zu gedenken an die Güte des Jenseits und zu den Pflichten der Gottesverehrung.“
[1:40:50] Der Papst Leo der 13. nennt sich Leo, um einen Papst zu ehren, der das hier als Lehre formuliert hat. Eine Lehre, die wir direkt sehen, wir sehen einen direkten Anknüpfungspunkt zwischen Jonathan Berrys Gedanken in Project 2025, die er auch in First Things ausgeführt hat – er, der jetzt der dritthöchste Mann im Arbeitsministerium ist – und dem, was Papst Leo der 13. explizit als gut und hoch haltenswert empfindet, sodass er sich selbst hat. Und wir finden die Kardinäle und katholischen Verantwortlichen, die dort in diesen Gremien jetzt sitzen in der Religionsfreiheitskommission, die zum Teil öffentlich gesagt haben, sie wollen diese Soziallehre mit einbringen und wir sehen dort bis auf Ben Carson offenbar niemanden, der die Gefahren sehen könnte.
[1:41:47] Mehr können wir nicht sagen. Ich weiß nicht, wann das Sonntagsgesetz kommt und ich werde auch mich hüten, etwas zu spekulieren. Aber bei allem Positiven, was man über Leo den 13. heute lesen kann, sollten wir festhalten: Für ihn war das Hochmittelalter geopolitisch das Ideal, eine Rückkehr zu dem, was den Vatikan im Mittelalter ausgemacht hat.
[1:42:14] Offenbarung 18 Vers 1 lesen wir: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Was die Welt jetzt braucht, ist eine Predigt des Evangeliums ohne Abstriche und ohne Zusätze. Einfach so wie es in der Bibel steht, einfach so wie es in unseren Büchern steht, in unserem Geist der Weissagung, hundertprozentig ohne Abstriche, ohne Zusätze. Was wir vor allem brauchen ist, dass die Gnade Gottes unsere Bemühung wirklich reinigt und zum Leuchten bringt.
[1:42:50] „Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: ‚Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große!‘ Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: ‚Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.‘“
[1:43:01] Ihr Lieben, da gibt es ganz, ganz viele gläubige Menschen, ganz viele, die es ernst meinen und die die Wahrheit über Offenbarung 13 nicht kennen. Und wer soll sie ihnen bringen, wenn nicht wir? Wir haben keine Zeit, uns mit Theorien zu beschäftigen und darüber zu streiten, die in der Bibel nicht explizit genannt werden. Keine Zeit für Theorien und Spekulationen und Themen, die im Geist der Weissagung nicht als Testfragen behandelt sind. Wir haben keine Zeit dafür und wir sollten sofort aufhören, sofort aufhören, uns mit solchen Themen zu beschäftigen und uns zu spalten und uns einander die Köpfe einzuschlagen über Themen, die für die Dreiengelsbotschaft keine Relevanz haben, weil sie nicht schwarz auf weiß in der Bibel und beim Geist der Weissagung stehen. Wir sollten uns endlich auf das konzentrieren, was wir wirklich der Welt predigen müssen, statt...
[1:43:45] wirklich der Welt predigen müssen, statt uns ablenken zu lassen. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert.
[1:43:56] Das kann noch lange dauern, wenn Gottes Gemeinde weiter schläft, aber wenn sie ihren Auftrag ausführt und Gott mit seiner Kraft das Evangelium in der Welt leuchten lässt, ich glaube, da werden noch Zeichen und Wunder geschehen. Und spätestens dann wird der Satan im Zugzwang sein mit falschen Zeichen und Wundern, auch das falsche Evangelium zu bewerben. Und das, was jetzt unmöglich erscheint, dass nämlich Menschen, die momentan, wie zum Beispiel die Juden oder die Muslime oder säkulare Menschen, dass die momentan natürlich noch sehr stark auch dieser Bewegung feindlich gegenüber zum Teil stehen, dass die einmal mitmachen werden mit dieser Bewegung, die wir heute angeschaut haben. Das wird dann das Werk von Zeichen und Wundern sein. Feuer wird vom Himmel fallen, sagt Offenbarung 13, ein Bild dafür, dass sonst, wenn Feuer vom Himmel fällt, dann in der Bibel ist es immer ein Zeichen der Bestätigung, dass Gott mit dieser Sache ist. Ob das beim Sinai ist, ob es beim Heiligtum ist, beim Tempel, bei Salomo, bei Elia – es ist ein Zeichen: Gott sagt, das ist die Wahrheit.
[1:44:59] Es wird so aussehen und sich so anfühlen, als ob Gott diese falsche Bewegung unterstützt, aber er wird sie nicht unterstützen. Es wird nur so aussehen. Es werden falsche Zeichen und Wunder den Eindruck erwecken. Und viele, die jetzt noch vielleicht sich nicht vorstellen können, mitzulaufen, werden dort mitlaufen. Nur die, die Gottes Gebote halten und an Jesus Christus wirklich von Herzen glauben, werden feststehen. Und die Frage ist, lieber Freund, liebe Freundin, wirst du dabei sein? Lasst uns die Prophetie wieder studieren, aber vor allem lasst uns Jesus unser Herz lassen und lasst uns auf die Wiederkunft vorbereiten. Ich glaube, die Bühne wird immer deutlicher vorbereitet. Es kann sehr schnell gehen. Wie lange, wissen wir nicht. Unsere Aufgabe ist, nüchtern zu wachen. Gott wird für den Rest sorgen. Aber unsere Aufgabe ist es, die Zeichen der Zeit zu sehen, zu sagen: Jetzt müssen wir uns vorbereiten. Lasst uns das tun und noch gemeinsam beten.
[1:45:57] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort uns warnst. Wir möchten dir danke sagen, dass du uns hilfst, die Zeichen der Zeit richtig einzuordnen. Bitte schenk du uns Kraft und Weisheit, uns nicht einschüchtern zu lassen, auch nicht verwirren zu lassen, sondern dass wir die Wahrheit klar bekennen, vor allem ganz fest bei dir bleiben, Herr. Wahrscheinlich sind viele, die sich dort mit engagieren, ganz aufrichtig und glauben, dass sie etwas Gutes tun. Aber lass sie erkennen, dass dein Reich nicht von dieser Welt ist. Dass das Beste für die Religion darin besteht, wenn sie sich von den Mehrheitsbildungen, den Kompromissen und der Korruption der Politik und des Staates fernhält. Lass uns Lichter sein dieser Welt und Herr, gib, dass wir vor allem das Evangelium repräsentieren, das wahre Evangelium, damit das Falsche als falsch erscheint, weil das Wahre so hell leuchtet. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.