In diesem vierten Teil der Serie „Keine Zeit für Untätigkeit“ beleuchtet David Nießner, wie das „Salz der Erde“ wieder salzig werden kann. Er analysiert die biblischen Bedingungen für den Empfang des Spätregens und die Lehren aus der Adventgeschichte, insbesondere der Erfahrung von 1888. Der Vortrag kritisiert eine historische Tendenz, theologische Lehren von Christus zu trennen, was zu einer leblosen Verkündigung führt. Nießner ruft dazu auf, Christus ins Zentrum des persönlichen Lebens und der Botschaft zu stellen, um die verheißene Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen und das Werk Gottes zu vollenden.
Keine Zeit für Untätigkeit: 4. Die 1844 Botschaft – damit das Salz wieder salzig wird
David Nießner · Keine Zeit für Untätigkeit ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Gemeinde, Mission, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Keine Zeit für Untätigkeit
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Transkript
[0:30] Keine Zeit für Untätigkeit, ihr Lieben. Ich begrüße euch hier zu unserem vierten Teil in dieser Serie "Keine Zeit für Untätigkeit". Wir wollen uns heute einem wichtigen Thema wieder widmen. Haben uns beim letzten Mal angesehen, was es bedeutet: "Ihr seid das Salz der Erde", was genau das praktisch auch für uns beinhaltet. Und heute möchten wir uns anschauen, wie Gott das Salz wieder salzig machen möchte in der Gemeinde und welchen Weg die Adventgeschichte dazu eingeschlagen hat und vor allem welche Lehren wir aus der Erfahrung von 1888 ziehen können. Bevor wir das aber machen, möchte ich euch gerne zu einem Gebet einladen, dass der Herr uns führt und wir alle durch ihn erfrischt werden. Himmlischer Vater, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du uns wieder geführt hast in der vergangenen Woche, auch am heutigen Tag. Wollen dir danken, dass wir heute wieder dieses Thema studieren dürfen, dass wir weiterhin sehen können, welche Aufgabe in dieser Zeit auf uns wartet. Vater, du hast uns gezeigt, was es bedeutet, wenn das Salz fade wird und was es eigentlich auch beinhalten sollte, dass wir das Salz der Welt sind. Herr, zeig uns auch heute klarer, wie du in der Adventgeschichte dein Volk geführt hast. Lege deine Worte in meinen Mund und lass uns alle durch deine Gegenwart erfrischt werden und dir näher gezogen werden. Im Namen Jesu, Amen.
[1:51] Lass uns beginnen mit einem Zitat aus "Life Sketches of E. G. White", Seite 196: „Wenn ich unsere Geschichte Revue passieren lasse und jeden Schritt des Fortschritts bis zu unserem heutigen Stand nachvollziehe, kann ich sagen: Lobt Gott! Wenn ich sehe, was der Herr gewirkt hat, bin ich voller Staunen und Vertrauen in Christus als Führer. Wir haben für die Zukunft nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt hat und seine Lehre in unserer vergangenen Geschichte.“ Ihr Lieben, das ist ein wunderbares Zitat, wo der Geist der Weissagung uns sagt, wenn sie zurücksieht auf die gesamte Geschichte, die Gott sein Volk geführt hat, insbesondere seit der großen Enttäuschung, auch die Jahre davor, kann sie sagen: „Lobt Gott!“, weil alles, was geschehen ist, war wunderbar und Gott hat sich verherrlicht. Und dann schließt sie diesen berühmten Satz an, der auch oft zitiert wird, wo sie sagt: „Wir haben für die Zukunft nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen zwei Dinge: den Weg, den Gott uns geführt hat, und seine Lehre, die er uns vermitteln wollte in der vergangenen Geschichte.“ Und weil das so wichtig ist, möchten wir uns heute mit diesem letzten Satz genau auseinandersetzen und wollen Lehren ziehen aus der vergangenen Geschichte und aus der Lehre, die Gott uns mit dieser Geschichte auch mitgegeben hat.
[3:15] Es ist doch so, dass wir alle auf den Spätregen warten. Der Spätregen wird uns gesagt in der Bibel und auch im Geist der Weissagung, dass das das Mittel ist, das Gott verwendet, um das Werk auf dieser Erde zum Abschluss zu bringen. Der Heilige Geist hat damals zu Pfingsten, als der Frühregen ausgegossen wurde, geistlich gesehen die Apostel und die ganzen Gläubigen befähigt, das Evangelium in Windeseile die ganze damals bekannte Welt zu tragen. Aber uns wird gesagt, dass der Spätregen in weitaus größerem Maße ausgegossen wird, dass der Heilige Geist noch mächtiger wirken wird und dass das Werk noch weiter getragen wird und dass die Ergebnisse, die zu erwarten sind, die Ergebnisse des Frühregens bei Weitem übertreffen. Aber lasst uns einige Texte studieren, um zu sehen, was Bedingungen für den Empfang des Spätregens sind und was uns die Heilige Schrift dabei lehrt. Wir beginnen im Fünften Buch Mose, Kapitel 32, die Verse 2 und 3. Hier heißt es: „Meine Lehre triefe wie der Regen, meine Rede fließe wie der Tau, wie die Regenschauer auf das Gras und wie die Tropfen auf das Grün. Denn ich will den Namen des Herrn verkünden, gebt unserem Gott die Ehre.“ Das ist so ein bemerkenswerter Text, weil er so viel Inhalt hat. Uns wird hier gesagt, dass genau die Lehre, von der auch der Geist der Weissagung schreibt, die biblische Wahrheit und alle Aussprüche, die Gott sonst uns in der Bibel gegeben hat, studiert werden müssen, weil das allein zum Ausgießen des Spätregens führt. Und dann schließt dieser Text ab mit diesem Ausspruch: „Gebt unserem Gott die Ehre.“ Und das sind wir direkt bei der ersten Engelsbotschaft, bei den ersten beiden Worten: „Fürchtet Gott!“ Und dann kommt der zweite Teil: „Gebt ihm die Ehre.“ Das wäre noch mal ein sehr spannendes Studium für sich. Aber wenn man das studiert, in aller Kürze zusammengefasst, wird es uns zeigen, dass die erste Engelsbotschaft zu einer praktischen Erfahrung führt, die viele in der Welt, noch viele in der Gemeinde, nie gemacht haben, nämlich dass wir beständig mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, dass wir unser Leben Gott vollständig auf den Altar legen, damit wir bereit sind, auch die zweite und dritte Engelsbotschaft zu verstehen und weiterzugeben. Erinnern wir uns an Abraham: Als Abraham Isaak geopfert hat, als er bereit war, alles zu geben, was ihm lieb war, hat Gott gesagt: „Jetzt weiß ich, dass du mich fürchtest.“ Und diese Erfahrung fehlt uns heute so dringlich: alles auf den Altar zu legen, koste es, was es wolle, und wenn es das Liebste ist, das wir haben. Aber diese Erfahrung brauchen wir, damit wir verstehen, was es heißt, Gott zu fürchten, weil nur, wer bereit ist, alles Gott zu geben, der ist bereit für den Spätregen. Das ist das, was wir in diesem Text schon lernen können.
[5:59] In Hosea 6, Vers 3 schließt sich dieser Gedanke an, weil hier heißt es so: „Lasst uns ihn erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn! Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt.“ Wir sehen auch hier wieder die Bedingung für den Spätregen ist, dass wir Gott alles so vollständig übergeben, dass wir sagen: „Selbst mein Leben ist mir nicht mehr wert als die Anerkennung Gottes.“ Und wenn wir Gott so persönlich, tief und innig kennen, wenn wir erfüllt sein wollen mit dem Heiligen Geist, ist das die erste Voraussetzung. Und dann heißt es: Wer das getan hat, wer bereit ist, diese Schritte zu gehen, der darf auf die Verheißung bauen, dass Gottes Hervorgehen, das Ausgießen des Spätregens auf ihn persönlich so sicher ist wie das Licht, das am Morgen die Welt erleuchtet. Das ist so eine geniale Verheißung, und die sollten wir viel öfter ins Gebet nehmen, um damit zu beten und zu sagen: „Herr, hilf mir, dich zu erkennen in allen Lebenslagen. Mach du mich ganz willig, dir zu dienen. Mach mein Herz rein, führe mich und hilf mir, dass meine Pläne deine Pläne sind.“ Und dann werden wir Teilhaber des Spätregens sein können.
[7:14] Hosea 10, Vers 6, ein paar Kapitel weiter: „Seht euch Gerechtigkeit, erntet nach dem Maß der Gnade, pflügt einen Neubruch, denn es ist Zeit, den Herrn zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt.“ Das ist das, was wir brauchen: einen demütigen Geist, der Morgen für Morgen vor Gott niederfällt und sagt: „Herr, ich suche dich, ich suche dein Angesicht. Sprich zu mir und offenbare mir deinen Willen.“ Wer das macht, wer diese Schritte geht, der darf darauf hoffen und der darf sich sicher sein, dass Gott auch den Spätregen auf ihn ausgießen möchte. Aber wie oft ist es, dass wir morgens im Bett lieber die Stunden dort verbringen unter der warmen Decke und Gott nicht suchen, dass wir nicht dieses innere Bedürfnis haben, mit Gott Gemeinschaft zu haben? Wenn wir das Morgen für Morgen machen, sagt uns der Geist der Weissagung, geht eine Stunde verloren, am nächsten Tag die zweite Stunde und die dritte Stunde, und über ein Jahr verteilt sind das über 300 Stunden, die wir mit Gott hätten verbringen können, die wir lieber im Bett verbracht haben. Und dann müssen wir uns nicht wundern, wenn wir nicht zu der Erfüllung kommen, zu der Jesus uns gerufen hat, denn er hat gesagt, dass er gekommen ist, uns das Leben im Überfluss zu geben. Und wenn wir in Johannes Kapitel 7 schauen, dann sagt er, dass der Heilige Geist aus uns fließen soll wie Ströme lebendigen Wassers. Das ist das, wohin Gott uns hinführen möchte. Aber dazu ist es notwendig, dass wir Gott persönlich am Morgen suchen.
[8:39] Wie können wir vor Gott aber diese Gerechtigkeit erlangen, die er auf uns regnen lassen möchte? Galater 5, Verse 5 und 6: „Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit. Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten-Sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“ Wenn wir das ein bisschen grafisch auflisten, dann sehen wir hier, dass Liebe zu Gott das ist, was in uns den Glauben überhaupt erwirkt. Das griechische Wort hier für wirksam ist „energeo“, das heißt, die Liebe ist das, was den Glauben an Gott energetisiert, was ihm die Kraft gibt. Und durch den Glauben, den wir an Gott haben, wird er uns Gerechtigkeit verleihen, aber uns auch helfen, gerecht leben zu können. Das sind diese beiden Wege, die man zusammenlegen muss, weil es nicht nur die verliehene Gerechtigkeit ist, sondern auch die, in der wir dann wandeln können, wenn wir uns Gott hingegeben haben. Und dazu ist es auch wieder so notwendig, jeden Tag mit Gott Zeit zu verbringen, insbesondere am Morgen, und nach Lukas 11, Vers 13 zu beten, dass Gott seinen Heiligen Geist über uns ausgießt, weil es dort heißt, dass Gott williger ist, den Heiligen Geist uns zu geben, als irdische Väter irgendeine Gabe ihren irdischen Kindern geben möchten.
[9:56] Eine Änderung in der Verkündigung ist nötig. Wir waren als Volk in unserer vergangenen Geschichte sehr gut gestartet. Die Offenbarung sagt uns auch, dass die brüderliche Liebe zu dem Zustand der Gemeinde Philadelphia passt und dass das insbesondere die Zeit vor bis kurz nach der großen Enttäuschung war. Aber es hat nicht lange gedauert, bis aus dem Philadelphia-Zustand der Laodizäa-Zustand wurde und diese lebensverändernde Kraft verloren gegangen ist. Erinnern wir uns an Römer 1, Vers 16: Paulus sagt, dass das Evangelium Gottes eine Kraft ist zur Errettung für jeden, der glaubt. Aber wie viel von dieser Kraft sehen wir in unseren Gemeinden? Wie viel von der Kraft sehen wir in unserem eigenen Leben? Merken wir nicht oft, dass wir so ein Defizit haben, wo wir merken, wir haben manchmal geistige Hochs und dann wieder Tiefs? Aber wie die Bibel sagt: „Freut euch allezeit!“, dass das gar nicht Realität ist und wir merken, diese Kraft ist gar nicht da.
[10:58] Das lesen wir in "Selected Messages, Volume 2", Seite 87: „Die Wahrheit für diese Zeit ist breit gefächert, weitreichend und umfasst viele Glaubenslehren. Aber diese Glaubenslehren sind keine voneinander losgelösten Lehrpunkte, die wenig Bedeutung haben. Sie sind durch goldene Fäden verbunden und bilden ein komplettes Ganzes mit Christus als lebendigem Zentrum.“ Das Problem in unserer vergangenen Geschichte war, dass in der Adventbewegung – wir sehen das auch heute – die Lehren präsentiert werden auf der einen Seite, aber sie völlig losgelöst werden von Christus. Wenn wir zum Beispiel über den Sabbat sprechen, sprechen wir meistens dafür davon: „Das ist der siebte Tag, der Sonntag ist es nicht. Hier sind die Zitate von der katholischen Kirche, die das anerkennen, und hier sind die Bibeltexte dazu.“ Aber wir lösen den Sabbat völlig von Christus los, und wir zeigen den Menschen nicht, dass der Sabbat eigentlich dazu da ist, dass Christus uns an diesem Tag erfrischt und dass wir durch seine Gegenwart erfreut werden. Und es wird einfach nur ein reines Konstrukt, was aber, wie sie sagt, losgelöst ist von Christus und was dann völlig leblos auch wird.
[12:10] Wir lesen weiter, "Glaube und Werke", Seite 12: „Einerseits haben religiöse Eiferer im Allgemeinen Gesetz und Evangelium voneinander getrennt, während wir damit – meint sie uns, Siebenten-Tags-Adventisten – andererseits fast dasselbe in anderer Hinsicht getan haben. Wir haben Menschen nicht die Gerechtigkeit Christi und die wertvolle Bedeutung seines großartigen Erlösungsplans vor Augen gehalten. Wir haben Christus und seine unvergleichliche Liebe vernachlässigt, Theorien und Vernunftüberlegungen hineingebracht und argumentative Vorträge gehalten.“ Ich denke, jeder von uns hat schon mal die Erfahrung gemacht, wenn wir eine Predigt zugehört haben, die uns sehr tief getroffen hat, dass wir gemerkt haben: Da hat nicht einfach nur ein Mensch gesprochen, da hat Gott gesprochen. Und wir merken vor allem, wenn wir in der richtigen Art und Weise das Opfer Jesu in jeder Predigt hochheben, wenn wir zeigen, was diese persönliche Gemeinschaft mit Christus bedeutet, das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist, wenn die Predigten praktisch werden, dann haben sie Durchschlagskraft. Aber E. G. White sagt hier, dass es oft dazu ausgeartet ist, dass wir viele Theorien und Vernunftüberlegungen angestellt haben, aber in der Predigt selbst kaum Leben drin war, dass diese Kraft, die das Leben verändert, nicht mehr vorhanden war.
[13:27] Sie schreibt an A. T. Jones im Jahr 1887 einen Brief. Sie schreibt hier: „Es besteht die Gefahr, dass unsere Prediger sich zu viel mit den Lehren beschäftigen und zu viele Predigten über strittige Themen halten, obwohl auch ihre eigene Seele praktische Frömmigkeit braucht. Über die Wunder der Erlösung wird nicht viel gesprochen. Diese Themen müssen ausführlicher und immer wieder dargestellt werden. Es besteht die Gefahr, dass Christus in Vorträgen und in den Artikeln unserer Zeitschriften überhaupt nicht vorkommt.“ Das ist so ein starkes Zitat, weil sie sagt: Gottes Endzeitvolk, das mit all den Wahrheiten vertraut ist, gibt Zeitschriften heraus, gibt Artikel heraus, aber Christus ist fast nicht da drin. Und ich habe mich gefragt, wie kann das sein? Und sie gibt ja selbst die Antwort. Sie sagt: „Wir haben uns sehr viel mit der trockenen Theorie beschäftigt, aber haben sie trocken selbst gemacht, weil wir Christus rausgenommen haben. Die eigene praktische Frömmigkeit, die unsere Seele braucht, die war nicht da, nicht da drin.“ Wir haben wenig über unseren Zustand gesprochen und sind selbst, auch wenn wir es theoretisch wussten, an dem Punkt gekommen, wo wir dachten, wir sind doch reich, wir brauchen noch nichts, wir haben noch alles, was wir zum Leben benötigen, zum geistigen Leben. Und genau hier trifft es zu, dass auch wir eigentlich uns eingestehen müssten: Wir sind diejenigen, die nackt, blind, elend und erbärmlich sind, und dass wir eine Änderung brauchen, dass wir das Gold des Glaubens brauchen, die weißen Kleider der Gerechtigkeit und die Augensalbe.
[15:07] „Glaube und Werke“, Seite 14 und 15: „Immer wieder wurde ich auf die Gefahr hingewiesen, dass wir als Gemeinde falsche Vorstellungen von der Rechtfertigung durch den Glauben haben. Seit Jahren wurde mir gezeigt, dass Satan auf besondere Weise aktiv werden würde, um unsere Auffassungen zu diesem Thema zu verwirren. Das Gesetz Gottes wurde umfassend behandelt und den Gemeinden dargestellt, fast so, als ob jedes Wissen über Jesus Christus und seine Beziehung zum Gesetz wie das Opfer Kains war.“ Diese Aussage hat mich wirklich tief getroffen, weil ich verstanden habe, dass oftmals unsere Predigten, unsere Bibelstunden, unsere Gespräche zwar inhaltlich nicht ganz falsch sind, aber Christus so weit rausgenommen wurde, dass sie hier sagt, dass das so vergleichbar ist wie das Opfer, das Kain Gott dargebracht hat: nett gemeint, aber völlig am Ziel vorbeigefeilt. Und das sind heftige Aussagen. Aber warum kamen wir dahin? Weil wir vergessen haben, beständig um unsere eigene Erlösung zu kümmern, weil wir vergessen haben, den Heiligen Geist zu bitten, dass er uns erleuchtet und in Christus zu bleiben. Wir haben eine religiöse Fassade aufgerichtet, aber haben nicht die Kraft, die Gott versprochen hat, empfangen, weil wir nie vollständig darum gebetet haben. Wir dachten, wenn wir die Wahrheit haben als Theorie und sie theoretisch verstehen können, dann reicht das. Aber Jesus hat uns gesagt in Lukas 11, in den Versen 1 bis 13, als die Jünger zu ihm kommen und sagen: „Herr, lehre uns beten, wie geht das?“ Weil die Jünger haben gemerkt, wenn Jesus gebetet hat, da hat sich was verändert. Sein Aussehen wurde teilweise anders, wie auf dem Berg der Verklärung. Wenn er gepredigt hat, war da eine Kraft drin, die vorher nicht da war, die sie von den Pharisäern nicht kannten, aber jetzt war sie da, als Christus kam. Und sie sagen: „Herr, lehre uns beten!“ Und dann gibt er ihnen das Vaterunser als Beispielgebet und direkt danach dieses Gleichnis von dem bittenden Freund, der nachts Besuch bekommt von einem seiner Freunde und dann zu seinem Nachbarn gehen muss, weil er selbst kein Brot hat, das er seinem Freund vorsetzen kann. Geht es auch uns so, dass wir das Brot des Lebens eigentlich gar nicht haben, aber dass wir denken, wir haben es? Aber wenn dann wirklich aufrichtige Leute zu uns kommen, dann merken wir, wir haben das gar nicht. Und dann müssen wir zu Gott gehen, und das ist der Inhalt dieses Gleichnisses, das ist der Punkt, wo alles drauf hinausläuft, dass wir sagen: „Gott, Herr, wir haben das Brot des Lebens nicht, gib es uns, damit wir es austeilen können, damit andere satt werden können.“ Und das möchte Jesus anstoßen, denn direkt danach sagt er dann: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan.“ Und dann kommt Lukas 11, Vers 13, wo er sagt: „Darum bittet um den Heiligen Geist, weil der himmlische Vater williger ist, den Heiligen Geist zu geben zur Hilfe im praktischen Leben, als ein irdischer Vater seinen Kindern irdische Gaben geben möchte.“ Das wurde vernachlässigt, aber genau das ist es, wohin uns der Geist der Weissagung, wohin uns auch die Bibel immer wieder hinführen möchten.
[18:13] „The Faith I Live By“, Seite 50: „Es gibt eine große zentrale Wahrheit, die beim Studium der Schrift immer vor Augen sein muss: der gekreuzigte Christus. Jede andere Wahrheit wirkt nur dadurch Einfluss und Kraft in sich, dass sie in Beziehung zu diesem Motiv steht.“ Das ist die eine Wahrheit, die hochgehalten werden muss, was Christus getan hat und was wir durch seinen Tod erlangen können, dass wir nämlich genauso ein perfektes Leben führen können: in vollkommener Harmonie mit Gott und vollkommener Freude, in vollkommenem Frieden, wie er es verheißt. Vorausgesetzt, wir heben dieses Geschenk hoch und schauen auf Christus und auf seine praktischen Lehren und machen nicht den Fehler wie die Pharisäer, dass wir die Fassade hochziehen, aber innendrin merken wir, wir haben ein Defizit und versuchen das zu überspielen.
[19:04] Möchte mit euch jetzt zwei Bilder anschauen. Das erste Bild ist ein Bild, das damals von James White in Auftrag gegeben wurde für Evangelisationen. Damals hatte man noch nicht so viel PowerPoint-Möglichkeiten wie wir heute, und dadurch haben sie ein Bild in Auftrag gegeben, um das in der Predigt als Anschauungsobjekt zu benutzen. Wir sehen ja auf diesem Bild unsere Glaubenslehren, durch die das veranschaulicht werden sollte. Wir sehen rechts unten zum Beispiel den Abendmahlstisch, dahinter die Taufe, rechts oben im Bild das Neue Jerusalem. Wir sehen links die Vertreibung aus Eden, den Mord an Abel.
[19:41] Vertreibung aus Eden, dem Mord an Abel. Wir sehen die Opferungen, die dann dargebracht wurden, den Hohenpriester, und sehr zentral sehen wir das Kreuz. Und wir sehen aber auch den Baum des Lebens mit den Gesetzestafeln.
[19:51] Im Jahr 1881 ist James White gestorben, und Ellen White war sehr traurig. Sie wurde dann von Freunden darauf hingewiesen, dass sie sich doch ein bisschen zurückziehen sollte ins sonnige Kalifornien, um ihre Gesundheit wieder aufzuhelfen. Und dort wurde sie dann auf einem Campmeeting eingeladen, das war dann ein Jahr später, 1882, wo sie sehr schwach war, eigentlich nicht predigen konnte. Aber sie wurde dazu gebeten, das zu machen, und sie hat dann da Themen gepredigt, wie was Christus für uns getan hat, welche Liebe er zu seinem Volk hat und welche Kraft auch durch ihn verfügbar ist.
[20:28] Und wir lesen die Erfahrung von E.J. Waggoner, der übrigens der Sohn eines Herausgebers war von der *Signs of the Times*-Zeitung, der schon lange im Werk gedient hatte. Aber in dieser Zeit, als Ellen White diese Predigten hielt, machte er folgende Erfahrung: „Ich sah an einem trostlosen, regnerischen Nachmittag in einem Zelt, in dem ein Diener des Herrn über das Evangelium seiner Gnade sprach. Während seiner Rede, meinte Ellen White, der Diener des Herrn, machte ich eine Erfahrung, die der Wendepunkt meines Lebens sein sollte. Plötzlich schien ein Licht auf mich, und das Zelt erschien erleuchtet, so als ob die Sonne scheinen würde. Ich sah, dass Christus für mich gekreuzigt wurde, und mir wurde zum ersten Mal in meinem Leben offenbart, dass Gott mich liebte und Christus sich selbst für mich ganz hingegeben hatte. Er hatte das alles für mich getan. Daher wusste ich, dass ich die Botschaft der Liebe Gottes für jeden einzelnen Sünder in der Bibel finden würde, und ich entschloss, dass ich den Rest meines Lebens damit verbringen würde, diese Botschaft dort zu finden und sie anderen deutlich zu machen.“ Was für ein starkes Zeugnis!
[21:38] E.J. Waggoner ist aufgewachsen, er hat bereits im Werk gedient. Sein Vater hat die berühmte *Signs of the Times*-Zeitung rausgegeben, und in diesem Moment aber erst ist ihm klar geworden, wie praktisch das Evangelium ist und wie sehr Christus ihn persönlich liebt. Und er hat in diesem Moment die Entscheidung getroffen, diese Botschaft von der Gerechtigkeit Christi, was in einem Leben bewirken kann, wie ich praktisch mit Gott leben kann, wie dieses Defizit ausgeglichen werden kann, dass er das weitergibt. Und wie viele von uns machen vielleicht dieselbe Erfahrung, dass wir in die Gemeinden gehen, dass wir die Botschaften hören, aber wir merken, sie schlagen irgendwie nicht durch. Irgendwas fehlt, irgendwo ist ein Defizit, irgendwo kommen wir aus diesem achtbaren Christenleben nicht raus.
[22:26] Im Jahr 1883 hat Ellen White bei dem gleichen Künstler dann ein Bild in Auftrag gegeben, das aber diesmal etwas anders aussah als das erste Bild. Wir sehen auch hier wieder die Dinge, über die gepredigt werden sollte: das neue Jerusalem, das Abendmahl, die Taufe. Aber wir sehen das sehr zentral und viel größer als beim ersten Mal: das Kreuz steht, was nämlich durch den Tod Jesu bewirkt werden sollte und bewirkt werden kann. Das sollte viel mehr gepredigt werden. Das war nämlich tatsächlich die Botschaft, die die dritte Engelsbotschaft beinhaltet: Gerechtigkeit aus Glauben. Und das hatten wir zu Beginn der Serie uns auch schon genauer angesehen. Das war die Botschaft, mit der Gott den Spätregen bringen wollte, ihn persönlich zu kennen, sein Angesicht zu suchen und seine Lehre über dieses praktische Thema zu studieren.
[23:16] Im Jahr 1884 gibt Uriah Smith ein Buch heraus, das heißt *Synopsis of the Present Truth*. Das bedeutet so viel wie „Darstellungen der gegenwärtigen Wahrheit“. Und inhaltlich war dieses Buch gut. Es hat so die klassischen adventistischen Texte wie Sabbat gegen Sonntag, der Zustand der Toten und so weiter beinhaltet. Und es war inhaltlich, wie gesagt, gut. Aber schaut mal, was Ellen White Uriah Smith als Antwort auf dieses Buch schreibt.
[23:46] *1888 Materials*, Seite 429: „Du musst den Gemeinden die Thematik des Glaubens und der vollständigen Abhängigkeit von der Gerechtigkeit Christi klar und deutlich machen. In deinen Reden und Gebeten steckt so wenig von Christus, seiner beispiellosen Liebe, seinem großen Opfer für uns, dass Satan die Ansichten, die wir über Jesus Christus haben sollten und müssen, fast schon in den Schatten gestellt hat. Durch das Anschauen werden wir immer ähnlicher. Dies ist die gegenwärtige Wahrheit.“ Gegenwärtige Wahrheit ist die Wahrheit, die besonders wichtig ist, um in einer besonderen Zeit verkündet zu werden, durch die Gott sein Volk auf ein höheres Level heben möchte.
[24:28] Und so ein Urgestein des Adventismus wie Uriah Smith, der so ein gutes Buch herausbringt, bekommt vom Geist der Weissagung diese Antwort darauf. Und das hat mich auch tief zum Nachdenken gebracht: Wie viel ist in unseren, in meinen Predigten, in meinen Gesprächen, in meinen Bibelstunden, in meinem gesamten Dienst von Christus vorhanden? Diese Frage sollte sich jeder von uns auch stellen: Wenn wir für Gott arbeiten, ist mein Ziel wirklich, dass die Menschen Christus besser kennenlernen, oder möchte ich einfach nur die Wahrheit richtig darstellen? Denn mit der Wahrheit lässt sich gut argumentieren. Wir wissen, dass in der Adventgemeinde Gott die Wahrheit so weit geöffnet und offenbart hat wie nirgends anders. Aber wollen wir einfach nur Argumentation gewinnen, oder wollen wir die Menschen durch die Fülle der Wahrheit zu Christus führen, dass sie ihn als persönlichen Retter erkennen können, dass sie mit ihm eine persönliche Beziehung führen können, die sie vorher nicht hatten, damit dieses Defizit, dieses Loch im Herzen wirklich ausgefüllt werden kann?
[25:29] Im Jahr 1888 dann gab es die berühmte Generalkonferenz von Minneapolis. Und Ellen White hat an einer Stelle gesagt, dass diese Generalkonferenz eine der schlimmsten Erfahrungen ihres Lebens war. Dort war so viel Zank, so viel Neid, so viel Zwietracht. Dort wurde sich gestritten, ob der zehnte Zeh in Daniel 2 in der Statue dieses oder jenes Reich in Europa ist. Es wurde über den Galaterbrief gestritten, aber in einem Geist, der nicht christlich war. Und Ellen White wollte sogar auf dieser Generalkonferenz aufstehen und gehen. Am nächsten Tag wäre sie abgereist, hätte nicht ein Engel zu ihr gesagt, dass sie dort bleiben soll, dass sie dort weiter wirken soll, weil Gott immer noch einen Plan hat dort.
[26:13] Denn Gott hat damals diese beiden Männer geschickt: Alonzo Jones und E.J. Waggoner. Und diese beiden – Waggoner war der, der 1882 diese Erfahrung gemacht hatte, als White gepredigt hatte über Christi Verdienste und was er in unserem Leben bewirken kann. Und Gott hat diesen beiden Männern sehr viel Licht gegeben über diese ganzen Geschehnisse und hat ihnen gezeigt, was die Botschaft für sein Volk ist, nämlich das praktische Leben mit Christus. Aber vor allem von der führenden Leitung in unserer Gemeinde damals haben sie sehr viel Widerstand erlebt, weil sie junge Männer waren, weil ihre Lehren, ihre Predigten den Anschein hatten, etwas Neues zu bringen und wegzuführen vom Gesetz. Aber es gab viele Stellen, wo Ellen White ganz klar darauf hingewiesen hat, dass sie nicht mit allem übereinstimmt, was sie sagen, aber dass der Kerngedanke genau das ist, was Gott an sein Volk richten wollte. Und sie sagt später sogar an einigen Stellen, an einer Stelle, dass manche von den leitenden Brüdern im Begriff waren, die Sünde gegen den Heiligen Geist zu begehen, weil sie die Botschaft dieser beiden Männer abgelehnt hatten.
[27:16] Was sagt der Geist der Weissagung über die Botschaft von Waggoner und Jones?
[27:23] Brief 24, 1892: „Die Botschaft, die durch A.T. Jones und E.J. Waggoner gegeben wurde, ist die Botschaft Gottes an die Gemeinde Laodizea. Und wehe dem, der bekennt, die Wahrheit zu glauben und dennoch anderen nicht die gottgegebenen Strahlen widerspiegelt.“
[27:42] *Testimonies to Ministers*, Seite 91 und 92: „Der Herr hat aus seiner herrlichen Gnade durch Waggoner und Jones seinem Volk eine enorm wertvolle Botschaft gegeben. Diese Botschaft war dazu gedacht, den erhobenen Erlöser, das Opfer für die Sünden der ganzen Welt, vor den Augen aller noch mehr hervorzuheben. Sie stellt die Rechtfertigung durch Glauben als eine Gewissheit dar. Sie lädt die Menschen ein, die Gerechtigkeit Christi zu empfangen, welche sich in Gehorsam zu allen Geboten Gottes ausdrückt. Viele hatten Jesus aus den Augen verloren. Ihre Augen mussten auf seine göttliche Person gerichtet werden, auf seinen Verdienst und auf seine unwandelbare Liebe für die menschliche Familie. Alle Macht ist in seine Hände gegeben, um den Menschen reiche Gaben zu geben, indem er hilflosen Menschen das kostbare Geschenk seiner Gerechtigkeit gibt. Das ist die Botschaft, von der Gott geboten hat, dass wir sie verkündigen sollen. Es ist die Botschaft des dritten Engels, welche mit einer lauten Stimme verkündet werden soll und von der Ausgießung seines Geistes in großem Maße begleitet wird.“
[28:50] Ellen White sagt ganz deutlich, als sie mit diesen Männern unterwegs war, dass sie gemerkt hat, dass Gott dadurch wirkt, dass es nicht einfach nur Rhetorik war oder nette Worte. Nein, nein, sie hat gesagt, eine Kraft, eine Macht, die von Gott selbst kam, hat diese Botschaft begleitet. Ellen White sagt ganz deutlich, dass Gott diese beiden Männer mit einer besonderen Botschaft vertraut hat, die Gott ganz bewusst in seine Gemeinde geben wollte, weil das die Botschaft des dritten Engels ist, das zum lauten Ruf anschwillt und durch die Ausgießung des Spätregens begleitet werden würde. Und wie fatal würde es wohl sein, wenn man diese Botschaft ablehnt? Es geht nicht um die Botschafter selbst. Manche einer mag sagen, sie sind doch später abgefallen. Ja, das stimmt. Aber dennoch war die Botschaft zu diesem Zeitpunkt die richtige.
[29:25] Wir lesen weiter.
[29:28] *General Conference Daily Bulletin* vom 28. Januar 1893: „Die Botschaft von Christi Gerechtigkeit soll von einem Ende der Welt zum anderen gehört werden. Dies ist die Herrlichkeit Gottes, welche das Werk des dritten Engels abschließt.“
[29:44] Sie sagt noch mal zusammengefasst, was wir in dem Zitat vorher schon gesehen hatten, dass die Botschaft, die die beiden Männer gebracht hatten, die Botschaft der Gerechtigkeit Christi, die dritte Engelsbotschaft ist, und dass das die Botschaft ist, die Gottes Volk braucht, damit das Werk des dritten Engels abgeschlossen werden kann. Warum begann der Laute Ruf aber mit einer Verkündigung an Gottes Volk und nicht mit einer Verkündigung an die Welt?
[30:11] Schaut mal hier, *Review and Herald* vom 3. September 1889: „Wir müssen bezüglich des Plans der Erlösung erleuchtet werden. Da gibt es nicht einen in hundert, der für sich selbst diese biblische Wahrheit bezüglich dieses Themas für sich selbst versteht, welches aber so notwendig ist für unser gegenwärtiges und ewiges Wohl. Warum begann der Laute Ruf mit einem Werk für uns statt mit einem Werk von uns? Warum begann es mit einer Offenbarung der Gerechtigkeit Christi, dem sündenvergebenden Erlöser unter uns, anstatt mit unserem Ruf an die Welt, dass Babylon gefallen ist? Der Herr sah, dass wir selbst eine Anpassung benötigten, bevor wir das Werk ausrichten konnten, welches er für uns vorgesehen hat. Er sah, dass wir es nötig hatten, zu verstehen, was das Evangelium, die Kraft Gottes zur Erlösung, wirklich ist, bevor wir das ewige Evangelium in Kraft und Demonstration des Geistes anderen predigen können.“
[31:11] Das ist ein sehr bemerkenswertes Zitat. Und sie sagt hier sehr deutlich, dass Gott genau wusste, dass zuerst sein Volk vorbereitet werden muss, bevor es diese Botschaft in die Welt bringen kann. Wir hatten diese Verkündigung nötig, damit wir vorbereitet werden können, die zweite und dritte Engelsbotschaft auch in Kraft zu predigen, weil wir diese praktische Frömmigkeit, wie sie ja sagt, die Kraft Gottes zur Erlösung, was das wirklich ist, hatten wir nicht begriffen. Und daher hat Gott zuerst zu seinem Volk gesprochen, dass sein Volk eine Änderung bedarf.
[31:44] Was war Ellen Whites Erfahrung, als sie mit Jones und Waggoner unterwegs war? Wir lesen hier in *Manuscript Releases Vol. 4*, Seite 257: „Wir sind zu allen Versammlungen gegangen, um Seite an Seite mit den Botschaftern Gottes zu stehen, von denen ich wusste, dass sie seine Botschafter sind und dass sie eine Botschaft für sein Volk haben. Ich habe meine Botschaft in Harmonie mit ihrer Botschaft vorgetragen. Was haben wir beobachtet? Wir haben beobachtet, wie eine Macht diese Botschaft begleitet hat.“
[32:16] Ellen White sagt sehr deutlich, als sie mit diesen Männern unterwegs war, dass sie gemerkt hat, dass Gott dadurch wirkt, dass es nicht einfach nur Rhetorik war oder nette Worte. Nein, nein, sie hat gesagt, eine Kraft, eine Macht, die von Gott selbst kam, hat diese Botschaft begleitet.
[32:32] Ähnliches sagt sie hier in *1888 Materials*, Seite 545: „Wir sind von Ort zu Ort gereist und haben die Versammlungen besucht, wo die Botschaft der Gerechtigkeit Christi gepredigt wurde. Ich habe es als ein Privileg empfunden, an der Seite meiner Brüder zu stehen und mein Zeugnis zusammen mit ihrer Botschaft zu teilen. Und ich sah, dass die Macht Gottes die Botschaft begleitet hat, wo auch immer sie gepredigt wurde. Diese Botschaft sollte, so wie sie jetzt präsentiert wird, zu jeder Gemeinde gebracht werden, die von sich behauptet, die Wahrheit zu glauben, und die Menschen zu einem höheren Standpunkt zu bringen.“
[33:13] Sie sagt hier sehr klar, dass jede Gemeinde das hören sollte, dass Gott sich dieser Botschaft bekannt hat und dass es notwendig ist und gut ist, wenn wir diese Botschaft hören und wenn wir sie auch weitergeben. Aber zuvor müssen wir sie selbst verstanden haben.
[33:28] *Manuscript Releases Band 5*, Seite 219: „Mir wurde schon die Frage gestellt: Was hältst du von dem Licht, welches diese Männer verkünden? Wie bitte? Ich habe euch die letzten 45 Jahre dasselbe Licht präsentiert, das einzigartige Geschenk Christi. Das ist das, was ich versucht habe, euch beizubringen. Als Bruder Waggoner diese Ideen in Minneapolis präsentiert hat, war das erste Mal, wie ich gehört habe, dass ein Mensch dieses Thema verständlich lehrt, ausgenommen den Gesprächen, die ich mit meinem Mann hatte. Ich habe immer gedacht, dass ich das Thema so gut verstehe, weil Gott es mir in Visionen gezeigt hat und andere verstehen es nicht so gut, weil es ihnen nie so präsentiert wurde wie mir. Aber als dann doch noch jemand anderes dieses Thema präsentiert hat, hat jede Faser meines Herzens Amen gesagt.“
[34:21] Sie hat gesagt, als Waggoner damals aufgetreten ist und gepredigt hat über das Thema, dass sie selbst schon 45 Jahre lang versucht hat darzustellen, erfüllt zu sein mit dem Heiligen Geist, praktisch mit Christus zu leben und seine Gerechtigkeit nicht nur verliehen zu bekommen, sondern darin zu wandeln, dass jede Faser an ihrem Körper Amen gerufen hat, weil sie gemerkt hat, auch andere Menschen können das begreifen. Gott ist auch in der Lage, anderen Menschen das zu zeigen, wie sie mit ihm leben können.
[34:50] Ein Zeugnis an einen gewissen J.S. Washburn: „Waggoner kann Gerechtigkeit aus Glauben deutlicher predigen als ich.“ „Wie kommt das, Schwester White?“, sagte ich. „Willst du mir wirklich sagen, dass E.J. Waggoner es besser lehrt als du, mit all deiner Erfahrung?“ Schwester White antwortete: „Ja, der Herr hat ihm besonderes Licht zu diesem Thema geschenkt. Ich wollte dieses Thema schon länger selbst noch klarer präsentieren, aber ich hätte es nicht so verständlich machen können wie er. Aber als er es dann in Minneapolis vorgestellt hat, habe ich es erkannt.“
[35:25] Was für eine Aussage, wo sie sagt, dass Waggoner es besser präsentieren konnte als sie selbst, weil Gott ihm besonderes Licht dazu gegeben hatte, es noch einfacher und noch praktischer darzustellen.
[35:38] Aber war es nicht so, dass Jones und Waggoner später abgefallen sind? Es stimmt, dass sie beiden einen guten Anfang hatten und später aber dem Glauben auch der Gemeinde ihren Rücken gekehrt haben. Bei Jones wird vermutet, dass der Hauptgrund war, dass er leider sehr viel Widerstand bekommen hat und seine Botschaft auch sehr, sehr stark bekämpft wurde. Waggoner war ein Arzt, der auch mit Dr. Kellogg viel zu tun hatte und wahrscheinlich durch Kelloggs Einfluss mit dem Pantheismus dann auf Abwege geraten ist. Aber ist das ein Argument und ein Grund dafür zu sagen, dass die Botschaft überhaupt nicht wahr war?
[36:14] Wir sehen hier *Manuscript Releases Vol. 16*, Seite 107: „Sollten die Botschafter des Herrn, nachdem sie ehrenhaft eine Zeit lang für die Wahrheit gestanden haben, in Versuchungen fallen und ihn entehren, der ihnen das Werk aufgetragen hat, wird das Beweis dafür sein, dass die Botschaft nicht wahr ist? Nein, denn die Bibel ist wahr. Hin zum Zeugnis und hin zum Gesetz. Wenn sie nicht danach sprechen, so ist kein Licht in ihnen.“
[36:39] Wir haben auch in der Bibel viele, viele Beispiele von Menschen, die Großes für Gott getan hatten und später leider gefallen sind. Selbst Saul war von Gott persönlich auserwählt zum König, hat aber später seinen eigenen Kurs genommen. Aber waren deswegen die Anfänge falsch? Nein. Genauso auch bei Jones und Waggoner. Sie sind später leider abgefallen, aber die Botschaft zu diesem Zeitpunkt war die richtige, und sie hatten recht, und Gott hat es gesehen, er hat es gesegnet, und er hat sich dazu bekannt.
[37:13] *Manuscript Releases Vol. 16*, Seite 107, es geht weiter: „Über die Sünde auf Seiten der Botschafter Gottes würde sich Satan freuen, und diejenigen, die die Botschafter und die Botschaft abgelehnt haben, würden triumphieren. Aber das würde diejenigen, die sich daran schuldig gemacht haben, indem sie die Wahrheit der Botschaft Gottes ablehnen, auf keinen Fall freisprechen.“
[37:31] Die Botschaft steht für sich, und die Botschaft ist wahr. Und jeder, der das hört, muss es prüfen am Wort Gottes. Und wenn es sich als wahr beinhaltet und herausstellt, dass es wahr ist, dann ist es unsere Aufgabe, uns zu entscheiden: Wollen wir das annehmen oder ablehnen? Aber der Kurs, den diejenigen fahren, die es verkündet haben, sei gut oder schlecht, ist für uns keine Entschuldigung auf unsere Entscheidung, ob wir sie annehmen oder nicht. Wir müssen es selbst prüfen, und dadurch können wir selbst auch das Licht, das Gott gegeben hat, in uns vermehren, oder wir verschließen uns dagegen.
[38:09] *1888 Materials*, Seite 608: „Die Frage ist: Hat Gott die Wahrheit gesandt? Hat Gott diese Männer berufen, die Wahrheit zu verkünden? Ich sage: Ja, Gott hat diese Männer gesendet und uns die Wahrheit gebracht, die wir nicht hätten, wenn Gott nicht jemanden gesandt hätte, der sie uns bringt. Gott hat mir einen Einblick gegeben, wie er darüber denkt, und deshalb nehme ich diese Wahrheit an, und ich werde mich nicht wagen, meine Hand gegen Jesus Christus zu erheben, der an seinen Botschaftern wiederzuerkennen ist.“
[38:39] Was für ein starkes Zitat, dass sie sagt: „Ich werde nicht meine Hand erheben und gegen sie schimpfen, weil Gott hat mir gezeigt, das ist seine Botschaft, er hat diese Menschen gesandt.“ Und genauso sollten wir auch darüber reden und denken, wenn wir es geprüft haben, wenn wir sehen, es ist von Gott. Lasst uns vorsichtig sein, nicht unsere Hände zu erheben und gegen diese Botschaft und die Botschafter vorzugehen, wenn wir erkannt haben, dass es klar von Gott ist.
[39:07] Was geschah, als diese Botschaft gepredigt wurde? *Manuscript Releases Vol. 4*, Seite 104: „Wenn der Herr eine besondere Botschaft an sein Volk sendet, setzen alle Mächte des Bösen sich ans Werk, es zu verhindern, dass das Wort der Wahrheit an diejenigen kommt, die es empfangen sollen.“
[39:26] Und genau das wurde auch damals beobachtet. Es gab großen Gegenwind, leider auch seitens der Leitung, und viele, viele haben es bekämpft. Und damit müssen wir auch rechnen, wenn diese Botschaft noch einmal gebracht wird, noch einmal einfacher gebracht wird. Und dazu empfehle ich euch das Buch *Schritte zur persönlichen Erweckung* von Helmut Haubeil, weil diese Botschaft, die darin zu finden ist, genau die gleiche ist, die Jones und Waggoner gebracht haben, genau die gleiche, die der Geist der Weissagung gepredigt hat, genau der gleiche Inhalt, der auch durch...
[39:55] genau der gleiche Inhalt, der auch durch die ganze Bibel sich zieht, noch mal einfacher. Und ich glaube, dass das Leben im Heiligen Geist, das ist wonach wir uns alle sehnen, dass wir endlich aus diesem erbärmlichen Leben herauskommen und mächtig für den Herrn wirken können. Mögen wir diese Botschaft nicht ablehnen, sondern ernst nehmen und annehmen.
[40:13] „Selected Messages“, Band 1, Seite 234, 235: „Der Unwille, voreingenommene Ansichten aufzugeben und diese Wahrheit zu akzeptieren, ist die Grundlage der großen Opposition, die sich in Minneapolis gegen die Botschaft Gottes durch Gebrüder Waggoner und Jones gezeigt hatte. Der Widersacher hat sie davon abgehalten, eine Effektivität zu erlangen, welche sie für das Weitertragen der Wahrheit in die Welt benötigt hätten, eine Effektivität gleich der Apostel nach Pfingsten. Man hatte sich dem Licht widersetzt, welches die ganze Welt erleuchten sollte, und durch die Handlung unserer Geschwister wurde dieses Licht zu einem großen Maß von der Welt ferngehalten.“ Wehe uns, wenn wir uns gegen die Botschaft Gottes stellen und gegen diese Botschaft vorgehen und sie sogar bekämpfen! Denn es ist genau die Botschaft Gerechtigkeit aus Glauben, Leben im Heiligen Geist, die Gott benutzen möchte, um die gesamte Welt zu erleuchten. Aber wehe uns, wenn wir das bekämpfen und es für fanatisch ansehen, wenn wir es für einen Geist sehen, der tatsächlich von Gott ist, aber wir ihn als satanischen Geist betrachten. Wehe uns, gegen diese Botschaft vorzugehen!
[41:27] Aber was wird das Ergebnis dieser Botschaft an Laodizäa sein? Was wird Gott dadurch bewirken, wenn sie angenommen wird und umgesetzt und dann weitergegeben?
[41:37] „Erfahrung und Gesichte sowie geistliche Gaben“, Seite 263: „Ich fragte nach der Bedeutung dieses Gesichtes, das ich gesehen hatte, und es wurde mir gesagt, dass es durch das bestimmte Zeugnis – auf Englisch sagt sie 'the straight testimony', das geradlinige Zeugnis des wahren Zeugen an die Gemeinde zu Laodizäa – hervorgerufen sei. Dies wird einen Einfluss auf das Herz desjenigen ausüben, der es annimmt, und ihn dahin bringen, das Ziel hochzusetzen und die genaue Wahrheit zu verkündigen.“ Wenn die Botschaft angenommen werden wird – Gerechtigkeit aus Glauben, die Botschaft an Laodizäa, die dritte Engelsbotschaft, Leben im Heiligen Geist – das ist alles dasselbe. Wenn das angenommen wird, dann heißt es hier: Das Ziel wird hochgesetzt, der Maßstab wird erhöht werden und die Wahrheit wird genau verkündet werden.
[42:29] Sehen wir das, oder sehen wir momentan, dass vieles verwaschen wird, dass vieles heruntergesetzt wird vom Anspruch her, dass die Wahrheit diffus wird? Aber wenn wir diese Botschaft annehmen und predigen, dann heißt es hier, dass das Ziel hochgesetzt wird und die Wahrheit genauer und klarer als je zuvor verkündet wird.
[42:50] „Einige werden dieses bestimmte Zeugnis nicht ertragen. Sie werden sich demselben widersetzen, und dies wird das Sichten unter dem Volk Gottes hervorrufen. Ich sah, dass das Zeugnis des wahren Zeugen nicht halb beachtet worden ist. Das feierliche Zeugnis, von welchem das Schicksal der Gemeinde abhängt, ist nur oberflächlich geschätzt, wenn nicht gänzlich missachtet worden. Dieses Zeugnis muss tiefe Reue wirken. Alle, die es in Wahrheit annehmen, werden demselben gehorchen und gereinigt werden.“
[43:25] Dieses Zeugnis, diese Botschaft Gerechtigkeit aus Glauben, Leben im Heiligen Geist, die Botschaft an Laodizäa, die dritte Engelsbotschaft – heißt es hier: Davon hängt das Schicksal der Gemeinde ab. Wenn wir gerettet werden wollen, ist es unsere Pflicht, diese Botschaft anzunehmen. Aber wehe uns, wenn wir uns dagegen stellen, denn dieses Zeugnis wird dazu führen, dass wir tiefe Reue über uns selbst haben, dass wir unser Leben ändern möchten und dass Gott uns reinigen kann, und zwar vollständig von der Sünde. Aber dazu mehr beim nächsten Teil: „Willst du vollkommen sein?“
[44:01] „Review and Herald“, 13. Dezember 1857: „Meine Aufmerksamkeit wurde dann auf die Gruppe gelenkt, die ich vorher gesehen habe, wie sie gerüttelt wurde. Ich habe gehört, wie diejenigen mit der Rüstung die Wahrheit mit großer Kraft verkündeten. Ich habe gefragt, was diese Veränderung bewirkt hatte. Ein Engel antwortete: ‚Es ist der Spätregen, die Erfrischung von der Gegenwart des Herrn, der Laute Ruf des dritten Engels.‘ Die Botschaft, welche die Botschafter verkündet haben, ist die Botschaft an die Laodizäer.“
[44:38] Wir sehen hier noch mal sehr klar, dass selbst der himmlische Engel den Geist der Weissagung wissen lässt, dass der Spätregen einhergeht mit dem lauten Ruf, mit der Botschaft an Laodizäa, und dass diese Botschaft große Kraft hat, wie auch Ellen White zu ihren Lebzeiten erlebt hat, als diese Botschaft verkündet wurde.
[45:00] Aber welche Bedeutung hat diese Botschaft für mich heute? Was kann ich heute davon lernen? Was können wir heute davon mitnehmen, jetzt im Jahr 2024?
[45:11] „Selected Messages“, Band 1, Seite 362: „Die Zeit der Prüfung steht unmittelbar bevor, denn der Laute Ruf des dritten Engels hat begonnen in der Offenbarung der Gerechtigkeit Christi, dem sündenvergebenden Erlöser. Dies ist der Anfang des Lichtes des Engels, dessen Herrlichkeit die ganze Erde erfüllen wird.“
[45:29] Wenn wir Teilhaber werden wollen am lauten Ruf, wenn wir gerettet werden wollen, wenn wir zu einem tieferen Leben in Christus kommen wollen, wenn wir diese Erfahrung machen wollen, dass dieses Loch in unserem Herzen gefüllt wird, dass wir nicht von einem geistigen Hoch zum nächsten springen und dieses erbärmliche Christenleben haben, dann sollte unsere Erfahrung sein, Gott im Gebet am Morgen zu suchen, vor ihm niederzufallen, ihn zu bitten, dass er uns offenbart, welchen Kurs wir einschlagen sollen, und dass er uns erfrischen kann durch seine Gegenwart. Diese Botschaft war so klar, und wir wissen aus dem Geist der Weissagung, dass Gott bereit war, in den Jahren nach 1888 wiederzukommen. Aber weil das Licht im großen Maße abgelehnt wurde und beiseitegeschoben wurde und sogar bekämpft wurde, konnte Gott seine Verheißung nicht wahrmachen. Ähnlich wie zu Israels Zeiten, als Israel nach etwa einem Jahr und zehn Monaten, nachdem sie aus Ägypten ausgezogen war, vor Kanaan anstanden und sie sich aber dem Zeugnis der zehn Kundschafter gebeugt haben, gesagt haben, dass es unmöglich sei, da hineinzukommen. Auch dort konnte Gott seine Verheißung nicht wahrmachen und hat sein Volk noch mal mehr als 38 Jahre durch die Wüste geführt, damit sie 40 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten in das Land eintreten, obwohl es eigentlich schon nach zwei Jahren hätte sein können.
[46:50] Und heute sind wir am gleichen Punkt. Gott hat damals sein Volk vorbereitet, das himmlische Kanaan zu betreten, aber sein Volk hat das Licht abgelehnt und musste noch mal durch die Wüste zurückziehen und sich weiterhin prüfen und reinigen lassen. Wir haben heute die Möglichkeit, all das zu ändern, und wir haben heute die Möglichkeit, dass wir einen neuen Kurs einschlagen, aus den Fehlern lernen und für die Zukunft nichts zu befürchten haben, es sei denn, wir vergessen diesen Weg, den Gott uns geführt hat, und seine wichtige Lehre aus der Vergangenheit.
[47:20] Ihr Lieben, vielleicht hat Gott zu euch auch gesprochen an dem ein oder anderen Punkt. Ihr habt gemerkt, ihr braucht eine Herzensveränderung. Vielleicht habt ihr auch gemerkt, dass Gott euch dahin bringt, dass ihr nicht länger in diesem fleischlichen Christsein lebt, sondern dass wir unser Leben Gott neu weihen und dass er uns beständig füllen kann mit seinem Geist.
[47:42] Wenn das euer Gedanke ist, wenn ihr diesen Eindruck habt, dann lasst uns jetzt gemeinsam dafür beten, dass Gott heute mit uns einen neuen Weg einschlägt, dass wir Teilhaber werden dürfen am Spätregen, dass wir den lauten Ruf mitverkünden dürfen durch unser Leben, durch unser Zeugnis, und dass Gott nicht an uns vorübergeht und sagt: „Ich kenne euch nicht.“ Denn da warten wunderbare Dinge auf uns, denn Christus hat versprochen, dass er uns seine Freude gibt, dass sein Friede unsere Herzen durchdringt, dass seine Liebe in uns vollkommen werden wird und dass wir ein Leben im Überfluss haben, wie es heißt in Johannes 10, Vers 10, wenn wir diese Fülle des Geistes empfangen. Wenn es euer Wunsch ist, dann lasst uns gemeinsam beten, dass Gott das heute in uns beginnen kann und dass wir heute vorbereitet werden für jeden weiteren Schritt, den Gott uns führen möchte.
[48:28] Himmlischer Vater, wir wollen dir von Herzen danken, dass du uns geführt hast durch dieses Studium. Wollen dir von Herzen danken, dass du uns so viele Lehren gegeben hast aus der Geschichte deines Volkes. Vater, wir möchten dich bitten, dass du gnädig zu uns bist, dass du uns liebst. Wir möchten dich bitten, dass du uns die Sünden vergibst. Wollen dich bitten, Herr, dass du uns mit deinem Geist füllst und dass wir nicht mehr aus den Fehlern, ja, wo wir feststecken, dass wir da wieder herauskommen, dass wir nicht immer weiter hineingezogen werden, dass wir nicht dieselben Fehler machen wie unsere Väter. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns auf diesem Weg leitest, an die Hand nimmst, dass du uns hilfst, im Glauben voranzugehen und dass du uns Teilhaber werden lässt am Spätregen. Herr, bitte gib uns die Freude an deinem Heil zurück, wie es heißt im Psalm 51. Gib uns die Freude an der Gemeinschaft mit dir und lass uns, Herr, in dir wachsen. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du uns stark machst in dir und dass wir diese morgendliche Andacht mit dir nicht mehr missen werden. Hilf uns, Herr, persönlich zu wachsen. Hilf uns zu verstehen, was das Leben im Heiligen Geist ist, und lass uns diesen Weg vorangehen, so dass du uns verwenden kannst in deinem Werk und dass wir starke Zeugnisse sein können für unsere Gemeinden, für unsere Geschwister, aber auch für die Welt um uns herum. Wir danken dir, dass du bald wiederkommen möchtest und danken dir, dass du jeden Schritt vorbereitet hast, wenn wir diese Schritte im Glauben folgen können und du großen, großen Segen dadurch erwachsen lassen kannst. So legen wir das vor dich und preisen dich in Jesu Namen.
[50:05] Amen. Wir haben keine Zeit mehr für Untätigkeit. Gott hat einen Plan mit uns vor. Mit dieser 1888 Botschaft, wie sie so genannt wird, hat Gott vorbereitet, dass das Salz wieder salzig wird, dass es nicht fade bleibt. Aber Gott hat noch mehr vor. Er möchte nicht nur, dass wir lernen aus der Geschichte, sondern wir möchten uns jetzt im nächsten und im letzten Vortrag dann genau noch damit auseinandersetzen, wie das praktisch aussieht. Wir möchten nämlich der Frage nachgehen: „Willst du vollkommen sein?“ Was ist Vollkommenheit? Was bedeutet das eigentlich? Und wir werden sehen, Vollkommenheit ist das schönste Thema der gesamten Bibel. Darum verpasst auch den nächsten Teil nicht in unserer Serie „Keine Zeit für Untätigkeit: Willst du vollkommen sein?“. Und davon ausgehend wollen wir uns dann vorbereiten auf den sechsten und letzten Teil in der Serie, wo es um den Abschluss des Werkes geht, um die Verzögerung der Wiederkunft und wie das Ganze zusammenhängt mit der medizinischen Missionsarbeit. Es ist ein geniales Studium und das solltet ihr nicht verpassen. Darum schaltet auch beim nächsten Mal ein, wenn wir uns diesen Themen widmen, und wir werden sehen, dass Gott sehr viel Segen vorbereitet hat für uns und es in unserer Reichweite ist, das zu ergreifen, von Gott erfrischt zu werden und vorbereitet zu werden auf die Aufgaben, die vor uns liegen, auf die Zeit, und dass wir auch durchdringen können zu der wahren Freude im Dienst für Christus. Bis dahin möge Gott euch segnen, euch bewahren und bis zum nächsten Mal. Maranata.
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