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In dieser Folge von „Motivation Glauben“ spricht Christopher Kramp über den Umgang mit Zorn und Bitterkeit. Er erklärt, wie diese negativen Gefühle unser Leben vergiften können und wie wir mit Gottes Hilfe aus ihnen herausfinden. Dabei werden biblische Ratschläge zur Selbstbeherrschung, Vergebung und Geduld gegeben, um ein friedlicheres und weiseres Leben zu führen.

In dieser Folge von „Motivation Glauben“ thematisiert Christopher Kramp Zorn und Bitterkeit. Er erklärt, wie diese negativen Gefühle unser Leben vergiften können und wie wir lernen können, sie zu überwinden. Anhand biblischer Beispiele und praktischer Ratschläge zeigt er Wege auf, wie wir uns von Zorn und Bitterkeit befreien und stattdessen Vergebung und Selbstbeherrschung praktizieren können.


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Serie: Motivation Glauben

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Transkript

[0:30] Herzlich willkommen zu Motivation Glauben. Ich freue mich, dass Sie wieder eingeschaltet haben zu unserer kompakten Serie, in der wir gemeinsam den alltäglichen Herausforderungen nachspüren wollen und mithilfe der Bibel tragfähige Antworten finden wollen, die uns helfen, mit Gott im Alltag zu leben. Heute wollen wir ein Thema behandeln, das glaube ich jeden von uns direkt oder indirekt angeht, nämlich Zorn und Bitterkeit.

[0:56] Zorn und Bitterkeit sind zwei Dinge, die unser Leben oftmals vergiften, die Atmosphäre im zwischenmenschlichen Bereich schwierig gestalten und die manchmal über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte sogar, uns belasten können. Während Zorn oft eher etwas ist, was kurz aufbrausend ist, aufgrund irgendwelcher schlimmen Ereignisse und Frustrationen entsteht, ist Bitterkeit eher das, was uns über einen langen Zeitraum beschäftigt, was an uns nagt und was uns irgendwann ganz finster im Herzen macht. Und ich denke, es ist möglich, auch für jemanden, der Gott nachfolgen möchte, durch irgendwelche Umstände in diese Falle hineinzutappen. Und wir wollen uns heute Gedanken machen, wie es möglich ist, aus diesem finsteren Loch des Zornes und der Bitterkeit wieder herauszukommen mit der Hilfe Gottes.

[1:51] Zunächst einmal ist es wichtig, wenn man in diesem Problem gefangen ist, sich überhaupt bewusst zu machen, dass man dieses Problem hat. Der Mensch ist ja ein Meister darin, die Probleme, die er hat, irgendwie schön zu reden oder in den Teppich zu kehren.

[2:04] In Hebräer 4, Vers 13, unserem ersten Vers heute, und ich lade Sie wie jedes Mal ein, auch gemeinsam mit mir die Bibel aufzuschlagen, um die entsprechenden Verse selbst mitzulesen, dort lesen wir in Hebräer 4, Vers 13. Was der Schreiber des Hebräerbriefes, der Paulus, uns hier sagen möchte, ist, dass Gott sowieso alles weiß. Wir mögen vielleicht vor unserem Ehepartner, vor den Kindern, vor unseren Freunden die Bitterkeit einigermaßen erfolgreich verstecken, aber Jesus Christus sieht in unser Herz und er weiß, ob wir zornig auf jemanden sind, er weiß, ob wir da eine bittere Empfindung haben, er weiß, wenn wir von Frustration geplagt sind. Und so macht es keinen Sinn, ihm, dem Schöpfer aller Dinge, das vorzuhalten. Wir dürfen und müssen sogar dazu stehen, dass wir dieses Problem haben. Andernfalls ist Rettung äußerst schwierig.

[3:05] Und es ist auch sehr wichtig, dieses Problem nicht nur anzuerkennen, sondern so schnell wie möglich anzugehen. Wenn ich erkenne, und wenn Sie, liebe Zuschauer, erkennen, dass Sie mit Zorn und Bitterkeit zu kämpfen haben, dann warten Sie nicht bis auf einen unbestimmten Zeitpunkt, um das einmal wirklich anzugehen. Die Bibel empfiehlt uns in Epheser 4 und dort Vers 26, diese Problematik so schnell wie möglich zu lösen. Es heißt dort in Epheser 4 und dort Vers 26: „Zürnt ihr, so sündigt nicht. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn.“

[3:50] Was das ganz praktisch für mich und auch für Sie bedeutet: Wenn wir zornig werden, wenn Bitterkeit sich in unserem Herzen breit gemacht hat und wir erkennen das, dann ist es eine Frage von Stunden, nicht von Tagen oder Wochen, wo dieses Problem gelöst werden kann. Das ist eine gute Nachricht. Die Bibel sagt, es ist möglich, den Zorn besiegt zu haben, noch bevor die Sonne untergeht. Das heißt, noch heute, wo Sie heute diese Sendung schauen und vielleicht gerade an dieser Frage auch kämpfen, dürfen Sie heute noch Sieger sein über den Zorn und über die Bitterkeit. Was für eine wunderbare Nachricht.

[4:22] Es lohnt sich, darüber nachzudenken, warum bin ich eigentlich zornig. Schon Gott hat diese Frage gestellt der ersten Person in der Bibel, von der uns berichtet wird, dass sie sehr zornig waren. Erste Mose 4 und dort Vers 6. Da lesen wir, wie Gott zu Kain folgendes sagt: „Und der Herr sprach zu Kain: Warum bist du so wütend und warum senkt sich dein Angesicht?“

[4:49] Und diese Frage ist eine Frage, die auch Gott Ihnen stellt, wenn Sie mit Wut und mit Zorn und mit Bitterkeit zu kämpfen haben. Er fragt: Warum? Gibt es da einen Grund, warum senkt sich dein Angesicht? Könnte es vielleicht sein, dass, wie im Fall von Kain, es eigentlich keinen ernstzunehmenden Grund gibt, dass es eher aufgrund von Neid und von Eifersucht oder irgendwelchen Dingen sind, die Gott gar nicht wohlgefallen hat. Warum bist du wütend? Warum hast du schlechte Gefühle, wenn du an Personen X, Y denkst? Warum steigt da der Zorn in dir hoch, wenn du dich an jede Situation zurückerinnerst? Warum platzt dir die Hutschnur bei jenem Thema? Was ist der Grund? Gott stellt diese Frage, und ich denke, diese Frage stellt er jedem Einzelnen von uns, wenn wir wütend werden. Und wir sollten diese Frage an uns heranlassen.

[5:45] Das Thema Wut hat ja etwas auch zu tun mit Selbstbeherrschung. Und so finden wir vom Weisen Salomo einen ganz außergewöhnlich tollen Vers hier in Sprüche 16 und dort Vers 32. Dort heißt es: „Besser ein Langmütiger als ein Starker.“ Das ist ziemlich genau das Gegenteil von dem, was man heute in der Welt, in den Medien um uns herum immer wieder sieht und hört, wo Stärke und Macht beworben werden und als hohes Ideal dargestellt werden. Aber Geduld, etwas, was heutzutage nicht wirklich mehr als Wert angesehen wird in der Welt, ist offensichtlich besser als Stärke. „Besser ein Langmütiger als ein Stärker und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt.“

[6:30] Viele Menschen definieren heute Stärke darüber, was sie alles bewegen äußerlich, was sie kräftemäßig vielleicht sowohl physisch als auch mental auf die Beine stellen können. Aber die Bibel sagt, die eigentliche größte Stärke besteht darin, sich selbst zu beherrschen. Und ist es nicht interessant, dass gerade meistens diejenigen, die wir von besonders stark und besonders kräftig und tapfer halten, dass die selten nicht selbst beherrschen können, sondern oft über die Stränge schlagen? Wut hat etwas damit zu tun, dass Menschen sich nicht selbst beherrschen können, und sie glauben, dass sie dann besonders stark erscheinen, wenn sie schreien, wenn die Gesichtsfarbe rot wird, wenn die Adern dick werden. Das wird meistens als Symbol der Stärke und der Macht angesehen. In Wirklichkeit ist es ein Symbol äußerster Schwäche. Besser ist derjenige, der sich selbst beherrschen kann, der sich selbst im Griff hat. Und Gott möchte uns das schenken.

[7:31] Es gibt Menschen, die sind natürlicherweise etwas zurückhaltender, Menschen, die dagegen von Natur aus sehr aufbrausend sind. Aber Gott kann jedem Menschen schenken, auch Ihnen, liebe Zuschauer, dass sie sich selbst beherrschen können. Und da ist es wichtig, dass wir uns nicht reizen lassen.

[7:46] In Prediger 7 und dort Vers 9 lesen wir: „Lass dich nicht schnell zum Ärger reizen.“ Ja, es gibt manchmal Dinge, die wirklich ärgerlich sind. Wenn jemand böse Worte hinter unserem Rücken redet, wenn jemand uns die Vorfahrt nimmt. Viele Autofahrer kennen dieses Gefühl des Ärgers über all die anderen, die so schlecht fahren. Interessanterweise wird man selten ärgerlich, wenn man selbst einen Fehler gemacht hat, nicht wahr? „Lass dich nicht schnell zum Ärger reizen“, sagt die Liebe, „denn der Ärger wohnt in der Brust der Toren.“ Ja, es mag sein, dass von außen Dinge auf uns einstürzen, die uns nicht gut gefallen, aber das muss noch lange kein Grund sein, ärgerlich zu werden. Wir müssen nicht wutentbrannt aus der Haut fahren, nur weil jemand anderes etwas Schlechtes getan hat. Es gibt dafür keine echte Berechtigung.

[8:45] Sprüche 14, Vers 29, ebenfalls vom weisen Salomo, sagt uns das folgende. Sprüche 14, Vers 29 heißt es: „Der Langmütige ist reich an Einsicht, der Jähzornige aber begeht große Torheiten.“ Und auch das ist etwas, was wir wahrscheinlich aus dem Leben kennen. Jemand, der aufbrausend aus der Haut fährt und mit der Faust auf den Tisch haut und meint, dadurch ein Zeichen zu setzen, bereut meistens hinterher, was er getan hat. Auch wenn man meistens sich dann nicht eingestehen möchte oder vor allem anderen nicht eingestehen möchte, dass man diesen Fehler gemacht hat. Aber selten sind weise Entscheidungen getroffen worden von jemandem, der wütend und zornig war. Es ist die Geduld, die tatsächlich zur Einsicht und zur Weisheit führt. Wenn wir also nicht einfach nur unseren Gefühlen freien Lauf lassen wollen, sondern wenn wir wirklich gute, kluge und weise, langfristige Entscheidungen und Reaktionen abgeben wollen, dann lassen Sie uns langmütig sein. Lassen Sie uns auch mal etwas ertragen, und das wird uns vor vielen Torheiten, vor vielen Dummheiten, um es auf Deutsch zu übersetzen, bewahren.

[10:00] Denn wer möchte schon gern ein Dummkopf sein, dumme Dinge tun? Wie gesagt, der Jähzornige begeht diese dummen Dinge. Jetzt, was soll man also tun, wenn man gereizt wird, wenn einen vielleicht jemand anders sogar anpöbelt, anschreit? Das ist ja etwas, wo einem dann wirklich das Blut selbst anfängt zu kochen, wenn jemand einem ins Gesicht brüllt und schreit, einen vielleicht mit falschen Anschuldigungen überhäuft oder sich vielleicht auch lustig über einen macht. Was soll man tun? Was soll man tun, wenn man so behandelt wird?

[10:28] In Sprüche 15, Vers 1, finden wir eine sehr gute und sehr praktikable Antwort. Das heißt hier: „Eine sanfte Antwort wendet den Grimm ab, ein verletzendes Wort aber reizt zum Zorn.“ Mit anderen Worten: Wenn dort jemand kommt und mich im wahrsten des Wortes ärgern möchte, dann habe ich zwei Möglichkeiten. Ich kann versuchen, Stärke zu beweisen, indem ich jetzt zurückschlage, verbal, mental, durch ein verletzendes Wort ihm versuche, so richtig zu zeigen, was ich von ihm halte. Aber das wird in aller Regel nur noch mehr Zorn hervorrufen und das Ganze schaukelt sich dann hoch, vielleicht sogar bis zur Gewalttätigkeit oder noch Schlimmerem.

[11:15] Wenn das nächste Mal in so eine Situation Sie geraten, versuchen Sie doch einfach mal genau dieses Prinzip aus Sprüche 15, Vers 1 anzuwenden: mit einer sanften Antwort den Grimm des Anderen zu besiegen. Das erfordert natürlich Selbstbeherrschung, das erfordert Ruhe und Frieden in Christus, aber es ist so erfolgreich und so gut und eine Freude dann zu sehen, wie tatsächlich auch der Zorn eines Anderen sich abwenden kann, wenn wir klug und verständlich antworten.

[11:47] Wie wir schon gerade angesprochen haben, ist das nicht möglich aus unserer eigenen Kraft, denn der Mensch hat diese Tendenz dazu, sich selbst rechtfertigen zu wollen, sich selbst zu verteidigen und selbst die Sache seiner Ehre in die Hand zu nehmen. Diese sanfte Antwort, selbst dann, wenn man angefochten wird, ist eigentlich nur möglich zu geben, wenn man eine enge und tiefe Verbindung zu Jesus Christus hat.

[12:07] Das sagt uns schon der Psalmtext in Psalm 37 und dort Vers 7 und 8. Das ist überhaupt ganz interessant, wie diese dichterischen Bücher der Bibel, die Psalmen, die Sprüche, der Prediger, wie gerade sie zu praktischen Themen des Alltags so überaus wertvolle Ratschläge geben. In Psalm 37 und dort Vers 7 und 8 heißt es: „Halte still dem Herrn und warte auf ihn. Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der Arglist übt.“ Manchmal ist es ja wirklich zum Aus der Haut fahren, wenn man sich nicht richtig einordnen kann, wenn man sieht, wie Menschen mit Korruption, mit Bestechung, mit Seilschaften ihren Weg nach oben sich bahnen, wenn sie auf andere treten, um selbst die Karriereleiter nach oben zu gehen. Man könnte wirklich zornig werden, aber die Bibel sagt: „Halte still. Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt.“

[13:03] Es heißt hier in Vers 8: „Steh ab vom Zorn. Das heißt, distanziere dich davon und lass den Grimm. Erzürne dich nicht, es entsteht nur Böses daraus.“ Liebe Zuschauer, nehmen Sie dieses Wort ernst. Egal, wie gerechtfertigt es aus unserer Sicht sein mag, bitter und zornig zu werden, das Endresultat wird nur Böses sein. Niemals ist ein Konflikt gelöst worden durch harte Worte. Niemals ist Frieden geschaffen worden durch Gewalt. Niemals ist wirklich eine Sache zur Lösung gekommen, wenn man den anderen angeschrien hat. Es entsteht nur Böses daraus. Und dann ist es zweitrangig, ob ich im Recht bin oder nicht.

[13:48] Wenn wir unser Leben Christus übergeben, dürfen wir still auf ihn harren, auf ihn warten und dann sehen, wie er die Sache in die Hand nimmt. Und das ist besonders spannend. Und das bedeutet auch, dass wir bereit sein müssen, zu vergeben.

[14:02] Im Neuen Testament wird uns das deutlich gesagt in Epheser 4 und dort Vers 32. In Epheser 4 und dort Vers 32 lesen wir: „Seid aber untereinander freundlich, herzinnig, vergebet einer dem andern, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christo.“

[14:28] Ich weiß nicht, wie leicht oder schwer es Ihnen fällt, Menschen zu vergeben, die offensichtlich Unrecht getan haben, die offensichtlich Ihnen schaden wollten. Aber das ist genau das, was die Bibel sagt, dass wir tun sollen. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Jesus Christus hat auch mir vergeben, hat auch Ihnen vergeben. Und wir haben Gott auch sehr geschadet. Mit unserem Verhalten haben wir ihn auch zum Zorn herausgefordert. Aber trotzdem ist er bereit, uns zu vergeben. Sollten dann nicht auch wir bereit sein, demjenigen zu vergeben, der schlecht über uns gesprochen hat, derjenige, der Lügen über uns verbreitet, derjenige, der vielleicht uns sogar angeschrien, gewalttätig behandelt hat?

[15:17] Haben Sie jemanden in Ihrem Bekanntenkreis, in Ihrem Umfeld, vielleicht einen Nachbarn, einen ehemaligen Freund, wie auch immer, von dem Sie wissen, dass allein der Gedanke an diese Person Sie fast zum Explodieren bringt? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, genau diese Person zu vergeben? Lieber Freund, liebe Freundin, du kannst diese Person vergeben, wenn du verstehst, was Jesus für dich getan hat. Und dazu möchte ich dich ermutigen und möchte dich einladen, genau das zu tun.

[15:52] In Lukas 11, Vers 4, dort lesen wir: „Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedwedem, der uns schuldig ist, und führe uns nicht in Versuchung.“ Das ist das berühmte Vaterunser. Jesus betet den Vaterunser in diesem Modellgebet, das uns die Prinzipien und Gedanken vorträgt, mit denen wir auch Gott uns nahen sollen. Da betet er darüber, dass wir jedem Menschen, der uns etwas schuldig ist, der uns etwas Schlechtes getan hat, vergeben sollen. Nicht nur denen, die uns auch schon vergeben haben, oder mit denen wir verwandt sind, oder die wir eigentlich ganz gerne mögen, sondern jedem.

[16:37] Und das ist eine Herausforderung, eine große Herausforderung, die ein Mensch, der mit Christus nicht verbunden ist, gar nicht bewältigen kann. Aber in Christus, mit Jesus, ist es möglich, jedem, auch meinem vermeintlichen Erzfeind, zu vergeben. Und das wird die Rettung sein für uns und das wird die Lösung sein für das Problem mit der Bitterkeit und mit dem Zorn.

[17:01] Nun, vielleicht sagen Sie: Ich habe schon mehrmals dieser Person vergeben, und sie fängt immer und immer wieder mit dem Gleichen an. Sie ändert sich nicht. Ich habe ihr zwar vergeben, aber sie macht einfach immer weiter. Was sollen wir tun? Auch hier hat die Bibel einen sehr guten und, wie ich finde, sehr praxisorientierten Rat.

[17:20] In Kolosser 3 und dort Vers 13 sagt der Paulus etwas, was uns auch in diesem Fall helfen darf. Uns wird gesagt in Kolosser 3 und dort Vers 13: „Vertragt einer den andern und vergebet einer dem andern, wenn einer gegen den andern zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr.“

[17:42] Wir sollen also nicht nur vergeben, sondern auch ertragen. Ja, stimmt, es gibt Menschen, denen haben wir bereits mehrmals vergeben, aber sie selbst ändern sich nicht wirklich. Dann bleibt uns noch eine Sache übrig: Wir können sie ertragen. Und das nicht im abfälligen Sinne, sondern tatsächlich im eigentlichen Wortsinne, wo man jemanden trägt, der einem zwar zur Last geworden ist, aber den man im Gebet und auch im Leben trägt, es erträgt. So wie Jesus auch unser Fehlverhalten über Monate, ja über Jahre, vielleicht über Jahrzehnte ertragen hat. Jesus hat nicht einfach aufgegeben, als er nach zwei Jahren unseres Lebens oder drei Jahren festgestellt hat: Naja, da ist nicht viel zu holen. Wir haben immer und immer wieder gesündigt, immer wieder gegen Gott rebelliert, und trotzdem hat er uns ertragen. Wie viel mehr dürfen auch wir dann diejenigen ertragen, die immer wieder gegen uns sticheln und ihn immer wieder, immer wieder und immer wieder vergeben.

[18:44] Und das wird uns helfen, selbst Gott besser zu verstehen. Wir möchten immer so gerne Jesus verstehen und was in seinem Herzen vor sich geht. Wenn wir das wirklich wollen, dann müssen wir auch genau das tun, was Jesus getan hat. Dann werden wir verstehen, wie es ihm dabei ging und warum er das getan hat.

[19:03] In Epheser 4 und Vers 26, ein Vers, den wir vorhin schon einmal kurz gelesen haben, möchten wir noch einmal das betrachten, was die ganze Sache so dringlich macht. Es heißt hier: „Zürnt ihr, so sündigt nicht. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn.“

[19:22] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, wenn du das jetzt anschaust, ich weiß nicht genau zu welcher Uhrzeit du jetzt gerade diese Aufnahme ansiehst, aber höchstwahrscheinlich ist die Sonne noch nicht untergegangen. Und wenn sie noch nicht untergegangen ist und wenn du noch Gelegenheit hast, dann nutze sie. Und wenn es schon Nacht ist, dann wirst du wissen, dass die Sonne bald aufgeht und dann an diesem Tag du die Gelegenheit haben wirst, mit demjenigen zu reden. Oder zumindest, wenn du nicht mit ihm sprechen kannst, ihm schon im Voraus vergeben zu können.

[19:57] Warte nicht damit, die Bitterkeit und den Zorn, der sich vielleicht in deinem Leben angesammelt hat, warte nicht damit, ihn vielleicht später zu beseitigen. Bitterkeit ist wie Sauerteig, der unser ganzes Leben aushöhlt und durchsäuert und irgendwann zum Einsturz bringt. Hinweg damit und zwar heute, jetzt.

[20:23] Möchtest du mit mir gemeinsam beten, dass Gott uns jede Wurzel der Bitterkeit, jede Wurzel des Zorns aus unserem Herzen herausreißt, damit wir mit Freuden denjenigen vergeben können, die uns vielleicht schlecht behandelt haben? Wir möchten gemeinsam beten.

[20:40] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns vergeben hast. Wir danken dir, dass, obwohl wir so viele schlimme Dinge getan haben, du uns ertragen hast und uns letztendlich vergibst. Dann werden wir zu dir kommen. Und so möchten wir genau das auch erleben, indem wir anderen vergeben, die uns Schlechtes getan haben, die uns über uns vielleicht Lügen verbreitet haben, Dinge, die einem normalen Menschen eigentlich die Hutschnur platzen lassen. Aber wir möchten lernen, durch deine Gnade selbst beherrscht zu sein und nicht zornig zu sein. Wir möchten keine Torheiten begehen, sondern wir möchten weise sein, so wie es die Bibel sagt. Und wir danken dir, dass in dir und in deinem Wort die Kraft zu finden ist, diese Selbstbeherrschung zu haben, damit durch unsere sanfte Antwort der Grimm auch von anderen abgewendet werden kann. Hab Dank dafür, Jesus, von ganzem Herzen. Amen.

[21:34] Schön, dass Sie eingeschaltet haben. Wir freuen uns, dass Sie Interesse an unserer Sendung haben, und wir laden Sie ein, auch die nächste Folge nicht zu verpassen, wenn es wieder heißt: Motivation Glauben. Bis dahin wünschen wir Ihnen Gottes Segen beim Studium des Wortes Gottes und natürlich auch Freude und Segen, wenn Sie demjenigen vergeben, der Ihnen Schlechtes angetan hat.


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