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In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Bedeutung der Bibel für die Jüngerschaft. Er erklärt, wie Jesus selbst die Bibel nutzte, um Versuchungen zu widerstehen, im Gottesdienst zu lehren und das Alte Testament zu erfüllen. Die Bibel wird als Fundament echter Jüngerschaft dargestellt, die über bloßes Wissen hinausgeht und zu einer tiefen persönlichen Beziehung zu Christus führt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q1: Jüngerschaft

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, auch in diesem neuen Jahr 2014. Und wir möchten auch alle diejenigen begrüßen, die auf Amazing Discoveries uns zuschauen. Ein neues Jahr hat begonnen und eine neue Cannstatt Study Hour Serie. Ganz frisch beginnen wir heute mit dem ersten Teil unserer neuen Serie Jüngerschaft. Und damit werden wir wieder ein sehr praktisches Thema betrachten. Wir wollen uns fragen, wie kann ich und wie kannst du, liebe Freunde, liebe Freundinnen, in deinem Leben, wie können wir in unserem Leben wirklich Jesus nachfolgen? Wir werden dazu die Bibel studieren und viele interessante Dinge herausfinden. Und wir laden euch natürlich ein, jede Folge gemeinsam mit uns gemeinsam zu studieren und auch das Sendemanuskript, das sich wie immer unterhalb des Players findet, dann noch weiter anzuschauen und zu verbreiten, je nach deiner Gelegenheit. Mit dem heutigen Thema Nachfolger von Jesus und die Bibel wollen wir das Fundament legen, denn echte Nachfolge Jesu ist ohne die Bibel undenkbar. Wir werden heute sehen, dass Jesus selbst uns ein ganz klares Beispiel gegeben hat, dem wir folgen wollen. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 4. Januar. Und zu Beginn möchten wir beten, denn es ist nur durch die Kraft des Heiligen Geistes, dass wir wirklich das Wort Gottes in seiner Klarheit und Schönheit verstehen können. Lade dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, mit mir gemeinsam ein Anfangsgebet zu sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt dein Wort studieren können. Und wir möchten dich bitten, dass durch deine Gnade und durch die Kraft deines Wortes wir zu echten Jüngern werden, die dir wirklich nachfolgen, wohin du auch gehst. Und wir bitten dich, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist unsere Herzen anrührst, dass wir dein Wort verstehen und dass wir wirklich unser Herz verändern werden nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu bitten wir das. Amen.

[2:15] Nachfolger Jesu und die Bibel. Ein Nachfolger und ein Jünger ist jemand, der das tut, was Jesus getan hat. Und wenn wir uns also fragen wollen, wie soll ein Jünger mit der Bibel umgehen, dann gibt es nur eine richtige Antwort: so wie Jesus mit der Bibel umgegangen ist. Und deswegen wollen wir im Fokus heute in den folgenden Minuten uns damit beschäftigen, wie hat Jesus die Bibel benutzt und wie hat Jesus mit der Bibel gelebt? Ein klassisches Ausgangszitat bezüglich findet sich in Johannes 5 und dort Vers 39. In Johannes 5 ist Jesus zu einem frühen Zeitpunkt seines öffentlichen Dienstes und Wirkens angeklagt worden im jüdischen Sanhedrin aus verschiedenen Gründen, vor allem, weil er an einem Sabbat geheilt hatte. Und er legt dort ein mehrfaches Zeugnis ab über seine Mission, sein Wirken und seinen Dienst. Und dann sagt er in Vers 39 unter anderem folgendes: Johannes 5, Vers 39. Er sagt: "Ihr", und er spricht damit die schriftgelehrten Theologen und die Führer des Volkes Israel an, "ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben." Jesus spricht zu Menschen, die die Bibel sehr gut kannten. Wie gesagt, Pharisäer, schriftgelehrte Theologen, die des Hebräischen mächtig waren und die die Bibel zum Teil auswendig kannten. Und Jesus macht einen deutlichen Punkt. Er sagt: "Ihr forscht in der Bibel. Ihr studiert die Passagen, vergleicht Textstelle mit Textstelle und ihr meint, darin ist das ewige Leben." Und dann sagt er noch etwas hinzu, was dem Ganzen eine ganz neue Dimension verleiht. Er sagt: "Und sie sind es, die Schriften, die von mir Zeugnis geben." Jesus lässt uns gleich zu Beginn wissen, dass die gesamte Bibel aus einem Grund notwendig ist, weil es nämlich von ihm Zeugnis gibt. Mit anderen Worten, was Jesus hier sagt: Wenn wir die Bibel einfach ohne Christus lesen, einfach aus religiösem Interesse, weil wir einfach vielleicht geschichtliche Fakten suchen oder weil wir uns literarisch erbauen wollen, dann ist die Bibel ohne echten Heilswert sozusagen. Sie ist natürlich immer noch ein großartiges Werk der Weltliteratur und das schönste Buch, das jemals geschrieben worden ist und viele andere Attribute, die wir verwenden können. Aber der entscheidende Punkt fehlt dann. Die Pharisäer hatten beim Bibellesen den entscheidenden Punkt vergessen, dass die gesamte Schrift Christus bezeugt. Und als Jesus das gesagt hat, meinte er ganz offensichtlich ja das Alte Testament. Das war die einzige Bibel, die damals vorhanden war. Die Bücher Mose, die Prophetenbücher, Psalmen, Hiob, Sprüche und so weiter und so fort. Jesus sagt, diese Schriften, von denen wir vielleicht ab und zu hier und dort mal einen Vers sehen, der uns an Jesus erinnert, er sagt, diese Schriften, sie alle weisen auf ihn hin. Und dann kommt der traurige Nachsatz in Vers 40: "Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen." Es gibt Menschen, die lesen die Bibel und kommen doch nicht zu Jesus und werden verloren. Aber ein Nachfolger Jesu erkennt aus diesen Worten, dass es die Bibel ist, die auf Jesus hinweist. Und wenn wir dem wahren Jesus folgen wollen und nicht einem gefälschten Jesus oder einem Schein-Jesus, dann müssen wir die Bibel kennen und auch wissen, wie die Bibel und auch das Alte Testament auf diesen wahren Jesus hinweist und ihn bezeugt.

[5:44] Wie hat Jesus die Bibel benutzt in seinem Leben? Jesus hat die Bibel zum Überwinden benutzt. Schauen wir mal gemeinsam in Lukas 4. In Lukas 4 finden wir die Geschichte, wie der Satan den Jesus versucht und ihn zur Sünde überreden will, mit einigen sehr geschickt eingefädelten Argumenten. Wir lesen hier in Lukas 4, ab Vers 3: "Und der Teufel sprach zu ihm..." Satan möchte, dass Jesus sündigt. So wie er Erfolg gehabt hatte, Adam zur Sünde zu führen, und wie er Erfolg gehabt hatte, Eva zur Sünde zu führen, und wie er so oft in unserem Leben Erfolg hatte, uns zur Sünde zu führen, so möchte er auch Jesus zur Sünde führen. Aber Jesus lebt uns etwas vor, dem wir nachfolgen sollen. Jesus sündigt nicht, und jetzt kommt der entscheidende Punkt, nicht, weil er Gott war, obwohl er Gott ist und auch zu diesem Zeitpunkt Gott war. Er sündigt nicht deswegen nicht, weil er nicht sündigen könnte, sondern in diesem Moment handelt Jesus als Mensch, der sich abhängig macht von der Kraft Gottes, wie sie im Wort Gottes zu finden ist. In Vers 4 heißt es: "Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes." Jesus benutzte die Bibel, als die Sünde auf ihn zukam, und er überwand. Er war Sieger über die Sünde.

[7:34] In Vers 6-8 finden wir den zweiten Versuch Satans, ihn doch noch zur Sünde zu führen. In dem Fall ist es der dritte Versuch, der bei Lukas hier anders angeordnet ist. "Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben, denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören." Und dann sagt Jesus in Vers 8: "Weiche von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." Und Jesus war Treue zur Bibel wichtiger als jeder weltliche Vorteil. Und ihm wurden nicht nur einige weltliche Vorteile hier angeboten, ihm wurde die gesamte Welt zu Füßen gelegt. Satan hatte gesagt: "Wenn du mich anbetest, hast du jeden irdischen Vorteil, den du dir vorstellen kannst." Aber Jesus wusste, dass Satan der Meister und Erfinder der Lüge ist, der sich auf sein Wort nicht verlassen kann. Adam und Eva, also Eva vor allem, hatte sich auf das Wort der Schlange verlassen: "Ihr werdet keineswegs des Todes sterben." Und wurde bitter enttäuscht. Jesus wusste, dass die Versprechungen des Satans nach weltlicher Ehre am Ende nur Enttäuschung bringen würden. Denn Satan hat nicht wirklich die Macht über diese Dinge. Und so entscheidet sich Jesus, bei der Bibel zu bleiben, bei der Wahrheit und beim Wort Gottes. Und so müssen wir ihm folgen, auch in dieser Sache. Wenn biblische Prinzipien und die Welt aufeinander knallen und aufeinander erstoßen in unserer Lebenserfahrung, dann müssen wir der Bibel folgen, egal, welche scheinbaren Vorteile wir dadurch verspielen.

[9:22] Und dann in Vers 9 finden wir einen weiteren Versuch, und der ist besonders interessant. "Und er führte ihn nach Jerusalem und sagte zu ihm: Wenn du der Sohn Gottes bist, so stürze dich von hier herab." Und jetzt Achtung, denn es steht geschrieben, sagt sogar der Satan: "Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt." Satan zitiert die Bibel und glaubt jetzt, Jesus schlagen zu können. Er hat uns Prinzipien angeboten, die eigentlich gegen Gott sind, aber die scheinbar von der Bibel bestätigt werden. Satan ist der Meister darin, die Bibel falsch zu benutzen. Aber auch Jesus gibt uns hier ein wunderbares Beispiel, wie man dem entgegnen kann. In Vers 12 heißt es: "Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt, du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." Ja, Jesus hätte auch sagen können: "Moment, Satan, du zitierst aus Psalm 91, und du lässt dort was weg, und du hättest noch weiterlesen müssen, und das hätte alles machen können." Aber Jesus Antwort ist wirklich bemerkenswert, denn Jesus zitiert einfach einen ganz anderen Vers, der deutlich macht, dass die Interpretation, die Satan in den ersten Vers gelegt hat, falsch war. Und dieses Argument hat nur dann überhaupt Kraft, wenn man davon ausgeht, dass die Bibel sich nicht widerspricht. Jesus zeigt mit dieser Antwort, dass im Kampf gegen die Sünde wir davon ausgehen müssen, dass die Bibel sich niemals widerspricht. Ansonsten hätte Jesu Antwort keine Kraft gehabt. Aber weil sie Kraft gehabt hat, weil sie dadurch die Sünde überwunden worden ist, und weil dadurch der Satan nicht gesiegt hat, wissen wir, dass Jesus Recht hatte mit dieser Grundannahme: Die Bibel widerspricht sich nicht. Wenn ein Vers eine Irrlehre zu unterstützen scheint, dann reicht ein anderer Vers, ganz woanders aus, der deutlich zeigt, dass diese Irrlehre falsch ist. Und weil die Bibel sich niemals widerspricht, wissen wir, dass diese Falschinterpretation falsch gewesen ist. Sehr, sehr wichtig. Das sind ganz einfache Prinzipien, die wir aber niemals vergessen dürfen, der Weg der Nachfolge und der Jüngerschaft.

[11:58] Wenn wir noch ein bisschen weiter lesen, sehen wir, dass Jesus in seiner Heimatstadt, in Nazareth, zum Gottesdienst geht. Und das zeigt uns, wie Jesus mit der Bibel im Gottesdienst umgegangen ist. Schauen wir mal in Vers 16 und 17. "Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbatag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben. Und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht." Wir sehen hier Jesus, der nach seiner Gewohnheit am Sabbat, das ist der siebte Tag der Woche, der Samstag, in den Gottesdienst geht. Und es scheint so zu sein, wenn man den Text hier liest, dass das Wort Gottes im Zentrum des Gottesdienstes stand. Es waren keine Unterhaltungselemente, es war kein Blabla, es war das Wort Gottes. Und wenn wir Jüngerschaft wirklich ernst meinen, und wenn wir Jüngerschaft wirklich erleben wollen und das wirklich in unserem Leben praktizieren möchten, dann müssen wir in unseren Gottesdiensten das Wort Gottes im Zentrum haben. Nicht menschliche Meinung, nicht Blabla und auf keinen Fall einfach nur Unterhaltung. Es ist das Wort Gottes, das für Jesus im Zentrum des Gottesdienstes am Sabbat stand.

[13:20] Jetzt, wie hat Jesus dort im Gottesdienst gepredigt, was hat er dort konkret getan? Schauen wir Vers 18 bis 21 an. "Der Geist des Herrn ist auf mir", er zitiert jetzt aus der Jesaja-Rolle, "der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzen sind. Gefangenen, Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wiedersehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn." Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich und alle Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. "Jetzt Achtung, er aber fing an ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren." Jesus bekommt die Buchrolle Jesaja und er sucht nach einer speziellen Textstelle, nicht einfach nur eine, die schön klingt, sondern eine Textstelle, die direkt etwas mit dem Leben der Menschen in dieser Zeit zu tun hat, eine gegenwärtige Wahrheit sozusagen. Jesus predigt nicht einfach nur irgendetwas, weil es gerade mal ihm vielleicht so passen könnte, er predigt etwas, was die gegenwärtige Wahrheit für die Menschen vor Ort ist, aus der Bibel und er zeigt, wie diese Prophezeiung sich in diesem Moment erfüllt, im Leben dieser Menschen. Was sollten also wir tun in unserem Gottesdienst? Wir sollten die Bibel durchforschen nach genau den Passagen, die von unserer Zeit sprechen, von den Verheißungen, von den Prophezeiungen, von den Herausforderungen unserer Zeit, von all den Dingen, die für unsere Zeit wichtig sind und das ist nicht schwer zu finden. Wir müssen der Bibel tausende stellen. Letztendlich spricht die ja typologisch gesehen letztlich alles von uns und unserer Zeit, aber das kann man einfach mal ausführlicher anschauen. Aber der entscheidende Punkt ist der, dass wir von Jesus in diese Sache lernen sollten. Wie oft erleben wir es, dass in unseren Gottesdiensten die Prophetie direkt auf unsere Zeit ausgelegt wird, sodass so wie damals die Menschen mit Augen auf ihn gestarrt haben, die Gottesdienstbesucher mit offenem Mund und stockendem Atem hören, was der da vorne zu sagen hat. Jüngerschaft hat auch damit zu tun, wie wir im Gottesdienst das Wort Gottes benutzen. Folgen wir dem Beispiel Jesu.

[15:46] Es gibt noch mehr zu sagen über die Art und Weise, wie Jesus mit der Bibel umgegangen ist. Einige der Schriftgelehrten hatten ihm den Vorwurf gemacht, er würde das Alte Testament herabsetzen, er würde es auflösen wollen oder verändern wollen und Jesus geht auf diesen Vorwurf sehr deutlich und unmissverständlich ein. In Matthäus 5 Vers 17 sagt er: "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz und die Propheten aufzulösen." Gesetz und Propheten oder Propheten ist ein damals gebräuchlicher Begriff gewesen für die Summe des Alten Testamentes. Also Jesus sagt mit anderen Worten, ich bin nicht gekommen, um das Alte Testament aufzulösen. Heute gibt es viele Christen, die sagen, sie glauben an Jesus, aber nicht an das Alte Testament. Aber der Jesus der Bibel sagt, ich bin nicht gekommen, das Alte Testament aufzulösen. Er sagt, ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Und es gibt manche Dinge im Alten Testament, das waren Prophezeiungen, die auf einen bestimmten Zeitpunkt hingehen und Erfüllung meint in dem Fall, dass Jesus all diese Prophezeiungen erfüllt hat, zum Beispiel das ganze Opfersystem. Und dann gibt es im Alten Testament aber Dinge, die sind von universeller zeitlicher Anordnung. Die 10 Gebote zum Beispiel, die gelten immer, sie gelten schon immer und werden immer gelten. Und Jesus kam, um diese 10 Gebote zu erfüllen, um endlich mal das zu tun, was sie fordern.

[17:08] Jesus lebte das Alte Testament in jeglicher Hinsicht. Und er wird noch genauer, er sagt im Vers 18: "Denn wahrlich, ich sage euch, bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." Jesus macht das Gesetz Gottes, das zu finden ist in den 10 Geboten des Alten Testaments, dass das nicht, auch nur im kleinsten, geändert werden kann. Wie würde Jesus dann denken über Christen, die sich seine Jünger nennen, die von Jüngerschaft reden, aber gleichzeitig glauben, dass man am Gesetz Gottes oder am Wort Gottes etwas ändern kann, dass man Teile rausschmeißen kann, dass man sie modifizieren kann, mit welcher Begründung auch immer. Ein wahrer Jünger tut das nicht. Und bevor wir viele andere Aspekte der Jüngerschaft nachdenken, wollen wir dieses Grundprinzip sehr deutlich uns vor Augen halten: Die Bibel ist das wahre Fundament echter christlicher Jüngerschaft.

[18:14] Und Jesus setzt noch einen drauf, sozusagen, indem er nur zwei Verse weiter in Vers 20 ganz deutlich macht, dass die Art und Weise, wie die Pharisäer die Bibel gelesen und studiert haben, nicht ausreicht, um erlöst zu werden. Es heißt hier in Matthäus 5, Vers 20: "Denn ich sage euch", und Jesus spricht hier zu der Volksmenge und vor allem natürlich zu den Jüngern, "denn ich sage euch, wenn eure Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen." Jesus sagt, der Maßstab, den die Pharisäer und die Schriftgelehrten gesetzt haben, reicht nicht aus, um gerettet zu werden. Wir haben immer dieses Bild im Kopf, dass die Pharisäer den Maßstab zu hoch gesetzt hatten. Sie hatten ihn viel zu hoch gesetzt, in Bezug auf ihre eigene Tradition, aber in Bezug auf die Bibel und auf die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, war der Maßstab viel zu niedrig. Das, was Jesus sagt, deswegen hält er die Bergpredigt, in der er die zehn Gebote, die auch auf einem Berg gegeben worden waren, wirklich erläutert und ihren tiefen, geistlichen Sinn zeigt. Wir haben die Schriftgelehrten Pharisäer die Bibel studiert, sie kann sie auswendig, sie haben viele Fakten gesammelt und vor allem haben sie Theorien und Kommentare über die Bibel gelesen und studiert. Der gemeine Pharisäer war in der Lage, zig Fußnoten aus Kommentaren und Erläuterungen aus dem Kopf wiederzugeben. Aber er konnte die praktische Kraft im Wort nicht vermitteln in einer Predigt. Könnte es sein, dass wir heute manchmal auch an diesem Dilemma leiden, an dieser Krankheit? Viel über die Bibel zu wissen, uns gut auszukennen in Theorien, über verschiedene Bibelauslegungen und Kommentare hier und Erklärungen dort, aber die Kraft im Wort Gottes ist, die umwandelnde Kraft, die zur Gerechtigkeit führt in Christus, nicht mehr wirklich kennen. Dann müssen wir diese Warnung, die Jesus hier ausspricht, an die Jünger auch ernst nehmen in unserem Leben. Die Bibel weit intensiver studieren und viel intensiver in unser Leben lassen, als einfach nur eine Kenntnis von Lehren, die man intellektuell begriffen hat.

[20:34] Jesus hat die Bibel immer in seinem Dienst benutzt und wir sehen in Matthäus 12, Vers 35, Verzeihung, Vers 12, Vers 3 bis 5, wie er das zum Beispiel getan hat. In Matthäus 12 wird Jesus attackiert, ebenfalls von den Pharisäern, und man wirft ihm vor, dass seine Jünger den Sabbat brechen würden. Und in dieser Situation reagiert er folgendermaßen, schauen wir mal, in Matthäus 12, Vers 3 bis 5. "Er sagte zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen?" Also hier kommen die Pharisäer und sagen: "Jesus, das und das Problem ist da." Und Jesus sagt nicht: "Aber Moment mal, das war anders gemeint, oder ihr müsst das so sehen." Jesus sagt einfach: "Habt ihr nicht gelesen?" Was also deutlich macht, Jesus erwartet, dass Menschen, die sich Volk Gottes nennen, die Bibel gründlich kennen. Ansonsten hätte Jesus nicht zu den Pharisäern und Schriftgelehrten gesagt: "Habt ihr nicht gelesen?" Jesus erwartet, dass Menschen, die vorgeben, die Bibel zu lehren und anderen über das Reich Gottes zu erzählen, er erwartet von ihnen, dass sie die Bibel gut kennen und dass sie auch auf schwierige Fragen Antworten finden können mit seiner Hilfe. "Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren, wie er in das Haus Gottes hineingehen und die Schaubrote aß, welche weder er noch seine Gefährten essen durften, sondern allein die Priester?" Vers 5. "Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen und doch ohne Schuld sind." Jesus erwartet von Menschen, die die Bibel lesen, dass sie in der Lage sind, aus alttestamentlichen Geschichten die richtigen geistlichen Prinzipien herauszuziehen, um sie dann anzuwenden in den Herausforderungen ihrer eigenen Zeit. Auch wenn im ganzen Alten Testament keine Stelle vorkommt, die davon spricht, was man am Sabbattag tun soll in Bezug auf Ehren ausraufen und ob das jetzt Dreschen ist oder nicht, so explizit. Hat Jesus deutlich gemacht, er ging davon aus, dass jemand, der die Bibel kennt, die geistlichen Prinzipien in alttestamentlichen Geschichten verstehen kann und 1 zu 1 übersetzen kann in die jetzige Zeit, in der er gelebt hat. Ich glaube, dazu sollten wir davon etwas lernen. Und auch wir dürfen von Jesus dieses Prinzip übernehmen.

[22:54] Und dann sagt er ihnen noch etwas in Vers 7. In Matthäus 12, Vers 7 sagt er: "Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt." Und jetzt zitiert er aus dem Alten Testament. Genau genommen zitiert er aus Hosea 6, Vers 6. Jetzt die Pharisäer kannten den Vers. Sie hätten genau die Stelle angeben können. Sie kannten höchstwahrscheinlich auch ohne Probleme den Folgevers und den vorhergehenden Vers in Hebräisch, vielleicht sogar rückwärts auswendig. Das war nicht das Problem. Aber Jesus sagt trotzdem: "Wenn ihr wüsstet, was das heißt." Sie kannten die Worte, sie wussten die Reihenfolge. Sie wussten, wie viele Konsonanten dort in diesem Vers gegeben sind. Aber sie wussten nicht, was es bedeutet für ihr eigenes Leben. Jesus sagt: "Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt." Kann es sein, dass auch wir viele Bibelstellen kennen, dass wir auswendig sagen können, was in Johannes 3, Vers 16 steht. Dass wir auswendig sagen können, was in Matthäus 24, Vers 14 steht. Oder in Offenbarung 14, Vers 6 und 7. Oder dann in 8, Vers 14. Was das praktisch für unser Leben bedeutet. Und Jesus sagen muss dann zu uns: "Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt." "Bis zu 2300 Abend und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden." Oder gereinigt werden. "Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt." "Denn so hat Gott die Welt geliebt, als er seinen eingeborenen Sohn gab, darauf, dass jeder, der ihm glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." "Wenn du aber wüsstest, was das heißt." "Wenn wir unsere Sünden bekennen, dann hat Gott uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." "Wenn du aber wüsstest, was das heißt." "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet denen, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquell." Vers 7 heißt hier: "Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt: Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer, so hättet ihr nicht die Unschuldigen verurteilt." Wir urteilen so oft falsch und irren uns, weil wir den eigentlichen Sinn der Worte Gottes nicht verstehen. Und Jesus Mission war es, den wirklichen Sinn der Worte Gottes deutlich zu machen.

[25:08] Und aus diesem Grund musste Jesus einen Kampf kämpfen und er kämpft ihn mit einer Eindeutigkeit, an der kein Zweifel bestehen bleiben kann. In Matthäus 15 sehen wir seinen Kampf gegen menschliche Traditionen, die die Bibel überwuchern. Schauen wir mal in Matthäus 15 und dort Vers 3 bis 6. "Er beantwortete und sprach zu ihnen: Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? Denn Gott hat geboten und gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren und wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Ich habe zur Weihelgabe bestimmt, was dir von mir zugutekommen sollte, der braucht doch seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren. Und so habt ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen aufgehoben." Jesus macht deutlich, dass es bestimmte Traditionen gibt, menschliche Meinungen, die, wenn wir ihnen folgen, dazu führen, das Gebot Gottes, die Worte Gottes zu übertreten. Und das darf niemals passieren. Es würde uns auch nie passieren, oder? Oder kann es nicht sein, dass wir manchmal wissen, ja, Gott sagt zwar das, aber unsere Erfahrung zeigt, wir müssen es anders machen. Gott zeigt durch den Geist der Weisung, man sollte eine Institution so führen, man sollte das lehren, man sollte diese Prinzipien anwenden, aber wir sagen, naja, wir haben es bisher immer anders gemacht, wir machen es jetzt einfach weiter so. Wenn wir um unserer Überlieferung willen, weil wir es bisher immer so gemacht haben und gute Erfahrungswerte damit hatten, nicht das tun, was Gottes Wort explizit sagt, dann machen wir uns derselben Sache schuldig, wie die Pharisäer damals, die auf ihre altehrwürdigen Pioniere verwiesen, aber dem Wort Gottes ins Gesicht spuckten.

[27:08] Und dann macht Jesus etwas Erstaunliches. In Vers 7-9 heißt es: "Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch geweissagt, wenn er spricht: Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir, vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind." Nun, das Erstaunliche an dieser Tatsache ist erst einmal, dass dieser Vers von Jesaja natürlich gesprochen worden ist, zunächst mal zu seinem eigenen Volk, zu seiner Zeit. Aber Jesus, der größte Bibelausleger und der größte Exeget aller Zeiten, der Bibelexegese und Auslegung besser kannte als jeder andere Theologe, obwohl er niemals ein Seminar besucht hat, nimmt diesen Vers aus der Zeit von Jesaja und sagt, es trifft auf diese Zeit zu. Und wir könnten Beispiel für Beispiel geben, wo Jesus das immer wieder gemacht hat, wo er Text aus dem Alten Testament nimmt und ihre prophetische Bedeutung erkennt und sie anwendet auf seine Zeit. Wir sollten von Jesus lernen.

[28:22] Jesus scheute sich auch nicht, schwer zu verstehende Verse zu zitieren. Ein Beispiel haben wir in Johannes 10 und dort finden wir ein weiteres Prinzip, das wir hier nicht ignorieren wollen. Johannes 10 Vers 34 bis 36, das heißt: "Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt, ihr seid Götter? Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging, und jetzt Achtung, und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden." Wörtlich heißt es: aufgelöst werden oder zu nicht gemacht werden, gebrochen werden. Wieso sagt er dann zu dem, den der Vater geheiligt und die Welt gesandt hat: "Du lässt das, weil ich gesagt habe, ich bin Gottes Sohn." Jesus sagt, die Schrift kann nicht außer Kraft gesetzt werden, sie kann nicht geteilt werden, sie kann nicht gebrochen werden. Die Schrift ist ein Ganzes und man kann nicht einen Vers ignorieren, nur weil er einem nicht passt. Für Jesus war die gesamte Bibel inspiriertes, autoritatives, unfehlbares Wort Gottes voller Kraft. Und wenn wir Jünger Jesu sein wollen und das nicht nur auf den Lippen tragen, sondern es wirklich sein wollen, dann müssen wir genau nach diesem Prinzip handeln. Die gesamte Bibel mit dem, was uns passt und was uns nicht passt, was hineinpasst in die Kultur und was nicht hineinpasst in unsere Kultur oder in unsere Zeit. Die gesamte Bibel als das inspirierte, unfehlbare, kraftvolle, schöpferische Wort Gottes annehmen. Das war Jesu Beispiel und jeder wahre Nachfolger Jesu wird genau das so halten.

[29:54] Dass Jesus genau das gemeint hat, ist ohne Zweifel feststellbar in Lukas 24. In Lukas 24 und dort Vers 44 sagt er zu den Jüngern nach seiner Auferstehung. Er war sagte zu ihnen: "Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses und den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht." Die hebräische Bibel, die Jesus hatte und seine Jünger, hat eine Dreiteilung. Dort finden wir die Tora, das Gesetz und dann finden wir die Prophetenbücher, wo auch die Geschichtsbücher dazuzählen und dann finden wir die Schriften, die von den Psalmen angeführt werden, wo dann auch die Weisheitsliteratur eine Rolle spielt. Diese Dreiteilung finden wir hier in Lukas 24, Vers 44. Die gesamte Bibel, das gesamte Alte Testament seiner Zeit deutet auf Jesus hin.

[30:44] Jesus hat ja nach seiner Auferstehung nicht einfach in Wunder gewirkt, ist nicht einfach erschienen den Jüngern auf der Emmausstraße und gesagt: "Hier bin ich." Sondern, wie wir lesen, im gleichen Kapitel, eine Gefährdung vorher, ab Vers 25, als sie weinen und jammern und klagen und sich beschweren, dass sie so enttäuscht sind, sagt Jesus im Vers 25: "Und er sprach zu ihnen: Oh ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben." Jesus erwartet, dass wir die Propheten lesen und dass wir glauben, dass wir glauben, was die Propheten gesagt haben. Jesus hatte von seinen Jüngern erwartet, dass sie Jesaja 53 und dass sie Daniel 9 verstehen und dass sie 1. Mose 3 Vers 15 verstehen und all die vielen anderen messianischen Prophezeiungen. Jesus hatte das erwartet, ansonsten hätte er nicht gesagt: "Oh ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge." Würde nicht Jesus auch zu uns sagen: "Oh ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an all das, was die Propheten über die Endzeit gesagt haben. Wie ist doch euer Herz träge, zu glauben, was Daniel sagt, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben, was Offenbarung 16 und 17 sagen und Offenbarung 13 und Offenbarung 14 und Laodizea Botschaft und all diese Dinge." Und ist es nicht wirklich wahr, dass wir oft träge sind, diese Dinge überhaupt zu lesen, geschweige denn zu studieren oder vielleicht sogar noch anderen zu verkündigen. Es ist dann ein Wunder, dass wir oftmals dieselben Enttäuschungen erleben, wie diese Jünger, die mit dem Geschehen nicht mehr klarkamen. Aber Jesus in seiner Gnade zeigt ihnen erneut, er führt sie zur Bibel, wie das alles vorhergesagt worden war, was er erlebt hat. Es heißt in Vers 27: "Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht."

[32:41] Dieser Vers ist vielleicht der Schlüsselvers überhaupt in dem Thema, wie studiere ich die Bibel. Jesus war nach diesem Vers ein gründlicher und ein systematischer Bibelstudent. Jesus hat nicht die Bibel aufgeschlagen, ein Vers hergenommen und gesagt: "Oh, das erbaut mich." Jesus hat die Bibel gründlich studiert und er hat sie systematisch studiert und jeder Jünger Jesu wird dasselbe tun, er wird ihm darin nachfolgen. Es gibt halt viele Menschen, die sagen: "Oh, ich bin ein Jünger Jesu, aber sie tun nicht das, was Jesus sagt. Sie tun nicht, was er getan hat. Sie tun nicht die Werke, die er getan hat. Sie haben nicht den Charakter, den er gehabt hat. Sie lesen nicht die Bibel, wie er sie gelesen hat. Sie predigen nicht das, was er gepredigt hat. Sie gehen nicht an dem Tag zur Kirche, wie er es gegangen ist." Aber sie nennen sich Jünger Jesu. Was für eine Täuschung. Wenn wir echte Jünger Jesu sein wollen, müssen wir das tun, was Jesus getan hat. Wir müssen die Bibel studieren, wie Jesus sie studiert hat. Das ist das ABC des Bibelstudiums. Jesus studierte alle Propheten, auch Obadja, auch Nahum. Er studierte auch die Bibel, um das Evangelium darin zu finden. Und Jesus begann bei Mose. Und er zeigt ihnen, was sich auf ihn, auf Christus bezieht. ABC.

[34:11] Schauen wir gemeinsam noch, zum Schluss, an was die Jünger aus dieser Sache gelernt haben. Schon in Lukas 24 können wir sehen, wie das ihr Herz verändert hat. In Lukas 24, Vers 32, sagen sie später: "Und sie sprachen zueinander: Brannte nichts in unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg. Und als er uns die Schriften öffnete." Wenn man die Bibel richtig liest, so wie Jesus sie gelesen hat, und so wie Jesus sie studiert hat, dann fängt an, das Herz zu brennen. Warum ist es so, dass so viele Menschen heute aus den Gemeinden und Kirchen hinausgehen und haben das Gefühl, dass sie gar nichts gelernt haben? Wann war es, dass du das letzte Mal eine Predigt, einen Vortrag gehört hast, und du dir gesagt hast: "Wow, ich will nach Hause, um die Bibel zu studieren, mein Herz brennt." Dann ist die Bibel so gelesen worden, und studiert worden, wie Jesus es vorgelebt hat. Und als sie das erlebt haben, als sie echtes Bibelstudium, eine echte Erfahrung mit der Bibel erleben, dann heißt es in Vers 33: "Und sie standen auf in derselben Stunde und kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf, und ihre Gefährten versammelten das Problem, jemanden zu motivieren, über den Glauben zu sprechen, fällt einfach ganz aus. Wenn jemand in seinem Herzen entflammt ist, weil die Bibel ihn so begeistert, dann wird er gar nicht an sich halten können, um das anderen zu sagen. Wir müssen zurück, wenn wir eine Jüngerschaft erleben wollen, müssen wir zurück zu einer echten Erfahrung mit der Bibel, zu gründlichem, systematischem Studium, das in allen Teilen der Bibel Jesus sieht, sein Werk, sein Charakter, sein Leben. Und wir werden begeistert sein und Menschen für Christus gewinnen können. Und das haben sich die Jünger erhalten. Auch in der Apostelgeschichte finden wir, dass sie genau nach diesem Plan vorgegangen sind.

[35:53] In der Apostelgeschichte 1 und dort Vers 16 finden wir, dass sie genauso wie Jesus aus zum Teil recht unbekannten, alttestamentlichen Versen Schlussfolgerungen ziehen konnten für ihre Zeit. Zum Beispiel hier in Vers 16: "Ihr Männer und Brüder, es musste dieses Schriftwort erfüllt werden, dass der Heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat über Judas, welcher denen, die Jesus gefangen nahmen, zum Wegweiser wurde." Vers 20: "Denn es steht geschrieben im Buch der Psalmen: Seine Behausung soll öde werden und niemand soll darin wohnen und sein Amt empfange ein anderer." Ich möchte mal die Frage stellen, wer von uns, wenn du zuhause teil hast, schau dir mal die Psalmen an, in denen diese Verse entnommen sind. Es sind Psalm 69 Vers 26 und Psalm 109 Vers 8. Schau dir mal die Psalmen an. Lies sie einfach mal und stell dir die Frage, wäre ich einfach so nach einem oberflächlichen Lesen der Psalmen drauf gekommen, dass das hier von Judas spricht? Könnte es sein, dass die Jünger, von denen manchmal heute Theologen sagen, dass sie noch nicht richtig wussten, wie man Bibelexegese betreibt, in Wirklichkeit die Bibel viel besser und gründlicher und tiefer studiert haben, als wir das oft überhaupt nur begreifen können.

[37:09] Und so war die Bibel die Grundlage ihrer Verkündigung in Apostelgeschichte 3 und dort Vers 22 bis 24 lesen wir Apostelgeschichte 3 Vers 22 bis 24, wie Petrus predigt: "Denn Mose hat zu den Vätern gesagt: Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er euch reden wird. Und es wird geschehen, jede Seele, die nicht auf diesen Propheten hören wird, soll vertilgt werden aus dem Volk." Vers 24: "Und alle Propheten von Samuel an und den folgenden, so viele geredet haben, sie haben auch diese Tage eben voraus angekündigt." Alle Propheten. Petrus, der Fischer, steht dort auf dem Marktplatz, im Tempel und an verschiedenen anderen Orten und predigt und sagt: Die gesamte Bibel, die damals zur Verfügung stand, der gesamte Altes Testament, Samuel und Chronike und Könige und Richter und all die Bücher, weisen auf die Zeit von Jesus, weisen in die Zukunft, sind prophetischer Natur in einem sehr allgemeinen Sinne. Und das war die Grundlage ihrer öffentlichen Evangelisation. Weil sie die Bibel sehr gründlich kannten, weil sie wussten, weil sie, wie man die Bibel studiert, weil sie Jesus nachgefolgt waren, sie waren die Jünger, konnten sie mit Überzeugungskraft aus der Bibel große Menschen zu Christus führen, große Menschen, Massen, Verzeihung, zu Jesus führen. Kennst du die Bibel so gründlich, dass Jesus dich benutzen kann, um viele andere zu Christus zu führen? Es ist so notwendig.

[38:41] Schau mir den vorletzten Text an für heute, in Römer 10 und dort Vers 17. Römer 10 und dort Vers 17: "Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort." Wenn heute ganz oft verkündigt wird ohne Gottes Wort, dann entsteht auch kein echter Glaube. In die Verkündigung unserer Zeit muss das Wort Gottes als festes, sicheres Fundament wieder Eingang finden. Wir müssen die biblischen Prophezeiungen studieren, predigen, so wie Jesus damals über seine Zeit gesprochen hat, aus den Prophezeiungen des Alten Testamentes, so dürfen wir heute über die Endzeit predigen und sprechen aus den Prophezeiungen des Alten und Neuen Testamentes. Wir müssen zeigen, wie das ewige Evangelium heute seine Kraft entfalten möchte. Und wenn wir das tun, dann wird diese Verkündigung auch zu echtem Glauben führen, den Jesus sucht auf dieser Erde.

[39:33] Letzter Vers für heute, Offenbarung 1 Vers 9.


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