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In dieser Folge von „Motivation Glaube“ mit Christopher Kramp wird die fundamentale Frage „Was ist Wahrheit?“ beleuchtet. Es wird untersucht, ob Wahrheit existiert, wie sie erkannt werden kann und warum sie für unser Leben von entscheidender Bedeutung ist. Die Serie betont, dass Wahrheit uns befreit und dass die Bibel, inspiriert vom Heiligen Geist, der Wegweiser zu dieser Wahrheit ist.


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Serie: Motivation Glauben

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Transkript

[0:30] Herzlich willkommen zu Motivation Glaube, unserer kompakten Serie, wo wir über den Alltag sprechen wollen, wie er durch den Glauben, durch den biblischen Glauben, an Bedeutung und an Zuversicht gewinnen kann. Wir freuen uns, dass Sie eingeschaltet haben, hier zu unserer ersten Folge mit dem Titel Was ist Wahrheit?

[0:50] Eine, glaube ich, ganz fundamentale Frage, egal welcher Religion, welcher Weltanschauung oder Ideologie wir uns auch zugehörig fühlen. Das Thema Wahrheit spaltet im buchstäblichsten Sinne die Menschheit in die verschiedenen Kulturen und Religionen und Anschauungen, die es so gibt. Eine besonders moderne Form dieser Frage ist die Idee, dass es vielleicht gar keine Wahrheit gibt, sondern dass so jeder so seine eigene Wahrheit hat. Wahrscheinlich haben Sie das schon gehört. Wir wollen uns heute die Frage stellen: Gibt es so etwas wie Wahrheit? Und wenn ja, wie kann man sie erkennen? Woher kann man wissen, was Wahrheit ist und was eben nur Täuschung oder interessante Idee ist.

[1:38] Es scheint so zu sein, dass Jesus mit einem Wort in Matthäus 11, Vers 25 – und wenn Sie eine Bibel haben, lade ich Sie ein, mit mir gemeinsam aufzuschlagen, um in diesen Worten selbst zu lesen – es scheint so zu sein, als ob Jesus in unsere Zeit schon hineingeblickt hat, als er folgende Worte in Matthäus 11, Vers 25 hat aufschreiben lassen und ausgesprochen hat. Es heißt hier: „Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast.“

[2:12] Was Jesus sagt, ist sehr einfach. Er sagt, da gibt es eine bestimmte Erkenntnis, eine bestimmte Wahrheit, die den Weisen und Klugen – wir würden sagen, den Intellektuellen, den Studierenden, von denen wir meinen, dass sie alles wissen oder das meiste – ihnen ist es verborgen. Und gleichzeitig kann es von denen erkannt werden, die wir nicht für fähig halten würden. Könnte es sein, dass genau in unserer Zeit, die so sehr auf Intelligenz und auf menschliche Errungenschaften setzt, wir genau das nicht erkennen können, weil es vor uns verborgen ist, solange wir uns für besonders weise und klug halten? Was Jesus hier anspricht, nämlich die Wahrheit, die geoffenbart wird, jedem Einzelnen, der möchte. Interessanter Gedanke, den wir weiterdenken wollen.

[3:03] Aber zunächst einmal möchten wir uns die ganz einfache Frage stellen: Warum ist es überhaupt wichtig, Wahrheit zu kennen und die Wahrheit zu haben? Hat Wahrheit irgendeine praktische Bedeutung für mich? Oder kann ich mich dann nur rühmen, klüger zu sein oder besser informiert zu sein als jemand anders? Ist es wichtig, die Wahrheit zu kennen?

[3:20] Und auch hier hat Jesus uns einen wichtigen Gedanken mitgegeben. Und wir finden in Johannes 8 und dort Vers 32. Und ich glaube, wenn wir diesen Vers gelesen haben, wird uns bewusst, warum es so wichtig ist, dieses Thema nicht gleichgültig anzuschauen. In Johannes 8 und dort Vers 32 heißt es: „Und ihr werdet die Wahrheit erkennen.“ Also ganz deutlich sagt Jesus, dass Wahrheit erkannt werden kann. „Und die Wahrheit wird euch freimachen.“

[3:49] Wahrheit macht also nicht nur klug, sie macht nicht nur schlau, sie macht nicht nur irgendwie religiös. Wahrheit macht frei. Und vielleicht, liebe Zuschauer, haben auch Sie das Gefühl, dass Sie sich gefangen fühlen, dass Sie sich eingeengt fühlen von schlechten Gewohnheiten, vielleicht von äußeren Umständen, vielleicht sogar von eigener Schuld. Jesus verspricht Freiheit von dem, was immer uns auch hindert, wenn wir die Wahrheit erkennen. Wahrheit macht frei.

[4:23] Was ist also nun diese Wahrheit und wie kann ich sie erkennen? Es heißt: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen.“ Aber wie? Was muss ich tun? Vielleicht sagen Sie: „Ich habe schon das ein oder andere versucht. Ich habe das ein oder andere Buch gelesen, habe versucht, mich mit verschiedenen Philosophen oder weltanschaulichen Schriftstellern zu beschäftigen. Ich habe mir schon meine eigenen Gedanken gemacht und irgendwie bin ich nicht zu einem guten Schluss gekommen.“ Die Bibel gibt uns einen Hinweis, was nötig ist, um die Wahrheit zu erkennen, und zwar in Jeremia 29 und dort Vers 13.

[4:53] In Jeremia 29 und dort Vers 13 wird uns eine Grundvoraussetzung vor Augen geführt, um das zu finden, wonach wir suchen. Da heißt es nämlich: „Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangt werdet.“ Und die einfache Frage, die ich auch Ihnen stellen möchte, ist: Haben Sie von ganzem Herzen – das heißt mit all Ihren Gedanken, mit aller geistigen Kraft, die Ihnen zur Verfügung steht – wirklich nach der Wahrheit gesucht? Die allermeisten Menschen haben zwar ein allgemeines Interesse an der Wahrheit, aber über einen kurzen Blick über den Tellerrand gehen sie meistens nicht hinaus. Meistens genügen, begnügen wir uns mit den Ansichten, die uns so umgeben, und wir vergleichen sie ein wenig. Aber wie wenige suchen wirklich mit allem, was sie haben, nach der Wahrheit, wie ein Goldgräber nach dem Gold.

[6:01] Bevor wir weitergehen, müssen wir uns diese Frage wirklich stellen: Wollen wir die Wahrheit kennen, oder sind wir ganz zufrieden so mit unserem bisherigen Leben und sagen: „Naja, wer weiß, was die Wahrheit mir dann offenbaren würde.“ Wenn wir die Wahrheit von ganzem Herzen suchen, werden wir das finden, wonach uns verlangt.

[6:22] Und wie viel Wahrheit ist eigentlich erreichbar? Manch einer sagt: „Naja, da kann man schon bestimmte Dinge erkennen, die zur Wahrheit gehören. Manche Dinge sind ja unleugbar tatsächlich wahr, dass ich existiere, ist eine Wahrheit.“ Und so gibt es viele Dinge, die man als Wahrheit bezeichnen könnte. Aber natürlich kann man ja nicht alle Wahrheit entdecken, so wird meistens argumentiert. Aber schauen wir, was Jesus in der Bibel sagt, und zwar in Johannes 16 und dort Vers 13. Wird eine erstaunliche Aussage gemacht, die uns wirklich aufhorchen lassen sollte.

[6:45] In Johannes 16 und dort Vers 13 heißt es: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit...“ Da gibt es also tatsächlich einen Geist der Wahrheit. Die Bibel nennt ihn auch den Heiligen Geist. „...da wird er euch in die ganze Wahrheit leiten.“ Also macht die Bibel deutlich, dass wir uns nicht nur mit einer halben Wahrheit oder mit einer zerstückelten Wahrheit zufrieden geben sollten, sondern wir können die ganze Wahrheit erkennen. Und offensichtlich Stück für Stück, denn wir müssen dorthin geleitet werden vom Geist der Wahrheit. Das heißt, er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden. Und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Wahrheit hat also auch etwas mit dem zu tun, was auf uns zukommt, was wir als normalen, sterblichen Menschen gar nicht so erkennen können. Und der Heilige Geist, so sagt uns die Bibel, kann uns leiten in die Wahrheit und zwar in die ganze Wahrheit.

[7:50] Und wie wir schon angedeutet haben, ist das ein Prozess, etwas, wo man geleitet wird. Wenn man irgendwo hingeleitet wird, geht man Schritt für Schritt voran. Wenn wir also die Wahrheit suchen, wenn wir die Wahrheit verstehen wollen, dann müssen wir verstehen, dass die Wahrheit nicht einmal komplett vollständig auf einmal vom Himmel auf und hinunterfällt. Es gibt Leute, die behaupten, plötzlich illuminiert worden zu sein und plötzlich alle Wahrheit erkannt zu haben. Das ist nach der Bibel falsch. So wie der Goldgräber Stück für Stück unter Schweiß und unter Anstrengung arbeitet und sich freut, wenn er dann Kleinigkeiten dieses kostbaren Metalles findet und mehr findet und mehr findet, so kann der Sucher nach der Wahrheit Stück für Stück vorangehen und immer mehr entdecken.

[8:35] Kein anderer Bibeltext bringt dieses Prinzip schöner zum Ausdruck, als Jesaja 28 und dort Vers 10. Jesaja 28 und dort Vers 10. Das ist ein ganz wesentliches Prinzip, wenn es darum geht, die Bibel zu lesen. Dort heißt es: „Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig.“ Wenn Sie schon einmal die Bibel versucht haben zu lesen, dann werden Sie vermutlich das gemacht haben, was die meisten Menschen versuchen. Sie haben wahrscheinlich versucht, die Bibel vorne anzufangen, wie ein Roman, und dann einmal durchzulesen. Und die allermeisten Menschen steigen meistens schon im fünften Kapitel aus, wenn das erste Geschlechtsregister kommt. Die wenigsten schaffen, wenn sich jemand überhaupt weiter traut, dann irgendwann in zweite, dritte Mose hört man auf, wenn man sich fragt: „Ja, was soll das jetzt mir so persönlich sagen?“ Und wir verstehen nicht, dass die Bibel eben kein Roman ist, den man von A bis Z einmal liest, sondern dass überall Vorschrift auf Vorschrift, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig, überall goldene Schätze verborgen sind, die nach und nach gefunden werden können, je mehr man miteinander vergleicht und studiert und gräbt.

[9:46] Wahrheit ist also progressiv, Wahrheit ist immer entwickelbar, das immer mehr zu entdecken, wenn wir dieses einfache Prinzip verstehen. Wir müssen uns also nicht schämen, wenn wir wenig wissen, sondern wir sollten uns schämen, wenn wir gar nicht suchen. Genauso wenig sollten wir uns nicht rühmen, wenn wir viel wissen, sondern wir sollten uns rühmen, dass wir weitersuchen. Das ist das Prinzip des Glaubens und das sollte uns motivieren, die Bibel wieder ganz neu in die Hand zu nehmen und zu suchen.

[10:13] Vielleicht gibt es einige Stellen beim Bibellesen, die uns unklar sind, wo uns das Verständnis fehlt und wir nicht wirklich wissen, was wir damit anfangen sollen. Auch dazu gibt uns die Bibel einen sehr wichtigen und guten Rat, in 1. Korinther 2 und dort Vers 13.

[10:30] 1. Korinther 2 und dort Vers 13. Das ist der Paulus, jener Apostel, der mitunter einige der schwierigst zu verstehenden Verse der Bibel mitproduziert hat, der sagt uns folgendes in 1. Korinther 2, Vers 13: „Und davon reden wir auch nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind.“ Und jetzt Achtung: „indem wir Geistliches geistlich erklären.“ Wo kommt die Erklärung für einen geistlichen Bibelferser? Sie kommt vom Heiligen Geist. Wo spricht der Heilige Geist zu mir in der ganzen Bibel? Mit anderen Worten, die Erklärung zu einem Bibelferser findet sich in einem anderen.

[11:09] Zu oft machen wir den Fehler, dass wir, wenn wir einen Vers nicht verstehen, vielleicht direkt zum Pater gehen, zum Pastor, zum Priester oder zu irgendeinem klugen Theologen oder seinem Kommentar und dann finden wir dort eine Antwort und sagen: „Naja, dann wird es wohl das sein.“ Statt einfach mal der Bibel zu erlauben, sich selbst auszulegen, dem Heiligen Geist zu erlauben, sich selbst zu erklären, indem man anderen Bibelstellen uns die Bedeutung einer schwierigen verdeutlicht. Und das erfordert natürlich ein wenig Mühe, das erfordert ein bisschen Zeit und Forschergeist. Hier ein wenig, da ein wenig, ein bisschen suchen und forschen. Aber dafür werden wir belohnt mit Schätzen. Freut sich nicht der Goldgräber viel mehr über das bisschen Gold, was er gefunden hat, als derjenige, dem es einfach nur so vor die Füße geworfen wird?

[11:55] Deswegen hat Gott die Bibel genauso konzipiert, damit wir Freude haben an der Wahrheit, die wir dort entdecken können. Es ist nämlich die Bibel, dieses Buch, das uns die Wahrheit lehrt. Das haben wir jetzt mehrfach schon angedeutet. Und in 2. Petrus 1 Vers 21 haben wir dann einen sehr interessanten und wichtigen Gedanken, der uns zeigt, warum die Bibel uns die Wahrheit vermittelt.

[12:09] In 2. Petrus 1 Vers 21 heißt es: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist – das ist der Geist der Wahrheit, von dem wir schon gesprochen haben – der uns wohin? In alle Wahrheit leiten möchte. Vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ Das Wort übrigens, ganz nebenbei gesagt, das hier im griechischen Urtext steht für „getrieben“, ist ein Wort, das bedeutet, dass der Wind das Schiff nimmt und in die richtige Richtung den Hafen treibt. Petrus musste das ja wissen, Petrus war ein Fischer, Petrus hatte viel Zeit auf Schiffen verbracht, er wusste, wie wichtig es ist, vom Wind abhängig zu sein. Und genau so waren die Menschen, die die Bibel geschrieben haben – Petrus, Paulus, Salomo, David, Mose und wie sie alle hießen – waren nicht einfach Menschen, die kluge Gedanken aufgeschrieben haben. Nein, es waren Menschen, die getrieben wurden. So wie das Schiff vom Wind getrieben wurde, so wurden diese Menschen getrieben vom Heiligen Geist, der dafür Sorge traf, dass die Wahrheit tatsächlich am richtigen Punkt, zur richtigen Zeit aufgeschrieben wird.

[13:27] Was Sie in ihren Händen halten, wenn Sie eine Bibel in Ihrer Hand gerade haben, sind eben nicht nur kluge philosophische Gedanken, wie bei so vielen anderen Menschen der verschiedenen Zeitalter. Es ist das, was der Geist der Wahrheit, der Heilige Geist in diese Menschen hingelegt hat, damit sie es uns mitteilen. Es ist tatsächlich die Wahrheit.

[13:45] Aber das hat eine ganz praktische Anwendung für unser Leben. Zu wissen, dass die Bibel die Wahrheit ist, wird noch niemanden retten, sondern die Wahrheit möchte etwas in unserem Leben tun. Und das hat Jesus in jenem wunderbaren Gebet ausgedrückt, das in Johannes 17 aufgezeichnet ist und das manchmal auch als das sogenannte Hohepriesterliche Gebet bezeichnet wird, was nichts anderes heißt, als dass Jesus dort für seine Gläubigen, für seine Jünger gebetet hat.

[14:17] In Johannes 17 und dort Vers 17 heißt es: „Heilige sie in deiner Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit.“ Und es ist ganz interessant, nebenbei zu bemerken, dass hier nicht nur steht: „Dein Wort enthält Wahrheit.“ Manche Gläubige unserer Zeit, manche Christen und auch manche Theologen vertreten die Ansicht, dass die Bibel schon Gottes Wort enthält, dass der eine oder andere Vers die Wahrheit ist, aber dass man natürlich nicht alles hier ganz ernst nehmen kann und dass manches einfach nur kulturell bedingt ist und so weiter. Aber Jesus hatte nicht diese Ansicht, dass das Wort Gottes Wahrheit enthält, sondern das Wort ist die Wahrheit. Egal, was wir lesen, wir dürfen wissen, dass es die Wahrheit ist.

[15:05] Aber der erste Teil des Verses ist für uns jetzt von praktischer Bedeutung, denn dort heißt es: „Heilige sie in deiner Wahrheit.“ Das heißt, das Wort Gottes hat eine Wirkung: Heiligung. Das bedeutet nichts anderes, als dass Gott mit seiner Kraft unser Leben verändert, dass er es reinigt, dass er es neu macht, dass er es gestaltet und dass wir dadurch uns abheben und in einer besonderen Weise besonders sind. Abheben von dem Rest, nicht in einem abgehobenen Sinne, sondern in einem besonderen Sinne. Besonders sein, besonders in den Augen Gottes, heilig. Das kann allein die Bibel. Und diese Bibel, diese Wahrheit, die sich dort offenbart, hat diese Kraft in ihrem und auch in meinem Leben, wenn wir das zulassen und möchten.

[15:53] Nur einige Kapitel vorher im gleichen Buch der Bibel, in Johannes 7 und dort Vers 17. Dort lesen wir ein wichtiges Prinzip, wenn wir auf eine Situation stoßen, die wir wahrscheinlich alle gut kennen, nämlich dass dort verschiedene Theorien als Wahrheit uns angeboten werden, aber wir nicht wirklich wissen, welche jetzt wahr ist. Jeder, der ein wenig sich mit dem Christentum vielleicht beschäftigt oder überhaupt mit Religion, wird herausfinden, dass es dort enorm viele Ansichten gibt, die alle von sich in Anspruch nehmen, die Wahrheit zu sein. Egal, wen man fragt, welche Kirche, welche Denomination, welche Weltanschauung, sie alle sind überzeugt, die Wahrheit zu haben, ansonsten wären sie ja nicht Glied oder Mitglied dieser speziellen Gruppierung. Und man fragt sich vielleicht als Außenstehender: „Ja, woher soll ich dann wissen, was die Wahrheit ist, wenn die, die die Bibel lesen, selbst sich nicht einig sind?“

[16:51] Und Jesus gibt uns ein einfaches, praktikables Prinzip, das Sie sofort anwenden können, während Sie das hier hören. Es heißt in Johannes 7, Vers 17: „Wenn jemand seinen – gemeint ist Gottes – Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede.“ Es kommt also nicht darauf an, Griechisch und Hebräisch zu kennen. Es kommt nicht darauf an, jahrzehntelang mit christlicher Theologie beschäftigt zu haben. Es kommt nicht darauf an, die Bibel auswendig zu kennen. Es kommt auf etwas ganz anderes an, nämlich die innerliche Bereitschaft zu haben, Gottes Willen auch tun zu wollen. Auf Deutsch: gehorsam sein zu wollen.

[17:31] Wenn wir Gottes Willen auch tun wollen, dann können wir Wahrheit von Irrtum, Wahrheit von Täuschung, Wahrheit von bloßer Meinung unterscheiden. Und das ist etwas, was jeder Einzelne von uns tun kann. Das können Sie, das kann ich, jeder Einzelne, egal wie viel er weiß, kann sich vornehmen: „Ich möchte das tun, was ich lerne.“ Und die Bibel sagt, dass wir dann von Gott beschützt werden vor Irrtümern und dass wir die Wahrheit erkennen. Und die Wahrheit, die wir gesehen haben, wird uns freimachen.

[18:00] So viele Menschen haben eigene Ideen. Und in Sprüche 14 Vers 12 wird uns eine Warnung ausgesprochen, die, wie ich glaube, ihre Erfüllung in vielen, vielen Fällen gefunden hat. In Sprüche 14 Vers 12 heißt es: „Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig. Aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.“ Da waren tausende, wenn nicht Millionen Menschen, die waren überzeugt davon, dass der Kommunismus richtig ist. Aber der Kommunismus führte nur zum Tod. Da gibt es Menschen, die glauben, dass die fernöstliche Philosophie richtig ist, dass vielleicht der Buddhismus oder der Hinduismus richtig sind. Aber auch diese Theorien führen doch nur zum Tod. Da gibt es Menschen, die glauben, dass die moderne Wissenschaft mit ihrer Evolutionstheorie und mit ihrem atheistischen Menschenbild, dass das die Wahrheit ist und dass das richtig ist. Aber auch das hat nichts anderes anzubieten als den Tod. Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig. Aber zuletzt, wenn das Leben zu Ende ist, wenn alles zusammenkommt, führt er doch zum Tod.

[19:19] Aber das ein Weg, der erscheint nicht nur richtig und erhebt nicht nur den Anspruch, richtig zu sein, sondern er beweist auch, dass er richtig ist, indem er nämlich über den Tod hinaus zum Leben führt. Der einzige Weg, der diesen Graben wirklich überbrücken kann.

[19:43] Und wenn wir unsere Sendung genannt haben: Was ist Wahrheit? Dann geben wir eigentlich das biblische Zeugnis nur unvollkommen wieder. Denn die Frage müsste eigentlich noch genauer heißen: Wer ist die Wahrheit? In unserem letzten Text heute, in Johannes 14 Vers 6, wird uns dieser Weg gezeigt, der eben nicht zum Tod führt, sondern zum Leben.

[19:57] Es heißt dort in Johannes 14 und dort Vers 6: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Jesus Christus selbst ist die Wahrheit. Deswegen nennt er sich übrigens auch in der Bibel das Wort. Wenn wir die Bibel lesen, werden wir niemand anders wirklich kennen als Jesus Christus höchst persönlich. Wir werden ihn als die Wahrheit entdecken. Wahrheit ist also keine intellektuelle Theorie, die ich abhaken kann als Studierender. Wahrheit ist etwas, was ich immer weiter entdecken kann, denn je mehr ich die Bibel lese, desto mehr kann ich Christus, kann ich Jesus mit seinem unvergleichlichen Charakter in diesen Seiten erkennen.

[21:00] Möchten auch Sie Schritt für Schritt, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig, vom Heiligen Geist in diesen Schriften, die er inspiriert hat, geführt werden, geleitet werden in alle Wahrheit, um diesen Weg zu finden, der die Wahrheit ist und zum Leben führt? Wenn das Ihr Wunsch ist, dann möchte ich Sie einladen zu einem kurzen Gebet, mit dem wir unsere Sendung beschließen wollen.

[21:13] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns Wahrheit offenbarst, dass du uns wissen lässt, was die Wahrheit ist und wer die Wahrheit ist und dass diese Wahrheit uns freimacht. Was immer wir auf unserem Herzen tragen, wir bitten dich, dass wir diese Verheißung jetzt in Anspruch nehmen dürfen und dass du uns Schritt für Schritt die Wahrheit offenbaren wirst, so wie du es verheißen hast. Wir möchten deinen Willen tun und danken dir, dass du uns dafür bewahren wirst vor Irrtümern. So bitten wir dich jetzt, dass du bei uns bist und uns diese Erfahrung nach deiner Verheißung schenkst. Hab Dank dafür, Jesus, von ganzem Herzen, denn in deinem Namen beten wir. Amen.

[21:55] Wir möchten uns bedanken für Ihr Interesse und möchten Sie herzlich einladen zu unserer nächsten Folge, wenn wir über das Gebet sprechen werden und Sie die Frage stellen: Wie kann ich zu Gott reden? Das wird ein sehr praktisches und sehr spannendes Thema sein. Verpassen Sie es nicht. Bis dahin wünschen wir Ihnen Gottes Segen und viel Freude bei der Suche nach der Wahrheit.

[22:43] Die Sendung ist Teil einer Videovortragsreihe und als DVD-Set erhältlich. Unterstützen Sie die Medienarbeit von Vision TV und die kostenlose Bereitstellung wertvoller Videobeiträge durch den Kauf der DVDs.


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