In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour geht es darum, wie wir Kranke zu Christus führen können und was Jüngerschaft im Kern bedeutet. Lukas Hermann erklärt, dass Jüngerschaft ein Lernprozess ist, bei dem wir lernen, Menschen zu Jesus zu bringen. Er beleuchtet drei Prinzipien, wie wir heute wie Jesus heilen können: indem wir Menschen zu Jesus führen, die biblischen Gesundheitsprinzipien lehren und die Hoffnung auf ewiges Leben vermitteln. Die Lektion ermutigt dazu, aktiv zu werden und andere zu Jesus zu führen, auch wenn es Herausforderungen gibt.
Jüngerschaft (CSH 2014/Q1): 5. Kranke zu Christus führen.
Lukas Hermann · Cannstatt Study Hour 2014 Q1: JüngerschaftWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q1: Jüngerschaft
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier bei der Cannstatt Study Hour. Schön, dass Sie eingeschaltet haben hier auf www.joelmedia.de oder auf www.amazingdiscoveries.de. Und unser dieswöchiges Thema, Studienanleitung Nummer 5: Kranke zu Christus führen. Ein sehr schönes Thema. Ich habe mich sehr darüber gefreut, das machen zu dürfen, vor allem auch, weil ich jetzt am Wochenende das Privileg hatte, bei einer Gesundheitsausstellung mitzumachen und quasi gesehen habe, wie die Gesundheitsarbeit wirkt und Menschen erreicht.
[1:01] Ich möchte anfangen mit dem Hauptthema der Lektion. Was ist eigentlich Jüngerschaft? Was ist das Ziel von Jüngerschaft? Ich habe hier einen ganz netten Vers rausgesucht, im Matthäus-Evangelium, ziemlich am Anfang, als Jesus seine Jünger beruft. Das ist ein Vers, den kennen wir alle sehr gut, aber er fasst doch sehr gut zusammen, was Jüngerschaft eigentlich bedeutet. Matthäus 4, für diejenigen, die jetzt die Bibel mit aufschlagen möchten. Matthäus 4, Vers 19. Und hier heißt es: „Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen.“
[1:56] Das Grundkonzept, die Essenz von Jüngerschaft ist, dass Jesus uns zu Menschenfischern machen möchte. Ja, Menschenfischern im Sinne von Menschen zu Jesus gewinnen. Nun, es mag sein, dass du vielleicht kein Fischer bist, wie hier die Jünger in dem Beispiel, und von Jesus zu Menschenfischer berufen wurdest. Aber vielleicht bist du ein Bäcker, vielleicht bist du eine Einzelhandelskauffrau, ein Einzelhandelskaufmann, vielleicht bist du ein Architekt, ein Ingenieur. Aber auch dich beruft Jesus, Menschenfischer zu werden.
[2:36] Und wenn wir das lesen, dürfen wir eins nicht vergessen: Jesus hat die Menschen nicht dazu berufen und gesagt: „Kommt mit und belebt euch wie ich und seid jetzt Menschenfischer.“ Er hat den Menschen nicht gesagt: „Ihr seid jetzt Menschenfischer“, sondern er hat gesagt: „Ich möchte euch zu Menschenfischern machen.“ Das impliziert, dass es da einen Weg gibt, eine Ausbildungszeit, einen Ausbildungszeitraum. Wir wissen, die Jünger waren mit Jesus teilweise bis zu dreieinhalb Jahre, drei Jahre so ungefähr, bis sie selbst aktiv wurden. Selbst am Ende haben sie noch größte Fehler begangen. Wir erinnern uns, wie sie bei der Kreuzigung Jesu alle weggelaufen sind.
[3:23] Und das sollten wir im Gedanken haben, wenn wir uns jetzt in die Jüngerschaft eintauchen, ins Thema Kranke zu Christus führen. Jüngerschaft, Menschenfischer zu werden, ist nichts, was mit dem Schnipsen einer Hand geht. Das geht nicht von heute auf morgen. Das ist ein Lernprozess. Ich werde besser, ich lerne, wie gehe ich mit Menschen um.
[3:47] Ich mache ein kleines Beispiel. Am Sonntag war ich auf einer Health Expo, die wir veranstaltet haben, eine Gesundheitsausstellung. Wir waren auf einem Messegelände und wir hatten einen relativ großen Stand mit vielen Stationen, wo man hingehen konnte. Und bei jeder Station gab es unterschiedliche Gesundheitsthemen, die angesprochen wurden: von Blutdruck, Überatmung, Wasser, biologisches Alter. Und ich war am Stand für Stress, der Stresstest. Und es ging darum, ein paar Fragen zu beantworten und dann darüber zu sprechen: Bin ich gestresst und wie kann ich mit dem Stress umgehen?
[4:30] Und ich erinnere mich, am Anfang, wir hatten diese Gesundheitsausstellung, das ging drei Tage. Und am Anfang, ich saß an diesem Stand und ich dachte: Wie gehe ich überhaupt auf die Leute zu? Was mache ich mit dieser Umfrage überhaupt? Und ich habe mich halt so durchgehangelt, ich habe die Leute diese Fragen gestellt und habe mich gefragt: Wie komme ich eigentlich hier auf den Kern der Sache? Wie kann ich richtig auf die Menschen eingehen? Und ich habe andere Leute gefragt, die mir auch geholfen haben: Wie machst du das? Wie gehst du auf die Menschen zu? Wie machst du die Umfrage?
[5:03] Und tatsächlich, am Anfang, ich kann mich noch erinnern, ich hatte so ein bisschen Angst. Wie kann ich auf die Menschen zugehen? Und als sie dann vor mir saßen, hätte ich es am liebsten gehabt, dass sie dann gleich wieder gehen. Aber am Ende hat es mir richtig Spaß gemacht, weil ich habe gelernt, wie ich mit dieser Umfrage umgehe. Ich habe gelernt, wie ich auf Menschen zugehen kann, wie ich diese Umfrage nutzen kann, um die Herausforderungen, die Probleme der Menschen anzusprechen, auf eine Art und Weise, damit sie selber sich öffnen.
[5:35] Und das ist das Beispiel, das ich bringen will zur Jüngerschaft. Wir starten nicht als Menschenfischer und sind gleich perfekt, sondern es ist ein Lernprozess. Und der Lernprozess funktioniert so, dass wir Jesus nachfolgen und von ihm lernen. Und da wir Jesus nicht mehr als Menschen unter uns wandeln haben auf dieser Erde, haben wir aber immer noch seine aufgeschriebenen Dokumente, also nicht seine aufgeschriebenen Dokumente, aber die aufgeschriebenen Dokumente über sein Leben, die uns viel erzählen und lehren können.
[6:13] So steigen wir ein mit unserem ersten Vers, und der ist auch im Matthäus-Evangelium, und zwar in Matthäus 8, Vers 17. Und hier heißt es, nein, ich fange an mit dem Vers 16. Und hier heißt es: „Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: ‚Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten geheilt.‘“
[6:51] Und bevor ich jetzt weitermache und in diesen Vers reingehe, möchte ich kurz ein Gebet mit euch sprechen. Großer Vater im Himmel, wir haben das Privileg, jetzt in die Bibel zu gehen und zu lernen, wie wir Menschenfischer werden können und das zum Thema Kranke zu Jesus bringen. Und ich möchte dich bitten, dass du uns heute etwas beibringst in dieser Lektion. Amen.
[7:18] Also gut, wir haben gelesen gerade, dass hier eine Prophetie von Jesaja angesprochen wurde im Zusammenhang. Jesus hat gerade die Besessenen befreit mit einem Wort, er hat die Kranken geheilt. Und Matthäus schreibt auf, wie das was zu tun hat mit dem Buch Jesaja, mit dem Propheten Jesaja. Und da gehen wir jetzt mal hin, und zwar ins Buch Jesaja, ins Kapitel 53. Genau da, wo dieser Vers, der hier zitiert wurde, im Matthäus-Evangelium herkommt.
[7:54] Jesaja, muss man wissen, hat viele Prophetien auf das Leben Jesu hin. Und das ist eines der faszinierenden Dinge im Alten Testament, ist, dass viele Stellen quasi wie so ein Finger auf das Leben Jesu hinzeigen. Und interessanterweise gibt es im Jesaja relativ viele Kapitel, die das Leben Jesu und was ihm passiert, vorhersagen. Wir haben zum Beispiel das Kapitel 61, wo das Werk von Jesus beschrieben wird. Wir haben das Kapitel 53, wo die Ablehnung und das Leiden von Jesus beschrieben wird. Und wir haben auch, interessanterweise, Kapitel 49, wo beschrieben wird, der Charakter der Rabbiner und Priester zur Zeit Jesu.
[8:47] Und es sei gesagt, dass die Menschen damals, zu Jesu Zeit, die ihn ans Kreuz genagelt haben, hätten sie diese Prophetien gelesen, verstanden, wer Jesus eigentlich ist, wie er vorhergesagt wurde, dann hätten sie in seinen Werken, die er gemacht hat, gesehen, dass es tatsächlich der Gesandte Gottes ist. Wie Matthäus uns ja mitteilen will, indem er sagt, und Matthäus hat genau darauf hingewiesen. Aber die Menschen damals waren nicht viel anders, wie die Menschen heute, wie wir. Langsam im Lesen, langsam im Verstehen. Und genauso fehlerhaft wie heutzutage.
[9:31] Lesen wir also im Jesaja, Kapitel 53. Jetzt habe ich vor lauter Reden nicht mal die Seite aufgeschlagen. Und zwar im Vers 4. Hier ist also die Vorhersage, die Matthäus anwendet auf die Heilung von Kranken, das Werk Jesu.
[10:00] Und ich möchte mit euch hier nochmal ein paar ganz interessante Geschichten, interessante Verse anschauen im Jesaja. Und zwar entführe ich euch eben kurz in Jesaja 61. Wir erinnern uns, Jesaja 61 spricht über das Werk, das Jesus tut. Und es heißt, ich lese Vers 1 und 2. Wahrscheinlich habt ihr die Verse schon mal gehört. „Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkündigen und Öffnung des Kerkers, den Gebundenen. Und zu verkündigen, das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes und um zu trösten alle Trauernden.“
[10:49] Ja, wir lesen das jetzt so und wir denken natürlich an Jesus und denken: Genau das hat er getan. Das ist genau so der Blueprint quasi, die Blaupause von Jesu Leben. Ja, wie einfach wäre es gewesen, wenn die Priester das auch so verstanden hätten. Aber ich möchte euch zu etwas zu folgendem hinführen. Und zwar haben wir noch Jesaja, das 58. Kapitel.
[11:11] Das 58. Kapitel von Jesaja ist ein ganz interessantes Kapitel. Man könnte es auch betiteln mit dem Titel: Die Werke der Menschen, die in den Tagen leben, bevor Jesus wiederkommt. Und da, Freunde, dürfen wir uns ruhig angesprochen fühlen. Und ich möchte mal, und wir haben noch im Kopf die Formulierung von Jesaja 61, 1 und 2. Und ich möchte kurz lesen die Verse 6 und 7 im 58. Kapitel von Jesaja.
[11:42] Und hier heißt es nämlich folgendes: „Ist nicht das ein Fasten, an dem ich gefallen habe, dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Jochs löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbricht? Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme, Verfolgte in dein Haus führst, dass wenn du einen Entblößten siehst, du ihn begleitest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst?“
[12:09] Es ist nicht interessant, wie dieser Vers hier, der über uns spricht, sich fast genau gleich anhört, wie der Vers, der über Jesus spricht. Genau richtig zum Thema Jüngerschaft, Nachfolge Jesu. Wir sind angehalten, die Taten, die Werke Jesu zu tun.
[12:27] Nun, ich möchte heute eine interessante Frage behandeln in dieser Lektion. Und die Frage ist folgende: Wie können wir heute heilen wie Jesus? Offensichtlich lesen wir in den Evangelien viel, wie Jesus in Dörfer kam. Und als er die Dörfer verlassen hat, war kein Kranker mehr in diesem Dorf. Aber gleichzeitig können wir nicht verneinen, dass wir das heutzutage nicht sehen.
[13:06] Wenn wir uns umschauen unter unseren lieben Geschwistern, unseren Brüdern, unseren Schwestern im Glauben, dann muss uns doch die starke Differenz auffallen zwischen den Versen im Evangelium und unserem heutigen Leben. Ja, wir sehen keine Kranken, die an jeder Ecke geheilt werden. Wir sehen nicht, wie Krankheiten einfach so mit einem Wort dahin sind. Nein, in der Tat erleben wir oft, wie Christen krank sind und obwohl wir für sie beten, obwohl wir kranken Salbungen durchführen, sie werden nicht gesund.
[13:43] Natürlich möchte ich nicht bestreiten, dass es Wunderheilungen gibt. Aber offensichtlich, versteht mich hier nicht falsch, die Frequenz solcher Heilungen, die Häufigkeit kann nicht mit denen des Alten Testaments verglichen werden. Und ich möchte die Frage stellen: Wie können wir heilen wie Jesus? Und was ist unser Auftrag? Und wie können wir diese zwei Dinge vereinen?
[14:10] Nun, ich habe nicht den Anspruch darauf, hier die komplette Antwort zu geben. Aber ich möchte uns über diese Lektion, die wir diese Woche hatten, da hinführen. Und ich möchte diese Frage behandeln mit drei Prinzipien. Drei Prinzipien, wie wir heilen können wie Jesus.
[14:30] Und Prinzip Nummer eins finden wir im Markus-Evangelium. Euch ist wahrscheinlich schon aufgefallen, wie wir, wie mir, dass in dieser Lektion relativ viele Texte behandelt werden. Ich kann mich noch erinnern an die Lektionen der Vergangenheit, und da war pro Tag immer sehr geringfügige Textanzahlen, dadurch, dass man auch tiefer und ein bisschen genauer in die Texte reingehen konnte. In unserer Lektion dieses Quartal haben wir relativ viele Texte pro Tag. Das ist gut für manche, schlecht für andere. Es gibt Menschen, für die fällt es sehr leicht, viele Dinge zu lesen und die machen das sehr gerne, große Anzahlen von Texten zu lesen. Es gibt andere, die gehen lieber sehr ins Detail. Darunter finde ich mich. Und dadurch haben wir auch sehr viel Textmaterial in diesen Lektionen.
[15:23] Wir brauchen gar nicht arg darüber hinaus gehen. Und Matthäus 2, Verse 1 bis 12 ist einer dieser Texte, die da aufgeführt sind, die ein sehr schönes Prinzip enthalten zum Thema heilen wie Jesus. Und ich möchte die Passage einfach kurz komplett vorlesen.
[15:40] Es heißt hier: „Und nach etlichen Tagen ging er wieder nach Kapernaum. Und als man hörte, dass er im Haus sei, da versammelten sich sogleich viele, sodass kein Platz mehr war, auch nicht draußen vor der Tür. Und er verkündigte ihnen das Wort.“ Eine Geschichte, die wir sehr gut kennen. Ich lese weiter. „Und etliche kamen zu ihm und brachten einen Gelähmten, der von vier Leuten getragen wurde. Und da sie wegen der Menge nicht zu ihm herankommen konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab. Und nachdem sie jetzt aufgebrochen hatten, ließen sie die Liegematte herab, auf welcher der Gelähmte lag. Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“
[16:26] Vers 6. „Es saßen aber dort etliche von den Schriftgelehrten, die dachten in ihren Herzen: Was redet dieser solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?“ Und sogleich erkannte Jesus in seinem Geist, dass sie so bei sich dachten, und sprach zu ihnen: „Warum denkt ihr dies in euren Herzen? Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Dir sind die Sünden vergeben‘, oder zu sagen: ‚Steh auf und nimm deine Liegematte und geh umher‘? Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat auf der Erde, sprach er zu dem Gelähmten: ‚Ich sage dir, steh auf und nimm deine Liegematte und geh heim.‘“
[17:11] Und er stand sogleich auf, nahm seine Liegematte und ging vor aller Augen hinaus, sodass sie alle erstaunten, Gott priesen und sprachen: „So etwas haben wir noch nie gesehen.“
[17:23] Die Geschichte mit dem Gelähmten ist uns wohl bekannt. Und wir haben hier ein paar sehr interessante Prinzipien. Sie, wir haben hier drei Freunde, die vier Freunde bringen einen, der offensichtlich selber nicht zu Jesus kann, zu Jesus. Das symbolisiert die Menschen, die selbst nicht zu Jesus finden. Und davon gibt es jede Menge. Und davon gibt es sogar einige in unserem Verwandtenkreis, in unserem Freundeskreis. Die selbst aus eigener Kraft, quasi wegen der geistigen Lähmung, nicht selbst zu Jesus können. Und es braucht hier vier Freunde, die diesen Menschen zu Jesus führen.
[18:08] Nun, was ist mit ihnen geschehen? Sie kamen also mit dem Gelähmten an, den sie zu Jesus bringen möchten, stehen vor der Tür des Hauses und kommen nicht hinein. Nicht mal zu den Fenstern, wird uns gesagt, weil alles rappelvoll ist. Und auch das passiert uns heute. Ich weiß nicht, ob ihr schon mal in eine große Gemeinde mit einer großen Gliederanzahl gekommen seid. Mir ist es mal so passiert, es war eine Gemeinde, die hatte ungefähr 300 Gemeindeglieder. Und ich kann mich erinnern, ich kam in diese Gemeinde hinein am Sabbat und ich habe mich hingesetzt und ich habe der Predigt zugehört und ich ging am Ende wieder hinaus und niemand hat mich irgendwie angesprochen. Quasi die Menge der Menschen, die da Jesus hören wollten, die da gekommen sind, hat, gut, ich war ja schon Gläubiger, aber bildlich gesehen, bildlich gesprochen, die Menge der Menschen in diesem Gottesdienstraum hat den einen abgehalten davon, Jesus zu finden.
[19:13] Was wäre, wenn da ein Gast gekommen wäre? Was wäre, wenn dieser Gast gekommen wäre, sich hingesetzt hätte und wieder rausgegangen? Es passiert heute noch, dass wir versuchen, dass die drei Freunde kommen, die vier Freunde, tut mir leid, einen Menschen zu Jesus bringen möchten und die schiere Masse an Menschen, die den Weg versperren zu Jesus, steht einfach im Weg.
[19:36] Aber die vier Freunde ließen sich nicht unterdrücken, ließen sich nicht aufhalten. Und das ist eine Charakteristik von guten Seelengewinnern. Sie lassen sich so schnell nicht unterkriegen. Sie haben Ausdauer, wenn es darum geht, Menschen zu Jesus zu bringen. Ja, es mag aussehen, wenn es nicht klappt. Sie hätten sagen können: „Ah, lass uns wieder heimgehen, das hat keinen Wert, wir kommen nicht rein.“ Nein, die vier Freunde haben nicht aufgegeben.
[20:03] Wir lesen in Vers 4: „Und da sie wegen der Menge nicht zu ihm herankommen konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab.“ Stellen wir uns vor, die vier Freunde sagen: „Okay, wir können ihn doch zu Jesus bringen. Okay, übers Dach, den Weg können wir noch versuchen.“ Sie gehen also aufs Dach, und ich nehme an, das waren damals flache Dächer, deswegen konnten die da oben stehen. Und ich finde es so schön, wie hier die Bibel beschreibt: „und sie deckten sie dort, wo er war, das Dach ab.“
[20:33] Nun, woher wissen wir, wo Jesus ist? Woher wussten die vier Freunde, wo sich Jesus in diesem Haus befindet? Sie konnten ihn nicht sehen, offensichtlich. Die Menge hat den Weg versperrt. Also was mussten sie tun, damit sie den Menschen zu Jesus bringen mussten? Sie mussten quasi auf die Stimme von Jesus hören. Sie mussten auf die Stimme von Jesus hören, um herauszufinden, wo genau er sich befindet in diesem Haus.
[21:05] Und das ist auch eine Lektion für uns. Wenn wir Menschen zu Jesus bringen möchten, dann müssen wir zuallererst selbst auf die Stimme von Jesus hören. Zuallererst selbst mit Jesus verbunden sein. Sonst können wir niemanden zu Jesus bringen.
[21:23] Sie haben also angefangen, dieses Dach abzudecken. Und dann heißt es in Vers 4, ich lese weiter: „Und nachdem sie es aufgebrochen hatten, ließen sie die Liegematte herab, auf welcher der Gelähmte lag.“ Wir stellen uns jetzt so vor, dass sie stehen auf diesem Dach, sie haben jetzt das Dach gerade abgedeckt. Wir haben jetzt also ein relativ großes Loch. Wir müssen überlegen, sie haben den Menschen liegend da hinunter gelassen. Also muss das Loch recht groß sein, das sie da gemacht hatten. Und dann haben die vier Freunde ihn auf der Liegematte hinunter gelassen.
[21:57] Wie haben sie das wohl gemacht? Die erste Vermutung, die wahrscheinlich auch so war: Sie hatten jeder ein Seil in der Hand und standen an vier Ecken dieser Liege und jeder hat das Seil langsam nach unten gelassen. Und der Gelähmte ging tiefer und tiefer ins Haus. Jetzt stellt euch vor, einer der vier Freunde hätte gesagt: „Das tut so weh an den Händen. Das ist so heiß hier auf dem Dach, so staubig, wir haben gerade das Dach abgedeckt. Das ist mir zu viel Arbeit hier, das ist mir zu schwierig jetzt den Menschen hier zu Jesus zu bringen.“ Und er hätte einfach losgelassen.
[22:39] Überlegt euch, was wäre passiert. Eine Ecke wäre runter gekippt, der Gelähmte wäre auf den Boden gefallen. Wenn also einer dieser Freunde gesagt hätte: „Ich habe keine Lust mehr, ich möchte das nicht mehr machen. Ich gebe auf.“ Wer hätte dann Schaden genommen? Der eine, der losgelassen hat? Nee, der, der Schaden nimmt, derjenige, der gelähmt ist. Derjenige, den wir zu Jesus bringen.
[23:05] Und so auch mit uns, wenn wir Menschen zu Jesus bringen. Wenn wir als Gemeinde einen Menschen zu Jesus bringen. Denn Gott hat die Gemeinde geschaffen, Menschen zu Jesus zu bringen. Die Gemeinde, so beschreibt uns Paulus, ein Körper. Und jedes Glied dieses Körpers hat seine Funktion. Und zusammen als gesamter Körper sind sie berufen, hinauszugehen und zu jünger zu machen, alle Völker. Und wenn jetzt einer in dieser Kette sagt, einer dieser Menschen sagt: „Nee, ich gebe auf, ich möchte nicht mehr, das ist mir zu anstrengend.“ Derjenige, der Schaden nimmt, ist nicht dieser Mensch. Wenn wir aufgeben, Menschen zu Jesus zu bringen, sind diejenigen, die Schaden nehmen, nicht wir selber. Zumindest am Anfang nicht. Wenn wir keine Menschen zu Jesus bringen, dann wird unser Glaube schwach und das Wachstum nimmt ab. Aber das ist eine andere Predigt. Aber wer als allererstes Schaden nimmt, das ist derjenige, den wir zu Jesus bringen möchten. Denn er kommt am Ende eventuell nicht zu Jesus.
[24:12] Und jetzt möchte ich noch den nächsten Vers lesen, Vers 5 in dieser Geschichte. Es heißt hier: „Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ Die Frage wäre: Welcher Glaube hat den Gelähmten gesund gemacht? Also natürlich, Jesus hat den Gelähmten gesund gemacht, aber welcher Glaube war ausschlaggebend? Es heißt hier: „Als aber Jesus ihren Glauben sah.“ Es heißt nicht: „Als Jesus den Glauben des Gelähmten sah“, sondern „ihren Glauben“.
[24:46] Freunde, es ist unser Glaube, den es Menschen ermöglicht, zu Jesus zu kommen. Nicht ihr eigener, es ist unser Glaube. Sind wir schwach im Glauben oder sind wir stark im Glauben? Seht ihr, vier Freunde, die wussten genau, die Chance, die unser Freund hat, der hier gelähmt ist und sich nicht bewegen kann, die Chance, die er hat. Wenn wir ihn nur zu Jesus bringen können, wenn wir ihn nur zu Jesus bringen können, dann kann Jesus ihm helfen. Und sie wussten es so genau, dass sie sogar hingegangen sind und gesagt haben: „Wir schrecken nicht davor zurück, das Dach abzudecken, um jemanden zu Jesus zu bringen.“
[25:25] Haben wir auch diesen Glauben? Ich muss zugeben, selber, manchmal habe ich auch nicht diesen Glauben, manchmal bin ich auch zweifelnd. Und so geht es dir vielleicht auch, mein lieber Bruder, meine liebe Schwester, dass du sagst, du hast die Zweifel, du weißt nicht genau, dir ist es unangenehm, Menschen zu Jesus zu bringen. Aber Jesus möchte uns dahin bringen, und das ist doch das Schöne bei Jüngerschaft, zu Menschenfischern ausgebildet zu werden. Jesus möchte uns dahin bringen, dass wir diesen Glauben entwickeln, damit wir andere zu Jesus bringen können, damit unser Glaube andere retten kann.
[26:03] Denn wenn wir uns erinnern, Petrus, Petrus hatte genug Fehler gemacht in seiner Zeit, in seiner Karriere als Jünger. Petrus war immer gut, das Maul aufzureißen, auf gut Deutsch gesagt. Petrus hat Jesus verraten, selbst nach drei Jahren Ausbildung. Aber Petrus am Ende war doch ein großer Leiter, eine große Leitungspersönlichkeit in der Urgemeinde. Und so mit uns. So sind auch wir, der Petrus unserer heutigen Tage. Wenn ich mal Zweifel habe, wenn ich einfach mal versagt habe und es passiert, dann denke ich mir: Weißt du, Jesu Jünger haben auch versagt. Nicht nur einmal, nicht nur zweimal, sogar dreimal, sogar viermal. Er hat immer wieder Sätze losgelassen: „Oh, welche ungläubige Generation!“ Man kann sich vorstellen, wie es sich buchstäblich am Kopf gefasst hat bei manchen Dingen, die die Jünger gemacht haben. Aber trotzdem, er hat diese Jünger weitergeführt und weitergeführt.
[27:12] Und Jesus möchte auch dich, der du jetzt sagst: „Wie soll ich Menschen zu Jesus bringen?“, möchte auch dich zu einem Menschenfischer machen und dir Stück für Stück beibringen, diesen Glauben zu entwickeln. Was hat das mit unserer Anfangsfrage zu tun? Wie können wir heute heilen wie Jesus? Prinzip Nummer eins: Wir sind die vier Freunde in dieser Geschichte. Wir sind nicht der Jesus in der Geschichte. Der Jesus ist Jesus. Sieh, manchmal haben wir Angst, wenn wir daran denken, Menschen zu bekehren, für Gott zu arbeiten. Wir wissen doch gar nicht alles. Was ist, wenn wir eine Frage gestellt bekommen, die wir nicht beantworten können? Was ist, wenn jemand auf uns zukommt und wir haben den Glauben nicht, das zu tun? Was ist, wenn das und das passiert? Aber wir sind nicht berufen, Jesus zu sein.
[28:02] Wir sind berufen, Menschen zu Jesus zu führen, wie diese vier Freunde. Das ist unsere Aufgabe. Und das sollten wir immer bedenken. Unser Amt im heute: Heilen wie Jesus, Kranke zu Jesus führen, ist tatsächlich, dass wir die Menschen sind, die die Menschen zu Jesus hinführen. Und dann darauf vertrauen, dass Jesus, dass Jesus Christus den Menschen helfen kann, so wie er uns geholfen hat und Tag für Tag hilft. Prinzip Nummer 1: Nicht wir selbst bewirken das Wunder, sondern wir führen Menschen zu Jesus und er bewirkt das Wunder.
[28:44] Prinzip Nummer 2. Wir lesen Philipper, Kapitel 4. Ich bin sehr begeistert von diesem Prinzip, vor allem, weil ich es auch selber in der jüngsten Vergangenheit sehr lebendig erlebt habe. Philipper 4, die Verse 4 bis 9. Und ihr seht, ich brauche genau so lange, die Bibel aufzuschlagen, wie ihr. Und hier heißt es in Philipper 4, die Verse 4 bis 9, und ich werde es lesen: „Freut euch im Herrn allezeit, abermals sage ich euch: Freut euch! Eure sanftmütige Gesinnung lasse alle Menschen erfahren. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung euer Anliegen vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“
[29:49] „Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht. Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und in mir gesehen habt, das tut. Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“
[30:13] Und vielleicht geht es euch so wie mir. Wenn ich manchmal solche Verse lese, dann ist es so ein bisschen stumpf. Die gehen nicht so richtig in mein Herz. Ich lese einfach so und sage: „Ah ja, schön.“ Und das war es. Aber wisst ihr, in den Versen ist ein wunderschönes Prinzip. Die Bibel lehrt, dass der Mensch eine Verbindung ist. Eine Verbindung von Körper, von Seele und Geist. Quasi von dem körperlichen Aspekt, von dem seelischen Aspekt, das Aspekt, der auf den Geist Gottes reagiert. Und von dem mentalen Aspekt. Von dem hier oben drin. Von unserem Denken. Von dem, was wir denken und wie wir denken. Und es ist alles eine Einheit.
[30:54] Und es lehrt uns, dass wenn wir negativ denken, dass daraus sich Krankheiten entwickeln können. Gleichzeitig können wir durch positives Denken, dadurch, dass wir glücklich sind, eine stärkere Immunabwehr haben. Dadurch, dass wir guter Dinge sind, Krankheiten abwenden. Natürlich ist das nicht universell anwendbar. Nicht jede Krankheit kann durch eine gute Fröhlichkeit geheilt werden. Gleichzeitig sind wir nicht immun gegen jede Krankheit, wenn wir immer fröhlich sind. Nein, das natürlich nicht. Aber es trägt dazu bei, dass ein Krankheitsverlauf viel kürzer sein könnte, beziehungsweise viel länger, je nachdem, ob wir negativ oder positiv denken. Und das sagt uns dieser Text.
[31:37] „Freut euch im Herrn allezeit. Abermals sage ich euch: Freut euch.“ Und wir haben dieses wunderschöne Prinzip. Jetzt, als ich auf der Gesundheitsausstellung war, ging es ja genau darum. Es ging darum, wie können wir unseren Körper gesund halten? Durch Ernährung, durch Fitness, Sport treiben, durch Sonnenlicht. Und eins der sehr wichtigen Dinge auch in diesem Aspekt ist: Fröhlichkeit. Damit ich glücklich bin. Und das ist, was die Bibel hier will.
[32:11] Ich möchte mir noch den anderen Vers zu diesem Prinzip lesen, den ich sehr mag. Erste Johannes 3, Vers 20. Dann schaut euch mal das an. Erste Johannes 3, Vers 20 bis 22. Und es heißt hier: „dass wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß. Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verurteilt, dann haben wir Freimütigkeit zu Gott. Und was immer wir bitten, das empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist.“
[32:48] Und hier, liebe Freunde, ist diese wunderbare Botschaft. Sieh, die Botschaft der Bibel ist nichts, wenn du was falsch tust, dann verurteilt dich Gott. Und wenn du was richtig tust, dann ist Gott mit dir glücklich und liebt dich. Sondern die Botschaft von der Bibel ist hier zusammengefasst, unter anderem in diesem Vers. Und es heißt: Wenn du was falsch getan hast, dann verzage nicht. Wenn dein Herz dich verurteilt, wenn du Schuld in deinem Herz fühlst und dein Herz runterziehst, lieber Bruder, liebe Schwester, dann verzage nicht, denn Gott ist größer als dein Herz.
[33:21] In 1. Johannes 1, Vers 9 heißt es: „Und wenn wir unsere Sünden bekennen zu Gott, dann ist er treu und gerecht, uns zu vergeben und zu reinigen von aller Ungerechtigkeit.“ Und wenn wir richtig gehandelt haben, wenn wir richtig getan haben, dann umso mehr sind wir glücklich und freimütig und fröhlich vor Gott. Das ist die Botschaft der Bibel.
[33:52] Es gibt keinen Grund, nicht fröhlich, nicht glücklich zu sein, selbst wenn wir mal etwas falsch gemacht haben. Und wir erinnern uns an die Jünger. Wir erinnern uns an den Petrus, der so oft seinen Mund aufgemacht hat. An den Petrus, der Fehler um Fehler um Fehler gemacht hat. Jesus musste ihn sogar mal richtig zügeln. Selbst bei der Kreuzigung nach drei Jahren Ausbildung, als er ihn dann verraten hat. Wir kennen seine Fehler, aber wir wissen auch, dass er erfolgreich war am Ende. Er war ein Leiter, eine Leidenspersönlichkeit im Reich Gottes. Und so möchte Jesus auch uns leiten, wo wir Fehler machen. Aber er vergibt uns und er führt uns, besser und heiliger und mehr wie Jesus zu werden, von Tag zu Tag.
[34:48] Ich möchte an dieser Stelle noch eine Sache ansprechen. Eine Sünde, die sehr oft vorkommt, die in mir wohnt. Und liebe Schwestern, liebe Brüder, die auch in dir wohnt. Es gibt Ausnahmen, aber ich bezweifle es, dass du die Ausnahme bist. Und es ist die Sünde der Kritik und der bitteren Gedanken. Ich ertappe mich selber dabei. Ich komme zu meinen Brüdern, ich komme in die Gemeinde, ich komme zur Versammlung von meinen lieben Geschwistern. Und ich schaue mir meine lieben Geschwister an, ich schaue mir jemand an: Was hat die Person an? Was ist die Person? Wie verhalten sich die Kinder? Und ich bin so schnell, sie zu kritisieren. Ich bin so schnell, Kritik auszusprechen, vielleicht nicht auszusprechen mit dem Mund, aber auszusprechen in meinen Gedanken. Ein bitteres Herz zu hegen gegen diese Menschen.
[35:55] Wir kennen es nicht nur mit unseren Gemeindeschwestern, wir kennen es genauso, ich kenne es genauso, mit unseren Predigern, mit denjenigen, die uns führen und leiten im Glauben. Wie schnell sind wir oft, Kritik auszusprechen, zu sagen: „Das hat er falsch gemacht, das hat er falsch gemacht, und das hat er falsch gemacht, und da macht er sowieso das nicht richtig.“ Aber wie, liebe Freunde, wie zerfrisst uns diese Kritik? Und wie können wir doch nicht, wie es gesagt wird, das, was in unserem Herzen ist, da geht auch der Mund über. Wir können diese Dinge auch nicht für uns behalten. Irgendwann, sie kommen raus, wenn wir mit anderen sprechen, sie kommen raus.
[36:35] Und liebe Freunde, lasst mich hier eins erwähnen: Die biblische Methode, mit einem Zwist, mit einem Streit umzugehen, ist erst, auf den Menschen zuzugehen, persönlich, privat, ihn darauf anzusprechen. Erst dann nehme ich mir einen Zeugen mit und gehe auf die Person zu. Und dann sagt die Bibel: Wenn sie dann uns nicht hört, dann tragen wir das Ding vor die Gemeinde. Aber wie schnell sind wir, eine solche Sache direkt vor die Gemeinde zu tragen. Direkt mit unseren lieben Freunden, lieben Bekannten zu besprechen, mit jedem zu besprechen, außer mit der Person, die es eigentlich betrifft. Und dadurch machen wir so viel kaputt. So viel kaputt.
[37:25] Freunde, lasst uns beachten, was im Philipperbrief steht. Wir haben es vorher gelesen. Ich möchte es nochmal vorlesen, muss ich allerdings nochmal hinblättern. Philipper 4, die Verse, jetzt bin ich im Timotheus. Tut mir leid, ich bin gleich da. Philipper 4, Vers 8. „Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahr, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohltuend, was irgendeiner Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht.“
[37:57] Freunde, selbst wenn wir jemanden sehen, wenn wir eine liebe Schwester sehen, einen lieben Bruder, die vielleicht etwas tun, wo wir wissen, das ist nicht unbedingt das Richtige. Das ist vielleicht nicht unbedingt so gut. Man soll das eigentlich anders tun. Lasst uns bedenken, auf das zu achten, was hier steht. Im Philipper 4, Vers 8. Und lasst uns, anstatt die Menschen zu kritisieren und eine bittere Einstellung gegenüber sie zu hegen, lasst uns einem Repräsentanten Jesu ihnen gegenüber sein. Lasst uns daran denken, wie Jesus uns, die wir nicht viel anders wie Petrus waren, die wir nicht viel anders wie Petrus sind, mit uns Geduld hat, uns Schritt für Schritt in einen festen, stabilen Glauben führt. Lasst uns daran denken, wie auch Jesus das mit dieser Person macht. Und lasst uns, liebe Freund, liebe Freundin, ein Mensch sein, der andere ermutigt, ermutigt, besser und mehr und treuer zu Jesus zu sein, anstatt zu kritisieren.
[39:05] Denn, überlegen wir über uns: Wenn jemand zu mir kommt und mich kritisiert und mir sagt: „Ich muss sowas so und so und so tun“, dann bin ich viel weniger gewillt, es tatsächlich zu tun, als wenn jemand kommt und mir sagt: „Lieber Lukas, ich finde es toll, wie du das und das machst. Ich weiß, du hast große Stärken in dem Gebiet, aber ich weiß auch, du hast verschiedene Herausforderungen und ich bin mir gewiss, mit Jesu Hilfe kannst du die Herausforderungen überwinden.“
[39:37] Prinzip Nummer 2. Gott hat uns eine Botschaft gegeben, die Botschaft der Heilung. Die Botschaft, wie wir mit Ernährung, mit biblischer Ernährung, mit Freizeit, mit Ruhe, mit Sonnenlicht, mit einer positiven Einstellung Krankheiten entgegen gehen können. Und dieses Prinzip der Heilung ist unsere Botschaft, um wie Jesus heutzutage Menschen zu heilen.
[40:07] Und jetzt kommen wir noch zu Prinzip Nummer 3. Und da möchte ich mit euch aufschlagen, Johannes Kapitel 11, Vers 37 bis 44. Johannes Kapitel 11, Vers 37, Vers 44, ich werde es wiederum vorlesen.
[40:27] „Etliche von ihnen aber sprachen: Konnte der, welcher dem Blinden die Augen geöffnet hat, nicht dafür sorgen, dass auch dieser nicht gestorben wäre? Jesus nun, indem er wieder bei sich selbst seufzte, kam zum Grab. Es war aber eine Höhle und ein Stein lag davor. Jesus spricht: Hebt den Stein weg. Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier.“ Das sagt uns also, dass dieser Mensch wirklich tot war, denn er fängt schon an zu stinken, zu verwesen.
[41:05] Vers 40: „Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Vers 41: Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich aber weiß, dass du mich allezeit erhörst. Doch um der umstehenden Menge willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.“ Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“
[41:35] Und der Verstorbene kam heraus, an den Händen und Füßen mit Grabtüchern gewickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jesus spricht zu ihnen: „Bindet ihn los und lasst ihn gehen.“
[41:47] Dieser Text spricht von dem, es ist quasi eine Modellvorstellung von dem, was Jesus machen wird, wenn er wiederkommt. Er wird die Menschen wieder auferwecken, denn Menschen, die gestorben sind und die Menschen, die noch leben und Jesus treu sind, ein neues, ewiges Leben schenken. Und hier in dieser Geschichte sehen wir, wie Jesus den Lazarus, der, wir haben es gelesen, Martha sagt: „Er riecht doch schon, er stinkt doch schon, er ist schon vier Tage lang.“ Ein Mensch, der wirklich tot ist. Zu ihm kommt und ihn wieder auferstehen lässt.
[42:31] Prinzip Nummer drei: Wie können wir heutzutage heilen wie Jesus? Es verschenkt den Menschen die Hoffnung, dass dieses Leben nicht das Leben ist, das Gott vorhat, das Gott sich für uns gewünscht hat, sondern das Leben, das Gott sich für uns gewünscht hat, ist das ewige Leben. Das Leben, in dem wir keine Krankheit haben, kein Leiden, kein Schmerz. Das ewige Leben, das anfängt, das ja heute eigentlich schon anfängt, wenn wir mit Christus leben. Und bei der Wiederauferstehung, wenn wir dann in den Himmel kommen, leben wir so, wie Gott sich das von uns gewünscht hat. Gesundheit nach der Wiederauferstehung quasi. Heilung durch die Erneuerung des Körpers von Gott.
[43:21] Ich möchte mit euch kurz die drei Prinzipien wiederholen. Die Frage war: Wie können wir heute heilen wie Jesus? Prinzip Nummer eins: Nicht wir tun die Wunder selbst, sondern wir sind wie die vier Freunde, die Menschen zu Jesus bringen und lassen Jesus das Wunder tun. Nummer zwei: Unsere Botschaft heute Menschen zu heilen ist die biblischen Gesundheitsprinzipien der Ernährung und des Lebensstils. Und Prinzip Nummer drei: Wie wir Menschen heute heilen können, ist ihnen die Hoffnung zu geben, dass bei der Wiederauferstehung sie einen perfekten, makellosen, nie mehr krank werdenden Körper besitzen dürfen.
[44:07] Mein Freund, liebe Freundin, unser Auftrag ist, zu Menschenfischern gemacht zu werden, ausgebildet zu werden, zu Menschenfischern. Und ich möchte dich ermutigen, wenn du vielleicht jetzt sagst: „Wie soll ich das tun? Wo soll ich anfangen? Was soll ich machen? Ich kann das doch gar nicht. Das können andere. Es sind gute Evangelisten, gute Prediger, die können das. Aber ich kann das nicht. Ich weiß nicht, wie ich mit Menschen umgehen soll. Ich tue mir schwer. Ich habe eine schlechte Sprache. Ich weiß nicht richtig, wie ich mit Menschen umgehen kann. Ich weiß nicht, wie ich Menschen zu Jesus führen kann.“
[44:41] Mein Freund, meine Freundin, ich möchte dich ermutigen. Geh den ersten Schritt. Der Weg ist definitiv nicht einfach. Er ist steinig, er ist schwer. Es ist der schmale Weg, sagt uns Jesus, nicht der breite Weg. Aber Jesus ermutigt uns, zu verstehen und zu lernen von ihm, Schritt für Schritt, und dauere es drei Jahre, dauere es fünf Jahre, dauere es 20 Jahre, uns zu Menschenfischern zu machen.
[45:07] Und eines Tages, eines Tages wird im Himmel ein kleines Mädchen oder ein kleiner Junge, ein Mann oder eine Frau auf uns zukommen und wird dir sagen: „Dankeschön, Dankeschön. Danke, dass du damals auf mich zugekommen bist. Danke, dass du damals bei dieser Gesundheitsausstellung mitgeholfen hast. Danke, dass du damals mich eingeladen hast zu diesem Hauskreis. Danke, dass du damals mir die Bibelstunden gegeben hast. Denn wegen dir, wegen dir bin ich jetzt im Himmel.“
[45:43] Und diese Hoffnung möchte Jesus auch dir geben und dir sagen: Fang an in der Schule Jesu Christi zum Menschenfischer zu werden. Fang an in der Schule in der Gesellschaft und Gott kann dich gebrauchen für großartige Dinge und dich reichem Segen beschenken. Amen.
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