In diesem Vortrag beleuchtet David Nießner die entscheidende Rolle der medizinischen Missionsarbeit für die Beschleunigung der Wiederkunft Christi. Er erklärt, dass diese Arbeit, die sich am Beispiel Jesu orientiert, nicht nur körperliche Gebrechen lindert, sondern auch Menschen zum großen Arzt Christus führt. Anhand biblischer Prophezeiungen aus Jesaja und Offenbarung zeigt er auf, wie diese selbstlose Liebe die Herrlichkeit Gottes offenbart und die Welt auf das Ende vorbereitet. Nießner betont, dass diese Form der Mission in Zeiten zunehmender Einschränkungen anderer evangelistischer Wege unerlässlich sein wird und jedes Gemeindeglied dazu berufen ist.
Keine Zeit für Untätigkeit: 6. Durch medizinische Missionsarbeit die Wiederkunft beschleunigen
David Nießner · Keine Zeit für Untätigkeit ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Gesundheit, Mission, Zeichen der ZeitWeitere Aufnahmen
Serie: Keine Zeit für Untätigkeit
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Transkript
[0:14] [Musik] [Applaus]
[0:30] Was ist unsere Aufgabe in dieser heutigen Welt und können wir die Wiederkunft beschleunigen? Ihr Lieben, ich freue mich, dass ihr dabei seid und wünsche euch Gottes Segen für die kommenden Minuten, die wir miteinander verbringen werden. Ich freue mich auch, dass wir heute im letzten Teil unserer Serie angekommen sind, die den Titel trägt: „Durch medizinische Missionsarbeit die Wiederkunft beschleunigen“. Bevor wir einsteigen, lasst uns gemeinsam beten. Himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen danken, dass wir heute die Möglichkeit haben, dein Wort, den Geist der Weissagung zu studieren, und so bitten wir dich um Führung und um Erkenntnis für uns selbst, dass wir erkennen, was du mit uns vorhast. In Jesu Namen, Amen.
[1:13] Ja, wir haben einige wichtige Themen uns bereits angeschaut in dieser Serie und kommen jetzt zu dem Abschluss unserer Serie. Das, was wir vorher studiert haben, findet hier noch mal seinen Höhepunkt und zeigt sich ganz genau im praktischen Leben, wie das dann aussieht. Denn all die Theologie, die wir studiert haben, ist wertlos, wenn wir sie nicht praktisch anwenden. Es ist aber auch falsch zu sagen, dass Theologie keine Rolle spielt und man darüber herzieht oder sagt, ich brauche keine theologischen Vorträge. Denn wenn wir es mal ganz einfach ausdrücken: Paulus war ein gebildeter Theologe, und welchen Einfluss hat er über die Welt ausgeübt durch den Heiligen Geist, durch sein theologisches Wissen? Ihr Lieben, Theologie ist wundervoll, und wenn sie mit dem Heiligen Geist verbunden ist, dann ist es eine mächtige, mächtige Kraft zur Rettung von Menschen. Und so möchten wir uns heute etwas mehr Gedanken machen und auch studieren, was medizinische Missionsarbeit ist. Denn wenn wir die Bibel studieren, dann werden wir merken, dass Jesus sehr viel mehr Zeit darauf verwendet hat, zu heilen als zu predigen.
[2:16] Lasst uns einmal zwei Stellen anschauen in Matthäus Kapitel 8, wo wir sehen, wie Jesus vorgegangen ist, wenn er Menschen geheilt hat. Natürlich gab es gewisse Unterschiede in den Artenweisen, wie er das gemacht hat, aber es ist ein Aspekt, der für uns auch sehr entscheidend ist. Matthäus Kapitel 8, dort die Verse 1 bis 3: „Als er aber von dem Berg herabstieg, folgte ihm eine große Volksmenge nach. Und siehe, ein Aussätziger fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen. Er hat nicht gesagt, wenn du kannst, er hat gesagt, wenn du willst. Und Jesus streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will, sei gereinigt.“ Die zweite Stelle ist in Matthäus 8, Verse 14 und 15: „Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er, dass dessen Schwiegermutter da niederlag und Fieber hatte. Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie, und sie stand auf und diente ihnen.“ Wir sehen, dass Jesus bei den Heilungen, die er vollbracht hat, mit den Menschen sehr nahe war. Er hat sie teilweise berührt, und das ist ein wichtiger Punkt, den wir hier schon mal für uns mitnehmen können. Medizinische Missionsarbeit – wir kommen gleich darauf, was das im Einzelnen bedeutet – hat damit zu tun, dass wir den Menschen nahekommen, dass wir nicht nur Vorträge halten oder von der Kanzel herab zu ihnen predigen. Denn uns wird auch gesagt, dass wenn ein Prediger steht und predigt, seine Arbeit gerade erst begonnen hat. Mit dem Amen am Ende der Predigt ist die Arbeit nicht abgeschlossen. Es geht dann weiter, die Menschen weiterzuführen, und insbesondere in der medizinischen Missionsarbeit ist es natürlich unerlässlich, dass man mit den Menschen in Kontakt kommt und sie auch in den Behandlungen führt und dort ihnen eine gewisse Nähe hat – natürlich einen gesunden Abstand auch, aber dass man die Menschen nicht scheut. Dann bedenken wir auch: Jesus hat Aussätzige berührt und ist den Menschen sehr nahegekommen.
[4:16] Lasst uns gerne mit einem Zitat starten, das wir finden in dem Buch *Life Sketches of Ellen G. White* auf der Seite 196. Und das ist ein Zitat, das sehr, sehr, sehr wichtig ist: „Wenn ich unsere Geschichte Revue passieren lasse und jeden Schritt des Fortschritts bis zu unserem heutigen Stand nachvollziehe, kann ich sagen: Lobt Gott! Wenn ich sehe, was der Herr gewirkt hat, bin ich voller Staunen und Vertrauen in Christus als Führer.“ Jetzt kommt dieser berühmte Satz, der oft zitiert wird: „Wir haben für die Zukunft nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt hat, und seine Lehre in unserer vergangenen Geschichte.“ Dieses Zitat ist bemerkenswert, weil es uns zeigt, dass es keinen Grund gibt, sich für die Zukunft irgendwelche Sorgen zu machen, es sei denn, wir vergessen den Weg, den Gott uns geführt hat in der Vergangenheit, und wir vergessen auch noch die Lehre, die er uns dabei gegeben hat. Es ist nicht nur der Weg, den wir uns erinnern sollen, sondern auch die Lehre, die Gott uns mitgegeben hat. Und ich glaube, dass Gott uns in der Vergangenheit, besonders in der Gemeinde, sehr, sehr viele wichtige Lehren erteilt hat, als er einen großen Weg uns geführt hat. Und ich glaube, dass wir auch für die Zukunft, besonders für den Abschluss des Werkes, nichts zu befürchten haben, es sei denn, wir vergessen, was er uns gelehrt und wie er uns geführt hat.
[5:42] Jetzt, was genau ist medizinische Missionsarbeit? Medizinische Missionsarbeit, ganz einfach gesagt, ist so zu dienen, wie Christus gedient hat. Das bedeutet, dass wir mit den Menschen, die um uns herum sind, in Kontakt kommen, dass wir beginnen werden, ihre körperlichen Gebrechen zu behandeln, soweit Gott uns darüber Verständnis gegeben hat, und sie davon ausgehend dann zu Christus als dem großen Arzt zu führen und ihnen zu zeigen, dass sie einen Erlöser brauchen für ihre Sündenkrankheit. Das ist medizinische Missionsarbeit, ganz einfach ausgedrückt, und das hat eine enorme Kraft in der Welt.
[6:25] Möchte euch gerne das noch einmal biblisch verdeutlichen, was Gott durch diese Arbeit eigentlich tun möchte. Wenn wir in Offenbarung Kapitel 18 gehen, dort nur den ersten Vers lesen, dann steigen wir hier in eine Zeit ein in der prophetischen Abfolge, wo Gott das Werk zum Abschluss bringen will. Und es wird vorausgesagt hier in Offenbarung 18, Vers 1: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Das beschreibt eine Zeit kurz vor der Wiederkunft, wo die ganze Erde mit Gottes Herrlichkeit erfüllt werden wird, wo die ganze Bosheit, die die Erde bedeckt mit Finsternis, von diesem Licht zerstreut wird. Und die Frage ist: Was ist diese Herrlichkeit, die die gesamte Erde umleuchtet? Gott wird ja offensichtlich nicht einfach eine Taschenlampe aus dem Weltall anmachen, die ganze Erde erleuchten, weil es geht hier um geistige Wahrheiten, es geht um eine geistige Finsternis, die die ganze Erde bedeckt. Aber Gott hat ein Gegenmittel, um das hinwegzunehmen.
[7:28] Lasst uns einmal ins Buch Jesaja springen, um dort zu erfahren von Jesaja, was diese Herrlichkeit ist. Beginnen wir in Jesaja 58, Vers 1, um den gesamten Zusammenhang dabei zu erkennen. Jesaja sagt dir voraus: „Rufe aus voller Kehle, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde.“ Nicht jeder, der die Gemeinde reformieren möchte, ist auch dazu berufen, hat auch nicht den Sinn davon verstanden. Wenn man dem Haus Jakob, also der Gemeinde oder Gottes Volk, einfach gesagt seine Sünde verkündigen will, ist das nicht unbedingt der beste Weg, wenn man mit einer Posaune nach vorne prescht, alles kurz und klein schlägt und sagt: „Ich habe die Wahrheit gesagt.“ Es muss auch im richtigen Geist geschehen. Aber was, was ist die Sünde, die Gottes Volk verkündigt werden soll? Jesaja beschreibt es Vers 2: „Sie suchen mich Tag für Tag und begehren meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das rechtes Volkes nicht verlassen hat. Sie verlangen von mir gerechte Urteile und begehren die Nähe Gottes.“ Wenn wir diesen Vers lesen, denken wir uns: Was ist hier falsch? Jesaja sagt: „Verkündige dem Haus Jakob seine Sünde“, und dann sagt Gott: „Es ist ein Volk, das mich Tag für Tag sucht, meine Wege begehrt und die Nähe Gottes bei sich haben möchte.“ Wo ist das Problem? Vers 3: Das Volk sagt: „Warum fasten wir, und du siehst es nicht? Warum kasteien wir unsere Seelen, und du beachtest es nicht?“ Rein äußerlich sehen wir hier nichts Falsches, und trotzdem sagt Gott: „Hier ist eine Sünde verborgen, die Gottes Volk verkündigt werden soll.“ „Doch an eurem Fastentag“, jetzt spricht Gott und sagt, was die Sünde ist, „geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an. Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und reinzuschlagen mit gottloser Faust. Ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte.“ Jetzt haben wir verstanden, was die Sünde ist, die Gottes Volk verkündigt werden soll: Es ist die bloße Fassade, es ist ein rein äußerliches Halten von Zeremonien und Riten, die aber keine Kraft in sich haben.
[9:44] Vers 5: „Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem Herrn wohlgefälligen Tag?“ Gott sagt hier mit einer rhetorischen Frage: „Das ist nicht das, was ich gerne sehen möchte.“ Vers 6: „Ist nicht das ein Fasten, an dem ich gefallen habe: da ihr ungerechte Fesseln losmacht, da ihr die Knoten des Joches löst, da ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht? Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme, Verfolgte in dein Haus führst, dass, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst?“ Das, meine Lieben, ist medizinische Missionsarbeit. Wenn wir sehen, dass die Menschen Not haben um uns herum, dass wir ihnen das geben, was sie wirklich brauchen, und von da aus weiterhin zu Gott führen, dass wir Opfer bringen und unser Ich jeden Tag kreuzigen.
[10:45] Vers 8: „Wenn das geschieht unter Gottes Volk, dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachhut sein.“ Das ist die Herrlichkeit, die die ganze Erde umstrahlen wird, ihr Lieben, wovon Offenbarung 18, Vers 1, spricht, wird hier bei Jesaja erklärt: Wenn Gottes Volk den Charakter Jesu vollständig widerspiegelt, wenn sie die medizinische Missionsarbeit betreiben, wird die Herrlichkeit Gottes die gesamte Erde umstrahlen. Und was wird das Resultat sein?
[11:22] Jesaja 60, Vers 1: „Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ Das Gleiche, was Offenbarung 18, Vers 1, beschreibt: Die Erde ist dunkel in Finsternis der Sünde, aber Gottes Herrlichkeit geht auf. Vers 3: „Und Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgeht.“ Wenn das geschieht, wenn Gottes Volk so arbeitet, wie es hier gesagt ist, werden Heidenvölker zu Gottes Volk kommen. Es werden Könige, es werden Politiker kommen und werden zu Gottes Volk dazustoßen möchten, weil sie sagen: „So wie die sind, wenn Gott so ist, will ich auch so sein.“
[12:17] Jesaja 62, Verse 1 bis 3: „Um Zions willen schweige ich nicht, und um Jerusalems willen lasse ich nicht ab, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Lichtglanz und sein Heil wie eine brennende Fackel. Und die Heiden werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit.“ Es wird sich nicht jeder bekehren auf der Welt, aber alle Völker, alle Könige, alle Politiker, selbst der Satan wird sehen, wie Gott sein Volk auf eine Plattform hebt, und die gesamte Welt sieht, dass das Gott verherrlicht, und die ganze Welt wird erkennen, wie es ist, mit Gott zu leben. Und Gott wird sich durch sein Volk verherrlichen und die Menschen zu sich ziehen. „Und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, den der Mund des Herrn bestimmen wird.“ Was für eine Verheißung, dass Gott uns einen neuen Namen gibt! „Und du wirst eine Ehrenkrone in der Hand des Herrn sein und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes.“ Was ist das für ein Vorrecht, wenn Gott sein Volk so hoch hebt vor der Welt und wir als Ehrenkrone in Gottes Hand genannt werden, ein königliches Diadem? Das ist so etwas Kostbares. Und es gibt sogar ein Zitat im Geist der Weissagung, wo es heißt, dass selbst wenn die Gemeinde viele Runzeln hat, die Gemeinde das Einzige ist, auf das Christus mit Hochachtung herabblickt, weil es ihn verherrlichen soll.
[13:52] Wenn ihr noch mehr über medizinische Missionsarbeit erfahren möchtet, möchte ich euch gerne dieses Buch hier empfehlen: *Handbuch für Gesundheitsmissionare*. Es gibt's bei News Center zu bestellen. Das ist ein super wichtiges Buch, weil es die gesamten Prinzipien und auch einige konkrete Ratschläge, wie man Gesundheitsmission betreiben kann, hier zusammengefasst hat. Das sind Zitate aus dem Geist der Weissagung, und wer sich wirklich damit beschäftigen möchte, dem kann ich das wärmstens empfehlen.
[14:23] *Review and Herald*, 25. Mai 1897, ist auch abgedruckt in *Healthful Living*, Seite 271, im zweiten Abschnitt. Wir lesen hier: „Warum hat man aus dem Wort Gottes nicht verstanden, dass die Arbeit, die in der medizinischen Mission geleistet wird, eine Erfüllung der Heiligen Schrift ist? Geht schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und bringt die Armen, die Verkrüppelten und die Blinden hierher. Geht hinaus auf die Straßen und Hecken und nötigt sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde.“ Sie zitierte diesen Bibeltext und sagt: „Warum wurde es nicht verstanden, dass die medizinische Missionsarbeit durch Massagen, durch Behandlungen von Krankheiten, dass das Erfüllung der Schrift ist?“ Ihr Lieben, ich möchte euch nachher noch eine persönliche Erfahrung dazu erzählen, die ich in der Ukraine gemacht habe. Aber dieses Zitat zeigt uns, dass das, was wir bei Jesaja gelesen haben, diese medizinische Missionsarbeit biblische Lehre ist, und so wenige praktizieren das leider.
[15:28] *Counsels on Health*, Seite 533. Und das ist – das sollte uns wirklich zu denken geben: „Mein Herz ist traurig, wenn ich mir unsere Gemeinden anschaue, die mit Herz und Seele in der Durchführung von missionarischer Gesundheitsarbeit verbunden sein sollten.“ Ich möchte euch mitteilen, dass es im geistlichen Werk bald nichts mehr zu tun geben wird außer missionarischer Gesundheitsarbeit. Ihr Lieben, es gibt zwei Dinge, die ich hier hervorheben möchte: Zum einen heißt es hier, dass wenn jede Gemeinde, jedes Gemeindeglied die medizinische Missionsarbeit durchführt, die Gemeinden untereinander verbunden sind und eine stärkere Einheit haben, weil sie dienen wie Christus und weil dieser Dienst, diese selbstlose Liebe, die Herzen zusammenschweißt.
[16:14] Lasst uns dazu einen Text im ersten Johannesbrief anschauen. Oftmals sagen wir: „Na ja, wir haben doch Gemeinschaft in der Gemeinde.“ Aber ihr Lieben, Gemeinschaft ist weitaus mehr als die gleichen Stühle zu teilen, die gleiche Luft zu atmen, die gleichen Lieder zu singen und am gleichen Tag in den gleichen Raum zu kommen. Denn wenn wir das mal hart ausdrücken, dann machen das alle Vereine der Welt, dann macht das jeder Fußballverein, jeder Kegelclub und nur jede Militärparade. Sie sitzen auf den gleichen Stühlen, atmen die gleiche Luft, treffen sich am gleichen Tag im gleichen Raum und singen aus den gleichen Büchern. 1. Johannes 1,7: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist“ – bedeutet, wenn wir wirklich alles daran setzen, so Gott gehorsam zu sein, wie Christus gehorsam war – „so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Ihr Lieben, dieser Text sagt uns, dass nur wenn wir so im Licht, in der Erkenntnis der Wahrheit wandeln, wie Christus auch in diesem selben Licht ist, nur dann haben wir Gemeinschaft. Wenn wir Gemeinschaft haben wollen, muss eine Erneuerung unseres Herzens und der Herzen unserer Geschwister vorangehen, sonst können wir niemals in diese geistige Gemeinschaft kommen. Alles andere ist einfach nur den gleichen Raum zu teilen. Und deswegen sagt sie hier: „Wenn jede Gemeinde die missionarische Missionsarbeit tut, werden sie dadurch, weil sie im Licht wandeln, wie Christus im Licht ist, Gemeinschaft haben.“ Und es ist weitaus mehr als einfach nur zusammenzukommen und die gleichen Lieder zu singen.
[17:52] Und dann sagt sie hier, dass es im geistigen Werk bald nichts mehr zu tun gibt außer missionarischer Missionsarbeit. Was meint sie damit? Was ist, wenn bald der Zeitpunkt kommt, wo alle Internetseiten, die „Hassrede“, wie man das heutzutage so schön nennt, und Verschwörungstheorien verbreiten und gegen das, was im Mainstream geredet wird, predigen – wenn das alles runtergefahren wird, wenn das alles verboten wird, auf dem Index ist, wenn der Verfassungsschutz kommt und sagt: „Das geht nicht mehr“? Was machen wir dann? Was ist dann mit den ganzen YouTube-Videos? Ich denke, wir können die Zeit noch nutzen, die wir jetzt haben. Es wird bald runtergefahren werden und nicht mehr möglich sein. Wenn wir nichts mehr kaufen können, weil wir gebrandmarkt sind vor der Welt als die, die sich gegen das System stellen, was machen wir dann? Missionarische Missionsarbeit, Behandlung von Kranken, und wir werden so Zugang zu den Häusern finden, wie es sonst nirgends möglich ist. Pastoren werden ihre Arbeit nicht mehr ausführen können, aber medizinische Missionare können das tun. Und das Interessante ist, was wir hier lesen:
[18:53] *Testimonies for the Church, Vol. 7*, Seite 62, im Deutschen Seite 64: „Wir haben einen Zeitpunkt erreicht, wo jedes Gemeindeglied missionarische Gesundheitsarbeit tun sollte.“ Ihr Lieben, jeder kann und soll ein medizinischer Missionar sein. Die Welt ist ein Krankenhaus voll mit Opfern von körperlichen und geistigen Krankheiten. Also, wenn wir als Gemeindeangestellte oder auch sonst, ich sag mal, normale Gemeindeglieder, denken: „Was kann ich dann machen, wenn ich nicht diese Ausbildung habe?“, das Gute ist: Gott möchte, dass jedes Gemeindeglied diese Arbeit tut, und wenn er das möchte, wird er auch die Möglichkeiten bereitstellen. Es gibt zum einen das Buch, das ich euch vorhin empfohlen habe, das für ein Selbststudium genial ist. Dann gibt es auch das hier, das ist ein Buch von adventistischen Ärzten, eine Enzyklopädie über tausende Krankheiten, die man heutzutage hat, und das ist genial aufgemacht. Dieses Buch ist auf Englisch, aber es ist genial, weil dort über Kräuter man erfährt, man erfährt über Geburtshilfe, man erfährt über Krankheiten, wie man die natürlich behandeln kann ohne schädliche Medikamente, wie man Hautkrankheiten behandeln kann – so viel. Das ist ein geniales Buch, das sind Sachen fürs Selbststudium. Und wer darüber nachdenkt, sich als medizinischer Missionar ausbilden zu lassen, der soll auch hier zu Gott beten und sagen: „Herr, gib mir die Möglichkeit!“ Und Gott wird Wege öffnen. Es gibt mittlerweile wunderbare Missionsschulen, wo wir dazu ausgebildet werden können, und es ist auch noch mehr in Planung und im Denken, um das auch Menschen zu ermöglichen, die nicht ein oder zwei Jahre auf eine Missionsschule gehen können. Aber ich möchte euch meine Erfahrung dazu erzählen. Ich habe vor etwa sechs Jahren am
[20:38] erzählen. Ich habe vor etwa sechs Jahren vermehrt Interesse bekommen an Gesundheitsarbeit. Heute weiß ich, dass Gott einen Wunsch in mich hineingelegt hat. Ich war damals noch in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner und hatte eigentlich vor, danach Theologie zu studieren und hatte mich nicht auf diesem Weg gesehen, den ich heute gegangen bin. Aber Gott hat mir ins Herz diesen Wunsch nach dieser Gesundheitsarbeit gegeben. Ich habe Interesse bekommen, wollte wissen: Wie funktioniert der Körper? Wo kann ich wie, kann ich verschiedene Anzeichen von Krankheiten deuten? Wie kann ich diagnostische Aussagen treffen? Wie kann ich das behandeln? Und ich hatte diesen Wunsch sehr lange, aber es war noch nicht die Zeit dazu, dass ich mich dazu ausbilden lassen sollte. Und so ist ein bisschen Zeit vergangen und ich habe das, was ich sammeln konnte, gesammelt, habe mir selber so einen kleinen Ordner erstellt mit dem, was ich zusammengetragen habe. Aber es war für mich alles noch so riesig, es war so nicht so greifbar, weil es ein Riesengebiet ist.
[21:32] Und die Zeit ging dann weiter. Ich habe meine Ausbildung beendet und insbesondere durch den Tod meines Vaters und meiner eigenen Diagnose damals habe ich noch mehr Interesse bekommen, wollte wissen, warum passiert das, wie kann man das behandeln und was ist Gottes Wille eigentlich für uns in dieser heutigen Welt, für uns Gläubige? Infolgedessen bin ich dann in das Landhaus die Arche gekommen, wo ich mal drei Wochen war, damals 2020, für eine NEWSTART-Kur. Und da habe ich das erste Mal tiefer verstanden, wie einfach und wie simpel und wie genial natürliche Anwendungen sind, wie Hydrotherapie funktioniert, wie gutes, leckeres, veganes Essen schmeckt, wie man das zubereitet, wie man Bewegung richtig macht, wie man Sport richtig macht und so vieles mehr.
[22:22] Und in dieser Zeit hatte ich dann die Möglichkeit, intensiver zu beten. Mein Leben war damals sehr, sehr, sehr stressig, aber diese drei Wochen waren so wichtig, weil ich endlich mal Zeit hatte, alleine mit Gott zu sein, weit weg von all den Problemen aus meiner Heimat oder beziehungsweise dem Umfeld, in dem ich war. Und so hatte ich dann damals gebetet und gesagt: „Herr, ich habe vier Wünsche: Ich möchte eine neue Arbeitsstelle, möchte, dass du mir hilfst, einen selbstständigen Weg zu gehen. Ich möchte Vollzeit in einem Werk arbeiten und Vollzeit in der Gesundheitsmission.“ Aber ich hatte keine Ahnung, wie das aussieht.
[22:52] Drei Monate später war ich in einem Sanatorium, wo ich dann später neun Monate gewohnt habe. Und ich habe dann dort gemerkt, dass Gott mir all diese Gebetswünsche erfüllt hat. Ich wurde selbstständiger, ich habe dort eine neue Arbeitsstelle bekommen als Gärtner für das Sanatorium. Ich war auf einmal Vollzeit in der Mission involviert, weil ich damals auch in Coronazeiten viel auf Demonstrationen unterwegs war mit Geschwistern, zum „Großen Kampf“ verteilen und die ersten Erfahrungen zu machen. Und dadurch, dass ich in diesem Sanatorium war, habe ich immer mehr über die Gesundheitsarbeit gelernt, wie man Detox-Kuren durchführt, wie man Menschen behandelt. Und davon ausgehend wiederum bin ich dann zu der EMET Missionsschule gekommen im Schwarzwald, wo ich noch weiter ausgebildet wurde. Und als das dann zu Ende war, ging mein Weg noch mal ein Stückchen weiter und ich lerne immer noch. Aber ich habe gesehen, wie Gott mein Gebet, das er damals in mich hineingepflanzt hat vor sechs Jahren, bis hierher wunderbar erfüllt hat und immer noch am Führen ist.
[23:49] Und so kann ich euch sagen: Wenn ihr wirklich bereit seid und sagt: „Herr, ich möchte mich dir weihen, zeig mir, welchen Weg ich gehen soll“, Gott wird alle Türen aufmachen und wir müssen uns um nichts Sorgen machen, weder was in meinem Haus, was meine Arbeitsstelle, was in meiner Familie, was hier, dort, jenes, das, dies, dort... Macht euch keine Sorgen darum. Wenn es in Gottes Hand liegt, wird er zu seiner Zeit es besser erfüllen, als wir es uns ausmalen könnten, besser als wir planen könnten und sogar noch ein wunderschönes I-Tüpfelchen drauflegen. Und deswegen denke ich, dass wir dieses Zitat auch als Verheißung nehmen können, wo Gott sagt, dass in dem Raum, wo wir jetzt leben, jedes Gemeindeglied missionarische Gesundheitsarbeit tun sollte. Und habt keine Angst, wenn ihr nicht wisst wie. Wenn ihr euch Gott weiht, wird er euch zeigen, wie ihr das tun könnt.
[24:42] Was geschieht, wenn Gottes Volk diese Arbeit von Herzen tun wird? Wir haben im vierten Vortrag unserer Serie schon gesehen, dass die dritte Engelsbotschaft das Gleiche ist wie die Botschaft von Gerechtigkeit aus Glauben, das Gleiche ist wie der Laute Ruf und dass das verbunden ist mit der medizinischen Missionsarbeit, wie wir es heute gesehen haben. Und das ist genial! Diese Herrlichkeit, die die Erde umstrahlt, ist zum einen die Botschaft von Gerechtigkeit aus Glauben, dass Christus vollkommen uns widergespiegelt wird, dass die Menschen Christi Charakter sehen. Aber wie sehen sie Christi Charakter? Heute haben wir gelernt: durch die medizinische Missionsarbeit. Also, was wird passieren, wenn Gottes Volk durch seine Kraft das umsetzen wird?
[25:27] Lesen wir im „Leben Jesu“ (im Englischen, Seite 633) aus dem Jahr 1898: „Indem wir der Welt das Evangelium geben, liegt es in unserer Macht, die Wiederkunft unseres Herrn zu beschleunigen. Wir sollen dem Tag Gottes nicht nur entgegensehen, sondern auch beschleunigen.“ Und sie nimmt Bezug auf 2. Petrus 3, Vers 12: „Hätte die Kirche Christi ihr bestimmtes Werk getan, wie der Herr es angeordnet hat, der Menschheit zu dienen durch medizinische Missionsarbeit, wäre die ganze Welt gewarnt worden und der Herr Jesus wäre in Macht und großer Herrlichkeit auf unsere Erde gekommen.“
[26:07] Aber ist es nicht so, dass die Bibel sagt: „Keiner kennt den Tag und die Stunde“, und dass Gott einen Tag festgesetzt hat, um die Erde zu richten? Das stimmt. Ich möchte hier nicht auf alle Einzelheiten eingehen, aber ich möchte so viel sagen: Die Wiederkunft ist nicht an einem bestimmten Zeitpunkt gebunden, sondern an die Umstände. Deswegen sagt Gott, er hat einen Tag festgesetzt, um die Erde zu richten, aber er hat den Zeitpunkt nicht festgesetzt irgendwo in einem Zeitstrahl und egal was passiert, dieser Tag es sein wird, weil dieser Tag ist abhängig von Umständen. Wenn die Umstände darauf hinarbeiten, dann wird dieser Tag kommen. Gott weiß, wann der Tag kommt. Gott weiß auch, ob ein Mensch gerettet wird oder nicht. Und trotzdem liegt es in unserer Entscheidung, ob wir darauf antworten oder nicht, ob wir gerettet werden oder nicht. Nur weil Gott alles weiß, heißt es nicht, dass so eine Aussage falsch ist. Es heißt hier nämlich, dass es in unserer Macht liegt, die Wiederkunft zu beschleunigen, wenn wir der Welt durch den Dienst an unserem Nächsten das Evangelium bringen.
[27:07] Medizinische Missionsarbeit ist nicht nur Behandlung von Krankheiten, weil das ist der erste Schritt. Wichtiger ist, die Seele zu behandeln, die Menschen zu Christus zu führen und dadurch Zugang zu den Herzen zu finden und sie dadurch zur Prophetie zu führen.
[27:22] „Desire of Ages“, Seite 205, ebenfalls Jahr 1898: „Die Menschen versammelten sich zu Christus. Die mitfühlenden Herzen der Menge nahmen Lehren der Liebe und des Wohlwollens den starren Zeremonien vor, die von den Priestern verlangt wurden. Wenn sich die Priester und Rabbiner nicht eingemischt hätten, hätte seine Lehre eine solche Reformation bewirkt, wie sie diese Welt noch nie erlebt hat.“ Hätten die Menschen damals, insbesondere die religiöse Oberschicht, Jesu Lehren angenommen, wäre in Israel eine Reformation losgetreten worden, wie die Welt sie noch nie erlebt hat. Aber leider ist es noch heute so, dass viele in unserer religiösen Oberschicht diese einfachen, dienenden Praktiken nicht ausführen und dadurch diese Reformation zu einem großen Teil gehemmt wird.
[28:18] „Zeugnisse für die Gemeinde, Band 6“, Seite 449, aus dem Jahr 1900: „Wäre Gottes Vorsatz von seinem Volk erfüllt worden, der Welt die Botschaft der Barmherzigkeit zu überbringen – das ist nicht nur Theorie, das ist praktischer Dienst, medizinische Missionsarbeit –, dann wäre Christus schon früher auf die Erde gekommen und die Heiligen wären in der Stadt Gottes willkommen geheißen worden.“ Wir sehen durchweg im Geist der Weissagung, dass immer wieder darauf hingewiesen wird: Wenn Gottes Volk dieser Aufgabe nachgekommen wäre und sie sich geweiht hätten, hätte Gott durch sie so mächtig wirken können, dass er schon längst hätte da sein können.
[28:57] „Evangelism“, Seite 696, aus dem Jahr 1901: „Vielleicht müssen wir wegen unseres Ungehorsams noch viele Jahre hier in dieser Welt bleiben, wie es die Kinder Israels taten. Aber um Christi willen sollte sein Volk nicht Sünde auf Sünde hinzufügen, indem es Gott mit der Folge ihrer eigenen falschen Handlungsweise beschuldigt.“ Das ist interessant, was sie hier sagt. Sie sagt, dass der Ungehorsam von Gottes Volk der Grund ist, warum wir noch viele weitere Jahre eventuell auf dieser Erde bleiben müssen. So genauso wie Israel eigentlich nach einem Jahr und zehn Monaten Kanaan hätte betreten können, aber von den zwölf Kundschaftern wurden zehn auf die Seite Satans gezogen und gesagt: „Das schaffen wir nie!“ Und nur zwei haben gesagt: „Wir schaffen das!“ Aber weil sich das Volk auf die Seite der zehn geschlagen hat, wurden aus knapp zwei Jahren Wüstenwanderung 40 Jahre. Kann es sein, dass wir auch hier noch in der Wüste umherwandern, obwohl wir schon längst hätten im himmlischen Kanaan sein können? Und sie sagt hier, dass um Christi willen, um seiner Ehre willen, nicht Sünde auf Sünde hinzugefügt wird und dass es im Volk Gottes Menschen gibt, die Gott quasi beschuldigen und sagen: „Warum kommst du denn nicht? Du hast ja einen Tag festgesetzt, aber wir können ja keinen Einfluss darauf haben.“ Aber der Grund, warum er nicht kommt, ist ihre eigene falsche Handlungsweise und nicht, dass Gott sein Kommen verzögert.
[30:24] „General Conference Bulletin“, 30. März 1903: „Ich weiß, wenn das Volk Gottes eine lebendige Verbindung mit ihm bewahrt hätte, wenn es seinem Wort gehorcht hätte, wären sie heute im himmlischen Kanaan.“ Ihr Lieben, das ist eine ermutigende Botschaft. Wir können für die Sünden unserer Väter, auch unserer eigenen Sünden, nichts. Wir können es nicht rückgängig machen, aber wir können es besser machen. Wir können uns heute Gott weihen und sagen: „Herr, hilf mir voranzugehen, hilf mir, deinen Willen auszuführen, hilf mir, mit dir in Verbindung zu bleiben.“ Und dann werden wir bald im himmlischen Kanaan sein.
[31:03] „Testimonies for the Church, Volume 8“, Seite 115, aus dem Jahr 1904: „Das fasst noch mal alles schön zusammen: Wenn alle, die gemeinsam im Werk von 1844 gearbeitet hätten, die dritte Engelsbotschaft empfangen und in der Kraft des Heiligen Geistes verkündet hätten, hätte der Herr mit ihren Bemühungen mächtig gewirkt.“ Bedenken wir, wir haben im vierten Vortrag gelernt, dass die dritte Engelsbotschaft die Botschaft Gerechtigkeit aus Glauben ist, dass es der Laute Ruf ist und dass das in Erfüllung geht durch die medizinische Missionsarbeit. Hätte das in der Vollmacht des Heiligen Geistes verkündet – wäre es in der Vollmacht des Heiligen Geistes verkündet worden –, hätte Gott mächtig gewirkt. Und sie sagt hier, und das ist die Sprache aus Offenbarung 18 und Jesaja 58: „Eine Flut von Licht, von Herrlichkeit wäre über die Welt ergossen worden. Vor Jahren wären die Bewohner der Erde gewarnt worden, das Abschlusswerk wäre vollendet worden und Christus wäre zur Erlösung seines Volkes gekommen.“ Wir sehen ja also, dass in der medizinischen Missionsarbeit Gott das Geheimnis versteckt hat, die Wiederkunft zu beschleunigen. Wenn Gottes Volk sagt: „Ich möchte dir so dienen, Herr“, und sein ganzes Volk das tut, wird Gottes Herrlichkeit die ganze Erde umstrahlen und Gott wird mächtig wirken. Das ist eine Verheißung und ich hoffe, dass wir diese Verheißung in Anspruch nehmen möchten.
[32:31] Jetzt: Wie soll medizinische Missionsarbeit praktiziert werden? „The Medical Missionary“, 1. Januar 1891, im Absatz 7: „Wie soll das Werk des Herrn getan werden? Wie können wir Zugang zu den Seelen erhalten, die in der mitternächtlichen Dunkelheit begraben sind?“ Bedenken wir, dass es die Sprache aus Offenbarung 18, Jesaja 58. Vorurteilen muss begegnet werden. Mit korrupter Religiosität ist schwer umzugehen. Es gibt eine gewisse Abneigung in der Welt, weil leider viele religiöse Fanatiker ein schlechtes Bild gegeben haben von Christus und von seiner Gemeinde. Und sie sagt: „Vorurteil muss begegnet werden.“ Man muss das wegräumen. Wenn Menschen ein Vorurteil haben und sagen, wie es letztens zu mir gesagt wurde: „Ihr Siebenten-Tags-Adventisten, ihr dürft doch am Sabbat keine technischen Geräte benutzen und nur so und so viel Schritte gehen.“ Es ist schade, dass so ein Bild in der Welt kursiert, aber man muss diesen Vorurteilen freundlich, liebevoll entgegentreten und sie wegnehmen, dass die Menschen ein positives Bild von der Gemeinde und von Gott bekommen. „Die besten Mittel und Wege der Arbeit müssen unter Gebet erwogen werden.“
[34:29] Jetzt sagt sie, es gibt einen Weg, auf dem dem Missionar viele Türen geöffnet werden. Was ist dieser Weg? „Lasst ihn als Krankenpfleger in der Krankenpflege klug werden oder als Arzt lernen, wie man Krankheiten behandelt.“ Und sie spricht ja nicht jetzt von Leuten, die in einem weltlichen Studium anfangen, Medizin zu studieren, oder die sich als Krankenpfleger oder Krankenschwester ausbilden lassen. Sie schließt ja alle medizinischen Berufe mit ein, aber unter dem – ähm, ich sag mal – unter der Glocke sozusagen des medizinischen Missionars. Sie sagt: „Sucht diese Ausbildung, indem ihr einfache Arbeiten tut oder vielleicht auch etwas kompliziertere Arbeiten, und lernt, wie man Krankheiten behandelt.“ Das ist der Weg, auf dem der Missionar viele, viele Türen geöffnet werden. Und wenn er vom Geist Christi durchdrungen ist – das darf man nicht auslassen, es ist nicht nur die medizinische Arbeit, die wichtig ist, sondern man muss vom Geist erfüllt sein, man muss selbst ein Missionar sein, der sich jeden Tag vor Gott beugt und sagt: „Herr, füll mich mit deinem Geist bis zum Rand und noch darüber hinaus.“ Wenn das fehlt, dann ist jede Behandlung von Krankheiten nett und schön und hilft vielleicht, aber wird nie das erreichen, was sie erreichen kann.
[35:17] „Und wenn er vom Geist Christi durchdrungen ist, was für ein Feld der Nützlichkeit tut sich vor ihm auf! Die besten Bücher könnten nicht beschreiben, was das für eine Möglichkeit wäre für Gottes.“ „The Medical Missionary“, aus dem 1. Juli 1891, Absatz 15: „Brüder und Schwestern, ich hoffe, dass ihr auf diesen Aufruf zugunsten der Bedürftigen reagieren werdet. Lasst jedes Mitglied ein lebhaftes Interesse an diesem guten Werk zeigen. Lasst Jesus nicht von euch enttäuscht sein.“ Ja, es ist interessant, wie sie hier das verbindet. Sie sagt, jedes Mitglied der Gemeinde soll ein lebhaftes Interesse an diesem Werk haben, der nicht nur ein „Ja, gut, dann mache ich mal“, sondern ein lebhaftes Interesse, weil Gott es möchte. Und ich kann nur sagen: Das ist so ein Segen für einen selbst, wenn man in diesem Werk weiter wächst und weiter voranschreitet. Auf der anderen Seite sagt sie, dass Jesus enttäuscht von uns sein kann, wenn wir dieses Werk ablehnen und nicht ausführen möchten.
[36:19] „Das Wort Gottes ist voll von Anweisungen, wie wir die Witwen und Vaterlosen und die Bedürftigen, leidenden Armen behandeln sollen. Wenn alle das Werk des Meisters tun würden, würde das Herz der Witwe vor Freude singen und hungrige kleine Kinder würden gespeist werden. Die Mittellosen würden gekleidet werden und die, die bereit sind, zugrunde zu gehen, würden wiederbelebt werden.“ Ihr Lieben, was ist das für eine Möglichkeit, die da vor uns liegt, was passieren kann, was Jesaja beschreibt, was hier noch mal ausführlicher beschrieben wird, was geschehen wird, wenn Gottes Volk in diesen Dienst eintritt? Das ist wunderbar.
[36:59] „The Medical Missionary“, 1. Juni 1891, ist übrigens eine sehr interessante Zeitschrift, die ich euch gerne mal ins Herz legen möchte, auch zu lesen, Absatz 18: „Wenn die Obdachlosen und Hilflosen dort untergebracht werden, wo sie Wissen, Glück und Tugend erlangen und zu Söhnen und Töchtern des himmlischen Königs werden können, werden sie bereit sein, eine christusähnliche Rolle in der Gesellschaft zu spielen. Das ist die Berufung, für die sie erzogen werden sollen, um ihrerseits den Bedürftigen zu helfen und für die Waisen zu arbeiten. So wird das gute Werk aufrechterhalten und erweitert. Ist dies nicht alles Missionsarbeit im höchsten Sinne?“ Während das Evangelium zu den Fernen getragen werden soll, sollten auch die Nahen Beachtung finden. Nicht jeder Missionar ist berufen, nach Afrika oder Asien zu gehen. Wenn Gott euch beruft, dann geht. Aber sie sagt, das Werk des Evangeliums soll nicht nur zu den Fernen getragen werden, sondern auch zu den Nahen. Wir haben viele Bedürftige um uns herum und es sind nicht nur die Obdachlosen – das ist ein Beispiel, das sie hier nennt –, aber das Prinzip ist interessant, weil sie sagt, wenn wir Menschen aus einer gewissen Gesellschaftsschicht erreichen und die sich bekehren und wiederum zu Missionaren werden und wiederum andere erreichen, das ist Missionsarbeit im höchsten Sinne.
[38:17] Es mit Reichen? Ja, dort, wo ich arbeite, wir haben viele reiche Patienten, die total unglücklich sind. Wenn wir diese Reichen erreichen, wenn diese Reichen sich bekehren und wieder in ihrer Gesellschaftsschicht Menschen erreichen, von denen sie verstehen, was ihre Nöte sind – ja, viel Geld, viel Verantwortung –, was kann da geschehen, wenn wir die Menschen um uns herum zu Christus führen können, die Nachbarn, die Kollegen?
[38:48] Von wem sollen wir lernen? Von wem sollen wir uns ausbilden lassen? Ihr Lieben, das ist ein kontroverses Zitat oder zwei Zitate, die wir lesen werden, aber es ist wichtig und ich möchte gerne mit euch studieren. „The Medical Evangelist“, 1. Oktober 1909, im fünften Abschnitt: „Sollen wir vor der Welt vertreten, dass unsere Ärzte dem Muster der Welt folgen müssen, bevor sie qualifiziert sind, als erfolgreiche Ärzte zu handeln? Das ist die Frage, die jetzt den Glauben vieler unserer Brüder prüft. Keiner unserer Brüder soll dem Herrn Missfallen, wenn er in seinen Versammlungen die Idee vertritt, dass wir von Ungläubigen eine höhere Ausbildung erhalten müssen als die, die der Herr festgelegt hat.“
[39:31] Lass mich ein paar Worte dazu sagen: Ist es falsch, von ungläubigen Lehrern zu lernen? Nein. Was meint sie hier? Es gibt gewisse Prinzipien, die Gott uns gegeben hat. Im fünften Band der „Zeugnisse“ gibt es sogar ein Zitat, wo es heißt: „Es gibt viele verschiedene Arten, die Heilkunst zu praktizieren, aber es gibt nur eine, die der Himmel gutheißt.“ Und dann zählt der Geist der Weissagung die NEWSTART-Prinzipien auf. Ihr Lieben, in diesem Buch werden Behandlungen von Krankheiten beschrieben nach den NEWSTART-Prinzipien. NEWSTART steht für Ernährung, für Bewegung, für Wasser (innerlich wie äußerlich angewendet), für Sonnenlicht, für Mäßigkeit, für frische Luft, für Ruhe und für das Vertrauen in Gott und auf diesen Prinzipien. Wer nach diesen Prinzipien behandelt, hat das beste Fundament. Aber viele Behandlungen in der Welt, die man beigebracht bekommt, schaden dem Organismus und machen den Körper kränker, als er vorher war. Und in diesem Kontext sagt sie, dass der Glaube von vielen unserer Brüder geprüft wird an der Frage, ob wir dem Muster der Welt folgen müssen. Es ist nicht alles falsch, was wir dort finden, aber vieles, wenn ich sogar...
[40:51] Dort finden wir aber vieles, wenn nicht sogar das meiste, sollten wir nicht übernehmen, weil Gott uns ganz klares Licht gegeben hat, wie wir Menschen, die krank sind, behandeln sollen. Und insofern sagt sie, es ist nicht nötig, dass wir von Ungläubigen eine höhere Ausbildung erhalten als die, die Gott festgelegt hat. Hier, das heißt nicht, dass wir nicht von Ungläubigen lernen können, die uns in gewissen Dingen ausbilden. Aber wenn diese Prinzipien den Prinzipien Gottes widersprechen, müssen wir davon Abstand nehmen und können nicht sagen: „Na ja, Studie XY hat bewiesen, dass das, was der Geist der Weissagung sagt, falsch ist.“ Da müssen wir entschieden zurücktreten. Gott hat uns alles gegeben, was wir brauchen, und er hat seiner Gemeinde auch das Licht gegeben, dass wir es anwenden können und richtig praktizieren können.
[41:37] „Christian Temperance and Bible Hygiene“, Seite 113: „Es ist nicht sicher, Ärzten zu vertrauen, die nicht die Furcht Gottes vor sich haben.“ Heißt es, dass wir nie zum Arzt gehen sollen? Das sage ich nicht, und es sagt auch das Zitat nicht. Heißt es, dass wir den Ärzten überhaupt nichts glauben können? Auch das sagt es nicht, aber es sagt, dass es nicht sicher ist und wir nicht auf dem besten Fundament stehen, wenn wir volle Kanne Ärzten vertrauen, die Gottesfurcht nicht vor sich haben, die nach ihrem eigenen Urteilsvermögen entscheiden und dabei sogar gegen Gottes Prinzipien gehen. Dann schaut, was sie hier sagt: „Unter dem ärztlichen Deckmantel des Arztberufes wurden schon viele Ungerechtigkeiten begangen und Wahnvorstellungen unterstützt.“ Sie sagt, manche Behandlungen sind gleichzusetzen mit Wahnvorstellungen, und das wurde durch manche ärztliche Tätigkeiten schon unterstützt. „Der Arzt kann behaupten, große Weisheit und wunderbare Fähigkeiten zu besitzen, während er gleichzeitig seinen Charakter vernachlässigt und seine Praxis den Gesetzen der Gesundheit widerspricht.“
[42:40] Der Herr, unser Gott, versichert uns, dass er darauf wartet, gnädig zu sein. Gott ist bereit, seinem Volk alles zu zeigen, was nötig ist für die medizinische Missionsarbeit, auch durch Menschen, teilweise auch durch Ungläubige, sofern aber das nicht den Prinzipien Gottes widerspricht. Er lädt uns ein, ihn am Tag der Not anzurufen. Darüber hinaus führt die Lehre dieser Ärzte ständig weg von den Grundsätzen, die Gott uns im Bezug auf die Gesundheit gegeben hat, insbesondere in Fragen der Ernährung.
[43:13] Ihr Lieben, wir stehen alle vor der Wahl: Wenn uns der Geist der Weissagung sagt, dass es für den Organismus am besten ist, maximal zwei oder drei Mahlzeiten pro Tag zu essen, je nach Organismus und körperlicher Tätigkeit natürlich unterschiedlich, und wenn dann aber eine weltliche Studie sagt, am besten ist es für jeden Menschen sieben Mahlzeiten am Tag zu essen, kleine Häppchen, weil das wird einfacher verdaut – wem glaube ich dann? Dem Geist der Weissagung oder den weltlichen Studien? Denn sie sagen, dass wir nicht so leben, wie wir sollten, und schreiben Veränderungen vor, die dem Licht, das Gott gesandt hat, widersprechen.
[43:50] Und jetzt macht sie eine sehr harte, direkte, aber wichtige Aussage: „Brüder, wie kann der Herr seinen Segen auf uns herablassen, wenn wir uns direkt auf den Boden des Feindes begeben?“ Wenn wir uns mit Ärzten einlassen, die nicht Gottesfurcht vor sich haben und die Prinzipien vertreten, die dem Wort Gottes widersprechen, betreten wir direkt den Boden des Feindes. Und das sollte uns zu denken geben.
[44:16] Was geschieht zurzeit in der Welt? Ihr Lieben, lasst uns noch mal kurz, bevor wir weitergehen, ich euch eine Erfahrung erzähle, wie das praktisch aussehen kann, medizinische Missionsarbeit. Lasst uns noch mal kurz erinnern, was vor nicht allzu langer Zeit auf dieser Welt geschehen ist, weil ich merke, dass wir jetzt gerade – Corona ist vorbei und alles geht wieder seinen normalen Trott – dass Corona ein vergangenes Ereignis war, vergessen. Aber was damit alles zusammenhing, haben viele schon nicht mehr auf dem Bildschirm. Deswegen lasst uns noch mal kurz zurückgehen, um zu sehen, worauf die Welt eigentlich hinsteuert. Denn ich glaube, dass die Zeit, die wir jetzt haben, zum einen von Gott gegeben ist, zu wirken, zum anderen aber eine Ruhe ist vor einem Sturm, der noch auf uns zukommt.
[45:02] Denn was ist zu Corona-Zeiten, zu Hochzeiten passiert? Wir erinnern uns an ganz, ganz diffuse Dinge, die in der Welt gesagt wurden. Zum Beispiel hier haben wir einen Artikel, wo bei McDonald's die 2G-Regel eingeführt wurde, wo nur noch Geimpfte und Genesene bei McDonald's einen Big Mac und Pommes essen durften. Und dann ist die Frage: McDonald's, die offensichtlich nicht für Gesundheit stehen, aber nur noch Geimpfte und Genesene hineinlassen. Haben sich viele Menschen die Frage gestellt: „Was soll das?“ Ja, oder wir haben Kirchen, wie es hier in Großbritannien war, wo ein großes Plakat von einer Kirche runterhing, wo draufstand: „Das Blut Jesu wird Sie nicht vor COVID retten. Lassen Sie sich impfen.“ Wo wir sehen, dass selbst Kirchen weit gehen und Dinge anfangen zu verkünden, die so wirr und irre sind, aber viele Menschen darauf angesprungen sind. Es ist so, dass je öfter man etwas wiederholt und den Menschen immer wieder einredet, sie irgendwann anfangen werden, das nicht mehr zu hinterfragen, sondern denken: „Ja, das ist richtig.“ Und das haben wir bei Corona gesehen.
[46:13] Die Frage ist nicht: Bist du geimpft oder bist du ungeimpft? Die Frage ist: Was sehen wir hier für Prinzipien, die sich hier abspielen? Oder als ich das hier gesehen habe, da habe ich mir gedacht: „Wow, das ist ein ganz schön weiter Schritt, den wir hier gegangen sind in unserer Gesellschaft.“ Einmal wurde ein Ladenbesitzer sehr übel attackiert, und auf seinem Schaufenster wurde geschrieben: „Kauft nicht bei Ungeimpften.“ Später hat sich dieser Ladenbesitzer dann zwar für diesen Schriftzug entschuldigt, aber wenn man „ungeimpft“ durch ein anderes Wort in der deutschen Geschichte ersetzt, dann merkt man, wie weit das Denken bei einigen Menschen schon vorangeschritten war. Und ich glaube, dass viele von uns gesehen haben, dass während der Corona-Zeit die Menschen an einem Punkt gebracht wurden, wo sie fast alles getan hätten, was ihnen von oben gesagt wird. Die ganze Gesellschaft hat ihren ganzen Hass auf eine Gruppe gelegt. Das heißt nicht, dass die Ungeimpften alle, sag mal, die weißen Lämmer sind, aber wir haben gesehen, wohin die Welt steuern kann, wie schnell das geht, indem ein bestimmter Stereotyp immer wieder wiederholt wird und immer wieder gesagt wird: „Das ist richtig, tut das!“ Und alle Menschen hinterherrennen und nur wenige sich dem widersetzt haben. Das ist eine große, große Sache an Massenpsychologie gewesen, an Massenhypnose, um genau zu sein.
[47:36] Dann haben wir aber ein anderes Extrem, das in gewisser Weise zugelassen wurde, aber sich auch herauskristallisiert hat, dass es enorm viel Aufstand gab. Man hat das so in den Medien nicht mitbekommen, und die meistens wurden die ganzen Corona-Demonstranten als Schwurbler und schwachsinnige Leute abgestempelt. Und es geht es doch nicht darum, politische Ziele hier gutzuheißen, das ist alles Nebenkriegsschauplatz, darum geht es nicht. Es geht darum, was in der Gesellschaft kreiert wurde. Und wir hatten Menschenmassen gesehen, besonders auch die, die auf den Corona-Demonstrationen zu Missionszwecken unterwegs waren, wie die Menschen alle nach Freiheit geschrien haben. Und besonders hier, das ist jetzt ein Bild aus Kanada, haben sie diese Schilder aufgeschrieben: „Konvoi für die Freiheit“, heißt es übersetzt. Und auch als wir damals in Brüssel waren auf der Corona-Demonstration und die Menschen irgendwann angefangen haben zu schreien: „Fraternité und Liberté“, also Brüderlichkeit und Freiheit, hat mich das sehr, sehr stark an die Ausrufe bei der Französischen Revolution erinnert, wo die Menschen auch nach Freiheit, Einheit und Brüderlichkeit geschrien haben. Und man hat gemerkt, wie das, was die Offenbarung voraussagt, dieser Geist der Französischen Revolution wieder hochkommt in der Gesellschaft.
[48:53] Und das sehen wir jetzt momentan nicht mehr, weil wir jetzt wieder so eine Ruhephase haben. Das ist alles irgendwie so ein Teil der Geschichte, obwohl es maximal anderthalb Jahre her ist. Aber ich glaube, dass das sehr schnell wieder aufkommen kann. Und Corona hat uns gezeigt, wie schnell ein Bild in Gesellschaft kippen kann und wie schnell Menschen bereit sind, einem gewissen System zu folgen, ohne darüber nachzudenken. Und in dieser Zeit müssen wir uns bewusst sein, dass Gott uns eine große Verantwortung gegeben hat. Wir haben jetzt eine Zeit der Ruhe, aber diese Zeit der Ruhe sollten wir nicht einfach so verstreichen lassen, sondern wir sollten uns ernsthaft vorbereiten und sagen: „Herr, was willst du, dass ich jetzt tue? Führe mich, hilf mir, dein Werk zu beschleunigen, hilf mir, der Menschheit zu dienen, aber vor allem durch den Dienst dich ihnen näher zu bringen.“ Denn wir wissen nicht, wie schnell es gehen kann und wann diese Umstände wieder zurückkommen, vielleicht in einer anderen Maske, aber sie werden zurückkommen.
[49:49] Wie sieht die medizinische Missionsarbeit durch den medizinischen Dienst praktisch aus? Wie sieht medizinische Missionsarbeit praktisch aus? Ich möchte dazu gerne eine Erfahrung erzählen, denn ich hatte im Januar und Februar das Vorrecht, in die Ukraine reisen zu dürfen. Und dort haben wir eine Gruppe von treuen Gläubigen begleitet und durften auch von ihnen lernen, wie sie dort als zehnköpfiges Team in der Ukraine umhergehen, in den Gemeinden Menschen einladen zur Behandlung und sie von dort an weiterführen. Möchte ich dazu gerne einige Bilder zeigen und die Erfahrung auf diesem Weg auch erzählen und auch, wie Gott uns hier geführt hat.
[50:28] Wir sind damals zu dritt losgefahren, das bin ich, Vera und Max. Wir haben uns auf den Weg gemacht in die Ukraine. Wir wurden eingeladen von einem ukrainischen Prediger, dort ein Praktikum machen zu können. Und so sind wir dann losgefahren und haben uns hauptsächlich hier im Gebiet von Schytomyr und Winnyzja aufgehalten. Das ist im Westen der Ukraine. Die Kriegsfront war so bis Kyjiw und hier an diesem Fluss entlang. Das heißt, wir waren eigentlich recht weit weg von dem Krieg, aber trotzdem hat man die Auswirkungen noch stark gemerkt. Zum Beispiel als wir hier an der Grenze waren, sind wir kilometerweise, ich schätze, es waren 6, 7, 8 km, einen LKW-Stau entlang gefahren, weil die LKWs alle warten mussten und nicht einfach so ausreisen durften wegen dem Krieg und viele Papiere gecheckt werden mussten, wo man sich echt gedacht hat, so was kennt man nicht von deutschen Grenzen. Im Übrigen, mit der polnischen Grenze hat man schon gemerkt, dass die ganze Kultur, das ganze Wesen der Welt irgendwie anders ist, das alles noch sowjetisch angehaucht. Und besonders bei diesem LKW-Stau habe ich nicht schlecht gestaunt, dass ich gemerkt habe, was hier Leute teilweise durchmachen müssen, die tagelang vor der Grenze warten, um durchzukommen. Und was wir für ein Privileg haben, wenn wir einfach am Schild vorbeifahren und im nächsten Land sind.
[51:46] Wie gesagt, der Krieg war zwar kilometerweise weg von uns, aber z.B. hier, das war jetzt in dem Ort in Ruschyn, wo wir waren, sind wir eines Morgens aufgewacht, sind aus dem Haus rausgegangen und haben der ganzen Straße entlang die Menschen stehen sehen und haben dann dort gesehen, wie sie gefallenen Soldaten aus diesem Ort die letzte Ehre erweisen, die von der Front zurückkommen. Und das ist schon sehr eindrücklich, wenn man das mal erlebt, weil man so was höchstens aus dem Fernsehen kennt. Aber wenn man da wirklich mal davor steht und das so miterlebt, das macht einen schon sehr demütig und zeigt einem auch noch mal mehr, wie schnell das Leben vorbei sein kann und dass diese ganze Sicherheitsblase, in der wir hier momentan leben, so vorbei sein kann.
[52:28] Wir hatten übrigens auch im Gebetskreis damals noch eine Erfahrung, wo die Gemeinde für die ganzen Männer gebetet hat, die auch an die Front eingezogen wurden. Viele haben sich geweigert, sie wollten auch nicht zur Armee gehen, aber viele, die zwangsweise eingefordert werden, für die wird trotzdem gebetet. Und eines Tages hieß es dann bei einem gewissen Mann: „Den können wir von der Liste streichen, der ist im Panzer verbrannt.“ Und das sind schon Aussagen, wo man dann echt schlucken muss und sich denkt: „Wow, das ist wirklich real.“ Und dann versteht ihr, das eine ist, dass man auf Facebook seine Ukraine-Flagge über sein Profilbild legt und sagt: „Ich stehe für die Ukraine.“ Das ist nett, aber das hilft niemandem was. Das andere ist, wenn man wirklich sich das vergegenwärtigt, intensiv für die Menschen betet oder auch vor Ort dann helfen kann. Nicht jeder muss dahinfahren, das ist nicht mein Punkt, aber es ist was anderes, einfach auf den Zug aufzuspringen, der von der Welt vorgegeben wird, oder wirklich wie die Geschwister dort in dem Kriegsgebiet zu bleiben und den Menschen zu helfen. Das ist wirklich tiefer Dienst.
[53:37] Und ansonsten auch an den Straßen haben wir oft diese ganzen Kontrollpunkte gesehen, wo man dann vorbeifahren musste und eventuell kontrolliert wurde von den Soldaten. Und so hat man schon gemerkt, dass die Situation sehr, sehr angespannt ist im ganzen Land. Aber die Frage ist, wie hat unsere Gemeinde darauf reagiert? Ich hatte schon gesagt, dass viele sich natürlich weigern, zum Militär zu gehen und auch Anträge stellen, dass sie da nicht hingehen müssen, was auch eine gewisse Zeit geklappt hat, aber irgendwann haben sie alle eingezogen, die sie brauchten. Manche haben das Land verlassen, andere sind dort geblieben und haben trotzdem den Menschen um sich herum gedient.
[54:11] Und insbesondere die Gemeinde, in der wir waren, das war so bemerkenswert. Die hatten, also in der Ukraine haben sie nicht diesen Luxus, den wir haben, das merkt man an den Häusern, an den Autos, einfach an allem, die ganze Infrastruktur, auch die Straßen vor allem. Aber die Gemeinde hat angefangen zu beten seit dem Krieg, jeden Tag. Jeden Tag hat sich die Gemeinde getroffen zum Gebet. Und ich habe mich gefragt, welche Gemeinde in Deutschland trifft sich einmal in der Woche überhaupt zum Gebet? Und wer ist dann bereit, jeden Tag sich dort zu treffen? Und seit sie beten, jeden Tag für die Gemeinde, für die Erweckung, für die Mission, haben sie im Winter keine Probleme mehr mit der Heizung, keine Probleme mit dem Strom, haben immer genug zu essen, teilweise sogar zu viel, obwohl Kriegszustand ist. Und selbst die Häuser um die Gemeinde herum hat Gott gesegnet durch die Gemeinde mit Strom und Wärme. Das ist genial, wie Gott das manchmal macht.
[55:10] Wir hatten dann auch das Vorrecht, hier in das Vereinigungsgebäude zu gehen in Winnyzja, wo wir bei einer Pastorentagung dabei sein konnten. Und dort haben sie uns gezeigt, dass sie dann vor allem Schlafsäcke und auch Erste-Hilfe-Sets und solche Dinge an die Front tragen, an die Front schicken, um dort durch diese Dinge zu dienen und den Menschen das zu geben, was sie eben brauchen im Winter, weil wir damals ja, wie gesagt, im Winter dort waren. Wir haben auch gesehen, dass sie dort im Vereinigungsgebäude ganz oben ein Studio haben vom Hope Channel. Und der Hope Channel dort wirklich gute Arbeit macht, ist anders als in anderen Ländern Europas. Und dort machen sie vor allem Programme spezifisch für Familien, auch für die Ehe, für Kinder, was total genial ist, um dort den Menschen in praktischer Weise einfach zu zeigen, was Gott vorgesehen hat, wie eine adventistische Familie leben darf und was das für eine Außenwirkung auf die anderen Menschen hat.
[56:06] Landschaftlich ist die Ukraine natürlich auch sehr, sehr schön, wenngleich man auch, wie gesagt, sieht, dass der Baustil sehr zurückhängt, das ist alles noch sehr, sehr kaputt. Und wir hatten das auch gleich am Anfang gemerkt. Das hier ist eine Straße in der Stadt, die sieht wunderbar aus, aber ich kann euch sagen, die Feldwege, insbesondere die Wege, die Verbindungsstraßen, die Landstraßen zwischen Städten, wo teilweise kilometerweise nichts ist, die sind in einem katastrophalen Zustand. Und das haben wir sehr schnell zu spüren bekommen.
[56:36] Aber Gott hat uns daraus gerettet. Wir waren nämlich nach ungefähr 1600 km, nach zwei Tagen Fahrt, dann kurz vor dem Ziel, sind durch Polen gefahren, durch die Ukraine, und hatten dann noch circa 70 km zu fahren. Aber die Straßen waren in einem so desaströsen Zustand, dass wir nicht schneller als 30 km/h fahren konnten, weil wir jedem Schlagloch ausweichen mussten, und die Schlaglöcher teilweise 20 cm tief waren. Und dazu kam dann, es war damals 21:30 Uhr nachts, war stockfinster, war kalt draußen, und wir mussten um 24 Uhr spätestens im Haus sein, weil da eine Ausgangssperre war wegen dem Krieg, sonst hätte man unter Umständen beschossen werden können von den Ukrainern. Und insofern hatten wir ein bisschen, ja, noch was vor uns.
[57:20] Und dann, wie gesagt, um 21:30 Uhr, weil die Fahrt sehr anstrengend war, habe ich mir dann gedacht: „Jetzt fährst du ein bisschen schneller.“ Habe Nebelscheinwerfer angemacht, um die Löcher besser sehen zu können, bin dann 50 km/h gefahren. Und dann hat es uns volle Kanne erwischt. Wir haben so ein dermaßen tiefes Schlagloch erwischt, dass es uns an der rechten Seite, Vorder- und Hinterrad, die Felge zerschlagen hat und beide Reifen auf einmal platt waren. Der Reifen selber war in Ordnung, aber die Felge war so dermaßen verbogen, dass die Luft rausgegangen ist.
[57:50] Dann standen wir da mitten im Nirgendwo um 21:30 Uhr, stockfinster, kein Auto dort, wussten, dass die Ausgangssperre ist, beide Felgen kaputt, und haben gedacht: „Was machen wir jetzt?“ Wir haben dann ein Ersatzrad dabei gehabt, das aber keine Luft hatte, haben das dann wenigstens gewechselt und standen dann weiter dort und haben versucht, mit einem Stein und mit unserem Schraubenschlüssel die Felge gerade zu klopfen, hat aber nicht funktioniert, damit da nicht noch mehr Luft rauskommt. Und irgendwann hat sich Max dann auf die Suche gemacht, hat in so einem verlassenen Militärposten eine Pfanne gefunden mit Schweineschmalz. Da haben wir versucht, mit der Pfanne ein bisschen mehr Gewicht zu haben, die Felge gerade zu klopfen, aber es hat auch nicht funktioniert. Und als wir dann ein Auto da angetroffen haben und den Polizisten gefragt haben, ob er uns helfen kann, hat er sehr, sehr verwirrt geschaut, warum die Deutschen mit einer Pfanne die Felge reparieren wollen. Und so haben wir gemerkt, dass all die Bemühungen nichts bringen.
[58:45] Und wir haben uns dann noch mal dahingestellt auf die Straße und haben gebetet und gesagt: „Herr, du kennst das Problem und die Situation. Wir sind ja in deinem Auftrag unterwegs, und du hast die Lösung schon bereit. Wir bitten dich, dass du uns hilfst, dass wir rauskommen.“ Das nächste Auto, das wir angehalten haben, zwei Minuten nach dem Gebet, waren zwei Ukrainer drin, die einen Werkzeugkasten im Koffer hatten. Der eine, der war so kräftig wie Samson, hat uns mit zwei Hämmern, die er dabei hatte, die Felgen gerade gehauen. Und dann hat er in seinem Auto auch noch einen Kompressor ausgepackt, der die Reifen aufgepumpt. Und als er das, den Kompressor angeschlossen hatte an unseren Reifen, ich weiß noch, wie ich auf diesen Reifen gestarrt habe, auf den Kompressor, mir gedacht habe: „Das kann es nicht wirklich wahr sein.“ Oder? Wir haben Gott so gedankt, dass er uns diese Erfahrung geschenkt hat. Und konnten wir dann weiterfahren und es sind zwar nach 24 Uhr angekommen, aber zum Glück ohne Beschuss. Aber so haben wir gesehen, dass Gott selbst in diesen Kleinigkeiten uns…
[59:41] Gott selbst in diesen Kleinigkeiten uns schon begleitet, schon begleitet hat. Das war die Gemeinde, mit der wir damals viel zusammengearbeitet hatten. Und wie ich vorhin schon gesagt hatte, ist eine sehr, sehr, sehr demütige Gemeinde, sehr hilfsbereit gewesen. Als wir am letzten Tag abgefahren waren, hatten sie uns dann so mit Essen und mit Mitbringseln zugestopft, dass hinten das Auto so tief schon runterhing. Und ich echt erstaunt war, weil die Menschen teilweise selber so wenig hatten durch diesen Krieg und trotzdem bereit waren, alles zu geben, was sie hatten. Wenn ich dann an manche Situationen denke in unserem verwöhnten westlichen Teil der Welt, wo Menschen so geizig sind in der Gemeinde, da ist man dann wirklich auch ein bisschen beschämt über sich selbst, wo man sich an Situationen erinnert, wo man selbst nicht geben wollte und man denkt: Was ist das eigentlich für eine Haltung, die da in mir war?
[1:00:34] Nun, wir hatten dort das Privileg, in verschiedenen Gemeinden an Programmen teilzunehmen. Und wie ich vorhin sagte, haben sie dort die Gemeindesäle umfunktioniert zu Behandlungsräumen. Das Team, in der ersten Gemeinde, in der wir waren, sie haben eine Massageliege aufgestellt in der Gemeinde und haben dann die Menschen dort angefangen zu behandeln. Wir haben, wie gesagt, mehrere Gemeinden. Das hier ist noch ein Bild aus der letzten Gemeinde, in der wir waren.
[1:01:01] Und hier war das Bemerkenswerte, dass in dieser Gemeinde 200 Leute in fünf Tagen kamen zur Behandlung. Sie kamen aus allen Gesellschaftsschichten. Sie haben gehört, dass hier ein Team ist, das sie kostenlos behandelt. Wir hatten Lehrer dort, wir hatten Kinder dort, wir hatten Polizisten dort, wir hatten Sportler dort, die für die Ukraine schon bei Olympia waren. Wir hatten Soldaten von der Front dort mit Kriegsverletzungen – alle Gesellschaftsschichten. Und am Ende von den fünf Tagen haben sich neun schon entschieden, Bibelstunden zu nehmen. Und das ist ein geniales Werk, das man dort gesehen hat, weil man auch gemerkt hat, wie das Team untereinander so harmonisch arbeitet. Und weil sie einander und dem Nächsten dienen, haben sie einfach keine Zeit für Streitereien.
[1:01:40] Aber jetzt, was haben sie dort alles konkret gemacht? Das ist jetzt kein Schema F, das jeder so machen muss, aber es ist ein gutes Beispiel, wodurch sie auch viele schon inspiriert haben. Sie kamen erstmal rein, die Patienten haben dort dann bei dieser freundlichen Schwester erstmal so einen Anamnesebogen ausgefüllt mit Vorerkrankungen, mit vorigen Behandlungen. Wurde Blutdruck gemessen, einfach so diese Standardparameter, die da abgefragt werden, um erst so einen groben Überblick zu bekommen.
[1:02:09] Dann kamen sie hier zu einem Bruder auf der linken Seite, wo sie Körperfett und Körperwasser gemessen bekommen haben mit einer speziellen Waage und darüber auch aufgeklärt wurden, was eben die acht Ärzte im Körper bewirken, warum sie wichtig sind. Und hier der Bruder auf der rechten Seite hat dann ein EKG durchgeführt. Und man muss dazu sagen, es ist genial, was Gott mit diesen Menschen gemacht hat.
[1:02:31] Dieses Team, das dort umhergeht, das sind Manualtherapeuten dabei, Masseure, die sich ausbilden lassen. Zwei davon sind Prediger. Einer davon ist mittlerweile auf so einem hohen Kenntnis- und Erfahrungsstand, dass er schon andere ausgebildete Manualtherapeuten unterrichten kann. Ist eine Ärztin mit dabei und viele Helfer. Und das ist genial, wie Gott das zusammengeführt hat und wie harmonisch das einfach funktioniert und vor allem auch auf was für einem professionellen Niveau sie das durchgeführt haben. Das ist nicht einfach so ein, na ja, Wassertrinken ist gut, trink ein Glas Wasser. Das ist wirklich auf den Patienten abgestimmt und sehr, sehr, sehr professionell.
[1:03:10] Und hier in den Gemeindesälen, wie man hier sieht, wurden dann die Menschen behandelt. Und ich kann euch sagen, das ist so ein Segen, weil sie haben dort keine Werbung gemacht, aber einfach die Art und Weise, wie sie die Leute behandelt haben, wie sie mit denen umgegangen sind, dass sie sie kostenlos behandelt haben, dass sie sich Zeit genommen haben, das hat in den Dörfern so eine Runde gemacht, dass die Leute da wirklich teilweise bis abends um 10:00 noch sich angestellt hatten für Behandlungen und man dann irgendwann sagen musste: "Kommt bitte morgen wieder." Das ist genial, das zu sehen.
[1:03:41] Wir wussten auch von einer Erfahrung in dem Ort Rushen, wo wir waren. Der Prediger, der hier im blauen Anzug steht, hat vor einigen Jahren das erkannt, dass die medizinische Missionsarbeit Gottes Werkzeug ist für die Endzeit. Und er hat angefangen, einfach nur Massagen zu lernen, das auszuüben, und Gott ihm immer weiter immer mehr gezeigt. Und heute ist er auf so einem hohen Stand, das ist faszinierend.
[1:04:06] Und wir haben aber gehört, dass dort auch die Leute in dem Ort schon gesagt haben: "Wenn ihr gesund werden wollt, dann geht zu den Adventisten, die machen euch gesund." Ihr Lieben, das hat mich umgehauen, als ich diese Aussage gehört habe, wie Gott sein Volk erhoben hat und die Menschen auf die Adventisten blicken und nur Positives damit assoziieren, weil sie ihren Mitmenschen dienen.
[1:04:29] Und das ist nicht unmöglich in Deutschland. Wir haben in Deutschland vielleicht mehr Papierkram zu erfüllen, um so was durchzuführen, aber es ist nicht unmöglich. Es fehlt nur oft der Wille, versteht ihr? Es ist so traurig, wenn ich an eine Begebenheit in der Gemeinde denke, wo ein Bruder eine Gesundheitsexpo in der Stadt durchführen wollte und ein anderer Bruder sagt: "Ich weiß nicht, was das soll. Wenn die Leute gesund werden wollen, sollen sie zum Arzt gehen, nicht zu uns."
[1:04:55] Das ist so traurig, so etwas zu hören. Ihr Lieben, das ist ein Beispiel, was Gott machen kann, wenn sein Volk sich ihm weiht. Es gibt unzählige Beispiele, aber es ist möglich, denn wir wissen, die Verheißungen der Bibel sind wahr. Wenn wir die Erfüllung sehen wollen, dann ist das Beste, was wir tun können, jetzt auf die Knie zu gehen und zu sagen: "Herr, bilde mich aus, führe mich zu deiner Ehre, nicht zu meiner."
[1:05:19] Ihr Lieben, wir haben gesehen, dass Gottes Absicht es war, durch medizinische Missionsarbeit das Werk zum Abschluss zu bringen. Und es ist immer noch seine Absicht. Er möchte, dass jedes Gemeindeglied das durchführen wird und durchführen möchte. Wenn ihr den Wunsch nicht habt, aber erkennt, dass es wahr ist, dann lasst uns beten, dass Gott euch diesen Wunsch gibt. Und wenn ihr den Wunsch habt, aber nicht wisst, wie ihr das machen könnt, dann lasst uns auch zu Gott beten, dass er uns zeigt, welchen Weg er für uns vorgesehen hat.
[1:05:46] Es ist natürlich, wenn man eine Familie hat, nicht so umzusetzen wie jemand, der alleine ist, aber es ist nicht unmöglich. Auch als Familie kann man wunderbar wirken und Nachbarn einladen und einfache Tipps oder Behandlungen geben. Es ist nicht schwierig. Einfach erklären, was gesundes Essen ist, ist schon medizinische Missionsarbeit. Menschen zuhören, die Sorgen haben und sie ermutigen, mit ihnen Zeit verbringen, sie zu Jesus führen – das ist medizinische Missionsarbeit.
[1:06:14] Unabhängig, da wo ihr jetzt steht, unabhängig, da wo Gott euch hingeführt hat. Lasst uns gemeinsam beten und bitten, dass Gott durch uns sein Werk zum Abschluss bringen kann, denn es ist ein großer Segen darin versteckt. Und ich verspreche euch, dass es sich lohnt. Die Erfahrung habe ich gemacht und ich freue mich, dass Gott mich noch weiter führt. Und wenn ihr euch auch weiter ausbilden lassen wollt, zögert auch nicht, uns zu kontaktieren. Wir können euch gerne noch mehr Informationen dazu geben. Aber lasst uns Gott bitten, dass er das Werk in unseren Herzen beginnt.
[1:06:44] Himmlischer Vater, wir wollen dir von Herzen danken, dass wir diese wunderbaren Wahrheiten hören konnten. Wir wollen dir danken für die Erfahrung, die andere Geschwister gemacht haben. Und wir wollen dich bitten, dass du diese Liebe zu medizinischer Missionsarbeit und die Liebe zu dir vor allem und dadurch zu den Mitmenschen in unsere Herzen pflanzt. Hilf uns, Herr, zu wachsen in diesem Bereich. Hilf uns, groß und stark zu werden in dir und mach uns zu medizinischen Missionaren, mach uns zu Krankenpflegern und Ärzten in deinem Sinn. Und so danken wir dir, dass du das für uns vorbereiten möchtest, dass wir die Möglichkeit haben und dass du, Herr, einen wunderbaren Plan hast für dein Volk und für die Welt. So legen wir das alles in deine Hände und preisen dich dafür in Jesu Namen. Amen.
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