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In dieser Predigt über Offenbarung 14, Vers 9, taucht Christopher Kramp tief in die dritte Engelsbotschaft ein. Er erklärt die historische Entwicklung der drei Engelsbotschaften, von der ersten, die die Wahrheit verkündet, über die zweite, die vor Irrtum warnt, bis hin zur dritten, die zur Entscheidung aufruft. Die Botschaft wird als dreistufiger Prozess dargestellt, der zur Identität der Gemeinde führt und die Wichtigkeit einer persönlichen Entscheidung im Gericht betont.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[1:00] mit der dritten Engelsbotschaft befassen, wobei wir sagen, dass wir sie heute nicht vollständig abhandeln werden. Das haben wir schon bei der ersten und zweiten nicht geschafft. Offenbarung 14, Vers 9. Wir fangen heute mal an, uns dort hinein zu tauchen. Offenbarung 14, Vers 9, da heißt es: Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt, und dann heißt es und so weiter, so wird er auch von dem Glutwein Gottes trinken und so weiter und sofort.

[1:54] Der dritte Engel. Was lernen wir über diesen dritten Engel hier in Vers 9? Wollen wir jetzt mal beobachten, was der Text sagt, bevor wir dann in die detaillierte Analyse gehen. Was lernen wir über den dritten Engel? Er folgte. Was lernen wir noch? Er hat eine große Stimme. Dankeschön. Die beiden Sachen reichen uns erstmal aus. Er hat eine große Stimme. Hatten die anderen beiden auch eine große Stimme? Ja und nein. Der erste hatte eine große Stimme, aber der zweite hat nur gesprochen. Also da gab es einen Unterschied. Und der dritte nimmt jetzt sozusagen wieder die volle Lautstärke auf. Er verkündet mit großer Stimme und es heißt, er folgte den anderen beiden. Mit anderen Worten, die drei Engel oder die dreifache Engelsbotschaft, diese drei Engelsbotschaften sind sukzessive. Sie folgen einander. Man kann die dritte Engelsbotschaft nicht verstehen ohne die erste oder die zweite.

[2:48] Das ist auch historisch in der Adventgeschichte so gewesen. Ich meine, es ist nicht weiter schwer zu erklären, dass die erste Engelsbotschaft die erste war, die verstanden worden ist. Dann kam die zweite und dann kam die dritte. Wir haben die erste Engelsbotschaft gehabt. Weiß jemand, wann die so verkündet worden ist und von wem?

[3:22] Also fangen wir jetzt mal an. Wer hat diese Botschaft damals verkündet? William Miller alleine? Danke, es gab verschiedene. Wen gab es denn so? Da gab es bei den Methodisten einige, nicht die Methodisten als Ganze, aber es gab es bei den Methodisten welche, da gab es bei den Baptisten welche, bei den Presbyterianern. Methodisten gab es noch nicht. Moment mal, genau. Also was wir zunächst einmal feststellen ist, die erste Engelsbotschaft war die Botschaft erst einmal: Jesus kommt bald wieder, die Prophezeiungen erfüllen sich. Das haben Leute gepredigt wie Joseph Wolf. Wir haben ein Seminar, das heißt "Die Zeit des Endes", hat ungefähr so geschätzte 65 Folgen oder so. Lohnt sich anzuschauen. Da waren Leute wie, könnt ihr euch erinnern, wie Irving und wie Cunningham. Also die Idee ist, die erste Engelsbotschaft wurde weltweit verkündet. Da gab es den Lakunzer, könnt ihr euch noch den erinnern? Den Jesuiten in Südamerika. Ich war, das freut mich. Also weltweit, in Deutschland gab es Leute, könnt ihr euch erinnern, den Richter und da gab es in England, gab es diese Adventbewegung, die den Albury getroffen haben. Dann gab es in Amerika Leute und zwar den Miller und auch andere. Dann gab es in Amerika welche, in Asien war der Wolf unterwegs. Auf der ganzen Welt haben Leute diese erste Engelsbotschaft: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen" oder ist bald verkündet. Wir nennen das allgemein die Adventbewegung. Die Adventbewegung an sich ist nicht allein auf Miller und seine Anhänger beschränkt. Das war die erste Engelsbotschaft.

[5:32] Die Idee: Jesus kommt bald wieder, die Prophezeiungen erfüllen sich, wir müssen das mehr studieren. Daraufhin folgte und natürlich war Miller einer derjenigen, die das am meisten in Amerika besonders kristallisiert haben, der einige Dinge sehr deutlich verstanden hat. Mit 1844 war er nicht der Einzige. Ihr erinnert euch, aus unserem Zeit-ist-Ende-Seminar gab es andere vor Miller, die auch dieses Datum schon errechnet hatten. Ob das John Aquila Brown war und viele andere, die wir da alle ausführlich besprochen haben. Da gab es eine Adventbewegung und dann gab es allerdings die Tatsache, dass es eine zweite Engelsbotschaft gab. Ihr habt auch einige Milleriten-Prediger genannt, Litsch, Fitsch und so weiter. Es gab dann eine zweite Engelsbotschaft und was hat die bewirkt? Die zweite Engelsbotschaft war: "Gefallen, gefallen ist Babylon", verbunden mit dem Ruf, man muss Babylon verlassen. Also hier haben wir Menschen in allen Denominationen, die es so gab, die alle gesagt haben: Jesus kommt bald wieder. Sie wurden auch Adventgläubige, Adventisten, haben sich dann manchmal selbst genannt, einige von ihnen. Aber diese zweite Engelsbotschaft hat bewirkt, dass aus dieser großen Gruppe ein signifikanter Anteil sich von den Kirchen getrennt hat und eine eigene Gruppe gebildet hat. Wie nannte man die dann? Die gab es schon lange vorher, Siebenten-Tags-Adventisten gab es ja schon. Die Baptisten, die den Sabbat gehalten haben, die gab es schon immer. Nicht immer, aber 17. Jahrhundert schon. Das waren die Milleriten, oder? Wer war der Erste, der gepredigt hat: Raus aus Babylon? 1842, dann 1843. Raus aus Babylon. Es war nicht Litsch, es war Fitsch, Charles Fitsch, genau.

[7:36] Raus aus Babylon, das war der, der 1844 gestorben ist, ihr erinnert euch. Jetzt kommt es wieder. Und dann aufgrund seiner Predigt sind spätestens 1844 dann 50.000 aus dieser Adventbewegung haben sich entschlossen, die anderen Kirchen zu verlassen. Jetzt war man eben nicht mehr Baptist, nicht mehr Methodist, nicht mehr Katholik, nicht mehr Lutheraner, nicht mehr Presbyterianer, man war jetzt nur noch Adventist. Vorher waren es Adventgläubige in ihren Kirchen. Das ist also, man hat erstmal alle christlichen Kirchen. Die erste Engelsbotschaft schneidet sozusagen einen gewaltigen Teil heraus. Aber aus dieser ganzen Adventbewegung ist durch die zweite Engelsbotschaft noch wieder ein Teil herausgeschnitten, wenn ihr so wollt. Und dann kam die große Enttäuschung, 1844. Und das haben wir ausführlich angeschaut, wie dann über zwei Jahre hinweg die ganze Adventbewegung in sich implodiert ist, könnt ihr euch erinnern? Und dann blieben nur noch ein paar übrig, die festgehalten haben und die im Laufe dieses Prozesses studiert haben, was ist denn eigentlich wirklich passiert am 22. Oktober 1844? Und die haben dann die dritte Engelsbotschaft entdeckt. Und die dritte Engelsbotschaft hat zur Entstehung welcher Gruppe geführt? Also wir haben die Adventbewegung, wir haben die Milleriten und daraus entstanden die, noch deutlich, Adventisten? Warum wurden die alle genannt? Adventisten? Genau, die erst genannt, die Sabbat-Adventisten, die den Sabbat entdeckt haben. Mahnmal, Siegel Gottes, das war die Entdeckung. Jesus ist ins Allerheiligste gegangen, im Allerheiligsten ist das Gesetz. Das Gesetz muss gehalten werden. Das Gesetz hat zehn Gebote und nicht neun. Welches Gebot halten wir nicht? Den Sabbat. Ja, das war dieser Gedankenprozess.

[9:12] Das heißt, die dreifache Engelsbotschaft ist nicht nur ein theologisches, eine theologische Zusammenfassung der biblischen Botschaft, sie ist gleichzeitig auch ein Drei-Schritte-Prozess, wenn ihr so wollt, in dem Gott sein Volk für die Endzeit herausgehauen hat. Ellen White sagt, im Englischen sagt sie so schön, ich habe es gar nicht auf Deutsch hier: "with a mighty cleaver of tooth", also wie wenn so ein Steinbergwerk ist, wo man so Steine raushaut. Dann nennt sie diese drei Engelsbotschaften, nennt sie solche Hämmer, mit denen Gott die Gemeinde aus der Welt herausgehauen hat. Die Wahrheit der ersten Engelsbotschaft haut den ersten Brocken heraus und damit dann im zweiten wird der nochmal definiert und dann der dritte gibt den letzten Stoß und dann ist das Volk so, wie es haben möchte. Das ist die Idee. Deswegen sagen wir, dass die dreifache Engelsbotschaft unsere Identität ist, nicht weil uns die Bibelstelle so toll gefällt, aber wir sagen auch, das ist so schön formuliert. Es gibt viele Gründe, warum sie wichtig ist, aber rein historisch gibt es uns deswegen, weil diese drei Engelsbotschaften in Reihenfolge verstanden worden sind. Ja, und das muss man verstehen, das gibt einem sehr viel Identität.

[10:32] Also er folgte ihnen. Man kann also das nur verstehen, wenn man versteht, wie wir aus der Adventbewegung über den Zwischenschritt der Milleriten zu den Sabbat-Adventisten geworden sind. Ellen White hat Visionen gehabt, wo sie das mit drei Schritten, einer Treppe mit drei Stufen gesehen hat. Da gibt es Leute, die sind auf die erste Stufe gegangen und dann Leute, die noch auf die zweite gegangen sind und dann nur noch wenige, die auf die dritte gegangen sind. Das ist die Idee. Es sind drei Stufen. Ihr könnt euch erinnern, dass der eine, der William Foy, der vor Ellen White die Gabe der Weisung bekommen hatte, könnt ihr euch daran erinnern? Der Schwarze, der diesen Traum gehabt hat von den drei Stufen und dann nicht verstanden hat, was die dritte Stufe bedeutet und dann aufgehört hat, Prophezeiungen zu bekommen und so. Das hat damit zu tun. Dritte Engelsbotschaft. Ja, wir kommen ja noch zur Offenbarung 13. Also das zum historischen Hintergrund.

[11:33] Jetzt, was ist die erste Engelsbotschaft, wenn man jetzt den Inhalt betrachtet, den ganzen Inhalt zusammengefasst hat? Was ist die erste Engelsbotschaft? Oder anders gefragt. Das ist ein wichtiger Teil, aber nicht nur. Also, wenn man die erste und die zweite miteinander vergleicht, wie könnte man die beiden charakterisieren? Erste und Zweite. Genau. Mit anderen Worten, die erste Engelsbotschaft, also die erste Engelsbotschaft hat die, bezeichnet die Wahrheit. Fürchtet Gott, gibt ihm die Ehre. Das heißt, richtige Theologie, richtiger Lebensstil. Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet denen, der gemacht hat. Also Gott, Gott, Gott, seine Wahrheit, die Wiederkunft des Untersuchungsgerichts, der Sabbat, sein Gesetz, seine Liebe, seine Rettung, Lebensstil, die Wahrheit.

[12:40] Jetzt die zweite Engelsbotschaft hat was, beschreibt was? Also die erste Engelsbotschaft beschreibt die Wahrheit. Die zweite Engelsbotschaft beschreibt den Irrtum, oder? Also erste Engelsbotschaft beschreibt: Das ist die Wahrheit, das ist das ewige Evangelium, das ist die Anbetung, das ist das Gericht, das ist die Prophetie, das ist, was wir tun sollen. Und dann die zweite Engelsbotschaft sagt: Während ihr das tun sollt, bitte tut das nicht. Denn das sind die Irrlehren, das ist der Wein der Unzucht, das ist der falsche Neubund, das ist gefallen, das ist Babylon, das ist Verwirrung. Wahrheit, klar, Verwirrung, Irrtum. Wahrheit, Irrtum.

[13:29] Und was ist jetzt die dritte Engelsbotschaft? Was präsentiert die jetzt? Ganz genau, auf den Punkt, Entscheidung. Das heißt, die dritte Engelsbotschaft hat nicht nur einen theologischen Inhalt, sie hat auch eine Geschichte, und sie hat auch eine Methodik. Eine Methodik, die wir lernen müssen, wenn wir die dritte Engelsbotschaft verkündigen wollen. Sie beginnt mit der Wahrheit, dann kommt der Irrtum, und dann ruft sie zur Entscheidung auf. Wahrheit, Irrtum, Entscheidung.

[14:01] Jetzt, es gibt manche Leute, die predigen ganz viel über die dritte Engelsbotschaft, die beachten diese Methodik nicht. Wenn die über die dritte Engelsbotschaft predigen, dann fängt das immer an mit 666, das Mahnmal des Tieres, oder so. Es geht da vorne los, es gibt so diese Faltblätter, vielleicht kennt ihr die. Da geht es mit dem Irrtum los, und ganz unten kommt die Wahrheit. Das ist gegen den Geist der dritten Engelsbotschaft. Die dritte Engelsbotschaft ist aus einem Grund geschrieben, wie sie geschrieben ist. Denn Jesus hat immer zuerst die Wahrheit präsentiert, und dann, wenn man die Wahrheit verstanden hat, ist man bereit, auch den Irrtum zu verstehen. Wenn ich den Menschen zuerst erkläre, dass das Papsttum abgefallen ist, aber sie nicht einmal Christus kennen, dann werden sie sagen: Was willst du überhaupt? Sie können das Böse als Böses gar nicht identifizieren. Man muss erst das Gute kennen und angenommen haben, um dann den Irrtum als solchen erkennen zu können.

[14:58] Ich kann mich erinnern, ich war mal in der Schule, in der 8. und 9. Klasse, da sollte jeder im Deutschunterricht einen Vortrag halten über ein frei gewähltes Thema. Dann hatte ich mir zur Aufgabe gemacht, einen Vortrag zu halten über die Schrecken der Freimaurerei und der Illuminaten. Ich habe alle Feitvorträge angeschaut, die es gibt im Internet. Ich war alles akzeptiert und die größten Hämmer aneinandergereiht, 45 Minuten. Das war sehr spektakulär. Da kamen sogar Schüler aus anderen Klassen, die das hören wollten. Wir haben die ganze Pause durchgemacht, die große Pause noch, aber da haben sich Leute gemeldet und gesagt: Christopher, selbst wenn das Satanisten sind, was ist daran so schlimm? Da ist es mir wie Schuppen vor den Augen gefallen, wie sollen die eigentlich erkennen, dass das schlimm ist, wenn sie gar nicht die Wahrheit kennen? Man kann ihnen all das eintrichtern, sie damit schocken wollen und sagen, wie schlimm das alles ist, aber ohne die Wahrheit sieht man da gar nicht, wie schlimm das ist.

[15:58] Das heißt, erst die Wahrheit, aber dann auch den Irrtum aufzeigen. Nicht, dass es nicht kommen soll, aber es muss in der richtigen Reihenfolge geschehen. Es ist genauso falsch, wenn ich sage: Nur die Wahrheit und nichts anderes. Nur das Gute, nur das Schöne, nur das Wunderbare, das reicht. Wahrheit, Irrtum und dann Entscheidung. Das ist, wo wir Deutschen oft das Problem haben, wo wir sagen: Ich sage dir die Wahrheit, ich sage dir was Falsches und du kannst jetzt mal machen, was du willst. Wir lassen den Heiligen Geist wirken. Die dreiviertel Engelsbotschaft sagt: Nein, entscheide dich. Ja, ein Ruf zur Entscheidung.

[16:30] Jetzt, nachdem wir das gesagt haben, warum steht dort in Offenbarung 14, Vers 9: "Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahnmal auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt." Warum steht dort: "Wenn jemand"? Schon da haben wir mal Gedanken gemacht, wir springen gleich zum Tier und zum Mahnmal, aber warum steht dort: "Wenn jemand"? Ja, dann, genau, wenn, das ist logisch. Das ist eine Bedingung, ja, also eine Bedingung. Ja, ja, okay.

[17:05] Das ist eine Warnung, ja. Ellen White sagt, das ist die feierlichste Warnung in der ganzen Bibel. Es gibt keine Warnung, die so feierlich, die so ernst und so gewaltig ist, wie die dritte Engelsbotschaft. Also das ist kein Pappenstil hier. Wenn, warum steht dort nicht: "Wenn ihr" oder "Wenn sie"? Warum steht dort: "Wenn jemand"? Es ist für alle, aber es ist persönlich. Das ist Gottes Wesen. Könnt ihr eine andere Stelle, wo Gott ganz persönlich spricht, obwohl viele zuhören? Wo viele, viele, bei den zehn Geboten, zwei Millionen Israeliten und er sagt: "Ich bin der Herr, dein Gott." Diese Entscheidung wird nicht in Gruppen getroffen, sie wird nicht in Kirchen getroffen oder in Völkern, sie wird eins für eins getroffen. Jeder einzelne wird einer dritten Engelsbotschaft gebrüht. Deswegen: "Wenn jemand", das ist eine individuelle Entscheidung. Diese Botschaft geht jeden Menschen an, nicht nur Völker, Nationen und Sprachen als Kollektive, sondern jeden Menschen. Es ist eine individuelle Sache. Es geht um die eigene Beziehung zu Gott oder nicht.

[18:14] Übrigens, kennt ihr andere Bibelstellen oder welche Arten von Bibelstellen beginnen oft mit den Worten: "Wenn jemand, dann so und so"? Gibt es da so typische Bibelstellen, die, wo es immer heißt: "Wenn jemand so und so, dann so und so"? Ja, aber es gibt Bibelstellen, vielleicht auch im Alten Testament, die immer so anfangen: "Wenn jemand, Punkt, Punkt, Punkt, Komma, dann so und so." Wörtlich: "Wenn jemand", diese beiden Worte: "Wenn jemand, dann so und so." "Wenn jemand", genau.

[18:46] Wenn Flüchen, Flüchen, Flüchen, ja. Schlaft mal mit mir in 2. Mose. Ich gebe ein paar Beispiele. Okay, wir können aus Zeitgründen jetzt nicht alle lesen, aber ein paar Beispiele. 2. Mose 21. Und das sind jetzt sehr, ja, 2. Mose 21, ihr werdet gleich den Punkt feststellen. 2. Mose 21, Vers 26: "Wenn jemand seinem Knecht oder seiner Magd ein Auge ausschlägt, so soll er sie freilassen für das Auge." Vers 33: "Wenn jemand eine Zisterne aufdeckt oder eine solche gräbt und sie nicht zudeckt und es fällt ein Rind oder Esel hinein, so hat der Zisternbesitzer den Eigentümer des Viehs mit Geld zu entschädigen. Das tote Tier aber soll ihm gehören." Vers 37: "Wenn jemand ein Rind stiehlt oder ein Schaf und es schlachtet oder verkauft, so soll er fünf Rinder für eines erstatten und vier Schafe für eines."

[20:01] Was sind das alles für Texte? Richtig, es ist Auslegung des Gesetzes. Wo haben wir das Gesetz gegeben? In 2. Mose 20, kurz vorher, ja. Und jetzt in 2. Mose 21 und 22 und 23 Kapitel, die wir ganz, ganz, ganz, ganz selten studieren. Da gibt Gott ein paar Beispiele, wie diese zehn Gebote, ja, die zehn Prinzipien im Lebensalltag der Israeliten sich auswirken. Das heißt, diese Formulierungen, so wie sie hier sind, sind nicht immer eins zu eins übertragbar für uns, weil wir keine Zisternen mehr aufdecken, in die Rinder reinfallen können, oder es passiert auch relativ selten, dass wir einem Knecht ein Auge ausschlagen. Aber die Idee ist, da gibt es die zehn Gebote, die sind gültig für alle Menschen, zu allen Zeiten, für alle Nationen. Und dann gibt Gott solche Anwendungsbeispiele, das sind Gesetze oder, wie soll man sagen, das ist so Gerichtssprache, oder? Wenn jemand das und das Verbrechen begeht, so soll er mit der Strafe bestraft werden. Zum Beispiel, wie wir es gelesen haben, Vers 26, wenn jemand einer Magd ein Auge ausschlägt, dann darf er sie nicht länger als Strafe, nicht mehr länger als Magd behalten. Da gibt es etwa ein Verbrechen, das ich begehe, sozusagen, und dann eine dem Verbrechen angemessene Strafe, sozusagen.

[21:30] Jetzt, warum sage ich das? Offenbarung 14, Vers 9 ist in derselben Sprache formuliert. Also, so wie hier steht: "Wenn jemand ein Auge ausschlägt", oder "Wenn jemand eine Kuh in die Zisterne fallen lässt", oder "Wenn jemand das und das macht, dann so und so", steht hier in Offenbarung 14: "Wenn jemand das Tier und sein Bild und das Mahnmal anbetet und annimmt, so wird er." Das ist auch ein Verbrechen, auch bestraft, und ebenfalls ist es eine Anwendung der Zehn Gebote. Die Zehn Gebote sagen nirgendwo: "Du sollst dir kein Mahnmal machen." Die Zehn Gebote sagen auch nicht: "Du solltest kein Bild anbeten", das würde noch gerade passen, aber in den Zehn Geboten kommen keine Tiere mit sieben Köpfen und zehn Hörnern vor. Warum? Weil nicht zu allen Zeitaltern irgendwelche Papste durch die Welt gelaufen sind. Es gab Zeiten, da gab es kein Papst. Die Zehn Gebote können nicht vor dem Papst warnen. Die Zehn Gebote warnen nur vor falscher Anbetung. Aber die Zehn Gebote müssen in jedes Zeitalter konkretisiert werden, was das in diesem Zeitalter bedeutet. Und im Kontext der dritten Engelsbotschaft bedeuten die Zehn Gebote das hier.

[22:54] Im Kontext der dritten Engelsbotschaft geht es nicht mehr darum, dass wir nicht mehr Baal anbeten dürfen oder Zeus, sondern nicht mehr das Tier und sein Bild. Das heißt, im Grunde genommen ist die dritte Engelsbotschaft genauso eine Konkretisierung der Zehn Gebote, wie diese recht merkwürdigen Gesetze für die Zehn Gebote sind, konkret ins Leben gebracht. Übrigens, auch in der Offenbarung wird immer dieses "Wenn jemand" dann immer so quasi als Gerichtssprache verwendet. Zum Beispiel heißt es: "Wenn jemand von diesen Worten hinwegnimmt, so soll er das und das bekommen", also als Strafe. Und wenn jemand diesen Worten hinzufügt, dann soll er die und die Strafe, nein, er soll von den Plagen hinzugefügt werden. "Wenn jemand", dann.

[23:47] Übrigens, warum ist es so wichtig, dass es hier eine Gerichtssprache ist, dieses "Wenn jemand"? Es geht um das Gericht. Die erste Engelsbotschaft kündigt ein Gericht an und die dritte Engelsbotschaft sagt, was ist die entscheidende Frage im Gericht, bevor Jesus wiederkommt? Was ist der Knackpunkt, an dem entschieden wird?

[24:10] Nun, gehen wir mal ein bisschen weiter und schauen uns dieses Tier an noch ein bisschen. Wir werden heute nicht bis ins Letzte durchkommen, aber Offenbarung 14, Vers 9 haben wir gelesen. "Und ein dritter Engel folgte ihm, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahnmal auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt." Jetzt: Tier, Bild und Mahnmal verweisen uns in welches Kapitel der Offenbarung? 13 haben wir ausführlich studiert, wir werden nicht alles wiederholen, weil sonst nicht wahr. Könnt ihr nochmal nachschauen, die entsprechenden Verse in unserem Seminar, Vers 14 und Vers 16 ist ja alles aufgenommen und aufgezeichnet und zur Verfügung. Aber nur mal ganz kurz zur Wiederholung: Das Tier ist wer? Genau, den Vatikan. Und das Bild des Tieres, genau, in dem Fall also den abgefallenen Protestantismus, der so wie der Vatikan Kirche und Staat verbinden wird, der abgefallene Protestantismus, der sozusagen die Prinzipien des römischen Katholizismus abbilden wird. Und das Mahnmal ist was?

[25:30] Nein, es ist nicht die Sonntagsheiligung. Stimmt eigentlich nicht, muss man vorsichtig sein. Sonntag ist schon gut, aber Sonntagsheiligung an sich, ein Sonntagsgesetz. Was ist der Unterschied zwischen einem Sonntagsgesetz und einer Sonntagsheiligung? Genau. Die Bibel sagt ganz deutlich, das Mahnmal ist der Moment, wo zuerst die USA und später die ganze Welt per Gesetz bewirken werden, dass Gottes Gesetz übertreten wird. Ein Mensch, der jetzt in bestem Wissen und Gewissen den Sonntag hält oder in bestem Wissen und Gewissen einfach denkt, der hat nicht das Mahnmal des Tieres, obwohl er den Sonntag heiligt, also das Sonntagsgesetz. Von diesen drei Dingen warnt die Offenbarung. Die wichtigste und feierlichste Warnung, die es in der ganzen Bibel gibt für unsere Zeit, ist von dem Vatikan, dem abgefallenen Protestantismus und dem Sonntagsgesetz. Und deswegen sollten wir das sehr ernst nehmen.

[26:41] Fangen wir mal an mit dem Tier, der Vatikan. Gehen wir mal zu Offenbarung 13 und lesen Offenbarung 13, Vers 4. Offenbarung 13 und dort Vers 3 und 4. Das ist genau das, wovor die Offenbarung warnt, oder? Wer, wenn jemand das Tier anbetet. Hier haben wir also, dass fast die ganze Welt das Tier anbeten wird und was werden sie sagen, während sie das Tier anbeten? "Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen?" Frage: Gibt die Offenbarung eine Antwort darauf, wer kann mit dem Tier kämpfen? Wo? Michael kämpft wo mit dem Tier? Wer kämpft? Ja, da steht nicht, das stimmt, das stimmt, aber da steht nicht, dass sie kämpfen. Da gibt es einen Text, wo steht, wer gegen das Tier kämpft. In der Offenbarung.

[27:58] Offenbarung 17, wir kürzen es ab, auf Zeitgrund. Offenbarung 17, Vers 13 und 14. Offenbarung 17, Vers 13 und 14: "Diese haben einen einmütigen Sinn und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier. Diese werden mit dem, mit dem Lamm Krieg führen und das Lamm wird sie besiegen." Also, wer besiegt das Tier? Das Lamm. Also, wenn die Menschen sagen: "Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen?", dann gibt die Offenbarung die Antwort: Es wird das Lamm sein. Aber diese Frage ist natürlich nicht informatorisch gemeint, das ist nicht so: "Helfen mal, wer kann das Tier besiegen?", sondern das ist eher eine rhetorische Frage, oder? "Wer ist dem Tier gleich, wer kann mit ihm kämpfen?" Diese Frage impliziert, dass die Menschen entweder Christus ablehnen oder ihm nicht die Kraft zutrauen, die er hat. Das heißt, die Anbetung des Tieres ist eigentlich eine Ablehnung oder eine Leugnung Christi, von Christus.

[29:07] Jetzt, wenn es heißt: "Wer ist dem Tier gleich?" Kennt ihr, was, was, was impliziert diese, diese, diese Frage: "Wer ist dem Tier gleich?" Dass es sehr hoch ist? Was impliziert sie noch? Nicht nur, dass es sehr hoch ist, sondern, dass da niemand höher oder sogar nur gleich ist. Und das ist wiederum eine Leugnung von, von Gott. Wer ist dem Tier gleich? Wessen Geist zeigt sich da? Das ist das Denken des Egos, der Geist Satans. Deswegen sagt die Bibel, sie beten den Drachen an, obwohl sie eigentlich nur das Tier anbeten. Sie haben keine Ahnung davon, dass sie Satan anbeten, aber die Anbetung ist ja letztendlich das Recht, ich gebe dir recht, ich gebe diesen Prinzipien recht, ich lebe nach diesen Prinzipien. Als A, kommen wir noch dazu, nächstes Mal.

[30:10] Kennt ihr jemanden? Oder anders, diese Formulierung: "Wer ist dem Tier gleich?" Da gibt es eine andere Person in der Offenbarung, die auch so ähnliche, so einen ähnlichen Namen hat. Ja, der Lucifer heißt ja, diese Idee, jemandem gleich zu sein. Michael, und Michael heißt übersetzt: "Wer ist wie Gott?" Ist auch eine rhetorische Frage, oder? "Wer ist wie Gott?" Ja, wer, wer so ist wie Gott? Michael ist so wie Gott. Und hier ist es: "Wer ist dem, ist dem Tier gleich?" Also mit anderen Worten, dieses Tier ist der, der Gegensatz zu Christus. Es ist der, der Antichrist. Wir müssen Christus kennen, um überhaupt zu verstehen, wer der Antichristus ist.

[31:04] Nächstes Mal werden wir dann genauer reingehen und vor allem Hesekiel 28 studieren. Wenn ihr was vorbereiten wollt zu Hause, lest mal Hesekiel 28, und zwar nicht ab Vers 12, wie wir es immer tun, weil wir das gut kennen, sondern ab Vers 1. Hesekiel 28 ab Vers 1, die Verse 1 bis 11. Und schaut mal, ob ihr da was Interessantes findet, was uns hier für das Studium helfen kann. Hesekiel 28 von Vers 1 an. Ja, Vers 12 kennen wir dann, das können wir auch fast auswendig. Aber Vers 1 ist spannend, und da werden wir das nächste Mal drauf eingehen.

[31:41] Die dreifache Engelsbotschaft ist mehr als nur Bibeltext. Sie gibt uns theologisch unsere Identität, sie gibt uns historisch unsere Identität, und sie gibt uns methodisch unsere Identität. Und wenn wir die dreifache Engelsbotschaft wirklich verkündigen, müssen wir wissen, was sie beinhaltet, wen sie hat entstehen lassen und wie sie strukturiert ist. Wenn wir das alles zusammen nehmen, dann kommen wir unserer Aufgabe klar. Und so wie Johannes in der Wüste damals seinen Auftrag studiert hat, bis er Fleisch geworden ist, seinen Auftrag in ihm, so müssen wir die dreifache Engelsbotschaft studieren, bis es in uns in Fleisch und Blut übergegangen ist.

[32:27] Und übrigens, deswegen gibt es auch das Josua Camp Meeting, aber da werde ich jetzt keine lange Werbung für machen. Aber ihr wisst, auch alle, die jetzt zuschauen, dass wir im Juni ein Camp Meeting haben werden, wo wir genau diese Botschaften nochmal sehr gründlich von verschiedenen Sprechern aus beleuchten werden. Das wird dann eine sehr gute Ergänzung sein zu dem, was wir hier machen. Ich hoffe, ihr habt euch schon alle angemeldet, oder? Ja, wunderbar. Und ihr, die da zuschaut, könnt euch anmelden auf www.josuacamp.de.

[32:50] Das soll es für heute gewesen sein. Wir werden nächste Woche an der Stelle weitermachen mit dem Tier und werden dann weitermachen mit dem Tier, wahrscheinlich auch zu den Bildern des Tieres kommen und feststellen, was es genau bedeutet, das Tier anzubeten. Wir werden spannende Sachen herausfinden, kann ich euch jetzt schon versprechen. Wollen wir Gott noch bitten, dass er uns hilft, diese Dinge richtig zu verstehen, im richtigen Geist aufzunehmen und dann auch der Welt zu verkündigen. Lasst uns doch gemeinsam niederknien.

[33:26] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Botschaft der dreifachen Engelsbotschaft, dass sie uns inhaltlich zeigt, was wir zu predigen haben, dass sie uns historisch zeigt, wo wir herkommen als Bewegung und dass sie uns methodisch zeigt, wie wir arbeiten können und sollen, damit es deinem Maßstab entspricht. Wir möchten dich bitten, dass du uns Liebe zur Wahrheit schenkst und uns auch hilfst, die Wahrheit in Liebe zu sagen und dass wir immer vor Augen haben, dass es nicht darum primär geht, den Irrtum zu erheben, sondern die Wahrheit zu erheben und den Irrtum nur als Kontrast darzustellen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass jeder einzelne von uns persönlich eine Erfahrung mit der dreifachen Engelsbotschaft hat, dass sie uns in Fleisch und Blut übergeht und dass wir verstehen, was die Prinzipien sind der Gerechtigkeit, die sich daran zeigen und die du uns anbietest. Habt Dank für alles und segne uns in unserem Bemühen, diese Botschaft zu verstehen und zu verbreiten. Im Namen Jesu. Amen.

[34:29] Damit verabschieden wir uns, wünsche euch Gottes Segen. Danke, dass ihr eingeschaltet habt und wir sehen uns nächste Woche wieder auf Joel Media TV. Schön, dass ihr da gewesen seid. Guten Nachhauseweg und Gottes Segen euch. Amen.


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