Veröffentlicht am
1.150 Klicks

Manuskript zur sendung >>> Paulus – Mission und Botschaft

In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion mit Reinhard Gelbrich geht es um die Mission und Botschaft des Apostels Paulus. Der Vortrag beleuchtet, wie Paulus trotz unterschiedlicher kultureller Hintergründe seiner Zuhörer die biblische Botschaft effektiv vermittelte. Es wird diskutiert, wie wir heute ähnliche Prinzipien anwenden können, um das Evangelium verständlich zu machen, und wie das Verständnis von Tod und Auferstehung als Schutz vor falschen Lehren dient.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q3: Missionare in der Bibel

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Ein ganz herzliches Willkommen zu den Cannstädter Stadtaus. Wir freuen uns, dass wir wieder gemeinsam das Wort Gottes studieren dürfen. Die Betrachtung der Lektion dieser Woche heißt ja Paulus: Mission und Botschaft. Ich möchte erst eine Frage stellen: Wann hat dir Mission zum letzten Mal so richtig Spaß gemacht? Empfindest du Mission etwas als eine Last oder etwas, was mit einer Bürde zu tun hat? Oder ist Mission etwas für dich, was Freude und Kraft für dich bedeutet?

[1:01] Über Mission nachzudenken ist in der Tat sehr spannend. Wie ist es möglich, die unterschiedlichen Menschen in ihren kulturellen und sozialen Herausforderungen wirklich zu erreichen, mitzuerleben, wie Gott sie anspricht, auf die verschiedenste Art und Weise? Wo immer ihre Reise beginnt, ist eigentlich Jesus das Ziel. Wenn wir Paulus und seine Art zu leben ein wenig betrachten, uns anschauen, dann merken wir, dass er ein besonderer Pionier für das Christentum war. Er war ein großartiger Schriftsteller. Über 13 Briefe hat Paulus an die Gläubigen geschrieben und hat ihnen dargestellt, wie sie ihr Leben leben können, wie sie es umsetzen können, was es bedeutet, Christ zu sein in dieser Zeit. Er sprach Lehrpunkte genauso an wie praktische Themen. Er gab Ratschläge, er ermutigte, er ermahnte und er hat auch ganz praktische Hilfen gehabt für das persönliche Christentum. Er sprach immer von den Beziehungen zueinander und auch Beziehungen zu der Gemeinde. Aber das Hauptthema seines Wirkens war immer Christus, der Gekreuzigte.

[2:37] In der Tat, Paulus war nicht nur ein Gelehrter, ein wortgewandter Mann, er war auch ein Missionar par excellence. Er verbreitete das Evangelium von Syrien bis Italien, er gründete viele Gemeinden, damals im Römischen Reich, und es war einfach interessant, ihm zuzuschauen, wie er sich für Gott einsetzte. Ich möchte heute mit einem Text beginnen, den wir in 1. Korinther im ersten Kapitel und dort Vers 22 bis 24 finden. 1. Korinther, Kapitel 1, Vers 22 bis Vers 24. Hier steht: „Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit. Wir aber predigen den gekreuzigten Christus. Den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit. Denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gotteskraft und Gottesweisheit.“

[3:51] Die Juden fordern Zeichen. Das ist interessant, dass Paulus das gleiche an den Anfang stellt seines Gedankens. Ich meine, wir wissen, das Volk Israel damals, es ist ja von Gott aus Ägypten herausgeführt worden. Er hat viele große Zeichen und Wunder getan, um dieses Volk aus der Sklaverei herauszuführen. Und wenn irgendetwas geschehen sollte, wenn da ein großer Lehrer aufgetreten ist, dann warteten sie darauf, dass er auf diese Wunder hinwies, dass er etwas Neues zu sagen hat, was sie auf Gott hinwies. Von den Griechen, sagt er, sie fragen nach Weisheit. Sie suchten rationelle Gründe für ihren Glauben. Sie wollten ihre menschliche Idee mit einbringen. Sie waren Menschen, die sich auf ihren Intellekt, auf das, was sie glaubten und was sie meinten, beriefen.

[4:54] Paulus ließ das kulturelle und geistliche Erbe dieser Zielgruppen nicht außer Acht. Er benutzte es eigentlich als Türöffner, um Menschen auf Christus hinzuweisen. Wenn er zum Beispiel Juden ansprach, dann sprach er über die Geschichte Israels, dann sprach er über die Beziehung zwischen Christus und David, dann nahm er die Prophezeiung des Alten Testaments, um auf den Messias hinzuweisen oder auch Aussagen aus dem Alten Testament, um über Totenauferstehung zu reden. Wenn er Nichtjuden ansprach, dann hatte er eine Botschaft, meistens Gott als den Schöpfer, als Erhalter und Richter, wie die Sünde Eingang nahm in diese Welt und auch über die Erlösung, die Christus durchgeführt hat. Aber immer war sein Fokus auf Christus gerichtet, immer. Sein Ziel war es, Menschen zu Jesus zu führen und diese Gedanken haben sich ja bis heute nicht verändert. Die einen suchen Wunder, Zeichen und die anderen meinen, ihren Intellekt als die höchste Priorität zu sehen.

[6:19] Es geht ja heute nicht um buchstäbliche Juden und buchstäbliche Christen. Wir haben in unseren Tagen, gerade in dieser Zeit, eine Menge von Menschen um uns herum, die andere Kulturen haben, die von ganz anderen Ländern kommen, die ganz anderen Fokus vor sich haben und wir werden gefordert sein, diese Menschen anzusprechen, mehr denn je. Die Frage ist, wie können wir einen Christus predigen, der ankommt und gleichzeitig unverfälscht biblisch zu sein.

[6:59] Vielleicht gibt uns ein Wort, den ersten Korinther Kapitel 9, eine Antwort, einen Schlüssel auf diesen Gedanken. Erster Korinther Kapitel 9 und ich lese dort Vers 24 bis Vers 27. Hier steht: „Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle unter einer empfangenen Siegespreis, lauft so, dass er ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge. Jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. Ich aber laufe nicht wie ein Ungewisser aufs Ungewisse. Ich kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht anderem predige und selbst verwerflich werde.“

[8:02] Ein interessantes Wort, das Paulus hier prägt. Er nimmt Dinge, mit denen Griechen und Juden eine Verbindung hatten. Er spricht von den Wettkämpfen, vom Siegeskranz, er spricht von Soldaten, er spricht von gehorsamen Menschen und Vorgesetzten gegenüber und verbindet das immer mit der Beziehung zu Jesus Christus. Wenn wir so die Bibel aufschlagen, dann haben die Insider natürlich wenig Probleme, wie zum Beispiel Gleichnisse zu verstehen, die Jesus damals gebracht hat. Gleichnisse vom Hirten oder vom Kornfeld. Aber was machen denn Menschen, die heute in dieser technisierten, in dieser entbiblisierten Welt aufgewachsen sind?

[8:52] Es war für mich eine besondere Erfahrung, als ich vor einiger Zeit in einer Stadt Menschen angesprochen habe, einige Kilometer von hier entfernt, in einem anderen Bundesland, junge Menschen angesprochen habe, was sie von Jesus halten. Und ich war sehr erstaunt. Die meisten von ihnen wussten gar nicht, wer Jesus ist. Sie wussten gar nicht, ist das etwas, wo ich ihn erkennen kann oder wo ich ihn erfahren kann in einem anderen Land. Sie wussten überhaupt nichts. Sie wussten nichts mit Jesus anzufangen. Natürlich gibt es heute sehr unterschiedliche Landstriche und unterschiedliche kulturelle Hintergründe in unserem Land. Aber ich denke, es ist notwendig, dass wir darüber nachdenken, wie können wir in unserer Zeit, in der wir leben, wichtige Dinge des Evangeliums so nahe bringen, so aussprechen, so rüberbringen, dass die Leute das verstehen.

[10:06] Es lohnt sich vielleicht gerade, wenn wir zusammensitzen und über dieses Thema nachdenken, darüber nachzudenken, wie kann ich Hingabe oder Treue oder Gnade oder auch Gottesliebe oder Erlösung oder Rettung, wie kann ich es deutlich machen, dass der andere, der noch nie was von Gott gehört hat, es versteht.

[10:29] Ich möchte ein Beispiel dafür geben. Als das Evangelium zum ersten Mal nach Grönland kam, waren die Missionare in einer großen Schwierigkeit. Sie wollten Jesus als das Lamm darstellen und stellten fest, die Grönländer hatten keine Ahnung, was ein Lamm überhaupt ist. Sie konnten mit einem Lamm überhaupt nicht anfangen. Gerade ist ja das Lamm dieses Tier, das die Charakterzüge eines liebenden, eines sanftmütigen Menschen, so wie Jesus es darstellte, als der große Retter. Dieses Lamm repräsentierte das sehr gut, aber die Grönländer kannten das nicht. Und so haben sie lange darüber nachgedacht und dann ist ihnen ein Gedanke gekommen. Ist es vielleicht gut, dass man, statt das Wort Lamm herzunehmen, das keiner kannte, ein Seehundbaby nimmt, das ähnliche Charakterzüge hatte wie der Schaf, das Lamm.

[11:45] Wenn Jesus heute gleichmäßig erzählen würde, welche Bilder würde er denn hernehmen? Würde er vielleicht Bilder hernehmen, die die Menschen heute gut verstehen, in ihrer Zeit, in unserer Zeit? Würde er vielleicht anfangen, das Himmelreich ist gleich dem Internet? Oder würde er vielleicht sagen, Gott versteht sich meisterhaft auf Recycling?

[12:13] Die Frage, die wir stellen und beantworten müssen, hat natürlich damit zu tun, wie kann ich auf sensible Art und Weise das Prinzip des Apostel Paulus praktizieren, die biblische Botschaft so in Bildern und Metaphern auf wunderbare, verschiedene Art darzulegen und zu vermitteln, ohne die Inhalte zu verändern. Wir wissen, die Form ist nicht der Inhalt. Und trotzdem werden durch Formen auch Inhalte vermittelt.

[12:42] Jemand sagte mal zu mir: „Weißt du, der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Ich habe ihm damals gesagt: „Du hast recht, in den meisten Fällen stimmt das auch. Aber wenn der Wurm vergiftet ist, dann nützt es weder dem Fisch noch dem Angler. Dann ist das ganze System gefährdet.“ Botschafter und Botschaft müssen zusammengehören, müssen eine Einheit sein, wenn sie ihre Botschaft effektiv an den Mann oder an die Frau bringen wollen.

[13:25] Es gibt ja ein Sprichwort im Deutschen, das heißt: „Deine Taten sprechen so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst.“ Das heißt manchmal, und das kommt gar nicht so oft, so selten vor, manchmal reißen Christen das, was sie aufgebaut haben, mit guten Worten, damit wieder nieder, weil die Menschen sehen, wie sie leben.

[13:45] Wenn es um Missionen geht, dann können wir nicht nur einige leicht verständliche Texte nehmen. Es gibt viele wunderbare Texte der Heiligen Schrift, die wirklich jedes Kind verstehen kann. Ein Text zum Beispiel Johannes 3 Vers 16, ich liebe ihn sehr, ein Wort, das so zu Herzen geht, die die Liebe Gottes so wahrhaftig ausdrückt. Aber es gibt in der Bibel mehr als nur solche Texte. Als Paulus die Briefe geschrieben hat, dann hat er immer wieder Gedanken geäußert, die uns wirklich zum Nachdenken herausfordern, die wirklich in die Tiefe gehen, weil sie unser Innerstes anrühren. Und wir müssen studieren, wir müssen darüber nachdenken, was meint er denn.

[14:34] Natürlich gibt es da eine ganze Reihe von schwierigen Texten, aber die sind auch wichtig. Ich meine, der Petrus, ein großer Apostel, er hat diesen Gedanken ja mit aufgegriffen, wenn er zum Beispiel in 2. Petrus im 3. Kapitel in den letzten Versen schreibt: „Darum, meine Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass sie vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden befunden werden. Und jetzt sagt er: Und die Geduld unseres Herrn erachtet für eure Rettung, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die anderen Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis.“ Das klingt nicht so gut.

[15:38] Wenn ich den Petrus anschaue, dann muss ich sagen, der Petrus hat auch einige Stellen, die nicht so einfach zu verstehen sind. Es gibt in der Heiligen Schrift einige Dinge, die wir studieren müssen, Dinge, die uns herausfordern, da, wo wir gründlich nachdenken müssen, was will das Wort Gottes uns sagen.

[15:55] In dem Zusammenhang ist es wichtig, wenn Paulus zum Beispiel auf den Stellenwert des Gesetzes hinweist. Es ist ein gewaltiges Thema, die Botschaft des Gesetzes. Wenn wir über das Gesetz nachdenken, und er führt es ja in dieser Studienbetrachtung an, wenn wir über das Gesetz nachdenken, dann sind wir als Adventisten meistens so am Pranger, weil uns gesagt wird: „Ihr seid ja gesetzlich. Ihr nehmt ja das Gesetz einfach immer noch so als gültig an. Hat Gott nicht alles das ans Kreuz genagelt?“

[16:31] Wir müssen zuerst mal festhalten, dass Paulus über 120 Mal das Wort Gesetz in seinen Briefen verwendet. Und vielleicht soll ich eines, ein ganz bekanntes davon herausgreifen, im Römer 3 Vers 31, wo Paulus ganz deutlich sagt: „Wie heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das ist sehr fern, sondern wir richten das Gesetz auf.“ Also Paulus war nicht derjenige, der das Gesetz einfach wegrationalisiert hat, nicht mehr haben wollte. Nein, er sagte, wir richten das Gesetz auf, wenn wir an Jesus Christus glauben.

[17:24] Paulus wollte seinen Hörern und seinen Lesern unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund vermitteln, dass das Gesetz mehrere Bedeutungen hat. Das ist deutlich, wenn wir anfangen, das Gesetz und die Aussagen des Gesetzes miteinander zu vergleichen. Es gibt da eine Menge Aussagen über ein Gesetz, das für alle Menschen gültig ist, zu allen Zeiten. Aber es gibt auch Aussagen von Gesetzen, die kulturell bedingt waren. Wir Adventisten machen einen Unterschied, und nicht nur Adventisten, viele gläubige Menschen auch, machen einen Unterschied zwischen Moralgesetz, zwischen Zeremonialgesetz, zwischen Speisegesetze und anderen kulturellen Gesetzen.

[18:20] Welche Bedeutung haben diese unterschiedlichen Gesetze für uns heute? Das ist eine interessante Frage. Paulus erkannte zum Beispiel, dass das Zeremonialgesetz, das heißt die Gesetze, die beschrieben haben, wie sich ein Gläubiger in der Zeit des alten Testamentes durch das Heiligtum und durch die Opfer, die gebracht werden mussten, sich Gott nahen konnte und die auch lange Zeit gültig waren, aber die ihr Ende gefunden haben, als Jesus am Kreuz starb. Das Lamm, auf das hingewiesen worden ist, ist nun selbst gestorben. Er, Jesus, war das eigentliche Lamm. Und als er gestorben ist, ist der Vorhang im Tempel zerrissen. Deutlich hat es Gott den Menschen klargemacht, dass ein anderer Abschnitt gekommen ist, dass die ganzen Zeremonien, die auf ihn hingedeutet haben, keine Bedeutung mehr hatten.

[19:29] Auf der anderen Seite finden wir das Moralgesetz. Und das Moralgesetz in der Heiligen Schrift wird ausgedrückt in den zehn Geboten. Und da ist etwas ganz anderes. Das Moralgesetz ist etwas, was immer gültig ist, das nie verändert wird. Es ist das, was uns hilft, zu unterscheiden, was gut und was böse ist. Paulus hatte in seinen Briefen sehr viele Hinweise gegeben, wie ein Mensch, der mit Christus lebt, sein Leben verändert. Der da hingewiesen hat, wie das Gesetz Gottes, das er den Menschen gegeben hat, ihm zeigt, was Sünde oder nicht Sünde ist, was gut ist und was böse ist. Er hätte, wenn er das Moralgesetz abgeschafft hätte, genau das Gesetz, das Sünde definiert, entfernt.

[20:28] Ich möchte ein Beispiel geben. Ich denke, es ist gut, gerade wenn wir uns das Gesetz anschauen, dass wir immer wieder neu forschen darin, was bedeutet es denn. Und ich möchte einen Text nehmen, den wir sehr oft als Adventisten vorgehalten bekommen, weil uns gesagt wird: „Ihr seht, da steht ja, dass Gott etwas Besonderes getan hat und dass die Gesetze und damit auch der Sabbat nicht mehr gültig ist.“ Ich nehme den Text, der im Kolosserbrief im zweiten Kapitel steht und wenn ich jetzt ihn lese, wird jeder sofort diesen Text schon mal gehört haben oder auch gelesen haben. Ich lese ab Vers 14 bis Vers 17. Dort heißt es: „Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war und hat ihn weggetan und ans Kreuz geheftet. Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Trumpf aus ihnen gemacht in Christus. So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen. Wegen Speise und Trank oder wegen bestimmten Feiertags, Neumonds oder Sabbats.“

[21:51] Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen. Leibhaftig aber ist es in Christus. Dieser Text verbirgt eigentlich viel Sprengkraft. Wird hier nicht gesagt, dass wir uns keine Gedanken mehr machen sollen über den Sabbat, dass Jesus alles weggetan hat? Zuerst steht in Vers 14 nicht, dass er die Gebote ans Kreuz geheftet hat, sondern dass er den Schuldbrief getilgt hat und ans Kreuz geheftet hat. Aber was hier steht ist: Er sagt, so lasst euch von niemandem ein schlechtes Gewissen machen, wegen Speise und Trank. Das ist der erste Gedanke, den wir hier finden. Kein Gewissen mehr zu machen über Speise und Trank.

[22:38] Wenn wir die Bibel so anschauen, dann stellen wir fest, dass diese Redewendung immer in dieser Reihenfolge kommt. Das heißt, Speise und Trank hießen der Bibel nie Trank und Speise. Und diese Redewendung Speise und Trank war immer verbunden mit diesen Opferungen, die gemacht werden mussten im Heiligtum, um auf Jesus, den kommenden Retter hinzuweisen. Also die Bibel sagt uns eigentlich hier: Macht euch da keine Gedanken mehr, weil das ist vorüber. Jesus ist das Lamm, das gestorben ist. Und die Bibel sagt, wir brauchen kein anderes Opfer mehr. Er ist ein für alle Mal gestorben. Dieses Opfer ist das einzig Gültige. Aber er sagt auch, macht euch kein Gewissen mehr über Speise und Trank, das haben wir schon gesagt, oder wegen eines bestimmten Feiertags. Und wir merken, es gab ja eine Menge Feiertage, die im jüdischen Kalender eine bestimmte Rolle spielten. Das Volk ging mehrmals nach Jerusalem im Jahr, um dort Feiertage miteinander zu feiern, abzuhalten. Aber dann wird uns gesagt: Macht euch keine Gedanken, kein schlechtes Gewissen über Neumonde. Wir wissen eigentlich sehr wenig in der Heiligen Schrift über Neumonde. Es gibt einige Stellen, die den Neumond erwähnen, aber wir wissen wenig, was das wirklich zu bedeuten hat. Aber was am Schluss hier noch steht, das ist eigentlich das, was uns ein wenig manchmal Bauchweh bereitet. Wenn uns gesagt wird: „Macht euch kein Gewissen über den Sabbat.“ Und die Leute sagen: „Da steht es doch. Warum haltet ihr euch nicht danach und daran, wenn es in der Heiligen Schrift so steht?“

[24:37] Manche berufen sich dann auf die alte Luther, wo dann oft steht: „Macht euch keine Gedanken über Sabbatä.“ Aber von der Lesart her, von der ursprünglichen Lesart her, ist eigentlich dieses Wort nicht im Plural, sondern im Singular, in der Einzahl. Macht euch keinen Gedanken über den Sabbat.

[25:02] Wie können wir das verstehen? Ist das wirklich so, dass der Sabbat nicht mehr die Bedeutung hat, dass er nichts mehr, dass das nichts mehr zu tun hat, dass dieser Teil des Moralgesetzes für uns heute nicht mehr gültig ist? Dass wir weder stehlen, noch morden, noch lügen sollen, darüber sind sich die meisten ja einig. Aber der Sabbat steht ja auch in dem Moralgesetz, eigentlich als das größte, längste Gebot. Ist das wirklich aufgehoben? Es ist gut, wenn man sich darüber ein wenig beschäftigt, mit dem Wort beschäftigt und nachfragt, was bedeutet denn das?

[25:44] Wenn wir den nächsten Vers noch lesen, dann kann er uns eine kleine Hilfe sein. Hier steht: „Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen. Leibhaftig aber ist es in Christus.“ Das ist ein interessanter Text. Und wenn wir einen Text lesen, auch wenn er schwer ist, das erste, was wir beachten müssen, ist, dass wir ihn im Zusammenhang lesen. Paulus gibt uns immer wieder den Hinweis, dass wir wirklich das Wort studieren, dass wir nicht nur Milch nehmen, sondern auch feste Speise, damit wir Falsches und Gutes unterscheiden können. Wir müssen also schauen, in welchem Zusammenhang steht denn dieser Text. Und da steht, dass alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen.

[26:39] Jetzt, wenn wir die Bibel ein wenig anschauen, stellen wir fest, dass der Sabbat ja sehr intensiv begründet wird in der Heiligen Schrift. Der wöchentliche Ruhetag steht ja x-mal in der Heiligen Schrift. Er beginnt schon ganz vorne, als Gott den Sabbat eingeführt hat, bei der Schöpfung. Und auf den ersten Seiten der Bibel wird uns schon gesagt: „Ich habe den Sabbat eingeführt und ihr sollt ihn heiligen, ihr sollt ruhen an diesem Tag.“ Und in den Geboten wird dann ganz deutlich gesagt: „So wie ich in sechs Tagen Himmel und Erde geschaffen habe und am siebten Tag geruht habe, so sollt auch ihr ruhen.“

[27:20] Wenn wir über den Sabbat nachdenken, den wöchentlichen Sabbat nachdenken, dann müssen wir unumwunden zugeben, die Begründung, weshalb wir den Sabbat feiern, dass wir uns jede Woche treffen, dass wir Gott anbeten an diesem Tag, die Begründung dafür liegt nicht in der Zukunft, sondern in der Vergangenheit. Gott sagt: „Weil ich geschaffen habe und geruht habe, deshalb soll auch ihr ruhen.“

[27:50] Im 5. Mose 5 wird dieses Gebot, die zehn Gebote noch einmal erwähnt und da wird die Begründung gegeben: „Weil ich euch aus Ägyptenland herausgeführt habe, aus der Knechtschaft herausgeführt habe.“ Und Jesus macht ganz deutlich und sagt: Knechtschaft hat etwas zu tun, dass ein Mensch in die Sünde gerät und jeder Mensch ist Sünder und wenn er in der Sünde bleibt, wird er mit der Sünde umkommen. Der Einzige, der uns aus der Sünde heraus holen kann, sind nicht unsere Freunde, ist nicht unsere Frau oder unser Mann, sind nicht mehr wir selbst, weil wir uns selbst nicht aus diesem Sumpf ziehen können. Der Einzige, der uns aus der Sünde herausholen kann, der unseren Fuß wieder auf einem festen Grund stellen kann, ist Jesus. Er ist der Einzige. Warum? Weil er uns verändern kann.

[28:54] Ist jemand in Christus, sagt Jesus oder Paulus sagt das wenigstens so, ist jemand in Christus, dann ist er eine neue Kreatur. Das heißt, wenn ich neu geschaffen werde, ist die gleiche Schöpferkraft notwendig, als bei der Schöpfung dieser Erde. Und wir merken, einen Menschen zu ändern, das gelingt keinem außer Gott.

[29:16] So merken wir, wenn es um den Sabbat geht, um den wöchentlichen Sabbat, dann hat das etwas mit dem Schöpfergott zu tun, der in der Vergangenheit diese Erde geschaffen hat oder mich in der Vergangenheit verändert hat. Aber wenn ich diesen Text hier lese, dass wir uns keine Gedanken machen sollen über den Sabbat, dann heißt es hier: „dass alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen.“ Scheinbar muss das etwas anderes sein. Wenn der Sabbat, der wöchentliche Sabbat begründet wird mit der Vergangenheit, dann wird dieser Sabbat begründet mit der Zukunft.

[29:49] Es ist interessant, wenn man so die Bibel liest, dann stellen wir fest, dass es noch einen Tag gibt, ein Fest gab in der Heiligen Schrift, das genauso die gleiche Bezeichnung bekommen hat, wie der wöchentliche Sabbat. Und dieses Fest, das Gott seinem Volk immer wieder vor Augen führt, in seinem Wort, ist der große Versöhnungstag. In 3. Mose 23 wird uns gesagt: „Du sollst ihn genauso wie den wöchentlichen Sabbat halten, von Abend an wieder bis zum Abend. Das ist keine Arbeit tun.“ Der wöchentliche Sabbat und der große Versöhnungstag werden gleich genannt in der Heiligen Schrift. Und das macht die Sache sehr interessant.

[30:50] Ich meine, in der Zeit des Alten Testamentes gab es ja jedes Jahr einmal den großen Versöhnungstag, der bis heute bei den Juden ja gefeiert wird, der Yom Kippur. Einmal im Jahr. Yom Kippur. Aber der eigentliche Versöhnungstag, den Gott in den Plan der Lösung eingebaut hat, ist ein Tag, wo Gott anfängt zu richten, weil der Versöhnungstag war immer ein Tag des Gerichts, wo die ganze Sünde weggewischt worden ist, herausgenommen worden ist aus dem Heiligtum und wo deutlich, dem Volk deutlich gemacht worden ist, dass Gott sein Volk neu reinigt.

[31:39] Wenn der große Versöhnungstag, der eigentliche Versöhnungstag etwas ist, wo Gott letzten Endes die Sünde beseitigt, dann macht uns die Bibel sehr deutlich, dass das nicht etwas mit der Vergangenheit zu tun hat, sondern das hat etwas zu tun mit der Zukunft. Der eigentliche Versöhnungstag lag in der Zeit, wo Paulus den Kolosserbrief geschrieben hat, weit in der Zukunft. Weil die Bibel uns von der prophetischen Seite her sagt: „Bis das 2300 Abende und Morgen um sein wird, dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden, gerechtfertigt werden.“ Ein ganz deutlicher Hinweis auf den großen Versöhnungstag, den wir in Daniel 8 finden. Auch die zwei Tiere des großen Versöhnungstag, der Witter und der Ziegenbock, werden hier erwähnt. Dass keiner Zweifel zu haben braucht, dass damit der große Versöhnungstag angesprochen ist. Und dieser große Versöhnungstag, er begann in der Zeit des Paulus weit in der Zukunft, nach der prophetischen Aussage 1844.

[32:52] Wenn Paulus hier sagt: „Macht euch keine Gedanken über Speise und Trank, macht euch keine Gedanken wegen eines bestimmten Feiertags, Neumonds oder Sabbats“, dann meint er diesen Sabbat des großen Versöhnungstags, der noch in der Zukunft lag, zur Zeit des Paulus. Weil auch dieser große Versöhnungstag ein Bereich war, der den ganzen Plan, den Jesus durchführte, uns vor Augen malte und eigentlich nicht mehr ein besonderes Fest war, das wir eigentlich feiern brauchen.

[33:34] Zum Schluss noch einige Gedanken, die uns in dieser Bibelbetrachtung gegeben sind. Ich möchte noch 1. Korinther 15 aufschlagen. Es ist eigentlich ein Text, den Paulus als seinen besonderen Text immer wieder hervorhebt. 1. Korinther 15, eine besondere Botschaft, die Paulus dem Volk, den Menschen immer wieder nahebrachte. Eine Botschaft, die ihn zutiefst berührte, eine Botschaft, die er immer wieder weitergab, weil es die Grundlage ist oder war seines Glaubens, die Grundlage seines Handelns. Und ich denke, es ist auch die Grundlage unseres Lebens. Muss es sein. Ich lese mal den Text 1. Korinther 15, ich lese von Vers 12 ab bis Vers 14 und dann Vers 17 bis Vers 20. Dort heißt es: „Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen denn einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“

[34:52] Und jetzt Vers 17 bis Vers 20: „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. So sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die Elendsten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling und unter denen, die entschlafen sind.“

[35:21] Eine fantastische Botschaft, die Paulus uns immer wieder nahe bringt, die Paulus immer wieder deutlich macht. Das Kreuz und die Auferstehung, das Zentrum seines Glaubens und seiner Verkündigung, der stärkste Pfeiler, den wir eigentlich in unserem Glauben an Christus haben. Es war wirklich die Mitte, die Paulus verkündigte und lehrte. Ich wüsste nicht, sagt er, was ich sonst predigen sollte als Christus den Gekreuzigten. Oder ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich. Aber er ist auferstanden und deshalb haben wir Hoffnung.

[36:10] Die Irrlehre von der Unsterblichkeit der Seele, dass der Mensch eigentlich gar nicht stirbt und immer weiter lebt, ist ja schon sehr alt. Es ist ja nicht eine Lehre, die erst in der Zeit des Apostel Paulus bekannt geworden wäre. Nein, schon im Paradies postulierte die Schlange: „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben.“ Und dieser Gedanke ist in den Traditionen der meisten christlichen Religionen vorhanden und in vielen nichtchristlichen Religionen fest verwurzelt. Aber Paulus macht das sehr deutlich. Er sagt, nur Gott ist unsterblich.

[36:53] Ich nehme den Bibeltext dazu, im 1. Timotheus 6, Vers 16. Er spricht zum Beispiel von der Unsterblichkeit, dass die Unsterblichkeit ein Geschenk Gottes ist, die er den Erlösten schenkt, wenn er wiederkommt. 1. Thessalonicher 4, Vers 16. Oder er macht es so deutlich in der Begebenheit, als er seinen besten Freund auferweckt, der schon vier Tage im Grab lag, der schon gestunken hat. Und dann sagte er: „Wisst ihr, unser Freund schläft.“ Und die Jünger sagen: „Ja, wenn er schläft, dann wird es ja bald besser.“ Nein, sagt Jesus, er ist gestorben. Gott vergleicht den Schlaf, den Tod aus einem Schlaf, der andauernd ist, bis zu der Zeit, wo er wiederkommt.

[37:46] Und wir merken schon, es ist wichtig, es ist wichtig, dass wir eine gute, eine richtige Vorstellung haben von diesem Gedanken des Todes und der Auferstehung. Es ist so wichtig, weil es unseren Glauben aufbaut, unser Vertrauen zu Jesus festigt, unsere Hoffnung wieder neuen Sinn gibt.

[38:07] Die Irrtümer einer falschen Vorstellung der Unsterblichkeit hat gewaltige Auswirkungen. Wir haben die Lehre von der Reinkarnation. Ich kann mich noch gut erinnern, ich war in einem Seminar, ich habe die Predigt gehalten, dann kam eine Frau zu mir und sagt: „Wissen Sie, ich muss Ihnen was sagen, ich habe schon einmal in Südamerika gelebt und einmal in England und jetzt bin ich wieder auf dieser Erde.“ Das ist ein interessanter Gedanke, den sie gebracht hat, nur er steht nicht in der Bibel, höchstens in Offenbarung 23. Die Lehre von der Reinkarnation gäbe es nicht, wenn wir die biblische Botschaft des Todes, dass er ein Schlaf ist und Gott diese Menschen, die ruhen, auferweckt am Jüngsten Tag, wenn wir sie ernst nehmen.

[38:52] Es gäbe die ganze Botschaft der heiligen Verehrung nicht, wo Menschen zu irgendwelchen Namen beten, um zu meinen, dass diese Heiligen ihnen helfen. Ich war damals Student, als ich in einer Familie war und dort ein wenig gelebt habe in der Schulzeit. Und da war eine alte Frau, sie wurde von ihrem Sohn, ihrer Schwiegertochter gepflegt bis zum Tod für die Krebs. Und sie hatte diese Idee der unsterblichen Seele sehr tief verankert durch ihre Traditionen. Und als der Pfarrer zu ihr kam und sie, er war jede Woche bei ihr und ihr Trost zusprechen wollte, dann sagte er zu ihr: „Frau Wittmann, Sie müssen zu dem und zu dem und zu dem Heiligen beten, dann können die Ihnen helfen.“ Als er dann nach einer Woche wieder kam und die alte Frau gefragt hatte: „Na, haben Sie zu diesem Heiligen gebetet?“, dann wurde sie ganz bleich und sagte: „Es tut mir leid, ich habe die Namen vergessen, ich habe andere Heilige genommen.“ Und dann sagte der Pfarrer in dieser schwierigen Stunde, die letzten Stunden dieses Menschen, er sagte zu ihr: „Wissen Sie, diese Heiligen können Ihnen nicht helfen.“

[40:21] Welch einen Gott haben wir, zu dem wir kommen dürfen, der uns immer helfen kann. Es ist schön, dass wir nicht an irgendwelche Heiligen zu beten haben, die ja eigentlich nicht mehr leben, die ja genauso ruhen, Menschen, die vielleicht Gutes getan haben, sie ruhen und Gott wird sie einmal auferwecken, entweder zur Auferstehung der Guten oder zur Auferstehung des Gerichts. Das ist die Sache, die Gott entscheiden wird.

[40:54] Die ganze Ahnenverehrung hätte keine Möglichkeit, dass sie Hand und Fuß hätte. Die Idee eines ewig brennenden Höllenfeuers, mit dem man viel Furcht eingeflößt hatte den Menschen, zu vielen Zeiten, hätte keine Begründung, hätte keinen Boden, um daran zu glauben. Die ganzen New Age Praktiken, die die Menschen aufsaugen, oft wie ein nasser Schwamm, wo sie mit Esoterik und vielen anderen Dingen meinen, ihr Leben bereichern zu können. Oder wenn Botschaften geschrieben werden von irgendwelchen überirdischen Wesen durch Medien und sie dann anfangen zu schreiben. Es ist ganz schwierig. Alle diese Dinge hätten keine Möglichkeit zu existieren, wenn wir anfangen, dieses Wort wieder ernst zu nehmen.

[41:44] Dass Gott uns gibt, dass Paulus so einen Mittelpunkt stellt und sagt, das ist eigentlich die Grundlage. Wenn wir glauben, dass Jesus auferstanden ist, dann dürfen wir Hoffnung haben. Wenn wir das nicht glauben, ist unser ganzes Leben, unser ganzer Glaube eigentlich nichtig. Das richtige Verständnis davon, was die Bibel über Tod lehrt, ist eigentlich die einzige Grundlage, der einzige Schutz gegen all die satanischen Verführungen, die wir durch die Traditionen in anderen nichtchristlichen Religionen immer wieder vor Augen geführt werden.

[42:29] Gott möge uns segnen, wenn wir sein Wort studieren, wenn wir uns Zeit nehmen, wenn wir in kleinen Gruppen zusammensetzen und unsere Erfahrungen mit einbringen, wenn wir davon berichten, was wir persönlich erlebt haben, dann wird Mission nicht nur eine Theorie sein. Dann wird Mission etwas werden, was mit unserem Lebensstil zu tun hat, der Menschen anzieht, der Menschen neugierig macht und der Menschen darin führt, dass sie mehr dieses Wort Gottes studieren und dass sie es zu Herzen nehmen.

[43:12] Ich freue mich, dass wir über diesen Gedanken uns unterhalten dürfen. Und ich lade auch alle wieder ein, diese Studien auch in der kommenden Woche sehr intensiv zu machen. Wenn es um das Thema geht: „Muss es die ganze Welt erfahren?“ Es geht um Mission. Es geht darum, dass Gott eine Botschaft hat, die wirklich alle Menschen ansprechen wird und die notwendig ist, damit wir in die engste Gemeinschaft mit unserem Heiland kommen. Das wünschen wir uns allen, wenn wir das Wort aufschlagen. Wir wollen noch miteinander beten.

[43:57] Lieber guter Vater im Himmel, wir wollen dir ganz herzlich danken, dass du uns immer wieder Gelegenheit schenkst, uns mit deinem Wort zu beschäftigen. Wir wollen dir danken, dass du uns nicht mit leeren Händen dastehen lässt, sondern dass du uns dein Wort offenbarst, damit wir dich als unseren Herrn, als unseren Heiland immer mehr erfassen und erleben dürfen. Wir danken dir, Herr, dass du uns auch genügend Möglichkeiten schenkst, damit wir miteinander studieren können, was Wahrheit ist, was du in deinem Wort als Wahrheit uns offenbarst. Herr, wenn wir über die Gesetze nachdenken, die du gegeben hast, über dein Gesetz, das unsere Herzen bereichert, damit wir erkennen dürfen, dass du es bist, der der Einzige ist, der uns aus dieser sündenbeladenen Situation herausreißen kann und der uns Mut macht, mit dir unser Leben so zu gestalten, dass deine Charakterzüge, deine Ethik auch unsere Ethik wird.

[45:13] Wir danken dir, Herr, dass wir auch wissen dürfen, dass der Sabbat eine besondere Bedeutung hat, eine besondere Bedeutung für unser Leben, dass wir mit dir gestalten, aber auch in der Beziehung zueinander, dass wir lernen, den Tag heilig zu halten, den auch du heilig gehalten hast. Herr, wir bedanken dir, dass wir auf diesem festen Fundament uns bewegen dürfen, dass wir nicht einer Idee, einer frommen Idee anheimfallen, sondern auf dieser Tatsache, dass du der Einzige bist, der gestorben und auferstanden ist und der uns diese Gabe schenken möchte, die Gabe des ewigen Lebens, wenn du wiederkommst. Wir danken dir dafür, für dieses Geschenk und bitten dich um deinen Segen darum, in deinem Namen, Herr. Amen.
[46:30] Amen.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.