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In dieser Folge von „Motivation Glauben“ erklärt Christopher Kramp, wie man richtig betet. Er beleuchtet, was Gebet in der Bibel bedeutet und wie wir eine erfüllte Beziehung zu Gott aufbauen können. Anhand biblischer Beispiele zeigt er, wie Glaube, Gottes Wille und das Aussprechen unserer Nöte im Gebet zusammenhängen.

In dieser Folge von „Motivation Glauben“ erforscht Christopher Kramp die biblischen Grundlagen des Gebets. Er erklärt, wie man richtig betet, indem er auf die Bedeutung von Glauben, Gottes Willen und dem Ausdruck eigener Gefühle eingeht. Das Video ermutigt dazu, Sorgen und Anliegen Gott anzuvertrauen und dankbar zu sein.


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Serie: Motivation Glauben

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Transkript

[0:30] Herzlich willkommen zu Motivation Glauben. Ich freue mich, dass Sie wieder eingeschaltet haben zu unserer kompakten Serie, wo wir uns Gedanken machen, wie biblische Themen ganz praktisch in unserem Alltag Fuß fassen können, wie wir damit leben können und wie sie uns helfen können, den Schwierigkeiten des Lebens zu begegnen.

[0:46] Heute wollen wir über das Reden sprechen. Aber damit ist nicht das Reden im zwischenmenschlichen Bereich gemeint, sondern das Reden zu Gott, das Reden mit Gott, das man gemeinhin auch als das Gebet bezeichnet. Jeder, der schon mal im Christentum irgendwie sich damit beschäftigt hat, vielleicht christlich aufgewachsen ist, weiß, dass Gebet irgendwie wichtig ist.

[1:07] Heute gibt es eine ganze Reihe von Ideen und Theorien über das Gebet. Manche Menschen glauben, man muss eine bestimmte Körperhaltung haben beim Beten oder eine bestimmte vorgefertigte Formel beten, vielleicht sogar eine bestimmte Anzahl davon. Manchmal glauben Menschen, man muss eine besondere Lehre im Kopf spüren, sich kontemplativ in irgendwas hineindenken oder meditieren, um richtig zu beten.

[1:31] Wir wollen heute fragen: Was ist eigentlich das Gebet in der Bibel? Und wenn Sie sich die Frage stellen, wie kann ich eigentlich wirklich richtig beten, dann ist das eine Frage, die schon 2000 Jahre alt ist. Einer der Jünger Jesu hat genau diese Frage gehabt, als er in Lukas 11 und dort Vers 1 folgenden Satz gesagt hat: „Und es begab sich, dass er an einem Ort im Gebet war und als er aufhörte, sprach einer seiner Jünger zu ihm her: Lehre uns beten.“

[2:05] In anderen Worten: Jesus, bring uns bei, wie man wirklich betet, wie man wirklich mit Gott redet, ohne dass es nur ein Ritual, eine Formel ohne jeglichen Inhalt ist. „Lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.“ Und so wollen wir uns Gedanken machen heute, wie die Bibel uns beibringt, richtig und erfüllt zu beten, mit Gott wirklich sprechen zu können.

[2:30] Ein erstes Prinzip, das wir lernen wollen, findet sich schon genau in diesem Kapitel in Vers 13. Dort heißt es: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, so sagt uns Jesus, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.“ Jesus gebraucht hier ein Bild aus unserer Erfahrungswelt, das wir alle so gut kennen.

[2:55] Wir alle wissen, dass selbst wenn Eltern vielleicht nicht die Allerreinsten und Allerfrommsten sind, wenn ihre kleinen Kinder mit großen Augen an uns herankommen und sagen: „Mama, Papa, kann ich das haben?“ Und es handelt sich um etwas Gutes. Dann sind selbst Eltern, die vielleicht nicht die Allerbesten sind, sehr geneigt, ihren Kindern gute Gaben zu geben. Und Jesus sagt: Wenn schon Menschen, die eigentlich böse sind, ihren Kindern gute Gaben gerne geben, wie viel mehr wird der Vater im Himmel, der von Bösem nichts weiß, in seinem Herzen, den Heiligen Geist, das Gute, den Geist der Wahrheit, nach dem wir suchen sollen, der uns alle Wahrheit führen wird, denen geben, die ihn bitten.

[3:36] Wenn Sie also, liebe Zuschauer, zu Gott kommen und um etwas bitten, was gut für Sie ist, dann schaut Gott im Himmel wie ein Vater auf ein Kind und sagt: „Ja, genau das möchte ich dir geben.“ Damit haben wir vielleicht die wichtigste Frage schon gleich am Anfang beantwortet, nämlich: Hört Gott überhaupt das, was ich da formuliere? Oder gehen die Gebete nur bis zur Zimmerdecke, wie man manchmal das Gefühl haben könnte bei manchen Gebetsformen?

[4:03] In Psalm 65, Vers 3 wird uns genau dieser Gedanke ganz deutlich unmissverständlich dargelegt. Dort heißt es in Psalm 65, Vers 3: „Du erhörst Gebet“, so spricht der David zu Gott. „Darum kommt alles Fleisch zu dir.“ Viele Menschen haben in den Jahrhunderten und Jahrtausenden versucht, zu Götzen zu beten aus Stein und Holz und Metall. Sie haben versucht, Frösche und Kühe und alle möglichen Arten von Tieren anzubeten. Sie haben zu der Sonne und zum Mond und zum Stern gebetet, aber nie wirklich eine Antwort erhalten. Aber wenn wir zu Gott reden, dann erhört er Gebet. Er hört tatsächlich, was wir ihm sagen.

[4:49] Und wenn wir also zu Gott reden und unsere Gedanken mitteilen, gibt es da irgendetwas, was von unserer Seite noch erforderlich ist, damit auch das geschieht, was wir uns wünschen? Schauen wir mal gemeinsam in Markus 11. Und ich lade Sie natürlich jedes Mal ein, auch die Bibel selbst aufzuschlagen und mitzulesen. In Markus 11 und dort Vers 24. In Markus 11 und dort Vers 24 heißt es, Vers 23 und 24: „Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: ‚Hebe dich und wirf dich ins Meer‘, und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern – und das ist das entscheidende Schlüsselwort – sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird es ihm zuteilwerden.“

[5:37] „So wird ihm zuteilwerden, was immer er sagt.“ Darum sage ich euch: Alles – und das meint Jesus genau so, wie er es sagt – alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden. Es gibt also eine Bedingung, die wir erfüllen müssen. Diese Bedingung ist Glaube. Wir müssen davon ausgehen, dass Gott das meint, was er sagt, dass wir wirklich davon ausgehen können, dass er uns wirklich auch das geben möchte. Dieser Glaube ist eine notwendige Bedingung.

[6:04] Aber vielleicht kommt jetzt bei Ihnen die Frage auf: Ja, wenn das alles ist, dann könnte ich ja um ziemlich alles bitten und würde es bekommen. Wie ist das, wenn ich um einen Sportwagen bitte oder um einen Gewinn im Lotto oder vielleicht um eine Traumschiffreise? Werde ich das alles bekommen? Nun, es gibt ein zweites Prinzip, das manchmal gerne vergessen wird, wenn dieses erste Prinzip hier angesprochen wird. Und das finden wir in 1. Johannes 5 und dort Vers 14 und 15.

[6:29] In 1. Johannes 5 und Vers 14 und 15 gibt es noch etwas, was das noch mehr qualifiziert und etwas mehr auf den Punkt bringt, was hier wirklich gemeint ist. Wir lesen dort, dass der Heilige Geist in Johannes inspiriert hat: „Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört. Und jetzt kommt diese zweite Bedingung: Wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, dass wir von ihm erbeten haben.“

[7:11] Es kommt also darauf an, dass wir das bitten, was Gott auch für uns möchte. Nicht einfach nur, was wir in unserem eigenen persönlichen Gutdünken für richtig halten, sondern wenn wir das bitten, was Gottes Wille ist, dann werden wir immer genau das auch bekommen, was sein Wille ist.

[7:27] Vielleicht sagen Sie aber jetzt: Das ist ja gut und schön, aber manchmal fühle ich mich einfach so, dass ich nur meine Not und meine Angst und meine Besorgnis herausschreien möchte. Darf ich das im Gebet? Das ist eine gute Frage und die Bibel gibt uns eine hochinteressante Antwort, nämlich aus dem Leben von Jesus höchstpersönlich.

[7:49] In Matthäus 26 und dort Vers 39, da findet sich der Bericht von jener Szene, als Jesus im Garten Gethsemane war, wenige Stunden vor seiner Festnahme, die dann zu seiner Kreuzigung geführt hat. Jesus wusste ganz genau, was vor ihm liegt. Und Gethsemane heißt wörtlich übersetzt aus dem Aramäischen: Ölpresse. In Gethsemane wurde Jesus gepresst von allen Seiten. Die Sünde der Welt wurde auf ihn gelegt und drohte ihn zu erdrücken.

[8:24] Und in jener Situation, als er auf sich allein gestellt, weil die Jünger lieber schlafen wollten, als ihm beizustehen, mit diesen düsteren Zukunftsaussichten und dieser Last der Sünde, zu Gott sich naht. Da lesen wir die folgenden ergreifenden Worte: „Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber.“ Jesus hat seine Gefühle nicht unter den Teppich gekehrt. Er hat sie nicht totgeschwiegen als ein Heuchler, sondern er hat genau gesagt, wie es ihm geht. Er hat Gott deutlich gemacht: „Vater, in mir ist dieser Wunsch, dass dieser Kelch vorüber geht. Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber.“ Er hat seine Not hinausgeschrieben in die Nacht.

[9:12] Ich bin so dankbar, dass der Vers dort nicht aufhört, so dass er dann weiter sagt und betet: „Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Und so wissen wir aus dem Beispiel von Jesus, der ja unser vollkommenes Vorbild ist, dass wir all unsere Not, unsere Besorgnis, unsere Ängste hinausschreien dürfen an Gott und sagen dürfen zu Gott: „So geht es mir.“ Aber gleichzeitig haben wir das Vorrecht, dann anzuschließen mit den Worten: „Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

[9:47] Alle unsere Sorgen dürfen wir Gott sagen und ihm mitteilen. In 1. Petrus 5, Vers 7 steht sogar etwas ganz Gewaltiges. Da heißt es in 1. Petrus 5, Vers 7: „Alle – und auch diesmal meint die Bibel genau das, was sie sagt. Wir müssen lernen, die Bibel beim Wort zu nehmen – alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“

[10:11] Manchmal passiert es, dass wir im Gebet alle unsere Sorgen feinsäuberlich Gott erzählen und beschreiben und von allen Seiten drehen und dann mit diesem ganzen Rucksack, den wir mit uns tragen, nachdem wir alles feinsäuberlich aufgelistet haben, dann wieder zurückgehen. Aber Gott möchte nicht nur unsere Sorgen erzählt bekommen, er möchte unsere Sorgen tatsächlich haben. Deswegen sagt die Bibel hier: „Alle eure Sorge werft auf ihn.“

[10:37] Und das können wir uns ganz praktisch vorstellen im Gebet. Wenn wir beten, dann sollen wir Gott nicht nur erzählen, wie es uns geht, wir dürfen tatsächlich im Geist diese Sorgen nehmen und auf ihn werfen und sagen: „Gott, du hast gesagt: Alle eure Sorge werft auf ihn. Ich möchte es dir abgeben, denn du hast gesagt, dass du für mich sorgst.“ Was für eine wunderbare Verheißung, die wir haben.

[10:57] Und das gilt nicht nur für Sorgen, sondern für alles, was auf unserem Herzen liegt. In Psalm 55 und dort in Vers 33, Psalm 55 und dort Vers 23, Verzeihung, heißt es: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen.“ Was immer es ist, ob es eine Sorge, eine Not, vielleicht auch eine Bitte ist, all das können wir auf ihn werfen. „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen. Er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.“ Was immer es ist, was dir wichtig ist, du darfst es Gott sagen, du darfst es auf Gott werfen, du kannst sagen: „Gott, das ist es. Bitte hilf mir.“ Und Gott wird hören.

[11:43] Aber da gibt es etwas, was wir auch beachten wollen. Ja, es ist richtig und wichtig, dass wir unsere eigenen Gedanken, unsere eigenen Sorgen und Nöte Gott mitteilen. Manchmal gibt es ja Menschen, die glauben, man darf nur für andere bitten, auf keinen Fall für sich selbst. Aber das ist nicht biblisch. Es ist wichtig und richtig, für sich selbst zu beten und das, was einem auf dem Herzen liegt, auch Gott mitzuteilen. Aber es ist genauso gut und richtig, auch für andere Menschen zu beten.

[12:09] Paulus hat uns das hier als Vorbild gezeigt, wenn er im Philipperbrief im ersten Kapitel und dort Vers 4 folgendes sagt: „In dem ich alle Zeit in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden fürbitte tue.“ Was Paulus hier sagt, ist, dass er nicht nur ab und zu, wenn ihm gerade mal so war, sondern in jedem einzelnen Gebet, das er gesagt hat, für andere Menschen gebetet hat. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, ob Sie Menschen kennen, die ein Gebet vielleicht nötig haben. Vielleicht die kranke Tante, der schon altersschwache Opa oder vielleicht auch der Nachbar, dem es momentan nicht so gut geht. Wir dürfen unsere eigene Not hinausschreien, wir dürfen um Gottes Willen bitten, aber wir dürfen auch und sollen auch für andere Menschen beten.

[13:00] Ein weiteres, ganz wichtiges Prinzip, wenn wir mit Gott reden, ist das, was sich in 1. Thessalonicher, Kapitel 5 und dort Vers 17 und 18 findet. Und zunächst einmal ist es ganz kurz und prägnant formuliert. Es heißt nämlich: „Betet ohne Unterlass.“ Auf Deutsch: ohne Unterbrechung, ganz kontinuierlich. Und das hat manche in die Konfusion getrieben, denn wie kann ich ständig Gebete aussprechen, wie kann ich ohne Unterbrechung vielleicht auf Knien rutschen oder was auch immer man sich unter Gebet vorstellt.

[13:32] Und ich glaube, es ist gut, im angemessenen Zeitpunkt wirklich auch sich niederzuknien zu einem Gebet. Aber wir können zu jeder Zeit, ob wir knien oder stehen, sitzen oder liegen, mit Gott in Gedanken verbunden sein. Genau das ist, was der Text sagen möchte. Wir können ständig in geistlicher Funkverbindung mit der Schallzentrale des Universums sein und ständig immer wieder neue Gedanken und Impulse bekommen und die Dinge, die uns belasten, immer abgeben, sofort, ohne sie jetzt den ganzen Tag mit uns rumschleppen zu müssen.

[14:05] „Betet ohne Unterlass.“ Und dann steht da ein zweites wichtiges Prinzip in diesem Vers: „Seid in allem dankbar.“ Manchmal vergessen wir das, wenn wir beten. Es heißt doch nicht umsonst: beten, was mit bitten zusammenhängt. Oftmals sind Bitten ein wesentlicher Teil unserer Gebete, aber wir sollen in allem auch dankbar sein. Gott danken für das, was er bereits getan hat, für das, was er uns schenken möchte, für das, was er ist.

[14:35] Und ja, es ist einfach, dankbar zu sein, wenn man gerade eine tolle Erfahrung gemacht hat, wenn man gerade begeistert ist vom Evangelium und von Jesus. Schwieriger ist es vielleicht, wenn man gerade durch ein dunkles Tal geht, wenn gerade Schwierigkeiten sich auftun und wenn die Zukunft nicht allzu rosig aussieht. „Seid in allem dankbar, denn es heißt hier: Denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“

[14:59] Vielleicht haben Sie jetzt das Gefühl: Ich möchte eigentlich auch einmal genau so beten. Ich möchte genau das auch Gott sagen. Ich möchte auch dankbar sein, ich möchte auch in ständiger Verbindung mit Gott sein. Dann dürfen Sie wissen, dieses Verlangen ist die Einladung des Heiligen Geistes jetzt gerade an Sie.

[15:18] In Offenbarung 3 und dort Vers 20 lesen wir folgende eindrückliche Worte. Es heißt: „Siehe, und es ist Jesus, der hier zu jedem Einzelnen von uns spricht. Siehe, ich stehe vor der Tür.“ Gemeint ist nicht unsere Wohnungstür, die wir vielleicht abschließen, gemeint ist die Herzenstür zu unseren Gedanken. Er sagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.“

[15:51] Jesus möchte so gerne eine innige Verbindung haben und es gibt kein Mittel, das besser geeignet ist, mit Gott in Verbindung zu treten. Und so bleibt uns das Gebet. Und er bietet es jedem einzelnen Menschen an, auch Ihnen, liebe Zuschauer. Er steht vor Ihrer Herzenstür und sagt: „Ich möchte gern dauerhaft mit dir eine Beziehung haben. Macht mir doch auf.“ Und wissen Sie, Jesus wird diese Tür nicht eintreten. Er wird nicht gewaltsam sich Zutritt verschaffen zu Ihren Gedanken. Er möchte, dass Sie freiwillig zu ihm kommen und sagen: „Ja, ich möchte mit dir Gemeinschaft haben. Ich möchte mit dir reden. Ich möchte mit dir Gedanken austauschen. Ich möchte zu dir beten.“

[16:32] Vielleicht noch ein ganz praktischer Aspekt: Wann und wo können wir beten? Prinzipiell, wie wir gesagt haben, immer und auch zu aller Gelegenheit. Aber es gibt besondere Momente, die Jesus uns vorgemacht hat, wo das Gebet besonders hervorgehoben ist.

[16:46] In Markus 1 und dort, Vers 35 heißt es: „Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf. Jesus ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.“ Manche von uns, und ich gehöre auch dazu, denen fällt es schwer, vielleicht früher morgen aufzustehen. Aber es ist ein großer Segen darin. Warum? Jesus wusste, dass es notwendig ist, an einem einsamen Ort zu sein, um ungestört zu sein mit Gott. Schon damals, als es noch keine E-Mails und kein Internet und keine Masseninformationen gab, war es wichtig für den Erlöser, selbst Zeit mit Gott zu haben.

[17:26] Wie viel mehr heute, wo wir bombardiert werden mit allen möglichen Informationen und mit Dingen, die uns immer wieder in den Stress bringen, dass wir uns Zeit nehmen, am besten ganz am Anfang des Tages, bevor alles auf uns einstürzt. Zeit uns zu nehmen für das Gebet, Zeit zu nehmen, in seinem Wort nach Wahrheit zu suchen, mit ihm zu reden, unsere Gedanken ihm mitzuteilen. Wollen Sie sich nicht vornehmen, beginnend mit morgen, jeden Tag so eine kleine Portion des Tages ihm zu widmen, im Gebet und im Lesen der Bibel?

[18:04] Und dann kommt es natürlich, wie wir schon gesagt haben, immer auf unsere Herzenseinstellung an. Nicht darauf, wie gut, wie lange oder wie toll wir beten, sondern wie es unserem Herzen aussieht. Es heißt in Jeremiah 29, Vers 13: „Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.“

[18:27] Wissen Sie, es gibt eine Geschichte in der Bibel, in Daniel 9, Sie können es selbst nachlesen, wo Daniel ein zu Herzen gehendes Gebet spricht. Und dann kommt die Antwort in Form eines Engels und der Engel sagt: „Während du noch gesprochen hast, als du angefangen hast zu reden, bin ich ausgegangen, um dir zu antworten.“ Was lehrt uns das? Es bedeutet, noch lange, bevor wir unsere Sätze zu Ende formuliert haben, ist die Antwort längst unterwegs.

[18:53] Ich treffe viele Menschen, die sagen: „Ich würde gern beten, aber ich traue mich nicht, weil ich weiß nicht, welche Worte ich sprechen soll.“ Diese Geschichte und diese Prinzipien machen deutlich: Es kommt nicht darauf an. Wonach Gott Ausschau hält, ist jemand, der in seinem Herzen das Verlangen spürt, mit Gott zu reden und der sich auf seine Knie wirft und sagt – und in diesem Moment, bevor er noch reden kann, weil Gott die Herzen kennt, ist die Antwort schon unterwegs.

[19:20] Ein letztes Prinzip, das findet sich in 1. Chronik 16 unter Vers 12. Ganz oft passiert es, dass wir Gebetserfahrungen machen, weil wir in Nöten gewesen sind, wir haben Schwierigkeiten gehabt und wir schreien zu Gott und er hört uns und schenkt uns eine wunderbare Erfahrung. Wir berichten sie vielleicht, aber einige Wochen oder Monate später ist alles wieder vergessen. Deswegen sagt uns die Bibel in 1. Chronik 16 und dort Vers 12: „Gedenkt an seine Wunder, die er getan hat, an seine Zeichen und die Urteile seines Mundes.“

[19:58] Es lohnt sich, die Gebetserfahrungen, die wir gemacht haben, sich zu merken, vielleicht sie aufzuschreiben in einem Notizbuch, vielleicht sie weiterzugeben anderen Menschen, die dadurch auch gestärkt werden, in jedem Fall sie im Gedächtnis zu bewahren. Denn es kommt vielleicht eine Zeit, wo ich durch eine Schwierigkeit hindurchgehe und mir diese Gebetserfahrung, die ich schon gemacht habe, Mut und Zuversicht geben kann, dass auch diesmal Gott mein Gebet erhören kann und erhören will und erhören wird.

[20:26] In diesem Sinne möchte ich Sie einladen, jetzt mit mir gemeinsam ein Gebet zu sprechen. Lassen Sie uns reden mit Gott und genau das umsetzen, was wir gerade gelernt haben. Und ich möchte Sie dann einladen und ermutigen, jeden Tag mit Gott zu reden und, wie wir gesehen haben, den ganzen Tag über gedanklich in Verbindung mit Gott zu sein. Lassen Sie uns jetzt mit Gott reden.

[20:47] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du ein Gott bist, den man nicht erst beschwichtigen muss, sondern dass du ein Gott bist, der ein offenes Ohr für uns hat. Dass du ein Gott bist, zu dem wir alles sagen können, der versteht, wie es in uns aussieht und der uns all das gibt, was gut für uns ist. Du gibst uns nicht all das, was wir vielleicht möchten, aber all das, was wir wirklich brauchen und was zu unserem Besten ist. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen.

[21:10] Wir danken dir, dass wir für andere Menschen beten dürfen und so Anteil nehmen können an ihrem Schicksal. Und wir bitten dich, dass du uns immer daran erinnerst, was wir schon mit dir erlebt haben an Gebetserfahrungen und dass wir Stück für Stück im Glauben wachsen dürfen und motiviert sind, als treue Christen im Alltag zu leben. Hab Dank, Herr Jesus, für diese wunderbare Gabe des Gebetes. In deinem Namen beten wir. Amen.

[21:37] Haben Sie herzlich Dank für Ihr Interesse an unserer Serie und wir möchten Sie herzlich einladen zu unserer nächsten Folge, die eine besondere sein wird, die Sie unter keinen Umständen verpassen sollten, wo wir darüber sprechen werden, wie wir das Leben ergreifen können. Vielleicht haben Sie sich jemals schon gefragt: Wie werde ich eigentlich ein Christ? Und diese Thematik werden wir dann besprechen. Bis dahin wünschen wir Ihnen Gottes Segen im Studium seines Wortes und im Gebet.

[22:26] Die Sendung ist Teil einer Videovortragsreihe und als DVD-Set erhältlich. Unterstützen Sie die Medienarbeit von Vision TV und die kostenlose Bereitstellung wertvoller Videobeiträge durch den Kauf der DVDs.

[22:55] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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