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Diese CSH ist für die Woche vom 22.08. bis 28.08.15 und lautet „9. Petrus und die Nichtjuden“. (Das Titelbild enthält den falschen Titel)

Manuskript zur Sendung >>> Canstatt Study Hour (18.08.15)

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode mit Daniel Heibutzki wird die Rolle von Petrus in der frühen christlichen Mission beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf die Nichtjuden. Die Lektion untersucht drei Schlüsselmomente im Leben von Petrus: seine Rolle zu Pfingsten, seine Begegnung mit Kornelius und die daraus resultierende Öffnung der Botschaft für Nichtjuden. Es wird betont, wie wichtig die Erfüllung mit dem Heiligen Geist für die Mission ist und wie Gott durch verschiedene Mittel, einschließlich Visionen und Engeln, Menschen leitet. Die Lektion schließt mit einer Ermutigung zur persönlichen Nachfolge Jesu und zur aktiven Teilnahme an der Verbreitung des Evangeliums.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q3: Missionare in der Bibel

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern, die jetzt eingeschaltet sind auf Amazing Discoveries. Ihr seht, heute ist jemand anders hier. Heute vertrete ich Christopher Kramp. Vielleicht kurz zu meiner Person: Mein Name ist Daniel Heibutzki, ich bin 30 Jahre alt und ich habe Theologie studiert am Seminar Schloss Bogenhofen, arbeite jetzt gerade als Jungprediger in Albstadt und in Tübingen. Ich freue mich, gemeinsam mit euch heute das Wort Gottes studieren zu können.

[1:05] Heute wollen wir ein ganz spannendes Thema betrachten. Wir haben gerade die Reihe „Missionare in der Bibel“ und in der Kirche haben wir jetzt das Thema „Petrus und die Nichtjuden“. Das ist das Thema vom 22.8. bis 29.8. und dieses Thema finden wir in unserer Weltfeldausgabe in der Lektion der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Bevor wir heute gemeinsam das Wort Gottes aufschlagen, möchte ich euch bitten, dass wir noch einmal gemeinsam beten und Gott einladen, dass er heute direkt zu uns redet. Beten wir gemeinsam.

[1:35] Unser Vater im Himmel, wir möchten dich jetzt einladen, dass du heute hier mitten unter uns bist. Herr, dass du direkt zu uns redest, dass deine Verheißung aus Jesaja 55, Vers 11 sich heute an uns und in uns erfüllt. Dort sagst du, dass dein Wort, wenn es verteilt wird, nie wieder leer zurückkommt. Darum möchte ich dich heute bitten. Hab Dank dafür. Amen.

[1:59] Wann kommt Jesus wieder? Diese Frage hören wir immer wieder. Es gibt einige Menschen, die in der Vergangenheit die Wiederkunft Jesu vorherbestimmt haben. Zum Beispiel Ronald Weinland. Er sagte, dass Jesus wiederkommen wird am 21. Oktober 2011. Hat sich das erfüllt? Ist Jesus da wiedergekommen? Natürlich nicht. Und das können wir überprüfen. Heute sind wir noch hier auf dieser Erde. Noch warten wir auf die Wiederkunft Jesu. Laut Matthäus 24, Vers 36 weiß niemand Tag oder Stunde der Wiederkunft Jesu. Aber im gleichen Kapitel 24, da gibt uns Jesus Zeichen, die uns zeigen, wann sein Kommen nahe davor steht. Zum Beispiel lesen wir in Vers 5, dass es vor der Wiederkunft Jesu vermehrt zu falschen Propheten kommt, dass diese auftreten werden. Dann lesen wir etwas in Vers 6 von Kriegen, dann haben wir in Vers 7 dann Seuchen und Erdbeben. Doch wann? Wann wird das Ende der Welt kommen? Wann kommt Jesus denn dann tatsächlich wieder?

[3:09] In Matthäus 24, Vers 14, dort lesen wir etwas von dem letzten Zeichen. Das Zeichen, das sich vor der Wiederkunft Jesu noch erfüllen wird, bis er dann wirklich wiederkommen wird. Und das ist laut Bibel, Matthäus 24, Vers 14, das letzte Zeichen vor seinem Kommen. Welches ist das? Ich lese vor: Matthäus 24, Vers 14: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker. Und dann wird das Ende kommen.“ In anderen Worten: Bevor Jesus wiederkommen kann, muss die ganze Welt erreicht werden mit dem Evangelium, damit jeder Mensch eine Entscheidung für oder gegen Jesus treffen kann.

[4:01] Und in der Bibel lesen wir von einer Bewegung, die in Offenbarung 12, Vers 17 folgende Eigenschaften hat: Diese Bewegung hält die Gebote Gottes, lehrt diese und hat die Gabe der Weissagung. Diese Bewegung bereitet die ganze Welt körperlich, geistig und geistlich auf die Wiederkunft Jesu vor. Diese Bewegung, so glauben wir, ist die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Diese Bewegung verkündigt die letzte Warnungsbotschaft an die ganze Welt. Offenbarung 14, die Verse 6 bis 12, da lesen wir etwas von der dreifachen Engelsbotschaft. Jeder Mensch wird diese Botschaft hören, jeder Mensch wird die gleiche Informationsgrundlage haben, und dann wird Jesus Christus wiederkommen.

[4:45] Wenn wir aber in die Realität schauen, wenn wir heute die Welt näher betrachten, dann sehen wir, dass die Realität manchmal leider anders aussieht. Wir warten noch darauf, dass einige Bevölkerungsstämme mit dem Evangelium erreicht werden, die wir noch nicht kontaktiert haben. Es gibt da einige Tausende Menschen, Hunderttausende Menschen, die noch nichts von Jesus wissen. Aber wir wissen, dass sich das letzte Zeichen erfüllen wird. Warum? Weil Gott treu ist zu seinem Wort und sich sein Wort erfüllen wird.

[5:19] In Apostelgeschichte Kapitel 1 lesen wir, was wirklich zählt, wo wirklich die Mission anfängt, was die Voraussetzung ist für eine erfolgreiche, für die letzte erfolgreiche Mission, die in der Endzeit stattfinden wird. Apostelgeschichte 1, Vers 8: „Wo fängt Mission an? Wo fängt der Auftrag an?“ Apostelgeschichte 1, Vers 8. Und ich lese hier: „Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, in ganz Judäa, Samaria und bis an das Ende der Welt.“ Wo geht es los? Wo fängt es an? Was sagt das Wort Gottes hier? Mission fängt bei mir ganz persönlich an, bei dir ganz persönlich.

[6:11] In der Bibel, da haben wir die Verheißung, dass die Kraft Gottes uns Menschen erfüllen wird, dass der Heilige Geist auf uns kommen wird, und dann werden wir Zeugen sein in unserer Umgebung, in unserem Kontext und dann bis an das Ende der Welt. Mission geschieht ganz automatisch, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. Damals, als ich vor ungefähr 5 Jahren meine Frau kennengelernt habe, da war das ganz einfach. Denn als ich sie kennenlernte, mit ihr Zeit verbrachte, und je mehr Zeit das war, desto glücklicher wurde ich, da war das ganz einfach, mit anderen Menschen über sie zu reden. Als allererstes wusste meine Familie, dass sie existiert, dass mein Herz für sie schlägt, mein Herz für sie pocht. Und dann wussten das meine Freunde, mein unmittelbarer Kontext und dann später hinaus auch meine Studienkollegen und irgendwann alle Menschen, mit denen ich in Kontakt, in Berührung war.

[7:03] Und so ist das auch mit Jesus Christus. Wenn wir erfüllt sind mit dem Heiligen Geist, wenn er in uns lebt, dann können wir nicht anders, dann ist das automatisch, dann sind wir dort, wo wir leben, Zeugen für ihn. Und das ist ansteckend, das ist begeisternd und das ist dann auch authentisch und echt.

[7:26] Die Jünger haben damals gewartet, dass Jesus seine Verheißung aus Apostelgeschichte 1, Vers 8 endlich erfüllt. Unter den Jüngern war auch Petrus. Petrus, ein Mann Gottes, Petrus, ein echter Missionar, Petrus, der erste Apostel, der den Nichtjuden die Erlösung predigte. Petrus, er war dort versammelt mit den anderen Jüngern im Gebet, einmütig beieinander, haben sie gewartet, bis endlich der Heilige Geist aus der Höhe auf sie herabkommt.

[8:05] Heute wollen wir gemeinsam uns diesen Petrus einmal genauer anschauen. Wir wollen uns drei Szenen aus dem Leben von Petrus genauer, die wollen wir betrachten, die wollen wir heute ein wenig mehr studieren. Und die erste Szene, das ist Petrus zu Pfingsten. Die zweite Szene, da geht es dann um Petrus und Kornelius. Und die dritte Szene, da geht es dann um Petrus und die Nichtjuden. Petrus und Pfingsten, Petrus und Kornelius, Petrus und die Nichtjuden. Diese drei Dinge wollen wir heute gemeinsam einmal näher beleuchten.

[8:35] Fangen wir an: Petrus zu Pfingsten. Petrus vertraute Gott. Er hoffte, dass Gott sein Versprechen halten würde, und so hat er gewartet mit den Jüngern. Gemeinsam haben sie einander ihre Sünden bekannt, sie haben einmütig im Gebet gewartet auf die Erfüllung. Und dann am Pfingsttag wurde der Heilige Geist in einem reichen Maß ausgegossen über die Apostel. Lesen wir das einmal gemeinsam, und ich möchte euch einladen, gemeinsam mit mir Apostelgeschichte 2, die Verse 1 bis 5 aufzuschlagen.

[9:06] Apostelgeschichte 2, die Verse 1 bis 5: „Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand vom Himmel ein Brausen, wie von einem dahinfahrenden gewaltigen Wind, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und auf jeden von ihnen sich setzte. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu sprechen, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Es wurden aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, aus allen Völkern unter dem Himmel.“

[9:59] Hier erleben wir eine Erweckung. Was ist Erweckung? Erweckung ist eine Auferstehung vom geistlichen Tod. Die Jünger waren innerlich zerschlagen, kaputt, frustriert. Warum musste Jesus sterben? Warum ist all das geschehen? Sie dachten, dass Jesus auf der Erde ein Friedensreich errichten würde. Sie waren bitter enttäuscht. Aber hier in Apostelgeschichte 2 erleben sie ihre wahre Funktion. Der Heilige Geist kommt herunter, erfüllt die Menschen, und dann fangen die Apostel an zu predigen.

[10:27] Die Folge von Erweckung ist die Predigt. Die Folge von Erweckung ist Mission. Die Folge von Erweckung ist, anderen Menschen von Jesus Christus zu erzählen. Und hier in Vers 4 lesen wir, dass die Apostel in anderen Sprachen anfangen zu reden. Worüber reden sie? Worüber predigen sie? Schauen wir mal den Vers 11 genau an. Vers 11: Worüber reden die ersten Christen? Von den großen Taten Gottes. Übrigens, die Fremdsprachen, die Zungenrede hier, das war, das ist die biblische Zungenrede. Denn wenn wir die Bibel betrachten, von vorne bis hinten, dann sehen wir, dass die Zungenrede immer das Sprechen in Fremdsprachen ist. Und diese Fremdsprachen sind verständlich. Es ist also kein Lallen, wie es leider manchmal heutzutage vorkommt.

[11:31] Bei der Ausgießung des Heiligen Geistes hatte Petrus eine entscheidende Schlüsselrolle. Er fängt hier an zu predigen, voller Macht. Und er predigt hier ab Vers 14. Da trat Petrus herzu und mit den Elf erhob seine Stimme und sprach zu ihnen. Und jetzt kommt die Predigt von Petrus ab Vers 14 in Kapitel 2: „Ihr Männer von Judäa und ihr alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sollt ihr wissen. Und nun hört auf meine Worte. Denn diese hier sind nicht berauscht, wie ihr meint. Denn es ist ja erst die dritte Stunde des Tages. Sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: ‚Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott: Da werde ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch, auf eure Söhne und eure Töchter. Sie werden weissagen und eure jungen Männer werden Gesichte haben. Und eure Ältesten werden Träume haben. Ja, auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen. Und ich will Wunder tun im Himmel und auf Erden und Zeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchdampf. Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond im Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.‘“

[12:54] Petrus fängt hier mit seiner Predigt an, indem er die alttestamentliche Prophezeiung aus Joel Kapitel 3, die Verse 1 bis 5, hervor nimmt und sie anwendet. Die Erweckung zu Pfingsten findet statt. Die Folge ist die Verkündigung des Wortes Gottes. Und daraufhin lassen sich dann Menschen taufen. Vers 41: 3000 Menschen entscheiden sich und werden hinzugefügt in die Gemeinde Gottes.

[13:25] Klar und kraftvoll legt hier Petrus die Argumente dar in seiner Predigt. Übrigens, ich finde es interessant, dass hier Petrus – Entschuldigung, wir reden von Petrus – dass Petrus hier in den Versen 25 bis 32 nicht von der Lehre Jesu daraus her argumentiert, sondern dass er primär von David redet. Denn damals hatten die Juden ja so Vorurteile gegenüber Jesus Christus. Sie hatten ihn nicht wirklich anerkannt, vielmehr noch, sie hatten ihn verstoßen. Deswegen argumentiert hier der Petrus mit Texten von David.

[14:06] Und während dort der Tempel sich immer mal füllt, die Massen hereindrängen und den Tempel füllen, sind darunter auch die Priester und die Obersten. Sie schauen böse und feindselig herein. Und auf einmal bemerken sie, dass die Jünger, die Christen, erfüllt seien mit der Kraft Gottes. Und sie predigen freimütig und offen. Eigentlich, so hatten doch die Priester und Obersten erwartet, dass die Jünger, na ja, die hätten doch eher traurig, zerschlagen und eingeschüchtert sein müssen. Aber nein, allen voran Petrus predigen sie hier das Wort Gottes voller Mut und Kraft.

[14:43] Unerschrocken bringt Petrus dann in Vers 36 folgendes Wort: Apostelgeschichte 2, Vers 36: „So sollen nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat. Eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“

[15:09] Petrus redet hier Klartext. Er kommt auf den Punkt. Und was passiert denn als unmittelbare Reaktion auf die Predigt? Plötzlich verstehen die Menschen, die Juden, dass sie Jesus Christus gekreuzigt haben, dass er der Sohn Gottes ist. Sie begreifen den Erlösungsplan. Es fällt ihnen wie Schuppen von den Augen. Denn Petrus hier erklärt das ganz einfach. Er sagt: Jesus ist gekommen auf die Erde. Er wurde einer von uns. Er zeigt uns, wie Gott ist. Er starb für unsere, für meine und für deine Sünden am Kreuz. Und dann stand er auf, nach seinem Tod, und ging dann wieder zurück in den Himmel, wo er heute zu Recht in Gottes sitzt.

[15:46] Schließlich endet die Predigt hier in Apostelgeschichte 2 mit den Versen 37 und 38. Und da lesen wir: „Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz. Und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden. So werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

[16:20] Vor einigen Wochen, da habe ich an einem Freitagabend eine Predigt gehalten. Und wenn ich predige, dann beobachte ich mal gerne die Menschen. Schade, dass ich euch jetzt nicht sehen kann. Aber ihr seid ja da. Ihr hört mir zu. Und wenn ich dann vor Menschen stehe, dann schaue ich mir die Reaktion der Menschen an. Ich betrachte das Wirken des Heiligen Geistes. Denn wenn das Wort Gottes verkündigt wird, kommt es nie leer zurück, so die Bibel in Jesaja 55, Vers 11. Und dort saß auf der linken Seite dieses junge Mädchen und hörte mir aufmerksam zu. Und ich merkte, dass sie wirklich dabei war. Sie war gefesselt von dem Wort Gottes.

[16:57] Nach der Predigt kam sie dann direkt auf mich zu und sie sagte mir: „Ich habe heute Abend die Stimme Gottes so eindringlich verspürt. Du Daniel, ich soll mich taufen lassen. Das ist der Wille Gottes für mein Leben heute Abend.“ Und gemeinsam brachte ich dann mit anderen Predigern meine Freude zum Ausdruck. Wir haben dann uns Gedanken gemacht in der Taufvorbereitung. Wie können wir den Weg bis zur Taufe gemeinsam gehen? Und einige Zeit danach wurde diese junge Frau getauft. Warum? Weil sie geantwortet hat auf das Drängen Gottes.

[17:35] Ich weiß nicht, wie es dir heute geht, wie es in deiner Beziehung aussieht zwischen Gott und dir. Ich weiß nicht, ob du vielleicht schon öfter diese Stimme gehört hast, wo Gott an deine Herzenstür klopft. Wenn du diese Stimme hörst, dann fliehe nicht, sondern öffne Gott deine Herzenstür. Vielleicht spricht Gott auch jetzt gerade direkt persönlich zu dir. Vielleicht ist es ja Gottes Wille, gerade in diesem Punkt deines Lebens, dort, wo du gerade bist, dich taufen zu lassen. Vielleicht ist es diese Entscheidung, die jetzt gerade in deinem Leben wichtig ist, die ansteht. Dann öffne deine Tür ganz weit und lass Jesus in dein Leben hinein und sage Ja zu ihm in der Taufe. Denn in Markus 16, Vers 16 lesen wir: „Wer glaubt und wer getauft wird, der wird selig werden.“ Lass dich taufen, wenn das Gottes Wille ist für dein Leben heute.

[18:28] Petrus und Kornelius. Es geht weiter. Wir gehen in die nächste Szene hinein und wir schauen uns jetzt einmal die Begebenheit an, dort, wo Petrus Kornelius begegnet ist. Die Bekehrung des Kornelius wird auch als Pfingsten der Nichtjuden bezeichnet. Und gemeinsam möchte ich mit euch jetzt den Text in Apostelgeschichte 10 lesen.

[18:52] Apostelgeschichte 10, die Verse 1 bis 8, die Bekehrung des Kornelius. Und hier lesen wir gleich, wie Gott auf übernatürliche Art und Weise wirkt, im Hintergrund, sodass Menschen den Weg zu ihm finden. Apostelgeschichte 10, die Verse 1 bis 8: „In Cäsarea lebte aber ein Mann namens Kornelius, ein Hauptmann der Schar, die man die Italische nennt. Der da war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete ohne Unterlass zu Gott. Der sah um die neunte Stunde des Tages in einem Gesicht deutlich einen Engel Gottes zu ihm hereinkommen, der zu ihm sprach: Kornelius! Er blickte ihn an und erschrak und sprach: Was ist, Herr? Er sprach: Zu dir sind deine Gebete und deine Almosen hinaufgekommen vor Gott, sodass er ihrer gedacht hat. Nun sende Männer nach Joppe und lass Simon holen mit dem Beinamen Petrus. Dieser ist zu Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst. Als nun der Engel, der mit Kornelius redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte, einem gottesfürchtigen Kriegsknecht von denen, die stets um ihn waren, und er zählte ihnen alles und sandte sie nach Joppe.“

[20:18] Wer war dieser Kornelius? Wie wird dieser Mann hier beschrieben? Kornelius war ein römischer Hauptmann. Er war reich, von vornehmer Herkunft und hatte einen ehrenvollen Beruf. Seine Geburt, Erziehung und Bildung nach war er Heide. Aber dennoch wirkte Gott in seinem Leben. Irgendwie muss er wahrscheinlich durch die Begegnung mit Juden von Jesus Christus, von dem Messias, gehört haben, obwohl er den Erlösungsplan vielleicht gar nicht verstand oder noch nie gehört hatte. Aber Kornelius entschied sich für Gott. Er betete Gott von ganzem Herzen an. Er lebte seinen Glauben aus.

[21:03] Wie wurde das sichtbar? Er gab Almosen, d.h. er unterstützte arme Menschen finanziell. Durch seine Wohltätigkeit, durch sein Leben mit Jesus wurde er bekannt, angesehen bei den Juden und den Heiden. Dieser Mann, Kornelius, hatte eine echte Beziehung zu Gott. Kornelius, er redete mit Gott und er hatte auch eine Familienandacht. Was ist das? Eine Familienandacht, das ist so ein Ort, wo man als Familie sich trifft und gemeinsam das Wort Gottes studiert, wo man vielleicht gemeinsam singt, wo man betet und wo Gott im Mittelpunkt der Familie ist.

[21:47] Du bist Teil einer Familie. Du bist vielleicht ein Vater, eine Mutter, Tochter, ein Sohn, wer auch immer du bist, du bist Teil einer Familie. Wenn du die Familienandacht praktizierst, wenn du Gott einlädst, jeden Tag zu deiner Familie zu sprechen, wirst du sehen, wie deine Familie sich verändert. Positiv. Du wirst Erfahrungen machen mit Gott und du wirst sehen, wie auch deine Beziehung zu deiner Ehefrau, zu deinem Ehemann, zu deinen Eltern, zu deinen Kindern sich verbessert. Fange an mit einer Familienandacht. Jeden Tag, täglich, vielleicht morgens, wenn du aufstehst oder abends, wenn du schlafen gehst. Eine Familienandacht, das kann dein Leben für immer verändern, wenn du dran bist, wenn du Gott durch dein Wort zu dich reden lässt.

[22:45] Der Kornelius wird in Vers 2 in Kapitel 10 beschrieben mit den Worten: „Er war ein frommer und gottesfürchtiger Mann samt seinem ganzen Haus.“ So muss also die Familienandacht auch irgendwie Erfolg gehabt haben. Dann kommt Petrus ins Spiel. Der Kornelius war ja nicht Mitglied einer jüdischen Gemeinde und der Weg dorthin wäre vielleicht für ihn sehr schwierig gewesen und deshalb greift Gott übernatürlich ein. Während Kornelius am Beten war, nochmal wann? Während Kornelius am Beten war, da erschien ihm der Engel des Herrn.

[23:23] Und heute erleben wir auch, wenn Menschen auf der Suche sind, dass Gott auf wunderbare Art und Weise wirkt. Ich denke da an eine Geschichte aus Texas. Da hatte vor nicht allzu langer Zeit eine 81-jährige Glaubensschwester folgendes Erlebnis. Man hat in einer Stadt evangelistische Vorträge organisiert. Man wollte Menschen dort einladen, mit dem Wort Gottes in Bekanntschaft bringen, Menschen zu Jesus führen, Menschen auf das Reich Gottes vorbereiten. Und dort gingen diese Glaubensschwester von Haus zu Haus, um Menschen einzuladen.

[23:52] Irgendwann dann kam sie an eine Tür und die Tür wurde ihr breit geöffnet. Sie war sofort drinnen im Haus und dann erzählte diese Frau unserer Glaubensschwester folgende Geschichte. Die Frau, die katholisch war, hatte in der letzten Nacht einen besonderen Traum. Und dann wachte sie irgendwann auf und dann merkte sie, dass sie in einem Zimmer, dass dort ein ganz helles Licht war, und ihr Ehemann wachte auch auf und in der Realität sah sie, dass dort ein ganz helles Licht war, das immer heller wurde. Sie konnte sich ganz beschreiben und als sie in das Licht hineinschaute, sah sie einen Engel, einen Boten Gottes.

[24:36] Dieser Engel, er hatte in seiner Hand ein Bild, auf dem die zehn Gebote standen. Langsam fing der Engel an, das erste Gebot vorzulesen. Und sie erzählte, die liebe katholische Frau, bei dem ersten Gebot, da waren wir beruhigt. Wir waren froh. Wir hielten uns ja an das erste Gebot. Aber als dann der Engel zum zweiten Gebot kam und dieses laut vorlas, na ja, da wurden wir traurig. Denn dieses Gebot, na ja, das verfolgen wir jetzt nicht so wirklich. Wir waren betroffen. Beim dritten Gebot kam wieder Freude in unser Leben. Aber beim vierten Gebot, bei dem Sabbatgebot, da schauten wir uns wieder gegenseitig an und da war so ein bisschen Angst in uns. Denn wir wussten, wir waren Gott nicht treu. Wir hielten den falschen Ruhetag, den Sonntag, anstatt den Sabbat. Na ja, bei den nächsten Geboten dann waren wir wieder froh. Das passt ja wieder alles in unserem Leben.

[25:37] Als dann der Engel fertig war mit dem Vorlesen der zehn Gebote, verschwand er so plötzlich, wie er gekommen war. Ich war dann so durchgewühlt, ich war so aufgeregt, dass ich in der gleichen Nacht dann sofort nach diesem Erlebnis meine Schwester anrief und die hatte das Gleiche erlebt. Die hatte auch einen Engel in der Nacht gesehen. Die hatte auch einen Engel gesehen, der ihr die zehn Gebote vorlas.

[26:04] Die katholische Frau kam dann samt mit ihrem Mann, ihrer ganzen Familie, natürlich auch mit ihrer Schwester, aufgrund der Einladung dieser lieben christlichen Glaubensschwester, der adventistischen Glaubensschwester, zu den evangelistischen Vorträgen. Und vor Ort entschied sich dann die Frau mit ihrem Mann, auch ihre Schwester und diese ganzen Familien für Jesus Christus. Alle nahmen diese biblische Wahrheit an und wurden glückliche Adventisten. 46 Menschen wurden aufgrund von diesem Erlebnis getauft.

[26:30] Engel sind auch heute noch am Wirken. Der Engel, der Kornelius erschien, hatte einen konkreten Auftrag an ihn. Er befahl ihn, in Apostelgeschichte 10, Vers 5 können wir das lesen, er befahl ihm, folgendes zu tun: „Sende Männer nach Joppe und lass holen Simon mit dem Zunamen Petrus.“ Kornelius war gehorsam und er führte den Befehl Gottes sofort aus.

[26:58] Manchmal spricht Gott zu uns ganz persönlich durch sein Wort. Manchmal sind das andere Menschen. Manchmal können das auch übernatürliche Wesen sein, durch die Gott zu uns redet. Was wäre passiert, wenn der Kornelius hier nicht auf die Stimme des Engels gehört hätte? Hätte er dann die Botschaft empfangen von Petrus? Nein, natürlich nicht. Und so ist es auch in unserem praktischen Leben heute. Wenn Gott uns ruft, etwas zu tun, wenn Gott uns sagt: Setze das in deinem Leben um, was du gelernt hast, sei mir treu, halte die Gebote, tu dies und das. Und wenn wir das aus Liebe zu Gott tun, dann wird sich Gott mehr denn je uns offenbaren. Dann werden wir Gott immer ähnlicher werden und Gott immer mehr erfahren.

[27:41] So auch im Leben von Kornelius. Der Engel wurde nicht beauftragt, ihm das Evangelium zu bringen. Der Engel, der sagte ihm: „Hol den Petrus.“ Ich frage mich, warum hat der Engel nicht das Evangelium gebracht? Warum hat der Engel nicht den Erlösungsplan erklärt? Warum hat der Engel nicht Kornelius und seine Familie alle biblischen Wahrheiten geführt? Warum nicht der Engel? Eine gute Frage.

[28:15] Gott möchte, dass primär nicht Engel, sondern wir menschliche Wesen unseren Mitmenschen von ihm erzählen. Warum macht er das? Warum Mission? Warum primär wir? Weil Gott möchte, dass wir geistlich wachsen. Der Mission ist Gottes Mittel für geistlichen Wachstum. Ich weiß nicht, wie es in deinem Leben gerade aussieht. Ich weiß nicht, ob du so dabei bist, ob du am Brennen bist, ob du Jesus Christus jeden Tag erlebst, ob du in seinem Wort täglich liest morgens, ob du mit ihm redest, ob du seine Stimme hörst, ob du Erfahrungen mit ihm regelmäßig machst. Ich weiß nicht, wie dein geistliches Leben jetzt gerade aussieht. Vielleicht sieht es nicht so rosig aus. Du sagst: Na ja, ich bin da irgendwie so eingeschlafen in meinem Leben. Aber das kann alles anders werden.

[29:03] Wenn du dich für Gott entscheidest, Zeit mit ihm verbringst und missionarisch aktiv bist, dann bist du im Zentrum der Aktivität Gottes. Dann lebst du Gott und dann machst du Wunder mit ihm. Warum? Weil es das Wort Gottes sagt. Apostelgeschichte 20, Vers 35: „Geben ist seliger als nehmen.“ Wie war das nochmal? Nehmen ist seliger als? Nein, nein, nein. Wer ist mehr gesegnet? Derjenige, der gibt. Geben ist seliger als nehmen. Also, wer ist mehr gesegnet? Derjenige, der die Bibelstunde hält oder der sie empfängt. Wer ist mehr gesegnet? Derjenige, der betet oder für den gebetet wird. Wer ist mehr gesegnet? Derjenige, der predigt, also jetzt gerade hier, oder der, der zuhört. Geben ist seliger als nehmen.

[29:48] Das gilt auch für die Mission. Wenn du Gott erfahren möchtest, dann werde aktiv in deinem Leben. Fang an, Bibelstunden zu geben. Fang an, Menschen einzuladen zu Vortragsserien in die Gemeinde. Erzähle allen Menschen, warum du an Jesus glaubst. Gebe gute Bücher weiter. Fang an, für Menschen zu beten. Du wirst erleben, wie Gott in deinem Leben eine wesentliche Rolle spielt. Du wirst erfahren, wie Gott dich glücklich macht.

[30:10] Jetzt war Petrus auf dem Weg nach Cäsarea, um Kornelius persönlich anzutreffen. Und was passiert dann? Was erlebt er dann? Apostelgeschichte 10, Vers 23. Apostelgeschichte 10, Vers 23 erzählt uns dann, was der Petrus hier erlebt. Interessant ist, dass neben der übernatürlichen Art und Weise, neben der Art, wie Gott hier zu Kornelius redet, Gott auch zu Petrus redet in einer Vision. Aber dazu kommen wir später, in der letzten, in der dritten Frage: Petrus und die Nichtjuden.

[30:52] Wir lesen hier ab Vers 23: „Am folgenden Tag aber zog Petrus mit ihnen, und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihnen. Und am anderen Tag kamen sie an in Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und seine vertrauten Freunde zusammengerufen. Als nun Petrus gerade hineinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel nieder zu seinen Füßen und huldigte ihn. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Hey, hey, ich bin auch nur ein Mensch.“

[31:36] Und während er dort sich mit ihm unterredete, ging er hinein und fand viele, wie viele? Viele versammelt. Und er sprach: „Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen. Doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. Darum bin ich auch ohne Widerrede gekommen.“

[32:01] Wenn wir jetzt die nächsten Verse betrachten, dann lesen wir, wie hier Petrus ganz offen und klar und deutlich das Evangelium predigt. In den Versen 40 bis 42 lesen wir, wir können auch schon ab Vers 39 starten: „Und wir sind Zeugen alles dessen, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie getötet, indem sie ihn an das Holz hängten. Diesen aber hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn offenbar werden lassen. Nicht dem ganzen Volk, sondern uns, denn von Gott erwählte Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung aus den Toten. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, dass er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist. Vor diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, dass jeder, der in ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt.“

[33:02] Hier predigt Petrus wieder zum zweiten Mal den Erlösungsplan. Ich finde es spannend hier, wie Petrus empfangen wird. Petrus, ganz am Anfang, er sieht den Kornelius, und Kornelius ist so voller Freude, dass er sich niederwirft, dass er ihn sogar huldigt, in anderen Worten anbetet. Und Petrus sagt: „Nein, nein, ich bin nur ein Mensch.“ Ich stehe wieder auf.

[33:36] Und dort ist Petrus jetzt in seinem Hause und dort ist nicht Kornelius der Hauptmann alleine, sondern da sind noch viel, viel mehr Menschen. Da steht auf einmal seine gesamte Familie, sein ganzes Haus. Und sie alle hören das Wort Gottes. War das der Erfolg der Familienandacht? Wer weiß, das könnte gut sein.

[33:58] Und während dort Petrus predigt über Jesus Christus, während er den Erlösungsplan, das Evangelium den Menschen darbringt, wo er über das Leben von Jesus spricht, von seinen Wundertaten, von dem Verrat, von dem Tod Jesu, von seiner Auferstehung, von der Himmelfahrt, da passiert etwas Unglaubliches. Hier in der Bibel ist das etwas Spannendes. Das wird beschrieben mit den Worten in Vers 44 bis 48.

[34:24] „Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.“ Das muss wahrscheinlich spannend gewesen sein, interessant gewesen sein. Da predigt jemand und dann fällt der Heilige Geist auf die Menschen. So etwas würde ich gerne auch mal erleben. Ich predige und auf einmal fällt der Heilige Geist auf die Menschen. Ich meine, der Heilige Geist wirkt ja immer, der ist ja immer da, aber hier fällt er in besonderer Art und Weise auf die Menschen. Und dann in Vers 45: „Alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer vor Staunen.“ Das heißt, Petrus hatte noch Brüder mitgenommen und die gerieten außer sich vor Staunen über die Gabe des Heiligen Geistes, die auch jetzt über die Heiden ausgegossen wurden. Denn sie hörten in Sprachen, sie reden und Gott hochpreisen.

[35:05] Also nochmal: Hier wird der Heilige Geist ausgegossen und dann ist die unmittelbare Folge was? Die Verkündigung des Evangeliums. Die Heiden, die Nichtjuden, voll mit dem Heiligen Geist, sprechen über die großen Taten Gottes.

[35:28] Da in Vers 46 lesen wir: „Da ergriff Petrus das Wort und sagte: Kann auch jemand diesen das Wasser verwehren, dass sie nicht getauft werden sollten, die den Heiligen Geist empfangen haben, gleich wie wir? Und er befahl ihnen, dass sie getauft werden würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben.“

[35:51] Die Bekehrung des Kornelius war eine ganz wichtige, eine bedeutsame Bekehrung. Durch diese Aktion, durch das Wirken Gottes, wurde die Tür ganz weit geöffnet für die Mission unter den Nichtjuden. Petrus konnte jetzt vorwärts gehen. Und dadurch, dass vor Ort so eine kleine Missionsgesellschaft gegründet worden ist, dadurch, dass Kornelius und seine Familie gläubig wurden, dadurch gab es vor Ort Lichtträger, die das Wort Gottes weiterbringen konnten. Kornelius und seine Freunde, seine Familie, das waren jetzt Zeugen für Gott, die wieder andere Menschen das Evangelium bringen konnten.

[36:40] Heute gibt es viele Menschen auf der Welt, die auf der Suche sind nach dem Wort Gottes. Oft ist es so, dass wir als Christen, wir als Adventisten auf der Suche sind nach den Massen. Wir wollen viele Menschen wie Jesus bekehren. Das ist gut, aber das ist nicht das primäre Ziel. Jesus Christus kam auf diese Erde. Er wäre auch gekommen, wenn nur ein einziger Sünder sich für ihn entschieden hätte. Jesus Christus wäre sogar gekommen, wenn sich keiner für ihn entscheiden würde. Jesus kam, um für den einen Menschen zu sterben, um für dich zu sterben.

[37:06] Und Jesus, er sagt in seinem Wort, in Johannes 3, Vers 16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben empfangen.“ Jesus ist für alle Menschen gestorben. Er wäre aber auch nur für einen Menschen gestorben, auch nur für dich oder für mich.

[37:35] Wenn wir missionarisch für Gott aktiv sind, wenn wir für andere Menschen da sind und sie zu Jesus führen wollen, dann geht es immer um diesen einen Menschen. Du bist ein Zeuge für Gott. Du kannst in deinem Kontext Menschen zu Jesus führen. Wie? Indem du aktiv wirst. Und wie fängt das an? Durch das Gebet, durch den Heiligen Geist. Wie wäre es, wenn du dir vornimmst, regelmäßig für drei Menschen zu beten? Für drei Menschen regelmäßig im Gebet an sie zu denken und zu sagen: Gott, zeige mir, wie ich mit diesem Menschen, mit diesem und mit jenem Menschen über dich reden kann.

[38:07] Fang an, missionarisch aktiv zu werden. Bete für diese drei Menschen und erlebe, wie Gott in das Leben dieser einzelnen Menschen eingreift und sie verändert.

[38:20] Kommen wir zum letzten Abschnitt, zur letzten Frage, zur letzten Szene. Wie war das mit Petrus und den Nichtjuden? Als Petrus Kornelius begegnete, da war das nicht ganz so einfach, denn seine Haltung gegenüber Nichtjuden war im Vorhinein nicht so positiv. Was hatte da aber auf einmal zu einem Umdenken bei Petrus geführt?

[38:40] Lesen wir Apostelgeschichte 11, die Verse 1 bis 10: „Und die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten. Und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, machten die aus der Beschneidung ihm Vorwürfe und sprachen: Du bist in unbeschnittene Männer hineingegangen und hast mit ihnen gegessen. Da begann Petrus und erzählte ihnen alles der Reihe nach und sprach: Ich war in der Stadt Joppe und betete, da sah ich in einer Verzückung ein Gesicht. Ein Gefäß kam herab wie ein großes leinwandartiges Tuch, das an vier Enden vom Himmel herabgelassen wurde, und es kam bis zu mir. Als ich nun hineinblickte und es ansah, sah ich vierfüßige Tiere der Erde und Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels. Und ich hörte eine Stimme, die zu mir sprach: ‚Steh auf, Petrus, schlachte und iss!‘ Ich aber sprach: ‚Nein, nein, nein, keineswegs, Herr, denn nie ist etwas Gemeines oder Unreines in meinen Mund gekommen.‘ Aber eine Stimme vom Himmel antwortete mir zum zweiten Mal: ‚Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein.‘ Dies aber geschah dreimal, und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen.“

[40:00] Die Bekehrung des Kornelius war zentral, die war wichtig. Und deshalb wirkte Gott nicht nur über den Engel des Herrn bei Kornelius, sondern auch durch die Vision direkt bei Petrus selber. Einige Bibelausleger haben hier Probleme mit dieser Vision des Petrus. Es gibt Ausleger, die sogar so weit gehen und sagen: „Hey, also hier sagt die Bibel ganz klar, dass wir alle unreinen Speisen essen dürfen. Also die ganzen Speisegebote aus dem Alten Testament sind abgelegt und wir können jetzt alles essen.“

[40:38] Interessant ist, dass oft diese Argumente verwendet werden von Menschen, die gerne, na ja, sagen wir es mal ganz ehrlich, Schweinefleisch essen oder gewisse Meerestiere essen. Aber ist das wirklich hier der Fall? Ich glaube, wenn wir so argumentieren, dann legen wir die Bibel falsch aus. Wir machen dann Fehler bei der Auslegung des Wortes. Warum?

[41:03] Wenn wir die Vision noch mal näher betrachten, lesen wir in Apostelgeschichte 10, Vers 17, dass der Petrus am Anfang, Apostelgeschichte 10, Vers 17, die Vision gar nicht recht verstand. Aber später dann, in Apostelgeschichte 10, Vers 28, deutet Petrus, das heißt, das Wort Gottes deutet selber diese Vision. Wie? So, Vers 28: „Und es sprach zu ihnen, Petrus zu Kornelius und seinem Haus: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen. Achtung, und jetzt kommt es: Doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.“

[41:44] Hier in der Vision des Petrus geht es nicht um Tiere, um unreines Essen, sondern um Menschen. Vor Gott sind alle Menschen gleich. Alle Menschen können Kinder Gottes werden, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Nationalität, ihrem Beruf oder ihrer Religion. Und die Speisegesetze, die bleiben gültig bis zum Himmelreich, über das Himmelreich sogar hinaus. Warum? Schaut mal nach in Jesaja 66, Verse 15 und 17. Das ist so eine kleine Hausaufgabe. Jesaja 66, Verse 15 und 17.

[42:26] Und jetzt durch den Tod Jesu sind alle Menschen vor ihm gleich. Alle Menschen können erlöst werden. Alle Menschen sind Sünder, aber durch den Tod Jesu kann jeder, der sich bewusst für ihn entscheidet, erlöst werden.

[42:47] Die frühen Erfolge der Urchristengemeinde führten auch zu Spannungen. Und wir lesen das in einigen Kapiteln weiter in Apostelgeschichte 15, wie dort der Petrus und auch seine Brüder hören, dass einige, na ja, Ungereimtheiten auftreten. Und man weiß nicht so recht, wie man die lösen soll. Und die konkrete Frage ist: Worum ging es da? Müssen sich Nichtjuden, die sich zum Christentum bekehrt haben, auch beschneiden lassen? Ist also wichtig, wenn ein Mensch, der Heide war, jetzt Christ geworden ist, muss er sich dann auch beschneiden lassen, ja oder nein?

[43:24] Und wie haben sie das Problem gelöst? Was hat das Konzil gemacht? Die waren einmütig beieinander. Sie haben diskutiert. Ja, wenn Heilige streiten, hat man aber auch gewisse Regeln. Man hat einander gebetet. Und dann hat der Heilige Geist eine Antwort dem Menschen gegeben. Und die hat man dann formuliert in den Versen 23 bis 29, wo in Apostelgeschichte 15. Ich lese vor, Vers 28 und 29, der Konzilsbeschluss der ersten Urchristengemeinde auf diese Frage: Beschneidung, ja oder nein.

[43:56] Und hier steht in Vers 28, Apostelgeschichte 15: „Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen, dass ihr euch enthaltet von Götzenopfern, vom Blut, vom Erstickten und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr recht. Lebt wohl.“

[44:16] Wie hat man dieses Problem gelöst? Man hat es theologisch und praktisch gelöst. Und so heute auch in unserer Kirche, in unserer Gemeinde, aber auch vor Ort in der Familie, können wir mit der Hilfe Gottes Probleme lösen. Dafür brauchen wir Geduld, Gebet und natürlich unseren Verstand und vor allem die Grundlage des Wortes Gottes. Die ersten Christen an vorderster Front, Petrus, haben uns vorgemacht, wie wir diese Probleme lösen können.

[44:50] Und wir haben gelernt, dass es hier immer um den Mittelpunkt der Arbeit geht, um das Zentrum, um Jesus Christus und nicht primär um Randthemen. Und man kann sich oft in Randthemen festfahren und das ist gefährlich. Wir sollen alles mit dem Wort Gottes prüfen und das ist unsere Grundlage. Das ist die Wichtigkeit, darum geht es.

[45:08] Jesus Christus, er möchte auch, dass wir heute diese Beziehung mit ihm haben, egal ob wir Menschen sind, die mit ihm leben, die in der Gemeinde sind, oder Menschen sind, die mit ihm leben, aber nicht in der Gemeinde sind, oder Menschen sind, die mal mit ihm gelebt haben. Egal, wo wir heute sind, Jesus möchte, dass wir alle mit ihm leben.

[45:36] In 1. Johannes 5, und mit diesem Text möchte ich enden, 1. Johannes 5, Vers 10, dort lesen wir: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht.“ Und das ist die wichtigste Frage in deinem Leben. Hast du den Sohn? Bist du erlöst?

[45:58] Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die sich für Jesus entschieden haben. Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die mal Ja gesagt haben zu ihm. Du lebst mit ihm. Du hast auch eine Familienandacht. Und natürlich noch viel wichtiger, du hast eine persönliche Andacht. Jeden Tag mit ihm. Du redest zu Gott und er redet zu dir durch sein Wort. Wenn du da bist, wenn du dieser Mensch bist, möchte ich dich ermutigen, dass du weiter dran bleibst, bis zum Ende durchhältst, bis zur Wiederkunft Jesu. Denn darum geht es: dranbleiben, festhalten.

[46:31] Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die sich mal für Jesus entschieden haben. Du hast mal Ja gesagt zu ihm. Das war damals, aber heute ist es ganz anders. Du bist auf dem Weg in die Hölle. Nicht in die ewige Hölle, aber auf dem Weg in die Verdammnis. Und du weißt, wenn du so weitermachst, dann war es das. Dann bist du draußen. Dann bist du für immer verloren. Vielleicht spricht Gott dich jetzt ganz persönlich an. Und er sagt zu dir: „Mein Kind, komm zurück.“ Wenn du dieser Mensch bist, dann entscheide dich heute, umzukehren. Denn dein Vater, Gott im Himmel, wartet mit offenen Armen auf dich.

[47:14] Vielleicht gehörst du aber auch zur letzten Gruppe, zu den Menschen, die sich noch nie bewusst für Jesus entschieden haben. „Wer den Sohn nicht hat, der hat nicht das Leben.“ Gott möchte, dass du bei ihm bist, in Sicherheit, in Ruhe, dass du Frieden erlebst. Auch wenn du Trauer hast und Katastrophen in deinem Leben, möchte Gott dir ganz nahe sein. Gott möchte, dass du sein Kind bist. Und vielleicht ist heute der Tag, wo du sagst: „Ja, Herr Jesus, ich möchte dich bewusst zum allerersten Mal aufnehmen. Ich möchte heute zum allerersten Mal mich für dich entscheiden.“

[47:47] Wenn das heute dein Wunsch ist, wenn du heute sagst Ja zu Jesus, dann sprich doch mit mir einfach ein Gebet. Dann sag doch zu Jesus jetzt Ja. Egal, zu welcher Gruppe du gehörst, ob du mit Jesus lebst oder ob du mal mit ihm gelebt hast und dich wieder von ihm entfernt hast oder ob du dich noch nie für ihn entschieden hast, heute kannst du eine aktive Entscheidung treffen. Jesus hat Menschen gerufen, öffentlich, in die Nachfolge. Er ist für die Menschen öffentlich gestorben. Und deswegen ruft Jesus jetzt auch dich öffentlich, hier, während du gerade zuschaust, in seine Nachfolge.

[48:28] Wenn es dein Wunsch ist heute, dich für Jesus zu entscheiden, wieder oder nachdem du davongelaufen bist oder zum allerersten Mal, dann bete ich dich: Bete mit mir jetzt gemeinsam folgendes Gebet. „Herr Jesus im Himmel, danke dafür, dass du für mich gestorben bist. Danke dafür, dass du meine Sünden am Kreuz auf dich genommen hast. Mein Vater im Himmel, heute möchte ich dich bewusst annehmen. Vergib mir alle meine Sünden, mach mich rein und hilf mir, dass ich dir diene und mit dir lebe, immer und überall, wo ich bin. Hab Dank dafür, dass ich jetzt ein Kind Gottes bin. Amen.“

[49:00] Dieses Gebet kannst du jetzt dort, wo du bist, sprechen und wirst erleben, dass Erlösung dann auch dein Geschenk ist. Und das macht wirklich frei. Das schenkt wirklich Sicherheit, Frieden und Hoffnung über den Tod hinaus. Gemeinsam möchte ich heute die Sabbatschulbetrachtung schließen. Wir wollen auch gemeinsam beten.

[49:20] Unser Vater, danke dafür, dass du heute durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke dafür, dass heute dein Wort bei uns angekommen ist und dass es nicht leer wieder zurückgekommen ist. Danke, Herr Jesus, dass du für uns gestorben bist und dass wir Erlösung haben können. Egal, wo wir sind, ob wir vielleicht heute der Nichtjude sind, ob wir vielleicht heute schon Menschen sind, Menschen sind, die mit dir leben, oder ob wir vielleicht an vorderster Front wie Petrus für dich kämpfen. Herr, wir alle brauchen Erlösung, jeden Tag aufs Neue. Wir danken dir dafür, dass wir immer wieder dich annehmen können, dass wir dich erfahren können und dass wir die Sicherheit haben, die Heilsgewissheit haben können, wenn wir täglich Ja zu dir sagen.

[50:01] So komm in unser Leben, führe und leite uns und begleite uns bis zur nächsten Woche, wenn wir uns wieder gemeinsam hier treffen, um dein Wort zu studieren. Amen.

[50:10] Ich möchte euch an dieser Stelle noch herzlich einladen, wenn wir gemeinsam nächste Woche mit jemand anderen das Wort Gottes studieren werden, wenn wir gemeinsam wieder die Themen herausarbeiten und Gott zu uns reden lassen hören. Amen.


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