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Manuskript zur Sendung >>> CSH_2015_Q3_L2

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode mit Thomas Kasunic wird Abraham als der erste Missionar der Bibel beleuchtet. Die Lektion untersucht Abrahams Ruf, seine Bereitschaft, alles hinter sich zu lassen, und wie sein Glaube und Gehorsam Gott ermöglichten, ihn und seine Nachkommen zu segnen. Es wird betont, wie Abrahams Leben uns heute als Vorbild dient, um Gottes Willen zu folgen und ein Segen für andere zu sein.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q3: Missionare in der Bibel

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt hier auf www.joelmedia.tv.de und ich begrüße auch alle, die sich diese Sendung anschauen auf www.ad-tv.info. Schön, dass ihr eingeschaltet habt. Schön, dass wir jetzt gemeinsam das Wort Gottes studieren dürfen, ganz besonders mit unserer Sabbatschulbetrachtung, mit dem Quartalsthema Missionare in der Bibel. Und wir wollen uns ganz besonders in dieser Woche oder haben uns in dieser Woche eine Person angeschaut, nämlich Abraham. Und die Überschrift in dieser Woche hieß auch: Abraham, der erste Missionar. Und wir werden hier interessante Aspekte gemeinsam studieren, die uns näher dazu hinführen sollen, wie Gott durch Abraham in missionarischen Tätigkeiten, aber auch in schwierigen Fällen, wo auch Abraham selbst geprüft wurde, hindurchgeführt hat. Und das ist auch für uns letzten Endes ein Beispiel und auch eine Ermutigung, wie wir in unserem persönlichen missionarischen Umfeld ein Beispiel nehmen können an Abraham.

[1:35] Und bevor wir einsteigen, möchte ich uns einladen, dass wir unsere Häupter neigen zu einem kurzen Gebet. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort. Wir danken dir so sehr, dass wir es in einer Zeit des Friedens lesen dürfen, dass wir darin erbaut werden können und ganz besonders, dass wir sehen können, wie du die Menschen damals geführt hast und wie du auch heute noch führst. Herr, wir bitten dich um deinen Heiligen Geist, der uns durch alle Wahrheiten führt und bitten dich auch ganz besonders, dass du uns zeigst, wo wir heute in unserer Zeit, in unserem missionarischen Feld, wie wir tätig sein sollen, was wir aus dieser Lektion lernen können, dass wir dadurch erbaut werden, dass wir es umsetzen können und ganz besonders, dass wir deinen Willen erkennen, wie du uns führen möchtest. Bitte sei du gegenwärtig, wie du es verheißen hast und danke es in deinem kostbaren Namen, Herr Jesus. Amen.

[2:29] Zu Mose möchte ich gerne erst noch ein Vers lesen, nämlich in 1. Mose, Kapitel 10 und dort Vers 21. Und dort geht es mir ganz besonders um eine Person. Wenn wir von den Vorfahren Abraham sprechen, gab es eine ganz bestimmte Person, die auch in ihrer Namensgebung eine sehr interessante Bedeutung hat, nämlich in 1. Mose, Kapitel 10, Vers 21.

[3:01] Auch Sam wurden Kinder geboren, ihm, dem Vater aller Söhne Hebers, dem älteren Bruder Japheth. Nun, wenn ich in den Gesprächen mit Menschen über Abraham spreche, denken immer viele, er sei ein Jude gewesen. Aber Abraham war ja kein Jude, er war ein Hebräer, denn aus diesem Namen Hebers kommt ja der ursprüngliche Gedanken oder den Ausdruck des Hebräers von Eber. Das bedeutet, der Name an sich bedeutet der Hinübergehende oder einer, der auswandert. Das ist sehr interessant, weil ja genau in diesem Zeitraum in etwa Abraham nach dem Ruf Gottes sein Vaterhaus und seine Verwandtschaft verlassen sollte. Und so finde ich es interessant, dass durch diesen Namen der Hebräer, des Ebers, die Bedeutung hat der Hinübergehende, einer, der auswandert.

[4:03] Lasst uns einsteigen, wo wir auch den Merkvers haben, in Galater, Kapitel 3, um dort einen Gedanken aufzunehmen, der für unsere Grundlage dieses Studiums sehr, sehr wichtig ist. In Galater, Kapitel 3 und dort Verse 6 bis 8. Dort lesen wir: Gleich wie Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit angerechnet wurde, so erkennt auch, dass aus dem Glauben sind, diese sind Abrahams Kinder. Da es nun die Schrift voraussah, dass Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham im Voraus das Evangelium verkündet: In dir sollen alle Völker gesegnet werden.

[4:59] Nun, der Begriff Evangelium ist ja nicht nur ein neutestamentliches Phänomen, wie wir jetzt gerade auch gelesen haben, sondern findet sich im Ursprung in ihrer Aussage auch im Alten Testament. Denn es heißt ja, Gott hat sie dem Abraham im Voraus das Evangelium verkündet, in dem Kontext, dass aus ihm alle Völker gesegnet werden sollen, auf der Basis, dass Abraham Gott geglaubt hat. Nicht einfach nur geglaubt hat, sondern ein jedes Wort, was aus dem Munde Gottes hervorgeht. Und das ist die Basis letzten Endes, die für uns auch heute noch als Siebentagsadventisten hier eine Basis sein soll. Unsere Mission basiert auf dem Glauben des Wortes Gottes, aus jedem einzelnen Wort.

[5:50] Wir gehen weiter in 1. Mose Kapitel 11 und lesen dort die Verse 31 und 32. In 1. Mose Kapitel 11 Vers 31 und 32. Und dort lesen wir: Und Terach nahm seinen Sohn Abraham, damals noch, bevor der Bund mit Gott gemacht wurde, dazu Lot, den Sohn Harans, seinen Enkel, auch Sarai, seine Schwiegertochter, die Frau seines Sohnes Abraham, und sie zogen miteinander aus von Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu gehen. Als sie aber nach Haran kamen, blieben sie dort. Und die Lebenszeit Terachs betrug 205 Jahre und Terach starb in Haran.

[6:49] Nun, Mose wurde herausgeführt, als er mitten unter den Menschen lebte, die Götzen anbeteten. Wir dürfen nicht vergessen, dass in demselben Kapitel am Anfang ja von dem Turmbau zu Babel beschrieben wird. Und die Vorfahren Abrahams lebten ja in diesen Umständen. Und man darf nicht vergessen, dass dieser Turmbau zu Babel ja ein Altar war, um den Sonnengott anzubeten. Ein riesen Altar sozusagen für die Sonnenanbetung. Selbst Nebukadnezar ließ einen Tempel wieder aufbauen für diesen Gott Marduk, für diese Art Sonnenanbetung. Und wir müssen bedenken, dass der Umstand, in dem Abraham damals lebte oder Abram damals lebte, war sicherlich nicht anders, als wie wenn wir heute die Großstädte ansehen, nur in einer anderen Form, moderner. Und das sollte uns auch insofern zu bedenken geben, was auch jetzt passiert, nachdem wir die Herausführung auch jetzt studieren werden.

[7:52] Interessant ist noch zu bemerken, dass diese Herausforderung in zwei Etappen vor sich ging. Wir sehen, dass er hier einen Zwischenstopp hatte. Und bis dahin hatte er in etwa, und das könnt ihr mal hinten nachschauen, oder in den meisten Bibeln gibt es ja hinten immer so eine schöne Karte. Und dass man mal so ein bisschen so einen Blick hat dafür, was für eine Strecke Abraham hier hinter sich brachte. So in etwa, man sagt so etwa drei Monate, bis zu diesem Vers, was wir gerade gelesen haben, hat er etwa 1050 Kilometer hinter sich gebracht. Und man muss sich mal vorstellen, sie zogen ja nicht nur einfach so mit Rucksack und den Kleidern, die sie hatten. Nein, sie hatten ja Tiere bei sich, sie hatten ja Angestellte, Bedienstete bei sich. Und bis da mal ein Zelt aufgebaut wurde und dort ein paar Tage an einer Stelle blieb und wieder eingepackt wurde und loszogen und dann die ganze Tiere. Also war das schon eine recht reife Leistung, so eine Wegstrecke zu hinterlegen in so einer Zeit.

[8:54] Wir wollen uns jetzt den Ruf Abrahams auch anschauen, den wir hier in 1. Mose 12 lesen können von den Versen 1 bis 3. 1. Mose 12, Verse 1 bis 3. Und dort heißt es: Der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

[9:43] Interessant ist zu sehen, dass bis zu diesem Zeitpunkt 422 Jahre vergingen, als Gott wieder zu Menschen sprach. Denn das letzte Mal sprach er zu Noah. Und da vergingen jetzt 422 Jahre, als Gott wieder zu Menschen sprach. Und wir sehen auch, dass er nicht nur das Haus seines Vaters verließ, sondern auch seine Verwandtschaft, seine Bekanntschaft, seine Freunde. All die, die er dort kennengelernt hatte, verließ er.

[10:17] Nun, wie geht es uns damit, wenn Gott uns ruft und wir diesem Ruf folgen sollen von einem Ort, den wir lieb gewonnen haben, den wir vielleicht ungern verlassen, weil wir uns doch zu sehr mit diesem Ort oder diesen Örtlichkeiten, uns zu sehr identifiziert haben? Ich kann nur von mir sprechen, wenn ich sehe, dass ich und meine Familie die Einzigen sind, die dem Glauben der Siebentagsadventisten gefolgt ist. Und bin sozusagen geistlich gesehen von meines Vaters Hause herausgegangen. Und nicht nur zu der Zeit, als ich zum Glauben kam, dass ich sozusagen mich von meinen Eltern geistlich getrennt habe, weil sie stammen oder sind noch in der katholischen Kirche. Auch meine ganzen Freunde, wo Gott mir gezeigt hatte, dass es einfach mir persönlich nicht gut tut, wenn ich Jesus nachfolgen möchte, weiterhin mit meinen Freunden, mit meinen säkularen Freunden weiterhin Freundschaft zu führen. Und ich kann insofern ein klein wenig nachvollziehen, wie es Abraham ergangen sein musste. Dass es sicherlich nicht einfach war, diesen Ruf einfach nur so zu folgen.

[11:35] Wir wollen uns mal diese drei Verse so ein bisschen genauer anschauen und Folgendes feststellen. Zu Vers 1 möchte ich mit euch im Kontext den Vers in Jesaja anschauen. Und zwar in Jesaja Kapitel 41. Und dort die Verse 1 bis 10, wo es darum ging, dass Israel die Nichtigkeit des Götzendienstes erkennen sollte. Genauso eben wie Abraham erkennen sollte, dass der Ort, wo Götzendienst fast jeden Tag praktiziert wurde, eine Nichtigkeit hat. Und hier spricht Gott zu seinem Volk. Nicht nur damals, sondern auch für uns heute.

[12:25] Hört mir schweigend zu, ihr Inseln. Und die Völker mögen neue Kraft gewinnen. Sie sollen herzukommen. Dann mögen sie reden. Wir wollen zusammenkommen und miteinander zurechtkommen. Wer hat von Anfang her den erweckt, dem Gerechtigkeit begegnet auf Schritt und Tritt? Wer gibt Völker vor ihm hin und unterwirft ihm Könige? Er macht sie wie Staub vor seinem Schwert, wie verwehte Stoppeln vor seinem Bogen. Er verfolgt sie, zieht wohlbehalten einen Weg, den er mit seinen Füßen nie zuvor betrat. Wer hat es bewirkt und ausgeführt? Er, der die Geschlechter gerufen hat von Anbeginn. Ich der Herr, der ich der Erste bin und auch bei den Letzten noch derselbe. Die Inseln schauen und schaudern, die Enden der Erde erschrecken. Sie nähern sich und kommen herzu. Da hilft einer dem anderen und spricht zu seinem Bruder: Sei getrost. Der Künstler ermutigt dem Goldschmied, der welcher mit dem Hammer glättet, ermutigt den, der auf dem Amboss schlägt, indem er vor der Lötung sagt: Sie ist gut. Und er befestigt es mit Nägeln, damit es nicht wackelt.

[13:39] Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, mein Auserwählter, du Same Abrahams, meines Freundes, den ich von den Enden der Erde ergriffen und aus ihren entferntesten Winkeln berufen habe und zu dem ich gesprochen habe: Du bist mein Knecht. Ich habe dich auserwählt und nicht verworfen. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich. Ich helfe dir auch. Ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

[14:17] Was für eine wunderbare Verheißung, was für ein wunderbarer Trost, was für eine wunderbare Ermutigung und Erbauung, die Gott uns hier gibt. Wenn wir dem Ruf Gottes folgen wollen, und einen Schnitt machen müssen, sodass wir diesen götzendienerischen Leben ein Ende bereiten können, dass wir von Neuem anfangen können mit Gott.

[14:39] Und auch weiterhin sehen wir diesen Ruf nicht nur in diesem Zusammenhang, was Götzendienst betrifft, sondern wenn wir schon in 1. Mose gesehen haben, dass der Turmbau zu Babel eine Folge des Götzendienstes auch war, dass Gott sein Volk hier herausruft. Und wir kennen, wenn wir unseren missionarischen Gedanken mitnehmen in Offenbarung, wir kennen unsere dreifache Engelsbotschaft, die hier ganz klar ist. Da gibt es dann aber noch einen vierten Engel, der diesen Ruf hat, Menschen aus Babylon herauszuführen. Den haben wir in Offenbarung Kapitel 18 und dort schauen wir uns die Verse 1 bis 4 an. Und dort heißt es: Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht. Und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit. Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon die Große und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel. Denn von dem Glut waren ihre Unzucht, haben alle Völker getrunken und die Könige der Erde haben mit ihrer Unzucht getrieben und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden.

[16:01] Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.

[16:17] Dieser Auftrag, den wir hier sehen in Offenbarung 18, ist genau aktueller denn je zuvor. Und dieser Ruf, der an die Menschen ergeht, ist ein Ruf, den Gott durch uns durchführen möchte. Wir sollen die Menschen aus dem geistlichen Babylon herausführen und so hat auch Gott Abraham durch diesen Ruf herausgeführt, damit er dieser Sündhaftigkeit, des falschen Gottesbildes, dieser Götzenanbetung herausgeführt werden kann.

[16:58] In diesem Zusammenhang oder in diesem Kontext lasst uns 2. Korinther, Kapitel 6, Vers 16 und 17 lesen. 2. Korinther, Kapitel 6, Vers 16 und 17. Und hier sehen wir schon, dass hier Gott uns zur Absonderung aufruft. Wir wissen, dass wir in dieser Welt leben, in dieser Weltenzeit, aber wir sollten nicht so leben, wie die Welt es vorgibt, sondern wir sollten uns absondern. Wir sollten uns bereit machen für ein himmlisches Reich, für ein Reich, das hier auf Erden neu gebaut wird, wenn nach den tausend Jahren Christus mit den Erlösten hier eine neue Erde bewohnt werden, wo allein das Gesetz Gottes existieren wird und die Anbetung Jesu Christi.

[17:52] Hier heißt es: Zieht nicht, wir fangen ab Vers 14 an: Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen, denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein oder was hat der Gläubige gemeinsam mit den Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an, und ich will euch aufnehmen.

[18:38] Klarer kann diese Botschaft nicht sein und wenn wir sehen, dass nicht nur in dem Neuen Testament hier Gott so zu uns spricht, können wir auch davon ausgehen, dass Abraham diesen Ruf genauso verstanden hat.

[18:53] Nun, was bedeutet es für uns persönlich, wenn es nicht nur darum geht, uns von weltlichen Dingen abzusondern, sondern ganz besonders, dass wir ein Tempel sind, in dem Gott wohnen möchte, mitten unter uns. Immanuel, Gott mit uns.

[19:16] Und auch in diesem Zusammenhang lasst uns noch Hebräer anschauen. Hebräer ist ja voll von den Anmerkungen zu Abraham hin. Wir wollen nur ein paar hier uns anschauen. In Hebräer Kapitel 11 die Verse 14 bis 16 und da heißt es, oder wir können auch Vers 13 lesen: Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden.

[20:04] Denn die solches sagen, geben damit zu erkennen, dass sie ein Vaterland suchen. Frage: Suchst du nach dem wahren Vaterland? Suchst du nach dem wahren Zuhause? Brennt dein Herz für das Himmelreich, für die neue Erde?

[20:25] Vers 15: Und hätten sie dabei jenes im Sinn gehabt, von denen sie ausgegangen waren, so hätten sie ja Gelegenheit gehabt, zurückzukehren. Nun aber trachten sie nach einem Besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.

[20:46] Ihr Lieben, wie oft gibt es Gelegenheiten, die wir wahrnehmen in unseren Gedanken, in unseren Herzen, uns daran hin zu trainieren, hin zu denken, nach unserem Zuhause zu suchen, es zu ersehnen in unseren Herzen. Und wie viele Gelegenheiten haben wir auch gehabt, wo Satan versucht hat, uns hier auf dieser Welt festzuhalten. Halten wir unseren Blick gerichtet auf dieser Erde oder ist unser Blick gerichtet in den Himmel? Und das ist etwas, was wir uns jeden Tag vor Augen halten sollten und auch prüfen sollten, wie unsere Ausrichtung gepolt ist.

[21:37] Einen weiteren Text könnt ihr dann noch im Manuskript lesen, Apostelgeschichte 7 in den Versen 2 bis 4, wo wir diesen Kontext auch abschließen wollen. Gehen wir weiter zu Vers 2 und dort finde ich es interessant, dass die Aussage in 1. Mose 12, Vers 2 folgendes heißt: Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein.

[21:50] Interessant fand ich hier, wenn wir noch mal zurückgehen in 1. Mose 11, Vers 4, bei dem Turmbau zu Babel, wo es heißt: Und sie sprachen: Wollan? Lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden.

[22:31] Und wenn wir sehen, wie auf Maum 18, was wir gelesen haben und 1. Mose 11, Vers 4, plötzlich sehen, dass sich die Geschichte wiederholt und das ist ja das, was die Bibel sagt: Es geschieht nichts Neues unter der Sonne, alles wiederholt sich. Und sehen, dass diese Welt bereit ist, einen Zusammenschluss zu bauen, einen geistlichen Turmbau zu Babel, wo die Gedanken, diese Gedanken, die sie haben, zur Einheit führen, dass sie nicht zerstreut sind, dass sie nicht mehr verfeindet sind. Wie viel Kraft und Energie und Geld wird hier hereingesteckt, damit dies entsteht, dass die Welt eine Einheit bildet, damit sich die Menschen einen Namen machen?

[23:13] Ist es nicht interessant, dass der Name von Mose einen sehr interessanten Namen hat? Denn der Begriff oder der Name Abraham ist ja der Vater, ist der Haben und Abraham Vater der vielen. Was eigentlich hier klar und deutlich gemacht werden soll, ist, dass durch Abraham der Name Gottes erhaben sein soll, dass durch das Beispiel Abrahams der Name des wahren Gottes hochgehalten werden soll. Während die Menschen in dieser Welt sich einen eigenen Namen machen wollen, um sich selbst zu erhöhen und dies tun, indem sie sich zusammentun und sagen: Wir sind Gott und haben unsere eigenen Gesetze.

[24:31] Wir lieben genau aus diesem Grund, was wir vorhin gelesen haben, ist es so wichtig zu erkennen, dass wir bereit sein müssen, wenn Gott ruft, bereit zu sein, uns abzusondern, alles zu hinterlassen, was uns von Gott trennt, was uns hier auf der Erde festhalten könnte.

[24:58] Und diese Verheißung, dass der Name Gottes hochgehalten werden soll und dass er ein Segen sein soll, sehen wir auch in 1. Mose 13, Vers 16, wo er dies auch wiederholt. Da heißt es: Ich will deinen Samen machen wie den Staub auf der Erde. Wenn ein Mensch den Staub auf der Erde zählen kann, so soll man auch seinen Samen zählen können.

[25:26] Diese Verheißung als solches wiederholt er auch in 1. Mose 15, Vers 5 und in 1. Mose 17, Vers 5 und 6 und dort geschieht auch die Namensänderung von Abram zu Abraham, genauso wie in 1. Mose 18, Vers 18. Ihr könnt es dann im Manuskript selber lesen.

[25:55] Wollen wir weitergehen zu Vers 3 und dort lesen wir im Kontext 1. Mose 27, Vers 29. 1. Mose 27, Vers 29. Dort heißt es: Völker sollen dir dienen und Geschlechter sich vor dir beugen. Sei ein Herr über deine Brüder und die Söhne deiner Mutter sollen sich vor dir beugen. Verflucht sei, wer dir flucht und gesegnet, wer dir segnet.

[26:34] Und hier ging es darum, dass Jakob, und das ist in diesem Kontext von dem Kapitel, Jakob durch Betrug das Erstgeburtsrecht empfängt. Aber interessant ist zu sehen, wie diese Heilslinie weitergeführt wird, auch wenn sie durch manch menschliche Entscheidung nicht richtig getroffen wurde und krumme Wege gegangen sind, hat Gott aus diesem krummen Weg einen geraden Weg gemacht, hin zurück zur Heilslinie. Und Gott hält an dem Versprechen, Gott hält an dem Bund und bewegt alles Mögliche, damit Menschen durch diese Heilslinie gerettet werden können und dass Verheißungen Verheißungen bleiben, dass wir Gott vertrauen können, egal wie Menschen es auch versuchen zu manipulieren oder es zu ihrem Gewinn oder zu ihrem Vorteil zu verdrehen. Gott lässt sich nicht spotten, denn wenn Menschen bereit sind, sich zu bekehren, dass in dem Fall auch bei Jakob der Fall war, hat jeder Zugang zu dieser Heilslinie, somit auch zu der Verheißung, somit auch zum Fluch zu sein oder eben auch ein Segen zu sein.

[27:47] Wir sehen auch diesen Gedanken in 2. Mose, Kapitel 23. In 2. Mose und dort die Verse 20 bis 23. 2. Mose 23, 20 bis 23.

[28:09] Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit ich dich behüte auf dem Weg und dich an den Ort bringe, den ich bereitet habe. Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und sei nicht widerspenstig gegen ihn, denn er wird eure Übertretungen nicht ertragen, denn mein Name ist in ihm. Wenn du aber seiner Stimme wirklich gehorchst und alles tun wirst, was ich sage, so will ich der Feind deiner Feinde sein und der Widersacher deiner Widersacher.

[28:41] Hier sehen wir auch, dass die Ermahnung für die Besitznahme Kanaans und wir sind ja auch auf dem Weg ins himmlische Kanaan deutlich gemacht wird, dass wir der Stimme Gottes gehorchen sollen und das tun sollen, was Gott möchte. Wir hadern oft mit den Gedanken, selbst entscheiden zu wollen, wie unser Weg manchmal aussehen soll ins Himmelreich, aber umso mehr wir uns mit dem Wort Gottes studieren und wir unser Leben mit dem Wort Gottes wirklich reflektieren lassen, müssen wir oftmals eingestehen, dass unsere Gedanken oftmals an Grenzen stößt und gerade bei Abraham erkennen wir, wie wichtig es ist, auch zu sehen, welche Erfahrungen Abraham gemacht hat, welche Erfahrungen Josef gemacht hat, welche Erfahrungen Jakob gemacht hat und auch Mose selbst, wie in diesem Fall.

[29:42] Das heißt, Verheißung, Erfahrung und Bedingung sind auch bei Mose sichtbar, genauso wie damals auch Abraham es erfahren hat und das Gleiche sehen wir auch wie bei Bileam in 4. Mose 24 in den Versen 1 bis 14, könnt ihr selber nachlesen. Ich habe es euch im Manuskript hier mit beigefügt.

[30:07] Ich möchte mit euch jetzt noch einen Gedanken anschauen, wenn es darum geht, dem Willen Gottes zu folgen, wenn Gott uns ruft, uns abzusondern, unsere Standorte zu verlassen und zwar im Psalm 27 Vers 10.

[30:35] Dort heißt es: Wenn auch mein Vater und meine Mutter mich verlassen, so nimmt doch der Herr mich auf. Dieser Vers hat mich ganz besonders berührt, wenn ich nur daran denke, welche Kämpfe ich geführt habe mit meinen Eltern. Allein als es um das Thema der Taufe ging, ich sogar mit dem Schlimmsten rechnen musste, aber der Herr hat es wunderbar geführt und an diesem Tag wirklich ein Wunder gemacht. Und es ist für mich interessant zu sehen, dass wenn selbst leibliche Familien getrennt werden durch einen Ruf von Gott, sollte sich jeder, der diese selbe Erfahrung machen muss, sein Elternhaus zu verlassen, seine Freunde zu verlassen, seine Bekannte zu verlassen, dass Gott dich aufnimmt.

[31:43] Wir können dazu auch ein Vers lesen in Matthäus Kapitel 10, in diesem Kontext. Matthäus Kapitel 10, Verse 34 bis 39. Matthäus Kapitel 10, Verse 34 bis 39. Dort heißt es: Und da spricht Jesus selbst: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihren Schwiegermüttern und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren und wer sein Leben verliert und meinetwegen, der wird es finden.

[33:00] Nun, was sagt uns Jesus hiermit? Möchte Jesus tatsächlich, dass wir uns einfach so trennen und das Streit herrscht, das Zwietracht herrscht? Nein, das möchte er nicht. Gott möchte uns zeigen, dass der Wille Gottes, dass die Autorität, die vom Himmel kommt, mit dem gesamten Paket der Verheißungen, der Kraft und der Vollmacht, die vom Himmel kommt, ein Weg ist, der zur Priorität führt in erster Linie. Denn das ist das, was ich mich fragen muss: Hängt mein Herz an einem Menschen und vertraut auf einen Menschen oder hängt mein Herz in Jesus Christus? Und es ist manchmal eine schwere Entscheidung und es führt zu Prüfungen. Es führt dazu, dass wir selbst erkennen sollen, dass wenn selbst das Wort Gottes Menschengruppen scheidet, dass Gott dies nicht einfach so hinnimmt. Ganz im Gegenteil. Wir wissen, dass wenn wir für unsere Nächsten, die wir mehr oder weniger dadurch verlassen, dass wenn wir für sie beten, auch für sie einstehen vor Gott, dass Gott große Wunder tun kann und sie mitführen kann. Aber Gott möchte sehen, dass wir unsere Treue ihm gegenüber beweisen, indem wir unsere Liebe zu ihm zeigen. In allererster Linie, in allererster Priorität. Und es führt auch dazu, dass es heißt, dass wir sein Kreuz auf uns nehmen. Und wenn wir wissen, dass dieser Weg eine Heiligung bedarf, so wie der Weg des Heiligtums, dann wissen wir auch, was es heißt, Jesus nachzufolgen. Jesus hat vieles, sehr vieles aufgegeben. Wegen uns. Er hat seinen Thron aufgegeben. Er hat seine Heimat verlassen. Wegen uns. Um uns zu gewinnen. Was geben wir auf? Um Jesus zu folgen. Was sind wir bereit zu tun?

[35:12] Wir lesen noch ein Vers in Lukas Kapitel 14, Vers 26 und 27. Lukas Kapitel 14, Vers 26 und 27. Und hier spricht Jesus über die Bedingungen der Nachfolge. Es heißt: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Und wenn ich sein Kreuz trage und mir nachkomme, der kann nicht mein Jünger sein.

[35:52] Es meint hier nicht buchstäblich, dass wir unsere Eltern hassen sollen oder ein bösartiges Gefühl haben sollen, sondern vielmehr, dass wir sie um des Herrn willen zurückstellen sollen. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich versucht hatte, Kompromisse zu machen, nur um nicht in Streitigkeiten zu geraten mit meinen Eltern ganz am Anfang meines Glaubenslebens, um meinen Glauben zu bezeugen. Und ich habe gemerkt, dass ich damit nicht weit komme, dass ich Jesus Christus damit nicht dienen kann. Und ich danke Gott dafür, dass er mir die Augen geöffnet hat, dass ich heute sehen darf, inwieweit und was es überhaupt bedeutet, wenn ich Jesus Christus auch in solch einer Situation ihm alles übergebe, dass Gott mir die richtigen Gedanken, das richtige Feingefühl, die richtige Liebe zu meinen Eltern geben kann. Und so kann das auch dir, lieber Bruder, lieber Schwester, liebe Freund, liebe Freundin. Und das ist das so Wunderbare an unserem Herrn, dass er Mitleid hat, auch in solchen Situationen und alles dafür tut, dass jeder Mensch gerettet werden kann.

[37:18] Lasst uns noch einen Vers in Hebräer anschauen. Ihr seht, wir kommen immer wieder in dieses Buch. Hebräer, Kapitel 11, Vers 8. Dort heißt es: Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte. Und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde.

[37:35] Oftmals denken wir, dass die Ziele, die wir nachfolgen wollen, wenn Gott uns ruft, so ungewiss sind. Aber das ist nicht unser Problem. Wir sollten nicht darüber nachdenken, wo unser Ziel ist. Solange wir Jesus Christus folgen, solange wir diesem Ruf treulich nachgehen, sollten wir darauf vertrauen, dass Gott es richtig führt, egal was das Ziel ist in dieser Welt, wenn es um die Mission geht.

[38:12] Schaut mal ganz kurz in diesem Zusammenhang Nehemia, Kapitel 9. Und dann springen wir weiter. In Nehemia, Kapitel 9, Vers 7 und 8. Dort heißt es: In Nehemia, Kapitel 9, Vers 7 und 8: Du, Herr, bist der Gott, der Abraham erwählt und aus Ur in Chaldäa herausgeführt und mit dem Namen Abraham benannt hast. Und du hast sein Herz treu vor dir befunden und den Bund mit ihm geschlossen, das Land der Kanaaniter, der Hethiter, Amoriter, Perisiter, Jebusiter und Girgasiter seinen Samen zu geben. Und du hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.

[39:00] Ihr Lieben, hier sehen wir, durch die Treue Abrahams hat Gott große Wunder getan, hat Gott Abraham geführt durch alle Etappen, die er gehen musste als Missionar, damit er ein Licht sein konnte, damit diese Botschaft, dieses Evangelium auch an die Heiden anklang fand. Ihr Lieben, für uns heute ein wunderbares Beispiel, wie Gott auch heute in dieser Zeit führen kann, nicht nur damals.

[39:30] Ich möchte zusammenfassen, was wir jetzt hier gelesen haben. Erstens mit dem Ausspruch: Ich will dich zu einem großen Volk, sprich einer Nation machen. Diese Verheißung bedeutet für Abraham sehr viel, da er selber keine Kinder hatte zu der Zeit. Seine Frau war lange Zeit unfruchtbar, sofern er reinlich auf die Kraft vertraute, dass dieser sogar aus Steinen Kinder für Abraham hervorbringen konnte. Allein zu vertrauen, dass dieser Same sich mehren würde, obwohl er wusste, er kann keine Kinder bekommen, hat er doch darauf vertraut und ist diesem Ruf gefolgt.

[40:14] Zweitens der Ausspruch: Ich will dich segnen, deinen Namen groß machen. Sehen wir das beim Verlassen seiner Heimat, er seinen Namen Abraham nicht deshalb verlor, sondern Gott sagte: Vertraue mir und ich werde deinen neuen Namen ein höheres Ansehen hervorkommen lassen, das du je hattest. Wir sollen wissen, dass Gott für uns einen Status hat, einen Status in dieser Welt, wo Menschen an uns erkennen sollen, dass es nicht um unseren Namen geht, sondern dass die Bedeutung dessen, was wir tun, Gott verherrlicht, dass sein Name hochgehalten wird, einen höheren Stellenwert bekommt als alles andere in dieser Welt.

[41:05] Drittens: Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen. Können wir erkennen, dass Gott durch Abraham einen Maßstab, ein Kriterium macht, wie er durch Abraham segnen und verfluchen wird. Wie ist es mit uns? Sind wir ein Segen in dieser Welt oder sind wir ein Fluch in dieser Welt? Sind wir ein Segen in der Gemeinde oder sind wir ein Fluch in der Gemeinde? Sind wir ein Segen in der Familie oder sind wir ein Fluch in der Familie? Sind wir ein Segen in der Arbeit, in der Schule oder sonst irgendwo? Oder sind wir ein Fluch? Und daran können wir auch selbst uns an diesem Kriterium messen, inwieweit Gott durch uns wirkt, sprich inwieweit wir es zulassen, dass Gott durch uns wirken kann.

[42:02] Viertens: Du sollst ein Segen sein. Dein Leben soll als Beispiel für Segen sein, wo du auch hinreisen wirst durch die Anbetung des wahren Gottes. Dieses Fundament wurde durch die Sünde Adams zerstört und solange wir noch Sünde in unserem Leben zulassen, zerstören wir diesen Segen, den Gott auf uns legen möchte. Das sollte uns bewusst sein und es mindert den Auftrag und diesen kraftvollen Ruf, Menschen für Christus zu erreichen. Das sollte uns bewusst werden.

[42:35] Und fünftens: In dir sollen alle auf Erden gesegnet werden. Sprich, der Messias kommt durch diese an dir angefangene Heilslinie. Lasst uns noch zum Abschluss für diesen Kapitel oder zu diesem Thema noch einen Vers anschauen in Josua Kapitel 24. Und dort die Verse 2 und 3.

[43:13] Da sprach Josua zu dem ganzen Volk: So spricht der Herr, der Gott Israels: Eure Väter wohnten zu Zeiten jenseits des Euphratstromes und sie dienten anderen Göttern, auch Terach, der Vater Abrahams und Nahors. Und ich nahm euren Vater Abraham von jenseits des Stromes und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan wandern und ich mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak.

[43:45] Hier sehen wir, dass am Ende er über, wenn wir jetzt noch mal, wenn wir alles studieren und mal alle Wegmarkierungen uns anschauen und in dieser Karte hinten nachschauen, sehen wir, dass Abraham über 1600 Kilometer gewandert ist als Missionar. Und in dieser Gegend rund um Kanaan und durch das Land Kanaan mehrte er seinen Samen, sprich, dass auch dieser Segen vermehrt wurde. Wenn wir diesen Samen heute noch mehren wollen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Segen Gottes auf uns ruht, auf seinem Volk in der Endzeit, die seine Botschaft verkündet, dass Jesus Christus bald kommt und dass wir selbst in unserem missionarischen Dienst, in unseren Fähigkeiten und Gaben, die wir bekommen haben, voll und ganz darauf vertrauen, wie Gott uns führen möchte. Und es ist egal, wo es ist, ob hier, wo du wohnst, ob auf deiner Arbeitsstätte oder dass Gott dich herausruft in ein fernes Land. Das Ziel ist zum einen die Wiederkunft Jesu und zum anderen, dass wir selbst in das himmlische Kanaan kommen.

[45:03] Ich möchte kurz ein Zitat vorlesen in Patriarchen und Propheten auf Seite 103. Dort heißt es in Patriarchen und Propheten auf Seite 103: Nach der Zerstreuung von Babel wurde die Abgötterei nahezu weltweit und schließlich überließ der Herr die völlig unzugänglichen Übertreter ihren eigenen bösen Wegen. Er erwählte aber Abraham aus der Linie Sems zum Hüter seines Gesetzes für die künftigen Geschlechter. Abraham war inmitten heidnischer Aberglaubens aufgewachsen. Sogar die Familie seines Vaters, die noch Gottes Erkenntnis besaß, gab den verführerischen Einfluss ihrer Umgebung nach und dienten anderen Göttern. Aber der rechte Glaube sollte nicht erloschen. Gott hatte sich immer einige bewahrt, die ihm dienten. Adam, Seth, Henoch, Methusalah, Noah und Sem hatten in ununterbrochener Linie von einem Jahrhundert zum anderen die Offenbarung des göttlichen Willens bewahrt. Der Erbe dieses heiligen Glaubensgutes wurde der Sohn Terachs. Von allen Seiten lockte ihn der Götzendienst, aber vergeblich. Treu unter Treulosen, rein geblieben bei dem herrschenden Abfall, hielt er unerschütterlich an der Anbetung seines wahren Gottes fest. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen. Psalm 145, Vers 18. Gott ließ Abraham seine Absichten wissen und schenkte ihm Erkenntnis über sein Gesetz und die Erlösung durch Christus.

[46:45] Erliebend dieses Wissen, diese Erkenntnis über das Gesetz Gottes und durch die Erlösung Jesu Christi ist auch unser Fundament der Siebentagsadventisten in dieser Welt. Ist es den Menschen da draußen bewusst, oder hängen wir noch an irgendeinem götzerischen Dienst fest?

[47:14] Lasst uns das nächste Kapitel anschauen. Abrahams Zeugnis verkündigen. In 1. Mose 14, 21 bis 23, sehen wir ja, dass Mose, Entschuldigung, in Abraham, in 1. Mose 14, sehen, dass hier ein Kampf herrschte, nämlich ein Kampf um Sodom. Doch nicht nur, dass hier viele Könige anwesend waren, sehen wir, dass doch Abraham als Sieger hervorging. Interessant ist doch zu sehen, was in diesem Zustand, in dieser Situation, wie Abraham nicht nur als Sieger hervorging, sondern wie er auch reagierte und wie er beispielhaft hier eine Stellung bezog. Und es heißt in den Versen 21 bis 23: Und der König von Sodom sprach zu Abraham: Gib mir die Seelen und die Habe, behalte für dich. Abraham aber sprach zu dem König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu dem Herrn, zu Gott, dem Allerhöchsten, dem Besitzer des Himmels und der Erde, dass ich von allem, was dir gehört, nicht einen Faden noch Schuhriemen nehmen will, damit du nicht sagen kannst: Ich habe Abraham reich gemacht.

[48:45] Ich möchte hierzu ein Zitat lesen aus Patriarchen und Propheten auf der Seite 113. Patriarchen und Propheten, Seite 113 und dort heißt es: Nächst Gott verdankte man Abraham den Erfolg. Dieser hatte nicht nur dem Lande einen großen Dienst erwiesen, sondern sich auch als tapferer Mann gezeigt. Man sah, dass gerechtes Leben nicht Feigheit ist und der Glaube Abraham Mut verlieh, das Recht zu wahren und Unterdrückte zu verteidigen. Diese Heldentat verstärkte allgemein seinen Einfluss. Bei der Rückkehr kam Abraham, der König von Sodom, mit Gefolge entgegen, um den Sieger zu ehren. Der König bot ihm an, sich die eroberten Güter zu nehmen und bat nur um die Rückgabe der Gefangenen. Nach Kriegsrecht gehörte die Beute dem Sieger, aber Abraham hatte diesen Feldzug nicht in gewinnsüchtiger Absicht unternommen und lehnte es ab, aus dem Unglück anderer Vorteile zu ziehen. Er stellte nur die Bedingung, dass seine Verbündeten den Anteil erhalten sollen, der ihnen zustand. Und weiter heißt es: Nicht viele hätten sich in einem ähnlichen Fall so großmütig gezeigt wie Abraham. Wer würde schon der Versuchung widerstehen, bei solcher Gelegenheit reiche Beute zu machen? Sein Beispiel ist für Selbstsüchtige und Geldgierige ein Vorwurf.

[50:25] Ihr Lieben, oft geschieht es, dass wir auch in unserem missionarischen Feld vor Angeboten oder Geschenken nicht gefallen sind. Die Frage ist, wie gehen wir damit um? Denken wir daran, dass wir durch Gerechtigkeit und nachdem, wie wir mit Hab und Gut, das uns geschenkt werden soll, umgehen. Ist uns bewusst, dass auch dies selbst ein Segen oder ein Fluch sein kann?

[51:03] Ich möchte, dass wir uns Folgendes anschauen, nämlich in Römer Kapitel 13 Vers 7 und 8. Dort heißt es: So gibt nun jedermann, was ihr schuldig seid. Steuer dem die Steuer, Zoll dem der Zoll, Furcht dem die Furcht, Ehre dem die Ehre gebührt. Seid niemanden etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt. Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.

[51:45] Und das hat Abraham verstanden. Durch diesen Mut, durch diese Treue zu Gott, sah er die Liebe dahinter. Und somit konnte er auch dieses Gesetz erfüllen. Deswegen hat er sich selbst nicht als Maßstab genommen zu bestimmen, was er für sich behält und was nicht. Gerade auch in dieser Situation, die er hatte, wo er mit 300 ausgebildeten Kämpfern aus seinem Gefolgschaften, aus seinem Haushalt hier Krieg geführt hat und als Sieger hervorging. Er hat bewiesen, dass der Charakter Gottes dies ist, dass Gerechtigkeit und Liebe herrschen soll, selbst in schwierigen und kriegerischen Zeiten.

[52:33] Ihr könnt auch weitere Verse fürs Studium euch noch anschauen. Habe ich hier noch im Manuskript aufgelistet in Esther Kapitel 9 Vers 15 und 16, in 2. Könige 5 Vers 16 bis 20 und in Matthäus Kapitel 7 Vers 12.

[52:48] Ich möchte mit euch noch weitergehen und zwar in den Dienstagsthema: Ein Vorbild im Glauben. Und dazu haben wir den Text in 1. Mose 15 Vers 5 und 6. 1. Mose 15 Vers 5 und 6. Und dort heißt es: Und er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So soll dein Same sein. Vers 6. Und Abraham glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an. Und er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich von Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zum Erdteil zu geben.

[53:41] Dieser Begriff in Vers 6: Und Abraham glaubte dem Herrn, ist zum ersten Mal in der Bibel erwähnt, in 1. Mose 15 Vers 6. Ist es nicht interessant, dass dieser Begriff oder dieses Wort Glaube im Bezug auf Abraham steht? Nicht ohne Grund. Denn wenn wir auch daraus ein Beispiel nehmen sollen, sollte uns klar sein, dass wenn wir Gott, unserem Herrn, Jesus Christus glauben, wird uns nicht nur die Gerechtigkeit angerechnet. Nein, er gibt uns auch unser Erbe in Besitz. Das Erbe, das verloren gegangen ist durch Adam und Eva. Ein Erbteil, das Gott den Menschen zu Beginn gegeben hat, wird uns wieder zuteil.

[54:39] Und so sehen wir das auch im Kontext in Johannes Kapitel 8. Wenn wir aufschlagen Johannes Kapitel 8 und dort die Verse 48. In den Versen 48 bis 59. Wir wollen hier nicht alles lesen. Wo Jesus selbst hier mit seinem Volk sprach, wo es um die Ablehnung Jesu Christi ging. Und da heißt es: Dann wurden Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast? Jesus erwiderte: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen Vater und ihr entehrt mich. Ich aber suche nicht meine Ehre, es ist einer, der sie sucht und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wenn wir ein jedes Wort Glaubens bewahren, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit.

[55:54] Und dann sagen die Juden: Da sprachen Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, dass du einen Dämon hast. Abraham ist gestorben und die Propheten und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Bist du größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind auch gestorben. Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts. Mein Vater ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt, er sei euer Gott.

[56:30] Ist es nicht interessant, dass hier Menschen, die eigentlich den Messias erkennen sollten, auch anhand der Prophetie und nach den Werken, wie Jesus gelebt hat, wie er gepredigt hat, wie er geheilt hat, wie er Menschen wieder mit Gott vereint hat, ihm versuchen, das Wort zu verdrehen, um ihnen dies anhängen zu wollen, was sie sich selbst angetan haben? Ihr Lieben, wir sollten uns davor hüten, uns selbst in allem Belangen, was wir auch tun, uns selbst die Ehre zu geben.

[57:09] Und er sagt: Und doch habt ihr ihn nicht erkannt, ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen würde, ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleich wie ihr, aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Abraham kannte Gott, er hielt am Wort Gottes fest, an jedem Einzelnen. Abraham, euer Vater, verlockte, dass er meinen Tag sehen sollte und er sah ihn und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht 50 Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham war, bin ich. Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hindurch und entkam so.

[58:11] Hier sehen wir einen Kampf um Demut und Ehre gegenüber Egoismus und Selbstverherrlichung und wie es einen blind machen kann, dadurch, wenn wir unseren eigenen Egoismus, unsere eigene Ehre nicht von uns lassen, wie sehr es uns erblindet und Gott dadurch nicht sehen können und behaupten noch, dass wir Gott erkennen würden. Ist das nicht auch der Zustand von Laodizea, dass sie blind sind und dass sie deswegen die Augensalbe brauchen, um die wahre Erkenntnis Gottes zu haben?

[59:06] Das gleiche sehen wir, da kommen wir wieder zurück in unser allseits bekanntes Buch in Hebräer Kapitel 11. Und dort lesen wir die Verse 9 und 10, wo es heißt: Durch Glauben hielt er sich in dem Land, vielleicht fangen wir Vers 8 an: Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte, ohne zu wissen, wohin er kommen werde.

[59:33] Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf, wie in einem Fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hatte, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.

[59:51] Den himmlischen Verheißungen zu vertrauen, ohne eine greifbare Garantie zu haben, hat dazu geführt, dass Abraham alles verließ und Gott folgte, wohin er ihn auch leiten würde. Kannst du dir vorstellen, wie er das Sarah erklären konnte?

[1:00:09] Wir können mal schauen in Römer in Römer Kapitel 9, was uns hierzu das Wort Gottes sagt. Römer Kapitel 9 Vers 7 und 8, vielleicht schon ab Vers 6. Nicht aber, dass das Wort Gottes nun hinfällig wäre, denn nicht alle, die von Israel abstammen, sind Israel. Auch sind nicht alle, weil sie Abraham sahen, sind Kinder, sondern in Isaak soll die einsame befunden werden. Das heißt, nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Same gerechnet.

[1:01:02] Und das ist es, was es meint. Darauf zu vertrauen, ohne eine Garantie zu haben, zu wissen, was man sich selbst vornimmt, was man sich selbst darunter ausmalt, ist der Maßstab. Sondern darauf zu vertrauen, dass die Verheißungen Gottes wahrgemacht werden, sofern ich meine Treue im Wort Gottes verankere.

[1:01:24] Dazu sehen wir auch in einem weiteren Gedankengang, Galater, Kapitel 3 Vers 9. Vielleicht kennt ihr den Vers schon. So werden nun die, welche aus Glauben sind, gesegnet mit dem Gläubigen Abraham.

[1:01:41] Und hier sehen wir wieder den Zusammenhang in Bezug auf den Glauben und auf Abraham, weil er selbst in allen Belangen ein Vorbild war. Ein Vorbild, worauf sich auch letzten Endes die Menschen zu Zeiten Jesu berufen haben, aber nicht erkannt haben, was wahrer Glaube bedeutet. Denn das hätten sie nämlich in Jesus Christus sehen können.

[1:02:05] So können wir auch in Johannes noch einen Gedanken verfolgen, in Johannes Kapitel 39, Entschuldigung, Kapitel 8, Vers 39 und 40. Johannes 8, Kapitel 39 und 40. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun. Nun aber sucht ihr mich zu töten. Einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe, das hat Abraham nicht getan.

[1:02:48] Und so hält Jesus ihnen genau das vor Augen, dass die Werke Abrahams durch Glauben entstanden sind. Und heute wird auch sehr viel in christlichen Denominationen darüber gepredigt und als Maßstab genommen, dass Gerechtigkeit durch Werke entsteht, aber nicht durch den Glauben. Und der Glaube allein führt uns zu den wahren Werken, wenn wir den Glauben als Fundament haben, wenn wir den Glauben an jedes Wort, was aus dem Munde Gottes hervorgeht, als Maßstab nehmen und danach leben und danach handeln, danach sprechen, dass es in uns sichtbar wird, dass Christus dadurch verherrlicht wird.

[1:03:38] Ihr könnt auch noch weiterhin einen Vers euch anschauen, in 1. Mose 12, Vers 7 und auch so in 1. Mose 12, Vers 8. Wir wollen nun weitergehen zu den Gedanken am Mittwoch, wo Abraham als der Wanderer hier aufgezeigt wird. Und hier sehen wir auch die Verse in Hebräer, und da kommen wir wieder zurück, in Hebräer Kapitel 11. Und da möchte ich nur kurz einen Gedanken ansprechen, Hebräer 11, Vers 13. Dort heißt es: Diese alle sind in dem Glauben gestorben, ohne das Verheißene zu empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von Ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge auf Erden sind.

[1:04:36] Wir wollen dazu noch Vers 37 und 38 lesen. Und dort heißt es: Sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, sie erlitten den Tod durch Schwert, sie zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen, erlitten Mangel, Bedrückung, Misshandlung. Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in Höhlen und Löchern der Erde. Und diese alle, obgleich sie durch den Glauben ein gutes Zeugnis empfingen, haben das Verheißene nicht erlangt. Aber sie werden das Verheißene empfangen, wenn Jesus wiederkommt und sie von den Toten auferstehen lässt.

[1:05:26] Ein Flüchtling flieht vor seinem Heim, ein Vagabund hat kein Zuhause, ein Fremder ist weit weg von Zuhause, ein Wanderer sucht ein Zuhause, aber ein Pilger ist auf dem Weg nach Hause. Lieber Freund, liebe Freundin, bist du ein Pilger? Bist du auf dem Weg nach Hause? Bist du bereit, dieselben Erfahrungen zu machen, wie sie Abraham hatte, wie sie auch Propheten hatten?

[1:06:06] Ist dir die Welt lieber, in der du jetzt lebst, oder sehnst du dich nach dem Himmlischen und nach der neuen Erde? Lasst uns hierzu noch einen Vers anschauen in 1. Timotheus, in 1. Timotheus, Kapitel 4.

[1:06:45] Und das sollte uns nicht nur, ja, das sollte uns nicht nur letzten Endes eine Verheißung sein oder auch eine Mutigung sein, sondern es sollte uns eigentlich auch eine Richtschnur sein, in dem, wie wir treue Diener Gottes sein können, wie Abraham, als Wanderer, als Pilger in dieser Erdenzeit. Ab Vers 6.

[1:07:30] Dagegen übe dich in der Gottesfurcht, denn die leibliche Übung nützt wenig, die Gottesfurcht aber ist für alle nützlich, da sie die Verheißung für dieses und für das zukünftige Leben hat. Hier schließt sich der Kreis. Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, denn dafür arbeiten wir auch und werden geschmäht, weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen. Dies sollst du gebieten und lehren. Niemand verachte dich wegen deiner Jugend, sondern sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit. Bis ich komme, sei bedacht auf das Vorlesen, das Ermahnen und das Lehren. Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir verliehen wurde durch Weissagung und der Handaufflegung der Ältestenschaft. Dies soll deine Sorge sein. Darin sollst du leben, damit dein Fortschritt, damit deine Fortschritte, damit dein Schritt für Schritt in allen Dingen offenbar sein. Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre. Bleibe beständig dabei, denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten, als auch die, welche auf dich hören.

[1:08:53] Abraham hat dies erkannt. Abraham hat genau diese Punkte erkannt und dadurch wurde sein Same vermehrt. Der Segen wurde vermehrt auf andere Geschlechter, weil er genau dies tat. Wie ist es mit uns? Und so sehen wir, das können wir gleich überleiten in den letzten Gedanken, wo Abraham ein Missionar in seiner eigenen Familie ist. Wie sieht es bei uns zu Hause aus? Sind wir darauf bedacht, bleiben wir beständig dabei, tun wir dies? Und dann ist die Frage, wenn wir dies tun sollten, mit welcher Hingabe tun wir das? Nur um uns selbst zu retten oder auch die, die auf uns hören und die Dinge auch sehen, die wir sprechen, in der wir ermahnen.

[1:10:01] Und da sehen wir in 1. Mose 18, in den Versen 18 und 19, wo es heißt: Abraham soll doch gewiss zu einem großen und starken Volk werden und alle Völker der Erden sollen in ihm gesegnet werden. Denn ich habe ihn ersehen, dass er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebetet, den Weg des Herrn zu bewahren, indem sie Gerechtigkeit und Recht üben, damit der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat.

[1:10:32] Die selbe Verheißung gilt auch uns heute. Der Ruf Abrahams, der an Abraham erging, ist bis heute noch zu hören. Und interessant ist auch zu sehen und das sollte uns auch ermutigen, auch wenn wir fallen, auch wenn wir selbst in der Familie Fehler machen, wie jetzt auch in der Situation, wo Abraham zweimal dieselbe Lüge angewandt hat, dass Sarah, seine Schwester, 1. Mose 12, 11 und 13 und 1. Mose 20, Vers 2, können wir sehen, dass selbst die großen Missionare der Bibel eine Bekehrung ihrer Missionsfahrt erleben und erfahren durften durch die Gottesführung. Und solange sie diese Bekehrung ihrem Herzen zugelassen haben, als sie erkannt hatten, dass eigenmächtige Handlungen, Übertretungen von Willen Gottes uns nicht weiterführt, dass dies nicht zum Segen wird, sondern zum Fluch.

[1:11:30] Und so sehen wir in 1. Mose 26, Vers 4 und 5, wo Gott wieder klar macht und wieder alles auf einen Punkt bringt und sagt in 1. Mose 26, Vers 4 und 5: Und ich will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und ich will deinen Samen das ganze Land geben und in deinen Samen sollen gesegnet werden alle Völker der Erde, weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und meine Rechte, meine Gebote, meine Satzungen, meine Gesetze gehalten hat. Abraham hat Dinge erkannt in seinem Leben, die nicht richtig waren und er hat sie gehalten nach dem, was er erkannt hat.

[1:12:17] Und so sehen wir auch in Galater 3, dass dieser Zusammenhang auch wichtig für uns heute ist. Galater, Kapitel 3, Vers 9. So werden nun die, welche aus Glauben sind, gesegnet mit dem Gläubigen Abraham.

[1:12:46] Und so sehen wir auch, wie wichtig es ist, wenn wir 2. Mose 20 lesen und es ist vielleicht aus diesem Kontext, in diesem Zusammenhang noch mal für uns studieren, was es für uns bedeutet, gemäß dem Willen Gottes, gemäß nach dem Willen Gottes zu leben und zu handeln, dass wir darin erkennen, dass das Gesetz nicht einfach nur ein Gesetz ist, um Grenzen zu ziehen, nein, sondern dass wir erkennen, wie wichtig es ist, dass wir in unserem persönlichen Leben das Gesetz Gottes in unserem Herzen behalten, dass wir danach tun und auch dort jedes einzelne Wort Glauben schenken und uns dafür hingeben.

[1:13:29] Die Ausdrucksform für diese Treue sehen wir auch in 1. Mose 24. In 1. Mose 24, was es bedeutet in unserem Umfeld, wenn wir diese Treue behalten, was für eine Ausdrucksform es hat in unserem Umfeld. Und das sehen wir auch in Abraham, in 1. Mose 24, Absatz 1. Und Abraham war alt und recht betagt und daher hatte Abraham gesegnet in allem. Warum wohl? Und Abraham sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses, der Verwalter aller seiner Güter war: Lege doch deine Hand unter meine Hüfte, dass ich dich schwören lasse bei dem Herrn, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, dass du meinen Sohn keine Frau nimmst von den Töchtern der Kanaaniter, unter denen ich wohne, sondern dass du in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft ziehst und meinen Sohn Isaak dort eine Frau nimmst. Lege doch deine Hand unter meine Hüfte. Ruhe an diesem Versprechen, das Gott mir gegeben hat.

[1:14:40] Und dieses Vertrauen, das Abraham auf diesem Knecht hatte, war das Resultat, dass dieser Knecht an Abraham sah, dass er ein Mann Gottes war und dass er dies sich zum Vorbild nahm und dass Abraham genauso an diesen Knecht sah, dass er genauso treu war ihm gegenüber wie Abraham gegenüber Gott. Und so konnte er ihm all diese Güter ihm übergeben als Verwalter. Und er gab ihm sogar noch diese besondere Aufgabe, dass er darauf achten sollte, dass sein Sohn Töchter nehme oder eine Töchter bekommt, das in das Vaterland zu seiner Verwandtschaft zieht und dort eine Frau für Isaak finden soll.

[1:15:47] Dieser Begriff: Lege doch deine Hand unter meine Hüfte, sollte zum Ausdruck bringen, dass er diesem Knecht ein Versprechen geben möchte, in dem er ruhen sollte, in dem er beharren sollte, in dem er verweilen sollte. Und genauso sehen wir es auch im Beispiel von Josef in 1. Mose 39, was es bedeutet, wenn man Gott treu ist, wenn man Gott die Ehre gibt, wenn man das tut, was Gott möchte aus Liebe zu ihm, weil Gott selbst all seine Liebe auf uns ausschütten möchte durch seine Verheißungen, durch seine Versprechen, welche Auswirkungen das hat. Das könnt ihr lesen in 1. Mose 39.

[1:16:26] Was ist nun unser Pilgerweg? Was ist nun unser missionarischer Weg? Was ist unser Missionsziel? 5. Mose, Kapitel 8, die letzten zwei Verse noch. 5. Mose, Kapitel 8, Verse 7 bis 9. Dort lesen wir oder vielleicht fangen wir schon ab Vers 7 an. Denn der Herr, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, in ein Land, in dem Wasserbäche, Quellen und Seen sind, die in den Tälern und auf den Bergen entspringen, ein Land, in dem Weizen, Gerste, Wein, Obstbäume, Feigenbäume und Granatäpfel gedeihen, ein Land voller Olivenbäume und Honig, ein Land, von dem du dich nicht kümmerlich nähren musst, in dem es dir an nichts mangelt, ein Land, dessen Steine Eisen sind, wo du Erz aus den Bergen hauen wirst.

[1:17:18] Genauso sehen wir es in Epheser, der letzte Vers. Epheser, Kapitel 1, Verse 3 und 4. Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus, wer uns in ihm auserwählt hat, vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien, in Liebe. Vers 5 vielleicht noch. Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat, in dem Geliebten.

[1:18:08] Ihr Lieben, was ist unser Missionsziel? Was ist dein persönliches Missionsziel? Was ist deine persönliche Mission? Was ist dein Ziel? Gott hat jeden von uns eine Aufgabe, persönlich, in unserem eigenen Heim, in unserem Umfeld und in unserer persönlichen Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu. Und das Beispiel Abraham soll uns deutlich machen, dass auch er durch Höhen und Tiefen ging, dass er ein Mann Gottes war, der durch ein Glaubensleben ein Vorbild war, nicht nur für seine Familie, sondern auch in Regionen, in denen er durch den Gott ihn geführt hat. Und was für ein wunderbares Zeugnis er geben konnte für die Menschen.

[1:19:16] Es sollte uns ermutigen, dass wir, wenn wir die Geschichte und die Begebenheiten Abrahams sehen und sie studieren, wie wir auch heute mit denselben Erfahrungen leben können, wie wir heute auch mit denselben Verheißungen leben können, wie wir auch selbst geprüft werden können und werden. Aber dass jede Prüfung uns stärker macht, uns näher zu Christus führt, ihm die Ehre geben können, dass sein Name durch uns verherrlicht wird, indem wir mehr Mut fassen können, indem wir Schritte gehen können, die wir vielleicht uns vorher nie vorstellen konnten.

[1:19:54] Die Frage ist nur, bist du bereit dafür? Bin ich bereit dafür? Das sollten wir uns jeden Tag fragen. Möge Gott uns segnen in unserer Entscheidung, in deiner Entscheidung, die du treffen möchtest und in der uns Gott führen möchte und dass wir bereit sind, auch seinem Willen zu folgen. Ist es auch dein Wunsch und dein Wille? Amen.

[1:20:20] Wir wollen noch kurz unsere Häupter neigen, damit wir diese Gedanken abschließen können. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir sehr dankbar, dass wir sehen dürfen, wie du deinen Knechten Abraham, einen treuen Diener, einen Mann, der sein Heim verlassen hat, weil er dir gehorsam war, der auch durch größere Glaubensprüfungen gegangen ist, der in seinem Umfeld ein Licht war, sowohl in seiner Familie, als auch in seinem Umfeld, in den Regionen und Orten, wo du ihn geschickt hattest. Nach diesem Beispiel können wir auch sehen, wie du uns heute führen möchtest und dass uns dieselben Verheißungen, dass uns dieselben Versprechen, dass uns dieselbe Freundschaft uns auch heute gegeben werden kann, wenn wir es nur wollen, wenn wir uns dafür entscheiden. Auch heute leben wir nicht anders als Abraham früher, zu Zeiten, wo der Turmbau zu Babel gebaut wurde. Wir sehen auch heute, wie ein geistlicher Turm Babel uns gebaut wird und wie du möchtest, dass die Menschen dort herausgerufen werden, wie du uns dafür benutzen...

[1:21:51] möchtest, diesen Ruf auszurufen, herauszukommen aus Babel. Aber Herr, vielleicht stecken wir selber noch in Babylon. Vielleicht haben wir noch irgendwelche Götzen, die wir ablegen müssen.

[1:22:04] Herr, lass uns Erfahrungen machen, wie sie Abraham gemacht hat. Lass uns Erfahrungen machen, wie wir sie vielleicht vorher noch nie erlebt haben, aber dass wir darin erkennen können, dass wir deinem Willen folgen und dass wir dein Wort zur Richtschnur haben, dass wir dein Wort haben, indem wir unseren Glaube fest gründen sollen und müssen. Herr, ich bitte dich, segne uns und hilf uns, darin auch Mut zu fassen, diese Entscheidungen zu treffen. Wir danken dir, dass du uns vorausgehst, dass du uns berufen hast, in dieser letzten Zeit als dein Volk diese Botschaft zu verkündigen. Wir danken dir, Herr, für alles, was du in Bewegung setzt, im Himmel wie auf Erden, dass dies möglich wird.

[1:22:52] Und darauf wollen wir vertrauen und danken es in deinem kostbaren Namen, Herr Jesus. Amen. Ihr Lieben, nächste Woche ein neues Thema, Missionarien wieder erwarten. Ich freue mich, wenn ihr das nächste Mal wieder eingeschaltet seid und wünsche euch bis dahin gottesreichen Segen. Amen.


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