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In der sechsten Folge von „Konstantin – Kaiser der Sonne“ beleuchtet Christopher Kramp die letzten Lebensjahre Kaiser Konstantins. Es wird auf die Rolle seiner Mutter Helena bei der Errichtung christlicher Stätten in Palästina eingegangen und die zunehmende Bedeutung des Christentums im Römischen Reich thematisiert. Ein Schwerpunkt liegt auf den theologischen Auseinandersetzungen, insbesondere dem Arianischen Streit, und Konstantins Bemühungen um Einheit innerhalb der Kirche, die sich als schwierig erweisen. Abschließend wird die Gründung von Konstantinopel als neue Hauptstadt und deren strategische sowie symbolische Bedeutung thematisiert.


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Serie: Konstantin - Kaiser der Sonne

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Transkript

[0:38] Er hatte den Osten erobert, war Herrscher über das gesamte römische Imperium geworden. Die Christen jubelten ihm zu, und doch war sein Leben auch von schweren Verbrechen gekennzeichnet gewesen. Herzlich willkommen zur sechsten Folge von Konstantin, Kaiser der Sonne. Heute wollen wir uns die letzten Lebensjahre dieses schillernden und ambivalenten Menschen anschauen, das letzte Jahrzehnt seines Lebens und seiner Regierung unter dem Titel "Das Ende". Das letzte Mal haben wir damit aufgehört, dass wir gesehen haben, dass Konstantin, der jetzt das gesamte Reich oder sich hatte, insbesondere sein Hauptaugenmerk auch auf den Osten des römischen Reiches legte. Dort gab es noch sehr viel mehr Christen als im Westen und vor allem lag dort auch das sogenannte oder heute sogenannte Heilige Land, das Land, in dem Jesus lebt und die Apostel ausgebildet worden waren. Palästina, und sehen das letzte Mal schon gesehen und damit geendet, dass Konstantin gerade dort jetzt anfing, wichtige, große Kirchenbauten, erste Kirchenbauten dort, zumindest in Palästina, zu errichten.

[2:07] In dieser Hinsicht war es auch sehr bedeutsam, dass seine Mutter Helena, die jetzt in den letzten Jahren seiner Regierung plötzlich wieder eine ganz große Bedeutung erhalten hatte, nachdem sie über Jahrzehnte so ein bisschen von der Bildfläche verschwunden war, nachdem sein Vater Konstanz Chlor sich früh von ihr getrennt hatte. 80-jährig wird Helena jetzt auf die Reise geschickt nach Palästina, wo sie enthusiastisch empfangen wird. Sie ist die Mutter des großen, berühmten und vor allem bei den Christen ungemein beliebten Konstantin. Sie tut sich hervor, indem sie dort sehr wohl tätige Gaben austeilt und sozusagen etwas begründet, was bis heute angehalten hat, nämlich eine gewisse Verehrung der sogenannten Heiligen Stätten. Sie meint, die Geburts-Höhle gefunden zu haben, der Jesus geboren worden sei, den Ort, an dem er gen Himmel aufgefahren sei. Ja, es wird später sogar berichtet, sie habe Teile des originalen Kreuzes von Golgatha gefunden. Sie ist damit auch in gewisser Weise eine Mitbegründerin dieses christlichen Reliquienkultes, der an vor allem im Mittelalter ganz seltsame Auswüchse gehabt hat. Ihre Forschungen dort sind in späteren Jahrzehnten und Jahrhunderten noch sehr legendenhaft ausgeschmückt worden. Die tatsächlichen Berichte sind unter etwas nüchterner, aber es steht, dass Konstantin damit natürlich auch einen sehr starken Propagandaerfolg bei den Christen landete.

[3:53] Nicht nur in Palästina selbst und auch in anderen wichtigen Städten des Ostens tat er sich als Wohltäter der Christen hervor, zum Beispiel in der wichtigen Stadt Antiochia am Orontes. Das war eine der zentralen Orte der Christenheit schon seit dem ersten Jahrhundert, seit der Zeit der Apostel. An diesem Ort waren ja die Christen zum ersten Mal überhaupt Christen genannt worden und an diesem Ort lässt er jetzt eine große Kirche bauen, das Goldene Oktagon, und das widmet er der Einheit. Und dann sehen wir, was das Ziel von Konstantin eigentlich immer auch gewesen ist, bei diesen Wohltaten den Christen gegenüber. Er wünschte sich Einheit und Frieden, um dieses Großreich auch politisch zusammenzuhalten. Oder sollten die Christen eben auch ihren Beitrag zu leisten?

[4:51] Die Christen waren allerdings im Osten noch mehr zerstritten mittlerweile als im Westen. Das lag an diesem Streit um die Lehren und Thesen des Arius, die wir letztes Mal schon behandelt haben und die ja dann in diesem Konzil von Nicäa mündeten. So wie damals bei den Journalisten war die Entscheidung des Konzils aber längst nicht der Endpunkt. Der Streit ging einfach weiter. Arglistig erschien vor Konstantin. Man muss dazu sagen, dass es nach dem Konzil von Nicäa verschiedene Positionen gegeben hat. Das hatte die gegeben, die das Konzil völlig unterstützten und gegen Arius waren. Es hat die gegeben, die eigentlich Sympathien für Arius gehabt hatten, wie zum Beispiel Eusebius von Cäsarea, den wir schon kennengelernt haben, auch als den Verfasser der Kirchengeschichte, der ersten Kirchengeschichte. Und dieses von Cäsarea war eigentlich etwas unzufrieden mit den Entscheidungen des Konzils, aber hat es sich dem gebeugt, vor allem, weil er so ein ganz großer Fan von Konstantin gewesen war, dort immer mit der Autorität des Konstantin argumentiert hat. Er hat an seine sehr erstaunten, bestürzten Gemeindemitglieder in Cäsarea geschrieben, dass seine Zustimmung zum Credo von Nicäa im Grunde genommen eigentlich keine große Bedeutung hat und das, was dort beschlossen worden sei, eigentlich keine wesentliche Änderung zu seinen Positionen hat. Also ein bisschen manipuliert und immer begründet, dass ja Konstantin, der Kaiser, eben diese Position vertritt und dann müsse man sich eben unterordnen. Und die Verurteilung von Arius, schrieb er seinen Schäfchen in Anführungsstrichen, sei ganz harmlos und sie sollte sich keine Gedanken machen.

[6:42] Andere sahen schon, dass die Verurteilung von Arius durchaus heftig gewesen ist. Zum Beispiel Videos von Joelmedia. Und der hatte zwar das Credo von Nicäa unterschrieben, weigerte sich allerdings, die Verurteilung zu unterschreiben und wurde dann im Zuge dessen etwas später deswegen verbannt und aus seinem Bischofsamt, zeitweise verjagt. Genauso auch der Bischof von Nicäa selbst, Theodoret. Weil also die Situation immer noch ungelöst waren, sie verschiedene Positionen gab, war es Konstantin an gelegen, die Frage doch einvernehmlich zu lösen. Und so wird Arius vorgeladen und darf sich öffentlich vor Konstantin verteidigen, denn persönlich bezüglich seines Glaubens fragt und dann auch seine Position schriftlich begründet. Und Konstantin hat schon den Eindruck, dass Arius eigentlich gar nicht so weit weg ist von dem, was er vielleicht auch selbst verstanden hat, zumindestens was auch die Mehrheit der Christenheit wohl glaubt, so in dem Sinne, wie es Konstantin zu der Zeit feststeht. Und Konstantin vor, allerdings immer danach bestrebt oder auch bestrebt danach gestrebt, die Meinung aller Bischöfe einzuholen und hat er auch diesmal erneut ein Konzil einberufen, nimmt das Konzil von Nicomedia, das weniger bekannt ist, nur ungefähr zwei Jahre nach dem Konzil von Nicäa im Dezember tagt erst und wiederum war es recht groß angelegt, nicht ganz so groß wie das Konzil von Nicäa, aber 250 Schiffe waren anwesend.

[8:17] Konstantin nahm wieder Teil, so wenig her. Und das Endergebnis war, dass Arius und auch der Priester Holz musste ebenfalls verurteilt worden war, wieder aufgenommen werden durften in die Kirche. Der Band, sozusagen der Nicomedia-Fänger worden ist, wurde aufgehoben. Und das bedeutet auch, dass Bischöfe wie Eusebius von Cäsarea zum Beispiel natürlich auch der Ödnis wieder in ihr Amt zurückkehren durfte. Man würde also meinen, das Problem war jetzt im Wesentlichen gelöst. Dachte man, denn Alexander, der Bischof von Alexandria, der ja der Hauptgegner von Arius gewesen, wir erinnern uns, es kam ja auch aus Ägypten, das war ja erst ein ägyptischer Konflikt in der Christenheit gewesen. Er weigerte sich, die Entscheidung zugunsten von Arius anzuerkennen, selbst dann, als Kaiser Konstantin persönlich ihm einen Brief schrieb und ihm zu verstehen gab, dass sein Wunsch, der Wunsch von Konstantin sei, dass Alexander sich beuge. Aber die Bischöfe zu jeder Zeit waren zum Teil sehr starrsinnig und der Alexander hat sich darum gar nicht wirklich gestört, dass Konstantin ihn hier sehr eindrücklich Barrios wieder aufzunehmen, obwohl Kaiser Konstantin sich selbst für die Rechtgläubigkeit des Arius verbürgt. Stattdessen hat Alexander eine schriftliche Antwort an den Kaiser geschickt, denn Alexander war mit diesem Argument nicht einverstanden. Nur weil der Kaiser sagt, Arius ist recht, glaube ich, kann ich doch nicht meine persönliche Meinung aufgeben. Das war so die Quintessenz vielleicht von dem, was Alexander gedacht hat. Und er schickte diese Antwort durch einen gewissen Athanasius. Sind wir gleich noch etwas genauer kennenlernen. Der war so was wie die rechte Hand von Alexander, auch wenn er im Volk populärer war, man in Kirchenmandanten Diakon, der dann auch gleich eine große Rolle spielen würde, denn kurze Zeit darauf starb Alexander, der Bischof von Alexandria, am 17. April 328. Und er hatte kurz vor seinem Tod keinen Zweifel daran gelassen, dass er sich eigentlich nur einen Nachfolger vorstellen konnte, nämlich jenen Athanasius. Der galt allerdings als mindestens so widerspenstig und ja auch seine eigene Position beharren wie Alexander. Und da ist ja in der ägyptischen Kirche Spaltungen gab durch den Arius zum Beispiel, doch vorher ja schon Spaltung gegeben hatte, verschiedene Gruppen trafen sich jetzt, so wie es damals üblich war, die verschiedenen umliegenden Bischöfe, um einen neuen Bischof zu wählen und auszusuchen.

[11:11] Es waren über 50 Bischöfe, 54 an der Zahl, die sich dazu versammelten und die verschiedenen Lager in Ägypten repräsentierten. Und es sah so aus, als ob man vielleicht möglicherweise einen Kompromisskandidaten finden konnte. Aber sieben oder acht Bischöfe hatten darauf keine Lust und hatten vor allem keine Geduld, sondern schafften einfach Fakten. Sie haben sich den Athanasius genommen, sind in eine Kirche gegangen, haben die Kirche verriegelt und verbessert, so dass niemand sie hindern konnte und haben einfach im Alleingang den Athanasius zum Bischof von Alexandria gewählt, sehr zum Unmut der vielen anderen Bischöfe, die noch längst beim Beraten waren. Athanasius war Politiker genug, um sofort an Konstantin zu schreiben, Achtung mit der Behauptung, er wäre einstimmig gewählt worden. Geweiht worden zum Bischof von Alexandria. Keine Frage, das Ganze war mehr als umstritten und er hatte nicht die völlige Unterstützung aller Kirchenmänner in Ägypten. Er war beim Volk sehr beliebt und hatte eine ziemlich starke Machtbasis, die durchaus manchmal, dass wenn wir noch sehen, auch gewaltbereite Schlägertrupps mit einschließen konnte. Es gab in den nächsten Jahren immer wieder Intrigen, um diesen von seinem Posten hier in Alexandria abzusetzen. Die Stadt war ja auch eine der wichtigsten Zentren der Christenheit überhaupt und das hat Athanasius die nächsten Jahre schwer beschäftigt, sich immer wieder vor verschiedenen Anschuldigungen, auch vor Konstantin zu rechtfertigen. Das Ganze war natürlich ein enormes Trauerspiel und ein Armutszeugnis für die Christenheit, denn Jesus hatte gesagt in Johannes 13, Vers 35: "Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt." Und genau dieses Erkennungsmerkmal, was Jesus zu allen Zeiten als das herausgestellt hat, woran man echte, wahre Christen erkennen, die vom Heiligen Geist erfüllt sind, die Jesus folgen, wohin er auch geht, die auf dem Wort Gottes gegründet sind. Dieses Erkennungsmerkmal war in der Christenheit des frühen 4. Jahrhunderts, zumindestens was wir in den Quellen sehen können, ist ja auch nicht alles berichtet worden, aber dass in den Quellen sehen können, gerade was die leitenden Positionen der Christenheit betrifft, war so gut wie gar nicht mehr vor allem. Stattdessen gab es Streit, Politik und manchmal auch gewaltsame Auseinandersetzung.

[13:43] Derweil wurde Konstantins Sohn, Konstantin der Zweite, mit wichtigen Aufgaben betraut gemacht. Er ist ja bereits nominell Kaiser Caesar gewesen, aber hielt jetzt im Jahre 328 auch die tatsächliche Teilherrschaft über den Westen und hat ähnlich wie Konstantin in früheren Jahren in Trier residiert. Konnte dieser Zweite allerdings noch sehr jung, erst zwölf Jahre alt und stand deswegen natürlich unter der Aufsicht von seinem Vater und auch Beamten. Der eigentlich vorgesehene Nachfolger, Crispus, war ja von Konstantin umgebracht worden. So musste er jetzt daran denken, seine sehr viel jüngeren Söhne, die er von Fausta bekommen hatte, diese Söhne jetzt, soweit es dann möglich war, so langsam an die Regierungsgeschäfte zu gewöhnen. In dieser Zeit, entweder 328, 329, starb auch seine geliebte Mutter Helena. Zu ihren Ehren ließ er die Stadt Drepanum, das heutige Izmit in der heutigen Türkei, in Kleinasien, umbenennen in Helenopolis. Und der Grund war, dort an diesem Ort war die Gedenkstätte des Lieblingsmärtyrers Nikomedes von Helena. Und so wurde diese Stadt nach ihr benannt. Begraben wurde sie allerdings dann in Rom und Konstantin hat sich sehr bemüht, dass seine Mutter in allerhöchsten Ehren gehalten worden ist.

[15:30] Während der arianische Streit den Osten im Griff hatte, war das Problem der Donatisten in Afrika immer noch nicht gelöst. Am 5. Februar 330 musste Konstantin akzeptieren, dass eine Basilika, die er hatte bauen lassen in Nordafrika, von den Donatisten einfach in Anspruch genommen worden ist für sich. Und er hat dann einfach ganz resigniert den anderen Schismen, Geld und Land versprochen, gesagt: "Okay, dann bauen wir eben eine neue Basilika." Konstantin hat irgendwann ja vielleicht ein bisschen auch resigniert und diese Hoffnung aufgegeben, diese Kirchenspaltungen durch kaiserliche Autorität lösen zu können. Denn die Bibel sagt uns ja auch, dass echte Einheit nur durch das Wort Gottes entstehen kann, nicht durch Macht und nicht durch herrschender Geist Gottes, nicht durch kaiserliche Autorität und Gesetze, sondern nur durch eine echte Herzensforschung und Erweckung durch das Wirken des Heiligen Geistes. Das Jahr 330 war auch ein ganz glanzvolles, zu müssen, es äußerlich gesehen in der Herrschaft von Konstantin, denn in diesem Jahr wurde die Stadt eingeweiht, die er hatte neu gründen lassen. Das alte Byzanz wurde jetzt zu neuen, zu wie es dann hieß, Konstantinopel. Und am 11. Mai wurde die Stadt feierlich eingeweiht. Die meiste Zeit seines restlichen Lebens hat Konstantin jetzt in dieser neuen Hauptstadt, die vor allem für den westlichen Reichsteil gedacht gewesen ist, verbracht. Und dazu lohnt es sich, ein paar Originalzitate sich anzuschauen, die diese Stadt beschreiben. Wir haben keine Bilder mehr und das heutige Istanbul ist natürlich durch spätere Monate und andere Kultureinflüsse ganz überbaut und es gibt wenig noch davon zu sehen von der Zeit Konstantins. Aber wir haben einige interessante Beschreibungen, die uns in die Lage versetzen, so ein bisschen uns vorzustellen, wie es in Konstantinopel des Jahres 330 wohl so ungefähr ausgesehen hat.

[17:45] Fangen wir an mit Eusebius, der ein ganz großer, begeisterter Fan von Konstantin gewesen ist. In seiner Lebensbeschreibung von Konstantin heißt es hier: "Die nach ihm benannte Stadt ließ er in außerordentlicher Pracht verherrlichen und durch zahlreiche Bethäuser, größte Maturieren und glänzende zu Häuser erstrahlen, die sich teils vor der Stadt, teils in ihr befanden, durch welche zugleich das Andenken der Märtyrer ehrte und seine Stadt dem Gott der Märtyrer weihte." Gerade im Osten war die Verfolgung, wie wir gesehen haben, gerade im Osten gab es enorm viele Märtyrer, deren Andenken noch frisch war. Es gab oft bestimmte Stätten, an denen man sich besonders dieser Märtyrer erinnerte und Konstantin hat natürlich ganz besonders diese Tatsache auch für sich propagandistisch ausgenutzt und entsprechende Bauten veranlasst.

[18:37] Weiter heißt es hier bei Eusebius: "Ganz und gar inspiriert von der göttlichen Weisheit hielt er es für gerecht, die Stadt, die er als Trägerin seines Namens präsentieren wollte, von jeglicher Götzenverehrung zu reinigen." Merken und das, was er sagt, so dass offensichtlich nirgendwo mehr in ihr Standbilder der verehrten Götter angebetet wurden oder auch Altäre von Opferblut befleckt, Brandopfer im Feuer da gemacht oder Dämonen-Feste gefeiert wurden. Doch auch irgendetwas anderes, von dem, was üblicherweise von den Dämonenverehrern getan wurde, mit den Dämonenverehrern sind natürlich die heimischen Anbieter gemeint, die zu den heimischen Göttern beten. Oder Paulus sagte, dass hinter diesen heidnischen Gottheiten eigentlich letztlich nur die Dämonen stecken. Das ist, was der Eusebius hier meint und er behauptet und sagt, in Konstantinopel hat es solch ein Heidentum nicht mehr gegeben. Konstantin hatte sich dafür eingesetzt, dass jegliche Reste von heidnischer Verehrung der Götzen und Götter hier nicht mehr möglich sein.

[19:41] Ein anderer kirchlicher Schreiber, etwas später, der ist so zu nennen in seiner Kirchengeschichte, schreibt folgendes: "Der Kaiser trug sorgsam stets zur Förderung der Frömmigkeit bei und errichtete überall herrliche christliche Kirchen, insbesondere in den Metropolen, wie in Nicomedia, in Britannien und in Antiochia am Orontes, die wir gesehen haben, und in der Stadt Byzanz, die er dazu bestimmte, gleiche Macht wie Rom zu haben und Hauptstadt gleich Rom zu sein." Also hier sehen wir ganz deutlich, Konstantinopel war nicht nur Kaiserresidenz, wie vorher Nicomedia oder Trier oder Nicomedia, sondern sollte jetzt wirklich auf gleichem Niveau wie Rom sein. Denn da ihm alles nach Wunsch ging, er auch Erfolge gegen die Fremdvölker teils durch Verträge erreicht hatte und schloss eine Stadt zu gründen, die seinen Namen tragen und Rom gleichartig sein sollte.

[20:29] Und jetzt wird die Geschichte erzählt, musste, wie es eigentlich dazu kam, oder wie es hier kolportiert wird. Er begab sich zur Ebene Ilion am Hellespont, oberhalb des Grabes, wo die nachher, die einst gegen Troja in den Krieg zogen, ihren Hafen, ihre Zelte gehabt haben sollen. Oder entwarf die rechte Anlage und Größe der Stadt. Dann ließ er ringsherum zu bauen, die doch jetzt von See aus für die Vorbeifahrenden sichtbar sind. Auch mit Bezug genommen, das haben wir damals schon kurz angedeutet, dass nach seinem Sieg über die Licinius 324 er zunächst geplant hatte, an der Stelle, wo sich der Überlieferung zufolge die Schlacht fand oder Kampf um Troja, was ja auch mehr berichtet hat, in seinem Leben abgespielt haben soll, dass er dort die neue Stadt Hektor gründen wollen. Das zeigt also auch, dass seine Absicht hier durchaus auch aus der klassischen heidnischen antiken Mythen und epischen Vorstellungswelt kam. Er wollte dort sein Haus, Zentrum der Macht haben, wo gekämpft haben und Hektor, die Helden des heidnischen Rom.

[21:36] Aber dann heißt es hier weiter: "Während dieses Vorhabens erschien ihm des Nachts Gott und hieß ihn sich nach einem anderen Ort umzusehen." Also hier wird jetzt von christlicher Seite behauptet, dass die Gründung von Konstantinopel wieder durch eine Vision, einen Traum sozusagen initiiert worden ist. Er brachte ihn nach Byzanz, in Traktaten gegenüber vom Hellespont in Britannien und schlug ihm vor, sich diese Stadt neu zu gründen und sie der Benennung nach Konstantin zu würdigen. Also wir sehen hier, dass dieses Motiv, Konstantin habe eine Vision gehabt, etwas ist, das nicht nur, wie wir noch später sehen werden, in Bezug auf die Schlacht an der Milvischen Brücke dann erfunden worden ist, sondern immer wieder auch eingeführt wird, um bestimmte Handlungen von ihm zu rechtfertigen oder propagandistisch auszubauen.

[22:25] Weiter heißt es: "Er gehorchte den Worten Gottes, denen die bisher Byzanz genannte Stadt auf ein weites Gebiet aus und umgab sie mit gewaltigen Mauern, weil er die Einheimischen als Bürger nicht für zahlreich genug hielt, entsprechend der Größe der Stadt. Ließe an den Straßen in aufgelockerter Bebauung riesige Gebäude richten, machen angesehene Männer mit ihren Angehörigen zu Eigentümern und ließ aus Alt Rom andere aus anderen Provinzen kommen." Der Hauptgrund, warum er in diese Stadt ausgewählt hat, liegt wahrscheinlich viel mehr an der geostrategischen Lage dort am Bosporus. Sie ist ungemein gut zu verteidigen, mit dieser einen Mauer, die dann gezogen worden ist, hat sich ja über Jahrhunderte, mehr als ein Jahrtausend als uneinnehmbar erwiesen, diese Stadt. Als eine kleine strategische, sehr kluge Entscheidung von Konstantin gewesen.

[23:20] Gehen wir weiter. Es heißt hier in den Sozius weiter: "Er hob besonders Steuern, teils für die Bauten und zur Verschönerung der Stadt, teils zur Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln. Und nachdem er das Stadtprojekt mit allem anderen ausgestattet und mit einem Hippodrom, Brunnen, Säulen, Hallen und weiteren Gebäuden prachtvoll ausgeschmückt hatte, gab er ihnen den Namen Neue Rom."

[23:35] hatte, gab er ihnen den Namen "Neue Rom", Konstantinopel, näher Rom, Konstantinopel.

[23:38] Konstantinopel, näher Rom, Konstantinopel. Polen im Griechischen. Und er sagt weiter:

[23:42] Polen im Griechischen. Und er sagt weiter: "Diese ein Wunder bestimmte er zur Hauptstadt für sämtliche Einwohner im Norden. Diese Stadt trat er bestimmt er zur Hauptstadt für sämtliche Einwohner im Norden, Süden und Osten des römischen Reiches, sowie für die Bewohner der dazwischenliegenden mehrere von den Städten an der unteren Donau und Epidauros am Ionischen Meerbusen bis nach Korea und zu den dort lebenden Libyen am Kap Borek."

[24:03] Konstantinopel auf einen zweiten großen Rat, den man, sind also jetzt gab es auch einen Senat wie in Rom, den Konstantinopel, und verlieh ihm die gleichen Ehren und Publikationen, wie sie auch im älteren Rom üblich sind.

[24:13] Ihr zu Ehren als einer gleichsam neu gebauten Christus-Stadt, die nach ihm benannt, verschluckte Konstantinopel mit vielen großen Gebetshäusern, heißt mit vielen großen Kirchen. Man hat also diesen Eindruck, dass er hier sehr stark in die Infrastruktur investiert hat, um auch den Christen zu signalisieren: Diese Stadt ist für euch.

[24:33] Johannes Malalas schreibt ebenfalls in seiner Chronik über die Stadt und wir lesen hier: "Und unter seiner Regierung wurde die früher Byzanz geheißene Stadt unter dem Konsulat Scully Canus und sie macht aus eingeleitet, der nämliche Kaiser Konstantin. Aber war über lange Zeit hinweg von seiner Residenz abwesend, nachdem er von Rom nach Byzanz gekommen waren."

[24:52] Waren dieser Ressort restaurierte auch die früheren Stadtmauern dieser Stadt, die noch auf Münster zurückging. Er bezog ein Vielfaches in die Mauer ein und verband sie mit alten Mauern, eben dieser Stadt. Diese Gefahr, Konstantinopel zu nennen, nachdem er auch den Hippodrom aufgeführt und ihnen mit bronzenen Standbildern und jeglicher Ausstattung hatte.

[25:12] Er baute daran auch eine kaiserliche Loge in Angleichung zu der, die sich in Rom befand. Wir sehen, dass immer wieder die Parallelen zu Rom. Er richtete aber auch einen großen, schönen Palast, ebenfalls in Angleichung an den von Rom, und zwar in der Nähe des Hippodroms. Ferner den Aufgang vom Palast zur Loge im Hippodrom, der den Namen "Kochen" das führte.

[25:31] Die Idee war, dass der Kaiser direkt aus seinem Palast zum Hippodrom gehen konnte und sich dem Volk bei den Spielen zeigen konnte, als besondere Attraktion und natürlich zur Propaganda. Er stiftete auch ein großes, sehr schönes Forum und stellte darin in der Mitte eine Säule auf, ganz aus Purpur, wert der Bewunderung.

[25:50] Und oben auf dieser Seite, Achtung, postierte er eine Statue für sich mit sieben Strahlen auf dem Haupt. Dieses Bronze-Bild, weg diese herbei transportiert er, stand zuvor in Aion, also dem antiken Troja, wie man meinte, einer Stadt frühlings nach Versand, dass eine an ein anderes Land gewesen.

[26:12] Der nämliche Konstantin, aber entfernte aus Rom heimlich die hölzerne Statue, die man Palladio nennt und stellte sie in dem von ihm errichteten Forum auf, und zwar unterhalb der Säule mit seiner Statue, wie manche von den Beats und ihnen behaupten. Es befände sich dort und ein Teil dieser Säule kann man heute noch in Istanbul bewundern.

[26:30] Also die kirchlichen Schreiber sagen, das war eine Stadt für Christus, eine Stadt für den Märtyrer. Aber was wir auch sehen, Konstantin letzten mitten in der Stadt eine gewaltige Statue, eine Säule und eine Statue von sich errichten. Und diese Statue trägt eine einen Kopf mit strahlend und das erinnert uns natürlich nur allzu sehr an die Darstellung, die er zuvor auch auf Münzen zu geben pflegte, von sich als dem Sonnengott.

[27:03] Ob er jetzt Christ gewesen ist, ganz offiziell, zumindestens in dem Sinne, dass er sich zum Christentum bekannt. Er war ja nicht getauft, war nicht, nicht reguläres Mitglied einer christlichen Kirche, war so ein bisschen quasi außerhalb der Organisation.

[27:20] Obwohl er sich jetzt zum christlichen Glauben bekannt hatte, war diese Darstellungsform des Sonnengottes immer noch sehr deutlich sichtbar. Es war kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern eher der Versuch, diese Darstellung als Sonnengott mit dem Sohn, Entwicklungs jetzt in christliche Terminologie zu einzukleiden und entsprechend dann auch zu rechtfertigen.

[27:47] Lesen wir weiter bei Johannes Malalas. Er sagt: "Und jetzt interessanterweise, achten ihr genau auf das, was er sagt, die Tische der Stadt, aber das ist eigentlich so was wie die lateinische Fortuna, eigentlich eine Glücksgöttin, die Psyche der Stadt, aber die von ihm restauriert und in seinem Namen aufgerichtet worden war."

[28:10] Er hatte Gott ein unblutiges Opfer dargebracht, nannte er Auser. Er errichtete zwei Säulengänge vom Palasteingang bis zu jenem Forum. Sie waren schön mit Säulen und verschiedenen Baumarten geschmückt und ernannte den Ort der Säulenhalle "Regiert".

[28:22] In der Nähe führte auch eine Basilika auf. Sie war mit einer Konnte versehen und außerhalb große Säulen und dann Bilder. Mal was sagt uns Konstantin, habe ich hier auch die Glücksgöttin restauriert und sie aufgerichtet.

[28:38] Weiter heißt es hier: "Die Basilika nannte er Senatoren, wobei er ihr gegenüber für seine Mutter Helena eine Statue, die sie als Augusta zeigte, auf einer kleinen Vorführere aufstellte. Auch seine Mutter sollte posthum hier verehrt werden. Der Platz hieß er August."

[28:54] In gleicher Weise, aber vollendete er das als Zeugs Ziffern bekannte, bekannte öffentliche Bad. Er schmückte es mit Säulen, mehrererlei Marmorsorten und Kunstwerken aus Bronze. Er hatte es nämlich unfertig vorgefunden. Zuvor war dieses Bad von Kaiser Severus in Angriff genommen worden.

[29:10] Er baut auf dem Hippodrom und vieles andere sind also, wie viel er hier in die Propaganda dieser Stadt investierte. Und als alles ausgeführt hatte, hielt er ein Pferderennen ab. Er sah sich dort das erste Rennen an.

[29:25] Er ist eine alte Tradition der römischen Kaiser gewesen, noch Spiele zu veranstalten, oder zog damals erstmals auch seinem Schädel ein Diadem aus Perlen und Edelsteinen. Ist eine relativ neue Erscheinung, solche königlichen Anzeichen, Zeichen zu tragen. Die alten römischen Kaiser Augustus und die Egos und Claudius, sondern und später drei Jahren und hat Rennen, die haben sich nie als in königlichem Schmuck gezeigt.

[29:56] Sie galten die offiziell als erster unter gleichen, sozusagen als beste Bürger. Sozusagen erst mit sechs Jahren hatte es angefangen, also erst relativ kurzfristig in der Zeit seit kurzer Zeit, dass er die Kaiser plötzlich so wie im alten Orient üblich, sich mit viel Schmuck als Monarchen präsentierten.

[30:18] Und Konstantin hatte trotz seiner offiziellen Hinwendung zum Christentum, das sehr für sich in Anspruch genommen. Das heißt hier nämlich weiter: "Interessanterweise, er wollte, dass Prophetenwort erfüllen, das da lautet: Du hast auf sein Haupt einen Reif aus Edelsteinen gelegt."

[30:33] Mit anderen Worten, diese monarchische Selbstdarstellung wurde jetzt noch biblisch begründet. Er ließ für sich eine andere Statue aus vergoldetem Holz herstellen, in der in seiner rechten Hand die Tücher, auch sie war vergoldet. Eben dieser Stadt trug die rasante.

[30:52] Also ich hier ist sehen wir, dass er sich selbst noch mit dieser Glücksgöttin identifizierte. Ein letztes Wort hier von Malalas: "Er befahl auch eben jedenfalls eben am Tage, an dem anlässlich der Gründung der Stadt, also 330, ein Pferderennen abgehalten wurde, sollte dieses hölzerne Standbild einziehen mit dieser Glücksgöttin."

[31:16] Der jeweilige Täter soll sich erheben und seine Referenz erweisen, wenn er dieses Standbild des Konstantin und der Tücher der Stadt erblicke. Und dieser Brauch wird bis heute eingehalten. Also jedes Jahr zum Jahrestag der Einweihung von Konstantinopel.

[31:31] So nach Constantins Wunsch oder Befehl sollte dann bei einer feierlichen Prozession das Standbild des Konstantin, der in seiner Hand die Glücksgöttin zog, dann in die Stadt eingeführt werden und der jeweilige Kaiser solle sich erheben.

[31:47] Wir sehen hier also, wie immer noch sehr deutlich pagane, heidnische Elemente in seinem Kaiser-Kult oder in seiner Kaiser-Darstellung sahen. Wir das besser sich nachweisen lassen. Hier sehen wir eine Skizze der Stadt Konstantinopel, wie sie ungefähr zur Zeit von Konstantin gewesen ist.

[32:07] Wir sehen hier die alte Mauer von Byzanz, Sion und hier jetzt die Mauer, die Konstantin gemacht hat, also hat sich stark erweitert. Entsprechend auch verschiedene Kirchen, wie hier zwischen die Apostelkirche, die wir noch sprechen werden, gebaut.

[32:22] Wir sehen auch, die Stadt war damals etwas, die Halbinsel etwas schmaler als in der Zwischenzeit etwas angewachsen. Hier sehen wir viele der großen Gebäude, die wir gerade gesehen, das Hippodrom zum Beispiel und den Palast.

[32:35] Interessant ist jetzt, dass ein heidnischer Schreiber namens Zosimos ebenfalls über Konstantinopel schreibt und folgende sagt: "Dann gab er Konstantinopel die Ausdehnung einer ganz riesen nach dem Start, so dass auch die meisten seiner Regierungsnachfolger sie zur Residenz wählten und hier eine übermäßig große Menge von Menschen sammelten, strömten doch von allen Seiten der Erde Leute, dabei aus Gründen des Militärdienstes, des Handels oder sonstige Tätigkeiten."

[33:02] Deshalb umgaben die Herrscher den Platz mit einem weitaus größeren Mauerring als Constantinus. Also Konstantin dies getan hatte.

[33:08] So groß war in alten Zeiten die Ausbildung der Stadt. Nun legte Constantinus an der Stelle, wo ihr den das Tor gestanden hatte, ein kreisförmiges Forum an, das von doppelgeschossigen Säulenhallen umgeben war und schuf einer einander gegenüberstehende zwei riesige gewölbte Durchgänge aus populistischen Marmor, durch die man die Serie A Missionen Säulenhallen betreten und in die Altstadt hinausgehen kann.

[33:30] Er wollte aber auch die Stadt erheblich vergrößern und umgab sie daher in einem Abstand von 15 Stadien über die Mauer hinaus mit einer neuen Mauer, welche den gesamten Isthmus man eine mehr zum anderen abriegelte. Auf diese Art erweiterte Constantinus die Stadt gegenüber ihrer bisherigen Ausdehnung um ein sehr beträchtliches Stück.

[33:51] Und er baut auch eine kaiserliche Residenz, die jener in Rom nicht viel nachgab. Und jetzt Achtung, ebenso schmückt er den Hippodrom wunderschön aus, indem er das Heiligtum der Dioskuren darin einbezog, deren Bild ist, wenn man auch noch heute auf den Säulenhallen des Hippodroms stehen sehen kann.

[34:10] Die Dioskuren waren heidnische Gottheiten. Und hier sehen wir, dass Vibus von Kaiser eben nicht die Wahrheit sagte, als er schrieb, dass die Stadt ganz gereinigt sei von Götzendienst, dass dort keine Bilder aufgestellt worden sein. Das ist eben nur die Perspektive des christlichen Medius, der ein großer Fan von Konstantin ist und der seinen christlichen Lesern Konstantin als den christlichen Kaiser vorstellen möchte.

[34:34] Heidnischer Beobachter sahen ganz andere Dinge, die Vibus offensichtlich verschweigt und die deutlich machen, dass Konstantin eben sehr wohl immer noch auch heidnische Elemente behielt und es hier eher zu einer Verschmelzung von christlichen und heidnischen Elementen kam, statt einer Bekehrung vom Heidentum zum Christentum.

[34:59] Weiter heißt es hier: "Um das Ganze noch zu toppen, weiter zu Zosimus ferner brachte er in einem Teil des Hippodroms den Dreifuß des Apollon von Delphi zur Aufstellung, der sogar eine figürliche Darstellung des Gottes selber trägt."

[35:14] Apollon, das ist ja einer der Hauptgötter der Griechen, auch Sonnengott in seiner Funktion, Delphi, das große Orakel der Griechen. Das ist also Heidentum, dass Konstantin hier in dieser vermeintlichen Christus-Stadt an ganz exponierter Stelle dargestellt hat.

[35:34] In Deutschland gibt es auch ein sehr großes Forum des A4-Seiten von Säulenhalle, entschlossen ist am äußersten Ende eine dieser Säulenhallen, zu der nicht wenige Stufen empor führen. Liest Constantinus zwei Heiligtümer bauen und darin Start und auch schon.

[35:49] Es gab also sehr, sehr wohl Götzenbild, es gab sehr wohl sehr wohl Götzentempel neben den vielen Kirchen. Und das zeigt uns, was das eigentliche Programm von Konstantin war. Es war die Verschmelzung, die Vereinigung von Christentum und Heidentum.

[36:07] Und da die Christen so begeistert von ihm waren, weil er sie befreit hatte oder sich als Befreier dargestellt hatte, und weil einflussreiche Theologen wie Eusebius ihm schmeichelten und sich ihm völlig unterwarfen, entsprechend ihn propagandistisch den Christen nahe brachten, gelang es dem Konstantin auch weitgehend, das Christentum hier dem Heidentum nahezubringen und sie miteinander zu verbinden.

[36:39] Hier sehen wir eine Rekonstruktion, wie Konstantinopel dann etwas später ausgesehen hat und dann für etwa über 1000 Jahre eine ganz besondere Faszination auch ausgeübt hat. Also eine ganz besondere Stadt mit einer besonderen Heiligen, wie man meinte, die dann später auch die Hauptstadt des byzantinischen, des oströmischen Reiches gewesen ist.

[37:03] Wir haben ja immer wieder auch ein bisschen die Gesetze von Konstantin mitverfolgt und es gibt eine interessante Gesetzgebung aus dem Jahre 331, nämlich in Bezug auf die Scheidung.

[37:16] Konstantin bestimmte, dass eine Frau, die sich scheiden lassen möchte, wegen sogenannter, Achtung, sogenannter anzüglicher, aufgebauschter Gründe, wie zum Beispiel der Mann ist Alkoholiker, der Mann ist spielsüchtig, der Mann ist und Roy, das alles galt als aufgebauschte Grund. Während eine Frau sich trotzdem scheiden lassen wollen würde, sie allen Besitz verlieren und auf eine Insel deportiert.

[37:41] Einzige Ausnahmen, die Konstantin gelten ließ für eine Scheidung waren Mord, Zauberei und Grabschändung. Das ganze natürlich ein Gesetz für die Frauen, denn für die Männer sah die Sache ganz anders aus. Ein Mann konnte sich nämlich vergleichsweise leicht von einer Frau trennen, wenn sie Ehebruch begangen hatte.

[38:03] War das ohne weiteres möglich und interessant ist, dass die Bibel und da eigentlich eine sehr klare Maßstab gibt. Jesus sagt: "Ich sage euch, aber wer seine Frau entlässt, sei denn wegen Unzucht und eine andere heiratet, der bricht die Ehre. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehre." Gott sagt, er hasst die Ehescheidung und er gibt nur einen Grund an, nämlich Unzucht für die Trennung.

[38:30] Und das gilt natürlich für beide Geschlechter. Aber ich auch sehen wir hier, sehen wir, wie die Gesetzgebung, dass Konstantin ist eben keineswegs, obwohl er sich als Christ bezeichnete, mit biblischen Maßstäben übereinstimmte.

[38:46] Oder der Führung Constantins ist dann eine Strafexpedition geführt worden gegen die gotischen der Wingen, die wiederum eingefallen waren. Werden das letzte Mal schon von ihnen gehört und er hat ihnen einen Vertrag, einen Fötus aufgezwungen, ein Konzept, das dann später in der weiteren Spätantike gerade mit den Goten immer wieder auch noch von Bedeutung gewesen.

[39:10] Angeblich sollen 100.000 Kunden gestorben sein. Auf jeden Fall mussten sie jetzt Hilfstruppen auch für Konstantin stellen.

[39:22] Im Jahre 332 finden wir noch ein sehr kurioses Gesetz von Konstantin, nämlich, dass eine Verlobung auf zwei Jahre beschränkt sei. Vorher galten vier bis fünf Jahre. Wenn jetzt nach zwei Jahren der Mann immer noch nicht die Verlobte geheiratet hat, konnte sie einen anderen heiraten, ohne verklagt zu werden.

[39:43] Angeklagt worden ist auch Athanasius, von denen wir gerade schon gehört haben. Er hat sich noch immer geweigert, den Arius wieder aufzunehmen und hatte mächtige Feinde in Ägypten und auch in anderen Teilen des Ostens. Und er wurde jetzt vor Konstantin geladen. Er sollte sich verschiedene Dinge verantworten und hat das dann auch getan.

[40:11] Konstantin sprach ihn 332 frei. Das löste natürlich immer noch nicht das Problem, denn Athanasius hätte eigentlich den Beschluss von Nicäa umsetzen müssen, nämlich Arius in die Kirchengemeinschaft wieder aufzunehmen zu müssen. Das kirchenrechtlich war das angezeigt, aber fünf Jahre waren ins Land gegangen und Arius war noch immer nicht in Ägypten wieder aufgenommen worden.

[40:31] Und entsprechend fühlt er sich natürlich ausgeschlossen und er bestellte sich. Jetzt schrieb einen Brief an Kaiser Konstantin und wurde deutlich und hand zum Ausdruck gebracht, dass es nicht feststehen kann, dass obwohl der Kaiser ein Machtwort gesprochen hatte und obwohl die das Konzil getagt hatte und obwohl eine bindende Entscheidung gefällt worden ist, der Kaiser offensichtlich nicht schafft, diesen Athanasius dazu zu bringen, das Ganze auch umzusetzen.

[40:57] Er beschwert sich, dass die Regierung des Konstanten sozusagen etwas ineffektiv ist und endlich durchgreift, sich möglicherweise nicht durchsetzen kann. Und da rastet Konstantin aus. Er ist es gewohnt, dass man ihm schmeichelt, sowie auch seriös von Casareha ihn in Lobhudelei, aber nicht, dass man die Forderung stellt und ihn kritisiert.

[41:15] Entsprechend schreibt Konstantin einen Brief, der sich gewaschen hat. Muss sagt, er sei es verrückt. Die Tatsache, dass er so hässlich und entstellt aussehe, belege, dass das ein Verrückter sei. Der Arius sei ein Agent, hat er verurteilt den Abos und seine Anhängerschaft.

[41:38] Er verspottet ihre Theologie und wird so heftig und so persönlich abwerden, so übel ihn beschimpfen, dass man sich wirklich die Frage stellen muss, ob hier ein Kaiser über seine Untertanen spricht. Also Konstantin konnte Kritik offensichtlich nicht gut vertragen.

[41:58] Das erinnert uns an einen Bibelvers in Sprüche 25: "Verachtet wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern, so ist ein Mann, der seinen Geist nicht beherrschen kann." Etwas, das auch wir in unserem privaten Leben beachten und bedenken sollten.

[42:14] Das heißt, Sprüche 16, Vers 32: "Besser ein Langmütiger als ein Starker, und wer sich selbst beherrscht, als wären die Stadt bezwingt." Wir haben gesehen, Konstantin war ein großer Feldherr, fast alle seiner Schlachten gewonnen, aber sich selbst hat er offensichtlich nicht im Griff gehabt.

[42:29] Und das stellt eine Reihe mit einer mit anderen großen Herrschern der Artikel, zum Beispiel Alexander dem Großen, der so ziemlich alles gewonnen hat, was es gab. Er sich selbst nicht im Griff gehabt hat. Wir dürfen Gott täglich um Weisheit bitten, dass er uns so sehr mit seinem Geist erfüllt, dass wir unsere Gedanken und Worte im Zaum halten können.

[42:57] Am 25. Dezember, der auch zu dieser Zeit immer noch nicht als christlicher Feiertag weit bekannt war, weil dieses Konzept von Weihnachten auch dieser Zeit eigentlich noch keine Rolle wirklich spielte, hat Konstantin dann noch seinen dritten verbliebenen Sohn, der dritte Sohn, der den mittlerweile getöteten Faustus zum Kaiser erhoben.

[43:18] Auch das natürlich noch ein Kind der Konstanz. Und so hatten wir jetzt drei nominelle Kaiser, nämlich Konstantin den Zweiten, Konstanz den Zweiten und Konstanz den Jüngeren.

[43:32] Und Konstanz nahmen die Sarraten, gegen die ja Konstantin mehrfach schon kämpfen musste, oder andre Kaiser Kontakt zu ihm auf. Sie wurden nämlich von ihren eigenen Sklaven vertrieben. Was passiert war, dieser Mann hat ein Konflikt mit den Kurden und den großen, wie wir gesehen, hat man ja sehr aktiv in dieser Zeit, hatten verschiedene Raubzüge unternommen.

[43:51] Und die Sarraten wollten sich gegen die großen wehren, hatten ihre eigenen Sklaven bewaffnet, damit sie den Sarraten dann helfen würden. Aber stattdessen haben sich dann die Sklaven der Sarraten bewaffnet, wie sie waren, gegen diese Sarraten selbst gewandt. Und so haben diese Sarraten um Ansiedlung im römischen Reich gebeten.

[44:10] Und Konstantin hat sich tatsächlich, Konstantin hat sich dann um ihre Angelegenheit gekümmert und einige von ihnen aufgenommen.

[44:19] Es gab auch eine Revolte in dieser Zeit, nämlich auf Zypern, der Insel im Mittelmeer. Und diese Revolte wurde geworfen von Dalmatius, dem Halbbruder von Konstantin. Wir erinnern uns ja, dass Konstanz Jos Chloros sich von Helena getrennt hatte und dann eine andere Frau geheiratet hatte und auch dort hat er Kinder gehabt, während ja Konstantin von Helena war.

[44:48] War dann Matthäus, ein Sohn der anderen Frau, ein Halbbruder von Konstantin. Eine Zeit lang hatte er kein besonders intensiven guten Kontakt zu seinen Halbgeschwistern. Hier aber in dieser Zeit werden sie und ihre Kinder wichtiger, was man auch daran sieht.

[45:06] ihre Kinder wichtiger, was man auch daran sieht, dass im Jahr 335 dessen Sohn,

[45:11] und der ebenfalls dem Maxentius hieß, von Konstantin zum vierten Kaiser, zum

[45:18] vierten Caesar erhoben worden ist, für ein kleineres Gebiet, nämlich für Thrakien,

[45:24] Makedonien und nachher, also für das gesamte Gebiet, das wir heute im Großen

[45:29] und Ganzen Griechenland nennen würden. Dort sollte der Maxentius, der Sohn

[45:34] seines Halbbruders, als Caesar dienen. Vielleicht können wir ganz kurz etwas zu

[45:40] diesen Personen sagen. Konstantius, der zweite, war ebenfalls ein Sohn von

[45:45] Konstantin. Wie alle seine Söhne, ist auch Konstantius der Zweite christlich

[45:50] erzogen worden. Konstantin hat darauf Wert gelegt, dass

[45:53] diese Verbindung zum Christentum auch über seinen Tod hinaus halten würde. Wir

[45:59] werden auch sehen, in der nächsten Folge, inwieweit das dann geglückt ist. Konstantius,

[46:04] der Jüngste, durfte dann auch ab etwa 335 Regierungsgeschäfte übernehmen, und zwar

[46:10] in Italien. Durch dieses verteilende Söhne, verschiedene Gebiete, hatte

[46:14] Konstantin natürlich schon ein bisschen auch dann die Teilung des Reiches

[46:19] vorbereitet, die dann möglicherweise eintreten würde, wenn er sterben würde.

[46:25] Und der Maxentius, wie gesagt, war ein Sohn von dem Halbbruder Constantins und wird

[46:30] jetzt Caesar über Thrakien, Makedonien

[46:33] und nachher. Und noch jemand wurde von Konstantin bedacht, nämlich der andere

[46:38] Sohn des Dalmatius, Hannibalianus.

[46:40] Und der wurde in den Osten geschickt als König der pontischen

[46:47] Völker mit dem Titel, also das sind die Völker südlich des Kaukasus. Eine

[46:52] strategisch wichtige Position im Römischen Reich. Und als König der Könige. Und es ist vermutet

[46:58] worden, weil dies ein Titel ist, der eigentlich aus dem alten Orient kam,

[47:02] Titel, den die Perser insbesondere kultiviert hatten, dass Hannibalianus auch der Kandidat Constantins gewesen

[47:09] sei, der bei einer geplanten Eroberung des Persischen Reiches noch dann auf den

[47:16] Thron in Persien eingesetzt werden würde.

[47:19] Denn die Perser richten sich wieder und wollten wieder den Krieg. Der persische

[47:30] König Kabul hat in Armenien den christlichen König weggenommen und einen

[47:36] persischen Kandidaten eingesetzt. Das war natürlich eine eine Kampfansage an

[47:42] Rom. Armenien galt immer so auch als sein als ein Zankapfel zwischen den Persern

[47:48] und den Römern. Die Gegensätze zwischen Rom und den Sassaniden wurden neu belebt.

[47:53] Und Constantins Idee war natürlich ganz simpel. Er wollte Ars zurückerobern,

[47:57] was Jahrzehnte zuvor 295 unter Galerius verloren gegangen ist.

[48:06] Derweil ging der Streit um Arius immer weiter. Arius hatte erneut seine Fühler

[48:11] ausgestreckt und Konstantin gebeten, doch

[48:15] nochmal sich für ihn einzusetzen.

[48:18] Konstantin hatte interessanterweise in diesem Brief, den wir schon behandelt

[48:22] haben, der so abwertend gewesen ist, so eine kleine Notiz, seinen kleinen Hinweis

[48:28] einbauen lassen, dass er durchaus bereit sei, dem Arius zu helfen, wenn der halt

[48:32] endlich zeigt, dass er einen gesunden Verstand hat. Und das hat vielleicht

[48:36] diesen Wink verstanden und hat sich

[48:38] erneut dem Konstantin angenähert und versucht, ihn noch mal zu bitten, hier um

[48:44] Vermittlung und Einheit zu wirken.

[48:49] Und entsprechend hat Konstantin sich bereit erklärt, noch einmal eine Anstrengung zu

[48:53] unternehmen. Und in Ägypten selbst war die Lage weiterhin unruhig. Antonius hat

[48:57] sich geweigert, natürlich mit Arius

[49:01] überhaupt nur zu verkehren. Es gab sogar gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen

[49:04] den einzelnen Parteien, an denen Soldaten

[49:09] der kaiserlichen Armee auf beiden Seiten beteiligt gewesen sind. Da sind Leute

[49:15] geschlagen worden, blutig geschlagen worden, eingeschüchtert worden.

[49:20] Diese kirchlichen Angelegenheiten wurden jetzt ausgetragen mit Mafiamethoden und

[49:28] das Ganze war natürlich ein äußerst schlimmes Armutszeugnis für die

[49:32] christliche Kirche.

[49:36] Erneut wurde ein Konzil einberufen, diesmal in Tyros am Mittelmeer in Palästina.

[49:40] Tyros von Palästina ist Sommer 335. Und Konstantin wollte endlich

[49:50] Frieden und Einheit. Das war sein ganzes Ziel. Aber stattdessen gab es wieder

[49:56] schwere Auseinandersetzungen um den Athanasius, zahlreiche politische Manöver.

[50:02] Seine Feinde versuchten ihn anzuklagen. Er versucht das zu umgehen und es ganze

[50:08] kommt zu keinem wirklichen Schluss.

[50:11] In der Zwischenzeit lud Konstantin alle Bischöfe ein, von Tyrus nach Jerusalem zu reisen, denn dort würde eine

[50:20] neue Kirche eingeweiht werden. Er selbst

[50:22] war zwar nicht persönlich dabei, aber diese Grabeskirche war natürlich ein besonderes Prestigeobjekt. Und es wurden

[50:29] einige Lobreden der Bischöfe dort auf Konstantin gehalten, unter denen hat sich

[50:35] zum Beispiel die Lobrede von Eusebius von Cäsarea erhalten. Die wir haben ja gesehen,

[50:43] dass er ein besonderer Schmeichler von Konstantin gewesen ist. Entsprechend auch in

[50:49] dieser Lobrede, dieser Panegyrik, da

[50:51] sagt er nämlich, dass die Regierung Constantins der Höhepunkt der ganzen

[50:57] Weltgeschichte sind. Starke Worte. Weiter

[51:00] sagt er:

[51:01] Achtung, gut aufpassen. Konstantin habe die ganze Welt dazu gebracht, Gott

[51:07] anzubeten und jeden Sonntag in die

[51:11] Kirche zu gehen. Und da sollten uns die

[51:15] Ohren klingeln, denn wir werden nächstes Mal sehen,

[51:20] wie dieser Gedanke sich auch noch über

[51:23] die Jahrhunderte weiter verbreiten würde und welche Bedeutung der dann auch noch

[51:30] in der Bibel, in der biblischen Prophetie

[51:32] haben wird. Interessanterweise behauptete

[51:36] er auch, dass Konstantin in all seinen Gewinnen und seinen Gesetzen direkt von

[51:41] Gott geleitet sei, also durch Träume und Visionen. Wir sehen also, dass dieses

[51:46] Motiv: Konstantin tut etwas, weil Gott ihm das eingegeben hat und gezeigt hat, ein

[51:53] Motiv ist, das eigentlich sich immer wieder findet. Und das aus irgendwelchen

[51:57] Gründen nur heutzutage besonders mit der Milvischen Brücke in Verbindung gebracht

[52:01] wird. Es war ein, ein Talker, eine eine reine ein Gemeinplatz, sozusagen, mit der man

[52:07] alles erklären wollte und hat mit der historischen Realität natürlich recht

[52:12] herzlich wenig zu tun. Wie gesagt, Arius

[52:17] hatte sich an heute an Konstantin gewandt. Der hatte jetzt die Überschreite, wie

[52:21] wieder, wie immer, die Entscheidung den Bischöfen überlassen. Und die

[52:27] Konzilsväter haben dann in Tyros den

[52:30] Arius erneut wieder in die Kirche aufgenommen. Sieht also, wie auch

[52:34] Konstantin hier mit Arius sein Auf- und Abgefahren ist. Das Ganze hatte viel

[52:38] politisches Manövrieren und Taktieren zum Grund. Aber man kann sich natürlich

[52:44] vorstellen.

[52:45] All das hat den Athanasius überhaupt gar nicht bewegt.

[52:53] Er wusste allerdings, dass er möglicherweise hier auf diesem Konzil verurteilt wird. Und so floh er

[53:01] heimlich vom Konzil und zwar nicht nach

[53:04] Hause nach Alexandria, das wäre vielleicht an sein Ende gewesen, sondern

[53:07] er floh direkt nach Konstantinopel. Die

[53:11] Konzilsväter sind danach Tyros zurückgegangen, haben das Konzil

[53:15] weitergeführt und haben ihn abgesetzt. Und er wusste, diese Absetzung kann er

[53:19] nur entgehen, wenn er schnellstmöglich Konstantin persönlich erreicht. Erst als

[53:24] Konstantin geflohen nach Konstantinopel kamen, dort an, musste

[53:28] feststellen, dass Konstantin gerade zuvor, ein paar Tage zuvor, abgereist sei und

[53:32] blieb dort in der Hoffnung, dass Konstantin bald zurück komme, dass er Konstantin

[53:38] sprechen könne, bevor die Entscheidung des Konzils an

[53:42] Konstantin gelangt. Und so kam Konstantin auch wieder. Der wusste noch nicht, was

[53:48] das Konzil entschieden hatte. Es war Anfang November. Und als Konstantin ein

[53:55] Ritt auf seinem Pferd stand, plötzlich

[53:58] ein in Trauerkleidung gekleideter, klagender Mann vor ihm, einfachste Kleider,

[54:06] der weint und klagt und direkt vor ihnen sich aufbaut, so zu sagen, oder sich

[54:11] hinstellt, das Pferd an den Zügeln hält und sagt: Nicht weiter, ich

[54:16] habe eine dringende Bitte. Und langsam erkennt er Konstantin ihren, der

[54:19] Mitleid empfindet mit diesem klagenden

[54:22] Mann, dass es sich um den Athanasius handelt, der hier mit dieser, soll man es

[54:26] sagen, Inszenierung das Herz des

[54:28] Konstantin erreicht. Und Konstantin

[54:31] verspricht ihm, noch bevor er weiß, was

[54:33] die Konzilsväter entschieden haben, dass die ganze Sache noch einmal persönlich

[54:37] vor ihm untersucht worden sei. Damit hat

[54:41] er im Grunde genommen das Konzil von Tyros, ohne zu wissen, was dort

[54:45] entschieden worden ist, schon wieder

[54:46] annulliert gehabt. Er schrieb dann die

[54:49] Konzilsväter, vermutlich hat es persönliche Streitigkeiten gegeben und er wolle jetzt, dass das Ganze in seiner

[54:55] Gegenwart ein für alle Mal gelöst wird.

[54:59] Entsprechend hatte Athanasius also die Gelegenheit, sich nochmals zu verteidigen.

[55:03] Er führt dann vor Konstantin des Verrates beschuldigt. Er habe dafür

[55:06] gesorgt, dass wichtige Getreidelieferungen

[55:09] aus Alexandria nicht verschifft worden sind. Das war natürlich ein staatstragendes, verbrecherisch

[55:15] Verbrechen von staatstragender Reichweite. Aber Athanasius war nicht

[55:22] auf den Mund gefallen und hatte sich vehement, ja fast bitter verteidigt. Das

[55:26] ging hin und her, diese bittere Auseinandersetzung.

[55:28] Athanasius hat dem Konstantin dann vorgehalten,

[55:31] dass werde er sich nicht auf seine Seite schlägt. Gott selbst seine Richter sein

[55:35] würde. Der Konstantin war dann sehr erzürnt und hat ihn nach Trier entsandt,

[55:42] ihn aber nicht seines Bischofsamtes enthoben. Die Volksmenge in Alexandria tobte, die wollten den Athanasius

[55:49] unbedingt wieder zurück. Es gab wieder Aufstände, selbst bekannte Mönche wie

[55:55] Antonius, der in der Wüste lebt, setzte sich für ihn ein.

[56:00] Das Ganze hatte eine ganze weitreichende Implikationen und Konstantin sah sich

[56:07] einfach außerstande, diese außer Rand und Band geratenen, streitenden Christen

[56:12] irgendwie auf Einheit zu versöhnen und stellte fest, es wird Politik, das

[56:17] irgendwie nicht zu machen ist.

[56:21] Ein Gesetz aus dem Jahre 335 differenziert ein Gesetz von 319 auch, dass ein kleines Kuriosum.

[56:30] Dort wird jetzt nämlich differenziert, ob ein verlorenes Geschenk vor oder nach

[56:36] einem Kuss gegeben worden. Das sind Dinge, nach denen man sich damals auch beschäftigen musste, als

[56:40] römischer Kaiser.

[56:42] Dennoch gab es viele Streitigkeiten an diesem Punkt. Und dann etwas, das auch

[56:46] vielleicht noch ein kleines Kuriosum heute interessant ist: Der Bischof von Rom, der in dieser Zeit noch gar nicht so

[56:53] die große führende Rolle spielte in der Christenheit, wie wir sehen, der Silvester

[57:00] starb und zwar an einem 31. Dezember. Und ja, ganz genau, genau

[57:07] deswegen, weil dieser Bischof von Rom, Silvester, der zurzeit von Konstantin in

[57:14] Rom herrschte, und wie wir nächstes Mal sehen werden, im Nachhinein sehr

[57:20] aufgebauscht worden ist in seiner Rolle als Mitarbeiter Constantins. Deshalb, weil

[57:26] der am 31. Dezember gestorben ist, deswegen feiert

[57:30] heute so ziemlich die ganze Welt Silvester, ohne ein Bild zu wissen, was

[57:35] sie da feiern.

[57:43] Im Jahre 336 erfahren wir von der ersten uns bekannten offiziellen Reliquien-

[57:46] Überführung. Konstantin möchte seine Stadt Konstantinopel noch verschönern

[57:52] durch etwas ganz Besonderes, also

[57:54] verschönern, in Anführungsstrichen. Er lässt die angeblichen Reliquien der Apostel

[57:58] Andreas und Lukas nach Konstantinopel

[58:01] bringen. Die Apostelkirche, die er hat bauen lassen.

[58:11] Erneut ist Arius verhört worden von Konstantin, der ihn jetzt für recht

[58:14] gläubig befand, nachdem er eben verschiedene Fragen vorgelegt hatte.

[58:19] Allerdings gab es immer noch Menschen in der Kirche, nicht nur Athanasius, die Arius

[58:25] für einen Häretiker hielten. Unter ihnen

[58:27] war auch der Bischof von Konstantinopel

[58:30] selbst, also in der Stadt, in der

[58:32] Konstantin residierte. Nämlich, der hieß

[58:34] Alexander. Und der weigerte sich, obwohl

[58:36] Konstantin Arius für recht gläubig erklärt hatte, den Konzern, den Arius aufzunehmen.

[58:41] Und so ersannen die Freunde und Förderer und Unterstützer von Arius

[58:48] eine besondere Sache. Sie wollten nämlich

[58:51] den Alexander dazu zwingen, indem jetzt

[58:54] muss ganz offiziell an einem Sonntag in die Kirche gehen würde. Und die Idee war,

[59:01] sozusagen, der Alexander wird sich ja nicht weigern, in der Hauptstadt

[59:06] Constantins gegen das Urteil Constantins

[59:09] jetzt hier vorzugehen. Und so machte man

[59:12] sich bereit, dass Arius an so einem Gottesdienst in Konstantinopel

[59:17] teilnehmen darf. Und auf dem Weg zum

[59:21] Gottesdienst ist Arius zusammengebrochen

[59:24] und gestorben. Das war natürlich eine dramatische

[59:27] Wendung, weil jetzt die Feinde Arius das

[59:31] so drehen konnten, dass offensichtlich Arius hier von Gott

[59:35] daran gehindert worden sei. Es sei ein Gottesurteil gewesen. Und Konstantin

[59:39] erinnert auch wieder seine Meinung diesbezüglich. Und das ist wahrscheinlich

[59:43] einer der Hauptgründe, warum dann auch in der weiteren Kirchengeschichte Arius verurteilt worden ist. Das Ganze hat oft

[59:50] politische Gründe gehabt und weniger

[59:53] echtes biblisches Fundament gehabt in

[59:57] der Beurteilung dieser einzelnen

[1:00:00] Position, die wir jetzt im Laufe der Zeit hier deutlich gesehen haben. Am 21. Juli

[1:00:06] 336 finden wir noch ein Gesetz von

[1:00:10] Konstantin, der es den hochrangigen

[1:00:13] Römern verbot, verfährt, verboten hat, ihre

[1:00:18] Würde an nicht an illegitime Kinder zu vererben.

[1:00:23] Dann muss natürlich definieren, wer nicht

[1:00:26] legitim sei. Welche Kinder illegitime sind. Und das

[1:00:29] waren immer dann Kinder, wenn die Mutter nicht standesgemäß gewählt ist. Also Kinder mit

[1:00:37] Geladenen, Kinder mit Freigelassenen, Kinder mit

[1:00:39] Schauspielerinnen, deren Töchtern die gelten als illegitim. Und die konnten

[1:00:43] nicht die Würde bei das hochrangigen

[1:00:45] Römers. Eine Beobachtung müssen wir noch

[1:00:50] machen über die Apostelkirche, die

[1:00:53] Konstantin in Konstantinopel hatten bauen. Das sollte ja eine ganz zentrale

[1:00:58] Kirche der Christenheit werden, nicht zuletzt die bedeutendste Kirche in

[1:01:04] Konstantinopel, dem neuen Rom. Schreibt

[1:01:07] etwas sehr Bemerkenswertes über diese

[1:01:10] Kirche, über diesen Bau. Das heißt hier:

[1:01:14] Außerdem traf Konstantin Vorkehrungen für

[1:01:16] den Bau eines Martyriums zum Gedächtnis

[1:01:19] an die Apostel in der nach ihm benannten

[1:01:21] Stadt.

[1:01:23] Er selbst aber ließ den Tempel in einer unaussprechlichen Höhe errichten und

[1:01:26] durch die Buntheit verschiedenfarbige

[1:01:28] Steine erstrahlen, indem er vom Boden bis zum Dach Platten anbringt. Ist die

[1:01:30] Decke teilte er durch eine feine Täfelung und überzog sie ganz mit Gold.

[1:01:35] Oben über dieser an dem Gebäude selbst

[1:01:37] bot Kupfer anstelle von Ziegeln dem

[1:01:39] Bauwerk sicheren Schutz gegen Regen. Dieses nicht auch links um eine reiche

[1:01:44] Goldverzierungen erstrahlen, so dass es für die aus der Ferne schauenden Menschen

[1:01:48] durch die Reflexion der Sonnenstrahlen

[1:01:49] Glanz ausstrahlt. Ließe das Gebäude

[1:01:52] ringsum mit Reliefs umgeben, die aus

[1:01:54] Bronze und Gold gearbeitet waren. Und der

[1:01:56] Tempel wurde auf diese prachtvolle Weise mit Hilfe des großen Ehrgeizes des

[1:02:01] Kaisers, der Mühle für wert erachtet.

[1:02:06] Achtung, um ihn herum war ein offener, riesiger Hof, der sich unter freiem

[1:02:09] Himmel erstreckt. Dessen vier Seiten

[1:02:11] umgaben Säulengänge. Vorbei

[1:02:13] das Atrium in der Mitte, mitsamt dem

[1:02:15] Tempel, abschlossen. Neben den Säulen-

[1:02:17] umgängen erstrecken sich Kaiser die

[1:02:19] Häuser, Bäder und Lampen und sehr viele andere Gebäude, die

[1:02:22] zweckmäßig für die Wächter des Ortes

[1:02:24] angelegt worden waren. Das alles weiter

[1:02:26] der Kaiser ein und verewigte für alle

[1:02:29] Zeiten das Andenken der Apostel unseres

[1:02:32] Erlösers.

[1:02:33] Er ließ ihn also bauen, doch hat er dabei

[1:02:35] auch noch etwas anderes im Sinn, was

[1:02:38] zuerst verborgen blieb, aber schließlich

[1:02:39] bei seinem Ende allen offenbar wurde. Er

[1:02:43] ließ nämlich für den gebührenden Zeitpunkt seines Endes dort für sich

[1:02:48] einen Platz anlegen, weil er aufgrund

[1:02:51] seines ungeheuren Glaubens plante,

[1:02:55] achtung, dass seine eigene Hülle ist ein

[1:02:57] eigener leichter nach seinem Tod Anteil

[1:03:01] an der Anrufung der Apostel bekommen

[1:03:04] sollte, so dass er auch nach seinem Ende

[1:03:06] der Gebete für würdig erachtet werden

[1:03:08] könnte, die dort zur Ehre der Apostel

[1:03:11] erklingen würde. Heißt auf Deutsch:

[1:03:14] Konstantin plante nach seinem Tod und

[1:03:18] die Apostel gezählt zu werden.

[1:03:20] Er baute die Kirche für die Apostel. Das

[1:03:22] sollten sozusagen symbolisch die Apostel

[1:03:25] angerufen werden und für sich selbst

[1:03:26] plante er einen weiteren Platz.

[1:03:32] Konstantin hielt sich selbst nach der

[1:03:36] Aussage – das ist eine Aussage seines

[1:03:37] Fensters, den hier nicht diskreditieren

[1:03:40] wird – für würdig, aufgrund seines Glaubens-

[1:03:42] Eifers Teil der Apostel zu sein. Und hier

[1:03:45] sehen wir, wie sehr eigentlich Konstantin,

[1:03:49] auch wenn er aufrichtig vielleicht das geglaubt, was wir geglaubt hat, in seinem

[1:03:54] Glauben irregeleitet gewesen ist. Und

[1:03:57] wie sehr Selbstdarstellung und Ruhmsucht

[1:04:00] eigentlich seinen sogenannten christlichen Glauben durchzogen haben.

[1:04:07] Es waren zwölf Apostel, die dort

[1:04:09] dargestellt worden waren, und er war dann

[1:04:11] der dreizehnte. Und so mancher Forscher

[1:04:13] hat überlegt, ob nicht damit sogar

[1:04:15] ausgedrückt werden sollte, dass er quasi

[1:04:18] eine Art Christusfigur sein sollte,

[1:04:21] nämlich er und die zwölf Apostel.

[1:04:24] Das heißt, wir weiter deshalb auch befahl

[1:04:27] er dort Gottesdienste abzuhalten und

[1:04:30] ließ in der Mitte einen Opferaltar

[1:04:32] richten.

[1:04:34] Er ließ also dort zwölf Grabmäler, gleichsam wie heilige Säulen zur Ehre

[1:04:37] und zum Andenken an die Schar der

[1:04:38] Apostel richten. Und in der Mitte ließ er

[1:04:42] die Lachs – also dieser feierliche Sarkophag, in dem er dann bestattet

[1:04:47] werden sollte – an der zu beiden Seiten jeweils sechs der Apostel. Nicht nur

[1:04:51] wollte er sich unter die Apostel misste,

[1:04:53] er wollte im Zentrum sein, eher in der

[1:04:56] Mitte, die zwölf Apostel, die ich ja eine

[1:04:58] symbolisch dargestellt waren, an der

[1:05:00] Seite. Und das nährt diese diesen

[1:05:02] Verdacht, dass er sich hier nicht einfach

[1:05:05] nur als weitere 13. der Apostel feiern

[1:05:07] wollte, sondern dass er sich selbst quasi

[1:05:09] in die Nähe zu Jesus selbst zurück und

[1:05:14] das zeigt uns, dass Konstantin allem, was

[1:05:18] wir sehen, und wir können sein Herz nicht

[1:05:19] beurteilen, müssen wir mit einem Urteil

[1:05:21] vorsichtig sein.

[1:05:26] Nach allem, was wir sehen, können das Christentum, die Botschaft von Jesus, das

[1:05:28] Evangelium nicht wirklich verstanden

[1:05:31] hatte. Ganz im Gegenteil, er ist

[1:05:33] wahrscheinlich benutzt hat als eine

[1:05:35] Propaganda-Maßnahme, die er dann

[1:05:37] irgendwann teilweise selbst aufgezogen

[1:05:39] hat und von der durchaus fasziniert

[1:05:41] gewesen ist als eine Propaganda-Maßnahme

[1:05:43] zu seinem eigenen Ruhm und damit

[1:05:45] eigentlich letztendlich Eigenschaften

[1:05:47] zeigte, die schon Jahrtausende zuvor im

[1:05:51] Himmel zum Fall von Luzifer geführt

[1:05:55] haben.

[1:06:00] Eusebius von Cäsarea war dann eingeladen im Sommer 336 in

[1:06:03] Konstantinopel bei der 30-jährigen Thron-

[1:06:06] Jubiläumsfeier von Konstantin dabei zu

[1:06:09] sein. 30 Jahre lang war er jetzt Kaiser

[1:06:13] oder Augustus gewesen und erhielt

[1:06:15] ebenfalls eine Lobrede. Er war dort

[1:06:19] anwesend als Botschafter aus der ganzen

[1:06:21] Welt kamen, aus Libyen weit unten im

[1:06:25] heutigen Äthiopien, aus Indien und aus

[1:06:28] den fernen Gebieten des Nordens sandten

[1:06:30] die Barbaren ihren Geschenke. Ihre

[1:06:32] Geschenke. Konstantin erschien so etwas

[1:06:35] wie der Weltherrscher oder Cäsar war

[1:06:39] geblendet von der Macht, geblendet von

[1:06:41] dem Reichtum, geblendet auch von den

[1:06:43] Privilegien, die als Christ jetzt unter

[1:06:46] Konstantin genoss. Und so lobte er diesen

[1:06:50] christlichen Kaiser über alle Maßen. Hier

[1:06:54] sehen wir, was er es sagt. Er sagte, er

[1:06:57] wolle keine gewöhnliche Lobesrede halten,

[1:07:00] wie das sonst immer getan werden. Er

[1:07:02] wolle die frommen Tugenden des

[1:07:04] Herrschers betonen, nicht seine Kriege und

[1:07:07] nicht seine Gesetze loben, sondern die

[1:07:10] Taten, die er Gott zu Ehren getan habe.

[1:07:13] Aber das Bemerkenswerte ist, dass

[1:07:15] Eusebius, der Theologe, der Bischof von

[1:07:19] Cäsarea, hier eine Lobesrede auf den so

[1:07:23] meint man ja, und so muss man anhand der

[1:07:26] Quellen ja auch sagen, christlichen,

[1:07:28] vermeintlich christlichen oder nominell

[1:07:31] christlichen Kaiser hält, aber eine solch

[1:07:34] philosophische Sprache verwendet, dass er

[1:07:37] die Worte Jesus oder Christus so gut wie

[1:07:40] gar nicht gebraucht und gar nicht

[1:07:42] vorkommt. In der ganzen Lobesrede, also

[1:07:44] Eusebius hält diese Rede, so als ob es

[1:07:47] mehr quasi eine monotheistische Religion

[1:07:51] ist, im allgemeinen Sinne, die der

[1:07:54] Konstantin hier entsprechend fördert. Und

[1:08:01] dabei sagt er Dinge, die wirklich extrem

[1:08:03] bedenklich sind.

[1:08:04] Er vergleicht Konstantin mit dem Erlöser

[1:08:08] selbst. Er bereite nämlich Konstantin die

[1:08:12] Menschen auf das Reich Gottes vor und

[1:08:16] die Monarchie sei ein Spiegel des

[1:08:19] Himmelreiches, wie wir das schon auch

[1:08:21] vorhergesehen haben. Diese Idee, dass ein

[1:08:23] Gott im Himmel einem Kaiser auf Erden

[1:08:27] entspricht, eine Idee, die dann auch für

[1:08:30] die kommenden Jahrhunderte noch von

[1:08:32] großer Bedeutung werden würde.

[1:08:34] Es versteht sich sogar zu der Behauptung,

[1:08:37] dass die Länge der Regierung Constantins,

[1:08:39] diese 30 Jahre jetzt, eine Entsprechung

[1:08:42] sein der ewigen Herrschaft des

[1:08:45] göttlichen Wortes. Damit ist natürlich

[1:08:46] Jesus gemeint. Also hat der Sohn Gottes,

[1:08:49] das heißt, denn Johannes 1, fast alles:

[1:08:51] "Im Anfang war das Wort, das Wort war bei

[1:08:53] Gott, und das Wort war Gott." Dieses Wort

[1:08:55] ist ewig. Und entsprechend sagt alles so,

[1:08:57] wie das Wort ewig ist, so hast auch du,

[1:08:59] Konstantin, schon so lange regiert. Und er

[1:09:02] behauptet hier, dass Konstantin den Schmutz des gottlosen Irrtums aus seinem

[1:09:07] Königreich auf Erden entfernt habe.

[1:09:11] Konstantin Lobhudelei, obwohl wir anhand

[1:09:14] dessen, was wir aus anderen Quellen

[1:09:16] wissen, die Fakten kennen und wissen, dass

[1:09:18] wissen die Fakten kennen und wissen, dass Konstantin eben nicht das Heidentum ausgerottet hat, sondern eher auf eine Transformation und Synthese hingearbeitet hat. Konstantin sei Gottes Antwort gewesen auf die Verfolgung der Christen. Das ist ja das Motiv, das sozusagen sich dann auch über Jahrhunderte weiter erhalten hat. Und er habe den Monotheismus eingeführt. Seine Soldaten beten zum himmlischen Gott und sie kämpfen unter dem Zeichen des Chi-Rho. Warum ist die Standarte mit diesem Chi-Rho, das wir kennen gelernt haben in dem Zusammenhang mit der Schlacht an der Milvischen Brücke?

[1:09:58] Es kam das Jahr 337 und Konstantin machte sich auf den Weg, und zwar zu einem der größten Feldzüge, die er jemals geplant hat, zu einem Feldzug gegen die Perser, die ja, wie wir gesehen haben, wieder an den Grenzen, den Grenzgebieten in Armenien aktiv geworden waren. Was genau er vorhatte, ist nicht ganz klar, aber wie wir schon gesehen haben, hat er wahrscheinlich geplant, das Perserreich einzunehmen und entsprechend noch mehr zu vergrößern. Es gab ja auch viele Christen außerhalb, östlich des Römischen Reiches, zum Beispiel die in Persien lebten, für die er sich ja auch vorher schon diplomatisch eingesetzt hatte und ihr vielleicht auch in sein großes, quasi christliches Reich integrieren wollte.

[1:10:42] Er macht auf dem Weg einen Umweg und zwar über Palästina. Es ist wohl vermutet worden, dass er jetzt bei dieser Gelegenheit im Jordan getauft werden wollte, so wie Jesus, möchte man vielleicht hinzufügen. Doch daraus wurde nichts, denn nach ungefähr 80 Kilometer Marsch wurde er schon in der Nähe von Nikomedia, also noch in Kleinasien, schwer krank. Der geplante christliche Kreuzzug gegen die Perser fiel aus. Stattdessen war Konstantin jetzt sterbenskrank.

[1:11:23] Er hat dann vor dem Schrein des Märtyrers Lukianos intensiv gebetet um Vergebung seiner Sünden. Gebetet jetzt und wollte dann Katechumen werden, was bedeutet, dass er jetzt sich auf die Taufe vorbereiten wollte. Er war ja die ganze Zeit gar nicht eigentlich Mitglied der christlichen Kirche gewesen, hatte nicht einmal sozusagen Unterricht bekommen. Denn das Katechumenat war eigentlich eine etwa dreijährige Vorbereitung, die man durchlaufen musste, ein Bibelstudium, bevor man überhaupt getauft werden konnte. Das wollte er jetzt, obwohl natürlich wusste, dass er drei Jahre gar nicht mehr Zeit hatte, die Bibel wirklich so zu studieren.

[1:11:57] Auch in den letzten Metern seines Lebens wollte er dann noch ganz offiziell getauft werden. Das übrigens etwas, was oft passiert ist, dass Menschen mit ihrer Taufe gewartet haben bis kurz vor's Ende. Lag unter anderem an der irrigen Auffassung, wie der Bibel nicht entspricht, dass wenn man einmal getauft ist, sozusagen, wenn man dann wieder abfällt, dass man dann irgendwie verloren ist oder so. Man hat immer Angst gehabt, dass man da nicht so heilig leben kann nach der Taufe und hat gewartet bis kurz vor dem Schluss und dann sozusagen ganz rein gewaschen zu sein. Das ist natürlich ein falsches Verständnis von der Taufe grundsätzlich.

[1:12:37] Und die Taufe ist ja ein öffentliches Bekenntnis dazu, dass ich mit Jesus leben möchte und Schritt für Schritt an seiner Hand gehe. Und auch wenn ich falle, wird er mir wieder aufhelfen. Und wenn ich sündige und meine Sünde bekenne und bereue, auch nach der Taufe, ist haben wir einen Fürsprecher im Himmel, Jesus Christus, den Gerechten. Und er rechtfertigt uns, reinigt uns von aller Ungerechtigkeit, wie 1. Johannes 1, 9 und 21 sagen. Aber das war so ein bisschen auch eine Mode der damaligen Zeit, bis zum letzten Moment zu warten, weil man dann glaubte, damit an getauft, das Sündenregister aufzunehmen.

[1:13:15] Und das zeigt so ein bisschen, das Evangelium gar nicht wirklich verstanden worden ist, auch von Konstantin nicht. Und gewisser Weise auch eine tragische Sache, denn hätte er sich gleich von Anfang an wirklich an Jesus gewandt und wäre mit Jesus gegangen, hätte versucht, sein Leben Jesus zu übergeben, Tag für Tag, wie anders wäre sein Leben verlaufen? Da wäre er nicht so berühmt geworden, wäre vielleicht nie der Held geworden, der in den Augen vieler dann gewesen ist. Hätte er wäre von vielen Fehltritten bewahrt geworden und hätte ein viel glücklicheres Leben gehabt.

[1:13:50] Er wird dann getauft und zwar tatsächlich von Eusebius von Nikomedia, der solche marianischen Tendenzen hatte. Leider im Grunde genommen eigentlich quasi ein Arianer war, was dann steht die Jahrhunderte immer so ein Stachel im Fleisch vieler Christen gewesen ist, dass ausgerechnet ihr Konstantin sich von einem quasi arianischen Bischof hat taufen lassen. Und dann die Frage sich stellte: Galt die Taufe überhaupt? Denn viele Christen glaubten damals, wenn ein ihr Lehrer tauft oder entsprechend etwas tut, dann ist das ganz ungültig.

[1:14:25] Konstantin hat das nicht so gesehen, aber einfach noch getauft werden. Er kam dort in strahlendem Weiß zu seiner Taufe. Und es ist eine Ironie der Geschichte, dass er Konstantin, der das Konzil von Nicäa einberufen hat und dort auch entsprechend durchgesetzt hat, der so viel mit Arius hin und her debattiert hat und da versucht hat, Einigkeit zu bewirken, der immer wieder auch eingegriffen hat in diese Diskussionen, der am Ende auch letztlich überzeugt war aufgrund des Todes von Arius, dass er sich dann von diesem arianischen Bischof hat taufen lassen.

[1:15:02] Und dann am 22. Mai 337 starb Konstantin in der Villa an einem 22. Mai gegen Mittag. Was ein Leben aus. Die Bibel sagt denn: Was hilft es den Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Konstantin hat so ziemlich alles gewonnen, was er militärisch gewinnen konnte. Er hat das gesamte Römische Reich von hat nie wirklich eine Schlacht verloren. Hat er das ewige Leben gewonnen?

[1:15:51] Die Bibel sagt uns, dass alle menschliche Herrlichkeit und aller menschliche Ruhm vergänglich ist. Jesaja 40 sagt: "Es spricht eine Stimme: Verkündige! Und er sprach: Was soll ich verkündigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Anmut wie die Blume des Feldes. Das Gras wird verdorren, die Blume fällt ab, denn der Hauch des Herrn ist darüber gewehrt. Wahrlich, das Volk ist Gras. Das Gras verdorrt, die Blume ist abgefallen, aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit."

[1:16:17] Konstantin hat versucht durch Propaganda, durch Fälschungen, durch Blendwerk seinen Ruhm auf ewig sicherzustellen. Aber die Stadt, die er gegründet worden ist, ist später auch, wenn es 1000 Jahre später war, erobert worden und dann ein Zentrum des Islam geworden. Die Gebäude, die er gebaut hat, sind größtenteils abgebrochen. Die Säule ist nur noch zur Hälfte da. All der Ruhm des Konstantin, von dem die Menschen damals dachten, dass er Christus gleich sei, ist im Staub.

[1:16:49] Heute haben viele Forscher erkannt, dass der vermeintlich christliche Kaiser ein guter Propagandist war. Er ist durchschaut worden und viele Theologen, die auf ihn reingefallen sind oder die ihn unterstützt haben, stehen ähnlich diskreditiert da. Wenn wir versuchen, durch unlautere Mittel uns gut darstellen zu lassen, wenn wir versuchen, uns selbst zu rühmen, dann werden wir am Ende scheitern.

[1:17:13] In Lukas 9 steht: "Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach." Die Nachfolge Jesu besteht nicht darin, große Visionen zu hören. Sie besteht nicht darin, einfach nur Geld zu geben für die Christen. Sie besteht nicht darin, einfach nur auf Einheit zu dringen. Sie besteht darin, durch Macht und Einfluss irgendwie Gutes bewirken zu wollen.

[1:17:42] Sie besteht darin, sich selbst zu verleugnen und Jesus täglich zu folgen. Das sind die wahren Nachfolger Jesu, die sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern die Jesus in den Mittelpunkt stellen in allem, was er tut, und die sich selbst verleugnen. Das sind die wahren Helden, die im Himmel hoch angesehen sind. Alles Gold und Silber, alle prächtigen Bauten, alle großen Investitionen, Kirchen sind in Gottes Augen nichts wert, wenn sie nicht verbunden sind mit einer echten Herzensbekehrung.

[1:18:15] Und diese Herzensbekehrung steht uns allen offen. Auch dem Konstantin stand sie offen. Matthäus 11, Vers 28 sagt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht."

[1:18:43] Lieber Freund, liebe Freundin, wir haben uns das Leben von Konstantin angeschaut und haben gesehen, welche große Bedeutung für die Geschichte er gehabt hat, dass viele wichtige Weichenstellungen in seiner Zeit geschehen sind. Aber wir werden feststellen, in der nächsten Folge, dass viele dieser Weichenstellungen auch negative Folgen haben. Konstantin war nach allem, was man äußerlich beurteilen kann, ein glanzvoller Christ, aber gemessen an dem Wort Gottes hält sein Leben in vielen Punkten nicht stand.

[1:19:19] Dabei wäre die Sache so einfach gewesen und sie ist so einfach für jeden einzelnen von uns. Wir können zu Jesus kommen, die wir sind mühselig beladen, und er wird uns neues Leben schenken. Er macht uns sanftmütig und demütig, weil wir von ihm lernen können. Und dann wird unser Leben das seinen gleichen. Und zwar nicht, weil Lobredner in polierten Phrasen das sagen, sondern weil die Taten das offenbaren.

[1:19:59] Wer das Leben von Konstantin anschaut, der fühlt sich nicht unbedingt an Jesus von Nazareth erinnert, auch wenn das seine Lobredner so behaupteten. Möge unser Leben durch Gottes Geist erfüllt sein, irgendwie täglich Jesus folgen, so dass unser Leben, wenn Menschen das sehen, tatsächlich dem Leben von Jesus ähnelt. Denn sein Joch ist sanft und seine Last ist leicht. Er lädt uns alle ein, zu ihm zu kommen, wie wir sind. Nicht das äußerliche, nicht das falsche, nicht das heuchlerische zu sehen, sondern das wahre Evangelium, dass Gott Mensch wurde und am Kreuz von Golgatha den Preis bezahlte für deine und für meine Sünden.

[1:20:51] Wenn wir ihm das glauben und uns an ihn klammern und mit ihm gehen, dann wird er durch seinen Heiligen Geist unser Leben völlig verändern. Denn die Bibel sagt: "Darum, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden." Diesen Neuanfang wünsche ich dir, lieber Freund, liebe Freundin.

[1:21:27] Doch heute Jesus als deinen persönlichen Erlöser an. Nicht deine guten Taten, die du vielleicht der Kirche gegenüber tust, werden es sein. Nicht ein eigener Ruhm, mit dem du dich selbst schmücken möchtest, sondern das, was Jesus am Kreuz von Golgatha für dich getan hat. Das ist ein ewiges Leben.

[1:21:52] Nächstes Mal werden wir uns Gedanken machen, wie das Leben von Konstantin bis in unsere Zeit, die Weltgeschichte geformt und geprägt hat. Wir werden sehen, wie Elemente seines Lebens, seiner Regierung und seiner Zeit auch in biblischer Prophetie wieder auftauchen und wir werden sehen, was wir aus all dem für unsere Zeit lernen können. Ich wünsche dir, lieber Freund, liebe Freundin, dass du den wahren Jesus, den biblischen Jesus kennen lernst, ihm folgst und ihm vertraust.

[1:22:28] Würde gern zum Schluss mit dir ein Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir uns über das Leben von Konstantin Gedanken machen konnten, um zu sehen, was Wahrheit und was Irrtum ist. Dass hier nicht einer populären Fassung des Christentums hinterher rennen, sondern das wahre Christentum, den wahren Jesus, das wahre biblische Wort erkennen. Daher darum bitten wir dich und danken dir, dass du es in uns bewirken wirst, im Namen Jesu. Amen. Gottes Segen bis zum nächsten Mal.


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