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In einer Welt voller Unsicherheit und Umbrüche stellt sich Christopher Kramp der drängenden Frage nach Krieg oder Frieden. Diese Predigt bietet Orientierung und ermutigt, inmitten kopfloser Zeiten Hoffnung und Zuversicht zu finden. Entdecken Sie, wie wir in unsicheren Zeiten Trost und eine neue Perspektive gewinnen können.

 

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Serie: Predigten

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Transkript

[0:03] Herzlich willkommen. Schön, dass Sie, dass ihr wieder da seid zum dritten Abend unserer kleinen Serie "Zeitenwende – Hoffnung für den Kraichgau". Darf ich mal sehen, wer schon an allen drei Abenden da gewesen ist? Doch einige. Und wer heute zum ersten Mal da ist? Auch einige. Wunderbar. Und da hinten kommen noch mehr. Ich freue mich sehr. Das Thema heute ist ein topaktuelles und ein super wichtiges. Und ich glaube, am Ende werden wir heute nach Hause gehen und sehr ermutigt sein und sehr erbaut sein, weil es eigentlich, obwohl der Titel "Krieg oder Frieden" ist, ein sehr schönes Thema ist. Ich würde gern am Anfang mit einem Gebet starten und wir können gerne dazu sitzen bleiben.

[0:59] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du heute an diesem Tag uns schon in ganz verschiedener Art und Weisen gesegnet hast, dass du zu uns gesprochen hast und dass wir heute Abend noch einmal über dich nachdenken dürfen, dass wir Fragen aufgreifen können, die viele Menschen bewegen, die uns alle bewegen und dass wir in deinem Wort Trost und Orientierung, Hoffnung und Zuversicht finden dürfen. Wir möchten dich bitten, dass ganz egal, ob wir schon lange im Glauben sind oder ganz frisch am Anfang stehen und Interesse haben, dass wir alle heute etwas mitnehmen können, dass wir alle heute gestärkt werden und unseren Blick erneut auf dich richten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:58] Krieg oder Frieden? Diese Frage stellten sich vor wenigen Wochen die Menschen in Grönland. Bis vor kurzem hatte man ja kaum geahnt, dass dort überhaupt Menschen leben, oder? Man hatte gedacht, da leben nur Eisbären und Walrosse und die wenigen 50.000, 100.000 Mann, das sind ja weniger als im ganzen Kraichgau, nicht? Die haben wahrscheinlich nie damit gerechnet, dass einmal die gesamte Weltbevölkerung wie gebannt auf dieses riesige Stück Eis schaut und sich die Frage stellt: Werden die Amerikaner jetzt einfach zuschlagen oder werden die Grönländer weiter in Frieden leben? Momentan sieht es ja eher nach Frieden aus.

[3:01] Keiner von uns weiß, was die Zukunft bringt. Aber eins ist sicher, wir leben in Zeiten, wo der Frieden nicht garantiert ist. Wir leben in Zeiten, in denen Krieg und Verbrechen, die mit dem Krieg zusammenhängen, viele Teile der Welt direkt oder indirekt betreffen.

[3:29] Diese Bilder haben wir noch nicht vergessen. Egal, ob es der Ukrainekrieg ist oder der erst vor kurzem mehr schlecht als recht beendete Gaza-Krieg, der ja immer noch so ein bisschen brodelt. Dank der heutigen Technik ist es möglich, das Leid der Menschen quasi in das eigene Wohnzimmer gestreamt zu bekommen. Und ich glaube, wir alle sind sehr froh, dass wir hier in einem Land leben, wo es noch Frieden gibt.

[4:19] Wie lange wird das so bleiben? Ich hab gestern schon kurz angedeutet. Als ich zur Schule ging, als ich studiert habe, als ich so aufgewachsen bin, war der Gedanke, dass einmal Krieg unser Land betreffen könnte, so unvorstellbar, oder? Ich erinnere mich noch ganz gut, als die Politik darüber debattierte, warum brauchen wir überhaupt eine Bundeswehr? Für die paar kleinen Auslandseinsätze, wenn man irgendwo chirurgisch da mal eine Terrorzelle ausheben will oder irgendwo ein bisschen humanitäre Hilfe unterstützen will, da reicht doch so eine kleine Sondertruppe, oder? Man hat das alles reduziert. Im Glauben, wie mal ein Historiker meinte, die Geschichte sei zu Ende. Diese Geschichte von Kriegen auf und ab. Ja, das geht es vielleicht noch irgendwo in Afrika oder irgendwo im Nahen Osten, aber hier in Europa, da sind wir mit durch, oder? Dass ein Land, das andere überfällt, um Territorium zu erobern, das ist nicht mehr, das wird nicht mehr passieren.

[5:33] Muss ich ja nichts erzählen. Die Lage hat sich dramatisch geändert. Und viele Menschen fragen sich: Kommt das vielleicht alles wieder? Und wenn es wiederkommt, wie wird das dann sein? Nun, Krieg ist nicht nur etwas, was irgendwie in der Zukunft am Horizont uns dämmert oder drohen könnte. Ich habe mal nachgeschaut, was im vergangenen Jahr, weil dieses Jahr ist noch relativ kurz, das hat erst ein paar Wochen, was es im vergangenen Jahr alles so an Kriegen gab. Und wir werden gleich feststellen, da gibt es einige, von denen sind wir gut unterrichtet, mit denen sind wir sozusagen bombardiert worden in den Nachrichten und andere, die kriegt man meistens gar nicht so mit.

[6:26] Den kennen wir alle, oder? Den Ukrainekrieg, der uns so in Atem versetzt seit etwa vier Jahren. Der Gaza-Krieg ganz genauso. Aber schon beim Bürgerkrieg in Myanmar wissen wir kaum so richtig, was da eigentlich los ist. Aber auch dort sterben Menschen und noch viel mehr leiden unter den Folgen. Der Drusenaufstand in Südsyrien, die Krise am Roten Meer. Da kriegen wir manchmal was mit, weil unsere Soldaten dort auch auf den Schiffen bei Somalia mitstationiert sind. Der die kongolesischen Bürgerkriege, da wird auch scharf geschossen. Die islamistischen Sahel-Aufstände. Vielleicht hören wir davon nicht so viel, weil es da nicht so viel Rohstoffe gibt, die Gegend nicht so geopolitisch interessant für uns ist, aber das Leid ist dort nicht geringer. Mexikanische Drogen, der mexikanische Drogenkrieg, der wird tatsächlich international als Krieg klassifiziert, weil so viele Menschen sterben und weil dort tatsächlich bewaffnete Gruppen kriegsähnlich operieren. Der sudanesische Bürgerkrieg, den gibt's übrigens sowohl im Sudan als auch im Südsudan, der Amhara-Äthiopien, der Kolumb-kolumbianisch-venezolanische Konflikt und dieses Jahr hat er dann schon noch mehr Konflikte in Venezuela uns gezeigt. Konflikte in Afghanistan, Bürgerkrieg in Somalia, Konflikte in Nigeria, Bürgerkrieg in Jemen, Drogenkrieg in Ecuador, Krise in Haiti.

[8:08] Diese Welt ist voll von Krieg. Und nicht alles davon kriegen wir mit. Vielleicht auch ganz gut so. Wir würden das wahrscheinlich, wenn wir alles in Echtzeit ständig nur hören und sehen würden, wir würden es wahrscheinlich gar nicht fassen können.

[8:27] Aber das sind nicht nur die Kriege, die den Leuten Angst machen. Manch einer hat auch Angst vor den Folgen dessen, was viele Forscher als Klimawandel beschreiben. Und hier im Kraichgau ist vielleicht die Furcht nicht ganz so groß, der Meeresspiegel so hoch wird, dass er hier die Hügel bedeckt, wird noch einige Zeit vergehen. Aber in manchem Inselstaat im Südpazifik oder in den Niederlanden oder in Dänemark, da zittert man schon ein bisschen mehr, wo der Meeresspiegel, wenn er ein bisschen steigt, vielleicht schon katastrophale Folgen haben könnte.

[9:06] Kriege, Naturkatastrophen, Zollpolitik kann einem auch ganz schön die Abendnachrichten verderben. Weiß nicht, wer von uns so direkt davon betroffen ist, aber wir alle spüren auch in den vergangenen Jahren, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten auch an unserem Portemonnaie so ein bisschen zehren. Und dann ist da noch die KI. Wir werden nächste Woche am Donnerstag ein bisschen ausführlicher uns darüber noch Gedanken machen. Man ist ja ganz begeistert, dass man jetzt auf alles eine Antwort hat, oder? Man muss nur ab und zu gucken, ob die Antwort überhaupt stimmt.

[9:56] Und der Gedanke von der KI ist ja auf der einen Seite ganz praktisch, auf der anderen Seite auch ein bisschen furchteinflößend. Mein Professor in Tübingen, der hat diese düstere Vision, dass irgendwann einmal die KI mal richtig logisch überlegt und anfängt nachzudenken, was ist eigentlich auf diesem Planeten das Hauptproblem? Und dann nach kurzer Bedenkzeit auf den Schluss kommt: Der Mensch.

[10:28] Ja, das ist ja schön. Es ist ja nicht umsonst, dass führende KI-Entwickler schon ziemlich bald, nachdem die ganzen Quellcodes im Internet kursierten, ziemlich schnell gewarnt haben, dass das Ganze auch ziemlich aus dem Ruder laufen könnte.

[10:47] Ich glaube, die Folie mache ich schnell weiter, oder? Sonst kriegen wir noch ein Flashback, ein katastrophales Déjà-vu. Nein, ich werde das Wort nicht sagen, aber es hat uns auch alle ganz schön mitgenommen, oder? Ich glaube, die Gesellschaft hat immer noch so ein Kollektivtrauma und weiß gar nicht so richtig, wie sie das aufarbeiten soll. Es war ja auch eine Zeit, in der wir mitbekommen haben, nicht alles, was um 20 Uhr über die Mattscheibe flimmert, ist vielleicht das, was wirklich gerade relevant ist für mein Leben. Es war eine Zeit, wo jeder den Forscher in sich entdeckt hat, manchmal mit etwas wenig Gründlichkeit, nicht wahr, aber jeder hat mal gesucht, was denn so die einzelnen Experten hier und dort sagen. Und das hat dazu geführt, dass gerade verschiedenste Medien populär geworden sind.

[11:47] Eins ist sicher, für viele Menschen sind die letzten Jahre irgendwie ein Weckruf gewesen. Viele Menschen beschreiben, mit denen ich gesprochen habe, dass so die letzten Jahre mit all den Ereignissen, ob das jetzt Kriege sind oder diese diese unsägliche Krise mit C oder die finanziellen Dinge, die uns so belasten, dass Menschen, vor allem, wenn sie ein bisschen vielleicht noch das Internet aufmachen und sich durch YouTube hindurch äh forschen, irgendwie den Eindruck haben: Ich bin aufgewacht. Als ob ich aus einem langen Schlaf plötzlich realisiere: Irgendwas stimmt hier nicht.

[12:32] Eine kopflose Zeit, in der wir leben. Wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir nicht den Eindruck, dass die Politiker die Köpfe sind, die uns rausholen, oder? Eine kopflose Zeit. Menschen haben den Eindruck: Hier stimmt was nicht.

[12:51] Der erste Bibelvers, mit dem ich heute anfangen möchte, ist einer, der so gar nicht in dieses Krisen-, Angst-, Panik-Szenario passt, das uns überall begegnet und auf uns einströmt. Jesus sagte einmal, und zwar im Kontext dessen, was die Bibel die Endzeit nennt. Im Kontext der Dinge, die am Ende der Zeit eine Rolle spielen werden, sagte Jesus: "Euer Herz erschrecke nicht." Heißt auf Deutsch: "Hab keine Angst."

[13:31] Heute kann man mit der Angst, vor allem auch mit dem Weltuntergang, dem Weltzusammenbruch, dem finanziellen Börsencrash, der immer für die nächsten vier Wochen vorhergesagt wird, wo man noch schnell seine Schäfchen ins Trockene bringen soll. Ich war, ich werde ständig mit irgendwas bombardiert in sozialen Medien, ich warte, bricht gleich alles zusammen und ganz schnell. Man kann mit diesen Dingen ganz viel Geld machen und ganz viele Leute irgendwie äh in die Panik treiben. Jesus war von einem ganz anderen Kaliber. Jesus hat gesagt: "Hab keine Angst, euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt, ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten."

[14:21] Und dann kommt eine der schönsten Bibelstellen überhaupt. Eine einfache, leichtverständliche Aussage, die unfassbar weite Auswirkung hat. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder. Das ist kein Gleichnis, wo man erst überlegen muss, was bedeuten die Symbole? Das ist keine prophetische Schau, wo irgendwelche Metaphern verwendet werden. Das ist so buchstäblich, wie man es nur buchstäblich ausdrücken kann. Jesus sagt: "Ich komme wieder."

[15:06] Interessanterweise gibt es heute, ich weiß gar nicht, irgendwie bei einer Milliarde Christen, Menschen, die sagen, dass sie Jesus Christus nachfolgen, Kirchen über Kirchen, aber nur sehr wenige reden von der Wiederkunft Jesu. Wenn es um das Christentum geht, schaut man meistens in die Vergangenheit. Man schaut auf das Leben Jesu, was er gesagt hat, was er getan hat, dass er gestorben ist, wenn die christlichen Prediger dann gläubig sind, dass er auferstanden ist. Dann spricht man über die Werte, mit denen man heute die Gesellschaft segnen möchte. Aber über die Wiederkunft hört man oft sehr wenig bis gar nichts.

[15:50] Jesus sagt: "So komme ich wieder. Habt keine Angst."

[16:00] Es gibt bei der Wiederkunft ein paar entscheidende Fragen. Die wichtigste vielleicht in unseren Augen ist: Wann? Wann kommt denn Jesus wieder? Nicht w Zeit vergangen. Wann kommt Jesus wieder? Eine andere interessante Frage ist die Frage: Ja, wie kommt er wieder? Und dann gibt's noch die vielleicht am wenigsten bedachte und aus meiner Sicht die wichtigste Frage, nämlich warum kommt er eigentlich wieder? Und heute Abend wollen wir uns diesen drei Fragen kurz widmen. Wollen uns die Frage stellen: Wann kommt Jesus wieder? Ja, richtig zugehört. Wir werden uns die Frage stellen: Wann kommt Jesus wieder? Zweitens wollen wir uns die Frage stellen: Wie kommt Jesus wieder? Und drittens wollen wir uns die Frage stellen: Warum kommt er wieder?

[16:55] Fangen wir an mit der ersten, mit der drängenden Frage: Wann kommt Jesus wieder? Die Frage ist gar nicht so jung. Seine eigenen Jünger haben sie gestellt in Matthäus 24: "Sage uns, wann wird dies geschehen und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft sein? Wann kommst du wieder? Sag uns, woran können wir es erkennen, damit wir es nicht verpassen, nicht verschlafen? Wann kommst du wieder?"

[17:21] Ich weiß nicht, was deine Lieblings, dein Lieblingsmotiv im Kraichgau ist. Wenn du eine Instagram-Foto machen solltest von der schönsten Sehenswürdigkeit in Kraichgau, vielleicht ist es ja das Wasserschloss in Menzingen. Oder ich bin da gestern gewesen, habe mir das selbst angeschaut und ganz beeindruckend. Vielleicht würdest du sagen: Nein, nein, nein. Wenn man in Kraichgau gewesen ist und irgendwie ein tolles Bild machen wollte für die Ewigkeit, dann müsste man eines dieser schönen Fachwerkhäuser fotografieren, oder? Darauf sind wir stolz hier vielleicht in Kraichgau. Das sind die Gebäude, an die man sich erinnern sollte, wenn man in Kraichgau gewesen ist. Ein schönes Fachwerkhaus.

[18:12] Sowas ähnliches gab es auch in Jerusalem. Das war nicht das Wasserschloss in Menzingen, das war nicht ein Fachwerkhaus, das war ein Tempel. Wenn man in Jerusalem damals schon Handys gehabt hätte, man hätte Scharen von griechischen, römischen, syrischen, ägyptischen Touristen gesehen, die alle mit so einem Handy und Selfie für das antike Insta so ein Foto gemacht haben: "Ich war beim Tempel." Wenn es einen Reiseführer für Jerusalem gegeben hätte, wäre auf jeden Fall der Tempel drauf gewesen, so wie die Freiheitsstatue auf dem Reiseführer für New York ist, der Eiffelturm auf dem Reiseführer für Paris und vielleicht das Wasserschloss auf dem Reiseführer für Kraichgau. Nicht wahr?

[19:02] Man sagt, dass es im gesamten römischen Imperium kaum ein anderes Gebäude gab, das so weltberühmt war. Die Leute sind tatsächlich schon damals nicht mit dem Flugzeug, sondern zu Fuß oder mit Kutschen und mit einfachen Hilfsmitteln nach Jerusalem gereist, um sich das mal anzuschauen.

[19:28] Ich weiß nicht, wie dir es gehen würde, wenn Scharen von Japanern und Amerikanern und Südafrikanern hier nach Kraichgau kommen würden, weil sie alle einmal dieses Wasserschloss fotografieren wollen. Oder da wird man schon ein bisschen stolz oder sagt: Ja, so ging es den Jüngern. Sie sind da mit Jesus in Jerusalem und sagen: "Schau doch mal." Also fast klingt das so, wie: "Wollen wir mal ein Gruppenfoto machen jetzt, wo wir hier beim Tempel sind?"

[19:59] Sie kamen zu Jesus und sie zeigten ihm die Gebäude des Tempels. Und natürlich nicht, weil Jesus noch nie dort gewesen war, sondern sag: "Schau mal, ist das nicht gigantisch? Ist nicht toll. Immer wieder beeindruckend, wenn wir hier sind. Dieser Tempel, großartig."

[20:16] Und Jesus hat sie angeschaut und hat ihnen etwas ziemlich Bemerkenswertes gesagt. Er sagt: "Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird." Das war für die Jünger ein ziemlicher Schock. Also vor allem, weil die Steine auch ziemlich groß waren. Also das muss man erstmal hinkriegen, die alle da irgendwie ein Stein auf dem anderen nicht mehr, dass er bleibt.

[20:46] "Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird." Für die Jünger war klar, das kann nur der Jüngste Tag sein. Das kann nur das Ende der Welt sein. Denn wie soll eine Welt aussehen ohne den Tempel in Jerusalem? Unvorstellbar, oder? Nun, die Geschichte lehrt uns, die Welt kam auch ohne den Tempel in Jerusalem aus. Der wurde zerstört im Jahre 70 nach Christus. Die Welt ist auch weitergegangen, aber für die Jünger war das irgendwie so, das muss das Ende sein. Und so stellen sie diese Frage: "Wann wird das sein? Was ist das Zeichen deiner Wiederkunft?"

[21:28] Das Interessante ist, was Jesus als allererstes sagt. Er sagt: "Habt acht." Wenn man sagt: "Habt acht", was bedeutet das? Achtung, rotes Warndreieck. Pass auf.

[21:45] "Habt acht, dass euch niemand verführt." Offenbar ist es möglich beim Thema der Wiederkunft Jesu schwer verführt zu werden. Es ist möglich, in die Irre geführt zu werden, wenn es um die Frage geht, wann, wie, warum Jesus wiederkommt. "Habt acht, dass euch niemand verführt."

[22:10] Darf ich dich fragen, bist du verführt? Ich habe noch niemand jemals jemand getroffen, der von sich sagte: "Ganz ehrlich, ich glaube, ich bin verführt. Ich glaube, ich liege falsch." Mal jemand getroffen, der gesagt hat: "Ich glaube, ich liege richtig falsch." Nein, das das Schlimme an der Verführung ist, dass Verführte nicht merken, dass sie verführt sind. Oder sie haben ja alle recht, oder? War jemand getroffen, der nicht recht hatte?

[22:38] Es ist gar nicht so einfach, nicht verführt zu sein. Man kann offenbar nicht auf den eigenen Eindruck sich verlassen. Das einzige Mittel, der einzige Maßstab, der quasi außerhalb von mir immer wieder Licht auf meinen Weg werfen muss, damit ich mich sozusagen kalibrieren kann, damit ich sozusagen verstehe, bin ich auf dem richtigen Weg. Das ist dieses Buch hier.

[23:05] Jesus sagt: "Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat." Heute gibt es viele Menschen, die glauben an Jesus, wie es ihr Herz ihnen sagt. Sie glauben an Jesus, wie es die Tradition schon seit Jahrtausenden oder seit Jahrhunderten so gelehrt hat. Sie glauben an Jesus, wie es irgendein anderer Mensch ihnen beigebracht hat. Sie glauben an Jesus, wie sie sich es wünschen, dass es sein sollte. Lieber Freund, Freundin, glaube an Jesus, wie es die Bibel sagt.

[23:37] Als Jesus das erste Mal auf die Welt kam, hat der Satan versucht, die Menschen davon abzuhalten, ihn anzunehmen. Wir können sicher sein, dass Satan versuchen wird, Menschen davon abzuhalten, sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten.

[23:52] Und dann fängt Jesus an und er gibt die Zeichen, von denen die Jünger sich erbeten haben, dass er ihnen Zeichen gibt, damit sie wissen, wann es jetzt soweit ist. Was ist das Zeichen der Wiederkunft? Und Jesus fängt jetzt interessanterweise an folgendes zu sagen. Er sagt: "Es wird Kriege geben. Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören."

[24:13] Dieser Teil des Verses ist bei Predigern, die über das Weltende predigen, sehr beliebt. Wenn es um die Zeichen der Zeit geht, hört man oft von den Kriegen und den Kriegsgerüchten. Ja, Kriege ist klar, Kriegsgerüchte kennen wir auch. Grönland ist ein Kriegsgerücht gewesen. Die Ukraine war mal ein Kriegsgerücht und wurde dann ein Krieg.

[24:37] Ich weiß nicht, wie oft du vielleicht schon mal einen Vortrag gehört hast, der ungefähr so ging: "In Gaza gibt es Krieg. Jesus kommt bald wieder. Im Irak wird gekämpft. Ein klares Zeichen. Jesus kommt bald wieder." Ich habe solche Vorträge schon gehört, aber irgendwie fällt es uns oft schwer, den Vers zu Ende zu lesen. Dort steht nämlich: "Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Habt acht, erschreckt nicht, denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende."

[25:14] Das nächste Mal, dass jemand kommt und sagt: "Aber hier bricht ein Krieg aus, ein klares Zeichen, dass Jesus bald wiederkommt", darfst du sagen: "Danke. Aber mein Jesus hat in der Bibel gesagt, das ist noch nicht das Zeichen für das Ende, denn es hat schon immer Kriege gegeben."

[25:34] Als Historiker ist es unfassbar schwer, eine Zeitperiode in der Weltgeschichte zu finden, wo immer mal wo nur Frieden war. Es gibt so einen Verdacht, dass in der Zeit von Darius dem Großen, nachdem er zwei Jahre alle seine Feinde besiegt hat, für ungefähr 10 bis 15 Jahre im 5. Jahrhundert vor Christus Frieden auf der ganzen Welt war. Ist schon lange her. Es gibt so ganz seltene kleine Inseln, wo man ein paar Jahre wirklich wohl Frieden war. In der Bibel wird das angedeutet in Sacharja, wo es heißt: "Die ganze Erde ist ruhig." Aber das sind ganz einzelne Ausnahmen. Die Regel ist nicht Frieden, die Regel ist Krieg. Zur Zeit der Römer, im Mittelalter, in unserer Zeit. Kriege gibt es schon immer.

[26:29] Freilich, werden sie immer globaler. Er sagt weiter: "Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere heben und ein Königreich gegen das andere." Übrigens, für alle diejenigen, die vielleicht sich für solche Themen interessieren: Jesus wusste nichts von einer Welteinheitsregierung, die sich verschwört, um die Menschen zu unterdrücken. Jesus sprach von Nationen, die gegeneinander kämpfen. Heute wird das manchmal sehr populär gemacht, diese Idee, dass in Wirklichkeit alle Politiker unter einer Decke stecken und irgendwie so einen Weltinheitsuperplan, um die Menschen zu knechten. Das steht nicht in der Bibel.

[27:11] In der Bibel steht, dass die Völker bis ans Ende sich bekriegen werden. Sie werden an bestimmten Fragen auch versuchen, gemeinsame Sache zu machen. Das werden wir uns doch anschauen. Aber sie werden vor allem auch gegeneinander kämpfen und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Und hier ist keine Frage, das haben wir alles in Hülle und Fülle gesehen. Ich nehme das Bild schon gleich wieder weg. Es tut mir leid.

[27:36] Erdbeben. Und dann sagt Jesus folgendes: "Das alles ist der Anfang der Wehen." Wir alle wissen, was Wehen sind, oder? Ich frage in jedem Vortrag, wo ich dieses Thema behandle, immer noch mal nach, weil ich vor etlichen Jahren mal einem jungen Mann Bibelstunden gegeben habe und bei diesem Thema ihn fragte: "Du weißt doch, was Wehen sind, oder?" Er sagte: "Ja, natürlich weiß ich, was Wehen sind. Wehen sind, wenn eine Frau schwanger ist und ein Kind gebiert und dann laut ruft: Wehe, wehe!" Und ich habe gesagt: "Well, fast knapp daneben."

[28:25] Deswegen noch mal für alle: Ja, wir wissen alles, was Wehen sind, oder? Wehen haben was für eine Eigenschaft? Sie tun weh. Sie werden schneller. Da gibt es einen Intervall, der immer kürzer wird und nicht nur kommen sie dann immer schneller, sondern werden immer intensiver und heftiger.

[28:56] Als meine Frau das erste Mal schwanger war, hatte sie vorher gelesen, dass wenn man Wehen bekommt und danach ein heißes Bad nimmt, dass das irgendwie helfen soll. So, als die Wehen dann einsetzten, vier Wochen zu früh, hat sie sich erstmal in der Nacht ein heißes Bad gemacht, was die Wehen natürlich sehr beschleunigt hat, nicht? Ja, ich hatte ja keine Ahnung, ich habe das, ich kannte das ja nur vom grünen Tisch, ich habe ja nur gehört, Wehen werden schneller. Und als sie dann zu Hause saß und alle paar Minuten sich schon krümmte und meine: "Nein, das wird noch lange dauern, das wird noch lange dauern." Ich gesagt: "Also Schatz, ich glaube, wir sollten jetzt langsam zum Krankenhaus fahren, wenn du jetzt schon so schnell immer Wehen hast, nicht wahr?" Dass ich habe keine Ahnung, aber ich glaube, nein, nein, die haben immer gesagt in der Geburtsvorbereitung, dass ach, die schicken nicht wieder zurück und nicht wahr und so weiter. Wir mussten also, der Weg war 45 Minuten von Schut, wir mussten nach Tübingen fahren wegen einer besonderen Situation. Es hat fast eine Stunde gedauert und wenn wir nicht auf mein Insistieren sofort losgefahren wären, ich glaube, ich hätte das Kind noch auf der Straße zur Welt bringen müssen. Kaum waren wir da, muss sofort in Kreis, weil kurzzeitig später war das Kind schon da. Ja, das war jetzt meine Methode, den Jungs hier zu sagen, die dann später mal verheiratet sein werden: Bringt eure Frau rechtzeitig ins Krankenhaus.

[30:25] Ja, die Wehen kommen schneller, als man denkt. Aber der Punkt ist der: Jesus sagt, die Kriege und die Erdbeben und die Hungersnöte sind wie Wehen. Sie nehmen an Intensität zu. Und wenn wir das bei den Kriegen mal durchexerzieren, natürlich gab es immer schon Kriege, aber die Kriege heute mit dem atomaren Gefahrenpotenzial sind was ganz anderes, als wenn im 17. Jahrhundert da zwei Armeen auf einem Feld aufeinander geprallt sind. Die Seuchen heute haben ein ganz anderes Potenzial als früher, als man noch mit Ochsenkarren von A nach B ging. Die Verbreitung kann viel schneller geschehen.

[31:04] Das ist alles der Anfang der Wehen. Man weiß übrigens nie ganz hundertprozentig, wann das Kind kommt, oder? Man weiß nur, es ist jetzt ziemlich bald, irgendwann kommt's, nicht wahr? Aber Jesus sagt noch mehr. Er sagt: "Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen."

[31:26] Wenn wir an Christenverfolgung denken, dann denken wir meistens an das zweite Jahrhundert nach Christus, dritte Jahrhundert nach Christus, als verrückte römische Kaiser die Christen Abbestias zu den Tieren in die Tierhetzen, ins Kolosseum und anderswo haben werfen lassen. Weiß jemand von uns, welches Jahrhundert das Jahrhundert mit der größten Christenverfolgung gewesen ist? Das Jahrhundert mit der größten Christenverfolgung war das 20. Jahrhundert. Und wenn es so weitergeht und wir das Ende des 21. Jahrhunderts noch erleben sollten, dann wird das 21. Jahrhundert wahrscheinlich das 20. getoppt haben.

[32:18] Wir leben in einem Land, in dem auch in dieser Hinsicht Frieden ist. Aber weder in China, noch in Nordkorea, noch in Saudi-Arabien, dem Iran und vielen anderen Ländern der Welt, in denen es zum Teil sehr viele Christen gibt, ist das die Realität.

[32:41] Und dann sagt Jesus: "Es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen." Wir haben das ja schon vor allem im ersten Vortrag schon ein bisschen uns angeschaut. Nicht alles, was christlich aussieht, ist auch wirklich christlich. Und dann sagt er: "Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten." Auch das ein interessanter Satz. Die meisten Christen, die man fragen würde, würden doch sagen: Na ja, die Gesetzlichkeit ist das Problem, oder? Wenn Menschen zu gesetzlich sind, wenn sie immer das Gesetz Gottes betonen, wo bleibt dann die Liebe?

[33:18] Jesus hat nicht vor der Gesetzlichkeit gewarnt, er hat vor der Gesetzlosigkeit gewarnt. Nun, nicht falsch verstehen, Gesetzlichkeit ist eine falsche Sache, wenn versucht wird, aus eigenen Werken erlöst zu werden. Aber Jesus hat deutlich gemacht, dass wenn das Gesetz Gottes beiseite geschoben wird in der Gesellschaft, dann erkaltet die Liebe der Menschen untereinander. Und ich glaube, jeder, der so ein bisschen so ein Thermometer hat, ein Feingefühl für das gesellschaftliche Klima, der sieht, dass wir uns mehr und mehr von Gottes Wort und seinem Gesetz entfernen, tut dem gesellschaftlichen Zusammenhalt überhaupt nicht gut. Interessanterweise sagt die Bibel, dass Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist. Deswegen, wenn das Gesetz mit Füßen getreten wird von der Gesellschaft, dann geht es der Liebe schlecht.

[34:15] Und dann sagt Jesus Matthäus 24: "Wer aber aushält bis ans Ende, der wird gerettet werden." Hier ist eine ganz wichtige, einfache Lektion, die wir alle mitnehmen können, wenn wir heute von hier gehen.

[34:30] Am Ende entscheidet nicht, wie viel du gewusst hast und nicht, wie viel du getan hast. Es entscheidet, ob du morgen immer noch bei Jesus bist. Ich habe Menschen getroffen, die mit großer Begeisterung Jesus nachgefolgt sind, die enorm viel gewusst haben aus der Bibel, die Großes für Gott gemacht haben, nur um später ihm völlig den Rücken zu kehren. Am Ende zählt nicht, was du wusstest aus der Bibel. Es zählt nicht, was du getan hast. Es zählt, ob du morgen noch bei Jesus bist.

[35:11] Wer aushält bis ans Ende, der wird gerettet werden. Und dann kommt das eigentliche Zeichen. All das andere war ja eigentlich nur Vorbereitung. Jesus sagt nur von einer einzigen Sache, dass wenn das geschieht, dann wissen wir, dass Jesus wiederkommt. Nicht bei den Kriegen, nicht bei den Hungersnöten, nicht bei den Erdbeben, nicht bei der Christenverfolgung, nicht bei dem Erkalten der Liebe, nicht bei den falschen Propheten. Das sind alles Dinge, die sind quasi Begleiterscheinungen, aber sie sind eigentlich nicht der Auslöser der Botschaft. Jesus kommt nur eine Sache hat diese Qualifikation. Matthäus 24, das muss Vers 14 heißen, Entschuldigung. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker und dann wird das Ende kommen.

[36:02] Ich kann Ihnen heute sagen, wann Jesus wiederkommt. Er wird wiederkommen, wenn das Evangelium die gesamte Welt erreicht wird. Genau, dann kommt er wieder. Das hat er versprochen. Und wenn wir uns beschweren: Ja, warum ist er noch nicht gekommen? 2000 Jahre, eine lange Zeit. Ich glaube, Jesus sagt im Himmel: Oh, euer Part, ihr habt nur eine Aufgabe. Eine einzige Aufgabe ist der Gemeinde Gottes gegeben: das Evangelium in die ganze Welt zu tragen. Und nach 2000 Jahren sitzen wir immer noch da und kommen nur etwas mühsam voran und beschweren uns auch noch, dass Jesus nicht wiederkommt. Einmal zum Nachdenken.

[36:46] Das Evangelium wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heiden. Ich glaube, es hat auch damit zu tun mit dem, was wir gestern angeschaut haben. Das Evangelium ist ein Königreich, was sich immer weiter ausbreitet, oder? Und wenn diese die Botschaft, das heißt nicht, dass alle Menschen sich bekehren werden. Nein, nein, nein, nein. Aber es heißt, dass wenn diese Botschaft einmal den ganzen Globus komplett umschließt, sozusagen, wenn sie überall gehört wird, dann ist ein Beweis dafür, dass das Evangelium die Welt erobert hat, sozusagen. Jesus kann dann wiederkommen.

[37:21] Aber wie wird das sein, wenn Jesus Christus wiederkommt? Ich weiß nicht, ob du jemals da wirklich drüber nachgedacht hast, ob du das mal vorgestellt hast, was es bedeutet, wenn Jesus wiederkommt. Er sagt es selbst: "Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit."

[37:53] Erster Punkt: Jesus kommt nicht geheim. Er kommt nicht so, dass man erst noch mal nachrecherchieren muss, nicht wahr? Wo ist er denn jetzt gekommen? Wie komme ich denn dahin? Ja, muss ich ein Flug buchen? Nein, Jesus kommt global, sichtbar. Die Menschen werden ihn sehen. Sie werden sich an die Brust schlagen. Sie werden ihn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.

[38:25] Wenn du erst die Tagesschau anmachen musst, um die Wiederkunft Jesu mitzuverfolgen, sage ich dir heute: Es ist nicht die Wiederkunft Jesu. Es ist irgendetwas anderes, aber nicht das Original. Jesus sagt: "Habt acht, dass euch niemand verführt."

[38:47] Es heißt, er kommt mit den Wolken und jedes Auge wird ihn sehen. Das Ereignis, dass wir die Wiederkunft Jesu nennen, ist ein sichtbares Ereignis. Und ich weiß, was vielleicht der eine oder andere jetzt denkt: Aber Christopher, nach allem, was wir wissen, ist die Erde doch eine Kugel, oder? Okay, gibt immer mal jemand, der sagt: Ah, ich bin mir nicht ganz sicher. Die Erde ist eine Kugel und wir leben doch auf den verschiedenen Punkten. Wie soll Jesus, von welcher Seite soll er jetzt kommen, dass ihn alle sehen? Soll er von dort kommen und dann aber was machen die da? Und wenn er jetzt von hier kommt, was machen die da? Gibt's dann irgendwie Livestream?

[39:46] Ah, ich habe den Fest nicht drin. Ich kann den noch so sagen. Die Bibel sagt, wenn Jesus wiederkommt, kommt er mit allen Engeln des Himmels wieder.

[39:59] Weiß jemand von uns, wie viel Engel es im Himmel gibt? Pi mal Daumen. Wie viel Engel? Die ganz Klugen sagen ein Drittel. Zwei, Entschuldigung. Zweie, viel Milliarden Millionen. Was war das? Na, wir wissen irgendwie von wir wissen von 10.000 x 10.000 sind 100 Millionen und 1000 x 1000 sind 1 Million, irgendwas vielleicht bei 101 Million, wahrscheinlich auch nur so eine allgemeine Beschreibung. Es gibt auf jeden Fall Millionen, wenn nicht Milliarden Engel.

[40:41] Weiß jemand, wie so ein Engel aussieht, wenn er sich nicht versteckt? Die Engel, die heute hier sind, die verstecken sich. Ja, die die sieht man nicht. Die sind einfach so in geheimer Mission hier, nicht, weil die sind hier, um uns aufzupassen. Aber die tun uns jetzt nicht irgendwie mit ihrem Lichtglanz beeindrucken wollen, weil dazu sind sie nicht da. Die Aufmerksamkeit soll auf das Wort Gottes gerichtet sein. Aber wenn so ein Engel mal aus einem bestimmten Grund in seiner ganzen Herrlichkeit erscheint, wie ist das dann?

[41:06] Das ist umwerfend. Eine ganze Gruppe römischer Soldaten ist im Erdboden nicht versunken. Also tot, wie tot umgefallen, als ein Engel die Erde auch nur berührte. Es gab ein Erdbeben, oder da kam so ein Engel vom Himmel herab so und hat gebrochen und die und diese Soldaten, das waren ja nicht irgendwelche Dorfjungs, oder das waren römische Legionäre, das waren Soldaten, die haben vielleicht schon im Teutoburger Wald gegen irgendwelche Germanen gekämpft, die konnten was ab. Als sie je als sie einen Engel gesehen haben, der dort in seiner Herrlichkeit erschien, war das für sie zu viel. Was wird wohl passieren, wenn Jesus mit allen seinen Engeln kommt und der gesamte Globus umzingelt ist von Engeln ihrer Herrlichkeit? Ich glaube, wir werden das alle mitbekommen.

[42:03] Und ob wir dann Jesus ein paar Minuten später sehen, wenn er um die Ecke kommt, werden wir alle an der Wiederkunft, also das wird keiner verschlafen, oder? Er kommt mit den Wolken und jedes Auge wird ihn sehen.

[42:19] Aber nicht alle werden begeistert sein, nicht alle werden sich freuen. Das heißt in Offenbarung 6: "Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien." Zu Deutsch: Viele von denen, zu denen wir jetzt aufschauen als die großen Männer und Frauen der Gesellschaft, verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: "Falt auf uns!"

[42:57] War jemand schon mal? Ich gucke. War jemand schon mal in den Alpen oder überhaupt in den Bergen wandern? Gibt's da Leute? Ja, ich sehe schon ein paar. Ja, da tut man ja das Möglichste, um nicht von Felsen erschlagen zu werden, oder? Man informiert sich ein bisschen über die Route, man schaut, wo vielleicht irgendwie Steinschlag sein könnte. Das ist doch das, was man unter allen Umständen vermeiden will. Kein Bergsteiger stellt sich dorthin, wo die Felsen auf ihn fallen könnten, oder?

[43:28] Warum kommen Menschen zu dem Schluss, dass sie sich wünschen, dass Steine auf sie fallen? Wie nennt man das, wenn man also was passiert denn mit einem? Man stirbt. Wie nennt man die Methode, wenn man durch Steine stirbt? Steinigung, oder? Hier gibt es Menschen, die wünschen sich die Steinigung. Ja, warum das denn?

[43:57] "Sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: 'Falt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes.'"

[44:14] Hast du schon mal ein zorniges Lamm gesehen? Also, ich habe eine panische Angst vor Hunden, aber ich habe noch niemanden getroffen, der Angst vor Lämmern hat. Oder ich mal jemand gesehen, der weggelaufen ist? Also vor einer Spinne laufen Leute weg, oder vor einer Biene laufen Leute weg, vor einer Schlange laufen Leute weg, vor Hunden vielleicht auch. Vor einem Lamm. Hilfe, Hilfe, Hilfe. Ein Lamm ist hinter mir.

[44:48] Das ist natürlich, das soll genau das aus. Wenn die Bibel dir von einem Lamm spricht, meinst du natürlich kein echtes Lamm. Von wem spricht sie hier? Von Jesus Christus. Und warum wird er hier als Lamm bezeichnet? Weil er für das haben wir uns schon angeschaut, weil er für unsere Sünden gestorben ist.

[45:09] Warum freuen sie sich nicht, ihn zu sehen? Sie wissen, sie haben sein Angebot abgelehnt. Sie wollten lieber die Sünde als den Erlöser. Und hier kommt etwas ganz Schreckliches. Wenn wir an der Sünde festhalten und den Erlöser ablehnen, verändert uns die Sünde so sehr, dass wir am Ende lieber sterben wollen, lieber gesteinigt werden wollen, als in der Gegenwart Gottes zu sein. Ich weiß nicht, ob irgendjemand schon mal das erlebt hat, dass er momentan in seinem in einer bestimmten Situation deines Lebens so richtig gegen Gott rebelliert hat, so richtig gar nichts von ihm wissen wollte und dann aus irgendeinem Grund z.B. einen Gottesdienst mitgezerrt wurde, wo man so gar nichts von Gott hören will und sehen will und irgendwie auf Kriegsfuß mit ihm steht und da sind lauter Leute, die sagen: "Ah, Preis den Herrn, Halleluja" und die singen Lieder und die beten und man möchte da gar nicht sein. Hat das jemand schon mal erlebt? Das kann man gar nicht richtig ertragen dann in dieser Gegenwart der anderen.

[46:16] Das, was die Sünde macht, da wird es Menschen geben, die wollen lieber sterben, als bei Gott zu sein.

[46:30] Hier ist der Vers, den ich meinte. "Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen und dann wird er jedem einzelnen vergelten nach seinem Tun." Die Engel, heißt es hier, sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. Dann wird etwas passieren.

[46:52] Das ist sehr beeindruckend. Der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt. Die Wiederkunft ist nicht nur ein globales Ereignis, sie ist nicht nur ein sichtbares Ereignis, sie ist auch ein hörbares Ereignis.

[47:14] Ist die Posaune ein lautes oder ein eher leises Instrument? Eine Posaune kann ganz schön laut sein. Blechbläser sind mit so die lautesten Instrumente, die es gibt. Also, ich weiß, wenn wir früher im Jugendorchester irgendwelche großen Bruckner-Sinfonien gespielt haben mit 30 Geigen und dann standen acht Hörner, da gab es Situationen, da haben wir uns streichen sehen. Wir haben nichts gehört. Wir haben nicht gehört, was wir spielen. Wir haben nur gesehen, dass wir streichen und das sah wahrscheinlich auch ganz toll aus. Aber diese Hörner, die Posaunen, die haben alles niedergemäht. Also wirklich.

[47:54] Das sind nur normale Blechbläser mit normalen Blechblasungen. Wenn Gott in die Posaune bläst, das hat ein Volumen. Das geht durch alle Kopfhörer und wenn wir noch die Ohren so lalalalala, ich werde nicht bekommen, das wird uns alle erreichen. Jesus kommt wieder sichtbar und hörbar. Es heißt: "Und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen."

[48:24] So wie ich den Satan kenne, wird er versuchen, dieses Ereignis der Wiederkunft irgendwie zu faken. Er wird versuchen, irgendwelche Scheinwiederkehren vorzutäuschen. Aber es gibt manche Dinge hier, die kann er nicht nachmachen. Und die Toten werden nur bei der Auferstehung Jesu tatsächlich auferstehen, die Toten, die an Jesus Christus geglaubt haben.

[48:47] Und dann heißt es: "Danach werden wir, das ist mein Lieblingsteil jetzt, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft." Es kommt ein Zeitpunkt, liebe Freunde, da wird sich unser Körper mit den beiden Beinen vom Erdboden ablösen und dann werden wir nach unten schauen und sagen: "Ah, guck mal, das ist Kraichgau." Nein, oben schauen. Oder wir werden Jesus begegnen in der Luft. Das heißt natürlich, wenn wir Jesus in der Luft begegnen, wenn wir ihm entgegen entrückt werden, was wird er dann offensichtlich nicht tun? Er wird den Erdboden nicht berühren.

[49:33] Hier ist Faustregel Nummer 1 in dieser ganzen Sache. Wenn du auf TikTok ein Video siehst oder Telegram oder CNN live aus Lagos, Nigeria aus dem Fußballstadion berichtet, wie Jesus über den Rasen läuft und die Menschen heilt und die Bergpredigt wiederholt, dann weißt du, es ist nicht Jesus, weil er hat einen Fuß auf dem Boden. Jesus kommt wieder, aber er wird nicht die Erde berühren. Er kommt uns entgegen und wir werden ihm entgegen entrückt werden mit den Gläubigen aller Zeiten, die von den Toten auferstehen werden. Jesus kommt wieder.

[50:17] Die letzte Frage, die wir heute Abend beantworten wollen: Warum? Wir haben gesehen, wann er kommt. Wir haben gesehen, wie er kommt. Und übrigens, vielleicht kann ich noch diesen Gedanken ergänzen zu wann er kommt. Ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der, wenn wahre Gläubige ihre Aufgabe ernst nehmen und es wirklich ernst meinen, mit den vorhandenen Mitteln der Technik dieses Evangelium in absoluter Windeseile diese ganzen letzten unerreichten Gebiete der Erde erreichen kann. Ich glaube, Jesus kann sehr, sehr bald wiederkommen.

[50:54] Aber die wichtigste Frage ist: Warum kommt er eigentlich wieder? Kommt er wieder, um die Erde und die Weltgeschichte zu beenden? Kommt er wieder, um denen, die gesteinigt werden wollen, den Tod zu geben? Ist das der Grund seines Kommens?

[51:12] In Johannes 14, da heißt es in Vers 3: "Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin."

[51:25] Der Hauptgrund für Jesus wiederzukommen besteht darin, dass er gerne dich in den Arm nehmen möchte. Ich bin viel unterwegs, manchmal in Deutschland, manchmal im Ausland und meine Frau und mein kleiner Sohn bleiben oft zu Hause zurück und Preis den Herrn für Telefon und für Zoom und für WhatsApp und man kann Nachrichten schicken, man kann telefonieren, man kann sich hören und sehen, aber ich bin schon richtig froh, wenn ich morgen früh ins Auto steige und nach viereinhalb Stunden zu Hause ankommen werde und meine Bär in den Arm nehmen kann. Oder Jesus freut sich, wenn wir beten. Er freut sich, wenn wir sein Wort lesen. Das ist sozusagen die Zoom-Kommunikation. Ja, er freut sich, wenn wir Erfahrung mit ihm machen, aber er freut sich schon darauf, wenn er dich und mich in den Arm nehmen kann, wenn wir bei ihm sind. Nicht nur gedanklich, man sagt ja, ich bin bei dir, ja, ich denke an dich, sondern tatsächlich physisch, wirklich hundertprozentig.

[52:35] Ich weiß nicht, wer von uns hat manchmal Gebetsanliegen? Gebetsanliegen. Man sagt: "Ah, ich würde gern, dass du dafür betest oder ich bete dafür lange Zeit." Unsere Gebetsanliegen sind meistens sowas wie: "Herr, ich habe meinen Schlüssel verloren. Bitte hilf mir, den Schlüssel wiederzufinden. Herr, ich brauche eine neue Arbeitsstelle. Bitte gib mir einen neuen Job. Herr, ich habe eine schwere Diagnose. Bitte gib, dass ich wieder gesund wäre." Und das sind alles wichtige und gute Gebetsanliegen.

[53:03] Wusstest du, dass Jesus auch ein Gebetsanliegen hat? Jesus hat ein Gebetsanliegen und hier ist das Gebetsanliegen. Johannes 17. Er sagt: "Vater, ich will." Das ist ein Wunsch, oder? Das ist eine Wunschliste sozusagen mit einem einzigen Punkt auf der Wunschliste. "Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast." Während wir für einen Job und für Gesundheit und vielleicht auch für die Bekehrung unserer Kinder beten, betet Jesus dafür, dass wir bei ihm sein können. Das ist das Gebetsanliegen von Jesus. Ist dir bewusst, dass Jesus nicht einfach nur unbeweglich im Himmel auf dem Thron sitzt und wartet, dass wir endlich mal die Arbeit fertig kriegen, dass er dafür betet, dass so schnell wie möglich bei ihm sein können. Er betet dafür.

[53:56] Die Frage ist: Beten wir auch dafür? Er betet dafür. Ihm ist ein Anliegen. Das ist bei ihm ganz oben auf der Gebetsliste. Hat viele andere Gebetsanliegen sicherlich, aber das ist für ihn das allerwichtigste. "Ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast."

[54:15] Und dazu kommen wir, da kommen wir jetzt zu einem sehr interessanten Konzept. Weiß jemand zufällig, wie man im alten Orient, in Israel und darüber hinaus Babylon, Assyrien, wie man dort geheiratet hat? Geheiratet. Also, gab's da schon Standesamt? Kein Standesamt. Gab es da eine Kirche, wo man da mit Brautstrauß stand und dann die Orgel spielte, den Hochzeitsmarsch? Gab's auch nicht. Gab es da einen Pfarrer, der dann eine Rede gehalten hat und man gesagt hat: "Bis der Tod euch scheidet"? Nein.

[54:58] Hat man geheiratet? Man hat geheiratet. Man, es gibt leider kein Dokument, das eine Hochzeitszeremonie beschreibt. Man kann aber durch andere Dokumente sozusagen rückwärts erschließen, was eine Ehe im alten Orient ausgemacht hat. Man weiß nämlich, wenn man sich scheiden lassen wollte, musste man Zeugen zusammenrufen und musste vor Zeugen sagen: "Du bist nicht mehr meine Frau." Und die andere: "Du bist nicht mehr mein Mann." Fertig war die Scheidung. Wenn man jemanden adoptieren wollte, dann musste man vor Zeugen Zeugen zusammenrufen und sagen: "Du bist mein Kind." Und das Kind hat gesagt: "Du bist mein Vater oder meine Mutter." Wenn man die Adoption lösen wollte, musste man Zeugen zusammennehmen und sagen: "Du bist nicht mein Kind" und "Du bist nicht mehr mein Vater, meine Mutter." Und Forscher gehen davon aus, dass die Ehe genauso funktioniert hat, dass man Zeugen zusammengenommen hat und vor Zeugen feierlich, man nennt das die Werber Solemnia, die feierlichen Worte gesagt hat: "Du bist meine Frau." Und die Frau hat gesagt: "Du bist mein Mann." Eigentlich relativ logisch, oder?

[56:21] In Sacharja 13 steht folgendes über das Volk Gottes: "Es wird meinen Namen anrufen und ich will ihm antworten. Ich will sagen: Das ist mein Volk. Und das Volk Gottes wird sagen: Der Herr ist mein Gott." Das klingt doch wie eine Hochzeit, das ein Eheversprechen. Und wenn man das erst einmal verstanden hat, sieht man das auf der Bibel ständig. Das kommt ständig vor. Man fragt sich, warum heißt es immer: "Du bist mein Volk." "Ich sage: Du bist mein Gott." Das wird immer hin und her. Warum? Weil das ständig eigentlich Ehre Sprache ist, Ehebund.

[56:59] Noch ein Beispiel. "Ich will euch als mein Volk annehmen und will euer Gott sein." 2. Mose 6, Vers 7. Gott führt sein Volk aus Ägypten und sagt: "Ihr seid mein Volk und ich will euer Gott sein."

[57:15] Jeremia 31 bietet Gott den Menschen einen neuen Bund an. Die Ehe ist ja ein Bund, oder? Er sagt hier folgendes: "Es kommen Tage", spricht der Herr, "da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr..." Es geht also um einen Ehebund. Und das sagt er da? Er sagt: "Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Verzeih, und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein."

[57:50] Aufgabe: Jedes Mal, wenn du in der Bibel liest sowas wie: "Du bist mein Volk, ich bin dein Gott" oder sowas in der Richtung, denke dran, das ist immer Ehre Sprache, da wird immer quasi eine Hochzeit eigentlich sozusagen beschrieben. Der Bund, den Gott mit uns Menschen macht, ist nicht einfach nur ein Vertrag: Ich helfe euch, ihr gehorcht mir. Nein, nein, nein, nein, nein. Ist nicht nur ein Nutzen, so eine Hand wäscht die andere. Der Bund, den Gott mit dem Volk macht, ist ein echter Ehebund.

[58:23] Und ich hoffe, wir alle, die wir geheiratet haben, haben aus Liebe geheiratet, oder? Jedenfalls der Ehebund, den Gott schließt mit seinem Volk, ist ein Bund der Liebe. Und deswegen heißt Jesus auch Immanuel, Gott mit uns.

[58:42] Deswegen, weil er diesen Bund so fest machen wollte, wie nur irgendmöglich, ist er selbst Mensch geworden. Er hat quasi diesen Bund selbst personifiziert. Er, der Gott Schöpfer des Universums ist, hat sich von einer von einer Frau im Mutterleib abhängig gemacht. Er ist ein Zellhaufen geworden. Um deutlich zu machen: Ich meine das mit der Verbindung von Gott und Mensch wirklich ernst. Wirklich ernst.

[59:17] Jesus kam auf die Welt. Jesus hat gelebt. Jesus hat gelehrt, hat uns vorgelebt, was ein Leben mit Gott bedeutet. Wir haben schon darüber gesprochen. Jesus hat die Dornenkrone für uns getragen. Er hat unsere Schulden, unsere Schuld, unsere Sünden auf sich genommen.

[59:33] Warum das alles? Weil er ein Ziel hat. Jesus hat nicht einfach nur gesagt: Na ja, irgendjemand muss halt machen, dann mache ich es halt. Jesus hatte ein Ziel. Er hat all das auf sich genommen, weil er etwas vor Augen hatte. Es heißt hier: "Der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete." Das Kreuz war für Jesus nicht schön. Und das ist eigentlich schon eine viel zu positive Aussage. Es war die absolute Katastrophe seines Lebens, vom Vater getrennt zu sein. Aber er hat es erduldet, weil er etwas gesehen hat. Er hat etwas erwartet. Er hat auf etwas sich gefreut, was allein dadurch möglich war.

[1:00:19] Lieber Freund, liebe Freundin, er hat dich wirklich gern. Er hat dich so gern, dass er sogar das, was er am meisten hasst, auf sich genommen hat, nur um beide zu sein. Ich weiß nicht, ob es etwas gibt, was du hast, was du überhaupt nicht magst. Also, ich bin jetzt kein Freund von Rosenkohl. Jemand sagt vielleicht: "Ah, ich ich hasse Rosenkohl." Aber das ist nicht der Punkt. Jesus hat nicht einfach, wissen wir, was Jesus wirklich in seinem Leben gehasst hat? Es gibt eine Sache, die er wirklich gehasst hat. Gehasst wie die Pest. Bibel sagt: Er hat die Gerechtigkeit geliebt und die Sünde gehasst.

[1:01:12] Manche Christen erwecken den Eindruck, dass Gott mit der Sünde eigentlich ganz okay ist. Ja, er hat uns lieb. Gott hasst die Sünde wie die Pest. Erstens, weil sie grundlos ist. Zweitens, weil sie den Menschen ein völlig falsches Bild von Gott vermittelt, ein falsches Bild von sich selbst. Drittens, weil die Sünde bewirkt, dass viele Menschen, die am Ertrinken sind und denen Gott seine Hand ausstreckt, aufgrund der Sünde nicht glauben, dass er sie retten will. Ja, es gibt diese Stelle in Jesaja, wo er sagt: "Ist meine Hand nicht ausgestreckt? Warum ergreift er sie nicht?" Weil in der Sünde denken: "Oh, wer will uns retten? Keiner wird uns retten, ne?" Und Gott sagt: "Hey, ich will euch retten. Greift doch die Hand." "Oh, das können wir nicht glauben. Wer weiß, ob das funktioniert." Ja, die Sünde wäre an sich ja zu lösen, aber die Sünde bewirkt oft, dass wir gar nicht mehr Rettung haben wollen. Gott hasst die Sünde wie die Pest.

[1:01:58] Wisst ihr was? Er hat genau diese Sünde, die er wie die Pest hasst, die ihn abgestoßen hat. Er hat jetzt überlegt: Ich würde gern den Christopher im Himmel haben. Ich würde gerne mit ihm zusammen Zeit verbringen für die nächsten 30 Trillionen Jahre. Also am Anfang erstmal nicht mal, wenn ich ihn wirklich im Himmel haben möchte, dann werde ich den ganzen Dreck, den er gemacht hat, auf mich nehmen müssen. Dann muss ich mich damit identifizieren. Das hat er wirklich, das hat er wirklich gemacht, weil er gesehen hat, wenn er das erduldet, Achtung, dann gibt es die Chance, dass ich im Himmel bin, weil er selbst damit nicht mal mich zwingen kann, das anzunehmen, oder? Aber er hat zumindestens die Chance gemacht, ermöglicht, damit ich das dann ihm glaube und in Anspruch nehme. Übrigens, hat er für jeden von uns gemacht. Er hat es für jeden Menschen gemacht. Er hat es für jeden Menschen hier in Kraichgau gemacht. Für jeden Menschen, der jemals gelebt hat, für noch den verdorbensten Verbrecher. Er hat das für jeden gemacht. Ich glaube, es blutet ihm das Herz, dass so wenig Menschen ihm das glauben.

[1:03:28] Um der vor ihm liegenden Freude will, wie gesagt, er will. Er sagt: "Wäre schön, könntest du das machen." Er sagt: "Vater, ich will." Das ist die treibende Kraft in seinem Handeln. "Ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast."

[1:03:48] Es heißt in Zephanja 3: "Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet. Er wird sich über dich freuen mit Wonne." War jemand von uns schon mal so richtig verliebt? Ah, doch. Zweieinhalb. Kennst du das, dass wenn du jemanden so sehr magst, dass du eigentlich kaum Worte findest, einfach dich nur freust, bei der Person zu sein, einfach nur die Nähe genießt? Er wird still sein in seiner Liebe. Er wird über dich jubeln, verlocken. Gott rettet uns nicht, weil es seine Pflicht ist, weil er einfach sozusagen der himmlische Feuerwehrmann ist, der jetzt on duty ist und jetzt retten muss. Er rettet dich. Er möchte dich retten, weil er dich wirklich mag. Weil er uns wirklich mag.

[1:04:47] Übrigens heißt es dann auf der neuen Erde in Offenbarung 21: "Ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein. Ihr Gott." Das ist was? Eheformel.

[1:05:08] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus sagt: "Ich komme wieder." Wenn wir die Nachrichten anschalten und schnell wieder ausschalten, weil wir so viel Blutvergießen gar nicht ertragen können. Wenn wir von Schlagzeilen erschlagen werden, was alles in dieser Welt schief läuft, dann ja, dann sollten wir für diese Gebiete beten und ja, wir sollten versuchen, das, was in unserer Macht steht, irgendwie ein positives Zeichen zu setzen. Aber eins vor allem sollten wir nicht tun: Wir sollten nicht entmutigt werden, nicht verzweifeln, sondern den Blick nach vorne richten und wissen: Ja, es wird Kriege geben, es wird Hungersnöte geben, es wird Erdbeben geben, aber all das kann nicht aufhalten, dass Jesus Christus wiederkommt. All die Katastrophen, die Verfolgung, all die Dinge, die vielleicht negativ sind, all das kann nicht aufhalten, dass dieses Versprechen sich erfüllen wird. Jesus sagt nicht: "Ich komme vielleicht wieder, wenn ihr euch anstrengt, dann könnte das passieren." Er sagt nicht: "Höchstwahrscheinlich." Er sagt: "Ich komme wieder." Er kommt wieder, damit auch ihr seid, wo ich bin.

[1:06:17] Wir haben gesehen, wenn Jesus wiederkommt, wird es eine Gruppe geben, die zu den Bergen rufen wird: "Fallt auf uns, begrabt uns vor dem Angesicht des Lammes." Aber es wird eine zweite Gruppe geben. Jesaja spricht von ihr, Jesaja 25. Eine andere Gruppe, und die wird sagen: "Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette. Das ist der Herr, auf den wir hofften. Nun lasst uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung." Es wird am Ende zwei Gruppen geben. Die einen werden an der Sünde so festgehalten haben, dass sie lieber sterben wollen, als mit Gott zu leben. Und die anderen werden sagen: "Ich kenne diese Stimme. Ich habe ihn zwar noch nie buchstäblich gesehen, aber ich weiß, das ist mein Erlöser. Ich habe schon in diesem Leben auf ihn gehofft. Ich habe darauf gewartet. Ich bin bereit, ihm entgegenzugehen."

[1:07:24] Und die Frage heute Abend ist eine ganz simple Frage: In welcher der beiden Gruppen möchtest du sein? In welcher der beiden Gruppen möchtest du sein? Es wird dann keine dritte Gruppe geben, die sagt: "Ach, du bist doch real. Okay, dann erzähl mal." Nein, die Zeit ist jetzt, ihn kennenzulernen. Die Zeit ist jetzt, die Sünde ihm zu geben. Nein, zu glauben, dass er die Sünde schon genommen hat. Jetzt ist die Zeit. Denn wenn wir jetzt mit ihm leben, jetzt ihm glauben, jetzt ihm vertrauen und auf ihn hoffen, dann können wir sagen: "Seht, das ist der Herr, auf den wir vertraut haben." Wer von uns möchte heute sagen: "Ich möchte mich von ganzem Herzen auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten, meinen Blick aufrichten." Wenn es ein Wunsch ist, dann steh mit mir auf zu einem Abschlussgebet.

[1:08:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du in deinem Wort uns offenbarst, dass Jesus Christus wiederkommen wird, dass du uns offenbarst, wann er wiederkommen wird, wie er wiederkommen wird, aber vor allem auch warum er wiederkommen wird. Und Herr, bei all den Katastrophen, die unsere Gesellschaft so in Angst und Schrecken versetzen, lass uns Menschen sein, die über die Katastrophen hinausschauen können. So wie Jesus, der über das Kreuz hinausschauen konnte auf die Freude, die auf ihn wartet, mit uns einmal zusammen für alle Ewigkeit zu sein. Lass uns durch deinen Geist im Glauben vorausschauen auf das, was einmal in der Ewigkeit sein wird. Dass all die Kriege, Erdbeben, Hungersnöte, nur Wehen sind. Die Bibel sagt, dass wenn das Kind erstmal da ist, vergisst die Frau die Wehen, die sie gehabt hat. Und Herr, wir danken dir, dass wir einmal eine ganze Ewigkeit bei dir sein dürfen. Lass uns heute so leben, dass wir dich immer besser kennenlernen. Lass uns heute glauben, dass du uns Sünde vergeben möchtest und uns von Sünde reinigen möchtest und uns helfen möchtest im Kampf gegen die Sünde, dass wir nicht an der Sünde so festkleben, dass wir am Ende keine Lust mehr haben, mit dir im Himmel und auf der neuen Erde zu sein. Verändere du uns. Reinige du uns. Und Herr, erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und bereite uns auf den großen Moment vor, wenn der ganze Horizont erfüllt wird mit strahlenden Engeln und wir schließlich das Zeichen der Wiederkunft Jesu sehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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