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In dieser Folge von „Motivation Glauben“ erklärt Christopher Kramp, wie man ein Christ wird. Er beleuchtet die biblische Sicht auf das menschliche Herz, die Sünde und die Folgen. Der Sprecher betont, dass Erlösung ein unverdientes Geschenk Gottes ist, das durch Glauben an Jesus Christus angenommen wird. Er ermutigt die Zuschauer, dieses Geschenk anzunehmen und ein neues Leben als Geschöpf Gottes zu beginnen.


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Serie: Motivation Glauben

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Transkript

[0:30] Herzlich willkommen zu unserer Serie "Motivation Glauben". Schön, dass Sie eingeschaltet haben. Wir wollen uns auch heute wieder Gedanken machen, wie biblische Themen ganz praktisch unseren Alltag berühren und wie wir tatsächlich in unserem Alltag Christen sein können, so wie es die Bibel sagt.

[0:44] Unser Thema heute heißt "Ergreife das Leben" und dahinter verbirgt sich etwas ganz Einfaches, etwas Simples, aber doch so Wichtiges, nämlich: Wie werde ich eigentlich ein Christ? Vielleicht haben Sie sich mit dem Christentum beschäftigt, sehr wahrscheinlich, denn ansonsten würden Sie diese Aufnahme gar nicht sehen. Vielleicht sind Sie christlich erzogen worden, haben irgendwo christliche Wurzeln, aber Sie haben nicht wirklich das Gefühl, dass Sie selbst ein echter Christ werden können. Was muss da geschehen? Geht das einfach durch Kircheneintritt oder was macht das Christensein eigentlich aus? Diese Gedanken wollen wir uns in den nächsten Minuten gemeinsam machen.

[1:28] Und wir wollen beginnen mit einer Aussage aus dem zweiten Petrusbrief, die jedem von uns, egal was sein Hintergrund ist, wirklich Hoffnung geben sollte. Im zweiten Petrus drei und dort Vers neun heißt es: "Der Herr zögert nicht, die Verheißung hinauszuzögern, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig." Langmütig heißt nichts als geduldig. Er ist also geduldig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern – und das ist jetzt sehr, sehr wichtig, was hier steht – dass jedermann Raum zur Buße habe.

[1:58] Die erste Sache, die wir lernen dürfen über Gott ist, dass er kein Gefallen daran hat, wenn irgendjemand verloren geht. Manche Menschen meinen, dass Gott im Vorhinein schon ganz willkürlich bestimmte Menschen zur Erlösung bestimmt hat und andere nicht. Aber die Bibel sagt, Gott möchte, dass jedermann gerettet werde und natürlich auch jede Frau. Das heißt, wenn Sie existieren, liebe Zuschauer, wenn Sie auf dieser Erde sind, wenn Sie jemand sind – und das sind Sie ja, sonst würden Sie mir nicht zuschauen –, dann dürfen Sie wissen, dass Gott nicht möchte, dass Sie verloren gehen, sondern er möchte, dass Sie das Leben ergreifen. Er meint auch Sie, ganz explizit.

[2:49] Jetzt, warum überhaupt müssen wir da einen Wechsel leben? Warum werden wir nicht als Christen geboren? Was ist eigentlich das Problem, das diese Buße erfordert? Vielleicht denken Sie – und so denken viele Menschen – ich bin doch eigentlich ein ganz guter Mensch. Sicherlich, manches läuft nicht so, wie es sein müsste, aber ich bin zumindest kein Schwerverbrecher und ich habe so viele gute Dinge getan. Was müsste da jetzt eigentlich noch verändert werden in meinem Leben?

[3:15] Die Bibel gibt uns eine interessante Beschreibung unserer selbst, die uns vielleicht nicht gut gefällt, aber die trotzdem die absolute Wahrheit ist. In Jeremia 17 und dort Vers 9 lesen wir etwas, das uns erstaunen sollte. In Jeremia 17 Vers 9 heißt es: "Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann es ergründen?" Jetzt, mit dem "Herz" – das ist sehr wichtig zu wissen – ist in der Bibel eigentlich nicht wirklich das Organ hier gemeint, denn das pumpt Blut, aber tut an unserem moralischen Denken jetzt nicht viel. Wenn die Bibel von Herz spricht, meint sie eigentlich das, was wir heute anatomisch als Gehirn bezeichnen würden: unsere Gedanken und Gesinnung des Herzens, so spricht die Bibel immer. Und dann sagt die Bibel: Da ist etwas in unserem Herzen, in unserem Denken, das wir selbst nicht kennen. Das heißt: "Wer kann es ergründen?" Die erstaunliche Nachricht ist, dass weder ich noch Sie wirklich wissen, was sich alles in Ihrem Gehirn befindet. Wir können uns selbst nicht ergründen, oder anders ausgedrückt: Wir betrügen uns selbst. Überaus trügerisch ist das Herz.

[4:25] Niemand lebt gerne mit einem Betrüger zusammen und betrogen zu werden gehört zu den schmerzhaftesten Erfahrungen, die man als Mensch machen kann. Aber man ist fast schockiert, wenn man realisiert, dass die Bibel uns deutlich macht, dass wir uns in unserem Gehirn selbst betrügen.

[4:40] Jetzt, warum ist das so und wie kommt das? Das Ganze hat zu tun mit einem Begriff, den die Bibel ganz einfach Sünde nennt. In Römer 3 und dort Vers 23 lesen wir: "Denn alle haben gesündigt." Sünde, übrigens, wird in der Bibel ganz einfach definiert als die Übertretung des Gesetzes. Das ist übrigens in 1. Johannes 3, Vers 4, wenn Sie das zu Hause noch nachschlagen wollen. "Alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten." In anderen Worten: Da gibt es etwas, einen Maßstab, eine Herrlichkeit, so wie Menschen sein sollten, wie Gott sie gedacht hat, und niemand von uns ist so. Da können wir noch so viel spenden zu Weihnachten, können noch so viel gute Taten tun, noch so viel von uns selbst halten – keiner von uns erreicht aus eigener Kraft das, was Gott sich für ihn vorgesehen hat und vorgestellt hat. Wir alle haben gesündigt. Wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir alle, wo unsere Leichen im Keller sind. Wir mögen vielleicht ein fröhliches Gesicht aufsetzen, aber wir wissen ganz genau, dass es Dinge gibt in unserem Leben, für die wir uns schämen und die nicht so sind, wie Gott es sich gewünscht hat.

[5:56] Und diese Sünde, wie die Bibel sie nennt, hat ganz ernsthafte Folgen. Nur drei Kapitel weiter, in Römer 6 und dort Vers 23, lesen wir: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod." Wenn wir uns von Gott entfernen, der uns das Leben gibt, der die Wahrheit ist, und wir durch die Sünde, durch das Übertreten seiner Gebote, seiner Anweisung uns von ihm entfernen, dann ist das so, als wenn man einen Stecker aus der Steckdose zieht. Man kann nicht erwarten, dass das Licht dann noch weiter leuchtet. Genauso ist es mit einem Menschen, der sich von Gott entfernt, der die Grenzen, die Gott dem Menschen gegeben hat, damit er glücklich ist, überschreitet. Überschreitet damit die Grenze des Lebens zum Tod. Und so ist das, was wir in unserem sündigen Leben ernten können, nichts weiter als der Tod.

[6:59] Vielleicht erinnern Sie sich an der folgenden Folge, wo wir darüber gesprochen haben, dass so viele menschliche Theorien nur zum Tod führen, wo es heißt, dass in Sprüche 14, dass mancher Weg dem Menschen richtig erscheint, aber doch am Ende der Tod die Folge ist. Das hat genau mit dieser Sünde zu tun, denn all diese Theorien und Wahrheiten dieser Welt, diese Weltanschauung, die es so gibt und die uns oft angeboten werden, sie können ein Problem nicht lösen: das Problem der Sünde, das Problem meiner Schuld. Ja, die Gedanken, die Konfuzius gehabt hat über ein geordnetes gutes Leben sind sehr nachahmenswert. Viele der Dinge, die Mohammed gesagt hat, sind wirklich wert zu überdenken und vielleicht sein Leben zu übertragen. Nelson Mandelas Kampf für die Freiheit ist wirklich beachtenswert und wir können viele andere nennen, die mit ihren Ideen und Philosophien Gutes bewirkt haben, aber niemand von ihnen hat es geschafft, das Problem der Sünde zu lösen. Alle diese Theorien und Philosophien enden am Ende doch im Tod.

[8:07] Ich weiß nicht genau, was Ihre persönliche Weltanschauung ist, wie Sie sich Ihr Leben so bisher zurechtgezimmert haben, aber wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind und alle Masken mal fallen lassen, wissen wir zwei Dinge: Wir sind nicht stolz auf unser Leben, das wir bisher gelebt haben, da sind zu viele schwarze Punkte, und wir wissen, dass wir sterben müssen. Das sind die beiden Dinge, die wir ganz sicher wissen. Und genau das ist das, was der Vers sagt: "Der Lohn der Sünde ist der Tod."

[8:36] Aber zum Glück endet der Vers hier nicht. Der Vers geht weiter, es heißt hier: "Aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." Obwohl wir gesündigt haben und obwohl der Lohn der Sünde der Tod ist, der uns erwarten würde, gibt es ein Geschenk, eine Gabe, die wir nicht kaufen können, die wir nicht erbetteln müssen, die wir Gott nicht abringen müssen, sondern die uns geschenkt wird als Gnade: ewiges Leben.

[9:07] Unser Thema heißt "Ergreife das Leben". Aber dieses Leben ist nicht einfach irgendwo. Die Bibel sagt, das Leben befindet sich in einer Person, nämlich in Christus Jesus. In der ersten Folge haben wir gelernt, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Was für ein wunderbares Geschenk! Von diesem Geschenk spricht der Paulus, wenn er in Epheser 2 und dort Vers 8 sagt: In Epheser 2 und dort Vers 8, "Denn aus Gnade seid ihr errettet, durch den Glauben, und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es." Immer und immer wieder betont der Paulus, dass wir uns nicht selbst retten können, und das macht die biblische Religion so besonders.

[9:48] In fast allen anderen Religionen oder in allen anderen Religionen und Weltanschauungen muss der Mensch irgendetwas tun: fünfmal beten, achtmal meditieren, bestimmte Anzahl von guten Werken tun, irgendetwas machen, um einen Gott oder ein Wesen oder ein Prinzip zu erfüllen, gnädig zu stimmen, was auch immer. Und deswegen kommen auch viele Christen mit so einer gedanklichen Haltung an die Bibel und sagen: Was muss ich tun, um Gott gnädig zu stimmen? Was muss ich tun, damit er vielleicht mich erhört? Was muss ich tun, damit er mir vielleicht dieses Leben auch schenken möchte, geben möchte? Aber das ist der falsche Ansatz.

[10:30] Der Ansatz ist genau andersrum. Die Initiative geht nicht von uns aus, sondern die Initiative ist schon ausgegangen von Gott, lange bevor ich oder Sie darüber nachgedacht haben. Er ist schon lange in Vorleistung gegangen. Jesus ist am Kreuz von Golgatha gestorben, noch lange bevor wir darüber nachgedacht haben, und jetzt bietet er es uns als Geschenk an. Und das ist die Herausforderung. Ich glaube, viele Menschen werden deswegen verloren gehen, weil es geschenkt ist und weil sie nichts hinzufügen konnten. Denn wenn etwas geschenkt ist, kann ich mich nicht dafür rühmen, irgendetwas getan zu haben. Und wir Menschen rühmen uns ja so gerne unserer Taten. Das ist übrigens nach der Bibel die Urwurzel der Sünde, diese Ruhmsucht, dieses "Ich". Und Gottes Gnadengeschenk ist genau ein therapeutisches Mittel dagegen. Er tut alles für uns, und wir müssen es einfach annehmen, denn aus Gnade seid ihr errettet.

[11:30] Diesen Gedanken hat der Paulus auch im Römerbrief ganz interessant beschrieben, in Worten, die auf den ersten Blick vielleicht etwas kompliziert klingen, aber die man ganz einfach verstehen kann, wenn man etwas runterbricht in unsere Sprachen. Römer 3 und dort Apostel 24 heißt es: "So, dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden." Gerechtfertigt ist ein etwas hochstehender, theologischer Begriff. Eine ganz einfache Idee: nämlich Vergebung. Wir bekommen Vergebung, ohne dass wir sie uns verdienen müssen. Das ist ein wichtiger Gedanke, denn viele Menschen hören das und denken: Aber ich habe das nicht verdient. Das kann Gott nicht für mich meinen, wenn sie nur wüssten, wie schlimm ich bin.

[12:10] Ja, Gott weiß, wie schlimm Sie sind. Gott weiß, was Sie alles getan haben. Gott weiß, was Sie sogar dabei gedacht haben, und Gott weiß sogar das, was Sie nicht wissen, was in Ihrem Gehirn noch alles so verborgen ist. Und trotzdem, trotzdem möchte er Ihnen vergeben, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden, durch seine Gnade, aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Wieder haben wir Jesus als der Einzige, der uns erlösen kann. Ihn hat Gott zum Sündopfer bestimmt. Er hat unsere Schuld getragen. Er ist den Tod gestorben, der eigentlich die Folge unserer Sünde ist. Ihn hat Gott zum Sündopfer bestimmt.

[12:52] Das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut. Mit anderen Worten: Dieses Opfer, das Jesus für mich gebracht hat und auch für Sie, wird wirksam, wenn ich daran glaube, wenn ich es ernst nehme, wenn ich sage: Ja, das soll auch für mich gelten. In diesem Moment wird es wirksam und bewirkt auch etwas in meinem Leben. "Um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren. Und dann geht es weiter, als Gotts Rückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist." Jesus rechtfertigt uns, er vergibt uns, und gleichzeitig beweist Gott damit, dass er gerecht ist. Denn jemand hat die Schuld tatsächlich bezahlt. All das, was Sie in Ihrem Leben verkehrt gemacht haben, das wird nicht ungestraft einfach ausgelöscht. Jemand anderes hat dafür bezahlt, und Sie dürfen dieses Geschenk annehmen.

[14:02] Das ist im Grunde genommen das ganze Evangelium, die ganze gute Nachricht. Deswegen sagt der Paulus in dem Vers 27: "Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen." Wir können uns nicht rühmen, Christ zu sein. Wir können dankbar sein und können uns freuen, dass Gott so viel Wunderbares für uns getan hat.

[14:25] In Apostelgeschichte 3 und dort Vers 19, da hält der Petrus einen flammenden Appell an die Menschen seiner Zeit. Wir lesen dort in Apostelgeschichte 3 Vers 19: "So tut nun Buße und bekehrt euch." Dieses Wort Buße und dieses Wort Bekehrung sind heute etwas missverständlich, aber sie haben eine ganz einfache Idee. Bekehrung bedeutet eigentlich umkehren. Ich bin auf einem Weg und stelle fest, dass dieser Weg verkehrt ist, und ich entscheide mich, einen anderen Weg zu gehen. Ich drehe mich um, ich bekehre mich. Und genau diese Entscheidung kann jeder einzelne Mensch von uns treffen und fällen. Wir können zwar den neuen Weg nicht kreieren, wir können ihn nicht bestimmen, wir können das Ziel nicht sehen, aber wir können uns entscheiden, wenn uns ein neuer Weg angeboten wird: Wir können uns entscheiden: Ja, ich möchte diesen Weg gehen. Es gibt etwas, was Gott uns nicht abnimmt, und das ist unsere persönliche Entscheidung. Gott kann uns das Evangelium, die Erlösung anbieten und sagen: Nimm davon. Aber wir müssen uns entscheiden, den Weg, den wir bisher eingeschlagen haben, zu verlassen und diesen neuen Weg zu gehen.

[15:36] "So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Quirkung vom Angesicht des Herrn kommen." So hat der Petrus damals gepredigt, und dieser Aufruf hat nichts von seiner Kraft verloren. Er gilt auch heute mir und auch Ihnen. So tut nun Buße. Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen? Gibt es etwas, von dem Sie wünschen, es wäre nie passiert, wo Sie schon beim Gedanken daran eigentlich innerlich schamrot werden? Genau für diese Sache ist Jesus gestorben. Genau diese Sache möchte Jesus austilgen, genau diese Sache möchte er abnehmen und bietet an: Kehr doch um, komm zu mir.

[16:15] Was muss ich dann tun? Wie kann ich es ihm sagen? In 1. Johannes 1, Vers 9 steht ein wunderbarer Vers, der mir in meinem Leben schon so oft geholfen hat und so oft Mut gegeben hat. Denn dort heißt es: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und uns reinigt – und jetzt Achtung – von aller Ungerechtigkeit." Es gibt eine Bedingung. Diese Bedingung ist: Wir müssen unsere Sünden bekennen. Wir können sie nicht unter den Teppich kehren und so tun, als wären sie nicht da gewesen. Wenn wir mit dem kommen, was wir falsch gemacht haben, und Jesus sagen: Jesus, du weißt ganz genau, was ich gedacht habe, du weißt ganz genau, was ich getan habe, was meine Worte gewesen sind. Ich möchte es dir bekennen. Dann sagt die Bibel, ist er treu und gerecht. Wir können uns darauf verlassen, dass er uns dann diese Sünde vergibt und uns reinigt. Nicht nur von ein bisschen, nicht nur von der meisten, sondern von aller Ungerechtigkeit.

[17:24] In 1. Johannes 5, Vers 11 bis 13 wird dieser Gedanke dann völlig ausformuliert. Es heißt: "Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben." Ein Verhalten kann kein Mensch so formulieren. Der Johannes war der Lieblingsjunge Jesu. Er war ganz besonders in der Nähe Jesu, hat ganz besondere Qualitäten der Liebe Jesu erfahren und konnte sie besonders einfach aufschreiben. Einfacher als Johannes kann man es wirklich nicht machen: "Wer den Sohn hat, der hat das Leben."

[18:03] Unser Thema heißt "Ergreife das Leben", also ergreife Jesus. Nimm dieses Angebot, das er dir macht, heute. Nimm es an, lieber Freund, liebe Freundin. "Wer den Sohn hat, der hat das Leben." Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht, soviel wir uns auch einreden mögen. Nur in Jesus ist dieses ewige Leben zu finden. "Dies habe ich euch geschrieben", so sagt Johannes weiter, "die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt." Glaube ist nicht nur ein, naja, das ist mein letzter Strohhalm, weil ich halt so krank und schwach und erbärmlich bin, so wie manche Menschen über die Christen denken. Glaube ist eine Gewissheit, ein Wissen. Und ganz ehrlich: Wer ist im Leben schon hier auf dieser Erde besser dran? Der, der weiß, dass er ewiges Leben hat, oder der, der ehrlich gesagt im Dunkeln tappt über das, was in der Zukunft passieren wird? Jesus bietet uns etwas anderes, und schon hier im Alltag, in diesem Leben von unschätzbarem Wert ist und dann in der Ewigkeit unbezahlbar.

[19:10] "Damit ihr wisst", sagt er, "dass ihr ewiges Leben habt und damit ihr auch weiterhin an den Namen des Sohnes Gottes glaubt." Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Und die Frage, die ich Ihnen heute stellen möchte, ist so simpel, dass man sie simpler nicht stellen kann: Haben Sie Jesus? Hast du Jesus, lieber Freund, liebe Freundin? Hast du ihn oder hast du ihn nicht? Alles in unserem Leben kommt auf diese eine Frage an. Alle anderen Fragen sind unwichtiger als diese eine Frage, die auch ich mir stellen muss: Habe ich Jesus? Denn wenn ich ihn habe, dann habe ich das Leben.

[19:54] Wir haben gesehen, wir müssen keine Purzelbäume schlagen, um Jesus von irgendetwas zu überzeugen. Wir müssen keine Liste von guten Werken anbringen, damit Jesus sagt: Okay, dich nehme ich auch noch mit. Wir müssen das Geschenk, das er uns macht, annehmen, ergreifen und uns von ihm durch seine Gnade verändern lassen.

[20:20] Der vielleicht bekannteste Vers der Bibel und, wie ich denke, auch der wichtigste. So bekannt, dass viele ihn auswendig kennen, ohne ihn vielleicht selbst in ihrem eigenen Leben angewendet zu haben. Der findet sich in Johannes 3, Vers 16: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, ganz egal, ob er christlich aufgewachsen ist oder nicht, ob er einen Hintergrund hat, der ihn zur Bibel geführt hat oder nicht, ob er sich lange damit beschäftigt hat oder gerade erst ganz frisch sich diesen Gedankengang geöffnet hat, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ein ewiges Leben hat." Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn Jesus gegeben hat, damit du, lieber Freund, ewiges Leben haben kannst.

[21:16] Ich möchte das ganz kurz in einer Geschichte illustrieren, eine wahre Geschichte. Ein Vater hat einen kleinen Sohn, mit dem er einen Ausflug plante auf den See, in einem Boot wollten sie den Tag auf dem See dort verbringen. Und als der Tag kam, kam der kleine Sohn und sagte zu seinem Vater: Du, ich habe einen Schulfreund mitgebracht, kann ich ihn mitnehmen auf unseren Ausflug? Der Vater hatte nichts wirklich dagegen, und so gingen die drei los: Der Vater, ein gläubiger Mann, sein Sohn, der die Bibel kannte und der vom Glauben viel wusste, der ein Herz für Jesus hatte, und dann dieser Schulfreund, der von dem Glauben keinerlei Ahnung hatte. Sie waren auf dem See, und plötzlich kam ein Sturm auf. Weit ab vom Ufer waren sie dem Sturm ausgeliefert, und die Wellen schlugen hoch. Und eines Moments kam eine gewaltige Welle und ging über das Boot hinüber. Und als der Mann wieder aufschaut, die Welle über das Boot gegangen war, sah er beide Kinder über das Boot gegangen. Beide waren jetzt im See, beide waren so alt, dass sie noch nicht schwimmen konnten, und beide waren weit voneinander entfernt. Beide schrien um Hilfe. Und was wir jetzt in einigen Sekunden, in etlichen Sekunden erzählen, hat damals nur wenige Bruchteile von Sekunden gedauert. Sofort greift der Vater zu den Seilen und stellt zu seinem Todeserschrecken fest, dass er nur ein Seil hat. Er hat nicht lange Zeit zu überlegen, denn in den Wellen bleiben diesen Kindern nur noch wenige Sekunden, bevor sie untergehen. Und so sieht er seinen eigenen Sohn dort ums Überleben kämpfen und dort jenen Schulfreund, den er zu diesem Tag zum ersten Mal gesehen hat, und beide schreien um Hilfe, beide rufen: Wirf das Seil zu mir!

[23:25] Der Vater in einem Bruchteil von Sekunden überlegt kurz, schaut seinen Sohn in die Augen voller Liebe und nimmt das Seil und wirft es zum Freund. Währenddessen sieht er wieder seinen eigenen Sohn, dass seine wahre Geschichte in den Fluten ertrinkt. Es hat ihm das Herz gebrochen, aber er hat es getan. Und als später dieser Schulfreund fragt: Warum hast du mich gerettet und nicht deinen Sohn? Dann war die Antwort sehr einfach und beherzt zerreißend: Mein Sohn kannte Jesus. Mein Sohn ist gestorben, und ich weiß, er wird auferstehen. Aber du kanntest Jesus nicht. Du hattest den Glauben nicht angenommen. Es war deine letzte Chance, denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht. Hier steht nicht: "Denn so sehr hat Gott seinen Sohn geliebt, dass er die Welt gegeben hat." Nein, "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab." Es hat ihm das Herz zerrissen, aber er hat es getan. Warum? Weil er dich so sehr liebt. Genau dich, der du jetzt zuschaust. Genau deswegen hat er es getan.

[24:51] Wie töricht wäre es von dem Jungen gewesen, wenn er jetzt dieses Seil nicht angenommen hätte und gesagt hätte: Lass mal gut sein, ich werde erstmal versuchen, selbst zu schwimmen. Was hätte das in dem Vater bewirkt? Was bewirkt es im Herzen von Gott im Himmel, wenn wir sagen: Lass mal gut sein mit dem Christen, lass mal gut sein mit dem Evangelium, wir versuchen erstmal selbst hier Hände zu kommen. Wir schaffen das auch selbst. Gott weiß, dass wir sonst zugrunde gehen. Wie töricht ist es, dieses Seil nicht zu ergreifen.

[25:31] Und genau das ist es, worum es im Glauben geht. Der Glaube bedeutet, dieses Seil zu ergreifen und festzuhalten und nicht mehr loszulassen. Dieses Geschenk einfach anzunehmen und sich ziehen zu lassen. Denn der Sohn – Verzeihung – dieser Freund blieb nicht dort, wo er war. Als er das Seil ergriff, wurde er vom Vater gezogen. Er hat seine Position verändert, bis er beim Vater war. Genauso ist es mit uns: Wenn wir das Evangelium ergreifen, wenn wir das Leben ergreifen, dieses Seil, das Rettungsseil, das ausgeworfen ist, dann werden wir gezogen. Wir werden nicht dort bleiben, wo wir sind. Wir werden uns verwandeln, wir werden uns verändern, bis wir einmal bei Gott sind.

[26:15] Möchtest auch du, lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du dieses Seil ergreifen? Noch heute, jetzt in diesem Moment. Du sagst: Ich bin nicht gut genug. Du kannst nicht besser sein als jetzt, denn egal was du tust, du bleibst ein Sünder, solange du nicht dieses Seil ergriffen hast. Nimm es einfach an, dieses wunderbare Seil.

[26:40] In Johannes 1 und dort Vers 12 heißt es: "Wenn wir dieses Geschenk des Evangeliums annehmen, dann dürfen wir uns Kinder des himmlischen Königs nennen." Was für ein Vorrecht! Königliche Kinder, wenn wir an seinen Namen glauben. Und dann wird unser Leben ganz neu sein. Das ist der letzte Vers, den wir heute anschauen wollen, und er gibt uns viel Mut und Zuversicht. Im 1. Korinther, im 2. Korinther 5 und dort Vers 17, dort lesen wir, was passiert, wenn wir dieses Seil ergriffen haben. Es heißt hier im 2. Korinther 5 Vers 17: "Darum ist jemand in Christus, hat also das Leben ergriffen, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden." Wünschst du dir nicht auch manchmal, dass das alte Leben vorbei ist? Einfach nochmal neu anfangen, nochmal von vorne starten, nochmal wie ein weißes Blatt Papier sein. Diese Gelegenheit ist deine.

[27:52] "Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung." Da hat sich nicht nur etwas verbessert, nein, es ist völlig neu geworden. Möchtest du, liebe Freunde, dieses Geschenk der Erlösung in Jesus Christus noch heute annehmen? Wollen wir nicht dieses Thema beschließen mit einem Gebet, wo wir Gott darum bitten, unser Leben völlig neu zu gestalten und ein neues Herz zu bekommen, das er uns schenken möchte? Nicht mein trügerisches Herz, sondern ein Herz, in dem er wohnen kann. Lass uns doch gemeinsam beten.

[28:33] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du bereit warst, diesen Schmerz auf dich zu nehmen, deinen Sohn zu geben, um uns zu retten. Wir werden bis in alle Ewigkeit das nicht völlig ergründen können, aber wir müssen es nicht ergründen, um es zu ergreifen. Auch wenn wir nicht alle Beweggründe verstehen können, können wir doch dieses Seil ergreifen und uns ziehen lassen von dir, ein völlig neues Leben beginnen. Und wir danken dir, dass wir wissen, dass wir nichts bringen brauchen außer uns selbst. Und so sind wir hier und bitten dich, dass du uns völlig umgestaltest, und wir danken dir, dass es aus Gnade ist und dass du uns die Kraft dazu schenkst. Hab Dank für dieses wundervolle Geschenk. Im Namen Jesu beten wir. Amen.

[29:24] Wir bedanken uns für Ihr Interesse und hoffen, dass wir uns bei der nächsten Folge wiedersehen werden, wenn wir über weitere motivierende Aspekte des Glaubens sprechen werden. Bis dahin wünschen wir Ihnen Gottes Segen, viel Freude im Studium seines Wortes und Freude in der Beziehung zu diesem Erlöser Jesus Christus.

[29:54] Die Sendung ist Teil einer Videovortragsreihe und als DVD-Set erhältlich. Unterstützen Sie die Medienarbeit von Vision TV und die kostenlose Bereitstellung wertvoller Videobeiträge durch den Kauf der DVDs.


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