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In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es darum, wie der Glaube wachsen kann. Er erklärt die biblische Definition von Glauben und wie er sich von bloßer Überzeugung unterscheidet. Anhand von Bibelstellen aus Römer, Matthäus und Hebräer zeigt er auf, dass Glaube bedeutet, aus Gottes Wort zu leben und dessen schöpferische Kraft in Anspruch zu nehmen. Die Predigt ermutigt dazu, das von Gott gegebene Maß an Glauben zu aktivieren und durch die Beschäftigung mit Gottes Wort stetig zu mehren.

In dieser Folge von „Motivation Glauben“ mit Christopher Kramp geht es darum, wie der Glaube wachsen kann. Es wird erklärt, was Glaube laut Bibeldefinition ist und wie er sich vom bloßen Für-wahr-halten unterscheidet. Der Sprecher beleuchtet die Bedeutung des Lebens aus Gottes Wort und wie dieses Verständnis zu einem tieferen, wachsenden Glauben führt.


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Serie: Motivation Glauben

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Transkript

[0:30] Herzlich willkommen zu unserer Sendung Motivation Glauben. Ich freue mich ganz besonders, dass Sie wieder eingeschaltet haben und dass Sie Interesse haben, ein weiteres Thema zu studieren, in dem wir lernen wollen, wie der Glaube uns hilft, im Alltag besser zurechtzukommen, wie wir Freude haben können und Frieden in den Situationen unseres Lebens.

[0:52] Unser Thema heute: Das Wachstum des Glaubens ist ein ganz wichtiges Thema. Vielleicht haben wir schon die ersten Schritte im Glauben gemacht, haben schon die ersten Erfahrungen der Bibel gemacht, aber viele Christen bleiben oft dann dort stehen, an diesen ersten Schritten und gehen nicht weiter. Und wir wollen heute lernen und gemeinsam uns fragen, wie Glaube, der ganz frisch noch, ganz jung ist, wie er wachsen kann, wie er mehr werden kann.

[1:18] Zunächst einmal wollen wir uns die Idee noch einmal zu Gemüte führen, mit der die Bibel den Glauben definiert. In Hebräer 11 und dort Vers 1 finden wir so die, was man als die klassische Definition des Glaubens bezeichnen könnte. Das heißt hier in Hebräer 11 Vers 1: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“

[1:43] Dieser Vers ist gut bekannt, vielen Menschen oftmals sogar auswendig gelernt, aber ich habe bisher wenig Menschen getroffen, die diesen Vers wirklich erklären konnten. Was bedeutet es, auf etwas zu hoffen und eine feste Zuversicht auf etwas zu haben, was man gar nicht sieht? Was ist diese Überzeugung von Tatsachen? Was meint das konkret in meinem Alltag?

[2:06] Ich möchte zwei Verse mit Ihnen teilen, die das Thema Glaube, dieses Wort Glaube wirklich auf den Punkt bringen. Zunächst einmal in Römer 1 und dort Vers 17. Der Paulus, der hier zu Beginn des Römerbriefs sozusagen eine Art Zusammenfassung seines gesamten Briefes gibt, führt in Römer 1, Vers 17 aus: „Denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben. Wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Das ist übrigens ein Zitat aus Habakuk 2, Vers 4 aus dem Alten Testament, wo ebenfalls bereits der Glaube aus der Gerechtigkeit deutlich beschrieben ist.

[2:49] Paulus sagt also, wer glaubt, lebt. Der Gerechte wird aus Glauben leben. Jetzt haben wir diese Aussage, der Gerechte wird aus Glauben leben. So wie Paulus sie formuliert, mal vergleichen mit Matthäus 4, Vers 4.

[3:03] Stellen wir etwas Außergewöhnliches fest. In Matthäus 4, Vers 4 dort heißt es, in einem berühmten Satz, den Jesus gesagt hat: „Er beantwortete und sprach: „Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“

[3:24] Erinnern wir uns noch einmal: Paulus sagt, der Gerechte lebt aus dem Glauben. Jesus sagt, der Mensch lebt aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Wir müssen uns die Frage stellen: Gibt es also zwei Arten zu leben? Entweder aus dem Glauben oder aus jedem Wort? Offensichtlich nicht, denn wir haben schon gelernt, dass es nur einen Weg zum Leben gibt. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

[3:49] Wenn also Paulus sagt, der Gerechte lebt aus Glauben und Jesus sagt, der Mensch lebt aus jedem Wort, und es aber nur ein Leben gibt, von dem beide reden, dann bedeutet das, dass Glaube eigentlich nichts anderes ist, als aus jedem Wort zu leben.

[4:08] Jedes Wort, das Gott gesagt hat, ist für unser Leben da. Glauben bedeutet nicht einfach etwas für wahr halten, etwas Intellektuelles, dem Zustimmen durch Häkchen, sondern Glaube bedeutet: Ich lese etwas und was ich dort lese, ist meine Lebensgrundlage, daraus lebe ich. Und das ist der Grund, warum man von etwas überzeugt sein kann, was man nicht sieht. Viele Dinge, die wir in der Bibel sehen, die sieht man nicht. Die sind in der Vergangenheit gewesen oder kommen in der Zukunft oder spielen im Himmel statt. Wir können trotzdem davon überzeugt sein, wenn wir daraus leben, wenn es unser Leben ist.

[4:48] Und zwar, und das ist sehr wichtig hier, ist Glaube eben nicht nur Leben aus dem Wort Gottes, sondern Leben aus jedem Wort. Es ist diese Einstellung, die sagt: Egal was Gott sagt, ob es in den Psalmen hier, ob in Matthäus, in Offenbarung, in Sacharja oder 1. Mose ist, egal was es ist und egal ob es mir passt oder nicht, ich möchte daraus leben. Ich möchte das zu meiner Lebensgrundlage, möchte das ausleben, möchte die Kraft, die im Wort Gottes ist, anwenden.

[5:17] Denn Kraft ist im Wort Gottes ganz sicherlich. Das wissen wir schon, wenn wir, ohne dass wir es aufschlagen, uns an die Schöpfungsgeschichte erinnern, wo Gott am ersten Schöpfungstag gesagt hat: „Es werde Licht“ und es wurde Licht. Ein ganz gewaltiger Vers, der deutlich macht, das, was Gottes Wort sagt, hat es auch die Kraft umzusetzen. Wenn Gott sagt: „Es werde Licht“, ist er Licht. Wenn Gott sagt: „Du bist gerecht“, macht er uns gerecht.

[5:46] Das Leben ist im Worte Gottes. Deswegen nennt die Bibel auch Jesus das Wort Gottes.

[5:54] Dieses Verständnis vom Glauben ist absolut notwendig. Denn es heißt in Hebräer 11 und dort Vers 6, dass ohne diesen Glauben wir in einer äußerst schlimmen Situation sind. In Hebräer 11 und dort Vers 6 wird uns gesagt: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohl zu gefallen. Denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist.“

[6:18] Und hier stoppen viele. Viele glauben, dass es Gott gibt. Aber das ist nicht der biblische, rettende Glaube. Wer nur davon überzeugt ist, dass es einen Gott gibt, der glaubt nicht viel mehr als das, was sogar Satan und die Dämonen, wie sie in der Bibel genannt werden, glauben. Der Satz geht weiter: Nicht nur glauben, dass er ist, sondern auch, dass er die belohnen wird, welche ihn suchen. In anderen Worten, dass das, was dort steht, sich wirklich erfüllen wird, dass ich daraus lebe, dass ich belohnt werde, dass die Kraft dort da ist. Dass Gott das wirklich meint und tut, was er sagt.

[6:55] Und an dieser Art von Glauben mangelt es sehr oft in unserem Leben. Ja, wir sind vielleicht überzeugt, dass Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben ist. Ja, wir sind vielleicht überzeugt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Ja, wir mögen davon überzeugt sein sogar, dass Jesus nach seiner Verheißung wiederkommen wird. Aber leben wir täglich aus seinem Wort? Das ist der Glaube, von dem die Bibel spricht, dass wir ihn brauchen und ohne ihn können wir Gott nicht wohlgefallen.

[7:22] Vielleicht sagen Sie jetzt aber: „Solche Art von Glauben habe ich noch nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich kann vielleicht zustimmen, dass etwas wahr ist, aber so felsenfest auf die Bibel nicht basieren, das fällt mir schwer.“ Hier gibt es gute Nachrichten.

[7:38] In Römer 12, Vers 3 steht etwas, was uns allen Mut machen sollte. Da heißt es nämlich, dass Gott jedem Menschen ein bisschen Glauben gegeben hat. Das heißt ja, wenn ich sage: „Kraft der Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass er nicht höher von sich denke, als sich zu denken gebührt, sondern dass er auf Bescheidenheit bedacht sei, wie Gott jedem Einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt hat.“

[8:07] Mit anderen Worten, da ist kein Mensch auf dieser Welt, der unfähig zu glauben ist. Jeder hat so ein Maß von Glauben bekommen. Dieses Maß mag nicht besonders groß sein, aber es hat das Potenzial in sich, wachsen zu können. So wie ein Samenkorn oder ein Senfkorn, von dem Jesus manchmal auch spricht, wenn er über den Glauben redet, das Potenzial für einen gewaltigen Baum in sich trägt, aber selbst erstmal klein ist. Jeder Mensch ist in der Lage, sich etwa aus etwas zu leben, was er nicht sieht. Jeder Mensch ist in der Lage, etwas zu glauben, etwas wirklich als Wahrheit anzunehmen und daraus zu leben. Auch Sie.

[8:48] Worauf es ankommt im christlichen Glauben ist eigentlich dieses Maß, das Gott schon so ein wenig in uns hineingelegt hat, zu aktivieren und dann wachsen zu lassen. Dass es immer größer und immer stärker wird. Darum geht es eigentlich wirklich im Glauben.

[9:03] Dieses Vermehren hat Jesus angesprochen, als er in Lukas 17 und dort Vers 5 und 6 Folgendes sagen lässt. Als die Jünger genau diese Frage stellen oder diese Forderung an ihn herantragen und sagen: „Mehret uns den Glauben.“ Wir wollen, dass unser Glaube, der noch so klein ist, größer wird. Und vielleicht ist das eine Bitte, die auch Sie an Gott haben. Sie sagen: „Ich möchte mehr glauben, ich möchte tiefer glauben, ich möchte stärker verwurzelt sein in diesem Glauben. Nicht immer gleich umknicken, wenn von irgendeiner Seite Zweifel kommen. Ich möchte mehr Glauben haben.“ Dann sagt Jesus Folgendes.

[9:39] Es heißt in Vers 6: „Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzele dich und verpflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.“

[9:53] Was Jesus damit nicht unbedingt meint ist, dass die Jünger gar keinen Glauben hatten, sondern sie hatten keinen Glauben, der fähig war zum Wachstum. So wie das Senfkorn fähig ist zum Wachstum, so soll auch unser Glaube wachsen können. Er soll immer stärker werden.

[10:19] Leider ist es so, dass ganz oft in unserer Erfahrung wir einen Punkt erreichen, wo wir ganz zufrieden sind mit unserer christlichen Erfahrung, wo wir denken: Ja, ich bin halt Christ, vielleicht getauft, und jetzt bin ich erstmal so, jetzt bin ich so auf so einem Plateau. Und ich bin froh, dass ich das erreicht habe. Aber wir verstehen nicht, dass Glaube ständig am Wachsen ist, so wie das Senfkorn irgendwann zu einem vollen Baum wächst. Immer weiter wachsen, immer mehr aus dem Wort Gottes zu verstehen, das ist das Wachstum des Glaubens.

[10:55] Und dieser Glaube kann nur aus dem Wort Gottes kommen, wie wir schon gesehen haben. In Römer 10, Vers 17 wird das noch einmal ganz anschaulich zusammengefasst. In Römer 10, Vers 17 heißt es: „Dennoch kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“

[11:11] Es ist unmöglich, im Glauben zu wachsen, wenn ich mich nicht mit dem Wort Gottes beschäftige und es an mich heranlasse. Und dieses Wort Gottes hat eine gewaltige Kraft. Wir haben schon gesagt, das Wort Gottes hat schöpferische Kraft. Und dieser Gedanke ist so wichtig, dass man ihn gar nicht oft genug betonen kann.

[11:32] Um es zu illustrieren: Wenn Sie sich vom Computer umdrehen und zu Ihrer Wand sagen: „Werde blau!“, dann werden Sie wahrscheinlich erleben, es sei denn, Sie sind Gott, dass Ihre Wand nicht blau wird, es sei denn, sie ist von blau gestrichen. Unsere Worte haben nur beschreibenden Charakter. Wir können sagen, eine Wand ist weiß oder rot oder grün, aber wir können durch unser Wort weder die Farbe einer Wand noch irgendetwas anderes in der Welt wirklich verändern. Nicht so mit Gott.

[11:58] Wenn Gott auf eine weiße Wand schaut und sagt: „Sie ist blau!“, genau in diesem Moment wird diese Wand blau. Deswegen sagt die Bibel übrigens auch, dass Gott nicht lügen kann, denn wenn immer er spricht, in dem Moment geschieht es auch. Und wenn man das einmal verstanden hat, dann bekommt man plötzlich ganz viel Hochachtung vor dem, was wir hier zwischen unseren Händen halten.

[12:21] Das Wort Gottes hat eine explosive Kraft und Glaube bedeutet, diese Kraft, die in dem Wort Gottes ist, diese schöpferische Kraft aus diesem Wort in mein Leben zu übertragen.

[12:32] Was würde passieren, lieber Freund, liebe Freundin, wenn du jeden Tag das Wort Gottes liest und dir vornimmst, genau das, was du gelesen hast, wirklich zu erleben und wirklich danach zu handeln, das zur Lebensgrundlage des Tages zu machen? Würde nicht dein Glaube Tag für Tag wachsen, immer mehr, so wie ein Senfkorn immer stärker wächst bis zum Baum? Genau das ist das, was Jesus sich für uns wünscht.

[12:59] In Hebräer 4 und aus Vers 2 wird uns gezeigt, was passiert, wenn man keinen Glauben hat. Es heißt es über das Volk Israel, über die Juden: „Denn auch uns ist eine Heilsbotschaft verkündigt worden, gleich wie jenen.“ Das Wort Heilsbotschaft ist nichts anderes als das Evangelium, das Evangelion, die gute Nachricht, die gute Botschaft, über die wir schon gesprochen haben. Und die Bibel sagt hier, dass dasselbe Evangelium, interessanterweise, was uns, den Christen, verkündigt worden ist, genauso auch den Juden verkündigt worden ist. Mit anderen Worten, die Botschaft der Errettung ist im Alten Testament genau dieselbe, wie auch im Neuen Testament.

[13:41] Aber da gab es ein Problem damals mit dem Volk Israel. Dieses Problem wird im weiteren Vorgang des Verses beschrieben. Es heißt aber: „Das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen.“ Und das ist ein wichtiger Gedanke. Hier sollten wir kurz innehalten und darüber nachdenken.

[13:58] Wir haben also Menschen, die Gottes Volk genannt werden und die das ewige Evangelium, wie es die Bibel beschreibt, hören. Und zwar von einem der besten Prediger, die die Welt jemals gesehen hat, von Mose. Und es war ein Volk, das große Wunder erlebt hat und viele Dinge mit Gott durchgemacht hat. Und trotzdem hat ihnen die Verkündigung der Botschaft nicht geholfen.

[14:27] Wissen Sie, was das bedeutet? Das bedeutet, man kann vor einem Rechner sitzen und eine Predigt nach der anderen hören. Gute Predigten, tiefe Predigten, wahre Predigten, das Wort Gottes. Man kann vielleicht sogar in der Vergangenheit tolle Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Aber es kann trotzdem sein, dass genau dieses Wort der Verkündigung nichts hilft. Einfach wie leerer Schall und Rauch an uns vorbeigeht.

[15:00] Wenn das passiert, was beim Volk Israel passiert ist, nämlich, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war. Keine Predigt dieser Welt kann irgendetwas bewirken, es sei denn, dass der Hörer oder der, der das mitbekommt, aus diesem Wort, das gepredigt wird, lebt.

[15:20] Und viele von uns glauben, dass wenn wir nur oft genug eine Predigt hören oder oft genug ein Gebet sagen oder oft genug halt einfach einen Bibeltext lesen, dass wir dann schon ganz gut auf dem christlichen Weg voran sind. Aber christliches Leben bedeutet nicht jeden Tag seinen Bibelleseplan weiterzuführen. Es bedeutet nicht einfach nur die besten Prediger des Internets zu kennen. Es bedeutet nicht einfach nur jeden Tag vor dem Essen zu beten. Es bedeutet, das, was ich lese, daraus zu leben.

[15:52] Und wenn wir uns ganz ehrlich fragen, wie in den letzten Tagen, in den letzten Wochen, vielleicht in den letzten Monaten unser Leben sich gestaltet hat, verglichen mit dem, was wir gewusst haben von der Bibel, dann glaube ich, wird uns deutlich, dass wir tatsächlich ein Wachstum des Glaubens brauchen, dass es mehr werden muss. Und wir haben schon gesehen, dass es mehr werden kann und dass Gott sich sogar wünscht, dass es mehr wird und dass er uns die Kraft gibt, dass wir unseren Glauben mehren können.

[16:20] Diese göttliche Kraft, von der wir schon gesprochen haben, die die Welten in die Existenz gerufen hat, die alles vermag, die wird besprochen in 2. Petrus 1, Vers 3 und 4. Das sind einige meiner absoluten Lieblingsverse. Das sind ganz unfassbar tolle Verse. Es lohnt sich eigentlich zu Hause vielleicht das ganze Kapitel zu lesen, aber hier sollen uns diese beiden Verse reichen, in Vers 3 und 4.

[16:47] Da heißt es: „Da seine göttliche Kraft uns – und jetzt kommt es darauf an – alles geschenkt hat.“ Das heißt, Gottes Kraft schenkt uns nicht nur das Startpaket, sondern alles. Gottes Kraft schenkt uns nicht nur Vergebung, sondern auch Gehorsam. Es schenkt uns nicht nur Gnade, sondern auch Gerechtigkeit. Es schenkt uns nicht nur Freude, sondern auch Liebe. Es schenkt uns alles.

[17:15] Manche Christen haben die Idee: „Naja, Gott vergibt mir, aber jetzt muss ich wieder alleine laufen, um gehorsam zu sein.“ Nein, alles, sowohl die Vergebung meiner vergangenen Sünden als auch die Kraft, jetzt gehorsam zu sein zum Beispiel, ist ein Geschenk. Seine göttliche Kraft schenkt uns alles. Es heißt hier: „Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel Gott furchtdient.“ Also alles, was ich brauche, um so zu leben, dass Gott Wohlgefallen an mir haben kann, wird mir geschenkt.

[17:42] Dieser Vers müsste eigentlich in uns ein Halleluja hervorrufen. Die Bibel sagt, alles, was ich brauche, um zu leben, wie Gott es möchte, wird mir geschenkt durch seine göttliche Kraft. Und vielleicht revolutioniert das gerade Ihr Bild über Gott. Dass alles, was Sie tun können, um Gott Wohl zu gefallen, wird Ihnen geschenkt.

[18:02] Lesen wir weiter: „Der durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, und jetzt Achtung, jetzt kommt der Schlüssel: durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat.“ Wodurch? Durch die kostbaren Verheißungen. Was sind Verheißungen? Verheißungen sind Versprechungen. Es sind Versprechen, die in der Bibel stehen. Versprechen wie zum Beispiel: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Diese Verheißungen, sagt Petrus, sind groß und kostbar. Ich weiß nicht, was Sie in Ihrem Leben als kostbar bezeichnen würden. Ihre Familie vielleicht? Irgendein Wertgegenstand? Haben Sie immer darüber nachgedacht, dass einige Passagen der Bibel besonders groß und kostbar sind, weil sie etwas versprechen?

[18:57] Es heißt hier: „Damit ihr durch dieselben – und es ist fast zu gewaltig, dass man es denken kann – durch dieselben göttliche Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierden in der Welt herrscht.“ Mit anderen Worten, wenn wir diese Verheißungen nicht einfach nur hören, nicht einfach nur lesen oder nachplappern, sondern wenn wir aus ihnen leben, sie in unser Leben übertragen und sagen: „Genau das will ich leben. Ich möchte die Kraft, die in diesem Vers steckt, in diesem Wort, möchte ich erleben.“ Wenn wir es einpflanzen in unser Leben, dann schenkt Gott uns die Kraft, die darin verheißen ist.

[19:33] Gott meint das, was er sagt und er kann tun, was er sagt. Und alles, was ich tun muss, ist diese Verheißung für mich persönlich in Anspruch zu nehmen. Wenn Gott also sagt: „Kommt, lasst uns rechten, wenn eure Sünde rot ist wie Scharlach, sie soll werden weiß wie Schnee“, dann reicht es nicht zu sagen: „Oh, wie wunderbar ist Gott!“, sondern Glaube bedeutet: „Herr, mein Leben ist rot wie Scharlach und ich, weil du es gesagt hast, weil es dort steht, komme ich zu dir und ich möchte dir mein Leben geben. Und ich danke dir, weil du es gesagt hast, weil es dort steht, dass du mein Leben weiß wie Schnee machst.“ Das ist Glaube. Das Leben aus dem Wort.

[20:13] Und je mehr wir das tun, desto mehr wird unser Glaube wachsen und desto mehr werden wir Gott wirklich verstehen und voller Dankbarkeit ausrufen wie Petrus: „Alles, was wir brauchen, ist uns geschenkt. Es ist alles da.“ Könnte es sein, dass so viele Christen sich fragen, woher die Kraft kommt, wenn die Kraft eigentlich direkt vor ihnen ist? Nämlich in der Bibel, im Wort Gottes, in Christus, der sich im Wort offenbart.

[20:40] Ganz gewaltiger Vers. In Hebräer 10 und dort Vers 22 wird uns Folgendes gesagt: „Wenn wir das verstanden haben, dann können wir jetzt tatsächlich mit dieser Kühnheit, mit dieser Freimütigkeit entgegen gehen dem Jesus.“ Es heißt hier: „So lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in völliger Gewissheit des Glaubens.“ Deswegen sagt die Bibel, dass Glaube eine feste Zuversicht ist. Warum? Weil er nämlich schwarz auf weiß in meiner Bibel steht.

[21:12] Glaube ist nicht nur ein Gefühl, nicht nur ein Ergriffensein von irgendeiner fremden Macht. Glaube ist, dass man davon überzeugt ist von dem, was hier steht. Ich bin so dankbar, dass Glaube nicht an Gefühlen hängt. Denn meine Gefühle wechseln immer mal wieder. Ich bin so dankbar, dass man immer wieder eine Sünde tut. 1. Johannes 1, Vers 9, immer denselben Text hat. Das Wort Gottes bleibt ewig.

[21:37] Wir können also mit völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung des Herzens, los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser, hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen. Und das verändert unsere Einstellung Gott gegenüber. Wir müssen nicht mehr Angst haben und irgendwie denken, wir müssen etwas richtig tun, dann wird uns nicht bestraft. Wir dürfen mit voller Freude sein Evangelium annehmen und die Kraft, die er uns schenkt, in unserem Leben erleben, hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen.

[22:16] Zum Abschluss noch ein wunderbarer Vers in Hebräer 12 und dort Vers 1 und 2. Vielleicht sagst du, lieber Freund, liebe Freundin: „Aber manchmal, manchmal ist die Sünde so schwer zu überwinden. Manchmal ist das Leben einfach so schwierig, dass es mir schwerfällt, diesen Glauben zu haben, aus diesem Wort zu leben.“ Dann wollen wir mit diesem Vers schließen, der uns genau dafür eine wunderbare Verheißung gibt.

[22:49] Es heißt hier in Hebräer 12 und Vers 1 und 2: „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt.“ Lieber Freund, liebe Freundin, hast du jetzt, wo du gerade zuschaust, eine Sünde in deinem Herzen, eine Last, die du mit dir umträgst und eine Sorge, die dich quält? Du kannst diese Last ablegen, diese Sünde, die uns so leicht immer wieder umstricken möchte, ablegen.

[23:14] Und dann heißt es: „Und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf.“ Das christliche Leben ist keine Kurzstrecke, ist kein 60-Meter-Lauf. Das ist ein Ausdauerlauf, ein längerer Lauf, ein Lauf mit Startpunkt und mit Zielpunkt. Und wir sollten nicht nach der ersten Wegbiegung schon ermüdet zusammenfallen und sagen: „Wir dachten, es geht schnell.“ Es ist ein bisschen Ausdauer gefragt. Es ist ein Kampf. Das christliche Leben ist nicht einfach nur Rosen und Wolken und alles wunderbar.

[23:50] Das christliche Leben ist ein Kampf, ein Kampf, der vor uns liegt, aber wir wissen, dass, und das haben wir gerade gelesen, dass durch den Glauben die göttliche Kraft uns geschenkt wird für jede Situation. Wir können durch alles hindurch, durch den Glauben, durch das Leben aus jedem Wort. Und dann heißt es hier: „Indem wir hinschauen auf Jesus.“ Warum hinschauen auf Jesus? Es heißt hier: „Er ist der Anfänger und Vollender des Glaubens.“ Er hat den Glauben in uns angefangen, denn er hat uns das Angebot des Evangeliums gemacht, lange bevor wir darüber nachgedacht haben. Er hat dieses Korn, dieses Samenkorn in sein Herz hineingelegt und er lässt es wachsen und er möchte, dass dieses Korn wächst bis zur Vollendung. Er ist der Anfänger und Vollender des Glaubens.

[24:36] Jesus schickt ihn nicht einfach auf eine Reise und sagt: „Jetzt mach mal!“, sondern sagt: „Ich bin der Anfang und das Ende.“ Er sagt: „Ich bin das Alpha und das Omega.“ Auch in deinem Leben, lieber Freund, liebe Freundin. Lass uns auf Jesus schauen, der der Anfänger und Vollender unseres Glaubens ist.

[24:52] Wie es hier heißt: „Der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete und er sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.“ Wenn wieder Schwierigkeiten in deinem Leben kommen, wenn die Sünde mal wieder um die Ecke geschlichen kommt und versucht dich zu umstricken, wenn Sorgen dich niederdrücken, dann schau auf Jesus. Jesus, der dort am Kreuz hing und gegen jeglichen Eindruck, gegen jegliche Sinneswahrnehmung festhielt an der Verheißung, dass er auferstehen würde. Festhielt an dem Gehorsam zu Gott, obwohl er nicht so gefühlt hat und keinen äußerlichen Beweis dafür gesehen hat. Festhielt am Wort Gottes und daraus lebte. Jesus ist das beste Glaubensbeispiel dort, als er hing am Kreuz vom Golgatha. Lass uns hinschauen auf Jesus, denn je mehr wir auf ihn schauen, desto mehr werden wir verwandelt in sein Ebenbild.

[25:56] Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundin, möchten Sie, die Sie zuschauen, solch einen Glauben haben? Diesen Glauben wachsen mehr und mehr, mehr aus dem Wort Gottes leben, tagtäglich, bis Jesus, der den Glauben angefangen hat, ihn bis zur Vollendung gemacht haben wird. Dann lassen wir uns gemeinsam darum beten, dass Jesus genau das in meinem und auch in Ihrem Herzen tun wird.

[26:15] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass dein Wort so eine gewaltige Kraft hat, dass es unser Leben wirklich gründlich verändert, es eine schöpferische Kraft hat und dass du nicht einfach nur einen Maßstab uns gibst, sondern dass du uns eine Messlatte gibst und das Trampolin, sozusagen, mit dem wir ganz gleich drüber kommen. Du gibst uns das Wort nicht nur, um zu sagen, wie wir leben sollen, sondern auch die Kraft gleich mit, dass wir so leben können. Das ist so wunderbar. Wir danken dir von ganzem Herzen dafür und bitten dich, dass wir auch dann, wenn wir manchmal Ausdauer benötigen, wenn wir in diesem Kampf die Sünde uns leicht umstricken möchte, dass wir auf dich hinschauen, der du unser Anfänger und Vollender bist und dass diesen Glauben, den du angefangen hast in uns, dass du auf ihn achtest und das Werk vollenden wirst in uns. Hab Dank, dass wir jeden Tag in unserem Alltag wissen dürfen, dass dein Wort nicht einfach nur eine Theorie ist, sondern dass es für unser Leben gegeben ist. Gib, dass wir jeden Tag aus deinem Wort leben und wir danken dir, dass du das möglich machst. Wir beten deinen Namen, Herr Jesus. Amen.

[27:22] Schön, dass Sie zugeschaut haben bei Motivation und Glauben und wir laden Sie ein zur nächsten Folge, wenn wir ein weiteres spannendes Thema behandeln werden. Bis dahin wünschen wir Ihnen viel Freude beim Studium des Wortes Gottes und vor allem beim Ausleben dieser wunderbaren Verheißung, die uns gegeben hat.

[28:04] Die Sendung ist Teil einer Videovortragsreihe und als DVD-Set erhältlich. Unterstützen Sie die Medienarbeit von Vision TV und die kostenlose Bereitstellung wertvoller Videobeiträge durch den Kauf der DVDs.


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