In dieser Predigt von Eric Flickinger geht es um Hass und Furcht in unserer Gesellschaft und die Ursachen dafür. Er beleuchtet die Zehn Gebote als Richtlinien Gottes, die uns helfen sollen, ein besseres Leben zu führen. Dabei wird erklärt, warum das Gesetz Gottes auch heute noch relevant ist und wie wir durch die Liebe zu Jesus Christus die Kraft erhalten, nach diesen Geboten zu leben und so einen positiven Einfluss auf unsere Welt zu nehmen.
MACHT GLAUBE HOFFNUNG: 5. Hass und Furcht – Warum verändert sich unsere Gesellschaft?
Eric Flickinger · MACHT GLAUBE HOFFNUNG ·Themen: Bibel, BibelstudiumWeitere Aufnahmen
Serie: MACHT GLAUBE HOFFNUNG
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Transkript
[0:30] Also, diese Musik war ja wirklich außergewöhnlich schön. Ich kann mir gar nichts Schöneres vorstellen, was uns so einführen kann auf unser Thema heute Abend, als diese wunderschöne Musik, die wir gerade gehört haben.
[1:13] Also, diese Gefühle auch, die in uns evoziert, wenn wir diese Musik hören, die sind so ganz anders als das, was wir oft hören und sehen, wenn wir um uns herum in die Welt schauen. Und ich glaube, dass Gott uns eher so etwas wünscht, dass wir so etwas erfahren, als das, was wir oft so im Alltag erleben müssen, was uns so in gewisser Weise zu unserem Thema heute Abend bringt.
[1:39] Unser Thema heute Abend ist Hass und Furcht. Warum verändert sich unsere Gesellschaft? Wir erkennen, dass irgendetwas in dieser Welt passiert. Wir sehen, dass es so quasi vor unseren Augen geschieht, aber viele Menschen haben es schwer, so genau bestimmen zu können, was eigentlich die Ursache davon ist. Und heute Abend werden wir uns anschauen, was da so eigentlich so das grundlegende Prinzip ist.
[2:13] Am Dienstag werden wir gemeinsam zusammenkommen erneut. Der vergessene Schlüssel gegen Stress. Was ist meine Zeit wert? Ich habe schon mehrmals gefragt, wer hat in der Vergangenheit, der jüngsten Vergangenheit, Stress erlebt? Und wir haben gesehen, dass fast so gut wie jede Hand hochging. Da bin ich nicht zu überrascht von, denn ich habe auch schon den Verkehr in Stuttgart erlebt. Also kann ich verstehen, warum es da ab und zu Stress gibt. Ich habe auch das Cannstatter Volksfest gesehen und ich kann auch verstehen, dass es da ein bisschen Stress gibt. Und wenn das Arbeitsleben hier auch so etwa ist, wie das Arbeitsleben, wo ich herkomme, dann kann ich verstehen, dass es auch dort Stress gibt. Aber am Dienstag werden wir so den Schlüssel finden, der uns hilft, ein Mittel gegen den Stress zu finden.
[3:30] Darauf folgenden Abend, am Mittwoch, der gläserne Mensch, was ist gerecht? Wir wollen uns anschauen, wie Gott letztendlich Gerechtigkeit in dieser Welt herstellen wird. Denn größtenteils sieht es nicht so aus, als ob es in unserer Welt echt gerecht zugeht. Wir haben zwar einen Rechtsstaat. Aber der bringt auch nicht immer die Resultate, die wir eigentlich für korrekt empfinden würden. Aber schlussendlich dürfen wir erwarten, dass Gott Gerechtigkeit bringen wird. Und wir werden uns anschauen, ganz genau, wie er das tun wird.
[4:28] Und dann das darauffolgende Thema am Freitagabend wird sein: Ende oder Wende der Welt. Und sie lebten glücklich miteinander. Wie sieht die Zukunft für uns auf diesem Planeten Erde aus? Wir hören oft, dass Menschen vorm Ende der Welt reden. Also wird es überhaupt diese Welt enden? Und wenn sie enden wird, wie wird sie enden? Wie könnte das eigentlich aussehen? Und möchte Gott vielleicht auch eine Veränderung, eine Transformation sehen in der Welt? Wird es dann immer Glück geben? Von all den Vorträgen in dieser Serie wird das eine der wirklich hoffnungsvollsten und auch aufmunterndsten Themen sein. Und da hoffe ich, dass jeder Einzelne von uns dann an dem Freitagabend da sein kann.
[5:35] Aber heute Abend ist unser Thema, wie gesagt, Hass und Furcht. Und wir wollen uns anschauen, was in unserer Gesellschaft heute passiert. Und wie immer wollen wir heute Abend mit einem Gebet starten. Lieber Vater, wir danken dir erneut, dass du uns heute zusammengebracht hast. Wir sind jetzt schon fast durchs Wochenende hindurch. Und wir haben noch ein ganz klein wenig Zeit, bevor die neue Woche beginnt. Aber wir wissen auch, dass in der nächsten Woche wieder viele Dinge, die wir hören werden, die uns aufregen werden. Es mögen Dinge sein, die wir in den Schlagzeilen, in den Nachrichten lesen. Vielleicht Dinge, die wir in unseren eigenen Familien, in unserem Leben erleben. Die Welt ist nicht mehr so, wie sie vielleicht früher mal war. Aber wir wollen auch in dieser Welt im Frieden leben. Hilf uns zu verstehen, wie wir ein Teil der Lösung sein können, anstelle des Problems. Wir bitten dich, dass du uns heute Abend in unserem Studium führen wirst. Und bitten das im Namen Jesu. Amen.
[6:59] Es braucht nicht lange, wenn man so seine Lieblingsnachrichten anschaut oder die Lieblingszeitung aufschlägt, um ziemlich entmutigt zu werden. Denn die überwältigende Mehrheit der Nachrichten, die wir erleben, ist wirklich entmutigend. Also die große Mehrheit von den Dingen, die wir sehen, die zieht uns so hinab. Man schaut sich so die Nachrichten an und erst ganz gegen Ende hört man dann etwas Positives. Sie sprechen über die Probleme in der Politik, die Probleme von Gewalttaten in der Gesellschaft, die Probleme von Familien, die Probleme des Verbrechens.
[8:08] Und wir schauen uns das an und fragen uns dann, wo geht das eigentlich so hin? Gibt es irgendeine Hoffnung für das, was vor uns liegt? Es sieht so aus, als ob all die Geschichten, die wir hören, noch schlimmer sind, als die, die wir früher gehört haben. Und das sind nur die Geschichten, die es dann bis in die Schlagzeilen schaffen. Es gibt viele Dinge, die passieren hinter verschlossenen Türen, die wir niemals in den Nachrichten zu hören bekommen.
[8:51] Und dann passiert aber vielleicht irgendetwas an einer Person, die uns sehr nahe steht und wir denken dann, oh, das habe ich gar nicht kommen sehen. Viele unserer Kinder wachsen in einer Welt auf, die wir niemals so erlebt haben, als wir kleiner waren. Und vieles von dem, was wir heute sehen, akzeptieren sie als vollkommen normal. Wie wird die Zukunft ihrer Welt sein?
[9:25] Immer mehr werden Menschen sehr entmutigt mit dem, was im Leben passiert. Und sie fragen sich, wird es in der Zukunft noch anders werden? Wird es immer nur Hass und Kälte sein? Was werden wir sehen?
[9:51] Wir wollen heute Abend unsere Bibeln aufschlagen und sehen, was eigentlich die Ursache für all diese Dinge in der Welt sind. Denn es ist ja nicht so, dass Gott das nicht schon gesehen hätte, dass das kommt. Er wusste, dass die Gesellschaft und diese Welt immer weiter hinab sinken würden. Aber er möchte auch, dass wir verstehen, dass wir in dieser Welt leben können und über dem Leben auf einem anderen Level leben, als das, was wir in der Welt sehen.
[10:28] Und das ist der Grund, warum wir Hass und Kälte haben. Wir werden uns kurz dem Buch Hosea zuwenden. Und wir werden Kapitel 4, Versen 1, 2 und 6 lesen und beginnen, eine Idee zu bekommen.
[10:59] Denn es gibt keine Wahrheit, keine Liebe und keine Gotteserkenntnis im Land. Fluchen und Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat überhandgenommen und Blutschuld reiht sich an Blutschuld. Also wenn man diese Verse liest, dann erinnert das sehr stark an das, was man in den Nachrichten auch zu hören und zu sehen bekommt.
[11:25] Also was ist die eigentliche Ursache von dem? In Vers 6 können wir die Antwort finden. Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis. Denn du hast die Erkenntnis verworfen, darum will auch ich dich verwerfen, dass du nicht mehr mein Priester seist. Und weil auch du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch ich deine Kinder vergessen.
[11:48] Gott sagt also, weil du oder weil ihr mein Gesetz vergessen habt, werde ich deine Kinder vergessen. Und es scheint so zu sein, als ob Gott heute unsere Kinder vergessen hätte. Warum passiert das also? Warum sehen wir so viel Mord und Hass und Gewalt? Gott sagt, weil ihr mein Gesetz vergessen habt.
[12:24] Gott hat uns, seinem Volk, Richtlinien gegeben, die wenn wir sie befolgen würden, wir uns vor vielem bewahren würden, was die Welt so erleidet. Er benennt diese Richtlinien als sein Gesetz. Darin gibt Gott uns so eine Idee von dem, was richtig und falsch ist.
[12:55] Wir wollen uns ein bisschen Gottes Gesetz in der Bibel anschauen. In seinem Gesetz bekommen wir einen besseren Blick von seinem Charakter und seinem Wesen, seiner Liebe zu uns. Gottes Gesetz existierte schon seit dem Anfang. Wir werden uns aber anschauen, wie Moses es aufgeschrieben hat.
[13:24] In 2. Mose 31, Vers 18 steht, Gottes Zehngebote Gesetz war auf Stein geschrieben worden. Warum hat er es wohl auf Stein geschrieben? Er wollte damit ausdrücken, dass dieses Gesetz einen ausdauernden Charakter hat, dass es sich niemals ändern würde. Gott hat sich sogar die Zeit genommen, es mit seinem eigenen Finger auf den Stein zu schreiben. Dies wollte zeigen, wie sehr Gott sich um sein eigenes Gesetz kümmert und sich darum sorgt.
[14:19] Warum hat Gott so ein großes Interesse daran? Wir wollen uns einmal, indem wir uns die Zehn Gebote nacheinander kurz anschauen, so einen Eindruck verschaffen von seinem Gesetz. Und wir wollen uns die Frage stellen, ob wir von diesen Geboten eigentlich mehr oder weniger in unserem eigenen Leben brauchen.
[14:44] Also was war das erste Gebot? Wir werden sie aus 2. Mose 20 zitieren. Das erste Gebot sagt: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Gott sagt, wen oder was stellst du vor mich? Also was stellst du an die erste Stelle? Dein eigenes Ich, dein Ego? Oder deinen Ehepartner? Oder deine Arbeitsstelle? Oder dein Auto, dein Haus? Alles, was wir quasi über Gott stellen, ist im Grunde genommen letztendlich ein Gott für uns. Und Gott sagt, ich habe dich geschaffen und ich bin der Einzige, der dich retten kann. Wenn du mich an die erste Stelle setzt, dann wird es dir sehr viel besser gehen. Wer von uns denkt, dass es der Gesellschaft sehr viel besser gehen würde, wenn jeder zuerst einmal Gott an die erste Stelle setzen würde? Wäre das eine gute Idee? Also ich denke es auch.
[15:59] Schauen wir uns das zweite Gebot an. Da heißt es zusammengefasst: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Und dann sagt er weiter auch noch in diesem zweiten Gebot: der aber Gnade erweist, es geht um Gott, an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Jesus hat insbesondere auch von diesem zweiten Gebot so viel gehalten, um es dann selbst während seines Lebens in seinem Dienst in Johannes 14, Vers 15 zu zitieren. Schauen wir uns das direkt an, wie er es zitiert. In Johannes 14, Vers 15. Also Jesus hielt so viel davon, dass er es selbst zitierte. Wenn Jesus das für ein wirklich wichtiges Gebot hielt, wieviel denken von uns, dass es ein wichtiges Gebot ist? Also das würde ich auch zustimmen.
[17:09] Also in diesem Gebot geht es ja auch, dass man nicht Götzen oder Bilder anbetet. Vor wenigen Abenden haben wir uns ja die Identität des Antichristen angeschaut. Wir haben uns auch die identifizierenden, charakteristischen Merkmale des Antichristen angeschaut und dabei entdeckt, dass ein Punkt darunter war, dass dieser Antichrist versuchen würde, Zeiten und Gesetz zu ändern. Und wir wollen uns das jetzt hier genauer anschauen.
[17:48] Das hier ist aus dem katholischen Katechismus. So werden hier die ersten der zehn Gebote zusammengefasst. Das erste sagt: Du sollst keinen anderen Götter neben mir haben. Das zweite sagt: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren. Frage. Ist das das zweite Gebot? Nein, wir haben ja gerade das zweite Gebot gelesen. Und was hat das zweite Gebot nochmal gesagt? Bete keine Götzen an. Bete keine Bilder an. Und so hat die katholische Kirche dieses zweite Gebot im Katechismus entfernt. Und hat das dritte Gebot an die Stelle des zweiten gesetzt.
[18:49] Was denken Sie, warum haben sie wohl dieses zweite Gebot entfernt, das verbietet sich vor gemachten Bildern zu beugen und sie anzubeten? Da müssen wir uns nicht lange erst unsere Vorstellungskraft bemühen, um die Antwort zu finden. Also als das dritte Gebot an der Stelle des zweiten gehoben wurde, da haben sich alle anderen Gebote auch quasi um eine Ordnungszahl verschoben. Was dazu führte, dass letztendlich nur noch neun Gebote übrig waren. Und sie überlegten sich, naja, irgendjemand wird schon darauf kommen, wenn man plötzlich anfängt, dass man nur noch neun Gebote hat. Also um dann diese Zahl zehn zu wahren, hat man das letzte Gebot genommen, hat es einfach in der Mitte geteilt, wo es um das Begehren geht und hat daraus zwei Gebote gemacht. Also das sieht man hier in dem neunten und zehnten Gebot. Wo also das eigentlich zehnte Gebot der Bibel über die Begierde einfach in zwei Gebote aufgeteilt ist, obwohl es eigentlich dem Inhalt genau identisch ist.
[20:02] Wir gehen zurück zur Bibel und schauen uns das dritte Gebot an. Wo es heißt: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Und ich kann Ihnen mit Sicherheit sagen, dass in den Vereinigten Staaten von Amerika, dass dort die Menschen den Namen Gottes sehr oft in allen möglichen Situationen einfach so missbrauchen, also gebrauchen, ohne darüber nachzudenken. Und mein Deutsch ist nicht perfekt, aber ich kann es meistens verstehen. Und ich weiß, dass viele Leute hier den Namen Gottes missbrauchen, weil sie es gehört haben.
[20:59] Das hat nicht nur damit zu tun, wie wir reden. Das hat auch damit zu tun, wenn wir uns als Christen bezeichnen. Und unser Leben allerdings eigentlich zeigt, dass wir keine echten Christen sind. Und vermutlich kennen Sie auch Menschen, die so in diese Kategorie fallen.
[21:25] Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn. Wir haben so die Tendenz, sehr viel zu arbeiten. Als Resultat haben wir dann Stress und sind so richtig erschöpft. Also sagt Gott: Du musst dir aufpassen. Du musst dir einen Tag nehmen, um ihn mit mir, Gott, und auch mit deiner Familie zu verbringen. Verbinde dich erneut mit mir und lade mal wieder auf. Und wenn du das tust, wirst du genügend Energie haben, um die neue Woche auch einen Angriff nehmen zu können. Wer glaubt von uns, dass so ein Ratschlag uns sehr viel nützen würde? Ich denke, das würde uns helfen.
[22:24] Das fünfte Gebot sagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Wer von uns denkt, es wäre doch gut, wenn die Kinder ab und zu auf die Ecke kommen würden? Ich denke, das sind die meisten der Eltern, deren Hände gerade aufgefallen sind. Wir wären besser davon, wenn das passiert.
[22:49] Das sechste Gebot sagt: Du sollst nicht töten. Sehen wir das heute in der Welt, dass das passiert? Es scheint fast so zu sein, als ob das schon eine ganze Normalität geworden ist, dass das regulär passiert, immer wieder.
[23:07] Das siebte Gebot sagt: Du sollst keine Adulterie machen. Ich habe mir jetzt daraufhin nicht nochmal die Statistiken diesbezüglich in Deutschland angeschaut. Aber wer von uns hat schon mal bemerkt, dass das auch hier stattfindet? Ist es relativ häufig? Es hängt vielleicht auch davon ab, wo man genau ist. Aber oft, wenn es Infidelität gibt, wenn es Adulterie gibt, die verpflichtet ist, wenn es Ehebruch und ja, Untreue gibt, das endet oft damit, dass die Familien auseinanderbrechen. Und wenn das passiert, wer leidet dann am meisten? Die Kinder, die leiden am meisten. Ist es überhaupt ein Wunder, dass Kinder oft so aufgebracht sind?
[24:11] Wenn wir dieser Richtlinie, die Gott uns gegeben hat, folgen würden, wäre unsere Gesellschaft ein wirklich viel besserer Ort.
[24:19] Das achte Gebot sagt: Du sollst nicht stehlen. Wer von uns hat schon mal erlebt, dass ihm etwas gestohlen worden ist? Das sind doch einige. Wäre es der Gesellschaft besser, wäre es in der Gesellschaft schöner, wenn alle dieser Richtlinie folgen würden? Ja, ich denke, viele nicken gerade mit dem Kopf.
[24:47] Neuntes Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten. Gott sagt mit anderen Worten: Sag einfach die Wahrheit. Lüge Menschen nicht an. Wenn alle Menschen die Wahrheit sagen würden, wäre die Welt nicht ein besserer Ort? Man müsste sich nicht mehr Gedanken machen, ob man jetzt vielleicht nicht hier in die Irre geführt würde und angelogen wird.
[25:14] Und dann das zehnte Gebot: Du sollst nicht begehren. Gott sagt mit anderen Worten: Sei zufrieden, sei fröhlich, sei froh mit dem, was du hast. Versuche nicht immer mehr haben zu wollen, als was du schon hast. Sei nicht eifersüchtig auf das, was jemand anderes hat.
[25:39] Also gibt Gott in zehn kurzen Regeln, die uns helfen, in der Gesellschaft und auch mit ihm glücklich leben zu können.
[25:54] Interessanterweise finden wir allerdings heute in der Christenheit Folgendes. Einige Kirchen, die sagen, wir müssen uns wieder mehr mit dem Gesetz Gottes beschäftigen und ihm Folge leisten. Andere Gruppen sagen aber, na, wir brauchen Gottes Gesetz gar nicht. Wir wollen uns mal diese Frage stellen. Warum hat Gott seinen Gesetz überhaupt erst einmal gegeben?
[26:20] Warum haben Regierungen auf der ganzen Welt Gesetze? Sie existieren, die Gesetze, um Ordnung zu garantieren und zu bewahren. Also die Gesetze, die wir so in unseren lokalen und regionalen Regierungen haben, die ändern sich auch. Das liegt auch daran, dass wir die Gesetze, die wir haben, die wir so in unseren lokalen und regionalen Regierungen haben, die neue Menschen an die Macht kommen, die dann die Gesetze etwas modifizieren und ändern, um sich selbst und ihre Nachfolger glücklich zu machen.
[27:00] Bei Gottes Gesetz ist das etwas anders. Denn Gott ändert sich ja nicht. Also muss er auch sein Gesetz nicht ändern. Und sein Gesetz wird uns gegeben, damit wir Glück und Zufriedenheit haben.
[27:18] König David hat Folgendes über Gottes Gesetz gesagt. Psalm 119, Vers 165. Wenn du Frieden haben möchtest, dann, wenn wir an Gottes Gesetz schauen, mit Augen voll mit Liebe, können wir Frieden haben. Und er gibt uns die Fähigkeit, in dem Licht, das er uns gegeben hat, zu gehen.
[27:58] David folgt in Psalm 111. Er sagt in Vers 7 und 8: Alle seine Verordnungen, also Gottes Verordnungen, sind unwandelbar, bestätigt für immer und ewig, ausgeführt in Treue und Aufrichtigkeit. Sein Gesetz wird für immer bestehen.
[28:21] Jesus hat diesen selben Gedanken dann aufgegriffen und wieder auch ausgedrückt. Jesus sagte über sein Gesetz in Matthäus 5, Vers 17 und 18: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz und die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch, bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
[28:52] Jesus sagt also, solange der Himmel und die Erde nicht vergangen sind, wird nicht der I-Punkt, noch ein kleines T-Strichlein auf dem T, vergehen. Wer von uns hat heute gemerkt, beim Herkommen, dass der Himmel immer noch da ist, wo er schon war? Die meisten haben das realisiert. Wie viele von uns sind sich relativ sicher, dass die Erde immer noch unter unseren Füßen ist? Ich denke, die meisten von uns stimmen zu. Also wenn der Himmel noch da ist und die Erde noch da ist, dann sagt Jesus, ist das Gesetz auch noch immer existent.
[29:44] Paulus gibt uns noch etwas mehr Ratschlag zum Gesetz. In seinem Stimme 2 Vers 13 hat er Folgendes gesagt. Denn für Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören, sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.
[30:05] Also es reicht nicht aus, einfach so mit dem Verstand zu wissen, was Gottes Gesetz ist. Sondern Paulus sagt, wenn wir Gott wirklich lieben, dann werden wir seinen Geboten auch folgen.
[30:21] Die Frage ergibt sich daraus: Warum sollten wir die Gebote halten? Halten wir jetzt die Gebote, damit wir dann irgendwie gerettet werden können? Und die Antwort darauf ist: Absolut nein. So rettet Gott Menschen nicht.
[30:47] Schauen wir uns einmal an, was Paulus in Epheser 2 Vers 8 und 9 geschrieben hat. Das sind einige der wichtigsten Sätze und Phrasen, die wir uns heute Abend anschauen werden. Wir werden gerettet durch Gottes Gnade, wenn wir Glauben an Jesus haben. Erlösung ist ein Geschenk Gottes. Wir erhalten es nicht, weil wir uns so angestrengt haben oder irgendwelche Gebote gehalten haben.
[31:31] Wir sollten also nicht die Gebote halten, damit wir dann irgendwie vielleicht gerettet werden könnten. Sondern wir sollten ein Verlangen haben, Gottes Gebote zu halten, weil wir schon gerettet sind.
[31:45] Jemand sagte einmal: Ein Apfelbaum bringt keine Äpfel, um zu beweisen, dass er ein Apfelbaum ist. Ein Apfelbaum bringt keine Äpfel, um zu beweisen, dass er ein Apfelbaum ist. Ein Apfelbaum bringt Äpfel, weil er ein Apfelbaum ist.
[32:17] Wenn wir also Christen sind, sollten wir nach Gottes Gesetz leben, einfach weil wir Christen sind. James sagt dies in James 2, 17. Wenn wir also einfach glauben, aber es gibt keine Beweise in unserem Leben, dann ist es irgendwie leer.
[32:45] Deshalb sagt Jesus in John 14, 15: Wenn ihr mich liebt, so müsst ihr ja meine Gebote nicht halten. Richtig? Das steht eigentlich nicht in der Bibel. Also in meiner Bibel auch nicht. Was dort tatsächlich steht, ist: Wenn ihr mich liebt oder liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.
[33:22] Der einzige Grund, warum wir die Gebote Gottes halten oder überhaupt halten wollen, ist, weil wir Jesus lieben. Wenn wir Jesus nicht lieben, dann kümmere dich gar nicht darum, denn du kannst sie gar nicht alleine auf dich gestellt halten.
[33:45] Hast du jemals versucht, das Richtige zu tun? Und es ist dir irgendwie nicht gelungen? Du bist einfach gescheitert? Du wusstest eigentlich, was du hättest tun sollen, aber du hast dich einfach nicht dazu aufraffen können, es auch wirklich zu tun. Es gibt einen guten Grund dafür. Der Teufel möchte nicht, dass du das Gute tust, das Richtige tust. Und er wird es sehr schwierig machen für dich, das Richtige zu tun.
[34:22] Wir können es also nicht alleine tun, aber Jesus kann uns helfen.
[34:30] Wir wollen uns diese Frage noch stellen hier: Ist es nicht so, dass wir eigentlich nur noch zwei Gebote halten müssen? Einige Leute sagen, ja, so verhält es sich. Wir brauchen nicht mehr zehn Gebote, nur noch zwei. Wir wollen die Antwort von Jesus diesbezüglich hören, in Matthäus 22, Vers 35 und 36.
[35:16] Und das zweite ist ihm vergleichbar. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.
[35:33] Was also Jesus eigentlich in diesen zwei Geboten tut, ist, dass er die gesamten zehn Gebote zusammenfasst. Er sagt: Liebt den Herrn von ganzem Herzen. Und wenn du den Herrn von ganzem Herzen liebst, dann wirst du ganz natürlich die ersten vier Gebote halten. Du wirst keine anderen Götter vor ihm haben. Du wirst keine Götzenbilder anbeten. Du wirst deinen Namen nicht missbrauchen. Wenn du den Herrn von ganzem Herzen liebst, wirst du das gerne tun wollen.
[36:10] Und dann sagt Jesus: Das zweite Gebot ist wie das erste. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Wenn du andere Menschen liebst, dann wirst du sie nicht belügen. Du wirst sie nicht betrügen. Du wirst sie auch nicht umbringen. Du wirst auch nicht mit ihrem Ehepartner Ehebruch betrügen. Jesus sagt, wenn du deinen Nächsten liebst wie dich selbst, dann wirst du die ersten sechs Gebote halten. Er hat also die zehn Gebote nicht abgeschafft, sondern zusammengefasst.
[36:50] Jakobus hatte auch etwas zu sagen über das Gesetz Gottes. Vers 23 und 24 von Kapitel 1. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut. Er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Vers 25. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut. Er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war.
[37:24] Vers 25 sagt: Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, wird glückselig sein in seinem Tun.
[37:44] Also er sagt, das Gesetz Gottes ist wie ein Spiegel. Wir schauen also hinein und sehen unseren eigenen Zustand.
[37:56] Ich möchte jetzt diese Frage stellen und ich denke da vor allem an die Damen unter uns. Ist es jemals passiert, dass sie nach Hause gekommen sind von einem langen Tag und sie sind ins Bad gegangen und sie haben sich so im Spiegel betrachtet und sie haben ihr Gesicht gesehen und sie sagten: Oh nein, denn der Lippenstift, der ging so über die Wangen noch hier direkt an den Nacken und Mascara ging so über den ganzen Stirn und auch das Rouge war völlig deplatziert und sie haben gesagt: Oh, das ist ja schrecklich.
[38:46] Also was tut man jetzt, um dieses Problem zu lösen? Es gibt verschiedene Dinge, die man tun könnte. Man könnte zum Beispiel den Spiegel von der Wand nehmen und ihn einfach so in den Mülleimer werfen und sagen: Ich habe den Spiegel abgeschafft. Jetzt ist alles gut. Ist irgendwas besser geworden? Das Gesicht ist immer noch eine Katastrophe.
[39:16] Was könnte man sonst tun? Man könnte den Spiegel nehmen und versuchen, sich damit das Gesicht sauber zu rubbeln. Wird das das Problem lösen? Einige sind sich nicht ganz sicher vielleicht. Auch das wird das Problem nicht lösen. Das wird das Problem nur noch verstärken.
[39:41] Was tut man, um das Problem zu lösen? Das tut man normalerweise. Man schaut in den Spiegel und sieht: Mein Gesicht ist eine absolute Katastrophe. Also greift man unter das Waschbecken, in das kleine Schränkchen und tut man dann den Farbverdünner heraus und den Lackentferner und den Pot Scrubbers. Und man scrubbt und bufft das Gesicht. Ich weiß nicht, was man benutzt. Ich trage nicht viel Make-up. Ich benutze das nicht. Dann nimmt man ein Schnitttuch und dreht es in feucht und sauber.
[40:50] Wenn das Leder sauber wird, was macht man dann? Dann schaut man wieder in den Spiegel. Denn was suchst du? Du willst sicherstellen, dass du was bist. Sauber.
[41:14] Hier, vergiss diesen Punkt nicht. Die Gesetze sind wie ein Spiegel. Wir schauen in Gottes Gesetz und wir sehen, wir sind dreckig. Was ist es, das uns dreckig macht? Es ist Sünde. Was ist Sünde? 1. John 3, 4 sagt: Sünde ist die Gesetzlosigkeit oder im Englischen die Übertretung des Gesetzes. Wir schauen uns Gottes Gesetz an und merken, wir haben es nicht gehalten, wir haben es gebrochen. Wir sind schmutzig, dreckig mit Sünden.
[42:00] Was kann unsere Sünde wegwaschen? Nicht, indem man den Spiegel, das Gesetz wegschmeißt. Auch nicht, indem wir uns versuchen, mit dem Gesetzesgesetz zu verändern. Es gibt nur eine Sache, die unsere Sünden wegwaschen kann. Und das ist das Blut Jesu.
[42:21] Wenn wir herausfinden, dass wir gesündigt haben, dann sagt uns das, dass wir zu Jesus kommen müssen. 1. John 1, 9 sagt: Wenn wir unsere Sünden vergeben, ist er treu und gerecht, unsere Sünden zu vergeben und uns zu reinigen von aller Ungerechtigkeit.
[42:53] Der Sinn des Gesetzes ist nicht, uns zu reinigen, nicht, damit wir dadurch gerettet werden, sondern er lässt uns wissen, dass wir Jesus brauchen. Es sagt uns lediglich, dass wir Jesus brauchen.
[43:18] Wenn wir in Gottes Gesetz hineinschauen und sehen, dass wir Jesus brauchen, dann können wir zu ihm gehen und Erlösung erhalten. Genau das ist der Zweck des Gesetzes Gottes.
[43:32] Wir können uns anschauen, was Paulus in Römer 3, Vers 20 sagt. Er sagt uns, dass Jesus kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann, denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Das Gesetz zeigt uns, dass Sünde existiert. Und dann gehen wir zu Jesus, um uns reinigen zu lassen.
[44:00] Jesus hat den Preis für unsere Sünden bezahlt. Er ist für unsere Sünden gestorben, er hat unseren Platz eingenommen. Unsere Aufgabe ist es, dieses Geschenk anzunehmen.
[44:17] In 1.Johannes 2, Vers 3 und 4 heißt es folgendermaßen: Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt, ich habe ihn erkannt und hält auch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner. Und in einem solchen ist die Wahrheit nichts.
[44:41] Also wenn Sie jemandem mal begegnen, der sagt: Ich brauche die 10 Gebote gar nicht mehr zu halten, dann sagt uns die Bibel, dass diese Person Jesus noch gar nicht richtig kennengelernt hat.
[44:51] Aber das führt uns jetzt zu einer sehr wichtigen Frage. Ist es nicht eigentlich unmöglich, die 10 Gebote zu halten? Wir haben vielleicht schon hier und da in unserem Leben versucht, mal alles richtig zu machen und sind dann gnadenlos gescheitert. Und wie ich vor wenigen Minuten gesagt habe, gibt es dafür einen sehr guten Grund. Denn der Teufel ist stärker als wir. Und wenn wir gegen ihn versuchen zu kämpfen, dann verlieren wir.
[45:27] Ich möchte zwei Fragen uns allen stellen. Die erste ist: Wer möchte uns in die Sünde führen? Wer ist das wohl? Das ist der Teufel. Wer ist es, der uns vor der Sünde bewahren möchte? Das ist Gott, oder?
[45:53] Also, ist es jetzt unmöglich, die Gebote zu halten? Wenn wir das glauben, diese Frage, dann sagen wir eigentlich mit anderen Worten, dann sagen wir, dass wir glauben, dass der Teufel zwar stark genug ist, um uns in die Sünde zu führen, aber Gott nicht stark genug ist, um uns von der Sünde zu bewahren. Also mit anderen Worten, ist dann unser Teufel stärker als unser Gott.
[46:30] Also die Frage ist: Wer ist stärker, dein Teufel oder dein Gott? Wenn du glaubst, dass der Teufel stärker ist als Gott, wenn du glaubst, dass der Teufel stärker ist als Gott, dann schlage ich dir vor, dass du einen anderen Gott bekommst. Denn du hast noch nicht den Gott der Bibel kennengelernt.
[46:52] Die gute Nachricht ist, dass Jesus uns nicht nur von unseren Sünden retten möchte, er möchte uns auch einen Sieg schenken über die Sünde.
[47:04] Schauen wir uns Ezekiel 36, 26 und 27 an. Jesus sagt: Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischendes Herz geben. Er möchte also nicht nur, dass sein Gesetz mit seinem Finger auf Steintafeln geschrieben wird, er möchte auch sein Gesetz in unser Denken, in unser Herz hineinschreiben.
[47:44] Wenn wir wirklich Jesus lieb gewinnen, dann wird es immer natürlicher für uns, seinen Willen tun zu wollen. Und wenn wir dann Herausforderungen haben und kämpfen und auch scheitern, dann bitten wir um Vergebung und sagen: Herr, ich kann das sowieso nicht alleine. Aber ich weiß, dass bei Gott alle Dinge möglich sind. Also werde ich diesen Kampf nicht weiter kämpfen. Ich werde stattdessen diesen Kampf Jesus übergeben. Und ich werde ihn den Kampf kämpfen lassen. Und wenn er den Kampf kämpft, dann wird er auch gewinnen.
[48:36] Und wenn du erlebst, wie du plötzlich über Dinge den Sieg hast, was du vorher nie erlebt hast, dann wirst du lächeln. Dann wirst du auch viel eher bereit sein, deine Liebe zu Jesus anderen zu sagen, weil du erlebt hast, was er in deinem Leben getan hat.
[49:05] Wir wollen uns anschauen, was David in Psalm 40 und dort Vers 9 gesagt hat. Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich. Dein Gesetz ist in meinem Herzen.
[49:24] Paulus sagt uns in Römer 6 Vers 14 und 15: Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Also was genau bedeutet das? Es scheint ja fast so zu klingen, als ob Paulus sagen würde, dass man das Gesetz nicht mehr halten müsste. Aber das würde ja gar keinen Sinn machen, weil wir schon an anderen Stellen gesehen haben, dass Paulus sehr oft, sehr deutlich sagt, dass wir Gottes Gesetz halten sollten.
[50:02] Also lassen wir den Paulus mal sich selbst erklären. Wie nun sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferner. Und er geht weiter.
[50:29] Paulus sagt, wir gehen in eine von zwei Richtungen. Sünde führt zum Tod oder Gerechtigkeit. Aber was bedeutet es, wenn er sagt: Ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade?
[50:52] Ich möchte eine kleine Geschichte erzählen, die vielleicht das etwas illustrieren kann. Ich reise sehr viel, um diese Botschaften weitergeben zu können. Im letzten Herbst war ich in Bulgarien. Viele Leute kamen dort, um diese Vorträge zu hören. Ich war sehr mutig, zu sehen, wie gut diese Botschaften aufgenommen worden sind. Ich hatte einen freien Tag, und so entschied ich mich, ich würde gerne die Hauptstadt Bulgariens, Sofia, besuchen. Es war ca. eine Stunde und eine halbe Fahrt, von dem Ort, an dem ich war.
[51:46] Wenn ich reise, nehme ich nicht immer meine Brieftasche mit mir. Wenn ich sie mitnehme, gibt es die Möglichkeit, jemanden sie zu stehlen. Normalerweise nehme ich meinen Passport und etwas Geld in meinem Passport. Ich hatte mit mir an dem Tag, als ich fuhr, meinen Passport mit ca. 50 Euro.
[52:25] Ich war mit einigen Freunden im Auto. Als ich fuhr, passierten wir über einen Polizei-Checkpunkt. In Bulgarien, wenn sie dich anhalten wollen, folgen sie normalerweise nicht in einem Auto. Sie stehen einfach an der Seite der Straße, mit einem kleinen Stück. Wenn sie dich anhalten wollen, zeigen sie dir den Stück, und du musst dich überholen.
[53:06] Als ich vorbeifuhr, haben sie den Stück auf mich gezeigt, und ich musste anhalten und ranfahren. Ich hatte keine genaue Ahnung, warum sie mich anhielten, denn ich war nicht zu schnell gefahren. Ich hatte also nicht so genau die Ahnung, warum.
[53:28] Ich habe also angehalten und mein Fenster runtergefahren, und der Polizist kam zu meinem Fenster, und er hat angefangen, mit mir zu reden. Mein Bulgarisch ist jetzt nicht so brillant, aber mein Übersetzer war ja bei mir, und der Übersetzer hat jetzt versucht, dem Polizisten klarzumachen, dass ich kein Bulgarisch sprechen kann.
[54:06] Also hat der Polizist jetzt gefragt, wo mein Führerschein sei und auch die Papiere des Autos. Da es sich um ein ausgeliehenes, ein gemietetes Auto handelte, hatte ich die ganzen Autopapiere im Handschuhfach. Also habe ich die Autopapiere geholt, habe in meine Tasche gegriffen und den Pass herausgeholt. Und habe sie dem Polizisten gegeben.
[54:41] Und der Polizist schaute sich die Papiere an, war ganz glücklich mit ihnen, und dann öffnete er meinen Pass. Und man konnte seine Augen sich vergrößern sehen, und da waren ungefähr 50 Euro drin. Und ich dachte mir, oh nein, er denkt jetzt, ich will ihn einfach nur bestechen.
[55:06] Mein Übersetzer hat jetzt das Tempo seines Sprechens etwas beschleunigt. Also der Polizist hat sich mal den Pass angeschaut, das Geld und auch die Autopapiere. Und er sagte: Die Autopapiere sind ganz okay, aber ich habe ja nach deiner Fahrerlaubnis gebeten. Aber ich habe ja nach deiner Fahrerlaubnis gebeten.
[55:32] Und ich habe gesagt: Oh, das tut mir leid. Ich muss sie ganz schnell holen. Und ich habe jetzt in meine Tasche gegriffen und mein Portemonnaie war nicht in meiner Tasche, weil ich es ja im Hotel zurückgelassen hatte und nur meinen Pass mitgenommen hatte. Und jetzt dachte ich mir, oh nein, jetzt habe ich wirklich ein Problem.
[56:02] Und einige andere im Auto haben mir schnell erklärt, wenn du in Bulgarien bist und nicht wirklich zufriedenstellende Papiere vorlegen kannst der Polizei, dann nehmen sie die Autopapiere mit und dann kannst du das Auto nicht länger fahren. Und das war ja wie gesagt ein geborgenes, gemietetes Auto. Und jetzt dachte ich, jetzt habe ich wirklich ein Problem. Ich werde das Auto verlieren. Ich werde 50 Euro verlieren und ich weiß nicht, was vielleicht noch alles mir verloren gehen wird.
[56:42] Aber der Polizist tat etwas, was ich nicht wirklich erwartet hatte. Jetzt, in diesem Moment, wenn er gewollt hätte, hätte er die Autopapiere mitnehmen können. Ja oder nein? Das hätte er tatsächlich tun können. Hätte er das Geld aus meinem Pass nehmen können? Das hätte er tun können. Warum? Denn ich war unter dem Gesetz. Ich hatte das Gesetz gebrochen.
[57:24] Wie hatte ich das Gesetz gebrochen? Ich habe später Folgendes herausgefunden. Wenn du dein Auto in Bulgarien fährst, ganz egal, ob es Tag oder Nacht ist, spielt keine Rolle, da muss man immer das Licht anhaben. Und das hatte ich nicht, weil es wirklich heller, klarer Sonnenschein war. Ich hatte keine Ahnung, aber ich hatte das Gesetz gebrochen.
[57:55] Also, wenn er gewollt hätte, hätte er das Auto mitnehmen können. Aber das ist, was er stattdessen getan hatte. Er fragte: Gibt es irgendjemand anders hier im Auto, der eine Fahrerlaubnis hat? Und einer meiner Freunde hatte das auch. Und der Polizist sagte: Warum tauscht ihr nicht einfach die Sitze und dann freut ihr euch den restlichen Tag?
[58:24] Er gab mir den Pass mit dem ganzen Geld zurück. Und er gab mir die Autopapiere zurück. Und er wünschte uns einen wunderschönen Tag. Jetzt war ich nicht mehr unter dem Gesetz. Jetzt war ich unter der Gnade. Weil ich jetzt unter der Gnade war, deswegen muss ich ja das Gesetz nicht mehr halten, oder? Also habe ich ihm so die Nase gezeigt, habe den Autoschlüssel eingesteckt, bin aufs Gas gedrückt und bin über die Autobahn gerast, weil ich ja das Gesetz nicht mehr halten muss, weil er mir Gnade gegeben hat, oder?
[59:17] Nein, natürlich nicht. Ich dankte ihm immens. Ich bin aus dem Auto heraus gestiegen. Habe mich auf den Nebensitz gesetzt. Ich habe jemand anders fahren lassen. Wir haben das Licht angemacht und sind dann ganz vorsichtig nach Sofia gefahren.
[59:43] So sollte es auch mit uns als Christen sein. Wir sind nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade. Weil wir unter der Gnade sind, verdienen wir eigentlich den Tod, aber Jesus gibt uns etwas, was wir gar nicht verdient haben. Weil wir also das Leben und die Erlösung gar nicht verdient hätten, aber er sie uns trotzdem gibt, dann sollten wir mehr als jeder andere wirklich sorgfältig darauf achten, Gottes Gesetz zu halten, denn Gott hat uns Leben gegeben, obwohl wir den Tod verdient hätten. Das bedeutet es, nicht unter dem Gesetz zu sein, sondern unter der Gnade.
[1:00:37] In Römer 6, Vers 23 sagt Paulus: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.
[1:00:51] Wie ist dieser Preis bezahlt worden? Johannes 3, Vers 16 sagt uns: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass es einen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
[1:01:11] Jesus sagt in Johannes 14, Vers 15: Wenn ihr mich liebt, liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.
[1:01:22] Es geht tatsächlich allein um die Liebe. Wenn wir Jesus von ganzem Herzen lieben, dann wird er uns auch die Kraft geben, seine Gebote halten zu können. Und wenn wir unser Leben nach seinen Richtlinien ausrichten können, dann können wir die Welt, in der wir leben, verändern.
[1:01:50] Es gibt vielleicht Hass und Furcht um uns herum, aber wir können im Licht der Liebe und des Gesetzes Gottes leben und so die Welt zu einem besseren Ort machen.
[1:02:07] Wer von uns möchte heute Abend mit mir zu Jesus sagen: Ich möchte das tun? Lieber Vater, erneut möchten wir dir Danke sagen, dass wir hier sein dürfen. Wir leben in einer Welt, von der wir wissen, dass sie nicht wirklich richtig ist. Es war gar nicht dein Wunsch, dass die Dinge sich so entwickeln würden, aber jetzt sind wir in dieser Situation. Wir möchten tatsächlich eine Veränderung zum Guten bewirken. Wir möchten, dass die Menschen, indem sie unser Leben betrachten, sehen, was für ein liebevoller Gott du bist. Deswegen bitten wir dich, dass du uns darin segnen möchtest. Wir beten das im Namen Jesu. Amen.
[1:03:14] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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