[1:21] Einen wunderschönen guten Abend zum allerletzten Abend von Magna Conflictio. Wir haben mit fünf Minuten Verspätung angefangen, deswegen werden wir heute auch zum Ausgleich zehn Minuten später aufhören. Falls Sie hier gerade vor Ort sitzen und sich so ärgern, dass Sie nicht zu Hause am Livestream sitzen, um dort einen Spendenbutton bedienen zu können, glaube ich, darf ich noch hinzufügen, dass auch wir hier einen Spendenbutton haben. Der wird sich in der Nähe der Tür dann am Ende des Vortrags befinden. Nur für den Fall, dass Sie ohnehin spenden wollen. Wir wollen keinen Spendenaufruf machen. Herzlich willkommen hier in unserem letzten Abend. Herzlich willkommen auch auf www.magnaconflictio.de oder auf www.jewelmedia.tv.de. Und wie bereits die letzten beiden Vortage, möchte ich auch heute noch mal hinweisen, obwohl es gerade schon gesagt worden ist, dass wir das Buch zur Serie hier ganz besonders anpreisen wollen, nämlich Vom Schatten zum Licht, und zwar geschrieben von Ellen G. White. Und wenn jemand sich mehr über sie informieren möchte, haben wir einen Vortrag auf welcher Internetseite? www.jewelmedia.tv.de. Aus der Themenreihe Hausweg 2012 mit dem Titel – das hat keiner aufgepasst, ich habe es schon zweimal gesagt – Freitagabend, Vortrag 24 mit dem Titel Die Weissagung. Bitte, bitte, bitte anschauen, studieren, wenn man das weiter studieren möchte und wissen will, wer dieses Buch eigentlich geschrieben hat. Lohnt sich in jedem Fall, weil dieses Thema konnten wir hier heute nicht weiter ausführen. Wie einige andere Themen, die man da auch noch studieren kann. Wir haben eine ganze Menge vor. Ein ganz, ganz spannendes Thema. Aber vorher möchten wir natürlich noch die Fragen auflösen vom letzten Freitag, also von gestern. Da ging es ja um 666, das Zeichen der Antichrist. Und wir hatten zum Beispiel gefragt: Wer ist nach alter protestantischer Auslegung der Antichrist? Und es war der oder das Papst. Ganz genau. Zweite Frage: Was heißt Stellvertreter des Sohnes Gottes auf Latein? Vicarus Filii Dei. Und wenn man dann die römischen Zahlenwerte addiert, kommen wir auf welche Zahl? 666. Ganz genau. Dann, wann erhielt der Vatikan wieder Eigenstaatlichkeit? 1929. Das war schon einmal geschehen. Dann war wieder etwas aufgelöst worden im Zuge der italienischen Revolution. Und seit 1929 ist diese Wunde sozusagen wieder ein ganzes Stück heiler geworden und heilt und heilt und heilt. Wir haben gesehen, dass diese Wunde vielleicht noch nicht ganz zugeheilt ist, so ein bisschen Schorf ist da noch drauf, aber es ist nicht mehr weit von der völligen Erfüllung. Und dann, welcher Kirchenvater beriet Konstantin theologisch in der Sonntagsfrage? Wir hatten gesehen, 321 gab es das erste Sonntagsgesetz von Konstantin, aber da gab es einen Kirchenvater, einen Theologen, der so die theologische Grundarbeit geleistet hat. Weiß jemand noch, wer das war? Das war Eusebius. Ganz genau. Dankeschön. Und die letzte Frage: Was überzeugte englische Christen 1201 endlich den Sonntag anzunehmen? Können wir uns an die Geschichte erinnern? Was war da passiert? Es war nicht nur Strafverdrohung, es war eine ganz bestimmte Schriftrolle, genau, die angeblich in Jerusalem vom Himmel gefallen war. Das war natürlich ein gefälschtes Dokument. Und mit diesen Methoden hat man versucht, den Sonntag durchzudrücken.
[4:46] Traurige Nachricht heute. Wir werden heute keine fünf Fragen haben, weil wir keine Möglichkeit haben, sie aufzulösen. Deswegen werden wir genau ins Thema hineingehen. Das wird aber auch ganz gut sein, denn die Zeit werden wir brauchen. Und ich freue mich, dass wir gemeinsam das anschauen können. Eine halbe Hand, die kleine schwarze Wolke. Wie angekündigt, werden wir heute die gesamte Endzeit vom Ende der Gnadenzeit bis zum Ende des Konflikts anschauen, in chronologischer Ordnung. Und ich hoffe, wir sind alle ganz gespannt darauf. Und möchten jetzt gemeinsam beten, um Gottes Geist einzuladen, bei uns zu sein.
[5:22] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist unsere Herzen berührt, dass wir verstehen, was wir lesen und studieren, und dass wir durch deinen Geist geführt werden, dich noch mehr zu lieben und zu sehen, dass eine glorreiche Zukunft auf uns wartet, wenn wir uns auf deine Seite stellen. Das möchten wir dich bitten von ganzem Herzen. Wenn in unserem Leben noch nicht völlig entschieden ist, dass wir mit dir gehen wollen, dann möchtest du heute doch an uns wirken und diesen Abend zu einem Entscheidungsabend machen für unser Leben. Wir bitten dich, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu, Amen.
[5:58] Wir haben heute aufgehört, heute Vormittag, mit der Beschreibung dessen, was zwischen dem Sonntagsgesetz und dem Ende der Gnadenzeit passieren wird. Wir haben gesehen, da wird dieser vierte Engel kommen, auf dem Banken 18. Der Spätregen wird ausgegossen werden, und eine gewaltige Menge von Menschen wird sich zur Wahrheit stellen. Wir wollen heute beginnen hier am Abend mit einem Vers in Daniel 12, Vers 1. Das heißt, zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht. Frage: Weiß jemand, wofür Michael steht? Michael ist ein anderer Name für Jesus. Michael heißt: Wer so ist wie Gott? Und Michael sitzt zur Rechten Gottes. Er ist Hohepriester. Und wenn sich Michael erhebt, ist sein Werk zu Ende. Das heißt, denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Die Bibel sagt eine Trübsalszeit voraus, die ohne Gleichen und ohne Parallele ist. Zu diesem Zeitpunkt hat die dreifache Engelsbotschaft ihr Werk getan. Die Reformation ist ans Ende gelangt. Alle Menschen, die eine Entscheidung fällen wollten, haben sie gefällt. Das Untersuchungsgericht ist beendet. Jeder Fall ist entschieden. Und alle Menschen, die die Wahrheit geliebt haben, die Wahrheit zuliebe hatten, haben sich für die ganze Wahrheit entschieden. Der Heilige Geist hat sie geführt, und sie haben sich für Gottes Gesetz, für seinen Sabbat entschieden, sind versiegelt worden in ihrem Charakter und auch in ihrer äußeren christlichen Praxis. Und als das dann passiert, kommt ein Engel in den Himmel und sagt: Das Werk ist abgeschlossen. Jeder einzelne Gläubige ist versiegelt. Jetzt kann Jesus seinen hohen priesterlichen Dienst beenden. Jesus wartet, bis jeder aufrichtige Gläubige seine völlige Entscheidung zur ganzen Wahrheit gefällt hat. Und wenn er das getan hat, wenn alle Gläubigen versiegelt sind, beendet er seinen Dienst. Er verlässt das himmlische Heiligtum, denn er kommt nicht als Hohepriester wieder, sondern als König.
[7:52] Zu diesem Zeitpunkt ergeht folgendes Dekret im Himmel: Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinigt sich weiter. Und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter. Mit anderen Worten, wer jetzt ungerecht ist, wird auch immer ungerecht bleiben. Wer jetzt gerecht ist, wird auch immer gerecht bleiben. Die Fronten sind geklärt. Und in jener Zeit, ab diesem Zeitpunkt, hören Sie gut zu, muss Gottes Volk vor einem heiligen Gott ohne Fürsprecher leben. Zu diesem Zeitpunkt ist Jesus noch nicht wiedergekommen. Die Menschen werden weiter auf der Erde leben. Es wird aber keinen Fürsprecher geben. Die Bibel sagt ganz deutlich, es gibt ein Ende der Gnadenzeit vor dem Wiederkommen, vor einem kurzen Zeitpunkt, aber einen Zeitrahmen eben. Werden Menschen in der Gegenwart eines heiligen Gottes, der seinen Maßstab nicht geändert hat, leben müssen auf dieser Erde, mit diesem Körper, vor einem heiligen Gott ohne Fürsprecher. Was deutlich macht, es muss möglich sein, durch die Gnade Gottes einen sündlosen Charakter zu entwickeln, in unserem sündigen, schwachen Fleisch. Und das ist die Verheißung Gottes. Zu diesem Zeitpunkt wird der Heilige Geist, der vorher immer noch ein wenig gewirkt hat, und auch an Politikern, auch an Menschen, die sich noch nicht ganz entschieden haben, er wird endgültig zurückgezogen werden. Und jetzt hat Satan volle Kontrolle. Das, was sich im Kleinen zur Zeit Jerusalems abgespielt hat, oder zur Zeit der Französischen Revolution, wird sich jetzt global und in einem viel schnelleren Maße abspielen. Die Szenen von Jerusalem, die wir am Anfang unserer Serie, am ersten Vortrag gesehen haben, werden sich noch einmal in viel größerem Maße erfüllen. Es war nur ein einziger Engel gewesen, ein guter Engel, der alle Erstgeburt in Ägypten in wie vielen Nächten? In einer Nacht zerschlagen hat. Was werden die Dämonen tun, die bösen Engel, wenn sie freie Hand haben? Ein Engel, ein guter Engel, hat ein gerechtes Gericht ausgeübt, und das war schon ein ziemlich schreckliches Gericht. Was werden böse Engel tun, wenn sie freie Hand haben?
[10:04] Und Satan hat ein großes Ziel. Er möchte diese Gruppe von Reformatoren, die dieses Werk der Reformation so weit gebracht haben, die so viele Menschen aus seinem Königreich herausgerufen haben, er möchte sie vernichten. Und die Verfolgung wird eine ganz neue Form annehmen. Man wird sich als Sündenböcke hinstellen. Übrigens, als Gottes Geist sich vom Tempel von Jerusalem zurückgezogen hat, haben die Juden damals in Jerusalem gemerkt, dass Gottes Geist nicht mehr mit ihnen ist. Haben sie weiter geopfert? Ihr Leben ging weiter. Obwohl das Urteil gesprochen war, obwohl sie über die Grenze hinübergegangen waren, das war jetzt mit Absicht, haben sie weiter so gelebt, als wäre nichts passiert. Die Menschen auf der Erde werden nicht wissen, dass ihr ewiges Schicksal für immer entschieden ist. Sie werden weitermachen. Sie werden weiter ihre religiösen Gottesdienste feiern. Wir haben ja gesehen, die ganze Welt wird eine Art christlich werden, so wie im Mittelalter die ganze Welt christlich war. Sie werden weiter zu Gott beten. Sie werden weiter Predigten halten. Sie werden weiter bauen und heiraten und so weiter.
[11:16] Die große Frage war ja schon vorher gewesen, die Sabbat-Sonntag-Frage. An dieser Frage haben sich alle Menschen entschieden und nicht alle haben die gleiche Entscheidung gefällt. Deswegen bleibt der Konflikt bestehen. Nur, dass niemand mehr jetzt die Seiten wechselt. Jetzt wird der Konflikt in eine neue Ebene getragen. Man entschließt sich, die bisherige Gesetzgebung weiter zu verschärfen. Bibel sagt ganz deutlich, dass am Anfang die Strafen sein werden, dass man nicht mehr kaufen kann oder verkaufen kann, dass man Restriktionen haben kann. Viele werden vielleicht ins Gefängnis gesteckt werden. Doch jetzt wird beschlossen, etwas zu tun, was sich schon einmal in der Bibel ereignet hat, zur Zeit von Esther. Man beschließt, das Volk auszulöschen. Schon in Johannes 11, Vers 50, hatten die Juden damals folgende Überlegung angestellt: Es ist besser, dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht. Für all die Katastrophen, die in dieser schlimmen Zeit passieren, braucht es Sündenböcke. Und die Gläubigen sind die perfekten Sündenböcke. Damals, im Fall von Esther, hat man ein Datum bestimmt und gesagt, wenn dieses Datum erreicht ist, sind alle Gläubigen vogelfrei. Zur Zeit von Luther hatte man ein Datum bestimmt und hat gesagt, wenn das Datum des Geleitbriefes abgelaufen ist, ist Luther vogelfrei, man kann ihn töten. Es ist immer dasselbe Prinzip in der Geschichte, in der Bibel oder am Ende auch. Man wird ein Datum bestimmen und sagen, ab diesem Zeitpunkt sind alle, die am Sabbat festgehalten haben, vogelfrei. Man kann sie erschlagen, man kann sie würgen, man kann mit ihnen machen, was man will, es wird keine Strafe nach sich ziehen.
[12:59] Wir können uns wahrscheinlich heute noch nicht ganz vorstellen, was das bedeuten wird, wenn wir in der Presse lesen werden, dass wir, die wir der Wahrheit nachgefolgt sind, ab einem bestimmten Zeitpunkt freiwillig sind. Und in jener Zeit erfüllt sich das, was in Jeremia 30, Vers 5 steht. Und jetzt achten wir ganz genau auf, was hier steht: So spricht der Herr, wir haben ein Schreckensgeschrei vernommen, da ist Furcht und kein Friede. Fragt doch und seht, ob auch ein Mann gebiert. Warum sehe ich denn, dass alle Männer ihre Hände auf den Hüften haben, wie eine Gebärende? War jemand schon mal bei einer Geburt dabei? Ich nicht, aber ich weiß so viel, das ist offensichtlich was ziemlich Dramatisches. Und dass alle angesichts der Bleichgeburten sind. Jeremia spricht hier von gläubigen Menschen, die aus irgendeinem Grund Panik haben, die sich winden, als würden sie eine Geburt haben. So dramatisch wird das sein. Wer denn groß ist dieser Tag? Keiner ist dem gleich. Und was ist das? Eine Zeit der Drangsal ist es für Jakob.
[13:56] Die Bibel beschreibt hier eine sogenannte Zeit der Drangsal für Jakob, die die Gläubigen durchgehen, nicht die Ungläubigen. Die Gläubigen werden so traumatisiert sein, dass Gott sagt: Ja, Moment mal, kriegen jetzt sogar die Männer Kinder? So werden sie schreien und so werden sie in Verzweiflung sein. Um das zu verstehen, müssen wir ein bisschen die Geschichte von Jakob verstehen. Was war passiert? Jakob hatte damals seinen Bruder und seinen Vater betrogen, hatte gesündigt, er wollte das Erstgeburtsrecht bekommen und wahrscheinlich kennen viele die Geschichte. Er musste fliehen in ein fernes Land, hat viele Jahre fern von der Heimat gelebt und hat sich schließlich entschlossen, weil Gott ihn aufgefordert hat, zurückzugehen nach Hause. Mit seinem Bruder Esau war nichts geklärt gewesen. Und er marschiert nach Hause und an der Grenze zum Heimatland hört er die Nachricht: Esau reitet ihm entgegen mit einer großen Menge von Kriegern. Offensichtlich, um ihn auszulöschen. Jakob hat keine Waffen, Jakob hat keine Soldaten, er hat nur ein paar Schafe und seine Familie angerückt. Er ist hilflos und er weiß, er rennt in sein Verderben. Er kann nicht mehr zurück. Das hat ihm der Laban verboten. Er kann nicht vorwärts. Er ist, die Engländer sagen, between a rock and a hard place. Er sitzt zwischen allen Stühlen. Völlig verzweifelt. Er weiß, er rennt in sein sicheres Todesurteil. Was ihn besonders traurig macht: Er weiß, diese ganze Situation ist eingetreten wegen meiner Sünde. Nun, er hat diese Sünde bereut. Er hat auch schon Vergebung bekommen. Aber trotzdem, obwohl er Vergebung bekommen hatte, ist er in dieser Konsequenz drin und muss jetzt diese Angst durchstehen. Er tut all seine Familie über den Jabbok und beginnt alleine für sich in der Nacht zu beten. Er erinnert sich daran, wie Gott ihn geführt hat. Er erinnert ihn, wie Gott damals schon, ziemlich am Anfang seiner Reise, die Jakobsleute ihm gegeben hat, ihm Zuspruch vermittelt hat, gesagt hat: Ich bin bei dir. Aber jetzt in dieser Krisensituation hat er keinen Hinweis darauf, dass Gott mit einem ist. Er hat so viel Erfahrung mit Gott gemacht. Er hatte Vergebung gespürt. Aber jetzt rennt er in sein Todesurteil. Er sieht die Waffen auf sich zukommen und scheinbar antwortet Gott nicht. Das ist die Angst in Jakob. Ein Mensch, dem eigentlich vergeben ist, der weiß, eigentlich müsste alles richtig sein, aber trotzdem erwartet mich der Tod. Was soll ich tun?
[16:30] Und während er betet und versucht, Gewissheit zu bekommen: Gott, du hast mir doch vergeben, oder? Gott, ist doch alles in Ordnung, oder? Du willst mich doch ins Land bringen, oder? Da holt plötzlich jemand seine Hand. Er kann ihn nicht erkennen. Es ist Nacht. Und so kämpft er die ganze Nacht mit dieser Person. Er hat Todesangst. Er glaubt, es ist vielleicht einer schon von jenen Esau-Anhängern, die ihn vielleicht umbringen wollen. Und er kämpft und kämpft und kämpft. Er schafft es immer, das bei 50:50 zu lassen. Fünf Minuten, nicht nur zwei Stunden, die ganze Nacht. Ich weiß nicht, wer von uns schon mal eine ganze Nacht lang gekämpft hat. Der andere scheint auch nicht besonders schwach zu sein. Und als es schon morgen wird, passiert etwas Außergewöhnliches. Nachdem er die ganze Zeit mit ihm gerungen hat und gekämpft hat, nimmt der andere einfach mal seine Hand und berührt ihn an der Hüfte. Stechender Schmerz. Ich weiß nicht, wer von uns schon mal berührt worden ist, hat danach einen stechenden Schmerz gehabt. Was sagt einem das? Das ist irgendjemand Übernatürliches. Und plötzlich realisiert er, er kämpft hier gar nicht mit einem Menschen. Später hat er erkannt, er hat mit Gott selbst gekämpft, mit dem Engel des Herrn. Und plötzlich wird der Kampf noch viel intensiver. Denn jenes Wesen, von dem später ihm deutlich wird, dass es Gott selbst war, sagt: Lass mich gehen, denn die Morgengrüte bricht an. Und plötzlich erkennt er, niemals zuvor war er Gott so nahe, wie in jener Stunde. Obwohl er gedacht hat, dass er um sein Leben kämpft, war er niemals in seinem Leben Gott so nahe gewesen. Gott war ihm hautnah gekommen. Und jetzt ergreift er seine Chance. Er hat ihn auf eigenen Wegen versucht zu bekommen. Er hat viel Mist gebaut. Und er ist so traurig über sein eigenes Leben. Jetzt ist seine Chance. Diesen Gott lässt er nicht gehen. Und wenn es ihn sein Leben kosten würde, ergreift ihn. Stimmen wir uns vor, Gott sagt: Lass mich in Ruhe, lass mich gehen. Würdest du nach ihm greifen und sagen: Bleib stehen, geh nicht. Ich sage dir, ich lasse dich nicht gehen. Krass, oder? Wenn man Gott sagt: Ich lasse dich nicht gehen, es sei denn, du segnest mich. Er kämpft und kämpft und kämpft. Und Gott, der das sieht, ich meine, Gott hätte mit sich befreien können, aber er kann nicht anders, er muss ihn segnen.
[19:21] Die Angst in Jakob. Die Bibel sagt, er kämpfte mit dem Engel und siegte. Ein sündiger, schwacher Mensch siegte. Siegte das Herz Gottes sozusagen, bis das Herz Gottes sagte: Ich muss dich segnen, du bist so gläubig. Satan hatte das Ziel gehabt, Jakob zu vernichten durch Esau. Aber durch Gebet und durch diese Zeit der Angst in Jakob ist Jakob Sieger geblieben und Gott konnte ihn retten. Satan hat dasselbe Ziel am Ende der Zeit, er möchte die Gläubigen vernichten. Und so gibt es diese Angst in Jakob. Das Sondergesetz mit der Todesstrafe soll alle Sabbathalter vom Planeten auslöschen. Satan weiß, er sieht ja, dass Engel um die Gläubigen sind. Er vermutet auch, dass ihnen die Sünden vergeben sind. Er weiß aber nicht, weil er nicht im Himmel ist, weil er nicht im Himmel vorbei ist. Das weiß niemand auf der Erde, weder wir wissen das, noch Satan. Und so hofft er noch irgendwie, sich vernichten zu können und kämpft und redet ihn ein: Bist du dir sicher, dass deine Sünden vergeben sind? Hast du es auch schon mal in deinem Leben erlebt, dass du eigentlich weißt, intellektuell, Gott hat mir meine Sünden vergeben. Ich habe gebetet, ich hatte auch den Frieden. Aber drei Tage später, hast du nochmal eine Frage: Sind sie wirklich vergeben? Das ist der Satan. Und so kämpfen sie, die Gläubigen, mit der Angst in Jakob. Sie haben nicht so sehr Angst vor dem, was da kommt, sondern sie haben die Frage: Ist wirklich alles geklärt? Ist wirklich alles geklärt? Kann ich mich wirklich auf den Segen Gottes verheißen? Kann ich wirklich diese Verheißung in Anspruch nehmen, weil du das Wort vom Standhaftenaussagen auf mich bewahrt hast? Werde ich euch nicht bewahren vor der Stunde der Versuchung? Wenn diese Menschen zurückschauen in ihr Leben, wird es ihnen gehen wie Hiob, der sagt: Meine Güte, was habe ich alles an Zeit vergeudet? Ja, in der Endzeit, nach dem Sonntagsgesetz, haben sie gepredigt und das, aber wenn sie ihr ganzes Leben betrachten, meine Güte, was habe ich alles getan? Dieser Schmerz, diese Unsicherheit, ist die Angst in Jakob. Und auch sie werden ringen, sie werden beten, sie werden mit Gott kämpfen. Jesus sagt uns in Jeremia: Es sei denn, dass man Schutz bei mir suchte, dass man Frieden mit mir machte. Ja, Frieden machte mit mir. Jakob hatte gesagt: Ich lasse dich nicht. Und so sagen auch diese Menschen dann: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich. Hast du schon einmal mit Gott gekämpft im Gebet? Nicht losgelassen? Auch wenn es so aussieht, als würde Gott sagen: Lass mich gehen. Ich lasse dich nicht gehen, Gott. Es sei denn, du segnest mich.
[22:05] Die Sünden waren ja schon längst vergeben. Gott hatte all ihre Sünden im Heiligtum schon gereinigt. Im Untersuchungsgericht waren sie freigesprochen worden. Die Sünden waren getilgt. Es geht dort dann in der Angst in Jakob nicht mehr um Sünden, die vergeben werden müssen. Nicht mehr um Sünden, die bekannt werden müssen. Das ist kein Problem. Die Sünden sind schon weg. Aber Satan macht sich unsicher. Es wird auch Menschen geben, die ihre Sünden nicht bekannt haben. Und dann ist es zu spät. Die vielleicht einfach nur aus Angst vor den Dingen, die sie sehen in der großen Trübsalzeit, ihre Sünden bekennen. So wie Pharao, der aus Angst vor den Konsequenzen seine Sünden bekannt und sagte: Betet für mich. Aber hinterher zeigte, dass er in seinem Herzen gar nicht geändert war. Es sind nur diejenigen, die jetzt ihre Sünden bekennen, die später in der Angst in Jakob auch siegen können. Jakob konnte damals nur siegen im Gebet, weil er schon vorher seine Sünden bekannt hatte. Jakob ist ein Beispiel dafür, dass Gott diejenigen nicht verlassen wird, die jetzt schon mit ihm in Harmonie leben und dann in der größten Not sich auf ihn verlassen. Gott liebt uns dann genauso sehr wie jetzt, wo wir vielleicht einen tollen Sabbat gehabt haben und gesegnet sind. Gottes Liebe drückt sich nicht mehr dadurch aus, dass wir Freude haben. Manchmal drückt sich Gottes Liebe auch darin aus, dass er uns ein wenig warten lässt in der Trübsal, damit wir etwas lernen, was wir vorher nie gelernt haben, nämlich wirklich glauben. Denn wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir noch nicht so viel Trübsal-Zeit erlebt. Und manche Dinge lernt man erst in der Anfechtung. Ich glaube, wenn einige Dinge erst dann lernen. Ich glaube, Gott muss dieses Gebet, die Antwort etwas verzögern, dass wir in dem Warten, in dem Festhalten den Glauben lernen, den wir eigentlich schon jetzt hätten lernen können und sollen.
[23:59] Können wir dann auch sagen, wie Jakob: Ich habe dich von Gesicht zu Gesicht gesehen und meine Seele ist gerettet worden. Manchmal sagt man ja, es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Manchmal hat man das Gefühl, die Trübsal-Zeit und die Endzeit, das wird alles so hoch. Mal sehen, ob das wirklich so kommt. Und es ist ganz oft so in unserem Leben, dass wir schlimmere Erwartungen haben, als es am Ende ist. Wenn man vielleicht zum Arzt geht oder zum Zahnarzt und man macht sich eine Horror draus, am Ende war es gar nicht so schlimm. Bei der Trübsal-Zeit wird es genau andersrum sein. Egal, wie wir es uns jetzt vorstellen, es wird schlimmer werden. Es wird schlimmer werden.
[24:37] Und die Bibel macht deutlich, dass jeder Einzelne in jener Zeit alleine stehen muss. Hesekiel sagt uns: Wenn Noah, Daniel und Hiob darin wären, allein ihre Gerechtigkeit würde ihre Seele nennen. Ich kann mich nicht auf die Gerechtigkeit von Noah, von Daniel oder von meinem Pastor berufen. Ich muss selbst stehen. In jener Zeit. Jetzt ist noch die Zeit, jetzt ist die Zeit, einen Charakter zu entwickeln, der dann in jener Zeit standhält. Jetzt ist die Zeit. Es gibt bestimmte Dinge, die kann man später nicht mehr verändern. Man kann seinen Charakter später, nach dem Ende der Gnadenzeit, nicht mehr verändern. Jetzt ist die Zeit, wo Jesus noch Hohepriester ist. Und Jesus ist unser Vorbild. Er konnte nicht einmal in Gedanken zur Sünde bewegt werden. Er konnte sagen: Denn es kommt der Fürst dieser Welt und in mir hat er nichts. Und er beschreibt damit etwas, was wir durch Jesu Gnade und Jesu Kraft und durch seinen Geist, obwohl wir es eigentlich nicht haben, doch am Ende erreichen können. Durch Jesu Blut wird uns nicht nur vergeben, sondern wir werden reingewaschen. So rein, dass wir tatsächlich keinen Angriffspunkt mehr für den Satan bieten. Jesus schenkt uns diese Kraft. Und von Jesus dürfen wir seine Demut und seinen Charakter lernen.
[25:55] Der Teufel, sagt er, ist herabgekommen und er hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat. Damals waren es noch 2000 Jahre. Je mehr die Zeit verrinnt und der Satan, der die Prophetie kennt, weiß, dass er weniger und weniger Zeit hat, desto zorniger wird er. Das heißt, am zornigsten ist er wann? Wenn die Zeit in der Endzeit am allergeringsten geworden ist, dann wird er am allerzornigsten. Und er versucht, diese verhasste Sekte auszurotten. Menschen werden unter seinem Einfluss vorschlagen, diese Menschen auszurotten.
[26:31] Und dann kommt die vielleicht größte Verführung überhaupt. Dämonen haben Zeichen getan, haben die Könige verführt, aber die allergrößte Verführung wird die sein. Wie gesagt, der Satan verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Er wird die Wiederkunft imitieren. Und das wäre doch etwas Interessantes, oder? Wenn plötzlich auf allen Kanälen der Welt Jesus zu sehen ist, in Rio de Janeiro, in New York, und er geht über den Erdboden, in einem weißen Kleid, lange Haare, so wie in jedem Jesus-Film, heilt die Kranken, zitiert Worte aus der Bergpredigt, das Vaterunser, liebevoll, gnädig. Und nebenbei erwähnt er, dass er das Gebot geändert hat, von Samstag auf Sonntag. Das wäre doch ganz deutlich schon gewesen im Neuen Testament. Schade, dass es diese widerspenstigen Fanatiker nicht verstanden haben. Und jeder, der seinen Sinnen mehr traut als der Bibel, und das sind die allermeisten Menschen in dieser Welt, werden so weggeschwemmt werden. Die einzige Chance, solche Verführungen zu erkennen, ist, wenn man die Bibel kennt. Die Bibel sagt, wie die Wiederkunft sein wird. Die Wiederkunft wird nämlich ein globales Ereignis sein. Er wird kommen, seine Herrlichkeit, mit allen heiligen Engeln. Und die Bibel sagt, dass der Satan, wenn es möglich wird, sogar die Auserwählten verführen wird. Wir werden sagen: Ach du, ich werde mich nie verführen lassen vom Satan. Sicher? Es heißt hier nämlich, dass tatsächlich solche Wiederkunfts-Fälschungen vonstatten gehen werden.
[28:13] Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste, was sollen wir machen? Und wenn sie sagen: Schau mal, in der Tagesschau ist ein Bild von Jesus, der in Moskau, in einem Fußballstadion Kranke heilt, schalte den Fernseher nicht erst an. Schau nicht hin. Oh, mal sehen. So ein Quatsch, gucke ich mir nicht an. Durch Anschauen werden wir verändert. Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Es wird sichtbar sein, es wird hörbar sein und für jeden erkennbar. Jedes Auge wird ihn sehen. Wenn du den Fernseher einschalten musst, um Jesus zu sehen, bei der Wiederkunft ist es nicht Jesus. Und es heißt hier, die Toten werden auferstehen in Christus. Und wenn wir das Wissen und selbst gelesen haben und uns dann erinnern können, dann können wir sicher sein. Und es heißt, wir werden gemeinsam mit den Toten, also den dann Auferstehenden, gedrückt, werden in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft. Wo werden wir Jesus treffen? Wird Jesus nur einen Fuß auf diesen Boden setzen? Wichtiger Punkt. Jeder Mensch, der behauptet, er sei Jesus oder Engelwesen behauptet, er sei Jesus und hat nur einen halben Fuß auf dem Boden, trifft nicht 1. Thessalonicher 4,17. Wir müssen die Bibel kennen.
[29:25] Und wenn dann dieser Befehl ergeht, diese Sabbatsekte auszurotten, dann werden viele, viele, viele, wie die Bibel sagt, in die Berge fliehen müssen. So wie damals, im Mittelalter, das wird sich alles wiederholen. Wie der Romanesko, nicht mal was damals war, wird wieder sein. Die Bibel sagt, er wird auf Höhen wohnen, Felsenfeste sind seine Burg. Aber manche werden ins Gefängnis kommen. Einige, denke ich.
[29:59] Hat Gott damals Noah verlassen? In der Zeit der Krise? Hat er ihn verlassen? Hat Gott Lot verlassen in der Krise? Hat Gott Elia verlassen in der Krise? Hat Gott die drei Freunde Daniels verlassen in der Krise? Auch wenn es so aussieht, als würde keine Hilfe kommen. Die Hilfe kam im allerletzten Moment zur rechten Zeit, dass Gott sich verherrlicht hat. Hat Gott den Daniel verlassen? Gott hat zugelassen, dass er in die Löwengrube kam. Gott hat zugelassen, dass die drei Freunde ins Feuer kamen. Gott hat zugelassen, dass es regnet auf der Erde. Aber Gott hat einen Schutz für seine Gläubigen. Zion sprach: Der Herr hat mich verlassen. Und der Herr hat mich vergessen. Kann auch eine Frau ihr Kind vergessen? Ich habe vor kurzem eine Geschichte gehört, dass tatsächlich jemand eine Frau an der Autobahn oder an der Straße, so eine Babyschale mit Baby an der Straße vergessen hat. Es ist losgefahren, hat das Kind ausgestellt. Es ist losgefahren, hat das Kind vergessen. Es ist losgefahren, hat das Kind vergessen. Das kann passieren. Selbst wenn sie ihn vergessen sollte, ich will dich nicht vergessen. Gott vergisst uns nicht. Siehe, er sagt, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet. In Jesu Händen ist dein Name eingezeichnet. Weißt du, wodurch? Durch das Kreuz. Denn wer euch antastet, der tastet sein Augapfel.
[31:25] Wer von uns ist Freiwilliger und möchte, dass ich sein Augapfel betaste? Warum möchten wir das nicht? Warum möchten wir das nicht, dass wir jemandem unseren Augapfel anfassen, ein bisschen streicheln? Ich bin auch ganz vorsichtig und zärtlich. Das ist eines der intimsten Bereiche unseres Körpers. Gott sagt, wenn jemand meine Gläubige antastet, dann ist das so, als wenn mir jemand ins Auge fasst. Gott kümmert sich um sein Volk.
[31:51] Gefängnismauern können uns nicht von Gott trennen. Paulus war im Gefängnis mit Silas und hatte trotzdem den Himmel auf Erden. Er konnte singen und sich freuen. Keine Angst, lieber Freund, liebe Freundin, solltest du im Gefängnis sein für Christus. Es heißt ja, der Herr wird aufstehen, Gott wird sich kümmern und was auszuführen, um sein Werk, sein was sein? Fremdartiges Werk. Gott wird etwas tun, was ihm ganz uneigen ist, etwas Fremdartiges, was gar nicht seinem Wesen entspricht. Das ist merkwürdig, oder? Wenn Gott sagt, ich habe keinen Gefallen am Tod des Gottlosen, Gott wird Menschen bestrafen, obwohl das eigentlich gar nicht seinem Wesen entspricht. Das ist fremdartig für ihn. Er sagt, ich habe keinen Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose sich umkehre von seinem Weg und lebe. Aber das ist jetzt zu spät. Gott muss die Konsequenz gehen. Das heißt, er ist warmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, aber er lässt keineswegs ungestraft. Auch in Nahrung heißt es, der Herr ist langsam zum Zorn, und er lässt gewiss nicht ungestraft.
[32:57] Und so beschreibt die Bibel, dass Gott Plagen ausgießen wird. Die sieben letzten Plagen. So wie in Ägypten damals, vor dem Auszug des Volkes Israel, Plagen kamen. Der Nil wurde zu Blut, und da kam es wie Frösche, und da gab es Stechmücken, und das Viehpest, und es gab eine Finsternis, und alles mögliche gibt es auch in der Offenbarung am Ende, in jener Zeit, nach dem Ende der Gnadenzeit, ja, packt, gibt es eine Plagenzeit für die dort draußen.
[33:27] Das heißt, wenn der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde, dann stand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Mahlzeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten. Das ist einer der Gründe, warum diese Botschaft so wichtig ist. Das heißt weiter, und der zweite Engel goss seine Schale aus in das Meer, und es wurde zu Blut, wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen starben im Meer. Das heißt weiter, und der dritte Engel goss seine Schale aus in die Flüsse und die Wasserquellen, und sie wurden zu Blut. Finde ich eine krasse Sache, was die Bibel sagt. Das sind buchstäbliche Dinge, die angesprochen werden. Offenbarung 16, Vers 5, und ich höre dann den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, oh Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast, denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es. Gott ist gerecht. Er bestraft nur in dem Maße, wie die Werke gewesen sind.
[34:23] Dann heißt es hier, die vierte Plage. Der vierte Engel goss seine Schale aus auf die Sonne, und ihr wurde gegeben, die Menschen mit Feuer zu versenken. Jetzt dazu gibt es noch einige interessante Aussagen. Die Bibel sagt, sie taten was? Nicht Buße, um ihm die Ehre zu geben. Die Gnadenzeit ist vorbei. Auch diese Plagen ändern nichts mehr daran. Diese ersten vier Plagen werden offensichtlich nicht global sein. Denn wenn diese vier Plagen global wären, wäre innerhalb von wenigen Tagen die Menschheit ausgerottet. Versuchen Sie mal, drei Tage lang ohne Wasser zu leben. Von Blut kann man sich nicht ernähren. Auch wenn manche das als Vampire versuchen. Das ist ernsthaft.
[35:05] Diese vierte Plage wird besonders beschrieben hier in Joel. Das Feld ist verheert, der Acker trauert, denn das Korn ist verwüstet, das Obst ist verdorrt, die Ölbäume sind verwelkt, die Ernte des Feldes ist verloren. Offensichtlich geht mit dieser vierten Plage eine enorme Hungersnot zusammen. Alle Bäume des Feldes sind verdorrt, den Menschen Kindern ist die Freude vergangen. Das wird eine ziemlich dramatische Situation sein. Auch wenn sie nicht global sein werden, werden es die schlimmsten Naturkatastrophen sein, die es jemals auf diesem Planeten gab. Die Speicher stehen leer, die Scheunen zerfallen, das Korn ist verwelkt, die Schafherden gehen zugrunde. Die Flamme hat alle Bäume des offenen Feldes versenkt. Aber diese Plagen haben es wirklich in sich. Das Feuer hat die Auen der Steppe verzehrt, heißt es hier. Oder auch in Amos 8, Vers 3 heißt es: Es werden an allen Orten viele Leichname liegen. Schon diese Plagen werden viele Menschen töten. Ein ziemliches Desaster.
[36:03] Gott sendet diese Plagen, um sein Volk zu retten. Und wenn diese Plagen fallen, eins nach dem anderen, erkennen die Menschen mehr und mehr, dass sie offensichtlich doch etwas verpasst haben. Das ist eine der traurigsten Vorhersagen der Bibel. So traurig, dass man fast weinen könnte. Sieh, es kommt die Zeit, spricht Gott der Herr, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des Herrn, es zu hören. Es kommt eine Zeit, da werden die Menschen sagen: Wir haben doch früher diese Predigten gehört, mit dem Sabbat, vielleicht war da was dran. Könnt ihr das nochmal uns sagen? Die Bibel sagt, dass sie hin und her, von einem Meer zum anderen, von Norden nach Osten laufen und das Herrnwort suchen und doch nicht finden werden. Ihr Herz ist zu verhärtet, es würde nichts mehr nützen. Aber das Verlangen ist da.
[37:01] Auch Gottes Volk wird nicht wie im Schlaraffenland leben, aber der Gott, der Elia dreieinhalb Jahre lang in der Wüste, in der Hungersnot versorgen konnte, der wird auch uns versorgen. Die Bibel sagt, wer in Gerechtigkeit wandelt, sein Brot wird ihm gegeben und sein Wasser. Ich sage das deswegen, weil hier nicht steht, sein Fünf-Gänge-Menü wird ihm sicher sein. Preist den Herrn, Gott wird uns Brot und Wasser geben. Amen.
[37:33] Aber es gibt eine Bedingung, die Gott nicht verlassen wird. Manchmal wird nur das hier zitiert, ohne das. Es heißt hier: Ich, der Herr, will sie erhören. Ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen. Wenn auch das Wasser nicht mehr zu finden ist, wird Gott sich um uns kümmern. Es heißt hier, der Feigenbaum wird nicht ausschlagen, der Weinstock keinen Ertrag geben, die Frucht des Ölbaums wird trügen, die Felder werden keine Nahrung liefern, der Weinstock sagt prophetisch: Ich aber will mich freuen in dem Herrn. Gott wird sich um seine Kinder kümmern und frohlocken mit dem Gott meines Heils. An der schönsten Verheißung finden wir hier: Der Herr behüte dich. Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Ja, er wird dich retten, vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen viertlichen Decken und mit seinen Flügeln wirst du dich bergen. Seine Treue ist Schirm und Schild. Nicht zu fürchten, vor dem Schreck in der Nacht, vor dem Fall, der bei Tag fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.
[38:47] Die Bibel sagt ganz deutlich, diese sieben letzten Plagen werden keinen Gläubigen treffen. Psalm 91 spricht von den Gläubigen. Psalm 91 macht ganz deutlich, dass die sieben letzten Plagen keinen Gläubigen treffen werden. Es heißt, wenn du sprichst, der Herr ist meine Zuversicht. Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht. Kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen. Ich möchte lieber vorher verfolgt werden, anstatt die Plagen zu bekommen. Ich weiß nicht, wie es mit Ihnen ist. Das ist die Verheißung. Und das ist die Verheißung, die diese Gläubigen auch vorher schon gewusst haben. Aber, als sie mittendrin sind, sieht es menschlich so aus, als würden sie einfach nur abgeschlachtet werden. Denn sie beten und beten und beten, die Plagen fallen zwar, aber trotzdem ist noch keine Rettung in Sicht. So kämpfen sie. Während die Plagen fallen, die ersten vier Plagen fallen, kämpfen sie. Das ist der Angst in Jakob.
[39:51] Das heißt, der Gott, aber wird er nicht seinen auserwählten Recht schaffen, zum Wufen, keine fünf Minuten nur, vor dem Frühstück, Tag und Nacht. Wenn er auch lange zuwartet mit ihnen, ich sage euch, er wird ihnen schnell recht schaffen. Gott wird die Sache beschleunigen. Die Zeit wird festgesetzt sein, zu jedem Zeitpunkt sollen die Gläubigen vernichtet werden. Aber ich kann mir vorstellen, dass es auch Menschen schon geben wird, die so voller Hass sind, dass sie nicht warten können, bis diese Zeit kommt. Und vielleicht schon vorher versuchen, hier und dort Gläubige umzubringen. Aber der Gott, der durch Engel Lot gerettet hat und viele andere Menschen, der Engel gesandt hat, um Petrus zu befreien, der Gott wird Engel senden. Sollte es jemand wagen, nach dem Ende der Gnadenzeit, Menschen, die Gott nachfolgen, umzubringen, Gott wird durch Engel uns wüten. Die Bibel sagt das ganz deutlich. Engel, die vorher für uns gewirkt haben. Das heißt, der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten und er rettet sie. Nicht nur ist er um uns herum, nicht nur ist er Schutzengel, er rettet uns.
[41:01] Die Frage wird gestellt werden: Wächter, wie lange noch dauert die Nacht? Wächter, wie lange noch dauert die Nacht? Und die Antwort kommt: Es kommt der Morgen, es kommt auch die Nacht. Ganz tolle Übersetzung, Einheitsübersetzung an dieser Stelle. Denn die Antwort ist: Es kommen beides. Es kommt Morgen und Nacht. Es kommt ewiger Morgen und es kommt ewige Nacht.
[41:25] Und während sie so kämpfen, werden sie Trost bekommen. Sie werden so nah sein Gott, wie noch nie zuvor. In dem Kampf. Und das ist der Grund, warum Gott es zulässt, weil er weiß, es ist der einzige Weg, um gläubigen Menschen, die so viel Zeit vergeudet haben auf dieser Erde, die so viel Fehler gemacht haben, obwohl sie hätten besser wissen können, doch noch das zu lernen, was sie schon längst hätten lernen sollen. Wie in einer Art Schnellkochtopf. Wie war das endlich noch zu Ende zu bringen? Was man eigentlich schon im ganzen Leben hätte lernen können. Preist den Herrn, dass er es trotzdem noch schafft. Und wenn es durch solche Mittel ist, nicht wahr?
[41:59] In dem Buch Vom Schatten zum Licht heißt es: Während die Ringenden ihre Bitten zu Gott emporsenden, scheint der Schleier, der sie von der unsichtbaren Welt trennt, fast weggezogen zu sein. Die Himmel erglühen von der Dämmerung des ewigen Tages und gleich einem klangvollen Engelchor erschallen die Worte an das Ohr: Steht fest in eurer Treue. Die Hilfe kommt. Christus, der allmächtige Sieger, hält den Friedenstreit an eine Krone unvergänglicher Herrlichkeit bereit und seine Stimme ertönt vor den halb geöffneten Toren: Siehe, ich bin mit euch. Fürchtet euch nicht. Ich kenne all euren Kummer. Ich habe eure Sorgen getragen. Ihr kämpft nicht gegen unbesiegbare Feinde. Ich habe den Kampf eurer Teilen ausgefochten. Und in meinem Namen seid ihr unüberwindlich. Der liebevolle Heiland wird gerade dann Hilfe senden, wenn wir sie brauchen. Es gefällt mir so schön, wie es hier heißt: Der Weg zum Himmel ist durch seine Fußstapfen geheiligt. Jeder Dorn, der unseren Fuß verwundet, hat auch seinen Fuß verletzt. Dort steht nicht, dass es keine Dornen gibt. Da steht nur, dass jede Dorn in unserem Fuß auch schon seinen Fuß verletzt hat. Jedes Kreuz, das wir zu tragen berufen werden, hat er vor uns getragen. Er weiß, wie es uns geht. Er will uns nicht durchtragen können.
[43:01] Der Herr lässt Kämpfe zu, damit die Seele für den Frieden vorbereitet werde. Die Kämpfe sind notwendig. Die Zeit von Jakob ist notwendig, um uns für den Himmel vorzubereiten. Die trübselige Zeit ist eine schreckliche Feuerprobe für Gottes Volk. Aber es ist auch für jeden Gläubigen die Zeit, empor zu blicken und er wird im Glauben über sich in den Bogen der Verheißung sehen. Jesaja sagt voraus: Die vom Herrn befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Gott sagt: Ich bin es, ja ich, der euch tröstet. Und dann sagt er: Was hast du, dass du dich fürchtest vor sterblichen Menschen? Vor Menschen, die dahin schwimmen wie Gras. Nicht fantastisch? Er sagt: Warum zitterst du dauernd vor der Wut dessen, der dich bedrängt, und darauf ausgeht, dich zu vernichten? Er wird nicht im Kerker sterben, sagt Gott. Und es mangelt ihm nicht mehr an Brot. Und Gott sagt dann: Ich bin doch der Herr, dein Gott, der das Meer aufwühlt, sodass die Wogen tosen. Wenn wir dort bitten und sagen: Gott, Gott, Gott, wir werden vernichtet, es gibt das Todesurteil, sie werden uns umbringen, wird Gott antworten: Ich bin der Herr, der das Meer aufwühlt.
[44:03] Ich habe dir meine Worte in den Mund gelegt. Ich habe dich berufen, die dreifache Engelsbotschaft zu verkündigen. Ich habe dich gesandt, Reformator zu sein. Du bist mein Volk, ich werde mich um die Konsequenzen kümmern. Darum höre doch das, du Elende, die du getrunken bist, aber nicht vom Wein. So spricht der Herr, dein Gott, der den Rechtsstreit für dein Volk führt. Sieh, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimms, das du künftig nicht mehr daraus trinken musst, und ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben.
[44:31] Der Gott, der das Rote Meer teilen konnte, in einer Situation, wo es ausweglos erschien, der Gott wird dann auch noch aktiv sein. Er heißt: Und sie werden vor mir, spricht der Herr, als mein auserwähltes Eigentum behandeln werden. Ich will sie verschonen. Hier kommt die beste Nachricht des heutigen Abends. Am Ende der Gnadenzeit, nach dem Ende der Gnadenzeit, wird es keinen einzigen Märtyrer mehr geben. In jener Zeit, wo die immenseste und größte Anstrengung aller Zeiten unternommen wird, will es Satan nicht gelingen, einen umzubringen. Vorher hat er es immer wieder geschafft, weil Gott hat es zugelassen, aus einem Grund. Weiß jemand, was Märtyrer heißt? Märtyrer heißt Zeuge. Gott lässt nur dann zu, dass Menschen sterben für ihn, wenn dadurch andere gerettet werden können. Aber am Ende der Gnadenzeit würde ein Märtyrer-Tod keinen Sinn machen. Und just in jener Zeit, wo der Satan alle Kontrolle hat und alles darauf investiert, diese Sekte auszurotten, würde es ihm nicht gelingen, auch nur einen Menschen umzubringen. Nicht einer.
[45:45] Das Urteil ist schon längst gesprochen. Es heißt, denn er deckt mich in seiner Hütte zur Zeit des Unheils. Ja, es wird eine schreckliche Seelensqual sein, aber niemand wird umkommen. Gott sagt: Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergegangen ist. Geh in deine Kammern, schließe die Türen dir dazu. Die Plagenzeit kommt, die Trübselzeit kommt. In jener Zeit will ich dich beschützen.
[46:09] Und dann heißt es hier: Denn siehe, der Herr wird von seinem Ort aus gehen, um die Bosheit der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Denn Gott kommt, um sein Volk zu befreien. Wie wird er das machen? Das Sondergesetz wird dahingehen, dass, wie gesagt, alle umgemacht werden sollen. Und in den Gefängnissen wird Gottes Volk sein, in den Bergen wird Gottes Volk sein. Sie werden beten und hoffen, dass Gott sie errettet. Und dann sagt die Prophezeiung voraus: Ihr aber werdet singen wie in der Nacht, da man sich fein festheilig. Warum? Der Herr wird seine majestätische Stimme hören lassen. Er wird mit Zornesbrausen und verzehrenden Feuerflammen, Wolkenbruch und Platzregen und Hagelsteinen kommen.
[46:49] Hier haben wir folgende Illustration: Mit Siegesgeschrei, mit Spott und Verwünschung sind Scharen gottloser Menschen im Begriff, auf ihre Opfer zu stürzen. Aber siehe, eine was? Eine dichte Finsternis, schwärzer als die dunkelste Nacht, senkt sich auf die Erde hin. Das ist übrigens die fünfte Plage. Die fünfte Plage wird etwas ändern in den Endzeitereignissen. Warum? Diese Dunkelheit bewirkt folgendes. Dann entspannt einen die Herrlichkeit des Thrones Gottes, widerstrahlende Regenbogen in den Himmel und scheint jede betende Gruppe einzuschließen. Die zornigen Scharen werden plötzlich aufgehalten, ihre spöttischen Rufe ersterben. Das Ziel ihrer mörderischen Wut ist vergessen. Mit schrecklichen Ahnungen starren sie auf das Sinnbild des Bundesgottes und möchten gern vor dessen überwältigendem Glanz geschützt sein.
[47:37] Die fünfte Plage, die Finsternis, die auf der ganzen Welt sich plötzlich breit machen wird, wird einen Wendepunkt darstellen. Das Volk vernimmt eine helle, klangvolle Stimme, die ruft: Steht auf. Und die Augen zum Himmel erhebend, erblickt es den Bogen der Verheißung. Die schwarzen drohenden Wolken, die das Himmelsgewölbe bedeckten, haben sich zerteilt. Ähnlich wie Stephanus, der in den Himmel hineinschauen kann, werden sie plötzlich etwas sehen. Jesus hatte damals schon gesagt: Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast. Sie werden Jesus sehen.
[48:09] Es heißt wiederum, er klingt eine klangvolle und frohlockende Stimme, die sagt: Sie kommen, sie kommen, heilig und harmlos und makellos. Sie haben das Wort meiner Geduld gehalten. Sie sollen unter den Engeln wandeln. Es ist Mitternacht, wenn Gott seine Macht zur Befreiung seines Volkes offenbart. Die Sonne bricht hervor und scheint in voller Kraft. Zeichen und Wunder folgen dicht aufeinander. Die gottlosen Schauern erschrecken und bestürzen auf diese Ereignisse, während die Gerechten in großer Freude die Zeichen ihrer Befreiung betrachten. Plötzlich ist alles anders. In der Natur scheint alles außer der gewohnten Ordnung zu sein. Die Ströme hören auf zu fließen. Man kann sich vorstellen, wenn der Neckar plötzlich stehen bleibt und nicht mehr fließt in eine Richtung. Dunkle, schwere Wolken steigen auf und stoßen gegeneinander. Mitten an dem aufgerührten Himmel ist eine Stelle von unbeschreiblicher Herrlichkeit, von wo aus die Stimme Gottes dem gewaltigen Rauschen vieler Wasser gleich ertönt und spricht: Es ist geschehen.
[49:07] Das ist genau das, was die siebte Plage sagt. Es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels, vom Thron, der die sprach: Es ist geschehen. Ein großes Erdbeben geschah, wie es dergleichen noch nie gegeben hat. Ich frage mich, ob die Richterskala ausreichen wird, dieses Erdbeben zu messen. Berge werden versinken. Inseln werden versinken. Die Fundamente der Erde werden zerbersten. Das heißt, die große Stadt wurde in drei Teile zerrissen. Die Städte der Heidenvölker fielen und Babylon der Großen wurde vor Gott gedacht, wenn es eines Zornes gäbe. Nicht nur Babylon, das System wird zerstört, auch die Städte der Heidenvölker fielen. Da werden ganze Städte, Megacities, ausgelöscht werden. Hafenstädte, wahrscheinlich durch die Tsunamis vernichtet werden. Das, was Lissabon 1745 war, war aber nur ein kleiner Vorgeschmack.
[50:03] Ein großer Hagel, heißt es hier, mit zentnerschweren Steinen kam aus dem Himmel auf die Menschen herab. Zentnerschwer. Und das wird eine direkte Zerstörung anrichten. Und dann heißt es, und das ist sehr interessant, jetzt Achtung, gut aufpassen, wie viele werden auferstehen? Viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden auferstehen. Vor der Wiederkunft. Das ist nicht die Wiederkunft. Die Bibel beschreibt eine spezielle Auferstehung. Vor der Wiederkunft. Viele. Und zwar einige zum ewigen Leben und andere zum ewigen Schlaf. Wir wissen, es gibt zwei eigentliche Auferstehungen, die wir auch später sehen. Aber es gibt vorher eine spezielle Auferstehung. Und wir haben nicht die Zeit, alles genau bis ins Detail anzuschauen. Aber die Bibel sagt, dass alle diejenigen, die im Glauben an die dritte Engelsbotschaft gestorben sind, einen besonderen Segen haben werden. Das heißt, selig sind die Toten, die von nun an sterben. Offenbarung 14, Vers 13. Nach der 3. Engelsbotschaft. Menschen, die im Glauben an die Wiederkunft Jesu gestorben sind, die es verkündigt haben, die die dreifache Engelsbotschaft verkündigt haben, werden auferstehen, um das, worauf sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, mitzuerleben. Aber die Bibel sagt auch, es werden die ihn sehen, die ihn gestochen haben. Wer hat ihn gestochen? Soldaten, die vor 2000 Jahren gestorben sind. Die werden nicht mehr leben. Die werden wieder auferstehen müssen. Und so werden auch diese auferstehen. Pilatus. Caiaphas. Die Soldaten werden auferstehen, um ihn kommend zu sehen. Die damals getötet haben.
[51:41] Dichte Wolken bedecken noch den Himmel, doch hier und da bricht die Sonne durch, wie das strafende Auge des Herrn. Wütende Blitze zucken vom Himmel und füllen die Erde in ein Flammenmeer. Lauter als das schreckliche Grollen des Donners ertönen das geheimnisvolle, furchterregende Stimmen und verkünden das Schicksal der Gottlosen. Nicht alle erfassen diese Worte, aber die falschen Lehrer verstehen sie deutlich. Es wird eine enorme Zeit sein. Seelen, die kurz zuvor noch sorglos, so prahlerisch und herausfordernd waren, so frohlocken in ihrer Grausamkeit gegen das gebotehaltene Volk Gottes, sind jetzt vor Bestürzung überwältigt und weben vor Furcht. Ihre Wehrufe übertönen das Getöte der Elemente und die Elemente werden nicht leise sein. Wenn Berge auf Fundamenten springen, aber noch lauter werden die Wehrrufe der Ungläubigen sein. Dämonen anerkennen die Gottheit Christi und zittern vor seiner Macht, während die Menschen um Gnade flehen und in den Staub kriechen. Heult, denn der Tag des Herrn ist nahe. Verkrieche dich in den Felsen und verbirg dich im Staub, sagt die Bibel. Denn an jenem Tag wird der Hochmut der Männer gebeugt werden. Und über alles Stolz und alles Hohe und alles Erhabene wird es kommen und es wird erniedrigt werden. Der Tag des Herrn wird die Niedrigen hoch machen und die Hohen niedrig.
[52:55] Alles das, was in dieser Welt schief läuft und aus dem Kopf gestellt wird, wird der Tag des Herrn wieder begradigen. An jenem Tag wird der Mensch seine silbernen Götzen, seine Autos und seine Villen und seine iPads und all das, wofür er Geld investiert hat, statt in das Werk Gottes. Wohin werfen? Den Maul werfen und Fledermäusen hinwerfen. All die nutzlosen Kleider, all die nutzlosen Dinge, die Dinge, die einfach nur für unser eigenes Ich da waren. Zu zeigen, dass wir besser aussehen als der andere. Alles wegwerfen. Weil wir erkennen, wenn es überhaupt keinen Wert hat. Sie werden sich verkriechen in die Feldspalten und Steinklüfte, wenn er sich aufmachen wird, um die Erde in Schrecken zu versetzen.
[53:39] Was werden die Gläubigen sagen? Es sagt: Darum fürchten wir uns nicht, auch wenn die Erde umgekehrt wird und die Berge mitten ins Meer versehen. Wow! Schon mal erlebt, wie ein Berg im Meer verseht? Schon mal erlebt, dass die Erde so bebt, dass da, wo gerade die Schwäbische Alb war, nur noch große, große, große Kilometerweite Löcher sind? Wir fürchten uns nicht, auch wenn die Erde umgekehrt wird. Die Berge zittern vor seinem Ungestehen.
[54:13] Während diese Worte des heiligen Vertrauens zu Gott emporsteigen, reißen die Wolken auf und der sternenbesetzte Himmel wird sichtbar von unsagbarer Herrlichkeit im Gegensatz zu dem schwarzen und zäuligen Firmament ringsherum. Der Glanz der himmlischen Stadt strahlt aus den offenstehenden Toren. Dann erscheint am Himmel, Achtung, eine Hand, die zwei zusammengelegte Tafeln hält. Kann jemand raten, was wohl sich auf diesen Tafeln befinden wird? Die Bibel sagt, der Himmel verkündet seine Gerechtigkeit. Ja, das stimmt. Das ist auch allegorisch gemeint, aber es ist auch buchstäblich gemeint. Es kommt der Zeitpunkt, wo am Himmel die Gerechtigkeit Gottes zu sehen wendet. Der Gott, der unter Feuer und Donner und Erdbeben seine zehn Gebote gegeben hat, Feuer und Donner und Erdbeben, sie bestätigen. Die zehn Gebote werden der ganzen Menschheit sichtbar gemacht werden. Nicht die Wiederkunft. Die Wiederkunft ist noch nicht geschehen. Alles noch davor.
[55:05] Dann erfüllt sich, was Maleachi sagt: Dann werdet ihr wieder sehen, was für ein Unterschied besteht zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen. Jetzt werden plötzlich alle erkennen, dass sie getäuscht worden sind. Sie werden erkennen, was wirklich eigentlich Sache war. Und in der Haut eines Pastors und Predigers und Priesters, der die Wahrheit gepredigt hat, möchte ich an diesem Moment nicht stecken. Wenn Millionen von Menschen realisieren, dass sie getäuscht worden sind durch falsche Lehrer.
[55:35] Die Stimme erschallt vom Himmel und verkündigt den Tag und die Stunde der Wiederkunft Christi und übergibt seinem Volk den ewigen Bund. Gleich den lautesten Donnerschlägen rollen seine Worte über die Erde. Das Israel Gottes lauscht, die Augen aufwärts gerichtet. Die Angesichter leuchten auf von dem Glanz einer Herrlichkeit. Sie strahlen des Antlitz Moses, als er vom Siedler herabkam. Die Gottlosen können sie nicht anblicken. Wenn die Menschen gesegnet werden, die Gott dadurch ehrten, dass sie seinen Sabbat heilig hielten, erschallt ein gewaltiges Siegesgeschrei. Sie wissen, er kommt.
[56:07] Und dann, bald erscheint gegen Osten eine kleine schwarze Wolke. Ungefähr wie groß? Halb so groß wie eines Mannes Hand. Die halbe Hand. Es ist die Wolke, die den Erlöser umgibt und sie erscheint aus der Ferne wie in Dunkelheit gehüllt. Gottes Volk weiß, dass dies das Zeichen des Menschensohnes ist. In ernstem Schweigen blicken alle auf diese Wolke, wie sie sich der Erde nähert und dabei zusehends heller und herrlicher wird, bis sie eine große, weiße Wolke entfaltet, deren Unterseite wie verzehrendes Feuer aussieht und über welcher der Regenbogen des Bundes schwebt. Jesus reitet als mächtiger Sieger voraus, bis die Offenbarung vorhersagt. Und ich sah den Himmel geöffnet und siehe ein weißes Pferd, und der, der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige, und die Gerechtigkeit richtete er und kämpfte er. Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden. Seine Pracht bedeckte den Himmel. Ein Glanz entsteht, ein Licht. Jesus kommt endlich wieder.
[57:07] Wie wird es wohl denen gehen, die damals gekrönt haben? Denn diesmal kommt Jesus nicht mit einer Dornenkrone. Diesmal kommt er mit der Siegeskrone, mit dem Diadem. Das heißt, er ist der König der Könige und der Herr der Herren. Und die Bibel sagt, alle Angesichter werden bleich. Es wird so herrlich sein, es wird so unfassbar sein, dass sogar die Gläubigen zunächst mal bleich werden. Toten lässt er auf, allen Gesichtern. So gigantisch, so unbeschreiblich, so unvorstellbar, dass selbst die Gläubigen fragen: Wenn er kann bestehen? Die Antwort wird kommen: Meine Gnade ist ausreichend für dich.
[57:51] Die Engel werden jubeln. Das Ganze nochmal ein Ton höher singen. Johannes sah damals, wie dieser Moment, der Himmel Gottes zusammengerollt wird, wie eine Buchrolle. Die Bibel sagt, unser Gott kommt und schweigt nicht. Er kommt, damit er sein Volk richte. Und die Ungläubigen verbergen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge. Sie sagen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt. Sie wollen nicht in das Angesicht Jesu schauen. Und sie rufen aus: Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen. Wer kann bestehen? Ihnen, sagt Jesus, nicht. Meine Gnade ist ausreichend für euch. Er würde es Ihnen so gerne sagen. Er kann es Ihnen nicht sagen. Warum? Sie haben ihr ganzes Leben lang die Gnade Gottes, die angeboten war als Geschenk, abgelehnt. Sie kennen diese Stimme. Sie haben oft gehört, wie er gesagt hat: Komm doch zu mir. Sie haben Predigten gehört. Sie haben vielleicht mal in der Bibel gelesen. Sie wissen, sie kennen diese Stimme. Es ist nicht die Stimme eines Unbekannten. Der Heilige Geist hat in ihr Gewissen gesprochen. Sie wissen, wer es ist. Sie haben ihr Leben lang abgelehnt. Sie wissen, dass der Heilige Geist einen Gefallen an ihrem Tod hat. Sie wissen, dass er sich gewünscht hat, dass sie umkehren würden. Darum, weil ich rufe und ihr mich abweist. Weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf wartet. Jetzt werden sie ihre Taten im Wirklichen nicht sehen. Jesus hatte damals den Hohen Priester gesagt: Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sehen, Hitzensehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. Jetzt werden sie verstehen, was er gemeint hat. Damals haben sie gesagt: Ante hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Jetzt kommt er und jetzt können sie sich nicht retten. Und so im buchstäblichsten Sinne des Wortes. Er hätte sie damals retten können. Sie wollten nicht, jetzt können sie sich nicht retten. Denn er hat ja gesagt, ich bin Gottes Sohn. Das hat er gesagt und er hat es gemeint und er ist es.
[59:59] Pilatus, viele andere werden sehen, denn das, was ihr fürchtet, als Verwüstung über euch kommt und euer Unheil euch überraschen wird wie ein Sturm, weil euch Angst und Not überfällt. Gottesgläubige werden etwas anderes sagen. Sie werden sagen, als sie wissen, es ist ausreichend, Gottes Gnade hat für sie gesiegt.
[1:00:25] werden sie sagen: Seht, da ist unser Gott, auf den wir gehofft haben. Nun lasst uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung. Diese Menschen kennen ihren Jesus. Wir sagen: Das ist der Gott. Das ist der Jesus, auf den ich gehofft habe. Das ist der Jesus, den ich täglich in der Bibel kennengelernt habe. Das ist der Jesus, zu dem ich gebetet habe. Das ist der Jesus, der mich durch die Trübsal der Zeit durchgetragen hat. Ich kenne ihn. Ich weiß, wer er ist. Ich kenne seine Sprache. Ich kenne seine Stimme. Ich kenne seinen Charakter. Ich spiegle seinen Charakter wider. Ich kenne dich, Jesus.
[1:00:59] Während die Erde schwankt, die Blitze zucken und der Donner grollt, ruft die Stimme des Sohnes Gottes die schlafenden Heiligen hervor. Er blickt auf die Gräber der Gerechten und ruft, seine Hand zum Himmel erhebend: „Erwacht! Erwacht! Ihr, die im Staube schlaft, steht auf!“ Auf der ganzen Erde werden die Toten diese Stimme hören. Und die sie hören, werden leben. Die Erde bedröhnt von den Tritten der außerordentlich großen Schar aus allen Heidengeschlechtern, Völkern und Sprachen. Kann sich das jemand vorstellen? Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich versuche das, wenn Millionen, wahrscheinlich Milliarden Menschen ausrufen werden: „Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?“
[1:01:41] Alle kommen derselben Größe aus ihren Gräbern, wie sie hineingelegt wurden. Adam, der mitten unter der auferstandenen Schar steht, ist von erhabener Höhe und majestätischer Gestalt, nur wenig kleiner als der Sohn Gottes. An ihm wird ein auffallender Gegensatz zu den späteren Geschlechtern deutlich. Adam wird sagen: „Ronny! Hallo da unten! Oder Christopher!“ „Hallo Adam!“ In dieser einen Beziehung sieht man die tiefgehende Entartung des Menschengeschlechts. Alle aber stehen auf in der Frische und Kraft ewiger Jugend. Im Anfang wurde der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen, nicht nur in Charakter, sondern auch in Gestalt und Aussehen. Die Sünde hat das göttliche Bild entstellt und nahezu verwischt. Aber Christus kam, und das, was verloren gegangen war, wiederherzustellen. Er wird unseren nichtigen Leib verwandeln und seinem verklärten Leib ähnlich machen. Die sterbliche, vergängliche, anmutlose, einst mit Sünden befleckte Gestalt wird vollkommen schön und unsterblich. Wer freut sich schon auf seinen neuen Körper? Wer sagt: „Ich brauche keinen neuen Körper?“ Alle Fehler und Gebrechen bleiben im Grabe. Wieder zum Baum des Lebens, in dem lange verlorenen Paradies zugelassen, werden die Erlösten zunehmen. Gemeint ist nicht so, sondern so. Wird auch nämlich gesund sein, bis sie zu der vollen Größe des Menschengeschlechts und seiner ursprünglichen Herrlichkeit herangewachsen sind. Wir sind nämlich eigentlich Zwerge. Die letzten, noch verbleibenden Spuren des Fluches, der Sünde, werden beseitigt und die Getreuen Christi erscheinen in der Herrlichkeit des Herrn unseres Gottes und werden an Leib, Seele und Geist das vollkommene Bild ihres Herrn widerstrahlen. Oh, wunderbare Lösung. Lange besprochen, lange erhofft, mit eifriger Erwartung betrachtet, aber nie völlig verstanden.
[1:03:25] So werden wir mit ihm entgegengerückt werden. Die Toten werden wieder auferstehen. Eltern werden ihre Kinder zurückbekommen. Kinder werden ihre Eltern zurückbekommen. Ehepartner sich wiederfinden. Freunde sich in die Arme schließen. Sie werden in den Himmel getragen werden, zur Hauptstadt des Universums. Aber bevor sie eintreten, wird etwas passieren. Das heißt, sie vor dem Einzug in die Gottesstadt verleiht der Heiland seinen Nachfolgern die Auszeichnung des Sieges und kleidet sie mit den Zeichen ihres königlichen Standes. Die glänzenden Reihen stellen sich in Form eines offenen Vierecks um ihren König herum auf, dessen Gestalt sich hoheitsvoll über die Heiligen und die Engel erhebt und dessen Antlitz allen volliger Liebe strahlt. Der Blick jedes Einzelnen, dieser unzähligen Schar Erlösten, ist auf ihn gerichtet. Jedes Auge schaut seine Herrlichkeit, dessen Gestalt hässlicher denn anderer Leute sein Aussehen, denn der Menschenkinder war. Auf die Häupter der Überwinder setzt der Heiland mit eigener Hand die Krone der Herrlichkeit. Jeder enthält eine Krone, die seinen neuen Namen trägt, sowie die Inschrift: „Heilig dem Herrn.“ In jeder Hand wird die Siegespalme und die glänzende Harfe gelegt. Wolltest du schon auf der Harfe spielen? Wir werden Priester sein, denn er, der uns geliebt hat und von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, macht uns zu Königen und Priestern. Wir werden gemeinsam hineinmarschieren.
[1:04:41] Weiß jemand, wie viele Tore das neue Jerusalem hat? Zwölf. Wollen wir uns einigen, durch welches Tor wir gehen? Auf welche Himmelsrichtung wollen wir hineingehen? Nord, Süd, Osten? Osten? Erste, zweite oder dritte Tor? Drittes? Okay. Machen wir einfach ab: Alle, die hier bei Magna Conflictio waren, wir treffen uns dann dort, nachdem wir unsere Krone bekommen haben, am dritten Tor und marschieren gemeinsam als Magna Conflictio-Familie hinein. Amen. Hinein! In diese Stadt. Und was wir dort sehen werden, wird so gewaltig sein, so außergewöhnlich. Wir werden dort sehen, was Adam und Eva verloren haben. Das Paradies Gottes. Dort wird ewiger Friede sein. Er wird sagen: „Du bist über Wenigem treu gewesen, ich will dich über Vieles setzen. Geh ein zur Freude deines Herrn.“ Er hat ja gesagt: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir sein.“ Jetzt ist diese Bitte endgültig erfüllt. Die Bibel sagt: „Der aber mächtig genug ist, euch nicht nur ohne Straucheln zu bewahren hier auf der Erde, sondern auch uns mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen.“ Gott ist mächtig genug, dass du, der du heute hier sitzt, einmal verklärt, sündlos, dort im Himmel, in der Hauptstadt des Universums, durch die Straßen von Neu-Jerusalem gehen kannst. Das kann Gott. Und Gott muss mächtig sein. Das werden wir sehen.
[1:06:05] Wir werden dort nicht nur Christus sehen, wir werden auch die Menschen sehen, die durch unser Zeugnis dort sind. Wir werden dort Menschen sehen, die sagen: „Danke, dass du damals mich zu dieser Vortragsreihe mitgenommen hast. Danke, dass du mir den Flyer gegeben hast. Danke, dass du diese Internetseite mir weitergegeben hast. Dadurch habe ich Christus kennengelernt.“ Vielleicht etwas später. Danke.
[1:06:27] Und in all diesem Jubel, all dieser Freude, ertönt ein Schrei: Adam trifft Adam. Der erste Adam, den zweiten Adam. Jesus streckt seine Arme aus und sagt: „Komm her.“ Es war zum Verzweifeln, als er damals gesündigt hatte. Er hatte geglaubt, alles ist verloren, für immer und ewig. Er musste hinaus und hat fast tausend Jahre lang die Folgen der Sünde gesehen. Er wusste nicht, was er zu tun hatte. Er wusste es nicht. Er wusste, dass Jesus gegen ihn ging. Er ist erstanden, ist erstanden. Er sieht das Paradies Gottes. Er fällt ihm, diesem zweiten Adam. Er hat seinen Verstand erfasst, die Wirklichkeit des Geschehens. Er träumt nicht. Er begreift, dass dies in der Tat das wiederhergestellte Eden ist, viel schöner jetzt als einst, dass er daraus verbannt wurde. Der Heiland führt ihn zum Baum des Lebens, bricht die herrliche Frucht und bittet ihn zu essen. Er blickt um und sieht sich und sieht viele Glieder seiner Familie. Er löst das Paradies Gottes. Jetzt legt er seine glänzende Krone und sagt: „Was Adam tun wird, werden wir alle tun.“
[1:08:03] Die Engel werden jubilieren. Das heißt, ich sah etwas wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermischt. Und die, welche als Überwinder vorgegangen waren über das Tier und über sein Bild und über sein Malzeichen, über die Zahl seines Namens, standen im gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes. Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, das Lied des Lammes und sprechen: „Groß und wunderbar sind deine Werke, oh Herrgott, du Allmächtiger.“ Es sind die 144.000. Es sind die, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Es sind die, die unsträflich sind vor dem Thron Gottes, die aus der großen Trübsalszeit herausgekommen sind, die ihre Kleider weiß gemacht haben im Blut des Lammes. Die sind vor dem Thron Gottes und die in dem Tempel. Die werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.
[1:08:51] Damals auf der Erde sind sie verfolgt worden. Sie haben Leid und Trübsal erlebt. Sie haben die Zeit der Angst in Jakob erlebt. All diese Trübsalzeiten zu allen Zeitaltern haben sie etwas gelehrt. Sie haben gesehen, das ist die Folge der Sünde. Und sie haben in all dieser Trübsal, in all dieser Not dieser Welt gelernt, die Sünde zu hassen. Und weil ihnen viel vergeben worden ist, lieben sie Jesus in einer besonderen Art und Weise. Kein ungefallenes Wesen wird jemals verstehen können, wie sehr wir Jesus lieben. Denn wem viel vergeben ist, der liebt auch viel.
[1:09:29] Damals auf der Erde, da waren sie die Kriminellen. Waren sie der Abschaum der Gesellschaft. Sie wurden ungerecht verleumdet. Sie wurden getötet. Sie wurden verspottet. Man hat falsche Zeugen gegen sie aufgestellt. Man hat sie gejagt und gehetzt. Aber im Himmel herrscht Gerechtigkeit. All diese Urteile werden umgedreht werden. Die Schmach des Volkes wird weggenommen werden. Man wird sie nennen das Heilige Volk. Sie bekommen Kopfschmuck statt Asche. Freudenöl statt Trauer. Feierkleider statt eines betrübten Geistes. Kein König hier auf Erden wird so herrlich ausgesehen haben wie die Gläubigen im Himmel. Kein Schmuck auf dieser Erde ist so wertvoll wie die Krone des Lebens. Kein Wunder. Damals mussten sie sich verstecken. Sie waren zerstreut und oftmals im Untergrund. Dann stehen sie vor dem Thron der Hauptstadt des Universums an dem größten und tollsten Ort der Welt. Nicht mal in irgendwelchen Höhlen. Gottes Gerechtigkeit wird alles umdrehen. Es wird eine besondere Zeit sein. Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserem Gott und dem Lamm. Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
[1:10:51] Und für alle Ewigkeiten werden sie darüber nachdenken, was es gekostet hat, dass sie befreit worden sind. Ja, stimmt. Schon auf der Erde haben sie einiges verstanden wie Gerechtigkeit und Liebe, wie Scham und Herrlichkeit, wie Leben und Tod sich getroffen haben in diesem Kreuz. Aber ganz ehrlich, das Letzte kann das niemand so wirklich hier ergründen. In der Ewigkeit werden wir versuchen zu ergründen, was das wirklich bedeutet. Wir werden das Kreuz studieren bis in alle Ewigkeit. Und das Kreuz wird herrlich sein. Und das Licht des Evangeliums wird unsere Freude sein. Ist dir bewusst, was das Kreuz alles in deinem Leben tun kann? Ist dir bewusst, was das Kreuz dir eröffnet? Ist dir bewusst, was für eine Herrlichkeit vor dir steht?
[1:11:49] Wir werden jetzt eine kurze Pause haben. Und dann kommt der letzte und der wirklich letzte Akt im Drama. Was wird endgültig passieren? Und das wird so spannend sein, dass ich niemandem erlauben kann, jetzt nach Hause zu gehen. So wahr ich hier stehe.