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In dieser Predigt von Eric Flickinger wird der Sabbat als vergessener Schlüssel zur Stressbewältigung vorgestellt. Angesichts der zunehmenden Belastung durch Stress in der modernen Gesellschaft beleuchtet das Video die biblischen Ursprünge und die Bedeutung des Sabbats als Ruhetag, der von Gott selbst eingesetzt wurde. Es wird erklärt, warum die Sieben-Tage-Woche biblisch begründet ist und wie der Sabbat als Zeichen der Schöpfung und Erlösung dient. Die Predigt widerlegt auch gängige Missverständnisse über den Sabbat und zeigt auf, wie er uns helfen kann, eine tiefere Verbindung zu Gott und unseren Mitmenschen zu finden.


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Serie: MACHT GLAUBE HOFFNUNG

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Transkript

[0:30] Wie viele von euch haben den Weg gut hergefunden? Also die Hälfte von euch. Wenn ihr euren Weg nicht so gut gefunden habt, dann frage ich mich, wie der Rest von euch hierher gekommen ist. Aber wir freuen uns, dass ihr hier seid.

[1:09] Und heute Abend freuen wir uns auf ein aufregendes Thema. Der vergessene Schlüssel gegen Stress, was ist meine Zeit wert? Genau. Dann wird unser nächstes Thema sein, der gläserne Mensch, was ist gerecht? Und das werden wir uns morgen Abend beschäftigen. Es scheint, dass es heute schwierig ist, Menschen zu vertrauen. Und es scheint auch so, als ob man heutzutage nicht so oft Gerechtigkeit verspürt. Aber werden wir eines Tages wahre Gerechtigkeit erleben und gibt es da jemanden, dem wir vertrauen können? Das werden wir morgen herausfinden.

[2:08] Also am Freitagabend, beim darauffolgenden Thema, werden wir uns mit folgendem beschäftigen: Ende oder Wende der Welt und sie lebten glücklich miteinander. Und wir wollen uns anschauen, was die Zukunft für diesen Planeten bringt. Ist die Zukunft eher dunkel oder ist sie rosig? Ist es eine Mischung aus beidem? Und wie können wir dafür sorgen, dass wir auf der richtigen Seite der Dinge schlussendlich stehen? Das wird also am Freitagabend sein.

[2:52] Wir haben auch ein paar mehr Themen noch. Nummer neun ist: Wir lernen von den Blue Zones, gesund und fit in acht Schritten. Also mit diesem Thema wollen wir uns anschauen, wie wir Prinzipien in unserem Leben umsetzen können, die uns gesund und fit halten und die unser Leben vielleicht verlängern können. Denn die Bibel gibt uns tatsächlich ein paar exzellente Prinzipien dafür, wie wir in unserem Leben gesund bleiben können. Und wer diese kleine weiße Karte mit den folgenden Themen noch nicht hat, der kann sie gern am Registrationstisch noch abholen. Aber heute Abend wollen wir uns mit diesem Thema beschäftigen.

[4:08] Aber wie auch jeden anderen Abend, lasst uns mit einem Gebet beginnen. Vater, wir sind wieder einmal dankbar, hier sein zu dürfen. Du hast uns Hoffnung und auch Stärkung gegeben, wie die Zukunft aussehen würde. Und du hast uns auch gezeigt, wie die Entscheidungen, die wir heute treffen, einen Einfluss auf die Ewigkeit haben. Und segne uns noch einmal heute Abend, wenn wir uns damit beschäftigen, welche Antworten dein Wort für uns bereithält. Und wir beten dafür im Namen Jesu.

[4:59] Seit über 2.000 Jahren ist Stuttgart bekannt für Entspannung. Die Römer, die hier gelebt haben, haben verstanden, dass es hier eine wunderbare Grundlage gibt, um Mineralbäder zu haben. Und es ist kein Geheimnis, dass es da ganz tolle gibt. Und es gibt Tausende von Menschen, die aus Europa hier nach Stuttgart kommen, um das zu erleben, was ihr oder wir hier haben. Es ist also ein Gebiet, das bekannt für Entspannung und Ruhe ist.

[5:55] Aber wenn ich letztens an einem Abend gefragt habe, wer von euch schon gestresst war, dann ist fast jede Hand nach oben geschnellt. Und als ich so durch Stuttgart gelaufen bin, da habe ich auch etwas anderes sehr interessant gefunden. Es gibt viele Leute, die sich Entspannung durch Massagen suchen. Und viele andere Leute versuchen, sich ein bisschen Entspannung zu gönnen, indem sie in Bars gehen. Aber doch scheinen die Leute noch gestresst zu sein.

[6:47] Und es ist ganz interessant, wenn wir uns ein paar der Statistiken anschauen, was mit Deutschland bezüglich Stress passiert ist in den letzten Jahren. Die Leute in Deutschland leiden mehr unter Stress als Leute in anderen Regionen Deutschlands oder Europas. Von der Techniker Krankenkasse wurde vor einigen Jahren eine Studie durchgeführt. Und hier sind einige der Statistiken, die sie gefunden haben, als sie über Stress mehr herausfinden wollten. Das Leben in Deutschland wird stressiger, so war der Artikel genannt. Zwischen 36 und 45 Jahren ist der Stresspegel am höchsten. Und in dieser Altersgruppe fühlen sich 80 Prozent unter Druck gesetzt. Und vor allem hier in Baden-Württemberg ist der Stresspegel besonders hoch. Norddeutsche dagegen sind eher entspannt.

[7:59] Was wir auch feststellen oder was festgestellt wurde, ist, dass Leute am Arbeitsplatz viel Stress erleben und dass das auch das Arbeitsumfeld beeinflusst. Stress am Arbeitsplatz kostet Deutschland viel Zeit, Geld und Gesundheit. 59 Millionen Arbeitstage gehen jährlich wegen mentaler Krankheiten verloren. Und davon, von diesen mentalen Krankheiten, waren 70 Prozent stressbedingt. 43 Prozent der Arbeitnehmer finden, dass der Stress an ihrem Arbeitsplatz in den letzten zwei Jahren zugenommen hat. Und es wurde auch herausgefunden, dass Deutsche mehr arbeiten, Überstunden machen, die nicht bezahlt werden und das mehr als alle anderen Europäer.

[9:09] Es sollte uns also nicht überraschen, dass die Leute hier gestresst sind. Es muss aber nicht so sein. Zu einem gewissen Grad legen wir uns das selbst auf. Glaubt ihr, dass Gott wusste, dass wir gestresst sein würden? Ich denke, er wusste das. Denkt ihr, dass Gott wollte, dass wir gestresst sind? Ich denke, wir können alle übereinstimmen, dass das nicht der Fall ist.

[9:48] Hat Gott also vielleicht einen Schlüssel, der uns helfen wird, dieses Stressproblem zu verstehen? Und die Antwort auf diese Frage ist ja, da gibt es einen Schlüssel. Aber um das herauszufinden, möchte ich euch zuerst mal ein paar Fragen stellen. Warum hat das Jahr 365 ein Viertel Tage? Das ist, weil die Erde so lange braucht, um sich um die Sonne zu drehen. Und warum hat ein Monat zwischen 28 und 31 Tagen? So lange braucht es für den Mond, um seine Bahnen zu drehen. Und warum hat der Tag 24 Stunden? So lange braucht die Erde, um sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Das sind einfache Fragen.

[11:01] Lasst mich aber eine ein bisschen schwerere Frage stellen. Warum hat die Woche sieben Tage? Was in Sonne, Mond und Sternen gibt uns eine Sieben-Tage-Woche? Und die Antwort ist, absolut nichts. Es gibt da nichts in Sonne, Mond und Sternen, was dazu führen würde, dass wir eine Sieben-Tage-Woche haben. Aber doch ist es so, dass auf der ganzen Welt Leute in einem Sieben-Tage-Rhythmus leben. Warum ist das also so? Lasst uns also ganz zurück an den Anfang gehen, um eine Antwort darauf zu finden, denn das wird uns helfen, dieses Problem des Stresses zu lösen.

[12:00] Die Bibel beginnt im 1. Mose 1, Vers 1. Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Gott hat also den Himmel und die Erde kreiert. Die meisten Leute, die irgendwas in der Bibel gelesen haben, sind schon einmal darüber gestolpert. Aber die Frage ist, wer ist Gott? Welcher Teil der Gottheit hat die Welt kreiert? Die meisten Leute verstehen, dass wir den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist haben. Welcher dieser drei Personen war also der Schöpfer?

[12:44] Lasst uns also Kolosser 1,16 anschauen und Paul wird uns helfen, die Antwort auf diese Frage zu finden. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist. Das Sichtbare und das Unsichtbare. Seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. Hier spricht Paul ganz klar über Jesus. Und er sagt, dass Jesus alle Dinge im Himmel und auf der Erde kreiert hat. Und er sagt, dass durch Jesus alle Dinge im Himmel und auf der Erde entstanden sind.

[13:25] Und in Johannes 1, 1-3 und Vers 14 sagt Johannes genau das Gleiche. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war am Anfang bei Gott. Das Wort ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Wer war also dieses Wort, das Fleisch wurde und alles kreiert hat? Das war Jesus. Er war also der, der geschaffen hat bei der Schöpfung.

[14:21] Aber auch der Vater und der Heilige Geist haben natürlich mitgearbeitet. Aber Jesus hat alles geführt und geleitet. Und als er jeden Tag kreierte, so hat er sie mit verschiedenen Dingen gefüllt. Und nach sechs Tagen, da hat er den letzten Tag kreiert. Und in 1. Mose 2, Vers 2 lesen wir darüber. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte. Und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte.

[15:04] Und als er diesen siebten Tag kreiert hatte, da hat er drei besondere Dinge getan. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte. Er hat also geruht, gesegnet und geheiligt. Und dieses Wort heiligen, das heißt etwas besonders machen für einen bestimmten Gebrauch. Also schon seit der Schöpfung hat Gott diesen Tag sozusagen beiseite gestellt, besonders hingestellt für eine ganz bestimmte Handlung. Und die ganze Zeit über, von der Schöpfung bis heute, hat dieser sieben Tage Rhythmus ja Bestand gehabt.

[16:08] Gott hat sechs Tage lang gearbeitet, als er die Erde kreiert hat. Und dann hat er am siebten Tag geruht. Die Bibel sagt, dass er ihn geheiligt hat. Er segnete ihn. Er heiligte ihn. Und er ruhte an ihm. Warum hat er geruht? War er vielleicht müde? Wird Gott müde? Natürlich nicht, er ist Gott. Aber er wusste, dass wir müde werden würden. Er hat uns also ein Beispiel gegeben. Nachdem er sechs Tage lang gearbeitet hat, hat er eine Pause gemacht.

[17:02] Und als Vorbild hat er uns gesagt, ihr sollt auch eine Pause haben, weil ich weiß, dass ihr das brauchen werdet. Und das war wichtig genug für Gott, sodass er es mit seinem Finger in Stein geschrieben hat. Das vierte Gebot dreht sich genau um diesen besonderen Tag.

[17:29] In 2. Mose 20, Vers 8 und 9 lesen wir, was Gott mit seinem eigenen Finger geschrieben hat. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun. Weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt.

[18:04] Er sagt also, an sechs Tagen kannst du alle Arbeit tun, die du zu tun hast. Aber am siebten Tag, am Sabbattag, da sagt er, an dem Tag sollst du arbeiten. Denn du wirst dich wieder erholen, aufladen müssen. Man muss sich erholen. Und du brauchst neue Kraft, körperlich wie auch geistlich, um die nächste Woche überstehen zu können.

[18:36] In 2. Mose 20, Vers 10, sagt er uns, welcher Tag dieser Tag ist. Er hat uns gezeigt, welcher Tag das ist. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Er sagt also, am siebten Tag der Woche ist der Sabbat des Herrn.

[19:02] Und schauen wir uns noch einmal an, was Gott an diesem Tag tat. Denn die drei Dinge, die er getan hat, sollen uns auch ein Beispiel sein für die Dinge, die wir an diesem Tag tun sollen. Er hat geruht. Er hat ihn gesegnet. Und er hat ihn geheiligt. Und er hat ihn uns gegeben, damit wir uns daran erinnern würden, dass er unser Schöpfer ist.

[19:35] In Ezekiel 20, Vers 12, lesen wir: Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich, der Herr, es bin, der sie heiligt. Der Sabbat ist also ein Zeichen, damit wir uns erinnern, dass Gott uns heiligt.

[20:01] Was sind also einige dieser Segen, die mit diesem Tag verbunden sind? Die erste Sache ist, dass wir Ruhe bekommen. Wieder möchte ich sagen, Gott wusste, dass wir ja ein stressiges Leben haben würden. Und er wusste, wir brauchen da eine ganz bestimmte Zeit, an der wir die Verbindung mit ihm wieder stärken.

[20:29] Wir sollten auch Zeit für andere haben. Mit unserer Familie zum Beispiel. Wenn man sich anschaut, was mit Familien um die Welt herum passiert, dann sieht man, dass die sich auseinander gehen, auseinander leben. Denn die Leute sind sehr beschäftigt, arbeiten zu viel. Sie spielen irgendwelche Sachen. Und sie haben keine Zeit für ihre Familien. Gott hat uns also diesen besonderen Tag des Sabbats gegeben, damit wir auch wieder Zeit mit unserer Familie verbringen können.

[21:11] Er gab uns den Tag auch, damit wir wieder Zeit für ihn haben. Viele Leute gehen durch die gesamte Woche, ohne wirklich eng mit Gott verbunden zu sein. Und es ist nicht so, als ob er nicht mit uns Zeit verbringen wollte. Wir sind einfach so beschäftigt, dass wir vergessen, Zeit mit ihm zu verbringen. Oder wir haben sogar die Intention, es dann am Ende des Tages irgendwie noch zu machen. Und ich werde jetzt nicht nach Handzeichen fragen. Aber fragt euch mal selbst, ist es dir jemals schon mal so gegangen, dass du den Tag mit Gebet beendet hast? Und bevor du Amen gesagt hast, bist du eingeschlafen? Das passiert Menschen.

[22:16] Wir sind einfach so beschäftigt die ganze Zeit, dass wir zu dem Zeitpunkt, an dem wir wach sind und aufnahmefähig, dass wir da keine Zeit haben. Gott hat also einen ganzen Tag beiseite gelegt, dass wir ihn mit ihm verbringen können. Und es ist uns auch als ein Denkmal gegeben, sodass wir die Tatsache, dass Gott uns geschaffen hat, uns daran erinnern können.

[22:53] Wir sind so in diesem beschäftigten, Wochenplan drin, in diesem Lebensalltag, dass wir vergessen, dass er uns geschaffen hat und dass er uns auch erlöst. Nun wissen wir, dass dieser Tag in der Bibel der Sabbat genannt wird. Aber welcher Tag der Woche ist denn der Sabbat? Die Bibel nennt ihn den siebten Tag. Was ist denn der siebte Tag? Das kommt auf den Kalender an, den man sich anschauen möchte. Denn einige Kalender beginnen mit Sonntag und andere beginnen am Montag. Woher wissen wir also, welcher Tag der siebte Tag ist?

[23:49] Wir können uns also nicht einfach so auf den Kalender verlassen, der jetzt zufällig bei uns an der Wand hängt. Das ist jetzt keine unbedingt sehr handfeste Quelle für biblische Wahrheiten. Lasst uns noch einmal 2. Mose 20, Vers 10 anschauen. Wir wissen also, hier handelt es sich um den Sabbat. Was ist aber der siebte Tag?

[24:33] Ich bin der deutschen Sprache sehr dankbar. Denn nicht jede Bevölkerungsgruppe hat diesen Vorteil, den wir haben. Denn einer unserer Tage hat einen ganz tollen Namen, der uns dabei hilft, zu verstehen, welches der Sabbat-Tag ist. Der Name dieses Tages hilft uns zu verstehen, an welchem Tag der Sabbat ist. Es heißt Mittwoch. Und was bedeutet denn Mittwoch? Es heißt in der Mitte der Woche. Man hat also vor und nach Mittwoch die gleiche Anzahl an Tagen. Wenn also der Mittwoch in der Mitte ist, dann macht es ihn zum vierten Tag. Man hat 1, 2, 3 Tage davor und man hat 1, 2, 3 Tage danach. Wenn man also zum Mittwoch geht, hat man 3 Tage mehr. Wo landen wir dann? Das ist der Samstag.

[26:04] Es ist also toll, wie die deutsche Sprache strukturiert ist. Lasst uns einmal Markus 2, 27 lesen. Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschenwillen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbatswillen. Also schon ganz am Anfang im Garten Eden hat Gott diesen wunderbaren Tag geschaffen. Und er hat uns die Möglichkeit gegeben, diesen Moment die ganze Zeit in Erinnerung zu behalten.

[26:41] Und einige Leute sagen: Ist der Sabbat nicht einfach für die Juden? Das ist eine großartige Frage. Aber lasst mich euch eine Frage stellen. Wie viele Juden gab es im Garten Eden? Keine. Die Juden sind erst Hunderte von Jahren später dazugekommen. Der Sabbat wurde also nicht für die Juden gegeben. Der Sabbat wurde für die ganze Menschheit gemacht. Und der Teufel mag den Sabbat nicht. Denn der Sabbat erinnert uns daran, dass Gott uns geschaffen hat.

[27:28] Es gibt zwei Dinge, die Gott im Garten Eden uns geschenkt hat. Und zwar die Ehe und den Sabbat. Und wir merken, dass der Teufel alles tut, was in seiner Macht steht, um diese zwei Prinzipien zu zerstören. Was wir aber in der Bibel finden, ist, dass Gott uns dieses Geschenk des Sabbats gegeben hat, sodass wir eine Erholung finden können, eine Erleichterung von dem Stress, mit dem wir uns die ganze Woche beschäftigen müssen.

[28:16] Lasst uns also sehen, wie Jesus beeinflusst hat, was er gehalten hat. Wann immer ich etwas in der Bibel studiere oder lese, will ich wissen, was Jesus darüber gesagt hat. Denn ich möchte, dass Jesus mein Vorbild ist. Wer von euch denkt, dass es gut für uns ist, wenn wir uns dafür entscheiden, Jesus nachzufolgen? Ich denke auch. Lasst uns also schauen, was Jesus getan hat.

[28:48] In Lukas 4, 16 lesen wir: Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Eine Gewohnheit Jesu war es also, am Sabbattag zur Synagoge oder in anderes Wort zur Kirche zu gehen. Und wir finden im ganzen Leben und Dienst Jesu, dass er den Sabbat gehalten hat.

[29:23] Dann am Ende des Lebens Jesu finden wir heraus, dass er auch da den Sabbat hielt. In Lukas 23, 52, 53 lesen wir: Dieser Jesus ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu, und er nahm ihn herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein in Felsen gehauenes Grab, worin noch niemand gelegen hatte. Und es war Rüsttag, und der Sabbat brach an.

[29:58] Jesus ist also gestorben, und dieser Leib Christi, der tote Leib Christi, wird dann von Joseph geholt, abgeholt. Sie wollten den Körper sozusagen beerdigen. Sie wollten ihn in ein Grabstein legen. Und die Bibel nennt den Tag, an dem das passiert ist, den Rüsttag. Der Tag, an dem Jesus also gestorben ist und der Körper hingelegt wurde, ist der Rüsttag. Und daraufhin brach der Sabbat an, so sagt die Bibel.

[30:51] Lasst uns also weiterlesen. Es folgten aber auch die Frauen nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren und sahen sich das Grab an und wie sein Leib hineingelegt wurde. Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben. Sie haben also nach dem Gesetz geruht, nachdem sie Jesus Körper hingelegt haben und in das Grab gebracht haben. Und der Tag, der darauf folgt, ist dann der Sabbat.

[31:31] Schauen wir uns also an, was am nächsten Tag passierte. In Lukas 24,1 lesen wir: Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen. Es war also am ersten Tag der Woche, dass sie zum Grabstein kamen und sie schauten, sie wollten etwas für Jesus bringen, aber Jesus war nicht mehr dort. Warum war Jesu Körper also nicht mehr im Grab am ersten Tag der Woche? Weil er auferstanden war.

[32:09] Lasst uns also versuchen, diese Tage zu verstehen und auch die Abfolge davon. Die Bibel sagt, dass Jesus gekreuzigt wurde und in das Grab gelegt wurde am Rüsttag. Dann hat er am Samstag im Grab geruht und am ersten Tag der Woche ist er auferstanden. Also typischerweise sagen Christen: Jesus ist wann gestorben? An welchem Wochentag? Am Karfreitag. Und den Tag, an dem er auferstanden ist aus dem Grab, wie nennt man den? Den Auferstehungssonntag oder Ostersonntag.

[33:12] Welcher Tag liegt also zwischen Freitag und Sonntag? Das wäre der Samstag. Die Bibel nennt den Samstag den Sabbat.

[33:33] Jetzt fragen sich Leute oft: Naja, wie können wir denn sicher sein, dass der Samstag, den wir heute haben, immer noch der gleiche Samstag ist, den es damals gab? Jetzt, das ist eine großartige Frage. Aber was ich sehr interessant finde, ist, weil die meisten Christen glauben, dass Jesus an einem Sonntag auferstanden ist. Ich finde es sehr interessant, weil die meisten Christen glauben, dass Jesus an einem Sonntag auferstanden ist. Und das ist er auch. Und sie sind aber genauso sicher, dass der Sonntag, den wir heute halten, immer noch der gleiche Sonntag ist, an dem er vor 2000 Jahren auferstanden ist. Wenn der Sonntag also heute immer noch Sonntag ist, dann ist auch der Samstag immer noch der Samstag. Man kann nicht den Sonntag zurückverfolgen können, aber den Samstag dann nicht. Wenn Sonntag Sonntag ist, dann ist Samstag Samstag. Es gab da keine Veränderung in dem Wochenrhythmus, seit die Geschichte aufgeschrieben wurde.

[34:54] Ich war ein paar Jahre zuvor darüber interessiert, dass der Sonntag, den wir heute halten, immer noch der Samstag ist. Und vor einigen Jahren war ich da mal ganz neugierig. Dann habe ich einen Brief geschrieben an eine Gesellschaft, die sich mit Astronomie beschäftigt, die Royal Astronomy Society in London. Und diese Menschen leben dafür, Zeit zu beobachten. Und ich habe ihnen eine Frage geschickt, und ich habe gesagt: Gab es da irgendeine Veränderung über den Rhythmus, wie Tage gehalten werden? Und das ist die Antwort, die sie mir gesandt haben.

[35:50] Also der Teil, der genau diese Frage beantwortet, den möchte ich euch gerne vorlesen. Auf Deutsch ist das: Bezüglich der Geschichte der Woche lässt sich sagen, dass der Zeitabschnitt von heute bis in das frühe Altertum reicht. Die Namen der Tage sind je nach Sprache unterschiedlich. Jedoch ist mir nicht bekannt, dass diese jemals anders angeordnet wurden.

[36:17] Was wir also herausfinden, ist, dass die Bibel sehr deutlich sagt, dass Gott einen besonderen Tag hat. Die Bibel nennt diesen Tag den Sabbat. Und heutzutage nennen wir ihn Samstag. Und jede Woche haben wir die Möglichkeit, darüber nachzudenken, dass Gott uns geschaffen hat. Und wir können ein bisschen Abstand nehmen vom Rest der Welt und wieder auftanken mit Gott. Man kann sich also sicher sein, dass biblisch gesehen Samstag der wahre Sabbat ist. Man kann auch astronomisch und geschichtlich darauf schauen, dass es immer noch der Gleiche ist.

[36:55] Und es gibt eine andere Möglichkeit, ganz toll herauszufinden, welcher Tag es ist. Das ist, wenn man sich die Sprachen, verschiedene Sprachen der Welt anschaut. Denn es gibt über 200 verschiedene Sprachen auf der Welt. Und das ist, wenn man sich die Sprachen, verschiedene Sprachen der Welt anschaut. Denn es gibt über 200 verschiedene Sprachen auf der Welt.

[37:28] Und in einer guten Anzahl, in vielen dieser Sprachen, ist dieser Tag, den wir hier Samstag nennen, ein Wort, das sehr ähnlich zum Sabbat ist. In Spanisch ist es zum Beispiel Sabado. Auf Russisch ist es Suboto. In Tagalog, das ist die Sprache, die auf den Philippinen gesprochen wird, ist es Sabado. Und auch, wenn man an andere Orte der Welt schaut, überall, findet man, dass Sprache für Sprache für Sprache diesen Tag Sabbat nennt. Gott hat uns also all diese Sprachen der Welt gegeben, sodass wir auch wissen können, dass wir in die richtige Richtung, auf dem rechten Weg sind.

[38:27] Und eine Frage, die sich viele Leute stellen, ist: Müssen wir heutzutage das immer noch halten? Hat Jesus das nicht abgeschafft? Manche Leute denken, dass das der Fall ist. Wenn man aber Matthäus 24, Vers 20 anschaut, da sagt Jesus: Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht. Jetzt, wovon hat er da gesprochen?

[39:01] Jesus hat hier von einem Ereignis gesprochen, das erst 40 Jahre nach seinem Tod und nach seiner Auferstehung passieren würde. Das ist, als die Römer dann gekommen sind, die römische Armee und die Stadt Jerusalem belagert hat. Das war 70 nach Christus. Und zu seiner Zeit, sagt er zu seinen Jüngern, in 40 Jahren, in der Zukunft, wenn dann die Römer kommen, betet dafür, dass man ja auch in der Zukunft aus der Stadt flüchten muss, dass es nicht im Winter noch am Sabbattag ist.

[39:56] Das heißt, wir sehen hier, dass dieses vierte Gebot das einzige Gebot ist, von dem Jesus ausdrücklich seinen Nachfolgern sagt, dass die Römer sich selbst nach seinem Tod noch halten sollen. Lasst uns also anschauen, ob sie das immer noch getan haben.

[40:17] In Apostelgeschichte lesen wir in Kapitel 13, Vers 14: Sie aber zogen von Perge weiter und kamen nach Antiochia und Pisidien und gingen am Sabbattag in die Synagoge und setzten sich, Vers 42. Als aber die Juden aus der Synagoge gegangen waren, riefen die Heiden darum, dass ihnen diese Worte auch am nächsten Sabbat verkündigt würden. Nachdem aber die Synagogenversammlung sich aufgelöst hatte, folgten viele Juden und gottesfürchtige Proselyten dem Paulus und Barnabas nach, die zu ihnen redeten und sie ermahnten, bei der Gnade Gottes zu bleiben.

[41:00] Man hat also Juden, aber auch Heiden, die alle am Sabbattag zusammenkamen und Paulus und Barnabas haben sie dazu ermutigt, in der Gnade Gottes zu verwahren. Das sind also durch die Gnade errettete Juden und Heiden, die beide im Neuen Testament leben und sie halten den Sabbattag heilig. Und in Vers 44 lesen wir: Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören. Es war also fast die ganze Stadt, die sich am Sabbat versammelt hat, um anzubeten.

[41:53] Lasst uns auch Apostelgeschichte 17, Vers 2 anschauen. Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit mit ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften. Er wäre länger dort geblieben, aber sie haben ihn schlussendlich aus der Stadt gejagt.

[42:13] Lasst uns aber die folgende Frage beantworten. Was ist nun mit dem Sonntag? Wenn der Sonntag Gottes heiliger Tag ist, und wenn da etwas Besonderes am Sonntag sein soll, dann würde es doch Sinn machen, wenn wir irgendwo in der Bibel und auch im Neuen Testament etwas davon finden. Was wir also jetzt weiter tun heute Abend, ist, wir wollen alle Verse anschauen, wo das Wort Sonntag im Neuen Testament benutzt wird, und wir wollen schauen, ob wir in dieser Bibel etwas Besonderes finden. Und wir wollen schauen, ob wir in diesen Texten irgendeinen Beweis dafür finden, dass es da etwas Besonderes am Sabbatag zu finden gibt. Etwas Besonderes am Sonntag, Entschuldigung.

[43:12] Und es gibt nur acht Verse, in denen der Sonntag genannt wird, die seht ihr hier jetzt. Also lasst uns die kurz anschauen. Matthäus 28, 1 und Markus 16, 1 und 2. Sie sprechen einfach nur davon, dass der Sabbat vorbei war und es jetzt der erste Tag der Woche ist. In Markus 16, Vers 9, da erzählt es davon, wie Jesus der Maria erschienen ist. Da ist nichts unglaublich Besonderes dran, da ist er einfach erschienen.

[44:00] In Lukas 24, Vers 1 und Johannes 20, Vers 1, da wird erzählt, wie die Nachfolger alle am ersten Tag der Woche zum Grab kamen. Wieder ist da nichts Besonderes, was mit dem Tag an sich zu tun hatte, sie kamen einfach an diesem Tag. Wir sollten uns aber Johannes 20, Vers 19 anschauen.

[44:20] Als es nun an jenem Abend, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden, da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch. Jetzt, warum waren die Jünger hier in diesem Raum eingesperrt? Sie haben davon gehört, dass Jesu Körper nicht mehr im Grab lag und sie hatten nun Angst vor den Juden, dass sie kommen würden und sie festnehmen würden und sagen würden, sie hätten den Körper gestohlen. Also haben sie sich eingesperrt und die Bibel erzählt uns, dass sie nicht einmal daran geglaubt hatten, dass sie die Bibel geschrieben haben. Es war nicht, bis Jesus kam und in ihrer Mitte stand und sagte: Friede sei mit euch. Und er musste sie für ihren Unglauben tadeln. Also ist dies kein Treffen um die Feierlichkeit und die Freude in der Resurrektion von Jesus. Dies ist ein Treffen, das von Unglauben und Angst erfüllt war. Dies ist also kein Beweis dafür, dass der erste Tag der Woche ein heiliger Tag ist.

[45:57] Lasst uns 1. Korinther 16 Vers 1 anschauen und dann auch Vers 2. Was aber die Sammlung für die Heiligen anbelangt, so sollt auch ihr so handeln, wie ich es für die Gemeinden in Galatien angeordnet habe. An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und sammle, je nachdem er gedeihen hatte, damit nicht erst dann die Sammlungen durchgeführt werden müssen, wenn ich komme.

[46:29] Paulus sagt also, am ersten Tag der Woche möchte ich, dass ihr ein paar Dinge sammelt. Warum? Denn zu dieser Zeit gab es eine Hungersnot in Jerusalem. Und die Christen, die waren am Hungern. Paulus hat also Briefe an verschiedene Gemeinden geschrieben und er sagte ihnen: Eure Brüder und Schwestern in Christus, hier in Jerusalem, die hungern zu Tode. Und sie brauchen eure Hilfe. Am ersten Tag der Woche sollt ihr also verschiedene Dinge sammeln. Nehmt eure Briefe, vielleicht etwas Geld, vielleicht etwas Essen und wir werden euch jemanden schicken, der es dann abholt und nach Jerusalem zu den Geschwistern dort bringt.

[47:21] Warum würde er ihnen jetzt sagen, dass sie das am ersten Tag der Woche machen sollen? Erinnert euch daran, das ist aus dem Buch 1. Korinther und schaut euch Apostelgeschichte 18, 1 und 4 an. Wir wollen Apostelgeschichte 18, 1 und 4 lesen.

[47:39] Danach aber verließ Paulus Athen und kam nach Korinth. Er hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen. Bevor er also diesen Brief an die Korinther geschrieben hatte, da hatte er schon viele Sabbate in Korinth verbracht. Und Paul wusste, dass er in diesem Buch die Gemeinde in Korinth an welchem Tag treffen würde. Und Paulus wusste, dass die Gemeinde in Korinth sich an welchem Tag treffen würde? Am Sabbat. Sie würden dann den Brief lesen, den er ihnen geschrieben hatte und in dem Brief stand dann: Morgen, am ersten Tag der Woche, bevor ihr euch mit dem Rest eurer Leben beschäftigt. Sammelt einige Dinge, sodass, wenn wir dann wiederkommen, wir es aufnehmen können und gehen können. Hier geht es nicht um eine Gabensammlung, die im Gottesdienst stattfindet. Es geht hier um einen Brief, der in der Gemeinde folgt und in der Gemeinde folgt und in der Gemeinde folgt. Und in dem Brief wird gesagt: Hey, arbeitet am ersten Tag der Woche.

[49:14] Jetzt haben wir also schon sieben von acht Stellen angeschaut, an denen der Sonntag im Neuen Testament erwähnt wird. Lasst uns die letzte Stelle anschauen. In Apostelgeschichte 20, 7 bis 9.

[49:29] Am ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, konnte Paulus sich mit ihnen unterreden, da er am folgenden Tag abreisen wollte. Und er dehnte die Rede bis Mitternacht aus. Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo sie versammelt waren. Und ein junger Mann namens Eutychus saß am Fenster, der sank in einen tiefen Schlaf. Während Paulus weiterredete, fiel er vom Schlaf überwältigt vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgefunden.

[50:04] Das steht hier also vor sich. Wenn man den Anfang des Kapitels liest, da wurde der Paulus von einem Schiff in Troas abgesetzt. Und dort bleibt er für sieben Tage. Wenn man sieben Tage wo bleibt, dann ist man mindestens einen Sabbat an dem Ort. Paulus verbringt den Sabbat also dort, und hier steht, am ersten Tag der Woche passiert dann etwas. Er predigte. Und es steht da, dass er lange predigte. Lang bis in die Nacht hinein. Und irgendwann in der Nacht ist jemand eingeschlafen bei seiner Predigt. Und Eutychus, der saß dann eben in einem Fenster. Und als er eingeschlafen ist, ist er aus dem Fenster gefallen. Und er ist runtergefallen, und er ist gestorben.

[51:12] Wenn man diese Geschichte weiterliest, dann passiert etwas ganz Wunderbares. Bevor wir an dieser erstaunlichen Erkenntnis sprechen, muss ich Ihnen sagen, dass es sich um diese Geschichte handelt. Bevor wir aber davon sprechen, da sollten wir bis zu diesem Punkt zwei Lektionen lernen aus dieser Geschichte. Die erste Lektion ist, dass Prediger nicht so lang predigen sollten. Das ist die erste Lektion. Aber die zweite Lektion ist, dass man während einer Predigt besser nicht einschlafen sollte. Zwei Lektionen also bis hierher.

[52:05] Was ist aber nach diesem passiert? Die Bibel sagt, Paulus ging runter, legte sich auf den jungen Mann, und der junge Mann wurde auferweckt, er lebte wieder. Und jeder hat sich gefreut. Das hat euch auch gefreut. Wie verstehen wir jetzt aber diesen Bezug zum Samstag und Sonntag? Paulus predigt hier während der dunklen Tageszeit. Und es wird der erste Tag der Woche genannt. Oder heutzutage würden wir das Sonntag nennen. Wie verstehen wir das nun also?

[52:55] In der Bibel beginnen und enden die Tage mit Sonnenuntergang. In 3. Mose 23, 32 lesen wir: Am 9. des Monats, am Abend, vom Abend bis zum Abend sollt ihr euren Sabbat feiern. Und in Markus 1, 32 lesen wir: Als es aber Abend geworden und die Sonne untergegangen war. Biblisch gesprochen beginnen und enden die Tage also am Abend mit dem Sonnenuntergang.

[53:33] In der Geschichte von Paulus also dieser Tag, an dem Paulus gepredigt hatte, so wie wir heute denken, hätte am Samstagabend geendet. Jetzt ist es aber so, dass im jüdischen Denken hier, wenn es dunkel wird, der nächste Tag, der erste Tag der Woche beginnt. Warum hat also Paulus für so lange Zeit gepredigt? Wenn man noch ein bisschen weiter liest. Und Paulus dann zu ihnen sagt, ich werde euch alle nie wiedersehen. Da wusste Paulus schon, dass er bald als Märtyrer sterben würde. Und dass das letzte Mal sein würde, dass er Zeit mit seinen Freunden dort verbringt. Und er predigte also die ganze Nacht lang zu ihnen.

[54:45] Und als dann die Sonne am Sonntag aufging, Sonntagfrüh, dann ist er von Troas nach Assos gelaufen, um sein Schiff zu erreichen. Und dieser Weg, den er zurücklegen musste, das sind so um die 34, 35 Kilometer. Wenn der Sonntag ein heiliger Tag im Denken Paulus gewesen wäre, da hätte er niemals diesen langen Weg an einem heiligen Tag zurückgelegt. Im Denken Paulus war das einfach ein ganz normaler Tag, wie jeder andere auch. Aber der Sabbat war ein besonderer Tag. In Troas hat er also den ganzen Tag gepredigt. Dann hat er die ganze Nacht durchgebetet. Sonntagmorgen ist er also dann gegangen und 34 Kilometer nach Assos gelaufen.

[56:00] Jetzt lesen wir in Malachi 3, Vers 6: Denn ich, der Herr, verändere mich nicht. Darum seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrunde gegangen. Warum ist das für uns heute wichtig? Denn wenn wir zum Buch Offenbarung kommen, dann spricht es von unserer Zeit. Und im 14. Kapitel der Offenbarung gibt es eine besondere Botschaft, von der wir schon mal gesprochen haben. Sie nennt man auch die Drei-Engels-Botschaft. Und der erste Engel sagt Folgendes in Offenbarung 14, 7.

[56:39] Er sagt Folgendes: Er sagt Folgendes in Offenbarung 14, 7. Er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Gott möchte, dass wir uns daran erinnern, dass er unser Schöpfer ist. Und der Sabbat ist ein Denkmal für uns, um an diese Schöpfung erinnert zu werden.

[57:12] Nun müssen wir uns fragen, wie sind wir dann überhaupt zum Sonntag gekommen, dass der sich so durch die Christenheit zieht. Es gibt eine lange und interessante Geschichte. Aber ein sehr signifikanter Teil dieser Geschichte hat mit Konstantin zu tun. Und Konstantin schrieb etwas, das eigentlich so das Erste war, Sonntagsgesetz war. Im Jahr 321 n. Chr. schrieb er: An dem ehrwürdigen Tag der Sonne sollen alle Magistraten und Stadtbewohner ruhen. Auch sollen alle Läden geschlossen bleiben.

[57:54] Wie ist jetzt aber das in der christlichen Kirche zu dieser Veränderung gekommen? Ich lasse die katholische Kirche das beantworten. Ich werde das die katholische Kirche für euch beantworten lassen.

[58:15] Hier lesen wir, was es in dem Converts Catechism, also im Katechismus der katholischen Kirche, sagt. Wenn jemand Katholik werden möchte, da ist eine Sache, die sie tun müssen, durch dieses offizielle Buch durchzugehen. Und es ist so ein Buch, das ist so ein bisschen Frage-Antwort-Spiel. Und zu diesem Thema sind hier die Fragen und Antworten dazu aufgelistet. Welcher Tag ist der Sabbat-Tag? Die Antwort ist: Samstag ist der Sabbat-Tag. Warum halten wir dann also den Sonntag anstelle des Samstages? Antwort: Weil die katholische Kirche die Feierlichkeit vom Samstag zum Sonntag verschoben hat. Sie sagen also, wir sind diejenigen, die Gottes Heiligen Tag von Samstag auf Sonntag verschoben haben.

[59:17] Jetzt hatten sie die Autorität oder das Recht, das zu tun? Hat irgendjemand das Recht, Gottes Heiligen Tag zu verändern? Natürlich hat das niemand. Aber sie beanspruchen das. Das ist ein Zitat aus dem katholischen Weltbuch von 1809. Hier lesen wir aus einem katholischen Magazin, The Catholic World, auf der Seite 809.

[59:47] Die Sonne war ein besonders wichtiger Gott im Heidentum. Tatsächlich hat die Sonne etwas Königliches an sich, was sie zu einem geeigneten Symbol für Jesus, die Sonne der Gerechtigkeit, macht. So scheint die Kirche in diesen Ländern gesagt zu haben: Behaltet diesen heidnischen Namen. Er soll geweiht und heilig bleiben. Der heidnische Sonntag, der Balda, also das ist ein Gott, in der nordischen Mythologie gewidmet war, zum christlichen Sonntag, der heilig für Jesus ist. Sie sagen also, wir wissen, dass der Sonntag da eine sehr heidnische Geschichte hat. Wir wollen aber, dass das Christentum die Heiden mehr anspricht. Wir werden also Teile des Sonntags in das Christentum bringen, damit Leute sich einfach mehr wohlfühlen.

[1:00:46] Hier lesen wir ein Zitat von einem Kardinal James Gibbons. Hier sollte ich etwas erklären, kurz. Wenn er hier das Wort Fundamentalisten benutzt, spricht er von evangelischen Christen. Da spricht er von Evangelikalen, ja, sehr gläubigen, bibeltreuen Christen. Und das sagt er darüber. Fundamentalisten treffen sich am Sonntag zum Gottesdienst. Und doch gibt es keinen Beweis in der Bibel, dass an Sonntagen gemeinschaftliche Gottesdienste stattfinden sollten. Der jüdische Sabbat bzw. Ruhetag war natürlich der Samstag. Sie können die Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung durchlesen. Und sie werden nicht eine einzige Zeile finden, die die Heiligung des Sonntags autorisiert. Die Heilige Schrift bekräftigt die religiöse Einhaltung des Samstags.

[1:01:50] Man findet also von Beginn bis zum Ende der Bibel, dass sich das nicht verändert. Gottes heiliger Tag wurde am Kreuz nicht verändert. Tatsächlich wurde keins der 10 Gebote am Kreuz verändert. Aber doch hat der Großteil der Christenheit heute den Sabbat verstoßen oder abgeschafft und hält den Sonntag stattdessen.

[1:02:13] Und hier von einem anderen Magazin, dem Torontos Daily Star, repräsentiert man das. Und das ist ein Beispiel, wie man den Sabbat von einem anderen Magazin verwendet. Reverend Philip Carrington, der anglikanische Erzbischof von Quebec, verwirrte heute die lokalen Kleriker, als er frei heraus sagte, dass es keinen Grund gebe, warum der Sonntag heilig gehalten werden sollte. Carrington sagte einer Kirchenversammlung in dieser streng protestantischen Stadt, dass es keinen Grund gebe, warum der Sonntag heilig gehalten werden sollte.

[1:03:04] Und das ist ein Beispiel, wie man den Sabbat von einem anderen Magazin verwendet. Und das ist ein Beispiel, wie man den Sabbat von einem anderen Magazin verwendet. Und das ist ein Beispiel, wie man den Sabbat von einem anderen Magazin verwirrt und den Kunden verkündet und sie liebt. Und das ist ein Beispiel, wie man den Sonntag von einem anderen Magazin verwirrt. Und das ist ein Beispiel, wie man den Sonntag nach Leuten sucht, die ihm vertrauen.

[1:04:03] Und er sucht nach Menschen, die daran glauben, was er zu sagen hat. Und in Offenbarung 14, Vers 12 lesen wir: Hier ist das Standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Am Ende der Zeit wird es da eine Gruppe von Menschen geben, die Jesus genug lieben, all seine Gebote zu halten. Nicht, um gerettet zu werden, sondern, weil sie gerettet sind. Sie halten die Gebote Gottes und die Bibel sagt, sie haben auch den Glauben Jesu.

[1:04:49] Was ist der Glaube Jesu? Man kann ihn am deutlichsten im Garten Gethsemane sehen. In der Nacht, bevor Jesus gekreuzigt wurde. Der war im Garten Gethsemane und hat die Sünden der Welt auf sich gelassen. Und er wusste, dass in der nahen Zukunft er von seinen Freunden verstoßen würde und hingerichtet werden würde. Und im Gebet zu seinem Vater sagte er: Wenn es möglich ist, dann nimm diesen Kelch von mir. Er sagt, wenn es irgendwie möglich ist, dann will ich das nicht tun. Aber dann sagte er: Trotzdem soll nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehen. Das ist der Glaube Jesu.

[1:05:58] Den eigenen Willen beiseite legen und dafür den Willen Gottes annehmen. Und danach sucht auch Jesus heute. Er sucht nach Menschen, die ihm vertrauen und sein Willen tun. Wie sieht es mit dir aus? Liebst du Jesus? Möchtest du seinen Segen empfangen? Möchtest du eine Pause von diesem stressigen Leben? Die Arbeit und die Sorgen des Alltags beiseite legen? Und in Ruhe sein Geschenk, das er uns gibt, genießen? Jesus sucht einfach nur nach Leuten, die ihm vertrauen, folgen und lieben möchten. Wer von euch möchte heute Abend Jesus nachfolgen?

[1:07:02] Lasst uns heute beten. Vater, wir danken dir. Wir danken dir für das Leben Jesu und sein Opfer am Kreuz für uns. Wir danken dir für den besonderen Tag, den du für uns besonders gemacht hast, dass wir an ihm den Alltag und den Trubel der Woche vergessen können. Menschen auf der ganzen Welt und vor allem hier in Deutschland suchen nach einem Ausweg aus dem Stress. Und von Anfang an gab es einen Ausweg. Und du hast etwas Besonderes in diesen Tag gelegt. Und dein Wunsch ist es, dass wir diese Erfahrung machen können. So bitten wir dich, dass du uns segnest. Hilf uns, eine Erleichterung zu finden von dem Stress dieses Lebens. Und zieh uns näher zu dir Tag für Tag. Und wir bitten das im Namen Jesu. Amen.


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