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In dieser Vortragsreihe „Magna Conflictio“ beleuchtet Christopher Kramp das Thema der Endzeit und die damit verbundenen Zeichen. Der Vortrag konzentriert sich auf die Wiederkunft Jesu Christi als zentrales Thema der biblischen Prophetie. Es werden über 2400 Prophezeiungen in der Bibel zu diesem Thema aufgezeigt und die Bedeutung der Wiederkunft für Hoffnung und Lebensmut hervorgehoben.

Der Vortrag diskutiert vier spezifische Zeichen, die auf das Ende der Zeit hinweisen, darunter das Erdbeben von Lissabon und der mysteriöse schwarze Tag von 1780. Es wird betont, dass diese Zeichen nicht übersehen werden dürfen, um auf die nahende Wiederkunft vorbereitet zu sein. Die Botschaft der Wiederkunft wird als Thema der Hoffnung und Begeisterung dargestellt, das Christen Kraft gibt und sie ermutigt, ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen.

In diesem Vortrag von Christopher Kramp aus der Reihe „Magna Conflictio“ geht es um die „Vier Zeichen – Die Zeit des Endes“. Er beleuchtet die biblische Bedeutung der Wiederkunft Jesu Christi als zentrales Thema der Heiligen Schrift. Der Sprecher erklärt, wie diese Hoffnung bereits in alten biblischen Texten präsent war und wie sie Gläubige durch alle Zeiten hindurch inspiriert hat. Der Vortrag thematisiert die sichtbare und hörbare Wiederkunft Jesu, die Zeichen, die darauf hinweisen, und die Bedeutung dieses Ereignisses für die Gläubigen.


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Serie: Magna Conflictio (Vortragsreihe über die Kirchengeschichte und die Endzeit)

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Transkript

[1:21] Ja, einen wunderschönen guten Abend. Schön, Sie heute Abend zu sehen, dass Sie sich aus schlechtem November-Wetter den Weg vor die Haustür getraut haben. Und alle, die lieber zu Hause geblieben sind, es sei Ihnen verziehen, morgen Abend sehen wir uns wieder hier. Wir haben heute ein ganz besonderes Thema. Da freue ich mich schon ganz gewaltig drauf. Wie schon angekündigt wird es sein: Vier Zeichen, die Zeit des Endes. Ich weiß ja nicht genau, was Sie mit dem Ende verknüpfen, aber wir werden heute einiges Spannendes sehen, vor allem diese vier Zeichen betrachten.

[2:03] Zunächst aber wollen wir wie jeden Abend unser Quiz auflösen vom letzten Dienstag. Wer war am Dienstag da? Ah, doch eine ganze Menge. Und ich bin mal gespannt, ob wir diese Fragen jetzt gemeinschaftlich beantworten können. Wann endete die 1260-jährige Herrschaft des Papsttums gemäß der biblischen Prophetie? Wer kann mir nochmal das Datum nennen? Es war im Jahre 1798. Weiß jemand noch genau, an welchem Tag der Papst gefangen genommen worden ist? Am 1. Januar erging der Befehl, aber es war am 15. Februar. Es war eine Zeitprophezeiung von 1260 Tagen oder wie viele Monaten? 42 Monate oder wie viele Jahre? Dreieinhalb Jahre oder Zeiten, ganz genau. Siebenmal kam das in der Bibel vor, zweimal in Daniel, fünfmal in der Offenbarung.

[2:56] Zweite Frage: Wer wurde in der Bartholomäusnacht verfolgt? Welche Gruppe von Menschen ist dort umgebracht worden? Das waren die Hugenotten, ganz genau, eine Gruppe von französischen Protestanten, die dort im 16. Jahrhundert auf Befehl der herrschenden Personen in Frankreich umgebracht worden sind. Ziemlich heimtückisch.

[3:19] Dritte Frage: Wer war die führende Persönlichkeit während der Schreckensherrschaft? Wir haben über die französische Revolution gesprochen und wie die Ablehnung von Gott und der Bibel zu einem echten Schrecken geführt hat. Da gab es jemanden, der im Jahre 1793 und 1794 das Zepter geschwungen hat, oder vielmehr die Guillotine. Wer war das? Das war Maximilien de Robespierre. Weiß jemand, was aus ihm geworden ist? Er ist selbst unter die Guillotine gekommen. Ziemlich traurige Geschichte.

[3:50] Das Ganze haben wir ausführlich angeschaut. Welche Konfession hatten die ersten Siedler in Amerika? Jemand hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass diese Frage eigentlich etwas ungenau ist. Gemeint sind natürlich die ersten europäischen Siedler in Nordamerika. Ich weiß, es gab auch schon Siedler in Südamerika, die hatten eine andere Konfession. Die ersten traditionellen europäischen Pilger in Nordamerika, die sogenannten Pilgerväter. Welche Konfession hatten die gehabt? Das waren Puritaner. Die haben dann dort in Nordamerika eine puritanische Staatskirche errichtet. Bis jemand des Weges kam, einige Jahre später, und wirklich als einer der ersten der modernen Zeit religiöse Freiheit und Gewissensfreiheit durchgesetzt hat und etabliert hat. Und wer war das nochmal? Das war ganz genau Roger Williams. Einer nicht so der bekannten Reformatoren, aber nichtsdestotrotz ein sehr wichtiger, denn das Thema religiöse Freiheit ist, glaube ich, ein ganz entscheidendes.

[4:48] Gut, also haben wir noch einiges gelernt. Und damit sind wir bereit für unsere heutigen fünf Fragen zu den vier Zeichen. Und auch diesmal fangen wir einfach an. Und wie gesagt, die Antwort spielt sich wo ab? In unserem Kopf, nicht auf unseren Lippen. Mit welchem Ereignis endet laut Bibel die jetzige Weltgeschichte? Das ist, denke ich, wenn man die Bibel ein bisschen gelesen hat, nicht zu schwer zu beantworten.

[5:15] Zweite Frage, die wir heute auch beantworten wollen: Wo fand das Erdbeben statt, das 1755 Europa erschüttert hat? Manch einer schaut schon so, als ob er es weiß.

[5:31] Dritte Frage: Wann wurde unter Artaxerxes der Wiederaufbau Jerusalems befohlen? Und da meinen wir hier den alten, antiken König Artaxerxes.

[5:42] Und dann vierte Frage: In welchem Jahr hielt der amerikanische Erweckungsprediger William Miller seine erste Predigt?

[5:53] Und die fünfte Frage: Ich bin gespannt, wer das weiß. Welches diplomatische Ereignis fand am 11. August 1840 statt? Wiederum aus Neugier, Hände hoch. Wer könnte das beantworten? Ach, eine und zweieinhalb Hände. Macht zusammen zwei Hände, macht einen ganzen Menschen. Das ist doch was. Der Rest ist heute am richtigen Platz. Wunderbar.

[6:24] Vier Zeichen, die Zeit des Endes. Ich würde Sie einladen, mit mir gemeinsam mein Anfangsgebet zu sprechen und dann starten wir direkt in unser Thema hinein. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort jetzt studieren können. Wir möchten dich bitten, dass du gemäß deiner Verheißung bei uns bist, dass dein Wort uns berührt, dass wir verstehen, was du uns zu sagen hast und dass wir Freude bekommen, wenn wir dein Wort lesen. Halte du alle Störende fern und lass dein Wort nicht leer zurückkehren, so wie du es verheißen hast. Im Namen Jesu. Amen.

[6:58] Vier Zeichen, die Zeit des Endes. Woran denken Sie, wenn Sie an das Ende denken? Woran denken die Menschen, wenn sie an das Ende denken? Manche Menschen denken, das Ende wird der letzte Öltropfen sein, der irgendwann in der arabischen Wüste versiegt und dann sitzen wir auf dem Trockenen und dann bricht der Krieg aus. Manche denken, das Ende ist vielleicht ein Meteorit, der auf die Erde einschlägt. Manche einer denkt vielleicht, das Ende kommt nie und wir leben noch bis in alle Ewigkeit hier auf dieser Erde. Möchten Sie gerne bis in alle Ewigkeit auf dieser Erde leben, so wie es jetzt ist?

[7:32] Die Bibel hat eine interessante Aussage zum Ende. Und wir wollen heute über die vier Zeichen, die auf das Ende hinweisen, sprechen. Und dieses Ende wird beschrieben in einem Thema, und das ist die Wiederkunft Jesu. Kein anderes Thema durchzieht die gesamte Bibel von Anfang bis Ende wie die Wiederkunft Jesu. Und egal, ob wir uns gerade freuen und fröhlich sind oder ob wir durch eine Depression gehen oder ein tiefes Tal der Trauer haben, die Wiederkunft Jesu ist ein Thema, das wie kein anderes uns helfen kann, Hoffnung und Lebensmut zu schöpfen. Es gibt über 2400 Prophezeiungen in der Bibel über die Wiederkunft Jesu. Wissen Sie, was das bedeutet? Das bedeutet, dass ungefähr jeder 25. Vers der Bibel etwas über die Wiederkunft sagt. Das heißt, wir schlagen die Bibel auf und rein statistisch sagt jeder 25. Vers irgendetwas über dieses gewaltige Thema.

[8:38] Ich möchte mit Ihnen am Anfang zunächst einige dieser Verse, nicht alle 2400, einmal anschauen, um so ein Bild zu bekommen, was die Bibel alles so über dieses gewaltige Thema sagt. Schauen wir mal zum Beispiel auf einen der ersten Menschen. Schon kurz nachdem Adam und Eva den Garten Eden verlassen mussten, begann diese Hoffnung zurück nach Eden zu kommen, zurück ins Paradies. Und vielleicht können Sie mir zustimmen, dass alle Menschen irgendwo in ihrem Herzen diese Hoffnung haben, zurück ins Paradies. Manchmal wollen wir uns das einfach nur vergegenwärtigen, indem wir einen Luxusurlaub buchen auf einer einsamen Insel im Paradies. Wir haben so diesen Wunsch zurück nach dem Paradies, wo noch alles in Ordnung ist, wo es keine Krankheit gibt, wo es keine Sorgen gibt, wo es keine Tränen gibt. Und seit dieser Zeit wünschen sich Menschen zurückzukehren zu dieser Einheit mit Gott.

[9:35] Einer der ersten Menschen, der darüber gesprochen hat, war Henoch. Henoch war einer der alten Patriarchen. Und es heißt von ihm hier in Judas 14: "Von diesem hat aber auch Henoch, der siebte nach Adam, also ziemlich am Anfang der Menschheitsgeschichte, geweissagt, indem er sprach: Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen zehntausend Mal Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle." Also noch lange bevor Jesus auf der Erde war, noch lange bevor überhaupt vieles von dem Alten Testament, was geschrieben ist, stattgefunden hat, ganz am Anfang der Menschheitsgeschichte haben schon Menschen gesagt, Jesus kommt wieder.

[10:10] Auch Hiob, einer der anderen sehr frühen Patriarchen der Bibel. Und wahrscheinlich kennen Sie die sogenannten Hiobsbotschaften. Wann spricht man von Hiobsbotschaften? Wenn es jemandem ganz schlecht geht, wenn jemand eine ganze Reihe von schlechten Nachrichten bekommen hat. Ich weiß nicht, ob Sie in Ihrem Leben schon mal eine Hiobsbotschaft bekommen haben. Der Hiob hat nicht nur eine bekommen, der hat eine ganze Reihe bekommen. Er hat fast seine ganze Familie verloren. Der Satan hat seine Frau noch gelassen. Er hat seine Gesundheit verloren. Er hat sein Einkommen verloren. Er hat alles verloren scheinbar. Und in dieser gewaltigen Krise, vielleicht kennen wir den berühmten Satz: "Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gelobt." Was wir meistens nicht wissen, ist, dass dieser Hiob wirklich mit dem Leben gehadert hat. Der Hiob war so verzweifelt über das, was er erlebt hat, dass er wirklich Gott herausgefordert hat. Er hat gesagt: "Gott, warum lässt du das zu?" Und an der Stelle sagt er: "Ich schaue unter Tränen auf zu Gott." Aber doch hat auch er gewusst, selbst in den größten Katastrophen des Lebens: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Ja, ich werde ihn für mich sehen und meine Augen werden ihn sehen, aber nicht als Fremden." Selbst in den größten Katastrophen unseres Lebens dürfen wir wissen, es gibt eine Hoffnung. Und ich glaube, niemand von uns hat jemals einen so großen Verlust erlebt wie Hiob in so kurzer Zeit. Selbst Hiob im tiefsten Tal seiner Trauer konnte sagen: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und ich werde ihn sehen, nicht als Fremden."

[11:41] Das Thema der Wiederkunft hat die Poeten der Bibel zu einigen der schönsten und bewegendsten Aussagen inspiriert. Hier einige Beispiele. In den Psalmen: "Aus Zion, der Schönheit Vollendung, erscheint Gott im Lichtglanz. Unser Gott kommt und schweigt nicht. Dann heißt es hier: Er ruft dem Himmel, Tränen zu und der Erde, damit er sein Volk richtet." Was für ein Bild! Gott kommt und er schweigt nicht. Er kommt nicht heimlich, still und leise. Er ruft dem Himmel zu, er ruft der Erde zu. Er kommt mit Licht und mit Herrlichkeit, um sein Volk zu richten. Das heißt, er freut sich, der Himmel und die Erde frohlocke vor dem Herrn, denn er kommt. Denn er kommt, um die Erde zu richten. Man spürt richtig in der Sprache, wie der Psalmist da nicht einfach nur einen Bericht gibt. "Der Herr kommt." Er sagt, er kommt, er kommt. Er ist begeistert. "Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue."

[12:38] Manchmal reden Christen über das Thema des Endes der Welt einfach so ein bisschen, naja, abgeklärt. Wir wissen, es gibt so und so viele Pferde, die darüber sprechen. Wir wissen, Jesus kommt so und er kommt so und er kommt so. Das ist dabei zu beachten. Und dann, wir wissen auch nicht genau, wann es ist. Das ist unsere Lehre von der Wiederkunft. Unsere Lehre vom Ende der Zeit. Und jede christliche Kirche hat so ihre Lehre und ihre Doktrinen vom Ende, was da so passiert und wann es passiert und was davor passiert. Aber manchmal scheint es mir, dass wir die Passion und die Leidenschaft verloren haben, wenn es um die Wiederkunft geht. Die biblischen Schreiber haben nicht einfach einen Bericht gegeben und gesagt, das ist die Lehre. Erster Punkt, zweiter Punkt, dritter Punkt, Paragraph 1, 4, 5, 7. Die biblischen Schreiber waren voller Feuer dafür, dass Jesus kommt. "Er kommt, denn er kommt, um die Erde zu richten."

[13:26] Nicht nur die Poeten der Bibel, auch die Propheten haben mit solchem Feuereifer geschrieben von der Wiederkunft. Hier ein paar Beispiele. Jesaja 26, Vers 19: "Aber deine Toten werden leben. Auch mein Leichnam, sie werden auferstehen. Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes." Man kann sich den Propheten vorstellen, wie er da in den Staub hineinspricht, auf so einer Erde, wo es nur staubig ist. Und er ruft hin und sagt: "Wacht auf, ihr Bewohner des Staubes, denn dein Tau ist ein Morgentau und die Erde wird die Toten wiedergeben." Eine der fantastischen und großartigsten Verheißungen der Bibel ist, dass der Tod besiegt werden wird. Das heißt weiter in Jesaja 25: "Er wird den Tod auf ewig verschlingen und Gott, der Herr, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht und die Schmach seines Volkes wegnehmen von der ganzen Erde. Ja, der Herr hat es gesprochen."

[14:25] Haben Sie schon mal geweint? Liebe Freunde, liebe Freundinnen. Wie fühlt es sich an, wenn jemand kommt und einem die Tränen abwischt? Drückt es nicht großes Mitgefühl und Zärtlichkeit aus? Wenn jemand nicht nur sagt: "Jetzt hör auf zu weinen, ist ja gut", sondern kommt, um einem die Tränen abzuwischen. Die Bibel sagt, Gott, wenn er kommt, dann wird nicht nur ein großes Spektakel sein. Er wird kommen, um die Tränen abzuwischen von jedem Angesicht. Das heißt weiter: "An jedem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette. Das ist der Herr, auf den wir hoffen, nun lasst uns was? Frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung."

[15:10] Das Thema vom Ende ist kein Trauerthema. Es ist kein düsteres Thema, wo man einfach da sitzt und Angst hat. Das Thema vom Ende ist ein Thema der Hoffnung und der Freude, ja der Begeisterung. Wie wäre es, wenn Sie, wenn du, lieber Freundin oder Freund, in nicht allzu langer Zeit ausrufen könntest: "Seht, das ist mein Gott, auf den ich gehofft habe." Eine Sache ist es zu wissen: Aha, die Bibel spricht davon, da wird es ein Ende der Welt geben. Aha, da wird Jesus wiederkommen. Aha, das wird dann und dann passieren. Eine ganz andere Sache ist es, dann in diesem Moment sagen zu können: "Das ist der Gott, auf den ich gehofft habe, dass er mich errette."

[15:59] Hast du, lieber Freund und liebe Freundin, hast du eine Beziehung zu diesem Gott, dass du weißt, das ist der Gott, auf den ich gehofft habe? Das ist der Gott, zu dem ich gebetet habe. Das ist der Gott, von dem ich täglich Instruktionen bekommen habe. Das ist der Gott, an den ich mich gewandt habe, als es mir so schlecht ging. Dieser Jesus, den kenne ich. Jehova hat ja gesagt, ich werde ihn sehen, aber nicht als Fremden.

[16:29] Die Menschen, die Jesus in seine Herrlichkeit kommen sehen werden, werden wissen, dass er es ist. Sie haben ihn schon gekannt. Da wird niemand sein, der sagt: "Ah, Jesus, du bist es. Schön, dich zu sehen."

[16:45] Habakuk hat eine ganz besonders poetische und ergreifende Beschreibung dieses Geschehens. Es heißt in Habakuk 3: "Gott kommt von Teman her und der Heilige vom Berg Paran. Selah." Selah ist so ein Zwischenspiel musikalisch, es ist nämlich so ein Lied, das er geschrieben hat. "Seine Pracht bedeckt den Himmel und die Erde ist voll von seinem Ruhm. Der Himmel von seinem Ruhm, ein Glanz entsteht, wie ein Licht. Nicht einfach nur Licht, es ist ein Glanz von Gott, wie ein Licht. Der ganze Himmel ist bedeckt. Es heißt weiter: Er bleibt stehen und misst die Erde. Er sieht hin und die Völker erschrecken, es zerbersten die uralten Berge. Es sinken die Hügel aus der Vorzeit." Können Sie sich vorstellen, wie das aussehen wird, wenn Berge zerbersten, wenn Hügel versinken? "Er wandelt auf ewigen Pfaden."

[17:37] Was für ein Bild! Gott kommt, die Berge zerbersten, die Hügel versinken. Gott steht, schaut auf die Erde und dann wandelt er weiter auf ewigen Pfaden. Es heißt weiter hier: "Dass du auf deinen Rossen reitest, auf deinen Wagen der Rettung. Wenn die Berge dich sehen, erzittern sie." Was für ein Bild, nicht wahr? Stellen Sie sich vor, Jesus Christus kommt in den Wolken des Himmels und der Mount Everest beginnt zu zittern. Das Matterhorn beginnt auseinander zu bersen. Ganz zur Schweigung von unseren kleinen Hügeln hier im Schwarzwald in der Schwäbischen Alb. "Der Ozean lässt seine Stimme hören, hoch gehen seine Wellen. Sonn und Mond treten ihre Wohnung beim Leuchten deiner fliegenden Pfeile, beim Glanz deines blitzenden Schwertes."

[18:24] Die Wiederkunft ist ein gewaltiges Thema, ein Thema, das die Schreiber zu Höchstleistung animiert hat. In der Poesie, die waren so begeistert von dieser Thematik. Das heißt: "Du ziehst aus zur Rettung deines Volkes, zum Heil mit deinem Gesalbten." Weiß jemand übrigens, was das Wort Gesalbte heißt? Messias, ganz genau. Im Hebräischen heißt es Messias. Da steht also: "Du Gott, ziehst aus zur Rettung deines Volkes, zum Heil mit deinem Messias."

[18:54] Wissen wir, was das bedeutet? Die Bibel sagt, am Ende der Zeit kommt nicht nur Jesus, da kommt Gott selbst mit seinem Gesalbten, mit Jesus. "Du zerschmetterst das Haupt vom Haus der Gesetzlosen, du entblößt die Grundmauer von unten bis oben."

[19:11] Aber dieses Thema ist nicht nur ein Thema, das im Alten Testament, in den Psalmen und Propheten, in Symbolen und in poetischer Sprache beschrieben ist. Jesus selbst hat es sehr einfach und ausdrücklich erklärt. Zum Beispiel hier in Johannes 14, ab Vers 1, da heißt es: "Euer Herz erschrecke nicht."

[19:27] Was haben die meisten Menschen für eine Einstellung, wenn es an das Ende der Welt geht? Was wird passieren? Werde ich es überleben? Was wird aus meinen Kindern werden? Die meisten Menschen haben Angst und viele verdrängen aus Angst das Thema. Ganz ehrlich, wann hast du dir, lieber Freund, lieber Zuschauer, wann hast du das letzte Mal Gedanken gemacht über das Ende der Welt? Ich meine, falls du die Bibel liest und kennst, nicht in einem theoretischen Sinne, sondern ganz praktisch, wann hast du dir das letzte Mal Gedanken gemacht, wie diese Welt wohl endet und wenn sie in deiner Lebenszeit endet, wie würdest du dich verhalten?

[20:13] Jesus sagt: "Euer Herz erschrecke nicht. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich, was? Wieder."

[20:33] Darf ich mal eine Frage stellen? Wenn ihr Ehepartner sagt zu Ihnen: "Bleib mal hier stehen, ich komme wieder", was erwarten Sie? Dass du wiederkommst, oder? Warum? Er hat es ja gesagt, er hat es versprochen, oder? Kinder machen das auch so, wenn die Eltern sagen: "Bleib hier stehen, lauf nicht weg, ich muss mal schnell da und da hingehen, ich komme wieder und hole dich ab", dann bleiben sie da stehen, hoffentlich, nicht wahr? Und so sagt Jesus zu seinen Jüngern, zu seiner Gemeinde, zu uns: Er sagt: "Bleib mal hier, ich gehe kurz weg in den Himmel, aber ich komme wieder."

[21:20] Was würden Sie von Ihrem Partner halten, wenn er zu Ihnen sagt: "Bleib mal hier, ich komme wieder", und dann kriegen Sie am Abend raus, nachdem Sie ungefähr fünf Stunden gewartet haben, er ist nach Hause gefahren und hat Sie alleine stehen lassen? Nicht vertrauenswürdig, oder? Hat mich vergessen.

[21:35] Frage: Hat Jesus seine Gläubigen vergessen? Kann er sie vergessen? Wenn Jesus sagt: "So komme ich wieder", dann meint er es so.

[21:48] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus, der schon so viele Dinge vorhergesagt hat, die eingetroffen sind, wie an dem ersten Abend mit Jerusalem. Dieser Jesus, der gesagt hat: "Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben", alles ist eingetroffen. Dieser Jesus hat gesagt: "Ich komme wieder." Dieser Jesus hat alles erfüllt, was er erfüllen sollte. Dieser Jesus konnte nicht mal vom Tod aufgehalten werden. Jesus wird wiederkommen, er wird wiederkommen.

[22:12] Und dann sagt er: "Und ich werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin." Wir haben gesagt, die Wiederkunft ist das Thema, das die Weltgeschichte beendet, aber die Wiederkunft hat eigentlich nicht den Hauptzweck, die Welt zu beenden. Es gibt einen ganz anderen Grund, warum möchte Jesus wiederkommen? Damit du und ich bei ihm sind. Dass dabei die Weltgeschichte zu Ende geht, ist eigentlich nur ein Nebenprodukt.

[22:42] Jesus möchte mit dir sein. Ja, er freut sich, wenn wir zu ihm beten. Ja, er freut sich, wenn wir sein Wort studieren. Er freut sich, wenn wir über ihn reden, damit Ausdruck geben, dass wir nahe sind, aber das ist ihm nicht genug. Er möchte mit dir persönlich zusammen sein.

[23:02] Hat jemand von uns schon mal eine Fernbeziehung geführt? Ist das auf Dauer befriedigend, wenn man den anderen immer am Telefon hört, jeden Tag seine E-Mails checkt? Heute hat man ja Skype, da kann man sich doch schon sehen und reden, das ist doch gut, oder? Nee, manchmal möchte man den anderen einfach nur anfassen. Man möchte den anderen persönlich gegenüberstehen. Und genau so geht es Gott auch. Er freut sich ja, dass wir zu ihm beten können. Er freut sich, dass wir seine Nachrichten, seine SMS-Botschaften sozusagen in seinem Wort lesen können. Aber er möchte am Ende mit dir zusammen sein.

[23:46] Jesus hatte gesagt: "Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm..." Nebenbei, wissen Sie, wie viele Engel es im Himmel gibt? Was würden Sie schätzen? Naja, die Bibel sagt es nicht ganz genau, sie sagt tausend mal tausend und zehntausend mal zehntausend. Also viele Millionen und wahrscheinlich viele Milliarden. Wenn Jesus wiederkommt, kommt er nicht alleine.

[24:12] Wir haben gesehen, Jesus kommt mit Gott dem Vater und Jesus kommt mit allen heiligen Engeln. Stellen Sie sich mal das rein praktisch vor, was das bedeutet. Wenn am Himmel alle Engel, die es gibt, zu sehen sind, dann wird er auf dem Thron der Herrlichkeit sitzen. Und vor ihm werden alle heiligen Völker versammelt werden.

[24:41] Wenn Jesus wiederkommt, wird das ein geheimes Ereignis sein, ja oder nein? Die Bibel sagt, dass nicht nur die Gläubigen es mitbekommen werden. Die Bibel sagt, dass wenn er kommt, alle Heidenvölker, inklusive der Deutschen und alle anderen Heidenvölker, versammelt werden. Sie werden es sehen, sie werden es beobachten, es wird für alle sichtbar sein.

[25:03] Man hatte denn irgendwann gesagt, dieser Jesus, als sie ihn gesehen hatten. Ich stelle mir das so fantastisch vor, als sie die letzten Instruktionen von Jesus bekommen haben, als sie gesagt haben: "Jetzt gehe ich in den Himmel. Ich möchte, dass ihr noch Folgendes beachtet. Achtet darauf, macht das, jenes, solches und jetzt gebe ich euch einen Auftrag. Geht hin, nicht wahr? In alle Welt, macht zu Jüngern und so weiter." Und als er das gesagt hat und mit ihnen redet, dann merken sie, wie er plötzlich vom Boden hervorgehoben wird. Stellen Sie sich mal vor, Sie stehen auf der Erde und plötzlich ist der, der neben Ihnen steht, fängt an zu schweben. Ich glaube, den Jüngern haben ganz schön die Knie gezittert, oder? Sie haben gesehen, wie Jesus plötzlich vom Erdboden abhebt und in den Himmel geht.

[25:55] Und dann heißt es: "Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird wie in derselben Weise wiederkommen." Heute gibt es tausend Theorien, wie die Wiederkunft sein wird. Manche Leute sagen, er kommt an einen bestimmten Ort, manche sagen, er kommt geheim, manche sagen, er ist schon gekommen und ist irgendwo, keiner kann ihn sehen. Also meine Bibel sagt mir, wenn es um die Art und Weise geht, in Apostelgeschichte 1: Er kommt wie in derselben Weise. Wenn er sichtbar gegangen ist, kommt er sichtbar wieder.

[26:29] Auf den Wolken des Himmels. Das haben die Engel ihnen gesagt. Das war keine menschliche Theorie, das war keine Kirche, die gesagt hat, er kommt so und so. Es waren Engel und die müssen es wissen, weil die werden da dabei sein. Die wissen schon, wie es dann stattfinden wird. Jesus kommt auf eine ganz bestimmte Art und Weise wieder. So wie er gegangen ist, so kommt er wieder.

[26:53] Hat jemand schon mal ein Flugzeug gesehen, das so startet und dann in den Himmel geht? Dann wird es kleiner und kleiner und kleiner und kleiner und kleiner und kleiner und kleiner. Und dann irgendwo sieht man noch einen Punkt und dann sieht man gar nichts mehr. Und genau so kommt er wieder. Es wird größer und größer werden. Ganz gewaltiges Thema.

[27:19] Paulus, einer der Apostel, hat auch von der Wiederkunft geschrieben. Zum Beispiel hier in 1. Thessalonicher 4, Vers 16: "Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl erschallt und die Stimme des Erzengels, die Posaune Gottes erschallt." Und ich sage es immer wieder gerne, die Posaune ist kein leises Instrument. Gibt es hier jemanden, der die Posaune spielt? Ja. Die Posaune ist ein Instrument, das äußerst laut ist. Und weiß jemand, wo der, vielleicht habe ich es dem einen oder anderen schon mal erzählt. Weiß jemand, wo der Rekord ist, in deutschen Orchestergaben, wie laut ein Blechblasinstrument spielen kann? Wissen Sie, wie laut ein Düsenjet ist? 120 Dezibel, genau. Der Weltrekord im deutschen Orchestergaben hier in Stuttgart, gemessen in den 80er Jahren, liegt bei 126 Dezibel. Gemessen bei den Hörnern, bei den Waldhörnern. Was will ich damit sagen? Blechblasinstrumente können unfassbar laut sein. Und wer bläst hier in die Posaune? Wer bläst hier in die Posaune? Gott ist die Posaune Gottes, ja. Und wenn Gott in die Posaune bläst, dann wird man es hören.

[28:36] Glauben Sie, Sie werden es hören, wenn Jesus wiederkommt? Glauben Sie, Sie werden es sehen, wenn Jesus wiederkommt? Glauben Sie, Sie werden es bemerken oder wird man Sie aufrütteln müssen und sagen: "Hallo, schlaf nicht länger, Jesus ist da." Niemand von Ihnen wird die Tagesschau anschalten müssen oder im Internet einen Live-Ticker verfolgen müssen, was Jesus gerade in Rio de Janeiro macht. Jesus kommt sichtbar, er kommt hörbar, er kommt mit allen Engeln, sagt die Bibel, er kommt so, dass die Heidenvölker es bemerken werden.

[29:08] Und auf Patmos sagt uns Johannes genau dasselbe, er sagt: "Siehe, er kommt mit den Wolken und die Augen der Gläubigen werden ihn sehen. Die Augen der Eingeweihten werden ihn sehen." Manche Augen werden ihn sehen. Er sagt: "Jedes Auge wird ihn sehen." Jesus kommt und jeder wird es bemerken.

[29:33] Und damit verbunden sind einige wichtige Bereiten, die wir verstehen müssen. Das heißt, den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung. Die Zeit der Wiederkunft, die Zeit des Endes ist eine Zeit der Wiederherstellung. Was bedeutet Wiederherstellung? Da muss etwas wiederhergestellt werden. Etwas ist kaputt gegangen, etwas ist zerstört worden, etwas ist runtergefallen, etwas ist abgefallen.

[30:00] Und in dieser Zeit des Endes muss es wiederhergestellt werden. Jetzt, was muss denn wiederhergestellt werden, bis zu den Zeiten der Wiederherstellung, dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von all das her geredet hat? Wo findet man das, was Gott durch seine Propheten von all das her geredet hat? Wo findet man das? In der Bibel.

[30:20] Die Bibel sagt am Ende, vor der Wiederkunft wird all das wiederhergestellt werden, was Gott in seinem Wort sagt. Ist das zum Teil verloren gegangen? Wir haben es ja in den letzten Vorträgen deutlich gesehen. Wir haben viel über die Reformation gesprochen, erst über den Abfall, dann über die verschiedenen Schritte der Reformation, die verschiedenen Elemente und Phasen und jetzt nähern wir uns unserer Vortragsreihe dem Ende und wir wollen sehen, wie dieser Magna-Konflikt, den wir gesehen haben in der Zeit von Luther, den wir gesehen haben in der Zeit des Mittelalters, in der Zeit von Wesley und all den anderen, wie dieser sich jetzt auswirken wird auf dieses gewaltige Ereignis hin, auf die Zeit des Endes.

[30:59] Denn wenn Jesus kommt, dann sind damit gewaltige Dinge verbunden. In Offenbarung 11 heißt es, Vers 15: "Und der siebte Engel schließt die Posaune, da tönten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zu Teil geworden." Wenn Jesus kommt, kommt er mit einem Anspruch, nämlich als König der Welt.

[31:17] Das heißt weiter: "Und die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren und wie viel Fleisch? Alles Fleisch miteinander wird sie sehen." Wenn Gott sich offenbart, ist es sichtbar. Es heißt hier in Jesaja 61: "So wird Gott, der Herr, Gerechtigkeit und Ruhm hervorspringen lassen vor allen Heidenvölkern." Und in Jesaja 28 heißt es: "An jenem Tag wird der Herr, der Herrscher für den Überrest seines Volkes eine was sein? Eine herrliche Krone und ein prächtiger Kranz."

[31:51] Möchten Sie gerne eine Krone tragen? Eine herrliche Krone? Gott selbst, sagt die Bibel, wird eine herrliche Krone sein für jeden, der an ihn glaubt.

[32:03] Und diese Wahrheit ist eine tröstliche Wahrheit. Das heißt hier: "Denn der Herr tröstet sie. Er tröstet all ihre Trümmer und macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Stämme wie den Garten des Herrn." Ich weiß nicht, wie es in deinem Leben aussieht, vielleicht ist dein Leben auch ein wenig wüst, ein wenig zertrümmert, ein wenig traurig. Dann können wir wie hierauf sagen: Auch wenn ich gerade nicht verstehe, was in meinem Leben passiert, auch wenn ich es nicht einordnen kann, auch wenn ich keine Hoffnung momentan sehe, weiß ich doch, es gibt jemanden, der wiederkommt.

[32:44] Gott möchte die Wüste zum Paradies machen und jeder Mensch, ob er religiös ist oder nicht, hat diese Sehnsucht nach dem Ewigen in sich. Das ist der Grund, warum es so viele verschiedene Religionen gibt, die alle irgendwie nach dem Jenseits trachten, nach dem Leben nach dem Tod, nach diesem Licht hinter dem Tunnel, nach diesem Nirvana, nach dem Irgendetwas, was über das hinausgeht, was wir hier auf dieser Erde erleben.

[33:14] Gott möchte die wahre Wiederherstellung bringen. Er möchte, dass es wieder gut wird in unserem Leben. Es heißt hier: "Sie wird lieblich blühen und frohlocken, ja, es wird Frohlocken und Jubel geben." Wenn Jesus wiederkommt, wird es ein Tag sein, wo wir alle traurig sind. Am Ende der Zeit, das Ende der Welt, wird ein Tag voller Frohlocken und Jubel sein.

[33:38] Haben Sie das jemals schon mal gehört? Da wird nachgedacht, dass das Ende der Welt ein Tag des Frohlockens und des Jubels sein wird. Sie werden die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Und weiter: "Man wird dich nicht mehr Verlassene nennen und dein Land nicht mehr als Wüste bezeichnen, sondern man wird dich nennen: Meine Lust an ihr und dein Land vermehlt."

[34:01] Haben Sie sich jemals schon mal verlassen gefühlt? Allein gelassen? Keiner versteht mich? Jesus Christus kommt und Jesus Christus weiß, wie es dir geht und er möchte Gemeinschaft mit dir haben.

[34:18] Wie sich ein Bräutigam... werfen wir uns waschen mal, oder ist immer noch verheiratet? An dem Tag, wo wir geheiratet haben, haben wir uns ein bisschen gefreut? War da Freude? Oder war da so: "Ach nee, heute ist Hochzeit. Das auch noch, meine Güte, der Stress. Ich wünschte bloß, es wäre vorbei." Wirklich? Nein, ja, natürlich, da gab es Stress, oder? Oder war das so völlig aus dem Ärmel geschüttelt? Da gab es viel zu beachten, Bedenken, nicht wahr? Und am Ende waren wir noch ziemlich fertig mit den Nerven, nicht wahr? Aber trotzdem war es ein freudiges Ereignis.

[35:01] Die Bibel sagt nicht, dass das Ende der Welt ein ganz lockeres Ereignis sein wird, wo nichts passieren wird. Da wird einiges passieren. Wir haben ja schon ein bisschen das angedeutet, wenn Berge zerbersten und Hügel verschwinden, dann ist das keine Kleinigkeit. Aber genauso wie der Bräutigam sich an seiner Braut freut, so wird dein Gott sich an dir freuen.

[35:21] Gab es da Vorfreude in Ihrem Leben, bevor Sie geheiratet haben? So, ich kann es kaum erwarten, bis wir verheiratet sind. Jemand liegt ganz eifrig. Die anderen gucken so. Natürlich gab es da Vorfreude. Hat Gott auch Vorfreude auf das Ende der Welt? Hat Gott Vorfreude auf dich und mich? Freut er sich schon darauf, mit uns Gemeinschaft zu haben? Oder ist er einfach nur der objektive Maschinengott, der sagt: "Okay, jetzt ist es soweit."

[36:01] Hat Gott Gefühle, wie ein Bräutigam sich an seiner Braut freut? Ich glaube, Jesus im Himmel kann es kaum erwarten, dich in deine Arme zu schließen. Die Frage nur ist, hat die Braut dieselben Gefühle wie der Bräutigam? Wie doch tragisch, wenn der Bräutigam sagt: "Ich kann es kaum erwarten, bis wir heiraten", und die Braut sagt: "Ach, nur warte doch mal, lass mich erst mal noch mein Studium machen. Ich müsste eigentlich erst noch ein bisschen arbeiten. Lass mich erst noch ein bisschen arbeiten und dann würde ich gern noch ein bisschen was so von der Welt erleben, weil wenn wir verheiratet sind, dann..." Ach nee, was hat der Bräutigam für ein Gefühl? So richtig meint sie es nicht. Aber ich liebe dich. Ich liebe dich nicht. Ich liebe dich.

[36:48] Was hat Jesus für ein Gefühl, wenn wir ihm sagen: "Ach Gott, ich mag dich und du bist toll, du bist mein Freund, du bist mein Heiland, aber mit der Wiederkunft, ach nee, Ende der Welt, damit sich beschäftigen, das macht mir nur Angst." Wie würden sie sich fühlen, wenn ihre Braut sagt: "Auch an die Hochzeit zu denken, da kriege ich eigentlich Panik. Ach nee, hören wir bloß auf damit." Irgendetwas läuft doch da schief. Könnte es sein, dass so viele Christen heute ein falsches Verständnis vom Ende der Welt haben und deswegen diese Botschaft nicht so geben, wie sie gegeben werden müsste?

[37:27] Die Apostel, so viel ist klar, nachdem wir die Bibel studiert haben, die Apostel haben geglaubt, dass Jesus in den Wolken des Himmels wiederkommt, für alle sichtbar, hörbar, mit allen Engeln, aber nicht nur sie, viele andere, wie wir gleich sehen werden. Und diese Apostel haben gewusst, dass das auch uns jetzt schon trösten kann, in unserer jetzigen Trauer. Sie waren ja noch etliche Jahrhunderte entfernt von der Wiederkunft, aber als die Gläubigen in Thessalonich traurig waren, weil sie gedacht haben, dass vielleicht schon in ihrer Zeit Jesus wiederkommt und die ersten gestorben sind und die nächsten gestorben sind, da hat Paulus sie ermutigt in seinem Brief hier in 1. Thessalonicher. Er sagt: "Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl erschallt und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen."

[38:15] Die Nachricht von der Wiederkunft ist auch eine gute Nachricht, denn es sagt uns, dass da Hoffnung über den Tod hinaus ist. Es heißt: "Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen, was? Entrückt werden in Wolken." Wissen Sie, was das Wort entrücken heißt? Entrücken bedeutet, man steht auf dem Erdboden und dann erlebt man genau das, was Jesus erlebt hat. Der Erdboden entfernt sich plötzlich von einem. Stellen Sie sich mal vor, Sie sind plötzlich in der Luft, halben Meter, zwei Meter, fünf Meter, zehn Meter, 25 Meter, 100 Meter, zwei Kilometer. Da ist ja noch ein weiter Weg bis zum Thron Gottes. Sie werden entrückt werden.

[39:04] Interessanterweise heißt es hier: "Zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft." Heute gibt es viele Theorien über die Entrückung. Manche denken, es ist eine geheime Entrückung, aber so geheim kann es nicht sein, wenn die Posaune Gottes erschallt und die Toten in Christus auferstehen. Das kriegt man mit, oder? Meinen Sie nicht auch, dass wenn die Gräber sich öffnen, die Toten auferstehen, dass das Menschen mitbekommen werden, wenn da Tausende, wenn nicht vielleicht Millionen von gläubigen Menschen an der Zeit aufstehen werden, die Posaune Gottes erschallt, gewaltiger Lärm und dann heißt es: "Und dann werden wir gemeinsam mit ihnen entrückt werden." Keine geheime Entrückung, eine laute Entrückung, sichtbar, hörbar. Und dann sagt er so: "Tröstet nun einander mit diesen Worten."

[39:57] Wenn du Menschen verloren hast, dann darfst du dich trösten, dass du sie wiedersehen wirst, spätestens, wenn ihr gemeinsam auf einer Wolke euch 25 Meter mit dem Erdboden wieder in die Arme schießen könnt. Ist das nicht wunderbar?

[40:12] Johannes hat genau dasselbe ausgedrückt, als er gesagt hat, in den Worten von Jesu: "Und er spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. Amen." Und was sagt Johannes, als er das schreibt, als Antwort? Gut, dass wir das wissen, Jesus. Wir werden es in unsere Glaubenspunkte übernehmen. Was sagt er? "Ja, komm, Herr Jesus." Was ist deine Reaktion, wenn du hörst, Jesus sagt: "Ich komme bald, ich habe eine Wohnung für euch vorbereitet, ich freue mich wie ein Bräutigam auf dich." Was ist deine Reaktion? Kannst du auch sagen: "Ja, komm, Jesus."

[40:52] Die ersten Christen, die mit den Löwen gekämpft haben in Rom, die waren überzeugt, dass es Hoffnung über den Tod hinaus gibt. Sie wussten aus dem Thessalonicher Brief, dass Jesus mit der Stimme des Erzengels herabkommen wird und die Toten auferstehen werden. Es heißt, sie verachteten den Tod und fühlten sich über ihn erhaben. Vielleicht haben sie sich gefragt in unseren früheren Vorträgen: Was hat denen die Kraft gegeben? Das waren keine Supermenschen, das waren Menschen, die wussten, Jesus kommt wieder. Und wenn Jesus wiederkommt und er die Toten auferwecken wird, dann spielt es keine Rolle, ob ich jetzt von einem Löwen zerrissen werde oder nicht, ich werde bei ihm sein in Ewigkeit.

[41:30] Die Waldenser haben genau diese Botschaft, die glauben, sie wussten, Jesus kommt wieder und haben es gepredigt. Das hat ihnen die Kraft gegeben, über tausend Jahre dort in den verwinkelten Gegenden Italiens unter Einsatz ihres Lebens die Bibel aufrechtzuerhalten. Wycliffe hat davon gesprochen, dass die Wiederkunft die Hoffnung der ganzen Kirche ist. Das hat ihm den Mut gegeben, treu als Reformer dazustehen und die Wahrheit zu verkündigen. All diese Menschen, mit denen wir gesprochen haben, haben von der Wiederkunft gesprochen.

[42:07] Hier ein Beispiel, wer ist das? Martin Luther. Hat Martin Luther gewusst, dass Jesus wiederkommen wird? Schauen Sie mal hier: "Ich sage mir wahrlich, der Tag des Gerichtes könne keine, oh interessanterweise, volle 300 Jahre mehr ausbleiben." Wann hat Luther normal gelebt? 1500 noch was, ja? 1517 war der Thesenanschlag, 1521 Worms. 300 Jahre später würde dann sein, 1800 noch was, ja. Hm, interessant. "Gott will und kann diese gottlose Welt nicht länger dulden, der große Tag naht, an dem das Reich der Gräuel gestürzt werden wird." Hat Luther an die Wiederkunft Jesu geglaubt? Definitiv.

[42:43] Wie war es mit seinem Kompagnon, mit Melanchthon? Hat er an die Wiederkunft geglaubt? Er sagt: "Diese alte Welt ist nicht fern von ihrem Ende." Wie steht es mit dem hier? Wer das weiß, ist ein Held. Wer war das? Nicht John Wesley, es war der Reformator Schottlands, von dem die Königin Mary gesagt hat: "Ich fürchte seine Gebete mehr als stehende Armeen." Es war John Knox. Seine erste Predigt über Daniel 7. Er sagt: "Ist nicht unser Herr Jesus leiblich gen Himmel gefahren und wird er nicht wiederkommen?" Keine Rede damals von irgendwelchen geheimen Entrückungen, irgendwelchen schon geschehenen Wiederkünften Jesu, die man nur geistlich deuten muss. John Knox hat gewusst, Jesus ist in den Himmel gefahren mit einem Körper und er kommt mit einem Körper zurück. Wir wissen, dass er wiederkommen wird und das in Kürze.

[44:08] All diese Reformatoren haben nicht gedacht, dass die Welt noch für tausende von Jahren weitergeht. Sie wussten, das Kommen Jesu ist nicht in allzu ferner Zukunft. Hier Latimer und Ridley, als sie 1555 in Oxford verbrannt werden. Niklaus Ridley sagt: "Die Welt geht unzweifelhaft. Dies glaube ich und deshalb sage ich es." Tolle Begründung, nicht wahr? Dem Ende entgegen. Lasst uns mit Johannes dem Knecht Christi rufen: "Komm bald, Herr Jesus." Egal welchen protestantischen Reformator wir anschauen, sie alle haben diese biblische Botschaft einer Wiederkunft Jesu am Ende der Zeit geglaubt. Über Jahrhunderte war das die Botschaft der Reformatoren. Es war das, was den alten Märtyrern Kraft gegeben hat. Es war das, was im Mittelalter die Menschen dazu gebracht hat, treu zur Bibel zu stehen, weil sie wussten, selbst wenn man ihnen alles nimmt, sogar ihr Leben, gibt es etwas, was man ihnen nicht nehmen kann. Man kann ihnen nichts, das ewige Leben nehmen. Man kann ihnen nicht diese Hoffnung nehmen, dass wenn Jesus wiederkommt und er in den Staub hineinruft: "Wacht auf, ihr Bewohner des Staubes", dass sie wieder aufstehen werden zum ewigen Leben. Das wussten sie.

[45:15] In diesem Magna Conflictio war die Botschaft von der Wiederkunft Jesu am Ende der Zeit etwas, was all die Reformatoren in all den Jahrhunderten hat gerade stehen lassen, hat aufrecht stehen lassen. Könnte es sein, dass wir deswegen so wenig Reformation und so wenig Protestantismus in heutigen Kirchen haben, weil so wenig Menschen heute noch über die Wiederkunft Jesu reden und über ein nachdenkendes Glauben? Dass das, was all den Reformatoren die Standhaftigkeit gegeben hat, fehlt?

[46:00] Wir wollen einen weiteren Aspekt betrachten. Wir haben jetzt gesehen, die Wiederkunft ist sichtbar, die Wiederkunft ist hörbar. Jesus kommt mit allen Engeln und es wird, er wird genau so wiederkommen, wie er gegangen ist. Das ist das, was die Bibel sagt, wie er kommt. Aber die Bibel gibt auch Hinweise, wann er wiederkommen wird. Wäre es nicht eine interessante Frage zu wissen, wann wird es dann geschehen?

[46:18] Vielleicht können wir uns an den ersten Abend erinnern. Am ersten Abend haben wir gesagt, dort ist die gesamte Weltgeschichte enthalten, wie in einer Nussschale, wie in einem Romanesco. Alles an einem kleinen Detail schon alles da. Am ersten Abend haben wir gesprochen über Jerusalem, die Belagerung von Jerusalem, die Zerstörung von Jerusalem. Und Jesus hatte gesagt, es gibt ein Zeichen. Wenn ihr das seht, wisst ihr, bald wird es passieren. Weißt du noch, was dieses Zeichen war? Das Zeichen der Verwüstung. Wenn ihr das seht, das ist das Zeichen zur Flucht. Was war das Zeichen der Verwüstung? Die Belagerung von Jerusalem.

[47:02] Die Frage ist, wenn das ein Abbild war vom Ende der Welt, wie Jesus ja selbst sagt in der berühmten Endzeitpredigt von Matthäus 24, gibt es dann auch ein Zeichen oder mehrere Zeichen, die uns andeuten, jetzt ist es bald soweit. Wann war nochmal die Belagerung von Jerusalem die erste? Die erste war 66. Es hat noch vier Jahre später gedauert, bis sie wirklich zerstört worden ist, die Stadt. Aber es war ein Hinweiszeichen, dass es bald geschehen sollte. Und jeder, der dieses Hinweiszeichen übersehen hat, ist später umgekommen. Wir wollen uns die Frage stellen, gibt es Zeichen, die davon sprechen? Und deswegen heißt unser Vortrag heute: Vier Zeichen. Kennen Sie die vier Zeichen?

[47:45] Schauen wir mal. Jesus sagte in Lukas 21: "Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen. An jenen Tagen, aber nach jener Drangsal wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird seinen Schein nicht geben. Und die Sterne des Himmels werden herabfallen. Und dann wird man den Sohn des Menschen in den Wolken kommen sehen." Also, was haben wir jetzt? Wir haben Zeichen: Sonne, Mond und Sterne. Und was für Zeichen? Sonne soll verfinstert werden und Sterne sollen herabfallen. Okay. Und dann soll der Sohn des Menschen kommen.

[48:16] Außerdem in der Offenbarung haben wir ein weiteres Zeichen. Das heißt: "Und als er das sechste Siegel öffnete und siehe, ein großes Erdbeben entstand. Und die Sonne wurde schwarz wie ein Trauerkleid und der Mond wurde wie Blut." Das erste Zeichen erfüllte sich im 18. Jahrhundert, im Jahre 1755, und zwar an einem besonderen Tag. Weiß jemand, was das für ein Tag hier ist? Allerheiligen. Einer der größten katholischen Feiertage überhaupt. Und dieses Zeichen ereignete sich in einem der größten katholischen Länder überhaupt, in einem Ort, von wo aus katholische Missionare in die gesamte Welt gingen, um ihren Glauben zu verbreiten. Es war Lissabon. Das berühmte Erdbeben von Lissabon. Hier haben wir ein Bild von dem Epizentrum, das damals gewesen ist.

[49:14] Das war auf der Richterskala im Wert von 9,9 auf der Richterskala. Was wir hier sehen, ist die Ausbreitung des Tsunamis nach dem Erdbeben. In Stunden. Was viele nicht wissen, ist, dass dieses Erdbeben einen gewaltigen Tsunami nach sich zog, der noch viele Menschenleben gefordert hat, auch in Afrika und in verschiedenen Teilen Europas. Dieses Ereignis war so gewaltig, dass es manche Historiker gibt, die das Erdbeben von Lissabon auf die gleiche Bedeutungsstufe stellen für die abendländische Philosophie wie den Holocaust. Wir sagen, so wie im 18. Jahrhundert das Erdbeben von Lissabon die gesamte Welt, das Denken der Welt verändert hat, so hat das im 20. Jahrhundert der Holocaust. So eine gewaltige Katastrophe war das, weil die Menschen es sich nicht vorstellen konnten, dass so viel Zerstörung möglich ist.

[50:00] Hier ein einer der Fachmänner der damaligen Zeit, Sir Charles Lyell: "Etliche der größten Berge in Portugal wurden stark gewissermaßen vom Grunde aus erschüttert. Die Gipfel einiger Berge öffneten sich und wurden auf erstaunliche Weise gespalten und zerrissen. Dabei flogen ungeheure Steinmassen in die umliegenden Täler. Man erzählt, dass diesen Bergen Flammen entstiegen." Außerdem heißt es zu anderen außerordentlichen Ereignissen, die sich während der Katastrophe in Lissabon zutrugen, zählt das Versinken des neuen Kais, der mit einem ungeheuren Kostenaufwand ganz aus Marmor hergestellt war. Eine große Menschenmenge hatte sich hier sicherheitshalber gesammelt, weil sie glaubte, außerhalb des Bereiches der fallenden Trümmer zu sein. Doch plötzlich versank der Kai mit der ganzen Menschenmenge und nicht einer der Leichname kam je wieder an die Oberfläche.

[50:48] Das Erdbeben von Lissabon hat die Welt damals völlig auf den Kopf gestellt. Hier sieht man ein Bild nach dem Erdbeben, das ruinierte Lissabon. Da ist nicht mehr viel übrig geblieben von der gesamten Stadt. Und naja, heute sind ein paar Flüchtlingszelte aufgebaut. Und dann sagt Jesus: "Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal wird die Sonne sich verfinstern." Jesus hat ja gesagt, dass es eine Zeit der Verfolgung geben würde. Weiß jemand noch, wie lange diese Zeit der Verfolgung sein sollte? Diese Zeit der päpstlichen Vorherrschaft. 1260 Jahre. Und die würden wann enden? 1798. Aber Jesus hat auch gesagt, wahrscheinlich kennen Sie diesen Ausspruch: "Wenn die Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch gerettet werden." Das heißt, die Verfolgung innerhalb dieser langen Periode sollte etwas verkürzt werden. Und geschichtlich kann man nachweisen, dass etwa um 1770, also ungefähr 25 bis 30 Jahre vor dem Ende dieser Zeitprophezeiung, die Verfolgung ganz aufgehört hat. Es gab kaum noch Drangsal. Und Jesus hat ja gesagt: "Nach jener Drangsal wird die Sonne sich verfinstern."

[51:57] Jetzt gab es so etwas kurz nach 1770? Die Antwort ist, es gab es. Am 19. Mai 1780 ist das hier passiert. Der sogenannte mysteriöse schwarze Tag. Ein Phänomen, das bis heute nicht aufgeklärt ist. Man kann das recherchieren. Man weiß heute aufgrund der vielen Berichte, dass es diesen Tag gegeben hat. Keiner weiß genau warum. Einige Berichte hier: "Am Morgen ging die Sonne klar auf, bald aber bezog sich der Himmel. Die Wolken sanken immer tiefer und während sie dunkler und unheildrohender wurden, zuckten die Blitze und der Donner rollte und etwas Regen fiel. Gegen 9 Uhr lichtete sich die Wolkendecke und nahm ein mäßig oder kupferfarbenes Aussehen an, sodass Erde, Felsen, Bäume, Gebäude, das Wasser und die Menschen in diesem seltsamen, unheimlichen Licht ganz verändert erschienen. Wenige Minuten später breitete sich eine schwere, schwarze Wolke über das ganze Himmelsgewölbe aus, mit Ausnahme eines schmalen Streifens am Horizont und es war so dunkel, wie es gewöhnlich im Sommer um 9 abends ist. Furcht, Angst und heilige Scheu bemächtigten sich der Menschen. Frauen standen vor den Türen und schauten in die dunkle Landschaft, die Männer kehrten von ihrer Feldarbeit zurück. Der Zimmermann verließ sein Werkzeug, der Schmied seine Werkstatt, der Kaufmann den Laden, die Schulen wurden geschlossen und die zitternden Kinder rannten heim. Reisende suchten Unterkunft in den nächsten Bauernhäusern. Was soll das werden, fragten bebende Lippen und Herzen. Es schien, als ob ein großer Sturm über das Land hereinbrechen wollte oder als ob das Ende aller Dinge gekommen sei. Lichter wurden angezündet und das Feuer im offenen Kamin brannte so hell wie an einem Herbstabend ohne Mondlicht. Die Hühner erklommen ihre Ruhestangen und schliefen ein. Das Vieh ging an die Wiesenpforten und brüllte, die Frösche quakten, die Vögel sangen ihr Abendlied und die Fledermäuse begannen ihren nächtlichen Flug. Aber die Menschen wussten, dass die Nacht nicht hereingebrochen war. Es war helllichter Tag. Merkwürdig. Dr. Nathaniel Whittaker, Geistlicher Salem, hielt Gottesdienst im Versammlungssaal und behauptete in seiner Predigt, dass die Dunkelheit übernatürlich sei."

[54:04] Man hat übrigens bis heute, wie gesagt, keinen Grund finden können. Man hat darüber nachgedacht, ob es vielleicht eine Sonnenfinsternis gewesen ist. Das scheidet astronomisch aus. Es ist unmöglich. Man hat darüber nachgedacht, ob es vielleicht Waldbrände gewesen sein können. Es gibt aber keinerlei Berichte von Waldbränden in der gesamten Gegend. Bis heute ist dieses Phänomen völlig unaufgeklärt. An vielen Orten wurden Versammlungen durchgeführt und die Bibeltexte für die unvorbereiteten Predigten waren ausschließlich solche, die andeuteten, dass die Finsternis in Übereinstimmung mit der biblischen Weissagung war. Etwas nach 11 Uhr war die Dunkelheit am stärksten. Ganz merkwürdiges Phänomen. An den meisten Orten war die Finsternis so dicht, dass man weder nach der Uhr sehen, noch die häuslichen Arbeiten ohne Kerzenlicht ausführen konnte. Die Finsternis dehnte sich außergewöhnlich weit aus und dann wird beschrieben, wo weit. Und dann heißt es hier: "Der dichten Finsternis dieses Tages folgte eine oder zwei Stunden vor Sonnenaufgang ein teilweise klarer Himmel. Die Sonne brach wieder hervor, obgleich ihr Schein noch von einem schwarzen, schweren Schleier getrübt wurde. Die Dunkelheit der Nacht war ebenso ungewöhnlich und erschreckend wie die des Tages, denn obgleich es fast Vollmond war, ließ sich doch kein Gegenstand ohne künstliches Licht unterscheiden. Und dieses nahm sich von den Nachbarhäusern und anderen Orten aus, als ob es durch eine ägyptische Finsternis schien, die für die Strahlen nahezu undurchdringlich war." Stellen Sie sich vor, Sie machen Licht an mit Ihrer Kerze und das Licht der Kerze kommt gar nicht richtig durch durch die Finsternis. Mysteriös. Und am Abend ist der Mond dann sogar blutrot gewesen. Joel hatte das vorher gesagt: "Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond im Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt."

[55:50] Und jetzt hat er gesagt: "Wenn aber dies anfängt zu geschehen, was sollt ihr dann tun? So richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht." Habe ich richtig verstanden? Ende des 18. Jahrhunderts, Mitte des 18. Jahrhunderts waren schon die Zeichen, die auf die Wiederkunft hingewiesen haben? Also zwei Zeichen auf jeden Fall. Das sollte uns etwas stutzig machen und etwas weiter studieren lassen. Jesus sagt: "Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist." Jesus sagt, da wird niemals im Himmel eine Nachricht stehen: "Jetzt komme ich wieder." Noch zehn Tage, Countdown. Er sagt, ich gebe Zeichen und wenn ihr es seht, bleibt es euch überlassen, ob ihr es erkennt oder nicht. So auch ihr, wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist.

[56:35] Die werden sagen: "Aber ich habe davon so selten was gehört, von diesem schwarzen Tag." Und auch das Erdbeben von Lissabon ist nicht ständig Thema in christlichen Nachrichtensendungen und Predigten. Könnte es sein, dass wir mit diesen Zeichen genauso umgegangen sind, wie die Juden mit dem Zeichen, das Jesus gegeben hatte? Da waren ja auch nur die Christen dann weggelaufen und gesagt: "Jetzt wissen wir, jetzt kommt es bald." Und die Juden haben gesagt: "Moment mal, so schlimm war es auch wieder nicht. Die haben uns zwar belagert, aber Armeen kommen und gehen."

[57:17] Lukas berichtet uns, wie Jesus gesagt hat: "Habt aber Acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens und jener Tag unversehentlich über euch kommt." Jesus hatte vorher gesagt, es könnte sein, dass wir so sehr mit unserem Leben beschäftigt sind, mit unseren Hobbys und mit den Sorgen und mit dem Rausch des Lebens, dass wir nicht die Zeichen bemerken, obwohl sie in unseren Augen vorbeigelaufen sind. Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem Allem zu entfliehen, was geschehen soll. Aber die Kirchen in Amerika und auch in Europa gegen Ende des 18. Jahrhunderts, wo sich diese Dinge ereignet haben, haben bis auf ein kurzes "Was war das?" und dann wieder nichts daraus gemacht. Die Dinge kamen, haben für Sensationen gesorgt und sind fast ohne Notiz wieder in die Geschichtsbücher eingegangen.

[58:16] Jesus beschreibt in der Offenbarung den Zustand der protestantischen Kirchen am Ende des 18. Jahrhunderts, als diese Zeichen zu scheinen beginnen. In Offenbarung 3, Vers 1: "Ich kenne deine Namen, deine Werke. Du hast den Namen, dass du lebst." Was ist der Name der protestantischen Kirchen? Protestantismus. Das ist ihr Name. Lebendiger Name. Aber der Zustand ist: Und bist doch tot. Kein Schrei ging durch die Christenheit: "Jesus kommt bald wieder." Ende des 18. Jahrhunderts. In Offenbarung 3 heißt es: "Wenn du nun nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb." Jesus sagt, wenn du nicht wachst, wenn du nicht aufpasst, wenn du die Zeichen nicht beachtest, dann könnte es sein, oder dann könnte es nicht sein, sondern dann wirst du überrascht werden von der Wiederkunft. Und können wir uns erinnern, war das gut für die Juden, als sie überrascht wurden von der zweiten Belagerung? Das war eine Katastrophe.

[59:12] Preis den Herrn. Jesus hat nicht nur ein Zeichen gegeben, er hat wie viel Zeichen gegeben? Vier. Denn dieses Ereignis der Wiederkunft ist ein enorm feierliches. Es heißt in Joel 2: "Ja, groß ist der Tag des Herrn und sehr schrecklich. Wer kann ihn ertragen?" Ja, es stimmt. Für diejenigen, die errettet sind, ist es ein freudiger Tag. Aber die Frage wird gefragt für diejenigen, die eben nicht zur Braut gehören. Wer kann ihn ertragen?

[59:54] Und es gilt auch für Menschen, die vorgeben, christlich zu sein. Zum Beispiel hier in Hosea 8, Vers 2: "Zu mir werden sie schreien: Du bist mein Gott, wir Israeliten kennen dich." Und dann heißt es: "Wenn ein Adler kommt, ist über das Haus des Herrn, weil sie meinen Bund übertreten und sich gegen mein Gesetz vergangen haben." Jesus wusste, da wird es Menschen geben, die davon ausgehen, dass sie dabei sein werden, weil sie christlich sind.

[1:00:16] Zahlreich werden die Schmerzen derer sein, die einem anderen nachlaufen. Und in Amos 5 heißt es, und das ist ein sehr, sehr ernst zu nehmender Vers: "Wird nicht der Tag des Herrn was sein? Finsternis sein und nicht Licht, Dunkelheit und nicht Glanz. Und es wird geschehen, dass ich zu jener Zeit Jerusalem mit Leuchten durchsuchen werde und ich will die Leute heimsuchen, die auf ihren Häfen liegen, indem sie in ihrem Herzen sagen: Der Herr wird weder Gutes noch Böses tun." Die allermeisten Menschen, egal ob atheistisch oder christlich, welcher Konfession sagen: "Naja, die Welt wird wohl so weitergehen. Der Herr wird nichts Gutes tun, er wird nichts Schlechtes tun, irgendwie wird es dann schon weitergehen." Die Bibel hat das vorhergesagt.

[1:01:06] Und ich werde an dem Erdkreis die Brustheit heimsuchen und an den Gottlosen ihre Schuld und will die Prahlerei der Übermütigen zum Schweigen bringen und den Hochmut der Gewalttätigen erniedrigen. Weder ihr Silber, noch ihr Gold, noch ihre Aktien, noch all das, was sie auf dieser Erde angehäuft haben, wird sie retten können. Ihr Vermögen soll der Plünderung anheimfallen. So viele Menschen in diesem Magna Conflictio rennen in die falsche Richtung und glauben, ihr Glück besteht darin, in einem großen Konto mit guter Lebensversicherung oder ich weiß nicht was sonst. Und die Bibel macht ganz deutlich, das ist alles ohne Wert.

[1:01:38] Jeremia hat das ebenfalls mit leidenschaftlicher Sprache ausgedrückt. Die biblischen Schreiber sind da niemals objektiv, sie versetzen sich hinein, sie sagt: "Meine Brust, meine Brust, mir ist so Angst. Oh, ihr Wände meines Herzens, mein Herz rastet." Hat jemand schon mal ein Herzrasen gehabt? Der steht nicht da, der Jeremia, und beobachtet von außen, oh, den Ungläubigen geht es schlecht. Er sieht, was passiert in einer Vision und er kriegt es mit Angst zu tun. Er sagt: "Meine Seele, hörst du den Schall des Horns, das Kriegsgeschrei? Zerstörung über Zerstörung wird gemeldet. Ein Tag des Zorns ist dieser Tag, ein Tag der Angst und der Bedrängnis, ein Tag des Ruins und der Zerstörung, ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels, ein Tag des Schoferschalls und des Alarmblasens. Dieser Tag ist ein ernster Tag und die allermeisten Menschen wissen gar nicht, was auf sie zukommt. Das Ende der Welt ist kein Zuckerschlecken."

[1:02:34] "Siehe, der Tag des Herrn kommt, um die Erde zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zu vertilgen." Ja, die Bibel gibt eine frohe Botschaft für jeden, der auf Jesus vertraut. Aber die Bibel gibt auch eine Warnungsbotschaft, die genauso feierlich ist und genauso ernst zu nehmen ist, dass dieser Tag des Herrn tatsächlich das Ende bedeutet für die Sünde und für die Sünder. Dieses Thema darf dich, liebe Freunde, nicht kalt lassen. Und deswegen versucht die Bibel, uns aufzurütteln aus unserem Schlaf, aus unserer Lethargie.

[1:03:07] In Joel heißt es: "Stoßt in das Schofarhorn in Zion und blast Lärm auf meinem heiligen Berg." Gott möchte nicht, dass wir ab und zu mal sagen: "Ach übrigens, ich glaube auch, dass Jesus wiederkommt." Gott möchte, dass dieses Thema zum Hauptthema unseres Lebens wird. Er sagt: "Stoßt in das Schofarhorn, dass alle Bewohner des Landes zittern, denn der Tag des Herrn kommt. Ja, er ist nahe." Wie viel mehr gilt das für uns, die wir jetzt schon mindestens zwei Zeichen erlebt haben, als für Joel, der damals noch lebte.

[1:03:37] "Stoßt in das Horn in Zion, heiligt den Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung." Gott sagt: "Versammelt euch, kommt zusammen. Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die Ältesten dabei, versammelt die Kinder und die Säuglinge, der Bräutigam, gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach." Das ist ein Thema, das alle angeht. Jugendliche, Kinder, Erwachsene, Ältere. Jesus kommt und die Frage ist, auf welcher Seite stehst du? Wo stehst du in deinem Leben?

[1:04:14] Die Priester, die Diener des Herrn sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen. Und dann kommt diese Einladung: "Doch auch jetzt noch spricht der Herr: Kehrt um zu mir." Nicht, indem du einfach niederfällst und sagst: "Oh Gott, es tut mir leid." Nicht, indem du einfach mitsingst in einem Lied, das die ganze Gemeinde singt, sondern von ganzem Herzen. Lieber Freund, liebe Freundin,

[1:04:39] Jesus kommt und die Frage ist, bist du mit ganzem Herzen auf seiner Seite? Denn bei diesem Thema spaltet sich die Weltbevölkerung in genau zwei Gruppen, in genau zwei. Auf welcher Seite stehst du? Jesus bietet dir an, jetzt noch, heute noch umzukehren und zwar von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen und mit Klagen. Er sagt, zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider. Gott möchte nicht, dass wir eine große Trauerfeier machen. Oh, es tut uns so leid. Er sagt, zerreißt eure Herzen.

[1:05:14] Wie kann man denn sein Herz zerreißen? Weiß jemand, was die Bibel unter Herz versteht? Die Bibel sagt, dass im Herzen unsere Gedanken und Gesinnung sind. Jetzt, wie kann ich, also wenn ich mein Herz zerreiße, was zerreiße ich dann eigentlich? Meine Gesinnung. Also meine Gesinnung, dass ich sage, ach, Bibel lesen ist toll, aber mein Hobby geht vor. Was mache ich mit der Gesinnung? Zerreißen. Wenn ich sage, oh, Jesus kommt wieder, aber jetzt habe ich noch keine Zeit, mich damit zu beschäftigen. Diese Gesinnung muss zerrissen werden. Wenn da schlechte Gedanken in meinen Kopf kommen, dann müssen sie zerrissen werden, statt einfach beiseite gestellt zu werden und so ein bisschen gepflegt werden. Naja, vielleicht kann ich die später noch gebrauchen.

[1:06:01] Die Bibel fordert uns auf, ernst zu machen, nicht nur äußerlich vielleicht uns für die Bibel zu interessieren, äußerlich vielleicht ein christliches Leben zu leben, äußerlich einer christlichen Kirche anzuhören. Die Bibel fragt uns, bist du bereit, deine Gedanken davor zu bereiten, dein Herz zu zerreißen und umzukehren zu dem Herrn, deinem Gott, denn er ist was? Gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade. Ich bin froh, dass Jesus noch nicht gekommen ist. Noch habe ich Zeit. Jesus ist gnädig und ist barmherzig und er wartet, weil die Bibel sagt, er nicht möchte, dass irgendjemand verloren geht, aber Jesus wartet nicht für immer. Warum? Denn er hat ja versprochen, ich komme wieder. Weil er gesagt hat, ich komme wieder, kann er nicht für immer warten und irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo jeder Mensch sich entschieden haben wird. Wie wirst du dich entschieden haben?

[1:07:06] Und um die Menschheit zu warnen, hat Gott eine Botschaft gesandt für dieses Ende, für diese Zeit des Endes, für diese Zeit, wo die Zeichen erscheinen würden. Da hat Gott eine Botschaft gesandt, um die Menschen aufzufordern, sich zu ihm zu kehren. In Offenbarung 14 heißt es: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen.“ In Offenbarung werden insgesamt drei Engel bezeichnet, die durch den Himmel fliegen, symbolische Engel, die eine Botschaft verkündigen, ein ewiges Evangelium. Und es heißt hier, dass sie predigen zu jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Gehörst du auch zu einem Volkstamm? Gehörst du zu einer Nation? Sprichst du eine Sprache? Dann ist diese Botschaft für dich. Es ist die Botschaft, die der Himmel ausgewählt hat, um uns auf das Ende vorzubereiten. Und es heißt hier: „Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“

[1:08:14] Diese Engel fliegen durch den Himmel. Und die Frage ist, wer ist mit diesen Engeln gemeint? Wer von uns hat schon mal drei Engel durch den Himmel fliegen sehen? Noch nicht gesehen? Drei Engel im Himmel? Ich auch nicht. Ich muss zugeben. Was sollten diese drei Engel nochmal verkündigen? Ein ewiges Evangelium. Jetzt, wem hat Gott denn das Evangelium anvertraut, dass es verkündigt werden soll? Menschen, richtig? Es waren ja die Jünger, denen Jesus gesagt hat: „Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker, predigt das Evangelium und so weiter.“ Das heißt, diese drei Engel stehen für Menschen. Das Wort Engel im Griechischen „Angelos“ heißt eigentlich Bote. Er steht für Menschen, die Christus nachfolgen, diese Botschaft predigen sollen. Und wenn sie sich ein bisschen in der christlichen Welt auskennen, dann stellt sich doch mal die Frage, wo haben sie zum letzten Mal in ihrer Kirche oder einer anderen Kirche die dreifache Engelsbotschaft gehört, von der die Bibel sagt, dass das ewige Evangelium, wissen Sie, wie oft das Wort vorkommt in der Bibel? Ewiges Evangelium? Einmal. Auf Offenbarung 14, Vers 6. Wenn sie wissen wollen, was das ewige Evangelium ist, lesen sie auf Offenbarung 14. Das ist die Botschaft. Aber die allermeisten christlichen Kirchen predigen das gar nicht.

[1:09:38] Wer soll diese Botschaft predigen? Es kann nur jemand predigen, der festhält an dem völlig gewissen prophetischen Wort, denn es ist eine Prophezeiung. Es kann nur jemand predigen, der wirklich nach Weisheit gräbt, denn es heißt: „Denn ihr Erwerb ist besser als Gelderwerb und ihr Gewinn ist mehr wert als feines Gold.“ Gott war auf der Suche nach Menschen, die bereit sind, nach der Wahrheit zu suchen, nicht nur die Wahrheit sich auf einem Silbertablett präsentieren zu lassen. Das ist die Wahrheit. Möchtest du auch ein bisschen Wahrheit nehmen? Das ist schön, wenn die Wahrheit einem präsentiert wird, nicht wahr? So in kleinen Häppchen, dass man sie Stück für Stück essen kann und annehmen kann. Aber sich selbst die Hände schmutzig machen, selbst in der Bibel graben, selbst Dinge suchen, vielleicht wieder verwerfen, Menschen, die suchen, die forschen. Gott suchte nach Menschen, die ihn fürchten, die Respekt vor ihm haben, die die Sünde hassen, damit er ihnen sein Geheimnis offenbaren kann. Gott hat Dinge, die er der Welt sagen möchte und er brauchte Menschen, die die Menschheit vorbereiten.

[1:10:48] Wen hätte er denn normalerweise nehmen sollen? Schlagen Sie mal jemanden vor. Stellen Sie sich vor, Sie sind Gott im 18. Jahrhundert und Sie haben jetzt schon das erste Zeichen gegeben, das Erdbeben von Lissabon 1755 und Sie haben das zweite Zeichen gegeben, der schwarze Tag 1780 und die Menschen raffen es noch immer nicht, dass Jesus bald wiederkommen will. Wem würden Sie jetzt damit beauftragen im 18. Jahrhundert, wenn Sie Gott wären, diese Botschaft zu senden? Und Engel scheiden aus. Propheten im 18. Jahrhundert? Welche Kirchen? Die Kirchen, die schon in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie für die Wahrheit stehen. Welche Kirchen sind das? Protestantischen Kirchen. Und wer von denen müsste dort eigentlich am meisten wissen? Pastoren oder? Die Theologen, diejenigen, die seit Jahrzehnten, Jahrhunderten die Bibel studiert haben aufgrund von Sola Scriptura. Das müssten doch die Leute sein im 18. Jahrhundert, die die Botschaft in die Welt hinaus predigen, oder? Aber Sie schauen in die Kirchengeschichte im 18. Jahrhundert, da gibt es fast niemanden, der sagt: „Jesus kommt bald.“ Trotz der Zeichen. Man hat fast den Eindruck, als würde sich etwas wiederholen, was im Leben Jesus wiederholt hatte.

[1:12:05] Jesus sagte: „Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht überfällt.“ Noch hatten die Kirchen das Licht. Aber sie haben nicht danach gehandelt.

[1:12:20] Hier ist ein wichtiges Prinzip für dich, lieber Freund. Wenn du etwas als Wahrheit erkannt hast, musst du dem folgen. Wenn du etwas siehst, musst du deinem Volk leisten. Schiebe es nicht auf.

[1:12:40] Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ Wer Jesus nachfolgt, wird immer mehr Licht bekommen. Können wir das sehen? Wer Jesus nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben. Aber Jesus nachzufolgen bedeutet, Schritt für Schritt ihm hinterher zu gehen. Und ja, die Reformatoren waren Schritt für Schritt aus der Finsternis des Mittelalters hinausgegangen in das Licht. Das Problem war nur, dass die nächsten Generationen meistens, wie wir es gesehen haben am Dienstag, stehen geblieben sind. Die Lutheraner bei Luther und die Calvinisten bei Calvin und die Methodisten bei Wesley und die Puritaner bei ihrem und so weiter und so fort. Immer nur bis zu ihrem Punkt. Und als Gott dann weiter drückte, mehr Licht bringen wollte, gab es da niemanden.

[1:13:28] Das war so wie bei der Geburt Jesu. Hätte es da jemanden gegeben, der eigentlich das hätte wissen müssen? Wenn sie Gott gewesen wären, kurz vor der Geburt von Jesus und sie hätten sich aufgemacht, die Menschheit vorzubereiten, dass Jesus kommt, welches Volk hätten sie wohl ausgewählt? Die Israeliten, weil die hatten ja schon die Bibel, oder? Den muss man nicht mehr viel beibringen. Und wen von den Israeliten hätten sie wohl am ehesten ausgewählt? Leviten, hohe Priester, Rabbis, Schriftgelehrten, die die Bibel auswendig kannten, auch hebräisch, wahrscheinlich vorwärts und rückwärts. Das wären doch die besten Leute gewesen, oder? Hätten die das wissen können, dass Jesus kommt? Hätten die wissen können, wo er kommt? 300 Prophezeiungen im Alten Testament sagen Geburt, Zeit, Umstände, alles voraus. Aber als er dann in diesem Bauch ist, weiß es keiner. Staunlich, oder? Die Prophezeiungen sind klar, die Zeichen waren gegeben, Zeichen der Zeit deuten in die Richtung und von Gottes Volk weiß es keiner und bemerkt es keiner. Jesus kommt im Stall zur Welt unbemerkt.

[1:14:45] Aber es gab eine Gruppe, oder? Stellen wir uns vor, ein Engel vom Himmel fliegt hinunter und sucht alle Menschen, denen er sagen kann: „Jesus ist gekommen.“ Er fliegt zu den Rabbis, aber die Rabbis haben keine Zeit. Sie diskutieren über irgendwelche Punkte und Kommas in den Kommentatoren. Er fliegt zu den Sadduzäern, aber die Sadduzäer haben keine Zeit. Sie müssen sich mit politischen Fragen beschäftigen, wie man vielleicht irgendwie die Römer auf ihre Seite bekommen kann. Er fliegt zu den Bewohnern von Jerusalem und niemand hat Zeit. Kein Mensch wartet auf die Ankunft von Jesus. Man hat fast das Bild im Kopf, er geht schon völlig entmutigt, frustriert zurück zum Himmel, so nach Motto: „Was ist denn hier los? Keiner will Jesus kennenlernen.“ Als er dort am Hügel von Bethlehem eine Gruppe von Hirten sieht, die tatsächlich darüber reden, dass Jesus bald kommt, also der Christus bald kommen ist. Eine Gruppe von Hirten. Hirten waren jetzt, welche gesellschaftliche Schicht? Da unten. Das waren die einzigen, die gewartet haben.

[1:16:03] Wer hat jetzt die Botschaft verkündigt? Hirten waren die einzigen, die zur Verfügung standen und Gott hat sie gerne genommen. Es gab noch eine zweite Gruppe. Weiß jemand, wer das war? Die Heiden. Was für eine Schande. Aus Babylon auch noch. Die wichtigste Botschaft, die jemals an Israel ergangen ist, musste Gott von Hirten und von Babylonien verkündigen lassen. Wen musste Gott wohl suchen, um die wichtigste Botschaft der Welt an die Christen zu bringen und in die ganze Welt? Das war die Frage. Könnte es sein, dass sich die Geschichte am Ende der Zeit wiederholt? Denn Jesus kommt denen, die auf ihn warten, zum Heilen. Wartest du?

[1:17:13] Wenn heute, nehmen wir mal rein hypothetisch, spekulativ, nur zur Illustration. Nehmen wir an, heute wäre ein Engel durch Stuttgart geflogen und hätte auf die Menschen gewartet oder angesucht, die heute über die Wiederkunft Jesu nachgedacht hätten. Hätte er dich gefunden? Warten wir auf die Wiederkunft? Sind wir Kinder des Lichts? Gott hat jemanden gefunden, aber er konnte nicht die verwenden, die die Zeit, in der Gott dir begegnete, nicht erkannt hatten.

[1:17:55] Das, was Jesus zu Jerusalem gesagt hatte, mit Tränen in der Stimme und Tränen in den Augen, das hat sich auch erfüllt in jener Zeit. Gott fand jemanden. Er fand ihn nicht in dem Stall von Bethlehem, aber so viel Luxus sieht das auch nicht aus, oder? Weiß jemand, wo sich das hier befindet? Das ist nicht Battle Creek, aber es ist Amerika. Das ist schon mal gut. Weiß jemand es noch genau? Ist auch nicht Maine. Ich nehme noch mehr Vorschläge. Es könnte überall sein. Es ist in der Bundesstadt New York, in der Gemeinde Whitehall, in einem kleinen Dorf namens Lowhampton. Wissen wir, was das ist? Eine Scheune. Und eine Scheune gehört wohl wem? Welchen Beruf hat wohl der, der hier gewohnt hat? Ein Bauer, ein Farmer. Was für eine gesellschaftliche Schicht sind in unserer Vorstellung Bauern und Farmer? Eher so wie die Hirten. Gott hat einen Hirten verwendet, einen Bauern, einen Farmer, um diese Botschaft vor die Welt zu kriegen. Der Name war William Miller und genau hier war das Bild hergenommen an der Grenze zwischen der Bundesstadt New York und Vermont, in Lowhampton.

[1:19:21] Und William Miller ist ein wirklich außerordentlich interessanter Mann. Nur ein paar kleine Details aus seinem Leben. Er wurde am 15. Februar 1782 geboren, in Massachusetts damals noch. Hat dann 1803 mit 21 Jahren geheiratet, ist nach Portneuf gezogen und ist dort als junger Mann in den Einfluss deistischer Überzeugung gekommen. Er war als Christ aufgewachsen. Seine Mutter war baptistisch und hat ihn christlich erzogen. Weiß niemand, was das Wort Deismus bedeutet? Deismus klingt ja fast wie Theismus, also wie Glaube an Gott. Aber Deismus bedeutet im Wesentlichen, dass man glaubt, Gott ist wie ein Uhrmacher. Er kreiert die Welt, dann zieht er einmal an der Welt und dann läuft die Welt von alleine. Und dann geht Gott weg, irgendwo anders hin. Man sieht ihn nie wieder. Er kümmert sich nicht um die Welt, er hat kein Interesse dran, er hat einfach nur die Welt geschaffen, aber dann ist er nicht mehr da. Das war so die Vorform zur Evolution. Man musste noch daran glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat, man hatte keine Alternative. Man hat eigentlich gedacht, Gott ist nicht da, aber als Schöpfer brauchte man ihn noch. Das war so die atheistische Form, die man damals haben konnte. Und es war sehr populär. Es gab viele Philosophen, die das so gedacht haben, Thomas Paine und andere. Und als junger Mann war der Miller davon ganz angetan. Und er hat sich da zehn Jahre lang als Skeptiker an der Bibel getan. Damals gab es ja viel mehr Christen als heute. Wenn jemand damals über die Bibel gesprochen hat, hat er gesagt: „Was machst du mit der Geschichte da? Das ist doch ein Widerspruch, oder?“ Und wenn einer seiner Tanten oder Onkels gebetet hat, hat er sich lustig darüber gemacht. Hast du schon mal dich lustig gemacht, wenn du nicht glaubst? Der William Miller hat gedacht, er ist zu intelligent, um glauben zu können.

[1:21:07] Und er hat sich dann 1812, weil er großer Patriot war, sein Vater war schon Captain gewesen in der Revolutionsarmee, hat er sich als Freiwilliger zum Krieg gegen England gerüstet. Das war damals eine ganz gute Gelegenheit, weil die Engländer waren schwer beschäftigt mit Napoleon in Europa und mussten ihre gesamten Streitkräfte dorthin verlegen. Und Kanada war quasi offen. Die hatten nur ein paar tausend Soldaten da. Und man konnte ohne weiteres dann nach Kanada einspazieren. So haben sich die Amerikaner das gedacht. Und haben den Krieg gemacht und haben tatsächlich jede einzelne Schlacht verloren. So immer mit fünffacher Überlegenheit, siebenfacher Überlegenheit, zehnfacher Überlegenheit. So 10.000 Leute gegen 1.000 Kanadier. Eine Schande ist das gewesen. Und der Miller hat da meistens Leute geworben, ist dann später Captain geworden.

[1:21:52] Und dann kam jener verhängnisvolle 11. September 1814. Die Amerikaner hatten bisher jede Schlacht verloren gehabt, hatten Kanada nicht erobern können. Und jetzt war plötzlich, weiß jemand, was in Europa passiert ist 1814? Im Frühjahr? Napoleon wurde endgültig besiegt und verbannt. Und jetzt hatten die Engländer plötzlich Zeit und konnten ihre Armee nach Amerika bringen. Und plötzlich hatten die Engländer eine gewaltige Übermacht. Und jetzt standen die armen Amerikaner da mit der kleinen Armee gegen die erprobten Revolutionsarmeen Englands. Also für den Revolutionskämpfer, nicht wahr? Gegen Napoleon. Und das ist etwas unfassbares Geschehen, was bis heute kein Historiker erklären kann. Jene Schlacht am 11. September 1814 haben die Amerikaner gewonnen. Und Miller war da Captain des 31. Infanterieregiments. Er sagt später, eine Granate ist 50 Zentimeter vor ihm explodiert. Er hat es gerade überlebt und er hat es in seinem Leben nicht vergessen können, weil es ihm gezeigt hat: Allein mit Logik kann man das Leben nicht erklären. Es ist erstens unlogisch, dass wir jede Schlacht verlieren, wenn wir eine Überzahl sind. Und dann ist es noch unlogischer, dass wir gegen die erprobten, machtvollen englischen Armeen gewinnen, wenn wir keine Chance haben. Und es war ihm irgendwie deutlich, also da muss es doch eine höhere Macht gegeben haben.

[1:23:11] Hier haben wir seine spätere Wohnung in Lowhampton. Er ist dann auch sehr angesehener Bürger gewesen. Er war oftmals Sheriff oder Friedensrichter. Hier haben wir eine Originalgranate aus der Schlacht von Plattsburgh und einige andere Utensilien hier. Hier haben wir die Freiwilligenliste aus seinem Ort. Als bekannt wurde, dass Miller ein Regiment leiten würde, haben sich alle Leute freiwillig eingetragen, weil sie wollten unbedingt unter ihm dienen, weil er so bekannt und so beliebt war. Ganz aufrichtiger, junger Mann gewesen. Ich bin nicht selbst da gewesen, aber unser Mitarbeiter von Joel Media hat uns freundlich diese Bilder hier übermittelt. Gruß an ihn. Hier ist die Farm, wo er gewesen ist.

[1:23:51] William Miller hat bis 1816 nicht wirklich was von Gott gehalten, aber seine Frau war christlich und deswegen ist er ab und zu in den Gottesdienst gegangen. Und hier ist eine interessante Lehre für uns: Auch wenn sie nicht zum Glauben halten, kommen sie mal ab und zu mit. Und weil er so ein guter Redner war und weil es damals nicht selten vorkam, dass es Predigermangel gab, hat man ihn irgendwann gebeten, ob er nicht mal eine Predigt lesen könnte, so vorbereitete Predigten. Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommt, einen unbekehrten Menschen eine Predigt lesen zu lassen, aber das hat man gemacht und hat ab und zu eine Predigt gelesen. Eines Tages hat er eine Predigt gelesen und beim Lesen ist bewusst geworden: Ich bin ein Sünder. Er hat nur wenige Sätze gelesen und hat sich dann weinend auf die erste Reihe gesetzt. Er sagt dann später: „Vernichtet zu werden, das war ein kalter, schauriger Gedanke und Rechenschaft ablegen zu müssen, wäre der sichere Untergang aller gewesen. Der Himmel über meinem Haupt war wie Erz und die Erde unter meinen Füßen wie Eisen. Die Ewigkeit, was war sie? Und der Tod, warum war er?“

[1:24:56] Hast du dir schon mal solche Fragen gestellt? Hast du schon mal das Gefühl, dass der Himmel über dir wie Erz ist, dass da niemand antwortet, dass die Erde wie Eisen ist, eingeklemmt irgendwie in diese Welt, man weiß nicht, warum man hier ist, ich weiß nicht, wo man hingeht, was das Leben soll? So ging es Miller. Je mehr ich diese Dinge zu ergründen suchte, desto weiter entfernte ich mich von der Beweisführung. Je mehr ich darüber nachdachte, desto zerfahrener wurden meine Schlüsse. Ich versuchte dem Denken Einheit zu gebieten, aber meine Gedanken ließen sich nicht beherrschen. Ich fühlte mich wahrhaft elend, wusste jedoch nicht, warum. Ich murrte und klagte, ohne zu wissen, über wen es sein könnte. Das ist ganz oft in unserem Leben. Wir murren und klagen, weil wir keine echte Hoffnung für unser Leben haben, so wie Miller. Wir sind unzufrieden mit dem Leben, wir sind böse mit dem und wir sind gestresst von dem, weil wir die Hoffnung der Wiederkunft aus den Augen verloren haben.

[1:25:52] Miller hatte nicht wirklich geglaubt, dass die Bibel etwas hergeben kann. „Ich war überzeugt, dass irgendwo ein Fehler lag, wusste aber nicht, wo oder wie das Richtige zu finden sei. Ich trauerte jedoch ohne Hoffnung.“ Gibt es heute jemand hier oder unter den Zuschauern, der auch trauert, der auch verzweifelt ist, der murrt und klagt, der sagt: „Mein Leben ist nicht so, wie ich es mir wünsche. Ich weiß nicht, wohin. Ich habe keine Hoffnung. Irgendwo muss doch das Richtige zu finden sein. Ich bin auf der Suche. Ich weiß aber nicht, wo ich suchen soll.“

[1:26:22] Vielleicht kann uns die Erfahrung von William Miller helfen. Er sagte: „Plötzlich prägte sich meinem Gemüt lebhaft der Charakter eines Heilandes ein. Es schien mir, als gäbe es ein Wesen so gut und barmherzig, dass es sich selbst für unsere Übertretung als Sühne anbietet und uns dadurch vor der Strafe für die Sünde rettet. Unmittelbar fühlte ich, wie liebreich ein solches Wesen sein müsse und stellte mir vor, dass ich mich in seine Arme werfen und seiner Gnade vertrauen könnte.“ Kannst du dir das auch vorstellen, dass es jemanden gibt, der dich liebt? Kannst du dir das vorstellen, dass es jemanden gibt, der bereit ist, für dich zu bezahlen? Kannst du dir vorstellen, dich Jesus in die Arme zu werfen?

[1:27:15] Ich habe mir das mal vorgestellt. Ich stelle mir das öfter vor. Schöner Gedanke. Man merkt plötzlich, wie hilflos man ist. Er sagt nicht: „Ich stelle mir vor, zu Jesus zu kommen und zu sagen: ‚Ich möchte gerne Vergebung. Was muss ich tun?‘“ Er sagt: „In die Arme werfen.“ Hast du dich schon mal jemandem in die Arme geworfen? So voller Verzweiflung, so: „Nimm mich so, wie ich bin. Ich kann nicht anders. Hier bin ich.“ Jesus wünschte sich genau das, dass wir einfach kommen und uns ihm in die Arme werfen.

[1:27:54] Aber es erhob sich eine Frage. Und das ist das typische Miller gewesen. Miller war halt ein Verstandesmensch. Er war ein Mann. Die müssen alles nur noch begründet haben. Wie kann bewiesen werden, dass es ein solches Wesen gibt? Ich meine, es ist ja auch nicht gut, wenn man einfach nur emotional irgendwie sich eine bessere Welt aufbaut. Und dann sagt er: „Ich fand, dass ich außerhalb der Bibel keinen Beweis für das Vorhandensein eines solchen Heilandes oder gar eines zukünftigen Daseins entdecken konnte. Ich sah, dass die Bibel gerade von einem solchen Heiland berichtete, wie ich nötig hatte. Und ich wunderte mich, wie ein nicht inspiriertes Buch Grundsätze entwickeln konnte, die den Bedürfnissen einer gefallenen Welt so vollkommen angepasst waren.“

[1:28:34] Also, er hat jetzt angefangen, die Bibel zu lesen, hat sich gewundert. Das ist doch komisch, nicht wahr? Dieses Buch ist ja nur Menschenwerk, nicht wahr? Es ist nur absolute Fabeln, Geschichten, Widersprüche. Warum hilft es mir so viel? Warum ist das so praktisch? Und mehr und mehr, je mehr er das liest, kommt ihm der Gedanke: Ja, vielleicht ist es halt doch inspiriert.

[1:29:00] „Ich sah mich gezwungen zuzugeben, dass die Heilige Schrift eine Offenbarung Gottes sein müsse.“ Lieber Freund, liebe Freundin, selbst wenn du Zweifel hast, ob die Bibel wahr ist oder nicht, wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob man da wirklich alles glauben kann in der Bibel, die ganzen Wunder und die ganzen seltsamen Geschichten, liest doch einfach mal und schau, ob die Bibel nicht ein praktisches Buch ist, das für deine Bedürfnisse genau das Richtige enthält.

[1:29:26] Miller hat genau mit diesem Ansatz gefunden, dass die Bibel Gottes Wort zu seiner Seele ist. „Sie wurde mein Entzücken und in Jesus fand ich einen Freund.“ Ich finde es so wunderbar, wie er es schreibt. „Der Heiland wurde für mich der Auserwählte unter vielen Tausenden und die Heilige Schrift, die zuvor dunkel und voller Widersprüche schien, erwies sich als was? Als meines Fußes Leuchte und als ein Licht auf meinem Wege. Ruhe und Zufriedenheit zogen in mein Gemüt ein. Ich erkannte Gott, den Herrn, als einen Fels inmitten der Fülle des Lebens.“

[1:30:00] Lieber Freunde, irgendwie kommt dann das bekannt vor, oder? Das war dasselbe mit Luther und mit Wycliffe und mit Zwingli und Tyndale und wie sie alle hießen. Sie alle haben irgendwie gezweifelt und haben dann einfach selbst die Bibel gelesen. Meine These heute ist die, William Miller ist einer der unbekanntesten, aber einer der bedeutendsten Reformatoren der Weltgeschichte und hat genau dasselbe erlebt wie all die anderen Bekannten aus dem 16. Jahrhundert.

[1:30:26] „Der Bibel widmet sich nun meinem Hauptstudium und ich kann wahrlich sagen, dass ich sie mit großer Freude durchforste.“ Ich weiß nicht, wenn sie Bibel lesen, ob sie es mit großer Freude tun. Miller hat es mit großer Freude getan. Er sagt: „Ich fand, dass sie mir nie die Hälfte gesagt worden war.“ Mit anderen Worten, ich habe da Dinge gefunden, die habe ich noch niemals in irgendeiner Kirche gehört. Ich verspreche Ihnen, wenn Sie es selbst in der Bibel lesen, werden Sie Dinge finden, wo Sie sagen: „Hey, hätte mir das einer gesagt, ich hätte schon viel eher an die Bibel geglaubt.“ Das Problem ist, die meisten Menschen glauben nicht an die Bibel, weil sie dem glauben, was andere über die Bibel sagen. Lesen Sie selbst. Nehmen Sie einfach selbst dieses Buch zur Hand und lesen Sie selbst. Einen größeren Hinweis kann ich Ihnen nicht geben. Lesen Sie selbst. Lieber Zuschauer, nehmen Sie dieses Buch, lesen Sie selbst.

[1:31:16] Jeder, aber wirklich jeder, egal ob im 15. Jahrhundert oder im 19. Jahrhundert, macht dieselbe Erfahrung, sogar heute noch im 21. Jahrhundert. Und dann sagt er: „Es wunderte mich, dass sie ihre Zierde und Herrlichkeit nicht eher gesehen hatte. Und ich war erstaunt darüber, wie ich sie je hätte verwerfen können.“ Und ich glaube, jeder, die diese Erfahrung schon gemacht hat, wundert sich auch, wie er mal überhaupt skeptisch gewesen sein konnte. „Mir wurde alles offenbart, was mein Herz sich wünschen konnte. Ich fand ein Heilmittel für jeden Schaden meiner Seele. Ich verlor den Gefallen an anderem Lesestoff.“

[1:31:46] Was? Darf ich mal die Frage stellen. Wer mag die Bibel so sehr, dass er gar keine Lust hat, etwas anderes zu lesen oder anzuschauen im Fernsehen oder im Computer? So sehr, dass er... Fußball? Musikshow? Ach, langweilig. Hey, lass uns Johannes lesen. Schalala? Ach, blöde. Komische Unterhaltungsshow oder... Johannes ist viel spannender. Meistens ja andersherum, nicht wahr? Ich würde das ja so gerne gucken. Zehn Minuten noch schnell ein paar Verse lesen und dann gucke ich. So erleben es die meisten Christen. Aber daran hat Gott keinen Gefallen.

[1:32:44] „Ich verlor den Gefallen an allem Lesestoff und ließ es mir angelegen, seine Weisheit von Gott zu gelangen.“ Und er hat studiert und hat natürlich Fragen bekommen von seinen alten deistischen Freunden. Er hat gesagt: „Was? Du bist Christ geworden? Bist du verrückt?“ Achtung, wenn sie sich entscheiden für die Bibel, werden ihre Freunde sagen: „Sie sind völlig durchgeknallt.“ Seine Freunde haben auch gesagt: „Du spinnst ja. Hast du nicht früher auch gesagt, dass die Bibel Quatsch ist und verdreht ist und dass sie das Menschen ausgedacht haben, dass sie falsch übersetzt ist, dass die Überlieferung falsch ist, dass da Dinge hinzugedichtet worden sind?“ Das haben nicht die Deisten damals schon gesagt. Das Gleiche, was sie heute auf der Straße hören. Und man hat gesagt: „Ja, ich kann das auch nicht beantworten. Ich weiß jetzt auch nicht genau, also mit diesen Widersprüchen. Ich werde das mal studieren.“

[1:33:27] Und hat mir da folgendes gemacht, etwas, was ich Ihnen auch rate, wenn Sie die Zeit dazu haben und Sie sollten sich die Zeit nehmen. Er hat gesagt: „Ich lese die Bibel nicht einfach mal hier einen Psalm und da ein Johannesevangelium. Ich fange mal systematisch an und zwar von vorne.“ Hat sich hingesetzt, dorthin nämlich, hier sein Studiertisch, seine Bibel und hat sich eine Konkordanz genommen. Weiß jemand, was eine Konkordanz ist? Konkordanz ist ein Buch, wo man ganz schnell die Parallelverse findet. Also wenn jetzt zum Beispiel, ich lese in 1. Mose 1, Vers 1: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Dann sagt eine Konkordanz oder ein Parallelstellenverzeichnis, zum Beispiel Johannes 1, Vers 1 spricht auch von: „Im Anfang war das Wort, das Wort war Gott und das Wort war Gott.“ Und so hat er also die Bibel systematisch studiert, Vers zu Vers.

[1:34:13] Und als er das gemacht hat, sind ihm einige Dinge aufgegangen. Zum Beispiel hat er gemerkt, dass diese Theorie von einem Friedensreich, einem tausendjährigen Friedensreich, wo alle Menschen sich erst einmal bekehren und dann kommt Jesus in über tausend Jahren wieder, irgendwie in der Bibel nicht zu finden ist. Zum Beispiel hier: „So wurde ich überzeugt, dass die Bibel eine Kette offenbarter Wahrheiten ist, so deutlich und einfach mitgeteilt, dass selbst der einfache Mann, der wer? Der Einfache, genau, der Hirte, auch die Frau natürlich auch, nicht zu irren braucht.“ Er hatte festgestellt, zum Beispiel hier, dass es hier heißt: „Lasst beides, also Unkraut und Weizen, lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Und die Ernte ist das Ende der Welt.“ Also wird es bis zum Ende Unkraut und Weizen geben? Wenn es bis zum Ende Unkraut und Weizen gibt, wie könnte es dann ein tausendjähriges Friedensreich geben, wo alle bekehrt sind?

[1:35:02] Weiter hat er gelesen: „Gleich wie man nur das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Und dann werden alle die Ärgernisse und Gesetzlosigkeit vor ihm aus seinem Reich sammeln.“ Komisch. Aber er hat weiter studiert, dass böse Menschen es immer schlimmer treiben werden. Die werden nicht alle besser, sondern immer schlimmer. Und außerdem sagt die Bibel, dass in den letzten Tagen was? Schlimme Zeiten. Tausendjähriges Friedensreich? Nein. Hat sich gewundert, wie kommt ihr alle drauf mit dem tausendjährigen Friedensreich? Und dann hier: „dass der Gesetzlose durch die Erscheinung der Wiederkunft beseitigt wird.“ Also bei der Wiederkunft gibt es Gesetzlose. Spätestens da war ihm klar: Moment mal, diese populäre Theorie muss falsch sein, auch wenn sie alle predigen. Egal ob Baptisten, Methodisten, Presbyterianer, haben sie alle gepredigt. Das kann doch nicht sein. Das sagt die Bibel über das Ende der Zeit.

[1:35:55] Weiter studiert. Und genau das studiert, was wir heute am Anfang gemacht haben. Nicht wahr, dass wenn Jesus wiederkommt, die Stimme des Erzengels erschallen wird. Er wird vom Himmel herabkommen, die Toten in Christus werden auferstehen. Dass Jesus sichtbar wiederkommt und dass es so sein wird, wie der Blitz ausfährt von Osten bis zu Westen. So wird die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Er hat studiert, dass wenn der Sohn kommt, dass er seiner Herrlichkeit kommt mit allen heiligen Engeln und so weiter. Und plötzlich wurde ihm dieses Bild klar, das wir heute am Anfang auch gezeichnet haben. Jesus kommt sichtbar, hörbar wieder. Und dann heißt es hier: „Sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her.“

[1:36:32] Und dann ist mir etwas aufgefallen. Er hat gemerkt, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können. Alle christlichen Kirchen haben gesagt: „Wir bekehren jetzt einfach die Welt durch unsere Missionsgesellschaften, die Bibelgesellschaften und wird alles besser.“ Und dann ist das Reich Gottes hier auf Erden. Aber Fleisch und Blut kommen nicht in das Reich Gottes. Wie soll man das denn machen? Er sagt: „Wir werden aber alle verwandelt werden.“ Also kein Friedensreich ohne Verwandlung. Aber Verwandlung ist bei der Wiederkunft. Nämlich dann plötzlich in einem Augenblick zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erscheinen, die Toten werden auferweckt, werden unverweslich. Dann werden wir verwandelt und dann kommt das Reich Gottes.

[1:37:21] Das hat erstmal ein bisschen gedauert, bis er das richtig verstanden hat. Aber es war ihm klar, dass Gott ihm das offenbart hat. Denn Gott sagt ja: „Was offenbart ist, das ist ewiglich für uns und unsere Kinder bestimmt.“ Und der Herr tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten offenbart hat. Also wenn wir etwas über die Wiederkunft wissen wollen, dann muss es ja hier auch offenbart sein. Und das hat er studiert und gelesen. Und dann ist ihm etwas aufgefallen. Etwas ganz Interessantes. Weil der Miller hatte das mit Zahlen. Und das ist ihm folgendes aufgefallen: „Ein anderer Beweis, der mich wesentlich beeinflusste, war die Zeitrechnung der Heiligen Schrift.“ Lieben Sie Zeitrechnung? Ich fand, dass sich vorhergesagte Ereignisse, die sich in der Vergangenheit erfüllt hatten, oft innerhalb einer bestimmten Zeit zutrugen. Die 120 Jahre bis zur Sintflut, die 7 Tage, die wir vorhergehen sollten mit 40 Tagen vorhergesagten Regen, die 400-jährige Aufenthalt der Kinder Abrams in fremdem Land, die 3 Tage in den Träumen des Mondscheren und des Bäckers, Pharaos 7 Jahre, die 40 Jahre in der Wüste, die 3,5 Jahre der Hungersnot, die 70 Jahre der Gefangenschaften, die 7 Zeiten und so weiter und so fort. Er sagt, es gibt immer Prophezeiungen in der Bibel mit einer bestimmten Zeit. Und dann erfüllen sie sich genau in dieser Zeit. Macht ja auch Sinn, oder?

[1:38:38] Die durch diese Zeiten begrenzten Ereignisse waren alle einst nur Sache der Weissagung und erfüllten sich in Übereinstimmung mit den Prophezeiungen. Jetzt packen wir mal die beiden Dinge zusammen. Stellen Sie sich vor, Sie sind William Miller. Sie sitzen in Ihrem Stuhl, an Ihrem Tisch. Sie studieren das Ganze und stellen fest: Erstens, es gibt kein Friedensreich vor der Wiederkunft, sondern Jesus kommt sehr bald wieder. Zeichen der Zeit sagen das an. Und dann gibt es immer wieder Zeitrechnung für bestimmte Ereignisse. Zu welchem Schluss werden sie gekommen? Vielleicht gibt es auch eine Zeitrechnung für das Ende, oder? Schauen wir mal. Und er hat eine gefunden.

[1:39:17] In Daniel 8, Vers 14: „Bis zu 2300 Abenden und Morgen. Dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.“ Bisschen merkwürdiger Vers. Und ich stelle mir vor, wie Miller sich das angeschaut hat und ein bisschen überlegt hat. 2300 Abend und Morgen. 2300 Abend und Morgen ist ein Tag. Und das wissen wir schon, ein Tag steht für ein Jahr. 2300 Tage sind 2300 Jahre langer Zeitraum. Was soll dann passieren? Das Heiligtum. Was ist das Heiligtum? Könnte es das israelitische Heiligtum sein? 2300 Jahre von Daniels Zeit an? Nee, das wäre zu weit. Weil das Heiligtum ist ja schon längst verbrannt worden, oder? Also israelitisches Heiligtum kann es nicht sein. Was kann es dann sein?

[1:40:16] Er hat überlegt und überlegt. Ich habe doch gehört, da hat letztens in der Predigt jemand das gesagt, dass jetzt im neuen Zeitalter der Gnade das Heiligtum die Erde ist. Weil wir sind ja alle heilig. Okay, soll die Erde gereinigt werden? Jetzt, wenn die Erde gereinigt wird, wann wird denn die Erde gereinigt? Sintflut hatten wir schon. Aber die Erde wird ja noch durch Feuer gereinigt, richtig? Sagt die Bibel. Durch Feuer. Wann wird das sein? Bei der Wiederkunft. Bingo. 2300 Jahre, dann wird die Erde gereinigt. Das müsste sich um die Wiederkunft handeln.

[1:40:57] Jetzt hat er weiter studiert. Jetzt hat es ihn wirklich interessiert. Könnte es sein, dass die Bibel vielleicht etwas sagt, wann Jesus wiederkommt? Er hat studiert, dass Daniel vom Gabriel eine ganze Menge von Erklärungen bekommen hat. Das bedeutet das. Der Ziegenbock bedeutet Griechenland. Aber gerade für diesen Vers, den er studiert hat, gibt es keine Erklärung. Es heißt nämlich: „Ich, Daniel, lag mehrere Tage krank. Ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber entsetzt über das Gesicht und niemand verstand es.“ Wie soll man das denn verstehen, wenn es schon Daniel nicht versteht? Wie soll ich denn verstehen, was da am Ende rauskommt, wenn Daniel es nicht mehr begriffen hat? Der Engel hat es ihm nicht erklärt. Aber dann ist mir aufgefallen, dass der Engel es ihm erklären sollte. Denn im gleichen Kapitel steht: „Gabriel, erkläre diesem das Gesicht.“ Also in anderen Worten, der Engel Gabriel war von Gott gesandt worden, um das zu erklären, was das bedeutet, 2300 Abende und Morgen. Aber der Engel konnte es nicht erklären, weil Daniel krank geworden ist.

[1:41:57] Jetzt hat sich Miller überlegt: Ja, Moment mal, was soll ich denn jetzt machen? Ich kann ja nichts dafür, dass Daniel krank geworden ist. Wo kriege ich jetzt die Antwort her? Was hätten Sie gemacht? Wenn Sie die Antwort schon wissen, kurz ruhig sein. Was hätten Sie gemacht? Keine Erklärung in Daniel 8. Ja, Daniel 9. Ganz genau. Vielleicht im nächsten Kapitel weiterlesen.

[1:42:22] Wissen Sie, wer zum ersten Mal auf diese Idee gekommen ist, noch vor Luther? Das ist eine Idee, die bis dahin fast unbekannt war, dass eventuell Daniel 9, Daniel 8 erklärt. Der Erste, der es herausgefunden hat, war ein Deutscher übrigens, mit Namen Wolfgang Petry. Aber das ist was anderes. Es heißt hier: „Und ich höre über dem Ulay eine Menschenstimme, die rief und sprach: Gabriel, erkläre mir das Gesicht.“ Und dann in Daniel 9 kommt dieser Gabriel wieder. Er sagt nämlich: „Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren. Achtung auf das Wort und verstehe das Gesicht.“ Also gibt es jetzt eine Erklärung, ja oder nein?

[1:43:00] Okay, was ist die Erklärung? Wir machen es heute ganz kurz und ganz einfach. So einfach, wie Sie es noch nie in Ihrem Leben gesehen haben. „Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt.“ Einfache Frage an alle Mathematiker: 70 Wochen sind wie viele Tage? 490. Und ein Tag steht für ein Jahr. Das heißt, jetzt hat Miller überlegt: 490 Tage sind bestimmt. Was heißt denn bestimmt? Schauen wir nach im Wörterbuch. Bestimmt heißt, kommt von der Wurzel „ratak“. Und „ratak“ heißt abschneiden. Das klingt schon so ähnlich, oder? Ratak. Also ich habe jetzt da 70 Wochen oder 490 Jahre, die sollen abgeschnitten werden. Jetzt, wenn ich von meinem Blatt Papier, wenn ich Papier abschneiden will, wovon muss ich es abschneiden? Von Papier. Wenn ich eine Brotscheibe abschneiden will, wovon muss ich sie abschneiden? Von Brot. Wenn ich Zeit abschneiden will, wovon muss ich sie abschneiden? Von Zeit. Von welcher Zeit werden die wohl abgeschnitten? Von den 2300 Jahren. Jetzt mal kurz mitdenken.

[1:44:09] Daniel 9 sagt: „Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems.“ Das sollte der Anfangszeitpunkt sein. Das ist der Anfangszeitpunkt. Von dort sind 2300 Jahre und davon abgeschnitten, ratak, 490. Wann war dieser Erlass? Miller hat geforscht und gesucht, Geschichtsbücher durchgeschaut und vor allem die Bibel und gefunden: Dieser Erlass kam im Herbst 457 vor Christus.

[1:44:36] Und als er das herausgefunden hat, war er ziemlich begeistert. Denn das könnte ja schon die Erklärung sein, wo wir am Ende rauskommen, oder? Aber erstmal muss man das checken. Erstmal muss man das prüfen. Und in Daniel 9 gibt es genügend Details, woran man prüfen kann, ob das auch stimmt. Zum Beispiel hier. Das überspringen wir.

[1:44:54] Frage Nummer 1: Gesalbter oder Fürst. Wer ist der Gesalbte? Was heißt Gesalbter? Messias. Also von dem Aufbau von Jerusalem bis zum Messias sind sieben Wochen und 62 Wochen. Jetzt, sieben Wochen plus 62, das ist nicht schwer, oder? Versuchen wir mal einen Miller-Ansatz. Jetzt kommt der schwierige Teil. 69 mal 7. 69 mal 7 sind? Schon ganz schön spät. 69 mal 7 sind? Schon ganz schön spät. Hat schon jemand raus? 483. Die einfachere Rechnung ist 490 minus 7. 483 Jahre später. In welches Jahr bringt uns das? Zu schade, dass man keinen Taschenrechner mehr hat. Man kommt in das Jahr 1927.

[1:46:15] Der Miller hat übrigens am Anfang das am einen Jahr alles verschoben gehabt, weil er nicht wusste, dass man in der Geschichtsschreibung das Jahr 0 nicht hatte. Und wenn man das Jahr 0 rausrechnet, dann schiebt es sich immer noch ein Jahr weiter. Rein rechnerisch kommt man eigentlich auf 1926, aber das Jahr 0 hat es nicht gegeben. Deswegen, ich präsentiere gleich die korrigierte Fassung, die er dann später angenommen hat. 1927 nach Christus.

[1:46:36] Und was sollte da geschehen? Der Messias sollte gesalbt werden. Und die Bibel sagt uns, dass der Messias gesalbt worden ist mit Heiligem Geist und Kraft bei seiner Taufe. Es heißt, die Taufe von Jesus bestätigt dieses Datum. 447 vor Christus. Erster Hinweis, das Datum ist richtig.

[1:46:55] Zweiter Hinweis. Jesus hat auch gesagt, dass er gesalbt worden ist, um die frohe Botschaft zu verkündigen, zu heilen, Befreiung zu verkünden und so weiter und so fort. Und übrigens hat Jesus über diese Prophezeiung gesprochen. Schauen Sie mal, was er gepredigt hat, nachdem er die Taufe empfangen hat. „Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden ist und so weiter, sprach Jesus: Die Zeit ist erfüllt.“ Ich habe früher mal gedacht, der meint nach dem Motto: „Es wurde langsam Zeit, dass ich komme.“ Hat er das gemeint? Welche Zeit ist erfüllt? Daniel 9. Jesus wusste, Jesus hatte eine Botschaft basierend auf Daniel 9 und sagt: „Die Zeit ist erfüllt.“

[1:47:38] Nun, wenn ich also jetzt 483 Jahre habe schon, bis zur Taufe von Jesus, dann bleiben ja nur noch sieben Jahre übrig. Das ist die letzte Woche. Ich war 69 Wochen hier, bis zur Taufe 69 und eine Woche bleibt noch. Sieben Jahre. Und diese ganze Prophezeiung sollte für wen nochmal sein? Kann sich jemand erinnern? Für sein Volk, richtig? Und die Heilige Stadt. Das heißt, es war für die Juden bestimmt. Diese 490 Jahre waren abgeschnitten für die Juden.

[1:48:13] Und deswegen hat Jesus etwas gesagt, was wir sonst nie verstehen könnten. Er hat nämlich zu den Jüngern gesagt: „Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“ Geht nicht zu den Heiden. Geht nicht zu den Samaritern. Geht nicht zu den Griechen und Römern. Geht zu den Juden. Denn ihr seid in der Zeit, wo es für die Juden gilt.

[1:48:34] Und dann heißt es: „Nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden.“ Was heißt Gesalbter nochmal? Messias. Und wurde der Messias ausgerottet? Er wurde ausgerottet. Und wie gesagt, sogar wann? In der Mitte der Woche. Wieder kurz rechnen. Eine Woche hat wie viele Tage? 7. Hälfte sind? 3,5. Und 3,5 Tage sind nach der Prophezeiung? 3,5 Jahre. Und da würde er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen. Warum? Nach 3,5 Jahren kommt das Frühjahr 31. Und weiß jemand, was im Frühjahr 31 passiert ist? Miller hat wieder geforscht, was passiert im Frühjahr 31. Und ja, im Frühjahr 31, nach genau 3,5 Jahren Dienst, ist Jesus gekreuzigt worden. Der nächste Beweis, dass das Datum stimmt. Die Prophezeiung stimmt. Es passt. Manche von Ihnen sitzen da und sagen: „Naja, klar, logisch.“

[1:49:31] Also der Miller war begeistert. Der Miller war völlig aus dem Häuschen. Das passt ja alles. Jesus war tatsächlich das Opfer. Als er starb, mussten all die Opfer, die vorher auf ihn hingedeutet haben, die Lämmer und die Tauben und die Stiere und die Böcke, nicht mehr gebracht werden. Ich glaube, dieses Lama hat sich besonders gefreut hier. Als der Vorhang zerrissen worden ist. Als Jesus am Kreuz starb. Und einen Weg der Erlösung für jeden Einzelnen für uns gemacht hat.

[1:50:01] Und dann bleiben noch 3,5 Jahre, die andere Hälfte. Und die geht dann bis in den Herbst 34. Und wieder war Miller interessiert, was ist da passiert? Und man hat herausgefunden, es war in jenem Jahr, wo Stephanus, einer der ersten großen Prediger der Jungchristenheit, getötet worden ist. Und wissen Sie, warum das so wichtig ist? Als der Stephanus getötet wurde, gleich im nächsten Kapitel, heißt es: „Diejenigen, die nun zerstreut worden waren, zogen umher und verkündigten das Wort des Evangeliums.“ Als Stephanus in Jerusalem gesteinigt wird, geschieht eine Verfolgung und alle Christen verlassen die Stadt und ziehen in die anderen Städte, in die anderen Gegenden, nach Samarien und später zu den Griechen. Es beginnt die Heidenmission.

[1:50:47] Also in drei nachprüfbaren Punkten, die alle direkt mit dem Evangelium zu tun haben, hat sich das Datum bestätigt. 457 hat sich bestätigt. Es bestätigt sich in der Taufe, in der Kreuzigung von Jesus und im Beginn der Heidenmission, drei der wichtigsten Ereignisse der ganzen Christenheit. Jetzt glauben Sie, die Prophezeiung ist wichtig oder unwichtig? Das ist grandios! Das ist einer der großartigsten Fundamente des Christentums und Miller hat das entdeckt.

[1:51:16] Die Frage war, was bleibt mit den übrigen 1810 Jahren? Wenn ich 2300 minus 490 rechne, komme ich auf 1810. Die sind abgeschnitten, das bleibt übrig. Jetzt rechnen Sie mal. 34? Wow! Miller entdeckt in seinem Studium, dass um 1844 etwas passieren muss. Vielleicht können Sie es nicht so nachempfinden, vielleicht haben Sie es auch schon mal gehört. Aber für den Miller war das die absolute Bombe.

[1:51:56] Eine Sache muss ich dazu sagen. Miller hat zwei Dinge, die wir hier schon stehen haben, am Anfang nicht erkannt. Er hat nicht gesehen, dass es im Herbst ist, er hatte vom Frühjahr aus gerechnet. Und er hatte das Jahr Null noch nicht mit rausgerechnet, so war er eigentlich erst im Jahr 1843. Das hat sich jetzt im Laufe seines Dienstes dann geändert. Also mal hat er 1843, später 1844 gehabt, aber dazu kommen wir morgen noch. Und das hat er jetzt verstanden. Und war begeistert.

[1:52:19] Er hatte sich 1816 bekehrt, zwei Jahre lang hat er gebraucht, um das zu entdecken. Jesus kommt wieder um 1843. Und dann sagt er: „Bei der ernsten Überzeugung, dass so überwältigende Ereignisse, wie sie in der Heiligen Schrift vorhergesagt waren, sich in einem kurzen Zeitraum erfüllen sollten, trat mit gewaltiger Macht die Frage an mich heran, welche Pflicht ich angesichts der Beweise, die mein eigenes Gemüt ergriffen hatten, der Welt gegenüber hätte.“ Was soll ich jetzt machen damit?

[1:52:49] Stellen Sie sich vor, Sie wissen ja schon, dass Jesus 1849 nicht gekommen ist, weil Sie leben ja heute noch hier. Aber nehmen wir mal an, Sie sind im Jahre 1818, Sie haben gerade nach zwei Jahren Bibelstudium entdeckt, Jesus kommt in 25 Jahren. Was würden Sie machen? Was würden Sie machen? Hm? Aufräumen. Zu Hause. In unserem Leben, nicht wahr? Was würde man machen? Jesus kommt in 25 Jahren wieder, kein Mensch weiß es. Was würden Sie machen? Rumerzählen, nicht wahr? Beim Nachbarn erzählen.

[1:53:30] Dem Miller hat das Herz geschlagen. Und der Miller hat eine tolle Eigenschaft, die mag ich sehr an ihm. Der Miller hat sich nicht hingestellt und gesagt: „Ich habe euch was Neues zu sagen.“ Der Miller hat sich gesagt: „Vielleicht liege ich ja falsch. Und wenn ich falsch liege, dann verführe ich die anderen.“ Was hat er gemacht? Er hat gesagt: „Okay, zwei Jahre Studium sind nicht genug, ich studiere das Ganze nochmal fünf Jahre.“ Fünf Jahre nochmal jeden Beweis. Und er hat das so studiert, er hat sich gefragt: „Was könnte man gegen meine Theorie sagen?“ Was sind die Gegenargumente? Zack, zack, zack. Hast du dir jemals schon mal die Frage gestellt, was man gegen deine Glaubensüberzeugung sagen könnte?

[1:54:14] Der Miller war ziemlich gründlich in seinem Denken. Und nach fünf Jahren hat er alle Widerstände, alle Einwände für sich zur Ruhe gelegt. Er sagt: „In meinem ganzen späteren Predigtdienst gab es nicht einen einzigen, der irgendetwas gegen meine Theorien gesagt hat. Und ich könnte nicht sagen: ‚Ich weiß, ich habe das auch schon darüber nachgedacht.‘ Aber es gab viele Fragen, die er beantwortet hatte, die nicht mal seine größten Kritiker überhaupt sich überlegen konnten.“ Der Mann war wirklich gründlich.

[1:54:37] Aber er wollte nicht predigen. Weil erstens war er ja Bauer. Und zweitens hat er keine Ahnung gehabt, wie man Vorträge hält. Und drittens war er schon nicht mehr so jung. Und es war im Jahre 1831, das war jetzt 13 Jahre später. Nein, stimmt nicht, 15 Jahre später. Er sitzt wieder eines Morgens am Tisch und es klopft an seinem Gewissen. „Geh und sag es der Welt!“ Seit neun Jahren hat er das unterdrückt. „Geh und sag es der Welt.“ Nein, ich gehe nicht. Und die Stimme ist so stark. Und was er macht ist sehr beeindruckend gewesen. Er hat gesagt: „Okay Gott, ich werde es der Welt sagen. Unter einer Bedingung. Du musst dafür sorgen, dass mich jemand zur Predigt einlädt.“ Hat sich niedergekniet. Hat gebetet. Hat sich so gefreut, dass sie den Bund gemacht hat. Denn er ist noch niemals in seinem Leben zur Predigt eingeladen worden.

[1:55:37] Steht auf. Setzt sich an den Tisch. Ein paar Minuten später klopft es an der Tür. Ein Junge war bereits auf dem Weg, um ihn einzuladen. „Kannst du nächste Woche bei uns predigen?“ Miller war so böse mit sich selbst, dass er genau an diese Stelle gelaufen ist. Das glauben wir nicht. Hier, genau hier. Und hier hat er gebetet. Eine Stunde lang. Ein Geschichtsschreiber sagt: „Er kam als ein Farmer. Er ging als ein Prediger.“

[1:56:08] Die erste Predigt hält er in Dresden in New York. Hier haben wir die Kirche in der Galway Art. Und er wurde ein gewaltiger Prediger. Er hat später eine Lizenz bekommen von seiner baptistischen Kirche. Hier, das ist eine Lizenz, die bestätigt, dass er ein ganz aufrichtiger Mann war, der gut predigen konnte.

[1:56:23] Und dann kam das vorletzte Zeichen. Wir sind jetzt gleich am Ende angelangt. Von dem die Bibel spricht. 1833, nur zwei Jahre nachdem er beginnt zu predigen, fallen die Sterne vom Himmel. So wie die Prophezeiung es vorhergesagt hatte. Sowohl Matthäus als auch Offenbarung hatten gesagt: „Die Sterne des Himmels werden vom Himmel fallen.“ Und in der Nacht vom 12. zum 13. gab es den gewaltigsten Leonidenmeteoritensturm aller Zeiten. Hunderttausende von Sternschnuppen innerhalb einer Stunde sind gefallen. Ein Ereignis so gewaltig, wie es es vorher und hinterher nie wieder gegeben hat. Nicht nur in Amerika, sondern einige Tage später auch in Europa. Die größte Demonstration von himmlischem Feuerwerk, das seit Grundlegung der Welt da gewesen ist.

[1:57:05] Einige beziehen dieses Ereignis auf die fallenden Sterne, die in Offenbarung erwähnt werden, sagt eine Zeitschrift hier in Pennsylvania. „Das ganze Himmelsgewölbe über den gesamten Vereinigten Staaten war damals stundenlang in folger Bewegung. Noch nie hatte sich von der ersten Ansiedlung an jenem Lande eine Naturerscheinung gezeigt, die von dem einen Teil der Bevölkerung mit so großer Bewunderung und von dem anderen mit so viel Schaudern und Bestürzung erbracht wurde.“ Warum? Die einen warteten auf die Wiederkunft, die anderen hatten jetzt doch ein bisschen Angst bekommen.

[1:57:31] Jetzt überspringen wir und schauen uns auch das hier an. „Kein Weiser oder Gelehrter hat je, wie ich annehme, eine Erscheinung wie die von gestern Morgen mündlich oder schriftlich berichtet. Vor 1800 Jahren hat ein Prophet sie genau vorausgesagt, so wie wir uns nur die Mühe machen, dem wollen, unter einem Sternfall fallende Sterne. In dem allein möglichen Sinne, in dem es buchstäblich wahr sein kann, zu verstehen.“ Das ist hier eine Wirtschaftszeitung, 1839.

[1:58:00] Und Jesus hatte gesagt: „Wenn ihr das alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Tür ist.“ Was meint ihr wohl, was hat wohl der Miller gedacht, als zwei Jahre, nachdem er beginnt zu predigen, das dritte Zeichen beginnt? Bestätigung, oder?

[1:58:16] Und hier kommt das vierte Zeichen. Von dem weiß so gut wie niemand was. Weiß jemand, wer das ist? Wenn jemand mir sagen kann, wer das hier ist, dann bekommt er von mir 10 Euro geschenkt. Das meine ich ernst. Extra Frage im Quiz. Nein. Das ist Josiah Litch. Und Josiah Litch war jemand, der Millers Predigt nicht gut fand, hat das alles für Quatsch abgetan. Bis er 1838 mal Millers Buch zu fassen kriegt. Und er liest das, ist überzeugt, ist so begeistert, dass er selbst ein Buch schreibt. Und in seinem Studium, über die Offenbarung, kommt er zu dem Schluss, dass nach Offenbarung 9, in der 6. Posaune, das Osmanische Reich, was damals hier existiert hat. Die Türken. Dass das kurz vor dem politischen Ende steht. Er sagt 1838 in dem Buch, dass 1840 das Ende der vollen Unabhängigkeit des Osmanischen Reiches bevorsteht. Das heißt, dass die sich wieder abhängig machen würden von anderen Nationen. Interessanterweise bricht ein Jahr später die Orientkrise aus, zwischen Ägypten, das Teil des Osmanischen Reiches ist, und rebelliert gegen die Türken.

[1:59:26] Im Jahre 1840 sagt derselbe Josiah Litch, dass dieses Ereignis, diese Übergabe der Souveränität, im August sein würde. Und dann tatsächlich im Juli 15.7. kommt es zum Vier-Mächte-Vertrag zwischen Preußen, Österreich, Russland und Großbritannien, die sagen: „Wir werden uns jetzt um das Osmanische Reich kümmern, wir werden es beschützen.“ Und im August, obwohl der Vertrag schon unterzeichnet ist, sagt dann Josiah Litch: „Die Prophetie wird sich am 11. August erfüllen.“ Hat das alles ausgerechnet durch das Jahr-Tag-Prinzip. Da gibt es eine lange Zeitprophezeiung in Offenbarung 9. Und raten Sie, was passiert ist. Am 11. August akzeptiert das Osmanische Reich durch eine diplomatische Aktion den Schutz der europäischen Mächte und verliert damit seine faktische Autonomie.

[2:00:22] Als das bekannt wurde, es hat zwei Wochen gedauert, bis die Nachrichten von Europa nach Amerika kamen. Zwei Wochen lang hat keiner genau gewusst, hat Litch recht gehabt oder nicht. Als die Nachricht kam, war das wie eine Flut. Das ist uns heute unbekannt, weil es die Geschichte wieder so ein bisschen untergraben hat. Damals war das die Sensation schlechthin. Tausende, aber Tausende haben gesagt: „Miller muss recht haben, das Jahr-Tag-Prinzip gilt.“ Hier ist jemand, der sagt aufgrund des Jahr-Tag-Prinzip, das und das wird passieren und wir leben, sehen, es passiert. Tausende haben Millers Ansichten angenommen. Das vierte Zeichen war geschehen.

[2:01:00] Miller und seine Mitarbeiter haben gepredigt und es hat an Spott nicht gemangelt. Der Magna Conflictio hat sich nicht in Scheiterhaufen manifestiert, aber in Spott. Hier das große Miller-Zelt, das hochgeht und einer wird vom Teufel zurückgehalten. Oder hier die Milleriten, die sich vorbereiten auf die Wiederkunft. Bunkern alles. Der hohe Priester des Millerismus. Das waren alles religiöse Zeitschriften, christliche Zeitschriften, die den Miller madig machen wollten. Und Miller sagte dann später: „Was haben wir geglaubt, dass zu glauben uns nicht durch das Wort Gottes geboten ist. Dass wir selbst zugibt, die Regel und das zwar die einzige unseres Glaubens und Wandels ist. Was haben wir getan, dass solche giftigen Anschuldigungen von der Kanzel und der Presse gegen uns hervorgebracht werden. Und euch eine gerechte Ursache geben konnte, uns Adventisten aus euren Kirchen und eurer Gemeinschaft auszuschließen. Haben wir Unrecht? So zeigt uns, worin unser Unrecht besteht. Zeigt uns aus dem Worte Gottes, wer hat das schon gesagt?“

[2:01:56] Luther und Zwingli und Tyndale und Wesley. Es ist immer dasselbe. Aber es sind immer nur die, die das Wort Gottes studieren. Die anderen sehen das nicht, die Heiden halten das immer nur für Fanatismus und für Sektierertum, schon zur Zeit von Luther. Verspottet wurden wir genug, das kann uns nie überzeugen, dass wir Unrecht haben. Das Wort Gottes allein kann unsere Ansichten ändern. Unsere Schlüsse wurden überlegt und an Gebet gezogen, da wir die Beweise in der Heiligen Schrift fanden.

[2:02:26] Man hat Noah ausgelacht, und man hat Miller ausgelacht. Aber Jesus hatte gesagt: „So wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein, wie in den Tagen Noahs. Sie werden nichts merken, bis die Sintflut kommt.“ Es könnte sein, dass wenn du heute an die Wiederkunft glaubst, Leute sagen: „Du bist ja völlig durchgeknallt.“ So was altmodisches. Aber Jesus hat gesagt: „Wenn ich hingehe und euch die Stätte bereite, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“

[2:02:54] Gibt es nicht einen Grund sich zu freuen? Als die Jünger gesagt bekommen haben, dass Jesus in derselben Weise wiederkommen wird, wissen sie, wie sie nach Hause gegangen sind? Es heißt hier: „Mit großer Freude.“ Sie priesen Gott und lobten ihn. Warum? Weil Jesus weg war? Warum haben sie ihn gepriesen? Weil er wiederkommt.

[2:03:14] Lieber Freund, liebe Freundin, lasst ihr nicht die Freude an der Wiederkunft Jesu nehmen. Egal durch wen und durch was. Jesus möchte dir anbieten, dein Heiland zu sein und mit dir zu sein. Es heißt hier: „Alles, was die Ewigkeit angeht, nahm für sie, die Anhänger Millers, eine ungefähre Wirklichkeit an.“ Ist das in deinem Leben auch so? Dass wenn es um den Himmel geht, dass es wirklich real für dich ist? Der Himmel wurde ihnen nahegebracht und sie fühlten sich vor Gott schuldig.

[2:03:46] Man hat dann den Milleriten gesagt: „Ihr habt ein Problem. Das Problem ist, dass ihr Daniel und Offenbarung verstehen wollt. Diese Bücher sind nicht zu verstehen. Es sind versiegelte Bücher. Man kann sie nicht verstehen.“ Aber Jesus hatte gesagt, im Bezug auf den Propheten Daniel: „Wer es liest, der achte darauf.“ Und die Offenbarung sagt: „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll.“

[2:04:14] Und dann heißt es hier, und damit wollen wir enden mit diesem Vers: „Glückselig ist.“ Wisst ihr, was das Wort Glückselig heißt? Auf Deutsch? Eigentlich glücklich. Glücklich ist der, der die Worte liest und sie hört und bewahrt. Warum? Die Zeit ist nahe.

[2:04:36] Lassen Sie sich von niemandem einreden, dass die Offenbarung zu schwer für sie ist, dass Prophezeiung nicht für sie gemacht ist. Miller war nur ein Farmer. Er hat es verstanden. Viele Dinge, nicht alles. Denn morgen mehr erfahren, was er nicht verstanden hat. Aber die Zeit ist nahe. Du hast mein Herz berührt. Hat Gott auch zu Ihnen heute gesprochen? Hat er auch dein Herz berührt? Jesus kommt wieder, definitiv. Und die Frage ist, auf welcher Seite wirst du stehen? Wirst du zu denen gehören, die sich um alles andere drehen und nicht ansprechbar sind für dieses Thema? Oder wirst du zu denen gehören, die sagen können: „Das ist der Gott, auf den ich gehofft habe?“ Auf welcher Seite wirst du stehen, wenn Jesus kommt?

[2:05:24] Jesus kommt wieder, definitiv, sehr bald. Und die vier Zeichen haben sich alle erfüllt, dass er noch nicht gekommen ist. Wenn sie wissen wollen, warum, dann seien sie morgen da. Aber schon heute können sie diese eine Entscheidung fällen. Ich möchte bereit sein, wenn Jesus kommt. Ist Ihr Wunsch, bereit zu sein, wenn Jesus kommt? Vorbereitet zu sein und ihm entgegenzugehen mit Freuden? Wenn es Ihr Wunsch ist, dann stehen Sie doch auf mit mir.

[2:05:58] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass dein Wort voller Kraft ist und dass es unser Herz berührt. Wir haben heute einiges an biblischen Themen durchgenommen. Wir haben gesehen, dass du sichtbar, hörbar mit allen Engeln wiederkommen wirst. Wir haben gesehen, dass viele Menschen die Zeichen, die du gegeben hast, kaum beachtet haben. Und dass du einfache, unscheinbare Menschen erweckt hast. Nicht nur Miller, wir haben nur ihn als Beispiel genommen, für viele andere noch, die wir morgen auch kennenlernen werden. Diese Botschaft vor die Welt zu bringen. Und die Frage ist, wie jeder Einzelne von uns sich zu dieser Reform stellt, die so viel mehr mit unserer Zeit zu tun hat, als die Reform damals im Mittelalter. Bitte, Jesus, wirke in unserem Herzen. Schenk du uns die Kraft und die Weisheit, die du verheißen hast, um uns vorzubereiten auf dieses gewaltige Ereignis. Und bring uns bald wieder gesund hier zusammen, dass wir weiter studieren können, was es bedeutet, hier in dieser letzten Auseinandersetzung auf deiner Seite zu sein. Im Namen Jesu. Amen.


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