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Manuskript: CSH_2014_Q1_L12

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour mit dem Thema Jüngerschaft, „Die Ernte und die Erntehelfer“, beleuchtet Ronny Schreiber die biblische Bedeutung der Ernte und die Rolle der Gläubigen als Erntehelfer. Anhand von Beispielen wie der Samariterin am Brunnen und Petrus‘ Berufung wird gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen für Christus zu gewinnen und sie zu Jüngern auszubilden. Die Lektion betont die Effektivität der persönlichen Nachfolge und die Vollmacht, die Gott seinen Nachfolgern gibt, um sein Werk zu vollbringen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q1: Jüngerschaft

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour in diesem Quartal mit dem Thema Jüngerschaft. Und heute werden wir uns beschäftigen mit der Lektion Nummer 12: Die Ernte und die Erntehelfer. Bevor wir anfangen, wollen wir zusammen beten, wollen Gott um seinen Heiligen Geist bitten, damit wir das verstehen können, was wir in seinem Wort lesen. Herr, unser Gott, wir möchten dich von ganzem Herzen einladen und dich bitten, jetzt bei uns zu sein, dass du die Worte führst, Herr, und dass du auch die Herzen öffnest, dass dein Wort als gute Saat in die Herzen hineinfällt. Lieber Vater, dass wir dein Wort aufnehmen. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist in uns wirkt, damit dein Wort auch in uns aufgeht und Frucht bringen kann. Lieber Vater, wir danken dir dafür, dass du es tun willst, und wir bitten dies im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen.

[1:05] Ernte und Erntehelfer ist unser Thema. Darüber wollen wir heute reden, was mit der Ernte auf sich hat, warum Erntehelfer dringend notwendig sind, warum du so ein Erntehelfer bist und was das Schöne daran ist, ein Erntehelfer zu sein. Wir wollen anfangen mit einer biblischen Geschichte und zwar in Johannes 4. In Johannes 4 lesen wir die Geschichte von der Frau am Jakobsbrunnen, weil die Geschichte, denke ich, allen bekannt ist. Ich möchte nicht in alle Einzelheiten hineingehen, möchte die Geschichte nur ganz grob überfliegen, vielleicht mal kurz zusammenfassen. Jesus Christus geht an einen Brunnen in Samarien und da ist eine Frau und diese Frau ist eine Samariterin. Sie kennt die ersten fünf Bücher Mose grob und wartet auf den Messias. Sie weiß, dass da ein Messias kommen soll, aber sie weiß nicht viel über ihn. Und Jesus Christus spricht nun zu ihr: „Schöpfe mir doch Wasser.“ Und jetzt gucken wir mal den Text rein in Johannes 4 und hier heißt es nun in Vers 9, sagt die Frau zu ihm: „Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie erbittest du als ein Jude von mir etwas zu trinken, da ich doch eine samaritische Frau bin?“ Dann heißt es in Klammern: „Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern.“ Die Frau wundert sich, dass Jesus Christus sie anspricht und sagt: „Wie kannst du von mir Wasser fordern, du bist doch ein Jude?“ Das Erste, was die Frau hier entdeckt: Du bist ein Jude. Wenn wir nun weiterlesen und wir überspringen und wir schauen, dass in Vers 10 sagt Jesus Christus, er antwortet ihr und sprach: „Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: ‚Gib mir zu trinken‘, so würdest du ihn bitten und er gäbe dir lebendiges Wasser.“ In Vers 11 spricht die Frau nun zu ihm: „Herr, du hast ja keinen Eimer und der Brunnen ist tief, woher hast du denn das lebendige Wasser?“ Anfangs sagte sie: „Du bist ein Jude.“ Jetzt nennt sie ihn: „Herr.“ Wenn wir weitergehen, in Vers, naja, jetzt passiert einiges. Jesus Christus erzählt ihr von aus ihrem Leben, er überführt sie in ihrem Leben und sie erkennt, dass Jesus Christus ihr Leben eigentlich ganz, ganz genau weiß, dass er ihr Leben genau kennt. Und in Vers 19 sagt die Frau: „Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Ein Jude, Herr, ein Prophet.“ In diesem Gespräch entwickelt sich etwas in dieser Frau und die beiden reden nun weiter und jetzt kommen sie auf den Messias zu sprechen und in Vers 25 spricht die Frau zu ihm: „Ich weiß, dass der Messias kommt, welcher Christus genannt wird. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.“ Jesus spricht zu ihr: „Ich bin’s, der mit dir redet.“

[3:53] Unterdessen kamen seine Jünger und verwunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Doch sagte keiner: „Was willst du oder was redest du mit ihr?“ Nun ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt und sprach zu den Leuten: „Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob dieser nicht der Christus ist.“ Die Frau hat so eine kleine Entwicklung hier gemacht. Ein Jude, Herr, ein Prophet, könnte es der Christus sein. Diese Entwicklungsstufe sehen wir und die Frau hat es berührt, was da passiert ist. Denn ein entscheidender Vers, den wir hier lesen, den lese ich immer sehr, sehr gerne, ich finde es ganz spannend, wir werden nachher noch einen ähnlichen lesen. Vers 28 heißt: „Nun ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt und sprach zu den Leuten.“ Diese Frau, eine Samariterin, Jesus Christus hat von ihr gewusst, er hat ihr prophezeit, er hat ihr gesagt, dass sie die Ehe bricht. Also sie wäre da mit fünf Männern zusammen und diese Frau muss sich vielleicht geschämt haben, das Wasser zu holen. Vielleicht war sie deswegen mittags am Brunnen, vielleicht ist sie deswegen um die Mittagszeit, wo kein normaler Mensch zum Brunnen läuft, um Wasser zu holen, vielleicht ist sie deswegen losgelaufen. Das sind keine anderen Leute, sie nimmt ihren Wasserkrug, läuft mitten in der Mittagshitze zu diesem Brunnen und schöpft dort Wasser. Vielleicht war das der Grund, warum sie da war. Und diese Frau, eine Sünderin, wie wir sie nennen würden, denn sie lebte im Ehebruch, diese Frau erkennt nun Jesus Christus Stück für Stück. Sie entdeckt an diesem Mann, der mir gegenüber sitzt, ist mehr dran. Dieser Mann weiß mehr. Und aus dieser Begeisterung heraus, dass sie jetzt sagt: „Das könnte doch der Christus sein“, lässt sie ihren Wasserkrug stehen, also das, was sie eigentlich wahrscheinlich jeden Tag gemacht hat, um die Mittagshitze zum Brunnen gelaufen und Wasser geschöpft. Das vergisst sie, konzentriert sich ganz auf das, was sie erfahren hat, auf Jesus Christus. Und in Vers 29 sagt sie, rennt sie zu den Menschen, spricht zu den Leuten: „Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob dieser nicht der Christus ist.“ Diese Frau rennt plötzlich zu dem Volk und sagt: „Hey, ich habe was ganz, ganz Tolles entdeckt. Das müsst ihr sehen, das müsst ihr erlebt haben. Ihr müsst mitkommen, schaut es euch an.“ Ganz begeistert rennt diese Frau los. Dieser Frau hat was zu wirken begonnen und gerade erst ist das Wort Gottes in sich hineingefallen, es ging auf, jetzt kommt Christus und erntet. Diese Frau war eine Sünderin, aber diese Frau hat sich Gedanken gemacht. Sie sagte, sie wartet auf den Christus. Wir warten auf den, der kommt, der der Christus ist. Sie war eine Sünderin, aber sie hat sich schon Gedanken darum gemacht. Und Jesus Christus wusste das, trifft diese Frau am Brunnen und holt die Ernte ein. Diese Frau folgt ihm nun und wird sogleich eine Erntehelferin. Zugleich rennt sie los in die Stadt und verkündet den Leuten, was ihr widerfahren ist. Unmittelbar darauf wird sie zur Erntehelferin. Eine ganz spannende Geschichte, wie ich finde, was hier passiert ist. Diese Frau hat ihr Leben umgekrempelt und hat plötzlich Dinge gemacht, die sie vorher wohl nie gemacht hat, die sie sich vielleicht auch nicht mehr zugetraut hätte. Plötzlich wird sie Erntehelferin und will die Leute zu Christus führen.

[7:11] Christus daraufhin, wenn wir weiterlesen, das finde ich ein sehr interessanter Text, darum soll es nämlich heute auch gehen. Ab Vers 31 lesen wir ab Vers 31. „Inzwischen aber baten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi ist.“ Er aber sprach zu ihnen: „Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.“ Da sprachen die Jünger zueinander: „Hat ihm denn jemand zu essen gebracht?“ Jesus spricht zu ihnen: „Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe.“ Jesus Christus sagt: „Meine Speise ist die, dass ich die Werke tue, von dem, der mich gesandt hat, die Werke Gottes tue, dass ich seinen Willen tue.“ Das ist die Speise, die Christus täglich brauchte. Das ist die Stärkung, die Christus täglich brauchte. Das ist der wahre Quell des Lebens, dass ich die Werke dessen tue, der mich gesandt hat. So wie das Brot oder die Speise, die wir essen, unsere Zellen erneuert, uns Energie gibt, uns Kraft gibt und stärkt. So sagt Jesus Christus, seine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe. Jesus Christus lebt aus der Kraft Gottes, um das Werk Gottes zu vollbringen. Ganz interessant, dass wir das vorweg wissen. Gott gibt ihnen die Kraft, die er braucht, um sein Werk zu vollbringen. Er ist seine tägliche Speise.

[8:34] Vers 35. „Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an, sie sind schon weiß zur Ernte. Und wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen. Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine säht, der andere erntet. Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.“ Jesus Christus macht die Jünger auf etwas aufmerksam. Er sagt: „Schaut doch mal, sagt ihr nicht, es sind noch vier Monate bis zur Ernte? Schaut euch doch mal um. Die Felder sind weiß zur Ernte. Also es wird Zeit, dass die Ernte eingeholt wird.“ Das, was Jesus Christus gerade bei der Samariterin vorgemacht hat, das zeigt er jetzt seinen Jüngern. „Seht euch doch mal um. Die Menschen sind doch schon soweit. Sie brauchen doch nur noch geholt werden. Sie haben sich doch schon Gedanken gemacht. Sie haben doch schon eine Hoffnung im Herzen. Aber ihr vergesst die Leute zu holen, einzusammeln. Ihr überseht diese Menschen, ihr überseht die Menschen wie diese Samariterin. Bringt sie doch rein. Holt die Ernte doch ein.“ Es ist so, dass er sagt in Vers 36: „Wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben.“ Das macht er seinen Jüngern hier klar. Es ist wichtig, dass ihr Erntehelfer seid. Es ist wichtig, dass ihr Menschen zu Christus holt. Denn ihr sammelt Frucht und empfangt Lohn zum ewigen Leben. Ja, wir sammeln Frucht, ich glaube sogar in zweierlei Hinsicht. Ich glaube, wir sammeln Frucht, weil wir Menschen in die Gemeinde bringen und die Gemeinde ihre Gaben, ihre Geistesfrüchte, wenn sie dann entwickelt sind, in der Gemeinde einsetzen. Und gleichzeitig glaube ich auch, dass wir Frucht sammeln, dass in uns die Geistesfrucht heranwächst, wenn wir die Gaben Gottes einsetzen, wenn wir für ihn in seinem Weinberg arbeiten, wenn wir Menschen für ihn gewinnen, dass dann der Heilige Geist uns segnet und Geistesfrüchte in uns auch hervorbringt, die wir brauchen, um diesen Dienst zu tun. Denn das ist auch unsere Kraft, dass wir den Willen dessen tun, der uns gesandt hat. Auch daraus entstehen in uns diese Geistesfrüchte.

[10:40] „Wer da erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben“, heißt es. Und es heißt: „damit sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen.“ Der Sämann ist der, der die Saat aussät, der am Anfang das gute Wort gesät hat. Und der Schnitter ist der, der am Ende die Ernte einholt. Und du weißt nicht, in welcher Rolle du bist. Du kannst nicht sagen, du bist ein Schnitter, du bist ein Sämann. Du bist, mal bist du ein Sämann und mal wirst du ein Schnitter sein. Mal bist du derjenige, der das Wort erst auf den Boden streut, der die Saat erst ausstreut und darauf nun wartet, dass seine Frucht erwächst. Vielleicht hast du bei einem Menschen das Wort gesät, ihm Verse aus der Bibel gesagt, ihm dein Glauben bezeugt, ihm vielleicht Zeugnis gegeben von dem, was du erlebt, Zeugnisse geben von deinem Glauben an diesen, an diesen großen Gott, an Jesus Christus. Und du hast das Gefühl, es ist gar nichts passiert. Es hat überhaupt nichts in ihm bewirkt. Du gehst vielleicht niedergeschlagen nach Hause und denkst: „Was hab ich falsch gemacht? Was hab ich getan? Hat doch bei den Jüngern auch immer funktioniert. Da sind doch auch reihenweise Menschen bekehrt worden. Warum bei mir nicht?“ Du lässt dein Haupt hängen und denkst: „Was ist los?“ Aber vielleicht Jahre, nachdem du mit diesem Menschen schon gar nichts mehr zu tun hast. Eure Wege haben sich getrennt und ein anderer kommt nun zu ihm. Und er bringt ihm auch ein Zeugnis und erzählt ihm auch von Christus. Und jetzt ist dieser Mensch bereit. Und dieser Mensch kann geerntet werden. Dann hast du die Saat gesät und du hast vielleicht gedacht, sie ist auf schlechten Boden gefallen. Vielleicht ist sie auf guten Boden gefallen. Die Wahrheit wirst du erst im Himmel erfahren. Aber da wird große Freude sein. Und ein anderer ist es, der die Ernte irgendwann eingeholt hat. In der Zwischenzeit, der Geist Gottes ist alles begossen. Und übrigens, wir können auch gießen. Da erzählen wir nachher ein bisschen was von, dass auch wir in der Lage sind, die Pflanzen zu begießen, damit sie heranwachsen. Aber so kann es sein, dass der eine ist der Sät, der andere ist es der Erntet. Und beide sollen sich miteinander freuen, heißt es hier im Text. Also wundere dich nicht, wenn du manchmal einer bist, der viel sät, aber wenig erntet. Freue dich dafür, weil es auch andere Menschen sind. Hauptsache, die Menschen sind gerettet. Das sollte unser Ziel sein.

[12:54] Und Jesus Christus bezeugt seinen Jüngern in Vers 38: „Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet und ihr seid in ihre Arbeit hineingekommen.“ Ihr Jünger, ihr sollt nun die Ernte einholen. Ihr sollt die Menschen in die Gemeinden holen. Ihr sollt zuerst die Gemeinde gründen. Und zwar, ihr tretet eine Arbeit ein, die ihr gar nicht begonnen habt. Andere haben gesät, Jesus Christus hat das Wort ausgeteilt. Die Propheten vor ihm haben das Wort ausgeteilt. Viele Menschen haben das Wort ausgeteilt. Und der Heilige Geist hat in den Herzen der Menschen schon gewirkt. Und die Jünger sollen nun die Ernte einholen. So ist es bei Gott. Gott sieht das Große, das Ganze. Und wir sollen unsere Pflicht erfüllen in dem, was wir tun. Entweder in der Aussaat oder in der Ernte oder, wie wir jetzt gleich lesen werden, auch im Begießen der Saat.

[13:42] Hierzu schauen wir in den ersten Korintherbrief und dort ist dritte Kapitel. Erster Korinther 3 und hier die Verse 4 bis 9. Erster Korinther 3, 4 bis 9. Wie heißt es denn: „Wenn einer sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos. Seid ihr da nicht fleischlich? Apollos war auch einer der Jünger. Wer ist denn Paulus und wer Apollos? Was sind sie anderes als Diener, durch die ihr gläubig geworden seid? Und zwar, wie es der Herr jedem gegeben hat. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben. So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber, welcher pflanzt und der, welcher begießt, sind eins. Jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen und entsprechend seiner eigenen Arbeit. Denn wir sind Gottesmitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.“ Paulus sagt hier: „Ihr seid Gottes Ackerfeld.“ Feld, auf das gefallen ist, auf das die gute Saat gestreut wurde. Und Paulus sagt zu den Korinthern: „Ich war es, also Paulus war es, der das gute Wort gesät hat. Er war der Sälemann. Und nun sagt Apollos ist in seine Arbeit eingestiegen und er hat begossen.“ Während Paulus gepredigt hat und das Wort, die erste Saat ausgesät hat, war es Apollos, der angefangen hat zu begießen. Apollos hat gebetet. Apollos hat sich um die Menschen gekümmert. Er hat sie begleitet. Er hat versucht, sie aufzubauen. Aber das Gedeihen hat Gott gegeben. Und deswegen sagt Paulus: „Alle Ehre gehört Gott.“ Wir haben unseren Dienst getan und wir sind dankbar, dass wir dienen dürfen. Aber es ist weder derjenige etwas, der pflanzt, noch derjenige, der sät, noch derjenige, der begießt. Alle Ehre gehört Gott. Denn er ist es, der das Wachstum erst ermöglicht, der alles hervorbringt. Und hier können wir sehen, dass es sowohl das Säen gibt, als auch das Gießen, also das Begleiten dieser Menschen, als auch das Ernten später, die Menschen in die Gemeinde hineinzuholen.

[15:51] Schauen wir uns mal eine Geschichte an und zwar die Bekehrung von Petrus. Von Petrus finden wir in Lukas und zwar in Lukas 5 und da sind es die ersten elf Verse. Die ersten elf Verse aus Lukas 5. Jesus Christus ist wieder in Aktion. Jesus Christus predigt wieder zur Volksmenge und das heißt, er begab sich aber, als die Menge sich zu ihm drängte, also zu Jesus, um das Wort Gottes zu hören, das er am See Genezareth stand. Und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen, die Fische aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da stieg ein eines der Schiffe, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Volksmenge vom Schiff aus. Jesus Christus, wie so oft in der Bibel beschrieben, steht vor Volksmengen und predigt das Wort. Er teilt das gute Wort aus, Jesus Christus sät. Hier wird Saat ausgesät, hoffentlich auf gutem Boden. Und in Vers 4 heißt es: „Als er aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter.“ Und Simon antwortete und sprach zu ihm: „Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen. Aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen.“ Jesus Christus, nachdem er nun zu der ganzen Menge gepredigt hat, widmet sich diesem einen Fischer. Einem einzigen. Der hätte das Wort auch gehört. Simon hat ja das Wort genauso gehört wie die ganze Menschenmenge. Simon war ja auch so ein bisschen zwangsmissioniert, denn Simon saß in diesem Boot, von dem Jesus aus gepredigt hat. Und nun sagt Jesus zu ihm: „Fahre hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze noch einmal zum Fang hinunter.“ Jesus Christus kümmert sich um die Menschen, aber jetzt ganz speziell um einen Einzigen, an dem er nun arbeitet. Und jetzt ist es wichtig, Simon Petrus vertraut ihm.

[18:06] Sie fahren also hinaus auf die Tiefe, Vers 6, und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische und ihr Netz begann zu reißen. Da winkten sie den Gefährten, die in einem anderen Schiff waren, dass sie kommen und ihnen helfen sollten. Und sie kamen und füllten beide Schiffe, sodass sie zu sinken begannen. Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: „Herr, gehe von mir weg, denn ich bin ein sündiger Mensch.“ Erkenntnis. Petrus wird hier übrigens das erste Mal Petrus genannt in diesem Vers 8. Fährt hinaus auf die Tiefe, auf das Wort Gottes hin, lässt die Netze hinunter, fängt eine große Menge Fische und anstelle es an diesen großen Gewinn zu denken, an all das, was er jetzt erreicht hat, wie lange hat er vielleicht davon geträumt, mal so voll Netz zu haben, dass sie zu reißen beginnen. Plötzlich wird ihm bewusst, wer ihn da geschickt hat. Er hat die Predigt gehört und er schreibt sogar, Petrus hat auch die Predigt von Johannes gehört, von Johannes dem Täufer. Er kannte Johannes den Täufer, jetzt hört er von Jesus Christus selber, den er „Sohn Gottes“ nennt, eine lange Predigt. Jetzt kommt Jesus zu ihm und sagt: „Vertraust du mir? Fahr hinaus, ich will dich ersegnen.“ Wieder alle Vernunft. Fährt Petrus zur Mittagshitze raus, lässt seine Netze hinunter und fängt diese Riesenmenge Fische und da wird ihm bewusst, wer da mit ihm gesprochen hat und er fällt auf die Knie. Er sagt: „Ich bin ein sündiger Mensch, geh doch weg von mir.“ Begründet in Vers 9: „Denn ein Schrecken überkam ihn und alle, die bei ihm waren, wegen des Fischzugs, den sie gemacht hatten. Gleichfalls auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedeus, die Simons Teilhaber waren.“ Und Jesus sprach zu Simon: „Fürchte dich nicht. Von nun an sollst du Menschen fangen.“

[19:48] Petrus ist natürlich in Furcht. Gerade eben hat er von diesem Jesus diese große Predigt gehört. Jetzt wird er persönlich auch noch angesprochen: „Vertraue mir.“ Und wie oft wurdest du schon einer Predigt persönlich angesprochen, wo der Geist Gottes zu dir sagt: „Vertraue mir.“ Petrus vertraut und Petrus fährt hinaus auf die Tiefe. Er lässt die Netze hinunter. Er wird gesegnet. Ihm wird klar, wenn dieserjenige, der gerade gesprochen hat, dieser Jesus, dieser Zimmermann, wenn er das machen kann, dann kann er noch viel mehr. Dann ist er wahrlich der Messias. Dann kann er mein Herz lesen. Dann kennt er mein ganzes Leben und er fällt nieder und sagt: „Geh weg von mir, ich bin ein sündiger Mensch.“ Und Jesus Christus sagt ihm: „Fürchte dich nicht.“ Ich habe keine Angst. Klar, wenn ich weiß, dass Gott mein ganzes Leben kennt, dass er alles weiß, was ich getan habe, dass er jede schlechte Wort, jeden schlechten Gedanken, jede schlechte Tat kennt, würde ich auch sagen: „Ich habe Angst, ich fürchte mich. Herr, geh weg von mir. Wie könnte ich vor dir bestehen?“ Und das Erste, was Gott sagt: „Fürchte dich nicht, habe keine Angst. Ich habe dich doch lieb. Ich kenne dich doch. Ich bringe doch dieses Wort zu dir, damit du gerettet wirst.“ Und das Gleiche, was bei der Frau passierte, die ihren Krug stehen ließ, das ließen wir hier auch bei Petrus. Und sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach. Auch hier das Gleiche. Sie verließen alles und sie folgen ihm nach.

[21:20] Jetzt könnte man sich fragen, warum hat Jesus diesen Aufwand betrieben für diesen einen Menschen? Er hat zu Hunderten gepredigt, hat sogar zu Tausenden gepredigt. Aber dieser eine Mensch ist ihm wichtig. Er macht sich so eine Mühe, um mit diesem einen Menschen zu reden, um diesen einen Menschen in die Nachfolge zu berufen. Er nimmt sich persönlich Zeit für Petrus. Und ich würde euch mal zeigen, was es bedeutet, wie effektiv es ist, sich persönlich Zeit zu nehmen für jemanden. Und ich möchte hier zwei Prediger gegenüberstellen. Der eine bist du. Ich weiß nicht, ob du ein großer Prediger bist oder ob du kein großer Prediger bist, ob du ein guter Beter bist oder ob du deine Gaben für Gott einsetzt. Der andere ist einer der größten, vielleicht der größte Evangelist der Welt, der für den Herrn streitet und vielleicht jedes Jahr 50.000 Menschen zu Christus führt. Jedes Jahr 50.000. Nehmen wir an, er hat einmal im Jahr eine große Konferenz, ein Fußballstadion voll, da gehen 50.000 Leute rein. Und so wird dieser Prediger in seinem ersten Jahr, ich mache mal Jahr eins, wird dieser Prediger 50.000 Menschen zu Christus führen. Im ersten Jahr. Jemand, der nicht vor ganzen Fußballstadien predigt, der wird vielleicht im ersten Jahr und sich vor einen Menschen zu Christus führen. Das ist unsere Aufgabe. Wir sollen ja in die Welt hinausgehen. Wir sollen ja Menschen zu Christus bringen. Und du nimmst ein. Du führst im ersten Jahr einen Menschen zu Christus. Dann seid ihr schon zu zweit. Dann haben wir hier zwei Christen. Wenn wir jetzt ganz ehrlich sind, dann müssen wir sagen, wir haben nur einen zu Christus geführt, also müssten wir hier eigentlich einen wieder abziehen. Denn das sind wir ja selbst. Der große Prediger schafft 50.000 im ersten Jahr. Im nächsten Jahr hat er noch so eine Konferenz und wird demnach 100.000 Menschen erreicht haben mit den Worten Gottes. Er sät den Samen. Wenn dir es nun gelingt, dass du dich um diesen einen Menschen kümmerst, den du erreicht hast mit dem Wort Gottes und du ihm nicht nur die Saat gibst, sondern du ihn ausbildest zu einem Erntehelfer, dass auch er das Wort weitergibt und Menschen in die Gemeinde holt, diesem einen Menschen, dann wirst du im nächsten Jahr noch einen holen und er wird auch einen holen. Dann seid ihr schon zu viert. Und wenn wir ganz fair sind, ziehen wir dich wieder ab und ihr seid noch zu dritt. Drei Menschen für Christus gewonnen. Das wäre das zweite Jahr. Und wir können so weitermachen. Wir kommen ins dritte Jahr. Im dritten Jahr sind es hier natürlich 150.000 und hier sind es dann, wenn jeder einen Menschen gewinnt, den er zum Erntehelfer ausbildet, sind schon acht. Seid ihr zu acht? Wir ziehen dich wieder ab. Also zu siebt.

[24:45] Und wenn wir das jetzt fortsetzen und wir gucken, wann werden wie viele Menschen wo erreicht, dann setzen wir die Liste mal fort und sagen mal, nach fünf Jahren. Nach fünf Jahren wurden fünf mal 50.000 Menschen, wo das Wort ausgeteilt und wir sind bei 250.000. Nach fünf Jahren in diesem Prinzip acht, sechzehn, zweiunddreißig. Uns abgezogen. Nach zehn Jahren sind wir natürlich bei 500.000. 500.000 Menschen, die das Wort Gottes gehört haben. Oder aber nach zehn Jahren, wir setzen fort, 32, 64, 62, 65, 512, 1.024. 1.024 minus dich, 1.023. So sieht es nach zehn Jahren aus. 500.000 Menschen erreicht, aber einfach nur erreicht, nicht ausgebildet, nicht zu Erntehelfern gemacht. Nur das Wort Gottes gestreut, das in die Herzen fällt. Der andere arbeitet, arbeitet mit den Menschen, betet für die Menschen, die er erreicht, begleitet diese Menschen und bildet sie zu Erntehelfern aus. Schaut, wie es weitergeht. 500.000, das ist schon fast so eine Stadt wie Stuttgart, die erreicht worden sind. Stuttgart hat irgendwie so 600.000. Jetzt gucken wir, was passiert nach 20 Jahren. Nach 20 Jahren sind natürlich 20 Jahre, in jedem Jahr 50.000 Menschen, werden hier 1.000.000 Menschen erreicht worden, durch das Wort. Wenn wir so weiter verfahren und diese 1.024 im 11. Jahr auch wieder einreichen und es läuft so weiter und so weiter, dann haben wir hier auch 1.000.000. Unglaublich, 1.048.576 minus dich. Es sind mehr. Nach 20 Jahren dieser Arbeit, wenn du jedes Jahr einen Menschen erreichst, einen Menschen und den dazu bringst, dass er im nächsten Jahr auch einen mit erreicht, also in 20 Jahren über eine Million Menschen erreicht. Das ist gewaltig.

[27:21] Wie lange bräuchte dieser Prediger hier, um die ganze Welt zu erreichen und wie lange braucht jemand, der nicht nur predigt, sondern die Menschen ausbildet zu Erntehelfern, um die ganze Welt zu erreichen? Ich habe das für euch mal ausgerechnet. Die Liste setzt sich fort und ich habe mal so gerechnet, dass du über 8 Milliarden Menschen erreichst, beziehungsweise dass dieser Prediger über 8 Milliarden Menschen erreicht. Wobei die Weltbevölkerung hat 7 Milliarden, aber um auf 7 Milliarden zu kommen, um auf 7 Milliarden zu kommen, bräuchte dieser Prediger hier, ich schreibe das hier mal, 7 Milliarden. Um auf 7 Milliarden Menschen zu kommen, wäre dieser Prediger tatsächlich 140.000 Jahre beschäftigt. Um auf 7 Milliarden zu kommen, 140.000 Jahre, müsste er so predigen. Dann hätte er 7 Milliarden Menschen erreicht. Wenn das Evangelium auf die Art und Weise um die Welt gehen soll, wird Christus noch lange brauchen, bis er wiederkommt. Wenn aber das Evangelium auf diese Weise um die Welt gehen soll und wir stellen uns vor, du bist der einzige Mensch, der einzige Christ auf der ganzen Welt, der anfängt, die Gemeinde zu bauen und der anfängt, das Wort auszuteilen. Und du fragst dich, könntest du es in deiner Lebenszeit schaffen, auf die Art und Weise allen Menschen das Evangelium zu bringen? Und warte, ich sage dir, nach 33 Jahren, nach 33 Jahren, wenn du diese Arbeit machst, die jedes Jahr ein einzigen Menschen für Christus gewinnt, dann hast du nach 33 Jahren mehr als 8 Milliarden Menschen erreicht. Mehr als 8 Milliarden Menschen in 33 Jahren. Das ist das Prinzip, Erntehelfer auszubilden. Menschen, die wieder Menschen gewinnen und in die Gemeinde führen. Menschen, die auch das Wort austeilen, für andere beten und sie in die Gemeinden einladen, damit auch ihre Gaben wieder eingesetzt werden können. Das mag viel aussehen am Anfang. Ein Prediger, der vor Fußballstadien spricht und das Wort austeilt. Aber nur das Wort auszuteilen ist nicht die wahre Arbeit, sondern das Gebet, das Kümmern um den Einzelnen. Überleg dir, in deiner Lebenszeit kannst du es schaffen, in 33 Jahren die ganze Welt zu erreichen mit dem Evangelium. Das ist gewaltig.

[30:09] Nun, es ist effektiver, haben wir gesehen, Menschen in die Mitarbeit zu berufen. Also diese Menschen in die Gemeinde einzuladen, dass sie ihre Gaben in der Gemeinde einsetzen können. Und es ist so, dass Jesus Christus ja gesagt hat, wer die Menschen, also wer als Erntehelfer ist, der wird seinen Lohn empfangen und er wird Frucht gewinnen. Wisst ihr, das Spannende ist, wenn wir uns, wenn wir genau nach diesem Schema vorgehen und so arbeiten, wie Jesus Christus uns gelehrt hat. Ich kann euch sagen, wir sind nicht einer, wir sind auch nicht zwölf. Wie viele Adventisten gibt es weltweit? Wie viele sind es? Ich habe mit 18 Millionen gerechnet. Ich glaube, wir sind um die 18 Millionen Adventisten weltweit. Wenn wir alle anfangen, so zu arbeiten, von heute an, dann brauchen wir noch nicht einmal neun Jahre, bis die ganze Welt erreicht ist. Und wir brauchen nur ein Menschen jedes Jahr zu Christus führen. Durch Gebet, durch das Wort, dadurch, dass wir ihn begleiten, dass wir ihm helfen. Ein Menschen. Ich wette, du hast schon mehr als ein Menschen pro Jahr erreicht. Hast du ihn auch ausgebildet? Hast du ihn auch ausgebildet, das Wort weiterzugeben? Hast du ihn auch ausgebildet, ein geistlicher Leiter zu werden, ein Erntehelfer zu werden? Auf die Art und Weise wird das Evangelium unglaublich schnell um die Welt kommen. Und in nicht mal neun Jahren hätten wir die ganze Welt erreicht.

[31:49] Und es ist halt auch oftmals so, dass wir nur Ernten brauchen, dass wir oft gar nicht sehen müssen. Jesus Christus sagt: „Seht euch die Felder an, sie sind weiß zur Ernte.“ Das haben schon Leute vor uns gesehen, viel, oft. Es geht darum, jetzt diese Menschen im Gebet zu begleiten, diese Menschen in die Gemeinden hineinzuholen. Sie werden sich verändern. Das Gebet vermag viel. Das Gebet ist wahrlich unsere Kraft. Im Gebet werden wir Menschen verändern können, werden wir Menschen in die Füße von Menschen auf weiten Raum stellen können, dass sie eine freie Entscheidung haben, dass sie auch von Nöten, von Ängsten, von Fesseln in der Sünde freikommen und dass sie eine freie Entscheidung für Christus treffen können, wenn wir für diese Menschen beten.

[32:35] In Johannes 3, Vers 8 kennen wir die Geschichte von Nikodemus, der nachts zu Jesus Christus kommt. Und in Vers 8 heißt es: „Der Geist weht, wo er will.“ Jesus Christus erzählt ihm von dem Geist, wie es ist, wenn Menschen neu geboren werden. Er sagt: „Der Geist weht, wo er will, und du hörst seinen Sausen. Genauso ist jeder, der neu geboren ist, der aus dem Geist geboren ist.“ Der Geist weht, wo er will. Wir wissen nicht, wo der Heilige Geist schon gewirkt hat. Du siehst es nicht und ich sehe es nicht. Wir wissen nicht, ob die Menschen, ob sie schon kämpfen mit der Entscheidung. Wir können mit den Menschen sprechen, wir können versuchen, es rauszukriegen. Wir können für die Menschen beten. Aber der Geist weht, wo er will. Er hat schon so viel erreicht um uns rum. Manchmal sind wir nur blind für die weißen Felder, dass die Ernte eingeholt werden kann. Wir sind oft dafür. Der Geist hat schon längst gearbeitet. Wir sind es, die wir den rechten Zeitpunkt verpassen zu ernten.

[33:36] Gott hat auch schon alles vorbereitet. Gott selber verheißt in Jesaja 55 und das möchte ich gerne mit euch lesen. In Jesaja 55 die Verse 10 und 11. „Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und dem Brot dem, der isst, genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ Eine Verheißung Gottes. Sein Wort wird nicht leer zu ihm zurückkehren. Sein Wort wird ausführen, wozu er es gesandt hat. Gottes Wort ist mächtig. Meine Rede kann nichts beeinflussen in den Herzen von Menschen, aber Gottes Wort ist mächtig. Und er sagt hier in Vers 10: „Er ist das Gottes Wort, das dem Sämann den Samen gibt.“ Gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis es die Erde getränkt hat und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann den Samen gegeben hat und dem Brot dem, der isst. Der, der hungrig ist und der, der essen mag vom Brot des Lebens, dem wird Gottes Wort es geben. Und dem Sämann, der aussäen will, auch er bekommt seine Saat aus Gottes Wort. Es ist Gottes Wort, dass die Dinge ausführt. Wir brauchen nicht zu glauben, dass wir zu schwach sind, Erntehelfer zu sein, dass wir zu schwach sind, Dinge zu tun. Es ist Gottes Wort. Gottes Wort in dir, das dich dazu befähigt, die Saat auszusehen, das dich dazu befähigt, das Brot des Lebens zu essen. Es ist deine Kraft, Gottes Wort, der Wille Gottes in dir.

[35:31] Lasst uns Johannes 15 aufschlagen. Johannes 15, Vers 26 und Vers 27. Johannes 15, Vers 26 und Vers 27. Was der Geist Gottes in uns tut. Johannes 15, Vers 26 und 27. Wie heißt es? „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.“ Wenn der Geist Gottes in euch ist, dann werdet ihr hinausgehen, ihr werdet Zeugen sein. Wenn der Beistand kommen wird, verheißt er hier seinen Jüngern, dann wird der Heilige Geist in euch sein und ihr werdet Zeugen sein. Der Geist Gottes. Wenn wir den Geist Gottes aufgenommen haben, dann könntet ihr vielleicht Zeugen sein, dann könnt ihr versuchen, vielleicht mal ein Zeugnis irgendwo zu geben. Das heißt, ihr werdet Zeugen sein durch den Geist Gottes. Also lasst uns darum beten, jeden Tag neu, dass der Geist Gottes unsere Herzen erfüllt, dass der Geist Gottes unser Weg führt, unser Leben bestimmt, unseren Weg ebnet, damit auch wir durch den Geist Gottes heraus sprechen können, denn ohne den Geist Gottes ist jedes Wort so kraftlos. Es ist Gottes Geist. Paulus hat es gesagt, dass uns gehört keine Ehre, alle Ehre gehört Gott, denn er ist es, der Wachstum und Gedeihen hervorbringt.

[36:58] Schauen wir uns noch 1. Petrus an. 1. Petrus 1, Vers 23. Das ist das, was uns passiert ist und das, was hoffentlich auch mit den Menschen passiert, die wir erreichen durch das Wort Gottes. 1. Petrus 1, Vers 23. „Denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.“ Gottes Wort hat eine Kraft in den Menschen, sie zu erneuern, eine Neugeburt hervorzubringen. Es muss ausgeteilt werden. Die Saat, das Wort, ihr pflanzt es hinein und ihr wisst nicht, wie es weitergeht in diesem Menschen. Aber Gottes Geist ist es ja, der euch zum einen das Wort gibt und zum anderen in dem Leben der Menschen wirkt. Begleitet ihr die Menschen durchs Gebet, dann wird Gottes Geist in dem Herzen dieser Menschen arbeiten, wird Situationen schaffen können, wird Umstände schaffen können, in denen diese Saat aufgeht. Auch wenn du es vielleicht nicht siehst, vielleicht heute nicht siehst, vielleicht siehst du es erst in den tausend Jahren eines Tages, wo die Saat überall aufgegangen ist, die du gesät hast. Was glaubst du, wie du dich freuen wirst, wenn Menschen, von denen du nie geglaubt hättest, dass sie das Wort annehmen, plötzlich dastehen, plötzlich sagen: „Weil du mir damals vor vielen Jahren dieses Wort gebracht hast. Und ich habe dich dafür verachtet, ich habe dich ausgelacht dafür. Aber deswegen bin ich heute hier, weil der Geist Gottes über Jahre an mir gewirkt hat, er hat Umstände geschaffen, er hat mein Leben verändert und ich habe es erkannt. Ich habe es eingesehen, ich bin auf die Knie gegangen, habe um Vergebung gebeten, habe darum gebeten, dass Gott mich annimmt und ich war wiedergeboren aus unvergänglichem Samen. Das Wort Gottes in mir wurde zu einer Quelle des Lebens, der Geist hat mich erfüllt.“ Wäre das nicht schön, wäre das nicht schön, wenn das geschieht mit den Menschen um uns herum? Und ich sage euch, ein Mensch im Jahr, ein Mensch im Jahr, der begleitet wird durch Gebet.

[39:11] Ich möchte noch etwas mit euch anschauen, nämlich, dass Jesus Christus uns bevollmächtigt. Das finde ich eine ganz, ganz interessante Lektion, die wir in diesem Kapitel hier studieren. Welche Vollmacht wir von Jesus Christus bekommen. In Johannes 20 lesen wir das. Johannes 20 und dort die Verse 21, 22 und 23. „Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch. Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist. Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben. Welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ Jesus Christus bevollmächtigt seine Jünger. Das bist auch du. Nach seiner Auferstehung erscheint er seinen Jüngern und sagt zu ihnen: „Empfangt Heiligen Geist. Wem ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben. Und wen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ Ja, Moment. Sünde vergeben kann nur Gott. Warum wir?

[40:28] Wir schauen mal in 3. Lukas 5, in Lukas 5, 18 bis 21. Lukas 5, 18 bis 21. „Und sie, ihr Männer, trugen auf einer Liegematte einen Menschen, der gelähmt war, und sie versuchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen, also ihn zu Jesus zu bringen. Vers 19. Und da sie wegen der Menge keine Möglichkeit fanden, ihn hinunterzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit der Liegematte durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor Jesus. Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.“ Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an, sich Gedanken zu machen und sprachen: „Wer ist dieser, der solche Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?“ Die Pharisäer erkennen das ja und sagen: „Hey, das ist Blasphemie. Wie kann er sich, wie kann er behaupten, Sünden vergeben zu können? Gott ist der Einzige, der Sünden vergeben kann.“ Und hier ist interessant. Ja, Pharisäer haben recht. Gott ist derjenige, der Sünden vergeben kann. Aber Jesus Christus ist erfüllt von Gottes Geist. Er hat ihn gesalbt. Er ist gesalbt durch Gottes Geist. Gottes Geist wirkt in ihm. Und deswegen ist das, was Jesus tut, der Wille seines Vaters. Und er ist bevollmächtigt durch seinen Vater, das zu tun. Dazu werden wir nachher noch eine kurze Stelle sehen. Jesus Christus ist bevollmächtigt, das zu tun, durch den Heiligen Geist in ihm. Er kann Sünden vergeben. Wenn Jesus Christus Sünden vergeben kann und wir gelesen haben: „Gleich wie mein Vater mich sendet, so sende ich euch.“ Dann ist das auch angewandt auf die Jünger. „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.“ Was uns bevollmächtigt, ist Gottes Geist in uns. Er hauchte sie an und sagte: „Empfangt Heiligen Geist“ und sagte: „Wem ihr Sünden vergebt und so weiter.“ Es ist der Geist, in dem sie sprechen.

[42:26] Schauen wir uns dazu Lukas 12 an, Vers 11 und 12. Lukas 12, Vers 11 und 12. Hier bekennt Jesus Christus, dass der Geist in den Jüngern wirken wird. „Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.“ Jesus Christus kündigt schon an, der Geist Gottes wird in euch sein und der Geist Gottes wird euch lehren, wird euch verteidigen. Das ist das, was Jesus Christus sagt, warum wir bevollmächtigt sind, weil der Geist Gottes in uns ist.

[43:07] Schauen wir in Johannes 16 und dort Vers 13. Johannes 16 und dort Vers 13. „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“ Nur Gott kann Sünden vergeben, aber der Geist Gottes wird in euch sein und der Geist Gottes wird nicht aus sich selbst herausreden, sondern das, was er hören wird, wird er euch verkündigen. Von wem? Von Gott. Der Geist Gottes, der in uns wirkt, spricht mit der Vollmacht Gottes. Deswegen können wir Sünden vergeben, aber wir sprechen keine Menschen frei von Sünde. Wir vergeben Sünden durch das Wort Gottes, denn das Wort Gottes ist es, das uns belehrt. Der Geist führt in das Wort Gottes und das Wort Gottes ist die Kraft. Es ist, wir können mit der Bibel, hiermit können wir Menschen sagen: „Deine Sünden sind dir vergeben, denn du hast sie bekannt“, oder „Deine Sünden sind dir behalten, denn deine Reue ist nicht echt.“ Aber der Geist Gottes wird es uns lehren. Christus hat seine Gemeinde vorbereitet, auf dieser Welt zu wirken und er sagt: „Gleich wie der Vater mich gesandt hat, sende ich euch.“ Seine Gemeinde soll in der Lage sein, den Willen Gottes zu erkennen und den Willen Gottes zu tun, aus der Schrift. Den Menschen zu sagen: „Dir sind die Sünden vergeben, du brauchst keine Angst haben, du hast es bekannt“ und den Menschen auch den Zuspruch zu geben: „Gott hat die Sünden von dir weggenommen, sie sind reingewaschen in Worte Gottes, im Blute des Lammes.“ So muss es heißen. Und diesen Zuspruch, den gibt er seiner Gemeinde mit. Wir dürfen handeln in Vollmacht Gottes, im Heiligen Geist.

[44:47] Ich möchte noch eine Stelle mit euch lesen, in Matthäus 16, 14 bis 19. Ganz, ganz spannende Stelle. Matthäus 16, 14 bis 19. Sie sprachen? 15 bis 19. „Da spricht er zu ihm, also Jesus Christus: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Da antwortete Simon Petrus und sprach: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir die Schlüssel des Reichs der Himmel geben und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“ Petrus empfängt hier von Jesus Christus die Schlüssel des Reichs der Himmel. Petrus steht hier stellvertretend für die Gemeinde Gottes. Den Schlüssel zum Reich der Himmel gibt Jesus Christus an seine Gemeinde und er sagt: „Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.“

[46:20] Nun die Schlüssel, was die Schlüssel sind, da hatten wir in unserer Lektion einen ganz interessanten Hinweis und zwar das Lektionsheft aufschlagen und zwar am Dienstag schauen, dann sehen wir das am Dienstag ein Zitat aus dem Leben Jesu von Ellen White auf Seite 410 genannt wird. Hier heißt es, Ellen White schreibt: „Die Schlüssel des Himmelreichs sind die Worte Christi. Alle Worte der Heiligen Schrift sind seine Worte und sind hierin eingeschlossen. Die Worte haben die Macht, den Himmel zu schließen und auch zu öffnen. Sie erklären die Bedingungen, unter denen Menschen angenommen oder verworfen werden. So wird das Werk derer, die Gottes Wort verkündigen, ein Geruch des Lebens zum Leben oder des Todes zum Tode. Ihr Werk hat ewige Folgen.“ Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein. Was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein. Was binden wir denn im Himmel und was lösen wir denn? Wisst ihr, etwas zu binden ist ein Bund. Wir binden etwas. Wir bringen Menschen in einen Bund mit Jesus Christus. Durch die Taufe gehen Menschen einen Bund ein. Das führt die Gemeinde durch. Sie bringt Menschen in einen Bund mit Jesus Christus. Dieser Bund wird hier auf der Erde geschlossen, aber im Himmel ist er gültig. Es werden auch Sachen gelöst. Es kann jemand aus der Gemeinde raus, aber es werden auch andere Sachen gelöst, die wir hier auf der Erde haben, Dinge zu lösen. Zum Beispiel dämonische Fesseln. Fesseln der Sünder, die die Menschen festbinden. Auch das können wir lösen durch das Gebet, durch den Heiligen Geist, durch die Macht, die Gott seiner Gemeinde gibt. Nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Kraft, die Gott seiner Gemeinde gibt, haben seine Jünger schon gezeigt. Wir erleben es immer wieder, wie Christen Vollmacht haben, sogar über böse Geister. Wie Menschen befreit werden, wie sie gelöst werden aus den Fängen Satans. Ihr habt die Vollmacht durch das Wort Gottes, Dinge zu binden, Dinge zu lösen und hier auf der Erde. Es hat seine Berechtigung, es hat seine Gültigkeit auch im Himmel. Wir stehen also mit Jesus Christus im direkten Kontakt. Wir arbeiten zusammen mit dem Heiligen Geist. Es ist eine großartige Ehre für uns, dass wir das dürfen.

[48:42] Vielleicht zu guter Letzt eine Geschichte, die uns was veranschaulichen soll, wo wir erkennen können, wie das so vor sich geht. Warum? Also, dass Gott selber zeigt, dass uns diese Vollmacht gibt und zwar in Lukas 13. In Lukas 13, die letzte Geschichte, die wir heute lesen. Lukas 13, hat bestimmt jeder schon mal gehört. Das ist nicht Lukas 13, das ist Lukas 15. Ein Fehler. Lukas 15 ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Nämlich die Verse 11 bis 24 schauen wir uns an. Gehen wir das mal Stück für Stück durch. Die Geschichte vom verlorenen Sohn. Gott erklärt hier so den Weg eines Menschen. Ab Vers 11. „Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir, Vater, den Teil des Vermögens, der mir zufällt. Und er teilte ihnen das Gut.“ Also ein Sohn verlangt von seinem Vater vorzeitig das Erbe ausgezahlt zu bekommen. Und es heißt, der Vater gab es ihm. Vers 13. „Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reist in ein fernes Land. Und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben.“ Dieser Junge nun, der das Erbe vom Vater empfangen hat, der ausgerüstet wurde mit Dingen, mit Gut, mit Talenten, verlässt seinen Vater und geht ein weit entferntes Land, entfernt sich sehr, sehr weit von seiner Heimat, sehr weit von seinem Ursprung, sehr weit von seinem Vater. Und er verschleuderte sein Vermögen mit ausschweifendem Leben. Das, was Gott ihm eigentlich Gutes mitgegeben hat, der Vater, das, was der Vater ihm Gutes mitgegeben hat, das verschleudert er hier und nutzt es nicht so, wie es sinnvoll wäre. Er prasst damit, er versteuert es. Hier ist die Trennung von dem Vater und dem Sohn und wir sein Vermögen verschleudert.

[50:44] Vers 14. „Nachdem er alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Not über jenes Land und auch er fing an, Mangel zu leiden. Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seine Äcker, die Schweine zu hüten.“ Er hat all das, was er eigentlich einen guten Ding mitbekommen hat, irgendwie für irgendwelchen Mist ausgegeben, hat damit Dinge gemacht, die er nicht damit tun sollte. Und nun versucht er irgendwie sein Glück zu finden und das heißt, er hängt sich an einen Bürger jenes Landes. Jenes Land war aber weit weg von Gott, haben wir gerade gelesen, war weit weg von ihm zu Hause, von seinem Vater. Und dieser Bürger schickt ihn nun auf die Äcker, seine Schweine zu hüten, also sich zu umgeben mit lauter unreinen Tieren. Und mit denen hat er jetzt Gesellschaft und er ist auf der Suche nach Glück.

[51:33] Vers 16. „Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen, und niemand gab sie ihm.“ Er hat versucht, irgendwie was zu bekommen, irgendwie was, was ihn satt macht, irgendwas zu finden. Er hat Hunger gehabt. Er hat nichts da, was ihn wirklich satt macht. Er begehrt diese Schoten, was die Schweine da essen. Aber das kriegt er nicht. Das ist für die Schweine. Die Schweine, die werden damit vielleicht irgendwie glücklich. Aber er selbst nicht mal das. Niemand gibt es ihm.

[52:01] Und nun kommt diese große Umkehr, Vers 17. „Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhne meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe vor Hunger.“ Er macht eine Erkenntnis. Er denkt darüber nach. Was ist hier eigentlich mein Glück? Wo bin ich hier eigentlich? Was habe ich hier eigentlich wirklich in dieser Welt, wo ich bin? Weit weg von dem Zuhause meines Vaters. Was ist mir hier geblieben? Nicht mal das Existenzielle, nicht mal das Notwendigste. Und er sagt: „Zu Hause hätte ich doch alles im Überfluss.“

[52:35] Und jetzt Vers 18 und 19. Hier kommt die Reue. „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Mache mich zu einem deiner Tagelöhne.“ Reue steigt in ihm auf. Vers 20. „Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte er Erbarmen und er lief um den Hals und küsste ihn.“ Aus dieser Reue heraus beschließt er, nach Hause zu gehen und er machte sich auf den Weg zurück. Aber das heißt, als er noch fern war, und er war in einem weiten Land, das heißt, als er noch fern war, ging der Vater ihm entgegen, er fiel ihm um den Hals und er küsste ihn. Als er noch fern war, er war noch auf dem Weg, er war noch längst nicht angekommen, der Vater rennt ihm entgegen, er umarmt ihn, er küsst ihn. Hier ein Zeichen dafür, wie sehr Gott sich freut, wenn ein Sünder umkehrt und sich auf den Weg zu ihm macht. Gott rennt ihm entgegen, er umarmt ihn, er küsst ihn. Er hat ihn lieb für einen Vater, seinen Sohn.

[53:32] Vers 21. „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen.“ Das ist Bekenntnis, das ist Buße, das ist Sündenbekenntnis. Ich habe gesündigt, ich bin es nicht mehr wert. Das zu verstehen, auf die Knie zu fallen, zu sagen: „Ich bin es eigentlich nicht wert.“ Und Gott schreibt uns diese Geschichte, um uns zu sagen, was er denn vorhat.

[53:53] Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: „Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an und gibt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße.“ Drei Dinge bringt Gott hier mit. Der Vater geht raus zu seinen Knechten, bringt drei Dinge. Zum einen das Festgewand, das ist das, was der Sohn uns gibt, das Kleid der Gerechtigkeit. Erste Verheißung. Das Zweite, ein Ring. Wofür braucht man einen Ring? Ein Ring wird eingesetzt, zum Beispiel als Ehering, um einen Bund zu bekräftigen, um zu zeigen, wir sind verbunden, wir sind eins. Oder als Siegelring, um zu sagen, ich arbeite in Vollmacht. Er gibt ihm all die Rechte, die er Vater selber hatte. Sagt ihm hier: „Du gehörst zu uns. Ich gebe dir wieder Vollmacht, in meinem Haus mein Sohn zu sein. Ich stelle dich wieder über die Knechte. Ich stelle dich wieder an den Platz, auf dem du warst.“ Haben wir das nicht vorhin gelesen, dass Gott uns Vollmacht gibt? Er gibt uns die Schlüssel des Himmels. Wir können in Vollmacht Gottes arbeiten. Wir gehören zu seinem Volk. Wir sind seine Söhne, wir sind seine Töchter. Das zeigt er. Er gibt uns den Siegelring, wenn wir nach Hause kommen. Den Ring an die Hand, um zu zeigen, zu wem wir gehören. Und es heißt, wir bekommen noch Schuhe. Während wir die Kleider des Sohnes, der Gerechte von Jesus Christus, die Kleider empfangen, die Kleider der Gerechtigkeit, vom Vater den Ring, um die Vollmacht zu zeigen, ist es, so meine ich, der Heilige Geist als Symbol hier die Schuhe. Wir können auf dieser Erde laufen, ohne uns zu beschmutzen an den Füßen. Ich glaube, der Heilige Geist befähigt uns, gibt uns die Macht, sündlos zu leben, wie Jesus Christus es gemacht hat, aus der Macht Gottes heraus. Das sind die Dinge, die Gott uns anbietet, wenn wir nach Hause kommen. Er gibt uns alles, was wir brauchen. Alle Dinge. Und er gibt uns hier die Vollmacht. Wir erkennen, dass Gott hier in diesem Gleichnis wirklich jeden Menschen nach Hause holen will. Und er möchte wirklich jeden Menschen holen. Uns hat er berufen, und er möchte jeden Menschen da draußen, um euch herum, euren Nachbarn, eure Freunde, Verwandte, Bekannte, eure Familie, alle Menschen möchte er erreichen, durch euch. Und er möchte, so wie er euch zu Erntehelfern beruft, so möchte er auch diese Menschen zu Erntehelfern machen, dass auch sie in seinem Weinberg mitarbeiten können. In diesem Gleichnis erkennen wir, dass Jesus Christus, das Gott der Vater, das der Heilige Geist, dass sie drei wirklich jeden Menschen erreichen wollen, dass sie jeden Menschen rufen wollen und sie ausbilden wollen zu Erntehelfern. Irgendwann wurdest du auch berufen. Ich weiß nicht, wer dich berufen hat, welcher Mensch, welches Wort in deinem Herzen war, als du dich für Christus entschieden hast. Aber bist du auch bereit, Menschen zu berufen? Bist du auch bereit, hinauszugehen und Menschen zu Christus zu führen, als ein Erntehelfer zu arbeiten?

[56:33] Letzter Bibeltext für heute, allerletzter, Matthäus 9. Zwei Verse. Matthäus 9, Vers 37 und Vers 38. „Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende.“ Die Ernte ist groß, aber es sind wenig Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende. Bist du bereit, dich senden zu lassen von Jesus Christus in seine Ernte, um Menschen zu gewinnen und für die Ewigkeit vorzubereiten, damit sie in alle Ewigkeit bei Christus sind, mit dir Gesellschaft haben im Reich Gottes, damit sie nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben? Bist du bereit dazu, für Menschen zu beten, die Saat auszuteilen und zu ernten, Menschen zu Erntehelfern zu machen? Ich wünsche es mir und ich wünsche es euch allen und ich wünsche euch Gottes Segen dazu.

[57:32] Lass uns noch beten. Herr, unser Gott, wir danken dir dafür, dass du uns berufen hast, dass du uns in Nachfolge geführt hast und wir möchten, Herr, dass du uns zu Erntehelfern machst, dass wir Menschen gewinnen können. Und wenn es nur ein Mensch im Jahr ist, Herr, Stück für Stück, bereite doch deine Gemeinde weltweit vor, dass Menschen erreicht werden durch dein gutes Wort, dass ihre Herzen verändert werden, dass sie umkehren zu dir und dass sie auch brennen dafür, in die Ernte hinauszugehen, dass sie offene Augen haben für die Menschen, die zu dir geführt werden. Herr, damit deine Ernte schnell vorangeht und damit deine Wiederkunft vorankommt, Herr, damit du schnell wiederkommen kannst und damit du diese Welt befreien kannst aus dem Klammergriff der Sünde, dass wir uns eines Tages mit all diesen Menschen, die gerettet werden durch dein Wort, Herr, freuen dürfen, dass wir dich anbeten können, dass wir dein Angesicht sehen können, Herr. Wir freuen uns auf diese Zeit und möchten dich bitten, Herr, dass du uns befähigst mit der Vollmacht der Ausstattung, die du in der Bibel verheißen hast, dass wir nützlich sind in deinem Dienst, dass wir nützlich sind in deinem Werk. Wir danken dir, Herr, dass du uns gebrauchen willst als einfache, kleine Menschen, dass du uns gebrauchen willst, Herr, um dein Werk zu vollbringen. Habt Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[58:46] Ja, ich würde mich freuen, wenn ihr auch nächste Woche wieder dabei seid, wenn es dann um den Preis der Nachfolge geht. Wenn ihr wieder einschaltet zur Cannstatt Study Hour, dann zum letzten Kapitel dieses Quartals. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen beim Studium und alles Gute. Bis bald.


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