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In dieser Folge des Offenbarungsseminars wird die sechste Plage aus Offenbarung 16:12 behandelt, die das Vertrocknen des Euphrats beschreibt. Christopher Kramp erklärt die symbolische Bedeutung des Euphrats und Babylons in der Endzeit und wie dies mit der historischen Eroberung Babylons durch die Meder und Perser zusammenhängt. Die Predigt beleuchtet, wie diese Ereignisse auf die endzeitliche Allianz gegen Gott und die bevorstehende Wiederkunft Jesu vorbereiten.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Nach längerer Pause sind wir wieder dabei. Schön, dass ihr hier heute hergekommen seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Zur nächsten Folge. Wir sind ja mitten in den sieben letzten Plagen und fangen jetzt mit einem interessanten Abschnitt an, von dem ich glaube, dass jeder ihn mal gründlich studiert haben sollte, nämlich die sechste Plage und all das, was mit der Schlacht von Harmagedon zu tun hat. Das wird uns einige Zeit beschäftigen, vor allem, weil das in der 17. und im 18. Kapitel dann auch ausgeführt wird. Das wird jetzt wahrscheinlich noch Monate uns so richtig beschäftigen. Aber wir fangen heute mal an mit Offenbarung 16 Vers 12. Bevor wir das tun, wollen wir nach Gewohnheit niederknien für ein Anfangsgebet und dann starten.

[0:50] Lieber Vater im Himmel, danke für diesen Abend, für die Gelegenheit, dein Wort zu lesen. Wenn wir jetzt in der Offenbarung über Dinge studieren werden und uns damit beschäftigen werden, was in der Zukunft kommt, dann möchten wir dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, dass du uns vor Spekulationen bewahrst, dass wir eine gesunde biblische Auslegung finden, und dass wir vor allem sehen können, in all dem, was dort in der Offenbarung geschrieben wird, wie sehr du dich um dein Volk und jeden Einzelnen von uns kümmerst. Sprich du zu uns, sprich du zu unserem Herzen und sei du jetzt bei uns im Namen Jesu. Amen.

[1:36] Offenbarung 16 und dort Vers 12, sechste Plage. Und wir haben ja schon ein bisschen uns mit den Plagen beschäftigt und wir fassen jetzt nur ganz kurz zusammen. Wir haben gesehen, die ersten vier Plagen, die nicht universell sind, sondern zu verschiedenen Zeitpunkten, zu verschiedenen Orten sein werden, sind allesamt Gerichte, die den Sünden entsprechen. Wir haben davon gesprochen, dass sowohl das Geschwür, das dort entsteht, als auch das Wasser, das zu Blut wird, erst im Meer, dann später in Wasserquellen, als auch die Sonne, die die Menschen versengt, dass das alles immer in einem gerechten Zusammenhang steht mit den Dingen, die sie gegen Gott getan haben und die sie auch anderen Menschen angetan haben. Da sagt der Engel ja zum Beispiel, dass sie das Blut der Heiligen vergossen haben, deswegen gibt ihnen Gott Blut zu trinken. Also die Plagen, das haben wir sehr ausführlich dargestellt, zeigen die Gerechtigkeit Gottes auf eine sehr besondere Art und Weise. Wir haben auch gesehen, dass die Plagen in einer Gesellschaft, die vorgibt, christlich zu sein, was dann geschehen wird, weil die ganze Welt dem Tier hinterher folgt und nachschaut und es einen Schein von Gottesfremdheit geben wird und man im Namen Gottes die Zehn Gebote ändern wird, in diesem Zusammenhang werden die Plagen als Strafgericht Gottes an denen empfunden werden, die nicht mitmachen. Die sagen, wir wollen die Zehn Gebote genauso halten, wie sie dort stehen, nicht wie sie neu definiert werden. Und wir wollen auch niemand anders anbeten als nur Gott alleine. Und man wird zu der Überzeugung kommen, dass die Plagen von Gott ausgegossen werden, wegen diesen Abweichlern, die treu zu Gottes Geboten stehen. Und deswegen kommt dann die fünfte Plage, die, wie wir gesehen haben das letzte Mal, auf den Thron des Tieres ausgegossen wird, sodass die Menschen tatsächlich erkennen, dass sie getäuscht worden sind. Und das ist jetzt quasi die Idee, die uns zur sechsten Plage bringt. In der fünften Plage wird deutlich, dass Gott nicht die Abweichler von der Gesellschaftsnorm, diejenigen, die sich den Gesetzen des Tieres widersetzen, nicht die bestraft, sondern das Tier selbst. Und das führt jetzt zu den Ereignissen der sechsten Plage und die wollen wir uns genauer anschauen. Vers zwölf, fangen wir heute mal damit an.

[4:32] Und der sechste Engel goss seine Schale aus auf den großen Strom Euphrat und sein Wasser vertrocknete, damit den Königen vom Aufgang der Sonne der Weg bereitet würde. Nun solltet ihr zumindest mal gehört haben, dass wir als Adventgemeinde dort früher eine andere Sicht gehabt haben, als die, die ich euch jetzt heute präsentieren werde und die vielleicht hier und da noch mal auftauchen wird. Wir haben lange Zeit geglaubt oder ein Großteil hat geglaubt, vor allem um die Jahrhundertwende herum, um 1900 herum bis 1950 ungefähr, dass hier noch mal eine letzte große tatsächliche militärische Weltauseinandersetzung stattfindet. Euphrat nahe Osten, damals Osmanisches Reich, schon damals immer ein Pulverfass gewesen, wo alle Kolonialmächte sich drum gestritten haben. Und man hat immer auf die Schlacht von Harmagedon gewartet, von der man glaubte, dass dort die Weltmächte einen Weltkrieg führen um das Öl oder sonst etwas. Also wenn ihr 1920 oder 1910 oder so in eine evangelistische Veranstaltung gegangen wärt, da wäre ein Vortrag immer über die Eastern Question, die Frage des Nahen Ostens gewesen. Wann kommt da die Schlacht im Nahen Osten? Und das war relativ populär, aber ein Weltkrieg nach dem anderen hat gezeigt, dass der Nahe Osten nicht der Nabel der Welt ist und nicht die Weltmächte sich nur um den Nahen Osten streiten werden. Und vor allem hat dann Bibelstudium, so um die 50er Jahre herum, einiges herausgefunden, was wir heute auch dann studieren werden und die nächsten Male. Nur, dass ihr mal gehört habt, dass das etwas ist, was auch im Laufe der Zeit sich entwickelt hat. Und vielleicht gibt es ja noch neue Dinge, die wir noch nicht gesehen haben.

[6:28] Vers 12. Der Engel goss seine Schale auf den Strom Euphrat. Fangen wir mal damit an. Der Euphrat ist uns woher bekannt? Ganz am Anfang schon einer der vier Paradiesströme, die aus dem Paradies herausgingen, hieß Euphrat. Von dem Euphrat wissen wir nichts mehr. Der ist untergegangen mit der Sintflut und obwohl er jetzt heute lang fließt, wahrscheinlich ein ganz anderes Flussbett, aber der Name ist sehr alt. Was wissen wir noch über den Euphrat? Welche bedeutende Funktion hat der Euphrat? In der Bibel, wo fließt der Euphrat lang? Gibt es irgendetwas, was mit dem Euphrat verknüpft ist, verbunden ist, irgendwas mit dem Euphrat zu tun hat? Ja, das gelobte Land sollte bis zum Nordeuphrat gehen, der dann in der heutigen Syrien, heutigen Türkei lang fließt. Der Euphrat ist ein langer Fluss. Da kommt er aus der heutigen Osttürkei und fließt dann durch Syrien und durch den Irak, bis er irgendwann in den Golf von Persien mündet. Ja, der wurde oft überquert. Immer wenn es Krieg gab, musste er überquert werden zwischen den einzelnen Weltmächten. Noch irgendwas, was euch zum Thema Euphrat einfällt? Ihr könnt ja schon so mit einem halben Gehirnhälfte schon mal ein bisschen endzeitlich denken. Gibt es denn eine Stadt, die berühmt ist dafür, dass der Euphrat in der Nähe war?

[8:19] Babylon! So berühmt, dass der Euphrat... Das wäre korrekt. Von Norden nach Süden, so ungefähr. Dann hier noch so eine äußere Mauer. So ungefähr sah Babylon aus. Die Stadt Babylon wurde vom Euphrat durchflossen. Und jetzt klingelt es vielleicht schon so ein bisschen, weil Babylon spielt in der Endzeit auch eine Rolle. Aber es geht erstmal um den Euphrat. Der Euphrat ist der Fluss, der durch Babylon fließt. Da fließt er durch die andere Städte, aber in der Bibel ist die Verbindung zwischen Babylon und Euphrat besonders stark. Wir versuchen das Bild zu verstehen. Dann versuchen wir zu sehen, woher das Bild kommt und machen eine Auslegung. Der Euphrat fließt durch Babylon. Was wird mit dem Euphrat passieren hier in Vers 12? Die sechste Plage bezieht sich auf den Euphrat. Was passiert mit dem Euphrat? Er vertrocknet. Genau, jetzt klingelt es. Der Euphrat vertrocknet. Mit welchem Ziel? Schaut den Text. Für neue Könige, damit der Weg bereitet wird für neue Könige. Woher kommen die neuen Könige? Vom Aufgang der Sonne, genau. Andere Sprache, ausgedrückt vom Osten. Hier kommen Könige vom Osten, die offensichtlich Babylon besiegen. Aber um Babylon besiegen zu können, muss vorher der Euphrat vertrocknen. Das ist das Bild. Jetzt hast du richtig gesagt, siehe damals. Das Ganze ist mal buchstäblich passiert. Wann und wo ist der Euphrat vertrocknet, um Königen vom Aufgang der Sonne den Weg zu bereiten? Die Meder und Perser, genau. Woher kamen denn die Meder und Perser, wenn man jetzt von Babylon ausgeht? Aus dem Osten. Also Medien liegt irgendwie da und die Perser ist da. Vom Osten. Das waren übrigens nicht, es war nicht ein König, es waren Könige. Da war Darius der Meder, da war auch der Kyros, der dann später König wurde. Die Allianz vom Osten, die Könige vom Osten haben Babylon erobert. Woher wissen wir, dass das Wasser versiegt ist? Wir wissen es natürlich aus der Geschichte. Ihr kennt die Geschichte. König, nicht König, aber der General Kyros hat den Euphrat umleiten lassen und schon war plötzlich das Flussbett trocken und deswegen ist die Stadt gefallen. Es gibt ein paar Bibeltexte, die das beschreiben, oder einen zumindest, das beschreibt auch. Es wird auch von Geschichtshistorikern beschrieben.

[11:32] Schaut mal in Jesaja, Jesaja 44. Das ist so der klassische Text. Das ist diese berühmte Prophezeiung. Jesaja 44. Es gibt kein Foto von der Geschichte, aber es gibt Historiker, die das berichten. Und es gibt einen Bibelfers, der das auch sagt, dass das so passieren würde. Schau mal, das ist hier in Jesaja 44 Vers 27, der zur Meerestiefe spricht, versiege und deine Ströme werde ich trockenlegen. Der von Kyros spricht, er ist mein Hirte und er wird all meinen Willen ausführen und zu Jerusalem sagen, werde gebaut und zum Tempel werde gegründet. So spricht der Herr zu Kyros, seinem Gesalbten, dessen rechte Hand ich ergriffen habe, um Völker voll niederzuwerfen und die Länder von den Königen zu entgürten, um Türen voll zu öffnen und Tore, damit sie nicht geschlossen bleiben. Vier Verse, da geht es um einen Gesalbten mit Namen Kyros, der Könige besiegen soll. Ströme sollen versiegen und Türen werden nicht verschlossen sein. Und die Geschichte lehrt uns, dass als die Könige vom Osten kamen, die Meder und Perser, um das babylonische Weltrecht zu besiegen, wurde der Euphrat getrocknet und die Tore waren offen. Also die Prophezeiung hat sich bis ins Detail erfüllt. Achte darauf, dass der wie der Kyros genannt wird, er wird genannt der Gesalbte. Das ist schon sehr interessant. Das heißt, die Geschichte war die, die Meder und Perser erobern Lydien, dann kommen sie, um Babylon anzugreifen. In der Nacht- und Nebelaktion wird der Euphrat umgedreht. Was haben die Babylonier zu dem Zeitpunkt getan? Die haben gefeiert und haben sich betrunken. Jetzt denkt Offenbarung, Babylon, der Wein der Unzucht. Und dann in der letzten Nacht, sie werden essen und trinken und nicht mitbekommen. Sie werden drüber lachen, obwohl die Zeichen der Zeit quasi schon stehen. Und dann, wie haben sie dann mitbekommen, was passiert ist? Da war die Handschrift an der Wand.

[14:12] Gezählt, gewogen und den Medern und Persern gegeben. Genau, das war die Zeit von Daniel. Da heißt es, es gibt ein Gericht über Babylon, wo die Taten gewogen werden und sie werden zu leicht befunden. Und Babylon stürzt in einer Nacht. Und hier ist jetzt so eine Überlegung, die sich in den 50er Jahren wirklich durchgesetzt hat. Wenn der Euphrat im Alten Testament so eng an Babylon verknüpft ist und das Trockenlegen des Euphrats mit dem Fall Babylons zu tun hat, dann ist diese sechste Posaune höchstwahrscheinlich nicht ein militärisches Aufeinandertreffen, gerade irgendwo in der Nähe des buchstäblichen Euphrats, sondern genau dasselbe passiert, nur geistlich. Denn Babylon ist definitiv geistlich in Offenbarung. Niemand glaubt, dass der buchstäbliche Staat Irak oder Bagdad noch mal die antichristliche Macht in der Offenbarung ist. Das heißt, wenn Babylon, die Stadt Babylon, die große Stadt in der Offenbarung, heißt es ja, ein Symbol ist, dann kann der Euphrat, der durch Babylon durchfließt, nicht der buchstäbliche Euphrat sein. Er muss ein Symbol sein. Jetzt ist die große Frage, wofür steht der Euphrat? Fangen wir anders. Wofür steht Babylon in der Offenbarung?

[15:42] Verwirrung im Allgemeinen, das steht in der ganzen Bibel, aber in Offenbarung noch genauer. Genau schaut man in Offenbarung 17, Vers 1. Und einer von den sieben Engeln, welche sieben Schalen hatten, kam und redet mit mir und sprach zu ihm, komm ich will das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt. Also auch diese Hure sitzt an Wassern. Vers 5. Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, Geheimnis Babylon, die große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde. Und damit ist eine Frau in Offenbarung, die Stadt ist eine Frau. Eine Frau ist eine Kirche, eine Gemeinde, Zweite Korinther 11. Und eine Hure ist eine untreue Kirche, die den Bund Gottes, nicht bewahrt der Bund Gottes, das Gesetz Gottes im Herzen und eine Vergebung durch Jesus als Hohepriester, eine Kirche, die das Gesetz ändert und Vergebung durch menschliche Priester anbietet, bricht den Bund. Und so ist die römische Kirche die Mutter. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Sie sitzt an vielen Wassern und die Wasser sind was? Jetzt kommt genau der Vers, den wir immer gebrauchen, um Daniel 7 zu erklären und andere Verse. Endlich mal in seinem Kontext. Offenbarung 17, Vers 15. Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, die Hure Babylon, die Wasser, an denen die Hure Babylon sitzt, sind was? Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen. Der Vers gilt natürlich auch für Daniel 7 und überall, wenn das Wasser sich aufwühlt und die Tiere rauskommen. Aber geschrieben im Kontext bezieht es sich insbesondere auf den Euphrat. Das ist sozusagen der innere Kontext dieses Verses. Die Wasser, an denen die Hure sitzt. Der Euphrat steht für all die Völker und Menschen, die Babylon unterstützen. Denn der Euphrat hat Babylon mit Wasser versorgt und solange der Euphrat durch Babylon durchfloss, konnte Babylon nicht eingenommen werden, weil man konnte in der Stadt anbauen. In dem Moment, wo der Euphrat nicht mehr durchfloss, wo er quasi seine Unterstützung aufgegeben hat, weil man ihn umgeleitet hat, weg von Babylon, war plötzlich die Stadt angreifbar. Die Idee des vertrocknenden des Euphrats in der sechsten Plage ist also die, dass aufgrund der Ereignisse der fünften Plage, wenn die Menschen sehen, dass Gott mit dem Tier selbst zornig ist, dass sie umgeleitet werden, dass sie ihre Unterstützung dem Papsttum entziehen, dass sie jetzt erkennen, wir sind verführt worden und wir werden diese falschen Lehrer nicht länger unterstützen. Was nicht bedeutet, dass sie sich bekehren. Was nicht bedeutet, dass sie plötzlich eine zweite Gnadenzeit bekommen. Die Gnadenzeit ist längst vorbei, aber sie werden jetzt erkennen, dass sie getäuscht worden sind und was passieren wird, ist das, was immer passiert in solchen Fällen. Schaut mal in Offenbarung 17, das werden wir dann später mal noch ausführlicher beschreiben. Offenbarung 17, Vers 16, nachdem es steht, die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzen, sind Völkerscharen und Nationen und Sprachen. Vers 16, die zehn Hörner, die du auf dem Tier gesehen hast, also diese Königreiche, die das Tier unterstützen und fördern, diese werden die Hure hassen und sie verwüsten und entblößen und sie werden ihr Fleisch verzehren und sie mit Feuer verbrennen. Mit anderen Worten, die Koalition, die sich zusammenfindet gegen Gott, bricht auseinander, noch bevor Gott selbst kommt.

[19:56] Mit anderen Worten, bevor die Wiederkunft stattfindet, bricht diese große Allianz zwischen Babylon und all den Völkern, die Babylon unterstützen, bricht schon vorher auseinander in der sechsten Plage und das bereitet den Weg für Jesus, weil damit nämlich auch vor dem Universum sichtbar wird, dass diese Allianz, die der Satan schmiedet, nicht hält. Sie werden nicht aneinander haften, sagt Daniel 2. Das heißt, dieses vertrocknete Euphrat und dann verbunden mit der Schlacht von Harmagedon, die wir in den nächsten Wochen anschauen werden, bezieht sich letztlich darauf, dass das Zusammengehen der Völker mit Rom nicht von Dauer sein wird. Sie werden den römischen Lehren ihre Unterstützung versagen und anfangen, sich gegenseitig zu vernichten. Ellen White beschreibt das übrigens sehr interessant. Sie sagt, dass dieselben Waffen, die ausgegeben werden, um die Übrigen zu vernichten, plötzlich jetzt benutzt werden gegen die falschen Lehren. Sie werden sich anfangen, gegenseitig abzuschlachten. Das ist sozusagen genau diese Idee, dass die Völker trennen sich innerlich von Babylon und wir werden auf dem Mark 17 sehen, fangen an, jetzt das System zu bekämpfen. Das ist so ähnlich, wie wenn im Alten Testament die Feinde plötzlich anfangen, sich gegenseitig abzuschlachten. Oder dann auch ganz bekannt in Offenbarung 20, bevor das Feuer fällt, die Dämonen und die Gottlosen gegeneinander kämpfen werden. Eigentlich immer dasselbe Prinzip.

[21:37] Das heißt, die sechste Plage öffnet sozusagen den Weg für die Könige des Ostens. Das ist vielleicht noch der letzte Punkt. Wer sind diese Könige von Osten? Damals in der alten Theorie, die vor allem von Uriah Smith kam, hat man gedacht, naja, er findet eine große Schlacht am Euphrat und dann kommen irgendwann die Chinesen, die Japaner und die gründen dann vielleicht mal ein großes Weltreich oder so. Die Eastern Question, hat man mal gedacht. Was wollen die Chinesen? Aber ich glaube, die Könige von Osten haben gar nichts mit den Chinesen zu tun. Wenn Babylon symbolisch ist und der Euphrat symbolisch ist, sind auch die Könige von Osten symbolisch. Und denkt noch, wer war der buchstäbliche König, der Babylon erobert hat? Ja, der General, genau. Kyros, der kam mit seinem Stiefvater Darius dem Meder, die kamen und haben Babylon besiegt. Und wie wurde Kyros nochmal genannt in Jesaja? Der Gesalbte, der dann auch das Volk Israel befreit hat, damit sie wieder nach Palästina gehen können. Genau, der Gesalbte mit seinem Vater und seiner ganzen Armee. Wer wäre der Gesalbte? Jesus, genau. Das heißt, wir haben Jesus, wir haben seinen Vater und wir haben die Armee des Himmels, die himmlischen Herrscher. Das heißt, die Könige vom Osten oder vom Aufgang her, sondern währenddem zufolge die Beschreibung der Wiederkunft. Genau, weil er kommt ja, er wird ja beschrieben in Offenbarung 19, wie er auf seinem Pferd kommt und mit ihm die Himmelssphäre folgen. Das ist ja auch quasi so eine kriegerische Idee, können wir lesen mit Offenbarung 19. Vers 11, ist dann den Himmel geöffnet und siehe ein weißes Pferd und darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Und dann heißt es in Vers 14, und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage. Das heißt, in der Analogie Babylon, Medo-Persien, Euphrat, das Volk Gottes sind die Juden in Babylon, die gefangen sind in Babylon. Und jetzt kommen die Meder und Perser, jetzt kommt Kyros, der Gesalbte, um das Volk Gottes zu befreien und dadurch wird der Euphrat umgelenkt und Babylon fällt in einer Nacht, so wie Gott es geschrieben hat und durch Daniel ausgelegt wird. Genauso geschieht es, weil sie mit dem Wein der Unzucht alle getrunken gemacht haben. Auf dieselbe Art und Weise gibt es das Volk Gottes, das jetzt auf dieser Welt dann gefangen sein wird, verfolgt sein wird, dem Tode ausgeliefert sein wird durch das römische System. Aber damit Jesus wiederkommt, wird vorher aufgrund der Plagen, die Plagen führen dazu, dass diese Allianz gegen Gott aufbröckelt und schon die römischen Lehrer durch die wütenden Volksmengen vernichtet werden, so dass nämlich nicht das Todesurteil an den Gläubigen ausgestreckt wird, sondern an denen, die das Todesurteil indiziert haben, wodurch die Gläubigen befreit sind, schon im ersten Schritt. Offenbarung 16, Vers 12 beschreibt noch nicht die Wiederkunft. Das steht nur, damit der Weg bereitet wird. Ja, das ist quasi ein vorbereitendes Ereignis, um die Wiederkunft mit einzuleiten. Da kommt dann noch die siebte Plage und dann kommt erst die Wiederkunft, aber die sechste Plage ist ein entscheidendes Ereignis. Das heißt,

[25:28] ganz genau, es gibt mehrere dieser Stellen und dass Jesus übrigens wirklich vom Osten kommt, das gibt es auch Stellen der Bibel, nicht wahr? Fällt euch eine ein, wie der Blitz ausgeht von Osten und geht nach Westen. Es gibt mehrere Stellen, die das auch andeuten, dass die Wiederkunft mit dem Osten verknüpft ist. Auch das Siegel Gottes kommt ja von einem Engel, der vom Sonnenaufgang herauf steigt und vielleicht noch ein Vers dazu in Jesaja 41.

[25:58] Jesaja 41, hast du den gemeint? Nee, den anderen. Ja, Jesaja 11, genau, aber les mal Jesaja 41. Jesaja 41 und dort Vers 25. Jesaja 41 und dort Vers 25. Ich habe einen, und jetzt achtet mal darauf, das ist interessant, ich habe einen von Norden her erweckt und erst von Sonnenaufgang her gekommen. Das ist interessant, oder? Norden und Osten. Wenn ihr ein bisschen euch mit Daniel 11 auskennt, dann wisst ihr, da gibt es auch Botschaften von Norden und Osten. Und wenn ihr euch mit der Geschichte auskennt, wisst ihr, Babylon, die Meder und Perser hatten zwar ihr Kernland im Osten, aber der Angriff auf Babylon erfolgte nicht von Osten, sondern von Norden. Die sind nämlich von Norden gekommen, weil die vorher Lydien erobert haben und dann sind die hier vom persischen Kernland runter und sind dann von Norden, haben die Provinzen eingenommen. Das heißt, sie waren zwar Könige vom Osten, kamen aber von Norden. Und Norden in der Prophetie oder der Bibel steht wofür? Der Thron Gottes ist im äußersten Norden. Und wenn die Propheten, Jesaja und Jeremia vom Norden sprechen, was meinen sie dann meistens? Ein Wirbelsturm kommt aus dem Norden. Der Norden war immer die Himmelsrichtung des Gerichtes. Die ganzen Feinde Israels kamen immer aus dem Norden. Ja, die Assyrer und die Babylonier, weil die nicht durch die Wüste kamen, kamen immer von Norden. Aus Norden kam das Gericht und das passt sehr gut mit dem Thron Gottes, weil am Thron Gottes wird Gericht gehalten. Throne wurden aufgestellt, das Gericht setzte sich. Osten dagegen steht nicht so sehr für das Gericht, sondern für Osten, Wiederkunft, Erlösung. Der Zerarias sagt, dass Gott sein Volk besucht hat, dass der Aufgang von der Sonne vom Osten her sein Volk besucht hat. Der Osten steht für die Versiegelung. Das heißt, das Bild ist sozusagen, jemand, der eigentlich von Osten kommt, kommt jetzt von Norden. Er ist zwar von seiner Identität her von Osten, aber er kommt jetzt gerade von Norden. Jesus kommt, ist seiner Identität nach jemand, der Erlösung bringt, jemand, der den neuen Bund bringt. Aber für Babylon kommt er jetzt als der Gerichthaltende. Er kommt von Norden und diese Kombination von Osten und Norden ist genau die Botschaft in Daniel 11. Das heißt, dass Gerüchte aus Osten und Norden den König des Nordens aufschrecken werden. Kennt ihr eine Botschaft in der Bibel, die die gute Nachricht des Evangeliums mit dem Gericht verbindet? Eine Botschaft, die das Evangelium, die gute Nachricht, mit dem Gericht verbindet? Offenbarung 14, Vers 6, ein ewiges Evangelium. Jesus kommt wieder. Vers 7 fürchtet Gott und gibt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Osten und Norden. Das heißt, dass Daniel 11 spielt eine große Rolle auch mit. Wir werden das später nochmal anschauen. Nächstes Mal gucken wir, wie diese Allianz erstmal zustande gekommen ist. Die Offenbarung macht jetzt einen Sprung in den nächsten Versen und geht ein bisschen zurück in der Zeit und zeigt, wie diese Allianz zwischen Euphrat und Babylon zusammengekommen ist, die jetzt in der sechsten Plage zusammenfällt. Aber schauen wir uns das nächste Mal an. Also ich denke, heute haben wir wirklich einen wichtigen Punkt verstanden, weil das ist eines der Schlüsselereignisse in der Zukunft, das Vertrocknen des Euphrats. Und das heißt nicht, dass nicht trotzdem auch im Nahen Osten gekämpft wird und das wird auch weiter so gehen. Aber die Wiederkunft Jesu hängt nicht von einer Schlacht in Syrien ab, aber sehr wohl davon, dass diese Prinzipien von Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit aufeinandertreffen.

[30:06] Okay, dann würde ich vorschlagen, dass wir noch gemeinsam beten und damit den Abend beschließen.

[30:12] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du zu uns gesprochen hast, dass wir dein Wort verstehen konnten. Hab Dank, dass du uns Neuerkenntnis geschenkt hast oder auch all das vertieft hast in unserem Herzen. Wir möchten dir danken, dass die Bibel so ein wunderbar harmonisches Ganzes ist, das sich selbst auslegt und wo all das Neues Testament so zusammenwirken. Und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir diese Botschaft von Norden und Osten, die Botschaft von Gericht und Evangelium selbst in unserem Herzen verstehen. Dass wir alles daran setzen, jeden Tag bereit zu sein, wenn du bald wiederkommen wirst. Wir danken dir, Jesus, dass du dich um uns kümmerst, auf uns acht gibst und uns immer wieder zu dir ziehst. Danke dafür. Amen.


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