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Mirjam Giebfried beleuchtet in dieser Lektion die Bedeutung einer Anbetung, die das gesamte Leben durchdringt und nicht nur auf den Gottesdienst beschränkt ist. Anhand biblischer Texte aus den Psalmen, 1. Samuel und 1. Chronik untersucht sie, wie individuelle und gemeinschaftliche Anbetung sich gegenseitig stärken und wie jeder Dienst in der Gemeinde zu Gottes Ehre gereicht. Sie ermutigt dazu, Gottes Güte und Taten nicht nur im Gebet, sondern auch im Zeugnis vor anderen zu teilen, und verknüpft das „neue Lied“ der Psalmen mit der Erlösung in der Offenbarung.


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Serie: CSH 2024 Q1 - Die Psalmen

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Christ Study Hour hier bei J-Media. Wir beschäftigen uns heute mit der Lektion Nummer 12, dem Thema "Anbetung, die nie endet", und bereiten uns so schon auf das Bibelgespräch am Samstag vor. Heute wird der Merkvers Psalm 104 Vers 33 sein, und bevor wir den lesen, lasst uns gemeinsam, da wo es möglich ist, jetzt Stille werden und gemeinsam beten. Unser Vater im Himmel, du hast uns schon viel beigebracht durch die Psalmen, und wir wollen dir dafür Danke sagen. Wir kommen jetzt zu dir im Gebet, und wir wollen dich auch wirklich anbeten, Herr. Wir wollen dich loben, wir wollen dich ehren. Lass uns das nicht aus den Augen verlieren. Herr, was wir auch tun, es soll für dich zum Preis sein. Und so auch wenn wir uns jetzt deinem Wort widmen, wenn wir die Psalmen anschauen, wieder einige Psalmen vor uns haben, so leite du uns. Lass uns den Blick von uns weg auf das, was wir von dir lernen können, und dass diese kostbare Zeit für uns auch zu einer Quelle von neuer geistlicher Kraft sei. Ermutige, aber ermahne du uns auch und zeig uns, wozu du uns schon Kraft gegeben hast, es zu ändern, wie wir dich noch besser anbeten können, und bereite uns, Herr, auf die himmlischen Höfe vor, wo unsere Anbetung wirklich ewig sein wird. Herr, wir danken dir jetzt schon dafür. Amen.

[2:34] Der Merkvers, wie gesagt, steht im Psalm 104 und dort Vers 33. Lasst uns diesen gemeinsam aufschlagen. Psalm 104 und dort Vers 33. Da heißt es: "Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, meinem Gott lobsingen, solange ich bin." Anbetung, die nie endet – das ist unser Thema heute, und dieser Vers drückt genau das aus: eine Anbetung, die nicht nur momentan oder situativ ist, sondern Anbetung, die sich durch das ganze Leben hindurchzieht. Ist dein Leben ein Lob für Gott? Es geht jetzt nicht darum, sich selbst zu rühmen, sondern es geht darum, dass wir uns ernsthaft die Frage stellen: Lobe ich Gott eigentlich mit meinem Leben? Wir kennen vielleicht die Verse von Paulus, wo Paulus sagt: "Ob ihr esst oder trinkt oder was auch immer ihr tut, tut es zur Ehre Gottes." Er zeigt uns damit, dass sich Anbetung und Lob durch jeden Bereich des Lebens hindurchziehen sollte. Und wie weit haben wir davon gefehlt, wenn unsere Anbetung sich nur auf den Gottesdienst beschränkt oder nur auf die Zeiten beschränkt, wo wir mit anderen Gläubigen zusammenkommen? Unsere Anbetung, die darf beständig sein. Im Lektionstext am Sabbat hieß es: "Wenn unser Leben von Gottes Gnade und Macht zunimmt, werden wir aufgefordert, mit dem Psalmisten zu fragen: Wie soll ich dem Herrn vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut?" Das ist ein Teil von Anbetung. Es ist nicht nur, dass ich irgendetwas jetzt in mir heraufbeschwören muss, um Gott Lob zu bringen oder immer ein Lächeln auf dem Gesicht zu tragen, sondern es ist eigentlich nur eine Antwort darauf, dass wir erlebt haben: Gott hat uns viel Gutes getan. Es gibt so ein Lied, an das ich dabei erinnert worden bin, wo es heißt: "Was soll ich tun für meinen Heiland, wie vergelten meine Schuld?" So dieser Gedanke, auch in Gottes Schuld zu stehen, weil er so viel Gutes getan hat. Er macht mich frei aus aller Knechtschaft und schenkt mir seine Gnade. Und dann heißt es später: "Dies will ich tun für meinen Erlöser, ihm meine Liebe darzutun. Von seinen Werken will ich erzählen, ihn zu Lob preisen, nimmer ruhen."

[5:30] Gott mit der ganzen Gemeinde zu preisen, wird als ideale Anbetung empfunden, so heißt es weiter in dem Lektionstext. Das bedeutet nicht, dass das Gebet und der Lobpreis des Einzelnen in Israel eine untergeordnete Bedeutung haben. Im Gegenteil, die Anbetung Gottes durch den Einzelnen speist den gemeinschaftlichen Gottesdienst mit neuem Lobpreis. Da können wir dazu Psalm 22 Vers 23 und 26 lesen, auf die sich der Schreiber der Lektion hier bezieht. Psalm 22 Verse 23 und 26: "So will ich meinen Brüdern deinen Namen verkündigen, inmitten der Gemeinde will ich dich loben." Und in Vers 26: "Von dir soll mein Loblied handeln in der großen Gemeinde. Ich will meine Gelübde erfüllen vor denen, die ihn fürchten." Der Psalmist, das ist hier an dieser Stelle David, der sagt: "Ich will es nicht verbergen, ich will vor der Gemeinde, vor den anderen, Gott loben, so dass andere es sehen." Und er stellt uns vor die Frage: Wie können wir etwas vielleicht dann doch zum Gottesdienst beitragen? Was ist mein Teil, den ich zur Ehre Gottes am Sabbat beitragen kann? Wir können uns zum Beispiel in der Sabbatschule, im Bibelgespräch beteiligen. Was dieses – also mir hat das ganz gut gefallen: Der Lobpreis des Einzelnen, der speist den gemeinschaftlichen Gottesdienst. Denn genauso können wir es mit der Lektion machen. Wir können das, was wir jeden Tag in der Woche gelernt haben, mitnehmen, wieso ja, in einen Rucksack einpacken, so bildlich gesprochen, und wir können das mit zum Gottesdienst bringen und im Bibelgespräch den anderen unsere Erkenntnisse sagen. Ich glaube, das Schlimmste, was für einen Bibelgesprächsleiter passieren kann, ist, dass alle da sitzen und keiner das Sabbatschulheft gelernt hat. Also bringt gerne mit, auch wenn vielleicht die Fragen nicht haargenau passen. Ich will jetzt euch nicht dazu ermutigen, irgendwie andere Antworten zu geben, aber schaut und überlegt euch, was kann ich den anderen mitteilen, was ich diese Woche gelernt habe? Muss nicht unbedingt das Bibelgesprächsheft betreffen, das kann auch sein, was ich in der Andacht gelernt habe, aber gebt weiter, was ihr von Gott bekommen habt.

[8:44] Psalm 134, und wir können gemeinsam zu diesem Psalm gehen. Psalm 134, der ist sehr kurz. Ich muss dazu sagen, wenn ihr dieses Lektionsheft bei euch zu Hause habt, dann ist kein Fehler, aber fallt nicht darauf herein, so wie ich. Dort stand: "Lies Psalm 124", und der ist sehr schön und sehr ergiebig, aber hat nicht so viel mit Anbetung zu tun. In dem Absatz darunter geht es dann um Psalm 134, und ich glaube, das ist auch, was hier eigentlich gemeint ist. Also streicht Psalm 124 durch, schreibt Psalm 134 dorthin. Um diesen Psalm kümmern wir uns am Sonntag. Ein Wallfahrtslied: "Wohl an, lobt den Herrn, alle Knechte des Herrn, die ihr im Haus des Herrn steht in den Nächten! Erhebt eure Hände in Heiligkeit und lobt den Herrn! Der Herr segne dich aus Zion, er, der Himmel und Erde gemacht hat." Ich habe mich gefragt, wer waren diese Leute, die im Haus des Herrn auch nachts waren? Es heißt ja hier: "die ihr im Haus des Herrn steht in den Nächten." Das Heiligtum, das war in der Nacht zugeschlossen. Da konnte man jetzt nicht 24 Stunden am Tag ein- und ausgehen wie heute in manchen Geschäften. Aber wahrscheinlich den lebendigsten Einblick in den Alltag eines und in das Leben eines Priesters im Tempel bekommen wir anhand der Geschichte vom kleinen Samuel, der als Kind schon im Tempel diente. Wir lesen von ihm in 1. Samuel 3. 1. Samuel 3 und dort die Verse 1 bis 3: "Und der Knabe Samuel diente dem Herrn vor Eli. Zu jener Zeit war das Wort des Herrn selten, es brach sich keine Offenbarung Bahn. Und es geschah eines Tages, dass Eli an seinem Schlafplatz lag. Seine Augen hatten angefangen schwach zu werden, so dass er nicht mehr sehen konnte. Aber die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel schlief im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war." Später wurde dann der salomonische Tempel gebaut, und da werden wir gleich noch lesen, es war ein bisschen anders, aber es gab auch damals dann noch Leute, die im oder beim Tempel geschlafen haben. Die Geschichte ist dann ganz spannend, die sich in 1. Samuel 3 noch ereignet. Und dann heißt es in Vers 15: "Und Samuel blieb liegen bis zum Morgen, dann öffnete er die Türen am Haus des Herrn." Also Samuel war einer, der schon als Kind nicht nur dort gedient hat, sondern auch in diesem Tempel Gottes gewohnt hat. Auch nachts war er dort, auch in der Nacht, als Gott ihn dann gerufen hat. Jetzt gehen wir zu diesen Leuten, die später an dem festgebauten Tempel, wie es ihn zur Zeit von dem kleinen Samuel noch nicht gab, die dort gedient haben. In 1. Chronik 9 Vers 33 finden wir Menschen, die auch nachts im Tempel waren. 1. Chronik 9 Vers 33: "Und jene, die Sänger, Stammhäupter der Leviten, wohnten frei von anderen Diensten in den Kammern, denn in den Kammern, den Tag und Nacht, waren sie im Dienst." Das waren die Kammern des Tempels. In Vers 26 und 27 davor, da steht: "Denn die vier Vorsteher der Türhüter hatten eine Vertrauensstellung. Sie waren Leviten, sie waren auch über die Kammern und über die Schätze des Hauses Gottes gesetzt." Also es waren wirklich Kammern am Tempel dabei, und sie übernachteten in der Umgebung des Hauses Gottes, denn ihnen war die Wache aufgetragen, und sie hatten jeden Morgen aufzuschließen. Es gab später an dem großen Tempel solche und solche: manche, die direkt dort übernachtet haben, manche, die in der Umgebung waren. Ich finde das auch interessant: Der kleine Samuel, der hatte an der Stiftshütte noch den Auftrag gehabt, morgens aufzuschließen. Später waren das mehrere andere Männer, die von außen kamen und die dann frühmorgens aufgemacht haben. Das ist ein bisschen wie bei einer Gemeinde auch. In der Gemeinde gibt es verschiedene Aufgaben. Vielleicht man braucht auch jemanden, der am Sabbatmorgen die Tür aufschließt. Und das zeigt uns: umso größer der Tempel dann wurde, umso mehr Hände waren auch zum Anpacken benötigt. Und trotzdem gilt, was wir in dem Psalm 134 gelesen hatten. Wir gehen noch mal kurz dahin zurück, dass ihr das auch wirklich so bemerken könnt: "Wohl an, lobt den Herrn, all ihr Knechte des Herrn!" Also alle, die irgendwas am Heiligtum oder an der Gemeinde zu tun haben, die sollen Gott damit loben.

[15:13] Egal welche Aufgabe du in der Gemeinde hast, ob du die Blumen gießt oder ob du Klavier spielst, ob du die Begrüßung machst, ob du vielleicht Hausmeister bist, ob du die Kinder-Sabbatschule, in der Kinder-Sabbatschule mithilfst – es gibt eine Aufgabe für dich, und deine Aufgabe ist immer gleichzeitig, Gott damit zu loben. Wir sollen alles zu Gottes Ehre tun. Jetzt in Vers 2 von Psalm 134 heißt es: "Ihr hebt eure Hände in Heiligkeit und lobt den Herrn." Es kommt also noch etwas zum Loben dazu. Es bedeutet, dieses die Hände in Heiligkeit zu erheben, das ist eine Gebetshaltung, die wir hier finden, und nicht nur hier, sondern auch in 1. Timotheus 2 Vers 8. Schlag gerne mit mir auf 1. Timotheus 2 Vers 8: "So will ich nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben ohne Zorn und Zweifel." Der Paulus schlüsselt uns also auf, was mit heiligen Händen zu erheben gemeint ist. Es ist nicht nur das Gebet, sondern etwas Besonderes daran: heilige Hände aufheben ohne Zorn und ohne Zweifel. Das heißt im Frieden und im Glauben. Die Hände sollen heilig sein. Es sollte keine Wut, kein Zorn oder sonst etwas in uns kochen, wenn wir zum Gottesdienst gehen. Nicht umsonst heißt es ja Heiligtum. Die Menschen sollen dann auch geheiligt sein. Zurück zu Psalm 134 und dort Vers 3: "Der Herr segne dich aus Zion, er, der Himmel und Erde gemacht hat." Wie macht Gott das, dass er aus Zion heraus segnet? Auch in Psalm 128 und dort Vers 5 lesen wir das. Da heißt es: "Der Herr segne dich aus Zion, dass du das Glück Jerusalems siehst alle Tage deines Lebens und siehst die Kinder deiner Kinder. Friede sei über Israel." Was wir in Psalm 128 noch finden, ist, es geht darum: "Du wirst dich nähren von der Arbeit deiner Hände. Die Frau, deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines Hauses, deine Kinder junge Ölbäume." Das ist eigentlich nicht so sehr Heiligtumssprache, wie wir das in manch anderen der Psalmen, die wir jetzt lesen, finden. Im Psalm 128 geht es viel mehr um den Alltag, um das Leben eines Bürgers in Jerusalem. Der gewöhnliche Bürger in Jerusalem war nicht notwendigerweise täglich im Heiligtum, aber trotzdem sollte von dem Heiligtum aus, von Zion aus, dieser Segen ausgehen. Er sollte ihn mitnehmen. Auch wir dürfen, wenn wir einmal in der Woche oder zweimal in der Woche in die Gemeinde gehen, von dort Segen mitnehmen für unseren Alltag. Es sollte nicht so sein, dass wir am Sabbat einfach freudig sind und das ein schöner Tag ist, und just wenn der Sonntag anfängt, ach, dann sind wir wieder bei unserer ganzen Last und irgendwie ist der Segen dann schon wieder so dahingeblättert. Es war ja ein gesegneter Tag, aber jetzt kommt die neue Woche. Nein, wir dürfen aus Zion heraus, aus diesem Gottesdienst heraus, gesegnet sein.

[20:24] In Psalm 113 Vers 1 und Psalm 135 Vers 1 und 2, was auch noch am Sonntag gegeben ist: "Halleluja! Lobt, ihr Knechte des Herrn, lobt den Namen des Herrn! Gepriesen sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit! Halleluja! Lobt den Namen des Herrn, lobt ihn, ihr Knechte des Herrn! Lobt den Herrn, denn gütig ist der Herr, lobsingt seinem Namen, denn er ist lieblich." So viel Lob, das eigentlich fast die Worte dazu fehlen oder der Psalmist gar nicht weiß, wie es anders ausdrücken kann. Wenn du zu Gott kommst oder wenn du in der geistlichen Versammlung bist, hast du auch so diesen Drang, dieses Gefühl, dass du Gott loben möchtest? Wofür können wir Gott loben? Es heißt es: "Lobt den Namen des Herrn!" Also wir können Gott für seinen Charakter loben. "Lobt den Herrn, denn er ist gütig! Lobt ihn, lobsingt seinem Namen, denn er ist lieblich."

[21:38] Wir finden am Montag, wenn wir zu Psalm 33 gehen und dort die Verse 2 bis 6 anschauen, noch mehr Gründe, Gott zu loben. Schlag gerne mit mir die paar Seiten um und geht mit mir zu Psalm 33, dort die Verse 2 bis 6: "Preist den Herrn mit der Laute, lobsingt ihm auf der zehnsaitigen Harfe! Singt ihm ein neues Lied, spielt gut mit Posaunenschall! Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, und all sein Tun ist treu. Er liebt Gerechtigkeit und Recht. Die Erde ist erfüllt von der Güte des Herrn. Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes." Also wir finden hier mehrere Gründe, Gott zu loben. Wir können Gott auch mit Musik loben, wie es hier angedacht ist. In Vers 4 heißt es, ein Grund ist: "Das Wort des Herrn ist wahrhaftig." Gottes Wort ist wahr, das ist schon Grund genug, ihn zu loben. Gott ist treu, finden wir auch in Vers 4. In Vers 5: Gott liebt Gerechtigkeit und Recht – ein Grund, ihn zu loben. Gottes Güte ist überall zu sehen, die ganze Erde ist davon erfüllt, wie es in Vers 5 heißt. Auch das ist ein Grund, Gott zu loben. Und Vers 6: "Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht." Gott ist Schöpfer, das ist ebenso Grund, Gott zu loben. Vielleicht habt ihr davon gehört, dass es einen feinen Unterschied zwischen Lob und Dank gibt. Und tatsächlich bezieht sich das Lob bei der Anbetung viel mehr darauf, wie Gott ist, wer er ist, und der Dank darauf, was Gott für uns getan hat persönlich. Und doch das sollen wir nicht unterlassen.

[23:43] Im Psalm 40 Verse 3 und 4 heißt es: "Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels. Er machte meine Schritte fest und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott." Jetzt kommt das etwas, worauf ich den Augenmerk richten möchte: "Das werden viele sehen und sich fürchten und werden auf den Herrn vertrauen." Wir hatten das am Anfang gesehen, das war in Psalm 22. Lasst uns da noch mal kurz zurückgehen. Im Psalm 22, dort der Vers 23: "So will ich meinen Brüdern deinen Namen verkündigen inmitten der Gemeinde, will ich dich loben." Und in Vers 26: "Von dir soll mein Loblied handeln in der großen Gemeinde." Die Psalmisten wussten, sie haben nicht zurückgehalten, wenn Gott ihnen etwas Gutes getan hat. Ich habe vor Kurzem mit einem Freund geredet, und er hat mir eine tolle Erfahrung erzählt, die er unter der Woche gemacht hat. Und dann habe ich zu ihm gesagt: "Was hältst du davon? Ich melde dich bei der lebendigen Gemeinde an und sag..." Also, oder ich wollte ihn eigentlich selbst dazu ermutigen: "Erzähl doch deine Erfahrung am Sabbat in der Gemeinde!" Und der war dann da nicht so mutig und hat gesagt: "Na ja, die erzähle ich dir gerne, aber ich muss das nicht vor den Leuten so ausposaunen." Aber trotzdem habe ich mir dann gedacht, okay, ja, wie ist das? Es gibt manche, die sagen: "Na ja, ich will nicht so viel von mir erzählen" oder "Ja, ich will da nicht so vorne stehen." Ich glaube, die Psalmen ermutigen uns wirklich dazu, trotzdem – also wenn Gott uns diesen Mut gibt – dass wir vor vielen Leuten verkünden, was Gott für uns getan hat. "Meinen Brüdern in der Gemeinde, vor der großen Versammlung", hieß es im Psalm 22. Was hat Gott für dich gemacht? Selbst wenn du dich jetzt nicht traust, wenn du sagst: "Was soll von mir? Ich bin so schüchtern", dann such dir trotzdem einen Menschen, dem du erzählen kannst, was Gott für dich getan hat. Sehen wir auch diesen Aspekt von Anbetung, dass Anbetung auch ein Zeugnis ist, auch mit Mission verbunden ist. Lasst uns nicht unsere Erfahrungen mit Gott verschweigen. Die stärken andere, und sie stärken auch uns selbst wieder, wenn wir sie erzählen.

[26:56] Dann war am Montag noch Psalm 96 Vers 1 zum Beispiel angegeben, wo es heißt: "Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Welt!" Psalm 98 Vers 1: "Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er hat Wunder getan. Seine Rechte hat ihm Sieg verschafft und sein heiliger Arm." Der Herr hat sein Heil kund werden lassen, er hat vor den Augen der Heiden seine Gerechtigkeit offenbart. Psalm 144 Vers 9 war angegeben: "O Gott, ein neues Lied will ich dir singen, mit der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen." Und Psalm 149 Vers 1: "Halleluja! Singt dem Herrn ein neues Lied, sein Lob in der Gemeinde der Getreuen." Es kam immer wieder diese Phrase vor: "Singt dem Herrn ein neues Lied." Und dieses neue Lied taucht auf, wenn es um die Zukunft geht, wenn es um die Erlösten geht. Geht mit mir ganz zum Ende der Bibel, in die Offenbarung. Dort heißt es in Offenbarung 5 Vers 9: "Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden." Dieses neue Lied ist also auch mit einer Erfahrung verbunden. Wir finden das dann wieder in Offenbarung 14 Vers 1 bis 5, wo die 144.000 da stehen mit ihrem...

[28:46] wo die 144.000 da stehen mit ihrem reinen Charakter, und sie werden das neue Lied
[28:57] singen. Diejenigen, die das neue Lied singen, die tun es deswegen, weil sie Gott erfahren haben, weil sie auch
[29:03] gewohnt sind, nicht wie die Aussätzigen, die geheilt
[29:10] worden sind, dass sie nicht wieder zurückgekommen sind, sondern sie sind
[29:15] Menschen, die Gott Danke sagen für das, was Gott für sie getan
[29:19] hat. Wir dürfen uns angewöhnen, Gott wirklich zu
[29:24] loben. Wenn du sagst, ich bin jetzt gerade in so einer Lebenskrise und irgendwie ich
[29:31] sehe das Licht im Finstern nicht, dann setz dich trotzdem hin und überleg dir,
[29:37] was Gott für dich Gutes getan hat, und dann lob ihn, auch wenn es dir gerade
[29:41] nicht danach ist. Wir dürfen uns angewöhnen, Gott zu loben, denn wenn wir
[29:47] das einmal in alle Ewigkeit tun sollen, dann ist es gut für uns, jetzt schon
[29:50] damit anzufangen. Es wird nicht so sein, dass
[29:54] Gott schnipst und plötzlich sind wir nur noch freudige und ähm anbetende Menschen,
[30:01] sondern das ist auch ein Stück weit eine Erziehungssache. Dieses neue Lied, es hat
[30:08] mich auch an einen Liedtext wieder erinnert, wo
[30:24] ähm ja, darum ging, darum geht, dass Jesus ähm für uns ans Kreuz gegangen ist. Und
[30:26] dann heißt es am Schluss: „Ich will an meinem Erlöser
[30:30] festhalten.“ Das ist ein englisches Lied, deswegen reimt es sich jetzt nicht
[30:35] schön. „Ich will niemals von ihm weggehen, mit einem Lied auf meinen Lippen und
[30:41] einem Lied in meinem Herzen, dass meine Sünden vergeben worden sind, will ich
[30:49] weitergehen.“

[30:54] Also dieser Gedanke, dass unsere Sünden vergeben worden sind, dass Gott uns Erlösung
[30:58] gebracht hat, das sollte wie ein Lied auf unseren Lippen
[31:03] sein. Wir dürfen immer wieder davon erzählen. Und wenn du heute vielleicht
[31:09] ähm gegen die leckere Praline im Kühlschrank Widerstand leisten
[31:17] konntest und Gott dir die Kraft dazu gegeben hat, warum solltest du es
[31:22] nicht anderen erzählen? Der Grund, warum
[31:26] ähm, warum unser Evangelium auch manchmal so
[31:30] theoretisch und so vielleicht auch einseitig ist, ist, dass die Menschen gar
[31:36] nicht mitbekommen, was wie Gott täglich
[31:40] jemanden verändern kann. Wenn du sagst, ah, ich mache aber
[31:45] nicht so viele Erfahrungen mit Gott, dann bitte ihn darum. Gott sagt das in Jeremia
[31:51] 33, Vers 3: „Rufe mich an, und ich will dir große und wunderbare Dinge zeigen.“ Gott
[31:57] kann auch in deinem Leben wunderbare Erfahrungen geben, dass du etwas zu
[32:01] erzählen hast.

[32:07] Lass uns weitergehen zum Dienstag. Am Dienstag ging es oder geht es um Psalm
[32:20] 15. Im Psalm 34 haben wir bereits gesehen, dass Menschen, die zum Heiligtum kommen, auch einen reinen
[32:27] Charakter haben sollen. Jetzt heißt es im Psalm 15 in Vers 1: „Wer, Herr, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen
[32:37] auf deinem heiligen Berg?“ Das ist eine Frage, die nicht rhetorisch ist, sondern
[32:43] wirklich beantwortet werden will, die hier aufgeworfen wird: „Wer darf
[32:49] weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg?“ Es waren die Priester, wohlgemerkt, die im oder beim
[32:59] Heiligtum wohnen durften, und es zeigt uns auch, es sind besondere
[33:05] Menschen, die auch in Gottes Gemeinde arbeiten dürfen. Diese sollten sich durch
[33:12] einen besonderen, geheiligten, tugendhaften Charakter
[33:25] auszeichnen.

[33:25] Jetzt lesen wir dann weiter, die Antwort wird in Psalm 15 auch gegeben: „Wer in Unschuld wandelt,
[33:31] und Gerechtigkeit übt und die Wahrheit redet von
[33:34] Herzen, wer keine Verleumdungen herumträgt auf seiner Zunge, wer seinem
[33:42] Nächsten nichts Böses tut und seinen Nachbarn nicht schmäht, wer den Verworfenen
[33:44] als verächtlich ansieht, aber die ehrt, die den Herrn fürchten. Wer, wenn es etwas zu
[33:51] seinem Schaden, wenn er etwas seinem Schaden geschworen hat, es dennoch hält.
[33:56] Wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung annimmt gegen den
[34:02] Unschuldigen. Wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken.“ Wir hatten das letzte Woche
[34:09] gesehen, dass dieses „nicht wanken“ vergleichbar ist mit dem Berg Zion, mit
[34:15] einem Berg, der unverrückbar ist. Also ein ähm sehr schönes Bild, eine
[34:22] schöne Verheißung.

[34:25] Aber was sind das für Menschen, von denen hier die Rede ist? Geht es um
[34:30] Genealogie? Darf man in Gottes ähm Wohnungen sein aufgrund von
[34:38] Erbe? Wir hatten das ebenfalls in der letzten Woche schon so ein bisschen
[34:43] gesehen, dass Gott ein Buch hat, wo er Namen
[34:47] hineinschreibt, aber man kommt nicht dadurch hinein, dass man ähm in einer
[34:53] bestimmten, in einem bestimmten Stammbaum hineingeboren worden ist.

[35:02] Wer auch auf ewig in Gott, auf Gottes heiligem Berg, im neuen Jerusalem dann auch wohnen darf,
[35:10] sind genau diese Menschen, die in Unschuld wandeln, die Gerechtigkeit üben,
[35:14] die die Wahrheit von Herzen reden. Zusammengefasst auch Menschen, die
[35:21] ihre Nächsten lieben und die die Gebote halten. Also zum Beispiel dieses Gebot Lügen
[35:28] finden wir jetzt auch hier mit, dass die Wahrheit reden, nicht
[35:35] verleumden. Das ist wohl in diesem Gebot mit drin. Es geht hier nicht um rituelle
[35:42] Handlungen, sondern um moralische Gerechtigkeit. Es ist auch, es sind auch
[35:49] Menschen, die nicht ihren eigenen Vorteil suchen, obwohl sie ihn eigentlich haben
[35:55] könnten, wie in Vers, wo es heißt: „Wer keine Bestechung
[36:01] annimmt.“ Vers 4 ist vielleicht etwas schwierig zu verstehen: „Wer den
[36:06] Verworfenen als verächtlich ansieht.“ Da geht es darum, dass man auch
[36:12] Abstand hält von Menschen, die Böses tun, dass man sich sozusagen vor dem
[36:20] Bösen graut.

[36:30] Genau. Dann finden wir ja noch ganz kurz zu diesen Versen, wo es heißt: „Wer darf wohnen auf
[36:39] deinem heiligen Berg?“ Das hat mich auch an eine Geschichte erinnert. Es gibt eine
[36:46] Geschichte, wo in der Bibel, die bekannt ist, wo ein Berg heilig war, weil Gott
[36:53] dort anwesend war, und es gab unter einem großen Volk genau eine Person, die dort
[36:59] hinaufsteigen durfte, die das hier alles erfüllt hat. Es
[37:06] durfte kein Tier dort hinaufgehen, es durfte niemand dort hinaufgehen, nur eine
[37:11] Person, und das war Mose. Das zeigt uns, das Volk Israel hat
[37:19] dem Standard von Psalm 15, Verse 2 bis 5, nicht
[37:26] entsprochen. Es sollte uns zu denken geben: So viele Menschen, aber nur einer
[37:32] kann wirklich in die Gegenwart Gottes kommen. Es wird nicht so sein, dass ähm
[37:40] Gott ähm in diese Welt sagt: „Okay, ähm, ich drücke jetzt alle Augen zu und
[37:50] Hauptsache, viele Menschen werden erlöst.“ Es
[37:54] werden anteilsmäßig zur ganzen Menschheit wenige erlöst
[37:59] werden. Es werden aber die erlöst werden, die einen reinen Charakter vor Gott
[38:15] aufweisen.

[38:15] Lasst uns noch den Psalm 101 lesen. Der Psalm 101 ist ein ganz schön krasser Psalm, und
[38:22] das ist immer wieder so einer der Kapitel, wo ich dann
[38:29] denke, also eigentlich nimmt man die Psalmen als ein schönes Buch wahr, mit
[38:35] vielen Versen, die man auf Grußkarten schreiben kann. Dann hat man aber
[38:40] zwischendrin immer wieder solche Psalmen, wo man sich denkt:
[38:44] „Oha!“ Lasst uns mal ein bisschen da reinlesen. Psalm 101, ein Psalm
[38:51] Davids: „Von Gnade und Recht will ich singen, dir, Herr, will ich spielen. Ich will
[38:56] achthaben auf den vollkommenen Weg. Wann wirst du zu mir kommen? Ich will mit
[39:03] lauterem Herzen wandeln im Innern meines Hauses. Ich will nicht Schändliches vor
[39:08] meine Augen stellen. Das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht
[39:13] anhaften. Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen,
[39:18] von Bösem will ich nichts wissen.“ Soweit so gut. „Wer seinen Nächsten heimlich
[39:24] verleumdet, den will ich vertilgen. Stolze Augen und ein hochmütiges Herz
[39:30] hat, den will ich nicht dulden. Ich achte auf die Treuen im Land,
[39:35] sie sollen bei mir wohnen. Wer auf unsträflichem Weg wandelt, der soll mir
[39:41] dienen. In meinem Haus soll keiner wohnen, der Betrug verübt. Wer Lügen redet, soll
[39:47] nicht bestehen vor meinen Augen. Jeden Morgen will ich alle
[39:51] Gottlosen im Land vertilgen, um aus der Stadt des Herrn alle auszurotten, die
[39:57] Böses tun.“ Und er endet auch auf diesem heftigen
[40:05] Satz.

[40:08] Was man hier herauslesen kann, ist, dass David das wohl zu einer Zeit geschrieben haben muss, als er auch sehr
[40:12] viel Entscheidungsmacht hatte, ähm vermutlich dann, als er ja als König
[40:18] ein König war, ähm und auch entscheiden durfte, wen er anstellt und wen
[40:26] nicht.

[40:28] Das erinnert mich an die Geschichte von Joseph Bates auf seiner letzten
[40:32] ähm Schiffahrt, bevor er dann ähm sich ganz
[40:36] in Gottesdienst auch gestellt hat. Joseph Bates hatte bis dahin schon sehr viel ähm
[40:44] Erkenntnis, vor allem im Bereich Gesundheit, für seine damalige Zeit. Das
[40:49] war überhaupt nicht typisch, ähm dass man da schon so viel angewandt hat. Und
[40:53] gerade in der Schiffahrt äh war es ja üblich, dass die Matrosen während der
[40:59] langen Zeit auf der See sehr viel Alkohol getrunken haben. Und Joseph Bates,
[41:06] der jetzt viel von der Gesundheit erkannt hat, der war ein, also auf dieser
[41:12] Reise der Kapitän. Er hatte also das Sagen, und er hat angeordnet: kein
[41:19] alkoholisches Getränk und jeden Sonntag — war es damals noch Gottesdienst — kein
[41:24] Landgang, Gottesdienst.

[41:31] Das war wohl für — ich wollte fast schon sagen: Untertanen — nein, für seine Matrosen und
[41:36] Schiffsjungen erstmal schwer zu schlucken. Die waren das, die waren
[41:43] solche Regeln ja nicht gewohnt, aber der Kapitän hat das Sagen, na gut, dann muss
[41:48] man sich danach richten. Das Schöne ist, ähm diese — also nicht
[41:57] nicht alle, soweit ich weiß, aber die meisten der Mannschaft haben sich in
[42:03] dieser Zeit bekehrt. Sie haben selbst verstanden, dass es gut ist für sie,
[42:08] gesünder zu leben, und sie hatten sich dann sogar gewünscht, dass Joseph Bates
[42:14] wieder ihr Kapitän werden sollte, weil es so eine gesegnete Zeit
[42:22] war.

[42:26] Vielleicht bist du kein König oder auch kein Kapitän, vielleicht bist du kein Pilot
[42:31] oder sonst wer, der anderen etwas zu sagen hat. Aber es mag sein, dass du
[42:38] vielleicht ein Vater oder eine Mutter bist. Es mag sein, dass du einen
[42:43] bestimmten Bereich auf der Arbeit hast und auch gewissermaßen Regeln aufstellen
[42:48] kannst. Warum sollten die nicht so sein, dass andere auf Gott hingewiesen werden?

[42:58] Ähm, selbst der Mechaniker bei uns im Dorf in der
[43:05] Werkstatt, der hat einmal zu meinem Papa gesagt:
[43:10] „Ähm, das Auto, das braucht mindestens noch bis Montag, weil ich weiß, bei Giebfrieds
[43:17] darf ich das Auto am Samstag nicht anrühren.“ Das hat er mit einem Schmunzeln
[43:22] gesagt, aber so können wir so ein bisschen Samen streuen.
[43:27] Es gibt ja auch andere Regeln, die man macht, dass man zum Beispiel sagt: „Na ja, hier, wenn
[43:32] du — ich habe dich zwar eingeladen, du bist bei mir gerne willkommen als Gast — aber
[43:36] bitte zieh die Schuhe an der Tür aus.“ Und ähnlich können wir vielleicht auch haben,
[43:42] wir auch hier und da Gelegenheit, Regeln zu schaffen, die sich nach Gottes Regeln
[43:48] ausrichten.

[43:52] In Vers 3 von Psalm 101 lesen wir dann, dass David nichts Schändliches seinen Augen stellen will,
[43:58] dass er selbst sich auch vom Bösen fernhalten will. Und in Vers 2 diese
[44:05] wunderbare Frage: „Wann wirst du zu mir kommen?“ Diese Frage ist ganz entscheidend in dem Psalm, deswegen auch dieses sich
[44:17] vom Bösen fernhalten, die Bösen wegtun. Denn man
[44:23] kann sich das so vorstellen: Wenn man jemanden
[44:28] einlädt, dann freut man sich umso mehr auf das Kommen des anderen, wenn man
[44:33] vorbereitet ist. Es gehört auch zur christlichen
[44:39] Vorbereitung, Gott zu begegnen, dass wir das Übel aus unserem Leben
[44:49] wegtun. Und diese Frage: „Wann wirst du zu mir kommen?“, die stellt man nicht dann, wenn man gerade noch hier am Aufräumen
[44:53] ist und am Putzen ist und das Essen noch auf dem Herd steht, sondern diese
[44:59] Frage stellt man doch viel mehr, wenn alles schon fertig ist und man sich
[45:04] wirklich von Herzen fragt: „Wann kommst du endlich?“ Dann ist man auch
[45:16] bereit.

[45:16] Der Psalmist ist bereit, er hat seine Seele reingemacht, und er sehnt sich danach, dass Gott bald zu ihm
[45:22] kommt. Ich habe mir die ernste Frage gestellt: Unsere mangelnde Sehnsucht nach
[45:29] Jesu Wiederkunft, die ich häufig in unserer Gemeinde sehe, ist
[45:40] sie vielleicht auch darin begründet, dass wir noch nicht bereit sind? Ist unsere mangelnde Sehnsucht nach
[45:51] Jesu Wiederkunft vielleicht ein Symptom dessen, dass wir einfach noch nicht
[46:04] bereit sind?

[46:04] Reden wir vielleicht deswegen manchmal oder sogar ungern davon, dass Jesus wiederkommt, weil wir noch nicht diesen
[46:11] untadeligen Charakter angenommen haben, den er uns schenken
[46:20] möchte. Dort, wo es in unserer Entscheidungsmacht steht, lasst uns uns strikt von dem Übel trennen. Lasst uns
[46:24] uns vorbereiten. Lasst uns darum bitten: „Herr, bereite mich vor auf dein Kommen,
[46:29] dass ich mich auch danach sehne.“ Das können wir
[46:39] tun.

[46:39] Lass uns weiter zu Mittwoch gehen, zum Psalm 96, wo wir noch mehr über Anbetung lernen
[46:45] können. Psalm 96, das ist
[46:49] ein ja sehr auffordernder Psalm. Da finden wir Verben wie: „Singt! Verkündigt!
[46:55] Preist! Erzählt! Bringt! Bringt Ehre! Und Lob!“ Sagt. Menschen werden aufgerufen, etwas zu tun. Und wie oft ist es der Fall,
[47:06] dass viele im Gottesdienst sitzen, was ja auch schon mal schön ist und
[47:12] bemerkenswert, aber nur fünf Personen sind wirklich am Gottesdienst-
[47:18] Geschehen beteiligt.

[47:23] Ich sag das deswegen einmal: War ich in Afrika äh zu Besuch, und da ist mir das richtig aufgefallen. Es war
[47:29] eine kleine Gemeinde, aber von 30 Personen war ich an einem gesamten
[47:34] Sabbat die Einzige, die nicht einmal vorne gestanden hatte und wirklich aktiv
[47:40] zum Gottesdienst beigetragen hat. Also ich meine damit nicht, dass man,
[47:45] wenn alle in der Gemeinde sich hinstellen zum Gesang, dass man auch mit
[47:49] aufsteht, das habe ich gemacht. Aber alle anderen, die hatten entweder von vorne
[47:54] gesungen oder eine Erfahrung erzählt oder einen Text vorgelesen. Ich fand das so
[48:00] schön, es war, man hat richtig gemerkt, wie diese Gemeinde zusammenarbeitet.

[48:11] Ich will es auch gar nicht so sagen, dass jeder vorne stehen und sprechen muss. Das ist nicht jedermanns Sache, und
[48:16] das muss es auch nicht. Aber es gibt genug Aufgaben in einer
[48:20] Gemeinde, sodass auch eine Aufgabe für dich
[48:23] dabei ist, dass du auch mit anpacken kannst. Vielleicht, vielleicht machst du
[48:27] schon ganz viel, man muss da auch ein Stück weit
[48:30] aufpassen.

[48:36] Aber wenn du bisher dich noch nicht so getraut hast, dich wirklich engagiert in die Gemeinde mit einzubringen, dann gibt
[48:41] es da zum Beispiel die Diakonie, wo du mithelfen
[48:44] kannst, oder es gibt vielleicht auch einen Technikbereich, es gibt die
[48:48] Kindersabbatschule für gewöhnlich, und selbst auch die Schatzmeisterei will
[48:53] übernommen werden. Also es gibt so viel
[48:57] Bereich in der Gemeinde, und ich lade dich ein, da wo du es vielleicht — also,
[49:03] wenn du es noch nicht so tust — dann bring dich ein. Du wirst gebraucht. Gott braucht
[49:09] Menschen, und jeder kann etwas tun.

[49:15] Was jetzt in dem Psalm 96 auch noch schwerpunktmäßig im Zentrum steht, ist
[49:20] Anbetung, die mit Mission verknüpft ist.

[49:29] In Vers 1 heißt es: „Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Welt!“ Also all soll
[49:33] beteiligt sein. Aber in Vers 3 heißt es auch: „Erzählt unter den Heiden von seiner
[49:41] Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern.“ Es bringt uns ein
[49:46] bisschen zu Offenbarung 14, wo es auch eine Botschaft für alle
[49:53] Völker, Nationen und Sprachen ist.

[50:02] Sind unsere Gottesdienste missionarisch ausgerichtet? Das kannst du dir auch überlegen, wenn du an deine Gemeinde, über
[50:08] deine Gemeinde nachdenkst.

[50:15] Und das ist eine ernste und wichtige Frage, denn wenn Gottes Lob unter die Völker und unter die Heiden gehen soll,
[50:20] das muss es auch so geschehen, dass die Völker und Heiden es auch verstehen
[50:24] können, dass sie auch wirklich Gott kennenlernen.

[50:31] Das ist zum einen unsere Art und Weise, wie wir uns vor anderen Menschen zeigen, die da beinhaltet ist. Zum anderen aber
[50:38] zum Beispiel auch unsere Wortwahl. Ich muss mich
[50:42] da selber an die eigene Nase fassen, denn so leicht passiert es uns,
[50:49] dass wir vom Malzeichen des Tieres reden, dass wir vom Sabbat reden, dass wir vom reden. Und es könnte passieren, dass einer,
[51:01] der kein Christ ist, noch nichts von der Bibel weiß, vielleicht nach Hause geht
[51:05] und sich denkt: „Na ja, Malzeichen, heute haben die vom Malzeichen geredet, vielleicht
[51:10] noch vom Zehnten, vom Rechnen, und Sabbat weiß
[51:15] ich nichts mit anzufangen.“

[51:18] Lasst uns so den Menschen begegnen, dass sie auch wirklich etwas mitnehmen
[51:29] können.

[51:29] Was tun wir auch überhaupt, dass Menschen auf unseren Gottesdienst aufmerksam
[51:32] werden? Es sollte nicht so sein, dass Gottesdienst wie für eine geschlossene
[51:38] Gesellschaft hinter geschlossenen Mauern ist, wo nur die Nachbarn sehen: „Na ja, okay,
[51:44] da geht immer mal wieder — also jede Woche — jemand rein, und was machen die da?“ Wir
[51:50] dürfen gerne unsere Türen nach außen öffnen. Wir dürfen anderen zum Beispiel erzählen,
[51:55] was wir im Gottesdienst machen, und wir dürfen auch dazu
[52:01] einladen.

[52:05] Lasst uns von dem Psalm 96 die Verse 10 bis 13 lesen: „Sagt unter den Heiden: Der Herr
[52:12] regiert als König! Darum steht auch der Erdkreis fest und wankt nicht. Er wird
[52:19] die Völker gerecht richten. Es freue sich der Himmel und die Erde frohlocke! Es
[52:25] brause das Meer und was erfüllt es! Jauchze das Feld und alles, was darauf
[52:30] ist! Dann sollen alle Bäume des Waldes jubeln vor dem Herrn,
[52:36] denn er kommt, denn er kommt, um die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten
[52:42] mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue.“ Das ist so schön, es ist
[52:49] auch so eine schöne Sprache. Aber worum geht es hier eigentlich? Es geht um
[52:55] Gericht.

[53:00] Es geht um Gericht. Das bringt mich zur Offenbarung 14, Vers 7: „Der
[53:06] sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn
[53:13] die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die
[53:19] Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht
[53:23] hat.“ Das ist unsere Botschaft, und Psalm
[53:27] 96 weist uns darauf hin: Es ist nicht
[53:30] nur eine Warnbotschaft, es ist nicht nur eine
[53:34] bedrohliche Gerichtsbotschaft, sondern es ist eigentlich eine freudige
[53:39] Gerichtsbotschaft. Diese Botschaft, wo schon damals zur Zeit, als die
[53:45] Adventbewegung so in ihrer Blütezeit stand, damals haben die Menschen schon
[53:51] darauf hingewiesen: „Jesus kommt wieder, bereitet euch darauf vor!“ Das ist dieser
[53:55] Geist, der mir heute so fehlt. Ähm, sie
[53:58] haben die Menschen darauf aufmerksam gemacht,
[54:03] und sie haben auch darauf hingewiesen: „Wenn Jesus wiederkommt, wird er
[54:09] richten.“ Das sollten wir heute noch umso mehr, weil die Zeit näher
[54:14] gekommen ist, umso mehr den Leuten
[54:16] nahebringen, aber nicht zu sagen: „Ähm, du, Gott wird dich richten, wehe dir!“,
[54:26] sondern auch als eine freudige, fröhliche Botschaft. Wenn jemand so verzagt ist und
[54:31] sagt: „Ach, die Welt, das wird immer alles schlecht, das geht nur bergab!“, dann
[54:35] können wir sagen: „Gott wird richten, Gott wird Recht
[54:45] schaffen.“

[54:45] Psalm 96 zeigt uns, es ist eine freudige Botschaft. Das ist, was wir in den Versen
[54:52] 10 bis 13 eben gelesen haben.

[55:03] Gott ist es, der regiert, und Gott wird mit Gerechtigkeit richten. Wir dürfen das
[55:09] als eine ermutigende Botschaft, als eine freudige Botschaft, als eine hoffnungsvolle Botschaft anderen
[55:13] weitergeben. Und ich hoffe, dass du es auch als eine solche empfindest und
[55:19] gefunden hast.

[55:25] Lasst uns noch zum Schluss auf den Donnerstag kurz
[55:28] eingehen. Das ist ein Aspekt der
[55:38] Anbetung, der auch wichtig ist, weil es unsere Anbetung hemmen kann. Manchmal
[55:43] fühlen wir uns nämlich nicht so in dieser Stimmung. Manchmal wissen wir, ah, ja, die Gerichtsbotschaft ist ein gutes
[55:49] Beispiel eigentlich dafür, ähm dass wir manchmal die Wahrheit wissen können und
[55:54] auch annehmen können, aber es drückt uns so, so, wir haben nicht dieses reine Herz,
[56:03] ähm Christus zu erwarten. Und wir fühlen uns schlecht, und vielleicht haben wir
[56:09] einen Fehler getan, ähm der uns bedrückt.

[56:19] Und da wollen wir Psalm 40 anschauen, der uns ein bisschen geben
[56:25] kann.

[56:35] Psalm 40. Und dort, ja, ab Psalm 40. Ja, lasst uns zuerst zu dem
[56:41] Psalm 51 gehen, weil der Psalm 40 eigentlich noch mal schön zusammenfasst,
[56:45] was wir vorhin auch schon gesehen hatten. Lasst uns zuerst den Psalm 51 anschauen, dort
[56:52] die Verse 18 bis 21:
[56:56] „Denn ein Schlachtopfer hast du kein Wohlgefallen — das ist ja eigentlich in
[57:02] ein Tempeldienst — sondern sonst wollte ich sie dir geben. Brandopfer gefallen
[57:08] dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist, ein
[57:14] zerbrochenes und zerschlagenes Herz.“

[57:16] zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, oh Gott, nicht verachten. Tue wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern Jerusalems! Dann wirst du Gefallen haben an Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und Ganzopfern. Dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar.

[57:34] Der Psalm 51 ist sehr bekannt dafür, dass es dieser Psalm ist, den David aufgeschrieben hat, nachdem Nathan zu ihm gekommen war. David war sich seiner Sünde bewusst geworden, er hat diese tiefe Reue verspürt, und jetzt hat Gott ihn da wieder rausgeholt. Vielleicht fühlst du dich schuldig, und ich glaube, das ist so eins der schlimmsten Dinge, die uns von der Anbetung zurückhalten können: Schuldgefühle. Vielleicht fühlst du dich nicht würdig oder nicht in der Lage, Gott jetzt zu preisen, weil du bist ja so ein schlechter Mensch.

[58:22] Aber hier heißt es sehr verheißungsvoll: Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, oh Gott, nicht verachten.

[58:39] Wenn wir ein bisschen nach vorne blättern, nach – oh, sorry – nach Psalm 34, Vers 19, dann heißt es da: Der HERR ist nah denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.

[58:58] Also dann, wenn wir uns vielleicht weit weg von Gott fühlen oder Gott irgendwie so unnahbar für uns ist, weil er ist ja so heilig, ich bin ja so sündig – gerade dann sagt uns die Bibel: Wenn dein Herz zerbricht an deiner Schuld und Sünde, dann ist Gott da, und er ist gerne da. Der HERR ist nah denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.

[59:27] Ähm, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, oh Gott, nicht verachten. Scheu dich nicht davor, dann trotzdem in die Versammlung zu gehen oder trotzdem ins Gebet zu gehen, trotzdem Andacht zu machen, auch wenn du dich nicht danach fühlst.

[59:47] Und dann können wir vielleicht wieder die Erfahrung machen wie David im Psalm 40, und damit möchte ich gerne schließen. Psalm 40, Vers 10: „Ich habe Gerechtigkeit als frohe Botschaft verkündigt in der großen Gemeinde; siehe, ich will meine Lippen nicht verschließen, HERR, das weißt du. Deine Gerechtigkeit verbarg ich nicht in meinem Herzen; ich redete von deiner Wahrheit und von deinem Heil; deine Gnade und Wahrheit verschwieg ich nicht vor der großen Gemeinde.“

[1:00:25] Wann sagt David das? Das sagt er, nachdem er diese Erfahrung gemacht hat, die wir vorhin schon gelesen hatten in Psalm 40, Vers 3, dass Gott ihn aus der Grube des Verderbens gezogen hat, aus dem Schlamm heraus, und seine Füße auf festen Boden gestellt hat.

[1:00:46] Gott hat ihn herausgezogen, und das bringt David zur Anbetung, zur erneuten Anbetung.

[1:00:56] Wir dürfen täglich die Erfahrung machen, dass Gott uns von Sünde befreit, dass Gott uns aus der Not heraushilft, und dann haben wir wieder neuen Grund, Gott zu preisen.

[1:01:10] Unser Leben sollte ein Leben des Lobes und der Anbetung sein. Anbetung, die nie endet. „Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, meinem Gott lobsingen, solange ich bin.“ Amen.

[1:01:29] Lass uns jetzt noch gemeinsam beten. HERR, wir wünschen uns, dass dieser Psalm 104, Vers 33, auch für uns Realität wird, dass wir dich anbeten, auch wenn das Leben nicht immer bergauf geht und nicht immer gerade geht. HERR, dann haben wir doch jederzeit Grund, dich zu loben und dir Danke zu sagen. Vater, bitte lass uns das auch tun. Erzieh du uns dazu, dass wir diese ewige Anbetung auch genießen können. HERR, lass uns uns mehr mit dir beschäftigen, dich häufiger erleben und selbst dann, wenn wir gefallen sind und uns schlecht fühlen, nicht ablassen, zu dir zu kommen. Danke, HERR, dass wir nicht irgendwelche Rituale oder sonst irgendwelche schweren Hürden auf uns nehmen müssen, um zu dir kommen zu können, sondern wir dürfen so kommen, wie wir sind, und du bist uns gerne nah, und dafür will ich dir Lob und Dank sagen im Namen Jesu.

[1:02:56] Amen.


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