Dieser Vortrag beleuchtet das Thema „No Peace“ und erklärt den „Krieg aller Kriege“. Er geht der Frage nach, warum es Leid und Zerstörung in der Welt gibt und wer dafür verantwortlich ist. Dabei wird die biblische Perspektive auf den Ursprung des Bösen und den Konflikt zwischen Gut und Böse dargelegt. Der Vortrag lädt dazu ein, die eigene Position in diesem kosmischen Drama zu überdenken und sich für die Seite Jesu Christi zu entscheiden.
No Limit – 4. No peace: Den Krieg aller Kriege verstehen
Bogdan Tanase · No Limit (Jugend-Vortragsreihe) ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Grundlehren der Bibel, Neues Testament, Offenbarung, Prophetie, TheologieWeitere Aufnahmen
Serie: No Limit (Jugend-Vortragsreihe)
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Transkript
[0:00] Einen wunderschönen guten Abend auch von meiner Seite. Ich freue mich, euch hier sehen zu können zu unserer Vortragsreihe No Limits. Heute haben wir, wie angekündigt, den Vortrag No Peace, den Krieg aller Kriege verstehen. Haben Sie sich schon mal gefragt, was mit dieser Welt eigentlich los ist? Man schaut in die Welt und man sieht, so viel geht schief, so viele Probleme, so viele Dinge, die einfach Schmerz und Leid verursachen. Und das ist die Frage: Warum passiert das? Und dieser Frage möchten wir heute Abend nachgehen in diesem Vortrag.
[0:58] Doch bevor wir beginnen, möchten wir ein kurzes Gebet sprechen. Unser himmlischer Vater, wir möchten dich bitten, dass du jetzt bei uns bist und uns mit deinem Heiligen Geist leitest, wenn wir dieses Thema gemeinsam betrachten. Sei du bei uns und führe uns und hilf uns zu verstehen, was du uns zu sagen hast. Im Namen Jesu, Amen.
[1:14] Am 12. September diesen Jahres war ich mit meiner Freundin, ihrer Schwester und zwei weiteren Freunden im Auto unterwegs. Ich bin gefahren und wir waren unterwegs auf einer Straße wie diese, eine Bundesstraße mit baulicher Trennung in der Mitte zwischen den einzelnen Fahrtrichtungen, also mit einer Leitplanke. Und plötzlich sehen wir, wie im Gegenverkehr eine riesige Staubwolke sich bildet und in dieser Staubwolke überschlägt sich ein Auto. Wir haben angehalten, sind aus dem Auto und sind zu der Unfallstelle hingegangen, um zu sehen, wie wir helfen können. Wir sahen den Mann auf dem Boden liegenden Fahrer. Er war schwer verletzt. Wir versuchten, erste Hilfe noch zu leisten und wir versuchten, einen Arzt zu finden in der Nähe, einen der Autos, die dort waren, aber wir haben keinen gefunden. Auch wenn wir einen noch gefunden hätten, jede Hilfe wäre für diesen Mann zu spät gekommen. Er ist noch am Unfallort gestorben.
[2:28] Später hat sich herausgestellt, dass dieser Mann Selbstmord begangen hat. Er hat sich selbst umgebracht. Er hat sich nicht angeschnallt und ist mit überhöhter Geschwindigkeit auf diese Straße gefahren und dann gegen die Leitplanke und wurde aus dem Auto geschleudert. Und wenn man sowas erlebt, lässt es einen nicht kalt. Und man fragt sich: Warum? Was treibt einen Menschen dazu, sein Leben selbst beenden zu wollen? Ich muss noch dazu sagen, es ist ein Wunder, dass nichts passiert ist, dass sonst keiner verletzt wurde, denn außer dieses Auto und der Mann, der darin saß, wurde sonst niemand verletzt. Und ich habe Geschichten gehört, wo Autos über die Leitplanke drüber und in den Gegenverkehr rein sind. Also ich kann nur sagen, Gott sei Dank, dass da nichts passiert ist.
[3:16] Aber nochmal zu der Frage: Was treibt Menschen dazu, dass sie dieses Leben beenden wollen? Ich habe mal nachgeschaut und ein bisschen mal im Internet in den Foren gelesen, was da so gesagt wird und folgende Gründe habe ich identifizieren können. Manche wollen anderen nicht länger zur Last fallen. Sie denken, dass sie selbst eine Last seien. Es gibt andere, die haben keine Freude mehr im Leben, weil sie vielleicht einen geliebten Menschen verloren haben durch Trennung oder Tod. Vielleicht ist es eine unheilbare Krankheit, deren Diagnose man erfährt und man sieht keine Zukunft, man hat keine Perspektive, man denkt sich: Was passiert mit mir in der Zukunft? Ich will das nicht durchstehen, ich will diese Leiden nicht durchmachen. Und wiederum andere sind einfach nur einsam und ein Selbstmordversuch ist ein verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit und Fürsorge. Ich glaube, dass Einsamkeit ein großes Problem in unserer heutigen Zeit ist. Keiner kümmert sich um mich. Das ist der verzweifelte Schrei von vielen Menschen in unserer heutigen Welt.
[4:24] Und es gab eine Umfrage vor nicht allzu langer Zeit, da wurden Menschen gefragt: Wenn sie Gott eine Frage stellen könnten, was würden sie ihn fragen? Was würden sie ihn fragen, wenn sie Gott eine Frage stellen könnten und sie wüssten, sie würden die Antwort bekommen, was würden sie ihn fragen? Nun, in dieser Umfrage haben die Menschen dann gesagt: Gott, warum kümmerst du dich nicht um mich? Oder: Wenn du so gut bist, wieso gibt es Krankheit, Leid, Tod? Warum gibt es Gewalt, Hunger, Kriege, Erdbeben und andere Naturkatastrophen? Und wenn wir uns in der Welt umschauen, ist es tatsächlich so. Die Gewalt des Bösen ist unübersehbar. Und man fragt sich: Woher kommt das alles? Wer ist dafür verantwortlich? Gibt es überhaupt einen Verantwortlichen dafür?
[5:34] Menschen, die vielleicht keine Antwort wissen oder die nach einer Antwort suchen, sagen vielleicht: Gott ist schuld, er lässt es zu. Warum lässt er das zu? Er könnte es verhindern. Wenn Gott allmächtig ist, warum lässt er das ganze Leid zu? Warum tut er mir sowas an? Nun, wenn wir Fragen an Gott haben, dann ist es naheliegend, dass wir ihn selbst fragen, oder? Ich glaube, viele Menschen, die suchen gar nicht, die wollen gar nicht wirklich eine Antwort haben, sondern sie wollen einfach nur einen Grund, um Gott abzusagen, um sich von ihm zu trennen. Aber wenn wir wirklich wissen wollen, warum sowas passiert, und wenn wir Gott diese Frage stellen, dann sollten wir dort nachschauen, wo Gott zu uns spricht, und zwar in seinem Wort in der Bibel.
[6:20] Dort finden wir im Matthäus-Evangelium eine Geschichte, die von Jesus erzählt wird, und zwar ist das ein Gleichnis. Jesus hat oft Gleichnisse verwendet, das sind Bilder, das sind Veranschaulichungen, vereinfachte Veranschaulichungen, um komplexe Themen zu erklären. Und Jesus hat das oft gemacht, denn die Menschen damals waren viele einfache Leute zum Beispiel, die kamen und ihm zugehört haben, und durch einfache Bilder aus der Natur, aus ihrem täglichen Leben, konnte er ihnen Dinge verständlich machen. Und in diesem Gleichnis spricht er über einen Landwirt, einen sogenannten Seemann in der Bibel, also vom Säen, nicht von der See. Und wir lesen dort folgendes: Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen gesät in deinem Acker? Woher hat er denn das Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Wer hat das getan? Ihr könnt ruhig antworten: Der Feind hat das getan.
[7:52] Und die Jünger, die damals bei ihm waren und dieses Gleichnis gehört haben, haben sich gefragt: Was hat das zu bedeuten? Und in einer ruhigen Minute, als sonst keiner da war, gingen sie zu Jesus und fragten: Meister, sag mal, was bedeutet dieses Gleichnis? Kannst du es uns bitte erklären? Und wenn wir zum Beispiel diese Geschichte gelesen haben, könnten wir natürlich sagen, der Acker könnte irgendwas heißen und der Seemann könnte für den stehen und der Same könnte das sein. Wir könnten viel hinein interpretieren. Aber ein Prinzip der Bibelauslegung ist, dass die Bibel sich selbst auslegt. Wir können in der Bibel nachschauen. Wir finden für die Dinge, die dort gezeigt werden, eine Antwort. Und so ist es hier noch eines der einfachsten Beispiele, wo wir sehen, einfach nur ein paar Verse weiterlesen und dort bekommen wir die Antwort.
[8:49] Denn Jesus erklärt ihnen: Der, der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Das ist Jesus Christus. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der das sät, ist der Teufel. Also es ist nicht der Seemann selber. Es ist nicht der Sohn des Menschen, der da hingeht und schlechten Samen aussät, der das Böse in die Welt bringt. Es gibt eine andere Partei. Es gibt eine andere Person, die dieses Unkraut sät. Und das ist der Feind. Und der Feind ist der Teufel. Es wird deutlich, dass Gott uns nur Gutes geben möchte. Und er möchte es uns begreiflich machen. Aber da gibt es noch diese andere Seite, die das Böse hineinbringt und die ganze Welt mit Unheil, Krankheit und Tragödien durchsetzt.
[10:04] Das letzte Buch der Bibel ist die Offenbarung und darin finden wir einen Hinweis und eine Erklärung dafür, wo das Ganze seinen Ursprung nahm. Aber bevor wir da hingehen, mal die Frage: Wie stellt ihr euch den Himmel vor? Ohne Leid? Keine Schmerzen? Nur positiv, ja. Aber jetzt haltet euch fest. Schaut mal, was hier kommt. Und es entstand ein was? Wo? Im Himmel. Ist ein Kampf was Positives? Nein. Wie kann es sein, dass sowas im Himmel entsteht? An diesem Ort, den wir als so harmonisch und so freudig und so vollkommen in unseren Köpfen haben. Wir lesen: Dieser Kampf entstand und Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen und auch der Drache und seine Engel kämpften. Aber sie siegten nicht und es wurde für sie kein Platz mehr gefunden im Himmel. So wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Geworfen wurde er auf die Erde und seine Engel wurden mit ihm geworfen.
[11:30] Nun, wir sehen, es gibt zwei Parteien. Es gibt den einen, das ist wer? Was haben wir gerade gelesen im Text? Das ist Michael und seine Engel. Und dann gibt es die andere Partei, das ist wer? Das ist, was steht im Text? Der Drache und seine Engel. So und jetzt wollen wir uns anschauen. Ich habe da schon einige reinrufen hören, aber wir wollen uns das, wir wollen das durchgehen. Wir wollen das aus der Bibel selbst erfahren, wer das ist. Schauen wir uns zunächst mal den Drachen an. Der Drache ist wer? Woher wissen wir das? Das stand da gerade. Dankeschön. Hier, der Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan. Hier haben wir gleich vier Begriffe für die gleiche Person.
[12:22] Und Michael finden wir, da müssen wir ein bisschen weiter reinschauen. Und Michael finden wir in Judas Kapitel 9. Dort lesen wir: Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Mose verhandelte, wagte kein lästernes Urteil zu fällen. Wichtig an diesem Text für uns jetzt ist, dass Michael ein Erzengel ist. Ein was? Ein Erzengel. Gut, wie viele Erzengel gibt es in der Bibel? Was ist mit Gabriel? Bitte? Ich habe das aber in meinem Bibellexikon gelesen. Tatsächlich gibt es nur einen einzigen Erzengel, von dem die Bibel berichtet. Und wenn dein oder ihr Bibellexikon was anderes sagt, dann stimmt das nicht, dann hat er nicht recht. Schaut selber in der Bibel nach, lest es nach. Es gibt nur einen einzigen Erzengel, von dem die Bibel berichtet.
[13:21] Da schauen wir. Im ersten Thessalonicher Kapitel 4 Vers 16 lesen wir: Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehlshaber geht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Wessen Stimme wird hier erschallen? Von dem Erzengel. Der Erzengel ist wer? Was haben wir gerade gelernt? Michael ist der Erzengel und die Stimme des Erzengels wird erschallen und dann wird was passieren? Die Toten werden auferstehen. Dazu haben wir auch noch ein sehr spannendes Thema in unserer Serie. Nicht verpassen.
[14:02] Schauen wir in Johannes Kapitel 5 Vers 24 und 25. Dort lesen wir: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. Wer? Derjenige, der das Wort von wem hört? Wer spricht hier? Jesus spricht hier. Und im Vers 25 haben wir es vielleicht noch deutlicher: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden und die sie hören werden was? Leben. Wessen Stimme muss hier ergehen, damit die Toten auferstehen? Der Sohn des Menschen, richtig? Der Sohn des Menschen ist Jesus Christus. Und was haben wir da vorgelernt? Wessen Stimme wird ergehen? Die des Erzengels, Michaels. Michael bedeutet, der der so ist wie Gott. Wer ist so wie Gott? Es gibt nur eine Person aus der Geschichte, von der wir das wissen und das ist Jesus Christus. Jesus Christus ist der Erzengel. Das heißt nicht, dass er selbst Engel ist, sondern dass er der oberste Befehlshaber der Engel ist. Und Michael bedeutet, was wir gesagt haben, der so ist wie Gott. Genau. Jesus Christus ist der Einzige, auf den diese Beschreibung zutrifft.
[15:37] Nun haben wir die zwei Parteien identifiziert. Zum einen, den hätte ich jetzt auf die Seite genommen, aber gut, den Drachen. Und das ist wer? Der Satan. Und zum anderen, Michael. Jesus, Michael der Erzengel. So, vielleicht ist es euch vorhin ja aufgefallen, was haben beide Parteien? Beide haben Mitstreiter, beide haben Engel. Nun, wenn Michael der Erzengel, der oberste Befehlshaber aller Engel ist, dann ist es kein Wunder, dass er Engel auf seiner Seite hat. Richtig? Aber was ist mit dem Drachen? Wo kommt der her? Wo hat der seine Engel her?
[16:25] In der Offenbarung finden wir eine Antwort darauf. In Offenbarung Kapitel 12, die Verse 3 und 4. Dort lesen wir: Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel. Siehe, ein großer, feuerroter Drache. Der Drache ist wer? Genau. Der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen. Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Sein Schwanz zog was vom Himmel? Die Sterne. Gut, jetzt ist es ja auch eine bildhafte Sprache. Und wir wollen natürlich verstehen, was hat es zu bedeuten? So wie wir vorhin gesagt haben, dass die Bibel sich selbst auslegt, müssen wir nun auch hier vorgehen und gucken, wo gibt es einen Vers, der das hier erklärt?
[17:24] Den finden wir erstmal in Offenbarung Kapitel 1, Vers 20. Dort lesen wir über die Sterne: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden. Das heißt, der Drache hat mit seinem Schwanz was vom Himmel gezogen? Engel. Genau. Und in Jesaja Kapitel 9, Vers 13 finden wir, was der Schwanz ist. Dort geht es darum, dass Gott sein Volk tadelt und ihm die Konsequenzen seines Handelns aufzeigt. Und dort spricht er: Darum wird der Herr von Israel Haupt und Schwanz abhauen. Palmzweig und Binse an einem Tag. Jetzt haben wir hier Haupt und Schwanz. Da haben wir den Schwanz. Was ist der Schwanz? Vers 14: Der Älteste und Angesehene ist das Haupt. Und der Prophet, der was macht? Der Lügen redet. Der Lügen lehrt, ist der Schwanz. Offensichtlich gelang es Satan durch Lügen, einen Drittel der Engel zu verführen und auf seine Seite zu ziehen.
[18:24] Aber es gibt noch weitere Informationen über diesen gefallenen Engel. Lucifer, das ist lateinisch und bedeutet Lichtträger. Im Alten Testament wird er als König von Tyrus beschrieben. Warum, können wir uns gleich auch noch anschauen. Aber dort lesen wir: Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott der Herr: O du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit. In Eden, im Garten Gottes warst du. Mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt. Du warst ein gesalbter, schützender Cherub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes. Du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. Lucifer war ein herrlicher Engel, in jeder Hinsicht als vollkommenes Wesen geschaffen. Er war der Engel, der Gott am nächsten stand. Warum? Was sagt die Bibel, was er war? Er war ein was? Ein Cherub. Was ist ein Cherub? Ein Cherub ist ein Engel. Wir wissen das aus dem Heiligtum.
[19:33] Das Heiligtum ist vielleicht vergleichbar mit einem, also als Bild gesprochen jetzt, wie einem Modellauto. So wie es von einem Modellauto ein wahres Auto gibt, das dem entspricht, aber das Modell ist nur etwas Unvollkommenes, etwas Kleines, was uns ein kleines Abbild von dem Großen zeigt, so war auch das Heiligtum von Gott den Israeliten gegeben, nachdem er sie aus Ägypten befreit hat, damit sie verstehen, wie der Himmel funktioniert. Das Heiligtum ist also ein Abbild des Himmels, ein Modell von dem Himmel. Nun, der Cherub war also zu finden in dem Allerheiligsten. Im übertragenen Sinne war es der Thronsaal Gottes, wo Gott seinen Thron hatte und um diesen Thron herum standen diese zwei Engel. Und diese sind die Cherubinen. Luzifer war ein Cherub. Er war Gott am Nächsten. Er war in der unmittelbaren Nähe des Schöpfers und so bekleidete er eine herausragende Stellung direkt in der Nähe Gottes.
[21:03] Aber es genügte ihm nicht, Gott so nahe zu sein. Er wollte selber sich erhöhen. Er wollte selbst sich an Gottes Stelle setzen. Warum? Die Bibel verrät uns das. Denn Gott spricht zu Luzifer in Hesekiel 28 Vers 15: Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis was in dir gefunden wurde? Sünde in dir gefunden wurde. Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden und du hast gesündigt.
[21:37] Wir wollen kurz in diesem Text mal eine Pause machen und uns hier anschauen. Es wird gesprochen von Handelsgeschäften und wir haben gerade gelesen, dass sich Luzifer hinter dem König von Tyrus versteckt. Tyrus war zu der damaligen Zeit der Inbegriff des Handels. Es war die größte Handelsstadt und im hebräischen Denken war das Handeln nicht so, wie wir es heute kennen. Es war nicht: Ich gebe dir Geld und du gibst mir was anderes dafür oder umgekehrt, sondern es war, man hat verhandelt, man hat alles versucht, um ein möglichst günstiges Angebot rauszuschlagen mit der Option, dass man auch gelogen und betrogen hat dabei. Das heißt, dieses Handeln beinhaltet auch, dass man lügt und betrügt. Satan war nicht ehrlich in seinem Handeln. Als er seine Gedanken ausgetauscht hat mit den anderen Engeln, war er nicht ehrlich zu ihnen. Er hat gelogen und betrogen, damit er sein Ziel erreichen konnte. Deswegen wird er hier als der König von Tyrus bezeichnet.
[22:56] Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit. Du hast deine Weisheit und deines Glanzes willen verderbt. Dieser wunderbare, herausgehobene Engel sah nur noch sich selbst. Er wurde selbstsüchtig oder was ist ein anderes Wort für Selbstsucht? Egoismus. Er besaß die Kühnheit, seinen Schöpfer herauszufordern, weil er selber seine Stelle haben wollte. Er dachte: Ich kann das doch viel besser.
[23:31] Im Buch Jesaja erfahren wir noch genauer, was in ihm vorging. Dort lesen wir: Wie bist du vom Himmel herabgefahren, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte. Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen. Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporfahren und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten gleich machen. Ich, ich, ich.
[24:14] Nachdem Lucifer diese hochfahrenden Worte gesprochen hatte, fiel ein schwerer Schatten über die Eintracht des Himmels. Schon zuvor hatte Lucifer damit begonnen, den Geist der Unzufriedenheit unter den anderen Engeln auszustreuen. Langsam, aber sicher untergrub er die Autorität und die Liebe Gottes. So wie Fäulnis sich in einer Obstkiste ausbreitet, so breitete sich die Unzufriedenheit unter den Engeln im Himmel aus. So wie eine ansteckende Krankheit nahm das Ganze seinen Lauf.
[24:54] Apropos Krankheit, ich habe etwas Interessantes beim Ausarbeiten dieses Themas gelernt. Und zwar geht es hierbei um, wer weiß, was das ist? Es sind genau genommen schon fast zwei Zellen, aber was für Zellen sind das? Die sehen nicht so gut aus, oder? Was könnte das sein? Es sind Krebszellen. Und zwar Krebszellen in dem Zustand, wo sie sich gerade teilen. Ich habe herausgefunden, dass bei der, also was heißt herausgefunden, das ist Wissenschaft. Dort, was man bis jetzt herausgefunden hat, bei der Vermehrung von Zellen muss der Träger der Erbinformation, also die DNA, unbeschädigt sein und vollständig und fehlerfrei an die Tochterzelle weitergegeben werden. Wenn aus irgendeinem Grund diese Information nicht richtig ausgelesen wird, dann entsteht eine fehlerhafte Zelle, eine schädliche Zelle, eine Krebszelle. Und je weiter sie unentdeckt bleibt, desto weiter mutiert sie und ändert sie sich.
[26:07] Und das heißt, wenn die Zelle die Erbinformation nicht richtig liest, führt das zu Fehlern. Eine Krebszelle entsteht also dann, wenn eine gesunde Zelle nicht mehr weiß, was sie ist, weil sie die eigene DNA nicht lesen kann. Dadurch verändert sie sich und mutiert. So war es auch mit Lucifer. Er sah nicht mehr die Liebe Gottes. Er konnte nicht mehr die himmlische DNA auslesen, das Gesetz Gottes. Er verstand es nicht. Er wollte es nicht verstehen. Er wollte seinen eigenen Kopf, seine eigenen Ansichten und Meinungen durchsetzen. Und so veränderte auch er sich wie diese Krebszelle.
[26:59] Interessant ist auch, dass der menschliche Körper besitzt sein Immunsystem. Das können wir stärken oder schwächen. Und dieses Immunsystem besteht aus vielen kleinen Teilchen. Das sind die Leukozyten, das sind weiße Blutkörperchen, die strömen durch unsere Blutbahnen, durch unseren Körper und gucken und suchen nach Erregern, nach Krankheitserregern, nach Fremdkörpern, die da nicht hingehören, aber auch nach mutierten oder nach krankhaften Zellen und entfernen diese. Aber diese krankhaften Zellen sind nicht so leicht zu entdecken wie Viren, Bakterien oder Pilze. Und jetzt gibt es bei Krebs diese Eigenschaft, dass einige Zellen, bei denen kann die äußere Hülle so aussehen wie ein Leukozyt. Das heißt, diese Zelle ist quasi getarnt als eine gute Zelle. Und dieses Bild ist interessant, denn das hat mich eben auch an Lucifer erinnert. Er versteckt sich hinter einer Fassade. Er gibt vor, ein Guter zu sein und bleibt für diejenigen, die sich nicht gut auskennen, unentdeckt und kann sich so weiter fortpflanzen.
[28:11] Vielleicht fragen Sie sich: Warum hat Gott nicht gleich das alles beendet? Er hätte doch einfach sagen können: Okay, ich schaue jetzt mal in die Zukunft. Ich weiß, was passiert. Sünde, Tod, Leid, Schmerz wollen wir alles nicht haben. Machen wir ihn doch einfach platt und all die Engel, die jetzt mit ihm abgefallen sind. Warum? Wäre das keine Option gewesen? Dann wären wir heute nicht hier, oder? Dann würde es uns allen gut gehen. Wir wären alle im Himmel und hätten ein schönes Leben. Warum hat Gott das nicht gemacht? Ja?
[29:05] Dankeschön, ich wiederhole. Dann hätte Satan recht behalten und die Engel hätten Zweifel gehabt, ob Gott wirklich gerecht ist. Das Problem ist, oder was heißt das Problem? Gott hat Wesen erschaffen mit einem freien Willen. Er möchte, dass diese Wesen ihm aus freien Stücken gehorchen und nicht aus Angst. Hätte Gott jetzt Satan sofort platt gemacht und alle die Engel, dann hätten ihm diese restlichen Wesen, die zu ihm halten, die noch hielten, hätten aus Angst ihm gedient und die Sünde wäre nicht ausgetilgt gewesen, sondern nur dieses Symptom wäre weg gewesen, aber nicht die Ursache.
[29:51] Es ist so wie bei einem Kind. Gott als der Vater und wenn wir jetzt, mach mal eine Frage, wer hat alles Kinder? Sind ein paar. Gut. Nun, wie wäre es oder wie würde es Ihnen gefallen, wenn diese Kinder wie Roboter funktionieren würden? Sie würden morgens aufstehen, würden am Frühstückstisch sich brav hinsetzen. Ja Mama, ich werde mein Frühstück essen. Nachmittags? Ja Papa, ich werde meine Hausaufgaben machen. Ich werde mein Zimmer aufräumen. Und hin und wieder zu programmierten Zeiten würde es sagen: Ich hab dich lieb. Ist es das, was man sich von einem Kind wünscht? Ich hoffe nicht.
[30:42] Ich hoffe nicht, denn normale Eltern, sagen wir es mal so, möchten ja, dass das Kind zu ihnen kommt und aus freien Stücken, weil es sich freiwillig dafür entscheidet, den Vater und die Mutter liebt, weil es erkennt, dass es für ihn sorgt, dass sie für ihn sorgen und dass sie sich um ihn kümmern, dass sie ihn auch lieben. Gott ist ein Gott der Liebe. Auch er kann nur glücklich sein in einer Beziehung mit seinen Geschöpfen. Sie beten ihn an, weil sie ihn lieben und ihm vertrauen.
[31:21] In seiner Rebellion stellte Satan zwei Dinge in Frage. Das eine waren die Gebote Gottes und das andere war seine Gerechtigkeit. Nur was die Gebote betrifft: Gott hatte die Gebote nicht gegeben, einfach nur so, um zu zeigen, wer der Herr im Hause ist, wer die Hosen an hat, sondern warum hat er sie gegeben? Er gab sie, weil sie seinen Geschöpfen ein friedliches und ruhiges und sorgenfreies Leben bescheren würden. Es ist wie Verkehrszeichen, die uns sagen: Hier nicht so schnell fahren, da ist vielleicht eine Schule in der Nähe oder ein Kindergarten, oder hier solltest du anhalten, weil hier gibt es eine Kreuzung, da könnten andere Autos kommen und dich treffen und dir schaden. Gott wollte nicht seine Geschöpfe einengen, er wollte ihnen Freiheit geben.
[32:24] Es ist wichtig zu verstehen, dass Gott Satan nicht geschaffen hat. Wen hat Gott geschaffen? Gott hat Lucifer geschaffen. Lucifer ist ein vollkommenes Wesen ohne Fehl, ohne irgendein Makel an sich und das haben wir gelesen. Dort stand: Im Garten Eden warst du vollkommen, du warst vollkommen. Aber Lucifer entschied sich selbst dafür, Satan zu sein. Er entschied sich selbst dafür, der Feind zu sein, denn das ist das, was Satan bedeutet im Hebräischen. Gott gibt jedem die Freiheit der Entscheidung zu gehorchen oder sich zu widersetzen. Es war Fairness und Liebe, aus denen Gott so gehandelt hat und aus dem er Lucifer gestattete, seine Rebellion weiter fortzusetzen.
[33:29] Ich verstehe nicht, es ist vielleicht auch für sie unbegreiflich, wie ein vollkommenes Wesen in dieser vollkommenen Umgebung sich gegen einen vollkommenen Gott auflehnen konnte. Der im Himmel entfachte Krieg ist leider nicht vorbei. Der Kriegsschauplatz hat sich verlagert und raten Sie mal wohin. Die Erde ist nun das Feld, auf dem dieser große Kampf, dieser Krieg der Kriege ausgefochten wird. Der Krieg zwischen Gut und Böse hier auf dieser Erde beweist Satan, wie er regieren würde.
[34:18] Aber warum die Erde? Warum gerade hier? Warum wurde dieser Planet dazu bestimmt, Kriegsschauplatz dieser Auseinandersetzung zu sein? Ein Schauspiel sind wir geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. Gerade aus der Hand des Schöpfers hervorgegangen, zeigte sich die Erde in ihrer vollkommenen Schönheit. Satan entwickelte aber einen Hass und eine Abscheu gegen Gott, weil er ihn dafür verantwortlich machte, dass sein Glück zerstört war. Denn er war nicht mehr im Himmel und es ging ihm auch nicht mehr so gut. Er sah, was für Konsequenzen seine Rebellion hatte, aber er konnte nicht zurück. Und nun war er ausgeschlossen und er musste sich mit diesen ganzen anderen Engeln rumstreiten, die jetzt auch ihm Vorwürfe machten, die sahen, was passiert war. Und Satan hatte diesen Hass in sich gegen Gott und gegen seinen Sohn und er wollte ihm schaden. Er wollte ihm wehtun und er erkannte: Der beste Weg zurzeit ist es über seine Geschöpfe. Er kam an Gott selbst nicht ran, aber er kam an seine Geschöpfe ran. Und so machte er sich daran, diesen Planeten zu erobern.
[35:57] Adam und Eva, die Eltern der menschlichen Rasse, waren ohne Fehler erschaffen worden. Das schloss aber nicht die Möglichkeit aus, dass sie Fehler machen konnten. Es stand ihnen frei, sich zu entscheiden, Gott zu gehorchen oder nicht. Und dieser weise Gott hatte bestimmt, dass sie einem Test unterzogen werden. Einem einfachen Test, der wahrscheinlich einfacher nicht hätte sein können, um zu sehen, dass sie ihm treu waren und dass sie auf ihn hören. Und er stellte einen Baum in diesen Garten Eden. Und er sagte zu ihnen: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, das war dieser besagte Baum, sollst du nicht essen. Denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.
[37:03] War das eindeutig? Es war sehr eindeutig. Und die ersten Menschen, Adam und Eva, sie dachten: Okay, es ist ja nicht so schwer. Wir gehen einfach nicht dahin, wir essen nicht von dieser Frucht. Finito, alles gut. Brauchen wir uns keine Sorgen machen. Sie wägten sich in Sicherheit. Und genau an dieser Stelle waren sie verletzlich. Eva erlebte nämlich Folgendes. Satan setzte seine übernatürlichen Kräfte ein und benutzte das damals schönste Wesen in dem Garten, um sich ihr zu nahen und um sie in einem Gespräch zu verwickeln. Und das war damals die Schlange. So unglaublich es für uns heute auch klingt, damals war die Schlange das schönste Wesen, das es gibt. Aber die Sünde hat auch an ihr ihre Spuren hinterlassen. Und so sehen wir, dass Eva sich plötzlich in eine Gefahr begeben hat.
[38:13] Und Paulus schreibt davon, dass wir die ganze Waffenrüstung Gottes anziehen sollen, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels. Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Satan schlüpfte in dieses Wesen hinein, in die Schlange und benutzte sie.
[38:48] Wir lesen in 1. Mose Kapitel 3 Vers 1: Als die Schlange sich Eva nahte und Eva nichts Böses vermutete, sprach sie plötzlich zu ihr. Und sie sprach: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen, sagte sie. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Es nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt.
[39:23] Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben. Was war das? Das war eine Lüge. Während Eva der Schlange zuhörte, musste es ihr gedämmert haben, dass da irgendwas nicht so ganz richtig ist. Deswegen fügte die Schlange noch schnell hinzu: Sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist. Zu sein wie Gott. Ist es nicht das, was Lucifer wollte? War es nicht der Grund, warum er gefallen ist? Und jetzt steckt er auch die Menschen an mit seinen Gedankengut.
[40:12] In dem Moment, als der Teufel das zu Eva sprach, schien es für sie sogar Sinn zu ergeben. Denn die Bibel schreibt: Und die Frau sah, dass von einem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht und sie nahm von seiner Frucht und aß. Und Eva aß nicht alleine. Sie gab auch ihrem Mann davon.
[40:47] Und das Problematische an der Sache ist: Adam war sich vollkommen im Klaren darüber, was er tut. Eva wurde verführt. Adam entschied sich dafür zu sündigen, Gott ungehorsam zu sein, denn er sah seine Frau an und er dachte sich: So ein schönes Wesen, wie könnte ich ohne sie leben? Wenn sie stirbt, möchte ich mit ihr sterben. Adam und Eva bestanden den Test Gottes für Liebe und Loyalität nicht.
[41:27] Es dauerte nicht lange, bis sie sich darüber im Klaren waren, was sie getan hatten. Adam wurde damals als Herrscher über diese Welt eingesetzt. Doch indem er sich dem Teufel unterwarf, übergab er ihm diese Position. Satan hatte sich der neuen Welt bemächtigt und seitdem beansprucht er für sich den Titel Fürst dieser Welt. Das war nur möglich, weil Adam und Eva Gott ungehorsam waren.
[42:02] Als dieser überaus tragische Tag seinem Ende zuging, kam Gott wie gewohnt in der Kühle des Abends und rief Adam und Eva. Und bis dahin war es die glücklichste Zeit des Tages, denn Adam und Eva konnten Zeit mit ihrem Schöpfer verbringen. Aber jetzt versteckten sie sich. Sie hatten Angst und das ist es, was die Sünde bewirkt. Angst, dass wir Angst vor Gott haben. Schließlich kam Adam hervor und bekannte: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt. Darum habe ich mich verborgen. Er hatte Angst.
[42:46] Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du sollst nicht davon essen? Spricht Gott zu ihm. Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sagte Adam, die gab mir von dem Baum und ich aß. Und das ist unglaublich tragisch, was hier passiert. Denn wenige Stunden zuvor war Adam noch bereit gewesen, mit seiner Frau in den Tod zu gehen. Und plötzlich sagt er: Was? Nein, ich kann nichts dafür. Du hast sie mir gegeben, die da. Sie hat mich verführt. So passiert es, dass Sünde Liebe in ihr Gegenteil umwandelt.
[43:44] Aber Eva war nicht weniger vorwurfsvoll, als Gott sie fragte. Sagte sie: Die Schlange hat mich verführt. Die klassische Schuldverschiebung. Nicht ich, er war es. Er ist der Verantwortliche. Ich habe nichts falsch gemacht, oder? Sie hat mich verführt, deswegen habe ich gegessen. Sie sagt: Gott, du hast die Schlange gemacht. Du bist dafür verantwortlich. Was setzt du aus so einem Baum da in den Garten rein? Aber an jenem Tag brach über Adam und Eva das Verhängnis des Todes herein. Um sie davor zu bewahren, nun auch noch zu unsterblichen Sündern zu werden, schloss Gott sie aus dem Garten hinaus. Sie würden nicht sterben. Das war das, was der Teufel ihnen eingeredet hatte. Aber die Bibel sagt: Und die ganze Lebenszeit Adams betrug 930 Jahre und er starb.
[45:14] Jesus sprach einst zu einigen der Juden damals, als ich hier auf der Welt war und sagte zu ihnen: Ihr habt den Teufel zum Vater und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem eigenen, denn er ist ein Lügner und Vater derselben. Das ist Gottes Aussage über den Satan. Er ist der Lügner, war ein Menschenmörder von Anfang an, denn er ist dafür verantwortlich, dass Adam und Eva sterben mussten und nicht nur sie, so viele andere Menschen seitdem.
[46:01] Ich weiß nicht, ob es eine Zahl dafür gibt, wie viele Menschen auf dieser Erde gelebt haben und gestorben sind. All die sind gestorben aufgrund dieses Fehlers, aufgrund dieser Verführung Satans damals im Garten Eden. Es ist einfach Gott für das Herzleid und die Zerstörung in der Welt verantwortlich zu machen. Tatsächlich aber ist Satan für die Probleme verantwortlich. Er ist derjenige, mit dem die Probleme auf dieser Erde begonnen haben. Seit jeher hat er alle Sünde und alles Leid verursacht und seitdem herrscht ein Krieg auf dieser Erde. Der größte Krieg, den diese Welt gesehen hat, der Krieg aller Kriege.
[46:45] Jesus hat Satan die Maske vom Gesicht genommen und offenbar gemacht, wie Satan wirklich ist, wie er die Menschen hintergeht. Als Jesus einmal an einem Sabbat in der Synagoge lehrte, sah er eine Frau, die aufgrund einer Verkrüppelung gebückt ging und er hatte Mitleid mit ihr und er heilte sie. Daraufhin kamen die Ordnungshüter zu ihm und kritisierten ihn dafür, dass er am Sabbattag, an dem heiligen Tag Gottes, gearbeitet hatte, dass er sie geheilt hatte. Doch Jesus verteidigte sein Handeln und sprach: Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan sie schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden an einem Sabbattag? Jesus sagt, dass es Satan war, der verantwortlich für das Leiden dieser Frau war, der sie 18 Jahre lang gebunden hielt. Satan ist der Schuldige. Krankheit, Leid, Schmerz, Tod, all diese Dinge werden durch Satan verursacht und seine Macht der Finsternis.
[48:00] Wahrscheinlich wird uns die Strategie Satans, wie er vorgeht, was er macht, nirgends besser dargestellt oder gezeigt als in dem Buch Hiob. Und dort beginnt dieses Buch mit einem Gespräch zwischen Satan und Gott. Und es muss irgendwann nach dem Sündenfall gewesen sein, als die sogenannten Söhne Gottes zusammenkamen. Da war auch Satan dabei. Das muss man sich mal vorstellen. Eine Zusammenkunft der Söhne Gottes und Satan ist unter ihnen.
[48:33] Wir lesen in Hiob Kapitel 1, Vers 7: Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Als würde er sagen wollen: Wer hat dich eingeladen? Wer gibt dir das Recht, hier zu sein? Und Satan antwortete ihm: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf. Satan macht seinen Anspruch über den Planeten Erde geltend. Er hatte die Stellung Adams eingenommen, denn auch über Adam wird in Lukas Kapitel 3, Vers 38, wer das mag, kann es mal nachschlagen, da ist ein Geschlechtsregister und es endet mit Adam, der Sohn Gottes. Adam wurde auch als Sohn Gottes bezeichnet. So kam nun Satan auch zusammen zu diesem Treffen. Könnte es sein, dass es sich bei diesem Treffen, bei diesen erwähnten Söhnen Gottes um die Häupter anderer Welten handelt und dass, so wie Adam ursprünglich das Haupt unserer Welt war und nun diesen Titel an Satan weitergegeben hatte, jetzt Satan als Stellvertreter dieser Erde dort zu diesem Treffen kam. Wie auch immer.
[50:02] Der Anspruch Satans, für diese Welt sprechen zu können, durfte nicht unwidersprochen bleiben. Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen ist nicht auf Erden. Ein so ganzer und gerader Mann, der Gott fürchtet und vom Bösen weicht. Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Ist Hiob umsonst Gottes fürchtig? Aber strecke doch einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat. Lass sehen, ob er dir nicht ins Angesicht absagen wird.
[50:38] Was für eine Herausforderung. Satan behauptet, der einzige Grund, warum Hiob Gott dient, ist, weil er ihm alles gibt, was er braucht. Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein. Nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus. Und Satan ging vom Angesicht des Herrn hinweg. Satan ging und er konnte es kaum erwarten, Hand an das Leben oder an alles zu legen, was Hiob gehörte.
[51:14] So brachen diese Stürme dann auch über den armen Hiob herein und es kam die Sabäer, ein hochgewachsenes Volk, das kam und fiel ein und raubte Hiobs Vieh und ermordete seine Arbeiter. Dann kam ein Blitzschlag und alle seine Schafe und seine Hirten kamen dabei um. Die Chaldea fielen als nächstes ein, ein weiteres Volk, und sie raubten Hiobs Kamele und töteten die Hirten. Und das wahrscheinlich Schlimmste, was Hiob hier geschehen konnte, war ein Tornado, der das Haus vom Hiobs ältesten Sohn traf und zerstörte und alle zehn Kinder Hiobs, die sich darin befanden, tötete. An einem Tag hatte Hiob alles verloren.
[52:20] Er dachte, es sei der Herr gewesen, der ihm nicht nur alles genommen, sondern ihm außerdem dieses unbeschreibliche Leid zugefügt hatte. Aber trotzdem änderte sich nichts in seiner Loyalität Gott gegenüber. Er sprach: Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen. Der Name des Herrn sei gelobt. Obwohl er die Tragödien, die seinen Besitz verwüstet und ihm seine Kinder genommen hatte, nicht verstehen konnte, vertraute Hiob der Güte Gottes.
[53:00] Doch Satan gab sich damit nicht zufrieden. Wieder ging er zu Gott und sagte zu ihm: Ja, alles, was der Mensch hat, gibt er für sein Leben. Aber strecke doch deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, so wird er dir sicher ins Angesicht absagen. Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand, nur verschone sein Leben. Die Prüfung ging weiter. Da ging der Satan vom Angesicht des Herrn hinweg und er plagte Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle bis zum Scheitel.
[53:34] Und das waren nicht einfach Geschwüre, es waren eiternde Geschwüre. Ich weiß nicht, ob irgendjemand von ihnen so etwas schon mal hatte. Ein eitriges Geschwür, das hebräische Wort deutet darauf hin, dass es sich hier auch um etwas handelte, was stark brannte. Sehr unangenehm. Und Hiob wusste sich selber nicht mehr zu helfen oder nicht anders zu helfen, als dass er eine Glasscherbe nahm und sich damit seine Wunden kratzte.
[54:11] Obwohl Satan dem Hiob alles genommen hatte, obwohl er, der Hiob jetzt durchsetzt war mit dieser Krankheit vom Kopf bis zu den Fußsohlen, obwohl er Satan seine ganzen Besitztümer, seine Kinder, seine Gesundheit, alles genommen hatte, stand Hiob nach wie vor zu Gott. Was für ein Mann. Die Bibel sagt über ihn: Bei all dem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott. Wir sehen, dass auch ein treues Kind Gottes leiden kann. Es ist nicht so, dass wenn wir Gott treu sind und alles tun, dass er uns dann immer vor allem bewahren wird. Er wird uns sicher durchtragen, aber auch treue Menschen können Leid erleben.
[55:26] Nun gehen wir das nochmal durch. Wer hat Hiob so zugesetzt? Wer hat ihn so sehr geplagt? Satan. Wer hat ihm die Lebensgrundlage gestohlen und seine Arbeiter umgebracht? Satan. Wer hat dafür gesorgt, dass seine Söhne und Töchter in einem Tornado umgekommen sind? Satan. Mag der Herr auch zulassen, dass durch Schwierigkeiten unsere Loyalität, unsere Treue und Liebe geprüft wird, so bleibt doch Satan als der Schuldige verantwortlich für alles Übel auf dem Planeten Erde.
[56:02] Sie und ich, wir sind auf diesem Planeten. Wir stehen im Mittelpunkt dieses faszinierenden kosmischen Dramas, dieses Krieges, dieses Kampfes, dieser Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, zwischen Gesetz und Gesetzlosigkeit, zwischen Schöpfer und Feind und Satan. Wir sind nicht bloß Zuschauer, wir sind daran beteiligt. Das muss uns klar sein, denn wir entscheiden darüber durch unser Handeln, auf welche Seite wir stehen. Stehen wir auf der Seite des Drachen oder stehen wir auf der Seite Michaels? Stehen wir auf der Seite Jesu?
[56:56] Der Gedanke, dass es sich bei Satan nur um einen Mythos oder um einen Einfluss handelt, liefert uns diesen Feind schutzlos aus. Er ist ein intelligentes Wesen und sein Ziel ist es, nicht nur Gott zu schaden, sondern jeden von uns restlos zu zerstören. In dem Buch der Offenbarung lesen wir: Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr darin wohnt. Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer, denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.
[57:38] Petrus schrieb folgende Warnung: Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Obwohl Satan bis zum Äußersten geht, hat doch der Gott der Schöpfung einen Plan für die Neuschöpfung. Er möchte alles wiederherstellen. Das, was so schief gegangen ist, möchte er wiedergutmachen und er hat einen Plan und für diesen Plan war es notwendig, dass Jesus Christus, sein Sohn, auf diese Welt kommt und dass er für uns leidet und dass er die Schuld, die wir auf uns geladen haben, uns abnimmt und auf sich nimmt. Er kam auf die Erde, um die Rebellion und den Konflikt oder die Probleme auf dieser Erde ein Ende zu setzen.
[58:38] In dem Brief an die Philipper lesen wir Folgendes über diesen Sohn Gottes: Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Christus Jesus es auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod. Ja, bis zum Tod am Kreuz.
[59:13] Wir sehen den krassen Gegensatz zwischen Lucifer und Jesus Christus. Lucifer, der sich selbst erhöhen wollte, der egoistisch war, der alles für sich beanspruchen wollte, er wollte der Größte sein, ist gefallen und wurde erniedrigt. Und Jesus Christus, der der Größte war, hat sich erniedrigt aus Liebe zu seinen Geschöpfen. Er hätte alles platt machen können, er hätte alles vernichten können und von neu anfangen mit den Engeln, mit der Erde, mit den Menschen, mit allem hätte er neu anfangen können. Aber so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn sandte, damit jeder, damit keiner verloren geht, sondern jeder das ewige Leben haben kann.
[1:00:06] Satan setzte alles daran, um diesen Plan Gottes zu vereiteln. Als Jesus auf diese Erde kam, wurde er wie ein Mensch geboren. Er kam als Kind auf diese Erde und kurz nach seiner Geburt versuchte Satan, ihn umzubringen. Und dazu benutzte er Herodes, den damaligen Herrscher in diesem Gebiet. Der wollte Jesus töten, weil er Angst hatte, dass Jesus, der ja von den Juden als der erwartete Messias zunächst noch galt, dass er Herodes von seinem Thron absetzen würde. Und er hatte Angst um seine Macht. Und deswegen sandte er seine Soldaten aus, dass sie alle Kinder in diesem Alter töten sollten. Aber Gott hatte Josef, dem Mann Marias, der Mutter Jesu, hatte einen Traum gegeben, dass das passieren würde. Und hat zu ihm gesprochen und gesagt, er solle fliehen. Und so gelang es dem Satan nicht, Jesus umzubringen.
[1:01:28] Kurz nachdem Jesus in die Wüste ging, kam Satan zu ihm, um ihn zu versuchen. Mit drei großen Versuchungen. Aber trotzdem gelang es ihm nicht, den Plan zu vereiteln. Satan benutzte die Menschen, um Jesus auf Golgatha zu vernichten. Stattdessen wurden seine wahren Absichten offenbar. Zum ersten Mal starb ein sündloses Wesen. Und Satan wurde als Mörder vor dem ganzen Universum offenbar. Und trotzdem gelang es Satan nicht, den Plan Gottes zu vereiteln. Golgatha war nicht das Ende. Jesus überwand den Tod und stand von den Toten wieder auf.
[1:02:13] Gott sei Dank. Da gab also Gott seinen Sohn. Und der Sohn gab sich selbst, um ihr und mein Leben zu retten. Um uns zu ermöglichen, das ewige Leben zu haben. Nicht ein vergängliches Leben hier auf dieser Erde, wo wir umgeben sind von Problemen, von Sorgen, von Leid, von Nöten. Ein Leben, in dem wir alles haben. In dem wir direkt in der unmittelbaren Nähe unseres himmlischen Schöpfers sind. Das, also Golgatha, war ein Augenblick des Sieges. Ein Tag, an dem die Freiheit ausgerufen wurde über die Gefangenen des Teufels auf diesem Planeten. An jedem Tag wurde Satan zu einem besiegten Feind.
[1:03:14] Durch seinen Tod gewann Jesus Christus das Recht, alles Übel, alles Leid zu zerstören. Paulus schreibt in Hebräer Kapitel 12, Vers 14: Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den aus der Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel. Durch Jesu Tod setzte er die Macht des Todes, die Macht Satans außer Kraft.
[1:03:45] Vor allen intelligenten Wesen im Universum offenbarte Satan, wer er wirklich ist. Und bis heute beweist er, wie er die Welt regieren würde. Man braucht sich nur anschauen, was heute alles in der Welt geschieht. Nicht umsonst kommen Flüchtlinge jetzt hier nach Deutschland. Nicht umsonst sterben jährlich Millionen von Menschen, weil sie nicht auf ihren Lebensstil achten oder weil sie nicht aufpassen, weil sie selbstsüchtig sind und alles für sich beanspruchen wollen und dabei einem anderen schaden. All das sehen und erleben wir. Hinter all dem steht unsichtbar das Wirken Satans. Bei allen diesen Tragödien handelt es sich nicht um Taten Gottes, sondern um Taten des Teufels.
[1:04:46] Vielleicht fragen Sie sich, warum es in Ihrem eigenen Leben Sorgen, Herzleid, Schwierigkeiten gibt. Vielleicht betrauern Sie den Verlust einer geliebten Person. Vielleicht haben Sie Ihren Arbeitsplatz verloren. Vielleicht haben Sie die Diagnose bekommen, dass Sie Krebs haben oder irgendeine andere schreckliche Krankheit und Sie fragen sich: Gott, wo bist du? Die Bibel lehrt, dass Gott da ist. Er sagt es selbst in seinem Wort. Er ist da, mitten in all dem Herzleid, in ihren Sorgen und Schwierigkeiten. Bald wird er kommen, um sich das Problem der Sünde und des Leides einem für alle Mal nicht nur anzunehmen, sondern es zu beseitigen.
[1:05:50] Es ist eine gute Nachricht, dass unser Planet, den Satan eingenommen hat, bald befreit wird. Der Krieg wird ein Ende finden. Dazu oder das zu wissen, sollte die Befürchtungen all dieser Menschen, die hier leben und die dem ausgesetzt sind, beruhigen. Gott hat einen Plan zur Vernichtung der Sünde, zur Vernichtung Satans ausgearbeitet und er hat uns einiges davon in seinem Wort offenbart. Wenn wir reinschauen, dann lesen wir in Hesekiel Kapitel 28, Vers 16: Darum habe ich dich vom Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt. Da ließ ich ein Feuer von dir ausgehen, das dich verzehrte und ich habe dich zur Asche gemacht auf der Erde vor den Augen aller, die dich sahen.
[1:06:44] Ja, Jesus kommt bald, nicht als ein bescheidener Galiläer, nicht als einer, die man verspottet, anspuckt und verleugnet und nicht als einer, der vor allem am Kreuz hängt, sondern als König aller Könige und als Herr aller Herren mit dem Recht zu regieren. So, wie wir es in unserem letzten Vortrag gesehen haben über die Wiederkunft, so wird er wiederkommen in seiner ganzen Pracht, in seiner ganzen Herrlichkeit mit allen Engeln, wird er wiederkommen. Auf ihn müssen wir uns heute vorbereiten. Wenn wir das verpassen, verpassen wir alles.
[1:07:39] Heute geht es um die Frage: Wem vertrauen wir, wem folge ich nach? Einem liebenden Gott oder einem verbitterten, gefallenen Engel? Die Grenzen sind gezogen. Die ganze Welt ist aufgeteilt in zwei Seiten. Wem gehört deine Loyalität? Auf wessen Seite stehst du?
[1:08:13] Allen ruhelosen und einsamen Herzen, denen, die an ihren Schmerzen und an ihrer Schuld leiden, allen seinen Kindern auf diesem Planeten, gilt die liebevolle Einladung Jesu, der sagt: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Jesus ist da inmitten der Tragödien, Sorgen und Enttäuschungen des Lebens. Er versteht ihre Bedenken und ihre Ängste. Er kann nachvollziehen, was es heißt, zu leiden und Schmerzen zu ertragen. Ja, er hat Schmerzen erlitten, als er auf Golgatha an dem Kreuz angenagelt wurde, als er geschlagen und verspottet wurde. Er weiß, was es bedeutet, arm zu sein. Er hatte nichts, als er durch die Straßen von Palästina ging und das Wort verkündigte.
[1:09:08] Möchtest du nicht heute auch sagen: Ich lasse mich auf diesen wunderbaren Erlöser ein. Ich möchte ihm vertrauen und mich auf seine Seite stellen, denn der Konflikt ist nicht vorbei, der Kampf ist da, der Krieg ist nicht vorbei und wir müssen uns entscheiden, auf welcher Seite wir stehen möchten. Wollen wir Jesus angehören, der uns seine Liebe offenbart hat, dadurch, dass er für uns gestorben ist, oder wollen wir auf der Seite Satans stehen, in dem wir sagen: Nee, Jesus, danke, das brauche ich nicht. Mein Leben ist okay, so wie es ist. Ich brauche dich nicht. Jesus schenkt uns neue Hoffnung und neuen Mut und das Beste kommt noch.
[1:10:07] Eines Tages wird er wieder kommen, bald sogar und dann wird er uns in eine neue Welt führen. Er wird uns eine neue Erde geben und alles Leiden, allen Schmerz und den Tod beenden. Wenn Jesus wiederkommt, dann bringt er diese völlig neue Welt mit sich. Die Sünde ist weg, vernichtet und er wird diejenigen mit sich nehmen, die sich für ihn entschieden haben, die ihm treu waren, die der Sünde abgesagt haben. Ist es nicht auch dein Wunsch, dabei zu sein?
[1:10:55] Wenn das so ist, dann möchte ich dich einladen, jetzt zu einem Gebet aufzustehen. Herr Jesus Christus, wir danken dir für das Opfer, das du für uns gebracht hast, damit wir leben können. Danke, Herr, für die wunderbare Hoffnung, die du uns schenkst und für diese fast unglaubliche Aussicht auf eine Welt ohne Schmerz, ohne Leid, ohne Tod.
[1:11:27] Herr, wirke du an unserem Leben und hilf uns zu erkennen, wo wir diesem Kampf ausgesetzt sind und wo wir Entscheidungen treffen müssen. Hilf uns und gib uns die Kraft dazu, die richtigen Entscheidungen zu treffen und zeig uns, was wir alles beiseite räumen müssen, damit wir auch gute Entscheidungen treffen können. Der Kampf, dieser Krieg ist auf allen Ebenen, in jedem Bereich des Lebens ist er gegenwärtig und es ist nicht einfach. Es ist nicht einfach, das Richtige zu tun, aber du bist derjenige, der uns Kraft schenkt, der verheißen hat, dass er bei uns sein wird, alle Zeit. Herr, hilf uns, diese Entscheidung zu treffen. Sei du bei uns und sei du auch bei uns bis zum nächsten Vortrag, an dem wir uns hier wieder zusammenfinden können, um mehr über dich zu lernen. Hab Dank dafür. In deinen Namen beten wir. Amen.
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