[1:21] Einen wunderschönen guten Abend zu unserem letzten Dienstag-Vortrag hier bei Magna Conflictio. Herzlich willkommen auf www.magna-conflictio.de. Schön, dass Sie den Weg hier gefunden haben bei diesem düsteren und trostlosen Novemberwetter. Passt so ein bisschen zum heutigen Thema. Es geht nämlich um den Tod. Aber ich denke, wir haben eine ganze Menge an spannenden Dingen heute zu erfahren. Das heißt, 1600 Verse, haben Sie keine Angst. Wir werden nicht zu viele heute lesen, und das würde selbst ich nicht schaffen in der mir gegebenen Zeit.
[1:58] Bevor wir beginnen, möchten wir, wie jedes Mal, uns schon angekündigt worden ist, ein Quiz haben. Und wer von Ihnen war am letzten Samstagabend da gewesen? Die allermeisten. Schauen wir mal, was wir gelernt haben. Wie hieß der Satan ursprünglich? Lucifer. Heißt übersetzt? Lichtträger. Ganz genau. Zweite Frage: Was war seine originale Position? Er war ein Cherub. Er war nicht nur ein Cherub, er war ein schützender, schirmender Cherub. Und die befanden sich wo? Am Thron Gottes. Und wer hatte die geschaffen? Noch genauer? Jesus Christus, wie alle anderen auch. Er war ein schirmender Cherub, der dort am Thron Gottes das Gesetz Gottes beschützen sollte. Und genau darüber ist er gestolpert, über das Gesetz, weil er es einfach nicht halten wollte. Und dann seine Rebellion begonnen hat. Und dann wurde die Gnade Gottes in 1. Mose 3 und dort Vers 15 bezeichnet. Wir haben ein bisschen darüber gesprochen mit diesem Vers. Da geht es auch um die Gnade Gottes, aber da wird ein bestimmter Begriff verwendet: Feindschaft. Der Same kommt auch vor. Das hat auch mit der Gnade zu tun. Aber die Gnade, die Gott schenkt, wird dort die Feindschaft genannt. Er sagt: "Ich will Feindschaft setzen zwischen der Schlange und der Frau." Es ist die Gnade Gottes, aber wir sind eigentlich nicht in einem Konflikt. Wir haben gesehen, als sündige Menschen sind wir in völliger Harmonie mit dem Satan. Aber Gott kann wieder einen Konflikt in unser Herz hineinbringen, dass wir dem Satan widerstehen können und die Sünden überwinden dürfen. Feindschaft gegen Satan. Darüber haben wir letzten Samstagabend gesprochen.
[3:42] Dann hier: Welche Armee verlor in einer Nacht 185.000 Soldaten durch einen Engel? Das war die assyrische Armee, ganz genau. Und diese assyrische Armee war die Weltmacht damals gewesen. Und wir haben gesehen, Engel sind äußerst machtvoll. Und die Engel, die damals 185.000 Soldaten besiegen konnten und die Engel, die auch eine ganze Einheit von Elitesoldaten Roms aus der Flucht schlagen konnte, die sind auch heute noch gegenwärtig, um uns in unseren Kleinigkeiten des Lebens zu helfen. Und das ist eine ganz positive Nachricht.
[4:14] Und die letzte Frage: Wer erfand die Theorie vom egoistischen Gehen? Genau, da war dieser britische Evolutionsbiologe mit Namen Richard Dawkins, der die Evolution auf ganz, ganz, ganz neue Stufen gebracht hat und die wirklich sehr anlehnen an das, was Satan selbst im Himmel behauptet hat. Haben wir gesehen.
[4:38] Für heute haben wir wiederum fünf Fragen und wie immer wollen wir jetzt schon uns prüfen, was wir davon beantworten könnten. Und ansonsten sehen wir am Freitag dann die Auflösung. Wovon wurden Adam und Eva nach ihrer Sünde getrennt? Gebe zu, da kann man mehrere Dinge sagen, aber wir suchen hier eine ganz bestimmte Sache, die wir heute noch betrachten werden. Wie nennt die Bibel den ersten Tod? Die dritte Frage: Wann können Gläubige Jesus persönlich sehen? Gar nicht so schwere Fragen heute Abend. Jetzt wird es ein bisschen schwieriger. In welchem Jahr entstand der moderne Spiritismus? Spiritismus gibt es schon immer, aber die moderne Form, die große Akzeptanz weltweit gefunden hat, ist in einem bestimmten Jahr entstanden und wir werden heute auch kurz darauf eingehen. Und dann eine interessante Sache hier, da bin ich gespannt, ob das jemand von Ihnen weiß. Wer war Herausgeber der Zeitschrift "Lucifer Gnosis"? Schon mal was von der Zeitschrift gehört? Wird es interessieren.
[5:44] Das ist ein ganz interessantes Thema. Ein wichtiges Thema. Das Thema vom Tod. Ein Thema, über das man vielleicht nicht ständig nachdenkt, aber ich glaube, irgendwann im Leben stellt man sich diese Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich nicht mehr da bin? Und vielleicht ist der eine von uns oder der andere noch so jung, dass er sagt, da denke ich in 50 Jahren drüber nach. Aber niemand von uns weiß, ob morgen noch für ihn eine Realität sein wird. Wichtig, dass wir auch in dieser Serie Magna Conflictio, in diesem gewaltigen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, uns fragen, was passiert mit dem Tod, nach dem Tod und überhaupt um diesen Tod herum. Und deswegen möchte ich Sie einladen, mit mir gemeinsam ein Anfangsgebet zu sprechen und dann werden wir hineintauchen ins Thema.
[6:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können. Dieses Geheimnis, über das so viele Philosophen und Religionsstifter und Menschen sich den Kopf zerbrochen haben, dass wir es lösen dürfen durch die Schrift, durch die Bibel. Du hast gesagt, dass du den Schlüssel zum Totenreich hast. Wir wollen heute die Bibel aufschließen und sehen, was wir an Trost und Ermutigung bekommen dürfen aus deinem Wort, wenn es um das Thema Tod geht, aber auch an Warnung, wenn es darum geht, vor Irrtümern gefeit zu sein, die heute die Menschheit verführen sollen. Denn auch der große Kampf spiegelt sich in diesem Thema wieder. Wir möchten dich bitten, Herr Jesus, dass du jetzt unsere Herzen anrührst, dass wir bereit sind, die Wahrheit aus deinem Wort anzunehmen, so wie du es gesagt hast. Und dass wir vielleicht auch liebgewonnene Ideen und Theorien dir übergeben, um deine reine Wahrheit in unser Herz zu lassen. Hab Dank, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig sein wirst. Im kostbaren Namen Jesu bitten wir dies. Amen.
[7:32] Wir wollen unser Thema beginnen, indem wir noch einmal dort anhaken und einhaken, wo wir letzten Samstagabend aufgehört haben. Wir hatten gesprochen über die Schöpfung der Welt und dass seit diesem Zeitpunkt, wo die Welt geschaffen worden ist, Lucifer oder dann Satan den Plan hatte, die Menschheit zu verführen. Seit die ersten Schöpfungstage sich ereignet hatten und diese Welt so schön und brillant dort im Universum schwebte, hatte Satan das Ziel, diese Erde unter seine Kontrolle zu bringen. Es gab mehrere Gründe. Er brauchte noch mehr hinter seinem Rücken, eine vergrößerte Mannschaft, ein Drittel der Engel hatte ihm nicht ausgereicht. Er wollte die Welt nach und nach erobern. Und ich glaube, er war auch ganz besonders neidisch auf die Menschen und es war ihm ein Dorn im Auge, dass die Menschheit, die Gottes Geboten Folge leistete, so glücklich war. Können wir uns vorstellen, warum das einem Dorn im Auge war? Warum war es ihm ein Dorn im Auge, dass die Menschen so glücklich waren? Es war ein Beweis dafür, dass wenn man Gottes Geboten folgsam ist, wenn man in Harmonie mit ihm lebt, dass man dann Frieden hat und Glück hat und dass es einem wohl geht. Und so wollte er dieses Beweisstück aus dem großen Kampf entfernen, indem er die Menschen zu Sünden überführte.
[8:50] Frage: Ist Gott ein liebevoller Gott? Wenn Sie wüssten, es gibt eine Gefahr und jemand, den Sie sehr mögen, ist in Gefahr, würden Sie ihn warnen, ja oder nein? Glauben Sie, Gott hat Adam und Eva gewarnt? Die Bibel macht ganz deutlich, dass Adam und Eva wussten, dass es einen Konflikt gibt und dass sie eine Entscheidung fällen sollten für gut oder für das Böse. Und so konnte Satan nicht ganz offen an sie herantreten als Engelwesen, denn sie waren ja gewarnt worden. So kam er durch die Schlange, versteckt.
[9:28] Und wollen hier noch einmal einhaken in diese erste Verführungsszene, weil sie legt das Fundament für das Thema vom Tod. Wir müssen verstehen, dass die Lehre vom Tod und was nach dem Tod passiert, nicht einfach eine isolierte Lehre in der Bibel ist, sondern dass sie direkt eingebunden ist in das große Thema vom Kampf, vom Magna Conflictio.
[9:48] Die Schlange, hinter der sich Satan verbarg, der diese Schlange als Medium benutzt hatte, stellte folgende Frage an Eva: Die Schlange war listig, hat alle Tiere des Feldes, die Gott daher gemacht hatte, und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass sie von keinem Baum im Garten essen dürfte? Was klingt aus dieser Frage heraus? Zweifel. Da muss man kein Theologe sein, um das zu verstehen. Satan beginnt damit, Zweifel am Wort Gottes zu säen.
[10:18] Was hätte Eva machen sollen in dieser Situation? Ich glaube, das Sicherste wäre tatsächlich gewesen, auf der Stelle kehrt zu machen und zu sagen: Warum sollte ich überhaupt Gott zweifeln? Warum sollte ich an Gottes Wort irgendwelche Zweifel haben? Gott ist gut, Gott war gnädig. All das, was er geschaffen hat, ist durch das Wort Gottes geschaffen. Ich weiß, Gottes Wort hat Kraft. Warum sollte ich ihr zuhören, dieser Schlange? Auf dem Absatz kehrt zu machen und wegzugehen, wäre die Rettung der Menschheit gewesen. Stattdessen sagt die Bibel, ist Eva ein bisschen dageblieben. Hat sie das angehört? Hat überlegt: Könnte das sein? Nein, das kann doch nicht sein. Und ich glaube, ganz oft machen wir auch den Fehler, dass wir aus reiner Neugier, ohne böse Absichten, uns zu sehr in die Nähe des Satans begeben. Einfach mal gucken, was der so an Gegenargumenten hat. Wir sollten nicht als Eremiten irgendwo uns von der Welt abschotten, aber es ist kein Heil da drin, wenn man in jegliche Irrlehre, in jeglichen Zweifel tief hineintaucht, um das widerlegen zu wollen. Manchmal ist es einfach besser zu sagen, ich weiß, dass es Quatsch ist, auch wenn ich nicht alle Gründe dafür kenne. Ich lasse mich einfach damit gar nicht weiter ab. Ich gebe mich damit nicht weiter ab.
[11:30] Es heißt in 1. Mose 3, Vers 2: Da sprach die Frau zur Schlange: "Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen, aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt." Jetzt kommt der zweite Schritt. Das erste, was die Schlange gemacht hatte, sie hatte Zweifel gesät. Schauen wir, was die Schlange jetzt als nächstes sagt. In Vers 4 heißt es: Da sprach die Schlange zu der Frau: "Keineswegs werdet ihr sterben." Was ist der zweite Satz, den die Schlange, also Satan, zur Menschheit sagt? Ihr werdet nicht sterben. Keineswegs. Was heißt keineswegs? Egal welchen Weg ihr geht, in keinem Weg werdet ihr sterben. Wenn du dich so entscheidest, wirst du nicht sterben. Egal was du tust, du wirst nicht sterben. Das war der zweite Satz, den Satan der Menschheit gesagt hat. Egal was du tust, du wirst nicht sterben.
[12:24] Und dann geht er noch einen Schritt weiter und sagt: "Sondern Gott weiß, an dem Tag, der ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet." Jetzt, wenn einem die Augen geöffnet werden müssen, angeblich, was ist man dann vorher? Blind. So deutlich hat sie es nicht gesagt, aber so unter der Hand ist angedeutet: Eigentlich seid ihr noch nicht wirklich da, wo ihr sein müsstet. Und ihr werdet wie sein? Sein wie Gott. Nun, woran erinnert uns diese Idee? Augen öffnen, in einen höheren Zustand kommen, sein wie Gott. Wer hat das zuerst gesagt? Er selbst, Satan selbst, in der Rebellion hatte genau das benutzt und er versucht jetzt, seine Rebellion in die menschlichen Gehirne hineinzubringen. Und achten wir darauf: Der erste Satz war Zweifel. Der dritte Satz war: Ihr werdet sein wie Gott. Der erste Satz ist ganz deutlich Rebellion. Der dritte Satz ist ganz deutlich Rebellion. Und mitten zwischen dem ersten und dem dritten Satz sagt er: Egal was ihr tut, ihr werdet nicht sterben. Dieses Thema vom Tod muss also eine ganz entscheidende Rolle spielen in der Verführung der Menschheit, eingebettet in diese Rebellion.
[13:34] Nun, die Geschichte ist bekannt. Adam hat sich überzeugen lassen, hat von der Frucht genommen, hat reingebissen und wurde zum Missionar, hat die Frucht weitergegeben und Adam hat auch reingebissen und beide haben gesündigt. Und jetzt war die große Frage: Was würde passieren? Wer hat recht gehabt? Gott oder Satan? Die Frage war, nachdem sie reingebissen hatten, hat Gott wirklich gemeint, was er gesagt hat, oder hat er vielleicht was anderes gemeint, als er gesagt hatte damals: "Denn an dem Tag, wenn du davon isst, musst du gewisslich sterben." Gott hatte gesagt: "Wenn ihr esst, dann seid ihr des Todes." Die Frage war jetzt: Hat Gott recht mit dem, was er sagt, oder hat er was anderes gemeint? Hat er vielleicht gemeint mit Tod, dass man eigentlich in einen höheren Zustand kommt, dass man in einer anderen Daseinsform ewig lebt?
[14:26] Was hat Adam und Eva, was haben sie entdeckt, nachdem sie in die Frucht hineingebissen haben? Hat Gott gemeint, was er gesagt hat? Woran haben sie es gesehen? Die Bibel sagt uns, dass Gott ihnen später sagte: "Denn du bist Staub und zum Staub wirst du wieder zurückkehren." Adam und Eva mussten lernen, dass Gott genau das gemeint hat, was er gesagt hat. Nichts anderes. In einer Hinsicht wurden ihnen wirklich die Augen geöffnet, dass ihre Entscheidung völlig sinnlos war. Sie hatten nichts gewonnen, waren nicht einen Schritt höher gegangen in ihrer Existenzform, aber sie hatten viel verloren.
[15:08] Was hatten sie verloren? Neben dem Baum, von dem sie gegessen hatten, stand ein anderer Baum, und das war der Baum des Lebens. Wenn ein Baum Baum des Lebens heißt, womit hat dieser Baum wohl zu tun? Mit dem Leben. Und von diesem Baum sollten sie essen, um was zu haben? Leben. Was hatte Gott für sie geplant? Ewiges Leben. Aber achten wir darauf: Um ewiges Leben zu haben, gab es einen Baum des Lebens. Was bedeutet das? Dass das ewige Leben nicht ohne Bedingungen in ihnen war, sondern es gab eine Bedingung, um ewiges Leben haben zu können, nämlich man musste von diesem Baum essen. Daraus ergibt sich eine ganz, ganz einfache Schlussfolgerung: Unsterblichkeit in der Bibel war an eine Bedingung geknüpft. Und der Zugang zum Baum des Lebens war wiederum an eine Bedingung geknüpft. Das war die Bedingung, dass ich Zugang habe zum Baum des Lebens: Gehorsam. Daraus ergibt sich eine ganz einfache Schlussfolgerung, nämlich dass Unsterblichkeit an Gehorsam bedingt war und gebunden war.
[16:22] Als Adam und Eva sündigten und sie aus dem Garten hinausgeworfen wurden, war der Weg zum Baum des Lebens versperrt. Und wenn der Weg zum Baum des Lebens versperrt war, was war dann auch versperrt? Der Weg zum ewigen Leben war versperrt. Da war das ewige Leben, irgendwo dahinten. Hier waren Adam und Eva und ihre Kinder dann später. Sie waren getrennt durch die Sünde. Die Bibel war ganz deutlich. Gott in seiner Aussage ist hier sehr deutlich: "Zum Staub bist du wieder zurückkehren." Das heißt, das Leben sollte völlig ausgelöscht werden.
[17:02] Hatte Adam, nachdem er gesündigt hatte, noch ewiges Leben? Ganz deutlich. Das ewige Leben war da, er war hier. Als Adam es nicht mehr hatte, konnte er ewiges Leben an seine nächste Generation weitergeben? Unmöglich. Er kann nur das weitergeben, was er hat. Er hat es selbst verloren, er kann es nicht weitergeben. Das heißt, alle Nachfolger von Adam und Eva haben keine Unsterblichkeit, denn Unsterblichkeit war an Bedingungen geknüpft, die nicht eingehalten worden waren.
[17:32] Die gute Nachricht ist, dass Gott eine Möglichkeit eröffnet hat, wie Unsterblichkeit wieder erlangt werden kann. Die Grundgeschichte ist die: Der Mensch hätte unsterblich sein sollen, geknüpft an Bedingungen. Er hat die Bedingungen nicht erfüllt. Dadurch wurde Unsterblichkeit von ihm genommen. Und ohne Gottes Eingreifen wäre er hoffnungslos verloren gewesen. Aber Gott greift ein und bietet wieder Unsterblichkeit an.
[17:58] Schauen wir uns mal die Bibeltexte an. Es heißt hier, dass durch die Sünde Adams der Tod zu allen Menschen gelangt ist, weil sie alle gesündigt haben. Der Tod ist das Gegenteil vom Leben. Alle Menschen sind vom Tod betroffen. Es heißt weiterhin: "Durch die Erscheinung unseres Retters Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat." Ein anderes Wort für Unvergänglichkeit ist Unsterblichkeit. Jesus bringt Unsterblichkeit. Ist das deutlich? Das ist ganz deutlich. Mit anderen Worten, unser einziger Schlüssel, unsere einzige Hoffnung, der einzige Weg zum ewigen Leben, zur Unsterblichkeit ist Jesus.
[18:40] Die Bibel macht das an einer anderen Stelle ganz deutlich. Sie sagt, so einfach, dass jedes Kind es verstehen kann: "Wer an den Sohn glaubt, der hat was? Ewiges Leben. Und wer bei dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen." Mit anderen Worten: Wer bei Jesus ist, der hat Leben. Und wer bei Jesus nicht ist, hat kein Leben. Das bedeutet wiederum: Ist Unsterblichkeit oder ewiges Leben an eine Bedingung geknüpft? Ewig leben, nach der Bibel, so im Alten als im Neuen Testament, ist keine Sache, die ohne Bedingung ist, sondern immer an eine Bedingung geknüpft. Nur Jesus ist der Weg zur Unsterblichkeit und zum ewigen Leben.
[19:24] Hier heißt es im Römer 2, Vers 7, dass es auch im Neuen Testament eine Bedingung ist, dass wir Gottes Gebote halten. Das heißt nämlich: "denen nämlich, die mit Ausdauer im Wirken des Guten..." – anderes Wort für Wirken des Guten wäre? Gutes tun, Gottes Gebote tun, das tun, was Gott will – "...im Wirken des Guten Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, ewiges Leben." Wer von Ihnen hat schon mal sich etwas erstrebt? Was bedeutet das, dass man etwas erstrebt? Wonach kann man streben? Nach Macht kann man streben. Wann strebt man nach Macht? Wenn man sie noch nicht hat, oder? Wonach kann man noch streben? Reichtum strebt man auch nur danach, wenn man... Man strebt nach Dingen, die man so noch nicht hat. Wer nach ewigem Leben strebt, der hat es noch nicht. Ansonsten würde ich nicht danach streben. Ganz eindeutig.
[20:26] Wissen Sie, weißt du, lieber Freund, liebe Freundin, wer der Einzige war, der behauptet hat, dass es ewiges Leben ohne Bedingung gibt? Er hier. Die ganze Theorie, dass es in irgendeiner Weise ewiges Leben ohne Bedingung geben kann, einfach automatisch, hat nichts weiter als Autorität als seine Worte. Und auf seine Worte würde ich nicht allzu viel geben, denn die Bibel sagt, er ist ein Lügner.
[21:00] Als er dort im Garten von Eden durch die Schlange sagt: "Ihr werdet keineswegs des Todes sterben", war das die erste Predigt über die Unsterblichkeit der Seele. Die erste Predigt über die Unsterblichkeit des Menschen. Das Problem ist nur, dass heutzutage in so vielen christlichen Kirchen dieselbe Predigt wiederholt wird. Die Predigt, die eingebaut war zwischen zwei Sätzen, nämlich: "Sollte Gott gesagt haben" und "Ihr werdet sein wie Gott". Eingebaut in zwei Sätze. Trotzdem scheint es so zu sein, dass viele Menschen davon ausgehen, dass eine natürliche Unsterblichkeit des Menschen quasi biblische Lehre wäre.
[21:44] Schauen wir uns mal an, was die Bibel sagt zu diesem Thema. Ganz toller Vers hier in Hesekiel 18, Vers 24: "Die Seele, welche sündigt, die soll was? Sterben." Was ist die allgemeine Vorstellung auch vieler Christen in den allermeisten Kirchen von der Seele? Sie sagen genau das Gegenteil. Sie sagen: "Die Seele, welche sündigt, sie soll nicht sterben." Sie wird vielleicht in der Hölle sein, sie wird vielleicht im Fegefeuer sein, sie wird vielleicht im Himmel sein, sie wird vielleicht in einer anderen Person sein, aber sie wird nicht sterben. Christliche Kirchen bauen heute den Text genau um. Die Bibel sagt: "Die Seele, welche sündigt, die soll sterben."
[22:26] Weiß jemand, wie oft das Wort Seele in der Bibel vorkommt? Schätzen Sie mal. 1600 Mal vorkommt. Es gibt 1600 Verse, in denen das Wort Seele vorkommt. Und jetzt schätzen Sie eine zweite Sache: In diesen 1600 Versen, wie oft kommt das Wort Seele in Kombination mit dem Wort unsterblich vor? Niente. Zero. Null. Nada. Niemals. Sie können 1. Mose 1 bis Offenbarung 22 durchlesen. Es gibt nicht einen Vers in der Bibel, wo Seele und Unsterblichkeit in einem Zusammenhang gemacht werden. Aber es gibt einen Vers, wo steht: "Die Seele soll sterben."
[23:12] Woher nehmen sich christliche Kirchen das Recht daraus, die Bibel genau umzudrehen? Das hat zu tun mit dem Magna Conflictio. Denn ewiges Leben, wie wir gesehen haben, hing an Bedingungen ab, die Gott klar deutlich gemacht hatte. Und als Menschen gesündigt haben, heißt es hier, hat Gott Cherubim lagern lassen am Garten des Edens mit dem blitzenden Schwert, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
[23:38] Frage: Nachdem wir schon gelernt haben, was die Engel alles so können, die können 185.000 assyrische Soldaten umbringen, die können eine ganze Einheit von Römern in die Flucht schlagen. Konnten die den Eingang einigermaßen richtig bewachen? War das eine sichere Wache? Oder waren da vielleicht ein paar so, da haben die ab und zu geschlafen, dass einer vielleicht auch mal durch ist? Ein heimlich des Nachts, was von der Frucht gegessen hat. Hat es das gegeben? Gab es vielleicht irgendwo hier, es gibt ja so Menschen, die schaffen das immer so, durch die Mauern hindurch, Schlupflöcher. Ist da einer an den Engeln vorbei? Ja oder nein? Also draußen waren die Sünder, drinnen war das ewige Leben. Wenn keiner an dem Engel vorbei konnte, dann konnte kein Sünder ewiges Leben haben. Demzufolge lehrt uns 1. Mose 3: Es gibt keinen unsterblichen Sünder.
[24:36] Ist das deutlich? Die Bibel macht ganz deutlich. Gott hatte eine Mauer dazwischen gesetzt. Aber Satan hatte gemerkt, wie effektiv diese Lüge gewesen war. Mit nur einer Lüge, verbunden mit einer, mit einer Frage: "Was soll Gott gesagt haben?" und dann eine Lüge, hat es schon ausgereicht, die Menschheit zu Fall zu bringen. Es wäre doch zu dumm, diese Lüge einfach fallen zu lassen, oder? Wäre es nicht clever, jetzt genau daraus Kapital zu schlagen und daraus eine gewaltige Lehre zu machen, die die Menschheit verführen sollte? Und dann hat Satan mit Hilfe seiner Dämonen diese Lehre von der Unsterblichkeit des Menschen, die er irgendwie in sich selbst hat, weitergetragen, in alle möglichen Konfessionen, Religionen, Weltanschauungen weiterverbreitet.
[25:30] Und nicht nur das. Als zweiten Schritt hat er daraus eine Theorie entwickelt, die besagt: Wenn du Sünder bist, kannst du ja wahrscheinlich nicht in den Himmel. Aber da du ja ewig lebst und gar nicht sterben kannst, muss dir irgendwas anderes mit dir passieren. Dann wirst du halt ewig bestraft.
[25:48] Ich möchte dir eine Frage stellen. Wenn Sie ein Kind auf der Straße sehen, das eine Katze nimmt und ein kleines Feuer anzündet und die Katze über das Feuer hält, aber nur so lange, bis die Katze beinahe stirbt, dann wegnimmt, die Katze wie ein bisschen sich aufatmet, dann wieder übers Feuer hält. Welche Eigenschaft würde diesem Kind zuordnen? Sadistisch? Gemein? Böse? Quälend? Grausam, oder? Wenn ein Mensch im Mittelalter einen anderen Menschen gequält hat und im Mittelalter hat man ja Methoden erfunden, den Menschen so lange zu quälen, ohne dass er stirbt. Man hat zum Beispiel solche spanischen Reiter aufgestellt, die waren ganz spitz, da musste man sich draufsetzen, man konnte aber mit den Füßen sie nicht abstellen, oder man musste sitzen und sitzen und sitzen. Das ganze Körpergewicht ging über Stunden. Ich weiß nicht, ob sich jemand vorstellen kann, was das bedeutet. Quälen! Wie nennen wir solche Menschen? Sadisten. Aber die allergrößte Mehrzahl der Christen glaubt, dass das Gott tut.
[27:06] Wer nach der Bibel ist grausam? Gott oder Satan? Wer ist der Sadist? Wer ist der Quäler? Es ist Satan. Aber schon immer im großen Kampf hat Satan seine Eigenschaften Gott zugespielt. Gott ist die Liebe. Gott ist barmherzig. Satan versucht dadurch, seine Herrschaft als milder darzustellen, als Gottes Herrschaft, der so brutal ist.
[27:36] Viele Menschen sind fast irre geworden durch diese Lehre der Hölle. Ich möchte mal eine Frage stellen. Stellen Sie sich vor, da gibt es einen jungen Mann, der nicht an Gott geglaubt hat, hat die Bibel abgelehnt, hat ein unmoralisches Leben gelebt, hat sich schlechte Sachen im Internet angeschaut, hat sich zu Tode gesoffen, ist gestorben mit 25. Und dann gibt es einen Menschen wie Adolf Hitler. Vor einem weltlichen Gericht, würden die beiden dieselbe Strafe bekommen? Ja oder nein? Wenn die beiden dieselbe Strafe bekommen würden, Hitler und dieser junge Mann, der vielleicht ab und zu mal ein paar Internetseiten angeschaut hat, wenn die beiden dieselbe Strafe bekommen würden, wie würden wir das nennen? Ungerecht. Aber Christen behaupten, dass der junge arme Sünder gemeinsam mit Hitler und mit Stalin dieselbe Strafe bekommt, die sie in Ewigkeit brennen werden, ohne zu sterben. Was ist das? Ungerecht. Das ist ungerecht. Es ist absolut ungerecht.
[28:48] Die Bibel lehrt das an keiner Stelle. Es gibt Stellen, die, wenn man sie aus dem Kontext reißt, so klingen, als ob es eine ewig brennende Hölle gibt, in die Menschen ewig leiden. Aber wer die Texte genau studiert und anschaut, wird sehen, dass das entweder Parabeln sind von Jesus, die nicht wörtlich gemeint sind und gar nicht wörtlich gemeint sein können, weil das ansonsten interne Widersprüche gäbe, oder aber, dass es Aussagen sind, die in Wirklichkeit gar nicht Ewigkeit meinen, sondern eine begrenzte Zeit. Aber das werden wir noch sehen.
[29:18] Die Bibel sagt, und schauen Sie sich das ganz genau an, in Hesekiel 33 sagt Gott: "Ich habe gefallen am Tod des Gottlosen. Ich freue mich, wenn die Sünder ewig brennen. Das ist meine Genugtuung." Steht das da? Warum nehmen wir die Bibel nicht ernst? Gott sagt: "Ich habe keinen Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehre von seinem Weg und lebe." Kein Mensch hat Gefallen daran, dass sein Feind ewig leidet. Wie viel weniger Gott? Gott hat keinen Gefallen daran, dass Menschen sterben. Wieviel mehr, dass sie ewig leiden. Und doch glauben so viele an eine ewig brennende Hölle. Millionen Menschen wurden dadurch aus Angst ins Christentum getrieben und haben niemals ein richtiges Bild von Gott gehabt, als einem liebenden Vater. Viele andere haben sich deswegen von Gott ganz abgewandt, haben gesagt: "So einen Gott möchte ich nicht haben."
[30:10] Es ist eine Lehre Babylons, die von Rom zum Protestantismus übergegangen ist. Es heißt hier, dass der Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat. Wie gesagt, Rom hat es an die protestantischen Kirchen weitergegeben. Wir werden gleich sehen, dass einige Reformatoren das nicht geglaubt haben.
[30:28] Aber es gibt ein anderes Extrem. Vielleicht sagen Sie aber: Moment, Herr Kramp. Was passiert denn mit den Menschen? Es gibt ein anderes Extrem, in das andere christliche Kirchen übergegangen sind. Sie glauben nämlich, dass alle Menschen in den Himmel kommen, egal was ich getan habe. Egal wie gut ich oder schlecht ich gewesen bin, am Ende kommen wir alle in den Himmel, weil wir sind ja unsterblich. Wenn wir nicht in die ewige Hölle kommen und nicht ewig brutzeln, dann müssen wir irgendwo hin. Und das ist der Himmel. Es gibt verschiedene Theorien. Es gibt den Universalismus, dass wir am Ende alle gerettet werden und dass wir vielleicht irgendwo auf halbem Wege noch gereinigt werden. Manche glauben auch, dass es da verschiedene Ebenen von Himmel gibt, für die ganz Treuen, weniger Treuen und die Diener. Aber alle sind im Himmel.
[31:08] Ist das die biblische Lehre? Satan hatte gesagt: "Keineswegs werdet ihr sterben." Es ist immer noch eine satanische Lehre. Allversöhnung und Universalismus sind eine satanische Täuschung. Es war Satans Idee, sozusagen wie Gott. Und bis heute fabriziert diese Idee: Ich kann sündigen, was immer ich will, ich komme sofort in den Himmel und werde dann auch ins Paradies kommen. Alle Sorten von kriminellen Aktionen. Denn sich selbst umzubringen und anderen zu bringen, ist in allen Religionen eigentlich verboten. Aber diese Idee, dass ich sowieso in den Himmel komme, weil ich ja unsterblich bin, macht plötzlich Sünden weniger dramatisch. Scheinbar. Diese Menschen werden irgendwann mal ein ganz, ganz, ganz böses Erwachen haben. Haben wir dazu später gleich mehr.
[32:00] Wenn es irgendeine Geschichte gibt in der Bibel, die beweist, dass Gott Sünde nicht leicht nimmt und nicht einfach die Augenbrauen hochzieht und die Hühneraugen zudrückt und sagt: "Okay, dann lasse ich euch nochmal einfach so durch", dann ist es Golgatha. Golgatha beweist, dass Gott Sünde toternst nimmt. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Wenn einfach auch Sünder in den Himmel kommen könnten, einfach so, dann hätte Jesus niemals sterben müssen. Wer glaubt, dass die Menschheit oder das Menschen unsterblich sind, alle in den Himmel kommen, der macht eigentlich das Kreuz zunichte.
[32:38] Die Bibel macht ganz deutlich: Das ewige Leben nicht für alle. Zum Beispiel Offenbarung sagt: "Ich will dem Durstigen geben aus der Quelle des Wasser des Lebens." Wenn ich nicht durste, dann bekomme ich auch kein Wasser des Lebens. Durstest du? Das Wasser des Lebens wird einem nicht hinterhergeschmissen. Der, der durstet, der sagt: "Ich fühle mich so trocken, ich brauche Wasser des Lebens." Das heißt hier: "Wer überwindet?" Wie nennt man sowas, wenn hier steht: "Wer überwindet?" Ja, also rein technisch, das ist das sozusagen hier. Ja, das ist eine Bedingung, okay? Eine Bedingung. "Wer überwindet, der wird alles erben." Wer kommt in den Himmel? Wer wird alles erben? Wer wird Neu-Jerusalem auf den goldenen Straßen gehen? Nicht alle, sondern wer überwindet.
[33:26] Es heißt hier: "Sag den Gerechten, dass es ihnen gut gehen wird." Deutlich, oder? Aber es heißt auch: "Wer dem Gottlosen, ihm geht es schlecht." Die Bibel sagt: "Wenn auch ein Sünder hundertmal Böses tut und lange lebt, dann weiß ich doch, dass es denen gut gehen wird, die Gott fürchten." Wem geht es gut? Die Gott fürchten. Übrigens, wir haben ja gesprochen von der ersten Engelsbotschaft: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Denen geht es gut.
[33:52] In Römer 2, Vers 5 heißt es: "Aber aufgrund deiner Verstocktheit, deines ungläubigen Herzens, häufst du dir selbst Zorn für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes." Hier lernen wir einige Dinge. Wird es einen Tag des Zorns geben? Ja. Gott überspielt nicht einfach seinen Zorn. Wird es ein gerechtes Gericht geben? Was ist ein gerechtes Gericht? In einem menschlichen Gerichtshof, was würde man als gerecht betrachten? Wann ist ein Urteil gerecht? Helfen Sie mir. Wenn es den Taten entspricht, wenn es nach dem Gesetz ist und wenn das Strafmaß in Übereinstimmung ist mit der Schuld. Nicht wahr? Wenn jemand für ein Verkehrsdelikt 20 Jahre Gefängnis bekommt, würden Sie sagen, das ist ungerecht, oder? Und wenn er den Massenmörder nur 5 Jahre bekommen würde oder auch 20 Jahre bekommen würde, das Gleiche wäre das nicht gerecht. Das Gericht Gottes wird gerecht sein. Es wird nicht einfach alle in den Himmel treiben, aber es wird auch nicht alle einfach pauschal verurteilen, ohne Unterschied. Das ist, was die Bibel sagt. Denn jeder wird vergolten werden nach seinen Werken.
[35:08] Frage: Führt jede Sünde zum Tod? Ja. Jede Sünde führt zum Tod. Aber gibt es unterschiedlich starke Sünden? Gibt es Sünden, die schlimmer sind als andere? Es gibt unterschiedliche Grade von Sünden. Alle Sünden führen zum Tod. Alle Sünden hat Jesus ans Kreuz gebracht. Aber es gibt Sünde, die schlimmer sind als andere. Es gibt Sünde, die größere Konsequenzen hat. Die Werke entscheiden letztendlich über das Strafmaß.
[35:38] Es heißt hier: "Drang soll und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt." Oder hier heißt es: "Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unsüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger, der ein Götzendiener ist, Erbe hat im Reich des Christus und Gottes." In Hebräer heißt es: "Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird." Wird jemand im Himmel sein, der nicht geheiligt ist? Nein. Es gibt also Bedingungen.
[36:00] Eine Bedingung ist, wie wir gesehen haben: Gehorsam. Oder Heiligung, wie es hier steht. Es heißt hier: "Glückselig sind." Weiß jemand noch, was das Wort glückselig bedeutet? Glücklich. "Glücklich sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können." Was ist die Bedingung? Gehorsam. Und Sterblichkeit ist an Bedingungen geknüpft und dann wird sie gewährt. Und darauf warten wir am Samstag, wenn wir mehr darüber erzählen.
[36:26] Es heißt: "Draußen aber..." – was ist draußen? Im Gegenteil hier, innerhalb der Tore, in die Stadt hinein. Und dann heißt es: "...draußen aber sind die Hunde, die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Sünder kommen nicht in den Himmel. Sünder werden nicht ewiges Leben haben.
[36:50] Die Bibel sagt zwar, dass Gott barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn, großer Gnade und Treue. Sie sagt aber auch, dass er keineswegs ungestraft lässt. Hat er uns ungestraft gelassen? Moment, hat er unsere Sünde ungestraft gelassen? Nein. Er hat sie bestraft. Aber nur nicht uns, sondern jemanden an unserer Stelle. Aber wenn jemand dieses Angebot Jesu nicht annimmt, dann wird er selbst die Strafe dafür zahlen müssen. Anders geht es nicht.
[37:20] Es heißt hier: "Er wird alle Gottlosen vertilgen." Übrigens, was heißt das Wort vertilgen? Was heißt das Wort vertilgen im Gericht? Wir haben ja schon über das Untersuchungsgericht gesprochen, das Gericht vor der Wiederkunft, oder? Wo die Sünden ausgetilgt werden. Was bedeutet, dass sie ausgetilgt werden? Sind sie danach noch da? Ja oder nein? Was wird mit den Gottlosen geschehen? Sie werden vertilgt. Bedeutet vertilgen jetzt, dass sie danach noch da sind oder dass sie nicht mehr da sind? Jetzt, wenn das bedeuten würde, dass sie in alle Ewigkeiten da brennen würden, dann wären sie immer noch da, dann würde vertilgen bedeuten, dass die Sünden auch immer noch da sind. Der Gott, der unsere Sünden austilgt, wird auch die Gottlosen austilgen, vertilgen. Das heißt hier: "Die Übertreter jedoch werden allesamt vertilgt."
[38:14] Gott wird die Rebellion beenden. Aber er wird es aus Liebe tun und mit Liebe und mit dem Charakter der Liebe. Denn Gott ist Liebe. Und die Frage ist, wie kann man dieses gerechte Gericht Gottes und die Liebe seines Wesens in Übereinstimmung bringen?
[38:30] Schauen wir uns das mal an. Niemand hat mehr Liebe gezeigt auf diesem Planeten als Jesus. Aber wenn Jesus dort liebevoll war und die Menschen geheilt hat, wenn er immer ein sanftes Wort auf den Lippen hatte, wenn er niemandem Böses getan hat, niemandem Schmerz zugefügt hat, wenn er immer freundlich, gnädig, sanftmütig gewesen ist, wen hat er damit repräsentiert? Gott den Vater. Ist Gott genauso, Gott der Vater, wie Jesus? Ganz sicher? Oder ist er vielleicht ein bisschen zorniger? Ein bisschen objektiv? Ein bisschen... Ist genauso. Hat Jesus nicht gesagt: "Liebt eure Feinde"? Gilt das auch für Gott? Liebt Gott den Satan?
[39:10] Ich frag nochmal: Liebt Gott den Satan? Er liebt auf keinen Fall die Sünde. Er hasst die Sünde. Aber warum hasst er die Sünde? Weil die Sünde, den Menschen von ihm getrennt hat. Deswegen hasst er die Sünde. Jeder Mensch, der ein Kind verloren hat, weil das Kind sich gegen ihn gewandt hat, weiß, auch wenn das Kind so beschimpft ist, ich kann die Liebe nicht ganz aufgeben. Gott liebt seine Feinde. Und weil er sie liebt, tut er Folgendes: Er möchte, dass im Universum Frieden und Harmonie ist. Er möchte, dass im Universum auf alle Zeiten keine Sünde mehr sein wird. Und deswegen bietet er den Sündern Gnade an.
[40:02] Wir haben gesehen am Samstag, er hat selbst dem Luzifer im Himmel Zeit gewährt. Denn Gott ist langmütig. Er hat ihm Zeit gewährt. Immer wieder gebeten: Komm zurück. Er bietet den Menschen an, immer wieder zurückzukommen. Er hält die Hand ausgestreckt. Lieber Freund, liebe Freundin, jeden Tag, wenn du dich mit Gott beschäftigst, jeden Tag, wenn du über ihn nachdenkst, ja, selbst wenn du es nicht tust, hält Gott seine Hand ausgestreckt zu dir und möchte dich ergreifen.
[40:32] Um wen kümmert er sich wohl mehr? Um wen kämpft er wohl mehr? Um die, die schon bei ihm sind, oder um die, die noch nicht bei ihm sind? Die wird berichtet von dem Schäfer, der seine 99 sicheren Schafe zu Hause gelassen hat, um das eine, das nicht bei ihm war, zu suchen. Gerade diejenigen, die in Sünden leben, die liebt er so sehr, um sie doch noch vielleicht gewinnen zu können.
[40:56] Aber was ist mit dem Menschen, der ein Leben lang die Hand Jesu vor sich hatte und immer weiter zurückgegangen ist? "Lass mich in Ruhe. Ich will dich nicht. Geh weg. Ich hasse dich. Ich will nicht heilig werden. Ich hasse die Bibel. Ich möchte nicht gerecht leben. Ich möchte meiner Sünde frönen." Würde so ein Mensch sich hier wohlfühlen? Wer von uns hat schon mal ganz bewusst in einer Sünde, nicht melden, aber einfach mal, in einer bestimmten Sünde, schlechten Gewohnheit, wo man wusste, dass es verkehrt, einfach mal darin beharrt und das nicht gleich Gott übergeben, nicht gleich das aufgegeben, sondern einfach weitergemacht? Schon mal erlebt? Schon mal gewusst? Das ist eigentlich nicht gut, was ich mache, aber ich mache das jetzt, weil es tut mir gut. Ich möchte das. Schon mal versucht danach oder dabei, die Bibel zu lesen? Schon mal versucht dabei, in die Kirche zu gehen? Oder einen Vortrag sich anzuhören? Das kommt einem alles so heuchlerisch vor, oder? So ganz weit weg.
[41:56] "Mach bloß die Bibel zu!" Und das ist der Grund, warum so viele Menschen nichts von Gott wissen wollen. Nicht weil Gott so irrational ist oder so unlogisch, sondern weil sie es nicht ertragen können. Das ist der Magna Conflictio. Aber Gott hat nichts anderes anzubieten als Gnade und Harmonie und Frieden und Nächstenliebe. Er hat nichts anderes anzubieten. Er hat dort keine Spielhöllen im Himmel, kein Mord und Totschlag, keine Science-Fiction-Romane oder Filme. Er hat das alles nicht. Er hat nur Frieden, Harmonie und "Ich hab dich so lieb". Und wenn wir das hassen, wenn wir eine Wut dagegen haben, gegen Nächstenliebe, wenn wir uns selbst erhöhen wollen, dann wäre der Himmel die Hölle für uns.
[42:36] Nachdem Gott ein ganzes Leben lang gesagt hat: "Komm zu mir, komm zu mir, komm zu mir, komm zu mir" und wir ein ganzes Leben lang gesagt haben: "Nein, ich will nicht, ich will nicht, ich will nicht." Was wird Gott machen? Er wird mich an die Kette nehmen und sagen: "Du kommst trotzdem? Hier ist dein Platz?" Wäre das ein Gott der Liebe? Gott tut das Einzige, was ein liebevoller Gott tun kann: Er gibt ihnen das, was sie möchten. Denn bei einem bestimmten Zeitpunkt ist Sünde unheilbar. Die Menschen vor der Flut waren unheilbar in ihrer Sünde und sie wurden zerstört. Das war übrigens mit Leiden verbunden, ja. Aber sie haben nicht ewig, sind nicht ewig ertrunken. Irgendwann waren sie tot. Genauso wird es am Ende sein. Gott wird die Menschen, die nicht bei ihm sein wollen, ihren Wunsch erfüllen, sie werden sterben. Es wird mit Leiden verbunden sein. Und ich glaube ganz fest, dass ein gerechter Gott das Leiden bemessen wird nach der Schärfe der Schuld, der Schwere der Schuld. Ich glaube, dass wenn das Feuer fallen wird, von dem wir noch hören werden am nächsten Freitag, am nächsten Samstag, dass ein Hitler länger brennen wird, als ein gemeiner Taschendieb. Und beide werden brennen. Und beide werden sterben. Aber ich glaube, dass Gott gerecht ist.
[44:00] Gott hat ein Beispiel gegeben, was passiert, wenn man den Sünder, der nicht zu ihm kommen will, leben lässt. Kain hatte alles Evangelium abgelehnt. Er hatte sich wissentlich gegen Gott gestellt und wollte nichts mit Gott zu tun haben. Gott sagt: "Okay, ich lasse dich trotzdem leben." Weiß jemand, was die Konsequenzen gewesen sind? Nach einigen Generationen heißt es, die Bosheit der Menschen war so groß auf der Erde und alles Taten, der Gedanken seines Herzens, alle Zeit nur Böse. Es gab einen Sünder, der nicht zurück wollte, entschiedenermaßen. Und die Folge war, nach einigen Generationen war fast die gesamte Erde verdorben.
[44:40] Was würde passieren, wenn Gott einen Menschen, der eine Sünde festhält, mit in den Himmel nimmt? Eine Generation später wäre das die Folge im Himmel. Er kann sie nicht in den Himmel nehmen. Er kann nur das Beste tun, auch aus Gnade für das Universum. Er muss sie auslöschen. Die Erde war nämlich damals erfüllt mit Frevel. Und so wurde die Menschheit damals ausgelöscht. Aus Gnade für die Erde hat Gott Sodom und Gomorra zerstört. Und aus Gnade für das Universum wird er die Sünde, mit der Sünde, am Ende auslöschen.
[45:12] In dem Folgen-Fool, von dem die Bibel spricht, dass der Rauch aufsteigt von Äon zu Äon, von Zeitalter zu Zeitalter. Manchmal wird es von Ewigkeit zu Ewigkeit. Die Worte können aber auch bedeuten: von Zeitalter zu Zeitalter, was nicht unbedingt endlose Zeit bedeutet. Es wird für das Gute des Universums sein. Denn die Bibel sagt: "Der Lohn der Sünde ist der Tod, das ewige Leben in Christus Jesus." Es gibt also Tod und ewiges Leben.
[45:38] Was wäre wohl das Gegenteil von ewigem Leben? Was für ein Tod? Ewiger Tod. Ein Stück vom ewigen Leben ist der ewige Tod. Und hier haben wir die beiden auch in 5. Mose 30: "Ich habe dir heute das Leben und das Gute vorgelegt, den Tod und das Böse." Wer das Gute tut, durch Christus, wird ewiges Leben haben. Und wer das Böse tut, durch eigene Kraft und Ablehnung Jesu, wird den ewigen Tod haben.
[46:02] Es gibt aber auch einen anderen Tod. Und in dem sterben alle. Egal, ob wir gut oder böse gewesen sind. Von dem ist hier nicht die Rede. Hier ist die Rede von jenem ewigen Tod, den die Bibel auch den zweiten Tod nennt. Der endgültig sein wird. Und nach dem Maß unserer Werke sein wird. Aber als Adam sündigte, da mussten alle sterben. Aufgrund von Adams Sünde sind wir alle sterblich. Egal, ob wir Gutes tun oder Schlechtes tun. Irgendwann müssen wir alle sterben. Bis auf diejenigen, die lebendig sind, wenn Jesus wiederkommt. Und ganz ehrlich, ich möchte einer von denen sein. Ich möchte den... Keiner möchte dabei sein. Okay, ich bin der Einzige.
[46:48] Die Bibel gibt die gute Hoffnung, dass obwohl alle sterben müssen, diesen ersten Tod, muss doch keiner dort bleiben. Es heißt hier: "Ich habe die Hoffnung zu Gott, auf die auch Sie selbst warten, dass es eine künftige Auferstehung der Toten geben wird, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten." Alle sterben, egal ob gut oder böse. Und alle werden auferweckt werden. Christus sagt das gleiche hier in 1. Korinther 15, 22: "Denn gleich wie in Adam, wie viel? Alle sterben. So werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden." Alle sterben, alle werden lebendig gemacht werden.
[47:20] Wenn wir noch später genauer anschauen: "Verwundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, jetzt differenziert, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts." Zwei, sagt die Bibel. Hängt wiederum an Bedingungen. Je nachdem, wie wir das Evangelium angenommen haben, ja oder nein. Und das ist dann die Auferstehung des Gerichts. Wenn die Menschen den zweiten Tod sterben werden, die nicht Gott folgen wollen.
[47:54] Und wie wir angesprochen haben, die Menschen werden entsprechend ihrer Schuld bestraft werden. Ich glaube, wer am längsten brennen wird, wird wohl wer sein? Aber die Bibel sagt: "Nur noch eine kurze Zeit, so wird der Gottlose nicht mehr sein." Was heißt nicht mehr sein? Er existiert nicht mehr. Er ist nicht mehr da. Und die Bibel sagt auch in Obadja: "Und sie werden sein, als wären sie nie gewesen." Wenn jemand so ist, als wäre er nie gewesen, wie ist er dann? Er ist nicht existent. Die Bibel ist sehr deutlich.
[48:28] Es heißt in Psalm 90: "Ihre Namen sind ausgelöscht auf immer und ewig." Wenn sie immer und ewig brennen würden in der Hölle, wäre ihr Name ausgelöscht für immer und ewig? Nein! Menschen könnten runterschauen vom Himmel und sagen: "Ich sehe meine Schwiegermutter immer noch." Oder meine Tante. Oder meinen Freund. Und man könnte sich sicherlich an den Namen erinnern. Die Namen werden ausgelöscht sein auf immer und ewig. Das heißt, der Feind ist völlig und für immer zertrümmert.
[48:56] Stellen Sie sich vor, Sie sind im Himmel. Könnten Sie sich freuen, am Baum des Lebens, am Wasserstrom des Lebens, an den goldenen Straßen Neu-Jerusalems, wenn hinten an der wunderbaren Musik der Engelschöre, wenn hinten irgendwo unten immer noch so diese Aaaaaah zu hören sind.
[49:22] Ich möchte einen Bibeltext lesen, über den Sie vielleicht noch nicht nachgedacht haben. Offenbarung sagt uns, diese Zeit, lesen Sie genau mit: "Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist, und was denn mehr ist, und alles, was in ihnen ist, hört sagen..." Es spricht hier von allen Geschöpfen. Nehmen wir an, zu jenem Zeitpunkt, spricht hier von der neuen Erde, gäbe es eine Hölle, an der die Menschen ewig brennen würden. Würden die damit dazugehören, ja oder nein? Ja, das sind auch Geschöpfe. Was sagen diese Menschen? "Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit." Würden das Menschen sagen, die in der ewig brennenden Hölle sind?
[50:04] Die Bibel sagt, es kommt eine Zeit, wo alle Lebewesen, die im Universum aufzufinden sind, egal oben, unten, links, rechts, egal wo, alle harmonisch sagen werden, nicht nur die große Mehrheit, abgesehen von den immer Gefesselten irgendwo da im Feuer, sondern alle, jedes Geschöpf, im Himmel, auf der Erde, unter der Erde, im Meer, egal wo, alle werden gleichzeitig harmonisch Gott loben. Das widerspricht direkt einer ewig brennenden Hölle.
[50:30] Diese Theorie von einer ewig brennenden Hölle ist eng verbunden mit der Theorie, dass der Mensch nach dem Tod direkt gleich weiterlebt und vielleicht entweder in den Himmel oder in die Hölle geht. Aber die Bibel sagt: "Fährt sein Geist aus, wird er wieder zur Erde an." Was heißt: "An dem Tag, an dem er stirbt, ist es aus mit all seinen Plänen."
[50:56] Es heißt, und das ist der klassische Text in Prediger 9, Vers 5, übrigens Prediger 9, Vers 5 ist kein symbolischer Vers, keine Parabel, keine Prophezeiung. Es heißt: "Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen, aber die Toten wissen gar nichts." Buchstäblich genommen bedeutet das, egal wer stirbt, vielleicht haben sie jemanden, der in ihrer Familie gestorben ist und sie haben vielleicht bisher Angst gehabt, dass er vom Himmel auf sie herabschaut und alles sieht, was sie verzapfen, oder es in der Hölle gerade schmort. Die Bibel sagt, die Toten wissen zu diesem Zeitpunkt gar nichts.
[51:32] Schauen wir uns den Text an. "Sie nehmen keinen Anteil mehr an dem, was unter der Sonne geschieht." Also wenn ich sterben würde und ich würde sofort in den Himmel gehen, oder Sie würden das auch erleben, würden Sie nicht doch mal auf die Erde schauen, was die anderen tun? Aber die Bibel sagt, die, die tot sind, nehmen keinen Anteil mehr an dem, was unter der Sonne geschieht. Es heißt: "Denn im Totenreich, in das du gehst, gibt es kein Wirken mehr und kein Plan, keine Wissenschaft und keine Weisheit. Und die, die in die Grube fahren, können nicht auf deine Treue hoffen." Das kann sich auch nicht auf die beziehen, die im Himmel sind, sondern der Lebendige, ja, der Lebendige lobt dich. Nicht die Toten. Die Toten loben Gott nicht.
[52:14] Der Tod gedenkt mal nichts an dich. Wer würde dir im Totenreich Lob singen? Nehmen wir an, es wäre wahr, dass Menschen nach dem Tod direkt in den Himmel gehen würden. Würden die nicht Gott Lob singen? Natürlich würden die singen. Also wenn ich sterben würde, ich würde sofort in den Himmel kommen, würde ich Gott Lob singen. Aber die Bibel sagt, die, die sterben, die loben Gott nicht. Es heißt weiter: "Die Toten rühmen den Herrn nicht." Ein Vers nach dem anderen sagt dasselbe.
[52:42] Das hat Petrus gesagt in der Apostelgeschichte, als er gepredigt hat in Jerusalem. Er sagt hier über David, der ungefähr 1000 Jahre vorgelebt hat: "Er ist gestorben und begraben und sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag." Also er sagt: Ihr Lieben, der König David, den alle kannten, der so viele Lieder geschrieben hat, die vielen Psalmen, der liegt hier auf dem Friedhof sozusagen. Und wir können da noch hingehen, König David. Aber dann sagt er Folgendes: "Denn nicht David ist in den Himmel aufgefahren." Ist David in den Himmel aufgefahren? Also wenn er 1000 Jahre nach seinem Tod noch nicht im Himmel war, dann ist er wohl die nächsten 1000 Jahre auch nicht in den Himmel gekommen, oder?
[53:30] Paulus sagt: "Denn wenn Tote nicht auferweckt werden..." – Achtung – "...denn wenn Tote nicht auferweckt werden." Es gab in Korinth einige, die gesagt haben, es gibt keine Auferstehung, ist uns zu merkwürdig. Jetzt Achtung, was der Paulus sagt, das Argument ist wirklich interessant. "Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nicht, so seid ihr noch in euren Sünden. Dann sind auch die in Christus Entschlafenen, was? Verloren." Dieser Vers alleine beweist, dass Gläubige nicht sofort in den Himmel sein können. Denn wenn ein Gläubiger sofort in den Himmel kommen würde, dann wäre er nicht verloren, ob es eine Auferstehung gibt oder nicht. Aber Paulus sagt: "Wenn es keine Auferstehung gibt, sind die, die in Christus gestorben sind, was? Verloren." Das heißt, sie sind noch nicht im Himmel, sie können nur dann in den Himmel kommen, wenn es eine Auferstehung gibt. Das ist die eindeutige, klare Aussage des Alten und des Neuen Testaments.
[54:28] Was haben die Reformatoren gesagt? Das ist Zündel, mit dem wir gesprochen haben, vor zweieinhalb Wochen, der dort in England auf den Scheiterhaufen gegangen ist, weil er die Bibel übersetzt hat. Der auf dem Scheiterhaufen gesagt hat: "Herr, öffne die Augen des Königs." Der König ist später auch reformiert geworden, zu anglikanisch. Er sagt: "Ich gestehe offen, ich bin nicht davon überzeugt, dass sie schon in der Herrlichkeit leben, wie Christus und die erwählten Engel Gottes. Auch ist diese Lehre kein Artikel meines Glaubensbekenntnisses, das ist ganz vergeblich an." Die Reformatoren konnten auch logisch denken. Die Reformatoren wussten, wenn ich daran glaube, dass der Mensch sofort in den Himmel geht, braucht es keine Auferstehung, macht keinen Sinn.
[55:16] Adam Clarke sagt: "Die Auferstehungslehre scheint unter den ersten Christen von weit größerer Bedeutung gewesen zu sein, als es heute der Fall ist." Wie kommt das? Die Apostel betonen sie beständig. Warum? So predigten die Apostel und so glaubten die ersten Christen, so predigen wir und so glauben wir zu Zürich. Es gibt keine Lehre im Evangelium, auf die mehr Nachdruck gelegt wird und es findet sich keine Lehre in der gegenwärtigen theologischen Verkündigung, die mehr vernachlässigt wird. Viele Protestanten haben realisiert, dass die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele, die biblische Lehre von der Auferstehung völlig kurz und klein gehäckselt hat.
[55:56] Achtung, was sagt Jesus in Johannes 14, ganz bekannter Vers. Das ist keine Parabel, das ist keine Prophezeiung, das ist kein symbolischer Text. Jesus meint, was er sagt. "Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten, und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so tue ich was? Komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin." Also wenn ich jetzt bei Jesus sein möchte, was muss passieren? Ich muss sterben, dann bin ich bei ihm, oder? Ich muss warten, bis er kommt, denn solange er nicht gekommen ist und mich mitgenommen hat, bin ich nicht bei ihm, das sagt der Text. Das hat Jesus gesagt. Die Lehre von Jesus ist: Ich bin nicht bei Jesus, es sei denn, er ist gekommen und nimmt mich mit. Wenn ich also sage, ich sterbe und gehe sofort in den Himmel, bin bei Jesus, dann widersprechen wir einer Tonne von Bibeltexten, einigen der deutlichsten überhaupt, hier im Neuen Testament.
[56:48] Wenn Jesus wiederkommt, dann werden die Toten in Christus zuerst auferstehen und dann werden wir zusammen mit ihnen zurückgerückt werden, in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft. Wenn wir das biblisch annehmen, dann machen alle Texte plötzlich Sinn. Das ist das, worauf ich warte. Ich hoffe, du auch, lieber Freund. Er sagt: "So tröstet man einander mit diesen Worten." Was für ein Trost, zu wissen, Jesus kommt wieder und die Toten werden auferweckt.
[57:12] Das ist noch ein Argument. Wir haben gesprochen von einem Gericht. Vor der Wiederkunft findet ein Gericht statt. Wer wird denn gerichtet? Alle werden gerichtet. Warum? Entscheiden soll werden, auf welcher Seite man gestanden hat, wer in den Himmel kommen kann und wer nicht. Warum braucht man ein Gericht, das 1844 beginnt, wenn seit 6.000 Jahren jeder Tod in den Himmel kommt oder in die Hölle?
[57:36] Die Bibel sagt, er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird. Das Gericht des großen Tages. Dann, wenn er kommen wird, mit seinen heiligen 10.000. Die Bibel sagt, die Toten wurden gerichtet, gemäß ihren Werken. Und Jesus sagt in diesem Zusammenhang Folgendes: Achtung, er sagt: "Da sagt sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenige treu gewesen, ich will dich über vieles setzen." Und deswegen bleib da, wo du schon bist. Steht das da? Komm kurz heraus und geh wieder rein. Dort steht: "Geh ein." Warum? Weil er vorher noch nicht drin gewesen ist. Der Gläubige war bis zu diesem Zeitpunkt nicht in der Freude des Herrn.
[58:26] Wie ist es mit denen, die verloren gegangen sind? Was heißt dann? Zu diesem Zeitpunkt, wenn das Gericht es, Matthäus 25 spricht von der Endzeitpredigt, wenn dieses Gericht gehalten wird, wenn die Schafe und die Böcke getrennt werden, dann wird er auch denen zur Linken sagen: "Geht hinweg in das Feuer." Was heißt das? Die waren vorher noch nicht drin. Ansonsten würde er sagen: "Bleibt da, wo ihr seid." Oder glauben wir ernsthaft, die Leute werden für 5.000 Jahre, kein wurde für 5.000 Jahre gequält und geröstet, dann kommt er raus, ich sage: "Was hast du gemacht? Ich untersuche erstmal, ob das gerecht ist." Was für ein Bild von Gott vermittelt das?
[59:10] Das ist eine Lehre, die Rom entwickelt hat. Und die auf die protestantischen Kirchen in großem Maß übergegangen ist. Weiß jemand, was Luther über diesen Punkt geglaubt hat? Martin Luther ist wirklich ein ein begnadeter Rhetoriker gewesen. Er schreibt über die Lehre von der Unsterblichkeit, er zähle sie zu den zahllosen Ausgeburten des römischen Misthaufens der Dekretaren. Das ist Luther. Und er sagt: "Ein weiterer Beweis, dass die Toten bewusstlos sind. Salomo, er spricht über Prediger. Salomo denkt deshalb, die Toten schliefen gänzlich und dachten an nichts. Sie liegen ohne Tage oder Jahre zu rechnen. Sie wissen ja nichts, kein Plan, keine Wissenschaft." Könnte ich mal rechnen. Doch wenn sie aufwachen, wird es ihnen vorkommen, als ob sie nur einen Augenblick geschlafen hätten.
[59:58] Der Luther hat es erfasst. Der Mensch macht seine Augen zu, macht seine Augen auf. Es können 4000 Jahre vergangen sein. Man hat nichts mitbekommen. Es war, als wäre alles gar nicht da gewesen. Das ist, was die Bibel sagt. Die Bibel nennt es einen Schlaf. Denn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. So wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.
[1:00:22] Es heißt hier in Hiob 14: "Der Mann aber stirbt und ist dahin. Der Mensch vergeht und wo ist er? Die Wasser zerrinnen aus dem See. Ich mag diesen Vers. Und wie ein Strom vertrocknet und versiegt. Bisschen nüchtern, der Vers. So legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf. Und jetzt Achtung: Bis die Himmel nicht mehr sind." Bevor wir weiterlesen. Schauen Sie mal nach draußen. Sind die Himmel noch? Haben Sie sich vergewissert? Stehen die noch? Werden die Himmel mal nicht mehr da sein? Die Bibel sagt, dass bei der Wiederkunft der Himmel zusammengerollt wird. Himmel und Erde werden vergehen. Aber bis zu diesem Zeitpunkt, bis die Himmel nicht mehr sind, wird der Mensch aufgewärgt aus ihrem Schlaf. Es ist so deutlich, dass man es nicht missverstehen kann. Die Toten sind tot und schlafen bis zum Auferstehungsmorgen.
[1:01:18] In Prediger 12, Vers 6, einer der poetischsten Bilder, die ich in der Bibel gefunden habe, sagt der weise Salomon, kurz vor Ende seines Lebens: "Ehe die silberne Schnur zerreißt und die goldene Schale zerspringt und der Krug an der Quelle zerbricht und das Schöpfrad zerbrochen in den Brunnen stürzt." Hiob sagt: "Ob seine Kinder zu Ehren kommen, weiß er oder weiß er nicht? Weiß er nicht. Und kommen sie herunter, so merkt er es nicht." Aber es kommt der Tag, da wird die Posaune Gottes erschallen. Und dieser lange Schlaf, der objektiv gesehen vielleicht 20 Jahre, 200 Jahre, 2000 Jahre gewartet hat, der für die Person nur ein Augen zu, Augen auf ist, wird zu Ende sein.
[1:02:08] Die Bibel sagt: "Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune, denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich und werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss unverweslich werden." Jetzt schauen wir zurück. Die Toten werden auferweckt und sie werden verwandelt werden. Wie werden sie dann sein? Unverweslich. Wie waren sie vorher? Verweslich. Macht das Sinn? Unverweslich werden jetzt unverweslich. Bei dieser Verwandlung werden aber nicht nur die Verweslichen unverweslich, es heißt auch: "Die Sterblichen werden unsterblich." Was waren sie also vorher? Nicht unsterblich. Denn Unsterblichkeit bekommen sie jetzt. Es heißt: "Wenn aber dieses Verwesliche Unsterblichkeit anziehen und dieses Sterbliche..."
[1:02:52] Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Stellen Sie sich das mal vor. Sie machen ihre Augen zu. Stellen Sie sich vor, ob jemand von uns schon mal an der Grenze zum Tod gewesen ist. Ich zum Glück nicht. Aber die letzten Minuten, bevor man denkt, dass man stirbt, was hat man da wahrscheinlich so für Gedanken? Stellen Sie sich vor, woran wird man wohl denken? Man fragt sich schon, wie wird es jetzt werden? Man hat vielleicht auch ein bisschen Angst vor dem Schmerz. Vielleicht hat man Schmerzen gerade nicht. Die Gedanken kreisen darüber, dass man jetzt gleich sterben wird. Man hat vielleicht Frieden, man denkt an Jesus. Es gibt verschiedene Dinge. Aber das Bewusstsein ist: Jetzt kommt der Tod. Das sind so wahrscheinlich die letzten Gedanken, stelle ich mir vor. Und dann tritt es ein und jetzt wachen sie auf. Haben nichts mitbekommen. Gar nichts. Die Welt hat sich völlig verändert. Was wird wohl die erste Gedanke sein? Sie haben gerade gedacht, wie wird das sein mit dem Tod? Jetzt wachen sie wieder auf. Nichts gemerkt, nichts gespürt, nichts erfahren, gar nichts. Man erlebt, dass man sich ganz viel vorgestellt hat und dann war gar nichts. Wie fühlt man sich dann? Was macht man dann? Man ist erstaunt. Man sagt: Das war es schon? Und genau das passiert. Die Toten werden rufen: Tod, wo ist dein Stachel? Wo ist dein Sieg? Die Toten werden erstaunt sein. Das war alles? Davor hatten wir Menschen so viel Angst? Das war alles? Totenreich, wo ist dein Stachel? Ich freue mich schon auf jeden Morgen, an jedem Tag, wenn Menschen auferstehen werden. Ich glaube, an diesem Tag lohnt es sich, auf einem Friedhof zu sein. Hast du diese Hoffnung, dass wenn du stirbst, du dich ausrufen kannst bei der Auferstehung?
[1:04:58] Mit diesem Verständnis, was nach der Bibel der Tod ist und was er nicht ist, haben wir jetzt die Grundlage, ein Thema zu studieren, das absolut entscheidend ist im Magna-Konflikt: den Spiritismus. Wir haben am letzten Samstag darüber gesprochen, über die biblische Lehre von den Engeln, von den guten Engeln, von den bösen Engeln. Wir haben gesehen, dass viele Menschen diese Lehre von der Unsterblichkeit der Seele, diesen Platz des Übernatürlichen eingenommen hat. Und diese Lehre jetzt, wer die Menschen beeindruckt mit all ihren Ausführungen, Fegefeuer und Hölle und der Mensch im Himmel und alles, was es da so gibt. Das Ganze kommt nicht aus der Bibel, das haben wir gesehen. Unsterbliche Seele kommt nicht ein einziges Mal von der Bibel, sie können es durchlesen, in allen Sprachen der Welt steht nicht drin. Es kommt aber vor in den Werken der griechischen Antike, das waren allerdings keine Gläubigen, das waren Heiden. Und von denen haben wir das übernommen. Und das Ganze endet im modernen Spiritismus. Weißt du, wer das ist? Das sind die berühmten Fox-Schwestern. Und das ist Alan Kardec, der dann in Europa diese Bewegung aus Amerika, die so populär geworden war, hier in Europa übernommen hat, vor allem in Frankreich. Und in Brasilien gibt es auch ganz, ganz viele und es hat sich in der ganzen Welt verbreitet. Es war im Jahre 1848, ein sehr interessantes Datum, nur kurze Zeit nach 1844, dass Margaret und Kate Fox in ihrem neuen Haus in Hardisville in New York ein Klopfzeichen gehabt haben. Ganz merkwürdig. Und man hat dann im November das erstmals öffentlich demonstriert in Rochester. 400 Leute haben Geld dafür bezahlt, um das mitzubekommen. Und in nur sieben Jahren ist es aus dieser merkwürdigen Geschichte eine landesweite Bewegung geworden und ungefähr eine Million US-Amerikaner, damals gab es nicht so viele wie heute, waren dafür überzeugt, dass das Spiritismus war. Das war eine Welle, die bis heute anhält. Man hat sogar Lieder komponiert. Hier so ein Bild für ein populäres Tanzlied damals: Spirit Rappings. Die Geister, die klopfen jetzt. Es gab auch einige Christen, die gesagt haben: Also, was damals Hexerei hieß, Witwe von Endor, das ist im Wesentlichen dasselbe heute auch. Das ist nur ein anderer Name für dieselbe dämonische Angelegenheit. Denn wer spricht da wirklich? Wenn die Toten tot sind und nichts wissen. Wenn die nicht in der Hölle sind und nicht zurückkommen und nicht im Himmel sind und auch keinen Anteil nehmen an dem, was auf der Erde geschieht, was wir alles gesehen haben, dann sind es die Dämonen, die es wirklich gibt.
[1:07:46] Magna Konflexia. Und so glauben Menschen mit ihren Angehörigen Kontakt aufzunehmen. Sie glauben, Informationen aus dem Himmel zu bekommen, aber die Informationen, die sie bekommen, der Einfluss, den sie spüren, ist direkt satanisch. Und ja, diese Dämonen können die Gestalt von Menschen annehmen. Sie können auch Dinge sagen, die wahr sind. Haben ja ihr Leben lang die Menschen beobachtet. Sie können bestimmte Charaktereigenschaften wiedergeben, den Tonfall imitieren und Dinge sagen, die sich wirklich ereignet haben. Oder vielleicht sogar mal eine Vermutung machen, was in der Zukunft passiert. Und es passiert vielleicht, wenn Leute sagen: Das muss ja die Wahrheit sein. Und so werden sie getäuscht, weil sie die Wahrheit der Bibel nicht kennen. Das Thema vom Zustand der Toten ist ernster, als wir glauben. Es ist nicht nur eine theologische Wahrheit, die man irgendwann mal studiert haben sollte. Denn der Spiritismus breitet sich aus und wir sollten genau wissen, wer dahinter steckt. Wenn ich die biblische Wahrheit ablehne über dieses Thema, ist mir kein Schutz von Gott verheißen in dieser Angelegenheit. Denn die Geister, die dort kommen, die angeblich Verstorbenen, die reden interessanterweise oft davon, dass das Gesetz Gottes gar nicht so wichtig ist. Und da kommen dann manchmal sogar, es gibt Berichte aus der Frühzeit des Spiritismus, dass angeblich Paulus und die anderen Apostel vom Himmel gekommen sind und gesagt haben: Das mit dem Gesetz, das war nur, das ist jetzt aufgehoben und so weiter. Und wenn man so ein bisschen was vom großen Kampf versteht, ein bisschen was von der Bibel versteht, dann weiß man, wer dahinter steckt. Jesus wird abgelehnt oder kleingemacht im Spiritismus. Das ist der große Kampf, nur in einer anderen Form.
[1:09:18] Nun, es ist wahr, es gibt auch Trickserei und Quark. Nicht alles ist übernatürlich. Weiß jemand, was das hier ist? Das ist ein Bild, das Anfang des 20. Jahrhunderts für eine Riesensensation gesorgt hat. Kennen Sie Sir Doyle? Sir Doyle ist der Erfinder von Sherlock Holmes, großer, berühmter britischer Autor. Er war Spiritist und hat dieses Bild für echt gehalten. Das sind Feen, kann man sehen, oder? Da gab es zwei Mädchen in England, sie war 10, ihre Schwester war 16, die waren so begeistert von Feen, dass sie ein Bild gemacht haben mit der Kamera ihres Vaters, dass sie Feen gesehen haben. Und Leute waren erstmal skeptisch, aber man konnte nicht entdecken, dass irgendwie hier zwei Bilder ineinander geschoben worden sind. Kein Fotograf der damaligen Zeit konnte nachweisen, dass es eine Fälschung ist. Und deswegen haben Leute angefangen zu glauben, dass es echt ist. Über mehrere Jahre ging da Streit zwischen Spiritisten und Theatern, die gesagt haben: Das ist wahr, es gibt Feen. Und das wurde dann eine Riesensensation. Und erst Jahrzehnte später hat man herausgefunden, wie das gefälscht worden ist. Kann sich jemand denken, was hier passiert ist? Das hat nichts mit dem Foto zu tun. Das Foto ist tatsächlich so geschossen worden. Keine Überbelichtung, nichts, gar nichts. Genau, das sind ausgeschnittene Pappfiguren. Aber das hat man nicht vermutet. Und berühmte Leute sind an der Sache ins Grab gegangen mit dem Glauben, dass es wirklich Feen gibt aufgrund dieses Fäden. Also, was soll ich damit sagen? Nicht alles, was übernatürlich klingt, ist übernatürlich. Es gibt eine ganze Menge Schrott und Quatsch und Trickserei. Aber es gibt auch das Echte. Nicht alles ist Trickserei, nicht alles ist Täuschung. Und das, was die Fox-Schwestern erlebt haben, war nachweislich keine Trickserei. Wir wissen aus der Bibel auch, dass es Menschen gibt, die Dinge tun können, die normale Menschen nicht tun können. Die Pharao-Magier waren in der Lage, anscheinend zu erwecken von Dingen, die wirklich übernatürlich waren. Die Bibel spricht von der Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, von Zeichen und von Wundern. Und die Bibel spricht davon, dass wenn wir die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, werden wir verführt werden. Wenn wir keine Liebe zur biblischen Wahrheit über den Zustand der Toten haben, dann werden wir verführt werden. Jeder Einzelne von uns ist selbst verantwortlich, ob er die Bibel liebt und die Wahrheit liebt, auch dann, wenn es vielleicht einer liebgewordenen Theorie zuwiderläuft. Die Frage ist: Hast du Liebe zur Wahrheit?
[1:11:50] Die Bibel sagt, dass am Ende der Zeit große Zeichen geschehen werden. Und die verführt werden, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen. Und das alles hat zu tun mit der Prophetie am Ende. Wir werden sehen, wenn auch am nächsten Freitag noch mehr darüber sprechen, dass in der letzten Auseinandersetzung, in der Amerika eine Rolle spielt, in der das Papst eine Rolle spielt, auch der Spiritismus eine Rolle spielen will und wir deswegen dieses Thema studieren müssen. Es ist nicht einfach nur so eine kleine Modeerscheinung von ein paar New-Age-Leuten. Es wird in der Endzeit nach der Bibel eine gewaltige Rolle spielen, deswegen müssen wir das Thema Tod studieren, ansonsten werden wir verführt werden. Wir werden verführt werden. Das ist, was die Bibel deutlich sagt. Manchmal ist die Verführung nicht so deutlich zu erkennen. Nicht jeder rennt mit einem satanischen Outfit rumher.
[1:12:38] Weiß jemand, was das hier ist? Wie sieht das aus? Das ist der Hauptsitz der Anthroposophischen Gesellschaft. Gehört der Ahnung, in der Schweiz. Die Anthroposophen gelten ja eher so als weltzugewandt. Da kümmert man sich um die Landwirtschaft, man kümmert sich um Gesundheit, um Bildung. Weiß jemand, wo das Wort Anthroposophie eigentlich herkommt? Bevor wir fragen, wer war der Gründer der Anthroposophie? Rudolf Steiner. Sehr populär, vor allem hier in Süddeutschland, vor allem in Richtung Süden, in Richtung Bodensee, ganz, ganz massiv. Und das gilt so ein bisschen als Ersatz für die eingefleischten Religionen, als Volksglaube irgendwie, als Weltanschauung. Aber die Idee von der Anthroposophie kommt von einem anderen Wort. Anthroposophie ist ja, das hat mit Menschen zu tun. Aber der Steiner war, bevor er Anthroposoph war, war er Theosoph. Und die Theosophen, das sind die Okkulten, die etwas über Gott wissen wollen, aber nicht nach der Bibel, sondern durch ihre eigenen okkulten Praktiken. Es war Rudolf Steiner, der all diese Dinge hier, die heute so populär sind in der Welt und unseren Alltag zum Teil bestimmen, der diese Zeitschrift rausgebracht hat: Grüße für Gnosis. Das steckt hinter der Anthroposophischen Gesellschaft. Und seine Hauptinspiration: Helene Blavatsky. Und Helene Blavatsky ist so ziemlich die okkulteste Person, die man sich vorstellen kann. Ganz, ganz, ganz tief im Satanismus versteckt. Da wurden tibetanische und indische Religionen in das westliche Denken hineingeführt. Aber so krass würde das wahrscheinlich die große Menge der Menschheit nicht schlucken. Und deswegen nimmt das Ganze eine menschliche Form an: Anthroposophie. Hat was mit Bildung zu tun, mit der Verwundung der Seele, blablabla. Klingt schön, schmeichelhaft, todgefährlich. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Satanismus versteckt sich hinter vielen Dingen, die scheinbar erstmal nicht so wirklich schwarz und dunkel sind.
[1:14:52] Die Bibel sagt, das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische. Heilung und alle möglichen Praktiken sind so populär geworden, dass sie zum Teil Einzug sogar in die Medizin gefunden haben. Akupunktur zum Beispiel und solche Dinge. Und Steine und alles Mögliche. Da gibt es so viele Spielarten und Varianten, denen Heilung und Wirkung, die alle letztendlich aus dem Okkulten kommen, mit dem Okkulten zu tun haben. Und wenn Sie es mir nicht glauben, schauen Sie einfach mal ins Fernsehen, ins Internet. Die okkulte Welle rollt über das Land. Wir sind zu klug und zu intelligent, um diesem Wort auch nur ein bisschen Glauben zu schenken. Aber wir glauben all den Schrott, der dort verbreitet wird. Im New Age und im Spiritismus, da wird genau das gelehrt, was schon die Schlange gelehrt hat: Ihr müsst euch euer eigenes Ich entdecken. Ihr müsst da die Kraft, die in euch ist, entfalten. Der Gott ist in euch. Schau auf dich selbst. Du selbst bist das Gesetz. Das sind all diese Schlagwörter und Parolen, die in einer Form oder in der anderen eine Rolle spielen. Aber wenn ich selbst der Maßstab bin, wenn ich immer auf mich selbst schaue, kann ich dann wachsen? Also, wenn ich auf Gott schaue, auf den unendlich liebevollen Gott, den unendlich gnädigen Gott, den unendlich kraftvollen Gott, dann gibt es ein Ziel, wo ich hinwachsen kann. Wenn ich auf das Gesetz der Gerechtigkeit und der Liebe schaue, dann gibt es ein Maßstab, wo ich hinwachsen kann. Aber wenn ich auf mich selbst schaue, dann werde ich über mich selbst nicht hinauskommen. Also meine Sünde und meine Schlechtgewohnheiten und mit all dem, was mich belastet, stecken bleiben. Es wird bergab gehen. Der Einzige, der uns heraufführen kann, der uns wirklich wachsen lassen kann, der uns erheben kann, ist keine Meditation oder irgendwas in sich selbst finden, sondern Jesus. Jesus zieht mich nach oben. Er zieht dich nach oben. Schau nicht auf dich selbst, schau auf Jesus. Versuche nicht, in dir selbst irgendwelche Kräfte zu finden, die du gar nicht hast. Es ist Gottes Kraft, die er in dich hineinlegen möchte.
[1:17:08] Wie wir gesehen haben, die Toten wissen nichts. Hinter all diesen Phänomenen, hinter all diesen Lehren, hinter all diesen Bewegungen steckt nicht das Wissen von verstorbenen Geistern, die zurückgekommen sind, sondern von übernatürlichen Geistern, die eine bestimmte Agenda haben, die, wie wir gesehen haben, in einer Armee arbeiten, die einen Plan verfolgen. New Age, Spiritismus, all diese Dinge verfolgen einen Plan. Es sind nicht einfach nur Modeerscheinungen, die mal hier aufpoppen oder da. Wir verfolgen einen Plan, um unsere Welt zu verführen und in die Gefangenschaft zu nehmen. Die Bibel macht ganz deutlich, wie wir uns mit Okkultismus stellen sollten. In 4. Mose 25 heißt es, was passiert war? Nachdem, wir haben das letzte Mal angesprochen, Bileam versuchte, das Volk zu verfluchen. Was war passiert? Gar nichts. Als man von außen versuchte, das Volk zu verfluchen, mit Verwünschungen, mit allem Möglichen, hat es nichts funktioniert. Aber, als Israeliten dann die jungen Frauen gesehen haben aus Moab, leicht gekleidet, Minirock, tiefes Dekollete, freundliches Lächeln, komm doch mal zu uns, lass uns spielen. Haben sie nicht nur Ehebruch begangen, sondern die Bibel sagt, das Ganze nahm ganz andere Formen an. Sie hängten sich, wörtlich steht in der Bibel, sie verheirateten sich mit dem Baal-Peor. Baal-Peor war ein heidnischer Gott und der hatte mit folgendem zu tun: Sie hängten sich an den Baal-Peor und aßen Opfer der Toten. Das war ein Totenkult. Das kann man sich kaum vorstellen, dass das Volk Israel plötzlich mit dem Okkulten in Verbindung geraten war. Wodurch? Durch Sünden, die wir als normal betrachten würden. Eins führt zum Anderen, ganz oft. Und die Bibel sagt: Nein, sondern was die Heiden, das was sie opfern, wem opfern? Den Dämonen. Also dieser Totenkult richtete sich nicht an die Toten, sondern an wen? An die Dämonen. Da haben wir also das Volk Gottes, das Volk Israel, den Grat noch von Gott beschützt wird und dann durch ihre eigene Übertretung der Gesetze Gottes den Dämonen opfert und die Dämonen anbetet. Unmöglich, oder? Doch, es ist möglich. Warum? Weil sie durch Übertretung der 10 Gebote sich aus dem Schutzrahmen herausbewegt haben.
[1:19:36] Die Bibel sagt, dass am Ende der Zeit dämonische Geister weltweit agieren werden. Es sind nämlich die dämonischen Geister, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum ...