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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird der Vers Offenbarung 1:19 aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ von Mirjam Giebfried behandelt. Es wird beleuchtet, warum Gott Johannes auffordert, aufzuschreiben, was er gesehen hat, was ist und was kommen wird. Dabei wird die Bedeutung des geschriebenen Wortes Gottes für spätere Generationen, seine Beständigkeit und die Notwendigkeit des Verstehens hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:46] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Sehr schön, dass ihr heute Abend da seid. Ein herzliches Willkommen auch an alle Zuschauer im Livestream oder auch Gottes Segen euch, wenn ihr das Video später anschauen solltet.

[1:03] Wir wollen heute weiter in Offenbarung 1 studieren. Wir haben das letzte Mal Vers 18 abgeschlossen. Heute geht es um Offenbarung 1, Vers 19. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.

[1:23] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir heute zu dir kommen können und uns von dir die Offenbarung erklären lassen können. Du hast sie aufschreiben lassen von Johannes und ich danke dir, dass wir heute in unseren Händen halten dürfen, was du damals Johannes gezeigt und gesagt hast. Bitte erfülle unsere Herzen jetzt mit deinem Heiligen Geist, dass deine Worte auch als dein Wort uns wirksam wird, von dem du sagst, dass es zur Errettung unserer Seelen dienen kann. Herr, wir bitten dich um deine Gegenwart, aber auch, dass du bei uns bleibst und uns die Kraft und den Mut schenkst, es fortan auszuleben. Ich danke dir, dass du jetzt alles Störende von uns fernhalten möchtest.

[2:29] Lasst uns aufschlagen Offenbarung 1 und dort lesen wir Vers 19. Es ist ein kurzer und trotzdem etwas kompakter Vers, den wir heute noch ein bisschen ausdehnen. Und ich freue mich schon darauf. Was, lass uns noch mal kurz wiederholen, was haben wir uns letzte Woche angeschaut? Da haben wir den Vers 18 noch gehabt, wo es heißt, dass Jesus von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt und dass er die Schlüssel des Totenreichs und des Todes hat. Was ist euch noch so in Erinnerung geblieben?

[3:26] Vielleicht ist die Frage ein bisschen zu offen. Wir können sie uns selbst beantworten. Wir können sagen, so ganz kurz und in eigenen Worten, dass Jesus die Schlüssel des Totenreichs und des Todes hat, heißt, dass Jesus die Macht über den Tod hat. Sowohl während seiner Zeit hier als Mensch auf der Erde hatte er die Macht und die Kraft, von sich aus wieder aufzustehen, aber es heißt auch, dass er die Macht hat, uns von den Toten aufzuerwecken oder unsere Lieben von den Toten auferweckt. Damit haben wir das letzte Mal geändert.

[4:12] Nun heißt es ja hier: "Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was nach diesem geschehen soll." Wer spricht hier zu wem?

[4:34] Jesus spricht zu Johannes. Genau. Das sind Worte aus Jesu, und die Johannes später aufschreibt.

[4:49] Wo im Neuen Testament geht es schon einmal um etwas Geschriebenes? Es dürfte so ein bisschen Vorwissen abrufen. Wo wird einmal die Schrift oder etwas Geschriebenes sicherlich an mehreren Stellen ganz wichtig im Neuen Testament?

[5:15] Ja, natürlich, die Offenbarung. Das ist ja das geschriebene Buch. Ich gebe euch einen Hinweis. Es ist vielleicht, ich möchte auch fast zu spezifisch hinaus. Es hat ein Mensch mit dem geschriebenen Wort Gottes den Satan besiegt, oder Jesus? Und zwar wo, an welcher Stelle?

[5:41] Genau in Matthäus 4, Vers 4 lesen wir es: "Steht geschrieben." Da haben wir dieses geschriebene Wort. Im Griechischen heißt es die Vokabel "graph". Es gibt es auch manchmal in deutschen Wörtern, zum Beispiel, ich weiß nicht, ob "Grafik" euch etwas sagt. Aber dass dieser Unterschied ganz klar, das eine ist gesprochen, aber hier geht es jetzt um das Aufgeschriebene.

[6:14] Und warum sagt jetzt Jesus zu Johannes: "Schreiber"?

[6:29] Ja, genau, das ist ein sehr guter Punkt. Da können wir auch an anderen Stellen in der Bibel sehen, dass Gott immer wieder für spätere Generationen was aufbewahren wollte.

[6:46] Sehr gut. Lass uns das mal jetzt nach der Reihe angehen. Wir hatten hier: Geschriebenes wird an spätere Generationen weiter überliefert werden. Und da schauen wir mal in Jesaja 30, Vers 8.

[7:26] Das hat bitte lesen.

[7:42] Genau, hier geht es auch darum, dass etwas aufgeschrieben wird in einem Buch. Aufgeschrieben. Und was ist der Grund oder der Sinn dahinter, dass es aufgeschrieben wird?

[8:02] Genau, was geschrieben ist, währt lange. Das ist anders als, deswegen geben, lassen wir uns manch mal auch schriftlich geben, weil es ganz anders ist als nur eine mündliche Zusage.

[8:25] Ja, ganz genau. Offenbarung 19, Vers 23 müsste es sein, wo es heißt, dass meine Worte aufgeschrieben werden würden. Also, das ist etwas Wichtiges, etwas, was man auch weitergeben möchte. Da kommen wir gleich noch ein bisschen genauer drauf.

[8:43] So, jetzt hatten wir den Jesaja 30, Vers 8. Wir können uns auch mal 5. Mose 31, Vers 19 anschauen.

[9:23] Das ist gut, wo du bist, aber ich glaube, es uns nicht 5. Mose 31, Vers 19.

[9:52] Danke schön. Hier ist es nicht nur, dass dieses Lied aufgeschrieben werden sollte, sondern es sollte auch weitergegeben werden. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber diese Sache, dass es auch noch ein Lied trägt, noch mal dazu bei, dass es wohl besser in Erinnerung geblieben ist.

[10:25] Und jeder lesen.

[10:27] Ja. Ja, sehr gut. Hier ist ein Hinweis an alle im Livestream. Hier ist ein Hinweis auf Offenbarung 1, Vers 3, wo wir gelesen haben: "Selig sind die, die es lesen und die es hören, denn das Gelesene soll auch weitergegeben werden." Beziehungsweise, wir müssen auch Voraussetzung dafür, dass es weitergegeben werden kann, muss das erst mal selbst gelesen werden. Das ist auch ganz wichtig.

[11:00] Okay, also wir hatten das für spätere Generationen. Trifft das jetzt auch auf die Offenbarung zu? Erst die Offenbarung etwas mit späteren Generationen zu tun hat?

[11:18] Ja, genau. Die Offenbarung ist das Buch der Prophezeiung, mit Daniel zusammen.

[11:35] Okay, ja, genau. Also, wenn dann die sieben Gemeinden kommen, damit fangen wir nächste Woche, so Gott will, an. Dann sehen wir auch, es zieht sich durch die Kirchengeschichte, von der ja sehr viel von Johannes' Perspektive aus gesehen, noch in der Zukunft liegt. Da hindurch zieht es sich dann, ja.

[11:58] Genau so. Jetzt haben wir gesehen, eben für spätere Generationen. Hier war noch der Punkt, es ist nicht so leicht veränderlich, wenn etwas aufgeschrieben wird.

[12:12] Genau. Und wir hatten auch gesagt, diese Botschaft, dieser Brief, von dem wir ja auch in der Offenbarung lesen, der soll auch gelesen werden. Lasst uns mal 2. Korinther 13, Vers 10 anschauen.

[13:03] "Denn wir schreiben euch nichts anderes als was ihr lest oder auch erkennt. Ich hoffe aber, dass wir uns auch vollständig erkennen werden."

[13:16] Was ist der Punkt, den Paulus hier in diesem kurzen Abschnitt macht?

[13:36] Ja, genau. Und ich sagte: "Ich hoffe aber, dass wir uns auch vollständig erkennen werden." Nichts anderes als was ihr lest oder auch erkennt. Also, nach meinem Verständnis ist es so: Paulus sagt, was ich hier schreibe, soll auch verstanden werden. Es ist nicht einfach nur, dass ihr einen schönen Brief von mir in der Hand halten und sagen könnt: "Wir sind die Freunde von Paulus." Sondern es geht darum, ihr sollt lesen, ihr sollt verstehen, ihr sollt mich auch besser verstehen. Beziehungsweise, wenn wir ja wissen, die Offenbarung kommt ursprünglich von Gott. Tragen wir... sollen Gott besser verstehen.

[14:22] Ich denke, dass, also es hängt sowieso alles zusammen, aber da können wir auch sehen, wie du jetzt gesagt hast, was geschrieben ist, ist fest. Das kann ich so leicht verändert werden. Oft folgen Menschen irgendwelchen eigenen Vorstellungen von Gott, weil sie nichts Festes haben, wonach sie sich ausrichten. Aber wir haben den Vorteil, dass wir hier studieren dürfen, dass wir lesen dürfen, denn Gott hat es so geschrieben, dass wir es verstehen und dann dürfen wir Gott besser erkennen.

[15:06] Okay, es ist ja auch oft so, dass etwas aufgeschrieben wird, das offiziell ist oder, also, wenn etwas, man sagt, das etwas ist in Stein gemeißelt, zum Beispiel, das steht wirklich fest. Oder wir haben Verträge, haben sehr viel Schriftkram, auch bei unserer deutschen Bürokratie. Manchmal, auch da sehen wir in der Bibel, dass es nicht immer ganz von ungefähr kommt. Es darf wirklich sein, dass wir auch Dinge als feststehend betrachten, wenn sie aufgeschrieben worden sind. 2. Mose 34, Vers 27 gibt uns darauf Schluss.

[16:38] Was wird hier aufgeschrieben oder was wird hier festgelegt durch die Schrift?

[16:47] ...und das ist, was er sagt.

[17:09] Ja, genau. Also, es geht hier um den Bund, wie du schon richtig gesagt hast, den Gott erneuert und er möchte diesen Bund festmachen. Er möchte nicht, dass nochmal so etwas wie mit dem goldenen Kalb passiert.

[17:25] Genau in Galater 1, 20. Da haben wir in anderen, also anderen Kontext, aber trotzdem wird auch da etwas aufgeschrieben.

[17:46] Jetzt muss ich kurz, doch, genau. Galater 1, Vers 20.

[18:00] Das ist doch jetzt der Punkt, den wir vorher schon gemacht haben. Es ist nicht gelogen. Ja, was? Was ist die Aussage hier?

[18:42] Das erste, was notiert hatte, das kann zusätzlich. Das sind...

[18:58] Das erinnert so ein bisschen auch an die Geschichte der Reformation, wo es teilweise das Gleiche aufgeschrieben haben, aber unabhängig voneinander, ohne dass sie Briefwechsel hatten. Und dadurch zeigt sich auch das Wort Gottes oder der Geist Gottes, der Einheit bringt, sogar unabhängig voneinander. Auch in der Geschichte der Adventgemeinde war das so.

[19:25] Genau. Interessant ist jetzt vielleicht noch ein Punkt. Wir haben gesagt, es ist wahr, es ist fest.

[19:38] Ja, genau. Ich lass euch mal weiter so ein bisschen Vorschläge bringen, warum noch "schreibe" und nicht einfach "merk dir" oder "sag es weiter". Könnte doch schon reichen, könnte man meinen.

[20:20] Ja, das ist sehr gut. So weit habe ich gar nicht gedacht, aber tatsächlich vielen Menschen hilft es, dass, wenn sie etwas aufschreiben, dass es auch besser in den Kopf rein geht. Interessant, ja.

[21:02] Ja, da sind wir wieder hier bei dem es fest, das bleibt. Und ich finde, es ist auch so das Schöne an der Offenbarung, das ist so ein Original von Gott, nicht irgendwie, wie du sagst, von Mund zu Mund weitergegeben.

[21:18] Genau. Zu dem Punkt noch mit dem, was man sich's besser merken kann. Dazu können wir in der Geschichte sehen, wie Jesus mit seinen Jüngern umgegangen ist. Jesus hat ja seinen Jüngern ganz, ganz viel gesagt, was sie erst mal gar nicht verstanden haben. Also haben wir auch in dem Seminar der Ersehnte immer wieder gesehen, Jesus sagte etwas, meint es so deutlich, und ihre Gedanken sind ganz woanders. Aber ich hab das vor kurzem gelesen, dass auch Ellen White schreibt, Jesus hat ihnen vieles gesagt, was sie zwar nicht verstanden haben, aber er wusste, der Heilige Geist wird es ihnen später erklären. Und erst nachdem Jesus gestorben war, und erst nachdem Jesus auferstanden und in den Himmel aufgefahren war, erst dann haben sie vieles von dem verstanden, was er ihnen gesagt hatte.

[22:23] Deswegen ist es auch für uns gut, wenn wir manchmal die Bibel lesen, alles gleich verstehen, weiterlesen. Wenn du dann ein Vers, vielleicht, von einem Vers weiß, der könnte wichtig sein, ich erkenne aber noch nicht so ganz, lern ihn auswendig. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wenn man Verse auswendig lernt, erst mit der Zeit versteht man sie besser.

[22:51] Jetzt gibt's noch Gedanken von euch, sonst mache ich einfach weiter. 2. Korinther 13, Vers 10 fand ich ganz interessant.

[23:28] Okay. Okay, was ist wieder Paulus? Sagte hier:

[23:39] Darum, dass das ist jetzt wirklich Wissen. Wenn hier "darum" steht, ist es eine Begründung. Und in dem Fall ist auch die Erklärung so ein bisschen nachfolgend. Also darum schreibe ich euch dies abwesend, damit dich an, wir sind nicht streng gebrauchen muss.

[24:42] Ja, genau. Es ist eine Vorbereitung, dass das Aufeinandertreffen dann sehr viel angenehmer wird. Also, wie du gesagt hast, Paulus möchte auf sein Kommen vorbereiten. Hieß es, möchte uns aufs Einkommen vorbereiten. Darum schenkt er uns die Offenbarung, ja.

[26:01] Das Leben könnte so, dass das notwendig ist.

[26:09] Ja, das ist auch ein sehr schöner Gedanke. Also, hier wurde jetzt 2. Johannes 12 angesprochen. Was heißt, ich hätte euch viel zu schreiben, weil ich es aber nicht mit Papier und Tinte tun will, ich will es aber nicht mit Papier und Tinte tun, sondern ich hoffe, zu euch zukommen und mündlich mit euch zu reden. Und es wurde gesagt, dass es Jesus wohl auch zugehen muss. Und sicherlich, Jesus geht es im Himmel werden wir nicht aufhören zu lernen. Also, Jesus hat uns noch so viel zu sagen, aber er muss es ein bisschen eingrenzen und er sagt uns nur das, was jetzt auch für uns wichtig ist.

[26:52] Genau. Wir sollten den Wert der Bibel noch sehr viel mehr kennenlernen oder schätzen lernen. Denn manchmal denken wir, na ja, das ist so ein Buch, in dem viel drin steht, aber vielleicht aus Jesu Sicht oder auch aus Sicht der Engel, ist es gar nicht mal so viel. Es ist das, was wir brauchen. Und wir sind aufgerufen, dass wir uns mehr damit beschäftigen.

[27:28] Okay, jetzt noch zum Schluss zu dem "Schreiben". Schauen wir auch noch mal in 2. Korinther.

[27:37] Korinther hat, haben wir oft in Korinther 2, Vers 9.

[27:50] "Da heißt es: Denn ich habe euch auch deshalb geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erkennen, ob ihr in allem gehorsam seid."

[28:01] Das heißt, wir haben das schon mal angesprochen, als wir in Offenbarung 1 herausgefunden haben, es handelt sich hier um einen Brief. Da hatte jemand gesagt, ein Brief auch deswegen, weil man eine Reaktion erwartet. Und der Paulus schreibt jetzt hier, dass er auch sozusagen auf die Reaktion gespannt ist. Er möchte sie prüfen mit dem, was er schreibt.

[28:32] Auch wenn wir die Offenbarung lesen, dann ist es wie so eine Prüfung für uns. Dann möchte Gott sehen, was macht er ist sie damit? Was macht Maria damit, dass sie das lesen? Nehmen sie es auch an? Werden sie es weitergeben? Werden sie es ausleben? Und wir dürfen uns dementsprechend Gedanken machen. Heute habe ich in der Bibel gelesen, was hat das in meinem Leben bewirkt?

[29:07] So. Jetzt ist noch die Frage, was soll Johannes aufschreiben? Der Vers ist ja nicht mit dem "Schreibe" zu Ende. Schaut noch mal mit mir in Offenbarung 1, Vers 19. Was steht denn da noch?

[29:35] "Schneiders gesehen, dass und das ist und das noch dieses..." Das ist wieder so ein bisschen selbst... habe ein seltsamer Wortlaut in unserer Sprache, aber woran erinnert euch das?

[30:07] Woran erinnert euch was? Jetzt muss ich kurz selbst schauen, wie heißt das hier.

[30:12] "Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was nach diesem geschehen soll." Wo habt ihr das schon mal so etwas gehabt?

[30:26] In Vers 4. Genau. Das haben wir uns auch schon letztes Mal angeschaut. Es sind immer diese drei Dimensionen.

[30:35] Die drei Dimensionen der Zeit, könnte man sagen: Gegenwart oder Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

[30:48] Und das steht nicht einfach nur so hier. Wann, in welchem Zusammenhang hatten wir in dieser drei Dimensionen immer...?

[31:00] Ja, genau. Es ging um Gott oder um Jesus, der die gleichen Eigenschaften hat. Und wenn jetzt Johannes aufgefordert wird zu schreiben, was war, was ist und was sein wird, dann hat das auch etwas mit Gott zu tun. Nicht, wir können sagen, nicht unbedingt ausschließlich, aber trotzdem ist es ein kleiner versteckter Hinweis darauf, wie es sollen die Offenbarung christozentrisch studieren.

[31:30] Mit Gott im Mittelpunkt. Es geht nicht einfach nur um Weltgeschichte oder um Gemeinden, die alle ihre Makel und Fehler haben, sondern es geht um Gott, wie Gott die Dinge sieht, wie Gott reagiert, welche Botschaft Gott für uns hat.

[32:01] Lass uns noch kurz bei den bei diesen Dimensionen bleiben. Ich gebe euch einen kurzen Abriss.

[32:08] Vom Griechischen, was hier eigentlich stehe. Dieses "was er gesehen hat" bezieht sich immer auf die Vergangenheit. Und das Verb, das dahinter steckt, ist "sehen, wissen, kennen". Umfasst kann also noch ein bisschen mehr umfassen als nur die bloße Sicht mit den Augen.

[32:35] Dann kommt "was ist". Ja, das hat etwas mit dem Sein zu tun. Heißt sie auf Griechisch "eimi".

[32:40] Und "was nach diesem geschehen soll", "ginesthai". Bedeutet auch entstehen, passieren, sich in der Geschichte ereignet. Das vielleicht interessant für Offenbarung.

[32:54] Profitiert sich abspiel gemacht und auch vollendet werden.

[33:02] Es geht auch um Dinge, die kurz bevorstehen. Das haben wir in diesem "was sein" ... was geschehen soll. Heißt es, es wird kurz bevorstehen, oder es steht schon kurz davor.

[33:24] Auch Pläne haben. Also, wenn wir die Offenbarung lesen, dann offenbart uns Gott nicht nur, was ohnehin passieren wird, sondern auch die Pläne, die er hat.

[33:40] Das ist doch noch, also ich denke, ganz schön im Kopf zu haben.

[33:49] So, jetzt könnte man sich fragen, warum, warum möchte Gott Johannes etwas offenbaren, was gerade ist?

[34:04] Braucht jetzt der Johannes so eine Art persönlichen Nachrichtendienst? Oder wie ist das? Warum sagt Gott ihm etwas, was sowieso gerade passiert?

[34:28] Ja, genau. Also, die Frage ist nicht nur, was passiert und was können wir wahrnehmen, sondern auch, wie muss ich es geistlich verstehen, um dich dazu zu zitieren? Und das passt ganz gut zu Daniel 2, Vers 22. Daniel 2 kennt ja die Geschichte.

[35:32] Genau, der Nebukadnezar bekommt den hat einen Traum von einem Standbild, das zeigt in chronologischer Reihenfolge, welche Weltreiche aufeinanderfolgen. Und nicht nur das, er bekommt ein Bild davon, dass Jesus wieder kommt, dass diese Weltreiche keinen Bestand haben.

[36:09] Das, was wir letztes Jahr ja...

[36:13] Wir letztes Jahr ja im Einsatz die Steine...

[36:33] Ja, gut. Also, wir haben den Punkt gemacht: Prophetie beschäftigt sich nicht nur mit der Zukunft, womit wir uns oft und gerne beschäftigen, sondern auch mit dem, was gerade ist, und mit dem, was schon in der Vergangenheit war. Beispiele: Mose und jetzt den Daniel 2, Vers 22.

[36:53] Wer hat kann ihn lesen?

[37:08] Genau. Was, was offenbart Gott hier?

[37:30] Ja, genau. Und was kann man sich darunter vorstellen? Geheimnis zum Beispiel. Also, etwas, was nicht für jeden sich so leicht erschließt.

[37:40] Denn es gibt Dinge, die sind nicht mit bloßem Auge sichtbar und laufen trotzdem ab im Geheimen. Und was sie sagen möchte, ist: Ich tue es euch kund, dass er auch jetzt schon erkennen könnt, nicht vielleicht erst nach Tausenden von Jahren, wenn man die Geschichtsbücher wälgt, sondern ich sollte jetzt schon wissen, was da so los ist in der Welt.

[38:11] Es kommt auch dann wieder auf die richtige geistliche Sichtweise an. Und das werden wir jetzt nicht tun, aber wenn wir Jesaja 43, Vers 119 aufschlagen würden, dann würden wir auch erkennen, es geht darum, dass wir auf Gottes Handeln achten.

[38:32] Achten. Nicht nur immer auf was Papst und König und Politiker XY gesagt hat, sondern wir dürfen beachten, wie handelt Gott und wie ist er ganz bekannt. Vers Amos 3, Vers 7.

[38:55] Wenn ihr ihn auswendig kanntet, ihn auch auswendig sagen, dann kannst du siehst...

[39:15] Ja, ist es also ein neues Ereignis, das Johannes hier plötzlich in einer oder ja, in einer oder mehreren Versionen Prophetie offenbart bekommt?

[39:38] Gott hat schon immer so gehandelt, oder es ist Gottes Eigenschaft, dass er sich gerne mitteilt, dass er seinen Knechten oder auch seinen Freunden gerne sagt, was Sache ist.

[39:54] Kennt ihr vielleicht noch andere, die von Gott besondere Offenbarungen bekommen haben, Menschen in der Bibel?

[40:00] Ja, genau.

[40:07] Vielleicht auch zeitgeschichtliche Offenbarungen. Aber du hast recht, man kann die Propheten allgemein...

[40:29] Müssen. Genau.

[40:30] Durch. Nur, ja, sehr gut. Durch die Zeichen weg, wie sehen es immer wieder auch, jedoch zum Beispiel die... haben alle Offenbarungen von Gott bekommen, weil Gott ihnen so ein enger Freund war, dass er gesagt hat: "Schau mal, ich möchte mein Wissen nicht für mich behalten, ich hab dir was mitzuteilen."

[41:14] Ist es auf der Welt? Gibt es denn mit dem Reden...?

[41:47] Ja, ich versuche es kurz zusammenzufassen. In Amos 3, Vers 8 heißt es: "Der Löwe brüllt, was sollte es sich nicht fürchten? Gott, der Herr, redet, wer sollte nicht..." Weiß sagt, als es ist die natürliche Reaktion darauf, dass Gott redet, wenn Propheten weissagen.

[42:09] Genau. So weit können wir für heute, denke ich, festhalten. Es gibt viele gute Gründe, warum Johannes etwas aufgeschrieben hat für die künftigen Generationen, also für uns. Gott hat mich fasziniert es immer wieder, diese Kette von von Menschen, die Gott benutzt hat, oder von Personen, muss man sagen, die Gott benutzt hat, um uns die Offenbarung zu geben. Hat es nicht einfach irgendwie so dem Zufall überlassen? Dann ist es fast fest, es darauf können wir uns verlassen.

[42:54] Und das können wir jetzt vielleicht noch ganz kurz anschauen in Offenbarung 21, Vers 5. Da heißt nämlich auch: "Schreibe."

[43:10] Offenbarung 21, 5. "Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu." Und er sprach:

[43:17] "Zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss." Auch das sehen wir wieder, es ist fest, es ist wahr. Auch später dürfen wir noch mehr verstehen, dadurch, dass es aufgeschrieben ist. Wir wieder dahin zurückkommen können.

[43:38] wird jetzt auch noch in den nächsten Wochen für uns relevant. Wir müssen immer wieder mal nach vorne blättern, gucken, was hatten wir schon. Wir dürfen vorbereitet werden, wir dürfen vorbereitet werden auf die Wiederkunft, dadurch, dass wir die Offenbarung lesen. Ja.

[43:56] Ja, für heute können wir denke ich, das soweit festhalten. Es sollte uns ein Anliegen sein, dass wir Gottes Wort noch besser kennenlernen. Wir brauchen das so sehr. Wir dürfen aus jedem Wort Gottes leben.

[44:20] Da gibt es eine Geschichte, die man sich erzählt, die auch aufgeschrieben worden ist, von einem Erdbeben in San Francisco, wo ein Junge, der ja, der Junge war schon an sich ein sehr christlicher Junge, könnte man sagen. Er hat so ein Herz für seine kleine Familie. Sein Vater war schon gestorben, wonach die Mutter und die kleine Schwester Wanda und er hat alles daran gesetzt, dass es dieser, dass es seiner Familie gut gehen würde.

[44:57] Und wenn er zum Beispiel in der Schule eine schlimme Zeit hatte und die anderen Kindern gehänselt haben, dann hat er immer geschaut, dass die Mama ja keine Träne sieht und hat auch immer wieder versucht, es also dann dafür nur von den guten Noten zu reden, wenn er nach Hause kommen würde. Er wollte ihm keine Sorge bereiten.

[45:26] Und dann kam eine Nacht, in der sie aufwachten und sie merken, es ist nichts in Ordnung, es ist nichts wie vorher. Die Wände haben gewackelt, draußen hat man Poltern gehört und sie haben gemerkt, die, diese kleine Raum, in dem sie leben, der zerbricht, die Wände wackeln, alles fällt ein.

[45:54] Und die Mutter hat gesagt: "Tommy, ist glaube ich, Tommy, renn um dein Leben, dass du hier lebend raus kommst." Und er hatte die Worte seines Vaters im Kopf. Der Vater, dem Sterbebett gesagt: "Pass auf Mama auf, versprichst du mir das?" Du hast auf Mama und sie aufpasst und hat gesagt: "Ja, Papa, ich verspreche dir."

[46:23] Und als seine Mutter dann sagte, sie: "Renn weg!", hatte er gesagt: "Aber was mit euch?" Da sagt die Mutter: "Die Wand ist hier eingefallen, ich bin noch unter den Trümmern, ich weiß nicht, ich komme hier so schnell nicht."

[46:41] "Aktuell, Schwester, renn weg!" Er hat auf seine Mutter gehört, ist mit der Schwester weggerannt, durch das Chaos, durch die Stadt hindurch. Da waren Pferde, da waren Menschen, ein heilloses Durcheinander.

[46:56] Und dann ist irgendetwas passiert, was Tommy nicht mehr mitbekommen hat. Hat sich da erst wieder, ist wieder aufgewacht, als er im Krankenhaus lag und eine Schwester neben ihm war. Er sagte: "Ja, was ist passiert? Fuß Mama, Rossi", sagt sie, "mach dir erst mal keine Gedanken um die, ihm geht es gut."

[47:25] Die Mutter war wahrscheinlich ums Leben gekommen, es geht nicht so ganz aus dem Bericht hervor. Aber er hat sich wieder an diese Worte erinnert, wo sein Vater sagte: "Kümmere dich um Mama, kümmere dich um sie." Sagt die Schwester zu ihm: "Wirklich wieder hin? Du bist zu schwach."

[47:49] Und er hat gesagt: "Nein, ich weiß, dass ich, wo es meine Schwester." Also haben sie die Schwester zu ihm gebracht. Er merkte schon, mit ihm stimmt was nicht, der so müde, so komisch müde.

[48:07] Als die Schwester vor ihm war: "Bitte kümmern Sie sich um sich, ich bin zu müde, ich muss jetzt wieder schlafen, aber kümmern Sie sich um sie." Und die Schwestern haben sich das zu Herzen genommen, sie haben sich der kleinen Schwester angenommen.

[48:23] Vermutlich hat Tommy diesen Tag nicht überlebt, aber er hat alles gegeben, hat alles dran gesetzt, um diese Worte seines Vaters sehr verinnerlicht hatte, auch auszuführen. Ich frage mich manchmal, wie sehr ist Gottes Wort in unserem Herzen, dass es uns auch so kostbar ist.

[48:46] Und ein Prinzip im Leben und wie es ausführen. Dafür müssen wir schließen. Und mein Aufruf an euch heute ist: Lest wirklich eure Bibel. Setzt euch zu Hause hin, es ist nicht nur an euch, dass es auch an mich. Wir dürfen nicht die Zeit mit weniger wichtigen Sachen vergolden, sondern wir müssen jetzt die kurze Zeit, die uns bleibt, zur Vorbereitung nutzen. Lasst uns uns das im Herzen vornehmen und beten.

[49:37] Lieber Vater im Himmel, du siehst, wie wir heute vor dir stehen und wir können unsere Herzen nicht vor dir verbergen. Wir können auch unser Leben nicht vor dir verbergen und du weißt, wie es da aussieht. Du weißt, wie viel Zeit wir im Studium mit deinem Wort verbringen und uns vorbereiten lassen, oder auch, wie viel Zeit wir mit anderen Dingen verbringen.

[50:10] Ja, ich bitte dich, lass es für uns zur Priorität werden, dass wir dein Wort studieren, dass wir lesen, was aufgeschrieben worden ist, was die Menschen manchmal unter so schwierigen Bedingungen trotzdem überliefert haben. Ja, lass dein Wort für uns persönlich wichtiger werden.

[50:34] Und wir wollen nicht nur lesen, wir wollen es auch verstehen, denn du hast so geschrieben, was zu schreiben lassen, dass es eine persönliche Botschaft an uns hat und wir es verstehen dürfen. Das ist uns auch weiter sagen, Herr, denn wir sollten es nicht nur für uns behalten.

[50:59] Vater, ich danke dir, dass du dir her über die Zeit bis. Ich danke dir, dass du uns Kraft und Entschlossenheit schenkst, dass wir uns heute nicht nur Gutes vornehmen, sondern dass wir es durch deine Gnade und Kraft auch in die Tat umsetzen dürfen. Dafür danke ich dir.


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