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In dieser Predigt ermutigt Eric Flickinger die Zuhörer, ihr Licht leuchten zu lassen und die Botschaft des Evangeliums in die Welt zu tragen. Anhand von historischen Beispielen wie dem Leuchtturm von Alexandria und wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Sonne wird die immense Kraft des Lichts verdeutlicht. Die Predigt betont, dass jeder Einzelne, unabhängig von seiner „Wattzahl“, einen wichtigen Beitrag leisten kann, indem er Gottes Liebe weitergibt und Jesus nachfolgt. Es wird dazu aufgerufen, aktiv Jünger zu machen und durch gute Werke den Vater im Himmel zu ehren.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:00] Ein wunderschönen guten Morgen, liebe Geschwister, und ich freue mich, ich bin ganz begeistert, wieder in Stuttgart-Wangen zu sein. Es ist ganz schön, wenn man auch wieder bekannte Gesichter sehen kann, vor allem die Gesichter, die ich gestern schon gesehen habe in der Liederhalle. Wer war gestern Abend da? Fantastisch! Und wer es gestern noch nicht geschafft hat, ihr habt einen wunderbaren Abend verpasst. Und ich möchte euch ganz besonders einladen, heute Abend mit dabei zu sein. Aber ich hoffe, dass ihr nicht kommt allein. Ich hoffe, dass ihr noch jemanden mitbringt, denn die Botschaften, die wir uns die nächsten zwei Wochen anschauen werden, werden wirklich lebensverändernd sein. 19:15 Uhr heute Abend, morgen Abend ebenfalls, und dann das nächste Wochenende, gleiche Uhrzeiten, und am dritten Wochenende werden wir dann hier sein. Plant einfach dabei zu sein, und ihr werdet einen echten Segen empfangen.

[1:36] Ich möchte mit euch heute etwas besprechen, eine Botschaft, mit der wir auch schauen wollen, was in der Welt eigentlich heute vor sich geht. Die Predigt heißt, lass dein Licht leuchten. Das ist eine der großen Aufrufe, die Jesus uns, mir und dir heute gibt. Für Millionen Menschen wird das der entscheidende Unterschied sein.

[2:12] Bevor wir beginnen, möchte ich noch einmal kurz ein Gebet einladen. Lass uns beten. Vater, wir danken dir für so einen herrlichen Sabbat, und wir bitten dich, dass du diese Zeit, die wir jetzt mit deinem Wort verbringen, segnen wirst. Inspiriere uns, ermutige uns, und bringe uns voran, dass wir deine Botschaft denen weitergeben, die es so dringend nötig haben. Im Namen Jesu beten wir. Amen.

[2:53] Pharos war eine kleine Insel, direkt an der Küste Ägyptens, in der Nähe von Alexandria. Im dritten Jahrhundert vor Christus wurde ein Turm auf dieser Insel gebaut. Dieser Turm ist irgendwann als ein Leuchtturm verwendet worden. Man sprach von dem Leuchtturm von Alexandria. Er gehörte zu den großen Weltwundern der Antike. Dieser Turm wurde gebaut aufgrund eines Befehls von Ptolemäus I. Wer war Ptolemäus I.? Lass mich eine Frage stellen. Wie viele von euch haben schon einmal Bibelprophetie studiert? Wunderbar. Es ist Zeit für eine Quizzeile. Im Buch von Daniel, hat er einen Traum, in dem er Winde über die Seele sieht, Daniel sieht, wie Winde über das Meer gehen und große Tiere aus dem Meer herauskommen. In welchem Kapitel von Daniel war das? Daniel 7. Ganz korrekt. Lass uns schnell daran erinnern, welche Tiere Daniel dort aus dem Meer gesehen hat. Das erste Tier sah wie aus. Wie ein Löwe. Welches Königreich wurde durch diesen Löwen repräsentiert? Sehr gut. Das zweite Tier war ein... Ein Bär. Der auf einer Seite aufgerichtet war und drei Rippen im Maul hatte. Welches Königreich wurde dadurch repräsentiert? Medo-Persien. Das dritte Tier war ein... Ein Leopard. Der vier Köpfe und vier Flügel hatte. Erinnert ihr euch, was die vier Flügel repräsentieren? Es wird etwas ruhiger. Geschwindigkeit. Das ist Habakkuk 1, Vers 6-8. Dann gab es ein viertes Tier. Was war das vierte Tier? Wie sah es aus? Es war ein schreckliches und schreckliches Tier. Fast wie ein Drache. Welches Königreich wurde dadurch repräsentiert? Das war Rom. Sehr gut.

[6:05] Jetzt drehe ich mich etwas tiefer. Gehen wir zurück zum dritten Tier. Der Leopard. Er hatte vier Flügel, die wir bereits erwähnt haben. Aber er hatte auch vier Köpfe. Was repräsentierten diese vier Köpfe? Die vier Generäle von Alexander dem Großen. Erinnert ihr euch an ihre Namen? Der Test wird jetzt sehr schwierig. Kassander. Sehr gut. Lysimachus. Ptolemäus. Und? Seleukus. Der dritte General, den wir gerade erwähnt haben, war Ptolemäus. Das ist der selbe Ptolemäus, den wir hier erwähnt haben. Ptolemäus war der erste griechisch-hellenistische Regierende in Ägypten. Er wollte diesen großen Leuchtturm bauen. Er rief einen Architekten an, mit dem Namen Sostratus, um diesen Leuchtturm zu konstruieren. Und er sagte Sostratus, ich möchte, dass du diesen Leuchtturm konstruierst und baust, aber ich möchte nicht, dass du deinen Namen auf dem Leuchtturm schreibst. Der einzige Name, den ich auf diesem Leuchtturm sehen möchte, ist mein Name, Ptolemäus. Aber Sostratus dachte sich, ich möchte schon irgendwo auch namentlich erwähnt werden. Ich habe ja diesen Turm ja auch dann kreiert und gebaut.

[8:07] So hat er also da unten am Leuchtturm eine Inschrift angebracht, das seinen Namen auf dem Leuchtturm schreibt. Wo er seinen Namen aufschrieb, als derjenige, der diesen Leuchtturm erdacht hat und gebaut hat. Dann hat er ein bisschen Mörtel und Putz genommen und hat das einfach drüber getan. Und auf den Putz drauf hat er dann den Namen von Ptolemäus eingraviert. Wenn ihr etwas über Leuchttürme wisst, dann wisst ihr, Leuchttürme befinden sich meistens in der Nähe von was? Von Wasser. Und dort am Ufer finden sich oft auch Wellen. Und wenn jetzt die Wellen, die ständig gegen den Putz kommen, wird irgendwann etwas passieren. Der Putz wird irgendwann weggehen und abbröckeln. Und so wusste irgendwann die ganze Welt, wer eigentlich diesen Leuchtturm gebaut hatte. Denn der Name von Ptolemäus ist irgendwann weggewaschen worden und der Name von Sostratus ist geblieben.

[9:49] Als Christen ist es nicht so schwer, einen christlichen Putz vor der eigenen Person zu haben. Wir können erstmal den Eindruck erwecken, dass wir Christen sind. Aber wenn die Schwierigkeiten des Lebens in unser Leben kommen, und wenn die Schwierigkeiten dann stärker werden, und das Leben nicht mehr so glatt läuft, und diese Schwierigkeiten ja uns angreifen, dann wird dieser Anschein des Christentums weggespült. Und dann wird die Frage ganz relevant, welcher Name ist wirklich ganz am Fundament deines Herzens geschrieben. Denn das wird am Ende das sein, was die Welt wirklich sehen wird.

[10:58] Lass uns einmal kurz das Buch Matthäus aufschlagen. Wir wollen uns Matthäus 5 und dort Vers 14 anschauen. Wir werden von Vers 14 bis Vers 16 lesen. Dieses Licht ist nicht selbst hervorragend. Dieses Licht reflektiert. Es gibt eine ganz schöne Passage in einem Buch, das heißt An himmlischen Orten. Es steht auf Seite 315. Und es heißt das, Christ erklärt, du bist das Licht der Welt. Christ ist die Quelle des Lichtes und der Kraft für seine Gemeinde. Wenn das Herz rein und richtig ist, wenn Gottes Fürchtigkeit dort eine Heimat hat, dann wird sich das im Leben offenbaren. Es wird unsere Unterhaltung, es wird unsere Unterhaltung durchdringen. Und alle unsere zwischenmenschlichen Beziehungen kennzeichnen. Er wird ein Täter der Worte Christi sein. Jede seiner Handlungen wird mit seinem heiligen Licht scheinen. Er wird mit Kraft ausgestattet sein, denn die göttliche Gegenwart ist mit ihm.

[13:24] Lass uns kurz zu Maleachi gehen. Maleachi ist natürlich direkt vor Matthäus. In der deutschen Bibel ist das Maleachi 3, Vers 20. Und er sagt, wir wollen dort Vers 20 lesen. Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und Heilung wird unter ihren Flügeln sein. Und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall. Diese Sonne der Gerechtigkeit, die hier beschrieben wird, ist die Sonne, die am Himmel scheint. Wenn du an das leuchtintensivste Ding denkst, das wir im Leben so kennen, das am hellsten scheinen kann, was wäre das? Es wäre die Sonne, oder? Und hier ist Jesus mit der Sonne vergleichbar. Er ist mit der Sonne vergleichbar. Aber wie machtvoll ist eigentlich die Sonne? Die einfache Antwort, denke ich, ist, sie ist sehr stark. Kann man das mit Zahlen ausdrücken, wie stark sie ist? Einige Wissenschaftler haben geschätzt, dass die Sonne 400 Septillionen Watt Kraft generiert. Dass die Sonne 400 Septillionen Watt produziert. Vielleicht werdet ihr sagen, naja, was weiß ich, was das bedeutet? Ich weiß ja nicht mal, was eine Septillion ist. Was ist eine Septillion? Eine Septillion ist eine Trillion Trillion. Jetzt, zumindest in den USA, wo wir uns mehr mit der Staatsschulden kennen, beginnen wir zu verstehen, was eine Trillion ist. Die Sonne produziert 400 Septillionen Watt, oder 400 Trillionen Trillionen Watt Kraft.

[16:02] Also, was kann man mit so einer Macht tun? Vor vielen Jahrhunderten gab es einen berühmten Mathematiker mit dem Namen Archimedes. Er wurde hinzugezogen bei der Belagerung von Syrakus. Das war 214 bis 215 v. Chr. Er und die Soldaten in der Stadt wollten die Stadt verteidigen von römischen Schiffen, die von außen attackierten. So wollten sie nach Möglichkeiten suchen, diese feindlichen Schiffe wieder zurückzudrängen. Es gibt eine Legende, die sich dann entwickelt hat, wie er das gemacht hat. Er hat den Soldaten gesagt, dass sie ihre Schilde polieren sollten. Und er hat sie dann auf die Stadtmauern platziert. Und als die römischen Schiffe herankamen, haben die Soldaten ihre polierten Schilde so gehalten, dass die Sonnenscheine auf die Schiffe kamen. Gemäß der Legende sind dann die römischen Schiffe in Flammen aufgegangen. Und viele Jahre haben die Leute gedacht, na ja, was für eine nette Geschichte. Aber das ist bestimmt nie passiert. Aber dann haben einige sehr neugierige Studenten eine Idee gehabt. Sie haben eine Idee gemacht, sie waren Ingenieurstudenten an der Massachusetts Institute of Technology, MIT. Brilliante Individuen. Und sie haben 127 Spiegel zusammengenommen. Und sie haben dann so ein hölzernes Schiff gebaut, so eine Replik eines Schiffes. Und im Oktober 2005 haben sie dann dieses Experiment begonnen. An einem ganz netten sonnigen Tag haben sie dann diese Spiegel so arrangiert, dass das Sonnenlicht auf diese Replik des römischen Schiffes reflektiert wurde. Und einige Zeit ist gar nichts passiert. Aber dann haben sie etwas bemerkt. Sie sahen etwas, das man Rauch nennt. Es gibt ein Sprichwort, das ungefähr so geht. Wo es Rauch gibt, da ist auch Feuer. Und irgendwann ist das Schiff in Flammen aufgegangen. Und dann haben die Leute gesagt, okay, vielleicht ist die Geschichte doch nicht einfach nur eine Legende gewesen.

[19:44] Wir mögen uns vielleicht fragen, wie hell unsere Flamme vielleicht sein mag. Wie sehr scheinen unsere Schilde sozusagen. Und dann haben wir das Licht Christi, den Menschen, mit denen wir jeden Tag in Kontakt kommen. Es gibt eine sehr ermutigende Bibelstelle in Philipper. Paulus sagt in Kapitel 1, Vers 6, er sagt, weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. Wenn er also ein gutes Werk angefangen hat, hat er verheißen, hat er versprochen, dass er es auch vollenden wird. Wir mögen vielleicht noch nicht dort angekommen sein, wo wir eigentlich sein möchten in unserem Leben. Aber die gute Nachricht ist folgende. Wir sind auch nicht mehr dort, wo wir mal angefangen haben. Wir sind alle schon auf dem Weg. Und Paulus sagt uns, solange wir Gott erlauben, dass er uns helfen kann, werden wir uns vorwärts bewegen. Wir werden aufgerufen, unser Licht leuchten zu lassen. Mit anderen Worten, bedecke dein Licht nicht. Tu da kein Tuch drüber. Lass es rein. Die beste Möglichkeit, das zu tun, ist, wenn wir Zeit mit Gott verbringen. Wenn wir die Bibel lesen, wenn wir beten. Und noch besser, wenn wir seine Liebe anderen weitergeben.

[21:50] Lass uns noch einmal zurück zu Matthäus 5 kommen. Wir werden jetzt in Matthäus 5 Vers 17 bis 19 lesen. Ich würde gerne einfach mal Vers 14 bis 19 komplett lesen. Ich würde gerne einfach mal Vers 17 bis 19 komplett lesen. Ich würde gerne einfach mal Vers 17 bis 19 gibt. In welchem Kontext werden normalerweise diese Verse hier zitiert? Über welches Thema redet man normalerweise, wenn man diese Verse hört? Also beim Thema Sabbat oder wenn es allgemeiner gehalten ist? Die zehn Gebote, das Gesetz Gottes. Warum redet aber Jesus über das Gesetz und seine Notwendigkeit und Wichtigkeit? Direkt nachdem er zuvor gesagt hat, dass wir unser Licht leuchten lassen sollen. Es gab eine sehr klare Verbindung zwischen diesen beiden Ideen. Schaut euch Vers 16 an. Er sagt, lasst euer Licht so leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen. Und er sagt, weil sie eure guten Werke sehen, werden sie euren Vater im Himmel preisen. Ich denke, wir alle verstehen, dass wir nicht durch unsere Werke gerettet werden. Wir sind gerettet, weil wir an Gott glauben, an das, was Jesus Christus aus Gnaden für uns getan hat. Man sagt, wir halten Gottes Gesetz nicht, um gerettet zu werden, sondern wir halten Gottes Gesetz, weil wir gerettet sind. Wie wenn ein Apfelbaum keine Äpfel produziert, um zu beweisen, dass er ein Apfelbaum ist. Ein Apfelbaum produziert Äpfel, weil er ein Apfelbaum ist. Wir als Christen sollten das Gesetz halten, weil wir Christen sind und Jesus lieben. Als Christen sollten wir das Gesetz halten, weil wir Christen sind und Jesus lieben. Und wenn wir das tun, dann sagt Jesus in Vers 16, dann lassen wir unser Licht scheinen für die ganze restliche Welt. In anderen Worten, wir reflektieren den Charakter Jesu zu der Welt durch das Leben, das wir leben. Das hat er eigentlich gemeint, als er gesagt hat, lasst euer Licht leuchten.

[26:16] In dem Buch Glaube und Werke gibt es eine ganz wunderbare Passage, die das alles gut zusammenfasst. Und die Autorin hat dieses Konzept wirklich verstanden. Sie sagte folgendes, der ganze Himmel hat mit intensivem Interesse auf diejenigen geschaut, die vorgeben, Gottes Geburt zu sein. Hier sind die Menschen, die in der Lage sein sollten, all die reichen Verheißungen Gottes in Anspruch zu nehmen. Die von Herrlichkeit zu Herrlichkeit und von Stärke zu Stärke voranschreiten sollten. Die in einer Position sein sollten, wo sie die Herrlichkeit Gottes in den Werken, die sie tun, reflektieren. Jesus hat gesagt, lasst euer Licht vor den Menschen so leuchten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Wir haben den reichen Segen Gottes erhalten. Aber wir dürfen dort nicht aufhören. Wir müssen mehr und mehr von den göttlichen Schatten der Lichter aus dem Himmel erhalten. Wir müssen uns dort aufhalten, wo wir das Licht empfangen können. Und wir sollen es in seiner Herrlichkeit auf den Weg von anderen reflektieren.

[28:07] Es hat niemals eine Zeit gegeben, wo wir mehr Mut und Zuversicht fühlen dürften, als jetzt. Es gibt viele in unserer Welt, die die Gebote Gottes nicht halten und auch gar nicht das behaupten. Aber sie wollen doch alle Segnungen Gottes für sich in Anspruch nehmen. Sie wollen gerne seine Ansprüche in Anspruch nehmen. Sie wollen ihre Verheißungen akzeptieren und auch annehmen, ohne die Bedingungen zu hören, auf denen diese Verheißungen basieren. Sie haben kein Recht auf die Segnungen, die sie in Anspruch nehmen.

[29:13] Gibt es heute viele Christen, die sagen, es spielt keine Rolle, ob du die Gebote Gottes hältst oder nicht. Wenn du die Populär-Kinderlieder singst, dieses kleine Licht von mir, werde ich es leuchten lassen. Jesus sagt, um dein Licht zu leuchten, musst du meine Leitlinien für das Leben folgen. Wir müssen Gottes Liebe mit anderen teilen. Und das ist wirklich zusammengefasst in einer der berühmtesten Stellen der Bibel. Und das ist in Matthäus 28. Anfang Vers 16. Und wir werden Vers 16 bis 20 lesen. Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder. Etliche aber zweifelten. Und Jesus trat dazu, redete mit ihnen und sprach. Mir ist gegeben, alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch bevorstehe. Und sie haben es geschafft. Und sie und sie. Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.

[31:00] Wir nennen diese Verse oft den Missionsbefehl. Und wir zitieren oft Vers 19 und 20. Wo wir sehen und lesen, so geht nun hin und macht zu Jüngern. Alle Völker. Also wenn es hier heißt, macht Jünger. Was ist eigentlich ein Jünger? Das ist nicht nur ein Nachfolger Jesu. Das ist jemand, der auch dann die Lehren von Jesus weitergibt. Denn das ist ja das, was die Jünger gemacht haben. Also er ruft uns auf, Jünger zu machen, die dann wieder andere zu Jüngern machen, die dann wieder andere zu Jüngern machen, die dann wieder andere zu Jüngern machen. Aber wie geschieht das eigentlich? Doch eine große Welt. Es ist auch nicht so einfach, jetzt Menschen zu Jüngern zu machen. Jesus hat diese Ermutigung. In Vers 18 sagte er. Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Deswegen sende ich euch, dass ihr Menschen zu Jüngern macht. Er sagt also, weil ich alle Macht im Himmel und auf Erden habe, mit dieser Macht sende ich euch. Wie viel Macht ist dort im Himmel und auf der Erde? Also wie viel Macht ist da in der Sonne zum Beispiel? Könnt ihr euch noch an diese große Zahl erinnern, die wir gerade erwähnt haben? Wie machtvoll ist die Sonne? 400 Septillionen Watt.

[33:18] Gott möchte, dass diese Botschaft, die Botschaft des Evangeliums in die ganze Welt geht. Er sagte Matthäus 24, Vers 14. Dass dieses Evangelium vom Reich gepredigt wird in der ganzen Welt und dann wird das Ende kommen. Ist das Ende der Welt eine gute Nachricht? Ich denke, das hängt davon ab, wer man ist. Denk mal darüber nach. Ich habe die Gelegenheit doch einigermaßen viel zu reisen und viele Teile der Welt kennenzulernen und ich habe sehr viele schöne Orte gesehen. Ich mag es immer nach Deutschland zu kommen. Denn eines der schönsten Länder der Welt ist genau hier. Wer von euch glaubt, es gibt in Deutschland wirklich schöne Ecken? Ja, die Hälfte von euch. Es ist wunderschön hier. Aber wenn ich nicht meine Bibel falsch gelesen habe, scheint es mir doch der Fall zu sein, dass die Bibel mir sagt, dass von dem heutigen Zeitpunkt an in die Zukunft geschaut, die Dinge schlechter werden in dieser Welt. In anderen Worten, das Beste, was wir von dieser Welt noch erwarten können, ist jetzt gerade. Es wird jetzt eher bergab gehen, von jetzt an. Also wir können ja damit zufrieden sein, mit dem was wir haben, wenn wir wissen, es wird jetzt schlimmer werden. Und so schön wie Deutschland auch sein mag, ich wäre bereit, zu vermuten, dass der Himmel vielleicht sogar noch etwas besser sein mag als Deutschland. Wer glaubt, das wäre eine Möglichkeit? Ich denke ja. Aber auch das werden wir nicht sehen, wenn nicht vor das Evangelium in die ganze Welt gegangen ist. Wir müssen uns zunächst einmal damit zufrieden geben, was wir jetzt gerade haben, und dass es noch schlimmer werden wird. Ich denke, die meisten von euch würden zustimmen, wir müssen das Evangelium in die Welt tragen, damit Jesus wiederkommen kann. Deswegen bin ich für eine ganze Reihe von Dingen dankbar. Ich bin dankbar für Radio und Fernsehministries. Ich bin dankbar für Internet-Medien-Ministries. Ich bin dankbar für Medien-Ministries, die im Internet aktiv sind. Ich bin dankbar für vollmächtige Prediger, und dass sie diese Botschaft in der ganzen Welt verkündigen. Zumindest versuchen sie es.

[36:44] Aber hier ist die Wahrheit. Wenn wir auf diese Medien-Ministries warten, damit sie ihre Arbeit leisten, dann werden wir noch eine lange Zeit warten, bis Jesus kommt. Er wird dann nicht kommen. Denn es gibt etwas in dieser Gleichung, was sehr wichtig ist, was wir verstehen müssen. Und das ist Matthäus 28, 19 und 20. Der Missionsbefehl. Denn Jesus hat diesem Missionsbefehl nicht den Pastoren gegeben. Nicht nur den Evangelisten. Nicht nur den Bibelarbeitern ist das gegeben. Wem hat er den Missionsbefehl gegeben? Dem Einzelnen von uns. Denn es gibt Menschen, die nur du erreichen kannst, die niemand anders erreichen wird. Diese Botschaft ist für dich ganz persönlich. Und Jesus sagt, all die Macht im Himmel und auf Erden ist mir gegeben worden. Und er sagt, wenn ich all diese Macht habe, sende ich dich mit dieser Macht. Wenn wir also das Evangelium weitergeben, haben wir alle Macht im Himmel und auf Erden hinter uns.

[38:36] Wir haben über die Macht der Sonne gesprochen. Wie hoch war die Zahl nochmal? Wenn du nichts mehr daran erinnerst, dann wirst du diese Zahl erinnern. Aber lass mich dir diese Frage stellen. Wenn du einen Raum erhellen möchtest, und du eine Glühbirne benutzen möchtest, wie viel Watt in der Glühbirne würdest du wählen? 50, 60, 100? Wenn man es sehr hell haben möchte. Vielleicht 100 Watt. Wenn du etwas mehr als 100 Watt wählst, würdest du wahrscheinlich einen viel helleren Raum haben. Ja, weil du ein Feuer ausbrechen würdest. Weil dann vielleicht ein Feuer ausbricht. Aber für einen wirklich schönen, hellen Raum würde man vielleicht so eine 100 Watt Glühbirne verwenden.

[39:52] Also wenn wir jetzt in diesem Gleichnis uns vorstellen, dass Jesus 400 Septillionen Watt auf uns scheint. Und einige der großen Evangelisten und Prediger unserer Zeit reflektieren dieses Licht für andere. Dann denke ich, können wir doch ganz bestimmt sagen, dass diese großen Evangelisten vielleicht so 100 Watt auf den Weg anderer Menschen weiter reflektieren. Sie sind sicherlich nicht so stark wie die 400 Septillionen, aber so 100 Watt sind für diese großen Evangelisten vielleicht angemessen. Also wenn Jesus 400 Septillionen Watt erzeugt und diese großen Evangelisten sagen wir vielleicht mal 100 Watt erzeugen. Dann bleibt für uns die Frage. Was ist mit mir? Wie viel Watt gebe ich in die Welt ab? Mit Sicherheit nicht 400 Septillionen. Und wenn ich mich mit den großen Evangelisten und Pastoren vergleiche, dann ist es ja nicht mal 100. Wisst ihr, wie ich mich fühle? Ich fühle mich so. So ein kleines Nachtlicht. Wisst ihr, wie viel Watt von so einem gewöhnlichen Nachtlicht ausgeht? Ungefähr 8 Watt. Was kann ich jetzt mit meinen kleinen 8 Watt hier tun, damit das Evangelium in die ganze Welt gebracht wird?

[42:06] Mögt ihr Geschichten? Ja, drei von euch mögen Geschichten. Ich mag Geschichten. Und es gibt eine Geschichte, die ich mehr mag als alle anderen Geschichten. Das sind die wahren Geschichten. Denn die wahren Geschichten sind meistens viel besser als die, die man sich ausdenken kann. Würdet ihr gerne eine wahre Geschichte heute Morgen hören? Ja, mehr wahre Geschichten heute Abend.

[42:51] 1972 hat die NASA eine Forschungssonde in den Weltraum gebracht, die Pioneer 10 genannt wurde. Die Aufgabe für diese Sonde war es, zum Planeten Jupiter zu gehen und dort Fotos zu machen. Dann sollten Daten zurückgesandt werden zu den Wissenschaftlern. Über das Magnetfeld von Jupiter, den Strahlungsgürtel, die Atmosphäre. Und die Wissenschaftler dachten, das ist ein sehr kühnes Projekt, weil noch niemals zuvor eine Weltraumsonde weiter als bis zum Mars gekommen war. Und sie fürchteten, dass diese Weltraumsonde gar nicht bis zum Jupiter schaffen könnte, sondern vorher vom Asteroidengürtel zerstört werden könnte. Aber Pioneer 10 hat seine Mission erfüllt und noch sehr viel mehr.

[44:20] Im November 1973 war diese Sonde endlich bei Jupiter angekommen und hat dann angefangen, Fotos zu machen vom Jupiter und Daten zu senden zurück zur NASA. Und die Wissenschaftler waren begeistert, dass die Mission so erfolgreich war. Aber dann passierte etwas, womit sie gar nicht so gerechnet hatten. Die Weltraumsonde wurde in Jupiters enormen Gravitationsfeld geraten. Und sie ging nicht direkt in den Jupiter, sondern sie ging um den Jupiter herum und wurde von der anderen Seite mit einem höheren Geschwindigkeitsgrad von dem, was sie an Jupiter nahm. Und die Weltraumsonde ist dann so in diese Umlaufbahn geraten und aus der Umlaufbahn wieder herausgeschossen worden mit größerer Geschwindigkeit als jemals zuvor. Und es bewegte sich jetzt mit großer Geschwindigkeit Richtung dem Ende des Sonnensystems. Und eine Milliarde Meilen von der Sonne entfernt hat es dann den Saturn passiert. Und hat wieder Fotos gemacht und Daten zur NASA zurückgesandt. Und die NASA-Experten waren total außer sich vor Freude. Die hatten damit gar nicht gerechnet. Und wisst ihr, was dann diese kleine Sonde getan hat? Es ist weitergegangen. Nach zwei Milliarden Meilen von der Sonne entfernt hat es dann den Uranus getroffen. Und hat wieder Fotos gemacht und Daten zurückgesandt. Und die Wissenschaftler konnten das überhaupt gar nicht glauben. Sie haben gedacht, das ist ja unglaublich, erstaunlich. Und wisst ihr, was diese kleine Weltraumsonde dann getan hat? Es ist weitergegangen. Dann drei Milliarden Meilen von der Sonne entfernt ist es am Neptun vorbeigekommen. Und hat Daten zurückgesandt. Und könnt ihr raten, was danach passiert ist? Es ist weitergegangen, immer weiter. Vier Milliarden Meilen von der Sonne entfernt ist es dann an Pluto vorbeigekommen. Hat Fotos gemacht, Daten wieder zur NASA zurückgesandt. Und die Wissenschaftler waren völlig außer sich. Sie konnten es nicht glauben, wie wunderbar das war. Und jetzt könnt ihr vielleicht schon raten, was dieser kleine Satellit dann getan hat. Es ist immer weitergegangen. 1997, 25 Jahre nach der Aussendung war diese Sonde mittlerweile sechs Milliarden Meilen von der Sonne entfernt. Und hat noch immer Daten zurückgesandt.

[47:48] Und hier ist jetzt das wirklich Erstaunliche. Die Ingenieure und Wissenschaftler, die diese kleine Sonde kreiert hatten, sie hatten eigentlich diese Sonde gebaut für eine Lebensdauer von drei Jahren. Aber 25 Jahre später war diese Sonde immer noch unterwegs und hat immer noch gesendet. Und dieser kleine Sender, der diese Signale zur NASA 25 Jahre lang gesendet hat, würde ihr gerne raten, wie viel Watt diese kleine Sendestation gehabt hat, die da Signale gesendet hat? Ich gebe euch einen Hinweis. Acht Watt.

[48:56] Jetzt zurück zur Frage. Was kann ich mit meinen kleinen Acht Watt tun, um das Evangelium in die ganze Welt zu bringen? Die Antwort ist sehr einfach. Ich kann unfassbar viel tun, wenn ich einfach immer weitermache. Liebe Freunde, wir müssen nicht das hellste Licht sein, wir müssen nur bereit sein, unser Licht, das wir haben, leuchten zu lassen. Und wenn wir das tun, dann geht das Evangelium in die ganze Welt und wir können nach Hause gehen.

[49:48] Meine Hoffnung und mein Gebet ist, dass Gott das 500. Jubiläum der Reformation an unsere Tür gelegt hat, wenn er uns sogar die Möglichkeit gibt, dieses Seminar in einer ganz wunderbaren Lokalität durchzuführen. Dann möchte ich, es ist meine Hoffnung, dass diese von Gott gegebene Möglichkeit nicht an uns so vorbeigeht, dass wir da einen Vorteil draus ziehen, dass wir unser Licht leuchten lassen, dass wir Menschen einladen zu diesem Seminar und dass wir sie dann, wenn das dann vorbei ist, in unsere kleinen Gruppen, so dass sie weit über Jesus lernen können und wachsen können im Glauben, so dass sie Jünger werden können und andere wieder zu Jüngern machen können. Wer von euch möchte sich von Gott gebrauchen lassen, um ein Licht zu sein, das erleuchten lassen kann?

[51:10] Lasst uns beten. Lieber Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir das Beispiel von Jesus haben. Niemand hat jemals sein Licht so sehr leuchten lassen, wie Jesus es getan hat. Aber er gibt uns die Gelegenheit und das Vorrecht, unser Licht heute scheinen zu lassen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass unser Licht rein bleibt. Wenn wir Entscheidungen getroffen haben in unserem Leben, die dazu geführt haben, dass unser Licht bedeckt worden ist, dann hilfe uns, dass wir jetzt eine andere Richtung einschlagen können. Und ich möchte dich bitten, dass jeden Abend noch mehr Menschen dort in die Liederhalle kommen werden. Dass mehr und mehr Menschen eine wirkliche Erkenntnis bekommen über den Plan der Erlösung. Wir warten schon auf diesen großen Tag, wenn er wiederkommen wird. Und wir bitten, dass es bald geschehen wird. Bitte gebrauche uns, dass das passieren kann. Im Namen Jesu beten wir. Amen.


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