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Serie: Predigten
[0:00] sucht. Wir haben über Amerika gesprochen, wir haben über die Politik gesprochen und wir haben über Krieg und Frieden gesprochen und festgestellt, am Ende ist die Antwort eigentlich immer dieselbe: Jesus Christus. Und wir haben festgestellt, dass die Bibel in unsere Zeiten sehr genau spricht. Ich muss etwas bekennen heute. Für mich ist Premiere. Ich habe seit vielen Jahren das Vorrecht in verschiedenen Orten, verschiedenen Ländern das Evangelium zu predigen. Ich habe schon, ich weiß nicht wie oft über biblische Prophetie gesprochen. Ich habe schon etliche Vorträge über die Wiederkunft gehalten, über Amerika gesprochen und äh, ich glaube, ich habe noch nie über KI gesprochen.
[0:53] Das Thema ist noch gar nicht so alt. Also vor vier, fünf Jahren war das vor allem etwas, wo so Insider wussten, da kommt was auf uns zu. Oder wenn jemand sich mit Computern auskannte, wenn jemand Fachzeitschriften gelesen hat, dann wusste man, da wird dran gearbeitet, das wird kommen. Aber dann gab es einen plötzlichen Durchbruch: ChatGPT und der Quellcode war dann offen und plötzlich ging es in die ganze Welt.
[1:34] K.O. durch KI? Für mich auch Neuland, für uns alle Neuland, selbst für die Forscher Neuland. Ich habe jetzt vor kurzem erst gelesen, dass selbst KI-Entwickler oft gar nicht genau sagen können, was in der KI genau vor sich geht. So komplex ist das strukturiert, so nahe am menschlichen Gehirn nachempfunden, dass die neuronalen Netzwerke Entscheidungen treffen, wo selbst die Entwickler nicht genau wissen, wie machen die Maschinen das eigentlich. Es gibt mittlerweile Forscher, die erforschen, was in der KI vor sich geht. Ich weiß nicht, ob sie das beruhigt. Ich fand es zumindestens beeindruckend.
[2:20] Ich denke, wir alle wissen das. Kaum waren die Quellcodes öffentlich, kaum war das quasi in der Hand der Weltbevölkerung, haben sich sofort die Entwickler gemeldet und gewarnt vor den Gefahren dieser KI. Nun, dass die Maschinen Menschen im Schach besiegen können, das ist uns schon bekannt, oder? Dass die Maschinen schneller mathematische Formeln rechnen können als wir, das hat einige von uns nicht überrascht. Nicht, dass die Maschinen mittlerweile Doktorarbeiten besser schreiben können als Doktoranten zum Teil. Das macht die Sache schon komplizierter.
[3:07] KI kann auch Predigten schreiben. Vor kurzem erzählte mir jemand, dass jemand einfach mal spaßenshalber KI eine Predigt hat schreiben lassen und dann einfach diese Predigt gehalten hat und die Geschwister in der Gemeinde meinten, sie hätten schon lange nicht mehr so eine gute Predigt gehört. Ich weiß nicht, was das über KI oder den Pfarrer dort gesagt hat. Deswegen möchte ich heute Abend mit einem Disclaimer beginnen. Der heutige Vortrag ist ohne KI entstanden. Er geht über KI, aber ist durch NI entstanden. Wisst du, was NI ist? Ist die natürliche Intelligenz, die gibt's auch noch mit der Hilfe von GI, der göttlichen Intelligenz.
[3:55] Bevor wir beginnen, wir haben schon mal gebetet. Ich bete gerne noch mal. Wir können gerne sitzen bleiben. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute Abend hier sein dürfen, über ein Thema nachdenken können, das uns alle ein bisschen überfordert. Ein Thema, das enormes Potenzial und vielleicht auch einige Gefahren in sich birgt, aber ein Thema, das dich gar nicht aus der Fassung bringt, ein Thema, das du völlig durchschaust und das uns Gelegenheit gibt, nicht über Maschinen nachzudenken, sondern über wer wir Menschen eigentlich wirklich sind. Wenn wir mit menschlichen Mitteln Maschinen erfinden können, die den Menschen immer ähnlicher werden, dann ist an der Zeit drüber nachzudenken, was eigentlich den Menschen wirklich ausmacht. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du heute Abend zu mir, zu uns, zu uns allen, zu allen, die auch live dabei sind, jetzt im Livestream, dass du zu uns sprichst und dass dein Wort seine Kraft entfaltet im Namen Jesu. Amen.
[5:04] Zeitenwende, wie kann es anders sein? Ich war bisher hat fast jeder Vortrag damit begonnen: Zeitenwende durch künstliche Intelligenz. Und ich glaube, wir sind uns sicher, das Wort ist nicht übertrieben. Die KI revolutioniert fast alles. Nur die Bundesbahn hat immer noch Mühe mit der Pünktlichkeit. Ich weiß, die KI wird das auch noch mal schaffen. KI dringt in alle Lebensbereiche vor und es gibt Chancen und Auswirkungen, sagen uns die Experten, wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich. Hier Fraunhofer Institut Zitat: "Wir erleben eine Zeitenwende schon wieder, nicht wahr? Man kommt ja gar nicht aus den Zeitenwenden raus, nicht wahr? Politisch Zeitenwende, militärisch Zeitenwende, Amerika Zeitenwende, KI."
[6:01] Also eins ist ganz sicher, wenn die Welt noch ein bisschen länger geht, dann wird in den Geschichtsbüchern mal unsere Zeit eine extra Seite bekommen, oder? Das ist irgendwie ein epochaler Einschnitt, was wir erleben. So wie früher vielleicht die industrielle Revolution, die französische Revolution, erster, zweiter Weltkrieg. Dinge, die die ganze Welt irgendwie auf ein neues Niveau gebracht haben. Ob jetzt besser oder schlechter, sei dahingestellt. Eine Zeitenwende in allen Bereichen und in manchen Bereichen ist die KI ein echter Segen. Denken Sie an die Ärzte, die mit Hilfe von KI Tumore lange erkennen können, bevor ein menschliches Auge das äh bemerkt hätte. In meinem eigenen Fachgebiet in der Altorientalistik, wo jahrzehntelang die Forscher sich merken mussten, wie viel Zeilen und wie viel äh Zeichen auf diesem Fragment gewesen sind und vielleicht dann im Museum gesagt haben: "Ah, diese dieses kleine Stückchen Fragment hier könnte vielleicht mit dem zusammenpassen." Das macht die KI jetzt in Windeseile. Man pflegt einfach nur alle Fragmente ein, digitalisiert sie, die KI rechnet zusammen, was dazu wo gehört, wie die Tontafeln mal geheißen haben müssen. Das ist wirklich revolutionär.
[7:20] Ähm, im Bereich des Rechtes, wie hier gesagt wird, überall hat die KI Einzug gehalten. Ein großer Segen, oder? Man ist doch dankbar, wenn man einfach jetzt ChatGPT aufmachen kann oder Google fragen kann und man bekommt die Antwort, oder?
[7:37] Nun, eine Studie von BCG hat herausgefunden, dass ChatGPT 45% der Antworten erfindet oder zumindestens halb wahr sind oder nicht wirklich ganz stimmen. Das liegt daran, dass entgegen der allgemeinen Meinung KI gar nicht denkt. Die KI hat keine Intelligenz im eigentlichen Sinne. Sie ist extrem effizient in der Wahrscheinlichkeitsrechnung. KI tut nichts anderes als zu berechnen, was ist der nächste wahrscheinliche Buchstabe? Was ist das nächste wahrscheinliche Wort? Und deswegen ist auch KI so gut darin, uns immer das zu sagen, was wir sowieso gerne hören wollen, weil KI dann berechnet, was will wohl der jetzt gerade hören, was ist am wahrscheinlichsten und dann pusselt es Dinge zusammen, die ziemlich gut klingen.
[8:24] Ich weiß noch, wie ich als KI gerade ganz frisch auf dem Markt war, dachte, jetzt probiere ich das mal aus, oder? Ich stelle eine Frage aus meinem Studium und etwas, was mich wirklich interessiert hat und dachte, jetzt bin wir gespannt, ob die KI das weiß. Habe das eingegeben. KI gab eine Antwort, die klang auch wie KI-Antworten immer klingen: poliert, schön, irgendwie überzeugend. Dann dachte ich, ist ja interessant, hast du auch ein bisschen Quellenmaterial dazu? Gibt es Literatur dazu? Kannst du mir Bücher empfehlen zu dem Thema? Gesagt, getan. Kein Problem. Es wurden mir zehn Bücher angezeigt. Ich dachte, wunderbar, jetzt schaue ich mal, wo es die zu kaufen gibt.
[9:04] Es hat mich ein bisschen Zeit gekostet, bis ich herausgefunden habe, dass alle zehn Bücher gar nicht existierten. Alle zehn, alle erfunden. Es gab mal den Autor, aber den Titel nicht. Es gab den Titel, aber nicht den Autor. Ähm, es gab dann ähnliche Titel, alles erfunden. Also die Antwort war trotzdem so ungefähr so, wie man denkt, ja, das macht schon Sinn, aber es war alles erfunden. Dann habe ich gesagt: "Liebe KI, ja, das hast du dir ausgedacht." "Ah, es tut mir leid. Ja, Entschuldigung, habe ich einen Fehler gemacht." Nicht, dass das lohnt sich einfach mal Verdacht zu sagen, das stimmt das überhaupt? Glaub, du hast einen Fehler gemacht.
[9:41] Dann äh KI hat einen ganz großen Fehler. Daran sieht man, dass KI von Menschen gemacht worden ist. KI ist nicht in der Lage zu sagen: "Ich habe einen Fehler gemacht" oder "Ich weiß es nicht." Also sie sagt schon, dass sie Fehler gemacht hat, aber sie sagt nicht: "Tut mir leid, ich habe keine Ahnung." KI wird immer eine Antwort sich zusammenreimen. Ich habe dann also nachgefragt: "Könntest du mir echte Bücher geben?" "Ja, ja, ja, Entschuldigung, es war ein Fehler. Tut mir leid. Ähm, ich gebe dir jetzt echte Bücher, du kannst dich drauf verlassen." Zehn Bücher hat mir gegeben, alle zehn wieder erfunden. Da habe ich Chatbot zugemacht und gesagt: "Okay, ich warte mal, bis die Entwicklung ein bisschen weitergeht."
[10:21] Diese Woche in Vorbereitung auf äh äh einen der Vorträge hat mich was interessiert. Ich wollte etwas über das Kraichgau rausfinden, über eine bestimmte Person. Ja, hatte ihr auf Wikipedia schon was gelesen, einfach mal so zur Vorrecherche und wollte dann etwas Genaues wissen und siehe da, eine lange Antwort mit zack, zack, zack, zack, vielen Fakten und es war total interessant und total spannend. Da gibt's eine Person, die in Rostock geboren ist, also in hier geboren ist und in Rostock dann gelebt hat, wo ich herkomme. Dachte, wunderbar, das kann ich bestimmt in Vortrag einbauen, nicht wahr, zu dem Thema.
[10:55] Dann habe ich noch mal nachgeschaut. Stimmt doch gar nicht. Also noch letzte Woche hat ChatGPT war nicht in der Lage, selbst das wiederzugeben, was in Wikipedia schon stand. Ähm, was will ich damit sagen? Vorsicht. Also allein jetzt dem eigenen äh Denken gegenüber Vorsicht. Ähm, die KI ist zumindestens so in den normalen Anwendungen, also ich rede jetzt nicht von diesen super spezialisierten KIs, die irgendwelche äh Medizinprofessoren verwenden und dann krasse Dinge machen, so dass uns so zur Verfügung steht, auch das, was Google zum Teil präsentiert, ist oft absolut vollkommen falsch.
[11:40] Und äh wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen nicht mehr in der Lage sind, diesen Gedankengang zu vollziehen. Ich lese etwas, es könnte falsch sein. Es könnte vielleicht gar nicht stimmen. Vielleicht ist nur die Hälfte davon wahr. Ja, wir lesen das, wir sind das ja gewohnt, nicht? Wah, ich mache mein Lieblings-Telegram-Kanal auf, da steht das. So ist es bestimmt, oder? Ja, so ist es nicht.
[12:03] Faulheitsfalle KI. Wie ChatGPT und Co. Denken beeinflussen. Hier fand ich interessante Gedanken. Unser Gehirn ist wie ein Muskel. Weiß nicht, wir alle haben Muskeln, oder? Wer trainiert gerne das, wenn man so ein bisschen Workout macht oder so? Ja, also nicht, dass ich jetzt viel Workout mache, aber ich nehme vor, ein bisschen Sport zu machen. Jeder von uns weiß, wenn man das nicht regelmäßig macht, dann verkümmern die Muskeln. Wenn ich immer nur zu KI greife, damit die eine bessere Formulierung hat und mir einen Brief schreibt und das macht und das ausrechnet, irgendwann ist mein Gehirn einfach völlig erschlafft, sozusagen. Verdümmung durch Intelligenz kann man sich gar nicht vorstellen, oder? Aber genau das ist das Problem.
[12:48] Wir leben in einer Zeit, in der wir immer nur die Antworten haben wollen, das Ergebnis, weil wir so beschäftigt sind und sich nicht die Zeit nehmen wollen, Dinge selbst zu durchdenken, selbst zu hinterfragen, selbst zu Schlussfolgerungen zu kommen, was unser Gehirn aber eigentlich unbedingt braucht, damit es auch im Alter gute Entscheidungen fällen kann und nicht immer nur dann tut, was andere einem sagen. Und dann gibt's einen Bereich von KI, der sich in den letzten Jahren jetzt entwickelt hat, der, ich glaube, uns noch viel beschäftigen wird in den nächsten Jahren und noch viele Psychologen. Warum eigentlich sich noch die Mühe machen, ein Date zu haben, einen Menschen kennenzulernen, der Eigenschaften hat, die man nicht beeinflussen kann, jemanden zu heiraten, der sich dann der sich so benimmt und so benimmt, wenn man durch KI den perfekten Partner schaffen kann. Da gibst du alles ein, was du willst: Haarfarbe, Größe, Aussehen, ob die Person spontan ist oder ein bisschen konservativ, ob sie ein bisschen frech ist oder ganz unterwürfig und dann redet die mit einem immer, wenn man möchte und so lange wie man möchte.
[13:58] Ich weiß aus persönlichen Gesprächen, dass Menschen zwar nicht gerne darüber reden, aber viele Menschen sind so einsam, dass sie mit solchen Chatbots Liebesbeziehungen anfangen. Echte Liebesbeziehungen. Und Forscher haben das erforscht und sagen, es ist eigentlich gar nicht erstaunlich, denn wann immer man mit etwas einen langen Augenkontakt hat, entsteht eine Bindung. Egal, ob das eine dreidimensionale Angesicht ist mit einem echten Menschen oder ein zweidimensionales Gesicht, das ein anlächelt und sagt: "Ich habe dich so gern, ich bin immer für dich da. Du kannst mir alles erzählen, ich verstehe dich." Oder wer möchte nicht verstanden werden?
[14:43] Problematisch ist es, wenn durch ein Update KI abstürzt und der Partner, mit dem man jetzt fünf Monate oder vielleicht sogar jahrelang eine Beziehung hatte, nicht mehr existiert. Da sind Leute schon in echte Depressionen gekommen. Ein gefährlich perfekter Partner. So kann ein Mensch gar nicht sein. So toll wie KI ist. Man würde man würde äh staunen, wenn man die Statistiken sieht, wie viele Leute KI für solche romantischen Dinge in allen Formen benutzen.
[15:27] Und dann die große Frage: Ist künstliche Intelligenz vielleicht sogar der bessere Mensch? Also, wenn die KI besser Schach spielen kann und wenn sie sogar verständiger ist, wenn sie der bessere Ehepartner ist, also wozu brauchen wir noch Menschen? Die KI ist der perfekte Arbeitnehmer, oder? Tut alles, was man ihr sagt. Die KI braucht keinen Betriebsrat, nicht wahr? Die wird nicht streiken, die will nicht mehr Geld. Wir werden noch sehen, wie viele Berufe durch die KI ersetzt werden können. Ist KI der bessere Mensch?
[16:06] Das bringt uns zu einer sehr interessanten Frage. Wenn man jetzt plötzlich mit einem Sprachmodell eine romantische Beziehung haben kann, wenn Computer das machen, was früher Menschen machen konnten, es stellt sich die Frage: Was ist der Mensch?
[16:25] "Dass du an ihn gedenkst und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest." Für lange Jahrhunderte, Jahrtausende war die Frage total klar. Na, der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Schau mal, die Tiere, die laufen zwar, die bewegen sich, die essen und fressen, aber richtig denken können die nicht. Abgesehen von ein paar Hunden und Walen und Delfinen und Raben oder so. Ja, ein paar haben so ein bisschen Intelligenz, aber so wie der Mensch so denken und so Gefühle haben, das ist doch absolut menschlich. Jetzt haben wir Maschinen, die das gleiche imitieren. Zum Teil besser.
[17:01] Was ist der Mensch? Ist der Mensch am Ende doch auch nur eine Maschine, die halt noch nicht so toll konstruiert war wie die KI, nicht so schnell Schach spielen kann und nicht so schnell Formeln ausrechnen kann? Was ist der Mensch?
[17:18] Wir nehmen das Menschsein ja eigentlich selbstverständlich hin, weil wir sind ja Menschen, oder? Aber David in einer dieser Sternstunden der menschlichen Ideengeschichte, er stellt diese Frage: Was ist eigentlich ein Mensch? Was ist der Mensch? Und ich glaube, diese Frage wird in den nächsten Jahren so aktuell wie noch nie zuvor. Was macht eigentlich einen echten Menschen aus? Warum soll man einen Menschen heiraten und nicht ein Smartphone? Warum soll man einen Menschen beschäftigen auf Arbeit und nicht einfach ein Computer? Was ist der Mensch?
[18:02] Die Antwort kommt im nächsten Vers. "Du, Gott, hast ihn ein wenig niedriger gemacht. Mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt." In der Bibel ist der Mensch nicht nur ein intelligentes Wesen, das funktioniert. Nicht nur eine Maschine, die rechnen kann und schreiben kann, einige besser als andere, nicht wahr? Mit Herrlichkeit und Ehre von Gott gekrönt. Und es geht zurück ganz an den Anfang. Als Gott diesen Plan hatte: "Lasst uns Menschen machen", nicht irgendwie. Er hat ja schon einiges gemacht. Er hatte die Tiere gemacht, er hatte die Pflanzen gemacht, er hat Himmel und Erde gemacht, er hat die die Luft gemacht, die Elemente. Aber beim Menschen, da sagt er: "Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich."
[19:10] Geschaffen im Bild Gottes. Weiß nicht, wie oft du am Morgen etwas zerknitterst, in den Spiegel schaust und sagst: "Ich bin im Bilde Gottes geschaffen." Na ja, ab und zu hört man das vielleicht in einer Kirche: "Gottes eben bildlich geschaffen", aber wie oft machen wir uns das bewusst, dass wir im Bild Gottes geschaffen sind, geschaffen von GI, von göttlicher Intelligenz, in seinem Bild, mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt, nur ein klein wenig geringer als Engel. Und letzten Samstagabend haben wir ein bisschen über die Engel gesprochen, oder? Die Macht und die Herrlichkeit der Engel.
[19:48] "Lass uns Menschen machen nach unserem Bild." Und so heißt es: "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bild. Im Bild Gottes schuf er ihn." Wenn in der Bibel etwas wiederholt wird, dann ist das nicht so, weil Mose irgendwie noch ein paar Worte am Ende noch schreiben musste, um die Zeile voll zu machen. Das ist immer die Möglichkeit in der Bibel, etwas zu betonen. Den alten Manuskripten gibt's keine Unterstreichung. Es gibt keinen Textmarker wie hier auf der Folie. Wenn etwas wiederholt wird, dann ist das immer die Aussage: Das steht im Zentrum. Der Mensch ist im Bild Gottes geschaffen. Wenn Mose es gekonnt hätte, hätte er das Fett markiert, rot unterstrichen.
[20:28] Du, lieber Freund, liebe Freundin, bist im Bild Gottes geschaffen. Vielleicht ist die KI schneller im Rechnen von binomischen Formeln. Vielleicht kann die KI ein Bewerbungsanschreiben etwas glatter formulieren, aber die KI ist nur im Bilde des Menschen geschaffen, denn Menschen haben sich die KI ausgedacht. Gott ist im Menschen sind im Bilde Gottes geschaffen.
[20:56] Übrigens, dieses Bild wurde nicht auf Gold gemalt. Es gibt ja in der Kunstgeschichte so Epochen, wo man das toll fand, einen goldenen Hintergrund zu haben und auf den goldenen Hintergrund ein Gemälde zu malen. Ja, da gibt's ja so Epochen, das ganz, ganz modisch war. Gott hätte Menschen aus Gold schaffen können. Wenn man die Bibel liest in Mose 2, merkt man, als er dort die Welt schafft, da liegt das Gold quasi auf dem Erdboden rum, nicht? W Gold und Edelsteine, die liegen darum. Gott hätte einen Edelstein nehmen können und aus dem Edelstein uns formen können. Ja, wäre auch schön gewesen, oder? Aber Gott hat sein Bild nicht in Gold geschrieben. Er hat sein Bild nicht in Edelsteine geschrieben. Er hat sein Bild in den Staub geschrieben. Und der Staub war schon im Garten Eden dreckig, staubig. Nichts Wertvolles an sich, oder? Staub an sich ist selbst im Garten Eden keine große Rarität gewesen. Nichts, wo man jetzt viel Geld für bezahlt hätte. Gott schreibt in den Staub sein Bild. Er bildet den Herr, der bildete Gott der Herr den Menschen Staub von der Erde.
[22:10] Weiß jemand, wie Gott alles andere geschaffen hat? Er sprach. Das heißt, Gott sprach: "Es werde Licht", und da war Licht. Oder er sprach: "Es werde eine Feste", da war der Himmel. Er sprach und die Dinge waren da. Er sprach und es geschah. Er gebot und es stand da. So sagt es Psalm 33, Vers 6 und 9. Ich glaube auch, die Engel sind so geschaffen worden. "Es werde Engel", da stand er da. Nicht so bei Menschen. Gott hätte auch sagen können: "Es werde Adam." Und in dem Moment, wo es gesagt hätte, wäre plötzlich im Garten Adam wäre da gestanden, oder wer bin ich? Wäre doch möglich gewesen, oder? Aber Gott kommt auf die Erde, kniet sich in den Dreck, wenn ich das so benennen darf, im Garten oder so, in den Staub und formt einen Menschen.
[23:07] Und dann macht er Handarbeit und dann heißt es: "Und er blies den Odem des Lebens in seine Nase." Hat jemand einen Erste-Hilfe-Kurs mal gemacht? Erste-Hilfe-Kurs. Okay, also wenn ich jetzt hier halb umfallen würde, könnte ich gerettet werden. Das freut mich. Wenn man einen Menschen Mund zu Nase beatmen möchte, wie viel Abstand sollte man halten? Kann man ein Menschen so aus 2 Meter Entfernung Mund zu Nase beatmen? Nein. Wenn man ein Menschen Mund zu Nase beatmen möchte, dann muss man was tun? Man muss sich niederknien, man muss seinen Mund auf die Nase tun. Gott schafft den Menschen, indem er selbst in den Staub kommt, seine Hände schmutzig macht, die waren staubig und dann mit seinem eigenen Mund in die Nase dieses staubigen Menschen hineinbläst.
[23:57] Und es heißt: "Und es entstand eine lebendige Seele, ein Lebewesen", so sagt das Hebräische, geschaffen im Bild Gottes. Übrigens, die KI, die atmet nicht.
[24:16] Die Bibel sagt uns, dass wir Menschen aus Materie bestehen, die von Gott zum Leben befähigt worden ist. Ohne diesen Lebensodem, ohne den Atem, den Gott uns gegeben hat, sind wir tot. Der Leib ohne Geist ist tot. Wenn man sich fragt, was genau meint das mit diesem Odem? Manche Leute denken, ah, vielleicht ist das irgendwie so eine spezieller Geist, der dann irgendwie vielleicht schon vor existiert hat oder danach weiter existiert oder irgendwie so uns erfüllt. Was ist damit gemeint, wenn es heißt, der Mensch ist gemacht, indem Gott in seine Nase den Odem des Lebens hineingeblasen hat? Dann sagt die Bibel: Der Odem ist der Hauch Gottes in meiner Nase. Jemand heute hier deine Nase mitgebracht? Nase mitgebracht. Okay, Experiment. Wir halten unsere Finger an die Nasen. Das, was da rauskommt, das ist der Odem, oder nicht irgendeine extra Seele, die in uns hineingekrochen ist und wieder herausfliegen wird. Die Fähigkeit zu atmen, die Fähigkeit zu leben, das pulsierende Leben, das von Gott kommt.
[25:34] Wie oft denkst du darüber nach, dass du atmen kannst, dass du lebst, dass dein Herz schlägt? Wir nehmen das so für selbstverständlich. Eigentlich ist das ein gewaltiges Wunder, denn wenn der Atem weg ist, wenn der Mensch aufhört zu atmen, obwohl all die Neuronen des Gehirns noch da sind, sind sie nicht mehr in der Lage zu rechnen. Wenn der Odem weg ist, dann vergehen sie und werden wieder zu Staub. Und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist, und der Geist zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben hat.
[26:16] Und deswegen sagt die Bibel, das wollen wir hier nur am Rande kurz erwähnen, die Toten rühmen den Herrn nicht. Manchmal glauben Menschen, na ja, dieses Leben ist ein Vorspiel zu dem, was danach kommt. Ja, so, ich lebe jetzt erstmal hier mein Leben und dann kommt bestimmt nach dem Tod was anderes. Da habe ich eine zweite Chance, da kann ich noch vielleicht irgendwas noch drehen an meiner Seligkeit, da kann ich vielleicht noch dies und jenes erleben. Vielleicht komme ich ja einfach als Mensch wieder auf die Erde. Manche glauben an die Reinkarnation. Ich war, ich war früher eine Katze, dann wurde ich ein Mensch. Vielleicht werde ich das nächste Mal ja eine Kuh.
[26:49] Die Bibel sagt uns, die Toten rühmen den Herrn nicht, keiner, der zum Schweigen hinabfährt. Wenn du den Herrn rühmen möchtest, dann tue es, solange du lebst. Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen, aber die Toten wissen gar nichts. Und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil, denn man denkt nicht mehr an sie. Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das ist die Schlussfolgerung vom König Salomo, der war sehr klug. Vielleicht hätte er im Schach gegen die KI verloren. Kann schon sein, aber der war für seine Zeit extrem klug. Er hat das Leben beobachtet und er sagt: "Pass auf, wenn du etwas erreichen willst, dann nutze das Leben, das du hast, denn im Totenreich, in das du gehst, gibt es kein Wirken mehr und kein Planen, keine Wissenschaft und keine Weisheit."
[27:44] Weiß nicht, was du alles dir noch vorgenommen hast in deinem Leben. Weiß nicht, ob du Pläne hast. Manche leben ja einfach nur noch von Tag zu Tag in der Hoffnung, dass der nächste Tag auch wieder vorbeigeht, oder? Hast du noch Pläne? Hast du Wünsche, Gedanken, Ideen? Willst du etwas herausbekommen? Willst du noch Weisheit erlangen? Dann nutze das Leben, das du jetzt hast.
[28:06] Manche Menschen stellen fest nach Jahrzehnten, dass sie im Grunde genommen wie im Hamsterrad gelebt haben, immer andere Erwartungen erfüllt haben, immer andere Aufgaben gemacht haben, alles funktioniert hat und dann fühlen sich am Ende eigentlich nur wie eine unterlegene KI, die Aufgaben erledigt hat. Vielleicht äh ein bisschen zuverlässiger, aber ein bisschen langsamer. Aber möchtest du so leben wie eine KI auf zwei Beinen, die einfach nur Aufgaben erledigt hat? Oder hast du Pläne, Wünsche? Dann nutze dein Leben. An dem Tag, wenn wir sterben, ist aus mit allen unseren Plänen.
[28:51] Manche glauben, dass wenn wir sterben, wir gleich weitergehen in den Himmel, vielleicht durch eine unsterbliche Seele oder so. Interessant ist das im Neuen Testament als zu Pfingsten der Heilige Geist ausgegossen worden ist, dass Petrus gesagt hat, der Stammvater David ist gestorben und begraben und nicht in den Himmel aufgefangen. War David ein Mann Gottes. David hat zwar schwere Fehler gemacht, David hat schwer gesündigt. Gott hat ihm vergeben. Er ist im Glauben gestorben. Er ist nicht in den Himmel aufgefahren.
[29:29] So fragt Hiob: "Der Mann aber stirbt und ist dahin. Der Mensch vergeht. Und wo ist er? Die Wasser zerrinnen aus dem See, wie ein Strom vertrocknet und versiegt. So legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf, bis die Himmel nicht mehr sind."
[29:48] Du heute hergekommen bist. Hast du einmal nach oben geschaut? Ist der Himmel noch da? Der Himmel ist noch da. Bibel sagt uns, irgendwann wird der Himmel zusammenrollen wie eine Buchrolle in der Offenbarung, wenn Jesus Christus wiederkommt. So lange werden sie nicht aufgeweckt aus ihrem Schlaf. Wir können heute das Thema aus Zeitgründen nicht großartig vertiefen, aber die Bibel beschreibt den Menschen, der nicht lebt, wie jemand, der im Schlaf wartet, sozusagen, dass er wieder aufgeweckt wird.
[30:20] "Aufgeweckt aus ihrem Schlaf." Und dann heißt es hier: "Aber wenn wird denn der Mensch, wenn er stirbt, wieder leben? Die ganze Zeit meines Frohndienstes würde ich harren, bis meine Ablösung käme, dann würdest du rufen und ich würde dir antworten." Wenn Jesus Christus wiederkommt, haben wir letzten Samstagabend gesehen, dann werden die Toten in Christus auferstehen. Dann wird es Leben wiedergeben.
[30:41] Und der entscheidende Gedanke hier ist: Wir sind Bild Gottes, wir leben. Wir sind Menschen, weil Gott uns das Leben gibt. Und nur deswegen. Übrigens, vielleicht noch einen Punkt. Vielleicht haben Sie mal diesen Begriff gehört: die unsterbliche Seele. Weiß jemand, wie oft das Wort Seele in der Bibel ungefähr vorkommt? Also nicht jetzt jedes Mal, aber so ungefähr. Pi mal Daumen, wie oft könnte das Wort Seele in der Bibel vorkommen? Schätzen, wie oft kommt das Wort Seele in der Bibel vor? 10 mal, 20 mal, 50 mal, 1000 mal? Wow, 500 mal. Noch jemand eine Schätzung? 150? Gut, es sind 1600 mal.
[31:21] 1600 mal kommt das Wort Seele vor. Weiß jemand, wie oft das Wort Seele mit dem Adjektiv unsterblich vorkommt? Nada. Nie. Was es aber gibt, ist die Seele, die sündigt, soll sterben. Es gibt eine sterbliche Seele. Warum? Erinnern wir uns daran. Als Gott den Menschen schuf, als er ihn geformt hat und den Atem des Lebens in ihn hineingeblasen hat, da wurde der Mensch eine lebendige Seele. Seele bedeutet in der Bibel ein lebender, atmender Mensch. Wenn du heute hier sitzt und atmest und einen Puls hast, bist du eine Seele. Deswegen sagt man ja auch, jetzt habe ich nicht nachgeschaut, wie viel Einwohner gibt es in Unterwesheim? 500, 2000, und Övesim ist ein 3000-Seelen-Dorf oder so. Ja, sagt man doch, oder? In diesem Sinne meint das hier Seele.
[32:24] Aber die Bibel sagt uns: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." Leben ist ein Geschenk Gottes. Von ihm heißt es: "Er hat allein Unsterblichkeit", aber wir streben nach der Unvergänglichkeit. Wir bekommen Unvergänglichkeit, wenn Jesus wiederkommt, zur Zeit der letzten Posaune, wenn wir verwandelt werden, unverweslich.
[32:58] Und deswegen sagt die Bibel: "In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen." Hier kommt ein wichtiger Punkt. Jetzt haben wir ein bisschen drüber gesprochen, was der Mensch ist. Sie haben gesprochen, wie der Mensch geschaffen ist. Wir haben auch gesehen, dass der Mensch ohne Gottes gegebenes Leben nicht weiterleben kann. Wenn der Atem weg ist, den Gott gegeben hat, ist der Mensch tot. Es gibt keinen Plan, keine Wissenschaft. Er ist dann tot. Aber was bedeutet es dann zu leben? Woher kommt das Leben?
[33:25] Bibel sagt, das Leben war das Licht der Menschen. Ist es nicht so, dass wenn Menschen das Licht der Hoffnung nicht mehr sehen, wenn sie in schwere Depression fallen, dass sie plötzlich den Wunsch haben, auch nicht mehr zu leben? Wenn man das Licht nicht sieht, wenn es nicht hell ist im Leben, dann verliert man auch die Lust auf das Leben. Das Leben war das Licht der Menschen. Und Jesus kam nicht nur, damit wir irgendwann ewiges Leben haben, kam auch, dass wir auf dieser Welt echtes Leben haben.
[34:00] Lebst du oder wirst du gelebt? Reagierst du nur auf das, was andere tun und hoffst, alles richtig zu machen? Oder kannst du sagen: "Heute hier, ich habe Leben im Überfluss, ich habe ein so schönes Leben trotz aller Schwierigkeiten da draußen, dass ich davon noch abgeben könnte." Jesus kam, damit wir nicht nur eine dreidimensionale KI sind, die Aufgaben erledigt. Er kam, damit wir Leben im Überfluss haben.
[34:34] Psalm 4, Vers 8: "Du hast mir Freude in mein Herz gegeben, die größer ist als ihre, wenn sie Korn und Most in Fülle haben." Wir alle wissen, Menschen freuen sich, wenn es ihnen gut geht, oder? Party, Geburtstagsfeier, Lieblingswein, hat dein hat die Meisterschaft gewonnen. Das sind alle fröhlich, oder? Aber der Psalmist sagt, es gibt eine Freude, die tiefer ist als nur, dass meine natürlichen Bedürfnisse befriedigt worden sind. Es gibt eine Freude, die tiefer geht als nur: "Ach, das war eine tolle Party."
[35:16] Weiß nicht, wie oft du so eine tiefe Freude empfindest. Wir alle freuen uns, wenn man uns lobt. Wir alle freuen uns, wenn da das Dopamin ausgeschüttet wird, nicht wahr, wenn was Tolles gemacht haben. Aber kennst du auch diese tiefe Freude? Der David kannte ja auch die normale Freude. Er sagt, es gibt eine tiefere Freude, eine Freude, zu der eine Maschine nicht fähig ist. Eine echte, tiefe, größere Freude, als nur, dass alles sich erfüllt hat, was ich mir so gewünscht habe.
[35:56] Jesus hat es so ausgedrückt. Er sagt: "Das Leben ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung." Und so leicht geraten wir in diesen Teufelskreis, dass wir uns die ganze Zeit nur Sorgen machen, wie wir die nächste Rechnung bezahlen, wie wir unser Studium finanzieren, wie wir unsere Arbeitsstelle behalten und wie wir unsere Gesundheit einigermaßen aufrechterhalten. Wir machen uns Sorgen um so viele Dinge.
[36:24] Und übrigens sind viele Menschen auch deswegen so am Burnout, im Stress, in der Depression, weil sie sich diese ganzen vielen Sorgen machen. Das Leben ist mehr als die Speise. Und dann sagt Jesus: "Schaut mal auf die Raben, schaut euch mal die Vögel an." Wenn man die Zeit hätte im ganzen Kontext, in den Versen vorher, erzählt Jesus dieses Gleichnis von einem Mann, der schon reich ist und der dann eine enorme Ernte einfährt und sagt: "Wunderbar, ich habe nur ein Problem. Wo kriege ich all diese Ernte, eine ganze Ernte, wo kriege ich die nur unter? Meine Scheunen sind zu klein." Und da gibt es arme Menschen, Menschen, die nichts haben. Aber alles, woran er denken kann, ist: "Wer weiß, was die Zukunft bringt? Ich muss für mein eigenes Glück vorsorgen. Ich muss sicherstellen, dass ich für die nächsten Jahre genügend habe. Ich werde die Scheunen, die ich habe, die werde ich abreißen. Ich werde größere Scheunen bauen und dann alles, was ich habe, dort aufsammeln. Ich werde in Bitcoin investieren, damit ich auf jeden Fall Sicherheit habe, oder? Ich werde in Gold investieren. Ich werde dafür sorgen, dass ich mir die nächsten Jahre es ganz gemütlich machen kann."
[37:44] Und in der Nacht stirbt er, nicht wahr? Und kann nicht mal mehr per Testament festlegen, wohin diese ganzen Reichtümer gehen. Und dann sagt Jesus: "Schaut euch die Raben an, sie haben weder Speicher noch Scheunen. Kein Rabe kommt auf die Idee, erstmal eine Scheune zu bauen, oder?" Und doch sorgt Gott für sie. Und Jesus sagt: "Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel?"
[38:11] Ist dir bewusst, dass dein Wert als Mensch davon bestimmt wird, wie viel Gott für dich tut? Das ist, was der Text sagt, oder? Gott sorgt für die Raben. Er sorgt übrigens auch für die Lilien. Gibt ja mehrere Dinge, die Jesus sagt. Gott sorgt für sie. Aber du bist noch mehr wert als Raben und Lilien, weil Gott noch mehr für dich sorgt. Wir sagen manchmal: "Ja, du bist wert, weil Gott dich lieb hat." Ja, stimmt. Gott hat dich lieb, aber Gott hat dich nicht nur lieb. Es kann ja vorkommen, dass jemand mich lieb hat, aber nichts für mich macht. Oder wenn jemand sagt: "Ich habe dich lieb, ich habe dich lieb, ich mag dich", aber nie was macht, dann hat man nicht so viel davon, außer das schöne Gefühl in der Bauchgegend, dass jemand mich lieb hat. Gott sorgt für uns. Das macht deinen Wert aus. Er sorgt mehr für dich als für Raben und Lilien.
[39:03] Aber wir achten da meistens nicht drauf. Wir achten nicht auf das, was Gott für uns tut. Werden blind für all das, was er tun könnte und tun will und sehen uns dann relativ alleine. Und plötzlich unterscheidet uns gar nicht mehr so viel von einer KI, die einfach nur noch funktioniert.
[39:30] Übrigens, Gott sorgt nicht für die KI. So viel kann ich jetzt schon sagen, der Heilige Geist wirkt nicht an der KI. So hoch wie die Fehlerrate ist. Das ist einfach nur mathematische Wahrscheinlichkeitsrechnung. Gott sorgt für dich.
[39:50] Du hast einen Zugang zu einer Weisheit, die KI niemals haben wird. Und wenn sie auch alle vorhandenen KIs zusammenschalten und wenn der Elon Musk noch, ich weiß noch was investiert. Du hast den Zugang zu einer Weisheit, die KI nie haben wird. Du hast Zugang zu Gott, dem Allerhöchsten, dem Schöpfer von Himmel und Erde. Ist dir das bewusst? Ist dir bewusst, dass du im Bild Gottes geschaffen bist?
[40:15] Jesus sagt: "Du bist kostbar in meinen Augen und wertgeachtet. Ich habe dich lieb." Ich glaube, Gott geht mit uns sehr viel wertvoller um, also sehr viel liebevoller um als wir mit der KI. Für uns ist die KI eigentlich nur so ein Arbeitsklotz. Wir machen uns keine Gedanken, wie die KI fühlt, oder? Ist ja nur eine Maschine. Aber Gott denkt über uns ganz anders. "Du bist kostbar in meinen Augen, wertgeachtet."
[40:51] Und das sieht man daran, dass Gott uns tatsächlich etwas zutraut. Gott sagt das nicht einfach nur so als Spruch: "Hey, ich mag dich." In der Bibel steht, dass als Gott die Welt geschaffen hat, da muss die Dinge ja benannt werden. Oder am ersten Tag er schafft das Licht, er sagt, das heißt Tag, das heißt Nacht, dann schafft er die Himmelsfeste und sagt, das ist der Himmel. Er trennt Wasser und das Trockene. Sagt, das ist das Meer, das der Himmel. Und so benennt er alles, weil die Sonne kann sich nicht selbst benennen. Aber als der Mensch kommt, der ein Gehirn hat, der eine NI hat, eine natürliche Intelligenz von Gott gegeben, da beschließt die GI, die göttliche Intelligenz: Ich lass die Niemand. Gott nicht die Tiere auch benennen können? Dem werden auch tolle Namen eingefallen. Bin mir ganz sicher. Weiß nicht, ob der Elefant ein Elefant geheißen hätte. Er brachte sie zu den Menschen, um zu sehen, wie er, der Mensch, sie nennen würde. Ein Teil dieser Wertschätzung, die Gott uns entgegenbringt, ist, dass er uns etwas zutraut, dass er uns Aufgaben gibt, die er selbst hätte durchführen können. Er sagt: "Pass auf, du darfst."
[42:14] Wie oft arbeitest du mit Gott zusammen? Wie oft ist dir bewusst, dass du im Alltag, ich meine, wir haben ja nicht mehr die Aufgabe, zoologisch die Tiere zu benennen, oder? Wie oft ist dir bewusst, dass du im Alltag mit Gott zusammenarbeiten kannst? Egal, ob du die Wäsche wäschst oder eine Buchung vornimmst oder ob du äh handwerklich arbeitest. Wie oft ist dir bewusst, ich arbeite mit Gott zusammen. Er hat mir Fähigkeiten gegeben, um Dinge zu tun, die er auch hätte tun können, aber er lässt mich machen.
[42:47] Und jeder, der wirklich weiß, was es heißt zu delegieren, weiß, das bedeutet auch, dass man selbst auf etwas verzichtet. Ein Diktator entscheidet alles. Wenn ich aber bewusst dir Verantwortung übergebe, dann verzichte ich auf etwas. Gott verzichtet schon in der Schöpfung darauf, alles zu bestimmen, alles zu kontrollieren. Kennt ihr so Menschen, die so alles kontrollieren wollen, diese Kontrollzwang haben, nicht alles unter Kontrolle haben wollen? Gott ist kein absolutistischer Diktator. Gott sagt: "Okay, du darfst auch." Und Gott sagt ja nicht: "Wieso Elefant? Wieso Elefant? Komisches Wort, das nennen wir anders." Gott sagt: "Okay, Elefant." Okay, warum nicht Elefant?
[43:31] Gott lässt dir eine echte freie Entscheidung. Überleg mal, was das bedeutet, dass dein Gehirn so geschaffen ist, dass der Schöpfer des Universums, der diese ganzen Galaxien geschaffen hat, der sich die Atome ausgedacht hat, deinem Gehirn zutraut, Dinge zu lösen in freier Entscheidung. Und das wollen wir alles an eine Maschine abgeben, die 45% der Fälle sich irrt. Ich glaube, Gott im Himmel denkt sich: "Hey, was ist mit euch los? Seid ihr so faul? Wollt ihr nicht euren Muskel, den ich euch gegeben habe, ein bisschen mehr drin." Also versteht mich falsch. Nee, versteht mich nicht falsch. Versteht mich richtig. Nichts gegen die KI in ihren in ihren gut abgegrenzten Bereichen. Wir wollen das nicht verteufeln. Ja, stell uns heute die Frage: Was ist der Mensch? Und wollen wir das, was Gott uns gegeben hat, einfach gedankenlos einfach nur, weil wir schnell zum Ziel kommen wollen, einfach nur outsourcen zu etwas, was wir selbst geschaffen haben, was aber gar nicht den Anforderungen letztlich entspricht.
[44:37] Gott hätte uns allen auch ein Smartphone geben können mit den Einstellungen für den perfekten Partner. Gott wusste ja, dass wir uns nach Liebe und Sehnsucht äh äh nach Gemeinschaft sehnen. Er hat es ja dem Adam bewusst gemacht, hat ihn alleine geschaffen, hat ihn alle Tiere sehen lassen. Der hat gemerkt: "Wow, die Tiere sind alle zu zweit, ich bin alleine. Mir fehlt was." Gott hätte ihm ein ein iPad geben können und sagen: "Pass auf, du drückst jetzt hier, hier, da kannst du aussuchen: Haarfarbe, nicht wahr? Wie groß, wie dick oder wie dünn, nicht wahr? Intelligent oder eher äh einfach gestrickt, nicht? Kannst alles eingeben, so wie es dir gefällt."
[45:16] Gott wusste, dass das nicht gut ist. Er wusste, dass wir uns nur dann wirklich geliebt fühlen, wenn jemand uns zurückliebt, obwohl wir keine Knöpfe gedrückt haben. Denn wenn ich, wenn ich da in den Einstellungen ein bisschen manipuliert habe und sage: "Sag mir bitte das, das, das", dann mag mir das vielleicht oberflächlich helfen, wenn ich 23:30 Uhr im Bett liege und der Tag war stressig und jemand hört mir zu. Aber ich werde nie wirklich das Gefühl haben, dass mich einer hier aus freien Stücken wirklich liebt. Es wird sich immer schal anfühlen. Es wird sich immer wie ein Selbstbetrug anfühlen.
[45:58] Gott schafft eine Frau, die komplett anders denkt, komplett anders funktioniert. Ein ewiges Mysterium für uns Männer, oder nicht? Einige scheint das mit zum gelöst zu haben. Anders fühlt, anders denkt, freiwillig sagt: "Nein, das will ich nicht." Da kannst du so viel Knöpfe drücken, wie du willst.
[46:31] Aber wir alle wissen, wenn dann ein Mensch uns zurückliebt, das kann man nicht mit Worten beschreiben. Das ist übrigens das, was Gott sich auch wünscht. Gott hat uns nicht als KI geschaffen. Hätte er machen können, oder? Hat hätte sich die Finger nicht dreckig machen müssen, einfach. Also Gott hätte ein Smartphone locker finden können. Das war für kein Ding. Ja, also der hat vielleicht gewartet, warum die Menschen so lange brauchen, bis sie drauf gekommen sind, wie das geht. Er hätte einfach ja für sich auch ein Smartphone mit Menschen machen können und sagen: "Bitte betet mich an. Heilig, heilig, heilig." Und dann wäre der, das wäre erklungen: "Heilig, heilig, heilig." Und hätte sich gefreut, oder? Nein, er wollte echte Menschen, freie Menschen, die das volle Potenzial hätten zu sagen: "Nein", damit das Ja echt ist.
[47:30] Und dafür lohnt es sich auch in einer sündigen Welt, in der Männerhirne ziemlich gelitten haben. Die Frauen scheinen ja von der Sünde nicht viel betroffen zu sein, oder? Nein, ihr versteht, was ich meine. Selbst in der Welt, in der alle unsere Gehirne und Emotionen auch äh keine guten Seiten haben, da lohnt es sich nicht, den perfekten Smartphone-Partner zu finden. Da lohnt es sich, egal ob in einer Ehe, in einer Freundschaft, in einer Gemeinde, mit realen Menschen echte Beziehung zu haben. Und dass wir eine solche Epidemie, wenn wir morgen drüber sprechen, von Stress und von Burnout und Depression und Jugendliche, die sie als Leben nehmen wollen, haben, hat auch damit zu tun, dass Menschen immer beziehungsunfähiger werden, immer mehr um sich alleine sich nur drehen.
[48:31] Gott gibt uns Wahlmöglichkeiten, den Baum, der Kenntnis des Guten und des Bösen schon im Garten Eden. Er sagt dann später: "Ich lege dir das Leben und das Gute vor, den Tod und das Böse. Du kannst frei entscheiden." Gott hat natürlich einen Wunsch. Er möchte nicht, dass wir sterben. Er möchte nicht, dass wir das Böse tun. Aber er lässt uns die freie Wahl und zwar mit allen Konsequenzen.
[48:59] Ist dir bewusst, wie viel Freiheit Gott dir gibt? Du bist keine Maschine. Du bist kein Sklave eines allmächtigen Gottes. Du bist ein freier Mensch. Aber hier kommt die Sache: Mit deiner Freiheit kommt eine enorme Verantwortung. Der Salomo sagte das so: "Das sollst du dabei wissen, dass dir Gott über dies alles ein Urteil sprechen wird." Wer frei ist, kann frei entscheiden, aber die Entscheidungen haben immer Konsequenzen, nicht nur für ein selbst, sondern auch für das Leben von anderen. Wenn ich mich heute frei entscheiden würde, meine Frau zu verlassen, hätte das nicht nur Konsequenzen für mich, es hätte Konsequenzen für meine Frau, für meinen Sohn, für das Ungeborene. Es wäre ein Rattenschwanz, es hätten Konsequenzen für ihre Eltern, für meine Eltern, für die Gemeinde, in der wir sind. Es hätte eine Auswirkung, die ich kaum abschätzen kann. Alles, was wir tun, sagen, hat Auswirkung.
[49:56] Ist uns das bewusst?
[50:01] Etwas, von dem die meisten Menschen Angst haben, wenn es um KI und Technik geht, ist die Tatsache, dass die KI alles sammelt und dass die großen Techfirmen alles sammeln, oder alle Daten, alle Internetadressen, alle realen Adressen, unsere Vorlieben. Wenn wir auf den sozialen Medien sind, dann kann Facebook schon anhand unserer Poster kennen, ob eine Frau Brustkrebs kriegen wird, einfach rein statistisch ausrechnen. Krass, oder? Instagram weiß ganz genau, wo ich hinfliegen will im Urlaub. Und wir machen uns Sorgen, was es bedeutet, wenn diese großen Maschinen alles von uns wissen. Aber ich möchte heute sagen: Es gibt jemanden, der weiß noch viel mehr von uns. Jemanden, der noch viel mehr Daten sammelt, als die KI es jemals könnte. Mehr Daten als alle Techfirmen zusammen.
[50:58] Die Bibel sagt: "Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird." Man sagt ja, das Internet vergisst nicht. Aber vielleicht denkst du: "Aber ich habe ein paar Sachen gemacht, die hat das Internet nicht gesehen, die wurden nicht aufgenommen. Ich habe ein paar Sachen vielleicht gesagt, die hat keiner gehört, da hat keiner das Mikrofon angeschaltet." Die Bibel sagt, es gibt absolut nichts, was einfach so unterm Teppich verschwindet.
[51:26] Ein großes Thema heute ist ja die Sicherheit, nicht wahr? Wie kann ich möglichst viel machen, ohne dass Leute dann merken, was ich dann gemacht habe und daraus Missbrauch treiben. Bibel sagt: "Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird." Gott wiegt die Taten. Also eins ist sicher: Alles, was wir tun, steht bei Gott geschrieben. Alles, was wir reden, ist bei Gott gesammelt. Da kommen nicht mal die amerikanischen Geheimdienste mit. Ich bin mir sicher, die wissen nicht jedes Wort, das ich gesagt habe. Gott schon.
[52:04] Aber nicht nur das. Gott kennt nicht nur alle Taten, er kennt nicht nur alle Worte, er kennt alle Motive meines Herzens. Die Chinesen können mit ihren Kameras genau sehen, wer war wo, in welche U-Bahn gestiegen ist, aber sie können sich nie sicher sein, was die Person dabei gedacht hat. Aber Gott schon. Gott kennt meine Motive, während ich hier stehe. Erkennt deine Motive in allem, was wir tun, die Absichten der Herzen. Er kennt, tut mir leid, aber die Bibel macht das ganz klar, erkennt alle unsere Sünde. Es gibt Dinge, die verbergen wir vor unseren Ehepartnern, vor unseren Eltern, vor unseren Kindern, vor unseren Freunden und denken, niemand hat es mitbekommen. Gott sieht es alles, hört es alles, weiß es alles.
[53:00] Bibel sagt auch, dass er all diejenigen in seinem Bibel nennt das Gedenkbuch, weil zur Zeit von der Bibel gab es noch keine KI, oder da war das Buch die Top-Technologie. Das Buch war sozusagen modernste Technologie, die es gab. Ich glaube, wenn der Maleachi heute leben würde, es würde sowas heißen wie in der Gedenk-Cloud, wo alles gespeichert ist, den großen himmlischen Server, nicht wahr? Da wurde auch vor ihm geschrieben: "Es wurde geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und seinen Namen hochachten." Wenn du in deinem Herzen