Veröffentlicht am
1.423 Klicks

In dieser Vortragsreihe „No Limit“ beschäftigt sich Dina T. mit der Frage, warum die Zukunft für die meisten Menschen ein Rätsel bleibt. Anhand des Traums von König Nebukadnezar aus dem Buch Daniel wird die Weltgeschichte von der Antike bis in die heutige Zeit und darüber hinaus entschlüsselt. Der Vortrag beleuchtet die historische Zuverlässigkeit der Bibel und zeigt auf, wie Gottes Plan die Zukunft bestimmt.


Weitere Aufnahmen

Serie: No Limit (Jugend-Vortragsreihe)

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Ja, von meiner Seite auch herzlich willkommen. Ich freue mich, dass ich Sie hier begrüßen darf, dass Sie den Weg hierher gefunden haben. Ich freue mich auch über alle, die jetzt live im Internet mit dabei sind und hier auch zuschauen können. Auch Sie begrüße ich natürlich herzlich hier zu unserer Vortragsreihe No Limit. Und der Vortrag, den wir heute hören oder den Sie heute hören werden, heißt No Clue: Warum (fast) niemand die Zukunft kennt. Es ist ein sehr interessantes Thema. Ich kannte es lange selbst nicht, aber als ich es dann kennengelernt habe, wurde es wirklich zu einem meiner absoluten Lieblingsthemen. Genau. Und wir können uns ganz kurz einen Moment Zeit nehmen. Ich möchte Sie einladen, dass wir ein kurzes Gebet gemeinsam sprechen und uns dann mit dem Thema beschäftigen. Unser Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir hier sein dürfen, dass es uns gut geht, dass wir sicher angekommen sind, Herr. Wir danken dir für dein Wort. Wir bitten dich, dass wenn wir jetzt daraus lesen, dass du uns offenbarst, was wir verstehen sollen und dass du uns deine Weisheit schenkst, Herr. Wir trauen auf dich und wir danken dir jetzt schon dafür. Amen.

[1:36] Ja, wenn wir uns das Weltgeschehen heutzutage ein wenig vor Augen führen, kommt es uns manchmal so vor, als säßen wir in einer Art Schnellstraße. Wir sitzen nicht in einer Schnellstraße, hoffentlich. Wir sitzen im Auto und dieses Auto fährt auf einer Schnellstraße und alles braust so ein bisschen an uns vorbei. Und wir schauen rechts aus dem Fenster und wir sehen, oh, okay, die Naturkatastrophen nehmen immer weiter zu. Und wir schauen links aus dem Fenster und wir sehen, das sind so viele Eindrücke, so viele neue Dinge. Eigentlich wird jeden Tag was Neues erfunden. Und diese ganzen Eindrücke bombardieren uns durch Fernsehwerbung, durch Zeitung, Nachrichten. Und es gibt auch so eine Beschreibung, die heißt Non-Response-Gesellschaft. Es ist so viel, dass wir gar nicht fähig sind, auf das alles zu antworten. Es ist einfach für unseren Kopf zu viel. Und auch sonst, wir leben in einem riesigen Konflikt zwischen West und Ost, auch interne Sachen, die wir, keine Ahnung, also ich kenne die nicht alle. Und wir wissen nicht, wie das ausgehen wird. Das ist auf einer völlig neuen Ebene heutzutage. Und es handelt sich hier nicht mehr so wie früher um die Kriege, sondern wir haben es hier mit Atomkraft, mit Atomwaffen zu tun. Wir haben es mit Terrorismus, mit einem transnationalen Terrorismus zu tun, mit Manipulationen jeglicher Art. Und der Mensch sitzt in seinem Auto auf dieser Schnellstraße und alles braust es an ihm vorbei. Aber wirklich was bewegen, was bewirken, kann er das?

[3:10] Ich habe mir dann mal überlegt, wer von Ihnen würde gerne wissen, was passiert in den nächsten 20, 30 Jahren? Gibt es da jemanden, der das gerne wissen würde? In den nächsten 100 Jahren, ich wäre gerne, oder ich wüsste gerne, was dazu auf uns zukommt. Und überlegen Sie sich nun einmal ein kleines Gedankenspiel. Sie sitzen also da, Sie haben diese Frage, was bringt wohl die Zukunft, das würde mich doch so gerne interessieren. Das wühlt Sie auch ziemlich auf. Und dann erhalten Sie eine Offenbarung auf irgendeine Art und Weise. Beispielsweise träumen Sie das. Und Sie träumen dann also, die Vereinigten Staaten von Amerika, die werden von Russland erobert. Obama verliert seine Macht. Und das hält aber gar nicht so lange an. Nach ein paar hundert Jahren kommt Neuseeland an die Macht. Aber wieder 200 Jahre später, diese Weltmacht Neuseeland jetzt, wird eingenommen von Mayabundur. Schon mal gehört? Ist Ihnen das schon mal passiert? Mir nicht. Aber wir wissen von einem Herrscher aus der Geschichte, der so etwas in einer gewissen Art und Weise erlebt hat. Nämlich sprechen wir hier von einem König, von dem König von dem antiken Reich Babylon. Und dieser König ging mit der Frage zu Bett, wie geht es wohl weiter? Was wird wohl mit meinem Königreich passieren? Und es ließ ihn irgendwie nicht los. Und in derselben Nacht noch hatte er einen Traum. Mit dem werden wir uns heute ein wenig näher befassen. Diese Geschichte finden wir im Buch Daniel, darin im zweiten Kapitel. Sie ist ziemlich gut dokumentiert von einer Person, die selbst dort war, die das alles miterlebt hat. Und wenn wir uns den Mann anschauen, also auf die historischen Verhältnisse selbst, werden wir nachher noch ein bisschen eingehen. Und der Mann, der das dokumentiert hat, war auch recht vertrauenswürdig. Und da geht es also um diesen mächtigen König Nebukadnezar. Der hatte diese Frage. Und er regierte, wie schon gesagt, über das Reich Babylon. Und dieses Reich war wirklich erstaunlich. Es war ein Weltreich. Das liegt im heutigen arabischen Teil der Erde. Und den Traum, den er dann hatte, ich möchte behaupten, das ist einer der bemerkenswertesten Träume, die es in unserer Geschichte gibt. Aus einer Nacht vor mehr als 2600 Jahren im antiken Reich Babylon. Und dieser Traum entfaltet für uns die Weltgeschichte, oder entfaltet für ihn die Weltgeschichte, nicht nur bis zum Jahr 0, bis dahin, als Jesus geboren wurde. Es entfaltet sie nicht nur bis an den heutigen Tag, sondern noch weiter in eine Zukunft, die wir selbst im Moment noch nicht sehen können.

[6:20] Und dieser König hat also diesen Traum. Er wacht auf und ist aufgewühlt und denkt sich, jetzt habe ich etwas so wichtiges geträumt. Kennen Sie das? Haben Sie schon mal was geträumt? Sie wachen auf und denken, das war ein schöner Traum. Oder das war so spannend, was jetzt passiert. Aber Sie können sich nicht mehr erinnern? Wem ist das schon mal passiert? Und man denkt sich, man legt sich wieder hin und denkt, ach, wenn ich nur ein bisschen weiter schlafe. Aber der Traum kommt irgendwie nicht wieder. Ja, so gehen wir jetzt dem König auch. Aber es kommt noch einen Schritt weiter. In dem Bereich Babylon wurde Träumen eine unglaublich große Bedeutung zugemessen. Da waren die politischen Berater, waren Traumdeuter und Magier und Astrologen. Das war eine Welt, müssen wir uns vorstellen, in der das was Welterschütterndes oder was Weltbewegendes war für diesen König. Und er wollte unbedingt herausfinden, was er geträumt hatte. Er rief ja auch gleich diese Berater. Er rief die Chaldea, die Gelehrten. Er ließ sie alle zu sich kommen. Und sie sollten ihm erzählen, was er geträumt hatte. Denn er hat das ja vergessen. Er war so gewiss, dass sie ihm jetzt helfen könnten und dass gleich sein großes Problem gelöst sein würde. Und so sagt er zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt und mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe. Und die Chaldea, die gaben also vor, sich in die Zukunft zu kennen, in die Zukunft sehen zu können. Sie gaben vor, mit übernatürlichen Kräften oder mit den Göttern in Verbindung zu stehen. Aber jetzt stehen sie vor einem Problem. Also wenn sie das wirklich tun, dann natürlich nicht. Aber wenn das alles doch nur irgendwie geflunkert war, dann haben sie jetzt das Problem. Weil wenn mir jemand seinen Traum erzählt, dann kann ich sagen, ach ja, dieses Pferd, von dem du geträumt hast, das steht für einen Krieg, der kommen wird. Da fällt Sternenstaub vom Himmel, ja, das kann dann dafür stehen, dass du den Krieg gewinnst und dass du viele Schätze bekommst dadurch. Das ist nicht so schwer, oder? Aber herauszufinden, was jemand anders geträumt hat, das kann ich nicht wirklich. Und sie sagen ihm dann also: Oh König, mögest du ewig leben. Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die Deutung verkünden. Der König antwortet den Chaldaiern also: Mein Entschluss steht unwiderruflich fest. Wenn ihr mir nicht den Traum samt seiner Deutung verkündet, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser in Trümmer gelegt werden. Wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung verkündet, so sollt ihr von mir Geschenke und Gaben und große Ehre empfangen. Darum sagt mir den Traum samt seiner Deutung.

[9:09] Der König hat hier eine Sache verstanden. Er hat verstanden, wie man einen wahren von einem falschen Propheten unterscheiden kann. Der, der sagt oder der vorgibt, ich kann in die Zukunft gehen, muss davor schon erklären können oder wissen können, was in der Vergangenheit passiert ist. Der König wollte einen handfesten Beweis. Er wollte nicht nur Vermutungen, sondern er wollte was Grifffestes, wo er sagen konnte, das kommt von Gott. Die Chaldaier antworteten dem König also: Es gibt keinen Menschen auf Erden, der verkünden könnte, was der König befiehlt. Deshalb hat auch nie irgendein großer und mächtiger König so etwas von irgendeinem Traumdeuter, Wahrsager oder Chaldaier verlangt. Es gibt auch niemand, der dem König mitteilen könnte, ausgenommen der Götter oder die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist. Ha. Also wir müssen uns das mal noch mal darüber nachdenken und uns das noch mal nahe gehen lassen. Diese Personen, ja jahrelang, beraten sie den König am Hof. Ja, da bei diesem politischen Feldzug, da handelst du besser so, das haben dir die Götter gesagt. Das habe ich in der Vision gesehen. Sie sagen ihm also immer, was zu tun ist, wie er handeln soll und geben vor, das Übernatürlichste zu kennen. Und hier stehen sie vor ihm und sagen: Das können mir nur die Götter sagen. Woher sollen wir das wissen? Und dann ist es kein Wunder, dass der König wütend wird und sagt: Richtet sie hin. Er gibt den Befehl, alle Weisen aus Babylon hinzurichten.

[10:49] Ja, und an diesem Punkt muss man sich vorstellen, sein gesamtes Weltbild fällt ineinander zusammen. So Stück für Stück bricht es ab und er denkt sich, oh, auf was habe ich eigentlich die letzten Jahre immer so vertraut? Vielleicht finden wir uns manchmal auch an dem Punkt, dass wir denken, ja, jahrelang habe ich diese politische Partei so eifrig unterstützt und jetzt kommt doch der große Skandal. Oder diese religiöse Institution. Ja, top, die haben es wirklich drauf, die gehen immer nach Afrika, die helfen da so viel und die kümmern sich auch hier, die kümmern sich um die Armen, die teilen Essen aus, den Obdachlosen. Und dann merken sie, Moment mal, die ganze Theorie, die die aufgestellt haben, das stimmt ja alles nicht. Wenn man da mal nachliest, das ist ja alles Humbug. Das kann ja gar nicht sein, die zählen ja gar nicht eins und eins zusammen. Ja, richtet sie hin. Vielleicht sind wir da weniger wütend oder haben weniger Macht, so einen großen Ausruf zu starten. Aber der König möchte alle Weisen hinrichten lassen und zu diesen Weisen gehören auch Daniel und drei junge Hebräer, die am babylonischen Hof lebten. Und der Ariok, der sollte den Befehl ausführen, ging also zu ihnen hin und Daniel hört das und ist schockiert und er bittet um Aufschub und tatsächlich bekommt er eine Nacht mehr Zeit. In dieser Nacht, sagt er, möchte er mit Gott Zwiesprache halten, er möchte beten und versuchen herauszufinden, ob Gott ihm das offenbaren möchte, ob er nicht diesen Traum erfahren darf. Und er geht also nach Hause, er berichtet seinen Freunden davon und sie gehen zusammen auf die Knie und beten. Was für eine Gebetsgemeinschaft muss das gewesen sein? Es lag auf dem Spiel nicht nur ihr Leben, sondern das Leben aller Weisen aus Babylon, so vieler Menschen, die getötet werden sollten und mit dieser Verantwortung auf den Schultern knien sie sich hin und sagen Gott.

[13:02] Und in letzter Minute offenbart Gott ihnen einen Traum, den Traum des heidnischen Königs Nebukadnezar, den Daniel in derselben Nacht noch erfährt. Er musste nicht warten, sondern Gott hat das Gebet sofort erhört. Er war schon davor, was wir aus seinem Leben entnehmen können, ein Mann, der in konstantem Gebet voranschritt. Und zu diesem Zeitpunkt konnte er sich voll und ganz darauf verlassen, dass Gott seinem Wunsch nachgehen würde und dass Gott sein Flehen erhören kann. Und am nächsten Morgen dankt er ihm auch und sagt: Dir, dem Gott meiner Väter, sage ich Lob und Dank, dass du mir Weisheit und Kraft verliehen und mich jetzt wissen lassen hast, was wir von dir erbeten haben. Denn die Sache des Königs hast du uns wissen lassen. Und so geht er zu Ariok hin und sagt: Bringe die Weisen von Babel nicht um. Führe mich vor den König, so will ich ihm die Deutung verkünden. Er sagt nicht: Vielleicht können wir ja drüber sprechen, also wenn ich es jetzt probiere, dann vielleicht können wir ja nochmal überlegen, ob wir wirklich, also so viele Leute umzubringen ist schon. Er geht hin und stellt sich hin und sagt: Bring sie nicht um. Ich bin mir meiner Sache sicher.

[14:17] Und er geht also vor den König und sagt ihm wieder selbstbewusst, dass er ihm verraten kann, was er geträumt hatte. Der König ist gespannt und so antwortet Daniel ihm: Das Geheimnis, nach dem der König fragt, können weise Wahrsager, Traumdeuter oder Zeichendeuter dem König nicht verkünden. Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart. Der hat dem König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll. Daniel hätte das jetzt ausnutzen können, hätte hingehen können und sagen: Ja, hallo, ich heiße Daniel, ich bin der neue Wahrsager, ich weiß ihren Traum oder ich weiß deinen Traum. Aber das macht er nicht. Er sagt: Das kommt gar nicht von mir. Ich habe damit eigentlich gar nichts zu tun. Alles von oben. Und so nutzt er diesen Vorteil nicht aus, sondern er weiß darüber Bescheid, dass nur Gott in die Zukunft sehen kann und dass nur Gott das voraussagen kann. Und er gibt ihm dafür die Ehre. Wahrscheinlich hat er in Jesaja 46 gelesen, dass ich Gott bin und keiner sonst. Ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Ich verkündige von Anfang an das Ende und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ja, die Weisheit kam von Gott. Er nutzte die Gelegenheit und offenbarte dem König Nebukadnezar und uns die Weltgeschichte über mehr als 2600 Jahre.

[15:45] Und wir sehen uns mal an, wie dieser Traum aussieht. Dir, oh König, stiegen auf deinem Lager Gedanken darüber auf, was nach diesem geschehen werde. Und da hat dir der, welcher die Geheimnisse offenbart, mitgeteilt, was geschehen wird. Du, oh König, schautest uns je ein erhabenes Standbild. Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich. Es stand vor dir und sein Anblick war furchterregend. Das Haupt dieses Bildes war aus gediegenem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und die Lenden aus Bronze, die Oberschenkel aus Eisen und die Füße teils aus Ton und teils aus Eisen. Ja, genau so war der Traum. Wir können uns jetzt förmlich vorstellen, wie Nebukadnezar aufspringt und sagt: Ja, das habe ich geträumt. Woher weiß er das? Der Kopf aus Gold, das war genau so. Und auch die Füße, das fand ich so komisch. Wer vermischt den Eisen mit Ton? Das habe ich noch nie gesehen. Und dadurch, dass er das so genau erklären konnte, dass die Beschreibung so detailgetreu war, blieb dem König Nebukadnezar kein einziger Zweifel. Du sahst zu, bis sich ein Stein losriss ohne Zutun von Menschenhänden und das Bild an seinen Füßen traf, der aus Eisen und Ton war und sie zermalmte. Da wurden Eisen, Ton, Bronze und Silber und Gold miteinander zermalmt und wurden wie Spreu auf den Sommerwind und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu sehen war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

[17:36] Kein Mensch kann das vorhersagen. Niemand weiß, was ein anderer geträumt hat, oder? Wisst ihr, was jemand anderes geträumt hat? Selbst die Mutter, die so eine enge Beziehung zu ihrem Kind hat, an die Mütter haben sie schon mal gewusst, ach, das träumt mein Sohn gerade, lustig. Nein. Und der König mag sich jetzt vielleicht gefragt haben, was hat dieser Traum denn mit meinem Leben zu tun? Das fragen wir uns jetzt vielleicht auch. Und dieser Traum, das kann ich sagen, hat jede Nation bis zum heutigen Tage beeinflusst. Und wir möchten noch, oder ich möchte noch etwas Kleines vorwegnehmen. Wenn Sie jetzt nachher nach Hause fahren, das alles in Google eingeben, dann muss ich sagen, es gibt allerlei Theorien um dieses Buch. Und nur um einige Missverständnisse zu klären, befassen wir uns ein bisschen mehr mit der historischen Zuverlässigkeit dieses Buches. Dieses Buches.

[18:36] Genau, es gibt einen Punkt, und zwar die Existenz eines Königs, der heißt Belshazzar. Der wird erwähnt im fünften Kapitel des Buches Daniel. Und die Behauptung, die aufgestellt wurde, ist: Ha, das kann gar nicht sein. Nabonid war der König, der beste König des Neu-Babylonischen Reiches, nicht Belshazzar. Darum sagen sie, oder sagen diese Gelehrten oder Forscher, ah, das Buch Daniel wurde also nicht von einem Mann aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus geschrieben, sondern von einem unbekannten Verfasser, der irgendwann 200 vor Christus so um den Trier rum lebte. Genau, dieses Wissen um Belshazzar, um diesen König, ging schon im Altertum verloren. Und 2000 Jahre lang schwiegen sich die primären historischen Quellen komplett darüber aus. Es gibt allerlei Theorien um diese Persönlichkeit Belshazzar. 1861 wurde dann ein Keilschrifttext veröffentlicht, auf dem erstmals sein Name außerhalb der Bibel erwähnt wurde. Nur 20 Jahre später wurde die Chronik Nabonids gefunden. Und daraus geht hervor, dass Babylon durchaus einen Herrscher namens Belshazzar hatte. Denn er war der Sohn des Königs Nabonid. Und zur damaligen Zeit war das Prinzip der Mitregenschaft durchaus geläufig. Während Nabonid für 10 Jahre nach Arabien ging, setzte er einfach seinen Sohn Belshazzar auf den Thron. Und dieser herrschte in Babylon weiter. Das ist diese Chronik. Ich kann sie Ihnen leider nicht vorlesen. Die findet man im British Museum in London. Und die Archäologen bestätigen eindrücklich, dass dort niedergeschrieben ist, verewigt ist, dass Belshazzar ein König des Babylonischen Hofes war.

[20:38] Es gibt hier ein Festmahl. In Daniel 5 wurde die Geschichte von einem Festmahl beschrieben. Und der König Belshazzar findet plötzlich, also an die Wand geschrieben wird, eine geheimnisvolle Botschaft. Und der König ist natürlich erstaunt und verwundert. Und er möchte, dass jemand ihm diese Schrift offenbart. Und da wird also beschrieben, wer in jener Nacht im Königshof war. Und wer an diesem Festmahl teilgenommen hat. Ein Verfasser aus dem 2. Jahrhundert, in Unkenntnis über den König Belshazzar, hätte wahrscheinlich Nabonid in den Tempel versetzt. Aber im Buch Daniel finden wir, dass Belshazzar im Tempel ist. Obwohl doch keiner von ihm wusste. Noch dazu kann es gar nicht sein, dass Nabonid zu diesem Zeitpunkt im Tempel war. Der reiste entlang des Tigris östlich mit einem Teil des Babylonischen Heeres, um gegen Truppen von Kyros zu kämpfen. Belshazzar blieb am Babylonischen Hof mit dem anderen Teil der Truppen, um somit den Schutz zu gewähren, falls irgendein anderer Angriff kommen mag. Sprich, zu dieser Nacht konnte Nabonid nicht im Tempel sein. Nun ja, ein Autor aus dem 2. Jahrhundert hätte das wahrscheinlich nicht sofort gewusst. Ich hätte wahrscheinlich eher gesagt: Ach ja, der König sitzt ja auch im Tempel, und sein Sohn vielleicht noch daneben. Aber diese detailgetreue Schilderung ist schon verwunderlich. Noch dazu, im selben Kapitel, sehen wir, dass Daniel, also der König, sagt dann, der, der ihm die geheimnisvolle Schrift offenbaren kann, der bekommt einige Dinge. Zum anderen soll er als Dritter im Königreich herrschen. Warum Dritter? Wen gab es da noch? Irgendwie der Schatzmeister? Oder wer war noch so wichtig? Natürlich kann Belshazzar nicht sagen: Ach ja, du kannst jetzt mit mir anstelle meines Vaters herrschen. Nabonid hatte immer noch mehr Macht, er war immer noch der Hauptkönig. Aber Belshazzar möchte wahrscheinlich auch nicht sagen: Ach ja, hier, du kannst anstelle von mir herrschen, und ich bin dann der Dritte oder der Vierte, wie auch immer es euch gefällt. Nein, er kann der Dritte sein, weil es zwei Herrscher gibt. Und somit kann er nur der Dritte sein, denn über die anderen zwei Ämter, sage ich mal, oder Positionen, möchte Belshazzar oder kann Belshazzar gar nicht frei verfügen. Und solche detailgetreuen Annahmen zu machen, 400 Jahre später, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

[23:25] Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Ein anderer Punkt ist, der oft angepriesen wird, und zwar die aramäische Schrift. Es gibt also Leute, die sagen: Ja, ja, aber das Aramäisch aus dem Buch Daniel, das entspricht gar nicht dem Aramäisch dieser Zeit, sondern einem, das viel später gesprochen wurde. Und da haben sie die Papyri von Elefantin gefunden. Das sind aber leider auch die einzigen Schriften auf Aramäisch, die von dieser Zeit gefunden werden, auf denen diese ganzen Studien basieren. Und im Laufe der Zeit fand man dann mehr Dokumente und man hatte einen viel größeren Überblick über die aramäische Sprache und über deren Entwicklung auch. Und es stellte sich also heraus, dass Daniels Aramäisch recht typisch für seine Zeit war. Und diese Papyri, hier sehen wir, die sind hier unten entstanden. Daniel aber lebte hier oben. Und es gab einige Auffälligkeiten, wie zum Beispiel die Stellung des Verbs, von denen Leute dann sagten: Ah ja, daran, also das kann nicht aus der selben Zeit stammen. Aber nachdem sie mehr gefunden hatten, wurde klar: Okay, es stammt genau aus der Zeit, nur ist es typisch für einen anderen Dialekt. Noch dazu benutzt Daniel das palästinensische Aramäisch, was sehr viel typischer für jemanden ist, der am babylonischen Hof wohnt, wie jemand, der woanders wohnt. Also ist es ganz natürlich, dass es sich unterscheidet und es ist sogar ein Punkt, mit dem wir sagen können: Okay, es ist noch wahrscheinlicher, also eigentlich ist es schon sicher, dass Daniel zu dieser Zeit gelebt hat.

[25:16] Diese Aussagen bestätigen noch weitere Funde. Und zwar wurden in diesen Höhlen einige Schriften gefunden. Und zwar 1947 die so genannten Qumran-Rollen. Und in diesen Rollen sind unglaublich viele Dokumente niedergeschrieben, festgehalten worden. Unter anderem aus fast allen Büchern des Alten Testamentes wurden Abschriften gefunden. Oder wie zum Beispiel beim Buch Jesaja, fast das komplette Buch. Und Forscher haben sich dann daran gemacht, mal zu schauen, also inwieweit stimmt das denn damit überein, was wir heute als biblischen Grundtext vorliegen haben, oder Urtext. Und die Übereinstimmung beträgt 99,9%. Der einzige Unterschied, den sie finden konnten, waren einige Stellen an Orthographie. Natürlich ändert sich die Orthographie. Man muss es ja noch irgendwie verstehen können. Aber inhaltsmäßig sind diese Funde mit dem, was wir heute haben, komplett identisch. Und wenn das Alte Testament also über 2000 Jahre hinweg immer gewissenhaft weitergegeben wurde, neu dokumentiert wurde und es hat sich nicht verändert, dann können wir auch davon ausgehen, dass es in den vergangenen, also in den 2000 Jahren davor, auch so passiert ist.

[26:41] Ja, wenn wir also zurück zu unserer Geschichte kommen, dann sehen wir, wie dieses Buch, das nun ziemlich sicher 606 vor Christus geschrieben wurde, bis in die Ewigkeit reicht. Dieser geschichtliche Zeitabschnitt, der uns so viel zeigt, so viel offenbart, hört nicht heute auf, sondern er geht noch Schritte weiter. Er führt noch weiter. Und Daniel kommt also zum Kern und sagt dem König: Du bist das Haupt aus Gold. Mag sich der König zurückgelehnt haben mit einem Lächeln der Genugtuung, sagt er: Ach ja, ich bin das Haupt aus Gold, das hört sich doch gut an. Das gefällt mir. Und Historiker bestätigen, dass Gold das geeignete Symbol war, um diese Stadt Babylon zu beschreiben. Dieses Metall wurde so üppig eingesetzt, um alles zu verschönern und zu verzieren. Die Hauptstadt war angelegt als vollkommenes Quadrat, mit Toren aus Messing und zwei königlichen Palästen. Dazu kommt noch dieses siebte Weltwunder, oder eines der sieben Weltwunder der Antike, die berühmten hängenden Gärten von Babylon. Und wäre Daniel ein cleverer Politiker gewesen, hätte er an dem Moment Schluss gemacht. Hätte gesagt: So, jetzt kann ich bei dir am Hof anfangen, ich bin der neue Berater. Oder er hätte sagen können: Ja, was hast du denn so für Gaben für mich, bin gerade ein bisschen knapp bei Kasse, kannst mir da nicht raushelfen. Aber Daniel war nicht da, um sich Vorteile zu verschaffen, sondern er war da, weil Gott ihm eine Botschaft gegeben hat, und er sollte sie weitertragen. Er war da, weil er gespürt hat, okay, das ist zwar hier, ich habe diese Option, mich dafür zu entscheiden, aber was Gott mir bietet, ist noch viel, viel besser.

[28:39] Und so geht er weiter und sagt: Nach dir aber wird ein anderes Reich aufkommen, geringer als du. Da mag das Lächeln dahingeschwunden sein, und der stolze König mag sich überlegt haben: Wer bist du noch mal, was machst du noch mal hier von, ich weiß nicht, ob ich gerade noch mit dir reden will. Noch nie zuvor hatte jemand es gewagt, sich vor den König zu stellen und zu sagen: Dein Königreich wird untergehen, was hältst du davon? Und wir sehen von diesem Stolz Nebukadnezzars ein bisschen, auf seinen Tontafeln findet man, mit den Festungsanlagen von Esagia und Babylon habe ich den Namen meiner Herrschaft auf ewig gestärkt und gefestigt. In dem Kontext betrachtet natürlich ein großes Wort. Und er sagt selbst im Buch Daniel: Ist das nicht das große Babel, das ich mir erbaut habe, zur königlichen Residenz mit meiner gewaltigen Macht und zu Ehren meiner Majestät. Es kam aber dazu, während der Herrschaft Belshazzars, mit dem wir uns ja schon beschäftigt haben, dass das Reich Babylon eingenommen wurde. Und zwar von Kyros von Medien. Und wie das vonstatten ging, ist auch sehr interessant. Geschah am 13. Oktober 539 v. Chr. Und es ist hier sehr beachtenswert, dass nicht nur vorhergesagt wurde, dass es eingenommen wird, sondern auch durch wen und wie. Und das war fast 200 Jahre vor dem Fall Babylons. In Jesaja 44 lesen wir: Jetzt sage ich zum gefahrdrohenden Meer, trockne aus, deine Fluten sollen versiegen. Und jetzt sage ich zu Kyros, ich mache dich zum Hirten meines Volkes, er wird alles ausführen, was ich will. Und in einem Kapitel später lesen wir: So spricht der Herr zu Kyros seinem Gesalbten, dass er seine Flüchtlinge begriffen habe, um Völker vor ihm niederzuwerfen und die Länder der Könige zu entgürten, um Türen vor ihm zu öffnen und Tore, damit sie nicht geschlossen bleiben. Behalten wir im Hinterkopf. Der Name Kyros wird also in der Bibel erstmals 150 Jahre vor seiner Geburt erwähnt.

[31:03] Und wir schauen uns mal an, wie wurde das Reich Babylon denn eingenommen? Naja, die Mauern waren viel zu hoch und zu riesig und zu kräftig, als dass die Truppen von Kyros sie hätten stürmen können. Also brauchten sie einen anderen Weg. Und durch Babylon, durch die Hauptstadt und durch floss ein Fluss. Und dann dachte sich Kyros: Wir leiten den Fluss um. Und so leitete er den Fluss um und durch das trockene Flussbett hatten dann seine Truppen Eingang gefunden, Zugang gefunden, hinter die große Mauer. Und was hatten wir gelesen? Das Wasser wird trockengelegt. Noch dazu, die Babylonier hatten die Türen, die Stadttore, nicht verschlossen. Die Türen werden vor ihm geöffnet sein. So nahmen sie das Reich Babylon ein. Und die Soldaten des Kyros eroberten also die Stadt. Den König und seine Edlen brachten sie um. Und während sie dann Wein aus den goldenen Geräten tranken, die Nebukadnezar aus Jerusalem geraubt hatte, freuten sie sich ihres neuerungen Wohlstandes und ihrer neuen Macht.

[32:16] Daniel hatte vorhergesagt, dass nach dem goldenen Königreich ein anderes kommen würde. Und das goldene Königreich, wer weiß es noch, es war das Haupt aus? Gold? Was war es? Und das nächste Königreich sei? Ich höre es gar nicht. Silber, ja. Und das war es auch. Wir reden von Medopersien. Die gemeinsame Regierung der Meder und der Perser war gewiss geringer als das große Babylon. Aber dennoch regierten sie 200 Jahre lang. Und Daniel sagte auch voraus, dass dieses silberne Königreich in gewisser Weise begrenzt war. Denn er spricht: Und ein nachfolgendes Königreich wird über die ganze Erde herrschen. Und die Ankündigung des metallenen Bildes mit Bauch und Lenden aus? Weiß es noch jemand? Kupfer, Bronze, genau, Erz. Eins von den dreien. Mit dieser Ankündigung erfüllte sich mit dem Sieg des hervorragenden jungen Generals Alexander des Großen über Darius III. ein Meder. In der Schlacht von Gaugamela im Jahr 331 v. Chr. dann die Prophezeiung. Und das dritte Weltreich war Griechenland, denn an diesem Tag fiel Medopersien. Und im jungen Alter von 25 Jahren wurde Alexander also Herrscher über ein immenses Weltreich. Und es war sogar eines der größten Weltreiche, die die Welt jemals gekannt hatte. Ja, und in der historischen Bibliothek finden wir eine Aussage, die heißt: Ich bin überzeugt, dass es keine Nation gab, keine Stadt und kein Volk, wohin sein Name nicht reichte. Es scheint so, als habe eine göttliche Hand sowohl seine Geburt als auch seine Taten gelenkt. Ja, dazu passt es auch, dass die Rüstungen, die von der griechischen Infanterie getragen wurden, überwiegend aus Messing und Kupfer bestanden. Und das war ja das dritte Metall aus Nebukadnezars Traum. Aber noch vor seinem 33. Lebensjahr erlag Alexander einem Fieber und nach seinem Tod wurde das Reich aufgeteilt. Und diese verschiedenen Teile führten schließlich dazu, dass es zu einem Ende des großen Weltreiches kam. Am 2. 20. Juni 168 v. Chr. ging das Weltreich Alexanders des Großen in der Schlacht von Pydna unter. Das war 144 Jahre nach seinem Tod.

[35:09] Ja, wie Daniel gesagt hatte, und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen. Wer ist geschichtlich fit? Wer weiß, was für ein Königreich nach Griechenland kam? Ich habe es schon gehört. Rom. Das nächste Reich wird richtig beschrieben von eisernen Füßen. So eine rüde und zerstörerische Kraft, wie dieses vierte Weltreich gehabt hat, haben wir nicht oft gesehen. Ihre Cäsaren nannten sich Götter. Sie beanspruchten Anbetung gehorsam des gesamten Volkes. Und während jener Zeit der römischen Regierung sind zwei Dinge passiert, die von großer historischer Bedeutung sind. Und natürlich auch für uns. Zum einen wurde Jesus in Bethlehem geboren. Und es war ein römischer Gouverneur, der einen Befehl oder einen Erlass unterschrieb, nachdem alle Kinder unter dem Alter von zwei Jahren getötet werden sollen. Denn er hoffte damit, Jesus zu töten. Er hat es nicht geschafft. Aber schlussendlich wurde Jesus in Judäa unter einem römischen Befehl gekreuzigt. Und es war ein römischer Gouverneur, der es zuließ. Es waren römische Soldaten, die Jesus kreuzigten und ans Kreuz nagelten. Und ein römisches Siegel verschloss das Grab, hinter dem er sich befand. Und nach diesen Ereignissen und nach diesem Reich ändert sich das prophetische Bild in dem Traum. Denn auf das römische Weltreich, es waren vier Reiche, auf das römische folgte kein weiteres Reich. Und wenn wir in die Geschichte schauen, zurückblicken, dann folgt auf das römische Reich kein weiteres Weltreich.

[36:55] Ja, dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpfertun und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird. Dass sie sich zwar mit Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden. Wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt. Ja, wir kennen das. Mit anderen Worten könnte man sagen, der Prophet hatte kein fünftes Weltreich vorausgesagt, sondern unser heutiges Europa. Also, das sieht ein bisschen anders aus als heute. Aber es ist kein Reich mehr, sondern es sind geteilte Reiche. Und gerade zu den Ereignissen, die dann direkt danach folgen, gibt es einen sehr, sehr spannenden Vortrag am 4.11., auch um 19 Uhr, das ist ein Mittwoch. Und da wird es genau um diese zehn Reiche gehen. Und wie die Bibel sie genau hervorgesagt hat.

[37:49] Ja, das eiserne Rückgrat der Römer zerbrach schlussendlich nach langer Herrschaft. Durch Luxus, durch politische Korruption, durch moralischen Niedergang verlor Rom seine Stabilität und seine Stärke. Und so wurde es zur leichten Beute für barbarische Stämme, die es zwischen 331 v. Chr. und 476 n. Chr. so besiedelt haben, die darin eingedrungen sind und schließlich die Oberhand gewonnen. Und der Kaiser Augustus wurde abgesetzt, Rom wurde in viele Teile aufgeteilt und entsprechend dem Bild können wir sehen, dass es auch bis heute nicht zur Einung kam. Denn wie sich der Eisen mit Ton nicht vermischt, so werden auch die Länder nicht aneinander haften. Und er sagt, es wird menschlich vielfach miteinander verbinden. Sprich, man könnte sagen, Königshäuser werden untereinander heiraten. Und das ist auch tatsächlich passiert. In einem Schloss in Dänemark hat man den Stammbaum der europäischen Königshäuser abgebildet. Und man sieht, dass sich viele Königshäuser untereinander zusammengetan haben. So wollten sie Kriege vermeiden. Das hat leider nicht geklappt. Und wir sehen hier, dass auch viele, man könnte sagen, viele der Kriege, waren im Grunde familiäre Auseinandersetzungen, weil sie so verstrickt und aneinander anhangend waren. Aber trotzdem wurden sie nie eins. Wir haben kein europäisches Reich mehr, wie es früher gab. Rom, Griechenland, das gibt es nicht mehr. Und es wurden viele Versuche unternommen. Und diese Aussage, dass sie nicht aneinander haften werden, wurde einfach ignoriert. Und wir können uns mal überlegen, wie viele Versuche wurden unternommen, um dieses Reich wieder zu einen. Wir feilen einige ein, wir haben auch einige aufgelistet. Wir sehen Karl der Große, er wurde besiegt. Karl der Fünfte, er wurde besiegt. Ludwig der Vierzehnte, der berühmte Sonnenkönig, auch er hat es nicht geschafft. Napoleon, er wurde besiegt. Kaiser Wilhelm hat es auch nicht geschafft. Und schlussendlich Hitler, er stand auch ziemlich kurz davor, oder? Aber er hat es doch nicht bis zum Ende geschafft. Denn es wurde vorausgesagt, sie werden nicht aneinander haften.

[40:26] Ja, und Nebuchadnezzar war verwirrt gewesen sein. Erinnern Sie sich zurück an das Beispiel, von dem wir zu Beginn geredet haben. Wenn die USA von Russland erobert werden und Neuseeland die neue Weltmacht wird, und dann wird doch Maja Bundus sie besiegen. Naja, also Russland ist nicht so klein und es gleicht ungefähr zur damaligen Zeit dem Reich Medopersien. Bezüglich von Macht und solchen Dingen. Aber Griechenland war eher außenstehend. Von Griechenland hätte man nicht wirklich gedacht, dass es jemals eine Weltmacht sein könnte. Denken wir das von Neuseeland heute? Auch nicht wirklich, oder? Und dann, Rom war damals eine Stadt, die unter Etrusker Herrschaft stand. Das war ein altes oder ein antikes Volk. Und das kommt so ziemlich ähnlich Maja Bundor. Maja Bundor ist so eine kleine Stadt auf einer kleinen Insel, die westlich von Myanmar liegt. Also, ich habe das noch nie gehört. Ich habe das dafür rausgesucht. Also, Gott sagte hier ein Schicksal voraus, von dem wir sagen können: Okay, das muss sehr verwirrend gewesen sein. Aber dennoch ist es fest und dennoch hat es sich bewährt in der Geschichte und ist wirklich so eingetreten.

[41:45] Und nicht nur diese vier Staaten kündigte die Bibel voraus, sondern, wie schon gesagt, die zehn Nationen, die darauf folgen werden. Und sieben davon finden wir noch im heutigen Europa, im heutigen Westeuropa. Einige sind stärker, einige sind schwächer, aber doch sind sie hoffnungslos zerteilt. Und der König fragte sich also, was würde als nächstes geschehen? Wie geht es weiter? Und offensichtlich erfreut, aber auch vertrauensvoll, kommt Daniel jetzt auf ihn zu und sagt: Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird. Und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden und es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen. Es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen. Ja, ganz so, wie du gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden losriss und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat dem König wissen lassen, was nach diesem geschehen wird, was nach dem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig und seine Deutung steht fest. Das hat sich bewährt. Wir haben den Traum verfolgt. Wir können jetzt zurückblicken und wir können sehen, dass es sich bewährt hat.

[43:06] Ja, als nächstes steht das zweite Kommen Jesu Christi an. Die Aufrichtung seines ewigen Reiches. Der Stein, der geschleudert wird ohne Zutun von Menschenhänden. Nichts wird das Schicksal dieses Reiches auf irgendeine Weise ändern oder beeinflussen. Denn es ist in Gottes allmächtiger Hand. Und es wird die ganze Erde füllen. Wir lesen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zuteil geworden. Und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[43:40] Ja, nachdem Daniel diese sensationelle Vision und Gottes erstaunliche Auslegung berichtet hatte, erhob sich Nebukadnezar von seinem Thron und machte folgendes. Er sagte: Wahrlich, euer Gott ist der Gott der Götter, der Herr der Könige und ein Offenbarer der Geheimnisse, dass du dieses Geheimnis offenbaren konntest. Und es stimmt. Das ist wahr. Das ist der Gott, den ich mir wünsche. Ein Gott, der die Zukunft in seiner Hand hält. Und lieber Freund, liebe Freundin, wir müssen uns um die Zukunft keine Sorgen machen. Denn wir wissen aus Nebukadnezars Traum, in welcher Zeit wir leben. Und dass es eigentlich nichts gibt, was wir befürchten können, was wir befürchten müssen. Und in einem anderen Teil dieses Buches wird ein Ablauf der Ereignisse von 476 nach Christus bis in die heutige Zeit beschrieben. Ja, und es gibt jemanden, der hat eine wunderbare Zukunft geplant. Und möglich wurde diese Zukunft durch das blutgetränkte Kreuz auf Golgatha. Und es bleibt nur noch wenig Zeit, bis sich das alles erfüllen wird. Aber heute bereitet Gott sein Reich vor und er wünscht sich, dass jeder Einzelne mitkommt. Er möchte euch alle einladen.

[45:06] Und über 300 Prophezeiungen gibt es auf diesen biblischen Messias, die sich alle in einer Person erfüllen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei wortwörtlich Null. Und wir möchten noch ein ganz kurzes Gedankenexperiment machen. Stellen Sie sich vor, Sie kennen zehn Leute. Und diesen zehn Leuten sagen Sie: Okay, schreibt mir bitte eine Abhandlung über Geschichte, Politik, Religion, Erziehung und Lebensstil. Dann würden wahrscheinlich zehn relativ verschiedene, aber doch ähnliche Dinge rauskommen. Jetzt sagen wir, diese zehn Leute leben auf unterschiedlichen Kontinenten. Und der eine ist 60, der andere ist schon 85. Der andere ist gerade mal 15. Der nächste ist, sagen wir, 30 und so weiter. Völlig verschiedene Alter. Und noch dazu machen wir mal, diese Leute leben durch 500 Jahre in der Zeit hinweg. Was glauben Sie, würde da rauskommen? Ziemlich unterschiedliche Sachen, ne? In der Bibel haben wir 66 Bücher von circa 40 Autoren über 1600 Jahre hinweg geschrieben. Auf drei verschiedenen Kontinenten. Und doch widerspricht sie sich nicht. Und selbst wenn wir jetzt sagen, das hat bestimmt, der eine hat das andere gelesen. Naja, wenn heute jemand Goethe liest, dann schreibt er nicht gleich automatisch wie Goethe. Dann nimmt er nicht automatisch das Gedankengut dieses Schriftstellers an, sondern noch immer denkt er für sich selbst. Und noch immer sagt er: Das macht Sinn, das ist logisch, das finde ich nicht so gut, das entspricht nicht so meiner Ansicht. Aber hier sehen wir, es widerspricht sich doch nicht. Um das festzustellen, müssen wir es studieren. Wir müssen uns damit beschäftigen und sagen: Stimmt das wirklich, steht das so, das sollte ich nicht nochmal nachlesen. Was sagt der Kontext, was sagt dieses? Wir müssen Zeit in diesem Wort verbringen, um festzustellen, dass es inspiriert ist. Oder um für uns selbst herauszufinden, ob es inspiriert ist.

[47:06] Und heute lädt Jesus sie ein, in seinem Wort zu studieren, sich damit zu beschäftigen. Nicht um unseren Willen darin zu finden, auch nicht um Rechtfertigung darin zu finden, sondern um herauszufinden, ob das wirklich die Wahrheit ist, von der so viele Leute sprechen. Und wenn wir dann darin lesen, können wir sagen: Okay, ich habe mir für mich selbst eine Meinung gebildet. Und ich muss nicht immer andere die Arbeit für mich machen lassen, sondern ich kann für mich selbst entscheiden, das ist wahr oder ja.

[47:38] Und wir können förmlich hören, wie Jesus ruft: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters und erbt das Reich, das euch bereitet ist, seit Grundlegung der Welt. Ja, er möchte jeden einzelnen Menschen mitnehmen in sein Reich. Es wäre, er wäre auch nur für eine einzige Person gestorben. Und diese Welt liegt nicht in den Händen von Menschen, sondern sie liegt in Gottes Hand. Und mit dieser gewissen Zukunft können wir stetig voranschreiten, ohne Angst zu haben, was der nächste Finanzcrash bedeutet. Ohne Angst zu haben, wie diese Naturkatastrophe ausgehen wird. Denn wir wissen, der Stein wurde geschleudert ohne Zutun von Menschen. Die Menschen, wie grausam sie sein mögen, wie intelligent sie sein mögen, wie durchdacht ihre Pläne sein mögen, haben schlussendlich auf den göttlichen Plan keinen Einfluss. Und diesem Gott, von dem wir gesprochen haben, man kann auf sie vertrauen. Du kannst dich auf ihn verlassen. Er hört Gebete. Und in seiner Hand bist du sicher. Und heute ruft er dich und er lädt sie ein, sich mehr mit seinem Wort zu beschäftigen, zu ihm zu kommen. Und in diesem Augenblick spricht er vielleicht zu deinem Herzen, klopft an die Tür. Und möchtest du nicht sagen: Ja, ich möchte mehr über dein Wort erfahren, ich möchte mich damit beschäftigen und ich möchte erfahren, was dein Wille für mein Leben ist. Ja, können sie hören? Spürt ihr, wie er an euch zieht? Seine Stimme vielleicht leise im Hinterkopf zu hören? Ja, wir möchten noch darüber beten und so diesen Abend abschließen.

[49:30] Unser Herr, wir danken dir für diese Zeit, die wir gemeinsam verbringen konnten. Wir danken dir dafür, dass du Träume offenbarst, Herr, dass du die Zukunft voraussagst und dass du uns Sicherheit gibst. Diese Sicherheit brauchen wir. Großer Gott, ich bitte dich, dass du uns alle, jeden Einzelnen in unserem Bibelstudium führst, dass du uns weiterfragen bringst und dass wir erkennen, was du uns mitteilen möchtest. Wir danken dir jetzt schon dafür. Amen.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.